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Sonntag, 24. März 2019
Ausgabe 6425 | Nr. 83 | 18. Jahrgang
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Mein Berufseinstieg in der Bauleitung » Seite 3

48 Kommentare | 39401 Aufrufe Kommentar hinzufügen
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FlipB | 26. Oktober 2011 - 20:56 2011-10-26

Und wieder ein Lobbyistenbeitrag. Es ist schon erstaunlich, dass Lobbyisten zwanghaft hier immer noch zu ihrer Unglaubwürdigkeit beitragen. 3000 EUR Brutto im öffentlichen Dienst und das als Bachelor, ist klar. Dazu will ich die Einstufung sehen, mit einem nachvollziehbaren Link.

Je höher die Gehaltsangabe, desto unglaubwürdiger und desto lobbyistischer ist wohl der User. Gehts nicht noch offensichtlicher?

>Man muss nur in die richtige Firma.

Danke für den Tipp, oh Mann, warum komme ich nicht von selbst auf sowas, dabei ist es doch so naheliegend, einfach in die richtige Firma, das Problem ist gelöst, so einfach ist das. Als ob niemand dort hin gehen wollen würde. *Augenroll* Naja, ganz so einfach ist es wohl auch wieder nicht, da schlägt wieder knallhart die Statistik zu: 1000 EUR Brutto weniger, nachwievor. Abgesehen davon kommt so gut wie niemand in "die richtigen Firmen", weil geil sind sie alle darauf und massig Bauingenieure gibt es auch noch.

Ich bin dafür, dass im Bauwesenstudium der angehende Bauingenieur mit Statistik gefoltert wird, Semester für Semester. Und zwar so lange, bis er verstanden hat dass er, egal was er macht, 1000 EUR weniger verdient. Zu JEDER Prüfung hat JEDER Professor folgende Frage zu stellen: Wieviel weniger verdient ein Bauingnieur im Vgl. zu anderen Technikern und unter welchen Umständen gilt dieser Wert? Selbst zur Diplomprüfung hat diese Frage zu erfolgen. Die Frage ist nur mit dem Abbruch des Studiums korrekt zu beantworten. Erst dann hat er Statistik verstanden.

Abgeseilt | 26. Oktober 2011 - 17:49 2011-10-26

@Gast:
Ein Bauingenieur der sich in eine Behörde "abgeseilt" hat (weshalb wohl ?) sollte doch wirklich keinen Kommentar zur harten Realität in der Bauindustrie abgeben. Das hat nämlich den Charaker des unqualifizierten Schwadronierens! (und dafür hast Du sicher Zeit genug)

Demografie | 26. Oktober 2011 - 17:11 2011-10-26

Die akuellen Analysen bzgl. der Demografie sagen aus, dass Deuschland in 2060
ca. 20 % weniger Einwohner hat und es in dem Zusammenhang Landkreise / Städte gibt, die um bis zu 40 % schrumpfen. Wirklich eine tolle Empfehlung der Baulobby, jungen Leute, die noch ca. 40 Jahre arbeiten wollen, eine Karriere in der Bauindustrie zu empfehlen.
Also in einem Bereich tätig zu sein, für den das Wort Wachstum ein Fremdwort sein wird. (Peaks wie die momentane Situation in der Bauwirtschaft stellen unter dem Aspekt des Megatrends nur eine kurze und statistisch nicht relevante Episode dar)

| 25. Oktober 2011 - 18:59 2011-10-25

Flip...man kann deine Rumheulerei echt nicht mehr hören! Tu uns doch bitte einen Gefallen und behalte deinen negativen Mist bei dir und lass deinen Frust bitte woanders ab!

Ich bin im öff. Dienst zur Zeit beschäftigt und verdiene 3000 Brutto pro Monat als Bachelor-Ingenieur. Meine Kollegen befinden sich alle gehaltstechnisch auch in etwa in diesem Rahmen. Ich finde das ist ein gutes Einstiegsgehalt dafür, dass man noch nichts kann! Und mit 40 Jahren sind auch die 4000 Euro im öff. Dienst drin und in der Wirtschaft deutlich mehr behaupte ich einfach mal. Man muss nur in die richtige Firma. Aber einige scheinen das nicht zu verstehen. In der Forschung einer Uni/FH werden Bachelor nunmal oft mies bezahlt. Ist für mich nix Neues. genauso im 3 Mann Büro, wenn die Aufträge fehlen. Man kann aber auch im 3 Mann Büro viel verdienen. Und ich denke, in den Statistiken verdienen die Bauingenieure weniger, da

a) viele FH-Ingenieure im öff. Dienst (z.B. Stadtverwaltung) arbeiten
b.) viele Ingenieure in kleinen Büros arbeiten, die nicht alle gut bezahlen
c.) auch einige Frauen Bauingenieure sind (Gehaltsunterschied zu Männern, was ich absolut nicht gerecht finde!)
d.) einige Bauingenieure (im Hochbau) mit Architekten zu kämpfen haben (und die gibts in Deutschland wie Sand am Meer)

Ich könnte noch mehr Gründe aufzählen. Eins ist aber sicher. Wenn man das alles berücksichtigt verdient man irgendwann auch seine 4000-5000 Euro. Vorausgesetzt man stellt sich gut an, kann gut verhandeln und redet nicht alles so mies! Auch mehr. So, das waren meine Worte dazu!

Bierm | 24. Oktober 2011 - 02:06 2011-10-24

Betreff: Finger weg vom Bau!
Sorry, aber dann müsste Kindern LEGO verboten werden. Für Große (Optimist="Erwachsen mit Gehirn", Quelle: BrandEins) empfehle ich das: Peri - Wir helfen Bauen (YouTube). Und nun? "Wer hat mehr zu bieten?: Etwa P mit einem neuen A?"
@CaptKrunch
Wenn dein Chef so Risikomanagement freudig ist, dann kennt er auch den Preis dafür. Für Dich bedeutet das: "hilf dir selbst sonst hilft dir keiner" ---> Learning by Doing!
MfG MB

FlipB | 20. Oktober 2011 - 18:56 2011-10-20

Offensichtlich ist Schandmaul ein Lobbyist, wie soll es auch anders sein bei dieser Werbung für so eine kaputte Branche.

1.: Sämtliche Statistiken zeigen, dass der Bauingenieur ein Opfer ist. Leider ist hier wieder jemand aufgetaucht, der statistische Aussagen schlicht nicht lesen kann. Wenn es nun heißt: Bauingenieure verdienen 1000 EUR brutto pro Monat weniger als andere Techniker, dann ist davon sowohl der Trainee als auch der "der es zu was gebracht hat" gleichermassen betroffen, da man immer Äpfeln mit Äpfeln zu vergleichen hat.

2.: Ja, dem Bauingenieur muss echt einer abgehen wenn er in seiner Abwechslung mal 16er Eisen statt 14er Eisen setzen darf. Dann lieber Maschinenbauer, der den Rückspiegel für die Model-Freundin designt hat. Prompt hat er eine lustige Anekdote und ist im Gegensatz zum Bauingenieur ein Frauenheld, Frauen lieben lustige Anekdoten.

3.: Ich schlage mal vor, Geschäftberichte der Baukonzerne zu lesen. Besonders die lächerlichen Gewinnmargen von max 2 % stechen hier gerne hervor. Was nutzen da dicke Umsätze, wenn die schwarze Null per Nachträge und Gerichtsverfahren erstritten wird? Auf so nen Charakter auch noch stolz sein?

Finger weg vom Bauwesen.

Lobby | 18. Oktober 2011 - 09:44 2011-10-18

@Schandmaul
Glückwunsch.=> offensichtlich sponsored by the Bau-Lobby., mit dem Resultat von überdurchschnittlichen "Bezügen" und der Negation von immer wieder in diesem Forum und neutralen Instituten angezeigten belastbaren / harten Fakten bzgl. der negativen Perspektiven in der Bauindustrie.

Schandmaul | 17. Oktober 2011 - 09:19 2011-10-17

Es ist schon eine skurille Diskussion die hier von scheinbar ausschließlich enttäuschten Bauingenieuren geführt wird. Ich habe es selten erlebt, dass ein so unglaublich interessanter Beruf in der Form heruntergemacht wird. Für mich sind die Argumente die hier aufgezählt werden, auch größtenteils falsch.

1. Gehalt:
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich durchaus überdurchschnittlich verdiene und manchen Chemiebranchen-Ingenieur gehaltstechnisch locker in die Tasche stecke. Dazu noch einen schicken Firmenwagen. Wer glaubt in anderen Branchen fließt Milch und Honig irrt sich sehr. Es mag sein, dass die Einstiegsgehälter in anderen Branchen höher ausfallen, aber eine überdurchschnittliche Gehaltsentwicklung ist bei guter Leistung in der Bauindustrie gegeben. Und wer das nicht abwarten kann, ist selber schuld.

2. Tätigkeit
In welchen Beruf kann man denn sein Schaffen so erleben wie in der Baubranche? Ich kenne keine. Man sollte seinen Beruf nicht nach den ausgenscheinlich besseren Einstiegsgehalt wählen, sondern das was einem Spaß macht und auch die nächsten Jahre Spaß machen wird. Geht in die Firmen und schaut es euch einfach mal an, bevor ihr euch von einem Beruf abwendet, der so abwechlungsgreich ist, wie kein anderer.

3. Umfeld
Man muss schon auf einem hohen Ross sitzen, um zu behaupten, dass man in der Baubranche nur von unterirdischem Niveau umgeben ist. Soviel arroganten Unfug, habe ich selten gehört. Und der armselige Bauingenieur, der tatsächlich so denkt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen und ich gehe jede Wette ein, dass man mit solchen Charakterzügen es in keiner Branche zu etwas bringen wird. Der Hochmut kommt eben vor dem Fall. Denkt ihr wirklich, dass die Firmen, die 2 bis 3-stellige Millionenumsätze (und die Großen noch mehr) im Jahr machen, nur von unterirdischen Niveau umgeben sind? Sorry, aber das ist echt Unsinn.

Sorry an diejenigen die offensichtlich in der Branche fehl am Platze sind. Und unmotiviert wird man nirgends etwas.

Gruß Schandmaul

FlipB | 12. Oktober 2011 - 19:20 2011-10-12

Ich gratuliere allen Usern zum mutigen Schritt sich der Baubranche loszureißen. Eine weise Entscheidung. Um die Frage zu beantworten, was sinnvoll ist außer Bauwesen: Nachdem Bauingenieure die am schlechtesten bezahlten Techniker sind: Es lohnt sich ALLES technische, nur nicht Bauingenieurwesen.

Sofern man ohnehin technikaffin ist, gibt es doch unzählige Möglichkeiten dem Bauingenieurwesen auszuweichen. Wenn ihr also nicht im Swimmingpool des Fernmeldetechnikers planschen wollt und dann zurück fahren müsst zu Eurer 2-Zi Wohnung, dann meidet das Bauwesen. Wenn ihre eine Familie gründen wollt und eine hübsche Prinzessin an eurer Seite haben wollte, meidet das Bauwesen. Prinzessinnen küssen nunmal keine Frösche, und schon gar nicht durchgekochte Viecher.

Mickey | 12. Oktober 2011 - 17:32 2011-10-12

Leute, ich finde diese Diskussion auch höchst interessant. Was würdet ihr als Masteraufbaustudium raten um in die Chemie-/Pharmabranche zu kommen? Ich denke was mit Abwässern etc ist aus dem Bachelor ja schonmal ganz gut. Aber auf welchen weiteren Masterstudiengang oder so in der Chemiebranche bewerben? Nur wo? Hoffe ihr könnt mir ein paar nützliche Tipps geben. Danke!

Schlaubi | 12. Oktober 2011 - 09:42 2011-10-12

Gratuliere CraptKrunch! Du wirst sehen, das war eine der besten Entscheidungen deines Lebens! Sarkasmus bringt es auf den Punkt: "Es ist schon ein grosser Unterschied ob man mit promovierten Chemikern, Verfahrensingenieuren, hochqualifizierten Facharbeitern etc. zusammenarbeitet oder sich im unterirdischen Baustellenniveau bewegt."

Kann ich nur bestätigen! Und wer als Frosch im kochenden Wasser nicht schon verbrüht ist und alle seine Sinne beisammen hat, der sucht sich Alternativen!

Bauingstudent | 12. Oktober 2011 - 00:47 2011-10-12

Für alle die den Umstieg geschafft haben (Chemie, Anlagenbau), welche Vertiefung würdet ihr empfehlen? Ist ein Umstieg eher mit Baumanagement oder mit der konstruktiven Schiene möglich? Ich wollte eigentlich demnächst mein Glück mit dem Masterabschluss in der Bauleitung versuchen, jedoch wäre ein möglicher Plan B nicht ganz so schlecht.

Mickey | 11. Oktober 2011 - 17:25 2011-10-11

Ich kann auch nur zu dieser Entscheidung gratulieren! Ich mach vielleicht iwann auch einen Energiemaster und werd mich aus dem Baumaster ausschreiben.

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