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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 3

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Hen66 | 15. Oktober 2019 - 23:11

Ich habe ein Problem: Ich bin dabei mich dual bei einem mittelständigen Unternehemen (ca. 50 MA) zu bewerben. Als Bauingenieur ohne zusätzliche Berufsausbildung. Im Internet habe ich die tariflichen Gehälter so gelesen: 750 € brutto (1. LH) bis 1.500 € (4. LH). Andere Unternehmen bieten allerdings schon 1.400 € im 1. LH an ( 200 € steigend pro Jahr). Nun meine Frage: Welche Gehaltsvorstellungen sind realistisch und kommen für mich in Frage?

Alex | 12. Oktober 2019 - 10:36

@ChristianH:
Der öffentliche Dienst zahlt anständig für eine überschaubare Belastung. Ich verstehe auch nicht, wie sich gute Leute teilweise so ausbeuten lassen. Entweder mit massig Überstunden oder witzigen Gehältern. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, der Öffentliche Dienst hat auch seine Kehrseite. Sehr verwaltungslastig tendenziell und weniger Freiheit, weil 5 andere Abteilungen mit reinreden überall.

Bauwechsler | 09. Oktober 2019 - 22:45

  • Berater Deloitte (BWL Studium): 62.000 € - 29 Jahre alt
  • Elektroingenieur Würth: 58.000 € - 27 Jahre alt
  • Projektleiter ausländische Bank (BWL Studium): 80.000 € - 34 Jahre alt
  • Berater Bain (Medizin Studium): 110.000 € - 33 Jahre alt
  • Assistenzarzt: 59.000 € - 30 Jahre alt

—> Die Wahrheit ist, dass die meisten der angeführten Beispiele in ihrem klassischen Karrierepfad eine Position mit deutlich 6-stelligem Jahreseinkommen anstreben (und in der Regel bei guter Performance auch erreichen). D. h. die genannten Gehälter sind überwiegend (zumindest für die beiden Berater und den Assistenzarzt) Gehälter für Juniorpositionen (< 3 Jahre Berufserfahrung) mit gewaltigem finanziellen Entwicklungspotenzial.

Long story short: Wer nach dem Studium Geld verdienen möchte sollte besser nicht Bauingenieur werden!

Holger | 09. Oktober 2019 - 08:21

Zitat "Irgendjemand":

  • Berater Deloitte (BWL Studium): 62.000 € - 29 Jahre alt
  • Elektroingenieur Würth: 58.000 € - 27 Jahre alt
  • Projektleiter ausländische Bank (BWL Studium): 80.000 € - 34 Jahre alt
  • Berater Bain (Medizin Studium): 110.000 € - 33 Jahre alt
  • Assistenzarzt: 59.000 € - 30 Jahre alt
Ich wage zu behaupten, dass keiner dieser Bekannten ebenfalls eine 35/40 h-Woche hat, wie der im Fahrzeugbau genannte Ingenieur.

ChristianH | 09. Oktober 2019 - 08:16

Ich bin im öffentlichen Dienst auf einer E12-Stelle in Stufe 5 bei einer großen Kommune. Kann mich mit fast 70.000 € Gehalt/Jahr bei festen 39 h nicht beschweren. Die ganzen Leute, die sich über die niedrigen Bauleiter-Gehälter beschweren, sollten sich bei uns einfach bewerben. Leute mit Erfahrung werden mit Kusshand sofort genommen und müssen sich nicht mit (angeblich) nur 60.000 € bei 60 h abspeisen lassen.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass draußen so schlecht gezahlt wird, wie oft hier dargestellt. Wäre dem so, würden doch viel mehr in den öffentlichen Dienst wechseln, oder? Mehr Gehalt, weniger Stunden, das wäre doch ein Klacks.

Beamter Techn. Dienst | 08. Oktober 2019 - 21:06

36 Jahre, Bauingenieur, Öffentlicher Dienst, ca. 3.300 € netto (LK1) mit Tendenz nach oben.

Irgendjemand | 04. Oktober 2019 - 09:20

Im Durchschnitt ist der Bauingenieur immer der am schlechtesten bezahlte Ingenieur. Ja, es gibt Leute die auch mit dem Baustudium gut bezahlte Stellen finden. Aber die Masse ist und bleibt - im Vergleich für viel Verantwortung und viel Arbeit - schlecht bezahlt. Das zeigen ja eindeutig die Statistiken.

  • Bauleiter mit 50 h Woche 60.000 € = 48.000 € auf 40 h
  • Ingenieur Fahrzeugbau mit 35 h Woche 60.000 € = 68.500 € auf 40 h

Das macht ein Lohnunterschied von ca. 43 %! Jetzt kann man sich ja über den Dienstwagen als Bauleiter noch freuen, ganz toll. Dazu noch Druck, Stress und enorme Verantwortung (Sicherheit, Kosten). Und der Bauleiter ist schon der bessere bezahlte Bauingenieur!

Wer studieren will und ein gutes Gehalt verdienen möchte, lasst die Finger vom Bauingenieurwesen! Ihr werdet vom Berater, Controller, Maschinenbauingenieur, Elektroingenieur, Einkäufer, Wirtschaftsjurist und und und nur ausgelacht! Oder ihr seid mutig und von euch überzeugt, dass ihr einer derjenigen statistischen Ausreisser seid, die auch als Bauingenieur mit all den anderen gehaltstechnisch mithalten könnt. Oder ihr legt einfach keinen wert auf Gehalt und habt ganz viel Spass bei der Arbeit. Damit kann man sich dann vielleicht den schlechteren finanziellen Lebensstandard wenigstens versüssen.

Ich bin Bauleiter - 45-50 h Woche - 31 Jahre - 2 Jahre Projektierung - 3 Jahre Bauleitung - 55.000 € Gehalt + Auto

Viel Spass in der irgendwann kommenden Baurezession! Ein paar Beispiele aus meinem Freundeskreis:

  • Berater Deloitte (BWL Studium): 62.000 € - 29 Jahre alt
  • Elektroingenieur Würth: 58.000 € - 27 Jahre alt
  • Projektleiter ausländische Bank (BWL Studium): 80.000 € - 34 Jahre alt
  • Berater Bain (Medizin Studium): 110.000 € - 33 Jahre alt
  • Assistenzarzt: 59.000 € - 30 Jahre alt

leonoel | 30. September 2019 - 23:06

  • Chemie- und Pharmaindustrie 83.060 Euro
  • Fahrzeugbau 67.500 Euro
  • Energieversorgung 64.850 Euro
  • Informationstechnologie 63.680 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau 62.700 Euro
  • Elektronik / Elektrotechnik 61.100 Euro
  • Baugewerbe 50.400 Euro


Also dass der Unterschied so groß ist, ist schon bitter! Mir war schon klar, dass wir Bauingenieure von allen Ingenieuren am schlechtesten verdienen, aber so arg.

Leider bin ich unter meinen Freunden, die Elektrotechnik, Informatik, Mechatronik, Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen studiert haben, der absolute Geringverdiener. Ich bin letztes Jahr mit knapp 42.000 EUR eingestiegen. Meine Freunde alle mindestens mit 48.000 EUR. Zwei sind bei Unternehmen mit IGM-Tarifbindung, verdienen zum Einstieg sofort über 60.000 EUR, bei einer 35 h Woche. Dabei haben wird doch aktuell den Boom und die Krise!

Alex | 30. September 2019 - 07:30

Leider kann man Beiträge nicht ändern. Meine Zahlen sind bezogen auf den Osten. Für die West-Ingenieure müsste man sicher einige Prozent draufpacken. Aber ich kenne ja die HOAI, die ist nun wirklich nicht üppig teilweise, da kann gar nicht so sehr viel gezahlt werden. Das ist zumindest mein Bild.

Alex | 26. September 2019 - 19:03

Mich würden die Gehälter der Ingenieure in einem Ingenieurbüro interessieren. Ich habe ein Angebot über 4.500 € plus Auto, mit 4 Jahren Erfahrung. Ist das bereits das obere Ende?

baobabau | 07. September 2019 - 11:57

Da ich von diesem Forum sehr profitiert habe bei der Einschätzung meines Gehalts als Berufseinsteiger, möchte ich meine Gehalts-Infos gerne für die Nächsten weitergeben. Seit Ende 2018 fertig mit Master Bauingenieurwesen an einer TU im Bereich Wasserbau. Im Februar eine Arbeit gefunden mit:

  • Einstiegsgehalt 50.000 € als Projektingenieur
  • Planungsbüro mit 200-500 Mitarbeitern in Großstadt
  • 40 h / 30 Urlaubstage

LT | 22. August 2019 - 11:02

Ich möchte mal meinen Werdegang und Gehaltsverlauf zum Besten geben.

  • Abitur
  • Lehre Beton- und Stahlbetonbauer (Unternehmen 250 MA)
  • Duales Studium Bauingenieurwesen (Unternehmen zahlt Gebühren, Gehalt lag gemittelt die 3,5 Jahre bei 800 €)
  • Einstiegsgehalt (bin nun 24) liegt mit Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld bei 43.500 €. (Firmenwagen zur privaten Nutzung)
  • Ab Mitte 2020 laut Vertrag 48.500 €
  • ab nächsten Monat ein berufsbegleitendes Masterstudium im Baurecht für 4 Semester.
  • Ab Mitte 2021 kann ich dann voraussichtlich mit 53.500 € rechnen.

Keeper83 | 21. August 2019 - 09:04

@Ale:
Diese Zahlen sind mir durchaus bekannt und die habe ich auch nie angezweifelt. Was möchtest du mir damit sagen? Ich selber liege über dem Durchschnitt der Bauingenieure bei super Arbeitsbedingungen und kenne die Arbeitsbedingungen außerhalb von Nischenjobs bei entsprechend mehr Gehalt. Für mich ist ein Gesamtpaket entscheidend.

Die Pharmaindustrie lasse ich mal außen vor. Bei den Fahrzeugbauern habe ich darauf hingewiesen, dass die hohen Gehälter bald zum Problem werden. Wir steuern auf eine Rezension zu und Fahrzeug- und Maschinenbauer merken das nun mal erfahrungsgemäß als erstes.

Robert | 17. August 2019 - 07:30

Ich verfolge das Thema schon einige Zeit und muss sagen, dass die Gehälter sehr stark variieren und sehr davon abhängen, wo man landet. Kurz zu meiner Person:
- gelernter Maurer
- Dipl.-Ing. (FH)
- 6 Jahre Ingenieurbüro (75 Angestellte) als Planer für Industrieanlagen (MVA, Biogas, HGÜ)
- 54.000 €/a + Auto (GTD Variant)
- ca. 45h/Wo

Seit Mai bin ich nun bei einem öffentlichen Versorger:

- Tarifvertrag TVV E12 / Stufe 3
- 70.000 €/a
- 39 h/Wo

Wer in den öffentlichen Dienst wechseln will, sollte in naher Zukunft wechseln. Die Entgeltgruppen sind zurzeit deutlich höher angesetzt als vor 6 Jahren. Z. T. bieten hier die Kollegen des TVöD sogar die E14 an. Z.Z. sucht die Privatwirtschaft und der öffentliche Dienst. Daher herrscht eine gewisse Konkurrenz. Wenn es in der Privatwirtschaft nicht mehr läuft, kann sich der ÖD wieder zurück lehnen.

Es wird auch kaum noch zwischen FH und Uni unterschieden. M. E. auch zu Recht, da das Ergebnis zählt! Daher bitte alle FH-ler mit Berufserfahrung, auch auf "Uni-Stellen" bewerben. Meine Frau ist im Personal und dort sind in diesem Fall beide Bewerber gleichwertig.

@Lucs:
Finger weg von Massivhäusern aus der Schublade. In 5-6 Jahren ist der Hype vorbei und es haben sich viele überschuldet. Schau bei den Versorgern und Netzbetreibern nach. Das hat m. E. Zukunft. Strom, Wasser und Abwasser wird es weltweit immer geben bzw. benötigt.

@Alonso:
Ich kann dir nur zustimmen. Mich belächelte mal ein Maschinenbauer. Dann war sein Sockel am Haus feucht und ich lächelte.

Hobbymaurer | 16. August 2019 - 19:57

Hier mal meine Zahlen:
- Praktikant mit 14 Jahren auf der Baustelle
- Ausbildung Stahlbetonbauer, Familienbetrieb 80 Mitarbeiter
- Studium im klassischen Bauingenieurwesen (FH), Abschluss M.Eng
- 3 Jahre Ausland beim Konzern (während und nach dem Studium)

Gehalt im Ausland beim Konzern war natürlich sehr lukrativ, 75.000 € als Einstiegsgehalt.

Inzwischen bin ich wieder in meinem Ausbildungsbetrieb als Bauleiter für Hochbau, Sanierung und Denkmalschutz. Gehalt wird hier nach Stunden bezahlt. Einstieg vor 4 Jahren mit 24 €/h, jetzt bin ich bei 30 €/h. Arbeitsumfang ist von Kalkulation, AV, Bauleitung und Abrechnung alles dabei. Das Unternehmen liegt 5 km zum Wohnort, Baustellen im Umkreis bis 25 km. Regelarbeitszeit 8-9 h/Tag, Überstunden werden abgefeiert. Baustellen bis 1,5 Mio. €. Ich bin sehr zufrieden, kann mir momentan keinen Wechsel vorstellen.

Alonso | 16. August 2019 - 07:04

Mal ehrlich, wollen wir als Bauingenieure nicht auch in der Baubranche arbeiten? Wir wollen Häuser, Brücken, Tunnel usw. planen und bauen und nicht in der Chemie- oder der Automobilindustrie stranden. So sehe ich es zumindest. Und in der Baubranche lässt sich bei klasse Bedingungen auch gut verdienen, siehe meine alten Beiträge.

Im Übrigen, in meinem Freundeskreis arbeiten einige in der Automobilbranche. Manche Banken haben wohl den Status bei Kreditvergaben einiger Angestellter von Automobilzulieferern und eines Automobilherstellers derzeit auf rot gesetzt. Bleibt dem Bau erhalten und schaut euch nach gut bezahlten Jobs um! Die gibt es, bei tollen Konditionen!

Bauwechsler | 14. August 2019 - 20:57

@ALE
Guter Beitrag! Anzumerken wäre noch dass in den Branchen, die bei den Gehälter führend sind (Chemie und Pharma, Automobil) in der Regel 35 h/Woche gearbeitet wird, während der Bauingenieur für im Schnitt 60 % weniger Gehalt 45 - 60 Stunden (30 - 70 % mehr!) arbeiten muss. Der Bauingenieur verdient - auf die Stunde herunter gebrochen - mit Glück die Hälfte eines in der Pharma-, Chemie- oder Automobilbranche beschäftigten Ingenieurs.

@Keeper93:
Schön dass du mir mein Gehalt gönnst! Vergleichbare Gehälter sind bei uns branchenüblich (mit einem 40 Stundenvertrag), Teamleiter und die Führungsebenen darüber verdienen selbstverständlich noch einmal (deutlich) mehr, arbeiten dann aber auch mehr als 40 Stunden.

ALE | 12. August 2019 - 23:39

@ keeper83:
Bitte lesen. Jahresgehalt (Durchschnitt) Ingenieure:

  • Chemie- und Pharmaindustrie 83.060 Euro
  • Fahrzeugbau 67.500 Euro
  • Energieversorgung 64.850 Euro
  • Informationstechnologie 63.680 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau 62.700 Euro
  • Elektronik / Elektrotechnik 61.100 Euro
  • Baugewerbe 50.400 Euro
(Quelle: merkur.de)

@an alle Kollegen:
Bitte verkauft euch nicht zu billig. Viel Erfolg und Mut!

Lucs | 12. August 2019 - 15:28

Ich bin derzeit noch 18 und mache nächstes Jahr mein allgemeinbildendes Abitur. Ich habe mich in den letzten Monaten für den dualen Studiengang Bauingenieurwesen bei verschiedenen Betrieben beworben. Ein Betrieb zeigt besonderes Interesse. Dort habe ich schon 3 Tage lang eine sogenanntes "Probearbeit" absolviert, um zu schauen ob die Aufgaben des Betriebs meinen Vorstellungen entsprechen. Der Betrieb kümmert sich um das Planen von Massivhäusern.

Nun habe ich also in naher Zukunft vor mein duales Studium bei diesem Betrieb mit ca. 50 Mitarbeitern zu beginnen. Mein Ziel für die ferne Zukunft ist es diesen Studiengang mit einem Master abzuschließen und danach als Bauleiter tätig zu werden, um möglichst viel praktische Erfahrung sammeln zu können.

Die Frage ist nun was kann man sich bei so einem "kleineren" Betrieb als Einstiegsgehalt vorstellen? Mir wurde berichtet das der Betrieb letztes Jahr einen Umsatz von 40 Millionen Euro erreicht hat. Leider weiß ich nicht ob das gut oder schlecht ist. Als Bauleiter mit einem abgeschlossenen Master Studium hätte ich dem Betrieb 47.000 € - 50.000 € als Einstiegsgehalt vorgeschlagen. Was haltet ihr davon? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Einstiegsgehalt? Ich würde mich über ein paar Berichte freuen!

Kurt | 12. August 2019 - 08:05

Da ich hier dieses Forum seit einiger Zeit ebenso verfolge und einige nützliche Beiträge daraus ziehen konnte, werfe ich nun auch mal meine Fakten in die Runde:

  • Abschluss M.Eng (Konstruktiver Ingenieurbau)
  • Handwerkliche Lehre im Bauhauptgewerbe, darin knapp 5 Jahre Berufserfahrung
  • Während dem Studium immer wieder Werkstudententätigkeit in der Tragwerksplanung
  • Einstieg in der Bauleitung bei einem großen Konzern mit A7 (Auto etc. ist inklusive)
  • Baustellen sind Deutschlandweit, dafür gibts aber eine Zulage pro Tag
  • Nachverhandeln des Gehalts nach spätestens einem Jahr
  • Überstunden sind im Gehalt mit drin, wie so üblich bei der Bauleitung
Insgesamt bin ich für den Anfang zufrieden. Da ich jedoch schon fast alles selbst draußen ausgeführt habe, was ich später anleiten/organisieren soll, sehe ich die Erhöhung nach einem Jahr mehr als gerechtfertigt an. Insbesondere wenn man tendenziell von eher 50 Std/Woche ausgeht. Wie seht ihr das? Was sind die Erfahrungen von Kollegen, die ebenso schon praktisch am Bau gearbeitet haben?

Martin | 08. August 2019 - 10:05

Ich habe das Thema nun verfolgt und bitte um eine Einschätzung. Kurz zu mir: 25 J, B.Eng. Abschluss Dezember 2018, ab Januar 2019 bei einem Bauträger angestellt (davor dort 1 Jahr als Werkstudent) und dort mache ich seit April die Bauleitung eines 14 Mio. Projektes. Übernahme der Baustelle bei Hälfte Rohbau, da eigentliche Bauleitung aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden ist. Mache momentan im Schnitt 45 - 50 Std.
Gehalt: 42.000 € + Firmenwagen (BMW X1). Passt das? Ende des Jahres wollte ich eine Gehaltssteigerung ansprechen, was kann man da fordern?

keeper83 | 07. August 2019 - 11:26

Ich bin vor 2 Jahren in den Öffentlichen Dienst gewechselt. Die Vorzüge und Freiheiten bei gleichzeitig interessanter Tätigkeit (Planung und Bauleitung im Tiefbau meist ohne Ingenieurbüros dazwischen), die ich hier genieße, würde ich niemals gegen 15.000 EUR im Jahr mehr wieder eintauschen. Die Rechnung geht in jeglicher Hinsicht nach hinten los. Meine feste Überzeugung, nachdem ich auf beiden Seiten meine Erfahrung gemacht habe.

@Bauwechsler:
Ich weiß ja nicht was du wo für deine 98.000 Euro genau machen musst, aber nach 5 Jahren im Beruf solch eine Summe hier als Standard festzulegen, bei gleichzeitig vollem Ausleben eines Privatlebens (ohne zwangsweisen Umzug, berufliche Verwirklichung des Partners möglich bei gleichzeitiger Gründung einer Familie, etc.))., halte ich für etwas gewagt. Es sei dir aber gegönnt.

@ALE:
Frag mal bei den Automobilzulieferern nach aktuell. Die Ingenieure freuen sich gerade mega über ihre üppigen Gehälter.

Alonso | 02. August 2019 - 07:10

Wer sich bei diesem Bauboom schlecht bezahlen lässt, ist selbst Schuld. Ich hatte letztes Jahr drei Interviews. 20 bis 30 % Gehaltserhöhung sind locker drin.

@Constantin:
Und die weichen Faktoren kommen auch nicht zu kurz. Und dürfen heutzutage auch nicht zu kurz kommen. Ich bin nun in einem Büro in der Innenstadt einer Großstadt. Perfekte Lage, Bahnhofsnähe, 40 h Woche, Zeitkonto, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice Möglichkeit, flache Hierarchien und top eingerichtetes Büro. Klar, Leistung ist zu bringen und Verantwortung ist zu übernehmen!

Bauwechsler | 01. August 2019 - 21:49

@Constantin:
All die von dir genannten Punkte haben wir in einem Großkonzern (kostenlose Getränke, schönes Büro, Weiterbildungsangebote, geförderte Kantine, geförderte Mitgliedschaft im Fitness, Fahrkostenzuschuss etc.), darüber hinaus Anspruch auf eine (nicht zu verachtende) Betriebsrente. Trotzdem haben wir ein Top-Gehaltsniveau. Du siehst, dass eine schließt das andere nicht aus, ganz im Gegenteil, die Bauingenieure die ich kenne arbeiten überwiegend in kleinen Firmen/Büros und da gibts in der Regel weder ein gutes Gehalt, noch sonstige Benefits. So schaut’s halt aus!

ALE | 31. Juli 2019 - 18:09

@Constantin:
Totaler Schwachsinn, sorry! Bauingenieure sind sehr schlecht bezahlt im Vergleich zu anderen Ingenieuren. Und das muss sich schnell ändern, Punkt Ende.

Constantin | 31. Juli 2019 - 09:15

Kommt bei der Betrachtung der reinen Gehälter nicht ein Aspekt viel zu kurz? In die meisten Bewertungen in diesem Forum wird das Gehalt seitens des Arbeitgebers gegen die Wochenstunden (ja, wichtig), Mitarbeiteranzahl, Anzahl der Urlaubstage etc. gebenchmarkt. Aber die weichen Faktoren werden kaum erwähnt. Muss nicht viel mehr gleichzeitig ein ganzheitliches Augenmerk auf den Arbeitgeber gerichtet werden?

Lage des Büros, Ausstattung der Arbeitsplätze (auch das Design des Büros kann eine Rolle spielen), Weiterbildungsangebote, Kollegenzusammenhalt (und was tut der Arbeitgeber hierfür), Mitarbeiterzufriedenheit, flexible Arbeitszeiten, Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Büros, Verantwortung der Mitarbeiter, Führung und Förderung - und vieles vieles mehr.

Bis zu den Kleinigkeiten, wie Getränke, Kaffeemaschine, Sportangebote und Gadgets wie höhenverstellbare Schreibtische etc. Das alles muss doch auch betrachtet werden. Natürlich will ich ein faires Gehalt, aber alle die o.a. Themen kosten dem Arbeitgeber auch Geld und wenn er mir ein Arbeitsumfeld schafft, in dem ich mich richtig wohl fühle, dann muss ich auch dies bei meinen Gehaltswünschen betrachten und mit einfließen lassen.

Bauwechsler | 30. Juli 2019 - 23:34

@Ronny:
Mal im Ernst, bist du mit den paar € zufrieden?! Dafür ein schweres Studium absolviert?

Ronny | 30. Juli 2019 - 13:04

Ich habe meinen Master gemacht (FH) und bin danach in den öffentlichen Dienst als technischer Sachbearbeiter (Verkehrsplanung) - wegen Work-Life-Balanace. Nun bin ich seit 5 jahren hier im Büro (Stadt mit über 200.000 Einwohner) und verdiene E11/Stufe 3 ca. 52.000 EUR Brutto Jahresgehalt.

Meine Arbeitszeit liegt bei 39/h die Woche. Davon bin ich zwei Tage im Homeoffice (da ich Vater geworden bin) - und kann da nebenbei auf meinen Sohnemann aufpassen. Also ich bereue es nicht in die freie Wirtschaft gegangen zu sein.

Bauwechsler | 29. Juli 2019 - 20:39

Ganz knapp meine Daten: Einstieg nach Master (Mitte 2014): 50.000 €, Stand jetzt (Mitte 2019): 98.000 €, 40 h/Woche im Bereich Konzernumfeld, wenig Reisezeit, nette Kollegen, gute Work-Life-Balance!

Wenn ich mir die Gehaltsstrukturen hier anschaue und mich mit ehemaligen Komillitonen vergleiche, mit Sicherheit eine der besten Entscheidungen meines Lebens. An alle, die hier immer den Wechsel in die (nicht Bau-) Industrie empfehlen: vergesst das. Die Chancen als Bauingenieur in der Industrie unterzukommen sind verschwindend gering, wenn ihr in die Industrie gehen wollt macht besser gleich was Passendes!

Bauhans | 24. Juli 2019 - 19:30

Kurz und knapp meine Daten:

  • Abschluss als Master an TU (Vertiefung Baubetrieb)
  • Während des Studiums über 2 Jahre als Werkstudent / Praktikant in der Bauleitung (Ingenieur- und Tunnelbau) gearbeitet
  • Einstieg als Jungbauleiter im Ingenieur- und Brückenbau bei Baukonzern
  • Einstiegsgehalt A7 nach Tarifvertrag (ca. 60.000 €/Jahr) mit Firmenwagen
  • ca. 50 h/Woche
  • Baustellen im Radius von ca. 200 km um Niederlassung und bis 40 Mio. €
  • Peile Tarifstufe A8 (= ca. 65.000 €/Jahr) nach dem aktuellen Projekt an

Sami | 24. Juli 2019 - 13:31

Ich bin vor 4 Jahren nach Deutschland gekommen, seit Mai 2018 in einem Architektenbüro als Bauleiter erwerbstätig. Berufserfahrung habe ich ca. 5 Jahre in meinem Heimatland gesammelt. Mein Gehalt als Einstieg ist 2800 € Brutto im Monat und bis jetzt wurde es nicht erhöht. Ist das Gehalt so plausibel?

Tox | 23. Juli 2019 - 18:05

Jetzt lese ich hier auch schon seit einigen Monaten mit. Ich, 33 J, Master-Abschluss als Bauingenieur in 2014 an einer Uni. Ab 2009 Studentischer Mitarbeiter bei einem Prüfingenieur, danach Übernahme in diesem Büro. 2015 hat es mich dann in ein kleines Büro (Chef, 4 Tragwerksplaner, 2 Konstrukteure - ja das Verhältnis passt mal gar nicht) verschlagen. Wohnort und Arbeitsort: NRW, Ruhrgebiet, Großstadt
Tätigkeit: Aufstellen statischer Berechnungen, Positionspläne, Gutachten, ggf. Schall- und Wärmeschutz, Betreuung Schal- und Bewehrungspläne.

BV: Mehrfamilienhäuser, Kindergarten, Schule, Umbauten, was man so halt macht.
Jahresbrutto: 46.200 Euro bei 40 Std./Woche (28 Urlaubstage)

So, jetzt plane ich die nächste Verhandlungsrunde. Meine derzeitige Verdienstsituation finde ich sehr bescheiden. Wenn ich hier richtig lese - und das deckt sich mit meiner eigenen Einschätzung - sollte ich aus der Runde mit 52.000 Euro rausgehen (auch wenn man nicht glaubt, dass so ein Sprung möglich ist). Oder woanders hin bewerben?

Masti | 22. Juli 2019 - 23:27

Ich verfolge diesen Thread nun schon eine Weile und würde nun von meinen Eckdaten erzählen: Alles in Umgebungen von Städten mit rund 300.000 - 500.000 Einwohnern.

Master-Absolvent, Werkstudent neben Masterstudium:

  1. Angebot Einstiegsgehalt 52.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche, Büro ca. 150 MA
  2. Angebot Einstiegsgehalt 51.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche, ca. 50 MA
  3. Angebot Einstiegsgehalt 56.000 Euro brutto bei 40-50 Std/Woche, ca. 100 MA Bauleitung
Ich habe mich letztendlich für das 1. Angebot entschieden, da mir Worklife Balance im Job wichtig ist.

Ein Kollege von mir als Bachelorabsolvent in der Bauleitung: Einstiegsgehalt lag bei 48.000 Euro brutto bei 40-50 Std/Woche nach dem Abschluss. Ein weiterer Kollege, ebenfalls Werkstudent nebenher im Master: Einstiegsgehalt lag bei 43.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche nach dem Abschluss. Der dritte Kollege, Bachelor, 2 Jahre Berufserfahrung, hat ein aktuelles Gehalt von 49.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche.

Also wenn man gut verhandeln kann und schon ein wenig Berufserfahrung vorweist und sich nicht total blöde anstellt, kann auch beim Einstieg schon gut was herausgeholt werden. Auch im klassischen Bauwesen etc. - man muss bei der aktuellen Lage keine Nische besetzen um ein vernünftiges Einstiegsgehalt zu bekommen.

Mich interessiert nun, wie entwickelt sich danach das Gehalt? Wie ist prozentual gesehen die Steigerung pro Jahr? Gibt's dazu von jemandem Angaben? Bitte ebenfalls berufliche Entwicklung mit angeben. Mir ist klar das mit Personalverantwortung und größeren Projekten auch das Gehalt steigt.

ALE | 18. Juli 2019 - 22:16

@Sonnenschein:
Sofort wechseln. Ich habe vor 10 Jahren als blutiger Anfänger mit B. Eng 2900 EUR Gehalt verdient und nach einem Jahr 3300 EUR. Noch was, Finger weg von kleinen Büros. Dort versuchen die Chefs immer die Mitarbeiter auszubeuten. Viel Erfolg!

Sonnenschein | 17. Juli 2019 - 17:52

Ich fühle mich echt betrogen. Ich habe meinen Bachelor erfolgreich abolviert und zwei Jahre als Werkstudent für ein kleines Ingenieurbüro (MA ca. 60) gearbeitet. Dannach wurde ich für 2500 € Gehalt übernommen. Arbeite nun seit über 5 Jahren dort und bin immer noch bei 2900 € Verdienst. Sollte ich den Betrieb vielleicht wechseln?

Östarrichi | 15. Juli 2019 - 23:08

Kurz zu mir zusammengefasst: Einstieg in 2015 als Statiker mit Abschluss M. Eng. im kleinen Ingenieurbüro in Westösterreich mit 30800 EUR. Bei uns ist oft der Kollektivvertrag die Regel für Berufeinsteiger ohne Erfahrung. Nach 1,5 Jahr Erhöhung auf 39200 EUR Gehalt. Beide Beträge sind meiner Meinung nach mit der jetzigen Situation in der Baubranche lächerlich. Niemand muss jetzt mit etwas unter 48000 EUR Gehalt als Master-Absolvent unterschreiben. Wechsel zu internationalem Bauunternehmen in 2018 mit 63000 EUR brutto als Projektleiter Tragwerksplanung und nach einem Jahr Erhöhung auf 69000 EUR Gehalt.

Hochbautechniker | 13. Juli 2019 - 09:57

Im Vergleich bin ich "nur" hochbautechniker mit 10 jahren berufserfahrung als Zimmermann. Bei uns in Niedersachen ist es wie überall anders auch, Fachkräftemangel. Bin jetzt seit dem 01.07 als Bauleiter eingestellt. Kleines Büro, Wohnungsbau mit 40.000 EUR Gehalt zum Einstieg. Nach der probezeit wird ein firmenwagen verhandelt und mit Abschluss meines ersten Projektes das Gehalt. Mit Abschluss habe ich in etwa 1 Jahr berufserfahrung und peile 48.000 EUR Jahresgehslt an.

Man muss aber fairerweise dazu sagen, dass ich 40 Stunden habe und keine Stunde mehr. Ich habe über mein BV komplett die Vollmacht und muss niemandem meine Stunden nachweisen. Andere Kollegen, die in der bauleitung tätig sind, bewegen sich bei 45.000 EUR bis 75.000 EUR Gehalt im Jahr + firmenwagen. Man muss realistisch sein und hoch pokern. Mein Abschlussjahrgang an hochbautechnikern hatte zu 100 % vor Abschluss einen Job. Teilweise sogar 4-5 zusagen. Sollte der Chef den Kurs nach unten drücken und man fühlt sich unterbezahlt, fällt man zumindest weich, denn Jobs gibt es zur Zeit ohne Ende.

derFreund | 05. Juli 2019 - 13:55

Also ich muss MasterBau Recht geben. Wenn Leute meinen, dass so etwas nicht stimmt, dann sollten sie sich mal gründlich umschauen. Ich habe derzeit auch eine Stelle in der Industrie (IG Metall Tarif). Master Bauing (KIB) U 30. Hatte auch das Glück, dass eine Stelle in diesem Konzern frei geworden ist. Wie schon erwähnt sind diese Stellen sehr rar. Wie MasterBau schon gesagt hat so ist es auch bei mir: 35 Stunden (Stempeln, natürlich sind es mehr Stunden aber keine Minute geht verloren), mit EG Einstufung usw. ist das Gehalt nicht vergleichbar mit der Baubranche.

Dr. Concrete | 05. Juli 2019 - 12:00

Als Berufseinsteiger hatte ich ein paar Stellen zur Auswahl. Die eine war eine Stelle als Produktionsleiter in einer Feldfabrik für Betonfertigteile eines großen Schweizer Bauunternehmens. Auf das Bewerbungsgespräch war ich natürlich vorbereitet, indem ich mich über geltende Tarifverträge und hier im Forum schlau gemacht hatte. Nach selbstbewusstem Auftreten wurden mir als Einstiegsgehalt ca. 64.000 EUR geboten. Schlussendlich entschied ich mich aus persönlichen Gründen für eine Projektingenieur-Stelle in einem Planungsbüro mit einem Einstiegsgehalt von ca. 48.000 EUR + Firmenwagen. Nach einem Jahr wurde auf ca. 51.000 EUR erhöht.

Dieses im Vergleich zu Anderen hier im Forum relativ hohe Einstiegsgehalt ist meiner Meinung nach der Tatsache geschuldet, dass ich wusste was ich aufgrund der Konjunktur und Marktsituation "verlangen" kann. Andere Kollegen, die weniger selbstbewusst aufgetreten sind und auch uninformiert waren, wurden im Bewerbungsgespräch eiskalt mit ca. 41.000 EUR als Einstiegsgehalt abgespeist. Also mein Tip an alle: Informiert euch und tretet bei Gehaltsverhandlungen selbstbewusst (dabei nicht unverschämt) auf. Lieber zu hoch (~55.000EUR) einsteigen und ein paar EUR runtergehandelt werden, als ewig auf einem niedrigen Niveau rumzutingeln.

Bau-Ing. | 03. Juli 2019 - 17:00

Für Berufseinsteiger sollte bei aktueller Konjunktur das Tarifgehalt, je nach Abschluss und Qualifikation, schon drinnen sein. Das wäre Tarifgruppe A5-A7, je nach Abschluss. Alle anderen, mit jahrelanger Berufserfahrung, sollten bei naher Zukunft eintretender Gehaltsverhandlung ruhig etwas nach oben pokern. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Hannes | 27. Juni 2019 - 14:03

Nach dem Studium (Master an der Uni) Einstieg als Bauführer mit 2.800 €. Nach einem halben Jahr gewechselt und seit 2 Jahren bei einem kleinen Planungsbüro mit 2.700 € tätig. Jetzt bin ich auf der Suche und überlege, ob 40.000 € Jährlich in Sachsen in Ordnung wäre.

Der Projekteinkäufer | 24. Juni 2019 - 22:01

Hier mal ein beitrag von einem nicht studierten. Kfm lehre von 2006 bis 2009, mit 1600 brutto eingestiegen als kaufmann im einkauf und pm bis 2015 zum technischen Leiter in ner kleinen klitsche hochgearbeitet, bei lächerlichen 36.000 EUR zzgl firmenwagen dann wechsel als projekteinkäufer zu ner baufirma mit 46.000 EUR Gehalt eingestiegen. Nun mach 3,5 jahren bei knappen 80.000 EUR Gehalt und 40 std woche +- 2 stunden. Verhandelt, markt sondiert und co. Die branche boomt! Nutzt es!

Peterchen | 20. Juni 2019 - 17:05

Was kann ich als Projektleiter im Hochbau verlangen bei einem Firmenwechsel? Gerade bin ich als Vertragsmanager bei einem größeren Bauunternehmen bei A9 + kleiner Jahresbonus ohne Auto. M 34, Master Uni, 6 Jahre Berufserfahrung, ca. 50 Wochenstunden. Ich denke mal die A10 + Auto ist kein Problem. Aber wie hoch ist da dann der Bonus noch?

MasterBau | 28. Mai 2019 - 08:10

@Keeper83:
Da hast du Recht! Jeder hängt sich an meiner Situation auf. Diese ist real, spiegelt aber nicht das Bauwesen wieder mit seiner Bezahlung. Das habe ich ja gesagt.

Fakt ist: Der Bau ist und bleibt im Vergleich unterbezahlt (auf den Stundenlohn gesehen), aber auch hier wäre momentan sehr gute Bezahlung möglich. Habe auch aus dem Bausektor das ein oder andere Angebot bekommen über Headhunter, was aber nicht an meine jetzigen Bedingungen rankommt. Hatte interessehalber auch ein paar Vorstellungsgespräche, um den Marktwert zu checken. Sehr wohl aber sind ähnliche Gehälter möglich, aber das halt dann bei einer 50-60 h / Woche und Großprojekte in ganz Deutschland oder dem Ausland. Das muss man halt mögen.

Der Durchschnittsingenieur mit festem Wohnsitz und wenig Flexibilität bekommt aber eben vielleicht eher die "niedrigen" Gehälter. Wobei ich auch hier von Kommilitonen und alten Kollegen weiß, dass ein Einstieg nach dem Studium in der Bauleitung im Gesamtpaket unter 50.000 € + Auto (in Bayern) fast nicht mehr zu finden ist. Mir wurde im Studium auch von Ingenieurkammern usw. (die Vorträge gehalten haben), propagiert, dass ein Gehalt von 40.000 € bei Ingenieuren die Regel ist. Als ich aber mit dem Bachelor fertig war, war ich schon bei 45000 € in 2010! Tendenz steigend.

Keeper83 | 27. Mai 2019 - 15:02

Das Problem ist die überproportionale Wahrnehmung dieser Nischenjobs und deren Entlohnung in dieser Runde. Das verzerrt das Bild einfach. Und Konzerne, die für das unfallfreie Bedienen eines Schlagschraubers über 20 Euro die Stunde zahlen, wobei diese Arbeit im Nachgang auch noch dreimal kontrolliert wird (Qualitätssicherung), zahlt eben auch bei den Ingenieuren entsprechend überproportional. Ob ich mir da jetzt viel drauf einbilden würde sei mal dahingestellt. Und ein für solche Jobs fast zwingend erforderlicher Wohnortwechsel muss auch nicht jeder gleich gut finden. Wohnt halt nicht jeder in Wolfsburg, Stuttgart, Ingolstadt oder Leverkusen.

MasterBau | 24. Mai 2019 - 10:08

@arbeitssuchend:
48.000 € für Statik ist in meinen Augen etwas zu wenig, große Sprünge wirst du da aber in der Statik nicht machen können mit deinem Alter und Erfahrung. Wenn du mehr willst, dann wirst du Richtung Bauleitung/Projektleitung gehen müssen, was aber auch mehr Arbeit und Stress bedeutet. Das muss glaub ich jeder für sich selber wissen.

@Snowflake:
Ehrlich gesagt bin ich es leid, dir hier gegenzureden. Ich kann hier sagen was ich will, du wirst es sowieso nicht glauben, da du in deiner Blase festsitzt. Vielleicht solltest du dich mal etwas informieren. IG Metall hat 40 h Verträge, natürlich hat die Basis 35 h, aber 40 h gibt es und sind natürlich an eine bestimme Position/Aufgabe und Auslastung geknüpft. 35 h ist mit dem Bau einfach nicht machbar, soweit haben das die Leute bei uns auch kapiert. Von daher bekommt man dann eine Aufstockung auf 40 h (mit anteiligem höheren Gehalt). VIelleicht solltest du da mal jemand finden der bei einem IG Metall Betrieb arbeitet und dem du vertraust. Der wird dir nix anderes sagen.

Und zu meinem Alter: Es spielt keine Rolle! Ich bin tatsächlich U 40, aber wer sich mit der IG Metall etwas auseinander setzt, der weiß, dass man mit einem Master bei der IG Metall eig. nicht unter EG 11 (Bayern) einsteigen kann. Und wenn man jetzt wissen will, wie viel das ist, dann kann man einfach Google bemühen. Zu dem Grundgehalt dort kommt dann eine Leistungszulage (beginnt bei 7% und geht auf 28% vom Monatsgehalt). So hat man sein Gehalt (bei mir eben ca. 6500 €/Monat bei 40 h). Dreisatz von 35 h auf 40 h traue ich dir noch zu als super weiser Experte.

Und dann hat die IG Metall halt noch weitere Vorzüge wie z.B. Weihnachtsgeld/Urlaubsgeld (Höhe steht im Internet) und Bonus/Einmalzahlung. Ich denke ihr erinnert euch an die Zeitungsartikel wo es heißt (BMW/Porsche/Audi usw. Mitarbeiter bekommen Bonus von 9000 €). Dieser Bonus ist für die Facharbeiter, das ist idR EG 5/6 (ich hoffe ich sag nix falsches), Leute in meiner Position haben aber einen viel höheren Basiswert, so dass unser Bonus dann bei den o.g. 9.000 € eben ca. 15.000 € sind.

Und ja nochmal, es ist eine Nische. Damit meine ich es sind seltene Jobs. In meinem Konzern sind wir ca. 600 Leute weltweit! Das ist quasi nicht mal in der Nachkommastelle der Bauingenieure der Welt zu finden. Aber diese Nischen gibt es, und zwar bei vielen großen Firmen und Konzernen.

Und wer es mir nicht glaub, es ist mir egal! Mir stellt sich die Frage: Warum sollte ich das hier zum Spaß oder Lobby schreiben? Ich propagiere ja nicht, dass Bauingenieure toll bezahlt werden und alles super läuft?! Eben weil die Bedigungen im Bau hart sind habe ich mich umgeschaut und riesen Glück gehabt. Ich will nur ermutigen, den Job mal zu wechseln und sich umzuschauen. Momentan ist die richtige Zeit, um einen Gehaltssprung zu machen, auch im Bauwesen. Und mit etwas Glück kommt man auch an seltene Jobs ran.

Alonso | 23. Mai 2019 - 21:43

@snowflake:
Ich glaube nicht, dass es irgendjemand in diesem Forum nötig hat Lügen zu verbreiten. Ich hoffe, dass die Beiträge hier wieder sachlicher werden. Fakt ist, wer mutig genug ist sich zu bewerben, die Augen nach guten Stellen offen hält und natürlich auch gute Leistungen bringt sowie bereit ist Verantwortung zu übernehmen, kann bei der momentanen Marktlage ohne Weiteres 20 - 30 % mehr Gehalt herausholen. Und ja, bei einer 40 h Woche mit Arbeitszeitkonto und flexiblen Arbeitszeiten. Ich bin im Infrastrukturbau, sprich Straßen- und Brückenbau als Projektleiter tätig.

Horst | 23. Mai 2019 - 19:25

Das eigentlich Tragische ist ja, dass Bauingenieure es nicht einmal in Zeiten des Baubooms schaffen, ihre Gehälter zu steigern, sondern nach wie vor die mit deutlichem Abstand am schlechtesten bezahlten Ingenieure bleiben und heute im Durchschnitt sogar noch weniger verdienen als einige Jahre zuvor! Es kann sich ja jeder ausmalen, wo die Gehaltsentwicklung hin geht, wenn die derzeit sehr gute Baukonjunktur wieder ins Stottern gerät.

JünglingMcDüngling | 23. Mai 2019 - 18:10

Also ich finde MasterBaus Beitrag durchaus plausibel. Ich habe bspw. auch bereits ein Jobangebot bekommen als klassischer Bauleiter im Schlüsselfertigbau mit 4200 Euro je Monat, 13,5 Gehältern und Firmenwagen + Notebook, Smartphone etc., und das nur als Bachelor-Absolvent (der gerade halt seinen Master macht).

Snowflake | 22. Mai 2019 - 22:26

@arbeitssuchend:
Jetzt bist du aber gemein. Der gute MasterBau muss doch jetzt erstmal bei seinem Führungsoffizier in der Baulobby nachfragen, was er auf deine Frage antworten soll. Ich denke mal er wird sowas in der Art von “Mitte 30, Master Abschluss und nun Bauherrenvertreter bei Bayer” zum Besten geben. Vorher war er natürlich Bauleiter oder als Projektmanager unterwegs, ebenfalls ohne Überstunden - und Stress kennt er nur vom Hörensagen.

Natürlich hatte er, als er zu Bayer gewechselt ist, noch bessere Angebote bei internationalen Grosskonzernen, die sich alle um ihn geprügelt haben. Aber das waren Führungspositionen deutlich jenseits der 180.000er Marke mit 45-50 h und internationalen Einsätzen. Er schiebt aber lieber eine ruhige Kugel. Deshalb ist er mit den 100.000 EUR zufrieden. Irgendsowas kommt hier immer. Er hat in seiner Story allerdings noch nicht mal geschnallt, dass bei der IG Metall keine 40h Woche herrscht.

@arbeitssuchend | 21. Mai 2019 - 17:43

@Masterbau:
Ich bin zurzeit auf der Suche nach einem neuen Job und würde sehr gerne wissen was ihr bzw. du über Nischen verstehst? Zudem dein Alter und deine Berufserfahrung, wenn es dir nichts ausmacht.

Kurz zu mir: Ich bin 28 Jahre alt und in Österreich Wien zurzeit als Statiker tätig. Habe 2 Jahre Berufserfahrung und den Master in Deutschland absolviert (KIB). Ich bin mit 48.000 EUR Jahresgehalt eingestiegen, was für die derzeitige Situation der Baubranche meiner Meinung nach wenig ist. Ich kann mir leider nicht vorstellen als Tragwerksplaner (Hochbau) alt zu werden und bin daher offen für alles.

MasterBau | 21. Mai 2019 - 07:29

@Snowflake:
Und deine Beiträge erinnern an die Pessimisten, die bei Niedriglohn festhängen und nicht glauben wollen/können, dass es auch anders geht. Man spricht hier sicherlich von Nischenplätzen außerhalb vom Bau, z.B. Chemie, Auto usw., aber diese Jobs gibt es und sind real. Ich selber sitze in einem Konzern mit einem 40h Vertrag (Gleitzeit, jede Minute wird bezahlt bzw. geht aufs Überstundenkonto zum Abfeiern), habe mit 40h ein Grundgehalt von 6400 € monatlich + Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Boni. So komme ich auf ein Jahresgehalt knapp unter 100.000 €. Wohlgemerkt in einer Nische! Nicht die Realität für den klassischen Bau, aber dennoch machbar. War vorher auch im Bausektor, hatte auch hier 5000 € + Auto+ Weihnachtsgeld usw., was auch gut war. Die Baubranche boomt, oft lohnt es sich ein wenig umzuschauen und den Marktwert zu testen.

Und sicherer Arbeitsplatz? Ich würde mal behaupten, bei z.B. IG Metall ist man sicherer, als in der Baubranche. Hier ist man in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis quasi im Beamtenstatus, da kannst du nicht betriebsbedingt gekündigt werden, egal ob Krise ist oder sonst was. In Zeiten der Krise werden schon Leute "entlassen", dies aber zu mehr als guten Konditionen und idR macht man das mit älteren Kollegen in Form der Altersteilzeit. Anders geht das gar nicht, dafür ist der Betriebsrat hier viel zu mächtig. Also bitte keine Lügen verbreiten!

Snowflake | 15. Mai 2019 - 20:54

Die ganzen (Lobby)beiträge hier mit ihren unrealen Gehältern und niedrigen Arbeitszeiten erinnern an das schöne Lied “Haus der Lüge” von den Einstürzenden Neubauten.

Alonso | 14. Mai 2019 - 20:19

Den Beitrag von Bauigel123 kann ich nicht teilen. Bauingenieur ist ein absolut toller Beruf. Vielfältig, spannend, abwechslungsreich, anspruchsvoll, wichtige Projekte für die Öffentlichkeit etc. Arbeiten im Büro, auf der Baustelle, in der Industrie, in der Forschung. Man sieht am Ende, was man geleistet hat. Brücken, Straßen, Häuser und nicht nur Zahlen vor dem Monitor betrachten oder so. Klar läuft nicht immer alles rund. Aber ich möchte bezweifeln, dass bei IG Metall oder woanders alles besser ist. Ich sage nur Dieselskandal, Auto-Kartell, Deutsche Bank. Sind das sichere Arbeitsplätze?! Und vorallem Spaß muss der Job machen!

Zu meiner Person: Dipl.-Ing. (FH). Schon einiges gemacht. Ingenieurbüro, Baufirma, Ausland Großbaustelle, Öffentlicher Dienst, nun woanders auf Bauherrenseite. Großprojekte. Berufserfahrung > 15 a. Jahresbrutto über 80.000 EUR. Flexible Arbeitszeit, 40 h Woche. Jede Überstunde kann man abfeiern. Da gibt es gar nichts zu meckern. Leute, wenn ein Jobwechsel, dann jetzt! Solange die Baubranche noch boomt!

Bauigel123 | 02. Mai 2019 - 22:29

Ich verfolge das Forum schon ewig und gerade die Gehaltsdiskussion + Randbedingungen haben mich mein ganzes Studium begleitet und des Öfteren Zweifel aufkommen lassen. Bin nun seit ein paar Monaten fertig (B.Eng. Bauingenieurwesen) und bin beim größten öffentlichen Auftraggeber untergekommen (2 Jahre Werkstudent + Praxissemester zuvor). Mein Einstiegsgehalt liegt bei 50.000 EUR mit einer 39 h Woche. Außerdem hab ich zuvor eine Ausbildung als Vermessungstechniker absolviert. Klingt alles ganz passabel, könnte man meinen.

Allerdings bin ich trotzdem nicht zufrieden, da mich die Branche ein Stück weit nervt. Es ist einfach ein sehr volatiles Umfeld bei dem man seinen Tag nie richtig planen kann und ständig „unvorhergesehene“ Änderungen eintreten. Weiterhin muss man ständig Schnellschüsse abliefern, die meistens eh wieder für die Katz sind, weil es vielfach „quick and Dirty“ abgearbeitet werden muss. Wenn ich sehe wie es in anderen Branchen abläuft (Paradebeispiel IG Metall, Chemie etc.), dann bereue ich mein Studium extrem (einfache Ausbildung zum Kaufmann o.ä. 48.000 EUR Gehalt + Prämie+ 35h Woche).

Von dem anderen Image der Branche bzw. der Firmen und den Arbeitsbedingungen mal ganz zu schweigen. Ich kann also nur jedem, der überlegt Bauingenieurwesen zu studieren oder gerade noch dabei ist, nur davon abraten und würde einen Wechsel dringend empfehlen. Und das von jemanden, der es eigentlich noch ganz "gut" - hat (Stichwort Bauhauptgewerbe / Ausführung / Planungsbüros aka Klitschen).

Holger4711 | 02. Mai 2019 - 21:00

M 28, Master TU; NRW; Berufseinstieg als Bauleiter SF in 2018 (parallel zum Studium im Ingenieurbüro tätig, keine Erfahrung in der Bauleitung); Einstiegsgehalt 4.000 Brutto, Firmenwagen Golfklasse, nach einem Jahr 4.500 Brutto; Arbeitszeit > 50 h, Vertrag 40 h, Überstunden unbezahlt; Projektgröße in der Regel 5-20 Mio.

Wellblech | 01. Mai 2019 - 00:12

@MM:
Darum ging es in meinem Beitrag doch in keinster Weise. Bitte mal genau durchlesen. Es ging um die Aussage von Horst zu der Freizeit von Lehrern.

MM | 27. April 2019 - 21:12

@Wellblech:
Ich finde den Vergleich lehrer mit bauingenieur tvöd 11 unpassend. Der Lehrer hat i. D. R 5 Jahre Universitäts-Studium plus 1,5 Jahre referendariat hinter sich. Der tvöd 11 Ingenieur gerade mal 3 Jahre fh Studium. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Da brauch keiner meckern! Und im öffentlichen Dienst macht sich auch keiner Tod.

Wellblech | 24. April 2019 - 10:38

Zitat Horst | 13. April 2019 - 21:41: "Mit deinem Gehalt hast du deutlich weniger als ein in A13 besoldeter Realschullehrer, sogar noch mehrere Tausend Euro jährlich weniger als ein in A12 eingestufter Grundschullehrer (bitte nicht die Bruttogehälter sondern das netto vergleichen, der Beamte hat kaum Abzüge!) - und der hat trotzdem noch ein Vielfaches mehr an Freizeit wie du. Zudem hat der verbeamtete Lehrer eine Pensionszusage, die dir als Angestellter im öffentlichen Dienst auch abgeht. Es bleibt dabei: als Bauingenieur hast du in der Regel halt kaum Kohle UND kaum Freizeit."

@Horst: Sorry, aber das mit mehr Freizeit ist völliger Quatsch. Ich bin in einer ähnlichen Situation wie Theo. Öffentlicher Dienst, E11 Stufe 3, kurz vor 4. Meine Frau ist Lehrerin in A13. Von so viel Freizeit wie ich kann sie nur träumen und beneidet mich darum, dass ich im Büro den Stift fallen lassen kann und danach zu Hause meine Freizeit beginnt. Was bei ihr alles zu Hause anfällt ist Unterrichtsvorbereitung, Klausuren korrigieren, Vorbereitungen auf Elterngespräche, Abstimmungen mit anderen Lehrern aus ihrem Fachbereich (oft bis 22:00 Uhr abends). Zudem kommen wöchentlich nachmittags etwaige Konferenzen, schulische Veranstaltungen, Klassenfahrten, Konferenzen in den Schulferien und so weiter und so fort. Wenn sie könnte, sie würde sofort mit mir tauschen und auf die paar Euro verzichten. Wenn sie mal einen einzigen Tag in der Woche (Sonntag) komplett frei hat, dann ist das die Ausnahme.

Deine Äußerungen lassen leider nur darauf schließen, dass du keinen direkten Kontakt mit Lehrern hast, sondern sich nur die Vorurteile manifestiert haben, dass Lehrer ja soooo viel Freizeit hätten und massig Ferien. Ist leider ein Trugschluss und erst wenn man das mal live miterlebt, lernt man die Arbeit von Lehrern zu schätzen. Leider, auch bei mir war es so, geschieht dies in der Regel weit nach der eigenen Schulzeit.

TUler | 15. April 2019 - 11:52

Nun auch mal einen ersten Ausblick aus meiner Sichtweise: Ich schließe dieses Jahr meinen Master an einer TU ab, bin 25 Jahre alt und habe meinen Bachelor an einer FH gemacht. Ich habe bereits durch Praktika und Werkstudententätigkeit in unterschiedlichen Bereichen (Tragwerksplanung, Bauleitung und BIM) Erfahrungen sammeln können. Zudem konnte ich bereits Erfahrungen in der strategischen Unternehmensoptimierung sammeln. Ich habe für Ende des Jahres bei einem großen Unternehmen unterschrieben. Einstiegsgehalt liegt bei 61.000 EUR (brutto). Mehr ist, glaube ich, nicht hinzuzufügen.

Horst | 13. April 2019 - 21:41

@theo:
Mit deinem Gehalt hast du deutlich weniger als ein in A13 besoldeter Realschullehrer, sogar noch mehrere Tausend Euro jährlich weniger als ein in A12 eingestufter Grundschullehrer (bitte nicht die Bruttogehälter sondern das netto vergleichen, der Beamte hat kaum Abzüge!) - und der hat trotzdem noch ein Vielfaches mehr an Freizeit wie du. Zudem hat der verbeamtete Lehrer eine Pensionszusage, die dir als Angestellter im öffentlichen Dienst auch abgeht. Es bleibt dabei: als Bauingenieur hast du in der Regel halt kaum Kohle UND kaum Freizeit.

Theo | 11. April 2019 - 10:57

Ich bin schon seit 6 Jahren ein stiller Teilnehmer und möchte jetzt auch mal meinen Kommentar abgeben. Insbesondere, weil der öffentliche Dienst oft schlecht geredet wird:

  • Wohnort: Niedersachsen
  • Qualifikation: Master (Ja, für diese Stelle würde auch der Bachelor reichen)
  • Seit wie vielen Jahren am Arbeiten: 6 Jahre im öffentlichen Dienst
  • Bezahlung: E11, Stufe 4, Jahres-Brutto: circa 56.900 € (Stand am 11.04.2019)
  • Urlaubstage: 31
  • Arbeitszeiten: 39 Std. Woche. Gleitzeit ohne feste Kernzeit
  • Verantwortung: Überschaubar
Ich finde, dass das ganz i.O. ist. Klar, mehr geht immer, aber meistens geht das einher mit wesentlich mehr Verantwortung und auch mehr Arbeitszeit! Und gerade die Zeit sollte wichtiger sein als Geld!

MK | 09. April 2019 - 12:45

Was kann ein ausländischer Bauingenieur in Dresden oder generell in Sachsen verdienen? Zumindest sehr gute Deutsch- und Englischkentnisse, ich glaube darf schon als fließend genannt werden, habe keine relevante Kommunikationsschwierigkeiten. Bisher ein halbes Jahr als Bauführer (2.800 €) auf einer Baustelle, dann anderthalb Jahr als Projektingenieur in kleinem Planungsbüro (2.600 €). Meines Erachtens trozt Mangel der Muttersprache kann ich wesentlich mehr verdienen. Ich habe Master Studium an der Uni im Ausland absolviert, in EU, so Eurocodes sind völlig bekannt. Wie ist eure Meinung?

Spatenpauli | 08. April 2019 - 22:30

Ich habe einen Abschluss als Dipl.-Ing. und bin als Bauleiter im Tiefbau und Industriebau tätig. Ich bin zwischen 35 und 40 Jahre alt, Einsatzgebiet NRW. Mein aktuelles Gehalt liegt bei 66.000 Euro zzgl. Auto (45T Euro), Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld gem. Tarif und Prämien. Die Arbeitszeit beträgt inkl. Fahrten meist zwischen 50 und 60 Stunden. Mein Rat: Für Gehaltsverhandlungen oder Jobwechsel ist jetzt die richtige Zeit!

Karl | 04. April 2019 - 21:37

Ich bin als Bachelor direkt nach dem Studium im Öffentlichen Dienst nach TVÖD (Schleswig-Holstein) eingestiegen. Überlege in die private Wirtschaft zu wechseln, genauer in ein großes Planungsbüro in Hamburg. Welche Gehaltsvorstellung wäre realistisch als Einstiegsgehalt? Lohnt sich der Wechsel? Empfehlt ihr im allgemeinen im öffentlichen Dienst zu bleiben oder eher in die private Wirtschaft zugehen?

BauRichter | 21. März 2019 - 14:12

Ich bin jetzt schon fast 2 Jahre Bauleiter in einem Mittelständischen Unternehmen (ca. 500 Mitarbeiter). Wir sind hauptsächlich im Tief- und Straßenbau tätig. Das Unternehmen bezahlt nach Tarif. Ich habe bisher 3 Baustellen abgewickelt. Davon die erste in Betreuung und die weiteren 2 relativ unabhängig. Klar immer wieder mal Rücksprache mit dem Oberbauleiter bei kritischen Punkten etc.

Langsam überlege ich es mir mal eine Gehaltsanpassung anzusprechen. Das Problem ist nur, dass ich dabei überhaupt keinen Anhaltspunkt habe. Wie sah bei euch im Beruf die Gehaltssteigerung aus? Ich denke nach 2 Jahren sollte man schonmal das Fenster für die Gehaltserhöhung öffnen. Bitte teilt eure Erfahrung in dieser Hinsicht.

Allroundtalent | 14. März 2019 - 09:16

Ein herrliches Servus aus dem wunderschönen Nürnberg verehrte Kolleginnen und Kollegen. Ich gebe gerne auch mal meine Infos weiter, vor allem auch wichtig für die jungen High-Performer Kollegen unter uns. Mein aktuelles Alter ist Anfang 30 und ich bin seit 2,5 Jahren fertig mit dem Studium und seit dem als Bauingenieur in der Projekt- und Bauleitung SF-Bau Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Ingenieurbau tätig.

  • Gelernter Handwerker im Bereich Innenausbau
  • Zusätzlich duales Studium Bauingenieurwesen mit Berufsausbildung zum Maurer, B.Eng.
  • SiGeKo
  • Dipl. Wirtsch. Ing.
Aktuell befinde ich mich mit meinem Jahresgehalt bei 72.000,- zu je 12 Monatsgehältern, + Firmenwagen + Urlaubsgeld + Prämienzahlungen. Wenn ich die Zahlen so sehe, finde ich es schon extrem wie weit die Gehälter auseinander gehen, vor allem bei so gut ausgebildeten Fachleuten mit Erfahrung. Wenn man zufrieden ist und das Arbeitsklima passt ist alles gut. Aber lasst Euch doch bitte nicht mit ein paar Kröten abservieren. Die Branche läuft super und wir sollten uns auch was von dem Kuchen gönnen Freunde und Kollegen!

Meister | 10. März 2019 - 14:23

Ich zwar kein Dipl.-Ing., aber aus der Baubranche: 35 Jahre und Stuckateurmeister. Ich bin seit 4,5 Jahren in der Bauleitung bei einem Handwerksbetrieb mit ca. 40 MA. 3700 € Grundgehalt + 665 Euro Urlaubsgeld und nochmal 55 % des Brutto als Weihnachtsgeld. In der Summe also 47100 € p.a. zzgl. einem Firmenwagen mit Privatnutzung sowie ein Firmenhandy mit Privatnutzung. 35 Tage Urlaub bei einer 44 Std./Woche. Überstunden nur wenn es absolut notwendig ist. Habe aber bald den LL.B und will dann auf 4200 € Grundgehalt hoch.

Wasserwirtschaftler | 08. März 2019 - 22:19

Ich bin 30, Master Siedlungswasserwirtschaft und seit 3,5 Jahren als Baubeauftragter eines Wasserversorgers im Osten tätig. Tvöd e11 Stufe 3, macht 4.100 € brutto bei Null Überstunden. Ich möchte aber wechseln, vermutlich in eine Rohrleitungsbaufirma mit Minimum 4.500 € plus Auto.

Jürgen | 07. Februar 2019 - 13:23

Ich habe hier zu diesem Thema unzählige Beiträge gelesen und bin zu der Entscheidung gekommen, mich zu bewerben und einfach mal auszuloten was meine Arbeitsleistung wert sein kann. Ich habe fast 20 Jahre Erfahrung als Bauleiter im Schlüsselfertigbau und betreue meine Baustellen von der ersten Planung bis zum Ablauf der Gewährleistung. Also habe ich mich nach vielen Jahren mal wieder mit dem Erstellen einer Bewerbung beschäftigt und es hat sich gelohnt. Ich habe pauschal 10.000 € auf mein aktuelles Jahresgehalt als Gehaltsvorstellung aufgerechnet. Donnerstag per E-Mail beworben, am Dienstag die Woche darauf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen. Lief super und ich hätte sofort anfangen können. Die Höhe meines Gehalts war absolut ok (65.000.- / Jahr inkl. PKW zur Privatnutzung) und es gab keine Diskussionen diesbezüglich. Fakt ist: gute Bauleiter gibt es auf dem Markt keine mehr.

Ich habe dann mit meinem langjährigen Arbeitgeber verhandelt und dem war auch sofort klar: wenn ich weg bin dann findet er so schnell niemanden. Außerdem arbeiten wir super zusammen. Jetzt ist die beste Zeit sich zu bewerben / zu verhandeln. Und je nachdem welchen Aufgabenbereich man abdecken kann, brauch man mit seinen Gehaltsvorstellungen nicht kleinlich sein. Also ich wünsche viel Spaß dabei!

Flansch | 07. Februar 2019 - 11:34

Zu mir: 25 Jahre alt, M.Sc. (TU), Vertiefung im Bereich Baumanagement und konstruktiver Ingenieurbau. Ich arbeite jetzt bei einem Mittelständler im Bereich Ausbau im Projektmanagement. Einstiegsgehalt liegt bei 3850 € + Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie 30 Urlaubstage. Arbeitszeit sind 40 h/Woche und Überstunden werden ausbezahlt oder abgefeiert. Das Gehalt entspricht ca. der Tarifstufe A5 und wird nach der Probezeit noch einmal nachverhandelt.

KlausIng | 19. Januar 2019 - 11:09

Ich habe in diesem Forum auch ab und an wertvolle Tipps erhalten, daher will ich kurz meine Erfahrungen schildern. Ich habe Ende 2010 meinen Abschluss gemacht und im Anschluss 4 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter und im Anschluss im Ingenieurbüro gearbeitet. Einstieg im Ingenieurbüro war 3.800 € (*12,5), also sogar etwas weniger als an der Uni. Nach knapp 2 Jahren lag ich bei 4.400 € (54.000€) und hätte auch sicher nochmal nachverhandeln können, allerdings hatte ich mich bereits dazu entschieden zu kündigen.

Mittlerweile bin ich als Projektleiter auf der Bauherrenseite tätig, Gehalt nach insgesamt ca. 7 Jahren bei ca. 74.000 €. Allerdings vermute ich, dass ich auch noch etwas mehr hätte raushandeln können. Naja, ich wollte den Job gerne haben und bin zunächst zufrieden. Ich hatte übrigens kein gutes Diplom, kann mich nicht gut verkaufen und kloppe familiär bedingt auch nicht ewig viele Überstunden, habe auch kaum mal längere Dienstreisen.

Hier alle Zahlen die ich kenne:

  • 4 Jahre Berufserfahrung (Ingenieurbüro): 3.800 € / 47.500 €
  • 6 Jahre Berufserfahrung (Ingenieurbüro): 4.400 € / 55.000 €
  • Projektleiter auf Bauherrenseite (7 Jahre): 5.700 € / 74.000 €
  • Projektleiter Bau (Lidl/Aldi/Rossmann/...): 5.500 € / 66.000 € + Firmenwagen (nach 4 Jahren 7.000 €, bei einem ähnlichen Unternehmen war ich im Bewerbungsverfahren, daher kenne ich das Gehalt dort)
Im Ingenieurbüro haben wir im Übrigen einen Stundenlohn von 80 - 90 € abgerechnet.

Meiner Meinung nach kann man Argumente dafür finden, dass Bauingenieure zu niedrig bezahlt werden, aber auch, dass Bauingenieure zu hoch bezahlt werden. Klar, neben dem Controller der 90.000 € verdient, sehen wir schlecht aus, gerade auch im Hinblick auf die Verantwortung. Ich konnte aber in meinem (noch relativ kurzen) Berufsleben auch genügend Ingenieure erleben, die nur Dienst nach Vorschrift gemacht haben und sich zum Teil auch gegen jegliches Nachdenken gewehrt haben (Alles was nicht eindeutig in einer Richtlinie steht muss dann der Chef entscheiden, es werden auch keine eigenen Lösungsansätze vorgestellt) - dafür brauche ich aber keinen Ingenieur.

Fazit: Ja, im Vergleich zu einigen BWLern oder Juristen werden wir Bauingenieure ausgebeutet. Wenn man jedoch nach unten guckt (Krankenschwester, aber auch der ein oder andere Techniker oder Polier), dann kann es auch ganz schnell anders herum aussehen. Wer den Ingenieur-Titel als Lizenz zum Gelddrucken betrachtet, der macht etwas verkehrt. Wenn Ihr mal mehr verdienen wollt als eure Kollegen, die seit 20 Jahren im Ingenieurbüro hocken, dann bildet euch weiter - insbesondere auch abseits der Baubranche. Für ein bisschen Statiksoftware und AutoCad gibt es halt keine Monstergehälter, weil das auch jeder Nicht-Ingenieur lernen kann.

Plausibulus | 17. Januar 2019 - 14:29

@MasterIng:
Ich wurde 2013 mit meinem Master an der TU in Hamburg fertig. Mein Einstiegsgehalt als Projektleiter in der Tragwerksplanung lag dann bei einem Ingenieurbüro in Kiel bei 37.700 Euro im Jahr bei 40 Std./Wo. Überstunden wurden auf einem Stundenkonto festgehalten und konnten ausbezahlt oder abgefeiert werden. 28 Urlaubstage im Jahr. Das Gehalt wurde automatisch jährlich angepasst, ohne verhandeln zu müssen.

2017 verließ ich das Büro mit zu dieser Zeit dann 44.850 Euro Jahresgehalt bei 40 Std./Wo und nunmehr 30 Tagen Urlaub im Jahr. Ich arbeite heute im öffentlichen Dienst mit 58.650 Euro im Jahr, 39 Std./Woche und 30 Tagen Urlaub.

MasterIng | 16. Januar 2019 - 12:04

Was kann man als frischer Master-Absolvent einer TU gehaltsmäßig in einem kleineren Ingenieurbüro als Tragwerksplaner bzw. in der Bauleitung in einem größeren Unternehmen (bis zu 2000 Mann) erwarten (in Niedersachsen)?

Macht es Sinn nebenbei noch ein Maschinenbaustudium zu absolvieren, um, falls es in der Zukunft mit der Bauwirtschaft wieder bergab gehen sollte, bezüglich eines Branchenwechsels besser aufgestellt zu sein?

Jens | 09. Januar 2019 - 11:03

Ich verfolge diesen Beitrag schon seit Jahren und möchte mit meinem Berufseinstieg selber meinen Senf dazugeben: M/34, Berufsausbildung, "normaler" Angestelter (nicht Baugewerbe), dann Fachhochschulreife mit anschließendem Studium Bauingenieurwesen (Bachelor). Berufserfahrung nur als "Werkstudent" (seit zwei Jahren) und Semesterpraktikum im selben Unternehmen.

Projektleitung (LP 5-9), Mittelständler, ca: 100 Mitarbeiter, 48:000 € Brutto Grundgehalt p.a., jährliche prozentuale Gewinnbeteiligung gemessen an eigenen Projekten (ca. 6-15 Projekte je nach Volumen), Firmanwagen (1 %-Regelung, Mittelklasse, keine Einschränkungen bei privater Nutzung), zu 85-90 % im Büro tätig bei 40 h Gleitzeit (6-20Uhr) + wenigen, saisonabhängigen unbezahlten Überstunden und 27 Tagen Urlaub. Unbefristet.

Ich wohne in Sachsen-Anhalt. Das Grundgehalt ist nicht das Schlechteste, allerdings sicher auch nicht das Beste. Ich würde behaupten, dass ich mich im guten Mittelfeld befinde. Viele Kommilitonen bekommen weniger, einige wenige aber mehr.

Das Gehalt ist mir sicher nicht unwichtig, mit ins Gewicht fallen mir aber vor allem die freie Zeiteinteilung, das sehr kollegiale Umfeld sowie die unbegrenzte private Nutzung des Firmenwagens. Und Spaß macht mir die Arbeit obendrein auch noch.

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