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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 12

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Hornisse | 07. November 2013 - 13:49

Falls jemand denkt "ui, 60-70k Brutto/annum als Abteilungsleiter/Büroleiter mit 15 Jahren Berufserfahrung sind doch gut...", hier mal Lebenshaltungskosten in einer deutschen Großstadt:

Miete ca. 60-75 m² untere-mittlere Kategorie (was sonst?): € 750-900
Telefon, Internet, Handy: € 100
Monatskarte öff. Verkehr: € 100
Essen+Trinken: € 600
Kultur, Fitness: € 100-200
Urlaub: € 250-350
Kleidung € 200-300
Rücklagen Altersvorsorge: € 500
SUMME: € 2.600-3.050

Bei Abzahlung eines Wohneigentums erhöht sich die Position Miete entsprechend um mind. € 300-500 und wird dann zur Ratenzahlung. Private Altersvorsorge mit € 500/Monat braucht ihr trotzdem, da die 68er Generation eine Politik der verbrannten Erde durchzieht. Ihr werdet im Alter eine Minimalstrente beziehen. Wer brav 40 Jahre und mehr eingezahlt hat kriegt dann 5 Euro Fuffzig im Monat oben drauf. Wer es nicht glaubt, fragt euch mal wer euch mit 70 Lenzen noch beschäftigt, denn Renteneintrittsalter geht ständig nach oben, aber ab 50 Jahren stellt euch kein Schwein mehr ein. Und wer nicht die vollen Beitragsjahre aufweisen kann - tja Pech gehabt, da gibt es wohl Abzüge in der spärlichen Rente. Aber Kopf hoch. Hauptsache ist doch ihr habt Freude am Bauen gehabt und für andere Leute Werte erschaffen.

Berater | 07. November 2013 - 12:06

@TWP65:
Diese Rechnung musst du uns einmal erklären: Den Urlaub von 20 Tagen (Schweiz) zu 30 Tagen (Deutschland) umgerechnet: 63.333 Euro * 20 Tage / 30 Tage = 42.222 Euro. (Ich muss ja 10 Tage mehr arbeiten).

10 Tage Urlaub = 20.000 Euro? 10 Tage sind 2 Wochen, also 1/26 des Jahreslohns den du abziehen solltest. Macht nur noch realistische 2435.- Euro Abzug. Ich bin selber in der Schweiz, je nach Region sind die Lebenshaltungskosten nicht 50 % höher. Die Faustformel Eurolohn x 2 funktioniert aber. Gemäss einer neuesten Studie liegt der Durchschnittslohn bei 117.000 CHF. Wären also 58.500 Euro, so rosig ist das in der Schweiz also auch nicht. Aber meines erachtens einiges besser als in Deutschland.

Ich bin 10 Jahre nach dem Bauingenieur-Studium und diversen Weiterbildungen über diesem Durchschnittslohn. Ein Urlaub von 20 Tagen ist auch in der Schweiz immer seltener, die Regel sind 23-27 Tage. Ich kann das Gejammer hier langsam echt nicht mehr ertragen. Jeder ist seines Glückes Schmied.

Oliver | 06. November 2013 - 20:15

Ich hatte mir lange überlegt an dieser Diskussion teilzunehmen. => Hätte ich es mal lieber nicht getan, es gibt einfach Leute die nur das Schlechte sehen wollen und jedem dies so verkaufen wollen. Ich will jetzt nur noch zwei Dinge klar stellen, dann verabschiede ich mich auch wieder aus diesem Forum.

1. Ich bin Grenzgänger, d.h. ich arbeite in der Schweiz, wohne und lebe aber in Deutschland und zahle auch hier fast meine ganzen Steuern (bis auf 4.5%).
2. Der Wechselkursvorteil ist in der Angabe von 95.000€ NICHT eingerechnet, denn die ganze Finanzierung meines Hauses und mein Lebensunterhalt wurde auf den Wechselkurs von vor 5 Jahren ausgelegt. Lege ich den aktuellen Vorteil zugrunde beträgt das Jahresgehalt ca. 115.000 €.

Wie oben geschrieben wird, kann man die Schweiz nicht mit Deutschland vergleichen, aber darum geht es bei dieser Diskussion ja auch nicht. Die Überschrift lautet doch "Mein Gehalt als Bauingenieur..." Und genau dies habe ich anhand meines Werdegangs beschrieben. Ich wollte keinem zu nahe treten. Iich sehe ja auch wie die Honorare in Deutschland sind, immerhin habe ich noch eine kleines Ingenieurbüro hier und mache "zum Spass" ein, maximal zwei EFH im Monat. Für mich ist es mein Traumberuf und ich würde jedem dazu raten. Aber schlussendlich ist es jedem seine eigene Entscheidung.

Raul | 06. November 2013 - 18:58

Nachdem ich diesen Post seit etlicher Zeit mitverfolge, möchte ich auch mal meinen Senf dazu geben.

@TWP65: Deine Gehaltsumrechnung mit den Ferientagen stimmt wohl nicht ganz. Wenn ich eine Million Euro verdiene mit nur einem Urlaubstag (gesetzlich natürlich nicht erlaubt), so würde ich umgerechnen: 1.000.0000 Euro x 1 Tage / 30 Tage = 33.333 Euro. Verdiene ich schlecht. Offenbar gibt es Bauingenieure die nichtmal eine Milchbüchleinrechnung beherrschen, da verwundere ich mich über die geringen Gehälter nicht. Ich bin nun seit 15 Jahren als Bauingenieur im CH-Raum tätig und kann folgendes sagen:

@Oliver: 95.000 Euro ist eindeutig ein schlechter Lohn. Das liegt daran, dass man es auch in der Schweiz im Bereich Tragwerksplanung schwer hat, da die Preise am Boden sind. Auf diesem Gebiet zu arbeiten lohnt sich nicht, ausser man hat daran einen riesen Spass und ist bereit grosse Abstriche beim Lohn zu machen. Jedoch sollte man wissen, dass es noch andere Disziplinen gibt.

Ich bin auf dem Gebiet Wasserbau tätig (auch internationale Aufträge) und hier verdient man beileibe nicht schlecht. Ein Bauingenieur mit 10 Jahren Erfahrung und guten Fachkenntnissen schafft es hier schnell einmal auf 150.000 Euro pro Jahr. Und das ohne Geschäftsleitungsmandate etc.

Hornisse | 06. November 2013 - 13:48

@Meinhard:
Nur ein Aston Martin? Warum so bescheiden?

Wie hier schon mehrfach beschrieben und mit belastbaren Fakten hinterlegt, bewegen sich Gehälter (realistisch erzielbar ausserhalb des lala-Landes hier) in der Tragwerksplanung auf einem Niveau, bei dem Facharbeiter locker mehr in der Tasche haben bei viel weniger Verantwortung. Auch wenn "Experten" des Bauwesens in diesem Forum der Meinung sind ein Busfahrer hätte einen anspruchsvolleren Job als ein Tragwerksplaner. Das realistische Gehaltsniveau in der wirklichen Welt ist den realistisch erzielbaren Honoraren in der Tragwerksplanung geschuldet und diese sind seit gut 10 Jahren auf Sweatshop Niveau. Und das wird aus mehreren Gründen so bleiben.

Erstens wird die niedrige Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand auf Dauer niedrig bleiben (Verschuldungsniveau).

Zweitens investiert kaum ein Unternehmen in D mit Summen, die die Bauwesenkarre aus dem Dreck ziehen könnten.

Drittens stehen Heerscharen von Bauingenieuren in den osteuropäischen und südeuropäischen Ländern bereit hier in die Bresche zu springen, falls es mal einen entsprechenden Engpass in der Versorgung mit Bauingenieuren in D geben sollte.

Viertens ist kein Bauherr bereit mehr für die Leistungen eines Bauingenieurs zu zahlen, da man im letzten Jahrzehnt konstant zu Niedrigstpreisen Leistungen der Tragwerksplanung eingekauft hat. Dieses Preisniveau ist mittlerweile in den Köpfen in Stein gemeisselt. Bei drohenden anziehenden Preisen in D vergibt man die Leistung einfach an ein ost- oder südeuropäisches Büro. Die können das nämlich genauso gut.

Und ehe hier wieder ganz stramme und schlaue Baufans etwas relativierendes sagen wollen, dass noch kein Bauingenieur verhungert ist und es die Textilarbeiter in Bangladesch noch erheblich schlechter erwischt haben, sollte man bitte erst denken und dann posten. Wir leben in D und nicht in Bangladesch.

Gehalt Abteilungsleiter Tragwerke mit 25-35 Angestellten: ca. 65-70k pro Jahr all inclusive (alle Mehrstunden sind im Gehalt abgegolten). Das wird man aber erst mit mindestens 15 Jahren relevanter Berufserfahrung in der man deutlich weniger als diese Benchmarkzahl verdient hat.

Und wer meint 500 Euro Netto pro Monat Minderverdienst sind nichts. Das sind 6000 Euro Netto pro Jahr, oder ca. eine Viertelmillion im Laufe des Berufslebens (obwohl die Schere mit zunehmenden Berufsjahren aufgeht, es also eher in Richtung 1000-2000 Euro NETTO pro Monat Gehaltsunterschied geht). Für eine Viertelmillion bekomme ich eine Eigentumswohnung in der ich im Alter residieren kann, aus der mich keiner mit Mieterhöhungen rausdrückt....

Und bei solchen Postings hier im Forum ("500 Euro sind doch nichts", "ich fahr nen Aston Martin", "ein Busfahrer hat einen anspruchsvolleren Job als ein Bauingenieur", "wer einen guten Charakter hat, der verdient auch gut", "hier in Südwestdeutschland im Anlagenbau verdiene ich gut".....) regt man sich auf, wenn den Leuten ihr sozialer Hintergrund aufgezeigt wird? Da fällt einem nichts mehr ein....

Magnus | 05. November 2013 - 22:06

@Meinhard u. Olliver:
Ich denke es ist etwas problematisch die Schweizer Gehälter in Euro umzurechnen. Habe auch 2 Jahre in der Schweiz gearbeitet und in der Zeit eine Lohnsteigerung von 30 bis 40 % in Euro hingelegt, was nicht zuletzt der Wechselkursentwicklung geschuldet war. Außerdem sind die Lebenshaltungskosten doch etwas höher, Haus mit Garten zum Beispiel wäre in Zürich selbst bei zwei Ingenieur-Gehältern nicht drin gewesen.

Außerdem jammert nicht jeder, der die Situation so beschreibt wie sie ist und das ist im Vergleich zu anderen Ingenieuren doch etwas bescheiden. Aus individuellen Lebensläufen kann man auch nicht zwangsläufig auf die Masse schließen, diese können nur zeigen, dass es doch Möglichkeiten gibt aufzusteigen. Wenn man Bauingenieurwesen studieren will, muss man sich halt eben überlegen wieso man dies tun will; aus rein monetären Aspekten kann man dies keinem empfehlen.

TWP65 | 05. November 2013 - 16:30

Ja ja, die liebe Schweiz! Viele vergessen, dass in der Schweiz (je nach Standort) die Lebenshaltungskosten ca. 50 % bis 60 % über den deutschen Lebenshaltungskosten liegen. Da relativiert sich das "oberflächlich" gute Gehalt sehr schnell. 95.000 Euro / 1.50 = 63.333 Euro im Verhältnis Lebenshaltung umgerechnet. Den Urlaub von 20 Tagen (Schweiz) zu 30 Tagen (Deutschland) umgerechnet: 63.333 Euro * 20 Tage / 30 Tage = 42.222 Euro. (Ich muss ja 10 Tage mehr arbeiten) . Umrechnung der Stunden lasse ich jetzt weg, da in D auch Überstunden geleistet werden müssen.

Hui, das sieht ja bei genauem Hinsehen überhaupt nicht mehr so gut aus. Im übrigen wer clever ist, kann Berichte über das "relativ" gute Gehalt in der Schweiz im Bezug auf die Lebenshaltung usw. in sehr großer Anzahl finden. Da gibt es doch wirklich Erfahrungsberichte. Jetzt haben wir nur noch den Aston Martin vergessen, ei,ei,ei. Darüber nachzudenken lohnt aber nicht weiter. Weil hier kein Aston Martin - Fahrer postet. Der hat andere "Spielwiesen".

4813 | 05. November 2013 - 16:30

Das hat mit Jammern nix zu tun. Realistische Beschreibung für das, was ist. Da sollte man den Jüngeren, die sich hinsichtlich Beruf und Studium orientieren schon ehrlich sagen, es ist fachlich anspruchsvoll, stressig und mit ständigem Termindruck verbunden und am Ende kommt weniger rüber als bei anderen Ingenieuren. Es gibt kaum vernünftige Weiterbildung und kaum Aufstiegsmöglichkeiten, nicht mal durch einen Tarif. Der Baukonzern oder Planungskonzern mit Abteilungen und so etwas ist für die Wenigsten die Regel. Die meisten haben zu wählen zwischen einem Angestelltendasein oder Selbständigkeit in kleinen, teils in Einzelstrukturen.

Nach der Bewältigung der Projekte kann man sich als Selbständiger noch mit dem Eintreiben der Honoraransprüche und der Abwehr von Regressforderungen beschäftigen. Jüngere sollten sich wirklich zweimal überlegen, ob sie sich diesem Gewerbe als Frischfleisch zur Verfügung stellen. Ein Leben lang gehaltsmäßig zwanzig Prozent dem Maschinenbau und 30 bis 40 Prozent der EDV, dem Finanzsektor und den Elektroingenieuren hinterherzulaufen summiert sich erheblich.

Meinhard | 05. November 2013 - 14:17

Ich arbeite auch in der Schweiz (Bin kein Einwanderer sondern bin ein Schweizer). Das Gehalt von Oliver kann ich als glaubwürdig einordnen. Bin mit 5000 Euro monatlich nach dem Studium eingestiegen, da ich dachte, wer keine Erfahrung vorweisen kann, soll sich bezüglich Gehalt im ersten Schritt etwas zurückhalten.

Mittlerweile bin ich Abteilungsleiter einer der führenden Bauingenieurbüros der Deutschschweiz. Kürzlich konnte ich mir dank meines vorteilhaften Gehaltes einen Traum verwirklichen und mir einen neuen Aston Martin anschaffen. Also hört endlich auf zu jammern und macht die Branche nicht schlechter als sie ist. Mit Jammern bringt man es auch in anderen Branchen auf keinem grünen Zweig!

Oliver | 04. November 2013 - 20:14

@Gulliver:
Fachrichtung an der FH war Konstruktiver Ingenieurbau und da bin ich dann auch geblieben. Bin also Tragwerksplaner, wobei Du die Arbeit in der Schweiz nicht zu 100% mit der in Deutschland vergleichen kannst. Hier machst Du z.B. auch Ausschreibungen für den Massiv-/ Holz- und Stahlbau sowie für die Baugrube, sprich für alles was Du auch berechnest oder im Bauablauf betreust. Ich arbeite in Zürich bei einem mittelgroßen Ingenieurbüro mit knapp 180 Leuten. Mein Vorteil ist auch, dass ich aus der Gegend komme und die Mentalität ähnlich ist. Die "hochdeutschen" haben es da schwerer.

@biene:
Man muss nicht, aber man kann. Ein NEIN hast Du schon wenn Du es nicht probierst, ein JA kannst Du aber bekommen... Trotzdem "Danke"

biene | 04. November 2013 - 13:04

@Oliver:
Kann man ja, muss man heutzutage aber aus meiner Sicht nicht mehr. Wieso soll jemand mit 2200 €/mtl. anfangen, wenn er 3600 €/mtl. (zu ähnlichen Bedingungen) bekommen kann? Verstehe ich nicht ganz. Aber Glückwunsch zu deinem Werdegang!

Gulliver | 04. November 2013 - 10:49

@Oliver:
Dein Werdegang klingt interessant und deckt sich irgendwie auch mit meinen Ambitionen. Kannst du vielleicht zu deiner fachlichen Ausrichtung was sagen? Wo in der Schweiz bist du untergekommen und bei welcher Firma?

Oliver | 03. November 2013 - 19:26

Also ich habe meinen Abschluss 2005 an der Fachhochschule in Kaiserslautern mit einer Note von 2,2 gemacht. Habe damals nach 50 (!!) Bewerbungen eine Stelle für 2.200 €/Monat angenommen. Für mich damals immer noch besser als nichts zu haben. Nach einem halben Jahr habe ich gewechselt und dann waren es 2.800 €/Monat (*13 immerhin noch 36'400). Bin dann zwei Jahren später in die Schweiz gewechselt.

Jetzt, nach 5,5 Jahren bin ich in unserer Abteilung von knapp 60 Leuten für ein Team von 10 Leuten verantwortlich, arbeite als Gesamtprojektleiter, bekomme von meinem Arbeitgeber ein MBA Studium zu 100% bezahlt und habe eine Jahresgehalt von 95.000 €. Gut, dafür arbeite ich 50 Stunden in der Woche bei 20 Tagen Urlaub, aber was soll's, es ist genau DAS was ich immer wollte.

(Was will ich damit sagen, es zahlt sich aus, wenn man einen langen Atem hat und weiss was man will. Alle die sagen für so wenig Geld fange ich nicht an zu arbeiten, selbst Schuld. Man kann auch für 2.200 € im Monat Erfahrung sammeln.)

PM | 03. November 2013 - 14:50

Mein Beitrag vom PM - 11. März 2013 - 14:59 im Moment auf Seite 18 zu finden. Kann jeder gerne selber nachlesen in welchem Zusammenhang das war. Magnus beschreibt hier auch meine Meinung dazu. Nur nochmal kurz zusammengefasst.

biene | 02. November 2013 - 14:39

@Flip:
Ich bin noch im Masterstudium. Ich versuche außerhalb der Baubranche Fuß zu fassen und richte danach mein Studium aus. Wenn es 46-47 k zum Einstieg werden reicht mir persönlich das auch. Das bin ich mir wert!

Magnus | 01. November 2013 - 23:16

@Hornisse:
Wieso bist du eigentlich so unglaublich emotional bei der Sache ? Ich finde deine Postings teilweise diffamierend und niveaulos. Das Bauingenieure schlechter verdienen als andere Ingenieure ist klar, das wird auch durch unzählige Statistiken belegt und eigentlich auch von niemanden ernsthaft bestritten.

Trotzdem kann man auch als Bauingenieur gutes Geld verdienen bei erträglichen Arbeitsbedingungen und die Arbeit kann sogar Spaß machen. Wenn man deine Kommentare hier so ließt, meint man, alle Bauingenieure würden für Hungerlöhne bei unmeschlichen Arbeitsbedingungen ihr Leben fristen, in etwa auf dem Niveau eines Sweatshops in Bangladesh.

FlipB | 01. November 2013 - 20:32

Ich finde es toll, dass Hornisse derart dafür kämpft, die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen. Immer wieder aufs Neue. Daumen hoch. Hat Biene denn nun einen Job gefunden für 50k in der Baubranche? lol

Ich finde es lustig, wie ich schon vor 1 Jahr die Pleite der Alpine in Österreich erahnt (Alpine hatte Probleme mit der Zahlungsfähigkeit und musste mit Banken um mehr Kohle verhandeln) habe und dafür im anderen Forum gekickt und gebannt wurde. Dann ging der Laden tatächlich 6 Monate später drauf, 15.000 Mitarbeiter weg vom Fenster. Keine Ahnung wie da einem in der Baubranche noch einer abgehen kann.

Hornisse | 30. Oktober 2013 - 20:43

Zitat: "...Ein Schulbusfahrer hat in meinen Augen mehr Verantwortung als ein Tragwerksplaner..."

Hand hoch wer obigem Zitat, welches die Löhne für Bauingenieure rechtfertigen soll, zustimmt. Wer nochdazu weiss von welcher Person dieses entlarvende Zitat stammt, der bekommt von mir eine virtuelle Zigarre ;-)

Hornisse | 30. Oktober 2013 - 20:26

Ach @PM:
Von Dir kommt einfach nie etwas von belastbarer Substanz. Oder soll ich hier nochmal Deine Lobeshymnen auf die Bauwirtschaft raussuchen und posten? Sich nur im Glanze des eigenen Glücksfalls (Anlagenbau im Süddeutschen) zu sonnen ist nicht nur ziemlich eitel, es ist vor allem recht beschränkt. Erstens besteht die Baubranche nur zu einem winzigen Teil aus dem Anlagenbau, zum zweiten kann und will nicht jeder Bauingenieur in der süddeutschen Provinz leben.

Poste doch zur Abwechslung mal beastbare Statistiken über die Umsatzentwicklungen in der Bauindustrie, über die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen, über die Investitionsvolumina und dann bring eine messerscharfe Analyse bezüglich des Zustandes und der Gehaltsstruktur im Bauwesen. Vielleicht sogar gekrönt von einem Ausblick auf die nächsten 5 Jahre.

Das wär doch mal etwas anderes als nur Leuten wie @Franz Beifall zu klatschen, die nachweislich Hochstapler sind. Und wenn du schon dabei bist mal einen belastbaren Post zu verfassen. Wie wäre es mit Fakten zu meinen angeblichen Doppelnickpostings. Die Mods hier kennen meine und die ID der anderen Beiträge hier und können dir bestimmt auf die Sprünge helfen. Zum Abschluss lass mich mal raten. Du bist noch unter 30 Jahren und noch nicht lange im Beruf?!

Thalior | 29. Oktober 2013 - 13:19

Was man meiner Meinung nach auch nicht außer Acht lassen sollte, ist die Zufriedenheit mit seinem Job. Unabhängig davon, ob die Bauingenieure - mit denen ich bis jetzt zu tun hatte - mehr oder weniger als andere Ingenieure verdienen. Sie waren zufrieden mit ihrem Leben, beruflich wie auch privat. Ich finde nicht, dass man, wie es hier so oft dargestellt wird, nur weil man 500 €/Monat weniger als jemand anderes verdient automatisch unglücklich sein muss. Wenn man mit solchen Argumenten anfängt müssten Millionen von Friseuren, Verkäufern und was nicht noch alles kreuzunglücklich sein. Sind die meisten aber nicht.

PM | 29. Oktober 2013 - 08:32

@Hornisse:
Danke für die Blumen. Endlich hast du es erkannt. Auch wenn du nun unter verschiedenen Namen hier Beiträge einstellst ändert das nichts. Ich möchte dir abschließend mitteilen, dass ich nun letztendlich jede ernsthafte Diskussion mit dir für sinnlos erachte. Mit deinen nun immer mehr abgedrehten, wirren und zusammenhanglosen Argumenten (z.B. Bauingenieure kommen aus der Unterschicht, ständig erzählst du was von Lobbyarbeit, gehst auf keine einzige Gegenfrage ein, und bist immer ein armes Opfer, jeder Bauingenieur der gut verdient und zufrieden ist, ist sofort dein Feind und muss angegriffen werden) habe ich jede Diskussionsgrundlage mit dir verloren. Abschließend ein gut gemeinter, ernsthafter Ratschlag an dich: du solltest dir echt Hilfe holen!

Bauing | 28. Oktober 2013 - 22:15

@Illusion:
Helfen sie mir bitte, bei Ihrer Argumentation. Ich habe niemals horrende Gehälter versprochen, noch von Fachkräftemangel oder ähnlichem geschrieben. Ich bezweifel nur, dass man an einem öffentlichen Tarifsystem eine reale Marktsituation ableiten kann (schon gar nicht in Deutschland). Und ich spreche hier für mich, dass ich für unter 40k nicht anfangen würde zu arbeiten und das dies auch möglich ist (bei mir war). Natürlich benötigt man einen entsprechenden Studienabschluss und ausreichend Ausdauer bei der Jobsuche, aber es gibt noch die Büros, die sich die Mühe machen in ihre Mitarbeiter zu investieren. Leider werden diese anscheinend immer weniger.

Hornisse | 28. Oktober 2013 - 19:47

Zitat "36 T€ p.a als Einstieg und 57 T€ am Ende nach 15 Jahren. Und das als Verantwortlicher für ein Team von 20 Leuten. Die Konditionen soll jeder für sich selbst bewerten. Es wird sicher Bewerber für die Stelle geben."

Wenn es nicht genügend (mindestens 200) Bewerber gibt, dann wendet man sich an die "freie" Presse und jammert was von Ingenieurslücke und Fachkräftemangel...

Hornisse | 28. Oktober 2013 - 19:35

Für die ganzen "Experten", "Branchenkenner" und "High Potentials" hier mit den Phantasiegehältern und den guten Charaktereigenschaften:

HochTief mit Problemen:
http://www.stern.de/wirtschaft/news...

Da werden die Gehälter bestimmt nochmal ordentlich anziehen in der üppig zahlenden deutschen Wachstumslokomotive Numero Uno - dem Bauwesen. Aber hey, nicht traurig sein. Hauptsache einem @PM geht es in der Nische Anlagenbau mit Nebentätigkeit für die Baulobby gut und Biene kann ein bischen von 50k Einstiegsgehalt träumen. @Franz läuft mit 110k nach nem halben Jahr wahrscheinlich schon auf internationalen Managementmotivationskongressen rum und hält dort Vorträge über das Geheimnis seiner raketenhaften Karriere. In diesem Sinne, Chakka.

Illusion | 28. Oktober 2013 - 16:47

@Bauing.
Sicher zahlen Firmen wie Hochtief, (Bilfinger&) Berger, Alpine etc. jetzt richtig gut, damit sie genügend Bauingenieure bekommen. Oder entspricht das eventuell nicht der Logik von Personalabbau bzw. Konkursen? Aber wie heisst es so treffend : "Die Hoffnung (auf gute Gehälter) stirbt zuletzt" und deswegen Herr Bauing. => "Dream on"

Vergleich | 28. Oktober 2013 - 16:12

@GT2810:
Und der nächste Schock dürfte sein, dass ein Lehrer an Grund- und Hauptschulen in die gleiche Besoldungsstufe fällt. Dieses zum Thema Bauingenieure werden dringend gesucht und dementsprechend bezahlt. Aber Bewerber wird es sicherlich genügend geben, z.B von Hochtief-Mitarbeitern, die momentan um ihren Job zittern.

Bauing | 28. Oktober 2013 - 14:30

Wer in den Öffentlichen Dienst geht, hat bestimmt seine Gründe, jedoch ist dies wohl kaum ein geeignetes Beispiel, um die aktuelle Marktsituation wiederzuspiegeln.

GT2810 | 28. Oktober 2013 - 11:14

Als Beitrag zur Realität hier noch eine aktuelle Stellenausschreibung der Stadt München:

http://www.bauingenieur24.de/stellenmarkt/stellenangebot/ingenieur-in...

Ich zitiere mal 2 Sätze:
"Leiten eines Teams von ca. 20 Mitarbeiter/innen (Meister/innen, gewerbliche technische Mitarbeiter/innen) und Vertreten der Leiterin/des Leiters des Straßenunterhaltsbezirks"

"Eine unbefristete Einstellung als Tarifbeschäftigte/r in EGr. 12 TVöD."

EG 12 sind ca. 36 T€ p.a als Einstieg und 57 T€ am Ende nach 15 Jahren. Und das als Verantwortlicher für ein Team von 20 Leuten. Die Konditionen soll jeder für sich selbst bewerten. Es wird sicher Bewerber für die Stelle geben.

Hornisse | 23. Oktober 2013 - 13:31

Zitat TWP65:
"Diesen Fantasten sei empfohlen, sich einmal den Artikel auf dieser Seite bezüglich Baubranche des Hauptgeschäftsführers Herrn Knipper anzusehen. Dazu die Veröffentlichungen hinsichtlich der Gehälter aus destatis (Bundesamt für Statistik). Da kann man sehr gut den Unterschied zwischen der Realität und Wunschdenken feststellen."

Die Realität interessiert hier aber keinen. Hier ist das Lala-Land von Leuten aus der Süd- und Südwestdeutschen Provinz wie @Biene (die hier in letzter Zeit immer anonym etwas von gutem Charakter schreibt, welcher für ein auskömmliches Gehalt Voraussetzung ist), @Franz (der nach einem halben Jahr im Job die 3-te Gehaltserhöhung auf 110k bekommen hat) und @PM (der der tollste Hecht aus seinem Dorf ist und irgendwie berufsbedingt sowieso immer den Durchblick hat).

Realität ist hier fehl am Platz. Man möchte sich hier gern in einer virtuellen Wohlfühloase verwöhnen lassen. Mit allem pi-pa-po. Deshalb: Harte Fakten müssen vor der Tür bleiben. Das die Netto-Investitionsquote in Deutschland von über 10% in den frühen 90ern auf mittlerweile etwas über 2% gesunken ist, will keiner hören und ist sowieso nur ein zeitlich vorrübergehendes Phänomen.

Dass die Staatsverschuldung aufgrund mathematischer Gesetzmässigkeiten des Schuldgeldsystems nicht sinken kann, sondern exponentiell steigt, sind Verschwörungstheorien. Dass es mit dieser zunehmenden Verschuldung auch in Zukunft keinen Spielraum für üppige Investitionen gibt, ist nur wieder so ein Gerücht der Miesepeter.

TWP65 | 22. Oktober 2013 - 10:35

Es ist immer wieder schön, diese unsinnigen Beiträge über die exorbitanten Gehälter im Bauingenieurwesen zu lesen. Da wird von "sechstelligen Gehältern" geschrieben. Ich dachte die Lire wäre abgeschafft.

Diesen Fantasten sei empfohlen, sich einmal den Artikel auf dieser Seite bezüglich Baubranche des Hauptgeschäftsführers Herrn Knipper anzusehen.

Dazu die Veröffentlichungen hinsichtlich der Gehälter aus destatis (Bundesamt für Statistik).
Da kann man sehr gut den Unterschied zwischen der Realität und Wunschdenken feststellen.
Über die Beiträge, die einen pathologischen Hintergrund vermuten lassen braucht man nicht weiter nachzudenken.

Peter | 21. Oktober 2013 - 17:11

Hallo zusammen,
Sorry das ich mich einmische, aber bei 40.000 pro Jahr würde ich als gut ausgebildeter Bauingenieur am Morgen gar nicht aufstehen. Schraubt eure Gehaltsvorstellung etwas höher, vorallem die Akademiker. Ich arbeite als Bauingenieur, verdiene nicht so gut wie in der Finanzwirtschaft, dafür ist mein Job sicher, aber sechsstellig ist mein Lohn schon.

Magnus | 19. Oktober 2013 - 09:38

@Hornisse
"Der Unterschicht wird beigebracht zu arbeiten, die Ober- und Mittelschicht lernt wie man Geld macht. Und, machen wir uns nichts vor, Bauingenieurwesen studieren zu 99% Leute, die nicht aus der Mittel- oder Oberschicht stammen."
Deine Argumentation wird immer wirrer. Als nächstes willst du uns wahrscheinlich erzählen, dass 73% aller Bauingenieure einen unterdruchschnittlichen IQ haben und 56% in ihrer Kindheit vernachlässigt wurden.
Zugegebernermaßen sind die meisten anderen Ingenieurberufe gehaltstechnisch etwas besser dran als Bauingenieure. Wenn du in der Spiegelstatistik die Gehälter nach Funktion für Berufserfahrene vergeleichst, sieht es aber nicht so dramatisch aus.

Im Übrigen lag der Durchschnittverdienst aller gesetzlich rentenversicherten Personen im letzten Jahr bei 34.000 Euro. Hierüber liegen sogar noch 75 % aller Bauingenieureinsteiger.

Medmet | 18. Oktober 2013 - 23:55

Ich bin seit 3 Jahren als Bauingenieur Tragwerksplaner tätig. Mich befriedigt diese Tätigkeit total und ich bin wunschlos glücklich.
Mein einziges Problem ist höchstens wie ich mein Bruttojahresgehalt von 150'000 Euro loswerde.

Thalio | 17. Oktober 2013 - 18:14

@Hornisse:
"Und, machen wir uns nichts vor, Bauingenieurwesen studieren zu 99 % Leute, die nicht aus der Mittel- oder Oberschicht stammen." >> Ich glaube wirklich diese Aussage ist eine der dümmsten Sachen, die ich in meinem ganzen Leben gehört habe.

Igor | 17. Oktober 2013 - 17:45

Die Bauingenieure scheinen mehr als rar zu sein. Anders kann ich es mir nicht erklären wieso die Firmen so heiss auf Abgänger sind. Vorgestern habe ich bei einem Ingenieurbüro angerufen, einen Tag später das Vorstellungsgespräch und heute schon den Vertrag unterschrieben.
Salär: 6.900 Fr x 13.

Flopp | 17. Oktober 2013 - 15:28

Jop, so ists nunmal im Moment. Freund von mir Arbeitet im Tragwerksplanungsbüro mit 150 Leuten über Deutschland verteilt. 6 Gesellschafter, macht 30 Ingenieure, die pro Gesellschafter arbeiten. Davon haben zwar alle ein Haus und ein Auto, aber weder eine Villa, noch ein Ferarri. Sucht euch mal einen mittelständischen Maschinenbauunternehmer heraus. Da gibts halt größere Gewinnmargen. Der Markt ist halt ziemlich reguliert. Als Chemiekonzern kann man eher die Preise diktieren, als das kleine Tragwerksplanungsbüro. Da nehm ich das, was am billigsten ist.

Genau was ich auch als Kunde beim Benzin oder bei meinem Handytarif mache. Wenn das Benzin eben 10 Cent mehr kostet und ich dafür 2 Vögel auf einer Südseeinsel retten kann, nehm ich die 10 Cent pro Liter. Anders sieht es da allerdings im Ausland oder in anderen Bereichen, außerhalb des klassischen Bauingenieurwesens aus. Als Bauingenieur lernt man unglaublich viel Zeug, was man vor allem nicht braucht, aber auf der anderen Hand auch in anderen Bereichen einsetzen kann. Da steckt eher mehr Know-how dahinter, weniger die tatsächliche Handarbeit, welche nunmal von einem beliebigen Tragwerksplaner oder Bauleiter erledigt werden kann.

Hornisse | 16. Oktober 2013 - 20:14

@Perspek:
Das sehe ich auch so. Die Lobbyarbeit der Bauindustrie über die verschiedenen Kanäle wie VDI ("Ingenieurslücke"), Systemmedien-Propaganda ("Fachkräftemangel") und Professoren sowie Foren-Trolle ("...bin Bachelor, verdiene CHF 110 k nach einem halben Jahr im Job...") finden halt bei den leichtgläubigen Zeitgenossen Anklang. Meist gehören die Studenten des Bauingenieurwesens auch nicht zur etablierten und aufgeklärten Mittelschicht, da fällt die Propaganda vom Bauingenieursmangel auf fruchtbaren Boden. Wer von den Bauingenieursstudenten hat ein Elternhaus mit Ärzten oder Chemie- und Pharmaindustriemanagern oder Bankern oder Juristen oder Selbständigen (Bauingenieursbüroinhaber sind natürlich ein Sonderfall) oder höheren Beamten?

Die Studenten hier können ja mal heimlich, still und leise in der nächsten Vorlesung durchzählen. Der Unterschicht wird beigebracht zu arbeiten, die Ober- und Mittelschicht lernt wie man Geld macht. Und, machen wir uns nichts vor, Bauingenieurwesen studieren zu 99% Leute, die nicht aus der Mittel- oder Oberschicht stammen.

GT1610 | 16. Oktober 2013 - 15:50

Also als Master kann man seine 3500-4000 Brutto Einstiegsgehalt mit richtiger Vertiefung locker aushanden! Wenn man noch dazu einen guten Charakter hat. Wer was anderes behauptet, der sollte mal darüber nachdenken. Lasst euch doch nicht über den Tich ziehen und jammert hier nicht andauernd rum.

Wolfgang | 16. Oktober 2013 - 09:09

@AngNa:
Das Problem, welches Ingenieurbüros und Baufirmen haben, ist, dass die Erlösseite gleichbleibend schlecht ist und die Auftraggeber sich oft nicht an die HOAI halten. Der Geschäftsführer hat somit oft gar nicht die Möglichkeit, die Gehälter merklich zu erhöhen, wenn sein Unternehmen Bestand haben soll.

AngNa | 15. Oktober 2013 - 23:15

Schon interessant. Laut der Bauindustrie - Lobby, der Stern Job Ampel, den Uni-Beamten (Professoren) usw. sind Bauingenieure im Arbeitsmarkt jetzt und auch zukünftig extrem begehrt. Nur scheinbar ist hier der den Preis ( Gehalt ) bestimmende Marktmechanismus - "Angebot und Nachfrage" - nicht gültig. Kann es eventuell sein, dass hier nur eine "gute" Lobbyarbeit geleistet wird, um weiterhin billigen Ingenieur-Nachwuchs zu erhalten?

Perspek | 15. Oktober 2013 - 22:31

@Hornisse:
Und die Realität der Gehälter im Bauwesen wird in absehbarer Zukunft noch trauriger aussehen. Denn 1. rollt eine Sintflut von Bauingenieur-Absolventen an und 2. dürfte der momentan nur in den Metropolregionen zu verzeichnende "Bauboom" wie von anerkannten Instituten prognostiziert ab ca. 2016 wieder vorbei sein. Und dann beginnt wirklich die Tristesse (Stichworte hierzu sind Themen wie Demografie, leere staatliche Kassen für Investments. Low tech Sparte, kein Wachstumspotenzial durch Hard Ware Export. etc.). Aber diese negative Perspektive ist in diversen Foren ja schon in den letzten Jahren hundertfach mit dem Erfolg dargestellt worden, dass die schon erwähnte Sintflut von Bauingenieuren anrollt.

Für mich ist das im Zeitalter von noch nie dagewesenen Informationsbeschaffungsmöglichkeiten nicht nachvollziehbar. Denn fest steht doch, dass mit den sicherlich vorhandenen Fähigkeiten im MINT-Bereich zig Alternativen bei der Berufswahl möglich waren (sind).

Hornisse | 15. Oktober 2013 - 11:41

Hier noch eine schöne und realistische Studie über die Gehälter in der wirklichen Ingenieurswelt:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/gehalt...

Mehr gibt es zu den Jubelarien der Schönwetterfraktion hier nicht mehr zu sagen. Die reale Welt sieht etwas anders aus als die eines @PM, warum nur?

Thalio | 15. Oktober 2013 - 06:21

Hallo zusammen,
um mal wieder back 2 topic zu kommen: Ich schließe jetzt mit meinem Bachelor an einer FH ab und werde nach meiner Werkstudententätigkeit in dem Ingenieurbüro übernommen. (Rhein-Main-Gebiet). Das Gehalt liegt bei 40.000 p.a. und die Wochenstunden, nach Eindrücken meiner Studententätigkeit, bei 42-43 h. Alles zusammen genommen finde ich das recht akzeptabel.

GT1410 | 14. Oktober 2013 - 14:37

@Hornisse:
Können Sie uns bitte alle einen Gefallen tun und aufhören, hier jeden der anderer Meinung ist als Sie, so anzugeifen. Das ist nämlich mehr als lächerlich. Wenn Sie ein Problem haben, ist das Ihre Sache. Und jetzt hoffe ich, die Diskussion wird wieder vernünftiger werden. Danke.

PM | 14. Oktober 2013 - 12:59

Zitat Hornisse: "Es wird mir immer klarer warum ich draussen in der freien Wildbahn nie Leute mit auch nur annähernd den hier geposteten Gehältern antreffe."
Steht den Leuten das Gehalt auf die Stirn geschrieben oder muss dir das vorher genannt werden, damit du mit Ihnen sprichst? Weiteres Zitat Hornisse: "Nichts ala "...bin Student, Abschlussnoten sind völlig egal und bekomme 100k plus A4."
Also ich habe das so noch nirgends hier im Forum gelesen. Kannst du mir bitte sagen wo ich diesen Post hier finde. In unterschiedlichen Posts habe ich zu den Themen wohl was gelesen, aber es von dir so zusammenzusetzen zeigt deine Argumentationsweise.

Zum Thema @Franz gebe ich zu nicht zu wissen ob es sich um den gleichen "Franz" handelt. Da es diesen Namen wohl recht häufig gibt, erlaube ich mir nicht zu urteilen, ob es der gleiche "Franz" ist. Hornisse scheint sich hier ganz sicher zu sein.

Hornisse | 13. Oktober 2013 - 20:22

Einen @PM sollte man getrost ignorieren, oder seine Kommentare unter Entertainment einordnen. Er scheint, wie @Franz, nur durch Unkenntnis der Materie und Phantasiegeschichten glänzen zu können. Den geposteten Artikeln mit Quellenangabe, sowie der Blossstellung eines @Franz als Hochstapler hat man seitens der Baulobby nichts entgegenzusetzen.

Frey | 09. Oktober 2013 - 09:08

Ich habe mich entschlossen, nach gut einem Jahr die Stelle zu wechsel, weil ich dort keine grossen Entwicklungsmöglichkeiten mehr sehe. Deshalb habe ich mich auf eine neue Stelle beworben (Zürich, Schweiz). Im Vorstellungsgespräch fand natürlich auch das Gehalt seine Erwähnung. So bescheiden ich bin sagte ich, dass ich das "übliche Gehalt" erwarte. Dann meinte der Chef, dass seine Gehaltsvorstellung bei ca. 100.000 Franken (Bruttojahresgehalt) liegt. Beim zweiten Gespräch wird es dann bezüglich Gehalt konkreter. Was meint ihr, soll ich die 100.000 Franken akzeptieren, oder versuchen noch ein paar Tausender draufzusetzen?

Flopp | 09. Oktober 2013 - 08:44

@PM:
Nein, da habe ich mich nicht vertippt. Deine 47 Tausend € sind auch "richtig". Das bezieht sich aber auf eine 35 Stunden-Woche und 13,5 Monatsgehälter. Mir wurden mit Leistungszulage und allem pi pa po für "normale Arbeit" 50 Tausend € geboten, inklusive Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Überstunden werden nicht extra vergütet, sondern abgefeiert. Damit bist du ERA in Baden-Württemberg auf etwa 50 Tausend €, bei 35 Stunden. Wenn du 40 Stunden arbeiten "darfst" kommst du dann auf die 57 Tausend €, 50x40/35=57 Tausend €.

Das war aber auch das absolute Maximum, was man als Einsteiger verdienen kann.Unternehmensberater bei den big4 oder auch die ganzen BWLer haben meist eine 40 Stunden Woche, wo 60 unbezahlt gefordert werden. Mein Fazit: Bauingenieure verdienen nicht gut und nicht schlecht, sondern im soliden Mittelfeld.

GT0810 | 08. Oktober 2013 - 18:28

@Flopp, @PM:
Danke! Jetzt kann ich doch Hoffnung schöpfen nach meinem Master mit meiner Spezialisierung bei 50 000 Brutto/a anzufangen. Alles andere wäre Unterbezahlung.

Hornisse | 08. Oktober 2013 - 13:02

iz-jobs.de/karriere/themen/96-583-euro-kriegen-schweizer-ingenieure-und-architekten,1000010713.html

"...In Deutschland hingegen gibt es im Baugewerbe und in Ingenieur- und Planungsbüros für Sachbearbeiter im Schnitt 39.780 Euro bzw. 39.000 Euro. Projektingenieure bringen es auf 43.750 Euro im Baugewerbe und in Ingenieur- und Planungsbüros auf 42.000 Euro. Hingegen werden Projektmanager im Baugewerbe mit 53.140 Euro und in Ingenieur- und Planungsbüros mit 52.100 Euro vergütet, wie die Studie "Gehälter für Ingenieure 2011" des VDI Verlags zeigt..."

Projektingenieure verdienen also im Schnitt ca. 43.000 Euro. Das Durchschnittseinkommen eines Vollzeitbeschäftigten in Deutschland beträgt 3.445 Euro/Monat Brutto x 13 Monatsgehälter = ca 45.000 Euro/Brutto im Jahr.
spiegel.de/wirtschaft/service/inflation-zehrt-in-deutschland-lohnerhoehungen-auf-a-926674.html

Ein dummer Bauingenieur verdient als Projektingenieur weniger als der durchschnittliche Arbeitnehmer! Ein kluger und "guter" Bauingenieur, so wie Franz, der nicht einmal die Grundbegriffe wie "Skelettbauweise" einordnen kann, verdient aber umgerechnet 84.000 Euro. Für die unbedarfte Klientel mit den Mondgehältern hier: Ein Projektingenieur ist kein Absolvent!

PM | 08. Oktober 2013 - 10:26

Hallo Flopp, danke für deinen Beitrag. Allerdings hast du dich wohl bei dem Gehalt bei ERA 11 vertippt und es sollten dann eher 47.000 Euro/Jahr heißen. An alle interessierten Absolventen möchte ich nur sagen: Bitte die sarkastischen Beiträge von GT0610, Hornisse usw. ignorieren. Sie sind entweder total frustriert, unfähig oder selber versklavende Arbeitgeber (oder alles zusammen). Anders kann ich mir diese unsachlichen Beiträge nicht erklären.

Flopp | 07. Oktober 2013 - 19:56

Hallo, da ich nun auch fertig geworden bin, möchte ich euch mal von meinen aktuellen Erfahrungen berichten. Ich bin selbst mit sehr gutem Diplom fertig geworden und hab auch schon Auslandserfahrung durch Erasmus sowie Vereinsaktivität etc. Das Gehalt, was mir geboten wurde war bei kleinen bis mittleren Ingenieurbüros bei etwa 42-44 Tausend EUR pro Jahr. Das betrifft die Tragwerksplanung und Prüfstatik von Brücken und im klassischen Hochbau. Arbeitszeit von etwa 40 h pro Woche, welche laut Erfahrung meiner Kommilitonen, welche dort arbeiten auch eingehalten werden.

In den Maschinenbau konnte ich aufgrund meiner Fachrichtung auch gehen, allerdings bewerben sich auf die guten Stellen, welche nach IG Metall bezahlt werden und es ERA 11 mit 57 Tausend EUR gibt auch 40 Leute wie ich. Da wurde ich auch leider nicht genommen. Ingenieurdienstleister gibts auch, da steigt man aber 2 Gehaltsstufen niedriger ein und ist bei dem Gehalt von Ingenieurbüros auf dem Bau. Also nix mit Träumgehältern und jeder im Maschinenbau wird reich. Zudem ist die Arbeit zu 90 % langweilig und hat nix mit dem zu tun was man im Studium jeglicher Fachrichtung lernen konnte.

Die kleinen Ingenieurbüros kämpfen nun echt auch um die guten Leute und finden halt keine. Jemand wie ich solls schon sein, aber wenn es nur 38 Tausend EUR gibt und keine Aufsteigs-/Weiterbildungsmöglichkeit, dann nehm ich die Stelle auch nicht an. Leute mit einem 3er Schnitt wollten die kleinen Büros aber auch nicht. Weitere Mitstudenten berichten dann auch von 45 Stunden pro Woche für 42 Tausend EUR oder 39 Tausend EUR oder auch mal von 48 Tausend EUR für 40 Stunden. Gibts alles.

Ein Einblick von meiner Seite und beste Grüße,
Flopp

GT0610 | 06. Oktober 2013 - 17:49

Um den letzten Zweiflern zu helfen die positiven Jubelpostings richtig einzuschätzen, hier mal eine Kostprobe eines Absolventen mit 100k Anfangsgehalt:

Zitat "Franz" im Thread "Skelettbauweise": "Was versteht man in der Bauingenieursprache unter Skelettbauweise? Eine Tragkonstruktion aus Platten, Stützen, Wandscheiben... oder wie würdet ihr das umschreiben?"
http://www.bauingenieur24.de/forum/skelettbauweise.htm

Und hier unser Franz bei seinen "Erfahrungen" zu den Gehältern: "Hallo, nach gut einem halben Jahr habe ich mich wieder mal auf eine Gehaltsdiskussion mit dem Chef eingelassen. Resultat der Diskussion ist, dass ich ab Mai 8000 Fr. Brutto/Monat (13x pro Jahr) erhalte. Wie ihr wisst bin ich erst etwas mehr als ein halbes Jahr als Bauingenieur tätig, aber was ich hier so lese, scheint mehr als realitätsfremd zu sein.

Meine Erfahrung ist ganz klar: Selbstbewusst bei den Lohnverhandlungen auftreten. Einen neuen Mitarbeiter einzustellen ohne zu wissen, ob er den Ansprüchen genügt ist bedeutend teurer und mit mehr Risiken verbunden als euch im Monat 500 Euro mehr zu zahlen. Und wenn er nicht drauf eingeht, wechselt das Büro. Gute Ingenieure sind mehr als gefragt!" (11. April 2013 - 20:34)
http://www.bauingenieur24.de/forum/mein-gehalt-als...

Ja wer würde einem Absolventen mit solch fulminantem Fachwissen ("...was ist eigentlich Skelettbauweise...") nicht nach einem halben Jahr schon die erste Lohnerhöhung auf CHF 104k (plus Bonus) gewähren? Wo doch "gute Ingenieure", gemäss der "Berufserfahrung" von Freund Franz, immer gefragt sind. Und wie kann ein Ingenieur, der nicht mal die einfachsten Grundlagenbegriffe wie Skelettbauweise einordnen kann denn kein guter Ingenieur sein?

Die Masslosit der Lügen, die hier gepostet werden ist mittlerweile bei einem Mass angelangt wo man auch gleich zu www.werdebauingenieur verlinken kann. Allerdings werden selbst dort nicht solch offensichtliche und dreisten Lügen von irgendwelchen Erst- und Zweitsemestern aufgetischt. Denn eines ist sicher, Franz ist noch nie in seinem Leben als Ingenieur in einem Büro angestellt gewesen.

Hornisse | 02. Oktober 2013 - 20:25

Es wird mir immer klarer warum ich draussen in der freien Wildbahn nie Leute mit auch nur annähernd den hier geposteten Gehältern antreffe. Diese Highflyer befinden sich alle hier im Forum, keiner davon bewegt sich draussen in der wirklichen Welt. Wer es mir nicht glaubt, hier zwei Links mit guten Hinweisen zu den realen Gehältern. Nichts ala "...bin Student, Abschlussnoten sind völlig egal und bekomme 100k plus A4."

iz-jobs.de/karriere/themen/96-583-euro-kriegen-schweizer-ingenieure-und-architekten,1000010713.html

"....In Deutschland hingegen gibt es im Baugewerbe und in Ingenieur- und Planungsbüros für Sachbearbeiter im Schnitt 39.780 Euro bzw. 39.000 Euro. Projektingenieure bringen es auf 43.750 Euro im Baugewerbe und in Ingenieur- und Planungsbüros auf 42.000 Euro. Hingegen werden Projektmanager im Baugewerbe mit 53.140 Euro und in Ingenieur- und Planungsbüros mit 52.100 Euro vergütet, wie die Studie "Gehälter für Ingenieure 2011" des VDI Verlags zeigt..."

Wer sich etwas auskennt, der weiss, dass der VDI sicherlich nicht dafür bekannt ist die Situation auf dem Ingenieurarbeitsmarkt negativ darzustellen (ich sag nur "händeringend", "Ingenieurslücke" und "Fachkräftemangel" - alles VDI Erfindungen...) Und den hier will ich auch nicht vorenthalten (weil es in der letzten Zeit häufig Spassvögel gab, die mit CHF 100k und Bachelor Abschluss als Statiker einsteigen):

sia.ch/uploads/media/SIA_111021_lohn_d.pdf

Jetzt kann sich jeder Interessierte ein Bild machen.

GT0210 | 02. Oktober 2013 - 16:32

Da muss ich wiedersprechen. Der Master ist für einige Aufgaben sehr wohl wichtig. Für die Bauleitung vielleicht nicht. Aber für Projektsteuerung, Wasser-/ Energiewirtschaft, usw. schon. In vielen Firmen braucht man für normale Bauleitung gar kein Studium.

gast1 | 29. September 2013 - 15:03

Ich bin gerade im 7. Semester (m, 24 J. ), FH Bauingenieurwesen (Schwerpunkt Baubetrieb) Bachelor. Seit 4 Monaten arbeite ich (in Berlin) als Trainee. Meinen Abschluss mache ich erst 02.2014! Gehalt : Firmen PKW (Audi A4, 2 Jahre alt) + Private Benutzung, 3200,- € Brutto.
Die Noten sind auch nicht wichtig, egal 1,0 oder 4,0! Master ist auch nicht wichtig! Versuche dich gut zu verkaufen! Was wichtig ist, dass du (während des Studiums) nebenbei als Werkstudent Erfahrung gesammelt hast, oder nur gelernt hast. (Hauptsache Erfahrung)!

Fritz | 27. September 2013 - 09:58

@Hornisse:
Auch in der Schweiz herrscht ein riesen Mangel an Bauingenieuren. Und es versteht sich von selbst, dass ein "Ausländer" nicht den gleichen Lohn wie ein "Einheimischer" erhält. Ich würde mal abschätzen, dass die Firmen deutschen Kandidaten durchschnittlich 20% weniger Lohn zahlen, als wenn er ein Schweizer wäre. Eine Nation hält zusammen.

bauing | 25. September 2013 - 23:46

Nach Studium (FH) in Tragwerksplanung: Erster Arbeitgeber, Staffelung erstes halbes Jahr von 2500 auf 3000 im Monat. Zweiter Arbeitgeber erstes halbes Jahr 3000 im Monat, dann auf 3300 im Monat. Dritter Arbeitgeber 2700 mit Steigung auf 3300.

kriss | 24. September 2013 - 14:38

Ich möchte euch gerne mitteilen was das Anfangsgehalt im Ausland ist.

Land: V.A.E , Abu Dhabi
Branche: Spezialtiefbau
Abschluss: Bachelor FH (Konstruktiv)
Tätigkeitsfeld: Bauleitung
Arbeitszeit: 10 Std / 6 Tage Woche
Urlaub: 42 Kalendertage (+Anreise/Abreise)
4 Heimflüge
Grundgehalt: 3.000Eur/Monat (Brutto wie Netto)
Wohnung: 12.000 Eur/Jahr
Pkw + Tankkarte

Macht gesamt ca. 51.000 Euro im Jahr.

Hornisse | 24. September 2013 - 13:02

Da hier in letzter Zeit vermehrt bewusst falsche Angaben über die Gehälter in der Schweiz gepostet werden (offensichtlich von der Internetspassfraktion), hier ein sehr guter Thread über das Schweizer Lohnniveau in den einzelnen Branchen. Bauingenieursgehälter sind auch dabei. Bitte nicht erschrecken, wenn man die Beiträge der Banker und Unternehmensberater liest ("28 Jahre alt, verdient in D € 75k und fragt ob in Zürich CHF 150k Okay sind...")

http://www.wiwi-treff.de/home/lounge/read.php?f=28&i=123289&t=17116

@SBB:
Warum ziehst du für D ca. 5000 beim Gehalt ab? Hast du noch nichts vom eklatanten Fachkräftemangel in D gehört? Ich würde sagen, dass das Einstiegsgehalt daher 5000 über dem der Schweiz liegen muss. Was denkst du? Sind 5000 mehr als in CH zu tief gegriffen, wenn man an den Fachkräftemangel denkt.

SBB | 24. September 2013 - 09:49

Bezüglich Gehalt der deutschen Bahn kann ich keine Aussage machen. Vielleicht bringt ihr ein Vergleich zur SBB (Schweizerische Bundesbahn etwas). Abschluss Bachelor FH (ohne Berufserfahrung), jährliches Bruttogehalt 88.500 Franken (entspricht etwa 71.300 Euro). Ich denke 5.000 Euro weniger (da Deutschland) also sollten etwa 66.000 Euro drin liegen, denk ich mal.

| 23. September 2013 - 15:28

Warum wird eigentlich der Master einer Universität angeblich höher eingestuft? Ich habe mich bewusst für den Master an einer Hochschule entschieden (mit gutem Ruf). Es gibt auch gute Hochschulen, die vom Niveau her sehr hoch sind. Ich finde es ist je nach Job irrelevant, ob der Master an einer Universität oder Hochschule absolviert wurde, da es auf die Persönlichkeit und das Können später ankommt. Und ein Einstiegsgehalt ist wie der Name ja bereits sagt "Einstiegs"gehalt. Ok, Universität ist besser für Forschung, das mag sein. Ich wüsste mal gerne, wie die Leute das höhere Mastergehalt der Universitäten begründen.

PM | 23. September 2013 - 10:52

@Bautölpel:
Da widerspricht sich die Seite aber selber:

Zitat:
"Guter Job, gutes Geld – von Anfang an
Das tarifliche Anfangsgehalt in der Bauindustrie nach dem Studium beträgt beispielsweise mit dem Masterabschluss an einer Hochschule 3.466 Euro (West) bzw. 3.121 Euro (Ost). Absolventen von Universitäten können 3.832 Euro (West) bzw. 3.448 Euro (Ost) verdienen."

Zitat:
"Was verdiene ich als Bauingenieur?
Die Verdienstchancen wachsen mit persönlicher Leistung, Verantwortungsbereich und Erfahrungsstand. Das tarifliche Anfangsgehalt in der Bauindustrie für Bauingenieurinnen und Bauingenieure beim Berufseinstieg liegt bei Bachelor: auf Nachfrage
Master Fachhochschule: 2.800 bis 3.200 €
Master Universität: 3.100 bis 3.500"

1234 | 22. September 2013 - 18:00

Hallo,

kann mir jemand von euch sagen, was man bei der Deutschen Bahn als Einstiegsgehalt als Bauingenieur mit Unidiplom (2,xx) bekommt und wie die Aufstiegschancen (Gehaltsentwicklung) innerhalb des Konzerns aussehen?

Bautölpel | 21. September 2013 - 23:11

Was Einige hier bezüglich der Startgehälter und dem angeblichen Fachkräftemangel von sich geben ist eines Fachforums unwürdig. Selbst der Lobbyauftritt der Bauwirtschaft unter http://www.werdebauingenieur.de gibt beim Einstieg ein Monatsbruttogehalt von
ca. 2.800 € - max. 3.500 Euro - an. Also nix mit mindestens 50.000 € pro Jahr, weil die Regierungspropaganda ja schließlich den Endsieg und den Fachkräftemangel verkündet hat.

| 21. September 2013 - 19:05

Ich kann nur jedem raten, sich seines eigenen Wertes bewusst zu werden. Wer für unter 40k als Bachelor, als Master unter 45-50k anfängt, macht aus meiner Sicht irgendetwas falsch. Aber das ist Jedem seine Sache. Ärgern tut mich daran nur, dass dadurch andere den Job nicht bekommen, weil sich einige "zu billig" verkaufen und sich anscheinend selbst nichts wert sind.

Doktorand | 20. September 2013 - 09:44

Da kann ich Hornisse nur zustimmen. Unterhält man sich mit Doktoranden aus den Südstaaten, wie z.B. Italien bekommt man wirklich einen Schock. Dort herrschen auf dem Arbeitsmarkt für Bauingenieure Zustände wie bei uns im Jahr 2000. Die Leute dort würden auch für 20.000 Euro Jahresgehalt ihre Seele verkaufen. Von daher ist das Ganze mit dem Fachkräftemangel bei den Bauingenieuren Augenwischerei. Bei den Disziplinen E-Technik und Maschinenbau werden in Italien übrigens "händeringend" Arbeitskräfte gesucht.

Leute, kapiert mal, dass das mit dem Fachkräftemangel ein großes Märchen ist, mit dem einige Leute sehr gut Geld verdienen! Aber Deutschland ist ja sehr anfällig für Utopien. Wo ein Mangel an Fachkräften mittelfristig mit aller Gewalt auftreten wird ist bei den Facharbeitern, da wir in Deutschland einen Trend zur Akademisierung haben, der politisch massivst gefördert wird.

Es gibt aber garnicht so viel Arbeit für Akademiker und es tummeln sich sehr viele Leute auf den Universitäten, die dort nichts zu suchen haben. Auch in zulassungsbeschränkten Studiengängen finden sich viele Leute, die nicht mal eine halbe Seite Text formulieren können!
Gut, zurück zum Thema. Ich würde an der Stelle von vielen Absolventen lieber etwas demütiger sein und dafür sorgen, dass man sich gut aufstellt und kontinuierlich an seiner Laufbahn arbeitet, anstatt zu fordern! Auch wenn man es in Deutschland oft nicht wahr haben will, funktioniert der Arbeitsmarkt nach dem Gesetz des Marktes und nicht nach Sozial- und Mindestlohnfantasien der Politiker.

Der Kunde ist der Arbeitgeber und wir wissen ja selber wie gnadenlos wir oft als Kunden z.B. beim täglichen Einkauf auftreten. Warten wir mal ab, was in 5 Jahren ist... Die Umstände ändern sich meist schneller, als uns lieb ist.

Hornisse | 18. September 2013 - 19:44

Zitat Biene:
"Das muss bei einem Fachkräftemangel mindestens drin sein."

Jaja. Der gute alte "Fachkräftemangel" ist auch nicht tot zukriegen. Was jetzt noch fehlt sind die ringenden Hände und natürlich der sich logischerweise ergebende Zwang die Gehaltsschranke für Greencardbewerbungen auf Ingenieursfächer von allgemein gültigen 45k auf 35k abzusenken. Ja, da muss der Fachkräftemangel wirklich eklatant sein. Wenn man im ganzen Euroraum bei der extremen Arbeitslosigkeit keine "guten" Leute für die horrende hohen deutschen Ingenieursgehälter anlocken kann, dann müssen halt Talente aus dem nichteuropäischen Ausland her. Und zwar pronto. Dafür muss man, gemäss VDI und Lobbyverband - "Logik", nur die Einkommensgrenze schön einladend nach unten anpassen.

Wer kennt das nicht? Es fehlt an einer Resource und um diese rare Ware zu ergattern, senkt man den Angebotspreis, den man dem Verkäufer unterbreitet. Das ist lupenreiner Orwellscher Fachkräftemangel wie man ihn besser nicht ersinnen könnte.

max | 18. September 2013 - 17:51

Ja da hast du recht :) aber was soll ich sagen. In Bremen und Niedersachsen bekommen die meisten leider nicht mehr. Also ich kann auch nur von Kommilitonen berichten.

Tragwerksplanung (Master): 34800€ - 45 Stunden/Woche
Bauleiter (Bachelor): 37000€ mit Auto - 55 Stunden/Woche

Also fast so wie ich.
Der Eine ist im Öffentlichen Dienst und bekommt 33.600 im Jahr.
Ich muss aber auch sagen, ein paar Freunde sind Master und die bekommen nicht mehr als die Bachelor. Ich denke an der Uni lernt man eh nix was man draußen braucht.

Twenty | 18. September 2013 - 11:46

Da geb ich dir absolut recht! Das entspricht auch meiner Erfahrung. Auch bei meinen Kommilitonen sehe ich diese Probleme. Das Problem ist aber auch, dass sie damit zufrieden sind und so kommt dann ein Schnitt von 37k zustande. Ich persönlich würde dafür nicht anfangen bzw. den Arbeitsplatz so schnell es geht wechseln. Geld ist nicht alles - aber viel!

V100 | 18. September 2013 - 10:38

Lieber Gast,

die Chefs lachen sich gar nicht ins Fäustchen. Wer sich z.B. unter Unternehmensregister.de mal die Bilanzen vom Ingenieurbüro oder der mittelständischen Baufirma um die Ecke anschaut, merkt, dass hier gehaltsmäßig kaum etwas zu holen ist. Da wird von der Hand in den Mund gelebt. Da nutzt auch der "Auftritt" im "Boss"-Anzug nix. Und was die Baukonzerne betrifft, haben es ja Holzmann, Walter, Dywidag, Alpine mit ihren Pleiten oder Übernahmen bis in die Tagespresse geschafft.

| 17. September 2013 - 20:22

Was hier geschrieben wird kann ich nicht glauben. 37 000 als Ingenieur.
Wenn das stimmt, lassen sich Ihre Kommilitonen alle über den Tisch ziehen und die Chefs lachen sich einen ins Fäustchen.

Mein Vorschlag (der Ausbildung entsprechend)
Bachelor: 42-45.000 € Einstiegsgehalt
Master: 50.000 € Einstiegsgehalt

Das muss bei einem Fachkräftemangel mindestens drin sein. Meine Erfahrung: Einige meiner Kommilitionen können sich einfach nicht verkaufen (wie Einige schon auftreten und sich kleiden - sind natürlich nicht alle). Da sag ich nur "selbst Schuld". Ein Vorstellungsgespräch ist in gewisser Hinsicht immer auch eine Vermarktung der Person. Es kommt auf das Gesamtpaket an. Hier Gehälter zu posten bringt Nichts.

max | 17. September 2013 - 12:31

- in Niedersachsen
- Anfänger 34000 €/Jahr
- um die 45 Stunden in der Woche
Meine Ex-Kommilitonen bekommen so im Durchschnitt 37000 €/ jahr ca. 50 Stunden in der Woche.

V100 | 16. September 2013 - 13:23

@Hornisse:
Ja, ich habe einen gültigen Führerschein. Und wir können natürlich die 60.000 km pro Jahr gerne auch auf 100 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit runterrechnen und kämen dann anstatt auf 400 Stunden hinterm Lenkrad auf 600 Stunden. Oder wenn noch etwas Stadtverkehr dabei sein sollte gerne auch auf einen Durchschnitt von 86 km/h, wobei 700 Stunden pro Jahr im Auto verbracht werden würden. Das sind 29 Tage 24/24 - 7/7!! Die 150 km/h waren sehr auf der sicheren Seite gerechnet, eine Verringerung unterstreicht ja geradezu die Absurdität.

Und 14 Monatsgehälter ergeben sich aus 12 und Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld, was in Ingenieurbüros gerne als Dispositionsreserve genutzt wird. Auch hängt das Gehalt in Planungsbüros nicht so sehr von der Leistung des einzelnen Mitarbeiters ab, sondern eher davon, ob wieder mal ein Bauherr pleite geht und quasi für umsonst gearbeitet werden musste.

Kurz-Link  Kurz-Link zu diesem Forumthema:
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