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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen?

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Sven | Thema eröffnet vor 10 Jahren

Mich interessiert, ob ein Gehalt von 2.700 EUR monatlich fair ist. Zu mir: Ich bin 29 und habe vor fünf Jahren erfolgreich mein Diplom (Note 2,0) an der FH Bremen im Bereich Siedlungswasserwirtschaft / Verkehrswegebau abgeschlossen. Nun arbeite ich seit 4 Jahren in einem kleinen Ingenieurbüro im Raum Osnabrück. Mein Aufgabenfeld umfasst die Planung, Ausschreibung, Bauleitung und Abrechnung von kleineren Bauprojekten (bis 1 Mio. EUR). Des Weiteren kümmere ich mich um den Kontakt zu unseren Auftraggebern (kleinere Gemeinden / Kommunen / Wasserverbände). Jetzt würde ich gern wissen, ob ein Monatsgehalt von 2.700 EUR brutto für diese Art der Tätigkeit fair bzw. ausreichend ist? Was verdient ihr in ähnlichen Bereichen / Positionen?

Vermesser | 20. Oktober 2020 - 09:52

Ich arbeite als Vermessungsingenieur in einem kleinem Büro (25 Mitarbeiter), 36 St./Woche und habe 7 Jahre Berufserfahrung. Mich interresiert, wie viel verdient ihr als Vermessungsingenieur?

Reto | 18. September 2020 - 17:04

@StatikerMünchen:
Nach 3 Jahren Erfahrung in München wären für mich 56.000 € Gehalt drinnen. Es gibt Bauingenieure, die mit so einem Gehalt ihren Einstieg (mit Master) machen.

StatikerMünchen | 18. September 2020 - 08:29

Ich komme aus der Slowakei, wo ich den Bachelor (Uni) studiert habe. Dann bin ich nach München gekommen und habe den Master (Uni) studiert. Seit 3,5 Jahren arbeite ich in einem Ingenieurbüro (ca. 40 MA) als Statiker/Tragwerksplaner. Einstiegsgehalt war 3.300 € monatlich (39.600 € Gehalt jährlich) und jetzt bekomme ich 4.150 € monatlich (49.800 € Gehalt jährlich). Ich weiß nicht, wie viel meine Kollegen verdienen, aber ich habe das Gefühl, dass sie mehr als ich verdienen. Glaubt ihr 4.150 € in München mit 3 Jahren Erfahrung ist angemessen? Danke!

Mathegenie? | 08. September 2020 - 20:17

@bauingenieurin:
Was genau möchtest Du uns damit sagen? E12 bedeutet aktuell (TV-L, Entgelttabelle 2020) ca. 70.780 Euro/ Jahr in der Stufe 6, die man nach 21 Jahren längst erreicht hat. Und dieses Gehalt bezieht sich auf 39 Wochenstunden, keine unbezahlten Überstunden?

Wenn Du das mal umrechnest auf 50 h/Woche, hätten es schon gut 90.000 Euro pro Jahr sein müssen (und nicht 75.000), um besser da zu stehen als im öffentlichen Dienst.

bauingenieurin | 08. September 2020 - 06:26

Ich habe jetzt einige beitraege gelesen, nachdem ich zufaellig auf dieses forum gestoßen bin. zu mir: bauingenieurin fh, diplom 1993, seit 1985 in der baubranche, 54 jahre alt, ein jahr (!!!!) elternzeit. mein einstiegsgehalt ist denke ich uninteressant, dafuer umso mehr, was ich zuletzt verdiente: E12 2014 nach 21 jahren berufserfahrung als bauingenieurin im grundbau, deichbau, straßenbau und projektsteuerung, danach bei der DB ebenfalls aehnlich E12 als bezirksleiterin infrastruktur.

Ich bin dann in ein architekturbuero in die bauüberwachung gewechselt und habe 80.000 € Gehalt vereinbart (72.000 € fest plus 8000 € praemie, die mit 3000 € dann auch gezahlt wurde) ueberstunden bis 50 h/ woche, die weder ausgezahlt wurden noch abgefeiert werden konnten. im fruehjahr dieses jahres habe ich mich selbststaendig gemacht, mit 54. mal sehen, was passiert.

Baumaster | 05. September 2020 - 15:01

Ich würde mich über eure Meinung zu meiner Gehaltsvorstellung freuen.

Zu mir:

  • 26 Jahre alt, stehe kurz vor dem Master Abschluss an einer TU
  • seit 1 Jahr als Werkstudent in der Firma in der Bauleitung tätig (BVH hat ca. 10.000 qm Fläche)
  • Projekt- und Bauleitung sind von meinen Fähigkeiten überzeugt und haben das auch so an die Geschäftsführung weitergegeben
  • zum Unternehmen: SF-Bau, Hallenbau, ca. 7.500 MA, 3,5 Mrd. Euro Jahresumsatz
Firmenwagen (BLP ca. 30.000 €) inkl. Privatnutzung (1 %-Regelung), Jahresprämie, Bonuszahlungen werden gezahlt. Überstunden werden nicht bezahlt; Baustelleneinsätze sind meist weiter weg vom Wohnsitz, das wird gesondert vergütet.

Ich stelle mir ein Jahresgrundgehalt von 58.000 € inkl. 13. Gehalt und Urlaubsgeld vor; Prämien, Sondervergütungen wie Spesen etc. nicht einberechnet. Ist das realistisch? Vielen Dank!

ejjjj | 05. September 2020 - 07:47

Ich konnte nun noch einmal einen Gehaltssprung erreichen. Verdiene nun mit 27 Jahren und 5 Jahren Berufserfahrung als Bauleiter im Tief- und Straßenbau ein monatliches Fixum von 6000 €. Was mich aber viel mehr freut, ist meine hohe Variable, welche an den Baustellenergebnissen gemessen wird. Hier steht die aktuelle Prognose bei 23.000 €. Zusammen sind das 6 x 12 = 72.000 EUR Gehalt fix und 23.000 EUR variabel = 100.000 EUR. Ich denke für mein Alter ist das ein sehr sehr ordentlicher Lohnzettel.

Grundler | 04. September 2020 - 18:33

@Student:
Zitat: "Ich denke mit harter Arbeit und Menschenkenntnis ist mehr möglich als die durchschnittlichen 50.000-60.000 EUR Gehalt."

>> Absolut richtig. Ich bin mit mittelmäßiger Arbeit und Menschenkenntniss bei knapp 60.000 Euro. Also klar, da ist Luft nach oben ABER: Mit harter Arbeit und Menschenkenntnis steht man in anderen Branchen eben nicht bei 70.000 EUR Gehalt, sondern bei 90.000 EUR.

Peter | 04. September 2020 - 10:54

@Bauer123:
Ich würde das grundsätzlich im Bereich Kalkulator / Bauleiter einordnen. Aber sehr wichtig dabei sind die Details, wie bei allen anderen Tätigkeitsbereichen auch: arbeitet man selbständig und trägt Verantwortung, dem gegenüber würde z. B. stehen, dass man eher zuarbeitet und letztendlich eine andere Person verantwortet usw.

Letzteres kann gerade zu Beginn der Fall sein, da man meiner Meinung speziell im Bereich Nachtragsbearbeitung eine gewisse Erfahrung benötigt, sowohl aus den Tätigkeitsfeldern der Bauleitung (z. B. um Ursachen/Begründungen der NT erkennen/darlegen können) und Kalkulation (um die Ursachen >> Folgen kostenmäßig schlüssig darzustellen und vor allem "gut" verkaufen zu können). Interessant ist es sicherlich, wenn Du berichtest wie es gelaufen ist.

bauing45 | 04. September 2020 - 09:29

Mich interessiert, wie die allgemeine Einschätzung zu den Tariflohngruppen 5 bis 7 für Bauingenieure ist?

Kalkulator89 | 01. September 2020 - 16:45

@Alle:
Ich würde mich auf eure Schätzungen auch freuen! Im September 2014 bin ich als Bauingenieur nach Deutschland gekommen, um mein Master-Studium fortzusetzen. Im Dezember 2017 habe ich mein Studium mit Vertiefung Wasserbau (Programm war auf Englisch) abgeschlossen. Während meines Studiums habe ich zwei Praktika (im Bereich Hochbau) bei zwei sehr renommierten Firmen in den Bereichen Energieversorgung und Automobilindustrie gemacht.

Danach bin ich direkt bei einer großen Firma (mehr als 10.000 Mitarbeiter) in Baden-Württemberg eingestiegen. Seit 2018 bin ich als Kalkulator (Rohbau) beschäftigt und verdiene ich ca. 50.000 € Gehalt inkl. Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld sowie Einmalzahlung. D.h. Basis sind 3.852 € Gehalt monatlich. Wie findet ihr das?

Student | 27. August 2020 - 12:19

Ich bin im Master angelangt und habe mich leider erst viel zu spät mit dem Thema Gehalt auseinandergesetzt, da mir ca. jeder in der Schule erzählt hat, wie gut das Gehalt als Bauingenieur doch ist. Das Studium an der TU war für mich hart, allerdings habe ich einen guten Bezug dazu gefunden und freue mich auf die Praxis. Mir ist bewusst, dass ich die ersten Jahre sicher 60 h ackern werde.

Ich weiß es ist viel Stress, aber für jemanden der eine geringe Mathe-Begabung hat, war das Studium mit 7-Tage Lernwochen auch nicht grade ein Zuckerschlecken. Ich bin halt eher eine Arbeitsbiene als ein "Seher". Durch die - aus meiner Sicht - hohe Sozialkompetenz, die sich in meinem Lebenslauf auch widerspiegelt, erhoffe ich mir dennoch eines Tages, nach dem Erlernen der Basics in der Bauleitung in höheren Aufgaben (Abteilungsleiter etc., mit Personalverantwortung) tätig zu sein.

Als Einstiegsgehalt für die Bauleitung werde ich denke ich mal 50.000 EUR Gehalt nennen. Gut? Oder sollte ich lieber mit TU Abschluss im konstruktiven Ingenieurbau (wird ca bei 2.0 liegen) höher angreifen? Werde es bei Konzernen versuchen, daher denke ich, dass die Einschätzung realistisch ist.

Bitte gerne darauf antworten! Übrigens freut es mich anders als andere hier auch mal Kommentare zu sehen, in denen Menschen "viel" verdienen (Ich denke der Großteil von denen schaut aber auch nicht in dieses Forum ;). Das gibt mir persönlich Motivation, meinen Traumberuf auch voll ausschöpfen zu können. Ich denke mit harter Arbeit und Menschenkenntnis ist mehr möglich als die durchschnittlichen 50.000-60.000 EUR Gehalt.

Zerstört gerne meine Ansicht, ich werde es trotzdem versuchen. Wenn nicht habe ich halt nur einen Job, der mir gefällt und das Gehalt reicht zum Überleben. Eine Familie wird man ernähren können, meine Mutter hat das mit ihrem schlechtem Physio-Gehalt für zwei Söhne auch gewuppt. Peace Out, ein trotz aller negativer Kritik immer hoffnungsvoller Bauingenieur!

Bau-Manager007 | 26. August 2020 - 17:04

10 Länder mit den höchsten Gehältern für Bauingenieure: Nr. 8 Deutschland (u. hinter China) Durchschnittsgehalt - 68.000 US-Dollar. Bauingenieure in Deutschland verdienen zwischen 3.700 und 6.000 Euro pro Monat. Einsteiger verdienen 3.000 €, Absolventen mit einem Master-Abschluss 4.000 €. Nr. 1 Schweiz, aber bewertet - die weit höheren Landes-Kosten.

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PS: Claim Management im IPA-, Lean-; Scrum-,... bis Digitalen-KI-4.0 -Planen und Bauen-Zeitalter? ist und war: Freunde zahlen aber Feinde nicht.

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