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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen?

1 - 75 von 1746 Kommentaren | 772346 Aufrufe
Thema eröffnet von Sven | letzter Kommentar vom 24. Januar 2022 - 11:01

Mich interessiert, ob ein Gehalt von 2.700 EUR monatlich fair ist. Zu mir: Ich bin 29 und habe vor fünf Jahren erfolgreich mein Diplom (Note 2,0) an der FH Bremen im Bereich Siedlungswasserwirtschaft / Verkehrswegebau abgeschlossen. Nun arbeite ich seit 4 Jahren in einem kleinen Ingenieurbüro im Raum Osnabrück. Mein Aufgabenfeld umfasst die Planung, Ausschreibung, Bauleitung und Abrechnung von kleineren Bauprojekten (bis 1 Mio. EUR). Des Weiteren kümmere ich mich um den Kontakt zu unseren Auftraggebern (kleinere Gemeinden / Kommunen / Wasserverbände). Jetzt würde ich gern wissen, ob ein Monatsgehalt von 2.700 EUR brutto für diese Art der Tätigkeit fair bzw. ausreichend ist? Was verdient ihr in ähnlichen Bereichen / Positionen? (Februar 2010)

BobderMeister | 24. Januar 2022 - 11:01

Ich glaube die Antworten zeigen, dass es in unserer Branche gewaltige Unterschiede gibt - sowohl beim Einstiegsgehalt wie auch im späteren Werdegang. Ich habe das Diplom gemacht, Notendurchschnitt 2,8 (also nicht unbedingt der Topstudent, zumindest was die Theorie angeht). Mein Einstiegsgehalt in einem mittelständischen Bauunternehmen lag nach dem Studium bei knapp 40.000 €/Jahr (inkl. 13. Gehalt und Urlaubsgeld) + Dienstwagen (Ford-Galaxy).

Danach wurde die Bezahlung immer wieder mit der steigenden Verantwortung und dementsprechendem Stress und Mehrbelastung angepasst. Ich habe nun 8 Jahre Berufserfahrung, habe die Firma nie gewechselt und habe mittlerweile ein Jahresgehalt von knapp 75.000 €/Jahr (inkl. 13. Gehalt und Urlaubsgeld) + Dienstwagen (BMW 330) + 4 % Gewinnbeteiligung, was am Ende des Jahres auch nochmal gut 20.000 € ausmachen kann. Das Ganze bei ca. 50 Std. pro Woche.

Meine ehemaligen Studienkollegen in Ingenieurbüros verdienen da deutlich weniger, Jahresgehalt nach 8 Jahren 48.000€ + Skoda Octavia (bei reiner Planungsverantwortung) und 55.000 € + VW Passat (mit Bauleitung). Das Einstiegsgehalt war seiner Zeit 36.000 €/Jahr, jedoch ohne Firmenwagen. Der Stress und die Arbeitszeit sind eigentlich genauso hoch wie bei mir.

Was ich falsch finde, ist in solchen Foren sich darüber zu informieren, wieviel man später mal in z.B. 10 Jahren verdienen wird. Das liegt, zumindest in der freien Wirtschaft, nur an einem selbst. Seid Ihr mit Spaß dabei, liefert gute Ergebnisse und das über Jahre, dann werdet Ihr auch dementsprechend fair entlohnt. Da sind Gehaltssprünge möglich, die man sich niemals erträumt hat. Wenn nicht solltet ihr euch ein anderes Unternehmen suchen.

Im Ingenieurbüro sieht das anders aus. Die sind leider an die HOAI gebunden und haben daher nicht die Gewinnspannen von Bauunternehmen. Dementsprechend können hier die Gehälter nicht gleich hoch ausfallen.

Beim öffentlichen Dienst sind die Gehälter ja aus den entsprechenden Tabellen ersichtlich. Hier wird man halt nicht nach Leistung, sondern nach Zugehörigkeit und Abschluss bezahlt ;-). Ist für manche ein Vorteil, für manche eher ein Nachteil.

Wechselwilliger | 23. Januar 2022 - 09:16

@MEng-Bauer:
Ich habe erst vor kurzem gewechselt, ein Verhandeln ist beim Öffentlichen Dienst sehr eingeschränkt. Deine Angaben decken sich mit meiner Erfahrung. Mich würde interessieren wieviele Wochenstunden in deinem Arbeitsvertrag festgelegt sind und wie die Überstunden vergütet werden? Werden die Fahrten zur Baustelle zeitlich voll angerechnet?

Wechsler | 22. Januar 2022 - 12:35

Viele Kommentatoren vor mir sind ja irgendwann im öffentlichen Dienst (ÖD) gelandet. Ich bin den gegenläufigen Weg gegangen und mittlerweile in der Wirtschaft. Ich möchte an meinem bisherigen Weg auch mal die Schattenseiten des ÖD benennen. Gestartet als Berufsanfänger im kommunalen ÖD. Bezahlung damals um die 40.000 € inkl. Weihnachtsgeld. Gehalt steigt dann alle paar Jahre gemäß Tarifvertrag. Es gab quasi keine Einarbeitung, selbst der Arbeitsplatz war anfangs nicht eingerichtet.

Die erste Zeit saß ich nur rum und keiner konnte mir sagen, was ich tun sollte. Dann ging es plötzlich ganz schnell, totaler Kaltstart, jede Menge unterschiedliche Projekte ohne richtige Übergabe. Im Prinzip war ich einer der wenigen Fachleute, die anderen teilweise Quereinsteiger, da im Öffentlichen Dienst oftmals das passende Personal fehlt. Konsequent an einem Projekt arbeiten war auch schwierig, da die Beamten, Bürger oder die Gemeinderäte immer wieder neue Ideen hatten und man bereits fortgeschrittene Projekte öfters neu beginnen musste.

Irgendwann ist das aus fachlicher Sicht frustrierend, weil einfach viele dazwischenreden und deshalb Projekte ewig dauern. Immer wieder neue Aufgaben, weil es halt sonst niemand kann und macht. Der Gesetzgeber lässt sich immer wieder was Neues einfallen. Druck ist trotzdem überschaubar, da wir Ingenieure in der Welt der Beamten und Verwaltungsleute eh immer Exoten sind und die manchmal gar nicht wissen, was wir eigentlich genau machen. Gleichzeitig wird von uns natürlich auch erwartet, dass wir sämtliche Vorschriften und Gesetze kennen. Als Nicht-Verwaltungskraft muss man sich da erstmal einarbeiten. Dann der erste Wechsel nach 4 Jahren zu einer anderen Stadt bei dann ca. 54.000 €.

Im Prinzip das gleiche, Projekte und Prozesse dauern ewig, Abstimmungen mit anderen Ämtern oft schwierig. Manchmal wartet man Wochen und Monate auf eine Rückmeldung. Es geht einfach nicht voran. Die meist fachfremden Amtsleiter entscheiden dann irgendwas, was Du dann vor dem Gemeinderat präsentieren sollst, auch wenn’s aus fachlicher Sicht nicht nachvollziehbar ist. Entscheidungen treffen andere - aber du darfst dir dann die Prügel in der Öffentlichkeit abholen. Der Bürgermeister hat meistens auch noch eine Idee, in der Regel ist es die des Bürgers oder des Gemeinderats, der in zahlreichen Vereinen aktiv ist und jeden im Ort kennt. Schließlich sind ja bald wieder Kommunalwahlen. Interessant wird’s, wenn sich eine Bürgerinitiative formiert. Man bewegt sich immer auch in einem politischen Spannungsfeld bzw. man wird da zwangsläufig reingezogen.

Dazu kommen veraltete Ausstattung (weil einfach kein Geld dafür da ist), kein Homeoffice (habe von ehem. Kollegen mitbekommen, dass dies selbst während Corona die Ausnahme war und die dann ihre privaten PCs nutzen mussten), viel Bürokratie, ein generelles Misstrauen gegenüber den Mitarbeitern - was Arbeitsdisziplin betrifft - kaum Aufstiegs- bzw. Entwicklungschancen (am ehesten noch für Beamte oder die Dienstältesten, Leistung oder Talent sind nicht ausschlaggebend), keine Benefits bzw. Mitarbeitervorteile (sogar der Parkplatz musste bezahlt werden, keine Kantine).

Zudem haben bzw. hatten einige Kollegen Burn Out (vielleicht auch Bore out?) Finde das kommt im ÖD wirklich überproportional vor, was für Außenstehende natürlich nicht nachvollziehbar ist. Das liegt nicht unbedingt am Druck und am Stress, aber man prallt oft gegen starre Strukturen, steht in der Öffentlichkeit oft schlecht da (es gibt sog. Wutbürger) und man fühlt sich oft nicht richtig geschätzt. Feedback, Lob etc. fehlen nahezu komplett. Wenn man was bewegen möchte und links und rechts wird man nur ausgebremst, kann das durchaus frustrierend sein (und ich bin keine Person die es drauf anlegt irgendwo anzuecken). Entweder man resigniert und gerät in den selben Trott oder man muss sich was anderes einfallen lassen.

Natürlich gibt es auch Vorteile im ÖD, die ja bereits in den vorangegangenen Kommentaren genannt wurden. Gute Work-Life-Balance, sicherer Job, angemessenes Gehalt etc. Bei mir haben letztlich die negativen Dinge überwogen. Ich konnte mir nicht vorstellen, die nächsten Jahrzehnte so weiterzuarbeiten und mein komplettes Berufsleben im ÖD zu verbringen.

Nun bin ich in der freien Wirtschaft mit > 60.000 €. Ähnliche Arbeitszeiten, phasenweise etwas mehr Wochenarbeitsstunden (dafür aber mit Überstundenvergütung). Der frühe Feierabend am Freitag ab 12 Uhr fehlt allerdings schon etwas. Die Arbeitsweise ist jedenfalls professioneller, fachlicher, effizienter und geräuschloser (ohne Lokalpolitik, Bürgerbeteiligung etc). Was mir persönlich insgesamt einfach besser liegt.

MEng-Bauer | 21. Januar 2022 - 01:54

@Wechselwilliger:
Das kann ich gar nicht nachvollziehen. Ich bin Ausländer, jetzt in Deutschland seit 2 Jahren, habe hier mein Master in Baubetrieb angefangen, inzwischen ein Praktikum in der Bauleitung gemacht und schreibe jetzt an der Masterarbeit. Ich habe vor 3 Wochen mit den Bewerbungen angefangen und habe bis jetzt 2 Jobangebote in der Bauleitung (48.000 EUR und 50.000 EUR) sowie ein Jobangebot in der Bauüberwachung (im Vertrag 50.000 EUR p.a. die ersten 2 Jahre und danach 62.000 EUR p.a.).

Also wovon redest Du? Ich habe noch weitere Vorstellungsgespräche, du hast es selber gesagt, wenn Bauingenieure so viel gesucht sind, warum nutzt man die Chance nicht, um sein Gehalt zu verhandeln?

Wechselwilliger | 20. Januar 2022 - 10:58

Ich kenne dieses Forum nun seit sehr vielen Jahren und finde es schade, dass ich mich nicht schon vor dem Studium mit der Gehaltssituation des Bauingenieurs auseinandergesetzt habe. Ursächlich für die auch hier erkennbare schlechte Stimmung ist nicht der Beruf an sich, sondern die Baubranche, die im Vergleich zu anderen Branchen wie z.B. der Chemie-, Metall- und der Elektroindustrie schlecht dasteht.

Während der Bau mit seinen hauptsächlich kleinen bis mittelständischen Betrieben dem vollen Wettbewerb unterliegt, unterstützt die Politik immer nur die sogenannte Schlüsselindustrie. Nach mittlerweile über 22 Jahren Berufserfahrung, 4 verschiedene Umfelder (Statik, Industrie, Projektleiter DB, Projektleiter Öffentlicher Dienst) mit unzähligen Vorstellungsgesprächen, bin ich nun im Öffentlichen Dienst bei ca. 56.000 € und einer 40,1 h / Woche gelandet - was ich als sehr frustrierend empfinde, was aber noch eines der "besseren" Jobangebote in der Region war.

Die Gehaltsvorstellung vieler hier, kann ich nicht nachvollziehen. Selbst nach härteren Verhandlungen habe ich nie mehr als ca. 60.000 € angeboten bekommen (ohne Bauleitung) und das, obwohl doch Bauingenieure angeblich so dringend gesucht sind. Nur in der Bauleitung wäre mehr drin gewesen, natürlich bei einer 45-50 h / Woche. Da lachen die Metaller bei 35 h / Woche und durchschnittlich 55.000 € Jahresverdienst, bei vollem Lohnausgleich mittlerweile bei 32 h / Woche.

Prüfstatiker | 16. Januar 2022 - 20:23

Ich habe vor 30 Jahren als Sachbearbeiter in einem renommierten Prüfingenieurbüro angefangen. Nach 15 Jahren bin ich dann in ein Büro für Hochbau-, Brücken- und Baugrubensicherungsstatik sowie Bauüberwachung gewechselt, wo ich nach drei Jahren Geschäftsführender Gesellschafter wurde. Weitere neun Jahre später habe ich mich selbständig gemacht.

Ich habe sofort die Prüfung zum Prüfingenieur eingereicht und durfte ein Jahr später zum sogenannten "Fachgespräch" antreten. Etwa einen Monat nach dem Fachgespräch wurde ich dann als Prüfingenieur für Standsicherheit anerkannt. Ich habe dann sofort alle mir bekannten fünfzig Statikbüros im Umkreis angerufen und um Aufträge gebettelt. Resonanz war Null Komma Null bis auf drei Semesterkollegen und zwei ehemaligen Arbeitskollegen.

Mein Verdienst war nur gut, weil ich mein Büro im ehemaligen Kinderzimmer von meinem Sohn genutzt habe.

  • 2018: 180.000 Umsatz
  • 2019: 230.000 Umsatz
  • 2020: 350.000 Umsatz
  • 2021: 500.000 Umsatz
Alles als Einzelkämpfer mit Siebentagewoche und Halbtagsjob (24/2=12 Stunden am Tag). Der Verdienst eines Prüfingenieurs kann sehr unterschiedlich sein, wie der jedes anderen Selbständigen auch.

Wer irgendwo im Großen Büro als Partner "gezogen" bzw. "aufgebaut" wird muss in der Regel ziemliche Knebelverträge hinnehmen und zwischen 65% bis 90% seines Umsatzes an den "Paten" abgeben.

Kurt | 12. Januar 2022 - 21:33

@JungB27:
Sofern du ein dickes Fell hast, Überstunden nicht scheust und Bock auf Baustelle hast, würde ich dir zu Nr. 2 raten. Selbes habe ich selbst vor 5 Jahren gemacht und bin dabei geblieben. Das Gehalt ist allerdings zu niedrig, die A7 nach Tarif sollten es mindestens sein. Alles andere ist zu wenig mit Hinblick auf Arbeitszeit, persönliche Belastung und Verantwortung.

nordlicht | 12. Januar 2022 - 14:42

@JungB27:
Ich wuerde Nr. 2 nehmen. In der Bauleitung gibt es keine "Einarbeitung". Du lernst jeden Tag. Die ersten Wochen machst du Fehler und dann machst du es richtig.

JungB27 | 12. Januar 2022 - 01:05

Erstmal zu mir:

  • 27 Jahre mit Diplom-Abschluss im Ausland
  • 6 Monate Bauleitung
  • Master in Baubetrieb in Deutschland
  • 7 Monate Bauleitung (Praktikum)
Nun habe ich die folgenden 2 Angebote vorliegen:
  1. Jung-Bauleiter bei einem Büro (80 MA), 50.000 EUR Gehalt im Jahr, kein Bonus, kein Weihnachtsgeld, kein 13. Monatsgehalt, Firmenwagen nur bei Baustellen > 50km entfernt (ordentliche Einarbeitung garantiert).
  2. Bauleiter bei einem Groß-Konzern, 51.000 EUR Gehalt im Jahr + Bonus + Gewinnbeteiligung + Weihnachts- und Urlaubsgeld + 5Tage mehr Urlaub als beim 1. Angebot + Firmenwagen. (Einarbeitung laut Kommilitonen 0)
Was würdet ihr wählen und warum?

Statiker009 | 01. Januar 2022 - 22:09

@Statik007:
Mir steht auch demnächst mein erstes Gehaltsgespräch bevor. Darf ich fragen, wie hoch die Gehaltserhöhung bei Dir ausgefallen ist?

Paul | 29. Dezember 2021 - 09:33

@Statik007:
Ich arbeite in der Schweiz als Bauingenieur und kann dir sagen, dass es hier auch nicht anders läuft. Du bist leider Statiker und was dir keiner im Studium erzählt hat, sind die schlechten Gehaltsaussichten. Auch in der Schweiz verdienen Statiker von allen Ingenieuren mit Abstand am schlechtesten. Da wirst du deinen Frust einfach in ein anderes Land verschieben und das bringt auch nicht viel.

So zynisch es leider klingt. Gewöhn dich lieber an das Gehaltsniveau als Statiker oder suche dir etwas in anderen Branchen. Ich kenne jemanden, der ist als Statiker zu Liebherr gewechselt und hat Kräne gerechnet. Er meinte er ist von 53.000 EUR auf 75.000 EUR Gehalt gesprungen. In der Statik undenkbar!

Statik007 | 28. Dezember 2021 - 15:17

Ich arbeite seit einem Jahr als Tragwerksplaner in Süddeutschland. Nun hatte ich mein erstes Mitarbeitergespräch und bin etwas enttäuscht. Die Arbeit macht mir wirklich Spaß. Leider denke ich zurzeit aber nur daran, dass meine Freunde, welche eine Ausbildung gemacht haben, besser verdienen als ich, der einen Masterabschluss hat.

Ich überlege mir deshalb in die Schweiz zu ziehen. Da würde ich euch gerne Fragen, ob es sich lohnt in die Schweiz als Statiker zu ziehen, oder ob man sich einfach mit seinem niedrigen Gehalt durchs Leben kämpfen muss?

Wasserwirtschaftler | 11. Dezember 2021 - 10:25

Ebenso als Richtwert:

  • Master Wasserwirtschaft
  • Magdeburg, Sachsen-Anhalt
  • 5 Jahre Berufserfahrung Tief- und Rohrleitungsbau
  • Angebot als Bauleiter im Tiefbau (ca. 1000 MA), 50.000 EUR Gehalt p.a. plus Auto plus Handy etc.
  • nach Probezeit angeblich eine Steigerung
Ich habe das Angebot aber nicht angenommen.

Q7 | 10. Dezember 2021 - 14:25

Als Richtwert und Stütze für andere (Raum Frankfurt):

  • B.Eng. an der FH abgeschlossen
  • im Anschluss 9 Monate Vollzeit-Trainee
  • danach M.Sc. an der Uni abgeschlossen
  • nach Abschluss des M.Sc. (2020) im Projektmanagement als Junior-Projektmanagerin angefangen
  • 50.000 € inkl. Bonus - zusätzlich 0,30 €/km Reisekosten = 350 € netto mtl.
  • nach der Probezeit: 55.000 € Jahresgehalt inkl. Bonus + weiterhin Reisekosten zusätzlich 350 € netto

Thomas | 05. Dezember 2021 - 11:04

In unserem Studium haben wir zwei Kategorien von Jobs aufgezeigt bekommen. Als guter Rechner gehst du ins Ingenieurbüro - verdienst halt nichts, aber das hat uns keiner gesagt.

Wenn du gut organisieren kannst und gerne unterwegs bist, dann werde Bauleiter. Dass man dabei etwas besser verdient, aber > 60 Stunden weit von der Heimat im Container und abends in der Monteursbude verbringt, hat uns auch keiner gesagt.

Öffnet die Augen für die Bauindustrie und Zuliefererbranche, sie bietet eine Vielzahl von interessanten Tätigkeiten. Beispielsweise Forschung und Entwicklung, aber auch Vertrieb - um nur einige wenige zu nennen. Damit kommt ihr ganz einfach in die Chemie- oder Elektrotarife.

Ich bin im Vertrieb gelandet, sicher nicht jedermanns Sache, aber im B2B-Business extrem spannend und definitiv kein Klinkenputzen. Druck gibt es natürlich auch, doch wie sagt man so schön, man kann sein Gehalt selbst bestimmen.

Hohe Umsatzzahlen = hohes Gehalt, umgekehrt natürlich genauso. Firmenwagen ist selbstverständlich und Boni ebenso. Verantwortung sind halt die Umsatzzahlen, aber keine einstürzenden Neubauten oder Millionenschäden.

Als Einstiegsgehalt sind 62.000 Euro möglich, in Leitungsposition auch mehr als 100.000 Euro. Ihr habt die Wahl!

ein bauing | 30. November 2021 - 08:27

@chase:
Dürfte so stimmen. E13 wird aber auch nicht jede Stelle ausgeschrieben werden und Stufe 2 als Einsteiger auch nicht. Nach 5-6 Jahren bist du im öff. Dienst bei 65.000 EUR Gehalt. Das ist nicht schlecht. 51.000 EUR als Tragwerksplaner zum Einstieg im Büro sind auch als gut zu bewerten. Ob Wirtschaft oder öff. Dienst für den Durchschnittsingenieur besser ist? Keine Ahnung, aber der öff. Dienst braucht sich nicht zu verstecken.

Chase | 29. November 2021 - 14:21

Da in dem Gehaltsforum ja immer noch fleißig diskutiert wird, wie schlecht das Gehalt für Bauingenieure doch ist, habe ich hier mal eine andere Perspektive, die vielleicht auch einmal diskutiert werden sollte. Ich habe vor etwa 2 Jahren nach einem sehr guten Masterabschluss in einem Ingenieurbüro als Tragwerksplaner angefangen. Leider hatte ich mich zu dem Zeitpunkt nicht so viel über das Gehalt in anderen Stellen informiert.

Meine Erkenntnisse:
Ich habe mich fleißig beworben und von vielen namenhaften Firmen ein tatsächliches Angebot erhalten. Das Ergebnis zeigt deutlich, dass der öffentliche Dienst bzw. die Forschung Berufseinsteigern die besten Gehaltsaussichten bietet (ausschließlich Stellen in der Planung, kein Bauleitung). Hier einmal eine Zusammenfassung der Angebote, die ich erhalten habe:

  • Bahn (Stelle als Projektleiter mit Personal- und Baustellenverantwortung, das mit Abstand lächerlichste Angebot): ~ 50.000€ im Jahr mit Ausnutzung der Benefits als Gehaltserhöhung
  • KMU (3 Angebote): ~ 51.000 €
  • Eine der größten Baufirmen Deutschlands: 54.000 €
  • Öffentlicher Dienst bei der Autobahn GmbH, Tarifvertrag E13 Stufe 2: 58.149 €
Auch wenn ich mein Einstiegsgehalt mit dem des öffentlichen Dienstes vergleiche, hätte ich dort direkt deutlich mehr gehabt als in der Industrie.

Natürlich kann ich mir vorstellen, dass sich dies mit steigender Berufserfahrung ändert (jährliche Gehaltserhöhungen in der Industrie vs. Tarifstufen nur alle 2, 3, 4 Jahre). Jedoch erscheint es mir als junger Ingenieur so, dass es quasi gehaltstechnisch keinen Vorteil hat in der freien Wirtschaft zu arbeiten.

Gerade in der aktuellen Situation mit Corona erscheint der öffentliche Dienst besonders interessant. In unserem Büro ist die weitere Lage auch unbekannt, da aufgrund der aktuellen Lieferengpässe etc. das Auftragsangebot vermutlich zurückgeht (Gehaltserhöhung für ein Corona Jahr blieb unter anderem für den gesamten Betrieb aus).

Das (möglicherweise bevorstehende) Aussetzen der HOAI trägt auch nicht dazu bei, dass sich die Lage in der freien Wirtschaft gehaltstechnisch bessert, da der Preisdruck auf Ingenieurleistungen steigt. Bei der aktuellen Inflation dürfte die jährliche Anpassung der Tarifverträge auch etwas größer sein. Natürlich ist die Arbeit bei einer Stadt oder Gemeinde möglicherweise weniger interessant, dafür aber auch weniger stressig und besser mit einem Familienleben vereinbar.

Wie seht ihr das? Habe ich dabei einen groben Denkfehler gemacht oder ist der öffentliche Dienst momentan so attraktiv wie nie zuvor?

PS: Daten aus einer der teuersten Städte Deutschlands

Sven Max | 10. November 2021 - 11:56

Wer was leisten möchte, geht in die freie Wirtschaft. Wer eher so die ruhige Kugel schieben möchte, in den öffentlichen Dienst. In der Wirtschaft gibt es keine Obergrenzen beim Gehalt. Planungsbüros zahlen klar weniger. Wer am Anfang alle drei Jahre wechselt, kommt am ehesten in die höheren Gehaltsklassen. Höherer Abschluss - höheres Gehalt, das auch später. Mit FH oder Bachelor müssen 45.000 € Gehalt im Jahr kommen. Uni oder Master 50.000 €. Dienstwagen gleich von Anfang an.

Nehmt ein 13. Monatsgehalt mit und am besten noch Boni. Gewinnbeteiligung am Baustellenergebnis 3 %. Lohnsteigerung 6 % pro Jahr. Nach zehn Jahren sind dann auch 70.000 € Gehalt möglich. Wenn man richtig Leistung bringt, auch deutlich mehr. Das Unternehmen für das ihr arbeitet sollte Gewinne machen. Wenn nicht, weg da. 100.000 € bis 125.000 € gehen auch. Dann aber als Oberbauleiter. Da ist halt die Luft dünn und es gibt Stress nonstop. Arbeiten bitte delegieren und nicht selber machen.

Wenn ihr das könnt, steht einer Geschäftsführung nichts im Weg. Der Chef sagt zu eurer Gehaltserhöhung nein. Selbstverständlich: warum sollte er ja sagen. Hier dran bleiben an der Sache. Immer wieder nachfragen. Er entlässt euch nicht, bloß weil ihr ihm auf den Sack geht. Er mag euch, weil er durch euch Geld verdient. Gute Leute werden nicht entlassen. Bekommen aber keine Gehaltserhöhung als Automatismus.

Wer für wenig Geld arbeiten geht, dem ist nicht zu helfen. Sein Gehalt sucht man sich aus. Klar ist es am Anfang schwierig. Wer Leistung bringt, bekommt die auch vergütet. Habe mit über 10 Jahren auch schon 6-stellig verdient durch Prämien. Musst halt auch ein Fuchs sein.

Nordlicht | 30. Oktober 2021 - 21:38

Ich möchte auch kurz meinen Verdienst hier teilen. Zu mir: TH Abschluss B.Eng. Mitte 2019 mit 27 Jahren. Lehre mit 16 Jahren begonnen und bis Abschluss Studium fast durchgängig währenddessen erwerbstätig gewesen.

  • Einstieg dann 2019 als Jung-Bauleiter Abwicklung Baufeld
  • 43.000 EUR Gehalt bei 13 Gehältern und Dienstwagen, 43 h/Woche, eher 55 h/Woche
  • praktisch 2.300 EUR/monatlich, sehr unzufrieden gewesen
  • norddeutsches Einsatzgebiet
Mitte 2020 Firmenwechsel, weiterhin Bauleiter
  • Innendienst im Baucontainer in der Kalkulation
  • Kein Dienstwagen, 40 h/Woche + viel Reisezeit mit Bahncard 100, 58.000 EUR im Jahr und 13 Gehälter
  • praktisch 2.900 EUR/monatlich, mit Spesen ca. 3.500 EUR/monatlich
  • bundesweiter Einsatz, leider wieder unzufrieden mit der Reisezeit (Sonntags Nachmittag los und Freitagabend zu Hause)
Mitte 2021 Jobwechsel und Firmenwechsel + Branchenwechsel durch Headhunterangebot angenommen
  • Tätigkeit als Gutachter
  • weiterhin keinen Dienstwagen
  • 90 % meiner Fahrerei mit privatem Pkw, aber dienstlich mit 0,34 €/km vergütet
  • 38 h/Woche, praktisch weniger, dazu 80 % HO
  • nur norddeutsches Einsatzgebiet
  • 66.000 EUR jährlich und 13,5 Gehälter
  • praktisch 2.800 EUR netto monatlich + Spesen
  • jetzt super zufrieden

Fritzi | 21. Oktober 2021 - 16:02

@Hans | 19. Oktober 2021:
Nö, ganz sicher nicht. Ich krieg im ersten Jahr als Bauleiter nur mit Bachelor mehr.

Peter | 20. Oktober 2021 - 16:27

@Hans:
Ob das gut ist, musst du selbst beurteilen mit den Arbeitsbedingungen usw. Aber rein gehaltstechnisch finde ich das nicht gut. 4000 EUR Gehalt Brutto sind tarifgebunden Einstiegsgehalt mit zus. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Schau dir die neuen Tarifgruppen an; jeder mit 2 Jahren Erfahrung sollte mindestens in der Gruppe VI sein, dass sind mehr als 60.000 EUR. Mit Master ist das Einstiegsgehalt.

Bautechniker-HB-NRW | 19. Oktober 2021 - 22:58

Ich bin 25 und habe dieses Jahr meinen Bautechniker abgeschlossen. Davor 2015-2018 Lehre als Bauzeichner im Konstruktiven Ingenieurbau (Betonfertigteile) +1 Jahre Geselle. Aktuell habe ich als Konstrukteur 3.400 Gehalt €/Monat – 40.800 € Jahrgehalt bei einer 40h/w.

Wenn ich das hier so lese, fühle ich mich auch unterbezahlt. Jedoch wenn ich in meinem Kreis die Gehälter in Städten und Gemeinden vergleiche, ist das wohl die Regel. Öffentlicher Dienst mit mehr als 55.000 € im Jahr (15 Jahre Erfahrung) gibt es hier für meinen Bereich quasi gar nicht.

Schade dass ein Abschluss auf Papier (also ein Bachelor) mehr wert ist als eine Lehre und Meister/Techniker, obwohl man bessere Voraussetzungen für eine Vielzahl an Jobs hat, da man deutlich näher an der Praxis gelernt hat. (Gilt vor allem für Öffentlichen Dienst) Aber ist halt nicht jeder fürs Studieren.

Hans | 19. Oktober 2021 - 10:21

2018 Studium absolviert an einer Hochschule in Berlin, als Bauleiter Einstiegsgehalt 2.700 € brutto monatlich. 2021 als Projektleiter in einem Kleinbetrieb mit 4.000 € brutto angefangen. Was denkt ihr, ist das gut?

BL-Hochbau | 07. Oktober 2021 - 20:03

Ich bin 2018 mit 48.000 € als Jungbauleiter im Hochbau eingestiegen, Abschluss Master, Uni. Jetzt nach 3,5 Jahren bei 55.000 €. Arbeitszeit max. 50 h pro Woche, Standort NRW. Ich bin nicht wirklich zufrieden, Gedanken eines Wechsels werden größer, Tendenz geht fast schon zum öffentlichen Dienst, denn die Fahrerei stört mich derzeit extrem, ich benötige eigentlich keinen Firmenwagen, den ich privat sowieso nur am Wochenende nutzen kann (es aber dann eher genieße auf dem Fahrrad zu sitzen).

Schwierig zu bewerten von außen, aber bei der Arbeitszeit und der Tatsache, die gesamte Woche auf Baustellen zu verbringen, fühle ich mich unterbezahlt. Wenn ich bei meinem Chef eine Bezahlung nach A8 fordere, weiß ich jetzt schon wie die Reaktion sein wird.

Juppie | 06. Oktober 2021 - 15:33

Ich als Verkehrsingenieur TU bin im öffentlichen Dienst in Thüringen. Ich habe meinen Dipl.-Ing. 2017 gemacht und danach 3,5 Jahre im Ingenieurbüro als Straßenplaner gearbeitet. Dort gab es 40.000 EUR Jahresgehalt. Gehaltsverhandlungen waren immer erfolglos. Dieses Jahr bin ich in den öffentlichen Dienst gewechselt. Hier bin ich nun in der E10-Stufe 3, mit ca. 50.000 EUR Jahresgehalt.

Meine ca. 3 Jahre Berufserfahrung wurden mir anerkannt. Ingenieure mit mehr Berufserfahrung haben Probleme, mehr als die Erfahrungsstufe 3 anerkannt zu bekommen. Also gestaltet sich ein Eintritt für Erfahrene in den Öffentlichen Dienst schwierig. Von meinen Kollegen aus der Straßen- u. Brückenplanung sowie Bauleitung Straße sind 3 weitere ebenfalls in den öffentlichen Dienst gewechselt (E10-Stufe 3).

Absolventen des Verkehrsingenieurwesens mit Schwerpunkt Bahn, welche ich kenne, sind alle bei der Bahn gelandet mit 50.000 EUR Einstiegsgehalt und 40 Tagen Urlaub. Die konnten das Gehalt dann steigern.

Problematisch im Öffentlichen Dienst sehe ich, dass nur alte Hasen Karriere machen. Entwicklungsmöglichkeiten für mich sehe ich im Öffentlichen Dienst nicht. Im Westen und bei der Autobahn werden Ingenieure mit meiner Qualifikation ab der Entgeltgruppe 12 im ÖD eingestellt.

Seifenblase | 04. Oktober 2021 - 23:58

@ein bauing:
Dann sei einer der Besten. Das ist sicher Voraussetzung für guten Erfolg. Seine Leistung gut zu verkaufen, bedeutet sie nicht als "Wisch" zu bezeichnen. Es gibt oft unendlich viele Wege einen Tragwerksentwurf für ein Bauvorhaben zu konzipieren, aber fast immer nur 1 sinnvollen!

Wir sind in erster Linie Ingenieure und beratende Planer und nicht einfach Statiker, die ein vorgegebenes System ins Gleichgewicht bringen und das Bauamt überzeugen.

ein bauing | 29. September 2021 - 09:55

@Seifenblase:
Das zahlt sicher nicht jeder - für Tragwerksplaner ohne Verantwortung bestimmt kaum jemand. Es hat sicher nicht nur etwas mit verkaufen zu tun. Sei kompetenter als dein Chef und deine Kunden in der Tragwerksplanung. Die TWP ist zwar wichtig, aber im Grunde genommen nichts weiter als ein Wisch um die Planung zu bestätigen.

Warum man jetzt dafür mehr bekommen soll als das ganze Projekt zu koordinieren und auch auf kaufmännische Dinge zu achten muss mal erklärt werden. Wenn man einer der Besten ist vielleicht. Ansonsten kann ich es mir nicht ansatzweise vorstellen.

baulöwe | 27. September 2021 - 15:59

Fortführung meines Eintrags vom 2. Februar 2016 zur Info:
Bauingenieur, TVÖD E11/Zulage + Rufbereitschaft, >25 Jahre Erfahrung Dipl.-Ing. (FH), ca. 83.000 € Brutto in 2021, 2022 müssten es knapp 85.000 € sein, das steht schwarz auf weiß!

baulöwe | 02. Februar 2016 - 20:15
Landkreis Niedersachsen, E11 TVÖD, Verdienst 70.000 €/Jahr, inkl. Jahressonderzahlung / Prämie und Zulage Rufbereitschaft, 20 Jahre Berufserfahrung, nur Projekte bis 2 Mio € HOAI LP 1-9, ohne Personalverantwortung. Dipl.-Ing. (FH)

Seifenblase | 24. September 2021 - 09:07

Ich teile meine Erfahrung, um euch aufzuwecken. An all die Massen an Tragwerksplaner, welche verblendet in diesem Forum über ihr Gehalt klagen:

  1. Ja, ihr seid zumeist unterbezahlt und Ja, man wird mit einer Gehaltsvorstellung von 70.000 bis 80.000 €/a ( Berufserfahrung 3 Jahre) häufig eh belächelt.
  2. Dennoch erhält man 80.000 €/a sogar inkl. Honeoffice. Verkfauft euch richtig und seid kompetenter als eure Chefs und Kunden! Wenn ihr das seid und zudem ein doppeltes Tempo vorweisen könnt, zahlt fast jeder!
Es ist möglich!

Saskia | 14. September 2021 - 12:43

Ich, B.Eng., 28 jahre alt und seit 4 Jahren als Bauingenieurin tätig. Habe fast vier Jahre im Ingenieurbüro gearbeitet und mit 43.000 € begonnen. War ganz in Ordnung, oft gab es Stress, wenn die Ausführungsplanung fertig gemacht werden musste. Nachtschichten geschoben und viel Druck gehabt. Habe in der Planung viel mitnehmen können. Aber so eine Arbeit kann man nicht machen, wenn man eine Familie plant. Auch wenn man sich gut versteht, am Ende zählt die Leistung. Habe mich, als ich vom Babyglück wusste, im Öffentlichen Dienst beworben.

Habe am gleichen Tag des Bewerbungsgesprächs eine Zusage bekommen. Am ersten Arbeitstag teilte ich mit, dass ich Schwanger bin. Man gratuilierte mir (zur "vollendeten Probezeit") und gab mir Tipps bezüglich Steuern, Mutterschutz und Elterngeld. Bin nun mittlerweile in Mutterschutz und freue mich auf das Baby. Im öffentlichen Dienst kann man nichts falsch machen, nur ggf. weniger verdienen.

CIW_BW | 08. September 2021 - 16:31

Ich habe viele Kommentare gelesen und muss ehrlich sagen, dass ich mir schon vorstelle, 70.000 € zu verdienen - ohne mich dafür tot zu arbeiten. Ich habe ein Bachelor Chemieingenieurwesen TU und ein Bachelor Dual Bauingenieurwesen gemacht. Zwar habe ich mich für einen Master an der FH beworben, aber nur weil ich dadurch meine Chancen auf ein höheren Gehalt steigern will und ich verpflichtet bin, bei meinem Arbeitgeber 3 jahre lang zu bleiben (öffentlicher Dienst).

Ich will schauen, dass ich mehr verdiene, habe auch mit ca. 47.500 € angefangen, aber das will ich nicht lebenslang verdienen. Kennt ihr eine Brücke zwischen Chemieingenieurwesen und Bauwesen, sodass ich weiterhin nicht so viel arbeite, aber trotzdem mind. 60.000 € verdiene?

Chrissy98 | 01. September 2021 - 23:09

Auch ich steige nun mit 22 Jahren, einem Bachelor als Bauleiterin bei einem Mittelständler mit 53.000 € ein, mit Firmenwagen, Laptop, IPad und einer 42-h-Woche. Es ist wirklich nicht so schlimm, wie es hier immer dargestellt wird.

Bobderbaumeister | 31. August 2021 - 18:18

Ich würde gerne aus Interesse mal wissen, wie viel so ein staatlich anerkannter Prüfingenieur verdient? In Selbständigkeit oder nach IG Bau, so grob? Finde dazu gar nichts im Internet. Und ich meine schon den "richtigen" Prüfingenieur mit Examen, nicht einen Tragwerksplaner direkt aus dem Studium.

Kopfschüttler | 16. August 2021 - 17:43

Wo lebt ihr alle? Ich habe in meinem ersten Vorstellungsgespräch als Bauleiter 48.000 EUR Gehalt + Prämien geboten bekommen, und abgelehnt - weil ich woanders 55.000 EUR bekomme. Klar, 40 h Woche ist selten, aber 45 ist realistisch. Hört mal auf zu heulen, das ist ja nur gruselig hier.

Nanos95 | 16. August 2021 - 16:16

Ich (25 Jahre) beende demnächst mein Masterstudium (mit 1.9 und 1,5 Jahren als Werkstudent) im Bauingenieurwesen an einer FH in Hessen. Hier ein paar Angaben zu der Stelle, die mir angeboten wurde:

  • Einstellung als (Jung-) Bauleiter
  • Gehalt: 4.300 EUR Brutto + Urlaubsgeld + Firmenwagen
  • 2 Jahre lang 1-2 x im Monat Schulungen besuchen

JuniorGeotechnik | 09. August 2021 - 12:01

Ich (Master TU) fange bald mit ca. 55.000 €/Jahr + evtl. Bonus an. Habe jedoch zuvor schon als Werkstudent in der Firma (Bereich Geotechnik) gearbeitet.

Ale | 08. August 2021 - 19:23

@Augsburg:
38.000 € mit Master-Abschluss und 2 Jahren Erfahrung? Sorry, das ist eine Beleidigung für Bauingenieure. Minimum 50.000 €!

SiWaWi-ler | 07. August 2021 - 16:14

Ich habe vor kurzem mit 27 meinen Master als Bauingenieur im Bereich Siedlungswasserwirtschaft abgeschlossen (Note: 2,3) und bin momentan auf Jobsuche. Was wäre ein angemessenes Jahresgehalt für mich als Einsteiger ohne große Berufserfahrung?

Haha | 06. August 2021 - 15:44

@Augsburg:
Wenn du nach nem Masterstudium 38.000 EUR machst, dann arbeite lieber in einer anderen Branche. Das kriegst du bestimmt auch in Berufen, wo man keine Ausbildung braucht. Falls das nicht der Weg ist, dann musst du dir klar werden, warum du mehr bringst als dieses Geld und was du alles geleistet hast, um das dann dementsprechend als Gründe darzulegen, um mehr zu verdienen. Du musst dich einfach gut vorbereiten und das dann runterrattern und auch Kritik mit logischen Gegenargumenten kontern.

Wenn du Bewerbungen rausschickst, denkst du offensichtlich an über einen Wechsel nach, was ist mit deiner jetzigen Firma? Ich denke mit 2 Jahren Berufserfahrung solltest du in derselben Firma mindestens 50.000 EUR kriegen. Was bei anderen Firmen drin ist, weiß ich nicht, weil ich deine Ausbildung, Projekte etc. nicht kenne.

Ich weiß nicht wie gut dein Deutsch ist, aber vielleicht ist das ein Punkt an dem man arbeiten kann, um im kommunikativen Teil eines Bewerbungsgesprächs mehr zu glänzen und dann halt mehr rauszuholen.

Augsburg | 06. August 2021 - 01:56

Ich bin vor 2 Jahren nach dem Masterstudium als Tragwerksplaner Hochbau in einem kleinen Planungsbüro eingestiegen, bekomme ca. 38.000 € Gehalt brutto jährlich. Bin selber ein Ausländer und spreche nicht perfekt Deutsch. Nun will ich anfangen, die Bewerbungen rauszuschicken.

Welche Gehaltsspanne wäre für mich realistisch mit o.g. Erfahrung in Süddeutschland? Vielleicht haben Sie auch paar Tipps, was kann man zusätzlich aus dem Thema Statik lernen, um sich besser im Bewerbungsgespräch zu verkaufen!?

T. | 01. August 2021 - 09:53

Ich bin Bautechniker und 30 Jahre.

  • 3 Jahre Berufserfahrung in der Bauleitung
  • 2x abgeworben worden
  • Erster Job ca. 37.000 EUR / a
  • Aktuell Öffentlicher Dienst mit 60.000 EUR / a

Buddler | 29. Juli 2021 - 20:29

@Absolvent 092:
Klingt erstmal nicht schlecht, ich würde das in den Altbundesländern verorten. Berücksichtigt man, dass seit Mitte der 90er Jahre die Kaufkraftinflation 40 Prozent beträgt, entspräche das einem damaligen Einstiegsgehalt von 2.630 Euro/Monat - ca. 2.500 waren seinerzeit drin. Dabei blieb es dann. Es kam ja dann die Baukrise.

Die dolle Vision von 70.000 Euro Gehalt jährlich in fünf Jahren ist natürlich die berühmte Möhre, die dem Esel vom Kutscher auf dem Karren vor die Nase gehalten wird, dass er den Karren hübsch weit zieht - natürlich ohne dabei der Möhre näher zu kommen. Manche ziehen den Karren sehr lange.

Buddler | 27. Juli 2021 - 12:33

Allgemeinplätze wie "Man muss halt gut verhandeln." oder "sich gut verkaufen, sich attraktiv darstellen" - sind auch nur Unterwürfigkeitshandlungen, mit denen man seine Servilität und Zurichtung unter Beweis stellt, die nicht weiterhelfen. Denn im Maschinenbau, der Elektrotechnik, im IT-Bereich, Telekommunikation, Automation, Digitalisierung usw. ist der Ertrag bei gleichem Aufwand immer höher als im Bauingenieurwesen. Und zwar bei den Arbeitsbedingungen, beim Einkommen, bei den Karrierechancen.

Es muss sich noch zeigen, was mit der Honorarordnung wird, wird sie abgeschafft oder eingeschränkt, wäre dies ein weiterer (drohender) Abstieg der Branche. Ansonsten reicht ein Blick in die Schadensbilanz der Haftpflichtversicherer, was Planungs- und Ausführungsfehler betrifft, wie es aussieht, dabei wird die Latte insbesondere im Bereich der Haustechnik und der Gebäudeenergie immer höher gelegt, was die Theorie betrifft. Und auf der Baustelle ist niemand mehr, der ein Fenster richtig einbauen kann.

Absolvent 092 | 25. Juli 2021 - 17:39

Ich habe meinen Master an einer TU abgeschlossen und fange demnächst bei einem kleinen Ingenieurbüro an. Ich war auch schon zwei Jahre in diesem Ingenieurbüro als Werkstudent tätig. Gerne zeige ich euch, was ich an Gehalt rausholen konnte:

49.000 € bei 13 Gehältern -> 3.770 €

Leider habe ich nicht mehr verhandeln können. Man sagte zu mir, dass ich nach 5 Jahren 70.000 € verdienen werde. Ich finde wirklich, dass wir Bauingenieure zu wenig verdienen. Mir ist bewusst, dass ich in der Bauleitung mehr verdienen würde. Da mir aber die Statik gefällt, habe ich mich dennoch hierfür entschieden.

Durchstarter | 29. Juni 2021 - 08:42

@Es ist nicht so schwer:
DANKE! Ich bin es ehrlich gesagt auch Leid, dieses unsägliche Gejammer hier zu hören und zu lesen. Wenn ich unzufrieden bin, dann habe ich zwei Optionen:

  1. Jammern und nix machen (wie es hier viele machen und nix anderes glauben), oder
  2. Bewerben oder sich online "attraktiv" präsentieren
Ich bin 34 Jahre (M. Eng) und ebenfalls mit der Baubranche NICHT zufrieden gewesen, aber ich habe zum Glück den Ausweg gefunden in eine andere Branche und verdiene hier nun schwach 6-stellig in der Bauabteilung. Es gibt VIELE andere Branchen, sei es Pharma, Chemie, Medizin, Automotive usw., die ALLE auch bauen und expandieren. Klar, das sind Nischenjobs, aber es gibt sie und mit etwas Mut und Glück kommt man da auch rein.

Und trotz alle dem, dass ich WIRKLICH sehr zufrieden mit dem Gesamtpaket bin, höre und sehe ich mich IMMER auch um was sonst noch so am Markt verfügbar ist. Und dafür mache ich selber GAR NICHTS. Ich bin auf XING, LinkedIn und bekomme mindestens 2 mal die Woche eine Anfrage für Jobs. Natürlich sind die meisten relativ schnell weggebügelt, weil uninteressant aus diversen Gründen. Aber hier und da kommen auch tolle Angebote raus. Und auch aus der "Baubranche" kommen super Angebote, diese können meistens nicht mit dem was ich habe konkurrieren, aber 80-90k sind da auch meistens drin. ABER, und jetzt kommt es, natürlich muss man halt auch mal flexibel sein oder mehr dafür leisten. Und daran scheitert es doch meistens, dass man dazu auch nicht bereit ist und lieber weiter rummeckert.

Wer weiterkommen will, der muss auch was dafür tun. Und das geht in der heutigen Zeit relativ einfach, indem man sich in den entsprechenden Plattformen registriert und präsentiert. Dann kommen die Angebote von selber rein. Die Baubranche boomt, es gibt überall Fachkräftemangel, und wer sich ein wenig gut verkaufen kann, und manchmal vielleicht auch dreist ist, der kommt auch wirklich voran. Für mich ist das immer eine Art Poker, ich kann mein Gehalt + 20-30 % nehmen und das einfach mal fordern. Das tut nicht weh und mehr wie eine Absage kann man nicht bekommen.

Wer in der heutigen Zeit so schlecht bezahlt ist, wie ich es hier oft lese, der macht in meinen Augen was falsch und ist selbst Schuld! Es gibt genug Arbeit und auch gut bezahlte Jobs, man muss nur bereit sein auch dafür was zu leisten und zu machen!

Es ist nicht so schwer | 23. Juni 2021 - 15:13

Man muss halt gut verhandeln. Hier sind halt viel zu viele typische Ingenieure fachlich grandios, geschäftlich eine 4-. Es bekommen nur die angemessenes Geld, die es auch wollen und halt durchziehen in entsprechenden Gesprächen. In diesen Zeiten geht das auch ohne übermäßig viel Arbeit.

Selbst wenn, hier bemängeln alle, dass sie so wenig Kohle bekommen und im Zweifel für mehr zu viel Arbeiten müssen. Na gut, dann geht doch in andere Branchen, wenn du im Baubetrieb halbwegs clever agierst, wird man z.B. auch als Logistiker durchstarten können. Notfalls mit entsprechenden abendlichen Weiterbildungen. Klar ist das dann Stress, aber hinten raus kriegste vielleicht mehr für weniger Arbeit.

Viele reden hier von erfolgreichen Freunden / Bekannten, die so gut verdienen bzw. selbstständig sind. Nur mal so, über gute Kontakte kann es jeder in die unterschiedlichen Branchen schaffen und dort Erfolg und gute Gehälter erzielen. Es gibt so viele Möglichkeiten, die Welt ist offen. Wer smart ist wird seinen Weg gehen, egal wo. Eines steht halt nur fest, wer sich nur in solchen Foren hier beschwert und dem Nachwuchs Angst einjagt, der wird auch keine Veränderungen seiner eigenen Position bewirken.

Viel Erfolg allen hier, denkt einfach mal nach! Das ist ja eigentlich eine Kernkompetenz eines Ingenieurs.

Ale | 22. Juni 2021 - 19:01

@Rebarometer:
Ich habe 12 Jahre geprüft, im Rhein-Main-Gebiet. Als Sklave für den Prüfstatiker bekommt man zwischen 3.400 EUR (Anfänger) und 5.500 EUR (sehr sehr erfahren). Nur zur Info: der Chef war ein Multimillionär!

Rebarometer | 22. Juni 2021 - 13:47

Gehalt als angestellter Prüfer für Standsicherheit

Es ist schwierig online hierüber etwas zu finden. Als Angestellter prüfe ich eigenständig im Auftrag die Standsicherheit von Großprojekten (Hochhäuser etc.). Welches Gehalt ist hier drin?

Wasserwirtschaftler | 10. Juni 2021 - 21:29

@BerufseinstiegWasserbau | 19. Mai 2021:
Ich würde mit 50.000 EUR rangehen und nicht unter 40.000 EUR zusagen. Es gibt Planer, die unterirdisch zahlen, das darf man nicht mitspielen.

Chase | 07. Juni 2021 - 12:33

Ich habe nach 10 Semestern mein Studium an einer Uni (M. Sc., Note 1,7) abgeschlossen und habe in meinem jetzigen Betrieb bereits 11 Monate während des Masters gearbeitet. Schon zu dieser Zeit habe ich eigenständige Statiken geschrieben und arbeite nun in diesem Büro für Tragwerksplanung (4 Standorte in Deutschland mit > 300 Ingenieuren). Ich arbeite in einem Statik Team an einem Großprojekt (mehrere Milliarden schwer). Ich habe zu Jahresbeginn als Absolvent angefangen und verdiene 48.000 €/Jahr bei einer 40 Stunden Woche mit Überstundenkonto und 30 Urlaubstagen.

Als ich das verhandelt habe, war ich mit dem Gehalt eigentlich relativ glücklich, aber mittlerweile muss ich sagen, dass ich viel mehr hätte verlangen sollen. Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen bei den Verhandlungen. Was ich aber sonst aus meiner (doch sehr kurzen) Erfahrung bereits sagen kann, ist, dass es am Ende wichtig ist, wie die Personen in hohen Positionen sich gegenüber den Mitarbeitern verhalten. Ein zurückgebliebener Vorstand (Ablehnen von Homeoffice etc.) und ein uneinsichtiger Vorgesetzter, der alle Fehler bei anderen sucht und für den Kommunikation ein Fremdwort ist, ist ein viel wichtigerer Faktor als das Gehalt. Leider kann man diese Dinge nur selten bei einem Vorstellungsgespräch herausfinden.

Als | 01. Juni 2021 - 14:29

Einstiegsgehalt Tragwerksplanung

Ich beende demnächst mein Bachelorstudium im Bauingenieurwesen. Ich arbeite bereits seit knapp 1,5 Jahren als Werkstudent in der Tragwerksplanung eines mittelständischen Ingenieurbüros. Mein Chef hat mir jetzt angeboten, dass ich nach Beendigung des Studiums dort anfangen kann. Da ich dieses Angebot gerne annehmen würde, frage ich mich, mit welchen Gehaltsvorstellungen ich in die "Verhandlungen" mit meinem Chef eintreten kann.

Wenn man sonstige Quellen im Internet bemüht, findet man leider nur eine sehr breite, wenig konkrete Spannweite im Bereich zwischen 40.000 und 60.000 Euro. Zum Büro vielleicht noch: etwa 15 Mitarbeiter in NRW. Vielen Dank schonmal!

Kudella | 31. Mai 2021 - 21:59

Ich verfolge dieses Forum jetzt auch schon seit langer Zeit und wollte nun auch mal meine Erfahrungen schildern, auch in der Hoffnung einigen Berufsanfängern evtl. zu helfen: Ich bin Dipl.-Ing. (TU) und habe inzwischen ca. 6 Jahre Berufserfahrung: Angefangen im Ingenieurbüro, dann in die Bauleitung und aktuell im Großkonzern im technischen Innendienst. Angefangen habe ich bei ca. 39.000 € und bin jetzt bei ca. 70.000 €.

Zurzeit werden Bauingenieure händeringend gesucht und für Leute mit Berufserfahrung UND der Bereitschaft, richtig Gas zu geben (Überstunden etc..) sind bestimmt "viele" Jobs mit 80.000 € + möglich. Ich bekomme fast täglich Anfragen von Headhuntern, teilweise mit Anfragen für Führungspositionen.

Berufsanfänger steigen bei meinem aktuellen AG teilweise schon mit A7 ein, was ich krass finde, wenn ich an meine Anfänge denke. Leider muss ich, wie viele andere vor mir hier, nach ein paar Jahren in der Branche sagen, dass wir Bauingenieure (im Vergleich zu fast allen anderen Ingenieuren), eher schlecht bezahlt werden. Ich bin im Moment mit meinen 70.000 € und in der Regel 40h-Woche zufrieden, große Karriere und Überstunden waren noch nie meins. Das muss am Ende jeder für sich entscheiden.

Als Berufsanfänger ist der Bauleiterjob meiner Meinung nach sehr geeignet, man sammelt wichtige praktische Erfahrungen, auf die man aufbauen kann. Auf Dauer jedoch AUF KEINEN FALL. Nach nicht mal 2 Jahren war ich total durch, wenn man sich mal das Gehalt auf die Stunden runter rechnet (bei der üblichen 60+ Woche), ist das eigentlich ein großer Witz. Voraussetzung für diesen Job auf Dauer ist, dass man dafür brennt. Ansonsten kann ich jedem empfehlen, regelmäßig sein Gehalt nachzuverhandeln.

Ertos55 | 27. Mai 2021 - 11:37

Ich stehe kurz vor dem Abschluss meines Bachelorstudiums (Note 1,9). Davor habe ich bereits eine Ausbildung zum Dachdecker und eine Fortbildung zum Meister im Dachdeckerhandwerk gemacht. Ich konnte bereits Erfahrungen als Geschäftsführer eines kleineren Handwerkunternehmens sammeln. Während meines Studium war ich zwei Jahre als Werkstudent in der Bauleitung tätig. Ein Jahr im Wohnungs- und Siedlungsbau und ein weiteres im Bereich Gewerbeimmobilien mit Schwerpunkt Logistik und Produktionshallen.

Da ich nun nach meinem Studium in den Norden ziehen werde, suche ich eine neue Arbeitsstelle und versuche herauszufinden, welches Gehalt angemessen ist!? Wenn ich die Tarifgruppen ansehe, würde ich vermuten, dass eine Einstufung in die Gruppe A6 oder A7 angemessen wäre.

Ist es zu hoch gepokert, wenn ich in der Bewerbung ein Jahresgehalt von 59.500 € angebe (wird wahrscheinlich nach unten gehandelt)? Eure Meinung würde mich sehr interessieren! Vielen Dank!

Keeper83 | 26. Mai 2021 - 12:56

@ Kurt:
Das ist Quatsch. Eine Eingruppierung in die Entgeltgruppe 12 Stufe 6 führt inkl. Sonderzahlungen bereits zu einem Jahresgehalt von ca. 75.000 €. Bei Angestellten im öffentlichen Dienst gibt es keinen höheren Dienst. Diese Bezeichnungen gibt es nur bei Beamten.

Ein Master oder Diplom ist für eine Eingruppierung in E14 oder höher nicht erforderlich. Entscheidend sind die auszuführenden Tätigkeiten. Überträgt der AG dem Pförtner Tätigkeiten, die der E14 entsprechen, ist dieser in E14 eingruppiert.

XYBauleiter | 25. Mai 2021 - 22:59

Ich würde gerne wissen, ob jemand hier eine Idee hat, wie hoch das Gehalt für einen Junior-Bauleiter bei Goldbeck (in NRW) ist? Ich habe vor kurzem mein Masterstudium abgeschlossen und habe 6 Monate Erfahrung als Praktikant in der Bauleitung. Ich habe nächsten Monat ein Vorstellungsgesspräch und möchte wissen, was mich erwartet in Bezug auf Gehalt, Work-Life-Balance, Sozialleistungen usw. Vielen Dank im Voraus!

Ing. Y. R. | 24. Mai 2021 - 18:56

Seit 4 Jahren arbeite ich in einem kleinen Ingenieurbüro (40 h/Woche) als Statiker/Tragwerksplaner im Bereich Stahlbau (Planung und Berechnung von Energieanlagen und technischen Gebäuden aus Stahl). Ich führe die Statik und Anschlussstatik usw. in Absprache mit dem Chef durch, manchmal für eine Bühne und manchmal für eine Konstruktion mit ca. 500 Tonnen Stahl.

Aktuell bekomme ich 4.000 € Gehalt monatlich (48.000 € jährlich). Was ist eine realistische Erhöhung? Ich habe bald ein Mitarbeitergespräch.

Geodät | 22. Mai 2021 - 12:23

@Kurt:
Die Rechnung von Fred geht schon auf. Wenn er mit Mitte 20 nach seinem Master/Diplom direkt im Öffentlichen Dienst im Höheren Dienst angefangen hat. Und dann eben eine "14er-Stelle" ergattern konnte. Allerdings braucht es da schon etwas Glück, die sind rar gesäht. Sollte er gar auf kommunaler Ebene arbeiten, dann hat er die Funktion eines Amtsleiters oder vergleichbar mit einigen Mitarbeiter unter sich. Da ist man dann schon ein "hohes Tier" - städtisch gesehen. Es geht also, die 75.000 Euro Gehalt. Aber die Regel ist es wirklich nicht, da stimme ich zu.

Fred | 21. Mai 2021 - 16:30

@Kurt:
Nach dem Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe geht das sehr wohl. Ich bin damals verhältnismäßig jung in den Öffentlichen Sektor eingestiegen.

Kurt | 20. Mai 2021 - 13:57

@Fred:
Nach den Regeln des öffentlichen Dienstes für Stellenanforderungen und Tarifentlohnung geht das nicht. Zuviel. Deshalb sagt uns bitte etwas über die Umstände im Detail?

BerufseinstiegWasserbau | 19. Mai 2021 - 15:35

Ich schließe in Kürze mein Bauingenieurstudium (Diplom TU, Schnitt 1,6-1,7) ab und strebe danach eine Stelle als Projektingenieur im konstruktiven Wasserbau in Leipzig an. Das Unternehmen hat deutschlandweit ca. 250 MA. Erste Erfahrungen konnte ich als Praktikant/Werkstudent in einem Planungsbüro für Wasserbau sammeln, wo ich ca. 10 Monate angestellt war und auch ein sehr gutes Arbeitszeugnis erhalten habe. Mich würde interessieren, welches Einstiegsgehalt ich unter den Voraussetzungen erwarten kann. Ich danke im Voraus für eure Einschätzungen.

Fred | 07. Mai 2021 - 17:15

@Peter:
Deine Vorstellungen sind durchaus realisierbar. Ich selbst bin im Öffentlichen Dienst und bekomme ca. 75.000 EUR mit 38 Lenzen. Ebenfalls im Osten.

Peter | 06. Mai 2021 - 21:35

Ich bin gerade auf das Forum gestoßen und habe ein bisschen in den Kommentaren gelesen. Ich bin 35 Jahre (Dipl.-Ing.) und habe 8 Jahre Berufserfahrung als Projektingenieur und Projektleiter in Deutschland und im Ausland, hauptsächlich Großprojekte. Aktuell arbeite ich seit 4 Jahren als Projektmanager im Ausland. Ich werde aber bald nach Deutschland zurückkommen und habe ein Bewerbungsgespräch (Position PL) bei einem Ingenieurbüro (300 MA) im Osten. Sind Gehaltsforderungen von 65.000 € - 70.000 € unrealistisch?

HansWurst | 02. Mai 2021 - 13:10

@SummederMomente:
Es gibt in Österreich ein 13. und 14. Monatsgehalt, dass viel geringer versteuert wird. Hake da mal nach und frage ob die in- oder exklusive sind, ich denke aber nicht. Spiele mal etwas mit einem Brutto-Netto-Rechner. Die 39.000 € in Österreich müssten etwa 43.500 € in Deutschland entsprechen.

Statiker1900 | 01. Mai 2021 - 15:42

@Anonym:
Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich bin wirklich gespannt. Aber du weißt bestimmt besser als ich, dass es jetzt für die ersten Jahre heißt möglichst viel zu lernen. Ich hoffe, dass sich alles andere von selber ergibt.

Anonym | 30. April 2021 - 16:24

@Statiker1900:
In einem größeren. Kann es nicht wirklich einschätzen, aber ich weiss, dass die Ressortleitung um die 74.000 EUR verdient und Abteilungsleiter um die 84.000 EUR. Würde daher sagen, dass ich gar nicht so schlecht dastehe. Das durchschnittliche Gehalt einer Führungskraft in Deutschland liegt bei ca. 64.000 EUR - branchenübergreifend. Da sind auch > 50 Jährige mit drin.

Zum Anfang 49.000 EUR Gehalt im Büro sind denke ich auch überdurchschnittlich. Glückwunsch. Ich habe mit 42.000 EUR angefangen. Aber nur mal so:

  • 49.000 € * 1,025^7 = 58.000 €
  • 49.000 € * 1,05^7 = 69.000 €
Irgendwo dazwischen wirst du auch in 7 Jahren landen, wenn du nicht gerade extrem überperformst. Ich hatte auch Angebote mit etwas mehr als 70.000 EUR, aber deutlich mehr Verantwortung dann. Ich arbeite auch in einer eher günstigen Gegend. Nur so nebenbei. In München sind 62.500 EUR natürlich nichts.

Statiker1900 | 29. April 2021 - 23:20

@Anonym:
Ich habe jetzt bei einem kleinen Ingenieurbüro angefangen. Ich bekomme 49.000 EUR Gehalt inkl. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Ich habe den M.Sc. an einer TU absolviert. Ich finde 62.500 EUR Gehalt nach 7 Jahren ein bisschen wenig. Arbeitest du auch in einem kleinen Ingenieurbüro oder in einem größeren?

Egal | 29. April 2021 - 13:21

@SummederMomente:
Ich denke in Deutschland sind so 43.000-45.000 EUR Gehalt als Bachelor BL Einstieg der Durchschnitt. Du musst halt mal nachfragen was bedeutet, schnell aufsteigen. Also welcher Zeitraum und was heißt es ca. so einen Gehaltssprung zu machen. Wenn die sagen nach einem Jahr geht es auf 50.000 EUR Gehalt hoch (Das wird wahrscheinlich eher nicht der Fall sein ;) ist es natürlich trotzdem ein gutes Angebot. Als "nur" BA ist man da leider nicht in so einer Top Situation, aber man sollte sich schon am Bautarif orientieren, das stimmt.

Anonym | 29. April 2021 - 12:37

Planungsbüro in Funktion als Projektleiter, Arbeitszeit: 40-42 h, Gehalt: 60.000 EUR + 2.500 EUR Weihnachtsgeld, HomeOffice: 1-2 Tage, Berufserfahrung 7 Jahre.

SummederMomente | 29. April 2021 - 11:38

Ich brauche mal eine Rückmeldung zum Gehalt als Junior-Bauleiter.

Abschluss:
B.Sc Bauingenieur, Berufserfahrung: 2 Jahre Werkstudent im Bauprojektmanagement, Praktikum Bauleitung (Baukonzern)

Beworben bei:
Konzern in Österreich: Bei dem ersten Anruf auf meine Bewerbung wurde mir mitgeteilt, dass mir als Absolvent ohne Erfahrung 39.000 EUR geboten werden würden und man mich einem Bautechniker gleichstellen würde. Ich könne dann schnell aufsteigen, auch finanziell, wurde gesagt. Laut dem Bau Kollektivvertrag ist das soweit prinzipiell richtig. Ich wundere mich nur stark über das doch recht niedrige Gehalt. In Deutschland wird man ja in A5 mit 3.933 EUR x 12 = 47.916 EUR zugeteilt, soweit ich weiß.

Fragen:
Will man mich hier bewusst drücken oder ist dass das reguläre Einstiegsgehalt als Junior Bauleiter in Österreich? Gibt es hier Erfahrungen?

IngFH | 23. April 2021 - 07:48

@Persospezi:
Das können Sie nicht wissen, nur zur Info, der Beitrag von Sven ist 11 Jahre alt. Früher stand da ein Datum, seit einiger Zeit nicht mehr.

Persospezi | 19. April 2021 - 15:26

@Sven:
In fast jedem Stadtwerk oder Wasserverband kannst Du mehr verdienen. Dort wird immer wieder Fachpersonal gesucht und es gibt wenig Bewerbungen. Unter 4.000 € Brutto Gehalt gehst Du da im Regelfall nicht nach Hause. Und das bei geregelten Arbeitszeiten und feinen Arbeitsbedingungen. Selbst in öffentlichen Verwaltungen bist Du mind. bei 3.500 € monatlich. Guck Dich einfach mal um im Bremer Umland.

Keeper83 | 08. April 2021 - 09:52

Da hier gerade wieder mal der "Öffentliche Dienst" (der im übrigen aus über 10.000 höchst unterschiedlichsten AG besteht) Thema ist (zu @bequemerMaster habe ich mich schon geäußert), möchte ich darauf hinweisen, dass es auch hier Bauingenieure gibt, die Ihre Projekte ohne Hilfe von Ingenieurbüros planen und umsetzen - inkl. Bauleitung und Diensthandy und allem was dazu gehört.

Ich kenne als Tiefbauingenieur auch beide Seiten als Bauleiter (Auftraggeber und Auftragnehmer). Auf Auftraggeberseite ist allerdings der Aspekt Planung dazu gekommen, sodass es hier sogar einen Tick anspruchsvoller und damit auch interessanter geworden ist. Für jemanden der sich 25 Jahre lang hat ausbeuten lassen, ist das Einhalten vereinbarter Arbeitszeiten wahrscheinlich eine Errungenschaft. Anders kann ich mir die Äußerungen zu öffentlichen AG´s nicht erklären.

Meister | 01. April 2021 - 10:09

Ich bin kein "Master" oder "Bachelor", sondern einfacher Meister und ebenfalls im Öffentlichen Dienst tätig; Entgeltgruppe 10, Endstufe 5. Ich bin direkt ohne Erfordernis irgendwelcher Stufenlaufzeiten so eingestiegen. Das bedeutet 51.738,96 € brutto p.A. + LOB + Jahressonderzahlung + Jobticket bei 39h/Woche [TV-N Hessen]. Dazu kommt eine Arbeitsplatzsicherheit, die nahe an der eines Beamten ist.

"Bequemer Master" hat die Situation im Öffentlichen Dienst möglicherweise etwas überspitzt dargestellt, meine Erfahrungen gehen aber in eine ähnliche Richtung. Es geht dort signifikant lockerer zu und ECHTER Leistungsdruck ist kaum vorhanden. Nachdem ich viele Jahre in der Privatwirtschaft tätig war, kenne ich beide Seiten.

Klar verdient man in der freien Wirtschaft den ein oder anderen Taler mehr, dafür wird man dort aber meist wirklich ausgequetscht wie eine Zitrone! Überstunden sind "selbstverständlich" und ebenso "selbstverständlich" mit dem Gehalt vollumfänglich abgegolten.

Dienstreisen mache ICH nur zu Fortbildungszwecken und bin (fast) jeden Tag vor 16:00 Uhr zuhause. Ich bin zugegebenermaßen Frühaufsteher - Dank großzügiger Gleitzeitregelung kein Problem! Meine Tätigkeit besteht zu 50 % aus Projektmanagement (primär interessante Innovationsprojekte) und zu 50 % aus konzeptioneller Arbeit.

Nachteile: Entwicklung einer ausgeprägten Koffeinabhängigkeit, beruflicher Aufstieg nur eingeschränkt möglich. Beide Negativaspekte haben für mich keine Bedeutung. Ich liebe Kaffee und bin kein Karrierist!

Alonso | 30. März 2021 - 22:54

@AV:
Die Angabe deines Gehalts in netto bringt nichts. Das muss in brutto angegeben werden, um einen Vergleich zu haben. Insgesamt teile ich die Meinung, dass wir Bauingenieure für unsere Verantwortung im Allgemeinen viel zu wenig verdienen. Lasst euch aber nicht entmutigen. Es gibt auch gut bezahlte Stellen. Man muss nur flexibel genug sein, ggf. einen Umzug in Kauf nehmen, Verantwortung übernehmen und Leistung bringen.

Ich habe einen enormen Sprung gemacht. Das geht (leider) aber fast nur mit einigen Jobwechsel und am besten mit Auslandserfahrung. Fast 20 Jahre Berufserfahrung, nun Projektmanager im Infrastrukturbereich ohne Personalverantwortung in Süddeutschland. 40 h Woche mit Zeitkonto, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeit (Corona-unabhängig), gute Weiterbildungsmöglichkeiten, free coffee+water, moderne Arbeitsplätze mit 2 großen Monitoren und höhenverstellbaren Tischen. Ca. 90.000 EUR Gehalt brutto. Hatte natürlich auch etwas Glück.
Wichtig am Job finde ich auch den Spaß an der Arbeit bei tollen abwechslungsreichen (Groß)projekten. Und sowas gibt es nur in der Baubranche!

Jürgen | 30. März 2021 - 12:40

Ich verfolge dieses Forum seit Tag X und will Euch meine Erfahrungen näher bringen. Als Diplom-Bauingenieur habe ich mittlerweile über 20 Jahre Arbeitserfahrung als Bauleiter, Projektingenieur und nun im Öffentlichen Dienst.

Begonnen habe ich motiviert in der Bauleitung. Das waren Jahre voller Arbeit. Viel Stress, viel Geld und kein Privatleben. Das Leben bestand aus dem Wochenende - und da hat man den Kopf auch nicht immer freibekommen. Man ist ein Problemlöser, mal machts Spaß und manchmal ist man nur am Fluchen. Der Ton kann ziemlich rau werden und für die Persönlichkeitsentwicklung sind diese Jahre gar nicht verkehrt.

Danach ging es in ein Ingenieurbüro - wollte weniger Stress haben und meine Erfahrung konnte ich als Projektleiter gut einsetzen. Aber - es war auch stressig. Man hat hier weniger auf den Baustellen zu tun, aber unendlich Termine und Abstimmungen. Man trifft auf Querdenker und Vollprofis und muss da einen Nenner finden. Es waren gute Jahre, aber auch hier ist die Zeit verflogen wie Nichts. Wenig Urlaub gemacht, viel geackert und Erfahrung gesammelt.

Nun bin ich im Öffentlichen Dienst und habe meine Berufung gefunden. HomeOffice so weit das Auge sehen kann. Wenn ich die Arbeit und den Stress mit früher vergleiche, muss ich schmunzeln. Es gibt tatsächlich Kollegen, die hier von Stress reden - die waren wahrscheinlich noch nie auf der Baustelle.

Im Öffentlichen Dienst fang ich um 07 Uhr an und bin gegen 16 Uhr zuhause. Kein Diensthandy und ich kann abschalten. Freitags steche ich schon um 13 Uhr aus. Mittwochs und Donnerstags bin ich im HomeOffice. Gefühlt wie Urlaub (in Relation zu früher). Man hat Zeit für das Privatleben und kann es genießen. Es geht nicht nur um Geld. Ich hab geerbt und durch die früheren Jobs gut was Sparen können. Aber die Zeit kommt nicht wieder zurück. Achtet auf das Work-Life-Balance.

Aus Erfahrung kann ich nur sagen - insbesondere im Baugeschäft bleibt das Menschliche liegen. Man muss funktionieren oder das wars. Wertschätzung gibt es nur solange man wie ein Wilder ackert und erreichbar ist. Alles Andere hat keinen Platz.

Fragt mal in den Planungsbüros die Frauen, welche schwanger werden. Die werden schneller rausgemobbt als man denkt. Genauso neuerdings die Damen auf Baustellen, welche als Bauleiterinnen tätig sind. Die tun mir jetzt schon leid.

An alle Absolventen: Denkt drüber nach, was Euch Geld Wert ist und wie weit Ihr dafür Eure Zeit opfert. Seid Ihr hungrig nach Knete, dann ab in die Bauleitung. Arbeitet 60 h/Woche für zwei bis drei Jahre und danach könnt Ihr durch einen Wechsel richtig absahnen. Aber das ist sehr harte Arbeit. An alle anderen, welche "normal" verdienen wollen. Geht zum Öffentlichen Dienst. Gründet eine Familie. Geht in Elternzeit und lasst Euch dafür noch jede paar Jahre feiern. Keiner nimmts Euch übel. Außer der direkte Vorgesetzte, der aber auch alle paar Jahre mal für ein paar Monate aussetzt.

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