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Mittwoch, 03. März 2021
Ausgabe 7135 | Nr. 62 | 20. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 14

1660 Kommentare | 736504 Aufrufe Kommentar hinzufügen
JSP | 29. Juni 2013 - 15:44

Bachelor-Abschluss diesen Februar (Note 1,6) an einer Fachhochschule in Bayern. Einstieg in kleinem Ingenieurbüro für Statik und Konstruktion (4 Mitarbeiter) - war dort seit dem 3. Semester als Werkstudent tätig. Einstiegsgehalt: 40.800 €/Jahr bei 40 Std./Woche - alle Überstunden werden aufgeschrieben.

GT2806 | 28. Juni 2013 - 20:22

Also 43.000 als TH-Master mit 2,3 sind mit Sicherheit nicht die beste Bezahlung im Jahre 2013. Wobei es im Bereich Tragwerksplanung ist, da kenne ich mich nicht besonders aus. Fände allerdings 48.000 in deinem Fall eher als angemessen. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Bauing | 27. Juni 2013 - 14:46

Hallo,
ich hab Ende letzten Jahres nach 6,5 Jahren mein Diplom als konstruktiver Ingenieur an einer angesehenen TH gemacht (2,3). Jetzt hab ich nach etwas Suche (4 Monate) eine Stelle als Statiker in einem (wie ich denke größeren) Planungsbüro (Aufstellen, Prüfen etc.) mit etwas über 40 Mitarbeitern gefunden. Hab einen 40 h Stunden Vertrag und bisher nicht den Eindruck, dass hier alle bis zum Umfallen Überstunden schieben.

Ich verdiene als Einsteiger etwas über 43.000 € brutto + bezahlte Überstunden und habe 30 Urlaubstage. Alles in allem hat es meine Erwartungen leicht übertroffen, zumal mich die Jobsuche zunächst etwas ernüchtert hatte. Wenn man frisch von der Uni kommt, reicht das Geld auch locker für eine dreiköpfige Familie + Auto (endlich juhu).

Brummi | 20. Juni 2013 - 17:21

Die Baubranche brumm wie verrückt. Schnell, studiert alle Bauingenieurwesen, da gibts die dicken Gehälter (aber leider nur hier im Forum)!

http://www.welt.de/wirtschaft...

Hannes | 18. Juni 2013 - 19:46

Ich bin Bauingenieur im Leitungsbau und habe nun 3 Jahre Berufserfahrung. Mein Einstiegsgehalt lag bei 3500 € plus Zulagen / Prämie und Auto. Das macht im Jahr ca. 50.000 € Brutto. Nun nach drei Jahren verdiene ich 4500 € plus Zulagen / Prämien und Auto, wobei mein Gehalt nun bei knapp 70.000 € liegt und dafür arbeite ich ca. 45 h/Woche. Ich denke das ist völlig angemessen für die Leistung, die ich bringe.
Beste Grüße, Hannes

TWP65 | 18. Juni 2013 - 13:39

@Salär:
Schön für Dich! Mit diesem "Gehalt" und diesen "Ferien" hätte ich mit Sicherheit andere Dinge im Kopf, als hier mein Gehalt zu posten. Irgendwie scheinen Sie es trotz dieser Einnahmen nicht geschafft zu haben, oder wie soll man diesen Beitrag verstehen? Ich würde an das "Gehalt" noch zwei Nullen anfügen und an die 5 Wochen Ferien noch eine zwei = 52 Wochen anhängen. Dann wird ALLES noch etwas glaubhafter. Warum so bescheiden?

Salär | 17. Juni 2013 - 19:33

5 Jahre Berufspraxis mit ETH Master, Jahreslohn 200 000 Franken, 42h Woche und 5 Wochen Ferien pro Jahr

Hans i.G. | 10. Juni 2013 - 18:29

Ich sehe hier immer mal wieder rein, allerdings bietet dieses Forum nur sehr begrenzt eine Orientierung in Gehaltsfragen. Am sinnvollsten sind noch jene Beiträge, in denen Einzelne ihr Gehalt in Verbindung mit gelebten Erfahrungen veröffentlichen. Ich möchte Euch daher auch an meinen teilhaben lassen:

Studium Bauingenieurwesen (TU), eher "mittelprächtig" 2006 abgeschlossen. Im Anschluss diverse Praktika bei kleineren lokalen Bau-Unternehmungen im Tiefbau (Ausführung) und in einem Ingenieurbüro (Planung, Ausschreibung) absolviert, in der Hoffnung, übernommen zu werden. Bezahlung: Speis und Trank :) (Raum Berlin, für die Miete nebenher nachts in der Gastro gejobbt). Schließlich durch einen Bekannten in ein kleines mittelständiges Ingenieurbüro für Infrastrukturprojekte vermittelt worden. Anfangsgehalt: 1500 Euro Netto (all inkl.) (d.h. ohne weitere Vergütung von Nachtarbeit oder Überstunden). Hier festgestellt, dass das Studium lediglich der Vermittlung von Arbeitsweisen und der Fertigkeit der zielgerichteten Organisation dient. Das im Studium erworbene "Wissen" nutzt selbst wenig bis gar nichts.

Maßgeblich für meinen Alltag sind inzwischen Vertragsrecht, Nachtrags- und Qualitätsmanagement sowie Kostenkontrolle und Ablauforganisation. Dazu muss man die internen Abläufe der Auftraggeber kennen. Ich habe erst jetzt die notwendigen Referenzen und Kontakte, um für meinen Arbeitgeber "eine lohnende Investition" zu sein. Den Absolventen sei gesagt: Dies ergibt sich erst mit einer Spezialisierung und dauert mehrere Jahre!

Mein derzeitiges Bruttogehalt beträgt 13 x 3750 € = 48.750 € + Diäten (min. 200 € netto im Monat, weil defacto immer auf Montage im DACH-Raum) + Zulagen (ca. 60 € netto / Monat) + Dienstwagen auch zur Privaten Nutzung (Passat (-1%)). Dafür meist 60h-Woche und rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit ohne weitere Vergütung. Urlaub nur von Nov-Feb realistisch. Unterkunft (je nach Projektdauer: Wohnung, Pension oder Hotel) wird von der Firma übernommen. Streßig, aber es macht auch Spaß. Ich bin verantwortlich für die Umsetzung von Projekten im einstelligen bis unteren zweistelligen Millionenbereich. Je nach Aufwand habe ich 1-2 Projektmitarbeiter. Burn-Out irgendwann wahrscheinlich, daher werde ich auch demnächst umsatteln. Ziel wäre ein öffentlicher Arbeitgeber. Dann klappt es vllt. auch noch mit der Familienplanung.

Fazit: Als Absolvent solltet Ihr versuchen, in einer möglichst großen Firma unterzukommen (Macht also nicht den selben Fehler wie ich: Wer in einer kleinen Firma unterbezahlt anfängt, kommt selten finanziell vom Fleck). Persönliche Beziehungen und Kontakte sind das Wichtigste, ohne geht gar nichts. Zu hohe Erwartungen werden schnell enttäuscht. Bleibt realistisch und aufgeschlossen. Erst nach 3-5 Jahren zeigt sich euer wirklicher Wert und gibt Euch eine vernünftige Verhandlungsposition. Dann gibt es auch das Gehalt, von dem Einige hier zu denken scheinen, es würde Ihnen nur für ihren Bachelor zustehen. Insbesondere sollte jedem klar sein, dass "beratende Ingenieure" Dienstleister sind, und sich daher die bei der Vergabe erfolgreichen Preiskalkulationen eher auf dem Niveau von Haareabschneidern und Heißgetränkezubereitern befinden.

Für ein hohes Einkommen empfehle ich Euch NICHT:
- Planungsbüros
- Ingenieurdienstleistern (Ausführung (BOL/BÜ), ausgelagerte Berechnungen (CAD/FEM))
- Bauunternehmen aller Art mit weniger als 100 Angestellten
Vorteil hier: Ihr bekommt schnell Verantwortung in personeller und finanzieller Hinsicht.

Hohe Einkommen könnt ihr am ehesten erzielen:
- große Baukonzerne mit guter Durchsetzung der Gewerkschaften
- fachübergreifende Weiterentwicklung (z.B. FEM-Konstrukteur im Machienenbau/Luft und Raumfahrt (NICHT bei einem externen Dienstleister, nur direkt in der eigenen F&E-Abteilung))

Ein mittleres Einkommen in Verbindung mit Planungssicherheit und geregelten Arbeitszeiten sowie möglicher Familienplanung: Gibt es eigentlich nur im öffentlichen Dienst. Zum Thema Selbständigkeit: Sollte man immer versuchen, aber nur, mit ausreichendem finanziellen Polster und entsprechenden Kontakten zu mehreren Auftraggebern, die Euch in der ersten Zeit mit Aufträgen versorgen und danach weiterempfehlen. Mundpropaganda ist Alles! Wem es liegt: Vertreter für Baustoffe und oder Maschinen, getreu dem immer noch geltendem Motto: Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein ;)

Einen schönen Tag noch,
Hans

Kira | 07. Juni 2013 - 11:43

Also beide Firmen, bei denen ich mich vorgestellt habe, haben mir jetzt einen Job angeboten. Das kleine Ingenieurbüro ist ein Planungsbüro, die Bauschäden analysieren, Gutachten dazu schreiben, Instandsetzungslösungen erarbeiten und bei der Ausschreibung helfen - genau das was ich eigentlich gesucht habe.

Die andere Firma greift mehr oder weniger diese Gutachten auf und setzt die Vorschläge dann um, wenn Sie das Konzept als tauglich erachten und suchen deshalb mehr einen Bauleiter für diese Bereiche. Also eher weniger das was ich wollte. Allerdings wurde mir jetzt erörtert, dass nach den 6 Monaten Probezeit die Gehaltsstufe nochmal um 300-350 € pro Monat erhöht werden soll. Bei einem Einstiegsgehalt von 43000 und dieser Steigerung wäre ich dann in dem Bereich, den andere als "würdig" erachten. Soweit meine aktuellen Erfahrungen.

biene | 06. Juni 2013 - 20:44

@Maik:
40-45 k würde ich eher als Bachelor einfordern. Als Master sollte es schon etwas mehr sein (kommt allerdings auf die Vertiefung und Branche an, in der du anfängst). Guck mal hier: 3800-4000 brutto pro Monat als Master sind angemessen. Du bist Ingenieur und da sollte man auch mal etwas einfordern (was einige ja auch tun). An diese Nummer von dem Link würde ich mich an deienr Stelle halten.

karriere.de/service/gehaltscheck/bauingenieur-uni-37/

Maik | 06. Juni 2013 - 17:34

Ich bin gerade mit meinem Studium [Masterabschluss "Bauingenieurwesen-Fachrichtung Infrastruktursysteme" (Verkehr und Wasserwirtschft)] mit der Note 2.0 fertig geworden und will mich dementsprechend bewerben. Das Problem ist, dass viele Arbeitgeber schon bei der Bewerbung die Gehaltsvorstellungen wissen wollen und ich mir nicht sicher bin was ich verlangen soll. Im Netz stehen einfach zu viele unterschiedliche Dinge, genauso wie in diesem Forum.

Deshalb wollte ich die Leute bitten, die in diesem Segment arbeiten, ihre Erfahrungen(Jahresgehälter, Einstiegsgehälter) kund zu tun. Kurz meine Daten:

Einsatzort: Dreieck Köln, Düsseldorf und Wuppertal / Betriebsgröße: würde gerne bei einer großen Firma arbeiten, also mehr als 1000 Mitarbeiter (wenns klappt). Also ich habe mir überlegt zwischen 40.000 - 45.000 EUR zu verlangen. Ist das realistisch?

GT66 | 06. Juni 2013 - 11:36

Ich (seit fünf Jahren im Rhein-Main-Gebiet tätig) halte Kiras Angaben zum Einstiegsgehalt für durchaus realistisch (jetzt mal losgelöst davon, ob angemessen oder nicht).
@Kira: Hilfreich wäre noch zu wissen, auf was für eine Stelle Du Dich beworben hast (Fachplanung, Bauleitung, Kalkulation ...)

Stefan | 05. Juni 2013 - 22:34

@Kira:
Ich bin letztes Jahr mit dem Master FH fertig geworden. Angefangen habe ich mit 3 Monaten Kennenlerngehalt in Höhe von 2000 Euro. Nach den 3 Monaten folgte die vertraglich festgelegte Steigerung auf 3650 x 13. Dazu einen Skoda-Oktavia. Fachbereich: Bauleitung-Kanalbau

Aus Gesprächen mit Studienkollegen weiß ich, dass der Master eigentlich kaum eine Gehaltssteigerung gegenüber dem Bachelor bringt. Die ehemaligen Kommilitonen, die direkt nach dem Bachelor in die Bauleitung gegangen sind, sind nun 2 Jahre weiter und haben schon die erste Gehaltssteigerung hinter sich. Ich bin zwar trotzdem nicht unzufrieden, aber etwas frustrierend ist das niedrigere Gehalt nach der langen Studienzeit dann doch.

GT56 | 05. Juni 2013 - 20:39

34.000 Euro Jahresgehalt? Ich hätte beim Vorstellungsgespräch mit ziemlicher Sicherheit los gelacht und Ihn dann darauf hingewiesen, dass ich eigentlich gerne ein 100% Arbeitspensum bestreiten möchte und kein Teilzeitpensum von 60%. Zur Orientierung noch mein Gehalt (FH-Bachelor)
Nach Studium: 84 000 Fr. pro Jahr
nach 1 Jahr: 93 000 Fr. pro Jahr
Nach 2 Jahren: 99 000 Fr. pro Jahr

biene | 05. Juni 2013 - 12:43

@Kira:
Welchen Abschluss hast du? Master oder Bachelor oder noch Dipl.-Ing., Dipl.-Ing. (FH)? Gut, die 34.000 Euro sind ein schlechter Witz, ganz ehrlich. Da brauchen die sich nicht wundern, dass sie keine guten Leute finden. Als Master sind 48-50 000 Brutto p.a. angemessen und nicht 34 000!

Kira | 04. Juni 2013 - 17:12

So, ich habe jetzt zwei Gespräche hinter mir und hier mal ein kleines Fazit (beide Firmen im Rhein/Main Gebiet): Die eine Firma war ein mittelständisches Unternehmen mit etwas mehr als 1000 Mitarbeitern deutschlandweit. Jahresgehalt für mich als Einsteiger: ca. 43000 €.

Die andere war ein kleines Ingenieurbüro mit 5 Mitarbeitern. Einstiegsgehalt hier ca. 34000 €. Das die kleinen natürlich nicht so zahlen können wie die Großen ist vollkommen klar. Dennoch war ich von der Summe etwas schockiert um ehrlich zu sein. Nach 5 Jahren Studium ist das nicht unbedingt das was ich hören wollte, zumal der Rest der Firma genau meinen Vorstellungen entsprach.
MfG

Heinz | 02. Juni 2013 - 17:48

Ich kann nur empfehlen sich beim Einstiegsgehalt am Tarifvertrag Minus 1 bis 2 Tarifgruppen zu halten. Das wären also ca. 3300 bis 3700 € (West) und 3000 bis 3400 € (Ost) pro Monat. Dies in Abhängigkeit der Lage. Nach ein bis zwei Jahren Berufserfahrung kann es dann in die richtige Tarifgruppe gehen.

TWP65 | 01. Juni 2013 - 12:45

Wenn es nicht so traurig wäre was hier über Einstiegsgehälter im Bauingenieurwesen kolportiert wird, dürfte man eigentlich nicht dazu schreiben. Jedoch können einem die unerfahrenen Absolventen leid tun, die sich auf diesen teilweise blanken Unsinn hier verlassen.

Hier gibt es Menschen die noch nie in ihrem Leben eine Stunde in diesem Beruf gearbeitet haben, nach eigenem Bekunden "nur" Studenten sind und vehment hier Einstiegsgehälter postulieren, die sich auf der Ebene eines Büroleiters mit 15-20 Jahren Berufserfahrung finden lassen. Das mutet doch sehr nach dem Phänomen "Superstar" an, welches heute bereits vertieft in der Psychologie diskutiert wird. Gemeint ist damit eine Generation die ungünstigerweise mit einer Portion "Selbstbewußtsein" ausgestattet ist, die weder die Lebenserfahrung noch die fachlichen Fähigkeiten reflektieren. Bestes Beispiel hierfür war vor kurzem der Publikumsjoker in der Sendung "Wer wird Millionär", in der eine 1. Semsterstudentin genau diesem Muster folgte und dem Kandidaten einen Verlust von 63.500 € bescherte. Genau so muten hier einige Beiträge an. Zudem scheinen hier die realen wirtschaftlichen Zusammenhänge in Deutschland wie Niedriglohn, Rezession in der Eurozone in Verbindung mit einer Rekordarbeitslosigkeit (besonders bei der jungen Generation bis 50%) vollkommen ausgeblendet.

Dazu gesellen sich dann noch Protagonisten die nach eigenen Angaben vornehmlich in den Schweiz arbeiten und dort "Traumgehälter" beziehen zudem noch mit Geschäftswagen der Nobelklasse ausgestattet werden. Vereinzelt mag es diese Menschen geben, im Bauingenieurwesen scheinen sie doch eher die berühmte "Stecknadel im Heuhaufen" zu sein. Daraus dann einen Zusammenhang zu einem Einstiegsgehalt eines Bauingenieurs herstellen zu wollen, erscheint mir mehr als albern zu sein. Zumal der Gedanke erlaubt sei, ob ein Geschäftsführer dieser "Kategorie" sowohl die Zeit, die Muße und das Interesse hat sich in diesen Foren an einer solchen Diskussion zu beteiligen. Hier sind begründete Zweifel an der Wahrhaftigkeit angebracht. Ich denke diese Menschen haben in der Regel andere Denkweisen und auch kaum Zeit und Lust sich hier zu verewigen.Wozu auch?

Dann gibt es hier die Kategorie Menschen die GEWINNMARGE eines Bauingenieurs von 250.000 € pro Anno für ein Unternehmen beziffern. Und daraus eine Anspruch auf Vergütung ableiten möchten. Hier scheint der betriebswirtschaftliche Begriff Gewinn nicht bekannt zu sein, was Gewinn bedeutet. Personen die in der Geschäftsleitung von Ingenieurunternehmen und Bauunternehmungen tätig sind, wissen das die Gewinnspanne eines Unternehmens bei ca. 10 % liegt. Mehr ist nicht zu erwarten. Was das bedeutet wenn 250.000 Gewinn/Anno und Ingenieur (Gewinn = Ertrag - Kosten)! ca. 10 % sind, kann sich jeder selbst überlegen. Mit etwas Intelligenz sollte man die Aussagekraft dieser "These" richtig einschätzen können.

Im Land der Dichter und Denker scheint es so, dass die Denker in der Zwischenzeit eine Minderheit (wie auch hier) darstellen, die Zahl der Dichter jedoch sehr ausgeprägt ist. Ein Phänomen der Zeit, welches sich nicht nur hier feststellen lässt. Intelligente Menschen, die zwischen den Zeilen lesen können, werden die Aussagekraft solcher "Thesen" und "Phrasen" richtig einschätzen können. Es bleibt die Hoffnung, dass diese jungen Menschen (Absolventen) daraus dann die richtigen Schlüsse ziehen. Darüber hinaus bleibt die Empfehlung, sich nicht ausschließlich an den Aussagen eines anonymen Formus zu orientieren, in dem einige wenige Diskutanten die Situtation richtig beschreiben und viele "Wissende" mit doch hanebüchenen Aussagen ihre Unwissenheit zur Schau tragen. Welches Motiv hinter einer solchen Haltung steckt, kann wahrscheinlich nur psychologisch ergründet werden.

Letztendlich ist es nämlich egal was hier geschrieben wird, denn die Nachfrage bestimmt das Angebot. Und was nachgefragt wird, erfährt man in der Realität und nicht in einem Forum in dem unter Schutz der Anonymität jeder alles zum "Besten" geben kann. Eine weitere gute Infomationsquelle bietet das statistische Bundesamt, hier werden in regelmäßigen Abständen die Gehälter getrennt nach Berufsgruppen veröffentlicht.

biene | 31. Mai 2013 - 15:38

@Kira:
40.000 Brutto pro Jahr Einstiegsgehalt kann man bereits als Bachelor erhalten. Als Master sollte man eher 45-50.000 Brutto pro Jahr verhandeln.

Chris | 31. Mai 2013 - 09:08

@Kira
Hallo, auch ich bin kurz davor meinen Abschluss als Master (Uni) zu machen. Ich schreibe zur Zeit meine Thesis. Die Fage nach dem Gehalt ist wirklich schwierig! Hier im Forum wird eigentlich niemand schlau. Es gibt einfach zu viele Leute mit unterschiedlichen Ansichten. Viele meiner Kommilitonen und ich arbeiten schon seit Jahren in Ingenieurbüros und haben dort schon mal die Kollegen zu deren Einstiegsgehältern gefragt. In größeren Ingenieurbüros kann man als Master 45.000 - 48.000 Euro bekommen! Das ist aber sicherlich das Maximum.

40.000 - 45.000 Euro ist denke ich ein gutes Ziel als Einstiegsgehalt. Steigerungen nach den ersten Jahren sind für mich allerdings ein Muss. Bitte schreib doch nochmal deine Erfahrungen aus deinen kommenden Vorstellungsgesprächen hier rein. Mich würde es jedenfalls sehr freuen! Ach die Angaben beziehen sich auf Hamburg.

grto | 30. Mai 2013 - 21:50

Hallo Kira,

herzlichen Glückwunsch zum Abschluss deines Studiums! Neben den von dir genannten Faktoren Größe der Firma, Gewerbe und Abschluss kommt noch deine Region dazu. Ob du z.B. in München anfängst zu arbeiten oder in der mecklenburgischen Provinz.

Wie aber auch in den letzten Beiträgen zu lesen war, ist das von dir genannte Einstiegsgehalt zwischen 40.0000 bis 45.000 € unter Umständen angemessen. Ist ja auch immer die Frage, wie du das definierst. Incl aller Bonusleistungen oder einfach als das 12-fache des Monatsgehalts.

Grüße, Tobias

Kira | 30. Mai 2013 - 15:37

Hallo,
ich habe dieses Jahr meinen Master an einer Fachhochschule gemacht (1,6) und jetzt die kommenden Wochen mehrere Vorstellungsgespräche. Irgendwann kommt ja immer die Frage nach den Gehaltsvorstellungen - natürlich ist das abhängig von der Größe des Unternehmens, klar.

Jetzt habe ich mal etwas recherchiert und Werte zwischen 40000-45000 Brutto Jahreseinkommen, je nach Größe der Firma, Gewerbe und Abschluss gefunden. Sind die Werte aus der folgenden Übersicht realistisch?


http://bit.ly/17y5Per

Viele Grüsse, Kira

Gustaph G. | 24. Mai 2013 - 14:33

@GT2205:
Und wieviel verdienen deine angestellten Ingenieure? Wenn ich mal so neugierig sein darf.

GT2205 | 22. Mai 2013 - 21:56

Mal eine Klarstellung der Gehälter, die effektiv bezahlt werden: Ich bin stellvertretender Geschäftsführer einer mittelgrossen Unternehmung und habe ein Fixgehalt von 160.000 Fr. + Porsche Cayenne als Firmenauto. Aufgrund meiner Erfolgsbeteiligung habe ich letztes Jahr 250.000 Fr. verdient. Also jammert nicht sondern schaut, dass ihr beruflich weiterkommt. Auch auf dem Bausektor gibt es lukrative Jobs!

OBL | 22. Mai 2013 - 08:18

Wieso lasst Ihr euch von Leuten verrückt machen, die anhand von Gehaltstabellen aus fakultätsfremden Bereichen oder der Schweiz diskutieren? Das Gehalt beim Einstieg spielt doch nicht die übergeordnete Rolle, sondern der Einstieg ansich. Man muss doch erst die Klinke drücken, bevor man die Tür öffnen kann. Ich bin 2005 als Dipl.-Ing. (FH) in ein eher kleines Unternehmen für Beton- und Bauwerksinstandsetzung als Bauleiter eingetreten (37000 €/a, A-Klasse) und das war mir wichtig. Nicht 162 Bewerbungen schreiben, wie meine Kollegen, sondern "nur" 25.

Mittlerweile bin ich Oberbauleiter in der 3. Unternehmung meiner Laufbahn und zwar ohne weitere Bewerbungen zu schreiben und verdiene ca. 60000 €/a und fahre einen Alhambra. Will sagen: Beweist euch, gebt Gas und eine Gehaltsteigerung von bis zu 10000 €/a sind bei einem Wechsel durchaus drin. Es ist doch klar, dass man sich beruflich immer weiter entwickeln kann. Dass die Baubranche eher vorsichtig konservativ mit Ihren Gehältern ist, wusste ich schon vorher und - ich hoffe - alle Studenten des Bauingenieurwesens auch.

Magnus | 20. Mai 2013 - 10:51

@Biene
Weil Bauen Spaß macht, weil es toll ist, wenn aus einem kleinen A4-Plan ein großes Gebäude wird.

biene | 18. Mai 2013 - 12:51

@Berater
Das kann ich dir erklären. Weil ich damals noch jung und naiv war und das Studium zum Bachelor Bauingenieur gewählt habe (würde es heute sehr wahrscheinlich anders machen, wobei ich die Möglichkeit habe mich gut zu vertiefen). Den Master lenke ich in eine andere Richtung (überwiegend Ver- und Entsorgung). Damit werde ich die Baubranche verlassen. ist allerdings auch ein hartes Stück Arbeit. Ich muss von 0 sozusagen Thermodynamikthemen/Umwelttechnikthemen etc. lernen. Das ist nicht gerade einfach, aber machbar. Ich mache dies aber auch nur weil ich auf gar keinen Fall in die Baubranche will und auch kein Bauleiter/Statiker oder ähnliches werden will. Mein Studium dauert dadurch auch länger.

| 17. Mai 2013 - 19:42

>>Wieso dann überhaupt ein Bauingenieurstudium? Und sogar >>noch einen Master hinterher. Diese Logik muss sich wohl keinem >>erschliessen.

Genau dasselbe ist mir auch grad durch den Kopf geschossen...

Berater | 17. Mai 2013 - 10:04

@ Biene
Zitat:"Ich werde nicht in die Baubranche gehen! Die Konditionen sind einfach zu schlecht. Ich kenne aber sehr viele Leute die absolut scharf auf diese Branche sind (warum auch immer)."

Wieso dann überhaupt ein Bauingenieurstudium? Und sogar noch einen Master hinterher. Diese Logik muss sich wohl keinem erschliessen. Meinst du die anderen Branchen warten nur auf Bauingenieure?

Charly | 16. Mai 2013 - 21:54

@Equilibrium:
Gratuliere! Du hast am 20. Februar 2013 - 15:44 am Schluß geschrieben "Als grobe(!) Hausnummer würde ich mal schätzen, dass Du mindestens mit dem Doppelten Deines persönlichen Bruttostundenlohns nach außen abgerechnet werden musst, damit die Rechnung für das Ingenieurbüro aufgeht.".

Konkret sollte man pro Bauingenieur bis zum Jahresende mit etwa 100.000 Euro netto (!) pro Jahr kalkulieren, die für das Fortbestehen des Ingenieurbüros zu erwirtschaften sind. Bei kleinen Ingenieurbüros sind es Pi mal Daumen etwa 10 % mehr.

Nächstes Jahr werden es dann dank der Novellierung der HOAI im August etwa 120.000 Euro netto pro Jahr sein.

biene | 16. Mai 2013 - 20:12

@Maja
Ich finde dass das absolut nicht fehl am Platz hier ist. Ich werde nicht in die Baubranche gehen! Die Konditionen sind einfach zu schlecht. Ich kenne aber sehr viele Leute die absolut scharf auf diese Branche sind (warum auch immer).

@Mercedes
Du hast es erfasst. Vollkommen richtig. Deswegen KEINE BAUBRANCHE in Deutschland. Ich weiß auch, was die Leute z.B. bei Damiler, Thyssen etc. verdienen. Guck dir da mal nen Ingenieur an. Selbst die normalen Arbeiter (mit Hauptschule/Realschule und Ausbildung) verdienen dort bei oft guten Arbeitsbedingungen einen Haufen Geld.

Maja | 16. Mai 2013 - 00:23

Wie schon von diversen Personen hier geschrieben: Man kann auch mehr verdienen, grade bei großen (den größten) Unternehmen. Ausserdem natürlich ausserhalb der Baubranche. Ich glaube, dass hier noch keiner das Gegenteil behauptet hat. Allerdings ist hier die Frage nach dem Gehalt als Bauingenieur gewesen. Viele oder der Großteil der Absolventen und Berufserfahrenen wird aber in einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen als Bauingenieur (ob nun als Bauleiter, Projektleiter oder Statiker) arbeiten. Demnach sind Gehaltsangaben, ob nun tatsächlich oder, wie von dir, geschätzte Angaben aus anderen Bereichen eher wenig hilfreich.

Sprechen wir von Bauingenieuren, oder eben jenen, die einen solchen Abschluss einmal gemacht haben und nun als Erzieher, Chef einer Lebensmittelkette oder beim Fast-Food-Restaurant um die Ecke arbeiten, kommen wir natürlich zu völlig anderen Werten. Ich finde aber, dass das hier ein wenig fehl am Platze ist. Man sollte klar trennen zwischen denen, die in der Baubranche arbeiten und dem Rest. Klar kann man im Bereich der Chemie sehr viel verdienen. Aber wie viele Bauingenieure werden in so einen Job jemals arbeiten?

Ich finde, die letzten Beiträge hier sind zum größten Teil nicht sonderlich repräsentativ. Ob nun jemand in der Schweiz wirklich jenseits der 100.000 CHF verdient oder ein Master, auch mit vorheriger Ausbildung, einer Firma wirklich so viel Wert ist, sei mal dahingestellt. Nur frage ich mich, wenn man im Monat über 4000 Euro verdient (der AG zahlt wesentlich mehr), die Zeichner, die kaufmännische und noch alle Nebenkosten der Firma noch hinzukommen, was für Aufträge da vorhanden sind. Bei bestenfalls noch 37 Stunden in der Woche, Überstundenausgleich und Firmenwagen.

Ich möchte hier keine Aussagen anprangern, aber den inaktiven Lesern des Forums doch einmal aufzeigen, dass die Realität einfach nicht rosarot ist. Niemand wartet vor der Universität auf die neuen Absolventen. Es gibt Jobs, das steht ausser Frage.

Exstudent | 14. Mai 2013 - 21:56

Langsam Frage ich mich ernsthaft, ob Deutschland zum Armenhaus Europas geworden ist? Und Ihr halb Europa finanzieren müsstet, so dass für euch kaum was bleibt. Also ich habe letzten Frühling meinen FH Bachelor abgeschlossen und kann bestätigen, dass es nicht überall so trostlos ist. Klar, die Gehälterr sind nicht mit einem BW-ler vergleichbar. Kurze Lohnreferenz: Meine Mitstudierenden haben mit einem Bruttojahressalär von 78.000 - 84.500 Fr. begonnen.

Magnus | 14. Mai 2013 - 20:29

@biene:
Was ich bei dir nicht so ganz schnalle ist, ob du die viele Kohle jetzt schon irgendwo verdienst oder ob das zur Zeit alles noch Luftschlösser bzw. Gehaltsstatistiken sind?

Mercedes | 14. Mai 2013 - 17:08

Wie ich selbst erfahren muss sind 50.000 EUR p.a. in der Bauindustrie schon ein Spitzengehalt und kann auch nur dann erzielt werden, wenn die bekannten Parameter wie: höchste Verantwortung, "zig- Überstunden" usw. eingehalten werden. Nachdem ich gestern Abend den Fernsehbericht über Daimler gesehen habe, frage ich mehr denn je, ob diese Sparte für mich noch richtig ist. Eine "Fachkraft" am Fliessband verdient nämlich bei Daimler ungefähr genauso viel - und das bei einer 35 Std. Woche, no risk, Firmenpension etc.

biene | 14. Mai 2013 - 11:53

@Maja:
Wenn das bei euch so ist, ist das noch lange nicht überall so. Ich habe bereits eine Gehaltstabelle gepostet. Was ist an 50 000 Brutto als Master mit vorheriger Ausbildung utopisch? Vielleicht ist das in der Baubranche nicht möglich, aber in der Metallbranche, Chemiebranche, Energiebranche, Vetrieb, Luftfahrtbranche usw.? Und da können nunmal auch Bauingenieure arbeiten.

Maja | 14. Mai 2013 - 09:18

Endlich welche, die die Wahrheit schreiben. Wer als Bachelorette nicht schon mehr als 50-60k im Jahr bekommt, ist selber schuld. Und wenn man erst mal 3 Jahre gearbeitet hat, ist man so unabdingbar, dass es mindestens 80-100k sein sollten. Freunde, ihr habt echt ein Rad ab! Gehälter werden hier geschrieben, die verdienen nichtmal Niederlassungsleiter oder Geschäftsführer. Bei uns werden Leute, die so Vorstellungen haben mit schallendem Gelächter zur Tür geführt!

biene | 11. Mai 2013 - 12:00

Es ist echt traurig was man hier teilweise liest. Für 2600 Euro Brutto fangen hier Leute an zu arbeiten. Hallo? gehts noch? Diese Leute sind am Lohndumping zu einem großen Teil Schuld! Hört auf euch so billig zu verkaufen. Ich finde Tonis Beitrag sehr gut. Die 60000 Brutto sind allerdings aus meiner Sicht etwas hoch gegriffen (Recht hat er allerdings trotzdem), 50000 sollten es aber schon mindestens sein als Master mit vorheriger Ausbildung z.B. Alles andere ist doch nicht der Qualifikation entsprechend.

malcom_x | 10. Mai 2013 - 15:03

@Vokail:
Menschen wie du sind Gründe, warum Gehälter von Bauingenieuren immer im Keller bleiben. Warum verkaufst du dich so billig? Minimal 3100 im Monat.

Mo | 10. Mai 2013 - 12:00

@Toni:
Welcher Absolvent bleibt 10 Jahre beim ersten Arbeitgeber? Die meisten wechseln nach 3-5 Jahren. Da sieht die Wagnis-Gewinn-Situation für den Arbeitgeber noch ganz anders aus. Erzähl doch mal von Deinen Erfahrungen, die Deine Meinung stützen, dass die Arbeitgeber (und ich bin keiner!) bei der derzeitigen Marktlage so gemolken werden sollen, wenn Du pauschal an Abgänger eine derart übertriebene Gehaltsforderung einbringst. Du baust hier nur Illusionen auf und provozierst Unzufriedenheit.

tiefbauer | 09. Mai 2013 - 22:32

@biene:
Zitat biene:
kurze Rechnung:
50.000 Euro brutto /a bei 50 h/Woche
40.000 Euro brutto /a bei 40 hWoche (normale Arbeitszeit)

Verbessern Sie mich, wenn die Rechnung total falsch sein sollte. Das ganze mit 3 Jahren Berufserfahrung, enormem Stress und sehr hoher Verantwortung und wahrscheinlich Flexibilität.

Mathematisch ist Ihre Rechnung sicherlich richtig. Die Frage ist nur, ob man(n) bzw. Frau sich die finanziellen Einbußen leisten will bzw kann. Am Ende des Jahre sind es trotz mehr Arbeitsaufwand 10000 € mehr Bruttolohn. Der PKW ist da noch nicht mitgerechnet. Einen A4 privat zu fahren kostet nämlich ganz schnell noch mal 300 - 400 € pro Monat. Für das Auto zahle ich praktisch nichts und spare mir somit ca. 5000 € pro Jahr. Die Rechnung geht für mich somit auf.

Außerdem bin ich froh, dass ich die Möglichkeit habe regelmäßig im Freien arbeiten zu können. Ich könnte auf keinen Fall in einem Großraumbüro arbeiten. Schon während meiner Schulzeit habe ich es gehasst bei schönem Wetter im Zimmer "eingesperrt" zu sein. Als Bauleiter kann ich mich jederzeit frei auf der Baustelle bewegen und das ist für mich sehr viel wert.

Zu Stress und Verantwortung kann ich nur sagen, dass ich damit gut klarkomme. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich schon immer ein "Anführer" war. Wer natürlich Probleme hat seine Meinung zu äußern oder hitzige Diskussionen zu führen, der sollte sich niemals als Bauleiter bewerben.

MfG tiefbauer

Vokail | 09. Mai 2013 - 18:47

Bin jetzt zwei Jahre in einem Ingenieurbüro und stehe noch beim Einstiegsgehalt von 2600 € bei einer 43h-Woche (RLP). Müsste in den nächsten Wochen wohl nochmal die Gehaltssituation ansprechen. Was denkt Ihr kann ich fordern?

GT0905 | 09. Mai 2013 - 18:35

@Mo:
Du schreibst, du hattest 2002 schon 40.000 brutto verdient. Wieso soll dann einer 10 Jahre immer noch nur 40.000 euro verlangen? Also ein Master (egal ob Uni oder HS) von einer guten Hochschule mit top Noten, evtl. Ausbildung, Auslandsaufenthalt, Zusatzqualis o.ä. sollte ruhig mal 45-50.000 Brutto zum Einstieg verlangen. Natürlich trifft dies nicht für jeden zu. Jemand, der nichts anderes außer die Uni gesehen hat, da wirds denke ich etwas schwieriger. Ich denke folgende Faktoren spielen eine wichtige Rolle:

- Firmengröße (nicht immer)
- Vertiefungsrichtung
- vorherige Ausbildung, Meisterbrief etc.
- Belegung Zusatzkurse an Unis/Fhs oder Seminare in der Wirtschaft o.ä.
- Verhandlungsgeschick und die Soft Skills (v.a. wie kann ich mich verkaufen, wie wirke ich?)
- Land und Region
- usw.

Also einige Faktoren, die da zusammen kommen können.

Toni | 09. Mai 2013 - 13:57

@Mo:
Du scheinst hier offenbar bewusst die Arbeitgeberinteressen zu vertreten. Mit deiner Argumentation versuchst du bewusst die Lohnvorstellungen von Abgängern nach unten zu korrigieren und argumentierst dann, dass die Einstellung eines Abgängers mindestens 100.000 Euro kostet. Deshalb würde es es als angemessen halten, wenn Neueinsteiger die ersten zwei Jahre umsonst arbeiten müssten. Dass die Arbeitgeber dennoch ein jährliches Gehalt von 40.000 Euro zahlen ist ja wirklich sehr grosszügig! Man muss ja mit den Arbeitgebern fast Mitleid haben. Hast echt das Gefühl deine unwahre Argumentation hat was mit der Realität zu tun? NICHT im geringsten.

Es kann gut und gerne sein, dass ein Bauingenieur vom Abgänger bis zum erfahrenen Projektleiter (Zeitdauer über 10 Jahre) mehr als 100.000 Euro kostet. Doch dass der Bauingenieur in dieser Zeit für das Unternehmen ein Gewinn von 250.000 Euro erwirtschaft und damit am Schluss trotzdem ein Nettogewinn von 150.000 Euro für das Unternehmen übrig bleibt scheinst du uns zu verheimlichen.

Mein Ratschlag an Abgänger: Beginnt nicht unter 60.000 Euro pro Jahr zu arbeiten und schaut, dass die Schmarotzer aus dem verkehr gezogen werden. Denn wir selbst haben es in den Händen, dass uns ein anständiger Lohn bezahlt wird, aber dafür müssen wir an einem Strick ziehen. Damit wird das Honorar auch steigen und wenn ich unser Honorar mit anderen Berufsgruppe vergleichen ist dies mehr als gerechtfertigt!

Mo | 07. Mai 2013 - 21:08

Hallo VAL!
Wenn ich meinen Beitrag so lese, gebe ich zu, dass er etwas klugscheißerisch anmutet. Was aber meine Überzeugung bleibt ist, dass ein Absolvent, der ein hohes Einstiegsgehalt fordert, neben guten Noten und wirklich fundiertem Fachwissen, weitere Top-Qualitäten mitbringen muss. Das sind die viel beschworenen Soft-Skills, geht vom persönlichen Auftreten über technische und sprachliche Genauigkeit bis hin zum Willen höchster Loyalität gerade gegenüber seinem ersten Arbeitgeber. Zu den Ausbildungskosten on the job: Hier darf man nicht nur Kursgebühren addieren, sondern vor allem "unproduktive" Stunden, die durch das learning by doing bzw. durch die anfangs geringe Schnelligkeit/Zielstrebigkeit anfallen. Außerdem noch hoher Aufwand bei Kollegen und Mentoren für intensivere Kontrollen des outputs und Anleitung/Betreuung.

Nun zu meinen Erfahrungen: Ich habe an einer TU Bauingenieurwesen Konstruktiver Ingenieurbau studiert und 2002 mit etwas überdurchschnittlich gutem Ergebnis abgeschlossen. Anschließend habe ich als Statiker in einem größeren Ingenieurbüro zu einem zur damaligen Zeit sehr hohen Anfangsgehalt von rund € 40.000 Bruttojahresgehalt begonnen. Inzwischen arbeite ich in einem anderen Ingenieurbüro und habe mich zur Leitung größerer Projekte und Gruppenleitung entwickelt - Gehalt ca. € 65.000 plus ein paar Extras.

Einem heutigen Uni-Absolventen auf der Suche als Planer in einem Ingenieurbüro zu beginnen, würde ich empfehlen, ein Gehalt von € 40-45.000 brutto anzustreben, sofern er ein paar Asse im Gesamtpaket hat.

Noch ein abschließendes Wort: Meiner Meinung nach sind Berufseinsteiger heutzutage (noch) nicht in der Position, die Welt insofern zu verbessern, als dass sie durch ihre Gehaltsforderungen die Planungshonorare oder Vergabepreise von Bauleistungen nach oben korrigieren könnten, was sicher in Maßen gerechtfertigt wäre. Dies muss der eigentliche Markt hinkriegen, da ein Unternehmer nirgends seine Ware teurer verkaufen kann, weil er gerade einen teuren Neuling eingestellt hat.

biene | 07. Mai 2013 - 15:01

@tiefbauer:
kurze Rechnung:
50.000 Euro brutto /a bei 50 h/Woche
40.000 Euro brutto /a bei 40 hWoche (normale Arbeitszeit)

Verbessern Sie mich, wenn die Rechnung total falsch sein sollte. Das ganze mit 3 Jahren Berufserfahrung, enormem Stress und sehr hoher Verantwortung und wahrscheinlich Flexibilität. Mein Fazit: Ich würde es nicht machen wollen zu diesen Bedingungen. Zum Vergleich:

http://www.engineering-igmetall.de/sites/default/...

EINSTIEGSGEHALT Master Ingenieur: ca. 47.000 Euro Brutto, bei einer 35 h Woche wenn ich das richtig gelesen habe. Nun darf sich jeder selbst sein Bild machen. Und ja, es sind nicht alle Unternehmen an solche Tarife (IG-Metall) gebunden. Trotzdem sehr interessant wie ich finde.

VAL | 07. Mai 2013 - 12:09

@Mo:
Also vielen Dank erst einmal für Deine Antwort. Den ersten Absatz kann ich teilweise nachvollziehen und empfinde diesen auch durchaus als sinnvoll. Was mir persönlich nur etwas aufstößt, ist die Höhe des Investitionsvolumens. Mir ist durchaus bewusst das weiterführende Ausbildungen/Fortbildungen teuer sind, jedoch habe ich meine Zweifel daran, dass die Summe wirklich so hoch ist. Aber da ich mich da nicht so gut auskenne, nehme ich das einfach mal so hin.

Joa, zum zweiten Absatz bleibt mir nur zu sagen: Das fasse ich jetzt mal als konstruktive Kritik und nicht als, entschuldige bitte mein Vokabular, "Klugscheißerei" auf. Du hast natürlich Recht mit dem was Du sagst, das möchte ich nicht anzweifeln.

Schön zu wissen wäre jetzt noch wie Du das Ganze siehst?! In welchem Bereich sollten sich die Anfangsgehälter denn befinden? Gib doch mal bitte eine Marschroute aus wenn Du so bescheid weißt. :-)

MfG

Mo | 05. Mai 2013 - 22:55

@VAL, @grto, @andere:
Bitte denkt bei Euren Gehaltsüberlegungen auch immer an folgendes:
- Euer "Wert" beschränkt sich als Berufseinsteiger nur auf die Theorie des Studiums, die Ihr mehr oder minder gut (siehe Noten) beherrscht. Um dieses theoretische Wissen für Euren Arbeitgeber gewinnbringend einsetzen zu können, muss dieser weiter in Euch investieren. Getrost könnt Ihr dafür in den ersten Berufsjahren ein Investitionsvolumen nahe dem sechsstelligen Bereich ansetzen, sofern Ihr zum Beispiel vom Absolent zum soliden Statiker und weiter zum selbständigen Projektleiter heranreifen wollt.

- Auch bei Ingenieuren ist die Sprache wichtig. Insbesondere sollten Fehler wie bei "die meißten" oder bei der Unterscheidung von das/dass nicht passieren; ganz zu schweigen davon, dass einem angehenden Statiker der Unterschied zwischen "bewehren" und "bewähren" bekannt sein sollte. Denn Genauigkeit ist beim Techniker/Ingenieur ein wesentliches Qualitätsmerkmal, das gilt auch für die Genauigkeit in der Sprache.

tiefbauer | 03. Mai 2013 - 21:41

Hallo,
ich arbeite seid ca. 3 Jahren als bauleiter im mittelstand. als bauleiter im mittelstand (region: hessen) betreue ich die baumaßnahmen vom autragseingang bis zur schlussrechnung. insgesamt erreicht meine baustellenmannschaft einen jahresumsatz von ca. 5,00 mio euro. ich betreue üblicherweise 3 baustellen pro jahr, wobei sich die ausführungszeiten meist überlagern. meine arbeitszeit liegt bei ca. 50,00 h pro woche, mein aufgabenfeld umfasst folgende tätigkeiten:
- arbeitsvorbereitung
- bauleitung (bauablaufplanung, materialbestellung, baustellenpersonalplanung, groß- und kleingeräteeinsatzplanung, Baustellenleistungsberichte verfassen usw....)
- abrechnung (abschlagsrechnungen incl. abrechnungsskizzen & mengenberechnungen erstellen, feldaufmaße, nachtragskalkulation und -verhandlung, schlussrechnungen erstellen und prüfen)
- abwicklung von gewährleitsungsmängeln verschiedener älterer projekte
mein bruttogehalt beträgt 50.000,00 € brutto. als firmenwagen mit privater nutzung fahre ich einen audi a4 baujahr 2011.

insgesamt halte ich gehaltsmäßig mit einem großteil meiner ehemaligen klassen- und studienkameraden mit. jedoch ist der bauleiterjob ein sehr stressiger job mit ernormer verantwortung. wer probleme im umgang mit stressigen situationen hat, sollte definitiv die finger von diesem job lassen.

mfg, tiefbauer

VAL | 01. Mai 2013 - 13:37

@Berater:
Ja als "einfacher" Zimmerergeselle. Hab halt, ohne jetzt irgendwie komisch zu wirken, meinen damaligen Chef durch meine Arbeit überzeugt und konnte dementsprechend auch sehr gut in die Verhandlung der Gehaltserhöhung einsteigen. Aber Usus ist das gewiss nicht! Ich denke wenn du als Zimmermann hier in der Gegend unterwegs bist kannst du so mit 15 bis 16 €/Std. durchaus zufrieden sein.

@grto:
Also wie bereits in meinem anderen Post erwähnt, bin ich im Teufelsdreieck Bremen / Hamburg / Hannover aktiv. Ja, also zu meinem Abschluss: Als Jugendlicher kein Bock gehabt, Realschulabschluss auf der Hauptschule gemacht, Lehre als Zimmermann absolviert, als Geselle gearbeitet, irgendwann entschieden das ein Bürostuhl total klasse für mein Rücken ist (bei genug sportlichem Ausgleich versteht sich) und bereut das ich so ein lustloser Querulant in meiner Jugend war, Fachabitur nachgeholt (Fachrichtung Architektur/Bau) und dann an der HS Bremen angefangen Bauingenieurwesen zu studieren (Fachrichtung konstruktiver Ingenieurbau). Also um es mit einem Wort zu sagen: Fachabitur. Warum wird der Wechsel in ein größeres Büro im nachhinein schwierig? Unter Wert verkaufen werd ich mich auf keinen Fall, dafür hab ich nicht die letzten 3 1/2 bzw. 4 1/2 (mit Fachabi) Jahre die Bücher gewälzt.

@Mike:
Du verdienst also knapp 90.000 € Brutto im Jahr? Erfindest Du da die Welt neu oder ist so eine gute Bezahlung in der Schweiz allgemein der Fall? Also ich will da nicht hin, nur rein interessehalber!

MfG

Mike | 29. April 2013 - 18:50

Ich bin "nur" FH-Bauingenieur und verdiene nach 2 Jahren Berufserfahrung 110.000 Franken brutto pro Jahr. Bin in einem mittelständischen Bauingenieurbüro angestellt.

VAL | 27. April 2013 - 08:41

@Tom:
Ne so direkt habe ich keinen Einblick erhalten. Ich hatte mich mit ein zwei Leuten über die Verdienstmöglichkeiten unterhalten, jedoch waren die, was die Offenbarung des eigenen Gehalts angeht, eher zurückhaltend bis verklemmt. Aber dein Post macht mir Hoffnung bei dem was man hier so liest. Im Vorfeld hatte ich mir natürlich auch schon ein paar Gedanken zu dem Thema gemacht und war am Ende bei der Entscheidung angelangt mal mit 42k zu starten. Da lieg ich ja anscheinend gar nicht sooo weit weg.

Darf ich fragen in welcher Region du dich befindest? Bei mir geht es um das Teufelsdreieck Bremen / Hamburg / Hannover. Ich werde auf jeden Fall nach der Verhandlung einen Post da lassen was bei rumgekommen ist!
MfG

biene | 26. April 2013 - 17:38

@VAL:
Ich würde probieren (wenn es eine bekannte Uni/FH war): Als Master: 50 000 Euro Brutto, als Bachelor: 45 000 Brutto. Aber das ist letztendlich deine Sache für wieviel du dich verkaufst.

grto | 26. April 2013 - 14:35

@VAL:
Wenn du ein paar Beiträge hier gelesen hast, kannst du dir die Frage fast schon selbst beantworten. Aber da ich sowieso ein paar Sachen loswerden möchte. Interessant ist noch, in welcher Region du arbeiten wirst, was du für einen Abschluss hast und ob du Uni oder FH Absolvent bist. Ich habe ebenfalls gerade mein (Master-)Studium im konstruktiven Ingenieurbau beendet (FH) und habe schnell einige Arbeitsangebote hier in der badischen Fächerstadt erhalten. Nach meiner Priorität:

1. (hier fange ich demnächst auch an) großes Bauunternehmen, Tätigkeit im Innendienst, geregelte 40 h Woche mit Überstundenvergütung. In den ersten sechs Monaten: 3.400 € / Monat brutto. Nach Ablauf der 6 Monate: Bezahlung gemäß dem Rahmentarifvertrag ~3.650 € / Monat brutto.

2. kleines Ingenieurbüro für Geotechnik, ebenfalls geregelte 40 h Woche mit Überstundenvergütung. Etwa 2.850 € / Monat brutto. Das entspricht etwa dem typischen Einstiegsgehalt in einem Ingenieurbüro hier bei uns.

3. mittelständische Baufirma, Tätigkeit als Bauleiter, ungeregelte Arbeitszeiten 50+ h / Woche, OHNE Überstundenvergütung. In den ersten sechs Monaten: 2.800 € / Monat brutto. Nach Ablauf der 6 Monate: Bezahlung gemäß Rahmentarifvertrag etwa wie bei 1. + privat nutzbarer Dienstwagen.

Zum Jahresgehalt kommen entsprechend noch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie ggf. eine jährliche Prämie hinzu (zusammen etwa ein halbes bis ganzes Monatsgehalt), so dass die Spanne in meinem Fall in etwa zwischen 35.000 (2.) bis 46.500 € (1.) / Jahr liegt.

Meine Erfahrung, die ich bereits im Studium gemacht habe und die sich immer wieder durch diverse Gehaltsreporte zieht: Je kleiner das Büro / die Firma, desto weniger gut wird gezahlt. Da du ja gute Noten hast (hoffentlich an einer angesehenen Hochschule, sonst sind die wenig wert) und bereits Erfahrung als Zimmermann gesammelt hast, kannst du ja auch noch nach Alternativen schauen und dich auf ein paar andere Stellen bewerben. Da wirst du schnell merken, wie gefragt du bist und was du in etwa verdienen kannst.

Einfach die erst beste Stelle annehmen sehe nicht als gute Wahl. Überlege dir auch gut, was du in einem kleinen Büro für weitere Möglichkeiten in den nächsten Jahren hast. Wenn du dort einmal angefangen hast, wird der Wechsel später in ein größeres Unternehmen oft schwierig.

Gaaaanz wichtig für alle Studenten: Verkauft euch nicht unter Wert. Wir haben 5 bis 6 Jahre studiert und (die meißten) verfügen über eine hervorragende ingenieurwissenschaftliche Ausbildung! Da sollte man sich nicht mit dem Gehalt eines Maurers abspeisen lassenn.

Liebe Grüße, Tobias

Berater | 26. April 2013 - 11:57

@VAL:
17.50 €/h als einfacher Zimmerergeselle? Vor 10 Jahren war mein Verdienst um die 12,70 Euro wenn ich mich recht erinnere. Einfache Rechnung:Du musst mindestens 3500.- Euro verlangen um als Bauingenieur mehr in der Tasche zu haben wie vorher als Zimmermann. Das wird ja wohl das minimale Ziel sein? Ob es umsetzbar ist steht auf einem anderen Stern.

Tom | 25. April 2013 - 22:50

@VAL:
Hast du denn während eines Praktikums keinen Einblick in die Gehaltsstruktur bekommen? Meiner Erfahrung nach werden die Kollegen beim Feierabendbier meist recht redselig. Ansonsten würde ich mal hoch genug ansetzten und je nach Region 40-45k Jahresbrutto verlangen. Runterhandeln lassen oder zur Konkurrenz wechseln kannst du immer noch.
Viel Glück!

Btw.: Poste doch bitte, was dann rausgekommen ist.

VAL | 25. April 2013 - 09:54

Hallo zusammen! Ich habe mal eine Frage: Ich stehe derzeit kurz vor meinem Abschluss des Bauingenieurstudiums mit der Fachrichtung Konstruktiver Ingenieurbau und habe demnächst ein Einstellungsgespräch. In dem Büro wo ich dieses habe, habe ich bereits mein Pflichtpraktikum während des Studiums absolviert und mich während dessen durchaus bewehrt. Nun steht in ein paar Wochen, nach Abgabe meiner Thesis, das Einstellungsgespräch an und ich habe keine Vorstellungen wie hoch ich bei den Gehaltsdingen einsteigen kann. Habt Ihr da mal ein paar Daten, die mir weiterhelfen könnten?

Zur Info: Ich bin 30 Jahre alt, gelernter Zimmermann (letztes Gehalt 17,50 EUR/Std.), ledig und habe mit 1,9 einen recht ansehnlichen Notendurchschnitt. Mein Tätigkeitsfeld würde sich, da es sich um ein eher kleines Büro handelt (Insgesamt 20 Angestellte inkl. Zeichnern etc.), auf ziemlich viele Dinge verteilen. Von Angebotserstellung über das Anfertigen von Statiken bis hin zur Projektleitung wird alles dabei sein. Für Eure Tipps bzw. Hilfe wäre ich sehr dankbar! MfG

GJS | 23. April 2013 - 14:40

Lieber Statikus_1982,
bei Ihnen liegt genau die Wurzel der Problematik unseres Berufsstandes. Sie rühmen sich auch noch damit, ihre (hoffentlich) qualifizierte Arbeit für die Hälfte anzubieten (oder haben Sie auch diese "passt schon"-Mentalität?). Das mag für Sie jetzt toll sein, dass sie aber dazu beitragen, den Markt weiterhin kaputt zu machen ist Ihnen offenbar egal. Und nicht jeder kann für 50% HOAI anbieten, da die Bürokosten, Weiterbildungskosten, etc. einen nicht zu unterschätzenden Anteil an den Fixkosten einnehmen. Ich verstehe einfach nicht, wie sich studierte Leute praktisch ohne Not weit unterhalb ihres Wertes verkaufen - das schaffen nur wir "dummen" Bauingenieure.

Und die Bauherren, insbesondere Bauträger, reiben sich dabei die Hände. Offensichtlich haben die meisten Kollegen den Sinn und Zweck der HOAI nicht verstanden. Gehe ich in eine Autowerkstatt, zahle ich für die Werkstattstunde >= 70 Euro/h (freie Werkstatt) bzw. >= 120 Euro (VW, BMW, etc.). Benötige ich einen Rechtsanwalt, Steuerberater, etc. zahle ich >=200 Euro. Den Bauingenieur (Statiker) muss ich nur schräg anschauen, schon geht er von seinen (unnötigen) 50% gleich noch einmal um 10-20% runter. Genau deshalb haben wir ja die HOAI --> als Richtwert also, wieviel Prozent ich davon abweichen kann (nach unten). Immer weiter so!

Das Verhältnis zwischen Verantwortung und Bezahlung steht dabei m. E. in einem extremen Missverhältnis! Haben Sie auch schon mal darüber nachgedacht, was im Falle eines Schadens passieren könnte? Ein Gutachter könnte vielleicht feststellen, dass weit unterhalb der HOAI gearbeitet wurde - mit diesem Honorar ist dann seines Erachtens keine ordentliche Arbeit möglich gewesen, zumindest könnte das die Meinung der abgegebenen Arbeit beeinflussen - die Versicherung nimmt diese als Anlass, nicht zu zahlen. Den Rest können Sie sich selber ausmalen. (s. a. Forumsthema "HOAI Unterschreitung")
MfG
GJS

Berater | 22. April 2013 - 16:32

@Benjamin:
120k sind schon zu viel für 5 Jahre Berufserfahrung, 100k aber fast zu wenig direkt in Zürich. Ich würde an deiner Stelle ca. 110k fordern. Da im Moment ein grosser Ingenieurmangel in der Schweiz herrscht kannst du vielleicht auch die 115-120k fordern. Damit lebst du sicher gut, auch in Zürich. Da bleiben dir nach Steuerabzügen und KK noch ca. 6000 Netto im Monat. Rechne Lebenshaltungskosten etwa 1:2, also wäre es wie wenn du 3000 Euro Netto hast. Zum Vergleich: Ich hatte in der Region Mittelland 100k mit 5 Jahren Berufserfahrung bevor ich letztes Jahr die Stelle gewechselt habe. (kein Ingenieurbüro)

PM | 22. April 2013 - 08:45

Hallo Benjamin,
anbei ein Link zur Orientierung und denke bitte daran, dass du dir mit Zürich ein sehr teures Pflaster ausgesucht hast. Kommt eben auch darauf an ob du als Aufenthalter oder Grenzgänger dort arbeiten wirst.
http://www.staufenbiel.ch/bewerbung-karriere...
Demnach sollte, wenn du in ZH wohnen möchtest, mind. 120.000 CHF herausspringen.
Grüße, PM

krepa | 20. April 2013 - 14:16

Also ich bin mit einem Monatsbrutto von 3.000 € eingestiegen und habe nach einem Jahre eine Erhöhung auf 3.250 € erhalten. Es sollte aber noch erwähnt werden, dass mein Arbeitgeber zusätzliche Altersvorsorge für mich betreibt und via aufgeschobener Vergütung (Info siehe hier: anovia.de/glossar/items/aufgeschobene-verguetung.html) jedes Jahr Geld zurücklegt, damit ich irgendwann einmal früher in den Ruhestand eintreten kann. Alles in allem bin ich mit der Bezahlung zufrieden. Bin in NRW tätig.

Marco | 19. April 2013 - 22:55

Hallo Benjamin,
wieso willst du in die Schweiz umsiedeln? Kannst der Geldverlockung nicht standhalten? An deiner Stelle würde ich mir dies gut überlegen, denn es ist so, dass man als "Deutscher" in der Schweiz einen schweren Stand hat. Das solltest du nicht unterschätzen, denn dies ist mit ein Grund, dass in letzter Zeit viele Deutsche wieder zurück in ihr Heimatland gehen. Am Besten forderst du gleich 160 000 Fr. pro Jahr damit machst du auch noch der deutschen Arroganz alle Ehre.

Benjamin | 18. April 2013 - 20:08

Hallo alle zusammen, ich brauche dringend mal eure Hilfe, vielleicht kann mir jemand helfen. Ich bin seit 5 Jahren als Bauingenieur (Statiker; Brückenbau) in Deutschland beschäftigt. Nun möchte ich in der Schweiz arbeiten (Raum Zürich, ebenfalls als Statiker im Bereich Brückenbau). Ich habe nächste Woche ein Vorstellungsgespräch und weiß nicht so recht wie hoch ich bei den Gehaltsvorstellungen ansetzen soll. Liege ich mit 100.000 CHF in einem vernünftigen Bereich? Vielen Dank!

Charly | 18. April 2013 - 16:17

Wer sich für die Novellierung der HOAI inkl. der Frage nach der europäischen Vereinbarkeit interessiert, sollte sich mal in der folgenden Seite umsehen:
http://www.aho.de/aktuelles/index.php3

Charly | 14. April 2013 - 18:44

Zur Novellierung der HOAI 2013 liegt seit Anfang März der Referentenentwurf des BMWi vor:
http://www.hoai-2013.info/hoai-pdf/BMWi_Referententwurf...
Vergleicht man beispielsweise die "Honorare für Grundleistungen bei Ingenieurbauwerken" (§44 HOAI 2013) mit der entsprechenden Tabelle der HOAI 2009, so ergeben sich lediglich Erhöhungen von etwas mehr als 20 %.

bauinghel | 14. April 2013 - 08:07

@Numerobis:
Teil uns doch bitte mit, worauf Du spezialisiert bist, wo Du praktizierst, und was Deine Tätigkeit ist. Ich selbst gehöre auch zu denen, die ganz andere Erfahrungen gemacht haben. MfG

Franz | 11. April 2013 - 21:34

Hallo, nach gut einem halben Jahr habe ich mich wieder mal auf eine Gehaltsdiskussion mit dem Chef eingelassen. Resultat der Diskussion ist, dass ich ab Mai 8000 Fr. Brutto/Monat (13xpro Jahr) erhalte. Wie ihr wisst bin ich erst etwas mehr als ein halbes Jahr als Bauingenieur tätig, aber was ich hier so lese, scheint mehr als realitätsfremd zu sein.

Meine Erfahrung ist ganz klar: Selbstbewusst bei den Lohnverhandlungen auftreten. Einen neuen Mitarbeiter einzustellen ohne zu wissen, ob er den Ansprüchen genügt ist bedeutend teurer und mit mehr Risiken verbunden als euch im Monat 500 Euro mehr zu zahlen. Und wenn er nicht drauf eingeht, wechselt das Büro. Gute Ingenieure sind mehr als gefragt!

Statikus_1982 | 11. April 2013 - 13:52

@Numerobis:
Sehe das ja im Wesentlichen genau wie Du, allerdings mit einer Einschränkung: Bin selbstständiger Tragwerksplaner und sitze, zwar nicht im Keller, sondern in meinem kleinen Büro und biete meine Statiken ca. 50 % unter HOAI an. Nettoeinnahmen pro Monat nach Abzug Steuern ca. 10.000 €, schwankt natürlich geringfügig. Überwiegend bin ich im Wohnungsbau tätig. Im Jahr ca. 280 WE - von Mehrfamilienhäuser mit 60 WE bis Einfamilienhäuser. Das geht auch wunderbar und ich verdiene, trotz meines Berufes als Statiker, ganz gut, wie finde - der letzte Satz ging an Hornisse.

Numerobis | 10. April 2013 - 22:49

@Hornisse:
Ich weiß nicht, ob du dich an mich erinnerst, ich bin der, der 65 k/a verdiente. Nur zur Info, das Gehalt wurde wieder um 5% angehoben! Wenn man deine Beiträge hier liest (ich hab mir die Mühe gemacht, auch wenn es mir schwer fiel), könnte man meinen, man solle sich als Bauingenieur besser arbeitslos melden oder gleich einen Strick nehmen. Sitzt in deinem ganzen beruflichen Umfeld der Frust genauso tief wie bei dir? Hast du dich in letzter Zeit mal irgendwo beworben? Einfach so?! Dann würdest du merken, dass man auch als Bauingenieur noch gutes Geld verdienen kann! Das merkt man natürlich nicht, wenn man in seinem Keller sitzt, Statik für 30 % der HOAI macht und sein Fachwissen an Bauherren verschenkt!

Die Einstellung einiger zum eigenen Beruf hier ist erschreckend. An alle, die hier mal reinlesen: Bauingenieur ist ein Beruf mit Zukunft, vorausgesetzt man spezialisiert sich!

Zu den Zahlen der Studienanfänger: Das Verhältnis von Anfängern zum Bedarf war nie anders als heute! Entscheidend ist ja zum Glück die Zahl der Absolventen! Und da besteht in meinem Umfeld hier wesentlich mehr Nachfrage als Angebot! An der Uni waren wir damals 47 Absolventen, von denen alleine 24 vakante Doktorantenstellen zu besetzen waren! Diesen Weg einzuschlagen (Promotion) würde ich jedem raten! Bereue es selbst auch nicht, die 5 weiteren Jahre Uni investiert zu haben!

Charly | 27. März 2013 - 19:16

@Pfer:
...oder meinst Du etwa den Bautarif, in Deinem Fall also A5?
Vgl. http://www.vhk-ev.de/Tarifgehalt-Bau2012.pdf

Mompfred | 27. März 2013 - 09:54

Ich wüsste nicht, wann eine öffentliche Stelle, die für einen BA ausgeschrieben ist, mit einem MA besetzt wird. Eben aus genanntem Grund: er wäre überqualifiziert.
Die Frage ist: Wieso möchte man mit einem 1er Schnitt so einen Job haben?!

Hans123 | 26. März 2013 - 21:47

Pfer:
Ist die richtige Einstufung für einen Absolventen. Aber bitte vergiss ganz schnell deine Abschlussnote! Beim Bauunternehmen zählen nur Euros!

Charly:
Für deine Ahnungslosigkeit kann er nun wirklich nix. Bauingenieur-Forum > vielleicht spricht er vom Tarif "Bau".

Charly | 26. März 2013 - 07:26

@Pfer:
Bitte drück Dich etwas deutlicher aus. Was verstehst Du unter "Tarifgruppe V"? Meinst Du etwa den Tarifvertrag der Versorgungsbetriebe, TV-V? Falls ja: Welche Entgeltgruppe, welche Stufe? Oder meinst Du den TVöD, den TV-L oder etwa einen anderen Tarifvertrag? Dann wäre es ebenfalls hilfreich, die Entgeltgruppe sowie die Stufe zu erfahren.

biene | 23. März 2013 - 16:08

@Pfer

Natürlich kommt es auf das Tätigkeitsprofil an. Wenn du dich als Master für eine TvöD 10 Stelle bewirbst (Bachelor/FH Diplom) bist du doch auch unterbezahlt und wirst anfangs nicht mehr bekommen. Am besten nur auf Master-Stellen bewerben, wenn möglich.

Pfer | 22. März 2013 - 17:15

Ist ein Absolvent einer TU (1er Notenschnitt) als Berufseinsteiger Bauleiter in der Tarifgruppe V richtig eingestuft? Als Voraussetzung wird für diese Tarifgruppe ein Bachelorabschluss gefordert - mein zukünftiger Vorgesetzter argumentiert es käme auf das Tätigkeitsprofil an, welches man als Einsteiger nur in Tarifgruppe V erfüllen kann.

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