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Dienstag, 07. Dezember 2021
Ausgabe 7414 | Nr. 341 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen?

1731 Kommentare | 766387 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Thema eröffnet von Sven | letzter Kommentar vom 30. November 2021 - 08:27

Mich interessiert, ob ein Gehalt von 2.700 EUR monatlich fair ist. Zu mir: Ich bin 29 und habe vor fünf Jahren erfolgreich mein Diplom (Note 2,0) an der FH Bremen im Bereich Siedlungswasserwirtschaft / Verkehrswegebau abgeschlossen. Nun arbeite ich seit 4 Jahren in einem kleinen Ingenieurbüro im Raum Osnabrück. Mein Aufgabenfeld umfasst die Planung, Ausschreibung, Bauleitung und Abrechnung von kleineren Bauprojekten (bis 1 Mio. EUR). Des Weiteren kümmere ich mich um den Kontakt zu unseren Auftraggebern (kleinere Gemeinden / Kommunen / Wasserverbände). Jetzt würde ich gern wissen, ob ein Monatsgehalt von 2.700 EUR brutto für diese Art der Tätigkeit fair bzw. ausreichend ist? Was verdient ihr in ähnlichen Bereichen / Positionen? (Februar 2010)

ein bauing | 30. November 2021 - 08:27

@chase:
Dürfte so stimmen. E13 wird aber auch nicht jede Stelle ausgeschrieben werden und Stufe 2 als Einsteiger auch nicht. Nach 5-6 Jahren bist du im öff. Dienst bei 65.000 EUR Gehalt. Das ist nicht schlecht. 51.000 EUR als Tragwerksplaner zum Einstieg im Büro sind auch als gut zu bewerten. Ob Wirtschaft oder öff. Dienst für den Durchschnittsingenieur besser ist? Keine Ahnung, aber der öff. Dienst braucht sich nicht zu verstecken.

Chase | 29. November 2021 - 14:21

Da in dem Gehaltsforum ja immer noch fleißig diskutiert wird, wie schlecht das Gehalt für Bauingenieure doch ist, habe ich hier mal eine andere Perspektive, die vielleicht auch einmal diskutiert werden sollte. Ich habe vor etwa 2 Jahren nach einem sehr guten Masterabschluss in einem Ingenieurbüro als Tragwerksplaner angefangen. Leider hatte ich mich zu dem Zeitpunkt nicht so viel über das Gehalt in anderen Stellen informiert.

Meine Erkenntnisse:
Ich habe mich fleißig beworben und von vielen namenhaften Firmen ein tatsächliches Angebot erhalten. Das Ergebnis zeigt deutlich, dass der öffentliche Dienst bzw. die Forschung Berufseinsteigern die besten Gehaltsaussichten bietet (ausschließlich Stellen in der Planung, kein Bauleitung). Hier einmal eine Zusammenfassung der Angebote, die ich erhalten habe:

  • Bahn (Stelle als Projektleiter mit Personal- und Baustellenverantwortung, das mit Abstand lächerlichste Angebot): ~ 50.000€ im Jahr mit Ausnutzung der Benefits als Gehaltserhöhung
  • KMU (3 Angebote): ~ 51.000 €
  • Eine der größten Baufirmen Deutschlands: 54.000 €
  • Öffentlicher Dienst bei der Autobahn GmbH, Tarifvertrag E13 Stufe 2: 58.149 €
Auch wenn ich mein Einstiegsgehalt mit dem des öffentlichen Dienstes vergleiche, hätte ich dort direkt deutlich mehr gehabt als in der Industrie.

Natürlich kann ich mir vorstellen, dass sich dies mit steigender Berufserfahrung ändert (jährliche Gehaltserhöhungen in der Industrie vs. Tarifstufen nur alle 2, 3, 4 Jahre). Jedoch erscheint es mir als junger Ingenieur so, dass es quasi gehaltstechnisch keinen Vorteil hat in der freien Wirtschaft zu arbeiten.

Gerade in der aktuellen Situation mit Corona erscheint der öffentliche Dienst besonders interessant. In unserem Büro ist die weitere Lage auch unbekannt, da aufgrund der aktuellen Lieferengpässe etc. das Auftragsangebot vermutlich zurückgeht (Gehaltserhöhung für ein Corona Jahr blieb unter anderem für den gesamten Betrieb aus).

Das (möglicherweise bevorstehende) Aussetzen der HOAI trägt auch nicht dazu bei, dass sich die Lage in der freien Wirtschaft gehaltstechnisch bessert, da der Preisdruck auf Ingenieurleistungen steigt. Bei der aktuellen Inflation dürfte die jährliche Anpassung der Tarifverträge auch etwas größer sein. Natürlich ist die Arbeit bei einer Stadt oder Gemeinde möglicherweise weniger interessant, dafür aber auch weniger stressig und besser mit einem Familienleben vereinbar.

Wie seht ihr das? Habe ich dabei einen groben Denkfehler gemacht oder ist der öffentliche Dienst momentan so attraktiv wie nie zuvor?

PS: Daten aus einer der teuersten Städte Deutschlands

Sven Max | 10. November 2021 - 11:56

Wer was leisten möchte, geht in die freie Wirtschaft. Wer eher so die ruhige Kugel schieben möchte, in den öffentlichen Dienst. In der Wirtschaft gibt es keine Obergrenzen beim Gehalt. Planungsbüros zahlen klar weniger. Wer am Anfang alle drei Jahre wechselt, kommt am ehesten in die höheren Gehaltsklassen. Höherer Abschluss - höheres Gehalt, das auch später. Mit FH oder Bachelor müssen 45.000 € Gehalt im Jahr kommen. Uni oder Master 50.000 €. Dienstwagen gleich von Anfang an.

Nehmt ein 13. Monatsgehalt mit und am besten noch Boni. Gewinnbeteiligung am Baustellenergebnis 3 %. Lohnsteigerung 6 % pro Jahr. Nach zehn Jahren sind dann auch 70.000 € Gehalt möglich. Wenn man richtig Leistung bringt, auch deutlich mehr. Das Unternehmen für das ihr arbeitet sollte Gewinne machen. Wenn nicht, weg da. 100.000 € bis 125.000 € gehen auch. Dann aber als Oberbauleiter. Da ist halt die Luft dünn und es gibt Stress nonstop. Arbeiten bitte delegieren und nicht selber machen.

Wenn ihr das könnt, steht einer Geschäftsführung nichts im Weg. Der Chef sagt zu eurer Gehaltserhöhung nein. Selbstverständlich: warum sollte er ja sagen. Hier dran bleiben an der Sache. Immer wieder nachfragen. Er entlässt euch nicht, bloß weil ihr ihm auf den Sack geht. Er mag euch, weil er durch euch Geld verdient. Gute Leute werden nicht entlassen. Bekommen aber keine Gehaltserhöhung als Automatismus.

Wer für wenig Geld arbeiten geht, dem ist nicht zu helfen. Sein Gehalt sucht man sich aus. Klar ist es am Anfang schwierig. Wer Leistung bringt, bekommt die auch vergütet. Habe mit über 10 Jahren auch schon 6-stellig verdient durch Prämien. Musst halt auch ein Fuchs sein.

Nordlicht | 30. Oktober 2021 - 21:38

Ich möchte auch kurz meinen Verdienst hier teilen. Zu mir: TH Abschluss B.Eng. Mitte 2019 mit 27 Jahren. Lehre mit 16 Jahren begonnen und bis Abschluss Studium fast durchgängig währenddessen erwerbstätig gewesen.

  • Einstieg dann 2019 als Jung-Bauleiter Abwicklung Baufeld
  • 43.000 EUR Gehalt bei 13 Gehältern und Dienstwagen, 43 h/Woche, eher 55 h/Woche
  • praktisch 2.300 EUR/monatlich, sehr unzufrieden gewesen
  • norddeutsches Einsatzgebiet
Mitte 2020 Firmenwechsel, weiterhin Bauleiter
  • Innendienst im Baucontainer in der Kalkulation
  • Kein Dienstwagen, 40 h/Woche + viel Reisezeit mit Bahncard 100, 58.000 EUR im Jahr und 13 Gehälter
  • praktisch 2.900 EUR/monatlich, mit Spesen ca. 3.500 EUR/monatlich
  • bundesweiter Einsatz, leider wieder unzufrieden mit der Reisezeit (Sonntags Nachmittag los und Freitagabend zu Hause)
Mitte 2021 Jobwechsel und Firmenwechsel + Branchenwechsel durch Headhunterangebot angenommen
  • Tätigkeit als Gutachter
  • weiterhin keinen Dienstwagen
  • 90 % meiner Fahrerei mit privatem Pkw, aber dienstlich mit 0,34 €/km vergütet
  • 38 h/Woche, praktisch weniger, dazu 80 % HO
  • nur norddeutsches Einsatzgebiet
  • 66.000 EUR jährlich und 13,5 Gehälter
  • praktisch 2.800 EUR netto monatlich + Spesen
  • jetzt super zufrieden

Fritzi | 21. Oktober 2021 - 16:02

@Hans | 19. Oktober 2021:
Nö, ganz sicher nicht. Ich krieg im ersten Jahr als Bauleiter nur mit Bachelor mehr.

Peter | 20. Oktober 2021 - 16:27

@Hans:
Ob das gut ist, musst du selbst beurteilen mit den Arbeitsbedingungen usw. Aber rein gehaltstechnisch finde ich das nicht gut. 4000 EUR Gehalt Brutto sind tarifgebunden Einstiegsgehalt mit zus. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Schau dir die neuen Tarifgruppen an; jeder mit 2 Jahren Erfahrung sollte mindestens in der Gruppe VI sein, dass sind mehr als 60.000 EUR. Mit Master ist das Einstiegsgehalt.

Bautechniker-HB-NRW | 19. Oktober 2021 - 22:58

Ich bin 25 und habe dieses Jahr meinen Bautechniker abgeschlossen. Davor 2015-2018 Lehre als Bauzeichner im Konstruktiven Ingenieurbau (Betonfertigteile) +1 Jahre Geselle. Aktuell habe ich als Konstrukteur 3.400 Gehalt €/Monat – 40.800 € Jahrgehalt bei einer 40h/w.

Wenn ich das hier so lese, fühle ich mich auch unterbezahlt. Jedoch wenn ich in meinem Kreis die Gehälter in Städten und Gemeinden vergleiche, ist das wohl die Regel. Öffentlicher Dienst mit mehr als 55.000 € im Jahr (15 Jahre Erfahrung) gibt es hier für meinen Bereich quasi gar nicht.

Schade dass ein Abschluss auf Papier (also ein Bachelor) mehr wert ist als eine Lehre und Meister/Techniker, obwohl man bessere Voraussetzungen für eine Vielzahl an Jobs hat, da man deutlich näher an der Praxis gelernt hat. (Gilt vor allem für Öffentlichen Dienst) Aber ist halt nicht jeder fürs Studieren.

Hans | 19. Oktober 2021 - 10:21

2018 Studium absolviert an einer Hochschule in Berlin, als Bauleiter Einstiegsgehalt 2.700 € brutto monatlich. 2021 als Projektleiter in einem Kleinbetrieb mit 4.000 € brutto angefangen. Was denkt ihr, ist das gut?

BL-Hochbau | 07. Oktober 2021 - 20:03

Ich bin 2018 mit 48.000 € als Jungbauleiter im Hochbau eingestiegen, Abschluss Master, Uni. Jetzt nach 3,5 Jahren bei 55.000 €. Arbeitszeit max. 50 h pro Woche, Standort NRW. Ich bin nicht wirklich zufrieden, Gedanken eines Wechsels werden größer, Tendenz geht fast schon zum öffentlichen Dienst, denn die Fahrerei stört mich derzeit extrem, ich benötige eigentlich keinen Firmenwagen, den ich privat sowieso nur am Wochenende nutzen kann (es aber dann eher genieße auf dem Fahrrad zu sitzen).

Schwierig zu bewerten von außen, aber bei der Arbeitszeit und der Tatsache, die gesamte Woche auf Baustellen zu verbringen, fühle ich mich unterbezahlt. Wenn ich bei meinem Chef eine Bezahlung nach A8 fordere, weiß ich jetzt schon wie die Reaktion sein wird.

Juppie | 06. Oktober 2021 - 15:33

Ich als Verkehrsingenieur TU bin im öffentlichen Dienst in Thüringen. Ich habe meinen Dipl.-Ing. 2017 gemacht und danach 3,5 Jahre im Ingenieurbüro als Straßenplaner gearbeitet. Dort gab es 40.000 EUR Jahresgehalt. Gehaltsverhandlungen waren immer erfolglos. Dieses Jahr bin ich in den öffentlichen Dienst gewechselt. Hier bin ich nun in der E10-Stufe 3, mit ca. 50.000 EUR Jahresgehalt.

Meine ca. 3 Jahre Berufserfahrung wurden mir anerkannt. Ingenieure mit mehr Berufserfahrung haben Probleme, mehr als die Erfahrungsstufe 3 anerkannt zu bekommen. Also gestaltet sich ein Eintritt für Erfahrene in den Öffentlichen Dienst schwierig. Von meinen Kollegen aus der Straßen- u. Brückenplanung sowie Bauleitung Straße sind 3 weitere ebenfalls in den öffentlichen Dienst gewechselt (E10-Stufe 3).

Absolventen des Verkehrsingenieurwesens mit Schwerpunkt Bahn, welche ich kenne, sind alle bei der Bahn gelandet mit 50.000 EUR Einstiegsgehalt und 40 Tagen Urlaub. Die konnten das Gehalt dann steigern.

Problematisch im Öffentlichen Dienst sehe ich, dass nur alte Hasen Karriere machen. Entwicklungsmöglichkeiten für mich sehe ich im Öffentlichen Dienst nicht. Im Westen und bei der Autobahn werden Ingenieure mit meiner Qualifikation ab der Entgeltgruppe 12 im ÖD eingestellt.

Seifenblase | 04. Oktober 2021 - 23:58

@ein bauing:
Dann sei einer der Besten. Das ist sicher Voraussetzung für guten Erfolg. Seine Leistung gut zu verkaufen, bedeutet sie nicht als "Wisch" zu bezeichnen. Es gibt oft unendlich viele Wege einen Tragwerksentwurf für ein Bauvorhaben zu konzipieren, aber fast immer nur 1 sinnvollen!

Wir sind in erster Linie Ingenieure und beratende Planer und nicht einfach Statiker, die ein vorgegebenes System ins Gleichgewicht bringen und das Bauamt überzeugen.

ein bauing | 29. September 2021 - 09:55

@Seifenblase:
Das zahlt sicher nicht jeder - für Tragwerksplaner ohne Verantwortung bestimmt kaum jemand. Es hat sicher nicht nur etwas mit verkaufen zu tun. Sei kompetenter als dein Chef und deine Kunden in der Tragwerksplanung. Die TWP ist zwar wichtig, aber im Grunde genommen nichts weiter als ein Wisch um die Planung zu bestätigen.

Warum man jetzt dafür mehr bekommen soll als das ganze Projekt zu koordinieren und auch auf kaufmännische Dinge zu achten muss mal erklärt werden. Wenn man einer der Besten ist vielleicht. Ansonsten kann ich es mir nicht ansatzweise vorstellen.

baulöwe | 27. September 2021 - 15:59

Fortführung meines Eintrags vom 2. Februar 2016 zur Info:
Bauingenieur, TVÖD E11/Zulage + Rufbereitschaft, >25 Jahre Erfahrung Dipl.-Ing. (FH), ca. 83.000 € Brutto in 2021, 2022 müssten es knapp 85.000 € sein, das steht schwarz auf weiß!

baulöwe | 02. Februar 2016 - 20:15
Landkreis Niedersachsen, E11 TVÖD, Verdienst 70.000 €/Jahr, inkl. Jahressonderzahlung / Prämie und Zulage Rufbereitschaft, 20 Jahre Berufserfahrung, nur Projekte bis 2 Mio € HOAI LP 1-9, ohne Personalverantwortung. Dipl.-Ing. (FH)

Seifenblase | 24. September 2021 - 09:07

Ich teile meine Erfahrung, um euch aufzuwecken. An all die Massen an Tragwerksplaner, welche verblendet in diesem Forum über ihr Gehalt klagen:

  1. Ja, ihr seid zumeist unterbezahlt und Ja, man wird mit einer Gehaltsvorstellung von 70.000 bis 80.000 €/a ( Berufserfahrung 3 Jahre) häufig eh belächelt.
  2. Dennoch erhält man 80.000 €/a sogar inkl. Honeoffice. Verkfauft euch richtig und seid kompetenter als eure Chefs und Kunden! Wenn ihr das seid und zudem ein doppeltes Tempo vorweisen könnt, zahlt fast jeder!
Es ist möglich!

Saskia | 14. September 2021 - 12:43

Ich, B.Eng., 28 jahre alt und seit 4 Jahren als Bauingenieurin tätig. Habe fast vier Jahre im Ingenieurbüro gearbeitet und mit 43.000 € begonnen. War ganz in Ordnung, oft gab es Stress, wenn die Ausführungsplanung fertig gemacht werden musste. Nachtschichten geschoben und viel Druck gehabt. Habe in der Planung viel mitnehmen können. Aber so eine Arbeit kann man nicht machen, wenn man eine Familie plant. Auch wenn man sich gut versteht, am Ende zählt die Leistung. Habe mich, als ich vom Babyglück wusste, im Öffentlichen Dienst beworben.

Habe am gleichen Tag des Bewerbungsgesprächs eine Zusage bekommen. Am ersten Arbeitstag teilte ich mit, dass ich Schwanger bin. Man gratuilierte mir (zur "vollendeten Probezeit") und gab mir Tipps bezüglich Steuern, Mutterschutz und Elterngeld. Bin nun mittlerweile in Mutterschutz und freue mich auf das Baby. Im öffentlichen Dienst kann man nichts falsch machen, nur ggf. weniger verdienen.

CIW_BW | 08. September 2021 - 16:31

Ich habe viele Kommentare gelesen und muss ehrlich sagen, dass ich mir schon vorstelle, 70.000 € zu verdienen - ohne mich dafür tot zu arbeiten. Ich habe ein Bachelor Chemieingenieurwesen TU und ein Bachelor Dual Bauingenieurwesen gemacht. Zwar habe ich mich für einen Master an der FH beworben, aber nur weil ich dadurch meine Chancen auf ein höheren Gehalt steigern will und ich verpflichtet bin, bei meinem Arbeitgeber 3 jahre lang zu bleiben (öffentlicher Dienst).

Ich will schauen, dass ich mehr verdiene, habe auch mit ca. 47.500 € angefangen, aber das will ich nicht lebenslang verdienen. Kennt ihr eine Brücke zwischen Chemieingenieurwesen und Bauwesen, sodass ich weiterhin nicht so viel arbeite, aber trotzdem mind. 60.000 € verdiene?

Chrissy98 | 01. September 2021 - 23:09

Auch ich steige nun mit 22 Jahren, einem Bachelor als Bauleiterin bei einem Mittelständler mit 53.000 € ein, mit Firmenwagen, Laptop, IPad und einer 42-h-Woche. Es ist wirklich nicht so schlimm, wie es hier immer dargestellt wird.

Bobderbaumeister | 31. August 2021 - 18:18

Ich würde gerne aus Interesse mal wissen, wie viel so ein staatlich anerkannter Prüfingenieur verdient? In Selbständigkeit oder nach IG Bau, so grob? Finde dazu gar nichts im Internet. Und ich meine schon den "richtigen" Prüfingenieur mit Examen, nicht einen Tragwerksplaner direkt aus dem Studium.

Kopfschüttler | 16. August 2021 - 17:43

Wo lebt ihr alle? Ich habe in meinem ersten Vorstellungsgespräch als Bauleiter 48.000 EUR Gehalt + Prämien geboten bekommen, und abgelehnt - weil ich woanders 55.000 EUR bekomme. Klar, 40 h Woche ist selten, aber 45 ist realistisch. Hört mal auf zu heulen, das ist ja nur gruselig hier.

Nanos95 | 16. August 2021 - 16:16

Ich (25 Jahre) beende demnächst mein Masterstudium (mit 1.9 und 1,5 Jahren als Werkstudent) im Bauingenieurwesen an einer FH in Hessen. Hier ein paar Angaben zu der Stelle, die mir angeboten wurde:

  • Einstellung als (Jung-) Bauleiter
  • Gehalt: 4.300 EUR Brutto + Urlaubsgeld + Firmenwagen
  • 2 Jahre lang 1-2 x im Monat Schulungen besuchen

JuniorGeotechnik | 09. August 2021 - 12:01

Ich (Master TU) fange bald mit ca. 55.000 €/Jahr + evtl. Bonus an. Habe jedoch zuvor schon als Werkstudent in der Firma (Bereich Geotechnik) gearbeitet.

Ale | 08. August 2021 - 19:23

@Augsburg:
38.000 € mit Master-Abschluss und 2 Jahren Erfahrung? Sorry, das ist eine Beleidigung für Bauingenieure. Minimum 50.000 €!

SiWaWi-ler | 07. August 2021 - 16:14

Ich habe vor kurzem mit 27 meinen Master als Bauingenieur im Bereich Siedlungswasserwirtschaft abgeschlossen (Note: 2,3) und bin momentan auf Jobsuche. Was wäre ein angemessenes Jahresgehalt für mich als Einsteiger ohne große Berufserfahrung?

Haha | 06. August 2021 - 15:44

@Augsburg:
Wenn du nach nem Masterstudium 38.000 EUR machst, dann arbeite lieber in einer anderen Branche. Das kriegst du bestimmt auch in Berufen, wo man keine Ausbildung braucht. Falls das nicht der Weg ist, dann musst du dir klar werden, warum du mehr bringst als dieses Geld und was du alles geleistet hast, um das dann dementsprechend als Gründe darzulegen, um mehr zu verdienen. Du musst dich einfach gut vorbereiten und das dann runterrattern und auch Kritik mit logischen Gegenargumenten kontern.

Wenn du Bewerbungen rausschickst, denkst du offensichtlich an über einen Wechsel nach, was ist mit deiner jetzigen Firma? Ich denke mit 2 Jahren Berufserfahrung solltest du in derselben Firma mindestens 50.000 EUR kriegen. Was bei anderen Firmen drin ist, weiß ich nicht, weil ich deine Ausbildung, Projekte etc. nicht kenne.

Ich weiß nicht wie gut dein Deutsch ist, aber vielleicht ist das ein Punkt an dem man arbeiten kann, um im kommunikativen Teil eines Bewerbungsgesprächs mehr zu glänzen und dann halt mehr rauszuholen.

Augsburg | 06. August 2021 - 01:56

Ich bin vor 2 Jahren nach dem Masterstudium als Tragwerksplaner Hochbau in einem kleinen Planungsbüro eingestiegen, bekomme ca. 38.000 € Gehalt brutto jährlich. Bin selber ein Ausländer und spreche nicht perfekt Deutsch. Nun will ich anfangen, die Bewerbungen rauszuschicken.

Welche Gehaltsspanne wäre für mich realistisch mit o.g. Erfahrung in Süddeutschland? Vielleicht haben Sie auch paar Tipps, was kann man zusätzlich aus dem Thema Statik lernen, um sich besser im Bewerbungsgespräch zu verkaufen!?

T. | 01. August 2021 - 09:53

Ich bin Bautechniker und 30 Jahre.

  • 3 Jahre Berufserfahrung in der Bauleitung
  • 2x abgeworben worden
  • Erster Job ca. 37.000 EUR / a
  • Aktuell Öffentlicher Dienst mit 60.000 EUR / a

Buddler | 29. Juli 2021 - 20:29

@Absolvent 092:
Klingt erstmal nicht schlecht, ich würde das in den Altbundesländern verorten. Berücksichtigt man, dass seit Mitte der 90er Jahre die Kaufkraftinflation 40 Prozent beträgt, entspräche das einem damaligen Einstiegsgehalt von 2.630 Euro/Monat - ca. 2.500 waren seinerzeit drin. Dabei blieb es dann. Es kam ja dann die Baukrise.

Die dolle Vision von 70.000 Euro Gehalt jährlich in fünf Jahren ist natürlich die berühmte Möhre, die dem Esel vom Kutscher auf dem Karren vor die Nase gehalten wird, dass er den Karren hübsch weit zieht - natürlich ohne dabei der Möhre näher zu kommen. Manche ziehen den Karren sehr lange.

Buddler | 27. Juli 2021 - 12:33

Allgemeinplätze wie "Man muss halt gut verhandeln." oder "sich gut verkaufen, sich attraktiv darstellen" - sind auch nur Unterwürfigkeitshandlungen, mit denen man seine Servilität und Zurichtung unter Beweis stellt, die nicht weiterhelfen. Denn im Maschinenbau, der Elektrotechnik, im IT-Bereich, Telekommunikation, Automation, Digitalisierung usw. ist der Ertrag bei gleichem Aufwand immer höher als im Bauingenieurwesen. Und zwar bei den Arbeitsbedingungen, beim Einkommen, bei den Karrierechancen.

Es muss sich noch zeigen, was mit der Honorarordnung wird, wird sie abgeschafft oder eingeschränkt, wäre dies ein weiterer (drohender) Abstieg der Branche. Ansonsten reicht ein Blick in die Schadensbilanz der Haftpflichtversicherer, was Planungs- und Ausführungsfehler betrifft, wie es aussieht, dabei wird die Latte insbesondere im Bereich der Haustechnik und der Gebäudeenergie immer höher gelegt, was die Theorie betrifft. Und auf der Baustelle ist niemand mehr, der ein Fenster richtig einbauen kann.

Absolvent 092 | 25. Juli 2021 - 17:39

Ich habe meinen Master an einer TU abgeschlossen und fange demnächst bei einem kleinen Ingenieurbüro an. Ich war auch schon zwei Jahre in diesem Ingenieurbüro als Werkstudent tätig. Gerne zeige ich euch, was ich an Gehalt rausholen konnte:

49.000 € bei 13 Gehältern -> 3.770 €

Leider habe ich nicht mehr verhandeln können. Man sagte zu mir, dass ich nach 5 Jahren 70.000 € verdienen werde. Ich finde wirklich, dass wir Bauingenieure zu wenig verdienen. Mir ist bewusst, dass ich in der Bauleitung mehr verdienen würde. Da mir aber die Statik gefällt, habe ich mich dennoch hierfür entschieden.

Durchstarter | 29. Juni 2021 - 08:42

@Es ist nicht so schwer:
DANKE! Ich bin es ehrlich gesagt auch Leid, dieses unsägliche Gejammer hier zu hören und zu lesen. Wenn ich unzufrieden bin, dann habe ich zwei Optionen:

  1. Jammern und nix machen (wie es hier viele machen und nix anderes glauben), oder
  2. Bewerben oder sich online "attraktiv" präsentieren
Ich bin 34 Jahre (M. Eng) und ebenfalls mit der Baubranche NICHT zufrieden gewesen, aber ich habe zum Glück den Ausweg gefunden in eine andere Branche und verdiene hier nun schwach 6-stellig in der Bauabteilung. Es gibt VIELE andere Branchen, sei es Pharma, Chemie, Medizin, Automotive usw., die ALLE auch bauen und expandieren. Klar, das sind Nischenjobs, aber es gibt sie und mit etwas Mut und Glück kommt man da auch rein.

Und trotz alle dem, dass ich WIRKLICH sehr zufrieden mit dem Gesamtpaket bin, höre und sehe ich mich IMMER auch um was sonst noch so am Markt verfügbar ist. Und dafür mache ich selber GAR NICHTS. Ich bin auf XING, LinkedIn und bekomme mindestens 2 mal die Woche eine Anfrage für Jobs. Natürlich sind die meisten relativ schnell weggebügelt, weil uninteressant aus diversen Gründen. Aber hier und da kommen auch tolle Angebote raus. Und auch aus der "Baubranche" kommen super Angebote, diese können meistens nicht mit dem was ich habe konkurrieren, aber 80-90k sind da auch meistens drin. ABER, und jetzt kommt es, natürlich muss man halt auch mal flexibel sein oder mehr dafür leisten. Und daran scheitert es doch meistens, dass man dazu auch nicht bereit ist und lieber weiter rummeckert.

Wer weiterkommen will, der muss auch was dafür tun. Und das geht in der heutigen Zeit relativ einfach, indem man sich in den entsprechenden Plattformen registriert und präsentiert. Dann kommen die Angebote von selber rein. Die Baubranche boomt, es gibt überall Fachkräftemangel, und wer sich ein wenig gut verkaufen kann, und manchmal vielleicht auch dreist ist, der kommt auch wirklich voran. Für mich ist das immer eine Art Poker, ich kann mein Gehalt + 20-30 % nehmen und das einfach mal fordern. Das tut nicht weh und mehr wie eine Absage kann man nicht bekommen.

Wer in der heutigen Zeit so schlecht bezahlt ist, wie ich es hier oft lese, der macht in meinen Augen was falsch und ist selbst Schuld! Es gibt genug Arbeit und auch gut bezahlte Jobs, man muss nur bereit sein auch dafür was zu leisten und zu machen!

Es ist nicht so schwer | 23. Juni 2021 - 15:13

Man muss halt gut verhandeln. Hier sind halt viel zu viele typische Ingenieure fachlich grandios, geschäftlich eine 4-. Es bekommen nur die angemessenes Geld, die es auch wollen und halt durchziehen in entsprechenden Gesprächen. In diesen Zeiten geht das auch ohne übermäßig viel Arbeit.

Selbst wenn, hier bemängeln alle, dass sie so wenig Kohle bekommen und im Zweifel für mehr zu viel Arbeiten müssen. Na gut, dann geht doch in andere Branchen, wenn du im Baubetrieb halbwegs clever agierst, wird man z.B. auch als Logistiker durchstarten können. Notfalls mit entsprechenden abendlichen Weiterbildungen. Klar ist das dann Stress, aber hinten raus kriegste vielleicht mehr für weniger Arbeit.

Viele reden hier von erfolgreichen Freunden / Bekannten, die so gut verdienen bzw. selbstständig sind. Nur mal so, über gute Kontakte kann es jeder in die unterschiedlichen Branchen schaffen und dort Erfolg und gute Gehälter erzielen. Es gibt so viele Möglichkeiten, die Welt ist offen. Wer smart ist wird seinen Weg gehen, egal wo. Eines steht halt nur fest, wer sich nur in solchen Foren hier beschwert und dem Nachwuchs Angst einjagt, der wird auch keine Veränderungen seiner eigenen Position bewirken.

Viel Erfolg allen hier, denkt einfach mal nach! Das ist ja eigentlich eine Kernkompetenz eines Ingenieurs.

Ale | 22. Juni 2021 - 19:01

@Rebarometer:
Ich habe 12 Jahre geprüft, im Rhein-Main-Gebiet. Als Sklave für den Prüfstatiker bekommt man zwischen 3.400 EUR (Anfänger) und 5.500 EUR (sehr sehr erfahren). Nur zur Info: der Chef war ein Multimillionär!

Rebarometer | 22. Juni 2021 - 13:47

Gehalt als angestellter Prüfer für Standsicherheit

Es ist schwierig online hierüber etwas zu finden. Als Angestellter prüfe ich eigenständig im Auftrag die Standsicherheit von Großprojekten (Hochhäuser etc.). Welches Gehalt ist hier drin?

Wasserwirtschaftler | 10. Juni 2021 - 21:29

@BerufseinstiegWasserbau | 19. Mai 2021:
Ich würde mit 50.000 EUR rangehen und nicht unter 40.000 EUR zusagen. Es gibt Planer, die unterirdisch zahlen, das darf man nicht mitspielen.

Chase | 07. Juni 2021 - 12:33

Ich habe nach 10 Semestern mein Studium an einer Uni (M. Sc., Note 1,7) abgeschlossen und habe in meinem jetzigen Betrieb bereits 11 Monate während des Masters gearbeitet. Schon zu dieser Zeit habe ich eigenständige Statiken geschrieben und arbeite nun in diesem Büro für Tragwerksplanung (4 Standorte in Deutschland mit > 300 Ingenieuren). Ich arbeite in einem Statik Team an einem Großprojekt (mehrere Milliarden schwer). Ich habe zu Jahresbeginn als Absolvent angefangen und verdiene 48.000 €/Jahr bei einer 40 Stunden Woche mit Überstundenkonto und 30 Urlaubstagen.

Als ich das verhandelt habe, war ich mit dem Gehalt eigentlich relativ glücklich, aber mittlerweile muss ich sagen, dass ich viel mehr hätte verlangen sollen. Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen bei den Verhandlungen. Was ich aber sonst aus meiner (doch sehr kurzen) Erfahrung bereits sagen kann, ist, dass es am Ende wichtig ist, wie die Personen in hohen Positionen sich gegenüber den Mitarbeitern verhalten. Ein zurückgebliebener Vorstand (Ablehnen von Homeoffice etc.) und ein uneinsichtiger Vorgesetzter, der alle Fehler bei anderen sucht und für den Kommunikation ein Fremdwort ist, ist ein viel wichtigerer Faktor als das Gehalt. Leider kann man diese Dinge nur selten bei einem Vorstellungsgespräch herausfinden.

Als | 01. Juni 2021 - 14:29

Einstiegsgehalt Tragwerksplanung

Ich beende demnächst mein Bachelorstudium im Bauingenieurwesen. Ich arbeite bereits seit knapp 1,5 Jahren als Werkstudent in der Tragwerksplanung eines mittelständischen Ingenieurbüros. Mein Chef hat mir jetzt angeboten, dass ich nach Beendigung des Studiums dort anfangen kann. Da ich dieses Angebot gerne annehmen würde, frage ich mich, mit welchen Gehaltsvorstellungen ich in die "Verhandlungen" mit meinem Chef eintreten kann.

Wenn man sonstige Quellen im Internet bemüht, findet man leider nur eine sehr breite, wenig konkrete Spannweite im Bereich zwischen 40.000 und 60.000 Euro. Zum Büro vielleicht noch: etwa 15 Mitarbeiter in NRW. Vielen Dank schonmal!

Kudella | 31. Mai 2021 - 21:59

Ich verfolge dieses Forum jetzt auch schon seit langer Zeit und wollte nun auch mal meine Erfahrungen schildern, auch in der Hoffnung einigen Berufsanfängern evtl. zu helfen: Ich bin Dipl.-Ing. (TU) und habe inzwischen ca. 6 Jahre Berufserfahrung: Angefangen im Ingenieurbüro, dann in die Bauleitung und aktuell im Großkonzern im technischen Innendienst. Angefangen habe ich bei ca. 39.000 € und bin jetzt bei ca. 70.000 €.

Zurzeit werden Bauingenieure händeringend gesucht und für Leute mit Berufserfahrung UND der Bereitschaft, richtig Gas zu geben (Überstunden etc..) sind bestimmt "viele" Jobs mit 80.000 € + möglich. Ich bekomme fast täglich Anfragen von Headhuntern, teilweise mit Anfragen für Führungspositionen.

Berufsanfänger steigen bei meinem aktuellen AG teilweise schon mit A7 ein, was ich krass finde, wenn ich an meine Anfänge denke. Leider muss ich, wie viele andere vor mir hier, nach ein paar Jahren in der Branche sagen, dass wir Bauingenieure (im Vergleich zu fast allen anderen Ingenieuren), eher schlecht bezahlt werden. Ich bin im Moment mit meinen 70.000 € und in der Regel 40h-Woche zufrieden, große Karriere und Überstunden waren noch nie meins. Das muss am Ende jeder für sich entscheiden.

Als Berufsanfänger ist der Bauleiterjob meiner Meinung nach sehr geeignet, man sammelt wichtige praktische Erfahrungen, auf die man aufbauen kann. Auf Dauer jedoch AUF KEINEN FALL. Nach nicht mal 2 Jahren war ich total durch, wenn man sich mal das Gehalt auf die Stunden runter rechnet (bei der üblichen 60+ Woche), ist das eigentlich ein großer Witz. Voraussetzung für diesen Job auf Dauer ist, dass man dafür brennt. Ansonsten kann ich jedem empfehlen, regelmäßig sein Gehalt nachzuverhandeln.

Ertos55 | 27. Mai 2021 - 11:37

Ich stehe kurz vor dem Abschluss meines Bachelorstudiums (Note 1,9). Davor habe ich bereits eine Ausbildung zum Dachdecker und eine Fortbildung zum Meister im Dachdeckerhandwerk gemacht. Ich konnte bereits Erfahrungen als Geschäftsführer eines kleineren Handwerkunternehmens sammeln. Während meines Studium war ich zwei Jahre als Werkstudent in der Bauleitung tätig. Ein Jahr im Wohnungs- und Siedlungsbau und ein weiteres im Bereich Gewerbeimmobilien mit Schwerpunkt Logistik und Produktionshallen.

Da ich nun nach meinem Studium in den Norden ziehen werde, suche ich eine neue Arbeitsstelle und versuche herauszufinden, welches Gehalt angemessen ist!? Wenn ich die Tarifgruppen ansehe, würde ich vermuten, dass eine Einstufung in die Gruppe A6 oder A7 angemessen wäre.

Ist es zu hoch gepokert, wenn ich in der Bewerbung ein Jahresgehalt von 59.500 € angebe (wird wahrscheinlich nach unten gehandelt)? Eure Meinung würde mich sehr interessieren! Vielen Dank!

Keeper83 | 26. Mai 2021 - 12:56

@ Kurt:
Das ist Quatsch. Eine Eingruppierung in die Entgeltgruppe 12 Stufe 6 führt inkl. Sonderzahlungen bereits zu einem Jahresgehalt von ca. 75.000 €. Bei Angestellten im öffentlichen Dienst gibt es keinen höheren Dienst. Diese Bezeichnungen gibt es nur bei Beamten.

Ein Master oder Diplom ist für eine Eingruppierung in E14 oder höher nicht erforderlich. Entscheidend sind die auszuführenden Tätigkeiten. Überträgt der AG dem Pförtner Tätigkeiten, die der E14 entsprechen, ist dieser in E14 eingruppiert.

XYBauleiter | 25. Mai 2021 - 22:59

Ich würde gerne wissen, ob jemand hier eine Idee hat, wie hoch das Gehalt für einen Junior-Bauleiter bei Goldbeck (in NRW) ist? Ich habe vor kurzem mein Masterstudium abgeschlossen und habe 6 Monate Erfahrung als Praktikant in der Bauleitung. Ich habe nächsten Monat ein Vorstellungsgesspräch und möchte wissen, was mich erwartet in Bezug auf Gehalt, Work-Life-Balance, Sozialleistungen usw. Vielen Dank im Voraus!

Ing. Y. R. | 24. Mai 2021 - 18:56

Seit 4 Jahren arbeite ich in einem kleinen Ingenieurbüro (40 h/Woche) als Statiker/Tragwerksplaner im Bereich Stahlbau (Planung und Berechnung von Energieanlagen und technischen Gebäuden aus Stahl). Ich führe die Statik und Anschlussstatik usw. in Absprache mit dem Chef durch, manchmal für eine Bühne und manchmal für eine Konstruktion mit ca. 500 Tonnen Stahl.

Aktuell bekomme ich 4.000 € Gehalt monatlich (48.000 € jährlich). Was ist eine realistische Erhöhung? Ich habe bald ein Mitarbeitergespräch.

Geodät | 22. Mai 2021 - 12:23

@Kurt:
Die Rechnung von Fred geht schon auf. Wenn er mit Mitte 20 nach seinem Master/Diplom direkt im Öffentlichen Dienst im Höheren Dienst angefangen hat. Und dann eben eine "14er-Stelle" ergattern konnte. Allerdings braucht es da schon etwas Glück, die sind rar gesäht. Sollte er gar auf kommunaler Ebene arbeiten, dann hat er die Funktion eines Amtsleiters oder vergleichbar mit einigen Mitarbeiter unter sich. Da ist man dann schon ein "hohes Tier" - städtisch gesehen. Es geht also, die 75.000 Euro Gehalt. Aber die Regel ist es wirklich nicht, da stimme ich zu.

Fred | 21. Mai 2021 - 16:30

@Kurt:
Nach dem Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe geht das sehr wohl. Ich bin damals verhältnismäßig jung in den Öffentlichen Sektor eingestiegen.

Kurt | 20. Mai 2021 - 13:57

@Fred:
Nach den Regeln des öffentlichen Dienstes für Stellenanforderungen und Tarifentlohnung geht das nicht. Zuviel. Deshalb sagt uns bitte etwas über die Umstände im Detail?

BerufseinstiegWasserbau | 19. Mai 2021 - 15:35

Ich schließe in Kürze mein Bauingenieurstudium (Diplom TU, Schnitt 1,6-1,7) ab und strebe danach eine Stelle als Projektingenieur im konstruktiven Wasserbau in Leipzig an. Das Unternehmen hat deutschlandweit ca. 250 MA. Erste Erfahrungen konnte ich als Praktikant/Werkstudent in einem Planungsbüro für Wasserbau sammeln, wo ich ca. 10 Monate angestellt war und auch ein sehr gutes Arbeitszeugnis erhalten habe. Mich würde interessieren, welches Einstiegsgehalt ich unter den Voraussetzungen erwarten kann. Ich danke im Voraus für eure Einschätzungen.

Fred | 07. Mai 2021 - 17:15

@Peter:
Deine Vorstellungen sind durchaus realisierbar. Ich selbst bin im Öffentlichen Dienst und bekomme ca. 75.000 EUR mit 38 Lenzen. Ebenfalls im Osten.

Peter | 06. Mai 2021 - 21:35

Ich bin gerade auf das Forum gestoßen und habe ein bisschen in den Kommentaren gelesen. Ich bin 35 Jahre (Dipl.-Ing.) und habe 8 Jahre Berufserfahrung als Projektingenieur und Projektleiter in Deutschland und im Ausland, hauptsächlich Großprojekte. Aktuell arbeite ich seit 4 Jahren als Projektmanager im Ausland. Ich werde aber bald nach Deutschland zurückkommen und habe ein Bewerbungsgespräch (Position PL) bei einem Ingenieurbüro (300 MA) im Osten. Sind Gehaltsforderungen von 65.000 € - 70.000 € unrealistisch?

HansWurst | 02. Mai 2021 - 13:10

@SummederMomente:
Es gibt in Österreich ein 13. und 14. Monatsgehalt, dass viel geringer versteuert wird. Hake da mal nach und frage ob die in- oder exklusive sind, ich denke aber nicht. Spiele mal etwas mit einem Brutto-Netto-Rechner. Die 39.000 € in Österreich müssten etwa 43.500 € in Deutschland entsprechen.

Statiker1900 | 01. Mai 2021 - 15:42

@Anonym:
Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich bin wirklich gespannt. Aber du weißt bestimmt besser als ich, dass es jetzt für die ersten Jahre heißt möglichst viel zu lernen. Ich hoffe, dass sich alles andere von selber ergibt.

Anonym | 30. April 2021 - 16:24

@Statiker1900:
In einem größeren. Kann es nicht wirklich einschätzen, aber ich weiss, dass die Ressortleitung um die 74.000 EUR verdient und Abteilungsleiter um die 84.000 EUR. Würde daher sagen, dass ich gar nicht so schlecht dastehe. Das durchschnittliche Gehalt einer Führungskraft in Deutschland liegt bei ca. 64.000 EUR - branchenübergreifend. Da sind auch > 50 Jährige mit drin.

Zum Anfang 49.000 EUR Gehalt im Büro sind denke ich auch überdurchschnittlich. Glückwunsch. Ich habe mit 42.000 EUR angefangen. Aber nur mal so:

  • 49.000 € * 1,025^7 = 58.000 €
  • 49.000 € * 1,05^7 = 69.000 €
Irgendwo dazwischen wirst du auch in 7 Jahren landen, wenn du nicht gerade extrem überperformst. Ich hatte auch Angebote mit etwas mehr als 70.000 EUR, aber deutlich mehr Verantwortung dann. Ich arbeite auch in einer eher günstigen Gegend. Nur so nebenbei. In München sind 62.500 EUR natürlich nichts.

Statiker1900 | 29. April 2021 - 23:20

@Anonym:
Ich habe jetzt bei einem kleinen Ingenieurbüro angefangen. Ich bekomme 49.000 EUR Gehalt inkl. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Ich habe den M.Sc. an einer TU absolviert. Ich finde 62.500 EUR Gehalt nach 7 Jahren ein bisschen wenig. Arbeitest du auch in einem kleinen Ingenieurbüro oder in einem größeren?

Egal | 29. April 2021 - 13:21

@SummederMomente:
Ich denke in Deutschland sind so 43.000-45.000 EUR Gehalt als Bachelor BL Einstieg der Durchschnitt. Du musst halt mal nachfragen was bedeutet, schnell aufsteigen. Also welcher Zeitraum und was heißt es ca. so einen Gehaltssprung zu machen. Wenn die sagen nach einem Jahr geht es auf 50.000 EUR Gehalt hoch (Das wird wahrscheinlich eher nicht der Fall sein ;) ist es natürlich trotzdem ein gutes Angebot. Als "nur" BA ist man da leider nicht in so einer Top Situation, aber man sollte sich schon am Bautarif orientieren, das stimmt.

Anonym | 29. April 2021 - 12:37

Planungsbüro in Funktion als Projektleiter, Arbeitszeit: 40-42 h, Gehalt: 60.000 EUR + 2.500 EUR Weihnachtsgeld, HomeOffice: 1-2 Tage, Berufserfahrung 7 Jahre.

SummederMomente | 29. April 2021 - 11:38

Ich brauche mal eine Rückmeldung zum Gehalt als Junior-Bauleiter.

Abschluss:
B.Sc Bauingenieur, Berufserfahrung: 2 Jahre Werkstudent im Bauprojektmanagement, Praktikum Bauleitung (Baukonzern)

Beworben bei:
Konzern in Österreich: Bei dem ersten Anruf auf meine Bewerbung wurde mir mitgeteilt, dass mir als Absolvent ohne Erfahrung 39.000 EUR geboten werden würden und man mich einem Bautechniker gleichstellen würde. Ich könne dann schnell aufsteigen, auch finanziell, wurde gesagt. Laut dem Bau Kollektivvertrag ist das soweit prinzipiell richtig. Ich wundere mich nur stark über das doch recht niedrige Gehalt. In Deutschland wird man ja in A5 mit 3.933 EUR x 12 = 47.916 EUR zugeteilt, soweit ich weiß.

Fragen:
Will man mich hier bewusst drücken oder ist dass das reguläre Einstiegsgehalt als Junior Bauleiter in Österreich? Gibt es hier Erfahrungen?

IngFH | 23. April 2021 - 07:48

@Persospezi:
Das können Sie nicht wissen, nur zur Info, der Beitrag von Sven ist 11 Jahre alt. Früher stand da ein Datum, seit einiger Zeit nicht mehr.

Persospezi | 19. April 2021 - 15:26

@Sven:
In fast jedem Stadtwerk oder Wasserverband kannst Du mehr verdienen. Dort wird immer wieder Fachpersonal gesucht und es gibt wenig Bewerbungen. Unter 4.000 € Brutto Gehalt gehst Du da im Regelfall nicht nach Hause. Und das bei geregelten Arbeitszeiten und feinen Arbeitsbedingungen. Selbst in öffentlichen Verwaltungen bist Du mind. bei 3.500 € monatlich. Guck Dich einfach mal um im Bremer Umland.

Keeper83 | 08. April 2021 - 09:52

Da hier gerade wieder mal der "Öffentliche Dienst" (der im übrigen aus über 10.000 höchst unterschiedlichsten AG besteht) Thema ist (zu @bequemerMaster habe ich mich schon geäußert), möchte ich darauf hinweisen, dass es auch hier Bauingenieure gibt, die Ihre Projekte ohne Hilfe von Ingenieurbüros planen und umsetzen - inkl. Bauleitung und Diensthandy und allem was dazu gehört.

Ich kenne als Tiefbauingenieur auch beide Seiten als Bauleiter (Auftraggeber und Auftragnehmer). Auf Auftraggeberseite ist allerdings der Aspekt Planung dazu gekommen, sodass es hier sogar einen Tick anspruchsvoller und damit auch interessanter geworden ist. Für jemanden der sich 25 Jahre lang hat ausbeuten lassen, ist das Einhalten vereinbarter Arbeitszeiten wahrscheinlich eine Errungenschaft. Anders kann ich mir die Äußerungen zu öffentlichen AG´s nicht erklären.

Meister | 01. April 2021 - 10:09

Ich bin kein "Master" oder "Bachelor", sondern einfacher Meister und ebenfalls im Öffentlichen Dienst tätig; Entgeltgruppe 10, Endstufe 5. Ich bin direkt ohne Erfordernis irgendwelcher Stufenlaufzeiten so eingestiegen. Das bedeutet 51.738,96 € brutto p.A. + LOB + Jahressonderzahlung + Jobticket bei 39h/Woche [TV-N Hessen]. Dazu kommt eine Arbeitsplatzsicherheit, die nahe an der eines Beamten ist.

"Bequemer Master" hat die Situation im Öffentlichen Dienst möglicherweise etwas überspitzt dargestellt, meine Erfahrungen gehen aber in eine ähnliche Richtung. Es geht dort signifikant lockerer zu und ECHTER Leistungsdruck ist kaum vorhanden. Nachdem ich viele Jahre in der Privatwirtschaft tätig war, kenne ich beide Seiten.

Klar verdient man in der freien Wirtschaft den ein oder anderen Taler mehr, dafür wird man dort aber meist wirklich ausgequetscht wie eine Zitrone! Überstunden sind "selbstverständlich" und ebenso "selbstverständlich" mit dem Gehalt vollumfänglich abgegolten.

Dienstreisen mache ICH nur zu Fortbildungszwecken und bin (fast) jeden Tag vor 16:00 Uhr zuhause. Ich bin zugegebenermaßen Frühaufsteher - Dank großzügiger Gleitzeitregelung kein Problem! Meine Tätigkeit besteht zu 50 % aus Projektmanagement (primär interessante Innovationsprojekte) und zu 50 % aus konzeptioneller Arbeit.

Nachteile: Entwicklung einer ausgeprägten Koffeinabhängigkeit, beruflicher Aufstieg nur eingeschränkt möglich. Beide Negativaspekte haben für mich keine Bedeutung. Ich liebe Kaffee und bin kein Karrierist!

Alonso | 30. März 2021 - 22:54

@AV:
Die Angabe deines Gehalts in netto bringt nichts. Das muss in brutto angegeben werden, um einen Vergleich zu haben. Insgesamt teile ich die Meinung, dass wir Bauingenieure für unsere Verantwortung im Allgemeinen viel zu wenig verdienen. Lasst euch aber nicht entmutigen. Es gibt auch gut bezahlte Stellen. Man muss nur flexibel genug sein, ggf. einen Umzug in Kauf nehmen, Verantwortung übernehmen und Leistung bringen.

Ich habe einen enormen Sprung gemacht. Das geht (leider) aber fast nur mit einigen Jobwechsel und am besten mit Auslandserfahrung. Fast 20 Jahre Berufserfahrung, nun Projektmanager im Infrastrukturbereich ohne Personalverantwortung in Süddeutschland. 40 h Woche mit Zeitkonto, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeit (Corona-unabhängig), gute Weiterbildungsmöglichkeiten, free coffee+water, moderne Arbeitsplätze mit 2 großen Monitoren und höhenverstellbaren Tischen. Ca. 90.000 EUR Gehalt brutto. Hatte natürlich auch etwas Glück.
Wichtig am Job finde ich auch den Spaß an der Arbeit bei tollen abwechslungsreichen (Groß)projekten. Und sowas gibt es nur in der Baubranche!

Jürgen | 30. März 2021 - 12:40

Ich verfolge dieses Forum seit Tag X und will Euch meine Erfahrungen näher bringen. Als Diplom-Bauingenieur habe ich mittlerweile über 20 Jahre Arbeitserfahrung als Bauleiter, Projektingenieur und nun im Öffentlichen Dienst.

Begonnen habe ich motiviert in der Bauleitung. Das waren Jahre voller Arbeit. Viel Stress, viel Geld und kein Privatleben. Das Leben bestand aus dem Wochenende - und da hat man den Kopf auch nicht immer freibekommen. Man ist ein Problemlöser, mal machts Spaß und manchmal ist man nur am Fluchen. Der Ton kann ziemlich rau werden und für die Persönlichkeitsentwicklung sind diese Jahre gar nicht verkehrt.

Danach ging es in ein Ingenieurbüro - wollte weniger Stress haben und meine Erfahrung konnte ich als Projektleiter gut einsetzen. Aber - es war auch stressig. Man hat hier weniger auf den Baustellen zu tun, aber unendlich Termine und Abstimmungen. Man trifft auf Querdenker und Vollprofis und muss da einen Nenner finden. Es waren gute Jahre, aber auch hier ist die Zeit verflogen wie Nichts. Wenig Urlaub gemacht, viel geackert und Erfahrung gesammelt.

Nun bin ich im Öffentlichen Dienst und habe meine Berufung gefunden. HomeOffice so weit das Auge sehen kann. Wenn ich die Arbeit und den Stress mit früher vergleiche, muss ich schmunzeln. Es gibt tatsächlich Kollegen, die hier von Stress reden - die waren wahrscheinlich noch nie auf der Baustelle.

Im Öffentlichen Dienst fang ich um 07 Uhr an und bin gegen 16 Uhr zuhause. Kein Diensthandy und ich kann abschalten. Freitags steche ich schon um 13 Uhr aus. Mittwochs und Donnerstags bin ich im HomeOffice. Gefühlt wie Urlaub (in Relation zu früher). Man hat Zeit für das Privatleben und kann es genießen. Es geht nicht nur um Geld. Ich hab geerbt und durch die früheren Jobs gut was Sparen können. Aber die Zeit kommt nicht wieder zurück. Achtet auf das Work-Life-Balance.

Aus Erfahrung kann ich nur sagen - insbesondere im Baugeschäft bleibt das Menschliche liegen. Man muss funktionieren oder das wars. Wertschätzung gibt es nur solange man wie ein Wilder ackert und erreichbar ist. Alles Andere hat keinen Platz.

Fragt mal in den Planungsbüros die Frauen, welche schwanger werden. Die werden schneller rausgemobbt als man denkt. Genauso neuerdings die Damen auf Baustellen, welche als Bauleiterinnen tätig sind. Die tun mir jetzt schon leid.

An alle Absolventen: Denkt drüber nach, was Euch Geld Wert ist und wie weit Ihr dafür Eure Zeit opfert. Seid Ihr hungrig nach Knete, dann ab in die Bauleitung. Arbeitet 60 h/Woche für zwei bis drei Jahre und danach könnt Ihr durch einen Wechsel richtig absahnen. Aber das ist sehr harte Arbeit. An alle anderen, welche "normal" verdienen wollen. Geht zum Öffentlichen Dienst. Gründet eine Familie. Geht in Elternzeit und lasst Euch dafür noch jede paar Jahre feiern. Keiner nimmts Euch übel. Außer der direkte Vorgesetzte, der aber auch alle paar Jahre mal für ein paar Monate aussetzt.

ej | 28. März 2021 - 13:36

Bauleiter im Straßenbau/Tiefbau/Umwelt
Berufserfahrung
0 - 0,5 Jahre: 3200 € Gehalt - Abrechner - ohne Abschluss (Praxissemester)
0,5 - 1,0 Jahre: 3482 € Gehalt - Bauleiter - B. Eng. - Firmenwagen Golf 6
1,0 - 1,5 Jahre: 3700 € Gehalt - Bauleiter - B. Eng. - Firmenwagen Golf 7
1,5 - 2,0 Jahre: 3800 € Gehalt - Bauleiter - B. Eng. - Firmenwagen Golf 7
2,0 - 2,5 Jahre: 4350 € Gehalt - Bauleiter - B. Eng. - Firmenwagen Golf 7
2,5 - 3,5 Jahre: 4600 € Gehalt - Bauleiter - B. Eng. - Firmenwagen Golf 7
3,5 - 4,0 Jahre: 4918 € Gehalt - Bauleiter - Master - Firmenwagen Golf 7
4,0 - 5,0 Jahre: 5698 € Gehalt + 10000 € Bonus - Bauleiter - Master - Firmenwagen Golf 7
5,0 - 5,5 Jahre: 6000 € Gehalt + 17000 € Bonus - Projektleiter - Master - FW Golf 7
5,5 - X,X Jahre: 7200 € Gehalt + 12000 € Bonus - Oberbauleiter - Master - FW Mercedes GLC

Schorsch | 23. März 2021 - 23:26

Meine Situation: Ich habe eine Ausbildung zum Zimmermann und bin im Juli 2021 mit meiner Weiterbildung zum staatl. geprüften Bautechniker fertig und dann 22 Jahre. Ich werde im August eine Stelle als Bauleiter im Hochbau anfangen bei einer großen deutschen Firma mit über 5000 Mitarbeitern. Mein Gehalt inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld liegt nach der Probezeit bei 45.500 € inkl. Firmenwagen, in der Probezeit für ca. 30.000 €. Die Stelle ist in München und der Einsatzort wird Oberbayern/Bayern sein.

Bauleiter | 20. März 2021 - 10:44

Es ist schon sehr schwierig die Motivation als Bauingenieur / Bauleiter hoch zu halten. Bauleiter verdienen ca. zwischen 40.000 bis 70.000 EUR im Jahr (je nach Alter und Erfahrung). Dazu immerhin noch einen Dienstwagen. Eine 40 h Woche ist jedoch absolut unrealistisch und sehr selten der Fall. Die Verantwortung, notwendige Fähigkeiten und Führungsvoraussetzungen stehen meiner Meinung nach in keinem Verhältnis zum Lohn. Ich möchte fast behaupten, dass ich keinen Beruf kenne, der eine derartige Diskrepanz zwischen Arbeit und Gehalt aufweist, wie der des Bauleiters. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass der Bauleiter der besser verdienende Bauingenieur ist, sollte alles gesagt sein über diesen Studiengang.

ÖD-Kamerad | 16. März 2021 - 08:47

Ich bin 32 Jahre alt, arbeite im öffentlichen Dienst und bin in der E 11 Stufe 3 eingestuft, verdiene ca. 53.000 EUR brutto im Jahr. Da mir die Tätigkeit mittlerweile zu langweilig ist, überlege ich in die freie Wirtschaft zu wechseln. Meine Frage hierzu wäre:

  • Welches Gehalt kann ich fordern? Ich möchte mich ausschließlich bei Betrieben bewerben, die nach Tarif bezahlen.
  • Ist die Gehaltsstufe A8 realistisch? Oder werden Bauleiter mit Berufserfahrung in die Gehaltsstufe A7 eingestuft?
Ich habe ein Diplomabschluss als Bauingenieur an einer TU und 4 Jahre Berufserfahrung (Bauleiter Hochbau als AG) vorzuweisen.

Tom | 14. März 2021 - 17:43

Ich finde die Bezahlung - für die Verantwortung welche Bauingenieure tragen - bei den meisten hier als zu gering. Meiner Meinung nach sollte diese bei 80.000 EUR und mehr pro Jahr liegen. Warum ich darauf komme? Weil ich nur Industriekaufmann gelernt habe und jetzt einfacher Sachbearbeiter bin, der im Home Office derzeit seine Aufträge und Angebote für die Kunden eingibt. Dafür bekomme ich nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit 5.874 € Brutto im Monat. Ich finde ihr müsst einfach mehr verdienen.

AV | 14. März 2021 - 14:55

Meine berufliche Situation:
- Studium Dipl.-Ing. 2004 Bauingenieurwesen Konstruktiver Ingenieurbau
- Studium Dipl.-Umweltwissenschaften
- 17 Jahre Berufserfahrung
- Bundesbauoberbehörde
- Invest-Volumen 300 Millionen Euro
- Teamleiterfunktion
- Home-Office 50 % fest, flexibel bei Bedarf bis 80 %
- 40 Stunden-Woche
- 30+12 Tage Urlaub
- netto nach Steuern ca. 56.000 EUR
- jedes Jahr mind. 1,5 % Brutto-Erhöhung
- alle vier Jahre zusätzlich 4 % Brutto-Erhöhung
- kein Dienstwagen
- Fahrtkosten zu AG werden steuerfrei erstattet
- zusätzlich BahnCard 50 Business 1. Klasse

BauinGENIEur | 08. März 2021 - 12:10

Ich habe in diesem Thread nun auch viele Erfahrungsberichte gelesen und möchte nun meinen Erfahrungsstand mitteilen. Zu mir: heute 28 / ledig / TH Abschluss 2019 als B.o.E. / 1. Ausbildung im Handwerk mit 16 und mit 22 wieder zur Schulbank. Zum Ende vom Studium als Werkstudent in der Bauleitung gearbeitet. Vertiefung im Studium war nach dem 5. semester Baubetrieb für die Tätigkeit als Bauleiter.

Im 1. Jahr erhielt ich 49.000 EUR inkl. 13. und Gewinnbeteiligung + Dienstwagen inkl. Privatnutzung -für 43 h, 32 Urlaubstage (real waren es 50 h plus Fahrzeit). Mehrarbeit wurde nicht registriert oder abgegolten. Ein großes Projekt noch im einstelligen Millionenbereich abgearbeitet und danach durch Unzufriedenheit von mir gekündigt.

Nach dem 1. Jahr neuer Arbeitgeber, selbe Anstellung als Bauleiter, AG intern nun aber dem Innendienst zugeordnet, aktuell keine Baustellenverantwortung. ca. 64.000 EUR Brutto inkl. 13. , 40 h, 30 Tage Urlaub (ohne Dienstwagen), kein Homeoffice gewünscht, Registrierung der Arbeitszeiten und auch Vergütung, aufkommen von Mehrarbeit aktuell nicht vorhanden, wesentlich bessere W.L.B.

Jetzt liegt mir erneut ein Jobangebot vor das ich annehmen werde, für 66.000 EUR Brutto Einstieg + diverse Sonderleistungen, 38 h, 30 Tage Urlaub, 50-70 % Homeoffice möglich, kein Dienstwagen, ist aber nicht mehr bei einem Baudienstleister. Das alles innerhalb der ersten 2 Jahre nach Abschluss. Für mich persönlich etwas turbulent, aber ich denke mit dem 3. AG nach Abschluss habe ich nun jemanden gefunden, mit dem ich deutlich glücklicher beim Zusammenarbeiten werde.

Mikk | 08. März 2021 - 11:49

@1831:
Richtig. Wie gesagt werde ich in ein paar Monaten weiter studieren neben dem Beruf. Ich arbeite in einer AG.

Ing-dual | 06. März 2021 - 21:03

Also das finde ich echt krass wenig. Ich habe ein duales Studium im Bauingenieurwesen absolviert und seit dem Einstieg vor einem Jahr 5.200 EUR brutto bei einer 40 h Woche als Bauleiter. Ich kann nicht verstehen, wieso du für so wenig Geld arbeiten gehst?

Wasserwirtschaftler | 01. März 2021 - 07:49

Mal abgesehen davon, dass es immer Ausreißer nach oben und unten gibt, kann man in der Bauleitung generell mal den Tarifvertrag IG Bau als Richtschnur nutzen (alle großen Firmen und Konzerne zahlen danach). Ich sehe es zwar auch so, dass der Bauleiter für seine Verantwortung unangemessen bezahlt wird, trotzdem kann der Job Spaß machen und man hat ein gutes Einkommen.

Ich für meinen Teil habe mich für die Auftraggeberseite entschieden, da ich zwecks zweier Kinder keine 50 h-Woche möchte. Mit viel weniger geht es in der Praxis nicht. Man darf hier aber auch nicht alles glauben. PS: Wer für einen Hungerlohn arbeitet als Ingenieur, heutzutage, der hat selber Schuld. Jeder hat sein Leben in der Hand und kann es ändern.

dipl-ing | 28. Februar 2021 - 09:26

@Jose:
Im Grunde ist das eine gute Zusammenfassung. Die Kritik an Zitronenfalter ist aber nicht berechtigt. Ok, mit Aufbau des Landes hat er übertrieben, aber, das was Bequemer Master hier abliefert ist tatsächlich ein Schlag ins Gesicht. Er Prahlt mit seinem Gehalt und damit dass er nur 2 Stunden am Tag arbeitet. Hier wo viele über das Gehalt klagen, 50 h Wochen schieben, kommt dann sowas. Ist ihm überhaupt bewusst dass er hier nicht anonym unterwegs ist und wenn die richtige Person seinen Beitrag liest, dass er seinen Job auch los werden kann?

Ale | 27. Februar 2021 - 09:17

@Jose:
Top Kommentar. Das sagt alles.

1831 | 26. Februar 2021 - 18:33

@Mikk:
Du bist 22 und Junior-Bauleiter ohne Ausbildung und Studium?

Svep | 26. Februar 2021 - 17:52

Als frischgebackener Bachelorabsolvent bin ich vor kurzem mit einem monatlichen Gehalt von 3.933 Euro (A5) plus Dienstwagen als Bauleiter in einem ca. 100 Mann starken Unternehmen eingestiegen. Arbeitzeit in der Woche liegt bei 40 bis 45 Stunden. Von meinen Kommilitonen weiß ich, dass die, die verhandelt haben und sich ihrer Position bewusst waren, alle mit demselben oder ähnlichem Gehalt eingestiegen sind.

Jose | 26. Februar 2021 - 16:28

Genau! Zitronenfalter hat recht. Hört auf zu jammern! Ärmel hochkrempeln und nicht ans Geld denken. Es muss kein BMW sein, ein gebrauchter Skoda tut es auch. Haus mit 5 Zimmer? Hört auf zu jammern und geht in eine billigere 3-Zimmer Mietwohnung! 50 h Woche und Stress pur bei schlechter Bezahlung? Baut gefälligst das Land auf und hört auf die Arbeitgeber mit überzogenen Lohnvorstellungen zu nerven. Hört auf euch mit anderen Branchen zu vergleichen und übt gefälligst euren Beruf aus, sodass die Unternehmen euch weiterhin billig beschäftigen können! Diesen Stolz könnt ihr dann schliesslich bei der Bank und dem nächsten Kreditantrag für das Haus und dem Auto mit einbringen! Also regt euch nicht auf und bleibt weiterhin die schlechtesten bezahlten Ingenieure überhaupt! Das Geheule nervt!

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