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Sonntag, 31. Mai 2020
Ausgabe 6859 | Nr. 152 | 19. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 109

1534 Kommentare | 692863 Aufrufe Kommentar hinzufügen
nosaint85 | 30. Juli 2012 - 14:19

Wie regelt ihr denn das eigentlich das Thema Gehaltserhöhung? Lasst ihr Euch das in den Vertrag reinschreiben z.B. jedes Jahr neue Verhandlungen,etc.? Als Beispiel fordert der Berufseinsteiger von einer Uni als Einstiegsgehalt die 3.920 EUR laut Tarif und bekommt sie auch. Wann wäre die nächste Gehaltsstufe bzw. Gehaltserhöhung fällig? MfG

Statiker | 29. Juli 2012 - 12:39

Man muß immer das Gesamtpaket beurteilen: 12x 3500 EUR, 13x oder gar 14x im Jahr? Überstunden mit drin oder zusätzlich vergütet? Muß ich umziehen oder habe ich den Job direkt vor der Haustüre? Tragwerksplaner in einem netten Ingenieurbüro, oder knallharter Bauleiterjob mit fieser, arroganter Kundschaft? Die Liste kann man endlos so weiterführen. Grüsse aus der Pfalz

Daniel | 28. Juli 2012 - 18:01

3800 EUR als Einstiegsgehalt für einen Master mit null Berufserfahrung ist realitätsfern.

biene | 27. Juli 2012 - 11:55

3500 EUR für deine 2 Abschlüsse (du hast 2 akademische Abschlussarbeiten geschrieben) wäre zu wenig. 3800 EUR als Einstiegsgehalt, weniger würde ich an deiner Stelle nicht fordern. Ich hatte ein halbes Jahr im Öffentlichen Dienst 3000 Brutto als Bachelor, fand ich persönlich zu wenig. 3200-3300 als Bachelor, 3800 als Master.

Willy | 27. Juli 2012 - 09:40

Kurz zu meiner Person: Ich bin 29 Jahre und habe nach meinem FH-Diplom noch das Masterstudium an der Universität gemacht (bzw. bin in 2 Monaten fertig). Somit habe ich neben meinem FH-Abschluss zusätzlich einen Universitätsabschluss -> M.Sc. Dipl.-Ing. (FH).

@biene & hornisse:
Aktuell taucht die Frage auf, was mache ich demnächst, wo geht es hin (operatives Geschäft, Tragwerksplanung, Öffentlicher Dienst etc.). Und da ich meine Masterarbeit in einem der größten deutschen Bauunternehmen schreibe, bekomme ich aktuell auch die Entwicklung des Marktes mit. Ein Mangel auf dem Markt für Bauingenieure ist sehr wohl vorhanden und die Zeiten für Absolventen können kaum besser sein. Allein "unsere" Abteilung hat in den letzten Monaten so viele Ingenieure eingestellt, wie lange nicht. Das ist darin geschuldet, dass sich zum Einen ein neuer Markt erschließt (Erneuerbare Energien), der gerade erst in der Entwicklung ist, zum Anderen liegt es daran, dass der demographische Wandel im Ingenieurbereich (für Bauwesen) stark voranschreitet. So scheiden in absehbarer Zeit viele Bauingenieure aus dem Berufsleben aus, während keine Absolventen (bzw. nur geringe Zahlen) nachkommen.

Diese geringen Absolventenzahlen sind auf mehrere Gründe zurückzuführen. Das liegt neben schlechteren Verdienstmöglichkeiten (im Vergleich zu anderen Ingenieuren), den teilweise sehr stressigen Jobs, einem knüppelharten Studium aber vor allem an der Entwicklung des Baumarktes. Dieser kommt einer Sinusfunktion gleich. Als ich mit dem Studium begann war die Bauwirtschaft am Boden und niemand traute sich Bauingenieurwesen zu studieren, aus Angst davor, später keinen Job zu bekommen. Der Markt war gesättigt. Somit waren die Zahlen der Studienanfänger sehr gering. Zeitgleich schieden/scheiden aber immer mehr Menschen aus dem Beruf aus. Nun ist die Wirtschaft wieder auf dem aufsteigenden Ast und die Arbeit wird mehr. Wer aber soll diese erledigen? Die in Rente/Pension gehenden Ingenieure müssen zum einen ersetzt werden, zum Anderen müssen die neuen Ressourcen mit Neuingenieuren abgedeckt werden - die aber sind nur in geringem Maße vorhanden.

Ich persönlich freue mich über die aktuelle Situation, da ich so ein absolutes Luxusproblem habe und mir tatsächlich Firma und Job "aussuchen" kann. Zudem werde ich mich definitiv bei mehreren Firmen bewerben um so auch gehaltstechnisch etwas pokern zu können und das maximale zu erreichen. Man wäre schön blöd, wenn man diese Möglichkeit nicht nutzen würde. Ich müsste dies nicht tun, da man mir in der aktuellen Firma bereits einen Job angeboten hat, aber ich werde den Teufel tun und das erstbeste Angebot annehmen.

Kurzum: man sollte sich tatsächlich nicht unter Wert verkaufen. Die Möglichkeiten sind vorhanden und wer in der heutigen Zeit für ~2500 € brutto arbeiten geht, der ist selber Schuld. Nur mal als Vergleich bzgl. der Bautarife: die Lohngruppen für Berufseinsteiger sind bei FH-Absolventen A6 und bei Universitätsabsolventen A7. Das sind 3500 € bzw. 3900 € brutto. Ich werde nicht für unter 3500 € in den Beruf starten. Das kann ich tun, weil die Zeiten gut sind und gesucht wird!

@bauingenieur:
Sorry, wenn ich das so direkt sage, aber für das Gehalt nach 4 Jahren würde ich persönlich nicht arbeiten gehen. Nach meinen FH-Abschluss sind bis auf mich alle Kommilitonen in das Berufsleben eingestiegen. Die meisten begannen dabei mit einem Einstiegsgehalt von 2900 € - 3500 €. Das ist nun aber bereits 2 Jahre her und dementsprechend ist der ein oder andere bereits im Gehalt aufgestiegen. Bei Deinen 4 Jahren Berufserfahrung finde ich das Gehalt absolut lächerlich. Harte Worte und sehr direkt, ich weiß. Aber so ist nunmal das Leben. Und man muss auch selber den "Hintern bewegen" und sich auch das bezahlen lassen, was man wert ist. Und das sind in Deinem Falle ca. 500 € brutto mehr im Monat.

biene | 18. Juli 2012 - 11:32

@Hornisse:
Sorry, wenn das so rüberkommen sollte. der Arbeitsmarkt ist nur in gewissen Regionen gut. Aber ein Ingenieurmangel herrscht wohl nicht, wenn ich das mal gesagt haben sollte, dann sorry. Für die große Masse gibt es meiner Meinung nach keinen Mangel, sonst würde man dies ja an den Gehältern sehen. Nur in ein paar Nischengebieten halt. Dass die Aussichten so ultra mies sind (wie es hier teils dargestellt wird) stimmt allerdings ebenso wenig.

Hornisse | 16. Juli 2012 - 22:31

@biene:
Du widersprichst dir selber. Auf der einen Seite behauptest du, dass es ein starkes Unterangebot an Bauingenieuren gäbe und man deshalb bei Gehaltsforderungen nicht kleinlich sein darf. Ein paar Postings weiter stellst du dann fest, dass Bauingenieure ab 40 Jahren Probleme auf dem doch angeblich leergefegten Markt haben. Wie geht das? Ist der Markt nur für Absolventen, die sich unter Wert anbieten, leergefegt? Ich bin völlig verwirrt.

biene | 14. Juli 2012 - 14:57

@Horschti: Das ist einfach meine Erfahrung. Viele Berufsanfänger pokern nicht und lassen sich unter Wert verkaufen. Ich kenne solche Leute. Es gibt auch andere, die können sich verkaufen. Die haben auch keinen besseren Abschluss! Man muss auch etwas fordern als Ingenieur. Schließlich kauft der Arbeitgeber einen Ingenieur ein. Sonst kann er sich ja auch einen Nichtstudierten einkaufen. Wer einen Ingenieur haben will, der soll ihn auch gut bezahlen.

Dass die Realität oft anderes aussieht, bestreite ich gar nicht. Aber man hat die Wahl als junger Ingenieur. Als Ü40-50 Jähriger wirds da schon hart, wenn man nicht im Öffentlichen Dienst ist oder selbstständig und auf Jobsuche ist als Ingenieur.

Horschti | 12. Juli 2012 - 09:02

Von biene: "Ich bleibe dabei, es kommt auf die Richtung an, die man einschlägt."
Das ist in jeder Branche so. Ein Anwalt für Wirtschaftsrecht verdient auch mehr als ein Anwalt für Familienrecht.

Von biene: "Und viele können sich nicht verkaufen."
Der gewiefte Bauleiter zieht über gute Nachträge dem AG den letzten Pfennig aus der Tasche, aber soll zu blöd sein sich selbst zu verkaufen? Nein er weiß genau was verdient wird, was er kostet und wie viel er fordern kann. Mach deinen Master fertig, schreib Bewerbungen und führe mal ein paar Gehaltsverhandlungen, damit du weißt wovon du redest.

biene | 10. Juli 2012 - 18:19

Ich bleibe dabei, es kommt auf die Richtung an, die man einschlägt. Und viele können sich nicht verkaufen.

Hornisse | 06. Juli 2012 - 13:40

@biene: Interessante Theorie.

Dann hältst du offensichtlich den Grossteil deiner Kommilitonen für unfähig für sich den besten Deal rauszuholen? Meinst du nicht auch, dass im Internetzeitalter jeder vor seinem Bewerbungsgespräch genügend Informationen recherchiert hat und das Optimum ziemlich genau kennt? Vom Face to Face Erfahrungsaustausch unter den Studenten mal ganz zu schweigen.

Der Markt regelt sich immer über Angebot und Nachfrage. Wenn einem Unternehmen essentielle Resourcen knapp werden und es auf dem Markt ein Unterangebot dieser Resource gibt, steigt zwangsläufig sein Preis. Je grösser die Diskrepanz desto stärker die Position der Anbieter der gesuchten Resource und folglich desto steiler die Steigerungen im Preis (Gehalt). Den angeblichen Fachkräftemangel, den du postulierst, gibt es in der realen Welt nicht. Jedenfalls nicht in der Welt, in der 99 Prozent der Bauingenieure leben. Was es allerdings gibt, und das branchenübergreifend, sind Fachleute, die für Mikrogehälter arbeiten wollen.

biene | 04. Juli 2012 - 11:40

Das Problem ist auch, dass Bauingenieure zu wenig fordern!! Auch in einem Ingenieurbüro sollte man das fordern, was man wert ist. Wenn's nicht gezahlt wird --> nächste Bewerbung. Wenn das JEDER so machen würde, hätten wir einen Gehaltsboom. Dann würden die Chefs nämlich endlich mal wissen, was ein Bauingenieur heutzutage wert ist.

Also ich kann nur für mich sprechen, mein Studium war knüppelhart (Bachelor) und ich denke es geht mehreren so. Da wir ein Unterangebot an Bauingenieuren haben, sollte mehr gefordert werden.

Bauhelfer | 02. Juli 2012 - 13:09

@tom123:
Darf man fragen wie ein "leergefegter Markt an Bauingenieuren" zum erwähnten Gehaltsgefälle Bauingenieure vs. andere Ingenieursdisziplinen passt? Müsste es bei einem "leergefegten" Markt an Bauingenieuren nicht zu steilen Gehaltsanstiegen kommen? Müssten die Gehälter der Bauingenieure dann nicht über denen der anderen Ingenieursdisziplinen liegen?

Warum gelten die Marktgesetzte gerade im Bauwesen nie? Oder habe ich da was falsch verstanden. Es heisst doch immer in den Systemmedien, dass der Markt Angebot und Nachfrage über den Preis regelt?!

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