Forum & Erfahrungen
Samstag, 28. November 2020
Ausgabe 7040 | Nr. 333 | 20. Jahrgang
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Mein Berufseinstieg in der Bauleitung

56 Kommentare | 45676 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Thema eröffnet von CaptKrunch | letzter Kommentar vom 19. September 2020 - 14:37

Ich habe in diesem Jahr (2011) mein Masterstudium an der FH in Augsburg abgeschlossen und arbeite jetzt seit einem Monat als Bauleiter in einem mittelständischen Unternehmen in der Region. Nun zu meiner Frage: Wie ist es den anderen Bauleitern in ihren Anfängen so ergangen?

Ich habe inzwischen 4 Baustellen alleine zu leiten, man hat mir bis jetzt nicht erklärt wie unser Abrechnungsprogramm funktioniert und nicht einmal durch die Firma und den Bauhof geführt. Auch die Abläufe, beispielsweise wie ich etwas für eine Baustelle bestelle, hat man mir bis jetzt nicht gezeigt/erklärt. Ein Kollege - der auch Bauleiter ist - meinte zu mir das er, als er angefangen hat zu arbeiten, erstmal 2 Jahre mit einem anderen Bauleiter mitgelaufen ist der ihm dann anfangs kleinere Aufgaben gegeben hat und mit der Zeit immer mehr selbstständig arbeiten konnte.

Ich muss mir alles selbst beibringen und habe einfach noch nicht so die Ahnung wie es auf der Baustelle abläuft. Wenns Probleme gibt werde ich angerufen und dann soll von mir eine Lösung her, aber mit Null Erfahrung kann ich dann meistens nichts passendes darauf antworten. In meiner Firma fühlt sich irgendwie niemand für mich verantwortlich, man hat mich ins kalte Wasser geschmissen und jetzt heißt es mach! Mir ist klar das man mir nicht alles auf einem Silbertablett hinlegt und ich auch selbst recherchieren muss bzw. selbstständig Fragen stellen soll, nur hab ich mir meine Anfänge irgendwie anders vorgestellt.

Als ich unseren Chef darauf angesprochen habe das die meisten Bauleiterneulinge erstmal mit jemandem erfahrenen "mitlaufen" wurde mir nur gesagt das es früher auch so gehandhabt wurde aber bei den jungen Leuten nichts hängengeblieben ist. Das kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen.

SülK | 19. September 2020 - 14:37

Ich studiere zur Zeit Bauingenieurwesen und bin dabei, meine Bachelorarbeit zu schreiben. Ich soll eine empirische Studie über den Einstieg in die Bauleitung führen, um die Schwierigkeiten, die man als Berufsneueinsteiger hat, besser darstellen zu können. Mein Ziel ist es Verbesserungsmöglichkeiten des Studiums herauszufinden.

Viele Beiträge hier gehen in diese Richtung und ich wollte deshalb mal fragen, ob es hier damalige oder derzeitige Bauleiter gibt, die mir dabei helfen könnten. Ich habe mir dazu ein paar Fragen notiert, die ich dann gegebenenfalls den Personen zusenden würde. Es wäre eine sehr große Hilfe. Ich bedanke mich schon mal im voraus und wünsche jedem viel Glück und Erfolg beim weiteren Werdegang. E-Mail: [email protected]

Markus | 26. Juni 2020 - 10:12

Ich würde nicht empfehlen, nach so einer langen Zeit in der Bauleitung in die Statik zu wechseln. Ich bin direkt nach dem Studium in die Statik gegangen und das war schon anspruchsvoll. Ob jemand einen 10-jährigen Bauleiter, mit entsprechenden Gehaltsvorstellungen, dann noch in die Statik reinbringen möchte, würde ich bezweifeln.

Paul | 25. Juni 2020 - 17:23

Ich bin in kürze mit meinem Master im konstruktiven Ingenieurbau fertig, mit einem NC von ca. 1,7. Und wollte in die Bauleitung einsteigen, habe allerdings bisher nur Erfahrung in einem 2-wöchigen Praktikum auf der Baustelle und beim Lehrstuhl als Werkstudent gesammelt. Ist es überhaupt möglich einen Job zu finden ohne Berufserfahrung in der Bauleitung oder wird man nur als Praktikant eingestellt?

Ausserdem würde mich interessieren ob die Aussagen stimmen, dass man als Bauleiter so gesehen keinen festen Wohnsitz hat. Ich komme aus Dortmund, es gibt doch bestimmt genug Firmen, die nur hier Baustellen in der Umgebung annehmen oder müsste ich dann immer monatelang irgendwo hinziehen?

Ingenieur1997 | 29. Mai 2020 - 11:13

Ich bin seit über einem Jahr als Werkstudent auf einer Baustelle tätig. Meine Aufgabe ist es die Bauleitung zu unterstützen (Fotodokumentation, E-Mails schreiben, Rechnungen prüfen, Mängel von verschiedenen Gewerken aufnehmen etc.). Ich studiere schon seit 6 Semestern und habe auch noch einige Module offen.

Mir ist aufgefallen, dass man als Bauleiter echt vieles wissen muss bzw. ALLES. Ich habe echt Bock auf den Job, seitdem ich dort arbeite merke ich immer mehr, dass ich Bauleiter werden möchte, auch wenn der Job mit viel Stress und Überstunden verbunden ist.

Naja, kommen wir mal zu meiner Frage: Ist es normal, dass ich relativ wenig weiß? Beispiel: Wenn die Bauleiter über Fenstereinbauten reden oder über einen bestimmten Verbau bei Trockenbauwänden, dann verstehe ich teilweise nur Bahnhof!?

Abl | 17. Mai 2020 - 20:16

@789456123:
Ich bin auch in derselben Situation, ich mache seit April 2020 meinen Master in Baubetrieb, Bachelor habe ich im Ausland absolviert. Bis jetzt ohne Erfahrung (ausser Praktika), ich habe vor, in der Bauleitung zu arbeiten, aber zurzeit möchte ich eine Werkstudent-Stelle besetzen, wie läuft das eigentlich? Was wird erwartet? Mein Master ist zwar auf Deutsch, aber mein Deutsch braucht noch Zeit. Vielen Dank im Voraus.

Student | 09. Mai 2020 - 13:10

@789456123:
Ich hätte die gleiche Frage. Bin bald mit dem Bachelor fertig und frage mich, ob ich den Master Baumanagement oder Konstruktiver Ingenieurbau mache. Ich wohne zwar in Österreich und studiere an der TU Graz aber bei uns sieht es gleich aus. Die internationalen Studenten gehen bei uns immer in die Tragwerksplanung. Das ist aber sicher von Person zu Person unterschiedlich. Manche können nicht so gut und schnell kommunizieren, wenn sie nicht in ihrer Muttersprache sprechen und auf der Baustelle gibt es schon ganz viel Stress.

789456123 | 11. Februar 2020 - 11:36

Ich habe eine Frage zum Thema Bauleiter als Ausländer. Bin momentan kurz vor dem Masterabschluss (Bauingenieurwesen) und nebenbei arbeite ich in einem OÜ-Büro. (Da mein Studium auf Deutsch läuft, verstehe ich schon Deutsch, jedoch nicht 100 % logisch). Wie bekannt, ist es in der Baubranche sehr oft in Deutsch kommuniziert. Zudem sehe ich sehr wenige Ausländer in Bauleitungsteam. Meine ausländische Kommilitonen gehen daher in die Richtung Statik also Tragwerksplanung. Ich möchte gern wissen, wie es bei anderen Unternehmen aussieht? Vielen Dank im Voraus!

Fabian | 11. April 2019 - 11:43

Ich habe meinen Master gerade abgeschlossen und möchte mich jetzt bewerben. Mir wurde geraten, zunächst als Bauleiter anzufangen und Erfahrung zu sammeln. Auf lange Sicht möchte ich jedoch als Tragwerksplaner arbeiten. Daher will ich wahrscheinlich nach 5-10 Jahren wechseln. Gibt es jemanden, der Erfahrung mit dem Wechsel von Bauleiter zu Tragwerksplaner hat? Oder ist das vielleicht gar nicht sinnvoll? Ich wäre dankbar für eine Meinung oder einen Erfahrungsbericht.

Tiefbauer | 17. März 2019 - 13:54

@Thomas:
Ich bin nach dem Studium im Schlüsselfertigen Industriebau in der Bauleitung eingestiegen (GU), vorwiegend Nachunternehmer betreut. Grundsätzlich hat Jürgen da Recht, du bekommst hier von allem etwas mit und kannst dich dann spezialisieren oder dabei bleiben. Ich bin nach einer gewissen Zeit in den Tiefbau gewechselt, insbesondere der Maschinen- und Materialeinsatz begeistern mich hierbei. Das ist halt was anderes, als beispielsweise der Innenausbau. Zudem arbeite ich jetzt mit eigenen Kolonnen und Maschinen, zuvor stellte diese ja der jeweilige Nachunternehmer. Meine Empfehlung ist, unbedingt das zu machen, wo deine Neigungen und Vorlieben liegen. Ich bin froh, dass ich damals den Schritt gemacht habe!

Jürgen | 15. März 2019 - 11:52

@Thomas:
Lass dich nicht entmutigen von all den negativen Kommentaren. Ich bin seit fast 20 Jahren in der Bauleitung (Schlüsselfertigbau) und mache meinen Job immer noch mit Freude. Aller Anfang ist schwer, da will ich auch gar nichts schönreden. Aber wenn du mal ein paar Jahre Erfahrung gesammelt hast und weißt wie der Hase läuft, dann ist die Bauleitung ein wirklich sehr abwechlungsreiches Betätigungsfeld. Ich empfehle dir im Schlüsselfertigbau einzusteigen. Hier bekommst du von allen Gewerken etwas mit und hast es später beim Jobwechsel viel einfacher!

Thomas | 13. März 2019 - 15:39

Ich möchte nach dem Studium als Bauleiter einsteigen. Ich bin aktuell noch unentschlossen, ob ich in den Hoch- oder Tiefbau gehen sollte. Was würdet ihr empfehlen und wieso?

Stefan | 26. Juni 2017 - 13:50

@Sarkasmus | zum Beitrag vom 05. Oktober 2011 - 17:09
Zu deinem Beitrag: Ich kann inhaltlich dem allen zustimmen, mit dem Sub vom Sub am besten in Türkisch oder Indisch oder weiss der Geier. Und Teamgeist? = Vergiss es, dass steht nur in jeder Stellenausschreibung so drinnen, damit was drinnen steht. Lerne von Anfang an ein Arsch zu sein und wie man ordentlich Schwein wird (das ist wirklich die wahre Realität). Die Kalkulatoren müssen unterdeckt anbieten, sonst bekommt man keinen Auftrag (Die Grundeinstellung in Deutschland um maximal billig zu bauen ... so konkurriert sich die Konkurrenz ins Bodenlose und in den Bankrott und der Gewinner ist der, der am weitesten Unterdeckt hat = armes System), der Arsch ist dann erstmal der Kalkulator, welches weitergewälzt wird auf den Bauleiter, der Abteilungsleiter macht Druck und der BL leitet den Druck an seine Poliere und der Polier wiederum an seine Fachkräfte, und die Fachkräfte sagen oft eigentlich gar nichts mehr und schütteln durchgehend den Kopf und halten die Fresse. Und Subs werden so billig eingekauft, das ich verwundert bin, dass die überhaupt noch aufstehen. Lange Rede kurzer Sinn: Nach 2 Jahren dieser Erbärmlichkeiten angucken, bin ich mit dem hier fertig.

Frage @Sakarsmus: Kannst Du mir Tipps geben zu deiner Veränderung in Richtung Chemieindustrie und was man da als Ingenieur machen kann? / Welche Stellen gut zu uns passen bzw. was alternativ gut passt? Ich will bloß kein BL mehr sein und eigentlich nur noch weg vom Bau. Ich hab selber schon handwerklich auf dem Bau gearbeitet = 15 Jahre bereits und war im ersten Bildungsweg gelernter Zimmermann. Aber die Negativerfahrungen hierzu, da will ich dem Bau nun endgültig den Rücken kehren.

alias07 | 22. Mai 2017 - 20:05

@bauing:
Danke für die hilfreichen Tipps! Würde gerne im Bereich Baubetrieb etwas machen, nur leider ist bei uns an der Uni der Professor in Rente gegangen und der Lehrstuhl vergibt zurzeit keine Bachelorarbeiten. Aber BIM wäre eigentlich eine gute Idee. Müsste ich mal am Lehrstuhl für Bauinformatik nachfragen. Ansonsten hätte ich die Möglichkeit in Stahlbau eine Bachelorarbeit zu verfassen.

Spielt denn das Thema der Bachelorarbeit so eine große Rolle beim bewerben? Und wie ist das mit dem Notendurchschnitt? Wird am Ende mehr auf auf die Note der Bachelorarbeit oder auf den gesamten Schnitt geachtet? Wenn ich fertig bin, habe ich nach meinen Berechnungen einen Schnitt zwischen 2,7 und 2,9.

bauing | 20. Mai 2017 - 15:06

@alias07:
1. Ja definitiv. Im Prinzip ist es egal ob Techniker, Master oder Bachelor. Viel mehr zählt dein Wille sowie deine Einstellung.
2. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehen momentan sehr gut aus, zumindest was die Bauunternehmen betrifft.
3. Kommt ein bisschen auf das Unternehmen an, aber prinzipiell ja. Wir haben bei uns Führungskräfte (Oberbauleiter/Projektleiter) die "nur" einen Polier gemacht haben.
4. Kommt auf die Unternehmensgröße und dein Tätigkeitsbereich an. Bei größeren Firmen wirst du in der Regel als Abrechner beginnen und einem Bauleiterkollegen zuarbeiten um reinzukommen.
5. ja
Kleiner Tipp: Das mit dem Lernstress solltest du in einem Vorstellungsgespräch nicht erwähnen. Der Lernstress wird in einem Unternehmen durch Termin- und vor allem Kostendruck ersetzt. Dessen sollte man sich bewussst sein und auch damit leben können, wenn man eine Tätigkeit in der Bauleitung anstrebt. Falls du noch ein Thema für die Bachelorarbeit suchst, würde ich dir BIM oder ein Thema im Bereich Baubetrieb/Baurecht empfehlen.

alias07 | 19. Mai 2017 - 20:06

Ich beginne demnächst meine Bachelorarbeit und stehe hinsichtlich meiner Zukunft noch vor offenen Fragen.

1. Reicht der Bachelor für einen Job als Bauleiter aus?
2. Wie stehen die Chancen aktuell auf dem Arbeitsmarkt als Bachelorabsolvent?
3. Hat man mit einem Bachelor auch Aufstiegschancen in einem Unternehmen?
4. Wie schwer ist der Einstieg, wenn man keine Erfahrung hat?
5. Wird der Bachelor in Bauunternehmen allgemein anerkannt?

Den Master ziehe ich derzeit nicht in Erwägung, da ich einfach keine Lust mehr auf Studieren habe. Nicht aufgrund meines Studienganges, sondern aufgrund des Lernstresses und im Allgemeinen das Studentenleben. Kurz: Ich möchte so langsam mal etwas Geld verdienen. Ich denke, dass einige Fragen hier schon des öfteren beantwortet wurden. Leider sind manche Beiträge etwas älter und mich interessiert der Stand der Dinge im Jahr 2017.

Für hilfreiche Tipps bedanke ich mich schon mal herzlichst. PS: Möchte gerne im konstruktiven Bereich (Hochbau) tätig sein.

Thomas | 15. März 2017 - 23:42

Ich selbst bin kein Bauingenieur. Dafür bin ich Bauhandwerksmeister (Maurer, Steinmetz, Betonbau, mit Zimmermanns- und Sanitärerfahrungen) und Bautechniker (was in etwa dem Bauingenieur entspricht). Ich habe viele Jahre in den verschiedenen Baugewerken direkt mitgeplant und mitgearbeitet. Hinzukommen die jahrelangen Erfahrungen, die ich im Baugewerbe gesammelt habe. So habe ich mein ersten Einsatz als Bauleiter mit Bravour bewältigen können und mittlerweile suchen junge Ingenieure Rat bei mir. Hätte ich nicht all diese Erfahrungen, hätte ich das nie stemmen können.

Das heißt, da mußt Du durch. Daher mein Rat: Geselle Dich zuerst an die erfahrenen Bauleiter als Mitbauleiter. Das wird Dich vor Unannehmlichkeiten schützen bis sich Routine und Know-how einstellt. Ich wünsche Dir für die Zukunft alles Gute!

BobderBaumeister | 11. März 2016 - 13:31

Ich stehe vor folgender Situation und hoffe, dass Sie mir dabei helfen können. Ich möchte wissen, was für Gehaltsansprüche ein Bauleiter bei Berufseinstieg im Raum Köln haben kann. Ich habe bereits als Werksstudent in einem Ingenieursbüro gearbeitet.

Aim | 04. November 2015 - 13:41

Ich habe meinen Bachelorabschluss vor ein paar Monaten absolviert und bin seit einer Woche als Bauleiter in einem mittelständischen Unternehmen im Tiefbaubereich im Norden angestellt. Da ich keine Berufserfahrung habe, sollte ich ab nächste Woche (erste Arbeitstage) mit auf die Baustelle, um ein Praxisgefühl zu haben, danach direkt Aufgaben in der Leitung übernehmen.

Ich bin sehr gespannt und weiss nicht was man wissen muss und was nicht. Außerdem wie sollte man sich verhalten gegenüber Bauarbeitern die jahrelange Berufserfahrung haben? Jeder TIPP ist hilfreich! Danke

Fuchs | 11. Dezember 2011 - 13:19

Hallo,
ich möchte meine Erfahrungen aus meiner ersten Berufserfahrung als Bauingenieur weitergeben. Kurz zu meiner Person:

* Handwerksberuf erfolgreich abgeschlossen (weiteres Jahr als Geselle gearbeitet)
* Studium Bauingenieurwesen Bachelor und Master
* Einstieg bei einem international agierenden Großkonzern in die Bauleitung (schlüsselfertiger Hoch- und Ingenieurbau).

Dabei schon auf unterschiedlichen (Groß-) Baustellen in der Bauleitung aktiv gewesen. Allgemein werden bei Großkonzernen die Gehälter nach Tarif bezahlt. Man wird also nach Abschluss als Bachelor mit A5 - A6 und als Master mit A6 - A7 bezahlt. Natürlich werden regelmässige Schulungen zu Software, Soft Skills und Fachwissen angeboten. Die Arbeitszeiten liegen in der Bauleitung ganzjährig zwischen min. 50 Std. und max. 70 Std. (in sehr intensiven Phasen) pro Woche. Überstunden werden weder anerkannt (notiert; Konto, etc.) noch bezahlt.

Grundsätzlich kann man sagen, dass man im Studium nur unzureichend über die Verantwortung (Baustellensicherheit, 30 jährige Haftung) des Bauleiters nach LBO, die Probleme der baubegleitenden Planung (regelmässig nur unzureichende Planung bei hohem Termin- und Kostendruck), die unzureichende Kostendeckung (Verhältnis von übernommenen Risiken zur Gewinnmarge) vorbereitet wird.

Einen herzlichen Gruß an die studierenden Architekten möchte ich auch noch los werden. Nur so viel: Ich habs als Bauingenieur schon nicht leicht, aber mit euch möcht ich nicht tauschen wollen.

Grundsätzlich ist meiner Erfahrung nach nicht nur eine hohes Maß an Fachwissen gefordert, sondern vor allem ein sehr hohes Maß an Problemlösungsfähigkeit, Entscheidungsfreudigkeit und Verhandlungsgeschick. Es kann also durchaus Spaß machen ;). Leider scheint der Beruf des Bauleiters bei Baufirmen nicht dauerhaft dazu geeignet, eine Beziehung zu führen bzw. sich ein Familienleben zu erhalten. Fasst alle Kollegen, die sich dauerhaft auf Baustellen bewegen, die mehr als 80 km von zu Hause arbeiten, sind geschieden oder Singles. Ich selbst werde mir in naher Zukunft auch was anders suchen. Der völlige Verlust von Zeit für Hobbys, Freunde und gesunde Ernährung kann nicht dauerhaft gutgehen.

Für die die jetzt immer noch Bauleiter/in werden wollen ist nur folgendes zu wünschen: kürzere Arbeitszeiten, ausreichende Budgets, deutsch sprechende Nachunternehmer, gute und erfahrene Architekten, ausreichende Bauzeiten, entscheidungsfreudige Bauherren, wohnortnahe Baustellen und einen Partner der das alles mitmacht!

FlipB | 10. November 2011 - 19:26

Du bist noch nicht mal im ÖD drinnen, komm also erst mal rein und dann wirst du auch sehen was man dir zahlen wird. Abgesehen davon sind 2900x13 keine 38k. Das was ein Bauingenieur so verdient ist immer noch lächerlich. Zudem, wer sagt, dass du überhaupt dort eingestuft wirst. Außerdem habe ich nicht gesagt, dass du dich beworben hast, sondern das gesagt was du gesagt hast.

GT | 08. November 2011 - 17:51

@FlipB:
Ich habe mich nie in der Wirtschaft beworben - bis jetzt. Ich frage mich, wie du darauf kommst. Vielleicht solltest du nicht so viel schreiben, was gar nicht stimmt.

Nochwas: Du hast es richtig verstanden: ca. 3000 EUR Brutto Einstiegsgehalt nach tarif TV-V. Wenn du es genau wissen willst TV-V 9, macht 2905 EUR und ich finde es nicht mal so viel. Aber jaja ich bin von der Baulobby und das ist alles gelogen. Bin sogar am überlegen in die Wirtschaft zu wechseln, weil dort attraktivere Gehälter erzielt werden.

FlipB | 04. November 2011 - 18:02

Leider lebt Adios in einer Traumwelt. Im anderen Forum, wo auch über Gehälter geklagt wird, ist er dort auch schon mehrmals aufgetaucht. Erst meinte er, er würde in der Privatwirtschaft 42k bekommen zum Einstieg, so habe man ihm das zugesichert, er war ganz zuversichtlich voller $-Symbole in den Augen. Offensichtlich wurde nichts daraus, aber immerhin hat er dort weiterhin die Werbetrommel für den ÖD gerührt.

Im anderen Forum schrieb er "in der Firma bekomme ich 42k", was ein "ich bin dort schon angestellt" suggeriert, auf Nachhaken stellte sich heraus, dass er nicht mal einen Cent überwiesen bekommen hat, da er eben dort nicht arbeitet. Ich nehme daher an, dass das unten stehende "ich bekomme 3k beim ÖD" genauso gemeint ist, also immer noch nicht dort arbeitet. Ich frage mich des Weiteren, wieso man einem Bachelor außertarifvertraglich zahlen sollte, zumal er nicht mal ein besonderes Expertenwissen hat, nicht mal Vitamin B wie er meint. Ich vermute also in seinen Beiträgen das übliche Bewerben auf die Position des Trainees bei der Baulobby. Viel Erfolg junger Padawan, aber "reich" wirst du bei der Baulobby auch nicht, dazu hast du dir mit dem Bauwesenstudium massiv geschadet.

Adios | 03. November 2011 - 18:50

Hallo Ole, hallo an alle anderen,

es kann schon sein, dass ich eher die Ausnahme bin und viel Glück hatte. Aber ich bekomme ca. 3000 EUR Brutto als Bachelor-Ingenieur (Berufsanfänger). Ohne Vitamin B wohlgemerkt. Aber du hast recht, das kommt wahrscheinlich echt eher selten vor. Aber ich bin ganz ehrlich, ich finde die 3000 EUR Brutto sogar wenig! :-) Naja, sonst kann ich vielem was du schreibst zustimmen.

Ole | 02. November 2011 - 08:20

Moin, war einige Zeit nicht im Chat und muss feststellen, das sich auch nicht viel geaendert hat.

1. Seit Jahren schreibe ich hier, das es keine Vertretung fuer Bauingenieure gibt. Waere doch schoen, wenn man mal fuer 8 bis 12 Monate streiken koennte. Ich glaube es wuerden auch 3 Tage reichen. Als Generalstreik sozusagen. Wenn wir uns nicht fuer uns einsetzen dann macht es keiner.

2. Der Beruf ansich gefaellt mir echt gut. Koennte mir nicht vorstellen, was anderes zu machen. Bin aber auch seit Jahren im Ausland und kann das nur waermstens empfehlen. Die Bezahlung ist sehr gut und die Arbeitszeiten sind auch nicht so auswuchernd.

3. Der Kollege im oeffentlichen Dienst, der die 3000 Euro bekommt ist doch wohl eher eine Ausnahme. Ich kenne bei Staedten und Gemeinden jede Menge Kollegen, die davon nur traeumen koennen. Davon mal ganz abgesehen kenne ich niemanden bei einer Behoerde, der nicht schon Beziehungen dorthin hatte. Also Onkel, Vater, Freund von Vater usw. Nicht das ich bei einer Behoerde anfangen wuerde aber ist schon komisch oder nicht. Ich glaube da auch nicht an Zufaelle.

4. Der Ton hier passt mir nicht. Die Beschimpfungen hier gehen wirklich etwas weit. Ausserdem finde ich es aeusserst bedenklich, das Bauingenieure mit Einzelfallbeispielen kommen. Es wird immer auch ein gutes Beispiel fuer einen schlechten Zustand geben.

5. Ich habe vor vielleicht einem halben Jahr schon mal Zahlen hier gepostet, die Bauingenieure mit anderen Berufsgruppen verglichen und die Bauingenieure im internationalen Vergleich mit westlichen Industrienationen darstellen. Die Wahrheit ist, das es keinen Ingenieurberuf gibt der schlechter verguetet wird. Eigentlich werden sogar viele Lehrberufe, wie der Industriemechaniker mit Meisterbrief, wesentlich besser bezahlt. Im vergleichbaren Ausland gibt es auch kein Land in dem schlechter bezahlt wird.

Ich kann nur jedem, der diesen Beruf machen will raten, sich ins Ausland zu begeben. Je eher je besser. Natuerlich ist die Wirtschaft weltweit etwas gebeutelt aber die Chancen sind nicht schlecht. Deutschland kommt fuer mich vermutlich nie wieder in Frage.

Ole

Equilibrium | 02. November 2011 - 07:22

Hier im Forum wird sehr oft auf mögliche Nachteile hingewiesen, die man als Bauingenieur im Berufsleben in Kauf nehmen muss. Das mag bei manchen Kommentaren zu drastisch formuliert sein, aber in Summe ist der Anteil der skeptischen Kommentare hier im Forum seit Jahren ausgesprochen hoch. Natürlich kann man es sich sehr einfach machen und jeden Hinweis auf schlechte Arbeitsbedingungen als "Rumheulen" diffamieren und mit überflüssigen Floskeln von der Art "Jammern hilft nichts" oder "jeder ist selbst für sein Glück verantwortlich" abtun. Meist wird den Kritikern noch unterstellt, dass sie ja eh nichts dafür tun, damit es besser wird. Letztere Aussage, die hier gebetsmühlenartig von einigen wiederholt wird, ist aber ohne das Wissen um die persönlichen Hintergründe häufig falsch. Genauso wenig stimmt es, dass jeder Kritiker ein frustrierter und/oder erfolgloser Bauingenieur ist.

(Fast) jede Aussage hier im Forum zu den Arbeitsbedingungen der Bauingenieure (ob nun positiv oder negativ) ist eine Hilfestellung für junge Menschen, die noch überlegen, ob sie Bauingenieurwesen studieren wollen oder nicht. Man kann die Kritiker hier nicht einerseits fragen "warum bist du überhaupt Bauingenieur geworden?" und ihnen gleichzeitig verbieten, angehenden Studenten ihre Unzufriedenheit mit dem Beruf mitzuteilen. Für viele Leser ist so ein Forum die einzige Möglichkeit, auch mal etwas über die Schattenseiten des Berufes zu erfahren, denn in den Werbeschriften der Baubranche ist das Berufsbild logischerweise rosarot überzeichnet und mit falschen Zukunftsaussagen verzerrt. Manch einer, der hier angeblafft wird, warum er Bauingenieur geworden ist, wäre es vielleicht gar nicht geworden, wenn er mehr über den "Zustand" dieses Berufsstandes gewusst hätte. Aber viele Bauingenieure stammen eben noch aus einer Zeit, als es noch keine Internetforen etc. gab. Und dass der Beruf - wie bei katholischen Priestern ja angeblich der Fall – eine Art Berufung sein soll, zu der es keine Alternativen gibt, das geht dann ja wohl doch zu weit! Halten einige hier den Menschen für so eindimensional, dass jeder nur in einem Beruf glücklich werden kann?

Bierm | 02. November 2011 - 01:12

@Zweifler:
"Lotto-Spielen" bedeutet, besonders für einen Ingenieur, an sich glauben und was tun! Wie DIE: Tausende Bauarbeiter in Bern auf der Strasse. Organisiert das Gleiche in D und präsentiert eine Lösung! Habt ihr keine, dann nehmt meine - Maximale "Bau"-Leistung = Max Masse - an Personal - mit Klasse! = Minimalste unproduktive Restzeiten - Weil, heute ist ja in D - "Die Planung und Koordination aller am Bau beteiligten" - eine junge Wissenschaft und durch die Bauherren/-damen mehr denn je gefordert.
MfG MB

FlipB | 31. Oktober 2011 - 17:31

@Bernd: Ach, was man nicht alles als Bauingenieur so KANN. Genauso gut KANN ich gleich mal Lotto spielen. Also, wer an diese Dinge glaubt, was man nicht so alles kann, der kann gleich Lotto spielen. Ist vielleicht keine schlechte Idee, mit dem Gewinn KANN man wenigens als Bauingenieur sein Gehalt aufbessern. Also noch ein KANN.

> 6) Diese Unzufriedenheit wie hier im Forum hoere ich beim Gespraech mit Kollegen nicht - auch nicht nach einigen Bierchen.

Warum sollten die Mitarbeiter dem Chef gegenüber zugeben, dass das Gehalt lächerlich ist? Jemand mit einer noch stärker verzerrten Ansicht hätte sich nun wirklich nicht mehr finden können. Naive Studenten und Chefs eben.

Adios | 30. Oktober 2011 - 11:40

@Flip: Glaub doch was du willst!

3000 € Brutto verdienste schon nach TV-V 9 beispielsweise. Aber mit deiner Einstellung wird das wohl nix mehr. Mit so Leuten wie dir hab ich echt keinen Bock zu diskutieren. Frag mich wieso du überhaupt Bauingenieur bist. Leute die den Beruf so durch den Dreck ziehen, man o man. Dann schul um und lerne deinen Frust zu besiegen wenn du so unglücklich bist. Finde es einfach nur traurig wie du den Beruf des Bauingenieurs so durch den Dreck ziehst. Naja du musst es wissen. Ich bin stolz darauf Bauingenieur zu sein!
Adios

Bernd | 28. Oktober 2011 - 22:34

Wer will auch schon ne Prinzessin haben - aber auch Bauingenieure koennen coole Frauen haben. Und es wird immer jemanden geben der nochmehr verdient - und dann? Auch wenn es nicht in den allgemeinen Tenor passt:

1) Bauingenieur kann ein toller Beruf sein.
2) Es gibt auch tolle Arbeitgeber.
3) Man kann auch gutes Geld verdienen, selbst wenn es im Schnitt weniger ist als bei den uebrigen Ingenieuren.

Durch Wehklagen erhoeht sich das Gehalt nicht, eher ist diese fatalistische Grundeinstellung karriereschaedlich. Warum soll ich jemanden einstellen / befoerdern, der derart unzufrieden ist. Es ist voellig bloedsinnig nur wegen des Gehaltsunterschiedes einen anderen Beruf zu waehlen - wenn er mir keinen Spass macht bin ich unzufrieden und werde kaum eine tolle Karriere mit Supergehalt hinlegen.

4) Es gibt nicht nur Vollpfosten auf den Baustellen / unter den Gewerblichen.
5) Bauingenieure werden zur Zeit gesucht, man braucht sich also nicht auf Lohndumping einlassen.
6) Diese Unzufriedenheit wie hier im Forum hoere ich beim Gespraech mit Kollegen nicht - auch nicht nach einigen Bierchen.

Ich bin kein bezahlter Lobbyist, sondern leitender Angestellter in der technischen Beratung / Bauzulieferer und ja ich habe auch lange auf Baustellen gearbeitet.
Gruss in die Rund.

Bierm | 28. Oktober 2011 - 09:15

Oh, oh ihr Excel-Ritter, Vorhersager, Miesmacher = typisch - "Deutsches DENKEN nur im Detail = Einzeln und ganz klein!" Soll man euch mit euren eigenen Waffen schlagen? - Die beste Lösung ist jedoch die, bei der jeder noch sein Gesicht bewahrt.

Was dringend gebraucht und sehr gut bezahlt wird, ist das: Problemlösungsfähigkeit und ganzheitliches Denken. Bau-Produziert wird aber das: Geht raus und baut etwas! Dekan: Architektur. Aber, sein Baubetriebskollege sagte: Unsere Absolventen dürften nicht mal eine Hundehütte in seinem Garten bauen!

Ihr glaubt der Markt zahlt euch über 3000 €, nimmt euch ans Händchen und lehrt euch das Denken? Träumt weiter vom Paradies auf Erden oder nutzt die Marktlücken = Was für den einen Verlust ist, ist für den anderen der Lotto-Treffer!
MfG MB

FlipB | 27. Oktober 2011 - 19:26

> Welche Branche betrifft denn diese Entwicklung nicht? (Ok, die eine mehr und die andere weniger).

Die Überalterung betrifft nur das Bauwesen, die anderen profitieren: Chemieindustrie/Pharma: Die Bevölkerung altert, die Nachfrage nach Medikamenten wird steigen. Maschinenbau: Die Alten haben das Geld, es wird ein dickes Auto gekauft (Das Haus steht schon lange bzw. für ein neues Haus reicht die Kohle nicht). Informatik: Medizininformatik (Chips in Medikamenten und ähnliches, Implantate) wird gefragt sein. Medizin: Biomechanik (Protesen, auch hier mit Chips) sowie generelle Überalterung. Technik ist nach wie vor gefragt, nur nicht im Bauwesen.

Zukunft | 27. Oktober 2011 - 16:05

@CK435:
Alle Industrien, die fertige Produkte exportieren können (z.B. Autos) haben eine Kompensationsmöglichkeit. Ausserdem wird der tertiäre (soziale-) Bereich stark zunehmen. Aber wie ich die leidensfähigen Bauingenieure kenne, gilt auch hier die Devise: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

CK435 | 27. Oktober 2011 - 13:34

Weil in Deutschland die Bevölkerung sinkt werden weniger Straßen und Gebäude benötigt und ebenso natürlich auch gebaut (nachvollziehbar). Welche Branche betrifft denn diese Entwicklung nicht in? (Ok, die eine mehr und die andere weniger).

Zukunft | 27. Oktober 2011 - 07:59

Die aktuelle Demografie-Studie von Bertelsmann dürfte m.E. eindeutig die Zukunftsperspektiven in der Bauindustrie aufzeigen. Der Bevölkerungsschwund / die Vergreisung betrifft alle Sektoren: Also den Wohnraumbedarf, die Infrastruktur wie Kläranlagen etc. Wer jetzt noch Baunigenieur wird / werden will, sollte sich darüber im klaren sein und sich gleich auf eine Tätigkeit im Ausland einstellen bzw. seine Studienwahl überdenken.

FlipB | 26. Oktober 2011 - 20:56

Und wieder ein Lobbyistenbeitrag. Es ist schon erstaunlich, dass Lobbyisten zwanghaft hier immer noch zu ihrer Unglaubwürdigkeit beitragen. 3000 EUR Brutto im öffentlichen Dienst und das als Bachelor, ist klar. Dazu will ich die Einstufung sehen, mit einem nachvollziehbaren Link.

Je höher die Gehaltsangabe, desto unglaubwürdiger und desto lobbyistischer ist wohl der User. Gehts nicht noch offensichtlicher?

>Man muss nur in die richtige Firma.

Danke für den Tipp, oh Mann, warum komme ich nicht von selbst auf sowas, dabei ist es doch so naheliegend, einfach in die richtige Firma, das Problem ist gelöst, so einfach ist das. Als ob niemand dort hin gehen wollen würde. *Augenroll* Naja, ganz so einfach ist es wohl auch wieder nicht, da schlägt wieder knallhart die Statistik zu: 1000 EUR Brutto weniger, nachwievor. Abgesehen davon kommt so gut wie niemand in "die richtigen Firmen", weil geil sind sie alle darauf und massig Bauingenieure gibt es auch noch.

Ich bin dafür, dass im Bauwesenstudium der angehende Bauingenieur mit Statistik gefoltert wird, Semester für Semester. Und zwar so lange, bis er verstanden hat dass er, egal was er macht, 1000 EUR weniger verdient. Zu JEDER Prüfung hat JEDER Professor folgende Frage zu stellen: Wieviel weniger verdient ein Bauingnieur im Vgl. zu anderen Technikern und unter welchen Umständen gilt dieser Wert? Selbst zur Diplomprüfung hat diese Frage zu erfolgen. Die Frage ist nur mit dem Abbruch des Studiums korrekt zu beantworten. Erst dann hat er Statistik verstanden.

Abgeseilt | 26. Oktober 2011 - 17:49

@Gast:
Ein Bauingenieur der sich in eine Behörde "abgeseilt" hat (weshalb wohl ?) sollte doch wirklich keinen Kommentar zur harten Realität in der Bauindustrie abgeben. Das hat nämlich den Charaker des unqualifizierten Schwadronierens! (und dafür hast Du sicher Zeit genug)

Demografie | 26. Oktober 2011 - 17:11

Die akuellen Analysen bzgl. der Demografie sagen aus, dass Deuschland in 2060
ca. 20 % weniger Einwohner hat und es in dem Zusammenhang Landkreise / Städte gibt, die um bis zu 40 % schrumpfen. Wirklich eine tolle Empfehlung der Baulobby, jungen Leute, die noch ca. 40 Jahre arbeiten wollen, eine Karriere in der Bauindustrie zu empfehlen.
Also in einem Bereich tätig zu sein, für den das Wort Wachstum ein Fremdwort sein wird. (Peaks wie die momentane Situation in der Bauwirtschaft stellen unter dem Aspekt des Megatrends nur eine kurze und statistisch nicht relevante Episode dar)

| 25. Oktober 2011 - 18:59

Flip...man kann deine Rumheulerei echt nicht mehr hören! Tu uns doch bitte einen Gefallen und behalte deinen negativen Mist bei dir und lass deinen Frust bitte woanders ab!

Ich bin im öff. Dienst zur Zeit beschäftigt und verdiene 3000 Brutto pro Monat als Bachelor-Ingenieur. Meine Kollegen befinden sich alle gehaltstechnisch auch in etwa in diesem Rahmen. Ich finde das ist ein gutes Einstiegsgehalt dafür, dass man noch nichts kann! Und mit 40 Jahren sind auch die 4000 Euro im öff. Dienst drin und in der Wirtschaft deutlich mehr behaupte ich einfach mal. Man muss nur in die richtige Firma. Aber einige scheinen das nicht zu verstehen. In der Forschung einer Uni/FH werden Bachelor nunmal oft mies bezahlt. Ist für mich nix Neues. genauso im 3 Mann Büro, wenn die Aufträge fehlen. Man kann aber auch im 3 Mann Büro viel verdienen. Und ich denke, in den Statistiken verdienen die Bauingenieure weniger, da

a) viele FH-Ingenieure im öff. Dienst (z.B. Stadtverwaltung) arbeiten
b.) viele Ingenieure in kleinen Büros arbeiten, die nicht alle gut bezahlen
c.) auch einige Frauen Bauingenieure sind (Gehaltsunterschied zu Männern, was ich absolut nicht gerecht finde!)
d.) einige Bauingenieure (im Hochbau) mit Architekten zu kämpfen haben (und die gibts in Deutschland wie Sand am Meer)

Ich könnte noch mehr Gründe aufzählen. Eins ist aber sicher. Wenn man das alles berücksichtigt verdient man irgendwann auch seine 4000-5000 Euro. Vorausgesetzt man stellt sich gut an, kann gut verhandeln und redet nicht alles so mies! Auch mehr. So, das waren meine Worte dazu!

Bierm | 24. Oktober 2011 - 02:06

Betreff: Finger weg vom Bau!
Sorry, aber dann müsste Kindern LEGO verboten werden. Für Große (Optimist="Erwachsen mit Gehirn", Quelle: BrandEins) empfehle ich das: Peri - Wir helfen Bauen (YouTube). Und nun? "Wer hat mehr zu bieten?: Etwa P mit einem neuen A?"
@CaptKrunch
Wenn dein Chef so Risikomanagement freudig ist, dann kennt er auch den Preis dafür. Für Dich bedeutet das: "hilf dir selbst sonst hilft dir keiner" ---> Learning by Doing!
MfG MB

FlipB | 20. Oktober 2011 - 18:56

Offensichtlich ist Schandmaul ein Lobbyist, wie soll es auch anders sein bei dieser Werbung für so eine kaputte Branche.

1.: Sämtliche Statistiken zeigen, dass der Bauingenieur ein Opfer ist. Leider ist hier wieder jemand aufgetaucht, der statistische Aussagen schlicht nicht lesen kann. Wenn es nun heißt: Bauingenieure verdienen 1000 EUR brutto pro Monat weniger als andere Techniker, dann ist davon sowohl der Trainee als auch der "der es zu was gebracht hat" gleichermassen betroffen, da man immer Äpfeln mit Äpfeln zu vergleichen hat.

2.: Ja, dem Bauingenieur muss echt einer abgehen wenn er in seiner Abwechslung mal 16er Eisen statt 14er Eisen setzen darf. Dann lieber Maschinenbauer, der den Rückspiegel für die Model-Freundin designt hat. Prompt hat er eine lustige Anekdote und ist im Gegensatz zum Bauingenieur ein Frauenheld, Frauen lieben lustige Anekdoten.

3.: Ich schlage mal vor, Geschäftberichte der Baukonzerne zu lesen. Besonders die lächerlichen Gewinnmargen von max 2 % stechen hier gerne hervor. Was nutzen da dicke Umsätze, wenn die schwarze Null per Nachträge und Gerichtsverfahren erstritten wird? Auf so nen Charakter auch noch stolz sein?

Finger weg vom Bauwesen.

Lobby | 18. Oktober 2011 - 09:44

@Schandmaul
Glückwunsch.=> offensichtlich sponsored by the Bau-Lobby., mit dem Resultat von überdurchschnittlichen "Bezügen" und der Negation von immer wieder in diesem Forum und neutralen Instituten angezeigten belastbaren / harten Fakten bzgl. der negativen Perspektiven in der Bauindustrie.

Schandmaul | 17. Oktober 2011 - 09:19

Es ist schon eine skurille Diskussion die hier von scheinbar ausschließlich enttäuschten Bauingenieuren geführt wird. Ich habe es selten erlebt, dass ein so unglaublich interessanter Beruf in der Form heruntergemacht wird. Für mich sind die Argumente die hier aufgezählt werden, auch größtenteils falsch.

1. Gehalt:
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich durchaus überdurchschnittlich verdiene und manchen Chemiebranchen-Ingenieur gehaltstechnisch locker in die Tasche stecke. Dazu noch einen schicken Firmenwagen. Wer glaubt in anderen Branchen fließt Milch und Honig irrt sich sehr. Es mag sein, dass die Einstiegsgehälter in anderen Branchen höher ausfallen, aber eine überdurchschnittliche Gehaltsentwicklung ist bei guter Leistung in der Bauindustrie gegeben. Und wer das nicht abwarten kann, ist selber schuld.

2. Tätigkeit
In welchen Beruf kann man denn sein Schaffen so erleben wie in der Baubranche? Ich kenne keine. Man sollte seinen Beruf nicht nach den ausgenscheinlich besseren Einstiegsgehalt wählen, sondern das was einem Spaß macht und auch die nächsten Jahre Spaß machen wird. Geht in die Firmen und schaut es euch einfach mal an, bevor ihr euch von einem Beruf abwendet, der so abwechlungsgreich ist, wie kein anderer.

3. Umfeld
Man muss schon auf einem hohen Ross sitzen, um zu behaupten, dass man in der Baubranche nur von unterirdischem Niveau umgeben ist. Soviel arroganten Unfug, habe ich selten gehört. Und der armselige Bauingenieur, der tatsächlich so denkt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen und ich gehe jede Wette ein, dass man mit solchen Charakterzügen es in keiner Branche zu etwas bringen wird. Der Hochmut kommt eben vor dem Fall. Denkt ihr wirklich, dass die Firmen, die 2 bis 3-stellige Millionenumsätze (und die Großen noch mehr) im Jahr machen, nur von unterirdischen Niveau umgeben sind? Sorry, aber das ist echt Unsinn.

Sorry an diejenigen die offensichtlich in der Branche fehl am Platze sind. Und unmotiviert wird man nirgends etwas.

Gruß Schandmaul

FlipB | 12. Oktober 2011 - 19:20

Ich gratuliere allen Usern zum mutigen Schritt sich der Baubranche loszureißen. Eine weise Entscheidung. Um die Frage zu beantworten, was sinnvoll ist außer Bauwesen: Nachdem Bauingenieure die am schlechtesten bezahlten Techniker sind: Es lohnt sich ALLES technische, nur nicht Bauingenieurwesen.

Sofern man ohnehin technikaffin ist, gibt es doch unzählige Möglichkeiten dem Bauingenieurwesen auszuweichen. Wenn ihr also nicht im Swimmingpool des Fernmeldetechnikers planschen wollt und dann zurück fahren müsst zu Eurer 2-Zi Wohnung, dann meidet das Bauwesen. Wenn ihre eine Familie gründen wollt und eine hübsche Prinzessin an eurer Seite haben wollte, meidet das Bauwesen. Prinzessinnen küssen nunmal keine Frösche, und schon gar nicht durchgekochte Viecher.

Mickey | 12. Oktober 2011 - 17:32

Leute, ich finde diese Diskussion auch höchst interessant. Was würdet ihr als Masteraufbaustudium raten um in die Chemie-/Pharmabranche zu kommen? Ich denke was mit Abwässern etc ist aus dem Bachelor ja schonmal ganz gut. Aber auf welchen weiteren Masterstudiengang oder so in der Chemiebranche bewerben? Nur wo? Hoffe ihr könnt mir ein paar nützliche Tipps geben. Danke!

Schlaubi | 12. Oktober 2011 - 09:42

Gratuliere CraptKrunch! Du wirst sehen, das war eine der besten Entscheidungen deines Lebens! Sarkasmus bringt es auf den Punkt: "Es ist schon ein grosser Unterschied ob man mit promovierten Chemikern, Verfahrensingenieuren, hochqualifizierten Facharbeitern etc. zusammenarbeitet oder sich im unterirdischen Baustellenniveau bewegt."

Kann ich nur bestätigen! Und wer als Frosch im kochenden Wasser nicht schon verbrüht ist und alle seine Sinne beisammen hat, der sucht sich Alternativen!

Bauingstudent | 12. Oktober 2011 - 00:47

Für alle die den Umstieg geschafft haben (Chemie, Anlagenbau), welche Vertiefung würdet ihr empfehlen? Ist ein Umstieg eher mit Baumanagement oder mit der konstruktiven Schiene möglich? Ich wollte eigentlich demnächst mein Glück mit dem Masterabschluss in der Bauleitung versuchen, jedoch wäre ein möglicher Plan B nicht ganz so schlecht.

Mickey | 11. Oktober 2011 - 17:25

Ich kann auch nur zu dieser Entscheidung gratulieren! Ich mach vielleicht iwann auch einen Energiemaster und werd mich aus dem Baumaster ausschreiben.

Performance | 10. Oktober 2011 - 13:11

@Mickey:
Ich bin einen vergleichbaren Weg wie Sarkasmuns gegangen. Das wichtigste für mich ist, dass ich jetzt nicht schon mit dem Sonntag-Nachmittag beginnend mit Grauen an die typischen Situationen wie (Sub-) Personal kommt einfach nicht, Baustelle läuft ins Minus, da (wie eigentlich immer) unterkalkuliert, signifikante Ausführungsfehler, Baustelle "säuft" wegen schlechtem Wetter ab, Terminzusagen werden nicht eingehalten, Diebstahl von Baumaterialien etc. denken muss. Das ganze hat also auch etwas mit Lebensqualität zu tun und ich frage mich wirklich, weshalb sich viele diesen wirklich schlecht honorierten Stress antun, obwohl sie mehr als unzufrieden sind und das Potenzial für hervorragende Jobalternativen besitzen.

change | 10. Oktober 2011 - 12:26

@CaptKrunch:
Zu dieser Entscheidung kann ich nur gratulieren.Das Verhalten der frustierten Bauingenieure in der desaströsen Bauindustrie wird m.E. durch das wissenschaftlich bewiesene Frog Syndrom gut erläutert.
============
Boiled-Frog-Syndrom: Ein Frosch sitzt in einem Wassertopf, der sehr langsam erhitzt wird. Obwohl es ihm immer unangenehmer wird, bleibt der Frosch sitzen und harrt aus. Schließlich wird der Punkt erreicht, an dem es für einen Absprung zu spät ist. Bezogen auf die Arbeitswelt bedeutet das: Es kann sehr unbequem sein, sich aus einem Arbeitsverhältnis heraus zu einer Bewerbung für eine bessere, den längerfristigen Zielen entsprechende Position zu entschließen. In der aktuellen Position kann der Stelleninhaber viele gewohnte Tätigkeiten erledigen. Eine neue Position jedoch ist unbekannt, Kollegen, Klienten und Vorgesetzte sind fremd. Die meisten Arbeitnehmer ziehen es daher vor, trotz Unzufriedenheit bei ihrer alten Stelle zu bleiben.
========
Und genau darum geht es: Irgendwann ist es zu spät!

Sarkasmus | 10. Oktober 2011 - 08:47

@Mickey:
Hallo, ich bin dort im Bereich des Projektmanagments für die Organisation von Anlagenstopps (Maintenance) bzw. Investments beschäftigt. Es ist schon ein grosser Unterschied ob man mit promovierten Chemikern, Verfahrensingenieuren, hochqualifizierten Facharbeitern etc. zusammenarbeitet oder sich im unterirdischen Baustellenniveau bewegt.

CaptKrunch | 10. Oktober 2011 - 08:37

Danke für eure Antworten! Heute habe ich meine Kündigung eingereicht. Werde nun versuchen in Richtung Photovoltaik/Erneuerbare Energien irgendwas zu finden. Sollte das nicht klappen werde ich warscheinlich in Richtung Weiterbildung gehen oder mir in irgendeiner Nische was suchen. Ich melde mich wieder sobald ich mehr weiß. Gruß und Danke

Mickey | 06. Oktober 2011 - 17:17

@Sarkasmus:
Was machst du jetzt in der Chemieindustrie wenn man fragen darf?
Gruß Mickey

Jupp | 06. Oktober 2011 - 14:11

Hallo CaptKrunch,
Deine Mittelstandserfahrung habe ich leider auch machen müssen und anschliessend schnellstmöglich das Weite gesucht. Bin dann bei einem der größten Deutschen Bauunternehmen als Trainee für Bauleiter eingestiegen. Hatte zwar 1 Jahr ein relativ geringes Gehalt - war aber danach sehr gut vorbereitet.

Schlaubi | 06. Oktober 2011 - 10:27

Hallo CaptKrunch,
Oje, kann ich dazu nur sagen. In deiner Haut möchte ich jetzt nicht stecken. Aber das hilft Dir jetzt auch nicht weiter, ich weiß. Kann mich der Meinung von Sarkasmus und Realität nur anschließen. Was Du momentan in Deinem mittelständischen Baubetrieb erlebst ist leider kein Einzelfall sondern eher die Regel. Wenn Du merkst dass Du allen am A... vorbei gehst und das rauhe Bau(stellen)klima nix für Dich ist, such Dir was anderes. Und möglichst NICHT bei einer Baufirma. Meiner Meinung springen da nur "Vollpfosten" rum. Ich habe den Vergleich Baugewerbe und (Maschinenbau)Industrie und ich kann Dir sagen, da sind Welten dazwischen.

Versuche Dir irgendwie eine Nische zu suchen, vielleicht bieten Deine DPA, Praktika, Aufbaustudium, Spezialisierungen Anknüpfungspunkte oder bewirb Dich in den Bauabteilungen von Industriekonzernen. Xing ist da auch immer eine gute Informationsquelle welche Leute dort so beschäftigt sind. Geh auf Recruitingmessen (und damit meine ich nicht an die 3 Stände von Bauklitschen) - sprich die Leute an, evtl. Ingenieurdienstleister, Vertrieb, IT, Firmen die Berechnungsingenieure suchen, whatever. Zur Not gehst Du zu Autohäusern und heuerst dort als Verkäufer an, wenn Du gut bist verdienst Du das, wovon Bauingenieure träumen können und Spaß kann das auch machen (Ich mein das wirklich ernst!)

Alles ist meiner Meinung nach besser als auf Baustellen im Dreck rumzudackeln. Setze alle Hebel in Bewegung. Finde es heraus, womit Du dich wohl fühlst. Aber bitte versprich mir eins, quäl Dich nicht mit Idioten rum denen Du alles aus der Nase ziehen musst und mühsam nach 2 Jahren in deinem Bereich das weißt, was ein Elektroingenieur in seinem Umfeld schon nach 2 Monaten durch Fortbildungen, Mentoren mitbekommt. Gehe da hin wo man was lernen kann, das bringt Dir im übrigen auch noch mehr Befriedigung als ein super Gehalt. Sei schlau, Finger weg vom Bau!

Grüße Schlaubi

Sarkasmus | 05. Oktober 2011 - 17:09

Hallo Capt,
eigentlich müsste meine Antwort als unqualifiziert deleted werden, aber sie gibt trotzdem in etwa meine Baustellenerfahrung wieder. Wenn Du etwas wissen willst, frag doch einfach das vorhandene Baustellenpersonal. Also den Sub vom Sub und das in der richtigen Sprache (Rumänisch, Türkisch, Russisch, Polnisch etc.). Ansonsten lautet die Antwort nämlich "Ick nix verstehn, ick andre Baustelle".

Wichtig ist auch, dass Du ein "Schwein" bist und keinen Wert auf Aspekte wie Teamarbeit legst. Ferner geht es auch darum die Baustelle wirtschaftlich durch Nachträge zu retten, denn gehe nicht davon aus, dass kostendeckend kalkuliert wurde. Deinem Chef / evtl. vorhd. (Ober-)Bauleiter ist Dein persönliches Schicksal ziemlich egal, denn sie sind die toughen Burschen, die es (bis zum ersten Herzinfarkt) geschafft haben.

Ich hoffe nur, dass Du nicht diese Erfahrung machen musst, wobei mir die Darstellung über Deinen Chef leider eine typische Baufirma-Situation erahnen lässt.

P.S. Ich habe die Bauleitung versucht, bin aber daran nervlich kaputtgegangen (höchste Verantwortung, unterirdisches "Fach"-Arbeiterniveau, unterkalkulierte Angebote, nur Ärger bei geringem Gehalt und 12 Std. Tagen). Ich bin jetzt zum Glück in der Chemieindustrie untergekommen, was vom Niveau / Gehalt her wirklich einen Quantensprung darstellt.

Realität | 05. Oktober 2011 - 15:01

@CaptKrunch:
Nach meiner Erfahrung ist das die Realität in der - wenn überhaupt noch - mittelständisch geprägten Bauwirtschaft. Alles was in anderen Industriezweigen normal ist, findet dort nicht statt. Themen wie Coaching, Mentoring, Training sind wirklich unbekannte Fremdwörter. Hauptgrund hierfür ist m.E. dass die Führungskräfte überhaupt nicht das entsprechende Management-Potential besitzen (Stichwort: "Auf den Baustellen weht eben ein rauher Wind") und die Bauwirtschaft sich in einer konstanten wirtschaftlichen Krise befindet. => Was ja durchaus mit dem fehlenden Management-Potential zusammenhängen kann.

Meine Empfehlung lautet deshalb: Versuche z.B. in die Bauabteilung eines professionell geführten Industriekonzerns zu kommen. Denn die Annahme, dass sich das Klima in der Bauindustrie verändern wird, ist eine Illusion.

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