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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 3

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TUler | 15. April 2019 - 11:52 2019-04-15

Nun auch mal einen ersten Ausblick aus meiner Sichtweise: Ich schließe dieses Jahr meinen Master an einer TU ab, bin 25 Jahre alt und habe meinen Bachelor an einer FH gemacht. Ich habe bereits durch Praktika und Werkstudententätigkeit in unterschiedlichen Bereichen (Tragwerksplanung, Bauleitung und BIM) Erfahrungen sammeln können. Zudem konnte ich bereits Erfahrungen in der strategischen Unternehmensoptimierung sammeln. Ich habe für Ende des Jahres bei einem großen Unternehmen unterschrieben. Einstiegsgehalt liegt bei 61.000 EUR (brutto). Mehr ist, glaube ich, nicht hinzuzufügen.

Horst | 13. April 2019 - 21:41 2019-04-13

@theo:
Mit deinem Gehalt hast du deutlich weniger als ein in A13 besoldeter Realschullehrer, sogar noch mehrere Tausend Euro jährlich weniger als ein in A12 eingestufter Grundschullehrer (bitte nicht die Bruttogehälter sondern das netto vergleichen, der Beamte hat kaum Abzüge!) - und der hat trotzdem noch ein Vielfaches mehr an Freizeit wie du. Zudem hat der verbeamtete Lehrer eine Pensionszusage, die dir als Angestellter im öffentlichen Dienst auch abgeht. Es bleibt dabei: als Bauingenieur hast du in der Regel halt kaum Kohle UND kaum Freizeit.

Theo | 11. April 2019 - 10:57 2019-04-11

Ich bin schon seit 6 Jahren ein stiller Teilnehmer und möchte jetzt auch mal meinen Kommentar abgeben. Insbesondere, weil der öffentliche Dienst oft schlecht geredet wird:

  • Wohnort: Niedersachsen
  • Qualifikation: Master (Ja, für diese Stelle würde auch der Bachelor reichen)
  • Seit wie vielen Jahren am Arbeiten: 6 Jahre im öffentlichen Dienst
  • Bezahlung: E11, Stufe 4, Jahres-Brutto: circa 56.900 € (Stand am 11.04.2019)
  • Urlaubstage: 31
  • Arbeitszeiten: 39 Std. Woche. Gleitzeit ohne feste Kernzeit
  • Verantwortung: Überschaubar
Ich finde, dass das ganz i.O. ist. Klar, mehr geht immer, aber meistens geht das einher mit wesentlich mehr Verantwortung und auch mehr Arbeitszeit! Und gerade die Zeit sollte wichtiger sein als Geld!

MK | 09. April 2019 - 12:45 2019-04-09

Was kann ein ausländischer Bauingenieur in Dresden oder generell in Sachsen verdienen? Zumindest sehr gute Deutsch- und Englischkentnisse, ich glaube darf schon als fließend genannt werden, habe keine relevante Kommunikationsschwierigkeiten. Bisher ein halbes Jahr als Bauführer (2.800 €) auf einer Baustelle, dann anderthalb Jahr als Projektingenieur in kleinem Planungsbüro (2.600 €). Meines Erachtens trozt Mangel der Muttersprache kann ich wesentlich mehr verdienen. Ich habe Master Studium an der Uni im Ausland absolviert, in EU, so Eurocodes sind völlig bekannt. Wie ist eure Meinung?

Spatenpauli | 08. April 2019 - 22:30 2019-04-08

Ich habe einen Abschluss als Dipl.-Ing. und bin als Bauleiter im Tiefbau und Industriebau tätig. Ich bin zwischen 35 und 40 Jahre alt, Einsatzgebiet NRW. Mein aktuelles Gehalt liegt bei 66.000 Euro zzgl. Auto (45T Euro), Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld gem. Tarif und Prämien. Die Arbeitszeit beträgt inkl. Fahrten meist zwischen 50 und 60 Stunden. Mein Rat: Für Gehaltsverhandlungen oder Jobwechsel ist jetzt die richtige Zeit!

Karl | 04. April 2019 - 21:37 2019-04-04

Ich bin als Bachelor direkt nach dem Studium im Öffentlichen Dienst nach TVÖD (Schleswig-Holstein) eingestiegen. Überlege in die private Wirtschaft zu wechseln, genauer in ein großes Planungsbüro in Hamburg. Welche Gehaltsvorstellung wäre realistisch als Einstiegsgehalt? Lohnt sich der Wechsel? Empfehlt ihr im allgemeinen im öffentlichen Dienst zu bleiben oder eher in die private Wirtschaft zugehen?

BauRichter | 21. März 2019 - 14:12 2019-03-21

Ich bin jetzt schon fast 2 Jahre Bauleiter in einem Mittelständischen Unternehmen (ca. 500 Mitarbeiter). Wir sind hauptsächlich im Tief- und Straßenbau tätig. Das Unternehmen bezahlt nach Tarif. Ich habe bisher 3 Baustellen abgewickelt. Davon die erste in Betreuung und die weiteren 2 relativ unabhängig. Klar immer wieder mal Rücksprache mit dem Oberbauleiter bei kritischen Punkten etc.

Langsam überlege ich es mir mal eine Gehaltsanpassung anzusprechen. Das Problem ist nur, dass ich dabei überhaupt keinen Anhaltspunkt habe. Wie sah bei euch im Beruf die Gehaltssteigerung aus? Ich denke nach 2 Jahren sollte man schonmal das Fenster für die Gehaltserhöhung öffnen. Bitte teilt eure Erfahrung in dieser Hinsicht.

Allroundtalent | 14. März 2019 - 09:16 2019-03-14

Ein herrliches Servus aus dem wunderschönen Nürnberg verehrte Kolleginnen und Kollegen. Ich gebe gerne auch mal meine Infos weiter, vor allem auch wichtig für die jungen High-Performer Kollegen unter uns. Mein aktuelles Alter ist Anfang 30 und ich bin seit 2,5 Jahren fertig mit dem Studium und seit dem als Bauingenieur in der Projekt- und Bauleitung SF-Bau Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Ingenieurbau tätig.

  • Gelernter Handwerker im Bereich Innenausbau
  • Zusätzlich duales Studium Bauingenieurwesen mit Berufsausbildung zum Maurer, B.Eng.
  • SiGeKo
  • Dipl. Wirtsch. Ing.
Aktuell befinde ich mich mit meinem Jahresgehalt bei 72.000,- zu je 12 Monatsgehältern, + Firmenwagen + Urlaubsgeld + Prämienzahlungen. Wenn ich die Zahlen so sehe, finde ich es schon extrem wie weit die Gehälter auseinander gehen, vor allem bei so gut ausgebildeten Fachleuten mit Erfahrung. Wenn man zufrieden ist und das Arbeitsklima passt ist alles gut. Aber lasst Euch doch bitte nicht mit ein paar Kröten abservieren. Die Branche läuft super und wir sollten uns auch was von dem Kuchen gönnen Freunde und Kollegen!

Meister | 10. März 2019 - 14:23 2019-03-10

Ich zwar kein Dipl.-Ing., aber aus der Baubranche: 35 Jahre und Stuckateurmeister. Ich bin seit 4,5 Jahren in der Bauleitung bei einem Handwerksbetrieb mit ca. 40 MA. 3700 € Grundgehalt + 665 Euro Urlaubsgeld und nochmal 55 % des Brutto als Weihnachtsgeld. In der Summe also 47100 € p.a. zzgl. einem Firmenwagen mit Privatnutzung sowie ein Firmenhandy mit Privatnutzung. 35 Tage Urlaub bei einer 44 Std./Woche. Überstunden nur wenn es absolut notwendig ist. Habe aber bald den LL.B und will dann auf 4200 € Grundgehalt hoch.

Wasserwirtschaftler | 08. März 2019 - 22:19 2019-03-08

Ich bin 30, Master Siedlungswasserwirtschaft und seit 3,5 Jahren als Baubeauftragter eines Wasserversorgers im Osten tätig. Tvöd e11 Stufe 3, macht 4.100 € brutto bei Null Überstunden. Ich möchte aber wechseln, vermutlich in eine Rohrleitungsbaufirma mit Minimum 4.500 € plus Auto.

Jürgen | 07. Februar 2019 - 13:23 2019-02-07

Ich habe hier zu diesem Thema unzählige Beiträge gelesen und bin zu der Entscheidung gekommen, mich zu bewerben und einfach mal auszuloten was meine Arbeitsleistung wert sein kann. Ich habe fast 20 Jahre Erfahrung als Bauleiter im Schlüsselfertigbau und betreue meine Baustellen von der ersten Planung bis zum Ablauf der Gewährleistung. Also habe ich mich nach vielen Jahren mal wieder mit dem Erstellen einer Bewerbung beschäftigt und es hat sich gelohnt. Ich habe pauschal 10.000 € auf mein aktuelles Jahresgehalt als Gehaltsvorstellung aufgerechnet. Donnerstag per E-Mail beworben, am Dienstag die Woche darauf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen. Lief super und ich hätte sofort anfangen können. Die Höhe meines Gehalts war absolut ok (65.000.- / Jahr inkl. PKW zur Privatnutzung) und es gab keine Diskussionen diesbezüglich. Fakt ist: gute Bauleiter gibt es auf dem Markt keine mehr.

Ich habe dann mit meinem langjährigen Arbeitgeber verhandelt und dem war auch sofort klar: wenn ich weg bin dann findet er so schnell niemanden. Außerdem arbeiten wir super zusammen. Jetzt ist die beste Zeit sich zu bewerben / zu verhandeln. Und je nachdem welchen Aufgabenbereich man abdecken kann, brauch man mit seinen Gehaltsvorstellungen nicht kleinlich sein. Also ich wünsche viel Spaß dabei!

Flansch | 07. Februar 2019 - 11:34 2019-02-07

Zu mir: 25 Jahre alt, M.Sc. (TU), Vertiefung im Bereich Baumanagement und konstruktiver Ingenieurbau. Ich arbeite jetzt bei einem Mittelständler im Bereich Ausbau im Projektmanagement. Einstiegsgehalt liegt bei 3850 € + Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie 30 Urlaubstage. Arbeitszeit sind 40 h/Woche und Überstunden werden ausbezahlt oder abgefeiert. Das Gehalt entspricht ca. der Tarifstufe A5 und wird nach der Probezeit noch einmal nachverhandelt.

KlausIng | 19. Januar 2019 - 11:09 2019-01-19

Ich habe in diesem Forum auch ab und an wertvolle Tipps erhalten, daher will ich kurz meine Erfahrungen schildern. Ich habe Ende 2010 meinen Abschluss gemacht und im Anschluss 4 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter und im Anschluss im Ingenieurbüro gearbeitet. Einstieg im Ingenieurbüro war 3.800 € (*12,5), also sogar etwas weniger als an der Uni. Nach knapp 2 Jahren lag ich bei 4.400 € (54.000€) und hätte auch sicher nochmal nachverhandeln können, allerdings hatte ich mich bereits dazu entschieden zu kündigen.

Mittlerweile bin ich als Projektleiter auf der Bauherrenseite tätig, Gehalt nach insgesamt ca. 7 Jahren bei ca. 74.000 €. Allerdings vermute ich, dass ich auch noch etwas mehr hätte raushandeln können. Naja, ich wollte den Job gerne haben und bin zunächst zufrieden. Ich hatte übrigens kein gutes Diplom, kann mich nicht gut verkaufen und kloppe familiär bedingt auch nicht ewig viele Überstunden, habe auch kaum mal längere Dienstreisen.

Hier alle Zahlen die ich kenne:

  • 4 Jahre Berufserfahrung (Ingenieurbüro): 3.800 € / 47.500 €
  • 6 Jahre Berufserfahrung (Ingenieurbüro): 4.400 € / 55.000 €
  • Projektleiter auf Bauherrenseite (7 Jahre): 5.700 € / 74.000 €
  • Projektleiter Bau (Lidl/Aldi/Rossmann/...): 5.500 € / 66.000 € + Firmenwagen (nach 4 Jahren 7.000 €, bei einem ähnlichen Unternehmen war ich im Bewerbungsverfahren, daher kenne ich das Gehalt dort)
Im Ingenieurbüro haben wir im Übrigen einen Stundenlohn von 80 - 90 € abgerechnet.

Meiner Meinung nach kann man Argumente dafür finden, dass Bauingenieure zu niedrig bezahlt werden, aber auch, dass Bauingenieure zu hoch bezahlt werden. Klar, neben dem Controller der 90.000 € verdient, sehen wir schlecht aus, gerade auch im Hinblick auf die Verantwortung. Ich konnte aber in meinem (noch relativ kurzen) Berufsleben auch genügend Ingenieure erleben, die nur Dienst nach Vorschrift gemacht haben und sich zum Teil auch gegen jegliches Nachdenken gewehrt haben (Alles was nicht eindeutig in einer Richtlinie steht muss dann der Chef entscheiden, es werden auch keine eigenen Lösungsansätze vorgestellt) - dafür brauche ich aber keinen Ingenieur.

Fazit: Ja, im Vergleich zu einigen BWLern oder Juristen werden wir Bauingenieure ausgebeutet. Wenn man jedoch nach unten guckt (Krankenschwester, aber auch der ein oder andere Techniker oder Polier), dann kann es auch ganz schnell anders herum aussehen. Wer den Ingenieur-Titel als Lizenz zum Gelddrucken betrachtet, der macht etwas verkehrt. Wenn Ihr mal mehr verdienen wollt als eure Kollegen, die seit 20 Jahren im Ingenieurbüro hocken, dann bildet euch weiter - insbesondere auch abseits der Baubranche. Für ein bisschen Statiksoftware und AutoCad gibt es halt keine Monstergehälter, weil das auch jeder Nicht-Ingenieur lernen kann.

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