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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 4

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Leon | 25. November 2019 - 17:08

Ich hätte eine Frage was die Gehaltsvorstellungen angeht. Ich bin kurz vor Ende meines Masterstudiums und werde bald beginnen mich auf Stellen zu bewerben. Zu meiner Person: Ich bin 26 Jahre alt, Bachelor und Master an einer technischen Universität, Masterabschluss mit voraussichtlicher Endnote 2,3 und während des Studiums mehrere Hiwi-Anstellungen im Bereich Bauphysik und Statik. Praktische Erfahrung nur aus kurzen Praktika.

Ich würde mich gerne im Bereich Bauphysik oder Statik bewerben, kann mir aber auch eine Stelle im Bereich Bauleitung vorstellen. Für den Berufseinstieg werde ich mit meiner Freundin zurück in ihre Heimat in den Osten ziehen, wahrscheinlich nach Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb die Frage: was kann ich dort in den Verhandlungen als Einstiegsgehalt verlangen? Mir ist bewusst dass im Osten die Löhne und Lebenskosten allgemein geringer sind und habe damit auch kein Problem, möchte mich aber dennoch nicht unter Wert verkaufen. Mir ist auch bewusst dass es natürlich immer von der Stelle, Unternehmen etc. abhängt, wäre aber trotzdem sehr froh über zumindest ungefähre Anhaltswerte.

hans | 20. November 2019 - 15:53

@ms_133:
In welcher Position befindest du dich gerade? Möchtest du unbedingt in diesem Büro bleiben oder glaubst du eher, dass dein Chef dich auf keinen Fall verlieren will? Folgendes möchte ich dir empfehlen. Bleibe in dem Gespräch auf jeden Fall freundlich und loyal. Sage ihm aber deine Vorstellung vom Gehalt. Ich würde die o.g. 55.000 EUR ansetzen, das macht ca. 4600 pro Monat. Wenn du es nicht bekommst, dann ist das ok, nicht drohen oder sowas (wechseln kannst du ja immer noch). Dein Chef soll aber wissen, dass eure Vorstellungen weit auseinander liegen. Und wenn er dich behalten will, bekommst du das Geld in nächster Zukunft. Bei mir hat das funktioniert.

Klaus | 20. November 2019 - 15:06

Hier meine Daten:

  • Duales Studium bei mittelständischen Bauunternehmen in Bayern
  • deutschlandweit tätig - Tiefbau, Spezialtiefbau
  • Ausbildung erfolgreich abgeschlossen
  • Studium in der Regelstudienzeit - voraussichtlich 2,3 bis 2,4
  • zusätzlich: Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit, Ausbilderschein
Während der Ausbildung deutschlandweit tätig, kenne das gesamte gewerbliche Personal, Praktikum zur Fachkraft für Arbeitssicherheit wurde im Betrieb durchgeführt. Im Praxissemester als Polier für kleinere Baustellen zuständig, anschließend als Bauleiter eingearbeitet.

Firma möchte mich auf jeden Fall halten - soll so schnell wie möglich anfangen -> ich selbst möchte auch so schnell wie möglich anfangen und freue mich auf meinen Berufsstart!

Gehalt: Chef meinte zu mir, dass wir nach Leistung bezahlen, also zum Beginn nach Tarif und dadurch dass ich schon länger dabei bin und ich die Firma in allen Bereichen kenne kann ich mit mehr rechnen.

Wie viel ist der Tarif als Bachelor? Wie viel wäre der Tarif als Master? Wäre es in meiner Situation sinnvoll, das Einstiegsgehalt als Master zu fordern - Firma möchte mich auf jeden Fall halten, setzt und baut auch auf mich! Soll ich mich auch bei anderen Firmen bewerben, um meinen Marktwert zu kennen? Ich bin über jeden Ratschlag dankbar!

Bauing | 20. November 2019 - 12:15

@ms_133:
Ich kenne einige Statiker (Bayern), die deutlich mehr bekommen, z.B. Statikbüro mit ca. 3 Jahren Berufserfahrung: 5000 €. Prüfstatik 5 Jahre Berufserfahrung: 4700 € usw. Ich weiß, im Osten sind die Gehälter niedriger, aber 3700 € Gehalt als neue Bezahlung? Ein Witz. Du solltest locker 55.000 bis 60.000 € Jahresgehalt wert sein.

ms_133 | 19. November 2019 - 20:05

Da sich das Jahr dem Ende neigt, würde ich gern für das Nächste mein Gehalt steigern. Ich weiß allerdings, so wie scheinbar alle hier, nicht so recht was ich verlangen kann. Ein paar Infos zu meiner Person. Ich habe einen Diplomabschluss (Uni) und 6 Jahre Berufserfahrung. Das Planungsbüro, in dem ich als Tragwerksplaner angestellt bin, hat deutschlandweit so ca. 80 bis 100 MA (genau weiß ich es nicht). Ich selbst bin im Raum Leipzig im Ingenieurbau tätig. Vorgestellt hatte ich mir so 3700 €/Monat bei 12 Gehältern. Was meint ihr, ist das in Ordnung?

Flix | 13. November 2019 - 23:31

So, ich habe mir hier mal alles durchgelesen. Ich habe dieses Jahr mein Abitur absolviert und studiere jetzt Bauingenieurwesen. Ich bin im ersten Semester und lese häufig das Bauingenieure sehr schlecht verdienen. Sieht die Realität wirklich so aus? Höre immer wieder, dass der Beruf eine gute Zukunft hat durch den Bau-Boom. Für mich bedeutet jedoch eine gute Zukunft, dass man auch gut verdient.

Bauhaus | 12. November 2019 - 08:33

Zu meinem Lebenslauf:

  • 2009 Abschluss Dipl.-Ing. (FH) Bauingenieurwesen
  • bis 2011 im Ing.-Büro mit Anfangsgehalt 3.000 € brutto
  • ab 2012 Wechsel in den öffentlichen Dienst
  • 2013 Ausbildung in QE 3 für Beamtenlaufbahn
Das Anfangsgehalt im öffentlichen Dienst war sogar noch etwas niedriger als mein Einstiegsgehalt im Ingenieurbüro, in der Ausbildung sind es im Monat ca. 1100 € netto (für 15 Monate). Das war hart und lässt einen am Anfang hadern, für wen oder was man so etwas auf sich nimmt.

Das Bruttogehalt eines Beamten ist mit dem eines Angestellten schwer zu vergleichen. Nehme ich mein Netto und vergleiche das mit einem Angestellten mit gesetzlicher Krankenversicherung, komme ich mittlerweile auf ein Jahresbrutto von knapp 70.000 € (inkl. aller Zulagen). Die Arbeitszeit ist flexibel, ein Tag home-office ist auch drin. Ich habe eigene Projekte und Baustellen, muss aber auch viel Verwaltungskram machen. Der Stress ist aber überschaubar und die Tätigkeit sehr abwechslungsreich. Warum ich das gemacht habe wird jetzt, mit Ehefrau und 2 Kindern, auch klarer. Ich bin pünktlich zuhause und habe was von der Familie.

Dienstwagen ist nicht. Dafür aber eine reale 40-Std.-Woche. Anfangs wurde ich von meinen Kommilitonen wegen meines Gehalts belächelt. Mittlerweile verdiene ich ungefähr das Gleiche bei meist geringerer Arbeitszeit und geringerer Anfälligkeit für Tinitus und Burn-Out.

Die Bauingenieur-Tätigkeit ist abwechslungsreich und kann daher sehr befriedigend sein. Man sollte aber auch aufpassen, dass das Gehalt angemessen ist und die Arbeitsbelastung nicht zu hoch wird! Ich kenne einige Kollegen, die zu sehr am Limit arbeiten und dabei ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.

Manuel | 09. November 2019 - 13:31

Was denkt ihr kann man als Berufseinsteiger mit gutem Masterabschluss in einem Ingenieurbüro (ca. 100 MA) verlangen bzw. was ist nach eurer Meinung realistisch?

Tiefbauer | 06. November 2019 - 16:34

Ich wollte hier einmal kurz von meiner aktuellen Einkommenssituation berichten, kurz ein paar Daten zu mir. Ich habe vor 9 Jahren mein Studium mit einem Master Abschluss beendet. Anfang dieses Jahres bin ich zu meinem dritten Arbeitgeber gewechselt.

Aktuell bin ich für ein großes Ingenieurbüro als Projektleiter im Norden tätig. Jahresgehalt inklusive Boni beläuft sich auf 84.000 € einschließlich Dienstwagen zur privaten Nutzung. Meine Arbeitszeit ist im Mittel 40-45 h/Woche, je nachdem was im Projekt so los ist. Ab und zu mache ich auch etwas am Sonntag, meistens für Akquise von neuen Projekten. Die Zeiten werden dann aber auch zeitnah abgefeiert. Ich kann jedem nur empfehlen regelmäßig seinen Marktwert zu prüfen und die gängigen Karriereseiten aktuell zu halten.

Bauing | 05. November 2019 - 07:33

@Ero:
Mit Bachelor und deiner Vorgeschichte sollten ca. 50.000 € Gehalt im Jahr schon drin sein als Einstieg. Wie meine Vorredner schon gesagt haben, solltest du aber beim Thema Auto noch nachverhandeln, falls du es auch privat nutzen möchtest. Andernfalls ist das nichts was zu erwähnen ist, weil du davon und dem Handy NICHTS hast, sondern nur ein Arbeitstool ist. Eine Firma die private Nutzung untersagt, ist in meinen Augen aber mit Vorsicht zu genießen.

Horschti | 29. Oktober 2019 - 21:47

@Ero:
Wie muss man sich einen Bauleiter mit Auto ohne Privatnutzung vorstellen? Wohnst du direkt in der nähe der Firma? Ansonsten jeden Früh 30 min in die Firma fahren, das Auto holen, dann 150 km mit dem Auto zur Baustelle, dann 150 km zurück in die Firma und dann heimfahren? Das wird besonders ärgerlich, wenn die Firma im Norden vom Wohnort liegt und die Baustelle im Süden.

War das ein expliziter Wunsch Ihrerseits (um Steuern zu sparen?) oder ist das von der Firma so gewollt. Wenn es firmenseitig so gewünscht ist, würde ich Abstand nehmen. Eine Firma die dem Bauleiter noch nicht mal die Privatnutzung gönnt, wird wohl kaum akzeptable Gehälter zahlen. Ich habe von sowas noch nie gehöhrt.

Schotterigel | 28. Oktober 2019 - 21:28

@Ero:
"ein Auto (keine Privatnutzung) und ein Firmenhandy" das sind keine Vergütungen sondern reines Werkzeug für deine Tätigkeit! ich kenne zwar deine Branche nicht, aber würde 60.000 € Gehalt als Ziel ansetzen.

bobby | 20. Oktober 2019 - 21:33

Abschluss B.Eng, Bauleitung im Straßenbau in einer Großstadt seit einem Jahr, nach Tarif 43.000 EUR Gehalt + Firmenwagen (Wert 30.000 EUR) + 30 Tage Urlaub, dafür keine festen Arbeitsstunden laut Vertrag, sondern nach "Bedarf des Unternehmens", d.h. ca. 40-50 h.

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