Forum & Erfahrungen
Mittwoch, 23. Juni 2021
Ausgabe 7247 | Nr. 174 | 20. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen?

1700 Kommentare | 749053 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Thema eröffnet von Sven | letzter Kommentar vom gestern - 19:01

Mich interessiert, ob ein Gehalt von 2.700 EUR monatlich fair ist. Zu mir: Ich bin 29 und habe vor fünf Jahren erfolgreich mein Diplom (Note 2,0) an der FH Bremen im Bereich Siedlungswasserwirtschaft / Verkehrswegebau abgeschlossen. Nun arbeite ich seit 4 Jahren in einem kleinen Ingenieurbüro im Raum Osnabrück. Mein Aufgabenfeld umfasst die Planung, Ausschreibung, Bauleitung und Abrechnung von kleineren Bauprojekten (bis 1 Mio. EUR). Des Weiteren kümmere ich mich um den Kontakt zu unseren Auftraggebern (kleinere Gemeinden / Kommunen / Wasserverbände). Jetzt würde ich gern wissen, ob ein Monatsgehalt von 2.700 EUR brutto für diese Art der Tätigkeit fair bzw. ausreichend ist? Was verdient ihr in ähnlichen Bereichen / Positionen? (Februar 2010)

Ale | gestern - 19:01

@Rebarometer:
Ich habe 12 Jahre geprüft, im Rhein-Main-Gebiet. Als Sklave für den Prüfstatiker bekommt man zwischen 3.400 EUR (Anfänger) und 5.500 EUR (sehr sehr erfahren). Nur zur Info: der Chef war ein Multimillionär!

Rebarometer | gestern - 13:47

Gehalt als angestellter Prüfer für Standsicherheit

Es ist schwierig online hierüber etwas zu finden. Als Angestellter prüfe ich eigenständig im Auftrag die Standsicherheit von Großprojekten (Hochhäuser etc.). Welches Gehalt ist hier drin?

Wasserwirtschaftler | 10. Juni 2021 - 21:29

@BerufseinstiegWasserbau | 19. Mai 2021:
Ich würde mit 50.000 EUR rangehen und nicht unter 40.000 EUR zusagen. Es gibt Planer, die unterirdisch zahlen, das darf man nicht mitspielen.

Chase | 07. Juni 2021 - 12:33

Ich habe nach 10 Semestern mein Studium an einer Uni (M. Sc., Note 1,7) abgeschlossen und habe in meinem jetzigen Betrieb bereits 11 Monate während des Masters gearbeitet. Schon zu dieser Zeit habe ich eigenständige Statiken geschrieben und arbeite nun in diesem Büro für Tragwerksplanung (4 Standorte in Deutschland mit > 300 Ingenieuren). Ich arbeite in einem Statik Team an einem Großprojekt (mehrere Milliarden schwer). Ich habe zu Jahresbeginn als Absolvent angefangen und verdiene 48.000 €/Jahr bei einer 40 Stunden Woche mit Überstundenkonto und 30 Urlaubstagen.

Als ich das verhandelt habe, war ich mit dem Gehalt eigentlich relativ glücklich, aber mittlerweile muss ich sagen, dass ich viel mehr hätte verlangen sollen. Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen bei den Verhandlungen. Was ich aber sonst aus meiner (doch sehr kurzen) Erfahrung bereits sagen kann, ist, dass es am Ende wichtig ist, wie die Personen in hohen Positionen sich gegenüber den Mitarbeitern verhalten. Ein zurückgebliebener Vorstand (Ablehnen von Homeoffice etc.) und ein uneinsichtiger Vorgesetzter, der alle Fehler bei anderen sucht und für den Kommunikation ein Fremdwort ist, ist ein viel wichtigerer Faktor als das Gehalt. Leider kann man diese Dinge nur selten bei einem Vorstellungsgespräch herausfinden.

Als | 01. Juni 2021 - 14:29

Einstiegsgehalt Tragwerksplanung

Ich beende demnächst mein Bachelorstudium im Bauingenieurwesen. Ich arbeite bereits seit knapp 1,5 Jahren als Werkstudent in der Tragwerksplanung eines mittelständischen Ingenieurbüros. Mein Chef hat mir jetzt angeboten, dass ich nach Beendigung des Studiums dort anfangen kann. Da ich dieses Angebot gerne annehmen würde, frage ich mich, mit welchen Gehaltsvorstellungen ich in die "Verhandlungen" mit meinem Chef eintreten kann.

Wenn man sonstige Quellen im Internet bemüht, findet man leider nur eine sehr breite, wenig konkrete Spannweite im Bereich zwischen 40.000 und 60.000 Euro. Zum Büro vielleicht noch: etwa 15 Mitarbeiter in NRW. Vielen Dank schonmal!

Kudella | 31. Mai 2021 - 21:59

Ich verfolge dieses Forum jetzt auch schon seit langer Zeit und wollte nun auch mal meine Erfahrungen schildern, auch in der Hoffnung einigen Berufsanfängern evtl. zu helfen: Ich bin Dipl.-Ing. (TU) und habe inzwischen ca. 6 Jahre Berufserfahrung: Angefangen im Ingenieurbüro, dann in die Bauleitung und aktuell im Großkonzern im technischen Innendienst. Angefangen habe ich bei ca. 39.000 € und bin jetzt bei ca. 70.000 €.

Zurzeit werden Bauingenieure händeringend gesucht und für Leute mit Berufserfahrung UND der Bereitschaft, richtig Gas zu geben (Überstunden etc..) sind bestimmt "viele" Jobs mit 80.000 € + möglich. Ich bekomme fast täglich Anfragen von Headhuntern, teilweise mit Anfragen für Führungspositionen.

Berufsanfänger steigen bei meinem aktuellen AG teilweise schon mit A7 ein, was ich krass finde, wenn ich an meine Anfänge denke. Leider muss ich, wie viele andere vor mir hier, nach ein paar Jahren in der Branche sagen, dass wir Bauingenieure (im Vergleich zu fast allen anderen Ingenieuren), eher schlecht bezahlt werden. Ich bin im Moment mit meinen 70.000 € und in der Regel 40h-Woche zufrieden, große Karriere und Überstunden waren noch nie meins. Das muss am Ende jeder für sich entscheiden.

Als Berufsanfänger ist der Bauleiterjob meiner Meinung nach sehr geeignet, man sammelt wichtige praktische Erfahrungen, auf die man aufbauen kann. Auf Dauer jedoch AUF KEINEN FALL. Nach nicht mal 2 Jahren war ich total durch, wenn man sich mal das Gehalt auf die Stunden runter rechnet (bei der üblichen 60+ Woche), ist das eigentlich ein großer Witz. Voraussetzung für diesen Job auf Dauer ist, dass man dafür brennt. Ansonsten kann ich jedem empfehlen, regelmäßig sein Gehalt nachzuverhandeln.

Ertos55 | 27. Mai 2021 - 11:37

Ich stehe kurz vor dem Abschluss meines Bachelorstudiums (Note 1,9). Davor habe ich bereits eine Ausbildung zum Dachdecker und eine Fortbildung zum Meister im Dachdeckerhandwerk gemacht. Ich konnte bereits Erfahrungen als Geschäftsführer eines kleineren Handwerkunternehmens sammeln. Während meines Studium war ich zwei Jahre als Werkstudent in der Bauleitung tätig. Ein Jahr im Wohnungs- und Siedlungsbau und ein weiteres im Bereich Gewerbeimmobilien mit Schwerpunkt Logistik und Produktionshallen.

Da ich nun nach meinem Studium in den Norden ziehen werde, suche ich eine neue Arbeitsstelle und versuche herauszufinden, welches Gehalt angemessen ist!? Wenn ich die Tarifgruppen ansehe, würde ich vermuten, dass eine Einstufung in die Gruppe A6 oder A7 angemessen wäre.

Ist es zu hoch gepokert, wenn ich in der Bewerbung ein Jahresgehalt von 59.500 € angebe (wird wahrscheinlich nach unten gehandelt)? Eure Meinung würde mich sehr interessieren! Vielen Dank!

Keeper83 | 26. Mai 2021 - 12:56

@ Kurt:
Das ist Quatsch. Eine Eingruppierung in die Entgeltgruppe 12 Stufe 6 führt inkl. Sonderzahlungen bereits zu einem Jahresgehalt von ca. 75.000 €. Bei Angestellten im öffentlichen Dienst gibt es keinen höheren Dienst. Diese Bezeichnungen gibt es nur bei Beamten.

Ein Master oder Diplom ist für eine Eingruppierung in E14 oder höher nicht erforderlich. Entscheidend sind die auszuführenden Tätigkeiten. Überträgt der AG dem Pförtner Tätigkeiten, die der E14 entsprechen, ist dieser in E14 eingruppiert.

XYBauleiter | 25. Mai 2021 - 22:59

Ich würde gerne wissen, ob jemand hier eine Idee hat, wie hoch das Gehalt für einen Junior-Bauleiter bei Goldbeck (in NRW) ist? Ich habe vor kurzem mein Masterstudium abgeschlossen und habe 6 Monate Erfahrung als Praktikant in der Bauleitung. Ich habe nächsten Monat ein Vorstellungsgesspräch und möchte wissen, was mich erwartet in Bezug auf Gehalt, Work-Life-Balance, Sozialleistungen usw. Vielen Dank im Voraus!

Ing. Y. R. | 24. Mai 2021 - 18:56

Seit 4 Jahren arbeite ich in einem kleinen Ingenieurbüro (40 h/Woche) als Statiker/Tragwerksplaner im Bereich Stahlbau (Planung und Berechnung von Energieanlagen und technischen Gebäuden aus Stahl). Ich führe die Statik und Anschlussstatik usw. in Absprache mit dem Chef durch, manchmal für eine Bühne und manchmal für eine Konstruktion mit ca. 500 Tonnen Stahl.

Aktuell bekomme ich 4.000 € Gehalt monatlich (48.000 € jährlich). Was ist eine realistische Erhöhung? Ich habe bald ein Mitarbeitergespräch.

Geodät | 22. Mai 2021 - 12:23

@Kurt:
Die Rechnung von Fred geht schon auf. Wenn er mit Mitte 20 nach seinem Master/Diplom direkt im Öffentlichen Dienst im Höheren Dienst angefangen hat. Und dann eben eine "14er-Stelle" ergattern konnte. Allerdings braucht es da schon etwas Glück, die sind rar gesäht. Sollte er gar auf kommunaler Ebene arbeiten, dann hat er die Funktion eines Amtsleiters oder vergleichbar mit einigen Mitarbeiter unter sich. Da ist man dann schon ein "hohes Tier" - städtisch gesehen. Es geht also, die 75.000 Euro Gehalt. Aber die Regel ist es wirklich nicht, da stimme ich zu.

Fred | 21. Mai 2021 - 16:30

@Kurt:
Nach dem Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe geht das sehr wohl. Ich bin damals verhältnismäßig jung in den Öffentlichen Sektor eingestiegen.

Kurt | 20. Mai 2021 - 13:57

@Fred:
Nach den Regeln des öffentlichen Dienstes für Stellenanforderungen und Tarifentlohnung geht das nicht. Zuviel. Deshalb sagt uns bitte etwas über die Umstände im Detail?

BerufseinstiegWasserbau | 19. Mai 2021 - 15:35

Ich schließe in Kürze mein Bauingenieurstudium (Diplom TU, Schnitt 1,6-1,7) ab und strebe danach eine Stelle als Projektingenieur im konstruktiven Wasserbau in Leipzig an. Das Unternehmen hat deutschlandweit ca. 250 MA. Erste Erfahrungen konnte ich als Praktikant/Werkstudent in einem Planungsbüro für Wasserbau sammeln, wo ich ca. 10 Monate angestellt war und auch ein sehr gutes Arbeitszeugnis erhalten habe. Mich würde interessieren, welches Einstiegsgehalt ich unter den Voraussetzungen erwarten kann. Ich danke im Voraus für eure Einschätzungen.

Fred | 07. Mai 2021 - 17:15

@Peter:
Deine Vorstellungen sind durchaus realisierbar. Ich selbst bin im Öffentlichen Dienst und bekomme ca. 75.000 EUR mit 38 Lenzen. Ebenfalls im Osten.

Peter | 06. Mai 2021 - 21:35

Ich bin gerade auf das Forum gestoßen und habe ein bisschen in den Kommentaren gelesen. Ich bin 35 Jahre (Dipl.-Ing.) und habe 8 Jahre Berufserfahrung als Projektingenieur und Projektleiter in Deutschland und im Ausland, hauptsächlich Großprojekte. Aktuell arbeite ich seit 4 Jahren als Projektmanager im Ausland. Ich werde aber bald nach Deutschland zurückkommen und habe ein Bewerbungsgespräch (Position PL) bei einem Ingenieurbüro (300 MA) im Osten. Sind Gehaltsforderungen von 65.000 € - 70.000 € unrealistisch?

HansWurst | 02. Mai 2021 - 13:10

@SummederMomente:
Es gibt in Österreich ein 13. und 14. Monatsgehalt, dass viel geringer versteuert wird. Hake da mal nach und frage ob die in- oder exklusive sind, ich denke aber nicht. Spiele mal etwas mit einem Brutto-Netto-Rechner. Die 39.000 € in Österreich müssten etwa 43.500 € in Deutschland entsprechen.

Statiker1900 | 01. Mai 2021 - 15:42

@Anonym:
Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich bin wirklich gespannt. Aber du weißt bestimmt besser als ich, dass es jetzt für die ersten Jahre heißt möglichst viel zu lernen. Ich hoffe, dass sich alles andere von selber ergibt.

Anonym | 30. April 2021 - 16:24

@Statiker1900:
In einem größeren. Kann es nicht wirklich einschätzen, aber ich weiss, dass die Ressortleitung um die 74.000 EUR verdient und Abteilungsleiter um die 84.000 EUR. Würde daher sagen, dass ich gar nicht so schlecht dastehe. Das durchschnittliche Gehalt einer Führungskraft in Deutschland liegt bei ca. 64.000 EUR - branchenübergreifend. Da sind auch > 50 Jährige mit drin.

Zum Anfang 49.000 EUR Gehalt im Büro sind denke ich auch überdurchschnittlich. Glückwunsch. Ich habe mit 42.000 EUR angefangen. Aber nur mal so:

  • 49.000 € * 1,025^7 = 58.000 €
  • 49.000 € * 1,05^7 = 69.000 €
Irgendwo dazwischen wirst du auch in 7 Jahren landen, wenn du nicht gerade extrem überperformst. Ich hatte auch Angebote mit etwas mehr als 70.000 EUR, aber deutlich mehr Verantwortung dann. Ich arbeite auch in einer eher günstigen Gegend. Nur so nebenbei. In München sind 62.500 EUR natürlich nichts.

Statiker1900 | 29. April 2021 - 23:20

@Anonym:
Ich habe jetzt bei einem kleinen Ingenieurbüro angefangen. Ich bekomme 49.000 EUR Gehalt inkl. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Ich habe den M.Sc. an einer TU absolviert. Ich finde 62.500 EUR Gehalt nach 7 Jahren ein bisschen wenig. Arbeitest du auch in einem kleinen Ingenieurbüro oder in einem größeren?

Egal | 29. April 2021 - 13:21

@SummederMomente:
Ich denke in Deutschland sind so 43.000-45.000 EUR Gehalt als Bachelor BL Einstieg der Durchschnitt. Du musst halt mal nachfragen was bedeutet, schnell aufsteigen. Also welcher Zeitraum und was heißt es ca. so einen Gehaltssprung zu machen. Wenn die sagen nach einem Jahr geht es auf 50.000 EUR Gehalt hoch (Das wird wahrscheinlich eher nicht der Fall sein ;) ist es natürlich trotzdem ein gutes Angebot. Als "nur" BA ist man da leider nicht in so einer Top Situation, aber man sollte sich schon am Bautarif orientieren, das stimmt.

Anonym | 29. April 2021 - 12:37

Planungsbüro in Funktion als Projektleiter, Arbeitszeit: 40-42 h, Gehalt: 60.000 EUR + 2.500 EUR Weihnachtsgeld, HomeOffice: 1-2 Tage, Berufserfahrung 7 Jahre.

SummederMomente | 29. April 2021 - 11:38

Ich brauche mal eine Rückmeldung zum Gehalt als Junior-Bauleiter.

Abschluss:
B.Sc Bauingenieur, Berufserfahrung: 2 Jahre Werkstudent im Bauprojektmanagement, Praktikum Bauleitung (Baukonzern)

Beworben bei:
Konzern in Österreich: Bei dem ersten Anruf auf meine Bewerbung wurde mir mitgeteilt, dass mir als Absolvent ohne Erfahrung 39.000 EUR geboten werden würden und man mich einem Bautechniker gleichstellen würde. Ich könne dann schnell aufsteigen, auch finanziell, wurde gesagt. Laut dem Bau Kollektivvertrag ist das soweit prinzipiell richtig. Ich wundere mich nur stark über das doch recht niedrige Gehalt. In Deutschland wird man ja in A5 mit 3.933 EUR x 12 = 47.916 EUR zugeteilt, soweit ich weiß.

Fragen:
Will man mich hier bewusst drücken oder ist dass das reguläre Einstiegsgehalt als Junior Bauleiter in Österreich? Gibt es hier Erfahrungen?

IngFH | 23. April 2021 - 07:48

@Persospezi:
Das können Sie nicht wissen, nur zur Info, der Beitrag von Sven ist 11 Jahre alt. Früher stand da ein Datum, seit einiger Zeit nicht mehr.

Persospezi | 19. April 2021 - 15:26

@Sven:
In fast jedem Stadtwerk oder Wasserverband kannst Du mehr verdienen. Dort wird immer wieder Fachpersonal gesucht und es gibt wenig Bewerbungen. Unter 4.000 € Brutto Gehalt gehst Du da im Regelfall nicht nach Hause. Und das bei geregelten Arbeitszeiten und feinen Arbeitsbedingungen. Selbst in öffentlichen Verwaltungen bist Du mind. bei 3.500 € monatlich. Guck Dich einfach mal um im Bremer Umland.

Keeper83 | 08. April 2021 - 09:52

Da hier gerade wieder mal der "Öffentliche Dienst" (der im übrigen aus über 10.000 höchst unterschiedlichsten AG besteht) Thema ist (zu @bequemerMaster habe ich mich schon geäußert), möchte ich darauf hinweisen, dass es auch hier Bauingenieure gibt, die Ihre Projekte ohne Hilfe von Ingenieurbüros planen und umsetzen - inkl. Bauleitung und Diensthandy und allem was dazu gehört.

Ich kenne als Tiefbauingenieur auch beide Seiten als Bauleiter (Auftraggeber und Auftragnehmer). Auf Auftraggeberseite ist allerdings der Aspekt Planung dazu gekommen, sodass es hier sogar einen Tick anspruchsvoller und damit auch interessanter geworden ist. Für jemanden der sich 25 Jahre lang hat ausbeuten lassen, ist das Einhalten vereinbarter Arbeitszeiten wahrscheinlich eine Errungenschaft. Anders kann ich mir die Äußerungen zu öffentlichen AG´s nicht erklären.

Meister | 01. April 2021 - 10:09

Ich bin kein "Master" oder "Bachelor", sondern einfacher Meister und ebenfalls im Öffentlichen Dienst tätig; Entgeltgruppe 10, Endstufe 5. Ich bin direkt ohne Erfordernis irgendwelcher Stufenlaufzeiten so eingestiegen. Das bedeutet 51.738,96 € brutto p.A. + LOB + Jahressonderzahlung + Jobticket bei 39h/Woche [TV-N Hessen]. Dazu kommt eine Arbeitsplatzsicherheit, die nahe an der eines Beamten ist.

"Bequemer Master" hat die Situation im Öffentlichen Dienst möglicherweise etwas überspitzt dargestellt, meine Erfahrungen gehen aber in eine ähnliche Richtung. Es geht dort signifikant lockerer zu und ECHTER Leistungsdruck ist kaum vorhanden. Nachdem ich viele Jahre in der Privatwirtschaft tätig war, kenne ich beide Seiten.

Klar verdient man in der freien Wirtschaft den ein oder anderen Taler mehr, dafür wird man dort aber meist wirklich ausgequetscht wie eine Zitrone! Überstunden sind "selbstverständlich" und ebenso "selbstverständlich" mit dem Gehalt vollumfänglich abgegolten.

Dienstreisen mache ICH nur zu Fortbildungszwecken und bin (fast) jeden Tag vor 16:00 Uhr zuhause. Ich bin zugegebenermaßen Frühaufsteher - Dank großzügiger Gleitzeitregelung kein Problem! Meine Tätigkeit besteht zu 50 % aus Projektmanagement (primär interessante Innovationsprojekte) und zu 50 % aus konzeptioneller Arbeit.

Nachteile: Entwicklung einer ausgeprägten Koffeinabhängigkeit, beruflicher Aufstieg nur eingeschränkt möglich. Beide Negativaspekte haben für mich keine Bedeutung. Ich liebe Kaffee und bin kein Karrierist!

Alonso | 30. März 2021 - 22:54

@AV:
Die Angabe deines Gehalts in netto bringt nichts. Das muss in brutto angegeben werden, um einen Vergleich zu haben. Insgesamt teile ich die Meinung, dass wir Bauingenieure für unsere Verantwortung im Allgemeinen viel zu wenig verdienen. Lasst euch aber nicht entmutigen. Es gibt auch gut bezahlte Stellen. Man muss nur flexibel genug sein, ggf. einen Umzug in Kauf nehmen, Verantwortung übernehmen und Leistung bringen.

Ich habe einen enormen Sprung gemacht. Das geht (leider) aber fast nur mit einigen Jobwechsel und am besten mit Auslandserfahrung. Fast 20 Jahre Berufserfahrung, nun Projektmanager im Infrastrukturbereich ohne Personalverantwortung in Süddeutschland. 40 h Woche mit Zeitkonto, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeit (Corona-unabhängig), gute Weiterbildungsmöglichkeiten, free coffee+water, moderne Arbeitsplätze mit 2 großen Monitoren und höhenverstellbaren Tischen. Ca. 90.000 EUR Gehalt brutto. Hatte natürlich auch etwas Glück.
Wichtig am Job finde ich auch den Spaß an der Arbeit bei tollen abwechslungsreichen (Groß)projekten. Und sowas gibt es nur in der Baubranche!

Jürgen | 30. März 2021 - 12:40

Ich verfolge dieses Forum seit Tag X und will Euch meine Erfahrungen näher bringen. Als Diplom-Bauingenieur habe ich mittlerweile über 20 Jahre Arbeitserfahrung als Bauleiter, Projektingenieur und nun im Öffentlichen Dienst.

Begonnen habe ich motiviert in der Bauleitung. Das waren Jahre voller Arbeit. Viel Stress, viel Geld und kein Privatleben. Das Leben bestand aus dem Wochenende - und da hat man den Kopf auch nicht immer freibekommen. Man ist ein Problemlöser, mal machts Spaß und manchmal ist man nur am Fluchen. Der Ton kann ziemlich rau werden und für die Persönlichkeitsentwicklung sind diese Jahre gar nicht verkehrt.

Danach ging es in ein Ingenieurbüro - wollte weniger Stress haben und meine Erfahrung konnte ich als Projektleiter gut einsetzen. Aber - es war auch stressig. Man hat hier weniger auf den Baustellen zu tun, aber unendlich Termine und Abstimmungen. Man trifft auf Querdenker und Vollprofis und muss da einen Nenner finden. Es waren gute Jahre, aber auch hier ist die Zeit verflogen wie Nichts. Wenig Urlaub gemacht, viel geackert und Erfahrung gesammelt.

Nun bin ich im Öffentlichen Dienst und habe meine Berufung gefunden. HomeOffice so weit das Auge sehen kann. Wenn ich die Arbeit und den Stress mit früher vergleiche, muss ich schmunzeln. Es gibt tatsächlich Kollegen, die hier von Stress reden - die waren wahrscheinlich noch nie auf der Baustelle.

Im Öffentlichen Dienst fang ich um 07 Uhr an und bin gegen 16 Uhr zuhause. Kein Diensthandy und ich kann abschalten. Freitags steche ich schon um 13 Uhr aus. Mittwochs und Donnerstags bin ich im HomeOffice. Gefühlt wie Urlaub (in Relation zu früher). Man hat Zeit für das Privatleben und kann es genießen. Es geht nicht nur um Geld. Ich hab geerbt und durch die früheren Jobs gut was Sparen können. Aber die Zeit kommt nicht wieder zurück. Achtet auf das Work-Life-Balance.

Aus Erfahrung kann ich nur sagen - insbesondere im Baugeschäft bleibt das Menschliche liegen. Man muss funktionieren oder das wars. Wertschätzung gibt es nur solange man wie ein Wilder ackert und erreichbar ist. Alles Andere hat keinen Platz.

Fragt mal in den Planungsbüros die Frauen, welche schwanger werden. Die werden schneller rausgemobbt als man denkt. Genauso neuerdings die Damen auf Baustellen, welche als Bauleiterinnen tätig sind. Die tun mir jetzt schon leid.

An alle Absolventen: Denkt drüber nach, was Euch Geld Wert ist und wie weit Ihr dafür Eure Zeit opfert. Seid Ihr hungrig nach Knete, dann ab in die Bauleitung. Arbeitet 60 h/Woche für zwei bis drei Jahre und danach könnt Ihr durch einen Wechsel richtig absahnen. Aber das ist sehr harte Arbeit. An alle anderen, welche "normal" verdienen wollen. Geht zum Öffentlichen Dienst. Gründet eine Familie. Geht in Elternzeit und lasst Euch dafür noch jede paar Jahre feiern. Keiner nimmts Euch übel. Außer der direkte Vorgesetzte, der aber auch alle paar Jahre mal für ein paar Monate aussetzt.

ej | 28. März 2021 - 13:36

Bauleiter im Straßenbau/Tiefbau/Umwelt
Berufserfahrung
0 - 0,5 Jahre: 3200 € Gehalt - Abrechner - ohne Abschluss (Praxissemester)
0,5 - 1,0 Jahre: 3482 € Gehalt - Bauleiter - B. Eng. - Firmenwagen Golf 6
1,0 - 1,5 Jahre: 3700 € Gehalt - Bauleiter - B. Eng. - Firmenwagen Golf 7
1,5 - 2,0 Jahre: 3800 € Gehalt - Bauleiter - B. Eng. - Firmenwagen Golf 7
2,0 - 2,5 Jahre: 4350 € Gehalt - Bauleiter - B. Eng. - Firmenwagen Golf 7
2,5 - 3,5 Jahre: 4600 € Gehalt - Bauleiter - B. Eng. - Firmenwagen Golf 7
3,5 - 4,0 Jahre: 4918 € Gehalt - Bauleiter - Master - Firmenwagen Golf 7
4,0 - 5,0 Jahre: 5698 € Gehalt + 10000 € Bonus - Bauleiter - Master - Firmenwagen Golf 7
5,0 - 5,5 Jahre: 6000 € Gehalt + 17000 € Bonus - Projektleiter - Master - FW Golf 7
5,5 - X,X Jahre: 7200 € Gehalt + 12000 € Bonus - Oberbauleiter - Master - FW Mercedes GLC

Schorsch | 23. März 2021 - 23:26

Meine Situation: Ich habe eine Ausbildung zum Zimmermann und bin im Juli 2021 mit meiner Weiterbildung zum staatl. geprüften Bautechniker fertig und dann 22 Jahre. Ich werde im August eine Stelle als Bauleiter im Hochbau anfangen bei einer großen deutschen Firma mit über 5000 Mitarbeitern. Mein Gehalt inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld liegt nach der Probezeit bei 45.500 € inkl. Firmenwagen, in der Probezeit für ca. 30.000 €. Die Stelle ist in München und der Einsatzort wird Oberbayern/Bayern sein.

Bauleiter | 20. März 2021 - 10:44

Es ist schon sehr schwierig die Motivation als Bauingenieur / Bauleiter hoch zu halten. Bauleiter verdienen ca. zwischen 40.000 bis 70.000 EUR im Jahr (je nach Alter und Erfahrung). Dazu immerhin noch einen Dienstwagen. Eine 40 h Woche ist jedoch absolut unrealistisch und sehr selten der Fall. Die Verantwortung, notwendige Fähigkeiten und Führungsvoraussetzungen stehen meiner Meinung nach in keinem Verhältnis zum Lohn. Ich möchte fast behaupten, dass ich keinen Beruf kenne, der eine derartige Diskrepanz zwischen Arbeit und Gehalt aufweist, wie der des Bauleiters. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass der Bauleiter der besser verdienende Bauingenieur ist, sollte alles gesagt sein über diesen Studiengang.

ÖD-Kamerad | 16. März 2021 - 08:47

Ich bin 32 Jahre alt, arbeite im öffentlichen Dienst und bin in der E 11 Stufe 3 eingestuft, verdiene ca. 53.000 EUR brutto im Jahr. Da mir die Tätigkeit mittlerweile zu langweilig ist, überlege ich in die freie Wirtschaft zu wechseln. Meine Frage hierzu wäre:

  • Welches Gehalt kann ich fordern? Ich möchte mich ausschließlich bei Betrieben bewerben, die nach Tarif bezahlen.
  • Ist die Gehaltsstufe A8 realistisch? Oder werden Bauleiter mit Berufserfahrung in die Gehaltsstufe A7 eingestuft?
Ich habe ein Diplomabschluss als Bauingenieur an einer TU und 4 Jahre Berufserfahrung (Bauleiter Hochbau als AG) vorzuweisen.

Tom | 14. März 2021 - 17:43

Ich finde die Bezahlung - für die Verantwortung welche Bauingenieure tragen - bei den meisten hier als zu gering. Meiner Meinung nach sollte diese bei 80.000 EUR und mehr pro Jahr liegen. Warum ich darauf komme? Weil ich nur Industriekaufmann gelernt habe und jetzt einfacher Sachbearbeiter bin, der im Home Office derzeit seine Aufträge und Angebote für die Kunden eingibt. Dafür bekomme ich nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit 5.874 € Brutto im Monat. Ich finde ihr müsst einfach mehr verdienen.

AV | 14. März 2021 - 14:55

Meine berufliche Situation:
- Studium Dipl.-Ing. 2004 Bauingenieurwesen Konstruktiver Ingenieurbau
- Studium Dipl.-Umweltwissenschaften
- 17 Jahre Berufserfahrung
- Bundesbauoberbehörde
- Invest-Volumen 300 Millionen Euro
- Teamleiterfunktion
- Home-Office 50 % fest, flexibel bei Bedarf bis 80 %
- 40 Stunden-Woche
- 30+12 Tage Urlaub
- netto nach Steuern ca. 56.000 EUR
- jedes Jahr mind. 1,5 % Brutto-Erhöhung
- alle vier Jahre zusätzlich 4 % Brutto-Erhöhung
- kein Dienstwagen
- Fahrtkosten zu AG werden steuerfrei erstattet
- zusätzlich BahnCard 50 Business 1. Klasse

BauinGENIEur | 08. März 2021 - 12:10

Ich habe in diesem Thread nun auch viele Erfahrungsberichte gelesen und möchte nun meinen Erfahrungsstand mitteilen. Zu mir: heute 28 / ledig / TH Abschluss 2019 als B.o.E. / 1. Ausbildung im Handwerk mit 16 und mit 22 wieder zur Schulbank. Zum Ende vom Studium als Werkstudent in der Bauleitung gearbeitet. Vertiefung im Studium war nach dem 5. semester Baubetrieb für die Tätigkeit als Bauleiter.

Im 1. Jahr erhielt ich 49.000 EUR inkl. 13. und Gewinnbeteiligung + Dienstwagen inkl. Privatnutzung -für 43 h, 32 Urlaubstage (real waren es 50 h plus Fahrzeit). Mehrarbeit wurde nicht registriert oder abgegolten. Ein großes Projekt noch im einstelligen Millionenbereich abgearbeitet und danach durch Unzufriedenheit von mir gekündigt.

Nach dem 1. Jahr neuer Arbeitgeber, selbe Anstellung als Bauleiter, AG intern nun aber dem Innendienst zugeordnet, aktuell keine Baustellenverantwortung. ca. 64.000 EUR Brutto inkl. 13. , 40 h, 30 Tage Urlaub (ohne Dienstwagen), kein Homeoffice gewünscht, Registrierung der Arbeitszeiten und auch Vergütung, aufkommen von Mehrarbeit aktuell nicht vorhanden, wesentlich bessere W.L.B.

Jetzt liegt mir erneut ein Jobangebot vor das ich annehmen werde, für 66.000 EUR Brutto Einstieg + diverse Sonderleistungen, 38 h, 30 Tage Urlaub, 50-70 % Homeoffice möglich, kein Dienstwagen, ist aber nicht mehr bei einem Baudienstleister. Das alles innerhalb der ersten 2 Jahre nach Abschluss. Für mich persönlich etwas turbulent, aber ich denke mit dem 3. AG nach Abschluss habe ich nun jemanden gefunden, mit dem ich deutlich glücklicher beim Zusammenarbeiten werde.

Mikk | 08. März 2021 - 11:49

@1831:
Richtig. Wie gesagt werde ich in ein paar Monaten weiter studieren neben dem Beruf. Ich arbeite in einer AG.

Ing-dual | 06. März 2021 - 21:03

Also das finde ich echt krass wenig. Ich habe ein duales Studium im Bauingenieurwesen absolviert und seit dem Einstieg vor einem Jahr 5.200 EUR brutto bei einer 40 h Woche als Bauleiter. Ich kann nicht verstehen, wieso du für so wenig Geld arbeiten gehst?

Wasserwirtschaftler | 01. März 2021 - 07:49

Mal abgesehen davon, dass es immer Ausreißer nach oben und unten gibt, kann man in der Bauleitung generell mal den Tarifvertrag IG Bau als Richtschnur nutzen (alle großen Firmen und Konzerne zahlen danach). Ich sehe es zwar auch so, dass der Bauleiter für seine Verantwortung unangemessen bezahlt wird, trotzdem kann der Job Spaß machen und man hat ein gutes Einkommen.

Ich für meinen Teil habe mich für die Auftraggeberseite entschieden, da ich zwecks zweier Kinder keine 50 h-Woche möchte. Mit viel weniger geht es in der Praxis nicht. Man darf hier aber auch nicht alles glauben. PS: Wer für einen Hungerlohn arbeitet als Ingenieur, heutzutage, der hat selber Schuld. Jeder hat sein Leben in der Hand und kann es ändern.

dipl-ing | 28. Februar 2021 - 09:26

@Jose:
Im Grunde ist das eine gute Zusammenfassung. Die Kritik an Zitronenfalter ist aber nicht berechtigt. Ok, mit Aufbau des Landes hat er übertrieben, aber, das was Bequemer Master hier abliefert ist tatsächlich ein Schlag ins Gesicht. Er Prahlt mit seinem Gehalt und damit dass er nur 2 Stunden am Tag arbeitet. Hier wo viele über das Gehalt klagen, 50 h Wochen schieben, kommt dann sowas. Ist ihm überhaupt bewusst dass er hier nicht anonym unterwegs ist und wenn die richtige Person seinen Beitrag liest, dass er seinen Job auch los werden kann?

Ale | 27. Februar 2021 - 09:17

@Jose:
Top Kommentar. Das sagt alles.

1831 | 26. Februar 2021 - 18:33

@Mikk:
Du bist 22 und Junior-Bauleiter ohne Ausbildung und Studium?

Svep | 26. Februar 2021 - 17:52

Als frischgebackener Bachelorabsolvent bin ich vor kurzem mit einem monatlichen Gehalt von 3.933 Euro (A5) plus Dienstwagen als Bauleiter in einem ca. 100 Mann starken Unternehmen eingestiegen. Arbeitzeit in der Woche liegt bei 40 bis 45 Stunden. Von meinen Kommilitonen weiß ich, dass die, die verhandelt haben und sich ihrer Position bewusst waren, alle mit demselben oder ähnlichem Gehalt eingestiegen sind.

Jose | 26. Februar 2021 - 16:28

Genau! Zitronenfalter hat recht. Hört auf zu jammern! Ärmel hochkrempeln und nicht ans Geld denken. Es muss kein BMW sein, ein gebrauchter Skoda tut es auch. Haus mit 5 Zimmer? Hört auf zu jammern und geht in eine billigere 3-Zimmer Mietwohnung! 50 h Woche und Stress pur bei schlechter Bezahlung? Baut gefälligst das Land auf und hört auf die Arbeitgeber mit überzogenen Lohnvorstellungen zu nerven. Hört auf euch mit anderen Branchen zu vergleichen und übt gefälligst euren Beruf aus, sodass die Unternehmen euch weiterhin billig beschäftigen können! Diesen Stolz könnt ihr dann schliesslich bei der Bank und dem nächsten Kreditantrag für das Haus und dem Auto mit einbringen! Also regt euch nicht auf und bleibt weiterhin die schlechtesten bezahlten Ingenieure überhaupt! Das Geheule nervt!

Mikk | 25. Februar 2021 - 19:25

Ich (M 22) bin aktuell im BA-Studium und war Werkstudent in meiner Firma. Aus persönlichen Gründen, habe ich mein Studium abgebrochen und in meiner Firma als Junior Bauleiter mit 39.600 € Jahresgehalt plus Firmenwagen angefangen. 40 h Woche (meistens eher 45 h). Im September2021 fange ich ein Fernstudium berufsbegleitend an, zum selben Gehalt, bei ungefähr gleicher Stundenanzahl.

Zitronenfalter | 24. Februar 2021 - 18:07

@BequemerMaster:
Unfassbar - Ein Schlag ins Gesicht für alle, die hier nach leistungsgerechtem Gehalt trauern und so einen wie Sie mit ihren sauer verdienten Groschen finanzieren müssen. Bei genauerer Betrachtung aber vielleicht ganz gut, dass dieser Sozialfall von der Straße ist. An alle Berufsstarter: Lasst Euch durch das Gebrabbel der Unzufriedenen nicht runterziehen! Krempelt eure Ärmel hoch und macht keinen Job, sondern übt euren Beruf aus! Ihr baut dieses Land auf! Mit jedem Bauwerk das ihr erschafft! Seht mit Stolz in den Spiegel!

@Sven:
Nein, dass ist nicht fair, in Diepholz wird gerade gesucht.

Erik | 23. Februar 2021 - 19:09

Ich werde meinen Kindern ein Bauingenieurstudium mehr oder weniger verbieten. Das Gehalt für die Leistung und Verantwortung ist nicht tragbar, als dass man sowas gutheißen kann. Ich selber bin Bauleiter und führe ca. 20 Bauarbeiter, habe Verantwortung für deren Sicherheit, Arbeit und muss eine multimillionen Baustelle gewinnbringend abwickeln. 50-55 h mit Reisezeit gerechnet. Für 65.000 €.

Wenn ich auf die Statistiken sehe zu allen Ingenieurgehältern (branchenübergreifend), ist der Bauingenieur letzter, wo auch sonst. Ingenieure in der Projektleitung und auf dem Bau sind mit Abstand zu allen anderen am schlechtesten bezahlt - und dann so eine Verantwortung. Ich bekomme nicht mal den Durchschnitt eines Ingenieurs in der Elektrotechnik, des Maschinenbaus, der Energietechnik, Chemie oder des Fahrzeugbaus.

Habe aber 20 Leute unter mir, dass ist so lächerlich schlecht, dass ich nur noch raus will und versuche in irgendeinen Vertrieb zu gelangen. Wer macht sowas freiwillig, hätte ich es nur früher gewusst!

keeper83 | 23. Februar 2021 - 16:12

@ BequemerMaster:
Ich halte dich zwar für einen Troll, möchte aber dennoch darauf hinweisen, dass es Low-Performer wie dich nicht nur im Öffentlichen Dienst gibt. Du bist allerdings das perfekte Beispiel dafür, dass mann auf Abschlüsse (Master statt Bachelor) bei der Bewerberauswahl nichts geben sollte.

Personalberater | 23. Februar 2021 - 10:33

Ich verfolge das Forum auch schon seit einiger Zeit. Die Gehälter variieren hier auch extrem. Mein Tipp: verkauft euch nicht unter Wert. Ich habe schon bei einigen wechselmotivierten Kandidaten einen Gehaltssprung ermöglicht und kann wirklich aus Erfahrung sprechen, dass es auch möglich ist. Wer öfter den Job wechselt (alle 4 - 5 Jahre) bekommt in jedem Fall eine höhere Vergütung als jemand der immer bei einem bleibt.

XHF | 19. Februar 2021 - 09:43

@Realist:
Ich bin ja eigentlich bei dir. Die Gehälter sind schlechter. Aber du vergleichst IG-Metaller mit dem Durchschnittsbauingenieur. Die Gehälter sind mittlerweile wirklich ok. Da viele Firmen suchen, muss sich hier wirklich keiner abarbeiten. Also 40 h und dann wenn es mal brennt halt auch mehr ist realistisch. Bauleiter ist auch nur schwer vergleichbar mit IGM Büromitarbeiter.

Ich denke nach 5-10 Jahren sind im Büro doch 60.000 EUR realistisch für die meisten. Das wäre dann etwas unter dem Durchschnittsgehalt einer Führungskraft in Deutschland (ca. 65.000 EUR). Bei einer 40 h Woche finde ich das ok. Ich kenne auch Maschinenbau-Kollegen ohne IGM Vertrag. Da sieht es nicht anders aus als bei den Bauingenieuren. Das die IGM, Chemie etc. Verträge in einer eigenen Liga spielen, sollte doch klar sein.

Fazit: Bauingenieur ist auf jeden Fall unterbezahlt für die Verantwortung und die Skills, die es erfordert. Ich würde es auch nicht nochmal machen. Aber die Gehälter sind mittlerweile in Ordnung. Und IGMer lachen über alle. 35 h Woche ohne viel Einsatz bei garantierten 100.000 EUR. Wo gibt's das auf der Welt? Ist halt der Jackpot.

BequemerMaster | 18. Februar 2021 - 14:51

Ich, 32, M.Eng., arbeite im Öffentlichen Dienst 39 Stunden in der Woche als Planer (LPH 1-5, wobei größere Projekte nach Außen vergeben werden) und keine Minute mehr. Bekomme 57.622,06 € Brutto Jahresgehalt (nach 6 Jahren).

Ich habe in Corona nun meine schönste Zeit gehabt. Hintergrund: ich arbeite effektiv 2 Stunden am Tag (Kollegen und Vorgesetzte sind dennoch sehr zufrieden), die restliche Zeit sitzt man ab oder trinkt mit den Kollegen Kaffee ("Netzwerken"), jedoch war das wegen Corona ziemlich schwer und mein Arzt hat mir gesagt ich soll mir eine Beschäftigung während der Arbeitszeit suchen, sonst drohe Bore-Out.

Mache jetzt Origami und einige Kollegen sind auch schon im Origami-Fieber. Das ist jedoch halb so schlimm, weil ich 4 Tage in der Woche im Home-Office aufgrund der Gesetzeslage bin. D.h. ich bin nur noch einmal die Woche im Amt und Zuhause ist es noch etwas bequemer.

Mein Lebensmotto lautet: Sei kein Sklave, sei Du selbst und das lebe ich im Öffentlichen Dienst aus. Ich kann jedem empfehlen im Öffentlichen Dienst zu arbeiten. Wenn ich hier Arbeitszeiten von 40-50 Stunden pro Woche lese und man sich noch damit brüstet, dass man da ein paar Tausender mehr bekommt, da bekomm ich Gänsehaut. Wenn man meine tatsächliche Arbeitszeit mit meinem Gehalt aufrechnet, würde ich bei ca. 150.000 - 200.000 € im Jahr liegen.

Realist | 16. Februar 2021 - 10:34

Ich möchte mal jedem vor Augen führen, wie lächerlich schlecht der Bauingenieur im Vergleich zu seinen anderen Branchenkollegen bezahlt wird. Jetzt liest man 70.000 € hier – 95.000 € da. Schön und gut. Das wird auch nicht in Frage gestellt.

ABER: Jetzt nehmen wir uns doch mal den Tarifvertrag von 2021 Rheinland-Pfalz zur Hand. Tarif A 9 - Richtbeispiele: Leiten, Überwachen und Durchführen aller Aufgaben der Arbeitsvorbereitung + Selbstständiges Leiten von komplizierten Bauausführungen - Gehalt = 5.949,60 € = 71.395.20 €

Das ist jetzt eine Position, welche man nicht nach 2 Jahren Berufserfahrung ausfüllen kann, sondern schon gewisse Referenzen vorweisen muss. Und in so einer Position auf dem Bau macht man sicherlich 45-50 h OHNE die dazugehörige Reisezeit!
Und jetzt kommt der Punkt, den so viele hier nicht verstehen: Vergleichbare Positionen in anderen Branchen lachen darüber nur! Enorme Verantwortung, Personalführung auf der Baustelle, Stress und Zeitdruck. Es wird ein enormes Skillset vorausgesetzt und gefordert und dann so ein Gehalt.

IG-Metaller würden da nur mit dem Kopf schütteln. Wenn du diese 70.000 € vergleichst und auf die dort gängige 35 h Woche runter rechnest, bleiben mickrige 50.000 € über. Das ist es ja, wovor alle Bauingenieur-Absolventen gewarnt werden müssen! Über die vergleichsweise schlechte Bezahlung zu vergleichbaren Positionen. Das wird sich nie ändern und muss transparent allen aufgezeigt werden.

Es muss klar sein, was man sich als Bauingenieur finanziell antut. Und wenn man das ändern möchte geht das nur mit unverhältnismässig hohem Einsatz (50 h etc.) und Reisebereitschaft. Wer das nicht versteht ist selber schuld und braucht sich nachher nicht zu wundern, wenn alle anderen (Maschinenbauer, Elektroingenieure, Wirtschaftsingenieure etc.) einen nur auslachen.

Bautommy | 14. Februar 2021 - 09:50

Bauleiter im PPP Bereich, über 70.000 EUR fest, zzgl. Dienstwagen zur privaten Nutzung und guter Bonusregelung, 33 Tage Urlaub, ca. 45 Std. Woche, sehr gute Förderung und Weiterbildung.

Unter 30 Jahre, TU Master mit Note sehr gut, viele Studentenjobs in der Bauleitung von Großprojekten, Trainee im namenhaften Baukonzern, im Anschluss 2 Jahre Bauleiter auf einem Großprojekt (250 Mio. €). Wechsel vor ca. einem Jahr zur obigen Position in einem anderen Konzern. Damit verbundener Gehaltssprung im Fixbereich von ca. 10.000 EUR plus Dienstwagen.

Ich kann mich nicht beschweren, liebe meinen Job und würde mit keinem Maschinenbauer oder anderem Ingenieur tauschen wollen. Mehr Gestaltungsspielraum und Verantwortung kann man in frühen Jahren einer Karriere in kaum einem anderen Beruf finden. Dafür habe ich viel getan und zum Teil auch geopfert, aber das war es wert! Mein Gehalt finde ich angemessen, für dass, was ich leiste. Und es geht ja weiter.

Schnitzeljannes | 13. Februar 2021 - 20:13

Also ich kann folgendes berichten: nach dem Master (Bauingenieur) leider nur 50.000 EUR bei 40 Stundenwoche, aber die Überstunden werden voll ausbezahlt als Statiker. Nach 2 Jahren in die Bauleitung bei Züblin. Sofort nach Tarif, 65.000 EUR, Firmenauto und Baustellen waren ca. 30 km entfernt. Überstunden jedoch abgegolten. Ca. 45-50 h pro Woche Arbeit war das definitiv schon.

Nach 3 weiteren Jahren in die immobilienabteilung bei REWE, deutschlandweite Projekte, 95.000 EUR und Firmenauto. Also jeder hat es doch selbst in der Hand. Die Baustellen oder Projekte sind halt nicht immer in der eigenen Stadt oder Region. Ich glaube finanziell ist es okay, die Verantwortung ist definitiv da. Ich bin sehr glücklich und wollte in einer anderen Branche nicht arbeiten.

Gruppenleiter | 03. Februar 2021 - 16:19

Dieses Forum scheint so gut wie jeder zu verfolgen, der auf dieser Seite surft. Es ist eigentlich Wurst, ob man nun die Gehaltsprognosen auf dieser Seite oder auf den anderen üblichen Verdächtigen verfolgt. Es ist schon durchaus erschreckend und frustrierend wie, gefühlt im Vergleich zu anderen Berufen, schlecht der Bauigel bei den Gehältern abschneidet.

Es scheint tatsächlich so zu sein, dass heutzutage Gehaltssprünge ausschließlich möglich sind, wenn man den Betrieb wechselt und "immer wieder" pokert. Lange Betriebsverbundenheit und die damit verbundene Identifikation mit einem Unternehmen, wie man es teilweise von früher kennt, scheint es nur noch sehr vereinzelt zu geben. Einerseits durch das hier viel diskutierte Thema Gehalt oder aber andererseits, dass die ein oder andere Firma - trotz der derzeit weiterhin recht guten Auftragslage - von der Bildfläche verschwunden sind.

Persönlich hatte ich das Glück bereits seit Jahren in einem Unternehmen tätig zu sein und aufgrund des Vertrauens in meine Person ausschließlich auf Auslandsbaustellen eingesetzt werde, sodass mein Jahresgehalt deutlich > 100.000 EUR ist. Hört sich erstmal toll an. Stellt man die Work-Life-Balance gegenüber, steht diese in keinem Vergleich. Man muss sich schon genau überlegen was man will - viel verdienen, dafür aber ein "bescheidenes" Privatleben haben, oder ordentlich bis gut verdienen und dafür aber auch noch Zeit für seine Familie/Freunde/Freizeit zu haben. Die richtige Balance zu finden ist nicht einfach.

Man stellt sich tatsächlich oft die Frage, ob der gesamte Stress die Mühe wert ist. Stünde ich erneut vor der Wahl, welcher Studiengang zu wählen ist, wählte ich heutzutage einen anderen, auch wenn ich bisher durchweg auf interessanten Großbaustellen gearbeitet habe. Was an Privatleben verloren gegangen ist, lässt sich nicht durch ein besseres Gehalt aufwiegen.

Jedem Berufsanfänger kann ich nur raten, sich nicht unter Wert zu verkaufen, obwohl die Möglichkeiten ein entsprechendes Gehalt herauszukitzeln, nicht nur vom eigenen Verhandlungsgeschick abhängt, sondern auch davon wie "geografisch" flexibel man ist; gerade m.E. in der ausführenden Baubranche.

Projektleiter | 02. Februar 2021 - 12:09

Ich verfolge dieses Forum jetzt auch schon sehr lange und bin immer wieder erschüttert mit welchem Gehalt sich die Kolleginnen und Kollegen teilweise mit Jahrzehnten an Berufserfahrung zufrieden geben. Zu dem Vergleich mit anderen Ingenieuren muss man ganz klar sagen, dass die Betriebe – welche nach IG Metall Verträgen bezahlen - die Gehälter unverhältnismäßig verzerren. Da werden schon ungelernte Kräfte unverhältnismäßig überzahlt.

Aber kurz zu meinem Werdegang: Einstieg vor ca. 11 Jahren nach dem Masterstudium als Trainee-Bauleiter in einem Baukonzern mit ca. 43.000 € pro Jahr plus Firmenwagen zur privaten Nutzung, einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld, 30 Tage Urlaub und einer Arbeitszeit von ca. 50 bis 55 h pro Woche.

Nach ca. 3 Jahren Wechsel in die Erneuerbaren Energien als Projektingenieur bei einem Gehalt von ca. 56.000 € pro Jahr einschließlich Dienstwagen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, 28 Tage Urlaub und eine Arbeitszeit von 42 h pro Woche mit Arbeitszeitkonto, Überstunden konnten immer abgefeiert werden.

Nach 5 Jahren Wechsel zu einem Ingenieurbüro als Projektleiter bei ca. 82.000 € Jahresgehalt zu 16 Gehälter (12 Regulär, 2 Firmenabhängig, 2 auf Grund persönlicher Zielvereinbarungen) einschließlich Dienstwagen zur privaten Nutzung, 30 Tage Urlaub und eine Arbeitszeit von ca. 42 h pro Woche.

Nach 2 Jahren Wechsel zu einen Energieversorger als Projektleiter mit ca. 90.000 € Jahresgehalt, einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld, ohne Dienstwagen, 30 Tage Urlaub, bei einer 36 h Woche. Überstunden werden auf einem Flexkonto gesammelt und können entweder abgefeiert oder ausgezahlt werden.

Was ich damit deutlich machen möchte ist, dass nur durch Wechsel ein wirklicher Gehaltssprung erfolgen kann. Traut euch zu wechseln, aktuell werden gute Bauingenieure mit Berufserfahrung händeringend gesucht und verkauft euch nicht unter Wert. Macht euch euren eigenen Marktwert bewusst und fordert diesen auch ein.

SERB | 26. Januar 2021 - 14:25

@Chris:
Vielen Dank für die Antwort. Ich bin der Projektleiter hier. Wenn ich versuchen würde, meine Aktivitäten im Rahmen der deutschen Gesetzgebung darzustellen, würde ich sagen, dass ich nach HOAI hauptsächlich in den Phasen LP1 bis LP5, manchmal auch LP8 und selten LP9 beschäftigt bin. Die Stelle, die ich sowohl in Thüringen als auch in Baden-Württemberg haben würde, ist im Grunde auch ein Projektleiter im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft, natürlich, wären die ersten Monate bis zu einem Jahr eine Anpassung.

Energetiker | 24. Januar 2021 - 23:20

Ich bin seit 10 Jahren im Beruf und seit einigen Jahren als Bauingenieur im Energiesektor tätig. 88.000 EUR / Jahr (all inklusive) bei 37 h/Woche. Alles nach Tarif. Geht also.

Maestro | 24. Januar 2021 - 21:32

@DerWechsler:
Die OEMs suchen fast nie Absolventen für die Projektleiter/Bauherrenvertreter Jobs - ist doch auch klar, hier ist Erfahrung gefragt. Ich bin selbst bei einem OEM, Master als Bauingenieur, und nun seit etwas mehr als 5 Jahren dabei, vorher 3 Jahre im Hochbau als Projektleiter.

Viel Verantwortung, 70 Mio. € Projekt, aber mir macht das Spaß und Work-Life-Balance passt auch. Ich bin mit 34 Jahren recht zufrieden, habe 2020 mit 104.000 € abgeschlossen bei 38 h/Woche. Wobei man sagen muss, selten sind es 38 h, i.d.R. arbeite ich ca. 45 h, aber es gibt ja das Gleitzeitkonto und dann hat man halt mal 2-4 Wochen mehr Urlaub im Jahr.

Ich hab damals auch Horrorszenarien gehört, 40.000 € mit Master usw., zum Glück habe ich mich davon nicht beeinflussen lassen. Fakt ist, was ich mache ist ein Nischenjob, und Glück gehört dazu. ABER wenn ich sehe was mich wöchentlich kontaktiert an Headhuntern und was die doch bieten, dann verstehe ich manche niedrigen Gehälter nicht. Meine persönliche Erfahrung war, nur mit Wechseln kannst du auch im Gehalt richtig wachsen.

Grad in Zeiten von Ingenieurmangel, einfach mal bewerben und unverschämt fordern. Mehr als schiefgehen kann es nicht. Ich mache das nicht anders, wobei ich merke dass ich mit meinem Gehalt und meinem AG relativ weit oben bin, da bieten wenige mehr, also scheint am Bau nach meinem Gefühl bei 100.000 € eine Grenze zu sein, die man schwer überschreiten kann.

Flansch | 24. Januar 2021 - 07:57

Ich lese hier auch seit Jahren mit und während des Studiums hat mir das teilweise auch echt Sorgen bereitet. Seit ich selbst im Berufsleben bin, kann ich so mache Gehaltsangabe hier echt nicht nachvollziehen.

Zu mir: Master (TU), Baubetrieb vertieft und die konstruktiven Fächer immer mitgenommen, 2x Abschluss. Eingestiegen bin ich vor 2 Jahren als Junior-Projektleiter mit 50.000 EUR all in, 30 Tage Urlaub und 40 h Woche. Überstunden werden immer zeitnah abgebaut. Reisetätigkeit 1-2 Mal im Monat deutschlandweit.

Nun wechsele ich zu einem großen Infrastrukturkonzern als Projektingenieur. 39 h Woche, 34 Tage Urlaub und 54.000 EUR all in, HomeOffice-Möglichkeit und Stundenkonto.

Es sollte allen Studenten bewusst sein, dass sie mit einem Bauingenieur-Studium tendenziell weniger verdienen als in anderen Ingenieurbereichen. Man darf sich aber auch nicht so abspeisen lassen wie man das hier teilweise liest.

Als Bauleiter gibt es mehr Geld, dafür auch mehr Stunden und in vielen Fällen ist man unter der Woche nur unterwegs. In kleinen Büros gibt es weniger Kohle, bei auch nicht gerade wenig Stress. Dazwischen gibt es aber auch noch jede Menge Jobs mit guten Gehältern und geregelten Arbeitszeiten. Schaut in Unternehmen mit über 300 Mitarbeitern und verhandelt ordentlich.

Chris | 23. Januar 2021 - 23:19

@SERB:
Kommt auch etwas auf die Arbeit und Verantwortung an, die du dort machst oder hast. Thüringen und 5 Personen. Da kannst du dich wahrscheinlich glücklich schätzen, wenn du überhaupt 40.000 EUR bekommst. Ein Büro der Größe 80 Mitarbeiter (auf vier Niederlassungen) und in Baden-Württemberg sollte dir dagegen schon 50.000 EUR aufwärts zahlen. Ja, alles nicht so toll.

Chris | 23. Januar 2021 - 23:10

@BauIng mit Stolz:
Du sagst es, wer gut ist und sich reinhängt, der verdient auch als Bauingenier mehr. Und ich finde das ist dann auch das Problem deiner Argumentation. Die Ingenieure in anderer Branchen, die gut sind und sich reinhängen und gut verkaufen können, die verdienen da dann noch mehr!

Du musst den durchschnittlichen Bauingenieur mit dem durchschnittlichen E-Techniker (oder was auch immer) vergleichen. Und den Super-Bauingenieur mit dem Super-E-Techniker. Und da schneidet der Bauingenieur eben wiederum schlechter ab.

Zu Bauingenieuren über 100.000 EUR im Jahr: das kenne ich nur von ganz wenigen Oberbauleitern (die eine mordsmäßige Expertise vorweisen) und von Niederlassungsleitern. Oh, und im Claim-Management habe ich das schon erlebt. Ganz schlimmer Job, meiner Meinung nach.

Niedersachsen | 23. Januar 2021 - 22:25

@keeper83:
Ich weiß das es ein zu hohes Gehalt ist für das, was ich mache. Ich habe Industriekaufmann gelernt und bin direkt nach der Ausbildung auch im Betrieb geblieben. Bis jetzt. Unser damaliger Chef war immer sehr großzügig. Das sind also Altverträge. Ich arbeite in der Chemiebranche (IG Chemie und Entgeldgruppe 11) im Vertrieb und bearbeite nur Aufträge und Reklamationen. Montags bis Freitags und momentan nur HomeOffice. Ein sehr sehr lockerer Job ohne Verantwortung. Die Jüngeren und Neuen die das Gleiche machen liegen bei realistischen 3.500 - 4.000 € brutto im Monat. Das ist einfach Glück gewesen bei mir.

Aufgeber | 22. Januar 2021 - 21:30

@Niedersachsen:
100.000 € Jahresgehalt für einen Bauingenieur sind so lächerlich hoch und für 99 % nicht mal ansatzweise zu erreichen. Es mag sich mal jemand als Tragwerksplaner mit 10-15 Jahren Berufserfahrung bei einem Ingenieurbüro bewerben und das Gehalt fordern. Ich glaub die Chefs dort kommen aus dem Lachen nicht mehr raus.

SERB | 22. Januar 2021 - 15:22

Ich hatte zwei Vorstellungsgespräche mit Firmen im Feld der Wasserwirtschaft. Ein Unternehmen aus Baden-Württemberg (Standort 15 Mitarbeiter/insgesamt in den vier Standorten etwa 80 Mitarbeiter) und ein kleines Ingenieurbüro aus Thüringen (weniger als 5 Angestellte). Meine Frage ist, was könnte ich als Gehalt erwarten? Ich bin aus Serbien und habe etwa 5 Jahre die Erfahrung im Feld der Wasserwirtschaft, aber nicht in Deutschland. Das Bachelor- und Masterstudium des Bauwesens (die Abteilung für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft) habe ich in Serbien beendet. Vielen Dank für Antworten!

keeper83 | 22. Januar 2021 - 13:49

@Niedersachsen:
Und ich bin sehr überrascht wie mann ohne Ausbildung und/oder Studium auf ein solches Gehalt kommt.

Philipp | 22. Januar 2021 - 10:41

Leider muss ich immer wieder feststellen, wie schlecht die Baubranche zahlt. Ich habe mein Bauingenieurstudium nach einem Semester abgebrochen und mache nun eine Ausbildung zum Zimmermann. Da ich diesen Beruf auf Grund der körperlichen Belastung nicht mehr lange ausüben möchte, informiere ich mich über Weiterbildungsmöglichkeiten und bin auf einen BIM-Basis Kurs gestoßen:

Wie sehen die Gehälter für BIM-Manager aus und wäre es nicht sinnvoller erst ein Studium abzuschließen?

Dazu muss ich sagen, dass mein Interesse an der Baubranche groß ist, ich aber auch ein angemessenes Gehalt und ein Familienleben haben möchte. Andererseits soll sich meine Ausbildung natürlich lohnen und da ist ein Branchenwechsel vielleicht auch nicht die beste Wahl. Habt ihr ein paar Tipps?

BauIng mit Stolz | 21. Januar 2021 - 16:03

Ich habe grade dieses Forum hier gefunden. SENSATIONELL! In Kurzform, die meisten hier können einfach nicht verhandeln. Ingenieure sind meist eher Menschen, die für sich arbeiten wollen. Auf den Baustellen bringt dir das nichts, da muss man Leute zusammenbringen. Diejenigen, die es können sind auch in der Lage sich besser zu verkaufen und dementsprechend richtig in die Gespräche zu gehen.

Vielleicht sind für die andere Art von Personen wirklich auch andere Branchen geschaffen, in der sie grundlegend nach Tarif einfach höher einsteigen und ohne eigenes Zutun das Gehalt wächst. Und an alle die hier konsequent abgeschreckt werden. In diesen Foren sind meistens nur die, die es nicht geschafft haben und unzufrieden sind. Lasst euch davon nicht abschrecken, es geht!

Auch branchenübergreifend ist es absolut möglich viel zu verdienen. An alle die hier durchgehend sagen 20.000 EUR mehr im Jahr, mag es bestimmt geben, in den richtigen Firmen. Mit der richtigen Strategie könnt ihr in die gleichen Bereiche kommen >> informiert euch. Vielleicht muss man grade am Anfang dafür mehr arbeiten, aber naja, dafür ist es halt auch (wenn man dafür geeignet ist) ein klasse Job in dem es nie langweilig wird. Dadurch entstehen Geschichten, die man sein Leben lang erzählen kann und die auf jeder Feier ein Stimmungsmacher sind ;)

Ich habe mit 28 (nach dem TU Master) angefangen und bin jetzt knapp 19 Jahre im Beruf. Ich würde es immer wieder studieren. Die anderen Studiengänge wären zu langweilig für mich gewesen bzw. ich hätte kein Talent drin gehabt. Haus, Kind und Frau die halbtags arbeitet. Urlaube sind drin von Ski bis Australien. Glaubt an euch und verkauft euch einfach gut. ES GEHT.

An jeden ABI-Absolventen geht raus: Informiert euch, was ist wirklich eure Passion. Worin habt ihr Fähigkeiten? Und dann entscheidet. Dann werdet ihr auch glücklich, egal in welcher Branche! Nur der der gut ist und sich identifiziert wird auch erfolgreich sein, meiner Meinung nach.

baulöwe | 21. Januar 2021 - 14:07

@Nidersachsen:
Ihr Beitrag übersteigt alles was ich bisher hier gelesen habe.

Niedersachsen | 21. Januar 2021 - 09:28

Ich bin sehr überrascht über das geringe Gehaltsniveau für einen Bauingenieur. Meiner Meinung muss das zumindest nach 10 Jahren Berufserfahrung bei über 100.000 liegen. Ich selber hab ein Abitur und bin Sachbearbeiter in der Auftragsabwicklung. Ich bekomme Inclusive Weihnachts- und Urlaubsgeld 70.000 brutto jährlich bei einer 38 St./Woche. Gleitzeit, 35 Tage Urlaub.

DERP | 19. Januar 2021 - 14:04

Das Thema Bauingenieure und Gehalt scheint ungebrochen. Zu mir: Mittlerweile 20 Jahre Berufserfahrung, Abschluss Bauingenieur (FH), gegenwärtig 40 Std./Woche bei jährlich 80.000+ (EURO brutto). 30 Tage Urlaub und diverse Sonderleistungen kommen noch dazu.

Aktuell bin ich ausschließlich im Stahlbau tätig, dabei Erstellung von statischen Berechnungen im Rahmen des Bauantrags und zur Vorlage bei Prüfingenieuren (unsere Geschäftsleitung nennt das "prüffähige Statik"), auch mein Fachwissen für Betonbau kann ich gut einbringen, keine Baustellenbesuche - reiner Schreibtischtäter. Tätigkeit zu 70 % Deutschland, 25 % Europa und 5 % Rest der Welt. Im Wesentlichen handelt es um einen Maschinenbaukonzern für Flurförderzeuge und Intralogistik. Mit Fahrzeugen habe ich glücklicherweise nichts zu tun. Kein Facility Management, wir machen Projektgeschäft bzw. Kundenaufträge.

Mit Sicherheit habe ich einen Glücksgriff mit meinem Arbeitgeber gemacht. Übrigens wir suchen aktuell dringend Verstärkung. Leider bewerben sich keine Kollegen aus Deutschland bei uns, was sehr schade ist.

Grundsätzlich ist der Druck nicht mit einem Ingenieurbüro vergleichbar. Es gibt zwar Termindruck, aber alles hat seine Grenzen. Von früher kenne ich es, dass auch zu Stoßzeiten (wann gab / gibt es jemals was anderes in einem Ingenieurbüro) man mal am Freitag noch 20.00 Uhr im Büro saß. Das habe ich in den 7 Jahren, die ich nun hier bin, nie erlebt.

Es ist spannend zu lesen, wie stark die Schere bei den Gehältern noch immer auseinander klafft. Meine Erfahrung aus vorhergehenden Anstellungen ist, dass eine Gehaltssteigerung nur durch Kündigung möglich ist. Erschütternd ist leider auch wie stark noch trotz langer Berufserfahrung zwischen Abschlüssen (Uni / FH) differenziert wird. Die "Dreistigkeit" gipfelt meiner Meinung nach immer bei dem Thema Überstunden. Wenn dort 10 % der Wochenarbeitszeit als Überstunden inklusive betrachtet werden, entspricht dies einer Gehaltsminderung von 10 %, sollte man bei Gehaltsverhandlungen beachten.

Das absolute NoGo bilden aktuell für mich die Maschinenbauer. Aus Erfahrung kann ich versichern, dass diese Berufsgruppe überbezahlt ist im Vergleich zu einem Bauingenieur. Ein Bauingenieur leistet deutlich mehr für sein Gehalt. Mein letzter Jobwechsel brachte eine Gehaltssteigerung von 50 %. Wie gesagt, wir suchen dringend Tragwerksplaner (alte Hasen wie auch Berufseinsteiger) und das trotz Corona.

Anonymus | 18. Januar 2021 - 12:55

Ich habe mich jetzt in dem Forum ein bisschen eingelesen und gemerkt, dass die Realität mit den Vorstellung teilweise sehr weit auseinander geht. Ich habe demnächst ein Vorstellungsgespräch für einen Job als Bauleiter und wollte mal eure Meinung wissen, was wohl bei der Gehaltsvorstellung angemessen ist bzw. worauf ich achten soll?

Ich bin Anfang 20 mit B.Eng. Abschluss und dies wäre mein erster Job nach dem Studium. Habe allerdings schon mehrere Werkstudententätigkeiten hinter mir.

Job wäre eine Bauleiterstelle im klassischen Hochbau in NRW. Unternehmensgröße < 10 Mitarbeiter. Die Aufträge die ich bearbeiten werde gehen bis 5 Mio.

Da ich von einer 50+ Woche ausgehe, wären meine Vorstellungen mind. 4.100 EUR brutto. Was meint ihr? Ist das realistisch?

Wenn ich so die IG Metall Tarife sehe, was ein Zerspahnungsmechaniker nach der Ausbildung mit 2 Jahren Berufserfahrung verdient (ca. 3.800) bei einer 35 Stundenwoche, muss ich sagen, dass ich gerne 4.800 EUR verlangen würde.

Ömer | 17. Januar 2021 - 19:22

@DerWechsler:
Du hast es schon richtig erkannt. Warum tut man sich das als Bauingenieur überhaupt an. Eins ist in Stein gemeißelt und nur sehr schwer zu überwinden. Mit einer vergleichbaren Verantwortung, Arbeitszeit und Leistung wirst du als Bauingenieur immer schlechter verdienen als vergleichbare Stellen in anderen Branchen.

Dein Zielgehalt wird meiner Meinung nach nur in der Bauleitung / Projektsteuerung realistisch. Das dann aber, wie du schon bemerkt hast, mit vielen Stunden und Verantwortung. Im Ingenieurbüro kaum zu erreichen (in kleineren schon gar nicht). Mein Tipp (als Bauleiter bei einem Konzern), geh auf die Elektromobilität. Was sind 2 Jahre mehr Studium, gemessen an einem ganzen Berufsleben.

Bezüglich Master: Wenn du beim Gehalt mal ordentlich verdienen willst, kommst du zwangsläufig auch mal an Konkurrenten, die eventuell einen Master oder Doktor haben und dich dann eventuell deswegen ausstechen werden. Im Lebenslauf sieht ein Master immer besser aus. Auch auf jeder Visitenkarte. Jetzt mag es welche geben und Firmen sagen, dass ist denen nicht wichtig, aber einigen anderen schon. In der heutigen Zeit zählt auch oftmals was du auf dem Zettel stehen hast. Ich zumindest habe den Master nie bereut und würde diesen auch immer wieder machen. Im Nachhinein nur leider im falschen Fach, würde ich nochmal studieren dann eher BWL oder Elektrotechnik und sicherlich nicht Bauingenieurwesen.

Ich glaube auf das Lebenseinkommen gesehen wirst du im Fahrzeugbau wesentlich besser fahren. 35 h Woche und ein Gehalt, wofür ein Bauingenieur 50 h ackern muss. Nicht zu vergessen die beim Bauingenieur auch nicht unwesentliche notwendige Reisetätigkeiten, die damit einhergehen.

Ich sag es ganz deutlich und es ist hier im Forum ja auch zuhauf zu lesen: Wem Gehalt wichtig ist, sollte auf keinen Fall Bauingenieur werden. Das ist quasi ein Naturgesetz in Deutschland und wird einem am Anfang des Studiums leider nicht vermittelt.

DerWechsler | 15. Januar 2021 - 13:45

Nachdem ich in diesem Forum auch schon seit mehreren Monaten mitgelesen habe und mich einige Kommentare an meiner Studienwahl haben zweifeln lassen, möchte ich auch mal meine Situation hier darstellen und einen guten Rat von euch einholen.

Zu mir: Ich habe 2020 meinen Bachelor als Bauingenieur (konstruktiver Ingenieurbau) an einer TU in BaWü abgeschlossen und nebenbei knapp 2 Jahre Berufserfahrung als Werkstudent in der Projektsteuerung und Bauleitung von größeren Projekten gesammelt (ab 100 Mio). Durch viele Kommentare in diesem Forum über das schlechte Gehalt der Bauingenieure im Vergleich zu anderen Ingenieuren, die hohen Arbeitszeiten in der Projektleitung / Bauleitung (40+) und durch meine Erfahrung als Werkstudent auf der letzten Baustelle, sind mir Zweifel gekommen, ob ich nicht umsatteln soll und einen anderen Master anschließen soll.

Was ich meine: Meine ehemaligen Arbeitskollegen mit 2 Jahren Berufserfahrung als Bauleiter und B.Eng. arbeiteten bei ca. 3.800 € eine 45-50 h Woche und hohem Stress und Verantwortung. Da frag ich mich echt, wieso man sich da ein Studium antut?!

Meine aktuelle Situation: Ich bin im 1. Master Semester, jedoch als Fahrzeugingenieur an einer Uni in BaWü und könnte diesen frühestens in 2 Jahren abschließen. Ich habe mich interessehalber mal mit meinem Bachelor als Bauingenieur beworben, um meinen Marktwert zu sehen und habe nun folgendes Angebot:

Projektsteuerer / Projektleiter (BaWü) bei 50.000 € jährlich + Laptop + Handy + freiwilliger Erfolgsprämie am Ende des Jahres zwischen 4.000 – 6.000 € (die i.d.R. auch jedes Jahr bezahlt wurde): macht 54.000 – 56.000€ bei vertraglichen 40 h, jedoch realistischen 42-45 h, wobei die Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind. Ich denke das Einstiegsgehalt ist für einen "nur" Bachelor-Absolventen gut. Jedoch ist mir auch eine Work-Life-Balance wichtig, die ich bei 42 – 45 h schon kritisch hinterfrage.

Nun meine Frage: Was würdet ihr mir raten? Wäre sehr dankbar über eure Meinungen:

  1. Das Angebot annehmen und als Bauingenieur in die Berufswelt einsteigen
  2. Den Master als Fahrzeug-Ingenieur (Schwerpunkt Elektromobilität) weitermachen, frühestens Ende 2022/Anfang 2023 auf den Arbeitsmarkt kommen?
Ich bin knapp unter 30 und möchte eigentlich auch mal gut Geld verdienen. Habe mir mal das kummulierte Gehalt der beiden Optionen unter Berücksichtigungen von Gehaltserhöhungen und weiterer Faktoren verglichen und würde als Fahrzeug-Ingenieur wohl erst nach ca. 15 Jahren ein höheres Lebenseinkommen (Gehälter aufsummiert seit Berufseinstieg) haben als als Bauingenieur, da ich wegen des Masters mind. 2 Jahre später erst einsteige. Wobei ich als Fahrzeug-Ingenieur eine 35 h Woche habe und als Projektsteuerer eher 42 – 45 h.

Für mich ist ein Gehalt zwischen 75.000 und 85.000 € im Laufe meiner Karriere schon wichtig, jedoch auch eine gute Work-Life-Balance! Interesse habe ich an beiden Karrieren, jedoch wohl mehr am Bau.

Habe zudem festgestellt, dass bei den OEMs im Fahrzeugbau gar nicht mal so viele Stellen für Berufseinsteiger ausgeschrieben sind und bin mir unsicher, ob das Coronabedingt ist oder wegen dem Umbruch in der Autoindustrie auch.

Gibt es hier vielleicht jemanden, der einen ähnlichen Weg gegangen ist und nach dem Bachelor umgesattelt ist, oder auch jemanden der als FEM-Ingenieur / Berechnungsingenieur in der Auto-Industrie arbeitet? Über eure Ratschläge würde ich mich sehr freuen!

tragwerksplaner | 14. Januar 2021 - 17:05

Leider verdienen wir Bauingenieure in Planungsbüros erschreckend wenig. Ich werde meinen Masterabschluss im Sommer absolvieren und erwarte kein gutes Gehalt. Was mir dennoch Hoffnung macht, ist die Frage, wie viel ich nach 10 Jahren Berufserfahrung als Tragwerksplaner verdienen kann. Wenn jemand diesbezüglich Infos, hat wäre ich sehr dankbar.

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