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Dienstag, 27. Juli 2021
Ausgabe 7281 | Nr. 208 | 20. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 10

1702 Kommentare | 752287 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Liam | 27. Januar 2015 - 21:37

Ich habe momentan ein Angebot als Bauingenieur für eine deutsche Firma in Doha zu arbeiten. Hat jemand Erfahrung mit Gehältern in Qatar? Ich habe 9 Jahre Berufserfahrung in der Ausführungsplanung. Wohnung, Krankenversicherung und Heimflüge werden von der Firma übernommen.

Bauing | 23. Januar 2015 - 20:44

Also mein Einstiegsgehalt in meiner ersten 100% Stelle als Bachelor, mit etwas über 2 Jahren Berufserfahrung von teilweiser Beschäftigung neben dem Bachelorstudium und 2 Semeser Masterstudium, beträgt 3900 € Brutto im Monat. Meine Masterthesis schreibe ich auch in dieser Firma und danach werden wir neu über das Gehalt verhandeln.

Ich peile als Minimum 4500 € an. Ich habe von einigen gehört dass das sehr gut sei, kann ich nicht beurteilen, aber schlecht ist es auch nicht, das weiß ich. Ich denke mir aber mal dass man ohne Probleme noch schnell weiter hochkommt ohne sich selber zu verkaufen. Sprich bezahlte Überstunden, Überstundenabbau oder aber einfach keine machen. Habt ihr da andere Erfahrungen gemacht?

BadaBing | 22. Januar 2015 - 10:33

Abschluss: Dipl.-Ing. (keine Berufserfahrung)
Art der Tätigkeit: Bau- und Projektleitung
Umsatz pro Jahr: bis 3,5 Mio. €/Jahr
Arbeitszeit:+- 42 h/Wo., 30 Urlaubstage
Bundesland: Berlin/Brandenburg
Gehalt: 32.400 €/Jahr+ Firmenfahrzeug

Baule | 21. Januar 2015 - 14:04

Hier mal eine weitere Größenordnung:

Ort: Nordbayern, Berufserfahrung: ca.15 Jahre
Bauindustrie: Zweigniederlassung
Umsatzverantwortung: ca. 2-3 Mio. €/Jahr
Arbeitszeit: 40 h/Woche, tatsächlich i.M.45 h/Woche
30 Urlaubstage
Gehalt: 68000,- €/Jahr zzgl. Firmenfahrzeug: 26000,- €

biene | 17. Januar 2015 - 16:29

@B2theING:
Ich nehme mir ein Beispiel an den Leuten, welche hier positive Erfahrungen gemacht haben. Hier sind genug Beispiele von Leuten, die sehr gut verdienen. Ich denke es kommt in erster Linie auch auf den Menschen an.

Marcus | 16. Januar 2015 - 09:54

Um mal wieder ein Beispiel zur Orientierung reinzubringen:
Abschluß: Diplom-Bauingenieur Uni mit "gut"
Ort Uni+Jobs: Rhein-Main-Gebiet
Berufserfahrung: ca. 8 Jahre
Unternehmen: mittelständisches Bauunternehmen
Gehalt: 62.000 €
Arbeitszeit: reale 40h-Woche, 30 Tage UR

B2theING | 06. Januar 2015 - 07:29

@biene:
Nach gefühlten 2-jährigem Mitlesen deiner #Ironie_on# von Praxiserfahrung geprägten #Ironie_off# Beiträge frage ich mich wirklich, wann denn nun mal der Zeitpunkt erreicht ist, an dem Dir der Teppich unter dem Boden weggezogen wird und du den Horizont der Realität erblickst...?!? Falls dies doch noch nicht in naher Zukunft der Fall sein sollte, nimm dir doch bitte ein Beispiel an @Berliner und frage mal deine Professoren, welches Einstiegsgehalt derer Meinung nach angebracht ist. Falls dies in Diskrepanz zu deinen Vorstellungen steht, würde ich mich freuen, wenn Du mit gleichem Elan, den du hier von Dir gibst, diese Diskussion mit deinen Prof's weiterführst und uns ggfs. aufklärst, wie der Verlauf der Diskussion aussieht.

Hornisse | 05. Januar 2015 - 13:11

Zitat Berliner:
"2) Tragwerksplanung etwas größeres Büro 15 Mitarbeiter: Meinem Statik Professor gehört das Büro und der hat selbst gesagt das bei Ihm das Einstiegsgehalt 2500 € Brutto für die ersten 6 Monate beträgt, danach kann eventuell neu verhandelt werden falls beide Seiten zufrieden sind."

Lass das bloss nicht unsere leichtgläubige Biene, aka "aber ich dachte wir haben doch einen Fachkräftemangel", hören. Dann gibt es wieder Belehrungen über das 50k Minimumeinstiegsgehalt!

Jenny | 02. Januar 2015 - 17:38

Bremen, TVÖD 10 (also um die ca.36000 € Brutto im Jahr, bleiben ca. 20000 Netto/Jahr), Arbeitszeit leider auch zur Zeit um die 50 Stunden. Das habe ich mir im öffentlicher Dienst anders vorgestellt. 4 Jahre Berufserfahrung. Ja 3000 Brutto/Monat ist für ein Anfänger genau richtig.

biene | 29. Dezember 2014 - 21:12

@Flummi:
Das kann ja deine Meinung sein. Meine Meinung ist eine andere. Guck dir die Einträge über deinem Eintrag mal an. Da werden einem Dipl.-Ing. ca. 3500 brutto bezahlt - als Master sollten es schon ca. 4000 brutto sein. Das ist MEINE Meinung. Mit Berufserfahrung dann natürlich mehr.

Berliner | 29. Dezember 2014 - 15:42

Gehälter aus dem Raum Berlin:
1) Tragwerksbüro 5 Mitarbeiter: Mein Kumpel hat in dem Büro 2 Jahre als Werkstudent gearbeitet, anschließend wurde er übernommen, das monatliche Bruttogehalt beträgt 2400 €. Seine Aufgaben Statische Berechnung und Anfertigung von Schal- und Bewehrungsplänen.
--> meiner Meinung nach ist das Gehalt miserabel da ich weiß dass er sehr gut ist und Verantwortung hat. Aber er sagt selbst: das es für ihn wichtig ist geregelte Arbeitszeiten zu haben immer 40 h die Woche, jede Überstunde kann als Urlaubstag abgebaut werden.

2) Tragwerksplanung etwas größeres Büro 15 Mitarbeiter: Meinem Statik Professor gehört das Büro und der hat selbst gesagt das bei Ihm das Einstiegsgehalt 2500 € Brutto für die ersten 6 Monate beträgt, danach kann eventuell neu verhandelt werden falls beide Seiten zufrieden sind.

3) Bauleitung große Firma in Berlin: Zwei Freunde arbeiten dort, beide Einsteiger der eine kriegt 2800 € brutto + Firmenwagen und der andere 3200 € + Firmenwaagen.

4) Bauleitung eins der größten Bauunternehmen in Deutschland, Standort Berlin: Nach einem halben Jahr Probezeit beträgt das Gehalt 3800 € Brutto pro Monat.

Es ist ersichtlich das in der Bauleitung die Gehälter deutlich höher sind als in der Planung, jedoch sind es dort auch wirklich immer 50 h Wochen.

Berufsanf2014 | 22. Dezember 2014 - 13:38

Einstiegsgehälter 2014 aus meinem Umfeld:
# Dipl.-Ing., guter Abschluss, Tragwerksplanung,

Statiker | 22. Dezember 2014 - 02:12

@GT2610:
Soweit ich verstanden habe, bist du ETH Zürich Absolvent. Ich wollte gerne wissen, was für eine durchschnittliche Note braucht man, um Master (Bauingenieur) an der ETH Zürich zu studieren? Ich studiere gerade Bauingenieurwesen BSc an einer TU.

baui | 18. Dezember 2014 - 10:10

@NonProf:
Wie kommen Sie zu so einer Aussage? Ich hoffe Ihr Post war ironisch gemeint. 2500 € brutto Einstiegsgehalt als Statiker ist eine Frechheit, egal in welchem Bundesland, egal ob Ballungsraum oder ländliche Umgebung. 2500 € brutto liegt sogar weit unter den Gehaltstarifempfehlungen der Architektenkammern (T4 min. 2785.-).

Bzgl. den von Ihnen angesprochenen Referenzen: Was sind schon Referenzen von einem Büro wert, welches seine Mitarbeiter so ausbeutet? Bzw. wie erfolgreich und renommiert kann ein Unternehmen schon sein, dass sich keine angebrachten Gehälter leisten kann? Meiner Meinung nach ist in diesem Fall der Chef einfach geizig oder hat es verpasst in diesen Zeiten die Auftragsbücher vollzubekommen, was nicht gerade für seine Qualitäten spricht!

Cheffe | 17. Dezember 2014 - 22:35

Hallo zusammen,
um die Gehälter mal wieder zu aktualisieren: Büro ca 35 Mitarbeiter, Raum Stuttgart, Tragwerksplanung, vier Jahre Berufserfahrung, Master FH, 8,5 Std, Jahresgehalt 53000 Brutto Tendenz steigend. Bei meinen Studienkollegen teilweise noch besser!

Flummi | 17. Dezember 2014 - 14:18

Entschuldigung ich hatte vergessen anzugeben, dass ich im Saarland angestellt bin. Bevor ich die erste Bewerbung rausgeschickt habe, bin ich auch noch davon ausgegangen, dass man als Absolvent einer Universität doch mindestens 3000 Euro Brutto bekommt. Dann hatte ich mein erstes Bewerbungsgespräch bei einer großen, renommierten Firma mit schätzungsweise mehr als 200 Mitarbeitern. Als es im Gespräch dann zum Thema Gehalt kam, erklärte mir der Abteilungsleiter, dass bei Ihnen Berufseinsteiger 3000 Euro Brutto im Monat verdienen.

Das Angebot das ich nun angenommen habe liegt zwar weit darunter, aber nach der Probezeit gibt es die erste Erhöhung und dann nach 6 Monaten die nächste. Außerdem gibt es danach jährlich Personalgespräche in denen das Gehalt neu verhandelt wird. Da ich ohnehin im ersten Jahr in einer Zweigstelle untergebracht bin um danach in der Zentrale eine leitende Position zu übernehmen, mache ich mir keine Gedanken, dass nicht spätestens dann ein größeres Stück vom Kuchen abfällt.

Der Chef des Unternehmens hat mich auch im Bewerbungsgespräch darauf angesprochen, ob ich mir denn schon einmal überlegt hätte wo ich lieber hin möchte, in ein Bauunternehmen oder in ein Ingenieurbüro, denn es sollte mir von vornherein klar sein, dass in der Industrie die Gehälter deutlich höher sind. Dem fügte er hinzu, dass man dort aber auch eine ganz andere Arbeitszeit hat, während man bei ihm im Büro eher die geregelte 40 h Woche hat, sieht es bei den Großen schon ganz anders aus, selbiges kann ich auch von meinem Praktikum bei einer der größten deutschen Baufirmen bestätigen. Mein vorgesetzter Ingenieur kam morgens zwischen 7 und 8 ins Büro und ist abends zwischen 20 und 22 Uhr wieder in seine Wohnung, seine Familie hat er nur an den Wochenenden gesehen - mehrere Stunden Autofahrt entfernt.

Daher muss bei dem Thema Gehalt einiges relativiert werden:

* Berufserfahrung Einsteiger
Viele Studenten haben noch den Irrglauben sie können und wissen alles sobald sie die Uni verlassen. Das was man an der Hochschule lernt ist Grundwissen nicht mehr und nicht weniger.

* In welcher Region ist man angestellt
Die klassische Diskrepanz zwischen Ost/West besteht noch immer. In einem Wald und Wiesen Büro im 5000 Seelendorf verdient man mit Sicherheit nicht so viel wie in Frankfurt am Main.

* Wo wird man eingesetzt
Ist man in einem großen Unternehmen oder in einem Büro angestellt? Im Büro arbeitet man seine 40 Stunden in der Woche ab. Manchmal kommt eine Stunde dazu. In einer großen Firma kann es passieren, dass man mal gerade eben für ein Jahr ins Ausland muss und das man halt auch mal 50 Stunden die Woche arbeitet sollte auch kein Hindernis sein.

All das muss jeder natürlich für sich selbst abschätzen. Jedenfalls finde ich nicht, dass Aussagen wie: "Wo ist dein STOLZ?" und "Wo ist dein Selbstbewusstsein?" hier angebracht sind. Ich bin Berufseinsteiger und kann mich lediglich auf ein paar Praktika und auf das, was ich an der Uni gelernt habe stützen. Wenn jemand der Meinung ist, das wäre eine Grundlage um noch großartig eine Gehaltsverhandlung zu führen, dann bin ich wohl zu bescheiden. Ich will erst einmal Erfahrung im Beruf sammeln, wenn ich in zwei oder 3 Jahren vom Einkommen nicht da bin, wo ich mich eigentlich sehe, kann man sich immer noch nach einem anderen Arbeitgeber umschauen und hat dann eine solide Basis für eine Gehaltsverhandlung.

Das meiner Meinung nach ein Bauingenieur gemessen an anderen Ingenieursberufen zu wenig verdient steht auf einem anderen Blatt, dem stimme ich voll und ganz zu! Wer allerdings nur aufs Geld schaut, hat in dem Beruf dann nichts verloren.

biene | 16. Dezember 2014 - 23:50

@Nonprof:
Die Verdienstangaben sind absolut 0 realitätsnah. Bzw in manchen Firmen schon. :-) Aber da muss man ja nicht arbeiten. 2500 Brutto? Geht's noch? Ich stelle ja nicht gerne Vergleiche an. Aber guck dich mal bei anderen Akademikern um, z. B. bei Lehrern. Das ist deren Anfangs-Nettogehalt in etwa bei Verbeamtung. Und ich habe einige gesehen, die gnadenlos im Ingenieurstudium gescheitert sind und heute Lehrer sind mit Top Noten! Wo ist eure Würde?

okto | 16. Dezember 2014 - 14:14

@NonProf:
Also mein Schlosser-Freund fühlt sich bei seinem Unternehmen auch wohl. Geht nach 8,5 Stunden heim. Macht keine Überstunden. Und wenn, dann werden die durch arbeitsfreie Zeit abgefeiert. Beispielsweise hat seine Abteilung seit gut 1 Woche jetzt dreieinhalb Wochen frei. Verdient dort als Geselle auch 2800 Euro Brutto, und das nicht erst mit ewig Berufserfahrung, sondern auch schon seit dem er ausgelernt hat.

Sicher wir fangen da an, und bei Ihm wirds das stagnieren. Kommt auf die Tarifverhandlungen der IG Metall an. Allerdings wenn man so quer durch die Reihe der Beiträge liest, stellt man fest, das es bei vielen Bauingenieuren auch stagniert. Und um das geht es doch bei der ganzen Diskussion meines Erachtens. Klar kann man intern zwischen Bauingenieuren vergleichen und sich ganz doll freuen wenn man 250 Euro mehr im Monat verdient als der andere. Aber verglichen mit anderen Berufen in gleichwertigen Ausbildungswegen bzw. anderen Branchen und niedrigerer Qualifikationen ist es für viele (nicht für alle) ein Trauerspiel.

Und das ist doch die Kernfrage. Warum entscheidet man sich für ein Studium statt für ne Ausbildung? Doch nicht einfach darum, weil man einfach nur höher qualifiziert sein will, sondern auch um damit einhergehend einen höheren Lebensstandard zu erreichen. Diese Aussage geht natürlich an den Idealisten vorbei. Die machen Ihren Job eh einfach nur gerne. Aber ich denke das trifft auf die breite Masse nicht zu. Die machen Ihren Job evtl. vielleicht auch ganz gern, aber die wollen auch was ernten. Und zwar nicht nur Lorbeeren, weil man mal wieder unter großem Druck irgend ein kniffliges Projekt äußerst souverän gelöst hat.

NonProf | 15. Dezember 2014 - 11:21

Die Verdienst-Angaben von @Flummi sind äußerst realitätsnah und ICH meine, für einen Starter auch angebracht. Er fühlt sich wohl im Unternehmen! Er kann Referenzen aufbauen! Wie viel € ist das wert?

KreisHefRof | 12. Dezember 2014 - 09:40

@Flummi:
Wo ist dein Selbstbewusstsein? Wo ist dein Stolz? Wir (Bauingenieure) müssen uns GEMEINSAM zur Aufgabe machen, solche Büros "ausbluten" zu lassen. So wie die Biene schreibt: "einfach aufstehen und gehen". Man muss dann aber auch bereit sein wegzuziehen: in eine andere Stadt, in ein anderes Bundesland. Warum hocken die Ingenieure in Berlin, wenn man da so schlecht bezahlt wird?

Es gibt noch München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf - wo bessere Gehälter bezahlt werden. Es gibt aber auch zahlreiche Ingenieurbüros im ländlichen Raum, die bereit sind eigene Mitarbeiter entsprechend zu entlohnen. Bei einem Drittel der Mietkosten (Immobilienkosten) bleibt dann auch noch was zum Leben übrig :-) Selbstbewusstsein kann man durch ein Praktikum im In- oder Ausland, Auslandssemester, durch eine Ausbildung im Baugewerbe, Sprach- oder besondere Programmkenntnisse oder durch einen Nebenjob im Ingenieurbüro parallel zum Studium erlangen. Jemand, der nur gute Diplom-Noten vorzuweisen hat, hat beim Vorstellungsgespräch wenige Argumente bei der Gehaltsverhandlung.

BauIng | 11. Dezember 2014 - 13:37

@Biene:
anscheinend ist es immer noch nicht rübergekommen, aber es gibt in Deutschland ein sehr großes regionales Gehaltsgefälle. Daher plädiere ich hier nochmals bei euren Angaben darauf zu achten zumindest eine Region anzugeben, um die Gehälter besser einordnen zu können.

biene | 10. Dezember 2014 - 23:25

@Flummi:
Das ist nicht dein Ernst oder? 2500 Brutto mit TU Diplom? Hatte damals als Bachelor wesentlich mehr (FH). Anscheinend verheizen manche Ingenieurbüros immer noch? Ich dachte wir haben Fachkräftemangel? Regeln da nicht Angebot und Nachfrage den Preis? Sorry, aber ich kann so Leute wie dich nicht verstehen und konnte es nie. Statikbüro? Wenn mir das angeboten würde, ich würde lachen und aufstehen und sagen was es für eine Frechheit wäre, einem ein geringeres Gehalt eines manchen ungelernten Fabrikarbeiters mit deutlich geringerer Verantwortung zu bieten. Kann niocht verstehen, warum du das Angebot annimmst.

Flummi | 09. Dezember 2014 - 20:31

Ich verdiene als Einsteiger TU Diplom bei einem Ingenieurbüro < 50 Mitarbeiter 2500 Euro Brutto. Nach der Probezeit sind es 2750 Euro Brutto. Personalgespräche finden einmal im Jahr statt. Bei einem anderen Unternehmen, bei dem ich ein Vorstellungsgespräch hatte, haben Sie 3000 Euro Brutto geboten. Ich weiß dass das Gehalt im ersten Jahr nicht sehr hoch ist, ich habe mich aber auf Anhieb in dem Unternehmen wohl gefühlt. Was denkt ihr kann ich nach meinem ersten Jahr an Gehalt fordern?

Steve | 08. Dezember 2014 - 21:00

Zitat Steffen: "Vergleicht man es mit einem Menschen der 100 Gerichte auswendig kann und ab dem ersten Tag ein Restaurant als Koch leiten möchte und die Buchhaltung nebenher. Er wird untergehen, so ist es auch mit Absolventen die ersten Jahre."

Richtig. Ein Absolvent sollte noch lernen und das Gehalt sich dementsprechend entwickeln. Das besagen die Regeln des Marktes sowie des Hausverstandes und hier stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Das Problem ist jedoch, dass die Unternehmen nach spätestens 2 Monaten (in kleinen Statikbüros gerne auch nur 2 Wochen) erwarten, eben schon jenen Koch mit den 100 Rezepten, Restaurantleitung und Buchhaltung zu haben, und nicht erst nach den angemessenen 2-3 Jahren.

Das alles aber trotzdem zum Absolventengehalt, versteht sich. Auch ich wurde 4 Jahre lang gnadenlos verheizt und bin daher vor 3 Jahren in den Öffentlichen Dienst gewechselt. Verdienst geringfügig besser, Stress deutlich weniger (um nicht zu sagen kaum vorhanden) und vor allem: die Leistungsanforderungen steigen gemächlich an und Feierabend bedeutet auch wirklich Feierabend und nicht ständige Verfügbarkeit auch am Samstag, in den Ferien oder um 5:00 morgens (alles selbst erlebt).

Steffen | 06. Dezember 2014 - 17:21

Mit großem Interesse habe ich ein paar Artikel gelesen. Nach meiner Ausbildung zum Mauer und 2. Bildungsweg mit Bauingenieur-FH-Studium habe in 15 Berufsjahren anfänglich als Statiker, dann Rohbaubauleiter, später als Projektleiter im SF-Bau gearbeitet. Ich habe immer in mittelständischen Unternehmen mit Senior-Firmeninhaber gearbeitet. In Unternehmer geführten Firmen ist einfach mehr Drive zu verspüren und wenn man dem "lieben Gott" gute Dollars verdient hat, springt auch meist ein toller persönlicher Bonus heraus.

Dies konnte ich bei Gastspielen in den Großen der deutschen Bauindustrie nie erleben. Wenn man die Berufsseite in der Ausführung einschlägt, bekommt man bei kleinen Unternehmen sicher auch viel mehr Arbeit ab, jedoch ist das Wissen in der Baumaterie tiefer als irgendwo als Abschnittsbauleiter/OBL, da man sich wirklich um alles kümmern muss. Was eventuell als späterer Selbständiger in LP 8+9 von Vorteil ist. Deshalb finde ich die Arbeit bei mittelständischen Unternehmen interessanter.

Ich bin jedoch irgendwann von der Bauindustrie zu einem Immobilieninvestor gewechselt. Als Bauherrenvertreter nutzt mir das Basiswissen nun in sehr vielen Bereichen in der Projektabwicklung. Mittlerweile stecke ich auch eigenes Kapital in kleine Wohnungsprojekte, welche ich privat verkaufe. Mein Gehalt möchte ich hier nicht nennen, jedoch nur eins erwähnen. Wenn Ingenieure (ob UNI oder FH) von der Schule gehen und ein Gehalt beanspruchen über 40.000 € die ersten zwei Jahre, dann finde ich es zu hoch - insbesondere in der Bauleitung.

Vergleicht man es mit einem Menschen der 100 Gerichte auswendig kann und ab dem ersten Tag ein Restaurant als Koch leiten möchte und die Buchhaltung nebenher. Er wird untergehen, so ist es auch mit Absolventen die ersten Jahre, bis diese ein / zwei Projekte begonnen haben und diese abgenommen wurden. In der heutzutage GUTACHTER geprägten Welt kommt man hier am Anfang sehr schnell an die Grenzen. Das Bauen hat man irgendwann verinnerlicht, jedoch ist ein sehr hoher Anteil heutzutage TGA geprägt, wobei es von Vorteil ist von Beginn an auch über die Haustechnik und deren Abhängigkeiten der anderen Gewerke bescheid zu wissen.

Wenn man als Ziel die Selbständigkeit anstrebt, dann nehmt alles mit an Wissen was möglich ist. Zumal am Anfang eure Fehler (auch kleine Fehler kosten sehr schnell 5-stellige Beträge) noch vom AG getragen werden, später zahlt es wenn man Glück hat die Berufsversicherung. Also noch viel Spass beim Bauen - Ich finde es immer noch toll wenn etwas fertig ist und die Leute - ob groß oder klein passen auch hinein :-)

Mücke | 05. Dezember 2014 - 08:17

Mich würde mal interessieren, wie viele Bauingenieure nach dem Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (BRTV) bezahlt werden. Ist dieser weit verbreitet oder ist das eher selten der Fall?

Heinz | 28. November 2014 - 17:27

@AuchBauing und MAS:
Zitat "Entweder wir machen da was falsch, oder die veröffentlichten Gehälter stimmen nicht"

Dann machst du was falsch! Ist natürlich von der Firmengröße abhängig und wie gut man ist! Kenne auch welche die knapp 2.300 €/ Monat als Jungingenieur verdienen. Die sind dann aber auch selbst schuld. Man sollte bitte bedenken, dass der Lohn von einem Stahlbetonbauer bei ca. 16 bis 18 €/h liegt. Das bedeutet ca. 3000 € brutto bei 172 h/Monat. Jetzt könnt ihr euch überlegen, dass der Betonbauer jede zusätzliche Stunde noch dazu bezahlt bekommt. Beim Bauleiter sieht es eher nicht so aus. Also sind 3750 €/Monat nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut! Nebenbei lag mein Einstiegsgehalt als Trainee bei 2.700 €, nach 3 Jahren ist die Lohnsteigerung gerechtfertigt wenn man Erfolg und gute Projekte abschließt!

biene | 20. November 2014 - 16:22

Also ehrlich gesagt finde ich die gehälter jetzt überhaupt nicht so gut. Das ist normal. Waren doch gehälter aus der Wasser- / Abwasserbranche, da ist das schon normal. Als Master habe ich gelesen verdienen Hochschulabsolventen (Master) im Schnitt 4000 Brutto in diesen Branchen (Versorgung / Entsorgung). Das ist schon 2 Jahre her. Da zähle ich Wasser jetzt mal mit dazu. Das Gehalt ist auch sehr von der Branche abhängig, wie hier schon oft mitgeteilt wurde. Aber auch der Bautarif A6/A7 ist für einen Anfänger i.O.

Mas | 18. November 2014 - 09:13

@AuchBauing:
Sie haben vollkommen Recht! Es ist auffällig, dass die "guten" Gehälter hier nicht denen der meisten von uns entsprechen. Es würde mich ehrlich nicht wundern, wenn die Bauindustrie und Lobbysten auch in diesem Forum Lügen verbreiten, um ein falsches Bild dieses Berufes zu vermitteln. Hauptsache am Ende billige Arbeitskräfte.

Wenn Sie das Thread über das Bauingeniersein in Sachsen lesen, dann werden Sie sehen, dass es so ein Gehalt in Sachsen praktisch nicht gibt. Ich wollte selber nach Sachsen umziehen, weil es mir dort gut gefällt. Aber dort würde ich als Polier oder Maurer besser verdienen als mit einem Dipl.-Ing. im Bauingenieurwesen und 6 Jahren Erfahrung!

AuchBauing | 16. November 2014 - 15:54

Irgendwie ist das komisch hier. Die Gehälter in diesem Forum sind fast alle viel höher als die Gehälter von meinen Kommilitonen und mir. Entweder wir machen da was falsch, oder die veröffentlichten Gehälter stimmen nicht. Sachsen und dann so ein Gehalt mit nur 3 Jahren im Job? Wer soll das glauben?

Heinz | 09. November 2014 - 17:06

Mein kurzer Überblick zum Vergleich: 3 Jahre Berufserfahrung (Hochbau) / Sachsen / Ausschreibung, Vergabe, Bauüberwachung / 3.750 € x 12 Monate, kein Dienstwagen / Büro unter 50 MA

Thalior | 08. November 2014 - 18:23

Ganz schön viele Bachelor im öffentlichen Dienst, wenn man sich die letzten Beiträge so anschaut. Da scheint wohl ein Trend hinzugehen.

Schachter | 06. November 2014 - 19:32

Dipl.-Ing. (FH), 3 Jahre berufstätig, Bauingenieur mit Vertiefung Konstruktiver Ingenieurbau und in der Bausoftware-Branche tätig. Komme auf 45.000 Eur / Jahr bei einer 40h Woche (inkl. jährliche Gehaltsanpassung von ca. 3%). Überstunden kann man mit Gleitzeitregelung auch wieder absetzen. Ich weiß aus Freundeskreisen, dass die Gehälter für einen "normalen" Tragwerksplaner (nicht abschätzig gemeint) meist geringer ausfallen. Die liegen für ca. 5 Jahren Berufserfahrung bei ca. 38.000 Eur / Jahr im Raum Leipzig.

Okto | 06. November 2014 - 11:35

@Fh-Bachelor:
...wie du schon sagst, als Absolvent beschäftigt sich man eher mit Gehältern. Wenn man aber schon gut 25 Jahre arbeitet, wo möglich auch in einem kleineren Büro, dann beschäftigt man sich eben nicht mehr soviel damit, da läuft das einfach jahrelang so weiter. Womöglich rechnet der Ingenieur der kurz vor der Rente steht noch in DM um. Hat zumindest mein alter Chef immer gemacht (wohlgemerkt keine Klitsche sondern großes international tätiges Ingenieurbüro). Und dann wurde mir "Jungspund" vorgerechnet, dass 3400 Euro ja fast 7000 DM wären ;-)

Ich hab dann gekündigt. Bei meinem neuen Büro ist die Euroumstellung zumindest schon angekommen. Der Beitrag von "KreisHefRof" triffts eigentlich ganz gut. Es gibt große Unterschiede! Jetzt geh von den 2200 Euro als Untergrenze aus, und im schlimmsten Fall muss derjenige auch noch gut unbezahlte Überstunden dafür machen und arbeitet statt von mir aus 170 Stunden eher 200 Stunden im Monat. Dann hat derjenige einen stolzen Stundenlohn von 11 Euro.

Und jetzt denk an mein etwas weit hergeholtes Beispiel mit dem Friseursalon. So weit bist dann auch nicht mehr weg! Und du musst auch bedenken als junger Ingenieur ist man noch viel unabhängiger. Im Alter schauts da schon anders aus. Man hat womöglich ein Haus und Familie und ist auch sonst irgendwie örtlich gebunden. Und hat einfach keinen Bock mehr nach Hinterindien für die Bauleitung eines Staudamms zu ziehen!

Mücke | 06. November 2014 - 10:32

@biene:
Aber darin liegt ja genau das Problem heutzutage. Das Bachelorstudium ist ein grundständiges Studium, welches zur Ausübung des Berufes qualifiziert. Das Masterstudium ist ein Aufbaustudium, welches überwiegend wissenschaftlichen Anforderungen genügen muss und darüber hinaus für höhere Managementpositionen qualifizieren soll. Nur leider gibt es aufgrund des fehlgeleiteten Bologna-Prozesses mittlerweile relativ viele Masterabsolventen, die zumindest theoretisch über eben diese Qualifikation verfügen und darum um die wenigen Arbeitsplätze konkurrieren, für die tatsächlich ein Master erforderlich ist. Also finden sich sehr viele Masterabsolventen in Positionen wieder, für die ein Bachelor oder Diplom-FH genügt. Es können nun mal nicht einfach deshalb mehr höherwertige Stellen für Masterabsolventen entstehen, weil es heute mehr Master- als damals Uni-Diplom-Absolventen gibt. Es wird eben nur die Tätigkeit und nicht die Ausbildung vergütet.

Ich selbst übrigens: Bachelor, Öffentlicher Dienst, Wasserbau, derzeit brutto ca. 3.500,- x 12,7; das Ende in dieser Entgeltgruppe liegt derzeit bei ca. 5.000,- x 12,7, dafür müssen aber noch ein paar Jahre Erfahrung gesammelt werden ;-)

SR4 | 05. November 2014 - 16:22

Bachelor, öffentlicher Dienst, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Kanal- und Rohrleitungsbau, 3400,- brutto, 1 Jahr Berufserfahrung

FH-Bachelor | 05. November 2014 - 14:50

@okto:
Ich bin zwar erst seit ca. einem Jahr mit dem Studium fertig, bin aber seit 2007 in der Baubranche tätig. Man muss auch kein alter Hase sein um einen Arbeitsmarkt einschätzen zu können. Gerade Absolventen haben einen besseren Überblick, weil sie sich wochenlang oder sogar monatelang mit Arbeitssuche / Bewerbungen / Vorstellungsgesprächen beschäftigen.

@biene:
Natürlich ist ein Master einem Bachelor theoretisch voraus. Ich persönlich habe mich dennoch gegen den Master entschieden, weil ich der Meinung bin, dass ein Bachelor mit 2 Jahren Berufserfahrung besser dasteht als ein Master ohne bzw. mit 2 Jahren weniger Berufserfahrung. Übrigens gibt es auch Techniker oder Bauzeichner in Großkonzernen, die es zum Gruppenleiter geschafft haben. Genauso gibt es Stellen/Positionen die sind nicht an einen Bachelor zu vergeben (einfach weils für die Visitenkarte oder die E-Mail Signatur nicht ausreichend scheint). Wenn du solche Positionen erreichen möchtest, meist im öffentlichen Dienst (die übrigens mies bezahlt sind), dann brauchste natürlich den Master of Engineering/Science degree.

Wenn du aber noch höher hinaus möchtes, beispielsweise Direktionsleiter, kann ich für mich sagen, dass mir geregelte Arbeitszeiten und ein gesunder Stresslevel wichtiger sind als der Dienstgrad. Wenn ich mir z.B. die heutigen Bauleiter oder Gruppenleiter/Bereichsleiter von den Ausführenden anschaue, weiss ich, dass ich in 10-20 Jahren nicht so aussehen möchte! Auch die Büroleiter sehen nicht besser aus. Als "einfacher" Planer/Bauüberwacher haste mehr vom Leben, vorausgesetzt du kriegst min. deine € 2500 Netto rein.

KreisHefRof | 05. November 2014 - 13:46

Vergleich Kreis Hersfeld-Rotenburg: Hochbau (Büro < 10 Mitarbeiter), (TH) Dipl.-Ing. / Tragwerksplanung / Ausführungsplanung / selten Bauleitung / 8 Jahre Berufserfahrung / 40 Std./W, 30 Tage Urlaub / kein Firmenwagen / 3900,- Brutto/Monat, 12+1 Monatsgehälter/ Bei uns in der Region schwanken die Gehälter zwischen 2200,- und 4500,- Brutto/Monat

Oldenburg | 05. November 2014 - 08:01

Tiefbau/Verkehrsanlagen in Oldenburg / Master / 3300 €/Monat / 13. Monatsgehalt, seit 3 Jahren da / kein Firmenwagen

biene | 05. November 2014 - 00:55

@FH Bachelor:
Finde deinen Beitrag sehr gut. Nichtsdestotrotz interessiert nicht nur das Einstiegsgehalt. Ein Master hat es später deutlich einfacher aufzusteigen und ernst genommen zu werden, Persönlichkeit und Qualität natürlich vorausgesetzt. Nach deiner Theorie müsste ja sonst niemand einen Master machen. Klar unterscheiden manche Firmen evtl. erst mal nicht, wenn man einen Master zum Preis eines Bachelors einkaufen kann, versuchen die das auch. Ich verkaufe mich dafür nicht. Das ist ja immer die Sache von einem selbst, es gibt genug Stellen.

okto | 04. November 2014 - 21:36

@FH-Bachelor:
Meine etwas "allergische Reaktion" auf deinen Beitrag resultiert aus deinem anfänglichen Post. Deine Aussage kommt einfach dreist rüber. Und da du noch relativ frisch bist, bin ich der Meinung, dass du das nicht beurteilen kannst. Kurz soviel. In meinen an dich gerichteten Beitrag geht es nicht um mich. Solltest du auch besser lesen.

FH-Bachelor | 03. November 2014 - 18:39

@frustrierter Okto (fortsetzend abgekürzt mit FO)

Zitat FO:
Mal ehrlich was hast du schon für Ahnung! Da du Bachelor bist und frisch von der FH kommst, gehe ich mal davon aus, dass du noch keine 30 bist und bei deinem ersten Arbeitgeber gerade tätig bist. Oder hast du überhaupt schon fertig studiert, weil du dich so auf deine Kommilitonen berufst?

Antwort:
Wilde Annahmen verbessern deinen Frust auch nicht. Ich hatte in den letzten 12 Monaten 8 Vorstellungsgespräche, davon 5 Zusagen mit konkreten Angeboten, sollte für eine Einschätzung reichen. Auf meine ehemaligen Kommilitonen habe ich mich deswegen berufen, weil dies repräsentativer ist als wenn ich mich nur auf meine Erfahrung berufen würde, denn dann würde es heissen dass ich eine Ausnahme oder ein Märchenerzähler bin.

Zitat FO:
1. Du hast keine Ahnung wo derjenige wohnt. Also in welchem Bundesland, ob Großstadt oder eher ländlich. Das spielt nämlich auch eine Rolle!

Antwort:
Er wohnt in Berlin, abgesehen davon kann es sch....egal sein wo er wohnt, mit 25 J Erfahrung sind 3500 € ein Schlag ins Gesicht. Eine Verwandte von mir wohnt extrem ländlich und ist nach dem Bachelor mit 3700 € eingestiegen, einfach weil das Büro keine Alternative hatte. Ländlich muss also nicht automatisch von Nachteil sein.

Zitat FO:
2. Du weist nicht ob derjenige freiwillig gewechselt hat, oder ob er arbeitslos wurde und einen Job brauchte und deshalb froh ist eine Stelle gefunden zu haben.

Antwort:
Vielleicht verdienst du so wenig weil du aus einem gelesenen Text keine Informationen behältst? Lies dir nochmal seinen Beitrag durch.

Zitat FO:
3. Und wenn du so naiv bist, dass du deinen ganzen Kommilitonen glaubst, dass die alle Einstiegsgehälter von 3800 Euro erhalten, dann kann man dir auch nicht helfen. Aber vielleicht irre ich mich auch und es ist mein Fehler, da ich mittlerweile auch schon wieder ein paar Jahre tätig bin und es gar nicht mehr mitbekommen habe, dass auf einmal händeringend Neuzugänge gebraucht werden, die aber nur für min. 3500 Euro anfangen.

Antwort:
Selbe wie oben. Nochmal in Ruhe lesen... Habe nie von Einstiegsgehältern geredet.

Zitat FO:
Es wär ja nicht schlecht wenn es denn so wäre. Ansonsten mach dir einfach mal ein paar Gedanken über die Gehaltsplanung. Man nehme ein Ingenieurbüro und schaue wie hoch die laufenden Kosten sind um das Monstrum am laufen zu halten. Schließlich machen Software, auf dem neuen Stand zu haltende Hardware, Normenabo, Versicherungen, Miete usw. ja auch etwas aus. Und vergleicht dann mal was man als Honorar (auch wenn nach HOAI) kriegt und sieht dann, dass der Spielraum für Gehälter gar nicht mehr so üppig bemessen ist. Es geht ja nicht darum, dass die Arbeitgeber einem solche Gehälter nicht zahlen würden. Ein Großteil von denen kann es halt schlichtweg einfach nicht, aufgrund der niedrigen Honorare und der doch etwas höheren laufenden Kosten als bei beispielsweise einem Friseursalon, ist halt einfach nicht mehr drin!

Antwort:
Wenn ein Büro seine Kosten nicht im Griff hat, dann ist das nicht mein Problem. Andere Büros schaffen es auch anständige Gehälter zu zahlen, wieso also soll ich für ein Büro arbeiten, bei dem ich ständig Existenzängste haben muss? Die arbeiten mit/nach der selben HOAI, oder nicht? Und zu deinem Super-Beispiel mit dem Friseursalon: Ein Friseur hat kein (Fach)Abi gemacht und danach ein Ingenieurstudium absolviert.

@AuchBauing:
Ich arbeite bei einem größeren Ingenieurbüro als Projektingenieur Tiefbau/Verkehrsanlagen im Rhein/Main-Gebiet. Einstiegsgehalt 3000 €, nach Probezeit 3550 € bei 40 Std./Woche. Habe mich vor 8 Monaten für diese Stelle entschieden, weil sie mich am meisten angesprochen hat. Das finanziell beste Angebot hatte ich bei einem großen Straßenbauer als Bauleiter. Einstieg 3400 € + 13. Gehalt + DW bis 24 t €.

Das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und wer es bei den TAUSENDEN(!) veröffentlichten Stellenanzeigen in D, im Bauhaupt- und Baunebengewerbe, nicht schafft einen Job für sich zu finden, der einen zufrieden stellt, der sollte den Fehler vielleicht bei sich selbst suchen und nicht nur mit dem Finger auf andere zeigen! Schließlich sind ja die Jobangebote da! Wieso will mich die Fa. XY dann nicht? Ursachenforschung betreiben und daran arbeiten. Ich kenne Kanditaten die haben über 30 Jahre Berufserfahrung - aber haben keine Ahnung wie man mit ARRIBA/iTWO oder AutoCAD oder MS-Project arbeitet! Da bringt dir dein TOP-Fachwissen auch nicht mehr wenn du es nicht in die heutigen gewünschten Formate implementieren kannst. Da ist jeder für sich selbst verantwortlich! Aber nach mehr Geld jammern, das kann jeder!

Und wenn jemand in Sachsen lebt dann heisst es doch nicht, dass er nur in Sachsen arbeiten darf. Die Mauer ist seit 89 weg und hochdeutsch, schwäbisch, bayrisch oder hessisch kann man auch lernen.

@biene:
Fixier dich mal nicht so sehr auf den Master. Bei keinem Unternehmen, bei denen ich vorgesprochen habe, wurde beim Einstiegsgehalt zwischen Diplom/Master/Bachelor unterschieden. Die Einstiegsgehälter drehten sich immer bei 3000 € bis 3400 €. Ebenso ob du von der TU oder FH kommst. Du verdienst das was deine Arbeit wert ist und wirst nicht fürs Studium bezahlt. Klar sind deine Chancen mit einem Master höher einen Job zu finden, evtl auch Jobs die ein Bachelor nicht angeboten bekommt, aber beim Einstiegsgehalt kein bis minimaler Unterschied.

Generell:
Wenn sich jemand von meinen Aussagen angegriffen fühlt, dann entschuldige ich mich hierfür. Es ist nur so, dass ich die Diskussion hier im Forum seit ein paar Monaten mitverfolge und ich größtenteils nur Gejammere höre. Wenn ich persönlich in der Baubranche keine zufriedenstellende Arbeit finden würde, dann würde ich die Branche wechseln, ganz einfach. Als studierter Bauingenieur findet man immer etwas. Ich habe beispielsweise den ersten Monat nach meinem Studium, auf freiberuflicher Basis, bei einer großen Bank als IT-Supporter 2nd Level überbrückt, ohne Vorkenntnisse, 4200 € bei einer 40 Std/Woche. Es stehen einem viele Türen offen.

hel | 02. November 2014 - 23:29

@Hornisse:
AuchBauing berichtet von 25 Tagen Urlaub. Am 16. Oktober 2014 - 20:37 hab ich schon mal etwas über (sinkende) Urlaubstage geposted. Nachdem also Urlaubs- und Weihnachtsgeld entfallen sind, sinkt jetzt die Anzahl der Urlaubstage! Welche Erklärung hat denn Hornisse dafür? Kürzlich hatte ich ich ein Gespräch mit einer Firma: Ich hab den Wunsch nach 30 Tagen Urlaub kommuniziert - Antwort: bei uns haben alle 27 Tage Urlaub, keine Diskussion! Man könnt ja diskutieren wieviel Geld im Jahresgehalt 3 Tage Urlaub ausmachen - haben die Firmenlenker aber offensichtlich nicht nötig!

Es mag ja sein, dass im Schwarzwald oder in Künzelsau einiges geboten wird, aber nicht östlich der Elbe, und auch nicht eine Autostunde westlich davon, und ebend auch nicht in Berlin und Brandenburg (da stehen dann die Kollegen aus der Uckermark oder aus Polen als Alternative an) Gruß, hel

Karster | 01. November 2014 - 23:44

Nachfolgend meine aktuellen Daten: FH-Bachelor / 1 Jahr Berufserfahrung / 12,6 Monatsgehälter à 3143 € / 30 Tage Urlaub / 40 Stunden-Woche, Gleitzeit mit exakter Zeiterfassung und Überstunden direkt abbaubar / Betriebliche Altersvorsorge (das ganze im öffentlichen Dienst in Frankfurt/Main)

AuchBauing | 31. Oktober 2014 - 21:43

@hel:
Ich habe 25 Tage Urlaub.

@FH-Bachelor:
Wo in Deutschland arbeitest du? Deine Haltung ist ziemlich arrogant. Hel arbeitet in Berlin. Da sind die Bauingenieursgehälter nunmal so gering. Ich habe hier mit 3000 pro Monat a 12 Monatsgehältern noch ein sehr hohes Gehalt. Lies dir mal den Thread über die Gehälter in Sachsen durch zwecks Durchblick über Gehaltsstrukturen in Deutschland.

Okto | 30. Oktober 2014 - 16:50

Zitat "FH-Bachelor"...wer es aber dennoch schafft sich mit 25 Jahren (!) Erfahrung für 3.500 EUR zu verramschen, der hats nicht anders verdient!

Mal ehrlich was hast du schon für Ahnung! Da du Bachelor bist und frisch von der FH kommst, gehe ich mal davon aus, dass du noch keine 30 bist und bei deinem ersten Arbeitgeber gerade tätig bist. Oder hast du überhaupt schon fertig studiert, weil du dich so auf deine Kommilitonen berufst?

1. Du hast keine Ahnung wo derjenige wohnt. Also in welchem Bundesland, ob Großstadt oder eher ländlich. Das spielt nämlich auch eine Rolle!

2. Du weist nicht ob derjenige freiwillig gewechselt hat, oder ob er arbeitslos wurde und einen Job brauchte und deshalb froh ist eine Stelle gefunden zu haben.

3. Und wenn du so naiv bist, dass du deinen ganzen Kommilitonen glaubst, dass die alle Einstiegsgehälter von 3800 Euro erhalten, dann kann man dir auch nicht helfen. Aaber vielleicht irre ich mich auch und es ist mein Fehler, da ich mittlerweile auch schon wieder ein paar Jahre tätig bin und es gar nicht mehr mitbekommen habe, dass auf einmal händeringend Neuzugänge gebraucht werden, die aber nur für min. 3500 Euro anfangen.

Es wär ja nicht schlecht wenn es denn so wäre. Ansonsten mach dir einfach mal ein paar Gedanken über die Gehaltsplanung. Man nehme ein Ingenieurbüro und schaue wie hoch die laufenden Kosten sind um das Monstrum am laufen zu halten. Schließlich machen Software, auf dem neuen Stand zu haltende Hardware, Normenabo, Versicherungen, Miete usw. ja auch etwas aus.

Und vergleicht dann mal was man als Honorar (auch wenn nach HOAI) kriegt und sieht dann, dass der Spielraum für Gehälter gar nicht mehr so üppig bemessen ist. Es geht ja nicht darum, dass die Arbeitgeber einem solche Gehälter nicht zahlen würden. Ein Großteil von denen kann es halt schlichtweg einfach nicht, aufgrund der niedrigen Honorare und der doch etwas höheren laufenden Kosten als bei beispielsweise einem Friseursalon, ist halt einfach nicht mehr drin!

FH-Bachelor | 28. Oktober 2014 - 22:01

Dass die Baubranche kein Zuckerschlecken ist, zumindest in Deutschland, ist ja länger bekannt. Wer es aber dennoch schafft sich mit 25 Jahren (!) Erfahrung für 3.500 EUR zu verramschen, der hats nicht anders verdient! Hört sich hart an, ist aber so. All meine ehemaligen Kommilitonen, die vor einem halben Jahr noch studiert haben, verdienen mittlerweile3.500 bis 3.800 EUR, unabhängig davon ob im Baukonzern oder Ingenieurbüro. Wer es nicht schafft seriös aufzutreten und seine Prinzipien durchzusetzen, der soll dafür nicht einen kompletten Berufsstand verantwortlich machen.

Die Arbeitgeber, vor allem im Bau, werden immer versuchen die Arbeitskraft für das möglichst kleinste Geld an Land zu ziehen, lasst euch einfach nicht verar.... Wer es trotzdem nicht schafft einen anständigen Job für ein verdientes Gehalt zu finden, der soll die Branche oder das Land wechseln, Optionen gibt es immer - aber bitte nicht auf Kosten der Bauingenieure die durchschnittlichen Marktgehälter drücken, denn dann hat KEINER mehr eine anständige Alternative.

GT2610 | 26. Oktober 2014 - 19:12

Vergleich Schweiz: Ich habe 2 Jahre Berufserfahrung und arbeite in Zürich im Bereich Kunstbauten, Ausbildung: ETH Bauingenieur. Brutto-Jahresgehalt mit 20 Tagen Ferien beläuft sich auf 98.500 Fr, ca. 78.500 Euro. Bedenken muss man jedoch, dass in der Schweiz 42 Stundenwochen normal sind.

Bronzki | 26. Oktober 2014 - 14:53

@hel:
25 Jahre Berufserfahrung und 42.000 € Jahresgehalt? Irgendetwas passt hier nicht zusammen. Ich würde mal schätzen, dass Sie noch ca. 15 Jahre (+- 3 Jahre) bis zum Erreichen des gesetzlichen Rentenalters haben. Tun Sie sich selbst einen Gefallen und ziehen Sie einfach die Notbremse. Ich würde an Ihrer Stelle sofort kündigen und mich in der Schweiz, in Skandinavien oder in Dubai umschauen. Ansonsten droht, wie bereits von Hornisse gesagt, schlicht und einfach die Altersarmut.

biene | 24. Oktober 2014 - 01:25

@hel:
3500 Brutto bei 25 Jahren Erfahrung oder als Einsteiger? Das ist unter Master-Einstiegsgehalt!

Hornisse | 22. Oktober 2014 - 18:36

Zitat hel:
"Also ich hab mich beworben mit 3.5 T€, 12x,...wobei man wissen muß, dass ich 25 Jahre Berufserfahrung habe...."

Das nennt man dann wohl bei der Lobby-und Propagandaabteilung des VDI "gelebten, real existierenden Fachkräftemangel" - Ingenieurslücke und bedrohter Wirtschaftsstandort inklusive. Man kann für dich nur hoffen, dass du zu den Leuten gehörst, die ein erklägliches Erbe antreten können. Ansonsten gilt wohl - bon jour Altersarmut.

Egal. Hauptsache der Job macht Spass. Guckt euch nur mal die ganzen BWL-Fuzzis, ITler, E-Techniker, Handwerker, Ärzte etc. an, die mit 50 ausgesorgt haben - alle mit mürrischer Miene durch die Welt laufend. Nicht so der glückliche Bauingenieur, der sieht vor lauter Aufopferung im Job das eigene Elend nicht. Ignorance is bliss.

hel | 21. Oktober 2014 - 23:04

@AuchBauing:
Also ich hab mich beworben mit 3.5 T€, 12x, Probezeit reduziert, wobei man wissen muß, dass ich 25 Jahre Berufserfahrung habe, und verschiedene Tätigkeiten wiederholt ausgeführt habe. Aktuell fühle ich mich nicht angemessen eingesetzt und wünsche daher den Wechsel. Im ersten Gespräch wurde gesagt das es auch mehr werden kann. Wieviel Tage Urlaub hast Du ?

AuchBauing | 19. Oktober 2014 - 10:11

Ich bin seit 4 Jahren in der Tragwerksplanung tätig. Klassischer Hochbau, Berlin, mittleres Büro (15-20 Leute) und verdiene 3000 € Brutto pro Monat bei 12 Monatsgehältern.

@hel:
Es wäre nett, wenn du das dir angebotene Gehalt im Industrieanlagenbau posten könntest. Dann kann man vielleicht ein wenig vergleichen.

hel | 16. Oktober 2014 - 21:37

@Pit65:
Sehr gut das Argument. Was mich persönlich aktuell beschäftigt ist in diesem Zusammenhang der Urlaub! In den guten alten Tagen dieser Republik war mal 30 Tage Urlaub normal, in großen Betrieben für MA ü 50 auch mehr. Ich hab aktuell 28 Tage, als ich den Job begann bot ein Konkurrent 26 Tage - mit Betonung im Vertragsentwurf das Teile davon freiwillige Leistung ist! (Wie Ihr wisst sind 24 Tage Urlaub gesetzliches Minimum in Deutschland). Vorgestern hatte ich in Berlin bei einer durchaus interessanten Firma im Bereich aller HOAI-Phasen Industriebau ein Gespräch - 27 Tage Urlaub für alle in der Firma - keine Diskussion. Es gibt auch kein Gespräch über den Zusammenhang zwischen Jahresgehalt und Urlaubstage! Was soll das ??

Hornisse hat teilweise recht: Unterschicht wurde zu Führungskraft. Man wird betriebsblind - und das ist der Grund warum deutsche Bauingenieurfirmen international so wenig erfolgreich sind. Und bevor jemand widerspricht: setze die Möglichkeiten einer großen Volkswirtschaft wie D. ins Verhältnis zu den Erfolgen z.B. von Dänemark oder Schweden. (billig allein genügt nicht!)
Cheers - hel

Hornisse | 16. Oktober 2014 - 17:51

Ich möchte den Märchenonkels- und tanten mit den Einstiegsgehältern ab 50k aufwärts hier nur ungern die nette Kaffeerunde verderben. Aber hier gibt es mal wieder eine schlechte Nachricht aus der realen Welt - sogar vom Lobbyverband VDI veröffentlicht. Dann kann man sich denken wie schlecht die reale Lage aussieht, wenn sogar der VDI anno 2014 solche Zahlen publiziert.

"Wer als Bauingenieur tätig ist und das schon seit mehr als zehn Jahren, hat bereits in den Jahren 2004 und 2005 hohe Gehaltseinbußen hinnehmen müssen. Immerhin entwickelten sich nach der Krise im Baugewerbe die Gehälter über Jahre hinweg kontinuierlich positiv, erreichten aber nie wieder das Gehaltsniveau aus dem Jahr 2002. Im vergangenen Jahr verschlechterten sich die Gehälter nun erstmals wieder...

Im Jahr 2005 verdiente ein Bauingenieur mit mehr als zwei Jahren Berufserfahrung 41.400 EUR brutto im Jahr. Danach ging es fast ausnahmslos aufwärts und im Jahr 2012 stand auf dem Gehaltszettel eines ebensolchen Bauingenieurs ein Brutto-Jahresgehalt von 53.199 EUR... Ein Bereichsleiter verdient knapp 72 000 EUR und damit 12 000 EUR mehr als ein Projektmanager"

Das Durchschnittsgehalt von Bauingenieuren mit mehr als 2 Jahren Berufserfahrung (also defakto das Durchschnittsgehalt (fast) aller Bauingenieure) beträgt stolze 53k. Ein Bereichsleiter bringt es sogar auf sage und schreibe 72k. Jippiiiihhhh

Quelle: ingenieurkarriere.de/Gehalt/VDI-nachrichten-Gehaltsstudie/karriereportal_00000572/cache.aspx

Pit65 | 15. Oktober 2014 - 12:55

Nur mal so zur Anregung: Ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass es bei allen Vergleichen von Gehältern, die hier angestellt werden, sehr interessant ist, die Arbeitszeiten mit einzubeziehen, zumindest mal grob. Heutzutage ist die Arbeitszeit ein sehr breit gefächertes Thema, da gehen die Wochenstunden doch teilweise sehr weit auseinander, und das in allen Bereichen. Nur mal so als Beispiel, und wirklich ganz plump ausgerechnet, aber meiner Meinung nach sehr aussagekräftig:

40-Stunden-Woche:
4500,-€/Mon. / 160 h/Mon. = 28,13 €/h
5500,-€/Mon. / 160 h/Mon. = 34,38 €/h

50-Stunden-Woche:
5500,-€/Mon. / 200 h/Mon. = 27,50 €/h

Wie gesagt, nur um es ganz simpel darzustellen, ohne Berücksichtigung jeglicher Sonderzahlungen, Firmenwagen usw., aber selbst diese kann man ja mit einberechnen. Aber man sieht, selbst bei einem doch nicht zu unterschätzenden Mehr-Jahresgehalt von 12.000,- € und einer evtl. 50-Stunden-Woche (was häufig vorkommt) bleibt unterm Strich nicht mehr übrig, bzw. weniger als bei dem 4500 € - 40h - Job.

Und es gibt einerseits auch noch Jobs in der Baubranche, die eine realistische 40h-Woche haben (Stechuhr im Büro) und sicherlich viele mit einer 50h-Woche. Natürlich spielen die persönlichen Vorlieben eine Rolle, ob man eben gerne bereit ist weniger Freizeit für mehr Geld am Monatsende zu haben, aber im direkten Verglich ist der Stundenlohn im Grunde der aussagekräftigere Vergleich.

Tiefbauer | 10. Oktober 2014 - 16:25

Zitat Biene: "Wenn jemand nach A6 bzw. A7 Bautarif bezahlt wird, steigt man da irgendwie auf alle paar Jahre wie im öff. Dienst oder bedeutet A6 = A6"

Automatisch wirst Du gehaltstechnisch nicht "aufsteigen". Im BRTV gibt es zu jeder Eingruppierung auch eine Tätigkeitsbeschreibung, respektive eine Mindestanforderung an die Ausbildung. Wenn die Firma Dich also gem. BRTV eingruppiert, dann kannst Du Dein Gehalt mit dem Tätigkeitsprofil abgleichen. Sofern Du der Meinung bist, dass Du zu niedrig eingruppiert bist, dann musst Du selbst verhandeln. Dein Chef wird eine höhere Eingruppierung von sich aus eher nicht durchführen... ;-)

Tobias | 29. September 2014 - 15:00

@biene:
Hier der Rahmentarifvertrag
http://www.johannes-hermanns.de/cgi-bin/html_parse...
Dort gibt es eine sehr umfangreiche Zusammenstellung zu diesem Thema und einiges an Orientierung. Zu den Gehaltsgruppen lässt sich folgendes lesen:

A6: "Angestellte, die schwierige Tätigkeiten weitgehend selbstständig und teilweise eigenverantwortlich ausführen…"

A7: "Angestellte, die schwierigere Tätigkeiten selbstständig und weitgehend eigenverantwortlich ausführen…"

Du siehst also, dass dein Gehalt mit steigender Selbstständigkeit, mehr Eigenverantwortung und schwierigeren Aufgaben auch mitwachsen sollte. Ich selbst (Berufseinsteiger, ca. 1 Jahre dabei) werde mich in den nächsten Wochen einmal mit meinem Vorgesetzten zusammensetzen und vorschlagen, dass mein Gehalt mit 3 Jahren Berufserfahrung auf A7 angehoben sein soll und bis dahin die nächsten zwei Jahre schrittweise z.B. alle 6 Monate angepasst wird. A6 sind aktuell 3.772,00 €, A7 4.170,00 €. Also ca. alle 6 Monate 200 € mehr.

biene | 28. September 2014 - 13:00

@Alle:
Wenn jemand nach A6 bzw. A7 Bautarif bezahlt wird, steigt man da irgendwie auf alle paar Jahre wie im öff. Dienst oder bedeutet A6 = A6 immer dasselbe Gehalt? Vielen Dank!

WAvE | 24. September 2014 - 22:33

Ich habe vor zwei Jahren einen mittelmäßigen Bachelor Abschluss gemacht. Schon während dem Studium habe ich neben dem Praxissemester noch ein zweites freiwilliges Praktikum gemacht. Bei dieser Firma bin ich mittlerweile seit 2 Jahren fest angestellt. Einstiegsgehalt (Süddeutscher Raum) waren 42.000 € inklusive Sonderzahlungen. Mittlerweile beträgt das Jahresgehalt 46.900 € inklusive Sonderzahlungen. Im Januar steht das nächste Gehaltsgespräch an und ich bin gespannt wie es weiter geht.

biene | 17. September 2014 - 12:53

@GT1609:
Das stimmt alles. Und ich denke im Schnitt verdient ein Ingenieur mehr als ein Techniker (wobei der Schnitt nicht unbedingt interessiert, wenn man gut ist hebt man sich eh ab). Natürlich wird nach Angebot und Nachfrage bezahlt. Natürlich gibt es Techniker, die mehr verdienen als Ingenieure, bezweifele ich gar nicht. Es kommt selbstverständlich auf das Know-how und auch Charisma an.

GT1609 | 16. September 2014 - 21:33

Biene, ein Unternehmen honoriert das, was es braucht. In der von mir geleiteten Abteilung (nicht Bauingenieurwesen) ist der bestbezahlteste Mitarbeiter ein Techniker, er bekommt sogar mehr wie ich als Vorgesetzter (1er-Unidiplom - kräht kein Hahn danach).. Eher schlechter bezahlt ist ein sehr intelligenter promovierter Ingenieur, der auch ganz hervorragende Arbeit macht.

Nur: Solche Techniker wie unseren muss man auf dem Markt suchen, während es Wissenschaftler, die dem Wissenschaftszeitarbeitsgesetz zum Opfer gefallen sind und die quasi "Berufsverbot" haben, wie Sand am Meer gibt. Und ich bin als Quereinsteiger an diese spezielle sehr enge Branche gebunden und brauche auch nicht laut schreien, dass ich gerne mehr hätte.

Das Gehalt unterliegt also einfach Angebot und Nachfrage und ist NICHT der Lohn für die Mühen einer vorangegangenen Ausbildung. Wer eine gute Ausbildung und den damit verbundenen Tiefgang dann wirklich nicht nur auf dem Papier stehen hat, sondern umsetzen kann, sollte keine Probleme haben, schnell höhere Gehaltsgruppen zu erreichen.

biene | 14. September 2014 - 16:28

@Oliver:
Wieso sollte dann eigentlich noch jemand einen Master machen (wie ich). Also ich persönlich finde das ist kein Ansporn für Jungingenieure, Ein Master hat (wenn er sich gut vertieft hat) einen deutlicheren Tiefgang in seinem Fach. Sowas sollte "such anfangs" honoriert werden. Alles weitere zeigt sich dann in der Arbeitswelt.

Oliver | 01. September 2014 - 09:33

Gehalt im mittelständischen Ingenieurbüro - Illusion/Realität
Als Geschäftsführer eines mittelständischen Ingenieurbürös darf ich anführen, dass wir einem Berufsanfänger im Bereich Tiefbau (Planung) ein Grundgehalt von 3300 Euro (+ Prämien am Jahresende) anbieten. Hierbei ist für uns nicht von Bedeutung, ob er einen Master, Bachelor oder Diplomabschluss hat. Natürlich entscheiden wir sowohl über die Höhe der Anpassung des Gehaltes nach der Probezeit als auch die Höhe der Jahresprämie nach unserem Ermessen. Ich selbst habe vor ca. 14 Jahren mit 2700 Euro (FH-Diplom) begonnen und war nach 8 Berufsjahren bei 5250 Euro (leitende Funktion mit Personal- und Budgetverantwortung!) angekommen.

Die Illusion, mit einer 40 Stundenwoche erfolgreich zu sein und kernige Gehaltsforderungen zu stellen, halte ich außerhalb des öffentlichen Dienstes für fehlgeleitet. Ebenso wird jedem die Berufsrealität zeigen, dass Titel noch keine Gehaltshöhe begründen, da sich Qualität anders zeigt und dann auch durchsetzt. Wir haben Techniker im Hause, die locker Ingenieuren den Rang ablaufen und Großprojekte leiten. Aber auch Master, die über die Bauzeichnertätigkeit und Mengenermittlung nicht hinauskommen. Die Vergütung entwickelt sich dann natürlich entsprechend.

KingKong | 19. August 2014 - 20:38

@Diplomand:
Deine Vorstellungen liegen erst einmal in einem realistischen Bereich für einen Absolventen. Aufgrund deiner Qualifikationen (Ausland ist mittlerweile sehr gerne gesehen) und einem Praktikum kannst du jedoch noch eine Schippe rauf legen. Bevor du jedoch eine Zahl in den Verhandlungen in den Raum stellst, oder dazu gedrungen wirst, kannst du auch deinen potenziellen Arbeitgeber noch 5 Minuten auf die Folter spannen und deine Qualitäten - die sich das Unternehmen einkauft - unter die Nase reiben.

Das Schlagwort heißt "zu Hause ordentlich üben", sodass du dich auch auf ändernde Umstände einrichten kannst. Setze dir SELBER eine Ober- und eine Untergrenze. Des weiteren schreibst du, du bewirbst dich in Bayern. Bayern steht nicht nur mit den Lebenshaltungskosten an der Spitze des Bundesdurchschnitts sondern auch bei den Gehältern. Somit kannst du auch gerne bei 45k einsteigen. Runter geht es immer. Kleiner Tip noch: erkundige dich noch nach Vermögenswirksamen Leistungen, ein Blick auf den Fuhrpark des Unternehmens hilft manchmal schon. Also viel Erfolg!

biene | 12. August 2014 - 20:19

@Horschti:
Ich zitiere keinen TV-V. So gut ist der nun auch wieder nicht! Bei RWE etc. gibt's deutlich mehr.

Hornisse | 11. August 2014 - 14:59

Zitat Biene:
"Ich hab auch eine Quelle, da steht Ver-/Entsorgung 4100 € Brutto wenn ich es richtig im Kopf habe. Folgendes soll damit bezweckt werden: Dass sich die Leute mal trauen das einzufordern, was ihnen vielleicht zusteht? Und selbstbewusster in eine Verhandlung gehen - auch mit dem Risiko den Job dann eben nicht zu bekommen und es woanders zu probieren. Das wäre doch schonmal was oder?"

Das ist Naivität in Reinkultur. Preise für Dienstleistungen (deine Arbeitskraft) und Güter werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt und nicht durch frommes Wunschdenken. Der Nachfrage steht nunmal ein grosses Angebot an Bauingenieuren gegenüber. Daher die niedrigen Preise (Gehälter). Wenn ein Absolvent versucht über einen längeren Zeitraum unrealistische Gehälter durchzusetzten, dann wird er/sie keinen Job bekommen. Nach 12 Monaten Arbeitslosigkeit nach dem Abschluss, kann unser Idealist gleich eine neue Karriere einschlagen - einen Job gibt es dann nicht mehr. Dafür steht nämlich bereits der nächste Absolventenjahrgang auf dem Markt (mit frischerem Wissen als unser nunmehr etwas abgestandener Betonkopf). Und damit diese Situation so bleibt, dafür hat der liebe Gott den "Fachkräftemangel" erfunden.

Hornisse | 11. August 2014 - 14:44

@Horschti:
"Hier widersprichst du dir ein bisschen selbst. Einerseits werden im Ausland bessere Gehälter gezahlt, andererseits ist im Ausland die Billiglohnkonkurrenz."

Der Widerspruch ist nur scheinbar. Denn es gibt zwar in einigen Ländern mehr Geld, allerdings sind die jeweiligen Randbedingungen ebenfalls ins Auge zu fassen. Wenn ich z.B. in New York als Statiker $ 110k erziele, dann sind das in etwa € 80k und damit ca. €30k über dem in deutschen Grossstädten erzielbaren Gehältern. Wenn man aber dauerhaft in New York leben möchte (bis zur Rente), dann ist dieses Gehalt auch nicht gerade üppig. Wenn man es aber z.B. (nur) temporär in Betracht zieht, nicht krank wird und sein Geld z.B. in Deutschland anlegt, dann schneidet man besser ab als in Deutschland zu arbeiten. Das gleiche gilt z.B. auch für Bauingenieure auf den Baustellen und Planungsbüros in Middle East.

Die Gehälter sind nicht zuletzt so gering, weil eben viele Grossprojekte nicht mehr nur in Westeuropa & Nordamerika geplant werden, sondern sehr grosse Teile der Planungsarbeiten in Billiglohnländer ausgelagert wurden und werden. Das kannst du glauben, oder es bleiben lassen. Ach ja, den Eurocode gibt es auch auf Englisch, die nordamerikanischen Standards sowieso, und glaube mir, in anderen Ländern gibt es auch Ingenieure, die ihr Fachgebiet verstehen. Und wenn in zunehmendem Masse internationale Grossprojekte nicht mehr durch Ingenieure aus Europa oder Nordamerika geplant werden können (da "zu teuer"), dann wird der verbleibende Projektkuchen für diese eben kleiner/regional beschränkter - der Wettbewerb um die paar übrig bleibenden Brotkrümel verschärft sich und die Preise fallen.

Horschti | 11. August 2014 - 09:51

@Hornisse:
"Jetzt meinen so schlaue Leute hier wahrscheinlich, dass der globale Arbeitsmarkt für Ingenieure in D uninteressant sei, man sei ja schliesslich in D beschäftigt - Irrtum. Ihr konkurriert in immer stärkerem Masse (ausser beim ländlichen Einfamilienhausbau) mit Ingenieuren aus aller Welt. Sei es, weil diese als europäische Arbeitsnomaden von Land zu Land ziehen, oder weil Grossaufträge gleich komplett in z.B. Indien projektiert werden."

Hier widersprichst du dir ein bisschen selbst. Einerseits werden im Ausland bessere Gehälter gezahlt, andererseits ist im Ausland die Billiglohnkonkurrenz.

"Die meisten Bauingenieure bieten eben nur eine Dienstleistung an, die erstens so billig wie möglich zu sein hat und auf planerischer Ebene genausogut in Indien oder einem beliebigen Billiglohnland in Asien erbracht werden kann."

Das würde ich nicht so stehen lassen. 1. Möchte der deutsche Prüfstatiker eine deutsche Statik haben. 2. Hat jedes Land seine eigenen Normen, wo es das eine oder andere zu beachten gibt. Ich würde z.B. davon ausgehen, dass ein malaysischer Ingenieur die Schneelast berücksichtigt, wenn er ein Haus in Oberbayern plant. Eine Auslagerung wird nur funktionieren, wenn ein deutsches Unternehmen eine Niederlassung im Billiglohnland eröffnet und dorthin die einfachen Arbeiten auslagert. Damit sind aber auch Investitionen und Fixkosten verbunden, sodass sich das erst ab einer bestimmten Größe lohnt.

@biene:
Hör endlich auf immer den TV-V hier zu zitieren. Von den 400 Stellenanzeigen hier sind vielleicht 10, eher weniger, die in den TV-V fallen. Und davon sind 3/4 für Bachelor/FH-Absolventen.

Diplomand | 08. August 2014 - 20:03

Um mal wieder auf das eigentliche Thema zurückzukommen (und nicht nur sinnlose Dispute auszutragen): Ich werde jetzt in den nächsten Wochen mit meinem Bauingenieurstudium (Vertiefung konstr. Ingenieurbau) fertig. Glücklicherweise - wie ich finde - bekomme ich ein Dipl.-Ing. (FH) als akademischen Grad. Nach Abschluss meiner Diplomarbeit werde ich insgesamt 10 Semester studiert haben. Neben dem Studium habe ich 3 Monate in einem mittelständigen Baubetrieb gearbeitet (als Bauleitergehilfe) und ein 4-monatiges Auslandspraktikum in Indien absolviert.

Ich werde mich, für die Bauleitung, bei mittelständigen und evtl. größeren Baufirmen im Großraum München bewerben. Meine Gehaltsvorstellung liegen (ohne Auto etc.) bei 40.000 € im Jahr als "Jung-Bauingenieur". Sind diese Vorstellungen eurer Meinung nach, zu hoch, zu niedrig oder gerechtfertigt?

Es wäre schön, wenn auf diese Frage eine Antwort kommt von Ingenieuren in der Branche und vor allem die in diesem Raum arbeiten. Es bringt mir nichts wieder 20 Posts von "kompetenten" Fachingenieuren zu lesen die darüber schwadronieren, wie schön es im Ausland ist.

Patrick | 08. August 2014 - 11:28

@PM:
Ich arbeite auch nicht mehr in Deutschland, bin jedoch bestens vernetzt und verfolge Pressemitteilungen, Unternehmensergebnisse etc. Das "worldwideweb" macht es möglich.

Hornisse | 08. August 2014 - 10:31

"Was sind denn die Aussagen von Hornisse zum deutschen Arbeitsmarkt wert, wenn er nach eigener Aussage selbst seit mehreren Jahren nicht mehr in Deutschland arbeitet?"

Das nennt man Freunde haben, die in Deutschland als Bauingenieure arbeiten (müssen). Und wenn man, so wie ich, seit Jahren in mehreren Ländern gearbeitet hat, dann bekommt man vor allem einen guten Ueberblick über die global erzielbaren Gehälter und obendrein über die Geälter der Landsleute, die ebenfalls im Ausland arbeiten, nachdem sie wegen der miesen Bezahlung aus D ausgewandert sind. Nur ganz wenige Leute verlassen aus purer Neugierde die Heimaterde um im Ausland einen neuen Anlauf zu nehmen, wenn die Bezahlung in D so grandios wäre wie hier von einigen kolportiert. Das das nicht so ist, sieht man an der Masse deutscher Bauingenieure im Ausland.

Jetzt meinen so schlaue Leute hier wahrscheinlich, dass der globale Arbeitsmarkt für Ingenieure in D uninteressant sei, man sei ja schliesslich in D beschäftigt - Irrtum. Ihr konkurriert in immer stärkerem Masse (ausser beim ländlichen Einfamilienhausbau) mit Ingenieuren aus aller Welt. Sei es, weil diese als europäische Arbeitsnomaden von Land zu Land ziehen, oder weil Grossaufträge gleich komplett in z.B. Indien projektiert werden.

Die meisten Bauingenieure bieten eben nur eine Dienstleistung an, die erstens so billig wie möglich zu sein hat und auf planerischer Ebene genausogut in Indien oder einem beliebigen Billiglohnland in Asien erbracht werden kann. Zur Fachkräftemangelpropaganda gab es hier ja schon einen guten Link und man kann vor diesem Hintergrund nur mutmassen, was hinter den hier gesungenen Lobeshymnen auf die angeblich erzielbaren Gehälter zu halten ist.

PM | 07. August 2014 - 18:10

Was sind denn die Aussagen von Hornisse zum deutschen Arbeitsmarkt wert, wenn er nach eigener Aussage selbst seit mehreren Jahren nicht mehr in Deutschland arbeitet?

biene | 06. August 2014 - 20:34

@Hornisse:
Du glaubst doch nicht, dass ich auf das noch eingehe! Wie ein Vorposter sagte: Tarifgehalt ist ca. 3700 Brutto für einen Master. Ich hab auch eine Quelle, da steht Ver-/Entsorgung 4100 € Brutto wenn ich es richtig im Kopf habe. Folgendes soll damit bezweckt werden: Dass sich die Leute mal trauen das einzufordern, was ihnen vielleicht zusteht? Und selbstbewusster in eine Verhandlung gehen - auch mit dem Risiko den Job dann eben nicht zu bekommen und es woanders zu probieren. Das wäre doch schonmal was oder?

Nussknacker | 05. August 2014 - 23:08

@max:
Ich kann nur für die neuen Bundesländer sprechen, da ist dein Gehalt überdurchschnittlich gut. Die Mieten sind jedoch sicherlich auch noch ein Stück geringer, als in Bremen. Wenn dir der Job und das Team Spaß macht, gibt es keinen Grund sich zu beschweren. Wer als Tragwerksplaner sein Geld verdienen möchte und da arbeitet, wo der Großteil der Tragwerksplaner arbeitet, nämlich in einem kleinen bis mittleren Büro, der sollte sich mit genau diesem Gehalt anfreunden. Wer 13 x 4000 in diesem Segment im 1. Jahr verdienen will, wird sicherlich noch eine Weile arbeitslos sein. Keine Ahnung was hier einige damit bezwecken wollen, in dem sie utopische Gehälter posten. Die Personen, die sich hier wirklich informiern wollen, wird damit nicht geholfen.

Mein Tipp: Fragt Personen die Ihr kennt oder auch mal euren Prof. des Vertrauens. Mir hat deswegen noch nie jemand den Kopf abgerissen.

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