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Dienstag, 26. Mai 2020
Ausgabe 6854 | Nr. 147 | 19. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 108

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biene | 07. August 2012 - 11:52

@Pro 21
Hier bitte sehr: Danach kann man in etwa gehen, wobei ich finde ein Master hat mehr leisten müssen als ein Uni-Diplomer (da 2 umfangreiche akademische Abschlussarbeiten). Also eher noch mehr.

karriere.de/service/gehaltscheck/bauingenieur-uni-37/

40.000 für einen Master of Engineering sind das erste halbe Jahr noch grenzwertig aus meiner Sicht. Und jetzt sagt nicht wieder die Quelle sei mist (nur weil sich der ein oder andere angegriffen fühlt, weil er weniger bekommt). Das Gehalt meines Ausbildungsberufs stimmt dort nämlich exakt.

Natürlich ist das Entwicklungspotenzial wichtig. Trotzdem müssen 45-48k ok sein. Absolvent2012 (Tragwerksplaner) bekommt doch auch 43k. Und zumindest laut meinen Infos verdienen im Schnitt Statiker weniger als spezialisierte Fachkräfte (Geotechnik, Spezialtiefbau, Verfahrenstechnik). Ok ich wills mal nicht übertreiben, sagen wir 45-46k. 40k hatte ich als Bachelor und das ist definitiv zu wenig als Master. Aber ich gebe dir recht. Wenn man was aushandelt, dass beispielsweise nach ½ bis 1 Jahr das Gehalt steigt, sind 40k auch ok. Aber das muss VORHER besprochen werden.

Willy | 07. August 2012 - 09:40

@Heinz:
Da zeigt sich wohl mal wieder der Unterschied zwischen Ost und West. 2 Freunde von mir haben jeweils vor 2 Jahren den Einstieg als Bauleiter in mittelständischen Unternehmen gehabt. Beide begannen mit einem Einstiegsgehalt von ~ 42.000 €/a (abzgl. Firmenwagen). Einer der beiden hat nach einem Jahr bereits den Sprung auf ~ 48.000 €/a geschafft. Unabhängig der o.g. Zahlen hängen die Gehaltserhöhungen in diesem Bereich mit dem entsprechenden Leistungsvermögen und den Umsatzzahlen der Baustellen zusammen. Aber ich muss zugeben, dass 36.000 €/a wirklich extrem wenig ist – SORRY!

@Pro21:
Ich weiß nicht, von welchem Bereich Du redest, aber ich kenne aus meinem Freundeskreis niemanden, der mit einem Universitätsabschluss (Diplom oder Master) mit einem Einstiegsgehalt von unter 40.000 €/a begonnen hat. Und ich bin hier auch mal sehr direkt und sage ganz einfach, dass ich einer der ersten wäre, der den Raum freiwillig verlassen würde, wenn man mir in den Gehaltsverhandlungen ein Einstiegsgehalt von unter 40k anbietet. Sorry, aber wer mit einem Uni-Abschluss für das Gehalt arbeiten geht, der ist in meinen Augen einfach selber schuld. Allerdings muss man hier auch differenzieren und sich das Unternehmen angucken. Die kleinen Ingenieurbüros können natürlich nicht mit den großen Unternehmen wie Hochtief, Strabag oder Bilfinger mithalten. Das muss in dieser Diskussion immer berücksichtigt werden.

Ich selber werde aber nicht in einem Ingenieurbüro starten, sondern in einem großen Konzern. Daher kann ich mir auch als Ziel ein Einstiegsgehalt von mind. 43.000 €/a setzen. Und wer sich mal dort umhört, der weiß auch, dass das keine unrealistischen Zahlen sind. Zu biene muss ich allerdings hinzufügen, das 48.000 €/a doch recht hoch scheint.

Neben dem Abschluss (in meinem Fall: M.Sc. Dipl.-Ing (FH)) ist aber auch für den Start entscheidend, was man während des Studiums drum herum gemacht hat. So habe ich zum Beispiel u.a. ein 6 monatiges Praktikum im Ausland auf einer Baustelle absolviert. Dazu habe ich 2 Zertifikate erlangt und kann mich in 4 Sprachen verständigen. Des Weiteren habe ich auf einem deutschlandweit sehr anerkannten Kongress Vorträge gehalten. All dies spielt eben auch mit in den Berufseinstieg hinein.

Pro 21 | 06. August 2012 - 15:33

Biene,
Du bist herrlich. Hat noch nicht einmal selbst eine Bewerbung als Master raus gehauen und gibt hier Meinungen ab, ob ein Gehalt gut oder schlecht ist. Zur Info: Bei uns steigen die Trainees unter 40.000 ein. Jeder der über 40.000 bei uns einsteigen will, kann gleich wieder gehen. Die Leute müssen sich erst einmal beweisen. Wichtiger als das Einstiegsgehalt ist immer das Entwicklungspotenzial, welches man in dem Unternehmen hat und ob man sich hocharbeiten kann.
Gruß

biene | 05. August 2012 - 15:33

Ich find 43k als Master jetzt nicht so doll. Da sollten schon 45-48k drin sein. Aber gut, als Tragwerksplaner ist das ok.

Heinz | 04. August 2012 - 21:01

Hallo, nur zum Vergleich: ich verdiene mit einem Jahr Berufserfahrung bei einem mittelständigen Unternehmen in der Bauleitung kapp über 40.000 €/Jahr im Osten. Einstieg lag bei ca. 36.000€/Jahr.

Absolvent2012 | 02. August 2012 - 12:21

Hallo alle miteinander,

ähnlich wie viele andere hier, habe ich die Diskussion über "(Einstiegs-)Gehälter für Bauingenieure" in diesem Forum mit großem Interesse verfolgt. Nun möchte auch ich mal einen kleinen Beitrag über meinen erst kürzlich angetretenen Berufseinstieg kundgeben:

Ich habe vor 3 Monaten meinen Masterabschluss erfolgreich an der Uni abgeschlossen. Nachdem ich 8 Bewerbungen (die meisten ohne konkrete Stellenausschreibung) verschickt hatte, hatte ich 5 Vorstellungsgespräche mit anschließendem Stellenangebot. Schlussendlich hatte ich mich auf 2 Angebote mit vergleichbaren Randbedingungen versteift und konnte zwischen diesen auswählen.

Nun arbeite ich als Tragwerksplaner in einem Ingenieurbüro (ca. 20 MA) im Rhein-Main-Gebiet. Mein Einstiegsgehalt beträgt 43k inkl. 13 Gehalt. Die Arbeitszeit liegt bei 40 h / Woche mit 28 Tagen Urlaub, Überstunden werden gesondert ausgezahlt. Persönlich bin ich sehr zufrieden mit den Rahmenbedingungen. Die Einstiegsgehälter der anderen Angebote lagen zwischen 38k und 43k.

Abschliessend kann ich noch jedem Studierenden den Rat geben, schon während des Studiums möglichst erste Berufserfahrungen (Praktika, studentische Hilfskraft) zu sammeln, da sie neben der Zeugnisnote mitentscheidend beim möglichen Berufseinstieg sind.

biene | 31. Juli 2012 - 20:02

@Daniel 28. Juli 2012 - 17:01
3800 als Master realitätsfern? Ich kenne Bachelor, die mit 3700 eingestiegen sind in der Maschinenbau-Branche und das in RP.

nosaint85 | 30. Juli 2012 - 14:19

Wie regelt ihr denn das eigentlich das Thema Gehaltserhöhung? Lasst ihr Euch das in den Vertrag reinschreiben z.B. jedes Jahr neue Verhandlungen,etc.? Als Beispiel fordert der Berufseinsteiger von einer Uni als Einstiegsgehalt die 3.920 EUR laut Tarif und bekommt sie auch. Wann wäre die nächste Gehaltsstufe bzw. Gehaltserhöhung fällig? MfG

Statiker | 29. Juli 2012 - 12:39

Man muß immer das Gesamtpaket beurteilen: 12x 3500 EUR, 13x oder gar 14x im Jahr? Überstunden mit drin oder zusätzlich vergütet? Muß ich umziehen oder habe ich den Job direkt vor der Haustüre? Tragwerksplaner in einem netten Ingenieurbüro, oder knallharter Bauleiterjob mit fieser, arroganter Kundschaft? Die Liste kann man endlos so weiterführen. Grüsse aus der Pfalz

Daniel | 28. Juli 2012 - 18:01

3800 EUR als Einstiegsgehalt für einen Master mit null Berufserfahrung ist realitätsfern.

biene | 27. Juli 2012 - 11:55

3500 EUR für deine 2 Abschlüsse (du hast 2 akademische Abschlussarbeiten geschrieben) wäre zu wenig. 3800 EUR als Einstiegsgehalt, weniger würde ich an deiner Stelle nicht fordern. Ich hatte ein halbes Jahr im Öffentlichen Dienst 3000 Brutto als Bachelor, fand ich persönlich zu wenig. 3200-3300 als Bachelor, 3800 als Master.

Willy | 27. Juli 2012 - 09:40

Kurz zu meiner Person: Ich bin 29 Jahre und habe nach meinem FH-Diplom noch das Masterstudium an der Universität gemacht (bzw. bin in 2 Monaten fertig). Somit habe ich neben meinem FH-Abschluss zusätzlich einen Universitätsabschluss -> M.Sc. Dipl.-Ing. (FH).

@biene & hornisse:
Aktuell taucht die Frage auf, was mache ich demnächst, wo geht es hin (operatives Geschäft, Tragwerksplanung, Öffentlicher Dienst etc.). Und da ich meine Masterarbeit in einem der größten deutschen Bauunternehmen schreibe, bekomme ich aktuell auch die Entwicklung des Marktes mit. Ein Mangel auf dem Markt für Bauingenieure ist sehr wohl vorhanden und die Zeiten für Absolventen können kaum besser sein. Allein "unsere" Abteilung hat in den letzten Monaten so viele Ingenieure eingestellt, wie lange nicht. Das ist darin geschuldet, dass sich zum Einen ein neuer Markt erschließt (Erneuerbare Energien), der gerade erst in der Entwicklung ist, zum Anderen liegt es daran, dass der demographische Wandel im Ingenieurbereich (für Bauwesen) stark voranschreitet. So scheiden in absehbarer Zeit viele Bauingenieure aus dem Berufsleben aus, während keine Absolventen (bzw. nur geringe Zahlen) nachkommen.

Diese geringen Absolventenzahlen sind auf mehrere Gründe zurückzuführen. Das liegt neben schlechteren Verdienstmöglichkeiten (im Vergleich zu anderen Ingenieuren), den teilweise sehr stressigen Jobs, einem knüppelharten Studium aber vor allem an der Entwicklung des Baumarktes. Dieser kommt einer Sinusfunktion gleich. Als ich mit dem Studium begann war die Bauwirtschaft am Boden und niemand traute sich Bauingenieurwesen zu studieren, aus Angst davor, später keinen Job zu bekommen. Der Markt war gesättigt. Somit waren die Zahlen der Studienanfänger sehr gering. Zeitgleich schieden/scheiden aber immer mehr Menschen aus dem Beruf aus. Nun ist die Wirtschaft wieder auf dem aufsteigenden Ast und die Arbeit wird mehr. Wer aber soll diese erledigen? Die in Rente/Pension gehenden Ingenieure müssen zum einen ersetzt werden, zum Anderen müssen die neuen Ressourcen mit Neuingenieuren abgedeckt werden - die aber sind nur in geringem Maße vorhanden.

Ich persönlich freue mich über die aktuelle Situation, da ich so ein absolutes Luxusproblem habe und mir tatsächlich Firma und Job "aussuchen" kann. Zudem werde ich mich definitiv bei mehreren Firmen bewerben um so auch gehaltstechnisch etwas pokern zu können und das maximale zu erreichen. Man wäre schön blöd, wenn man diese Möglichkeit nicht nutzen würde. Ich müsste dies nicht tun, da man mir in der aktuellen Firma bereits einen Job angeboten hat, aber ich werde den Teufel tun und das erstbeste Angebot annehmen.

Kurzum: man sollte sich tatsächlich nicht unter Wert verkaufen. Die Möglichkeiten sind vorhanden und wer in der heutigen Zeit für ~2500 € brutto arbeiten geht, der ist selber Schuld. Nur mal als Vergleich bzgl. der Bautarife: die Lohngruppen für Berufseinsteiger sind bei FH-Absolventen A6 und bei Universitätsabsolventen A7. Das sind 3500 € bzw. 3900 € brutto. Ich werde nicht für unter 3500 € in den Beruf starten. Das kann ich tun, weil die Zeiten gut sind und gesucht wird!

@bauingenieur:
Sorry, wenn ich das so direkt sage, aber für das Gehalt nach 4 Jahren würde ich persönlich nicht arbeiten gehen. Nach meinen FH-Abschluss sind bis auf mich alle Kommilitonen in das Berufsleben eingestiegen. Die meisten begannen dabei mit einem Einstiegsgehalt von 2900 € - 3500 €. Das ist nun aber bereits 2 Jahre her und dementsprechend ist der ein oder andere bereits im Gehalt aufgestiegen. Bei Deinen 4 Jahren Berufserfahrung finde ich das Gehalt absolut lächerlich. Harte Worte und sehr direkt, ich weiß. Aber so ist nunmal das Leben. Und man muss auch selber den "Hintern bewegen" und sich auch das bezahlen lassen, was man wert ist. Und das sind in Deinem Falle ca. 500 € brutto mehr im Monat.

biene | 18. Juli 2012 - 11:32

@Hornisse:
Sorry, wenn das so rüberkommen sollte. der Arbeitsmarkt ist nur in gewissen Regionen gut. Aber ein Ingenieurmangel herrscht wohl nicht, wenn ich das mal gesagt haben sollte, dann sorry. Für die große Masse gibt es meiner Meinung nach keinen Mangel, sonst würde man dies ja an den Gehältern sehen. Nur in ein paar Nischengebieten halt. Dass die Aussichten so ultra mies sind (wie es hier teils dargestellt wird) stimmt allerdings ebenso wenig.

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