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Mittwoch, 24. April 2019
Ausgabe 6456 | Nr. 114 | 18. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 10

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AS | 02. Juni 2017 - 15:46 2017-06-02

@Gypsi:
Es hängt von verschiedenen Faktoren ab. In einigen Ländern sind die Steuerabzüge viel geringer (z.B. Spanien/Lateinamerika ca. 20 %). Nur als Beispiel: IN Deutschland zahlst du bei 50000 brutto Jahresgehalt ca. 40 % an Steuern (ledig, ohne Kinder). Das bedeutet du hast netto um die 2500 EUR Monatsgehalt. Bei den von dir genannten 33000 EUR Gehalt pro Jahr im Ausland (z.B. bei 20 % Steuerabzüge) hättest du 2200 EUR/Monat zur Verfügung. Wenn die Miete schon drinnen ist (in München würdest du mind. 600 Euro/Monat für ein kleines Zimmer zahlen müssen) wäre dein effektiver Lohn fast 2800 EUR Gehalt monatlich. Das wäre ein äquivalentes Einstiegsgehalt von fast 57000 EUR Brutto/Jahr in Deutschland, gar nicht so schlecht oder? Plus die Verpflegung in manchen Ländern ist viel billiger.

In Lateinamerika wären 2800 EUR/Monat unglaublich viel Geld! Also Steuern und Unterhaltskosten vom Land genau anschauen. Wichtig ist nur, dass du das Projekt interessant findest!

Bauing | 01. Juni 2017 - 14:17 2017-06-01

@Gipsy: Absolut untragbar! Auf keinen Fall unterschreiben, wer mit Master unter 45.000 € Jahresgehalt unterschreibt, ist selber Schuld! Wobei ein paar mehr Infos schon noch gut wären, z.B. Arbeitsland, Firma (deutsche Firma, oder ausländisch?) usw.

Gipsy | 31. Mai 2017 - 22:16 2017-05-31

Ich bin 26, werde voraussichtlich Ende September mein Masterstudium beenden, Vertiefung: Konstruktiver Ingenieurbau, bisher keine Berufserfahrung und habe eine Stelle für € 33.000 Jahresgehalt für ein Projekt im Ausland (Wohnung, Flüge etc. außer eigene Verpflegung werden übernommen) gefunden. Unterbezahlt ja oder nein?

ProGerd | 30. Mai 2017 - 14:53 2017-05-30

@Gerd:
Dem kann man kommentarlos zustimmen. Wer es aktuell nicht schafft einen vernünftigen Arbeitsplatz zu finden, der hat den Umbruch verschlafen. Beinahe jeder Einsteiger verdient (hier in Bayern) aktuell mind. 45000 EUR Einstiegsgehalt mit Master/Dipl.-Ing. Wer sich mit weniger abspeisen lässt, der ist selber Schuld. Nutzt doch den Mangel an Personal aus, bewerbt euch und sucht euer Glück.

Gerd | 28. Mai 2017 - 19:06 2017-05-28

Hallo liebe Kollegen, ich bin seit 21 Jahren nun als Bauingenieur beschäftigt, zunächst ca. 10 Jahre bei div. Bauunternehmen, seit 2006 aber nun beim öffentlichen Dienst. Seit einigen Jahren ist nun der Tisch für uns Bauingenieure reichlich gedeckt, das wird auch die nächsten Jahre anhalten. Ein Gehalt unter 50.000 € für einen eingelernten BI geht gar nicht, auch nicht im öD. Nutzt die zahlreichen Angebote und verlangt ein anständiges Gehalt, dann macht auch die Arbeit mehr Spass!

Kalle357 | 25. Mai 2017 - 11:14 2017-05-25

Dipl.-Ing. mit > 2 Jahre Berufserfahrung
56.000-60.000 EUR Jahresgehalt bei 40 Std.
Projektmanagement bei einem großen Unternehmen

Attacke | 17. Mai 2017 - 20:27 2017-05-17

Ich verfolge diese Seite auch seit einer Ewigkeit, so bleibe ich immer am Ball, was sich am Arbeitsmarkt so tut. Erst mal zu meiner Person: Ich bin Dipl.-Ing, also alte Generation, meinen Abschluß habe ich schon 2008 erledigt. Direkt nach dem Studium habe ich bei einem mittelständischen Unternehmen als Tragwerksplaner angefangen. Einstiegsgehalt vor 10 Jahren 3300 € Gehalt mit 38 Stunden die Woche und insgesamt 12.75 Gehälter. ( bei 38,5 Std. / Woche ca. 45.000 €) Wenn man seine Arbeit gut und mit Gewissen macht, bekommt man immer, was man möchte.

Nach 6 Jahren musste ich den Job wegen meiner Familie wechseln, In diesen 6 Jahren habe ich mich weiter ausgebildet zu SFI und ZfP-Personal, d.h. ich war nicht nur im Büro und Theoretiker, sondern auch im Betrieb tätig. Also nach 6 Jahren wechselte ich zum weltweit führenden Anlagenbauer, die haben natürlich andere Konditionen als ein kleines mittelständisches Unternehmen - z.B. ERA Tarif / IG-Metall , 13,25 Gehälter. Und so kam ich nach 3 Jahren auf ein Jahresgehalt von ca. 89.000 € (regulär 35 Std. / Woche) tatsächlich 38-40 Stunden.

Ich meine, mit ein bisschen Glück und Ehrgeiz, kann man viel erreichen. Und somit erreiche ich nach 9 Jahren als Bauingenieur eine sechsstellige Arbeitsvergütung. Ich kenne groß Konzerne auch die kleinen Unternehmen, man kann überall Geld machen, aber nicht vergessen, Geld ist nicht alles, sondern die Familie und die Gesundheit.

Ole | 15. Mai 2017 - 07:40 2017-05-15

@Magnus:
Ich bin bereits über 10 Jahre im Ausland. Ich war 5 Jahre in Afrika, 3 in Indien, 1 Jahr in Middle East, 1 Jahr in China und jetzt in Rumänien. Man verdient zwar deutlich mehr Geld, aber der Job bleibt im Prinzip der gleiche. Ausruhen kann man sich hier auch nicht. Das ist so ein Märchen. Eigentlich ist es sogar so, das 6 Tage Woche normal sind und 10 bis 12 Stunden am Tag mit Nachtschichten usw auch.

MasterBauing | 08. Mai 2017 - 10:39 2017-05-08

Ich verfolge das Forum hier schon seit Beginn meines Studiums und es hat mir so manche emotionale Höhenflüge als auch Tiefschläge verpasst. Jetzt nach Beendigung meines Studiums und ersten Eindrücken aus dem Berufsleben kann ich endlich auch eigene Erfahrungen beitragen:

Ich, 27 Jahre, Master of Science Bauingenieurwesen in Bayern mit mittelmäßiger Note (2,3), eingestiegen nach dem Studium in ein Ingenieurbüro, Projekt- und Vertragsmanagement von Großprojekten (Projektgröße ca 500 Mio €). Monatliches Einstiegs-Bruttogehalt war 3.800 € plus eine jährliche Bonusauszahlung. Macht in der Summe etwa 48.000 € im ersten Jahr. Nach circa einem Jahr gabs die erste Gehaltserhöhung, bin jetzt bei ca. 52.000 € nach der nächsten planmäßigen Erhöhung dann ca. 55.000 €. 40-45h/Woche, kein Firmenwagen.

Hatte nach meinem Abschluß noch ein etwas besseres Angebot (knapp 50.000 €/Jahr), habe mich aber für mein jetziges Büro entschieden, weil ich dort vorher schon als Werkstudent tätig war. Mir war einfach wichtiger meinen Arbeitgeber zu kennen und zu wissen, auf was ich mich einlasse.

Hier noch ein paar Vergleichsdaten meiner Kommilitonen (Einstiegsgehälter, derzeitiges Einkommen ist mir nicht bekannt):
- Projektsteuerer in großem Ingenieurbüro, 40 h/Wo., 52.000 €
- Vertragsmanager in großem Ingenieurbüro, 45 h/Wo., 52.500 €
- Planer in mittelgroßem Ingenieurbüro, 45 h/Wo., 49.000 €
- Tragwerksplaner in kleinem Ingenieurbüro (3 Mann), 45 h/Wo., 39.000 €
Alle Master-Absolventen der gleichen Uni und alle mit "Berufserfahrung" als Werkstudenten.

Also ich denke wenn man es drauf anlegt, kann man auch im Ingenieurbüro schon mit etwa 50.000 € Einstiegsgehalt rechnen. Man muss sich halt auch verkaufen können. Habe auch bei mir im Büro Kollegen die schimpfen, aber seit mehreren Jahren die gleiche Arbeit machen und auch sonst nicht bereit sind sich zu verändern. Denen kann man halt dann auch nicht helfen.

ABG | 05. Mai 2017 - 09:42 2017-05-05

Ort: Speckgürtel von Hamburg, eher ländlich
Abschluss: Master (TU)
Berufseinstieg Statikbüro: 3300 € Gehalt monatlich
nächster Job im anderen Statikbüro: 3500 € Gehalt monatlich
(nach 1/2 Jahr, also immer noch Berufseinstieg)

whong | 25. April 2017 - 10:41 2017-04-25

Bei mir: Masterabschluss als Bauingenieur, Fachhochschule 2013, dann Direkteinstieg in einem Baukonzern Baden-Württemberg. Dort tätig im Innendienst: Angebotsbearbeitung und Kalkulation Rohbau, Vergabe Nachunternehmerleistungen (Projektgröße 5. - 40. Mio €). Tarifvertrag, 40 h Woche (fünf Uhr ist meißt Feierabend), 30 Tage Urlaub, kein Firmenwagen. Jedes Jahr 2 - 3 Schulungen Hard- und Softskills. Einstieg 2013 mit Tarifgruppe A6, jedes Jahr eine "kleine" Gehaltserhöhung. Jetzt nach vier Jahren Eingruppierung in A7, ca. 57.000 € brutto Jahresgehalt.

Dipl-Ing | 25. April 2017 - 10:37 2017-04-25

Kurz und knapp: Wechselt den Job, bewerbt euch, schaut euch um! Ich verstehe viele Kommentare hier, die sowohl positiv als auch negativ sind. Ich kann sie sehr gut nachvollziehen, und kann nach 15 Jahren im Beruf als Bauingenieur sagen, dass beide Seiten recht haben!

Ich selber war jahrelang geknechtet im Job, wurde als Statiker mit 3000 € Gehalt abgefrühstückt, wurde als Bauleiter mit 4500 € Verdienst verheizt (60 h die Woche) und bin jetzt aber als Projektleiter bei einem Mittelständler angekommen und sehr zufrieden. Ich verdiene mit Boni ca. 70000 €, bei einer realen Woche von 40 h, wobei auch mal bei Bedarf mehr gemacht wird, aber dafür auch kulant damit umgegangen wird, wenn man mal einen halben Tag braucht für Arztbesuch o.ä.

In meinen Augen ist es immens wichtig sich umzusehen, ich selber habe viele Angebote bekommen über Headhunter, habe mir viele Angebote angehört und Vorstellungsgespräche geführt. Schon allein, um zu sehen wie mein Marktwert ist. Und dann, wenn mal das passende Angebot dabei ist, kann man wechseln. Ich verstehe nicht, wie jemand nur rumjammern kann und den Beruf schlecht macht. Der Verdienst ist nicht so gut wie bei anderen Ingenieuren, aber du bist was du aus dir machst. Und wer es nicht versucht, der darf sich dann auch nicht beschweren!

Also mein Rat an alle, die unzufrieden sind: Bewerbt euch, hört euch an was man zu bieten hat. Man kann doch nichts verlieren, wenn man schon einen Job hat. Irgendwann kommt die Möglichkeit, dass ein gutes Angebot dabei ist.

Magnus | 22. April 2017 - 17:12 2017-04-22

@Ole:
Deine Kunden verlangen wahrscheinlich, dass das Gebäude in 20 Monaten fertig sein soll, weil sie es gewohnt sind, das ohne Aufpreis zu bekommen? Wenn man hierfür einen Preis verlangen würde, für den 2 oder 3 Oles tätig sein könnten, würde das vielleicht ganz anders bewertet.

Mit einem deutschen Paß, kannst du dir doch fast auf der ganzen Welt Stellen suchen. Wenn du auf das viele Arbeiten keinen Bock mehr hast, such dir doch einfach was anderes. Im Baubereich gibt es auch noch viele andere Möglichkeiten, als in der Bauleitung auf Seiten der Ausfühung. Mit deinem Wissen müßte da doch irgendwo was drin sein. Vielleicht einfach mal ein bisschen Zeit damit verbringen und darüber nachdenken, wo es besser passen würde, als permanent dem nächsten Termin auf der Baustelle hinterherjagen.

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