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Samstag, 22. Februar 2020
Ausgabe 6760 | Nr. 53 | 19. Jahrgang

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 114

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Ole | 11. Februar 2011 - 09:28

@Neuling: Irgendwie halte ich Deine Strategie fuer ziemlich merkwuerdig. Wie Du den Wechsel von vielen Ueberstunden zu einem sorgenfreien Leben schaffen willst, ist mir nicht klar. Sicher braucht man am Anfang mehr Zeit um eine Aufgabe zu erfuellen, doch jeder Arbeitgeber weiss das. Wenn Du spaeter immer noch die gleiche Menge an Arbeit bewaeltigst und dafuer weniger arbeiten musst wirkt das eher ungeschickt, weil es offensichtlich nicht zu einer Verbesserung Deiner Leistungsfaehigkeit kommt. Je groesser der Betrieb ist, desto weniger merkt der Chef, das Du ueberhaupt Ueberstunden machst.

Ich habe auch schon in Firmen gearbeitet, wo der Chef und Eigentuemer der Meinung war, das jemand der mehr als 9 Stunden fuer seine Arbeit braucht, schlicht und ergreifend nicht der beste Ingenieur ist. Damals liess der den Strom fuer die Rechner puenklich um 17.30 abstellen. Begrenzte Arbeitszeiten erzwingen eine bessere Einteilung und das ziemlich erfolgreich. Davon abgesehen gibt es zig Studien, die aussagen das 80 % aller Fehler auf Muedigkeit durch zuviel Arbeit verursacht werden. Wie willst Du Deinem Chef denn erklaeren, das Du leider etwas ueberarbeitet warst?

Du musst Dich hier nicht rechtfertigen, kannst schliesslich machen was Du willst. Das Tolle an Bauingenieuren ist, das wenn Du meinst, das Du Deine Ueberstunden zurueckfahren willst, jemand Neues, frisch von der Uni, vor der Tuer steht, der genau Dein Prinzip verfolgt und freiwillig 60 Stunden arbeitet und Dir Dein "sorgenfreies Leben" versaut.

Fazit: Freiwillig viel Arbeiten, wenig Geld verdienen und hoffen das es irgendwann mal besser wird ist ziemlich naiv und wird es auch immer bleiben. Achso: Nur nebenbei bemerkt ueber Deine 47 k lacht sicher jeder Bauingenieur ausserhalb Deutschlands, in einem vergleichbaren Land, tot. Maschinenbauer, Elektroingenieure usw. im Uebrigen auch, das bekommt schon der Industriemeister der bei Bosch die Halle aufschliesst.

Ole

| 10. Februar 2011 - 11:15

@Neuling: Träumer! Speicher mal den "Kram" den Du hier schreibst und lies es in zehn Jahren. Entweder Du wirst lachen bzw. schmunzeln oder Dich wegen Deiner jugendlichen Naivität schämen.

Einer unserer Professoren sagte mal: "Betont sicheres Auftreten bei gleichzeitig völliger Ahnungslosigkeit!"

Neuling | 09. Februar 2011 - 20:33

Zu meinem Beitrag: An Pausenzeiten halte ich mich vielleicht 2 mal die Woche und mein Arbeitsplatz ist quasi direkt auf der anderen Straßenseite. Nachdem sich mehrfach über die 65 h/Woche gewundert wurde, habe ich noch mal nachgerechnet. 5 x 11,5 h + 3 h =60,5 h/Woche. Sorry für die falsche Angabe. Mit meinem Verdienst, im übrigen sind das laut Finanzamt knapp 47 k Brutto, liege ich deutlich über dem meiner ehemaligen Kommilitonen. Diese bekommen alle, bis auf eine Ausnahme, 400-900 € weniger. Ich frage mich in welchem Bereich die Ersteller mit dem höheren Einstiegsgehalt angefangen haben zu arbeiten.

Ich musste monatelang suchen, mehrere Angebote ablehnen und am Ende war ich mit den geschriebenen Konditionen sehr zufrieden. Für mich ist mein Verhalten eine Investition in eine bessere Zukunft, in der ich mit meinem erlangten Wissen und meiner erarbeiteten Stellung innerhalb der Firma, ein sorgenfreies Berufsleben habe. Erst zeige ich Leistung, dann möchte ich die entsprechende Anerkennung. Leider ist es eine schlechte Zeit im Straßenbau / Tiefbau, denn die letzten 3 Monate waren primär mit schlechtem Wetter gesegnet. Bedeutet, dass man in so einer Phase besser nicht nach mehr Gehalt fragt. In einem Monat, wenn die Gehaltserhöhung gekommen ist werde ich mein erwartetes Jahresbrutto posten und man wird sehen ob die Strategie aufgeht.

Aber da ich die Gehälter meiner Ingenieurskollegen kenne, mache ich mir da absolut keine Sorgen. Diese werde ich hier aber nicht kund tun, da ich mit meiner Kommaverschiebung bei den Stunden eh schon jede Glaubwürdigkeit verspielt habe. Ich frag mich grade warum ich mich überhaupt rechtfertige, denn mein Beitrag sollte als Anhaltspunkt für Berufseinsteiger gesehen werden. Bis dahin, ein glücklicher und zufriedener Bauingenieur. Zumindest bis jetzt!

Magnus | 07. Februar 2011 - 22:05

@neuling: Ob die letzten 15 Stunden gefordert sind oder nicht, kannst du meiner Meinung nach nur herausfinden, wenn Du sie einfach mal nicht machst. Ich glaube niemand macht Überstunden aus purer Lust am Arbeiten, sondern eher weil man den Eindruck hat, in seiner regulären Arbeitszeit nicht soviel wegzuschaffen, wie man meint zu müssen. Von mir hat in den letzten 9 Jahren noch nie jemand Überstunden verlangt.

In der Regel bekommt man ein Projekt und dann noch ein Projekt und dann noch eines. Wenn man dann meint, jetzt ist es einfach viel zu viel um das überhaupt auf die Reihe zu kriegen, dann kommt der Chef vorbei mit einer Aufgabe die unglaublich wichtig und wahnsinnig dringend ist und die man ja bestimmt noch irgendwo einschieben kann.

kakadou | 04. Februar 2011 - 20:01

Hallo Tragwerkplaner,

brauchst Dich nicht zu entschuldigen. Klare Worte sind immer gut. Dein Tipp, den Arbeitgeber zu wechseln weil mir meine Arbeit Spaß macht (ok, etwas verzerrt zitiert;-)), ist nicht so das gelbe vom Ei! Lieber 60 h Spaß als 45 h Ärger - oder?

>> ...denen die Arbeit soviel Spaß macht dass sie bereit sind ihr Privatleben aufzugeben, solange haben wir in unserer Branche ein Honorarproblem. Die Arbeit kann nicht so erfüllend sein, dass man bereit sein kann am WE und nachts zu arbeiten

Ole | 03. Februar 2011 - 12:32

Kann den Worten von Tragwerksplaner nichts hinzufuegen und schreibe hier lediglich um meine Sympathie auszudruecken.

Tragwerksplaner | 01. Februar 2011 - 16:45

@kakadou

Hallo, sorry Kakadou, aber solange es solche Kollegen wie dich gibt, denen die Arbeit soviel Spaß macht dass sie bereit sind ihr Privatleben aufzugeben, solange haben wir in unserer Branche ein Honorarproblem. Die Arbeit kann nicht so erfüllend sein, dass man bereit sein kann am WE und nachts zu arbeiten.

Wenn Du mehr Rückgrat hättest, dann würdest Du dich entweder durchsetzen, oder den Arbeitgeber wechseln. In beiden fällen müsste dein Arbeitgeber um dich ersetzten zu können, mindestens zwei neue Arbeitsplätze schaffen. Aber solange die Mehrarbeit kostenlos von solchen Leuten wie dich erledigt wird, solange passiert gar nichts. Ich endschuldige mich für die klaren Worte.

kakadou | 31. Januar 2011 - 22:00

"Wie erklärst Du Deinem Arbeitgeber dann in ca. 2 bis 5 Jahren, dass Du erstens eine Gehaltserhöhung möchtest, weil Du kein Anfänger mehr bist und Du andererseits aber "nur noch" 50 Stunden pro Woche arbeiten möchtest?"

1. Ich kann Neuling voll und ganz verstehen. Denn bis heute arbeite ich ganz genau so - angefangen mit 50 h, langsam gesteigert mit zunehmenden, interessanten und spannenden Aufgaben auf öfters eher 70 als nur 60 h.

2. Hab ich jetzt genau das oben beschriebene Problem - ich will mehr Geld (nicht wirklich - aber pro Stunde) und muss weniger arbeiten (halte ich nicht durch bis 67). Da ich einigermaßen verzweifelt versuche, Arbeiten, die zwar gemacht werden müssen, aber nicht unbedingt von mir, abzugeben, und das nicht funktioniert, weil es sich so eingespielt hat, dass Kollegen (die alle auch nicht faul sind!) "nein" sagen, weil sie keine Zeit hätten und um 18:30 (also auch nicht um 17:00) gehen, und ich dann das liegengebliebene nachts und am Sonntag aufschaffe. Ohne dass das irgendjemand überhaupt bemerkt (remote-Arbeitsplatz daheim - schützt nicht vor Arbeit aber rettet die Ehe).

Die "strittigen" Arbeiten sind immer die, die fachlich nicht nur von mir bewältigt werden können - wenn ich mich wehre, gibt es Krach und ich stehe da wie wenn mir die Motivation fehle (was absolut nicht der Fall ist, ich liebe meine Arbeit und stehe voll hinter der Firma). Meine eigentlichen Projekte bleiben auch liegen, die kann ich aber gar nicht delegieren und es ist alles langfristiger angelegt, d.h. es fällt nicht sofort auf (hat aber größere Folgen, z.B. liegengebliebene Abrechnungen größeren Umfangs). Die Arbeit ist inhaltlich, bezüglich der Umgebungsbedingungen und von der Zusammenarbeit mit meinen Kollegen ansonsten perfekt.

Hätte ich nur mal langsamer losgelegt....dann wäre die Meßlatte niedriger. Meine eigene und die des Chefs. Und ich hätte ja jedes Jahr ein bisschen steigern können. Mich tröstet, dass nur die das Problem haben, denen die Arbeit Spaß macht ;-)

Übrigens glaube ich auch dass derzeit die Chancen auf einen neuen, besseren oder besser bezahlten Arbeitsplatz nicht schlecht sind. Im lokalen Stellenmarkt (BaWü) tauchen seit einem halben Jahr immer wieder die gleichen Stellenanzeigen auf - die finden niemand.

Pro 21 | 31. Januar 2011 - 14:50

Mit 2.700 Euro Brutto anfangen ist wohl ein Traum für einen Bachelor.
Ich bin damals vor 4 Jahren mit einem Diplom und 2.400 Euro angefangen.

Bauingenieur Bachelor | 27. Januar 2011 - 16:31

Habe eine Frage: Bin 23 Jahre alt und werde demnächst mein Bachelor machen. Wieviel kann ich als Einstiegsgehalt in einem Ingenieurbüro für Tragwerksplanung verlangen? Hab so gut wie keine Praxiserfahrung. Sind 2700 EUR in Ordnung oder ist das zuviel?

Horschti | 25. Januar 2011 - 13:32

@Neuling: 3250 Euro für 65 Stunden, da lacht dich jeder Maurer aus. Der Mindestlohn West liegt bei 12,95 Euro plus 25% Überstundenzuschlag. Das macht dann 12,95*40*4,3+12,95*25*1,25*4,3 = 3967 Euro. 65 Stunden zu arbeiten für nichts ist einfach bescheuert. Hör auf damit solange du noch kannst.

Civil-Eng. | 25. Januar 2011 - 11:50

Ich kann den "Neuling" gut verstehen. Ich hätte mich nach meinem (Uni-)Diplom im Jahr 2004 um einen solchen Job geradezu gerissen. Die 65-Stunden-Woche hätte mir zu diesem Zeitpunkt nicht das Geringste ausgemacht. Aus heutiger Sicht sind diese Konditionen jedoch für mich ein gutes Beispiel dafür, wie es eigentlich NICHT laufen sollte, was nicht zuletzt einfach daran liegt, dass ich jetzt Familie habe. Ganz ehrlich: Mit einer ständigen 65-Stunden-Woche könnte ich die Scheidungspapiere meinem Arbeitsvertrag als Anhang beifügen.

Zugegeben: Mein aktueller Job (eher im Bereich Software für das Bauwesen anzusiedeln) erfüllt mich nicht mehr so ganz. Die Bezahlung ist mit knapp 37 k/a gemessen an meiner Berufserfahrung auch eher mau. Auf der anderen Seite habe ich eine vertragliche 40-Stunden-Woche und kann alle (angeordneten) Überstunden zum Freizeitausgleich oder zur Vergütung geltend machen. Das Arbeitsklima stimmt auch, so dass der Arbeitsalltag weitestgehend stressfrei ist. Stünde ich also vor der Wahl zwischen Variante "Neuling" und meiner eigenen, bliebe ich eindeutig bei dem, was ich jetzt habe. Trotzdem schaue ich mich - wenn auch sehr verhalten - nach etwas Neuem um.

| 24. Januar 2011 - 21:25

@Neuling: Bei den ersten drei Sätzen Deines Beitrages habe ich noch gedacht: "Endlich mal ein selbstbewußter Absolvent, der dem Lohndumping den Kampf ansagt." Nach den nächsten Sätzen war ich dann leider sprachlos. Wie kann man freiwillig und ohne Not 65 Stunden die Woche arbeiten und damit sein eigenes Gehalt auf weniger als 2/3 reduzieren? Es mag Dir am Anfang alles spannend und neu vorkommen und deswegen verbringst Du Deine theoretische Freizeit lieber auf der Arbeit. Aber es kommen auch andere Zeiten (vielleicht mit Familie und Kindern oder zumindest mit Freundin). Wie erklärst Du Deinem Arbeitgeber dann in ca. 2 bis 5 Jahren, dass Du erstens eine Gehaltserhöhung möchtest, weil Du kein Anfänger mehr bist und Du andererseits aber "nur noch" 50 Stunden pro Woche arbeiten möchtest?

Und ist Dir auch bewußt, dass Du mit Deiner übertriebenen freiwilligen Mehrarbeit andere Kollegen (darunter vielleicht auch Familienväter, die ein Privatleben haben) massiv unter Druck setzt, indem Du die Maßstäbe unnötig verschiebst? Warum gestaltest Du nicht lieber Deine Freizeit sinnvoll?

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