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17. Jahrgang | Ausgabe 5939 | Nr. 327
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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen?

1300 Kommentare | 511340 Aufrufe
| 20. Februar 2010 - 12:16

Ich bin 29 und habe im Jahr 2005 erfolgreich mein Diplom (Note 2,0) an der FH Bremen im Bereich Siedlungswasserwirtschaft / Verkehrswegebau abgeschlossen. Arbeite jetzt seit 4 Jahren in einem kleinen Ingenieurbüro in Raum Osnabrück. Mein Aufgabenfeld umfasst die Planung, Ausschreibung, Bauleitung und Abrechnung von kleineren Bauprojekten (bis 1 Mio €). Des Weiteren kümmere ich mich um den Kontakt zu unseren Auftraggebern (kleinere Gemeinden / Kommunen / Wasserverbände). Jetzt würde ich gern wissen ob ein Monatseinkommen von 2700 € brutto für diese Art der Tätigkeit fair bzw. ausreichend ist? Was verdient ihr in ähnlichen Bereichen / Positionen?

Hans | 20. November 2017 - 05:43

Auch ich möchte meinen Standpunkt darlegen:
Alter: 36, Erfahrung: 9 Jahre. FH Dipl.-Ing.
Zwischenzeitlich bei einem Auftraggeber im Rhein/Main Gebiet für Spezialimmobilien angekommen. Projektmanagement, auftraggeberseitig bei rd. 50 Std./Woche 7500 €/Monat (brutto). Ein 13. gibts i.d.Regel noch oben drauf. Perspektive gehaltstechnisch aus meiner Sicht gegeben. Work/Lifebalance eher durchwachsen, dafür ein ordentlicher Erlös und derzeit jedenfalls Spaß bei der tägl. Arbeit. 29 Tage Urlaub.

Malcolm | 01. November 2017 - 22:58

@Stefan | 27. Oktober 2017 - 02:31
Gute Entscheidung!

@Sepi | 25. Oktober 2017 - 22:02
5300 EUR nach 20 Jahren ist zu wenig!

Ole | 01. November 2017 - 16:24

Es gibt hier auf der Startseite wieder einen Artikel über fehlende Bauingenieure in Behörden und Ämtern. Sogar die FH Eckernförde soll wieder aufmachen. Anscheinend hat da jemand einen irrsinningen Bedarf ausgerechnet. Die Wahrheit ist, das diese Stellen allermeistens TVÖD 11 anbieten. Das sind in Stufe 1 noch nicht mal 40.000 € Jahresgehalt. Da frage ich mich nicht mehr, warum Leute mit Lohnsteuerklasse 1 noch ewig bei Mutti wohnen. Mehr ist bei 1900 € netto monatlich nicht drin.

Stefan | 27. Oktober 2017 - 02:31

Zu mir:
32 Jahre alt
Ausbildung: Tischler mit 3 Jahren Berufserfahrung
FH-Studium in Regelstudienzeit mit Abschluss B.Eng.
Region Hamburg

Insgesamt 3 Bewerbungen als Nachwuchsbauleiter (kein Trainee) im Hochbau an größere Bauunternehmen geschickt. Zwei Einladungen und eine Absage erhalten. Als Gehaltswunsch hatte ich in der Bewerbung Tarifstufe AVI mit 51400 € Jahresgehalt angegeben. Zähneknirschend sind mir dann bei einem großen Unternehmen aufgrund der vorangegangenen Ausbildung 50.000 € + Auto angeboten worden. Auf den ersten Blick viel Geld für einen Berufseinsteiger.

Aber was hilft das bei einer 60 h/Woche, bei der man sein Heim nur noch am Wochenende sieht. Wohnung eingestaubt, Blumen vertrocknet, Hobbys wegen Zeitmangel eingestampft, Freundin hat sich auch verf.... Was bleibt sind bei Steuerklasse 1 gerade mal 2400 € netto im Monat. Und das in Hamburg, wo für die arbeitende Bevölkerung schon eine Ghettowohnung kaum unter 1000 Euro/Monat zu bekommen ist. Von solchen Dingen wie Hauskauf braucht man hier gar nicht zu sprechen.

Kurzum, ich habe jetzt nach einem guten Jahr gekündigt und gehe in 3 Monaten wieder zurück in den Osten Deutschlands. Sigeko im öffentl. Dienst. Zugegeben, sehr wenig Geld, aber sehr viel Zeit zum Ausgeben. Den Leistungsträgern der Baubranche wünsche ich weiterhin viel Kraft und frohes schaffen, ich bin raus, endgültig.

Sepi | 25. Oktober 2017 - 22:02

Ich arbeite schon seit 20 Jahren in der Baubranche und habe als Vorarbeiter angefangen. Ich bin als Projektleiter tätig - bei einer großen Baufirma - ohne auch nur ein Studium abgeschlossen zu haben. Mein Gehalt beträgt 5300 Euro im Monat und mir geht es nicht schlecht. Also man kann sich in der jetzigen Zeit gut verkaufen, aber man muss halt auch was können. Ich sehe es immer wieder, dass es genug Leute gibt, die sich überschätzen und die fliegen bei mir schnell wieder raus.

Andi | 25. Oktober 2017 - 10:55

Da das Gehalt eines Bauingenieurs sehr verschieden hoch bzw. niedrig sein kann, wollte ich hierüber erfahren, ob mein Gehalt angemessen ist. Kurz zu mir:

* 28 Jahre (männlich)
* abgeschlossene Berufsausbildung
* 6 Monate Praktikumserfahrung als Bauleiter
* Bachelor of Engineering (Bauingenieurwesen (FH))

Ich bin im Straßenbau tätig und e eine 40 Stunden Woche. Überstunden werden "abgefeiert". 30 Urlaubstage. Mein Jahreseinstiegsgehalt liegt bei ca. 41.000 €. Nach einem Jahr bekomme ich ca. 46.000 €. Jetzt würde ich gern eure Meinung hören bzw. gerne erfahren, wie ihr eingestiegen seid oder mit Berufserfahrung verdient?!

Ingo Infrastruktur | 02. Oktober 2017 - 15:15

Meine Erfahrung:
* Einstieg 2014 in einem kleinen Ingenieurbüro in Süddeutschland: 45.000 EUR p.a. für fachliches Arbeiten, ich war dort nach Aussage der Geschäftsführung zu teuer
* ab 2016 über ein Ingenieurbüro zu einem Großprojekt in Süddeutschland verliehen: 50.000 EUR p.a. für Projektmanagement
* ab 2017 Direktanstellung bei dem großen Unternehmen (ehemals Kunden): 61.000 EUR p.a., ab 2018 dann 64.000 EUR p.a. für Projektmanagement, 40 St/Woche
Bei der letzten Gehaltsverhandlung wurden mir zunächst 10.000 EUR weniger geboten, die Verhandlung hat knapp einen Monat gedauert.

Ama | 29. September 2017 - 11:02

Kurz zu mir: Seit September 2017 bin ich BA of Engineering - Tiefbau. Ich habe mich bewusst gegen ein Masterstudium entschieden, weil ich zuerst in die Wirtschaft gehen möchte. Ich bin ehrgeizig und zielstrebig. Ich bin 28 Jahre alt, hatte bisher in einem Architekturbüro und über 8 Monate (inkl. Praktikum) in einem Bauunternehmen neben meinem Studium gearbeitet.

Als Bachelor Absolventin habe ich erstaunlich viele Zusagen erhalten. Meine Frage an euch: Wie verhandelt man richtig? Ich habe bisher 3 Zusagen von sehr großen Bauunternehmen aus Baden Württemberg erhalten (Mitarbeiterzahl mehr als 4500, ausgezeichnet, fair und zahlreich im Süden vertreten). Was kann ich mir als Neuling erlauben? 40.000 €/Brutto im Jahr (-40%Steuern)? Urlaubsgeld? Wie viel wäre das?

Michael | 28. September 2017 - 15:56

Es ist echt erschreckend hier zu lesen, dass einige unter 3300 € Brutto verdienen mit einigen Jahren Erfahrung. Lasst Euch nicht veräppeln, meine Güte. Ich habe mich nach meinem Studium (trotz sicherer Jobzusage) an weiteren 20 Stellen beworben und habe 3-4 Einladungen bekommen, die ich wahrgenommen habe. Überall habe ich hoch gepokert und langsam einen Riecher bekommen, was ich Wert bin.

Heute, nach 2 Jahren im öffentlichen Dienst bin ich bei 48.000 EUR Jahresgehalt (inkl. Jahressonderzahlung) angelangt. Habe bei 3.500 Brutto begonnen und bin jetzt bei 4.000 Brutto. Ich weiß bis heute nicht was ich hier wirklich geleistet habe, habe viel Freizeit (maximal 39 Stunde die Woche + Gleitzeit), fahre jedes Jahr in den Bildungsurlaub und mache Freitags kurz nach 12 Feierabend. Freie Wirtschaft würde ich mir nur antun, wenn ich +60.000 € bekommen würde und ein Firmenfahrzeug. Bis dahin bleibe ich im öffentlichen Dienst.

Baufuzzi | 20. September 2017 - 12:45

Wer sich heutzutage für 36.000 € Jahresgehalt verkauft, gehört vom Hof gejagt. Diese Summe konnte ich schon 1997 als blutigster Anfänger aushandeln - und die Zeiten damals waren für Bauingenieure eher durchwachsen bis schlecht. Unter der Annahme eines Kaufkraftverlustes von 1.5% / Jahr sollten daher heute (für Anfänger) mindestens 48.000 € Gehalt / Jahr drin sein. Alles darunter würde ich niemals annehmen.

Master | 19. September 2017 - 06:51

@Ingo:
Ich verstehe nicht, wieso man aktiv einen Job sucht und sich dann nur 200 € mehr Gehalt "wünscht"... Wenn ich den Job wechseln wollte, dann habe ich immer satt zugelangt (also je nach Position 500-1000 € mehr gefordert pro Monat). Für effektiv 100 € netto brauche ich doch gar nicht anfangen.

Zu Mir:
Ich bin als Projektleitung in der Bauherrenvertretung unterwegs und verdiene meine 80.000 € Jahresgehalt, bin Anfang 30. Wie schon gesagt wurde: Solange man sich ausnutzen lässt, braucht man sich nicht wundern, dass man es auch wird. Ich habe das Spiel von Anfang an nicht mitgemacht, habe hoch gepokert und gefordert. Natürlich schlucken die ein oder anderen, dann wird es halt nix. Aber es gibt auch Leute die das nicht abschreckt, die etwas weiter denken, also an 200-300 € monatlich mehr oder weniger. So kam ich zu meinem Einstiegsgehalt von 3800 € monatlich + Weihnachts- und Urlaubsgeld und Prämie.

Also mein klarer Hinweis: Hört auf euch für dumm verkaufen zu lassen, die Baubranche boomt massiv, davon sollten auch wir was abbekommen. Ich merke schon (auch bei frühreren Kollegen) dass diese irgendwo beim Gehalt steckenbleiben. Die bekommen den Wandel gar nicht so mit, so dass ich als Einstieg schon fast genauso hoch war wie die nach 20 Jahren. Spricht nicht unbedingt für das Unternehmen bzw. den Chef, aber so ist das Leben. Es wird einem nichts geschenkt.

Sandro | 13. September 2017 - 20:54

@Ingo:
Nach 12 Jahren 3300 € als Statiker in Berlin zu verdienen, ist mehr als lächerlich. Ich habe das schon nach einem Jahr in Berlin gehabt und empfand es als eindeutig zu wenig. Mittlerweile habe ich den Job gewechselt und vediene um einges mehr. Aber wie du meintest - sofern alle still in der Ecke rumsitzen, wird man wohl weiter für einen Hungerlohn abgespeist. Und in der Baubranche gibt's genung Hirnies, die das mit sich machen lassen.

Ingo | 12. September 2017 - 13:06

Nach meiner Erfahrung kommt der Verdienst ganz auf die Gegend und Bürogröße/-bekannheit an. Ich habe als Tragwerksplaner in einem kleinen Ingenieurbüro in Berlin trotz (auch) vieler größerer Projekte zum Schluss nach 12 Jahren Berufserfahrung 3100 € Gehalt im Monat brutto bekommen. Das war i.O. und unser Geschäftsführer hat immer von sich aus Gehaltserhöhungen ermöglicht, wenn es wirtschaftlich für das Büro vertretbar war.

Als ich mich jetzt bei einem größeren Büros beworben habe, ist man ohne zu zögern auf meine Wunschvorstellungen 3300 €/Monat eingegangen und hat sogar noch etwas drauf gepackt, was mir zeigte, dass ich wohl eher tief rangegangen bin. Meine Kollegin hat jetzt als techische Zeichnerin von dem gleichen Büro 3700 €/Monat verhandelt. Kommt also auch darauf an wie frech und hoch man pokert, schließlich ist auch hier in Berlin mittlerweile der Fachkräftemangel angekommen.

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