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Ausgabe 6485 | Nr. 143 | 18. Jahrgang
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Mein Berufseinstieg in der Bauleitung » Seite 4

49 Kommentare | 40833 Aufrufe Kommentar hinzufügen
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Mickey | 11. Oktober 2011 - 17:25 2011-10-11

Ich kann auch nur zu dieser Entscheidung gratulieren! Ich mach vielleicht iwann auch einen Energiemaster und werd mich aus dem Baumaster ausschreiben.

Performance | 10. Oktober 2011 - 13:11 2011-10-10

@Mickey:
Ich bin einen vergleichbaren Weg wie Sarkasmuns gegangen. Das wichtigste für mich ist, dass ich jetzt nicht schon mit dem Sonntag-Nachmittag beginnend mit Grauen an die typischen Situationen wie (Sub-) Personal kommt einfach nicht, Baustelle läuft ins Minus, da (wie eigentlich immer) unterkalkuliert, signifikante Ausführungsfehler, Baustelle "säuft" wegen schlechtem Wetter ab, Terminzusagen werden nicht eingehalten, Diebstahl von Baumaterialien etc. denken muss. Das ganze hat also auch etwas mit Lebensqualität zu tun und ich frage mich wirklich, weshalb sich viele diesen wirklich schlecht honorierten Stress antun, obwohl sie mehr als unzufrieden sind und das Potenzial für hervorragende Jobalternativen besitzen.

change | 10. Oktober 2011 - 12:26 2011-10-10

@CaptKrunch:
Zu dieser Entscheidung kann ich nur gratulieren.Das Verhalten der frustierten Bauingenieure in der desaströsen Bauindustrie wird m.E. durch das wissenschaftlich bewiesene Frog Syndrom gut erläutert.
============
Boiled-Frog-Syndrom: Ein Frosch sitzt in einem Wassertopf, der sehr langsam erhitzt wird. Obwohl es ihm immer unangenehmer wird, bleibt der Frosch sitzen und harrt aus. Schließlich wird der Punkt erreicht, an dem es für einen Absprung zu spät ist. Bezogen auf die Arbeitswelt bedeutet das: Es kann sehr unbequem sein, sich aus einem Arbeitsverhältnis heraus zu einer Bewerbung für eine bessere, den längerfristigen Zielen entsprechende Position zu entschließen. In der aktuellen Position kann der Stelleninhaber viele gewohnte Tätigkeiten erledigen. Eine neue Position jedoch ist unbekannt, Kollegen, Klienten und Vorgesetzte sind fremd. Die meisten Arbeitnehmer ziehen es daher vor, trotz Unzufriedenheit bei ihrer alten Stelle zu bleiben.
========
Und genau darum geht es: Irgendwann ist es zu spät!

Sarkasmus | 10. Oktober 2011 - 08:47 2011-10-10

@Mickey:
Hallo, ich bin dort im Bereich des Projektmanagments für die Organisation von Anlagenstopps (Maintenance) bzw. Investments beschäftigt. Es ist schon ein grosser Unterschied ob man mit promovierten Chemikern, Verfahrensingenieuren, hochqualifizierten Facharbeitern etc. zusammenarbeitet oder sich im unterirdischen Baustellenniveau bewegt.

CaptKrunch | 10. Oktober 2011 - 08:37 2011-10-10

Danke für eure Antworten! Heute habe ich meine Kündigung eingereicht. Werde nun versuchen in Richtung Photovoltaik/Erneuerbare Energien irgendwas zu finden. Sollte das nicht klappen werde ich warscheinlich in Richtung Weiterbildung gehen oder mir in irgendeiner Nische was suchen. Ich melde mich wieder sobald ich mehr weiß. Gruß und Danke

Mickey | 06. Oktober 2011 - 17:17 2011-10-06

@Sarkasmus:
Was machst du jetzt in der Chemieindustrie wenn man fragen darf?
Gruß Mickey

Jupp | 06. Oktober 2011 - 14:11 2011-10-06

Hallo CaptKrunch,
Deine Mittelstandserfahrung habe ich leider auch machen müssen und anschliessend schnellstmöglich das Weite gesucht. Bin dann bei einem der größten Deutschen Bauunternehmen als Trainee für Bauleiter eingestiegen. Hatte zwar 1 Jahr ein relativ geringes Gehalt - war aber danach sehr gut vorbereitet.

Schlaubi | 06. Oktober 2011 - 10:27 2011-10-06

Hallo CaptKrunch,
Oje, kann ich dazu nur sagen. In deiner Haut möchte ich jetzt nicht stecken. Aber das hilft Dir jetzt auch nicht weiter, ich weiß. Kann mich der Meinung von Sarkasmus und Realität nur anschließen. Was Du momentan in Deinem mittelständischen Baubetrieb erlebst ist leider kein Einzelfall sondern eher die Regel. Wenn Du merkst dass Du allen am A... vorbei gehst und das rauhe Bau(stellen)klima nix für Dich ist, such Dir was anderes. Und möglichst NICHT bei einer Baufirma. Meiner Meinung springen da nur "Vollpfosten" rum. Ich habe den Vergleich Baugewerbe und (Maschinenbau)Industrie und ich kann Dir sagen, da sind Welten dazwischen.

Versuche Dir irgendwie eine Nische zu suchen, vielleicht bieten Deine DPA, Praktika, Aufbaustudium, Spezialisierungen Anknüpfungspunkte oder bewirb Dich in den Bauabteilungen von Industriekonzernen. Xing ist da auch immer eine gute Informationsquelle welche Leute dort so beschäftigt sind. Geh auf Recruitingmessen (und damit meine ich nicht an die 3 Stände von Bauklitschen) - sprich die Leute an, evtl. Ingenieurdienstleister, Vertrieb, IT, Firmen die Berechnungsingenieure suchen, whatever. Zur Not gehst Du zu Autohäusern und heuerst dort als Verkäufer an, wenn Du gut bist verdienst Du das, wovon Bauingenieure träumen können und Spaß kann das auch machen (Ich mein das wirklich ernst!)

Alles ist meiner Meinung nach besser als auf Baustellen im Dreck rumzudackeln. Setze alle Hebel in Bewegung. Finde es heraus, womit Du dich wohl fühlst. Aber bitte versprich mir eins, quäl Dich nicht mit Idioten rum denen Du alles aus der Nase ziehen musst und mühsam nach 2 Jahren in deinem Bereich das weißt, was ein Elektroingenieur in seinem Umfeld schon nach 2 Monaten durch Fortbildungen, Mentoren mitbekommt. Gehe da hin wo man was lernen kann, das bringt Dir im übrigen auch noch mehr Befriedigung als ein super Gehalt. Sei schlau, Finger weg vom Bau!

Grüße Schlaubi

Sarkasmus | 05. Oktober 2011 - 17:09 2011-10-05

Hallo Capt,
eigentlich müsste meine Antwort als unqualifiziert deleted werden, aber sie gibt trotzdem in etwa meine Baustellenerfahrung wieder. Wenn Du etwas wissen willst, frag doch einfach das vorhandene Baustellenpersonal. Also den Sub vom Sub und das in der richtigen Sprache (Rumänisch, Türkisch, Russisch, Polnisch etc.). Ansonsten lautet die Antwort nämlich "Ick nix verstehn, ick andre Baustelle".

Wichtig ist auch, dass Du ein "Schwein" bist und keinen Wert auf Aspekte wie Teamarbeit legst. Ferner geht es auch darum die Baustelle wirtschaftlich durch Nachträge zu retten, denn gehe nicht davon aus, dass kostendeckend kalkuliert wurde. Deinem Chef / evtl. vorhd. (Ober-)Bauleiter ist Dein persönliches Schicksal ziemlich egal, denn sie sind die toughen Burschen, die es (bis zum ersten Herzinfarkt) geschafft haben.

Ich hoffe nur, dass Du nicht diese Erfahrung machen musst, wobei mir die Darstellung über Deinen Chef leider eine typische Baufirma-Situation erahnen lässt.

P.S. Ich habe die Bauleitung versucht, bin aber daran nervlich kaputtgegangen (höchste Verantwortung, unterirdisches "Fach"-Arbeiterniveau, unterkalkulierte Angebote, nur Ärger bei geringem Gehalt und 12 Std. Tagen). Ich bin jetzt zum Glück in der Chemieindustrie untergekommen, was vom Niveau / Gehalt her wirklich einen Quantensprung darstellt.

Realität | 05. Oktober 2011 - 15:01 2011-10-05

@CaptKrunch:
Nach meiner Erfahrung ist das die Realität in der - wenn überhaupt noch - mittelständisch geprägten Bauwirtschaft. Alles was in anderen Industriezweigen normal ist, findet dort nicht statt. Themen wie Coaching, Mentoring, Training sind wirklich unbekannte Fremdwörter. Hauptgrund hierfür ist m.E. dass die Führungskräfte überhaupt nicht das entsprechende Management-Potential besitzen (Stichwort: "Auf den Baustellen weht eben ein rauher Wind") und die Bauwirtschaft sich in einer konstanten wirtschaftlichen Krise befindet. => Was ja durchaus mit dem fehlenden Management-Potential zusammenhängen kann.

Meine Empfehlung lautet deshalb: Versuche z.B. in die Bauabteilung eines professionell geführten Industriekonzerns zu kommen. Denn die Annahme, dass sich das Klima in der Bauindustrie verändern wird, ist eine Illusion.

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