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Freitag, 26. Februar 2021
Ausgabe 7130 | Nr. 57 | 20. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 13

1651 Kommentare | 735839 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Magnus | 19. Oktober 2013 - 09:38

@Hornisse
"Der Unterschicht wird beigebracht zu arbeiten, die Ober- und Mittelschicht lernt wie man Geld macht. Und, machen wir uns nichts vor, Bauingenieurwesen studieren zu 99% Leute, die nicht aus der Mittel- oder Oberschicht stammen."
Deine Argumentation wird immer wirrer. Als nächstes willst du uns wahrscheinlich erzählen, dass 73% aller Bauingenieure einen unterdruchschnittlichen IQ haben und 56% in ihrer Kindheit vernachlässigt wurden.
Zugegebernermaßen sind die meisten anderen Ingenieurberufe gehaltstechnisch etwas besser dran als Bauingenieure. Wenn du in der Spiegelstatistik die Gehälter nach Funktion für Berufserfahrene vergeleichst, sieht es aber nicht so dramatisch aus.

Im Übrigen lag der Durchschnittverdienst aller gesetzlich rentenversicherten Personen im letzten Jahr bei 34.000 Euro. Hierüber liegen sogar noch 75 % aller Bauingenieureinsteiger.

Medmet | 18. Oktober 2013 - 23:55

Ich bin seit 3 Jahren als Bauingenieur Tragwerksplaner tätig. Mich befriedigt diese Tätigkeit total und ich bin wunschlos glücklich.
Mein einziges Problem ist höchstens wie ich mein Bruttojahresgehalt von 150'000 Euro loswerde.

Thalio | 17. Oktober 2013 - 18:14

@Hornisse:
"Und, machen wir uns nichts vor, Bauingenieurwesen studieren zu 99 % Leute, die nicht aus der Mittel- oder Oberschicht stammen." >> Ich glaube wirklich diese Aussage ist eine der dümmsten Sachen, die ich in meinem ganzen Leben gehört habe.

Igor | 17. Oktober 2013 - 17:45

Die Bauingenieure scheinen mehr als rar zu sein. Anders kann ich es mir nicht erklären wieso die Firmen so heiss auf Abgänger sind. Vorgestern habe ich bei einem Ingenieurbüro angerufen, einen Tag später das Vorstellungsgespräch und heute schon den Vertrag unterschrieben.
Salär: 6.900 Fr x 13.

Flopp | 17. Oktober 2013 - 15:28

Jop, so ists nunmal im Moment. Freund von mir Arbeitet im Tragwerksplanungsbüro mit 150 Leuten über Deutschland verteilt. 6 Gesellschafter, macht 30 Ingenieure, die pro Gesellschafter arbeiten. Davon haben zwar alle ein Haus und ein Auto, aber weder eine Villa, noch ein Ferarri. Sucht euch mal einen mittelständischen Maschinenbauunternehmer heraus. Da gibts halt größere Gewinnmargen. Der Markt ist halt ziemlich reguliert. Als Chemiekonzern kann man eher die Preise diktieren, als das kleine Tragwerksplanungsbüro. Da nehm ich das, was am billigsten ist.

Genau was ich auch als Kunde beim Benzin oder bei meinem Handytarif mache. Wenn das Benzin eben 10 Cent mehr kostet und ich dafür 2 Vögel auf einer Südseeinsel retten kann, nehm ich die 10 Cent pro Liter. Anders sieht es da allerdings im Ausland oder in anderen Bereichen, außerhalb des klassischen Bauingenieurwesens aus. Als Bauingenieur lernt man unglaublich viel Zeug, was man vor allem nicht braucht, aber auf der anderen Hand auch in anderen Bereichen einsetzen kann. Da steckt eher mehr Know-how dahinter, weniger die tatsächliche Handarbeit, welche nunmal von einem beliebigen Tragwerksplaner oder Bauleiter erledigt werden kann.

Hornisse | 16. Oktober 2013 - 20:14

@Perspek:
Das sehe ich auch so. Die Lobbyarbeit der Bauindustrie über die verschiedenen Kanäle wie VDI ("Ingenieurslücke"), Systemmedien-Propaganda ("Fachkräftemangel") und Professoren sowie Foren-Trolle ("...bin Bachelor, verdiene CHF 110 k nach einem halben Jahr im Job...") finden halt bei den leichtgläubigen Zeitgenossen Anklang. Meist gehören die Studenten des Bauingenieurwesens auch nicht zur etablierten und aufgeklärten Mittelschicht, da fällt die Propaganda vom Bauingenieursmangel auf fruchtbaren Boden. Wer von den Bauingenieursstudenten hat ein Elternhaus mit Ärzten oder Chemie- und Pharmaindustriemanagern oder Bankern oder Juristen oder Selbständigen (Bauingenieursbüroinhaber sind natürlich ein Sonderfall) oder höheren Beamten?

Die Studenten hier können ja mal heimlich, still und leise in der nächsten Vorlesung durchzählen. Der Unterschicht wird beigebracht zu arbeiten, die Ober- und Mittelschicht lernt wie man Geld macht. Und, machen wir uns nichts vor, Bauingenieurwesen studieren zu 99% Leute, die nicht aus der Mittel- oder Oberschicht stammen.

GT1610 | 16. Oktober 2013 - 15:50

Also als Master kann man seine 3500-4000 Brutto Einstiegsgehalt mit richtiger Vertiefung locker aushanden! Wenn man noch dazu einen guten Charakter hat. Wer was anderes behauptet, der sollte mal darüber nachdenken. Lasst euch doch nicht über den Tich ziehen und jammert hier nicht andauernd rum.

Wolfgang | 16. Oktober 2013 - 09:09

@AngNa:
Das Problem, welches Ingenieurbüros und Baufirmen haben, ist, dass die Erlösseite gleichbleibend schlecht ist und die Auftraggeber sich oft nicht an die HOAI halten. Der Geschäftsführer hat somit oft gar nicht die Möglichkeit, die Gehälter merklich zu erhöhen, wenn sein Unternehmen Bestand haben soll.

AngNa | 15. Oktober 2013 - 23:15

Schon interessant. Laut der Bauindustrie - Lobby, der Stern Job Ampel, den Uni-Beamten (Professoren) usw. sind Bauingenieure im Arbeitsmarkt jetzt und auch zukünftig extrem begehrt. Nur scheinbar ist hier der den Preis ( Gehalt ) bestimmende Marktmechanismus - "Angebot und Nachfrage" - nicht gültig. Kann es eventuell sein, dass hier nur eine "gute" Lobbyarbeit geleistet wird, um weiterhin billigen Ingenieur-Nachwuchs zu erhalten?

Perspek | 15. Oktober 2013 - 22:31

@Hornisse:
Und die Realität der Gehälter im Bauwesen wird in absehbarer Zukunft noch trauriger aussehen. Denn 1. rollt eine Sintflut von Bauingenieur-Absolventen an und 2. dürfte der momentan nur in den Metropolregionen zu verzeichnende "Bauboom" wie von anerkannten Instituten prognostiziert ab ca. 2016 wieder vorbei sein. Und dann beginnt wirklich die Tristesse (Stichworte hierzu sind Themen wie Demografie, leere staatliche Kassen für Investments. Low tech Sparte, kein Wachstumspotenzial durch Hard Ware Export. etc.). Aber diese negative Perspektive ist in diversen Foren ja schon in den letzten Jahren hundertfach mit dem Erfolg dargestellt worden, dass die schon erwähnte Sintflut von Bauingenieuren anrollt.

Für mich ist das im Zeitalter von noch nie dagewesenen Informationsbeschaffungsmöglichkeiten nicht nachvollziehbar. Denn fest steht doch, dass mit den sicherlich vorhandenen Fähigkeiten im MINT-Bereich zig Alternativen bei der Berufswahl möglich waren (sind).

Hornisse | 15. Oktober 2013 - 11:41

Hier noch eine schöne und realistische Studie über die Gehälter in der wirklichen Ingenieurswelt:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/gehalt...

Mehr gibt es zu den Jubelarien der Schönwetterfraktion hier nicht mehr zu sagen. Die reale Welt sieht etwas anders aus als die eines @PM, warum nur?

Thalio | 15. Oktober 2013 - 06:21

Hallo zusammen,
um mal wieder back 2 topic zu kommen: Ich schließe jetzt mit meinem Bachelor an einer FH ab und werde nach meiner Werkstudententätigkeit in dem Ingenieurbüro übernommen. (Rhein-Main-Gebiet). Das Gehalt liegt bei 40.000 p.a. und die Wochenstunden, nach Eindrücken meiner Studententätigkeit, bei 42-43 h. Alles zusammen genommen finde ich das recht akzeptabel.

GT1410 | 14. Oktober 2013 - 14:37

@Hornisse:
Können Sie uns bitte alle einen Gefallen tun und aufhören, hier jeden der anderer Meinung ist als Sie, so anzugeifen. Das ist nämlich mehr als lächerlich. Wenn Sie ein Problem haben, ist das Ihre Sache. Und jetzt hoffe ich, die Diskussion wird wieder vernünftiger werden. Danke.

PM | 14. Oktober 2013 - 12:59

Zitat Hornisse: "Es wird mir immer klarer warum ich draussen in der freien Wildbahn nie Leute mit auch nur annähernd den hier geposteten Gehältern antreffe."
Steht den Leuten das Gehalt auf die Stirn geschrieben oder muss dir das vorher genannt werden, damit du mit Ihnen sprichst? Weiteres Zitat Hornisse: "Nichts ala "...bin Student, Abschlussnoten sind völlig egal und bekomme 100k plus A4."
Also ich habe das so noch nirgends hier im Forum gelesen. Kannst du mir bitte sagen wo ich diesen Post hier finde. In unterschiedlichen Posts habe ich zu den Themen wohl was gelesen, aber es von dir so zusammenzusetzen zeigt deine Argumentationsweise.

Zum Thema @Franz gebe ich zu nicht zu wissen ob es sich um den gleichen "Franz" handelt. Da es diesen Namen wohl recht häufig gibt, erlaube ich mir nicht zu urteilen, ob es der gleiche "Franz" ist. Hornisse scheint sich hier ganz sicher zu sein.

Hornisse | 13. Oktober 2013 - 20:22

Einen @PM sollte man getrost ignorieren, oder seine Kommentare unter Entertainment einordnen. Er scheint, wie @Franz, nur durch Unkenntnis der Materie und Phantasiegeschichten glänzen zu können. Den geposteten Artikeln mit Quellenangabe, sowie der Blossstellung eines @Franz als Hochstapler hat man seitens der Baulobby nichts entgegenzusetzen.

Frey | 09. Oktober 2013 - 09:08

Ich habe mich entschlossen, nach gut einem Jahr die Stelle zu wechsel, weil ich dort keine grossen Entwicklungsmöglichkeiten mehr sehe. Deshalb habe ich mich auf eine neue Stelle beworben (Zürich, Schweiz). Im Vorstellungsgespräch fand natürlich auch das Gehalt seine Erwähnung. So bescheiden ich bin sagte ich, dass ich das "übliche Gehalt" erwarte. Dann meinte der Chef, dass seine Gehaltsvorstellung bei ca. 100.000 Franken (Bruttojahresgehalt) liegt. Beim zweiten Gespräch wird es dann bezüglich Gehalt konkreter. Was meint ihr, soll ich die 100.000 Franken akzeptieren, oder versuchen noch ein paar Tausender draufzusetzen?

Flopp | 09. Oktober 2013 - 08:44

@PM:
Nein, da habe ich mich nicht vertippt. Deine 47 Tausend € sind auch "richtig". Das bezieht sich aber auf eine 35 Stunden-Woche und 13,5 Monatsgehälter. Mir wurden mit Leistungszulage und allem pi pa po für "normale Arbeit" 50 Tausend € geboten, inklusive Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Überstunden werden nicht extra vergütet, sondern abgefeiert. Damit bist du ERA in Baden-Württemberg auf etwa 50 Tausend €, bei 35 Stunden. Wenn du 40 Stunden arbeiten "darfst" kommst du dann auf die 57 Tausend €, 50x40/35=57 Tausend €.

Das war aber auch das absolute Maximum, was man als Einsteiger verdienen kann.Unternehmensberater bei den big4 oder auch die ganzen BWLer haben meist eine 40 Stunden Woche, wo 60 unbezahlt gefordert werden. Mein Fazit: Bauingenieure verdienen nicht gut und nicht schlecht, sondern im soliden Mittelfeld.

GT0810 | 08. Oktober 2013 - 18:28

@Flopp, @PM:
Danke! Jetzt kann ich doch Hoffnung schöpfen nach meinem Master mit meiner Spezialisierung bei 50 000 Brutto/a anzufangen. Alles andere wäre Unterbezahlung.

Hornisse | 08. Oktober 2013 - 13:02

iz-jobs.de/karriere/themen/96-583-euro-kriegen-schweizer-ingenieure-und-architekten,1000010713.html

"...In Deutschland hingegen gibt es im Baugewerbe und in Ingenieur- und Planungsbüros für Sachbearbeiter im Schnitt 39.780 Euro bzw. 39.000 Euro. Projektingenieure bringen es auf 43.750 Euro im Baugewerbe und in Ingenieur- und Planungsbüros auf 42.000 Euro. Hingegen werden Projektmanager im Baugewerbe mit 53.140 Euro und in Ingenieur- und Planungsbüros mit 52.100 Euro vergütet, wie die Studie "Gehälter für Ingenieure 2011" des VDI Verlags zeigt..."

Projektingenieure verdienen also im Schnitt ca. 43.000 Euro. Das Durchschnittseinkommen eines Vollzeitbeschäftigten in Deutschland beträgt 3.445 Euro/Monat Brutto x 13 Monatsgehälter = ca 45.000 Euro/Brutto im Jahr.
spiegel.de/wirtschaft/service/inflation-zehrt-in-deutschland-lohnerhoehungen-auf-a-926674.html

Ein dummer Bauingenieur verdient als Projektingenieur weniger als der durchschnittliche Arbeitnehmer! Ein kluger und "guter" Bauingenieur, so wie Franz, der nicht einmal die Grundbegriffe wie "Skelettbauweise" einordnen kann, verdient aber umgerechnet 84.000 Euro. Für die unbedarfte Klientel mit den Mondgehältern hier: Ein Projektingenieur ist kein Absolvent!

PM | 08. Oktober 2013 - 10:26

Hallo Flopp, danke für deinen Beitrag. Allerdings hast du dich wohl bei dem Gehalt bei ERA 11 vertippt und es sollten dann eher 47.000 Euro/Jahr heißen. An alle interessierten Absolventen möchte ich nur sagen: Bitte die sarkastischen Beiträge von GT0610, Hornisse usw. ignorieren. Sie sind entweder total frustriert, unfähig oder selber versklavende Arbeitgeber (oder alles zusammen). Anders kann ich mir diese unsachlichen Beiträge nicht erklären.

Flopp | 07. Oktober 2013 - 19:56

Hallo, da ich nun auch fertig geworden bin, möchte ich euch mal von meinen aktuellen Erfahrungen berichten. Ich bin selbst mit sehr gutem Diplom fertig geworden und hab auch schon Auslandserfahrung durch Erasmus sowie Vereinsaktivität etc. Das Gehalt, was mir geboten wurde war bei kleinen bis mittleren Ingenieurbüros bei etwa 42-44 Tausend EUR pro Jahr. Das betrifft die Tragwerksplanung und Prüfstatik von Brücken und im klassischen Hochbau. Arbeitszeit von etwa 40 h pro Woche, welche laut Erfahrung meiner Kommilitonen, welche dort arbeiten auch eingehalten werden.

In den Maschinenbau konnte ich aufgrund meiner Fachrichtung auch gehen, allerdings bewerben sich auf die guten Stellen, welche nach IG Metall bezahlt werden und es ERA 11 mit 57 Tausend EUR gibt auch 40 Leute wie ich. Da wurde ich auch leider nicht genommen. Ingenieurdienstleister gibts auch, da steigt man aber 2 Gehaltsstufen niedriger ein und ist bei dem Gehalt von Ingenieurbüros auf dem Bau. Also nix mit Träumgehältern und jeder im Maschinenbau wird reich. Zudem ist die Arbeit zu 90 % langweilig und hat nix mit dem zu tun was man im Studium jeglicher Fachrichtung lernen konnte.

Die kleinen Ingenieurbüros kämpfen nun echt auch um die guten Leute und finden halt keine. Jemand wie ich solls schon sein, aber wenn es nur 38 Tausend EUR gibt und keine Aufsteigs-/Weiterbildungsmöglichkeit, dann nehm ich die Stelle auch nicht an. Leute mit einem 3er Schnitt wollten die kleinen Büros aber auch nicht. Weitere Mitstudenten berichten dann auch von 45 Stunden pro Woche für 42 Tausend EUR oder 39 Tausend EUR oder auch mal von 48 Tausend EUR für 40 Stunden. Gibts alles.

Ein Einblick von meiner Seite und beste Grüße,
Flopp

GT0610 | 06. Oktober 2013 - 17:49

Um den letzten Zweiflern zu helfen die positiven Jubelpostings richtig einzuschätzen, hier mal eine Kostprobe eines Absolventen mit 100k Anfangsgehalt:

Zitat "Franz" im Thread "Skelettbauweise": "Was versteht man in der Bauingenieursprache unter Skelettbauweise? Eine Tragkonstruktion aus Platten, Stützen, Wandscheiben... oder wie würdet ihr das umschreiben?"
http://www.bauingenieur24.de/forum/skelettbauweise.htm

Und hier unser Franz bei seinen "Erfahrungen" zu den Gehältern: "Hallo, nach gut einem halben Jahr habe ich mich wieder mal auf eine Gehaltsdiskussion mit dem Chef eingelassen. Resultat der Diskussion ist, dass ich ab Mai 8000 Fr. Brutto/Monat (13x pro Jahr) erhalte. Wie ihr wisst bin ich erst etwas mehr als ein halbes Jahr als Bauingenieur tätig, aber was ich hier so lese, scheint mehr als realitätsfremd zu sein.

Meine Erfahrung ist ganz klar: Selbstbewusst bei den Lohnverhandlungen auftreten. Einen neuen Mitarbeiter einzustellen ohne zu wissen, ob er den Ansprüchen genügt ist bedeutend teurer und mit mehr Risiken verbunden als euch im Monat 500 Euro mehr zu zahlen. Und wenn er nicht drauf eingeht, wechselt das Büro. Gute Ingenieure sind mehr als gefragt!" (11. April 2013 - 20:34)
http://www.bauingenieur24.de/forum/mein-gehalt-als...

Ja wer würde einem Absolventen mit solch fulminantem Fachwissen ("...was ist eigentlich Skelettbauweise...") nicht nach einem halben Jahr schon die erste Lohnerhöhung auf CHF 104k (plus Bonus) gewähren? Wo doch "gute Ingenieure", gemäss der "Berufserfahrung" von Freund Franz, immer gefragt sind. Und wie kann ein Ingenieur, der nicht mal die einfachsten Grundlagenbegriffe wie Skelettbauweise einordnen kann denn kein guter Ingenieur sein?

Die Masslosit der Lügen, die hier gepostet werden ist mittlerweile bei einem Mass angelangt wo man auch gleich zu www.werdebauingenieur verlinken kann. Allerdings werden selbst dort nicht solch offensichtliche und dreisten Lügen von irgendwelchen Erst- und Zweitsemestern aufgetischt. Denn eines ist sicher, Franz ist noch nie in seinem Leben als Ingenieur in einem Büro angestellt gewesen.

Hornisse | 02. Oktober 2013 - 20:25

Es wird mir immer klarer warum ich draussen in der freien Wildbahn nie Leute mit auch nur annähernd den hier geposteten Gehältern antreffe. Diese Highflyer befinden sich alle hier im Forum, keiner davon bewegt sich draussen in der wirklichen Welt. Wer es mir nicht glaubt, hier zwei Links mit guten Hinweisen zu den realen Gehältern. Nichts ala "...bin Student, Abschlussnoten sind völlig egal und bekomme 100k plus A4."

iz-jobs.de/karriere/themen/96-583-euro-kriegen-schweizer-ingenieure-und-architekten,1000010713.html

"....In Deutschland hingegen gibt es im Baugewerbe und in Ingenieur- und Planungsbüros für Sachbearbeiter im Schnitt 39.780 Euro bzw. 39.000 Euro. Projektingenieure bringen es auf 43.750 Euro im Baugewerbe und in Ingenieur- und Planungsbüros auf 42.000 Euro. Hingegen werden Projektmanager im Baugewerbe mit 53.140 Euro und in Ingenieur- und Planungsbüros mit 52.100 Euro vergütet, wie die Studie "Gehälter für Ingenieure 2011" des VDI Verlags zeigt..."

Wer sich etwas auskennt, der weiss, dass der VDI sicherlich nicht dafür bekannt ist die Situation auf dem Ingenieurarbeitsmarkt negativ darzustellen (ich sag nur "händeringend", "Ingenieurslücke" und "Fachkräftemangel" - alles VDI Erfindungen...) Und den hier will ich auch nicht vorenthalten (weil es in der letzten Zeit häufig Spassvögel gab, die mit CHF 100k und Bachelor Abschluss als Statiker einsteigen):

sia.ch/uploads/media/SIA_111021_lohn_d.pdf

Jetzt kann sich jeder Interessierte ein Bild machen.

GT0210 | 02. Oktober 2013 - 16:32

Da muss ich wiedersprechen. Der Master ist für einige Aufgaben sehr wohl wichtig. Für die Bauleitung vielleicht nicht. Aber für Projektsteuerung, Wasser-/ Energiewirtschaft, usw. schon. In vielen Firmen braucht man für normale Bauleitung gar kein Studium.

gast1 | 29. September 2013 - 15:03

Ich bin gerade im 7. Semester (m, 24 J. ), FH Bauingenieurwesen (Schwerpunkt Baubetrieb) Bachelor. Seit 4 Monaten arbeite ich (in Berlin) als Trainee. Meinen Abschluss mache ich erst 02.2014! Gehalt : Firmen PKW (Audi A4, 2 Jahre alt) + Private Benutzung, 3200,- € Brutto.
Die Noten sind auch nicht wichtig, egal 1,0 oder 4,0! Master ist auch nicht wichtig! Versuche dich gut zu verkaufen! Was wichtig ist, dass du (während des Studiums) nebenbei als Werkstudent Erfahrung gesammelt hast, oder nur gelernt hast. (Hauptsache Erfahrung)!

Fritz | 27. September 2013 - 09:58

@Hornisse:
Auch in der Schweiz herrscht ein riesen Mangel an Bauingenieuren. Und es versteht sich von selbst, dass ein "Ausländer" nicht den gleichen Lohn wie ein "Einheimischer" erhält. Ich würde mal abschätzen, dass die Firmen deutschen Kandidaten durchschnittlich 20% weniger Lohn zahlen, als wenn er ein Schweizer wäre. Eine Nation hält zusammen.

bauing | 25. September 2013 - 23:46

Nach Studium (FH) in Tragwerksplanung: Erster Arbeitgeber, Staffelung erstes halbes Jahr von 2500 auf 3000 im Monat. Zweiter Arbeitgeber erstes halbes Jahr 3000 im Monat, dann auf 3300 im Monat. Dritter Arbeitgeber 2700 mit Steigung auf 3300.

kriss | 24. September 2013 - 14:38

Ich möchte euch gerne mitteilen was das Anfangsgehalt im Ausland ist.

Land: V.A.E , Abu Dhabi
Branche: Spezialtiefbau
Abschluss: Bachelor FH (Konstruktiv)
Tätigkeitsfeld: Bauleitung
Arbeitszeit: 10 Std / 6 Tage Woche
Urlaub: 42 Kalendertage (+Anreise/Abreise)
4 Heimflüge
Grundgehalt: 3.000Eur/Monat (Brutto wie Netto)
Wohnung: 12.000 Eur/Jahr
Pkw + Tankkarte

Macht gesamt ca. 51.000 Euro im Jahr.

Hornisse | 24. September 2013 - 13:02

Da hier in letzter Zeit vermehrt bewusst falsche Angaben über die Gehälter in der Schweiz gepostet werden (offensichtlich von der Internetspassfraktion), hier ein sehr guter Thread über das Schweizer Lohnniveau in den einzelnen Branchen. Bauingenieursgehälter sind auch dabei. Bitte nicht erschrecken, wenn man die Beiträge der Banker und Unternehmensberater liest ("28 Jahre alt, verdient in D € 75k und fragt ob in Zürich CHF 150k Okay sind...")

http://www.wiwi-treff.de/home/lounge/read.php?f=28&i=123289&t=17116

@SBB:
Warum ziehst du für D ca. 5000 beim Gehalt ab? Hast du noch nichts vom eklatanten Fachkräftemangel in D gehört? Ich würde sagen, dass das Einstiegsgehalt daher 5000 über dem der Schweiz liegen muss. Was denkst du? Sind 5000 mehr als in CH zu tief gegriffen, wenn man an den Fachkräftemangel denkt.

SBB | 24. September 2013 - 09:49

Bezüglich Gehalt der deutschen Bahn kann ich keine Aussage machen. Vielleicht bringt ihr ein Vergleich zur SBB (Schweizerische Bundesbahn etwas). Abschluss Bachelor FH (ohne Berufserfahrung), jährliches Bruttogehalt 88.500 Franken (entspricht etwa 71.300 Euro). Ich denke 5.000 Euro weniger (da Deutschland) also sollten etwa 66.000 Euro drin liegen, denk ich mal.

| 23. September 2013 - 15:28

Warum wird eigentlich der Master einer Universität angeblich höher eingestuft? Ich habe mich bewusst für den Master an einer Hochschule entschieden (mit gutem Ruf). Es gibt auch gute Hochschulen, die vom Niveau her sehr hoch sind. Ich finde es ist je nach Job irrelevant, ob der Master an einer Universität oder Hochschule absolviert wurde, da es auf die Persönlichkeit und das Können später ankommt. Und ein Einstiegsgehalt ist wie der Name ja bereits sagt "Einstiegs"gehalt. Ok, Universität ist besser für Forschung, das mag sein. Ich wüsste mal gerne, wie die Leute das höhere Mastergehalt der Universitäten begründen.

PM | 23. September 2013 - 10:52

@Bautölpel:
Da widerspricht sich die Seite aber selber:

Zitat:
"Guter Job, gutes Geld – von Anfang an
Das tarifliche Anfangsgehalt in der Bauindustrie nach dem Studium beträgt beispielsweise mit dem Masterabschluss an einer Hochschule 3.466 Euro (West) bzw. 3.121 Euro (Ost). Absolventen von Universitäten können 3.832 Euro (West) bzw. 3.448 Euro (Ost) verdienen."

Zitat:
"Was verdiene ich als Bauingenieur?
Die Verdienstchancen wachsen mit persönlicher Leistung, Verantwortungsbereich und Erfahrungsstand. Das tarifliche Anfangsgehalt in der Bauindustrie für Bauingenieurinnen und Bauingenieure beim Berufseinstieg liegt bei Bachelor: auf Nachfrage
Master Fachhochschule: 2.800 bis 3.200 €
Master Universität: 3.100 bis 3.500"

1234 | 22. September 2013 - 18:00

Hallo,

kann mir jemand von euch sagen, was man bei der Deutschen Bahn als Einstiegsgehalt als Bauingenieur mit Unidiplom (2,xx) bekommt und wie die Aufstiegschancen (Gehaltsentwicklung) innerhalb des Konzerns aussehen?

Bautölpel | 21. September 2013 - 23:11

Was Einige hier bezüglich der Startgehälter und dem angeblichen Fachkräftemangel von sich geben ist eines Fachforums unwürdig. Selbst der Lobbyauftritt der Bauwirtschaft unter http://www.werdebauingenieur.de gibt beim Einstieg ein Monatsbruttogehalt von
ca. 2.800 € - max. 3.500 Euro - an. Also nix mit mindestens 50.000 € pro Jahr, weil die Regierungspropaganda ja schließlich den Endsieg und den Fachkräftemangel verkündet hat.

| 21. September 2013 - 19:05

Ich kann nur jedem raten, sich seines eigenen Wertes bewusst zu werden. Wer für unter 40k als Bachelor, als Master unter 45-50k anfängt, macht aus meiner Sicht irgendetwas falsch. Aber das ist Jedem seine Sache. Ärgern tut mich daran nur, dass dadurch andere den Job nicht bekommen, weil sich einige "zu billig" verkaufen und sich anscheinend selbst nichts wert sind.

Doktorand | 20. September 2013 - 09:44

Da kann ich Hornisse nur zustimmen. Unterhält man sich mit Doktoranden aus den Südstaaten, wie z.B. Italien bekommt man wirklich einen Schock. Dort herrschen auf dem Arbeitsmarkt für Bauingenieure Zustände wie bei uns im Jahr 2000. Die Leute dort würden auch für 20.000 Euro Jahresgehalt ihre Seele verkaufen. Von daher ist das Ganze mit dem Fachkräftemangel bei den Bauingenieuren Augenwischerei. Bei den Disziplinen E-Technik und Maschinenbau werden in Italien übrigens "händeringend" Arbeitskräfte gesucht.

Leute, kapiert mal, dass das mit dem Fachkräftemangel ein großes Märchen ist, mit dem einige Leute sehr gut Geld verdienen! Aber Deutschland ist ja sehr anfällig für Utopien. Wo ein Mangel an Fachkräften mittelfristig mit aller Gewalt auftreten wird ist bei den Facharbeitern, da wir in Deutschland einen Trend zur Akademisierung haben, der politisch massivst gefördert wird.

Es gibt aber garnicht so viel Arbeit für Akademiker und es tummeln sich sehr viele Leute auf den Universitäten, die dort nichts zu suchen haben. Auch in zulassungsbeschränkten Studiengängen finden sich viele Leute, die nicht mal eine halbe Seite Text formulieren können!
Gut, zurück zum Thema. Ich würde an der Stelle von vielen Absolventen lieber etwas demütiger sein und dafür sorgen, dass man sich gut aufstellt und kontinuierlich an seiner Laufbahn arbeitet, anstatt zu fordern! Auch wenn man es in Deutschland oft nicht wahr haben will, funktioniert der Arbeitsmarkt nach dem Gesetz des Marktes und nicht nach Sozial- und Mindestlohnfantasien der Politiker.

Der Kunde ist der Arbeitgeber und wir wissen ja selber wie gnadenlos wir oft als Kunden z.B. beim täglichen Einkauf auftreten. Warten wir mal ab, was in 5 Jahren ist... Die Umstände ändern sich meist schneller, als uns lieb ist.

Hornisse | 18. September 2013 - 19:44

Zitat Biene:
"Das muss bei einem Fachkräftemangel mindestens drin sein."

Jaja. Der gute alte "Fachkräftemangel" ist auch nicht tot zukriegen. Was jetzt noch fehlt sind die ringenden Hände und natürlich der sich logischerweise ergebende Zwang die Gehaltsschranke für Greencardbewerbungen auf Ingenieursfächer von allgemein gültigen 45k auf 35k abzusenken. Ja, da muss der Fachkräftemangel wirklich eklatant sein. Wenn man im ganzen Euroraum bei der extremen Arbeitslosigkeit keine "guten" Leute für die horrende hohen deutschen Ingenieursgehälter anlocken kann, dann müssen halt Talente aus dem nichteuropäischen Ausland her. Und zwar pronto. Dafür muss man, gemäss VDI und Lobbyverband - "Logik", nur die Einkommensgrenze schön einladend nach unten anpassen.

Wer kennt das nicht? Es fehlt an einer Resource und um diese rare Ware zu ergattern, senkt man den Angebotspreis, den man dem Verkäufer unterbreitet. Das ist lupenreiner Orwellscher Fachkräftemangel wie man ihn besser nicht ersinnen könnte.

max | 18. September 2013 - 17:51

Ja da hast du recht :) aber was soll ich sagen. In Bremen und Niedersachsen bekommen die meisten leider nicht mehr. Also ich kann auch nur von Kommilitonen berichten.

Tragwerksplanung (Master): 34800€ - 45 Stunden/Woche
Bauleiter (Bachelor): 37000€ mit Auto - 55 Stunden/Woche

Also fast so wie ich.
Der Eine ist im Öffentlichen Dienst und bekommt 33.600 im Jahr.
Ich muss aber auch sagen, ein paar Freunde sind Master und die bekommen nicht mehr als die Bachelor. Ich denke an der Uni lernt man eh nix was man draußen braucht.

Twenty | 18. September 2013 - 11:46

Da geb ich dir absolut recht! Das entspricht auch meiner Erfahrung. Auch bei meinen Kommilitonen sehe ich diese Probleme. Das Problem ist aber auch, dass sie damit zufrieden sind und so kommt dann ein Schnitt von 37k zustande. Ich persönlich würde dafür nicht anfangen bzw. den Arbeitsplatz so schnell es geht wechseln. Geld ist nicht alles - aber viel!

V100 | 18. September 2013 - 10:38

Lieber Gast,

die Chefs lachen sich gar nicht ins Fäustchen. Wer sich z.B. unter Unternehmensregister.de mal die Bilanzen vom Ingenieurbüro oder der mittelständischen Baufirma um die Ecke anschaut, merkt, dass hier gehaltsmäßig kaum etwas zu holen ist. Da wird von der Hand in den Mund gelebt. Da nutzt auch der "Auftritt" im "Boss"-Anzug nix. Und was die Baukonzerne betrifft, haben es ja Holzmann, Walter, Dywidag, Alpine mit ihren Pleiten oder Übernahmen bis in die Tagespresse geschafft.

| 17. September 2013 - 20:22

Was hier geschrieben wird kann ich nicht glauben. 37 000 als Ingenieur.
Wenn das stimmt, lassen sich Ihre Kommilitonen alle über den Tisch ziehen und die Chefs lachen sich einen ins Fäustchen.

Mein Vorschlag (der Ausbildung entsprechend)
Bachelor: 42-45.000 € Einstiegsgehalt
Master: 50.000 € Einstiegsgehalt

Das muss bei einem Fachkräftemangel mindestens drin sein. Meine Erfahrung: Einige meiner Kommilitionen können sich einfach nicht verkaufen (wie Einige schon auftreten und sich kleiden - sind natürlich nicht alle). Da sag ich nur "selbst Schuld". Ein Vorstellungsgespräch ist in gewisser Hinsicht immer auch eine Vermarktung der Person. Es kommt auf das Gesamtpaket an. Hier Gehälter zu posten bringt Nichts.

max | 17. September 2013 - 12:31

- in Niedersachsen
- Anfänger 34000 €/Jahr
- um die 45 Stunden in der Woche
Meine Ex-Kommilitonen bekommen so im Durchschnitt 37000 €/ jahr ca. 50 Stunden in der Woche.

V100 | 16. September 2013 - 13:23

@Hornisse:
Ja, ich habe einen gültigen Führerschein. Und wir können natürlich die 60.000 km pro Jahr gerne auch auf 100 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit runterrechnen und kämen dann anstatt auf 400 Stunden hinterm Lenkrad auf 600 Stunden. Oder wenn noch etwas Stadtverkehr dabei sein sollte gerne auch auf einen Durchschnitt von 86 km/h, wobei 700 Stunden pro Jahr im Auto verbracht werden würden. Das sind 29 Tage 24/24 - 7/7!! Die 150 km/h waren sehr auf der sicheren Seite gerechnet, eine Verringerung unterstreicht ja geradezu die Absurdität.

Und 14 Monatsgehälter ergeben sich aus 12 und Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld, was in Ingenieurbüros gerne als Dispositionsreserve genutzt wird. Auch hängt das Gehalt in Planungsbüros nicht so sehr von der Leistung des einzelnen Mitarbeiters ab, sondern eher davon, ob wieder mal ein Bauherr pleite geht und quasi für umsonst gearbeitet werden musste.

Hornisse | 14. September 2013 - 13:33

Was @Projekting hier schreibt sind leider unrealistische Angaben. Er würde inklusive seines Weiterbildungspaketes 100k als Einsteiger bekommen! Reale Enstiegsgehälter in der Schweiz sind runde CHF78- 80k. Weiterbildungskosten werden dem Jungingenieur auch nicht mitgeteilt, dass man ihn für 10k pro Jahr auf Weiterbildungskurse schickt. Das wären nämlich ca 15-20 Weiterbildungskurse pro Jahr!!! Realistisch schickt man ihn halt 2-3 mal im Jahr auf Weiterbildungskurse à maximal ca. CHF 1k pro Ganztagesveranstaltung (und das ist dann schon eine extremst teure Veranstaltung).

Der Preiskampf im Baugewerbe ist auch in der Schweiz enorm gross. Die Angaben von @Projektingenieur kommen aus der gleichen Ecke wie bereits vor geraumer Zeit gepostete und leider auch veröffentlichte Phantasiegehälter von 200k respektive 250k für angestellte Bauingenieure.
Ein Geschäftsführer eines Ingenieurbüros mit 20 Mitarbeitern verdient ca. CHF 180k inklusive aller Bonifikationszahlungen und Gewinnbeteiligungen.

Es besteht auch in der Schweiz kein Mangel an Bauingenieuren, so wie von der Lobbyfraktion hier gerne kolportiert. Dafür ist die kleine Schweiz einfach zu massiv mit deutschen Ingenieuren geflutet. Prozentual sind im Schweizer Bauingenieurssektor ca. 30-40 % Deutsche tätig. Warum das so ist, kann sich jeder mit etwas Einblick in die reale Berufssituation in Deutschland denken. Die Lobbybeiträge einiger Teilnehmer hier darf und sollte man bei der Einschätzung der Lage in Deutschland ignorieren. Sie wiederspiegeln nicht die Realität von 99% der deutschen Bauingenieure.

PLBL | 14. September 2013 - 13:06

Oh je Oh je, da gibt es aber 2, naja sagen wir mal unausgeglichene, diplomatisch ausgedrückt.

Also zum Thema: 60.000 Km im Jahr, 150 km/h Durchschnitt?......Kollege hast Du einen gültigen Führerschein?

1. ca. 60.000 Km im Jahr stehen bei mir auf dem Tacho nach einem Jahr des Gebrauchs des fahrbaren Untersatzes. Natürlich sind private Fahrten dabei. Nur so mal nebenbei, das Auto, welches ich fahre (kein Jahr alt), hat dieses Jahr schon 4 andere Sprachen kennengelernt außer Deutsch und das nicht aus beruflichen Gründen. Fahrtenbuch zu führen lohnt sich nicht für mich, wenn jemand weiß, damit was anzufangen. Übrigens diesen Text verfasse ich auch gerade nicht von daheim in Deustchland.

2. 14????? Monatsgehälter auf den Bau? Tja,ich will nicht sagen, dass ich alles weiß, aber 14 Monatsgehälter ......in Deutschland? Neu, aber wenn es so ist....

3. Wenn schon Zahlenspielchen, dann rechnet doch mal 4 Jahre Steigerung von den beschriebenen Zahlen, bedeutet knapp 6% Steigerung pro Jahr. Da gibt es schlimmeres.

4. Die Vergleiche die hier gerne gemacht werden zu den diplomierten Maschinenbauern, Elektrikern oder ähnliches ,will ich im Kern gar nicht bestreiten. Aber selbst aus dieser Gruppe gibt es nur einen Teil und der ist kleiner als mancher denkt, die diese Einstiegsgehälter erzielen.
Aus meinem privaten Umfeld kennen ich natürlich solche Beispiele. Ein entfernter Verwandter von mir arbeitet bei dem großen schwäbischen Sportwagenhersteller, der nun in "Volkshand" ist, unbestritten ist sein Gehalt/Prämien wesentlich höher. Natürlich auch sein Dienstwagen ist dementsprechend. Aber ich kennen auch einige große Anlagenbauer, mit denen ich zusammen bzw. als Generalunternehmer schon einige Dinge "verbrochen" habe, diese Ingenieure dieser Metall- bzw. Elektrobranche werden nicht so entlohnt, wie manch einer hier behauptet oder sich vorstellt.

Genug abgeschweift, denn eigentlich sind Vergleiche zu anderen Branchen schlecht, denn wo will man anfangen und aufhören. Oder lacht sich nicht ein Fondmanager, der Mathematik studiert hat, nicht kaputt über das Gehalt eines Ingenieures bei einem großen Automobilkonzern?

Also, nicht das jemand mich hier falsch versteht, in Bezug auf die Gehälter auf dem Bau.
Zu wenig Geld bekommt man immer, das ist doch klar.
Aber man sollte den Berufsstand hier nicht noch tiefer in eine Ecke drängen, in der er schon ist. Natürlich verdrehe ich die Augen, wenn ich höre, was manche Baufirmen Ihren Bauingenieuen bezahlen. Ich denke auch noch an die Worte von einem Chef, eines Mittelständlers zu einem Kalkulator, in der Firma, in der ich mal während meines Studiums in den Semesterferien gejobbt habe. Bauingenieure/Kalkulatoren? Da stehen 4000 weitere auf der Straße, die diesen Job machen, ich muß nur mit dem Finger schnipsen.....Was macht mich aber nun froh.?.....Er sucht mittlerweile händeringend Bauingenieure......bekommt keine, sogar seine Poliere müssen nun die Bauleitung übernehmen....naja...

So nun aber genug geschwafelt über andere. Mit dem Satz "Der Beruf erfordert sicherlich spezielle Fähigkeiten und hohe Belastbarkeit und Flexibilität " meinte ich im übrigen nicht, das ich mir die Gesundheit grenzenlos ruiniere.
Bauingenieur und in diesem Fachgebiet zu arbeiten ist nicht jedermanns Sache, natürlich "Augen auf bei der Berufswahl". Manchmal wenn ich mir das hier durchlese, glaube ich, dass in anderen Berufen viel viel Geld verdient wird und alles easy ist, 35 Std Woche, kein Stress, kein Druck.... Ist das so? Also bei Weitem nicht.

Bei uns Bauingenieuren (und ich bin einer) wird Leistung verlangt. Ich mache das und bin gerne in meinem Beruf. Ich sehe hierbei gute Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen und nicht wie Ihr zwei (V100 und Horschti) alles sch.....und alles schlimm.

Und nun die Frage seit Ihr überhaupt vom Fach? Denn nochmal 14 Monatsgehälter? Fachbauleiter......das habe ich schon seit einigen Jahren nicht mehr gehört, demnächst kommt noch der Streckenbauleiter wieder ans Licht.
Naja, und wenn es so schlimm ist, wie Ihr behauptet, der Arbeitsmarkt ist doch offen und Möglichkeiten sollte es doch genug geben...
Im Übrigen ich suche mir mein Auto selber aus....., natürlich nach vorgegebener Leasingrate, die nicht niedrig ist. Und so etwas wie Golf oder der tschechische Ableger (aber auch diese sind mittlerweile keine schlechten Autos und kosten als Kombi komplett ausgestattet schon über 34.000 €), darüber bin ich hinweg.
Also zusammengefasst, wenn man bei diesem Beruf nur auf das Geld schaut, ist die Gehaltsstruktur noch nicht da wo diese sein sollte, aber es geht so langsam in die richtige Richtung. Aber das man hier noch Geld mitbringen muß, die Zeiten sind nun vorbei, die gab es nämlich wirklich.
Und was mich positiv stimmt, ist das ich mich vor Jahren mal bei einer Headhunterseite im Internet angemeldet habe für den Berufswunsch Bauingenieur. Seit ca. 1 Jahr bekomme ich wöchentlich Nachrichten und Anrufe von diesen Headhuntern, die suchen Bauingenieure für nicht ganz so kleine Firmen und es ist auch kein schlechtes Salär dabei, für mich aber uninteressant, da ich im Moment einen Umzug nicht in Betracht ziehe.

Gut, nun kommt meine bessere Hälfte von Ihrer Schopping Tour und nun ist Essenszeit
In diesem Sinne oder mein Motto, Bauingenieure geben Ihre Fehler immer zu, wenn Sie denn welche hätten...

Horschti | 13. September 2013 - 08:34

@PLBL:
Und jetzt vergleich deinen Lohn bitte mit einem tarifgebundenen Unternehmen der Metall-, Elektro-, oder Chemieindustrie. Da wirst du feststellen, dass man dort mit dem einsteigen kann, was du nach 4 Jahren hast und das bei einer geregelten 35 h Woche. Die Frage, ob in deinen 40-50 h die Fahrzeiten enthalten sind oder nicht solltest du auch noch beantworten. Die von V100 angesetzte Durchschnittsgeschwindigkeit von 150 km/h ist auch reichlich optimistisch.

Zum Firmenwagen: Deine Stelle hört sich sehr nach Bauleitung/Fachbauleitung oder Überwachung an. Liege ich mit einem Golf oder Octavia Kombi richtig? Also auch nichts besonderes. Und bei 60.000 km/a hat man für eine private Nutzung sicher auch recht wenig Zeit/Lust.

V100 | 12. September 2013 - 17:14

@PLBL: "Der Beruf erfordert sicherlich spezielle Fähigkeiten und hohe Belastbarkeit und Flexibilität, was nichts anders heißt, wie bei mir, 60.000 km im Jahr im PKW minimum."

Allein dieser Satz zeigt, wie der Berufsstand der Architekten und Bauingenieure auf den Hund gekommen ist. Unterstellt man eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 150 km/h ist der Kollege ca. 400 Stunden im Jahr im Auto unterwegs. Ist das Arbeitszeit oder ist das Freizeit? Angesichts von ca. 220 Arbeitstagen mit 8 Stunden = 1760 Arbeitsstunden keine unerhebliche Frage. Dann die Floskel von der "hohen Belastbarkeit" - Arbeitnehmer sind nur zu der Leistung verpflichtet, die sie auf Dauer ohne Gefährdung der Gesundheit erbringen können.

Wenn dann noch stolz berichtet wird, dass man für "sicherlich spezielle Fähigkeiten und hohe Belastbarkeit und Flexibiliät", d. h. also überdurchschnittliches Wissen und Können, Stress und Ärger sowie Planungsunsicherheit bei angenommenen 14 Monatsgehältern ca 3300 Euro erhält (das war vor 20 Jahren mal eine Größe - rechnet das mal runter mit 1,5 Prozent Inflation im Jahr), darf man sich nicht wundern, dass Maschinenbauer, Elektroingenieure, Lehrer, Beamte, Informatiker (nicht zu vergessen Banker usw.) dafür nicht mal einen Stift auspacken würden. Auch nicht, wenn nochn Laptop undn Handy dazugelegt wird.

PLBL | 10. September 2013 - 23:06

Hallo miteinander,
ich schaue hier öfters mal in die Diskussion und möchte doch mal nun endlich einen Beitrag zu dem Thema Gehalt Bauingenieur hier schreiben. Ich habe vor 6 Jahren den Berufseinstieg geschafft mit einer Traineeausbildung. Staffelgehalt: 1800 € im Monat für die ersten 6 Monate, 2100 € im Monat für die nächsten 18 Monate, wohlgemerkt bei einem mittelständigen Unternehmen in den neuen Bundesländern. Mir wurde dies jedoch nach 19 Monaten doch zu langweilig, dann Wechsel zu einem großen Baukonzern. Hier eingestiegen mit 3169 € im Monat, nun 4 Jahre später ca. 47.000 € Jahresgehalt + die üblichen Vergünstigungen Firmenwagen zur privaten Nutzung, Handy, Notebook, ebenso auch privat nutzbar + wichtig heutzutage: betriebliche Alterversorge.

Wohlgemerkt, ich befinde mich immer noch im Tarifgebiet Ost.
Tätigkeit: Bauleiter
Wochenstunden: ca 40 - 50 h unterschiedlich.
Projektgrößen: 1- 6 Millionen netto

Der Beruf erfordert sicherlich spezielle Fähigkeiten und hohe Belastbarkeit und Flexibilität, was nichts anders heißt, wie bei mir, 60.000 km im Jahr im PKW minimum. Eines ist hier wichtig, dass der Partner - der sich auf Euch einlässt - vorher wissen sollte, was er sich mit Euch "antut". Meine bessere Hälfte wußte und weiß das und wir sind mittlerweile eine Familie und es klappt alles.

Für Einsteiger gibt es mittlerweile Gehaltstabellen und von diesen sollte man auch nicht unbedingt abweichen. Die Erfahrung, die ich in unserem Konzern mache, beispielsweise trifft man bei Weiterbildungen Berufseinsteiger immer häufiger, sie werden langsam wieder "gepflegt", da der Mangel an Bauingenieuren doch so langsam auch die großen Unternehmen erreicht.

PM | 10. September 2013 - 09:53

@Marcello:
Genau, warum sollten Einsteiger überhaupt Geld bekommen. Wenn man von der Uni kommt kann man ja noch nichts und kostet dem Cheffe unendlich viel Geld und Nerven bei der nun endlich beginnenden Ausbildung. Das Studium war ja komplett theoretisch, am Beruf des Bauingenieurs total vorbei und hat mit der Arbeitswelt nun überhauptnichts zu tun.

Etwas mehr Dankbarkeit, dass man arbeiten und lernen darf wäre da wohl angebracht. Vielleicht könnte man seinen Vorgesetzten die Kosten für den zusätzlichen Aufwand erstatten. Es stehen ja auch vor jeder Türe mindesten 20 Bauingenieure die den Job sofort für die Hälfte machen würden. Noch eins wollte ich dir sagen: DICH hat man wohl AUCH beim Kauf DEINES Realitätsbewusstseins übers Ohr gehauen.

Projekting | 09. September 2013 - 20:02

Liebe Studenten und Abgänger, lasst euch von den Lohnangaben hier nicht entmutigen. Gewiss handelt es sich hier um Lobbyisten welche versuchen an "billige" Arbeitskräfte zu kommen. Denn meine Erfahrungen decken sich in keinsterweise mit diesen Dumpinglöhnen. Ich habe rund 12 Monate Berufserfahrung, mein Salär sieht wie folgt aus:

13 x 7000 Franken plus Weiterbildungskosten von gesamthaft 20 000 Franken über einen Zeithorizont von 2 Jahren. Ich hoffe ihr merkt was und lasst euch nicht zu einem Hungerlohn versklaven!

Marcello | 06. September 2013 - 18:47

Ich glaube es ja nicht, wie hier in völliger Unkenntnis und voller Gier von Einstiegsgehältern zwischen 40000 und 45000 Euro pro Jahr geträumt wird, die sich aber bitte auch nach 1-2 Jahren deutlich erhöhen sollen. Jungs und Mädels, ihr werdet in euren Vorstellungsgesprächen mit diesen Gehaltsvorstellungen (was befähigt euch, so viel Geld bekommen zu wollen?) schön auf der Nase landen! Kauft euch mal für´n Euro Realitätsbewußtsein, und kommt mal wieder runter.

Chris | 02. September 2013 - 07:57

Hey Leute,
ich habe ja schon vor ein paar Wochen mal hier ein paar Sätze geschrieben. Hier jetzt noch ein paar Erfahrungswerte zum Einsteigergehalt für Master (Wasserbau) in Hamburg. Eine Kommilitonin hatte gerade letzte Woche Vorstellungsgespräche, z.B.auch in dem Büro, in dem ich gerade meine Thesis schreibe. Hier sind wir im Moment 20 Mitarbeiter (nicht nur Ingenieure sondern Zeichner und Sekretariat mit einbezogen).

Hier wurde ein Einstiegsgehalt von 36000 €/Jahr angeboten. In einem anderen deutlich größeren Ingenieurbüro hat sie nun mit 3300 €/Monat unterschrieben und bekommt dort sogar 13 Gehälter, was knapp 43000 €/Jahr ergibt. Das ist denke ich auch in Ordnung als Einstieg. Soweit von mir bis hier her. Wenn ich fertig bin mit meiner Thesis melde ich mich mit meinen Erfahrungen nochmal.

Bauing88 | 16. August 2013 - 19:52

Hallo,
ich habe eine frage und zwar wie sieht es bei thyssenkrupp/basf und co aus, wenn man dort als bauingenieur anfängt bzw unterkommt. erhält man dort den allgemein gültigen bautarif oder wird man da nach ig metal bzw haustarif bezahlt und fällt dieser trotzdem schlechter aus als bei den kollegen von maschinenbau, elektrotechnik, chemie.

und wenn hier alle von nischen reden könntet ihr mal praktisch etwas konkretes nennen? ich fange jetzt zwar bei einem baukonzern zu relativ guten bedingungen an, aber habe keine lust nebenbei kein familien leben führen zu können, weil mir das wichtiger ist als einen haufen kohle. freue mich auf eure antworten danke.

GT1408 | 14. August 2013 - 16:31

3200 Brutto als Master-Absolventin sind aus meiner Sicht definitiv zu wenig (wenn es sich um einen Direkteinstieg handelt). Das wären ca. 40.000 EUR Brutto im Jahr. Dafür reicht ein Bachelor.

Heinz | 08. August 2013 - 20:57

Eine Freundin fängt als Trainee bei der Strabag an und verdient 3200 € als Master-Absolventin (mit Diplom wären es 3000 €). Wie das Bewerbungsgespräch ist, kann ich leider nicht sagen.

Kai | 07. August 2013 - 21:16

Hallo,

hat jemand von euch Erfahrung mit dem Traineeprogramm der Strabag? Wenn ja welches Gehalt bekommt man und wie laufen die Vorstellungsgespräche ab?

Baumeister | 01. August 2013 - 09:15

Hallo,
Hier mal ein kleines Update von mir:
Abschluss: Diplom FH + M.Eng (jeweils Tragwerksplanung vertieft, keine vorh. Berufsausbildung)
Firma: 4 Mitarbeiter, 3 Freiberufler
Beruf: Bauleiter
Arbeitszeit: ca. 45 h / Woche
Berufserfahrung: fast 2 Jahre
Projektgrösse: 1 bis 4 Mio.
Umsatz: ca. 10 Mio. pro Jahr
Einstiegsgehalt: 40.000 pro Jahr
Momentanes Gehalt: 52.000 pro Jahr
Zusätzliche Leistungen: Betriebliche Altersvorsorge
Dienstwagen: 45.000 Listenpreis, Fahrtenbuch mit privater Nutzung (hierbei lässt sich das Fahrzeug gut abschreiben)
Perspektive: Geschäftsführung (wird hier viel zu selten in Betracht gezogen)
Bereich: angrenzendes Rhein-Main-Gebiet

cin | 22. Juli 2013 - 15:45

Hallo zusammen,
ich habe im Juni meinen Bachelor an einer Fachhochschule gemacht, Fachrichtung Wasser- und Abfallwirtschft. Vorher Ausbilung zum Bauzeichner (Ingenieurbau). Jetzt bewerbe ich mich bei einem Unternehmen > 5000 Mitarbeiter, international. Sollte ich ein höhere Gehaltsvorstellung, auf Grund von Ausbildung und Studium angeben? Bei diversen anderen Seiten bin ich nicht wirklich fündig geworden. Danke im voraus für die Antworten.

Bauing88 | 22. Juli 2013 - 11:24

Hallo,
ich bekomme als Direkteinsteiger Bachelor in einem großen Konzern im Bereich Straßenbau in Hessen/Rheinlandpfalz - frisch von der FH - 3300 Brutto im Monat bzw. 42 K im Jahr (Tarifgruppe 5). Wie sieht es mit der Gehaltsentwicklung aus? Bauleitung ist Tarifgruppe 8 mit ca 4400 Brutto im Monat. Wie lange braucht man für diesen Sprung (3 Tarifgruppen erscheinen mir sehr viel).
MfG

Jungbauleiter | 19. Juli 2013 - 11:05

Hallo zusammen,
ich habe das KOMPLETTE Forum durchgelesen, teils Schwachsinn, teils Tatsachen, die sich mit meinen bisherigen Erfahrungen und Recherchen decken. Ich wollte mal meinen kommenden Einstieg im Herbst dieses Jahres schildern - auch zu Vergleichszwecken.

Ich fange in einem großen Baukonzern an als Direkteinsteiger Bachelor in Hessen/Rheinland-Pfalz im Straßenbau mit Tarifgruppe 5, was so ca 3300 Brutto wären und im jahr mit Weihnachtsgeld und Urlaubsgelde etwas über 42000 sind. Ich habe dort ca ein halbes Jahr als Werkstudent gearbeitet und einen groben Rundumblick erhalten. Mache Aufmaße und Abrechnungen teilweise selbst - aber mit Bestellung usw noch nix am Hut.

Jetzt hat man nach Tariftabelle als Bauleiter ca 4500 (Tarifgruppe8), mein Mentor meint das ich nach ca. 1,5 Jahren reif dafür wäre. Ich finde diesen Spring vom Gehalt her sehr krass bzw ist das überhaupt realistisch? Oder wird man gar nicht in diese tarifgruppe gestuft, obwohl man Bauleitung ausführt, sondern erst nach sagen wir mal 5 jahren?
MfG

Heinz | 15. Juli 2013 - 20:42

Hallo, mal eine Übersicht von mir:
Abschluss: Diplom FH
Firma: über 1000 Mitarbeiter
Beruf: Bauleiter
Berufserfahrung: 2 Jahre
Projektgrösse: 2 bis 4 Mio
Einstiegsgehalt: 2700 €
Momentanes Gehalt: 3500 €
Dienstwagen: Mittelklasse Kombi (seit 1 Jahr zur privaten Nutzung)
Bereich: Ost Deutschland
Im Vergleich zu meinen Kommilitonen verdiene ich deutlich mehr.

| 05. Juli 2013 - 12:52

@Karl:
Dann tut es mir leid, wenn dies so rübergekommen ist. Aber das ist meine Meinung gewesen, und ich bin auch nicht von der Baulobby, im Gegenteil!

Freundliche Grüße

Karl | 05. Juli 2013 - 10:01

@GT2806: Jawoll, überall nur Konspiration - ich finde es ziemlich unverschämt von Ihnen ständig zu unterstellen, dass die Kollegen welche hier Ihr Gehalt posten, nicht die Wahrheit sagen. Was sollte derjenige damit erreichen wollen? - Oh sorry, ich vergaß die böse Baulobby die sich ja hier herumtreibt um die kleinen schwachen Abiturienten mit übertriebenen Gehaltsangaben ins Feuer der Bauverdammnis zu locken.

GT0407 | 04. Juli 2013 - 13:23

@Karl
"So schlecht bezahlt wie einige hier posten, sind Bauingenieuren also derzeit nicht."

Umgekehrt wird ein Schuh draus. So gut bezahlt, wie hier einige posten, sind Bauingenieure nicht. Ein "Einstiegsgehalt" von >= 43.000 EUR werden die wenigsten Bauingenieure erziehlen.

Karl | 03. Juli 2013 - 07:37

Nur mal zum Vergleich: Mein Sohn hat im letzten Jahr sein Maschinenbaustudium beendet (noch Diplom (FH) mit Note 2,0 ) und ist mit 43.000 Euro/Jahr in der Automobilindustrie eingestiegen. Der überwiegende Anteil seiner Kommilitonen hat ähnliche Angebote angenommen. So schlecht bezahlt wie einige hier posten, sind Bauingenieuren also derzeit nicht.

Bauing | 02. Juli 2013 - 14:41

48000 € fänd ich natürlich auch angemessener, aber man muss halt nehmen was man kriegen kann. Was ich so von Kommilitonen höre, die mit mir fertig geworden sind und in ähnlichen Bereichen eingestiegen sind, ist das völlig normal - und klar gibt es Bereiche, in denen man schon zu beginn deutlich mehr verdienen kann. Vielleicht ist es auch regionsabhängig? Ich arbeite jetzt im südlichen Ruhrgebiet.

JSP | 29. Juni 2013 - 15:44

Bachelor-Abschluss diesen Februar (Note 1,6) an einer Fachhochschule in Bayern. Einstieg in kleinem Ingenieurbüro für Statik und Konstruktion (4 Mitarbeiter) - war dort seit dem 3. Semester als Werkstudent tätig. Einstiegsgehalt: 40.800 €/Jahr bei 40 Std./Woche - alle Überstunden werden aufgeschrieben.

GT2806 | 28. Juni 2013 - 20:22

Also 43.000 als TH-Master mit 2,3 sind mit Sicherheit nicht die beste Bezahlung im Jahre 2013. Wobei es im Bereich Tragwerksplanung ist, da kenne ich mich nicht besonders aus. Fände allerdings 48.000 in deinem Fall eher als angemessen. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Bauing | 27. Juni 2013 - 14:46

Hallo,
ich hab Ende letzten Jahres nach 6,5 Jahren mein Diplom als konstruktiver Ingenieur an einer angesehenen TH gemacht (2,3). Jetzt hab ich nach etwas Suche (4 Monate) eine Stelle als Statiker in einem (wie ich denke größeren) Planungsbüro (Aufstellen, Prüfen etc.) mit etwas über 40 Mitarbeitern gefunden. Hab einen 40 h Stunden Vertrag und bisher nicht den Eindruck, dass hier alle bis zum Umfallen Überstunden schieben.

Ich verdiene als Einsteiger etwas über 43.000 € brutto + bezahlte Überstunden und habe 30 Urlaubstage. Alles in allem hat es meine Erwartungen leicht übertroffen, zumal mich die Jobsuche zunächst etwas ernüchtert hatte. Wenn man frisch von der Uni kommt, reicht das Geld auch locker für eine dreiköpfige Familie + Auto (endlich juhu).

Brummi | 20. Juni 2013 - 17:21

Die Baubranche brumm wie verrückt. Schnell, studiert alle Bauingenieurwesen, da gibts die dicken Gehälter (aber leider nur hier im Forum)!

http://www.welt.de/wirtschaft...

Hannes | 18. Juni 2013 - 19:46

Ich bin Bauingenieur im Leitungsbau und habe nun 3 Jahre Berufserfahrung. Mein Einstiegsgehalt lag bei 3500 € plus Zulagen / Prämie und Auto. Das macht im Jahr ca. 50.000 € Brutto. Nun nach drei Jahren verdiene ich 4500 € plus Zulagen / Prämien und Auto, wobei mein Gehalt nun bei knapp 70.000 € liegt und dafür arbeite ich ca. 45 h/Woche. Ich denke das ist völlig angemessen für die Leistung, die ich bringe.
Beste Grüße, Hannes

TWP65 | 18. Juni 2013 - 13:39

@Salär:
Schön für Dich! Mit diesem "Gehalt" und diesen "Ferien" hätte ich mit Sicherheit andere Dinge im Kopf, als hier mein Gehalt zu posten. Irgendwie scheinen Sie es trotz dieser Einnahmen nicht geschafft zu haben, oder wie soll man diesen Beitrag verstehen? Ich würde an das "Gehalt" noch zwei Nullen anfügen und an die 5 Wochen Ferien noch eine zwei = 52 Wochen anhängen. Dann wird ALLES noch etwas glaubhafter. Warum so bescheiden?

Salär | 17. Juni 2013 - 19:33

5 Jahre Berufspraxis mit ETH Master, Jahreslohn 200 000 Franken, 42h Woche und 5 Wochen Ferien pro Jahr

Hans i.G. | 10. Juni 2013 - 18:29

Ich sehe hier immer mal wieder rein, allerdings bietet dieses Forum nur sehr begrenzt eine Orientierung in Gehaltsfragen. Am sinnvollsten sind noch jene Beiträge, in denen Einzelne ihr Gehalt in Verbindung mit gelebten Erfahrungen veröffentlichen. Ich möchte Euch daher auch an meinen teilhaben lassen:

Studium Bauingenieurwesen (TU), eher "mittelprächtig" 2006 abgeschlossen. Im Anschluss diverse Praktika bei kleineren lokalen Bau-Unternehmungen im Tiefbau (Ausführung) und in einem Ingenieurbüro (Planung, Ausschreibung) absolviert, in der Hoffnung, übernommen zu werden. Bezahlung: Speis und Trank :) (Raum Berlin, für die Miete nebenher nachts in der Gastro gejobbt). Schließlich durch einen Bekannten in ein kleines mittelständiges Ingenieurbüro für Infrastrukturprojekte vermittelt worden. Anfangsgehalt: 1500 Euro Netto (all inkl.) (d.h. ohne weitere Vergütung von Nachtarbeit oder Überstunden). Hier festgestellt, dass das Studium lediglich der Vermittlung von Arbeitsweisen und der Fertigkeit der zielgerichteten Organisation dient. Das im Studium erworbene "Wissen" nutzt selbst wenig bis gar nichts.

Maßgeblich für meinen Alltag sind inzwischen Vertragsrecht, Nachtrags- und Qualitätsmanagement sowie Kostenkontrolle und Ablauforganisation. Dazu muss man die internen Abläufe der Auftraggeber kennen. Ich habe erst jetzt die notwendigen Referenzen und Kontakte, um für meinen Arbeitgeber "eine lohnende Investition" zu sein. Den Absolventen sei gesagt: Dies ergibt sich erst mit einer Spezialisierung und dauert mehrere Jahre!

Mein derzeitiges Bruttogehalt beträgt 13 x 3750 € = 48.750 € + Diäten (min. 200 € netto im Monat, weil defacto immer auf Montage im DACH-Raum) + Zulagen (ca. 60 € netto / Monat) + Dienstwagen auch zur Privaten Nutzung (Passat (-1%)). Dafür meist 60h-Woche und rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit ohne weitere Vergütung. Urlaub nur von Nov-Feb realistisch. Unterkunft (je nach Projektdauer: Wohnung, Pension oder Hotel) wird von der Firma übernommen. Streßig, aber es macht auch Spaß. Ich bin verantwortlich für die Umsetzung von Projekten im einstelligen bis unteren zweistelligen Millionenbereich. Je nach Aufwand habe ich 1-2 Projektmitarbeiter. Burn-Out irgendwann wahrscheinlich, daher werde ich auch demnächst umsatteln. Ziel wäre ein öffentlicher Arbeitgeber. Dann klappt es vllt. auch noch mit der Familienplanung.

Fazit: Als Absolvent solltet Ihr versuchen, in einer möglichst großen Firma unterzukommen (Macht also nicht den selben Fehler wie ich: Wer in einer kleinen Firma unterbezahlt anfängt, kommt selten finanziell vom Fleck). Persönliche Beziehungen und Kontakte sind das Wichtigste, ohne geht gar nichts. Zu hohe Erwartungen werden schnell enttäuscht. Bleibt realistisch und aufgeschlossen. Erst nach 3-5 Jahren zeigt sich euer wirklicher Wert und gibt Euch eine vernünftige Verhandlungsposition. Dann gibt es auch das Gehalt, von dem Einige hier zu denken scheinen, es würde Ihnen nur für ihren Bachelor zustehen. Insbesondere sollte jedem klar sein, dass "beratende Ingenieure" Dienstleister sind, und sich daher die bei der Vergabe erfolgreichen Preiskalkulationen eher auf dem Niveau von Haareabschneidern und Heißgetränkezubereitern befinden.

Für ein hohes Einkommen empfehle ich Euch NICHT:
- Planungsbüros
- Ingenieurdienstleistern (Ausführung (BOL/BÜ), ausgelagerte Berechnungen (CAD/FEM))
- Bauunternehmen aller Art mit weniger als 100 Angestellten
Vorteil hier: Ihr bekommt schnell Verantwortung in personeller und finanzieller Hinsicht.

Hohe Einkommen könnt ihr am ehesten erzielen:
- große Baukonzerne mit guter Durchsetzung der Gewerkschaften
- fachübergreifende Weiterentwicklung (z.B. FEM-Konstrukteur im Machienenbau/Luft und Raumfahrt (NICHT bei einem externen Dienstleister, nur direkt in der eigenen F&E-Abteilung))

Ein mittleres Einkommen in Verbindung mit Planungssicherheit und geregelten Arbeitszeiten sowie möglicher Familienplanung: Gibt es eigentlich nur im öffentlichen Dienst. Zum Thema Selbständigkeit: Sollte man immer versuchen, aber nur, mit ausreichendem finanziellen Polster und entsprechenden Kontakten zu mehreren Auftraggebern, die Euch in der ersten Zeit mit Aufträgen versorgen und danach weiterempfehlen. Mundpropaganda ist Alles! Wem es liegt: Vertreter für Baustoffe und oder Maschinen, getreu dem immer noch geltendem Motto: Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein ;)

Einen schönen Tag noch,
Hans

Kira | 07. Juni 2013 - 11:43

Also beide Firmen, bei denen ich mich vorgestellt habe, haben mir jetzt einen Job angeboten. Das kleine Ingenieurbüro ist ein Planungsbüro, die Bauschäden analysieren, Gutachten dazu schreiben, Instandsetzungslösungen erarbeiten und bei der Ausschreibung helfen - genau das was ich eigentlich gesucht habe.

Die andere Firma greift mehr oder weniger diese Gutachten auf und setzt die Vorschläge dann um, wenn Sie das Konzept als tauglich erachten und suchen deshalb mehr einen Bauleiter für diese Bereiche. Also eher weniger das was ich wollte. Allerdings wurde mir jetzt erörtert, dass nach den 6 Monaten Probezeit die Gehaltsstufe nochmal um 300-350 € pro Monat erhöht werden soll. Bei einem Einstiegsgehalt von 43000 und dieser Steigerung wäre ich dann in dem Bereich, den andere als "würdig" erachten. Soweit meine aktuellen Erfahrungen.

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