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Lohnt ein Bauingenieurwesen Studium? » Seite 4

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ole | 27. September 2010 - 08:11

Hallo Gast, ich habe gerade fuer mein gesamtes Team, ausser mir, die Arbeitserlaubnis fuer Australien eingeholt. Das wird bei meinem Arbeitgeber nicht standardmaessig gemacht, weil es sich nicht um ein Corporate Work Visa handelt, sondern um ein personel work visa. Meint unsere Mitarbeiter koennten sich von uns ein Visa besorgen und sich dann in Australien sofort woanders bewerben. Weil das so viele gemacht haben, wird man schwerlich einen Arbeitgeber finden, der freiwillig ein Work Visa besorgt.

Man braucht 120 Punkte um ein Visa in 3 Monaten zu haben. 60 Punkte bekommt man fuer Civil engineering. 25 bekommt man fuer nachgewiesene Sprachkenntnisse durch "IELTS" Test. 5 bekommt man, weil man Deutscher ist, 10 bekommt man wenn man die letzten 3 Jahre in diesem Beruf gearbeitet hat und weitere 20 bekommt man, wenn man unter 40 ist. Mit 120 Punkten ist die Arbeitserlaubnis ziemlich einfach zu bekommen. Einen Job hat man damit nicht und der Spass kostet - je nach Wechselkurs - um 1800 Euro.

Hier in Suedafrika rekrutieren die Australier permanent. Es gibt kein Wochenende, an dem nicht eine Anzeige in der Zeitung ist. Wenn man die 120 Punkte allerdings nicht schafft, braucht man das auch gar nicht erst versuchen, das ist natuerlich nur meine Meinung. Das wird dann extrem schwierig und der IELTS ist auch nicht gerade einfach. Den muessen alle machen, die nicht aus England, Irland, Canada, USA oder Neuseeland kommen. Ich habe das Ding zwar geschafft aber nur mit echter Vorbereitung. Einige meiner Kollegen sind durchgefallen, obwohl die Suedafrikaner mit Englischer Abstammung sind!

Bei den Arabern kommt es viel mehr auf den Lebenslauf an. Die wollen nur Personal mit nachgewiesener Erfahrung in genau dem Gebiet, auf das man sich bewirbt. Da wir in Deutschland so wenig Wolkenkratzer bauen und auch nicht wirklich Erdoelindustrie haben, geht das meistens nur ueber Umwege.

England ist in der Tat etwas aufwendig aber auch nicht unmoeglich. Ich hatte meine Akkreditierung nach gut 8 Monaten. Beste Informationen darueber gibt es beim CIOB, bei dem man dann auch besser Mitglied ist. Ist auch fuer Arabien und alle CW Staaten sehr hilfreich. USA kann man eigentlich vergessen. Canada soll allerdings so richtig boomen in den naechsten Jahren, habe aber keine Ahnung wie schwer das wird und was dort bezahlt wird.

Ole

Equilibrium | 27. September 2010 - 07:34

Der Titel hier heißt ja eigentlich "Lohnt ein Bauingenieurwesen Studium?" Also dann mal ein paar Zahlen zur Vergütung (selbstverständlich Brutto):

Bauingenieur 3531 € / Monat

und als Vergleich dazu andere Ingenieurberufe:

Bergbauingenieur 4223 € / Monat
Chemieingenieur 4456 € / Monat
Elektroingenieur 4553 € / Monat
Fernmeldeingenieur 4891 € / Monat
Maschinenbauingenieur 4495 € / Monat
Softwareingenieur 4089 € / Monat
Wirtschaftsingenieur 4288 € / Monat

Fazit: Ein Bauingenieur liegt etwa auf dem Niveau eines Metallfachwerkers (3529 € / Monat). Letzterer wird allerdings keine schlaflosen Nächte haben, sondern ab ca. 17 Uhr seinen wohlverdienten Feierabend genießen. Die Antwort auf die eigentliche Frage dieses Themas lautet also ganz einfach: Nein! (Quelle für obige Zahlen ist stern.de)

P.S.: Für die jüngeren Teilnehmer im Forum noch ein Hinweis: Es sind immer die letzten paar hundert Euro des Lohns, die beim Lebensstandard den Unterschied machen. Nach Abzug aller monatlichen Fixkosten (Miete, Auto, Versicherungen etc.) bleiben pro Monat nur wenige hundert Euro zur freien Verfügung. Ein Gehaltsplus von 20 bis 30 Prozent bedeutet daher zum Teil eine Vervielfachung dieses freien Betrages. Dementsprechend ist der gefühlte Unterschied zwischen 3500 € und 4500 € (Maschinenbau) noch größer als es auf den ersten Blick ohnehin schon aussieht.

FlipB | 26. September 2010 - 22:34

Ich habe allerdings nur nach Staaten gesucht, wo der Lebensstandard vergleichbar ist. Probiere es mal mit Österreich, genauso trostlos.

Jack Bauer | 24. September 2010 - 23:29

@ Tragswerkplaner:

Das macht einem echt Angst. Weiss ehrlich nicht, ob ich solchen Druck aushalten würde.

Jack Bauer | 24. September 2010 - 23:03

Bei studies-online liest man noch schlimmere Horrorgeschichten als hier. Ich will's unbedingt studieren. Mit fester Absicht nach dem Studium ins Ausland zu gehen. Kann neben Deutsch perfekt Russisch, Englisch geht so (wird natürlich aufpoliert, bis es fliesst) und habe vor noch Spanisch zu lernen.

Es sei denn ich finde hier in Deutschland eine Stelle mit Einstiegsgehalt von min. 36.000, mit sicheren späteren Lohnsteigerungen. Dann würde ich vllt. ein Paar Jahre hier bleiben.

Denn bei all den negativen Meinungen über diesen Beruf in Deutschland scheinen sich Leute doch einhelliger Meinung zu sein, dass die Dienste eines deutschen BI's im Ausland geschätzt werden, was sich dann auch in angemessener Entlohung niederschlägt. Hier gibt es ja nichts mehr grossartiges zu bauen, während z.B. in Asien ganze neue Städte hochgezogen werden. Sogar im deutschsprachigen Ausland (CH, AT) soll die Lage weitaus besser sein als hierzulande.

Ich will dieses Fach unbedingt studieren. Ich war schon immer fasziniert vom Bauen. Will mich aber auch nicht gleichzeitig ausbeuten lassen - wie wohl viele in Deutschland werden, schon aus Prinzip.

Was ich aber nicht ganz verstehe, dass einige Leute es den anderen unbedingt ausreden wollen, das zu studieren. Man geht ja auch nicht Medizin studieren, um da viel Kohle zu machen. Das liegt diesen Menschen einfach. Genauso liegt jemandem vllt. das Bauen.
Wie kann man sich sonst erklären, dass immer noch so viele Architektur studieren, obwohl von vornherein klar ist, dass die meisten davon eh ihr Leben lang arme Schlucker bleiben werden?

Michael | 24. September 2010 - 12:18

@Ole

Bei deinen Zahlen musst Du aber auch bedenken, dass bei den Bauingenieure auch Architekten inbegriffen sind, die den Schnitt ein gutes Stück nach unten ziehen.

| 23. September 2010 - 17:12

Da hat der Ole recht, die Zahlen kommen etwa hin (das heisst, ähnliche habe ich auch im Kopf). Auf der anderen Seite ist es aber gar nicht so leicht einen Job in diesen Ländern zu ergattern, aber möglich, mit dem richtigen Background denke ich.

Australien, komplizierte und bürokratische Einwanderungsverfahren (Arbeitserlaubnis), kann etwa 18 Monate dauern, bin sogar der Meinung ohne hinzufliegen und sich vor Ort was zu suchen, fast keine Chance, wenn man aber was gefunden hat, geht das mit der Arbeitserlaubnis wohl viel schneller (sofern der AG sich kümmert und bürgt!)

"Arabien", kommt wahrscheinlich wieder auf den Werdegang an, habe es selbst, vor dem Slump mal versucht, fand es äußerst schwierig, momentan denke ich da geht wahrscheinlich nichts, auf mittelfristigem Horizont (vielleicht in ein paar Jahren als Betonsanierer ;-).

England, Hürde sind hier die Eintragung in eine "Charter" (wird sehr of nachgefragt, RICS) oder man muß ganz unten anfangen, Lebenshaltung hier teilweise recht hoch. USA, vor der Immobilienkrise konnte man meines Erachtens noch viel besser verdienen als Ole schreibt, denke das ist aber auf absehbare Zeit vorbei (der Economist schrieb, dass mit einer Abwicklungsphase von etwa 10 a gerechnet werden muß, für Immobilien unter Wasser, d.h. bei welchen der Kredit den Wert übersteigt, geschätzt zwischen 1.000.000 und 1.500.000 private Immobilien, gewerbliche habe ich keine Zahl).

just my 2 cents

Ole | 23. September 2010 - 14:19

Irgendwie ist der Link nicht richtig rausgekommen. Surft einfach mal auf der Seite des Statistischen Bundesamtes, wenn es Euch interressiert. Hier nur mal als kleiner Nachtrag zur Einkommenssituation fuer Bauingenieure. Zahlen habe ich im Internet gefunden.

Australien = 118.000 Aus$ = 82.500 EUR Zahl von 2010

GB = 78.560 GBP = 92.000 EUR (Einstiegsgehalt im Schnitt 52.048 GBP) Zahl von 2008

VAE und Saudi Arabien = 560.000 Dirham = 114.000 EUR (wohl gemerkt steuerfrei fuer Expats, Gesamtdurchschnitt d.h fuer alle Pakistanis, Inder usw immer noch 255.000 Dirham steuerfrei)

USA = 74.600 USD = 57.000 EUR

Fuer Scandinavien habe ich nur sehr waage und extrem unterschiedliche Angaben gefunden. Habe einige Zeit aufgewendet um einen Staat zu finden, in dem Bauingenieurwesen schlechter bezahlt wird und es nicht geschafft. Ich habe allerdings nur nach Staaten gesucht, wo der Lebensstandard vergleichbar ist.

Ole

Ole | 22. September 2010 - 08:45

Also nur um hier mal von persoenlichen Einstellungen wegzukommen, geht doch mal auf die Seite des Statistischen Bundesamtes. Dort gibt es eine nette Erhebung fuer die Einkommen in der Bundesrepublik Deutschland.

Link: http://bit.ly/btTxA1

Hier kann man sich die Gehaelter im Ueberblick runterladen und anschauen. Die Zahlen werden nicht staendig ueberarbeitet und sind deshalb bereits von 2006, also nicht mehr so aktuell.

Beruf (Brutto)
Bauingenieure / Architekten: 54070 EUR / Jahr
Elektroingenieure: 69626 EUR / Jahr
Chemieingenieure: 75065 EUR / Jahr
Maschbauingenieure: 69708 EUR / Jahr

Ich weiss ja, das ich immer ein ziemlich starker Vertreter fuer meinen Beruf bin, aber ich muss zugeben, das ich das nicht so deutlich erwartet haette. Zumal ich insbesondere den Studienzweig Maschinenbau als nicht schwieriger einstufe. Mal ganz davon abgesehen sind die Gehaelter, die hier im Forum genannt werden, nicht mal dicht an 54000 EUR / Jahr. Was heisst, dass sich die aelteren Kollegen dann wohl ziemlich vollsaugen, aber das ist nur eine Vermutung. Wenn ich das richtig gelesen habe, sind selbstaendige Ingenieure in dieser Tabelle auch nicht erfasst. Wie auch immer, wir schneiden nur sehr bescheiden ab.

Erschuetternd ist, das man beispielsweise das selbe verdient haette, wenn man Industriemechaniker gelernt haette und dann seinen Meister nach 3 Jahren gemacht haette. In der Liste sind einige Ausbildungsberufe, die ziemlich dicht an Bauingenieure herankommen oder sogar darueber liegen. Nur das man die mit 16 Jahren machen kann und spaetestens nach 3 Jahren schon recht ansprechend verdient... hmmmmm. Also sollte ich hier mal ne Empfehlung geben - lass die Finger vom Bau, gibt besseres, wenn man auf die Kohle schaut.

Ole

| 17. September 2010 - 10:35

@Ole,

wenn das Dein Lebensentwurf ist, dann ist das ja auch gut.
zu 1.) Stimmt, es ist ein generelles Ziel zeitig in Rente zu gehen, aber nach meinem Empfinden zählen die Leute die Tage rückwärts, die nicht den größten Spaß auf Arbeit haben. Muss ja bei Dir nicht so sein. Aber stell Dir mal jemand vor, der 65 ist und seit 20 Jahren nicht mehr arbeitet. Ich nehme solche Menschen nur bedingt ernst, wenn sie über altägliche Probleme, Arbeit etc. reden.
zu 4.) Zweifelsohne gibt es die "besten Jahre", das sind die, wo Du gesund und vital bist. Einige haben bis 70 keine gesundheitlichen Probleme, aber weiß man es.
zu 5.) Es ist bestimmt nicht schlimm spät Kinder zu bekommen, jedoch ist es für die Kinder selbst nicht der Idealfall. Sie tragen ein erhöhtes Risiko nicht gesund zur Welt zu kommen, haben alte Eltern etc. Und ich sag Dir eins aus Erfahrung, die Nerven werden nicht besser. Du wärst nicht der erste, der sich die Kinder zeitiger gewünscht hätte, wenn Du sie einmal hast.

Ich möchte auch nicht Deine Lebensplanung zur Debatte stellen, das geht mich auch nichts an. Jedenfalls sind wir tatsächlich sehr unterschiedlich, aber wäre ja sonst auch langweilig. Jedoch auf die Frage bezogen: Lohnt sich ein Bauingenieurstudium? Meine Meinung, wer eine Ingenieurwissenschaft studieren will, sollte nicht nur auf das Fach schauen. Denn man verdient eben nur auf wenigen Stellen in Deutschland ordentlich Geld - und ob man dauerhaft ins Ausland gehen möchte, sollte man sich vorher überlegen. Jedenfalls ist jede andere Ingenieurwissenschaft lukrativer, wenn man ein "normales" Leben führen möchte.

Grüße, Zastro

Ole | 16. September 2010 - 09:46

@Zastro:
1.) Ich will mit 45 in Rente, weil ich es als sehr vorteilhaft empfinde. Viele Menschen spielen Lotto und traeumen. Scheint also ein generelles Ziel zu sein.
2.) Was muss an Rente denn langweilig sein? Vielleicht etwas fehlende Phantasie?
3.) Ich hetze nicht um den Globus, sondern gestalte meine Zeit. Nur mal so angemerkt. Ich arbeite nie mehr als 38 bis 40 Stunden die Wochen. Ich nehme keine Arbeit mit nach Hause und ich mache alle noetigen Dinge waehrend der Arbeitszeit. Ich arbeite auch niemals am Samstag.
4.) Ich denke nicht, das ich meine besten Jahre verschenke, falls es so etwas ueberhaupt noch gibt. Ich schaue mir die Welt an solange ich das kann.
5.) Davon mal ganz abgesehen kann ich mit 40 auch noch Kinder haben, wenn ich will. Was daran nun wieder so schlimm ist, kann ich auch nicht nachvollziehen.

Ich wuerde sagen das unterscheidet uns eben...
Ole

Equilibrium | 15. September 2010 - 07:27

Hallo Nadine,

sei mir nicht böse, aber ich musste lachen am Ende Deines Beitrages. Also Du wunderst Dich über die negativen Erfahrungsberichte der Bauingenieure hier und lieferst dann selbst noch – ohne es zu merken – ein Negativbeispiel hinterher. Es mag ja sein, dass man mit 19 Jahren (?) ein Bruttogehalt von 2600 € für ein angemessenes Ingenieursgehalt hält. Aber spätestens wenn Du mal Deinen Lebensunterhalt selbst bestritten hast (und zwar nicht als Schülerin/Studentin, sondern mit Allem, was dazu gehört: Richtige Wohnung, Auto, Urlaub, Versicherungen, Altersvorsorge, Bausparvertrag, evtl. Kinder, Möbel, …), dann wird Dir auffallen, dass 2600 Euro/Monat brutto nicht viel sind. Für so ein Gehalt muss man auch kein teures und zeitintensives Studium absolvieren. Da bekommen viele Facharbeiter (insbesondere mit Zulagen) deutlich mehr Geld.

Für was hältst Du diesen Beruf denn eigentlich? Lies z. B. mal den Beitrag von Tragwerksplaner hier. Dann wird Dir vielleicht bewusst, dass von Deinen späteren Entscheidungen (ob nun als Statiker oder Bauleiter) Menschenleben abhängen. Dazu kommt, dass Du Deine Entscheidungen oft unter hohem Zeitdruck und Stress treffen musst. Komischerweise finden es immer alle Leute normal, wenn ein Chirurg in einer Villa wohnt und zwei BMWs davor stehen, weil der ja offensichtlich so viel Verantwortung trägt. Dass der Bauingenieur ebenfalls eine hohe Verantwortung trägt, fällt den Menschen immer erst auf, wenn gerade ein großes Unglück passiert ist. Ich kenne Bauingenieure, die inzwischen auf Schlaftabletten angewiesen sind, weil sie abends einfach nicht mehr abschalten können. Man nimmt den Beruf an vielen Tagen mit nach Hause. Und daran gemessen ist der Aufwand schlichtweg unterbezahlt.

P.S.: In einem Punkt kann ich Dich beruhigen: Dass Du als Frau Bauingenieur werden willst, ist in den meisten Industrieländern (u. a. Deutschland) inzwischen völlig normal. Nur bei Deinem Wunsch nach Auslandstätigkeit bist Du z. T. eingeschränkt.

Wie Du Deine Chancen verbessern kannst? Denk auch über Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik als Studiengang nach. Dort hast Du nicht nur ein vergleichsweise höheres Gehalt, sondern auch bessere Arbeitsrandbedingungen.

Und wenn es unbedingt Bauingenieurwesen sein muss, dann konzentriere Dich z. B. auf Themen wie Projektsteuerung, Vertragswesen, Immobilienwirtschaft. Mit Mathe oder Physik hat das dann aber nichts mehr zu tun.

Zastro | 14. September 2010 - 18:54

@Ole,

deine Kommentare in allen Ehren. Aber warum betonst du immer, dass du mit 45 in Rente gehen kannst, wenn dir der Job so viel Spass macht. Man hetzt doch nicht bis 45 um den Globus, um dann in Rente zu gehen. Du weißt doch nicht was mit 45 ist, vielleicht fällst du auch in die Kiste, was ich dir um Gottes Willen nicht wünsche.

Die Einstellung kann ich jedenfalls nicht teilen, dass man 10-15 Jahre reinhaut, um dann einen Ruhigen zu machen - was auch langweilig wird. Man verschenkt die besten Jahre seines Lebens, hat spät Kinder, spät Enkel usw. Bin selber Bauingenieur und habe mich damals nach Interessenlage entschieden, war ein großer Fehler.

In einem anderen Ingenieurberuf ist der Verdienst wesentlich besser, und ob ich Getriebe oder Betonbalken ausrechne ist auch wurscht. Dürfte ich einem jungen Menschen einen Rat geben, sollte er nach Alternativen zu seinen Interessen suchen, um später nicht für seine Arbeit zu leben. Besser ist doch arbeiten gehen, um gut zu leben.

Viele Grüße, Zastro

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