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Samstag, 24. Oktober 2020
Ausgabe 7005 | Nr. 298 | 20. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 13

1592 Kommentare | 716652 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Alonso | 02. August 2019 - 07:10

Wer sich bei diesem Bauboom schlecht bezahlen lässt, ist selbst Schuld. Ich hatte letztes Jahr drei Interviews. 20 bis 30 % Gehaltserhöhung sind locker drin.

@Constantin:
Und die weichen Faktoren kommen auch nicht zu kurz. Und dürfen heutzutage auch nicht zu kurz kommen. Ich bin nun in einem Büro in der Innenstadt einer Großstadt. Perfekte Lage, Bahnhofsnähe, 40 h Woche, Zeitkonto, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice Möglichkeit, flache Hierarchien und top eingerichtetes Büro. Klar, Leistung ist zu bringen und Verantwortung ist zu übernehmen!

Bauwechsler | 01. August 2019 - 21:49

@Constantin:
All die von dir genannten Punkte haben wir in einem Großkonzern (kostenlose Getränke, schönes Büro, Weiterbildungsangebote, geförderte Kantine, geförderte Mitgliedschaft im Fitness, Fahrkostenzuschuss etc.), darüber hinaus Anspruch auf eine (nicht zu verachtende) Betriebsrente. Trotzdem haben wir ein Top-Gehaltsniveau. Du siehst, dass eine schließt das andere nicht aus, ganz im Gegenteil, die Bauingenieure die ich kenne arbeiten überwiegend in kleinen Firmen/Büros und da gibts in der Regel weder ein gutes Gehalt, noch sonstige Benefits. So schaut’s halt aus!

ALE | 31. Juli 2019 - 18:09

@Constantin:
Totaler Schwachsinn, sorry! Bauingenieure sind sehr schlecht bezahlt im Vergleich zu anderen Ingenieuren. Und das muss sich schnell ändern, Punkt Ende.

Constantin | 31. Juli 2019 - 09:15

Kommt bei der Betrachtung der reinen Gehälter nicht ein Aspekt viel zu kurz? In die meisten Bewertungen in diesem Forum wird das Gehalt seitens des Arbeitgebers gegen die Wochenstunden (ja, wichtig), Mitarbeiteranzahl, Anzahl der Urlaubstage etc. gebenchmarkt. Aber die weichen Faktoren werden kaum erwähnt. Muss nicht viel mehr gleichzeitig ein ganzheitliches Augenmerk auf den Arbeitgeber gerichtet werden?

Lage des Büros, Ausstattung der Arbeitsplätze (auch das Design des Büros kann eine Rolle spielen), Weiterbildungsangebote, Kollegenzusammenhalt (und was tut der Arbeitgeber hierfür), Mitarbeiterzufriedenheit, flexible Arbeitszeiten, Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Büros, Verantwortung der Mitarbeiter, Führung und Förderung - und vieles vieles mehr.

Bis zu den Kleinigkeiten, wie Getränke, Kaffeemaschine, Sportangebote und Gadgets wie höhenverstellbare Schreibtische etc. Das alles muss doch auch betrachtet werden. Natürlich will ich ein faires Gehalt, aber alle die o.a. Themen kosten dem Arbeitgeber auch Geld und wenn er mir ein Arbeitsumfeld schafft, in dem ich mich richtig wohl fühle, dann muss ich auch dies bei meinen Gehaltswünschen betrachten und mit einfließen lassen.

Bauwechsler | 30. Juli 2019 - 23:34

@Ronny:
Mal im Ernst, bist du mit den paar € zufrieden?! Dafür ein schweres Studium absolviert?

Ronny | 30. Juli 2019 - 13:04

Ich habe meinen Master gemacht (FH) und bin danach in den öffentlichen Dienst als technischer Sachbearbeiter (Verkehrsplanung) - wegen Work-Life-Balanace. Nun bin ich seit 5 jahren hier im Büro (Stadt mit über 200.000 Einwohner) und verdiene E11/Stufe 3 ca. 52.000 EUR Brutto Jahresgehalt.

Meine Arbeitszeit liegt bei 39/h die Woche. Davon bin ich zwei Tage im Homeoffice (da ich Vater geworden bin) - und kann da nebenbei auf meinen Sohnemann aufpassen. Also ich bereue es nicht in die freie Wirtschaft gegangen zu sein.

Bauwechsler | 29. Juli 2019 - 20:39

Ganz knapp meine Daten: Einstieg nach Master (Mitte 2014): 50.000 €, Stand jetzt (Mitte 2019): 98.000 €, 40 h/Woche im Bereich Konzernumfeld, wenig Reisezeit, nette Kollegen, gute Work-Life-Balance!

Wenn ich mir die Gehaltsstrukturen hier anschaue und mich mit ehemaligen Komillitonen vergleiche, mit Sicherheit eine der besten Entscheidungen meines Lebens. An alle, die hier immer den Wechsel in die (nicht Bau-) Industrie empfehlen: vergesst das. Die Chancen als Bauingenieur in der Industrie unterzukommen sind verschwindend gering, wenn ihr in die Industrie gehen wollt macht besser gleich was Passendes!

Bauhans | 24. Juli 2019 - 19:30

Kurz und knapp meine Daten:

  • Abschluss als Master an TU (Vertiefung Baubetrieb)
  • Während des Studiums über 2 Jahre als Werkstudent / Praktikant in der Bauleitung (Ingenieur- und Tunnelbau) gearbeitet
  • Einstieg als Jungbauleiter im Ingenieur- und Brückenbau bei Baukonzern
  • Einstiegsgehalt A7 nach Tarifvertrag (ca. 60.000 €/Jahr) mit Firmenwagen
  • ca. 50 h/Woche
  • Baustellen im Radius von ca. 200 km um Niederlassung und bis 40 Mio. €
  • Peile Tarifstufe A8 (= ca. 65.000 €/Jahr) nach dem aktuellen Projekt an

Sami | 24. Juli 2019 - 13:31

Ich bin vor 4 Jahren nach Deutschland gekommen, seit Mai 2018 in einem Architektenbüro als Bauleiter erwerbstätig. Berufserfahrung habe ich ca. 5 Jahre in meinem Heimatland gesammelt. Mein Gehalt als Einstieg ist 2800 € Brutto im Monat und bis jetzt wurde es nicht erhöht. Ist das Gehalt so plausibel?

Tox | 23. Juli 2019 - 18:05

Jetzt lese ich hier auch schon seit einigen Monaten mit. Ich, 33 J, Master-Abschluss als Bauingenieur in 2014 an einer Uni. Ab 2009 Studentischer Mitarbeiter bei einem Prüfingenieur, danach Übernahme in diesem Büro. 2015 hat es mich dann in ein kleines Büro (Chef, 4 Tragwerksplaner, 2 Konstrukteure - ja das Verhältnis passt mal gar nicht) verschlagen. Wohnort und Arbeitsort: NRW, Ruhrgebiet, Großstadt
Tätigkeit: Aufstellen statischer Berechnungen, Positionspläne, Gutachten, ggf. Schall- und Wärmeschutz, Betreuung Schal- und Bewehrungspläne.

BV: Mehrfamilienhäuser, Kindergarten, Schule, Umbauten, was man so halt macht.
Jahresbrutto: 46.200 Euro bei 40 Std./Woche (28 Urlaubstage)

So, jetzt plane ich die nächste Verhandlungsrunde. Meine derzeitige Verdienstsituation finde ich sehr bescheiden. Wenn ich hier richtig lese - und das deckt sich mit meiner eigenen Einschätzung - sollte ich aus der Runde mit 52.000 Euro rausgehen (auch wenn man nicht glaubt, dass so ein Sprung möglich ist). Oder woanders hin bewerben?

Masti | 22. Juli 2019 - 23:27

Ich verfolge diesen Thread nun schon eine Weile und würde nun von meinen Eckdaten erzählen: Alles in Umgebungen von Städten mit rund 300.000 - 500.000 Einwohnern.

Master-Absolvent, Werkstudent neben Masterstudium:

  1. Angebot Einstiegsgehalt 52.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche, Büro ca. 150 MA
  2. Angebot Einstiegsgehalt 51.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche, ca. 50 MA
  3. Angebot Einstiegsgehalt 56.000 Euro brutto bei 40-50 Std/Woche, ca. 100 MA Bauleitung
Ich habe mich letztendlich für das 1. Angebot entschieden, da mir Worklife Balance im Job wichtig ist.

Ein Kollege von mir als Bachelorabsolvent in der Bauleitung: Einstiegsgehalt lag bei 48.000 Euro brutto bei 40-50 Std/Woche nach dem Abschluss. Ein weiterer Kollege, ebenfalls Werkstudent nebenher im Master: Einstiegsgehalt lag bei 43.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche nach dem Abschluss. Der dritte Kollege, Bachelor, 2 Jahre Berufserfahrung, hat ein aktuelles Gehalt von 49.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche.

Also wenn man gut verhandeln kann und schon ein wenig Berufserfahrung vorweist und sich nicht total blöde anstellt, kann auch beim Einstieg schon gut was herausgeholt werden. Auch im klassischen Bauwesen etc. - man muss bei der aktuellen Lage keine Nische besetzen um ein vernünftiges Einstiegsgehalt zu bekommen.

Mich interessiert nun, wie entwickelt sich danach das Gehalt? Wie ist prozentual gesehen die Steigerung pro Jahr? Gibt's dazu von jemandem Angaben? Bitte ebenfalls berufliche Entwicklung mit angeben. Mir ist klar das mit Personalverantwortung und größeren Projekten auch das Gehalt steigt.

ALE | 18. Juli 2019 - 22:16

@Sonnenschein:
Sofort wechseln. Ich habe vor 10 Jahren als blutiger Anfänger mit B. Eng 2900 EUR Gehalt verdient und nach einem Jahr 3300 EUR. Noch was, Finger weg von kleinen Büros. Dort versuchen die Chefs immer die Mitarbeiter auszubeuten. Viel Erfolg!

Sonnenschein | 17. Juli 2019 - 17:52

Ich fühle mich echt betrogen. Ich habe meinen Bachelor erfolgreich abolviert und zwei Jahre als Werkstudent für ein kleines Ingenieurbüro (MA ca. 60) gearbeitet. Dannach wurde ich für 2500 € Gehalt übernommen. Arbeite nun seit über 5 Jahren dort und bin immer noch bei 2900 € Verdienst. Sollte ich den Betrieb vielleicht wechseln?

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