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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 6

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MS | 23. März 2017 - 12:47

@Hornisse:
Es ist wirklich schade, dass du so negativ eingestellt bist. Ich hätte gerne mit dir telefoniert, du hast meine geschäftliche Telefonnummer - und wenn die Mailbox ran geht, hast du auch meinen Namen. Mittels einer Suchmaschine deiner Wahl lässt sich alles Übrige herausfinden. Auf deine Kommentare werde ich nicht mehr eingehen. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute für deinen beruflichen Erfolg, viel Gesundheit und ein glückliches Leben.

@An alle anderen:
Lasst euch nicht entmutigen, Bauingenieurwesen ist ein schöner Beruf!

KurtWeill | 22. März 2017 - 21:25

Bauunternehmen in Süddeutschland, Überstunden abgegolten - mein Gehalt nach 5 Jahren Erfahrung ca. 50.000 Euro/Jahr + Dienstwagen bei tatsächlich ca. 40-45 Wochenstunden.

Bauleiter bei zeitaufwendigen Projekten (= 50 h/Woche im Schnitt), je nach Erfahrung und Verhandlungsgeschick 60.-70.000 Euro incl. aller Boni. Berufsanfänger 40.000 Euro. Oberbauleiter ca. 70.-80.000 Euro Jahresgehalt. Das deckt sich mit den Größenordnungen, was ich von Kollegen anderer Firmen in Süddeutschland höre. Sofern man den Gesprächen glauben schenken mag, aber warum soll man da lügen?

Gehaltsniveau scheint in meinem Umfeld also nicht ganz so schlecht zu sein, wie Hornisse stets meint. Auf den Stundenlohn gerechnet, im Verhältnis zu den Tarifverträgen der Energie oder Autobranche - in der Tat scheisse! Und nicht zu vergessen, Süddeutschland soll angeblich besser zahlen, als andere Bundesländer.

Zu Abwerbungsversuche: Bauleiter werden gerade händeringend gesucht. Da rennen wirklich haufenweise Recruiter rum! Was allerdings nicht bedeutet, dass utopische Gehälter angeboten werden! Denn komischerweise wird in der Branche weiter kalkuliert wie bisher, im schlimmsten Fall bleibt die Stelle eben vorübergehend vakant und man bietet nicht oder nicht ernsthaft überall mit, sodass man temporär 2-3 Projekte weniger annimmt. Ein paar Firmen haben eben doch noch den einen Bauleiter, den es braucht und die kriegt den Auftrag für wenig Geld. Bei Abwanderung kommt die Firma eben bei den Projekten ins Wackeln, aber irgendwie klappts schon - wobei es ja nun auch kein Hungerlohn ist, den man als Bauingenieur in der Baubranche bekommt.

Reiner | 22. März 2017 - 20:41

Ich bin durch Zufall auf das Forum gestossen. Wenn man in einer Nische tätig ist, kann man ein gutes Gehalt erzielen. Aber man kann doch keinem empfehlen ein Studium zu beginnen weil man evt. in einer Nische gut verdient. Der Großteil der Bauingenieure wird später Bauleitung machen müssen, da hier der größte Bedarf vorherrscht. 2009 wollte man mir zum Einstieg ca. 3000 € Einstiegsgehalt bieten in der Bauleitung (natürlich inkl. Überstunden). Habe aber auch bei einem Unternehmen direkt nach dem Studium eine "freie Mitarbeit" als Bauleiter angeboten bekommen, also Scheinselbstständigkeit, war ein großes Unternehmen aus der Branche, k.A. was die gezahlt hätten, habe das Gespräch abgebrochen.

Wolf | 22. März 2017 - 19:11

Bei einem Anfangsgehalt von 2700,- € brutto sollte man vielleicht erwägen in den öffentlichen Dienst zu gehen und Beamter zu werden; lebenslanger sicherer Arbeitsplatz und stetige Steigerung wir mitgeliefert. Ein Einstieg mit A13 ist sicher machbar, wenn man mit gutem Masterabschluß antritt.

Glücklicher | 22. März 2017 - 18:33

@Hornisse:
Etwas überspitzt dargestellt, trifft den Nagel aber auf den Kopf. Die Frage ist, warum die Statistiken so schlechte Gehälter aufführen. Ich denke, dass viele ältere Kollegen zu alten schlechteren Konditionen angestellt sind und sich hier im Forum nicht äußern bzw. kennen oder besuchen das Forum nicht. Hatte vor einigen Jahren mal einen Zeitungsartikel über eine Studie gelesen, wonach Absolventen in Krisenzeiten zu deutlich schlechteren Konditionen angestellt werden und es ohne Jobwechsel nicht schaffen, ihre zu späteren guten Zeiten eingestellten Kollegen gehaltstechnisch einzuholen.

Hornisse | 21. März 2017 - 18:22

Man kann also mal festhalten: Alle einschlägigen und halbwegs seriösen Statistiken weisen unterirdische Bauingenieursgehälter auf. Das wird auch durch die durchschnittlichen Jahres-Umsätze je Mitarbeiter in Planungsbüros (gabs hier zu lesen!) von 90.000EUR bis 100.000 EUR bestätigt.

Aber, 99 % der User hier haben ein Gehalt von 60.000 EUR bis 70.000 EUR aufwärts bereits nach 2-3 Jahren im Job, erhalten zwei mal pro Woche Abwerbungsversuche von Recruitern (weil man ein Social Media Profile besitzt) und bekommen die wenigen Stellen ausserhalb der Baubranche in lukrativen Sparten, wie z.B. Automobilbau, Pharma, Chemie oder Energiebranche nachgeworfen. Einige der ganz strammen Lobeshymnenschreiber haben sich sogar eine SIM-Karte besorgt um hier die Handy Nummer anzugeben. Wofür? Was macht irgendeine Pay as you go SIM-Karte an den Postulaten hier glaubwürdiger? Ich lese also in einem Forum, in welchem sich zu 99 % die Elite des Bauingenieurnachwuchses austauscht. Ein echtes Privileg hier mitlesen zu dürfen.

Glücklicher | 20. März 2017 - 17:53

@Sandro:
1. Ich bin nun > 5,5 Jahre im Geschäft und keine 2.
2. Google einfach mal einen halbwegs aktuellen Tarifvertrag aus der Energiebranche. Da wirst du schnell feststellen, dass 70.000 € Gehalt im Jahr absolut nichts ungewöhnliches ist. Und da in den Tarifverträgen nicht nach Ingenieurberufen unterschieden wird, profitiert man auch als Bauingenieur davon.
3. Das mit dem Nonsens posten kann ich also nur zurück geben.

M.Eng. | 20. März 2017 - 06:57

@Hornisse:
Ich bitte dringend um deinen Kontakt, gib mir eine E-Mail oder sonst etwas, ich kann es dir beweisen. Noch dazu kennst du meine Vorgeschichte nicht und meine Tätigkeit vorher auch nicht. Und es war nicht nur Statik, sondern eher eine ganzheitliche Stelle in der Projektabwicklung (Statik, Planen, Überwachen vor Ort je nach Bedarf).

Es ist schon faszinierend, wie vehement du versuchst Sachen ungläubig zu reden, anstatt dass du einfach mal akzeptierst, dass es auch Leute gibt die Karriere machen. Sehr amüsant, v.a. da du es ja in mehreren Threats hier im Forum machst. Also wenn du wirklich willst, dann hab endlich mal den Mumm und lass deine Kontaktdaten da, oder traust du dich nicht aus Angst von der Wahrheit erschlagen zu werden?

Glücklicher | 16. März 2017 - 21:03

@Hornisse:
Quatsch. Wenn du bei einem der einschlägigen Business-Netzwerke ein halbwegs gepflegtes Profil hast, fallen die Headhunter quasi über dich her. Ich hatte im Schnitt 2 Stellenangebote pro Woche. Einige waren so dreist, sich über das Sekretariat verbinden zu lassen. Das ging auch meinen Kollegen so.

Im Übrigens haben es Arbeitgeber abseits der Baubranche schwer, gutes Bauingenieur-Personal zu bekommen, da diese Branchen einfach nicht im Fokus stehen und sich damit zu wenig bewerben. Ist bei uns im Unternehmen ein echtes Problem, trotz sehr guter Konditionen.

@M.Eng.:
Ich bin jetzt auch in einer Art Projektmanagement-Stelle, obwohl ich vorher Objekt- u. Tragwerksplanung im Bereich Spezialtiefbau/Geotechnik gemacht habe. Meine Erfahrung: Wichtig ist, dass man möglichst viele und interessante Projekte in den ersten Berufsjahren bearbeitet hat, offen ist und sich vor allem gut verkaufen kann. Wer nur TWP in den LP 1-5 bei Einfamilienhäusern macht und nicht gut rüber kommt, hat schlechte Karten.

Sandro | 16. März 2017 - 10:15

@Glücklicher:
Selbst Einsteiger bei den Top-Beratungsunternehmen wie McKinsey und Co. verdienen nicht so viel nach 2 Jahren. Aber Du als Bauingenieur bist gehaltstechnisch sicherlich ganz vorne. Wie geschrieben: Hauptsache man glaubt selber an seine eigenen Worte. P.S.: Relativ gute Gehälter sind momentan in der Baubranche möglich. Realistisch sollte man aber in diesem Forum schon bleiben und nicht nur Nonsens posten.

Stahler | 16. März 2017 - 08:16

Im Bauwesen gibt es - wie überall anders auch - verschiedene Klassen. Gehst du in die Bauleitung, verdienst du definitiv mehr, hast aber weniger vom Leben wegen den Überstunden. Gehst du in die Statik, hast du weniger Geld aber mehr vom Leben. Ich persönlich bin in die Statik gegangen nach den Studium, bin damals mit 3500 € Gehalt eingestiegen. Mittlerweile nach 5 Jahren bin ich bei 4800 € monatlich + Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Somit liegt mein Gehalt bei ca. 62000 €. Ich bin in einer mittelständischen Stahlbaufirma angestellt, habe 3 Zeichner unter mir die ich betreue.

Ich kann mit diesem Geld gut leben, arbeite i.d.R. 40 h, es kommt auch mal vor dass wir mal 2-3 h mehr machen, aber da ist selbst unser Chef sehr dahinter, dass wir auch unsere Freizeit haben. Das ist nicht selbstverständlich, aber sehr lobenswert. Dementsprechend haben wir in meinen Augen auch ein sehr tolles Betriebsklima. Selbst habe ich zwei sehr gute Studienfreunde, die auch in die Statik gegangen sind, die haben aber nicht mein Gehalt, liegen aber auch bei knapp um die 55.000 €.

Deshalb mein Resümee: Ich kann manche Gehälter durchaus nachvollziehen und glaube das auch. Ich denke mal jeder kann machen was er will, und es ist auch bedeutend mehr Geld zu holen in der Bauleitung/Projektleitung. Aber das geht auf Kosten der Gesundheit und Freizeit. Mir persönlich ist mein Leben sehr viel wert, denn wenn du im Ruhestand bist und dein ganzes Leben an dir vorbeigegangen ist, dann ist es zu spät. Und danken tut es dir sowieso keiner, dass man jede Woche 10-20 h mehr arbeitet wie vertraglich festgehalten. Da wird deine Stelle neu besetzt und schon bist du aus den Köpfen der Leute.

Also liebe Kollegen und Studenten/Studieninteressierten: Lasst euch nicht beirren, wer wirklich Interesse am Bauingenieurwesen hat, der soll es machen. Es ist nicht so schlimm wie manche Leute propagieren. Leider gibt es immer wieder solche "krassen" Fälle, wo Leute elendig bezahlt werden. Aber es liegt an einem selbst dies zu ändern (Bewerbungen schreiben, Job wechseln) und ich persönlich kenne niemand, der nach dem Studium unter 3400 € eingestiegen ist (mit Master/Dipl.-Ing). Und wer sich macht wird auch belohnt, und wenn das nicht so ist, dann Job wechseln!

Wer aber das Studium machen will um reich zu werden, der sollte es vielleicht besser sein lassen!

Hornisse | 15. März 2017 - 18:40

@M.Eng.:
Als Statiker mit nur 2 Jahren im Job wird man nicht vom Headhunter für eine Position recruited, bei welcher man als Allrounder im Projektmanagement tätig ist! Das wirst Du dann in der Praxis auch noch lernen. Solche Firmen wie die in der Energiebranche, oder Automobilbau oder Chemie suchen in den Bauabteilungen Projektmanager (gerne mit langjähriger praktischer Berufserfahrung). Als Statiker hast Du mit deren Anforderungsprofil an diese Positionen nullkommanull gemeinsam.

PM | 15. März 2017 - 14:20

Man muss sich nur mal anschauen, was für eine Zeit Hornisse hier im Forum investiert und was für Aussagen von ihm kommen. Da wundert es mich nicht, dass er nur für den Mindestlohn angestellt ist. Ich vermute fast, dass er überhaupt keinen Job hat, oder nur 50 % arbeitet. Ich kann auch gar nicht mehr glauben, dass er noch wirklich ernst genommen wird.

MS | 15. März 2017 - 13:32

@Hornissse:
Leider hatte ich immer noch keinen Anruf von Ihnen/Dir, mein Handy liegt hier neben mir. Wir können gerne mal sprechen, würde mich freuen, vielleicht kann man dann raus bekommen, warum du unzufrieden bist und was dagegen unternehmen.

Ein bisschen was kann man schon aus deinem Beitrag vom 12.03.2017 um 13.00 Uhr herauslesen. Die Stundensätze, die du nennst gibt es bei uns im Münchner Raum nicht. Selbst die Landeshauptstadt München hat inzwischen Ihre Sätze angepaßt und die Enden nicht bei 75 €. Auch bei kommunalen Auftraggebern kommt man (zumindest unser Büro) gut weg. Noch besser bei privaten Auftraggebern. Aber vermutlich läuft es im Bereich der Verkehrsanlagen halt momentan gut. Und seit 2009 haben wird doch auch keine festgesetzten Zeitsätze mehr in der HOAI, aber ich bin ja nur der Prakitkant, der seine Informationen nicht aus Fortbildungen bezieht, sondern nur im Internet recherchiert.

Wie auch immer, warum sind denn die Stundensätze entscheidend? Maßgeblich ist doch die Bausumme und der Aufwand den ich dafür habe. Bausumme von 10 Mio. €, Ortsumfahrung über Feld und Wiese, zwar nur Honararzone II - aber habe ich viel Arbeit damit? Wenn die Trasse mal in ProVi drin ist, liegt die Datenbank vor. Änderungen sind schnell eingearbeitet, Gradiente und Achse anpassen, Trasse neu zeichnen. Ende. Dann gibts noch eine Verschiebung der Achse, die vorher nicht zu erkennen war und der AG fordert. Oder die Kreuzung wird dann doch ein Kreisverkehr. Was machen wir dann? Richtig: Einen Nachtrag, wiederholte Grundleistung. Also ich habe hier kein Problem an mein Geld zu kommen. Achso, alles oben gesagte, habe ich natürlich aus meiner heutigen 10:30 Uhr Vorlesung "Straßenentwurf mit digitalen Zeichenprogrammen" und 13:00 Uhr "Bauwirtschaftslehre und Vertragsrecht II".

Wie schon gesagt, ich finde es schade, dass einige den Beruf schlecht machen. Und ich sehe auch ein, dass in Deutschland nicht alles gleicht läuft, aber schaut euch die Jobs an, momentan ist es in unserer Branche definitiv nicht schlecht!

Glücklicher | 14. März 2017 - 21:30

@Hornisse und @Sandro:
Wie könnt ihr euch anmaßen hier jeden als Lügner oder Lobbyisten zu bezeichnen, der ein höheres Gehalt bekommt, als ihr es euch vorstellen könnt? Warum macht ihr das mit einer solchen Vehemens? Ist es der verletzte Stolz selber nicht soweit aufgestiegen zu sein bzw. weniger zu verdienen als so mach deutlich jüngerer Kollege? Das wirkt auf jeden irgendwie peinlich bzw. löst Fremdschämen aus. Wenn ihr so viel Erfahrung habt bewerbt euch doch mal woanders. Vielleicht habt ihr Glück und verdient wie eure jüngeren Kollegen, oder sogar mehr. Genug Angebote gibt es ja derzeit.

Glücklicher | 13. März 2017 - 20:33

Chancen aus der typischen Baubranche gibt es auch ab und an hier. Zur Zeit läuft zum Beispiel eine Ausschreibung von Bayer und in der kürzeren Vergangenheit waren die Flughäfen Stuttgart und Düsseldorf dabei. Auch im Vertrieb kann man als Bauingenieur gut verdienen. Ich denke es gibt deutlich mehr als nur 0,5 % gut bezahlte Jobs für Bauingenieure.

Hornisse | 12. März 2017 - 13:00

@Zivilingenieur:
Keine Ahnung warum Du hier so tust, als wärest Du ein alter Hase. Du machst im Moment wahrscheinlich gerade irgendwo bei einem Bauträger ein Praktikum, oder bist vor ein paar Monaten in den Job eingestiegen. Eine Ingenieurstunde für sage und schreibe € 59 bis zu max € 75. Wow! Das ist für einen wie Dich bestimmt viel Geld. Das Jahr hat ca. 2.000 Arbeitsstunden. Multipliziert man diese mit dem Maximalsatz von 75 €, dann ergibt sich bei 100% Auslastung des Ingenieurs ein UMSATZ von € 150.000, den dieser erfahrene Ingenieur (Berufserfahrung: 10 Jahre+) dem Planungsbüro erwirtschaftet. Davon sind aber nicht nur das spärliche Gehalt des Ingenieurs ca. € 60-70k Bruttojahresgehalt zu bezahlen, sondern die Gehälter des/der Chefs, des Administrationspersonals, die Büromiete, die Abschreibungen auf Büroinventar, die Computersoftwarelizenzen, die Computerhardware (Computer, Bildschirme, Plotter), die Firmenautos, die Versicherungsprämien etc etc etc.

Entschuldigung, aber wenn man sich hier schon als etwas ausgibt, was man ganz klar nicht ist, dann bitte etwas besser vorbereiten. Zum Stundensatz Prüfingenieure: Prüfingenieur wird nicht jeder und die Auslastung eines Prüfers ist auch nicht 100 %, nicht mal annähernd 50 %!

Hornisse | 12. März 2017 - 10:17

@Zivilingenieur:
Na klar. Nach 12 Jahren ausserhalb der Baubranche zurückgekehrt und gleich als Freelancer wieder Fuss gefasst. Und natürlich auch für € 100.000 Jahresgehalt aufwärts. Logo. Man braucht in der Baubranche ja auch überhaupt keine Kontakte zu Firmen, Planungsbüros, Behörden, Baufirmen etc. Nein. Das ist nicht notwendig. Ebenfalls nicht notwendig sind fundierte Kenntnisse der VOB, Ausschreibungen und Baurecht. Das alles braucht man nicht, wenn man Bauleistungen als Freelancer für einen Bauträger einkauft. Deshalb, weil man alle obigen Dinge (üblicherweise Berufserfahrung genannt) nicht braucht, steigt man nach 12 Jahren wieder ein und übernimmt gleich mal als Freelancer eine verantwortungsvolle Position. Weil man ja auch keine Kontakte und kein Portfolio benötigt um als Freelancer zu arbeiten, ganz klar. Freelancer kann jeder. Keine Kontakte, kein eigenes Portfolio, keine Berufserfahrung notwendig. Die Stories hier werden immer unglaubwürdiger.

Hornisse | 12. März 2017 - 09:40

aus "baulinks.de":
"(27.2.2017) Auch 2016 erzielten die im VBI zusammengeschlossenen unabhängig beratenden und planenden Ingenieurbüros Umsatz- und Renditezuwächse, wie die aktuelle VBI-Konjunkturumfrage zeigt. Dabei seien die Renditen im Vergleich mit anderen hochqualifizierten Dienstleistern weiterhin unterdurchschnittlich und weder adäquat zu der Verantwortung noch den Haftungsrisiken, die Ingenieurunternehmen regelmäßig zu übernehmen hätten."

Umsatzrenditen (und damit natürlich Gehaltsspielräume) auf niedrigstem Niveau. So sieht es im Bauwesen aus. Gesucht werden hochqualifizierte Fachkräfte zu Niedrigstgehältern, denn sonst lässt sich das Kartenhaus nicht aufrecht erhalten. Dass dieses Forum seitens der Baulobby konstant "betreut" und mit geschönten Berichten geflutet wird ist die logische Konsequenz daraus. Sieht man sich die Entwicklung der Studentenzahlen an, muss man zugeben, dass dies mit grossem Erfolg geschieht. Extrem hohe Absolventenzahlen bei äusserst bescheidenen Gewinnen des Bausektors. Viel Arbeit, viel Verantwortung bei geringem Einkommen. Ich glaube hier vor nicht allzu langer Zeit einen Beitrag zu den erzielten Umsätzen in Planungsbüros gesehen zu haben. Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Person in Planungsbüros war irgendwo zwischen € 90.000-100.000, Umsatz wohlgemerkt, nicht Gewinn.

Wenn man beispielsweise einen Anzug kauft, wird man die Kaufentscheidung nicht nach dem Innenfutter fällen. Schlecht für die Hersteller des Innenfutters, aber Realität. In der Textilbranche wären Bauingenieure die Hersteller des Innenfutters.

Zivilingenieur | 10. März 2017 - 12:23

@Hornisse:
Keine Ahnung, warum Du hier den Beruf derart schlecht machst. Das sind doch alles Dinge von vor 10 Jahren, die Du hier verbreitest. TV-L West hat schon bei E10 ein Einstiegsgehalt von 2943.29 €. Ja, es gibt auch Stellen für Bauingenieure, die mit TV-L 9 ausgeschrieben werden. Aber wer bewirbt sich darauf?

Ich bin nach 12 Jahren in ganz anderen Bereichen gerne wieder zum Beruf zurückgekehrt und verdiene als Freelancer > 100.000 EUR p.a. vor Steuern. Eine Ingenieurstunde kaufe ich ja schon mit 59-75 EUR ein. Prüfingenieure kosten teilweise schon über 100 EUR. Alle Firmen, mit denen ich zusammen arbeite, zahlen Ihren Ingenieuren bei entsprechender Leistung auch anständige Gehälter. Gleiches gilt für Ingenieurbüros. Machst Du da vielleicht etwas falsch oder bist in einer besonders ungünstigen Situation gefangen? Nutze die Gunst der Stunde und bewirb Dich. Es sei denn...

Sandro | 09. März 2017 - 21:48

Muss @Hornisse recht geben. Bei Vielen hier hat sich das Wunschdenken eingestellt. Die Realität bleibt fernab oder wird einfach ignoriert und/oder umgestrickt. @Glücklicher realisiert zwar selber, dass die besten Jahre der "Kernkraftwerke" vorbei sind, ist aber trotzdem überzeugt, dass er demnächst die 70.000 € Gehalts-Grenze "reißt". Ist ja auch das Mindeste für eine wertvolle Fachkraft wie ihn. Außertarifliche Vereinbarungen und 100.000 € wären selbstverständlich für ihn auch drin, wenn er sich demnächst dazu entscheidet. Sein Unternehmen hat da keine Wahl! Anscheinend ist man nach 2 Jahren Berufserfahrung "unsterblich" in der Baubranche. Kein Wunder auch, bei dem "Fachkräftemangel" der da draußen herrscht. Da findet man sicherlich schwer einen, mit den 10-fachen an Erfahrung, der die gleiche Arbeit für 1/3 weniger machen würde, oder!?

Bei 2 Dingen bin ich aber mit @Hornisse nicht einverstanden:
1. Das ist nicht die Lobby, das sind Studenten, die noch keine Stunde in der Baubranche abgeleistet haben. Die haben sich im Internet ein paar Zahlen reingezogen und sich den Rest selber ausgedacht.
2. "Bauwesen ist ein Studiengang für die unteren sozialen Schichten". Mag sein, dass es teilweise stimmt. Da unterscheidet sich aber der Bauingenieur von den anderen Ingenieuren ganz bestimmt nicht.
Frohes posten an all die Wunschdenker :) Das wichtigste ist, dass man selber an das was man schreibt glaubt!

Glücklicher | 09. März 2017 - 19:00

@Hornisse:
Ganz ehrlich, ich glaub dass du der Troll hier bist. Es kommen keine sinnvollen Beiträge von dir. Du stellst alle als Lügner dar, die mehr verdienen, als du es dir vorstellen kannst und wirfst mit fragwürdigen Begriffen, wie postfaktisch etc. um dich. Auch deine Politikverdrossenheit lässt du unverhohlen raushängen, was dich nicht gerade glaubwürdiger macht. Vielleicht solltest du dich hier zurückziehen und den Erfahrungsaustausch hier nicht ständig torpedieren. Ich verfolge das Thema hier schon seit einigen Jahren und es hat mir bei der Orientierung in der Vergangenheit mehrfach geholfen.

M.Eng. | 09. März 2017 - 13:42

@Hornisse:
Ich habe niemals gesagt, dass es der Baubranche gut geht bzw. man hier das beste Geld verdient. Ich will lediglich relativieren, dass der Bauingenieur von vornherein unterbezahlt ist, weil dem nicht so ist. Gerade wir Bauingenieure haben ein extremes Defizit an Nachwuchs, und so schlecht wie so manch einer hier darüber redet, brauchen wir uns nicht wundern, wenn die Situation nicht besser wird!

Nun zu deinen Fragen/Thesen:

zu Frage 1:
Ja, ich habe mich abgekoppelt. Dies habe ich gemacht, weil ich außerhalb der Baubranche über einen Headhunter ein extrem attraktives Angebot bekommen habe. Ich denke da würde jeder sofort wechseln. Schlussendlich muss jeder schauen, dass er zu seinem Geld kommt. Und ich habe mich ja nicht vom Bauwesen abgekoppelt, ich bin ja weiterhin als Projektleiter für Bauprojekte tätig. Nur eben in einer anderen Branche.

zu Frage 2:
Ich denke zuerst startet man ein Studium mal, weil es einen interessiert! So war es bei mir auch, ich fand den Bau schon immer interessant, also habe ich damit begonnen. Ich habe mich ehrlicherweise vorher nicht darüber informiert, was man so verdienen könnte (war vielleicht auch besser so!). Die Ernüchterung kam dann im 3. oder 4. Semester als wir mal eine Infoveranstaltung von der Bayerischen Ingenieurkammer hatten. Hier hat uns dann so eine Tante erzählt, dass man nach dem Studium mit ca. 40.000 € Einstiegsgehalt rechnen kann. Das war damals schon etwas ernüchternd, aber kein Grund aufzuhören. Schlussendlich sind das eben Zahlen im Durchschnitt, es gibt dann eben die eine Seite und die andere Seite.

Als ich meinen Bachelor fertig hatte, habe ich mich beworben, da ich zwecks Master noch unschlüssig war. Mir wurde dann von einem Baukonzern (ich sag mal den Namen: Züblin) nach Tarif ca. 45.000 € geboten (ich glaube das war Stufe A6?). Soweit so gut, ich war sehr glücklich damit und habe mich gefreut, dass es schon mal nicht ganz so schlecht steht wie alle einem einreden wollen. Ich habe schlussendlich meinen Master gemacht und parallel 20 h als Werkstudent bei Züblin gearbeitet (Konditionen vergleichbar Bachelorgehalt auf 20 h gerechnet, also auch super). Ich war dort in der Bauleitung und habe so manches mitgemacht und erlebt. Während dieser Zeit habe ich auch gesehen, dass der Bauleiter eine Knochenjob ist (gut bezahlt, aber elendige Arbeitsbedingungen, 50-6 0h pro Woche). Dafür bekommt man aber auch gutes Geld (also muss das jeder für sich selber entscheiden). Ich habe mich aber für mein Leben entschieden, ich bin nach dem Master weg von der Bauleitung in Richtung Statik/Projektabwicklung/Planung. Dort bin ich dann mit 48.000 € eingestiegen (inkl. Bonus), war aber dann auch nach 2 Jahren dank guter Arbeit und Vertrauen vom Chef bei 4700 € Gehalt monatlich, bevor ich gewechselt habe in meine derzeitige Position.

zu Frage 3:
Das kann ich dir nicht beantworten. Dieses Forum dient hier auch nur als Basis des Austauschs von Erfahrungen. Ich kann meine Erfahrung nur weitergeben, mir ist durchaus bewusst, dass ich auch Glück habe/hatte. Und mir ist es auch bestens bekannt, dass es auch die negativen Fälle mit 3000 € Gehalt brutto gibt, wie schon mehrfach beschrieben. Und das kann ich ebenfalls nicht für gut heißen. Nur was mich wirklich stört ist, wenn hier anscheinend von manchen Leuten wie dir nur eine Richtung akzeptiert wird. Ich kenne deine persönliche Situation nicht, aber anscheinend ist diese sehr frustrierend, ansonsten würdest du hier nicht so vehement gegen gutes Gehalt argumentieren.

Also zusammenfassend möchte ich nur mal eins klarstellen:
Ich habe es nicht nötig hier Lügen zu verbreiten, mir persönlich ist es auch egal, was gewisse Leute mir glauben. Nur geht es mir massiv gegen den Strich, dass hier der Bau bzw. die Gehälter durch den Dreck gezogen werden. Klar ist, von den Ingenieuren verdienen wir vermutlich am schlechtesten, aber nach meiner Erfahrung, und das ist mein persönlicher Eindruck den ich durch Austausch mit Kommilitonen erlangt habe, ist es (zumindest in meinem Einzugsgebiet Südbayern/Ostbayern) nicht so wild wie hier propagiert wird.

Ich bin gerne zu einem Erfahrungsaustausch bereit @Hornisse, bitte lass mir deine Kontaktdaten da und wir können uns gerne mal austauschen, wenn du mir nicht glauben magst. Es liegt doch auch an uns, was wir aus unserem Leben und Job zu machen. Wer engagiert arbeitet kann es mit etwas Glück auch weit schaffen! Man muss nicht als Statiker oder Bauleiter versauern, man kann in die Qualitätssicherung, Projektsteuerung, Arbeitssicherheit und und und... Es gibt so viele Möglichkeiten, die möglich sind mit einem Absclhuss im Bauingenieurwesen! Viele sind mit ihrem Job verheiratet, aber ich denke es ist durchaus auch wichtig sich alle paar Jahre umzuorientieren oder zumindest mal den Arbeitgeber zu wechseln.

Und gerade jetzt seit Einführung des Bachelor/Master ist man doch derart flexibel, dass man nicht nur auf den Bau festgefahren ist. Man kann sich in fast alle Bereiche weiterentwickeln/weiterbilden. Es ist so viel möglich, also lasst euch nicht entmutigen. Es gibt einfachere Arbeitsplätze als den Bau, aber wer es wirklich will, der kommt damit klar.

Achja, hier noch eine Link zum Tarifvertrag IG Metall zu eurer Info, für die Ungläubigen: EG 10 A bekommt man i.d.R. mit Master/Dipl.-Ing. mit 1-2 Jahren Erfahrung. (Nach 1,5 Jahren im Betrieb wird man automatisch in die Gruppe B befördert). Zu dem Gehalt gibt es laut Tarifvertrag dann noch eine Zulage, die sich bis max. 28 % vom Bruttogehalt beläuft (anfangs wenig, dann immer mehr logischerweise). On Top kommt dann noch Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Gewinnbeteiligung und schwupps bist du bei ca. 70.000 € Jahresgehalt (wie in meinem Fall).

https://www.igmetall.de/docs_25...

Und nochmal, das ist nicht die Regel. Aber jeder kann diesen Weg oder auch einen anderen gehen. In anderen Branchen wird noch mehr gezahlt wie nach IG Metall!

MS | 08. März 2017 - 14:09

@M.Eng.:
Danke für deinen Beitrag. Hornisse hat auch in einem anderem Thema schon mein Gehalt angezweifelt. Naja, ich hab ihm mal meine Handynummer gegeben, dann kann man das auch gerne persönlich klären. Scheinbar sind hier in Bayern wohl andere Gehälter möglich. Aus meinen Abschlussjahrgang (wie treffen uns so 2-3 Mal im Jahr zum Stammtisch) kenne ich auch keinen der unter 50.000 €/a verdient. Vor allem die Bauleiter mit Firmenwagen 60+ Stundenwoche verdienen echt ordentlich. Natürlich gibt es auch ein paar die sind an der Uni, aber auch die haben ja mit E13 Stufe 3 bzw. 4 sogar schon über 50.000 €/a und deutlich weniger Stress. Ich finde es halt nur schade, dass man die jungen Bauingenieure mit den hier teilweise negativen Äußerungen über unseren Beruf abschreckt. Aber vielleicht wollen manche auch keinen Nachwuchs im Beruf haben!?

Hornisse | 08. März 2017 - 08:07

@M.Eng.:
Nette und wohlfeile Phrasen, die Du da drischst. Du selbst hast Dich von der Baubranche entkoppelt und verdienst nach (2 Jahren?) ausserhalb der Baubrache demnächst 70.000 EUR Gehalt.

Frage 1: Wenn es in der Baubranche so gut läuft, wie Du hier postulierst (ich kenne jemand, der jemanden kennt, der verdient 50.000), warum arbeitest Du dann ausserhalb des Bauwesens?

Frage 2: Warum sollte man Bauwesen studieren um dann doch nur verzweifelt zu versuchen zu den 0.1 % der Leute zu gehören, die es mit viel Glück / Beziehungen und/oder per Zufall herausgeschafft haben?

Frage 3: Wieviele Bauingenieure arbeiten ausserhalb der Baubranche? Wieviele innerhalb der Baubranche in tarifgebundenen Firmen und wieviele Stunden werden dort von ihnen pro Woche abgeleistet?

Komischerweise posten hier nur noch Trolle oder Lobbyschreiber. Alle irgendwie ausserhalb des Bauwesens bei 2-5 Jahren Berufserfahrung für 70.000 EUR aufwärts tätig oder im Bauwesen bei 35 Stunden die Woche und Dienstwagen bei 65.000 EUR. So dreist, wie in diesem "Fachforum" gelogen wird, so dreist lügt man ja nicht mal in der deutschen Politik. Die Realität ist leider eine andere. Bauwesen ist ein Studiengang für die unteren sozialen Schichten. Denen wird beigebracht wie man zu schuften hat, nicht wie man Geld macht. Wer Bauingenieur wird, entscheidet sich für einen Job, der wenig Geld bei viel Arbeit mit sich bringt. Was in einer Lowtech-Branche auch normal ist.

Jan | 07. März 2017 - 22:40

Es ist total verschieden. Kleine Büros zahlen gerade am Anfang nicht mehr als 38.000 Euro Gehalt im Jahr. Mittelständige 40.000 Euro Gehalt im Jahr. Das ist so die Regel für einen angehenden Statiker. Es gibt aber auch Ausnahmen. Ein Freund von mir fängt bei einem bekannten Bauunternehmen an, welches von Spaniern übernommen wurde, und er verdient ohne Erfahrung ca. 54.000 Euro im Jahr. Dafür muss er aber auch mehr als 40 h Arbeiten und auch für eine längere Zeit ins Ausland. Ein anderer Kommilitone arbeitet als Bauingenieur für einen Stahlrohrhersteller im Ruhrgebiet. Bei ihm lag das Einstiegsgehalt bei knapp 56.000 Euro. Er arbeitet allerdings auch mehr als 40 h und ist in ganz Europa unterwegs.

Ich denke schon, dass viele Gehälter nicht gelogen sind und man sollte immer im Hinterkopf behalten, wie viel man dafür arbeiten muss. Mein Einstiegsgehalt als Statiker lag bei 3.600 Euro Brutto im Monat, was einen Stundenlohn von 22,50 Euro entspricht, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 h. Würde ich 50 h die Woche arbeiten, hätte ich die gleiche Arbeitszeit wie ein Bauleiter (wenn nicht sogar weniger) und ein Monatsgehalt von 4.500 Euro. Also macht euch nicht verrückt und denkt immer daran, dass mit steigendem Gehalt, die Freizeit sinkt.

Glücklicher | 07. März 2017 - 22:19

@Hornisse:
Das könnte tatsächlich passieren. Ich werde mich nächstes Jahr auf 40 h/Woche hochstufen lassen und außerdem ist nächstes Jahr wieder Tarifverhandlung. Die 70.000 € werde ich dann wohl reißen. Um bei uns über 100.000 € Gehalt zu kommen braucht man allerdings eine Stelle mit Mitarbeiterführung/Disziplinarverantwortung. Wäre dann außertariflich. Maximale Tarifstufe ist 5.650 € / Monat x 14,6 + 850 €. Das wäre derzeit auch die geplante Endstufe für meine Stelle.

@Wolf:
1x Weihnachtsgeld (Novembergehalt)
1,6x Unternehmenserfolg + Leistungsprämie für 100 % Leistung (Aprilgehalt)

@DA71:
In der Energiebranche arbeiten (Netzbetreiber). Ist Konzerntarifvertrag (IGBCE). Leider geht es den Kraftwerkern grad nicht sonderlich gut. Deshalb gab es bei der letzten Runde nur 2,5 % für 2 Jahre.

Als Bauingenieur ist man doch Generalist und kann in vielen Branchen arbeiten. Und in allen Branchen gibt es Bauwerke, die geplant, gebaut und unterhalten werden müssen.

Max.1 | 07. März 2017 - 14:34

Bremen, Öffentlicher Dienst, Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst, Bruttogehalt gesamt: 3380,51 EUR, Master 3 Jahre Berufserfahrung.

Absolvent14 | 07. März 2017 - 10:13

@Glücklicher:
Dem entgegen stehen aber auch genug, die für weit weniger arbeiten. Ich habe ehemalige Kommilitonen, die jetzt in "Wald-und-Wiesen-Büros" Statik machen und deren Bezahlungsgrundlage die "Unverbindliche Gehaltstarifempfehlung" der Architektenkammer BaWü ist, obwohl sie keine Architekten sind. Kein Bonus, kein 13. geschweige denn 14. Gehalt. Daran ändert sich bei denen auch nach 5 Jahren nichts und schlimm genug, dass es noch ausreichend "Dumme" gibt, die sich für solche Stellen finden.

M.Eng. | 07. März 2017 - 08:30

@Hornisse:
Da muss ich meinem Vorredner rechtgeben, ich bin seit 3 Jahren im Geschäft (nicht in der Baubranche, aber als Bauingenieur tätig) und habe 4950 € (brutto) + Weihnachtsgeld + Urlaubsgeld + Erfolgsprämie... (ca. 70000 € jährlich, Tendenz steigend, da bald wieder Gehaltsverhandlung ansteht) Mir ist aber bewusst, dass viele Bauingenieure nicht das Geld sehen, von daher hast du auch recht. Jedoch ist es nach meiner Erfahrung und den Infos, die ich von vielen Freunden und Kommilitonen, habe bei weitem nicht so schlecht wie überall propagiert wird. Nach 2 Jahren ist jeder über 50000 € jährlich, alles in Bayern.

Also anstatt immer die "Lobbyarbeit" zu propagieren, sollte man sich auch mal eingestehen, dass durchaus auch mehr mögich ist. Es ist als Bauingenieur wie überall auch, was man aus sich macht, hat man immer noch (größtenteils) selbst in der Hand. Und wie bereits erwähnt ist die Situation mittlerweile für Bauingenieure durchaus ganz gut im Vergleich zu früher, deshalb kann ich persönlich die Statistiken nicht nachvollziehen. In meinen Augen sollte man darauf achten, dass der Betrieb tarifgebunden ist (egal ob Bau, Auto, Chemie, Pharma ...), denn nach Tarif wird i.d.R. mehr gezahlt. In kleine Ingenieurbüros ist dies oftmals nicht möglich, mit diesen Gehältern mitzuhalten.

DA71 | 06. März 2017 - 23:21

@Glücklicher:
4.555 Euro Brutto * 14,6 Monatsgehälter + 850 Euro steuerfrei (Horr, Horr, Horr) nach 5,5 (!!) Jahren - welcher Tarifvertrag soll das denn sein? - Und was muss man dafür als Bauingenieur tun?

Wolf | 06. März 2017 - 19:51

Mich würde mal interressieren wie man überhaupt auf 14,6 Gehälter im Jahr kommt!?

Hornisse | 06. März 2017 - 17:51

@Glücklicher:
Logo hast Du nach 5 Jahren 67.000 EUR Gehalt. Nächstes Jahr knackst Du dann die 70.000 EUR Grenze, nach 10 Jahren im Job sind es dann 100.000 EUR. Wie gesagt, postfaktisch und phantasievoll ist dieses Forum. Es hat kaum Informationsgehalt, ist aber dafür recht kurzweilige Unterhaltung.

Glücklicher | 04. März 2017 - 14:18

@Hornisse:
Ich denke du musst dir wohl oder übel eingestehen, dass du abgehangen worden bist. Kannst es anscheinend nicht glauben, dass andere, jüngere "Kollegen" mehr Einkommen haben als du. Ich bin z.B. 5,5 Jahre im Geschäft und habe 4555 € (Brutto) x 14,6 Gehälter + 850 € Steuerfrei im Jahr (Tarifvertrag). Kannste glauben oder auch nicht. Aber so ist es nun einmal.

Hornisse | 02. März 2017 - 18:38

@VB:
Wer nichtmal sieht, dass das Openposting von 2010 ist, der verdient in einem Ingenieurbüro nach 1 Jahr garantiert keine 3.800 Gehalt brutto pro Monat. Wahrscheinlich auch noch a 14 Monatsgehälter und mit PKW und Bonus.... ist ja logisch. So kennt man dieses Forum, so liebt man dieses Forum. Immer postfaktisch und fantasievoll. The sky is the limit. Warum lügt man sich unter den Leuten der eher im unteren Bereich angesiedelten sozialen Schichten (Bauingenieursstudenten und willige Lohnschreiber der Baulobby) eigentlich so gerne die Hucke voll bei Gehaltsangaben? Weiss das hier jemand?

VB | 02. März 2017 - 07:52

@Sven:
Also nach 4 Jahren mit einer solchen Tätigkeit wie Du sie beschreibst, bist du massiv unterbezahlt. Du bist ja quasi ein Ingenieurbüro im Ingenieurbüro. Ein Gehalt von mindestens 3800 brutto wäre angemessen. Ich habe in ähnlicher Position nach 1 Jahr bereits 3750 brutto Gehalt in einem mittelständischen Ingenieurbüro verdient.

ejjjj | 20. Februar 2017 - 19:31

Bauleiter Straßenbau, ca. 300 Mitarbeiter
Berufserfahrung
0 - 0,5 Jahre: 3200 € Gehalt ohne Abschluss (Praxissemester)
0,5 - 1,0 Jahre: 3482 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 6
1,0 - heute: 3700 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7

DD5 | 18. Februar 2017 - 20:38

@Jakub:
Nach meinen Erfahrungen kannst Du als Berufseinsteiger in Dresden zwischen 2500 bis 3000 EUR verdienen. Ich bin nach 5 Jahren Berufserfahreung bei 3700 EUR.

Statiker | 14. Februar 2017 - 11:16

@Baui-m, @BIM:
Entschuldigung der späten Rückmeldung, ich war schon ein paar Wochen nicht mehr im Forum. Ich bin einer der Glücklichen, die in der Automobilindustrie untergekommen sind, auch hier gibt es Bauabteilungen. Unsere Abteilung beinhaltet ca. 130 Baufachleute, weltweit. Also dementsprechend rar sind die Jobs und jeder möchte sie haben, von daher sehr hoher Konkurrenzdruck. Ich bin von der Statik in die Projektleitung gegangen, hier ist definitiv (auch außerhalb der Autoindustrie) mehr Geld zu machen. Von daher mein Tipp: Immer auch mal außerhalb der klassischen "Bauindustrie" nach Jobs suchen, z. B. Pharma, Chemie, Auto usw. Hier gibt es immer wieder sehr gute Jobs zu besetzen, allerdings wie bereits erwähnt, sind diese sehr schwer zu bekommen. Aber mit guten Referenzen und etwas Glück gehört man dazu.

Jakub | 14. Februar 2017 - 09:06

Ich bin 27, ein Jahr nach dem Abschluss (Technische Universität Breslau, Polen), Vertiefung Wasserbau und Tiefbau. Ich komme aus Polen und wohne seit 2 Jahren in Deutschland. Ich habe ein Semester Erasmusaustausch an der TU Dresden gemacht. Ich besitze sehr gute Deutschkenntisse und fließend Englischkenntnisse. Nach dem Abschluss habe ich ein 4-monatiges Praktikum gemacht (Bereich Baumanagement) und dann 5 Monaten als Bauführer in der Abteilung Abrechnung und Vermessung gearbeitet (Bereich Tiefbau). Monatsgehalt war 2500 €. Jetzt bin ich auf der Suche nach einer neuen Arbeit (Dresden und in der Nähe). Wie viel könnte ich in dieser Region verdienen? Sind 2500 € Gehalt im Monat ein Maximum für Dresden?

DA73 | 02. Februar 2017 - 22:00

Das Institut der Freien Berufe IFB hat seinen neuen Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Architektur- und Ingenieurbüros herausgegeben. Für vollzeitbeschäftigte Ingenieure ist dabei besonders interessant das Diagramm 2.3.12. Demnach sind zwischen 2013 und 2015 bei den Ingenieuren die Brutto-Jahresgehälter in allen Berufserfahrungsgruppen gesunken. Bei ein und zwei Jahren Berufserfahrung 2014 -0,6 Prozent und 2015 noch einmal -1,7 Prozent, bei drei bis zehn Jahren -1,2 Prozent und dann -1,7 Prozent und bei mehr als zehn Jahren Berufserfahrung -0,5 Prozent und dann sage und schreibe -8,0 Prozent.

Die Babyboomer gehen in Rente und die Nachrücker holen gehaltsmäßig nicht auf, im Gegenteil. Bedenkt man, dass dies in einer Zeit allgemeiner Lohnsteigerungen passiert und einer Zeit reger Bautätigkeit, in der die Baukosten und damit die Honrare gestiegen sind und dass die nominalen Bruttogehälter noch nicht mal inflationsbereinigt sind, liegt der Schluss nahe, um Ingenieurbüros im Bauwesen einen großen Bogen zu machen. Augen auf bei der Berufswahl. Gerade im Vergleich zum öffentlichen Dienst ist noch zu beachten, dass es da ja nicht nur die allfälligen Tariferhöhungen gibt, sondern auch noch die Höherstufungen innerhalb der jeweiligen Entgeltgruppe nach Dienstjahren. Dabei ist das Ende der Fahnenstange (nach unten) für die allergrößtenteils nicht tarifgebundenen Ingenieure in den Planungsbüros noch nicht erreicht, gibt es doch seitens der EU zunehmend Bestrebungen, die HOAI auszuhebeln. Hier noch ein Link zur Studie: http://bingk.de/wp-con...

Schorch | 31. Januar 2017 - 10:58

Danke für das Feedback @Farang und @PM:
Ich konnte mich jetzt nach wochenlangem verhandeln auf folgende Konditionen einigen: Spezialtiefbau eines Großkonzerns und Platzierung in Nord-Deutschland. Einstiegsgehalt Brutto 75.000 Euro inkl. Weihnachts- und Urlaubsgeld exkl. Erfolgsprämie. Wohnung wird temporär gestellt, danach gemäß Einsatzort verhandelbar. Firmenwagen wird gestellt (Größe Oberbauleiter, inkl. Tankkarte und Privatnutzung).

Möchte anmerken, dass ich noch weitere attraktive Angebote hatte (Max. Brutto 85.000 Euro), aber mir sowohl Position, Perspektive und Unternehmen des ersteren Angebotes deutlich besser gefallen haben. Für mich soll das obige Einstiegsgehalt nicht das Ende der Fahnenstange sein, weshalb ich andere Faktoren höher in Ihrer Priorität angesetzt habe. Kann wirklich nur jedem ans Herz legen, solange man es sich zeitlich und finanziell leisten kann, sollte man sich genau anschauen, mit wem man die nächsten Jahren zusammenarbeiten möchte. Gruß, Schorch

BD | 31. Januar 2017 - 00:43

Da ich hier während meines Studiums insgesamt über Jahre mitgelesen habe, möchte ich auch meine eigenen Erfahrungen (+ Studienkollegen) preisgeben. Ich möchte dazu sagen, dass ich alle Verträge gesehen habe und es sich dabei nicht um Gerede handelt. Die angegebenen Stunden spiegeln die reale Arbeitszeit wieder.

Einstiegsgehälter:
-Projektsteuerer Stuttgart 48.000 EUR bei 55-60 Stunden
-Business Development Bauzulieferer 52.000 EUR - 38 Stunden
-Bauabteilung eines großen Maschinenbauers 61.000 EUR bei 35 Std. Tarif (real Schnitt 38-es wird z.T. ausgestempelt und weitergearbeitet)
-Bauleiter Bereich Abbruch 51.000 + Firmenwagen 60 Stunden
-Bauleiter Bauunternehmen 39.000 + Firmenwagen - 55 Stunden

Alle haben wir ein Masterstudiengang absolviert und sind vor einem halben bis dreiviertel Jahr eingestiegen. Alle Unternehmen sind in Baden-Württemberg oder Bayern.

Das Forum hier hat mich oftmals an meiner Studienwahl zweifeln lassen. Ich habe mich (auch aufgrund des Forums) frühzeitig breit aufgestellt und schon während des Bachelors Projektmanagement vertieft. Den Master habe ich ebefalls in diesem Bereich gemacht. Aufgrund dieser Entscheidung war ich nicht nur für Bauunternehmen, -Zulieferer und Projektsteuerer attraktiv, sondern auch für Unternehmen außerhalb der Branche. Letztlich habe ich bei einem Bauzulieferer einen sehr guten Job gefunden. Das bringt mir zahlreiche Vorteile aus den hier oftmals zitierten anderen Industrien (insb. Sozialleistungen und Work-life-Balance), aber lässt mich immer noch an meiner Leidenschaft - dem Bauen - teilhaben.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass es wirklich kein Problem war einen Job zu finden. Lediglich einer von uns 5 war 2 Monate lang nach dem Studium ohne Anstellung. Ich kann nur jedem raten, der sich zu schlecht bezahlt fühlt, die aktuelle Situation auf dem Markt zu nutzen! Hier (ich spreche für Süddeutschland) suchen nahezu alle Bauunternehmen bzw. Unternehmen aus der Branche händeringend nach Mitarbeitern (insb. Bauleitern). Ich selbst konnte das bereits für die erste Gehaltsverhandlung nach der Probezeit nutzen. Keiner weiß wie lange das anhält - deshalb jetzt oder nie!

Ich möchte mich hier an dieser Stelle noch bei allen bedanken, die ihre Gehälter, Sorgen, Probleme und Wünsche geteilt haben! Auch wenn man hier nicht jeden Beitrag für Voll nehmen sollte, gibt es einem eine gute Orientierung. Dankeschön hierfür!

Baui-m | 26. Januar 2017 - 20:31

@Statiker:
In welche Branche hast du gewechselt und was machst du jetzt, wo du die Statik an den Nagel gehängt hast?

BIM | 26. Januar 2017 - 17:03

@Statiker:
Würdest du uns auch verraten, in welcher Branche du untergekommen bist?

M25 | 17. Januar 2017 - 15:30

Ich bin 25 Jahre alt, habe einen Masterabschluss im Baubetrieb. Angestellt als Bauleiter in einem Unternehmen >1000 Mitarbeiter. Brutto-Jahresgehalt von 50.000 Euro + Firmenwagen, obendrauf als Einstieg.

Statiker | 16. Januar 2017 - 11:22

@Jens:
Ich halte es für realistisch. Hängt auch ein wenig von dem Standort usw. ab. Ich bin nach dem Studium, ebenfalls Master, als Statiker mit 4000 € EUR eingestiegen, wobei ich aus Erfahrung sagen kann, dass das schon eher hoch ist. Die meisten meiner Kommilitonen sind in vergleichbarer Anstellung eher mit 3500 € Gehalt eingestiegen. Also ich denke es ist ein vernünftiger Lohn für den Einstieg. Ich selber bin mittlerweile nach 4 Jahren bei knapp 70000 € Gehalt angekommen, habe aber die Branche und den Job als Statiker gewechselt, da dort auf lange Sicht keine großen Sprünge zu sehen sind, außer man geht in die Selbstständigkeit.

GHT | 16. Januar 2017 - 01:06

Ich bin 25 Jahre alt, Studium vor kurzem abgeschlossen, Vertiefung: Baubetrieb und Wirtschaftswissenschaften, Notendurchschnitt 1,7, Einstiegsgehalt 52000 EUR, Mitarbeiter >1000.

Jens | 13. Januar 2017 - 16:50

Ich habe letztes Jahr mein Studium im konstruktiven Ingenieurbau (Master) mit einem Schnitt von 1.1 abgeschlossen. Würde gerne wissen ob ein Jahresgehalt von 44000 als Einsteiger ohne Berufserfahrung in der Tragwerksplanung/Projektingenieur angemessen ist?

Postfaktiker | 04. Januar 2017 - 17:07

Die Gehälter richten sich nach dem Umsatz, den ein Ingenieur erwirtschaften kann. Davon müssen natürlich erstmal die Fixkosten für Bürounterhalt, Firmenwagen, Computerhardware, Softwarelizenzen, Versicherungen etc. abgezogen werden. Danach hat man ein Gefühl für die real existierenden Bauingenieursgehälter jenseits von Schönrederei und Propaganda.

Zitat: "... Wer seine planerischen Leistungen als Einzelkämpfer anbietet, erwirtschaftet damit im Schnitt etwa 89.000 Euro Umsatz. Bei Büros mit zwei bis zu fünf Personen beträgt der durchschnittliche Umsatz je tätiger Person knapp 94.000 Euro und bei Büros mit sechs bis zu zehn tätigen Personen knapp 90.000 Euro. Auch in den Kategorien mit über 10 Personen zeigen sich Büroumsätze je tätiger Person in ähnlichen Größenordnungen. Die höchsten durchschnittlichen Umsätze sind laut Umfrage im Bereich des Sachverständigenwesens vorzufinden...."

Quelle:
http://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/konjunktur/jedes...

Daniel | 29. Dezember 2016 - 14:54

Nach dem Studium wäre ein Gehalt von unter 3000 Euro brutto Monatsverdienst aber bescheiden. Natürlich will man am Anfang Praxiserfahrung sammeln und auch die Größe des Unternehmens spielt eine Rolle. Aber 2700 Euro Verdienst sind eindeutig zu wenig.

Heinz | 22. Dezember 2016 - 19:00

Meine Gehalts-Erfahrungen zur kürzlich abgeschlossenen Stellensuche: Gebiet Sachsen, Aufgabe Bauleitung, 5 Jahre Berufserfahrung, 3 Angebote habe ich erhalten:
1. kleinere Baufirma (100 MA): 40.000 EUR + Dienstwagen
2. Bauträger: 45.000 EUR + Dienstwagen
3. großes Bauunternehmen (>3000 MA): 52.500 EUR + Dienstwagen

Bauigel07 | 11. Dezember 2016 - 23:18

Bauingenieur 43 Jahre, Vertiefung Konstruktiver Ingenieurbau mit 16 Jahren Berufserfahrung, Statikabteilung bei größerem Unternehmen, 65.000 EUR Jahresgehalt mit 40 Std. Vertrag, aber meistens mehr ohne Ausgleich.

PM | 07. Dezember 2016 - 11:12

@Schorch:
Ich würde dir vorschlagen, ein Unternehmen in Deutschland zu suchen, welches von deinen Erfahrungen in Middle East profitieren kann, z.B. bei Anlagenbauern und Unternehmen, welche auch Projekte in diesen Gebieten abwickeln. Dann kannst du durch deine spezielle Erfahrung mind. 75.000 EUR Jahresgehalt fordern.

Farang | 06. Dezember 2016 - 06:13

@Schorch:
Sprich du hast 3 Jahre Erfahrung als Bauleiter/Projektleiter im Nahen Osten. Dann würde ich jetzt pauschal sagen das Du bei 4.500 EUR/Monat Gehalt (+/- 500 EUR) liegst. Kommt natürlich drauf an wo Du Dich bewerben möchtest (Norden/Süden).

Schorch | 05. Dezember 2016 - 12:49

Ich wollte mal nach der Meinung des Forums fragen bezüglich folgender Situation: Ich (30) war die letzten drei Jahre im Mittleren Osten (Qatar, Oman, Saudi Arabien und UAE) als Bauleiter/Projektleiter im Spezialtiefbau für ein marktführendes Bauunternehmen tätig (mittlere Projektgröße 200 Tsd. USD bis Großprojekte 7 Mio. USD). Nicht uninteressant vielleicht zu erwähnen, dass ich beim Ausbau (Neugründung einer weiteren Niederlassung, Projektakquise, Fortentwicklung und Erstanwendung von Spezialtiefbaulösungen etc.) in einem der o.g. Länder stark involviert war.

Ich habe einen Bachelor und aufbauend einen Master im Bauingenieurwesen (Deutsche Universität) und vor wenigen Wochen freiwillig gekündigt. Ich habe mir u.a. ein paar Bewerbungsgespräche in Deutschland vorgenommen und bin mir nicht ganz sicher, in welcher Höhe ich mein Gehalt/Verdienst ansetzen kann, da es wahrscheinlich wenig bis gar nicht vergleichbar mit den Konditionen im Ausland ist (Brutto = Netto-Gehalt, Auto, Handy, Wohnung, Flüge, Versicherung, etc.).

Ich würde gerne wissen, inwiefern sich diese einschlägige Erfahrung auf ein Gehalt in Deutschland auswirkt. Bin mir noch nicht so recht sicher, was ich in Gesprächen fordern kann. Möchte hier einfach mal meinen Marktwert erfahren. Das ich nicht nur des Geldes wegen hier bin, sollte glaube klar sein. Ich möchte einfach eine neue Herausforderung und mich gleichzeitig auch nicht völlig unter Wert verkaufen, sofern ich in Deutschland arbeite. Vielen Dank schon mal im Voraus!

Konrad | 23. November 2016 - 23:32

@Horschti:
Es war genau so wie du das geschrieben hast. Es wurden mir 3200 euro brutto gehalt während der Probezeit angeboten. Und nach der Probezeit vielleicht 3400 euro brutto. Ich habe mich aber dagegen entschieden. Ich gehe davon aus, dass man mit 8 Jahren Berufserfahrung besser verdienen sollte. Na ja.. ich habe zwar keine Erfahrung in Deutschland und ich weiss, dass ich auch nicht zu viel am Anfang in Deutschland verdienen werde, aber 3500 brutto verdienst mindestens denke ich OK. Die technischen Regeln sind universal, aber mit Vorschriften in Deutschland muss ich von Null anfangen.

M31 | 23. November 2016 - 21:31

Mit 9 Jahren Berufserfahrung bei ca 70.000 EUR Gehalt + Auto in der Bauleitung tätig (Rhein-Main). Alles nach Tarif ohne Prämien.

KHL | 17. Oktober 2016 - 21:34

Ich bin 32 Jahre alt, seit 7 Jahren Bauleiter im Raum Süddeutschland. Gehalt 41.000 EUR, kein Geschäftswagen. Im Sommer wechselte ich in die Bauabteilung eines Chemie-Konzernes. Hier 55.000 EUR bei 40 h. Bei Bauunternehmen macht man sich als Bauleiter nur kaputt. Stress, Zeitdruck, wenig Gehalt und kaum Freizeit. Großer Konzern = mehr Gehalt/mehr Flexibilität = weniger Stress!

GoGoNew | 13. Oktober 2016 - 12:01

Meine langjährige Erfahrung (1000 Bewerbungsgespräche in 20 Jahren) sagt zur Zeit
1. Große Unternehmen außerhalb des Baubereiches 5 Jahre Berufserfahrung > 65.000 -90.000 € Gehalt +
2. Boom Regionen gegenüber "Flachland" + 20 %
3. Baufirmen siehe 1. minus 10-15 % 50.000 - 70.000 €
4. Große Anlagenbauer & Automobilbauer / Spezialbauer > 75.000 €+++
5. Kleine Ingenieurklitsche auf dem Land 30.000 - 45.000 €
6. Großes Ingenieurbüro D,EU-weit agierend 60.000 - 80.000 €
7. Spezialwissen mit Zertifikat (SFI, PMI etc.) + 10 %
8. Totale Mobilität, früh kommuniziert, über Jahre +15 %

Statiker HB | 07. Oktober 2016 - 10:45

Also ich habe jetzt 20 Jahre Berufserfahrung als Statiker. Ausbildung Dipl.-Ing. (FH). Jahreseinkommen: 70.000 Euro Gehalt, 45 h/Woche, 30 Tage Urlaub. Firma ist ein Planungsbüro mit 10 Mitarbeitern in Bremen.

Horschti | 20. September 2016 - 14:49

@Konrad:
Du kannst mit der Forderung ja mal in das Vorstellungsgespräch gehen. Sei aber nicht verwundert, wenn man Dir nur etwa 3000 € Gehalt pro Monat anbietet, bei kleinen Unternehmen auch weniger. Ein Bekannter arbeitet bei einem Konzern in Ostthüringen für ca. 4000 € pro Monat und einem halbem Monatsgehalt Weihnachtsgeld, das ist aber eher das obere Ende in Thüringen.

Konrad | 14. September 2016 - 11:24

Ich bin Bauingenieur aus Polen, ich bewerbe mich um eine Stelle in Deutschland (Thüringen). Seit ein paar Jahren beschäftige ich mich mit Bauwesen. Ich habe mehr als 5 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauleitung/Baumanagement. In Deutschland habe ich noch nicht gearbeitet. Was denken Sie, wie viel kann ich am Amfang bekommen? Denken Sie dass ich 4000 bis 4500 EUR brutto erreichen kann?

Farang | 07. September 2016 - 05:35

Jetzt nochmal meine Erfahrung, die ich aus den letzten Jahren ziehen konnte. Als Berufsanfaenger kommt es in erster Linie darauf an, was fuer einen Abschluss du hast (Dipl., Bachelor, Master). Als nächstes dann in welchem Bereich du taetig sein wirst (Planungsbuero, Bauunternehmen, Projektsteuerer). Als letztes spielt dann deine Erfahrung eine Rolle. Hast du z.B. schon 5 Jahre als Stahlbetonbauer oder Tischler gearbeitet und wirst dann Bauleiter, ist dein Gehalt natuerlich hoeher als das vom 22 jaehrigen Studenten ohne Berufserfahrung.

Grundsaetzlich richtet sich dein erstes richtiges Gehalt stark nach dem Tarif (A5-A6-A7) - wobei die Urlaubstage, Weihnachtsgeld und Arbeitszeiten variieren. Eine ganz andere Geschichte wird es dann natuerlich wenn du ins Ausland gehst. Dort kannst du dir immer gerne die Basic Salary Reports von Hays z.B. anschauen. Danach kann man sich in der Regel richten. Extrem Sachen (Pakistan, Afghanistan, Irak usw.) werden dann natuerlich besser bezahlt als wenn du z.B. nach Belgien gehen wuerdest. Als Beispiel Bauleiter in Irak liegt bei 8000 bis 10000 EUR Gehalt netto + Wohnung + Transport und zwei Leibwaechtern. Das dann aber natuerlich nur fuer Global Player und nicht nem Local. Macht euch keine Sorge. Arbeit gibt es genug und wird es auch noch geben. Millionär wird keiner von uns, aber schlecht leben die meisten Bauleute auch nicht.

Michael | 30. August 2016 - 12:27

Bauingenieur Master-Absolvent; Berufserfahrung 2,5 Jahre; Firma > 3000 Mitarbeiter; Süddeutschland; Bauleitung Hochbau; Fixgehalt: 49.000 € Brutto + Firmenwagen + Erfolgsprämie; Gehaltssteigerung 2017 auf Verdienst 52.000 € Brutto.

Spezi | 23. August 2016 - 07:07

Ich möchte auch gerne mal meine Meinung bzw. Info kundtun. Habe das Forum mit viel Freude verfolgt, da es doch immer noch die Nachzügler gibt, die nicht wahrhaben wollen, dass Sie viel weniger verdienen wie Berufseinsteiger. Aber egal. Ich war 3 Jahre Bauleiter (Einstiegsgehalt ca. 50000 € Gehalt) und habe dann vor 2 Jahren in ein Beratungsbüro für Bauleistungen gewechselt (u.a. Projektsteuerung/Projektleitung). Ich verdiene hier jetzt knapp 70000 € + Firmenwagen (Großraum München) und kann mich nicht beklagen. Viele werden es sowieso wieder nicht glauben, aber so ist das Leben. Ist mir auch egal, solange mein Konto jeden Monat stimmt. Von daher halte ich es für durchaus schlüssig, was manche meiner Vorredner bezüglich Gehalt erzählen. Wir reden hier nicht vom Durchschnitt, aber es gibt diese "Besserverdiener", das weiß ich rein zufällig sehr genau, da wir viel mit z.B. Chemieindustrie, Automobile usw. zu tun haben.

Logo | 28. Juli 2016 - 13:21

Nun meine Erfahrungen zum Gehalt. Ich verdiene 54000 EUR im Jahr und bin in der Abteilung Baumanagement eines Ingenieurbüros tätig. Habe zur Zeit 5 Jahre Berufserfahrung. Letztens habe ich ein sehr gutes Angebot im Raum Stuttgart bekommen. Habe es abgelehnt, da ich aus persönlichen Gründen nicht mehr flexibel bin/sein will. Auch im Unternehmen, wo ich mich gerade befinde, wird besser bezahlt, wenn man bereit ist Wochenendvater zu sein. Ich kenne Personen, die ca. 40.000 € in unserem Job verdienen, wiederum sind mir Gehälter (Projektleiter bei Großprojekten) bekannt die jenseits der 200.000 Marke liegen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass in meinem Umfeld je nach Aufgabe die Bauingenieure (mit mehrjähriger Berufserfahrung) ca. 55.000-75.000 EUR Gehalt vedienen.

Projektleiter | 27. Juli 2016 - 08:22

@Hornisse:
Wie mein Vorredner schon geschrieben hat: Welchen Zweck sollte ich damit verfolgen? Haben sie überhaupt überrissen, dass ich zwar als Bauingenieur arbeite, aber in einer ganz anderen Branche bin? (hier Automobilbranche, Tarifvertrag Metall+Elektro, Tarif ERA 10 A, bald ERA 10B, dann sind es noch mehr). Wollen Sie das nicht kapieren, oder wo ist das Problem? In diesen Branchen (z.B. Auto, Chemie ...) ist noch deutlich mehr Geld zu holen, wie früher in der Baubranche eben auch. Diese Jobs sind halt deutlich begrenzt, so bin ich einer von weltweit 75 Bauingenieuren in diesem Konzern.

@Hans im Glück:
Es ist schön zu sehen, dass es auch noch andere gibt. Ob diese Aussage jetzt stimmt oder nicht kann und will ich nicht beurteilen, aber ich kann sie sehr gut nachvollziehen und glaube das auch, da es eben möglich ist bzw. JEDER der in Branchen wie Auto, Chemie usw. arbeitet, automatisch Tarifvertrag bekommt. Aber das wollen die Leute der Baubranche nicht wahrhaben.

Leute, auch ich war vorher in einem Bautarif, und auch ich habe da nicht das Geld von heute gesehen. Ich bin damals auch mit "nur" 50.000 € Jahresgehalt mit Master eingestiegen. Aber ich habe diesen (durchaus glücklichen) Sprung in eine andere Branche eben geschafft, und es obliegt jedem selbst sich neu zu orientieren und sein Glück zu suchen. Natürlich ist der Wettkampf auf solche Posten sehr stark! Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

TH123 | 26. Juli 2016 - 12:52

Alter: 27, Abschluss: M.Sc. Wirt.-Ing. (TH), Tätigkeit: Einkauf/Beschaffung, Unternehmen: Tochterunternehmen eines Konzerns, Ort: Region Süd, Jahresgehalt: Mit Weihnachtsgeld etc. ca. 54.000 € Verdienst, Arbeitszeit: ca. 40-42 Std/Woche.

GSP | 22. Juli 2016 - 09:24

Folgende Einstiegsgehälter kenne ich aus meinem Bekanntenkreis:
Alter Kommilitone: Kleines Büro in NDS, Fertigteilwerk, 40000 Gehalt €/Jahr
Alter Kommilitone: Statikbüro Bremen, 40000 Gehalt €/Jahr
Ich: Entwicklungsbüro in NDS, 49000 Gehalt €/Jahr.

Hans im Glück | 21. Juli 2016 - 07:18

Hornisse liegt wie immer richtig: ich habe auch die 70.000 € Gehalt im Jahr nicht nach 4 Jahren geknackt - das hat schon 5 Jahre gedauert. Und das bei einer echten 39,5 Std. Woche. Und jetzt Feuer frei... Wenn ihr so engagiert arbeiten würdet, wie ihr hier alle Schreiberlinge Lügen straft, wäre ggf. auch für Euch ein Zacken mehr drin.

BauingStudent | 20. Juli 2016 - 00:16

@Steve:
Das kannst du grundsätzlich als Schwachsinn gerne ansehen, ist aber in diesem Fall so. Entsprechende Überstunden werden abgefeiert oder bezahlt.

Steve | 17. Juli 2016 - 21:39

@BauingStudent:
40 Wochenstunden als Bauleiter sind grundsätzlich schon mal Schwachsinn!

BauingStudent | 11. Juli 2016 - 10:59

Ich möchte einmal aus meiner Sicht die Gehaltslage erläutern: 3 Studienkollegen haben folgende Angebote bekommen:
Bachelor-Absolvent (Firma >2000 Mitarbeiter, NRW, Statikabteilung Hochbau, 43 Std./Woch.) 38000,-€ brutto/Jahr + 5 % Umsatzgewinn
Bachelor-Absolvent (Firma >3000 Mitarbeiter, NRW, Bauleiter Hochbau, 40 Std./Woch.) 43000,-€ brutto + Firmenwagen
Master-Absolvent (Firmengrösse ist mir nicht bekannt, Bauleiter, 40 Std./Woch.) 50000,-€ brutto + Firmenwagen

Ich selbst bin Student, noch nicht fertig mit dem Bachelor-Abschluss, bekomme zwischen 12-16 € brutto/Std. als Werkstudent. (Arbeitgeber Bau, aber Tätigkeitsfelder immer unterschiedlich, kleinere Firmen). Hoffe ich konnte Euch weiterhelfen.

Neo | 11. Juli 2016 - 01:07

@Hornisse:
45000 tausend EUR ist doch nicht schlecht als Einstiegsgehalt. Nur 30000-35000 EUR finde ich teilweise schon wenig. Aber ja, anscheinend ging es den Bauingenieuren wirklich mal besser.

Kurz-Link  Kurz-Link zu diesem Forumthema:
https://www.bauingenieur24.de/url/900/1372