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Dienstag, 29. November 2022
Ausgabe 7771 | Nr. 333 | 22. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 14

1787 Kommentare | 809957 Aufrufe Kommentar hinzufügen

Sven | 2. Dezember 2013 - 16:47

@DR:
Ich finde das etwas zu viel, aber warum nicht. Vielleicht hast du ja Glück! Ich denke da eher so an 3000 € - 3200 € im Bereich Darmstadt.

Hornisse | 2. Dezember 2013 - 16:36

Zum ersten mal muss ich @Ole recht geben. Ausland ist für Bauingenieure erst ab einer gewissen Erfahrung und vor allem erst ab einem gewissen Portfolio interessant. Und wenn man da angekommen ist, so wie Ole, dann ist man keine 25 Jahre mehr alt und hat seine "Abenteuerlust" bereits befriedigt. Die dann angebotenen Jobs sind zwar relativ gut bezahlt aber eben auch extrem hart - genau deshalb wird auch mit etwas mehr Kohle geködert. Es will eben nicht jeder nach Nigeria oder andere instabile Regionen (Lybien etc pp.).

Wer in New York, London, Singapur, HongKong etc pp im Statikbüro sitzt und "normale" Projekte bearbeitet, der wird eben auch nach 10 Jahren Auslandsaufenthalt kein gutes Geld verdienen. Leider haben die wenigsten User hier im Forum genug Lebens- und Berufserfahrung um diese Realitäten zu erkennen. Da wird dann lieber etwas von dem angeblich so grossen Vorteil des Bauingenieurberufes postliert. Man kann ja schliesslich ins gelobte Ausland ausweichen - weil genau das ja der grosse Vorteil, sorry einer von unzähligen Vorteilen, des Bauingenieurberufes ist.

Saber | 2. Dezember 2013 - 13:13

Hallo zusammen,
ich habe mein Studium 2006 abgeschlossen und bin Dipl.-Ing., aber nach meinem Studium bin nach Hause geflogen und habe dort als Bauleiter gearbeitet in großen und kleinen Projekten. Und seit einem Monat bin ich wieder in Deutschland und versuche es wieder. Ich habe fast 6 Jahre Erfahrung, aber wie gesagt nicht in Deutschland (doch bei uns macht der Bauleiter fast alles: Zeitpläne, Ausschreibung und die ganze Kalkulation und was man als Bauleiter noch macht). Was glaubt ihr soll ich in meine Anschreiben schreiben, was Erfahrung und Gehalt angeht! Ich bin dankbar für jede Hilfe!

Hornisse | 2. Dezember 2013 - 12:25

Zitat Carsten:
"Ich arbeite - wie bereits ein paar andere hier gepostet haben - ebenfalls in der Schweiz. Ich bin Abteilungsleiter im Bereich Wasserbau und für ca. 15 Leute verantwortlich (Bin angestellt und nicht selbstständig). Ich habe ein Grundjahresgehalt von 160.000 Euro, dazukommt eine Gewinnbeteiligung, die ca. 50.000 bis 80.000 Euro beträgt. Macht bitte die Gehälter und den Beruf des Bauingenieurs nicht schlechter als er ist."

Dann hättest Du ein Gehalt als Angestellter (kleiner Abteilungsleiter) von CHF 300k.

Hahaha - that really takes the cake Sir. Das ist mit verlaub eine der wohl dreistesten Uebertreibungen, die hier bisher gepostet wurden. Das ist an Realitätsferne nichtmal von den hier sich sonst austobenden "Experten" und "Leistungsträgern" zu toppen. Selbst wenn du dich etwas zurückgehalten hättest und deine Gehaltsangaben "nur" in CHF gepostet hättest, wäre es noch extremst unglaubwürdig.

An die Jungs und Mädels im 1.Semester, die ihr hier so phantasievolle Gehälter posten: Wann sehe ich hier den ersten mit einem 7-stelligen Gehalt? Kann doch nichtmehr lange auf sich warten lassen.

DR | 2. Dezember 2013 - 11:50

Hallo ich beende dieses Semester meinen Bachlor of Engineering konstruktiv im Stahlbau. Ich wollte wissen was ich so gehaltstechnisch verlangen kann. Dachte so an 3.500 Brutto für den Bereich Darmstadt. Ist das realistisch?
Grüße, DR

Ole | 2. Dezember 2013 - 09:42

Natürlich kann man als Bauingenieur im Ausland arbeiten und ausserdem ist es sehr auskömmlich. Ich war schon in Polen, China, Südafrika, Indien und bin jetzt in Nigeria gelandet. Es ist das mit Abstand beste Gehalt, das ich je bekommen haben und jeder Monat hier bringt mir 6 mal so viel wie mein letztes Gehalt in Deutschland. Nur langsam habe ich das Gefühl, das ich zu alt für diese Art von Job bin. Es ist auch mit Abstand der härteste Job den ich jemals gemacht habe. Ich baue eine Hafenerweiterung auf einer Insel vor Lagos. Ein Joint Venture zwischen Samsung und Total Oil. Es klingt immer wieder so als wäre das Ausland für jeden eine einfache Lösung. Das stimmt so nicht. Man muss auch im Ausland Erfahrung nachweisen können, um die wirklich guten Jobs zu bekommen.

Das heisst man muss sich einen Lebenslauf aufbauen, damit die Personalchefs einem den Job auch zutrauen. Man kann nicht einfach mit 40 beschliessen, das man ins Ausland geht und viel verdient. Die wirklich guten Jobs mit 10.000 Euro und mehr an Gehalt setzen immer mindestens 10 Jahre Erfahrung im Ausland voraus. Wer neu anfängt wird sich mit 5.000 Euro netto oder weniger anfreunden müssen. Ausserdem sprechen die meisten Deutschen kein gutes Englisch und insbesondere unter Ingenieuren sind Sprachkenntnisse Mangelware. Vertragssicheres Englisch ist nicht mal eben so in 5 min gelernt.
Ole

Tom | 1. Dezember 2013 - 19:28

Also, in meinem Bekanntenkreis gibt es keinen Arzt, der im Ausland (Schweiz, Norwegen, USA) bisher Probleme mit dem Studientitel gehabt hätte. Lehrer kenne ich auch einige, die ins Ausland gewechselt sind, die mussten in der Regel halt eine Sprachprüfung ablegen. Bei Bauingenieuren muss am Zielort auch eine entsprechende Industrie vorhanden sein. Es kann aber auch jeder Hilfsarbeiter, Handwerker oder meinetwegen Physiker ins Ausland wechseln, wenn die entsprechenden Arbeitsplätze vorhanden sind. Da also noch einen Vorteil für Bauingenieure (und ein paar andere) konstruieren zu wollen, halte ich schon für etwas verwegen. Einzig bei den Juristen geb ich dir Recht, die sind wirklich an ihr Rechtssystem gebunden.

Magnus | 28. November 2013 - 08:46

@Hornisse:
Du machst das ganz geschickt, in dem Moment wo deine Argumente offensichtlich am Ende sind, bezweifelst du die Glaubwürdigkeit des Gesprächspartner und wechselst das Thema! Als Arzt hat man ein Problem im Ausland zu arbeiten, weil die Abschlüsse oft nicht anerkannt werden. Als Rechtsanwalt hat man ein Problem, weil die Rechtssysteme unterschiedlich sind, als Lehrer kann man noch nichtmal von Bundesland zu Bundesland wechseln. Als Elektrotechniker und Maschinenbauer geht es schon, vorrausgesetzt es gibt im Zielland die entsprechende Industrie.

Hier hast du auch mal was richtiges bemerkt (großes Lob)! Um Dir gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, ich fordere hiermit nicht alle Bauingenieure auf, ins Ausland zu gehen; die Fragestellung war nur, ob es dem Erkenntnisgewinn erhöht, wenn jemand aus Liechtenstein seine Erfahrungen postet und das tut es auf alle Fälle, wie PM ja richtig analysiert hat.

PM | 27. November 2013 - 08:26

Zitat Magnus: "Das ist ja gerade ein Vorteil als Bauingenieur, dass man praktisch auf der ganzen Welt arbeiten kann."

Zitat Hornisse: "Warum können nur Bauingenieure ins Ausland ausweichen? Was hindert z.B. einen Arzt, einen IT-ler, einen Maschinenbauingenieur, einen Finanzhai, einen E-Techniker etc. daran ebenfalls ins Ausland zu gehen?"

Wieso dichtet Hornisse jetzt ein "nur" in die Aussage von Magnus? So wie er jedem noch ein, zwei Silben in die Aussagen dichtet, damit er sie widerlegen kann. Ich habe nach Aussage von Hornisse das niedrige Gehalt von Bauingenieuren ja auch damit begründet, dass Busfahrer mehr Verantwortung haben ;-) Hornisse arbeitet wirklich hart daran, nicht ernst genommen zu werden. So langsam wird es amüsant. Kennt jemand Peter Gedöns? ;-)

Heiko | 27. November 2013 - 05:08

Zitat Magnus: "Das ist ja gerade ein Vorteil als Bauingenieur, dass man praktisch auf der ganzen Welt arbeiten kann."

Zitat Hornisse: "Warum können nur Bauingenieure ins Ausland ausweichen? Was hindert z.B. einen Arzt, einen IT-ler, einen Maschinenbauingenieur, einen Finanzhai, einen E-Techniker etc. daran ebenfalls ins Ausland zu gehen?

Mit diesem Post hast du hier allen bewiesen das in Du in deinem Leben wirklich nicht wertgeschätzt wirst. Hornisse, es tut mir wirklich leid und ich hoffe du wirst eines Tages doch zufriedener mit deinem Leben und deiner Arbeit sein. Es kommt im Leben nicht drauf an immer mehr Geld zu verdienen, sondern mit der Arbeit die man macht seine Erfüllung findet. Du wirst in deinem restlichen Leben dieses Gefühl vielleicht nicht mehr finden, aber daran können wir leider nichts ändern.

Es wurde nirgendwo gesagt das NUR Bauingenieure im Ausland arbeiten können, sondern das Sie den VORTEIL haben durch Ihre Berufswahl im Ausland zu arbeiten. Interpretation und Wahrnehmung scheinen bei dir nicht stark ausgeprägt zu sein. Falls du dir wirklich mal in einer "Dunklen Stunde" deines Lebens überlegst "Was läuft hier eigentlich falsch?" kann ich dir nur raten (und das vom ganzen Herzen) such dir PROFESSIONELLE HILFE! Danke!

Carsten | 26. November 2013 - 21:46

Zitat Hornisse: "Warum können nur Bauingenieure ins Ausland ausweichen? Was hindert z.B. einen Arzt, einen IT-ler, einen Maschinenbauingenieur, einen Finanzhai, einen E-Techniker etc. daran ebenfalls ins Ausland zu gehen?"

Circa ein Drittel der in der Schweiz praktizierenden Ärzte sind Deutsche. Bei den Bauingenieuren ist der prozentuale Anteil bedeutend kleiner. Deine Threads sind ziemlich realitätsfremd. Ich arbeite - wie bereits ein paar andere hier gepostet haben - ebenfalls in der Schweiz. Ich bin Abteilungsleiter im Bereich Wasserbau und für ca. 15 Leute verantwortlich (Bin angestellt und nicht selbstständig).

Ich habe ein Grundjahresgehalt von 160.000 Euro, dazukommt eine Gewinnbeteiligung, die ca. 50.000 bis 80.000 Euro beträgt. Macht bitte die Gehälter und den Beruf des Bauingenieurs nicht schlechter als er ist.

bauinghel | 26. November 2013 - 21:37

@Hornisse:
Bitte bleib sachlich zum Thema. Niemand "hindert z.B. einen Arzt, einen IT-ler, einen Maschinenbauingenieur, einen Finanzhai, einen E-Techniker etc. daran ebenfalls ins Ausland zu gehen" nur ist das hier nicht Thema. Ich (und sicher viele andere) finden es anregend und interessant von Kollegen zu lesen die z.B. nach Abu Dhabi oder Dänemark gegangen sind um Geld zu verdienen mit ihrem Können. Sprachkenntnisse vorausgesetzt, ist das schließlich einer der reizvollen Aspekte des Berufes Bauingenieur. Übrigens hat hier lange niemand geposted der "entsendet" war.
Greetings hel

Hornisse | 22. November 2013 - 17:39

Zitat Magnus:
"Das ist ja gerade ein Vorteil als Bauingenieur, dass man praktisch auf der ganzen Welt arbeiten kann."

Daran und an deiner Anfängerfrage zum Biegedrillknicken in einem anderen Thread merkt man, dass du über keine (relevante) Erfahrung als Bauingenieur verfügst. So wie übrigens auch ein @PM und einige andere Konsorten hier, die gerne was von 6-stelligen Gehältern posten. Leider gibt es hier im Forum keine Einlasskontrolle und jeder darf seine wilden Gehaltsphantastereien und Vorstellungen vom Berufsalltag posten.

Warum können nur Bauingenieure ins Ausland ausweichen? Was hindert z.B. einen Arzt, einen IT-ler, einen Maschinenbauingenieur, einen Finanzhai, einen E-Techniker etc. daran ebenfalls ins Ausland zu gehen?

PM | 21. November 2013 - 09:43

Grundsätzlich geht es hier um die Verdienstmöglichkeiten als Bauingenieur im ALLGEMEINEN. Auch wenn viele hier meinen Bauingenieurwesen ist ausschließlich Tragwerksplanung im Ruhrpott. Für viele die in "einem Provinzdorf im Süden" besser gesagt am Bodensee wohnen ist Schweiz, Liechtenstein oder Österreich durchaus eine Alternative. Vielleicht sogar viel mehr eine Alternative als der Ruhrpott, Berlin oder Hamburg. Dass viele nicht über den Tellerrand hinausschauen können erkennt man auch daran, dass Beispiele von zufriedenen Bauingenieuren aggressiv abgeschmettert werden, weil sie nicht in der Tragwerksplanung oder einem anderen Ingenieurbüro arbeiten. Oder eben in einem nicht "repräsentativem" Gebiet.

Was soll denn die Referenz sein? München, Bremen, Ost-, West, Nord- oder Süddeutschland? Und darf man nur Posten wenn man in einem Ingenieurbüro arbeitet? Nein, es geht - inzwischen - ganz alleine um die Möglichkeiten, die sich mit dem Studium Bauingenieurwesen erschließen. Natürlich kann nicht jeder in der Projektleitung im Anlagenbau oder in der Bauindustrie unterkommen, aber es arbeitet auch nicht jeder in einem 5-Mann Büro in einer strukturschwachen Gegend. Es kommt eben darauf an, was man möchte und bereit ist zu tun.

Was ich nicht ganz verstehe ist, warum sich Hornisse über die Beispiele aus der Schweiz so ärgert? Arbeitet er denn nicht selber seit mehreren Jahren in der Schweiz? Nachdem ich nun schon des Öfteren erfolglos von Hornisse analysiert wurde, versuche ich mein Glück mal. Alter zwischen Mitte bis Ende 40, alleinstehend, frustrierter Eigenbrötler und ein leider unerkanntes, überdurchschnittliches Talent, welches leider immer falsch verstanden wird. Vermutlich verbringt er auch viel Zeit im Internet in anderen Foren.

Magnus | 19. November 2013 - 21:19

@Hornisse:
Den Verdacht das Dein Horizont etwas beschränkt ist, habe ich schon lange. Schön dass du dieses noch mal in aller Deutlichkeit sagst! Ich habe auf dieser Seite - trotz der Endung .de - schonmal eine Stelle in der Schweiz gefunden, bin aber nach zwei Jahren aus privaten Gründen wieder zurück gekommen. Insofern sind auch Beiträge aus den Nachbarländern - oder meinetwegen aus Samoa oder Timbuktu (gtz?) - durchaus geeignet, die Verdienstmöglichkeiten eines Bauingenieurs darzustellen. Das ist ja gerade ein Vorteil als Bauingenieur, dass man praktisch auf der ganzen Welt arbeiten kann.

Hornisse | 19. November 2013 - 07:33

@Magnus:
Hast du keinen Friseur? Wer lesen kann ist in der Tat im Vorteil. Die Webadresse hier lautet auf .de. Was sagt uns das? Sind Datensätze aus Samoa von irgendeiner Relevanz für die heimischen Gehälter? Es geht hier selbstverständlich um die Gehälter in Deutschland und nicht um internationale Gehälter aus aller Welt. Aber was soll man zu Leuten wie dir sagen, die mit den Textilarbeitern aus Bangladesch kommen müssen um dem Bauingenieursgehalt in Deutschland etwas positives abzugewinnen.

Sungam | 18. November 2013 - 17:53

@Magnus:
Ganz am Anfang geht es um Osnabrück und die FH Bremen. Diese Städte liegen weder in der Schweiz noch in Liechtenstein, auch nicht in Kuwait oder auf Hawaii. Lesen können ist nicht alles, auch Kenntnisse in Geografie sind ab und an nützlich. Und es geht um die Berufsrealität in Deutschland, da dies hier die überwiegende Mehrheit betrifft und nicht die kleine Minderheit, die in der Schweiz oder Liechtenstein unter möglicherweise besseren Bedingungen arbeitet, allerdings ist sowohl die Schweiz als auch ganz offensichtlich Liechtenstein keine Alternative für für den überwiegenden Teil der Architekten und Ingenieure, so viele werden dort auch nicht gebraucht.

Außerdem ist Hilti in Schaan in Liechtenstein branchenmäßig der Bauindustrie zuzuordnen und nicht den Dienstleistern in Architektur, Fachplanung und Überwachung. Und es ist auch hier völlig unstrittig, dass in Randbereichen, z.B. bei Zulieferern, einiges besser läuft als in der breiten Masse der Planer. Allerdings habe ich auch schon erlebt, dass gerade im Beritt von UPAT/Fischer/Hilti schnell mal umstrukturiert wird und dann mit einem Male z.B. die Fachberater von der Bildfläche verschwunden sind oder das doppelte Gebiet beackern müssen. Und es wird abzuwarten sein, wie sich die Baukonjunktur in Europa und auch weltweit auf Hilti niederschlagen wird.

Magnus | 15. November 2013 - 15:11

@Hornisse:
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Wo steht im dem Thread "Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen" etwas von Deutsch? Ein weiteres Beispiel dafür, dass du alles was dir nicht in den Kram paßt, einfach umdeutest.

BauLisel | 14. November 2013 - 21:47

@GT1311:
Ich beantworte Dir gerne Deine Frage. Mehrere Jahre hab ich als Freiberufler (ich war nie Einzelkämpfer) gearbeitet, wobei ich als Freiberufler mehrere festangestellte Mitarbeiter (hin- und wieder war auch mal ein ziemlicher Minderleister dabei) hatte und bei erhöhten Auftragsaufkommen auf einen kleinen Pool aus Freiberufler zurück gegriffen habe. In dieser Konstellation ist die Kosten- und Ertragssituation eine ganz andere und nicht vergleichbar mit dem Nettoeinkommen in einer Festanstellung, damit meine ich nicht, dass es unbedingt weniger war, es unterlag viel mehr Schwankungen, mehr Stress, weniger Freizeit, mehr Verantwortung und immer das Gefühl nicht genug Zeit für meine Kinder und meine Familie zuhaben.

In Summe betrachtet, habe ich jetzt umgerechnet für deutlich weniger Verantwortung, weniger Stress, mehr Freiheit / Freizeit und nach Kostenoptimierungen (Büro kleiner, weniger Kosten für Softwarelizenzen, weniger Arbeitsplätze vorhalten, keine Sozialabgaben für festangestellte Mitarbeiter) mehr zur Verfügung, weil sich ebenfalls die Abgabensituation zu meinen Gunsten verschoben hat.

Das Einkommen aus meiner Festanstellung ist für den ÖD und die Aufgabenstellung in Ordnung und lässt mir einige Freiheiten, bei Kinder krank, kann ich in Ruhe zu Hause bleiben und muß nicht zusätzlich noch ein teures Kindermädchen bezahlen und außerdem habe ich die Freiheit keine Aufträge annehmen zu müssen, wo sich abzeichnen könnte, dass diese wenig Ertrag abwerfen und zum anderen meine Honorare entsprechend meiner beruflichen Erfahrung so zu kalkulieren, dass immer genug Ertrag hängenbleibt. Ich kann auch mal freudig einen Auftrag ablehnen und auf einen günstigeren Anbieter verweisen, um ehrlich zu sein, dass macht auch mal Spaß. Ich bewege mich natürlich außerhalb der HOAI und kann meine Honorare frei vereinbaren. Ich weiß nicht, ob es noch andere Bauingenieure in ähnlicher Situation gibt, bisher ist mir noch niemand begegnet. Ich hoffe, dass alles ordnungsgemäß beantwortet habe!

Allgemein, finde ich gibt es hier wirklich einige Fantasten mit Ihren "Preisvorstellungen". Wichtig dabei auch, was NETTO jeden Monat auf dem Lohnzettel steht. Was nützt ein hohes Bruttogehalt bei Steuerklasse I und in einer der teuersten Städte Deutschlands, da bleibt nicht viel unterm Strich übrig. Zum Glück sind wir aber alle frei in unseren Entscheidungen und unserem Tun.

Hornisse | 14. November 2013 - 12:54

@Andreas:
Ja, Gehaltsangaben aus Lichtenstein und der Schweiz machen einen Thread über Bauingenieursgehälter in Deutschland wirklich repräsentativer. Danke.

GT1311 | 13. November 2013 - 11:18

@BauLisel:
Sehr interessant dein Beitrag! Kurze Frage: Ich habe es so verstanden, das dein Gewinn als Freiberufler nicht mit dem in Anstellung vergleichbar ist. Allerdings hast Du geschrieben 2900 als Angestellter und jetzt 3000 + 1600 als Freiberufler + öff. Dienst. Also verdienst Du doch jetzt als Freiberufler deutlich mehr oder? Ich nehme an, das war nicht immer so. Würde mich über eine Antwort freuen. Gruß

Andreas | 12. November 2013 - 21:58

Damit die Lohnspannweite repräsentativer wird, möchte ich auch meinen Beitrag dazu leisten. Ich bin Bauingenieur mit 5 Jahren Berufserfahrung, arbeite im Fürstentum Liechtenstein bei einem führenden Hersteller für Befestigungstechnik, Bohrhammer etc. Mein Aufgabenfeld ist die Beratung und Unterstützung der Kunden im Bereich Engineering. Bruttolohn pro Jahr : 140'000 Franken (Aktueller Kurs 1 Euro = 1.23 Fr.)

Last Heroes | 12. November 2013 - 18:55

Hallo,
folgend eine Pressemitteilung von Bilfinger:
>> Die Bilfinger SE treibt die Konzentration auf das Dienstleistungsgeschäft voran und reduziert das Baugeschäft weiter. So wollen sich die Mannheimer vom defizitären deutschen Straßenbau trennen. Käufer der Bilfinger Infrastructure GmbH ist die Betam GmbH in Frankfurt am Main. Als Grund für die Entscheidung nannte Bilfinger die eingeschränkte Wettbewerbsfähigkeit auf dem mittelständisch geprägten deutschen Markt für Sanierung und Reparatur von Straßen.

Bauing | 12. November 2013 - 11:54

@Tom:
Tja, da muss ich dich leider enttäuschen. Auch wenn es nicht der Regel entspricht, gibt es durchaus Büros, in denen Überstunden noch mit Zuschlag abgerechnet werden. Ins Reich der Träume würde ich das also nicht schicken, aber davon ausgehen kann man halt auch nicht.

BauLisel | 11. November 2013 - 23:49

Ich lese hier schon seit einiger Zeit mit und will nun auch mal meinen Beitrag zum Gehalt / Einkommen leisten: Uni-Abschluß Bau, Ende 90er, Schwerpunkte KI, BWL, Bausanierung,
Uni-Abschluß BWL, 2010.

Mein Einstieg als Absolvent war Ende der 90er im konstruktiven Ingenieurbau als Projektingenieur mit ca. 1.700 € netto / 2.600 € brutto bei dem Ingenieurbüro (neue Bundesländer), bei dem ich vorher als Werkstudent mehrere Jahre gearbeitet habe. Nach einen Jahr bin ich in die bayrische Metropole gegangen (Projektsteuerung) mit ca. 2.500 € netto / ca. 4.500 € brutto (sicherlich habe ich mich zu billig verkauft, denn der GF hat meinen Gehaltsvorstellungen sofort zugestimmt). Innerhalb kürzester Zeit bin ich aufgestiegen ins mittlere Management mit 2.900 € netto / 5.200 € brutto mit Dienstwagen und weiteren Annehmlichkeiten, aber mit 60 - 70 Std./Woche, ständigen Dienstreisen (pro Woche 3.000 - 4.000 km Flug und Dienstreisen).

Das Pensum habe ich einige Jahre absolviert, danach einige Jahre als Freiberufler (Gewinn nicht vergleichbar mit Gehalt in Festanstellung) und seit einiger Zeit (familienbedingt) eine Anstellung im öffentlichen Dienst (E 12, mit 70%) und nebenbei als Freiberufler. Macht im Monat 1.600 € netto / 2.800 € brutto + 3.000 € aus Freiberufler-Tätigkeit - nach Steuern in Summe pro Monat durchschnittlich 4.600 € netto.

Das ist ein gutes Einkommen, mit dem es sich (im Osten) leben läßt. Was für mich sehr von Vorteil ist, wenn ich nebenbei nichts mache außer Haushalt und Kinder, reicht es für die Fixkosten und ich muß mich bei meinen Freiberufler-Aufträgen nicht unter Wert verkaufen. Wem mein Stundensatz von 85 €/Std. zu teuer ist, muß mich nicht binden. Wer jetzt rechnet, bei meinem Netto-Umsatz reichen 85 €/Std. nicht, ist richtig, es gibt auch Aufträge, die bringen unterm Strich 140 €/Std. (Falls es hier Kritiker gibt: den Stundensatz gibt es nicht im Bauhauptgewerbe, sondern nur umgerechnet bei int. Konzernen, in Richtung Due Diligence) Dafür habe ich mich aber jahrelang fortgebildet, obwohl ich tief in meinem Herzen immernoch für den konstruktiven Ingenieurbau brenne. Aber ich möchte mich nicht mehr tot arbeiten mit 60 Std. in der Woche für einen Hungerlohn in einer Ingenieurklitsche, wo die Projekte super spannend sind, aber ich froh bin, meine Familie nur paar Stunden zu sehen.

Noch etwas zu den Gehaltsvorstellungen von Absolventen, ich hatte als Freiberufler sowohl freie Mitarbeiter als auch mehrere Angestellte. Rückblickend kann ich sagen die Waage hält sich 60/40, Mitarbeiter die wirklich Leistung gebracht habe und andere die keine Ergebnisse gebracht haben, mit der Konsequenz von Verlusten und Auftragsentzug und Honorarverlusten. Absolventen sollten nicht so hoch stapeln und denken, wenn sie aus der Uni kommen, sind sie die Star-Ingenieure. Das dachten wir damals auch, weil es uns so suggeriert wurde. Hätte ich nicht jahrelang neben meinem Studium gearbeitet, ich hätte nichts in der Praxis gekonnt, keine Statik, keine Ausschreibung, keine Bauüberwachung.

Mit meinen Ausführungen wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass es manchmal schwierig ist, wirklich genug zu verdienen, aber mit der Kombination aus mehreren Faktoren, Fähigkeiten und Kompromissen kann es gelingen, man darf nur nicht aufgeben, sein eigenes Ziel zu verfolgen.

Tom | 11. November 2013 - 14:48

Überstunden mit 25 % Aufschlag bezahlt ist wohl ein Witz. In der Regel sind Überstunden im Fixgehalt inbegriffen, oder man kann sie bei schlechter Auftragslage abbummeln. In ganz seltenen Fällen werden sie 1:1 ausbezahlt, aber mit Zuschlag gehört wohl ins Reich der Wünsche.

Max | 10. November 2013 - 21:47

Nach meiner Erfahrung beträgt das Einstiegsgehalt in München zurzeit ca. 40 bis 45.000 Euro.

koala1111 | 10. November 2013 - 11:18

Hier mal zum Vergleich der Lohn eines Tragwerksplaners. Sehr guter Abschluss einer Fachhochschule 1999 im süddeutschen Raum. Direkt nach dem Studium: Stelle als Tragwerksplaner in kleinem Büro im ländlichen Bereich in Süddeutschland:

* Konditionen: 39 h/Woche, Überstunden werden mit +25% vergütet, Anfangsgehalt 37500 Euro/Jahr
* Nach mehreren Lohnerhöhungen und eigenen Qualifizierungen bin ich immer noch im gleichen Büro tätig.
* Aktuelle Konditionen: 40 h/Woche, Überstunden werden weiterhin mit 25 % Zuschlag vergütet, aktuelles Gehalt (bei 40h/Woche) 53300 Euro/Jahr.

Die tatsächliche Arbeitszeit liegt jedoch im Bereich 45-48 h/Woche, das tatsächliche Gehalt lag z.B. im vergangenen Jahr inkl. Überstunden bei 60000 Euro/Jahr. Die Gehälter werden nach meiner Information in ähnlicher Größe bei den umliegenden Büros ebenfalls gezahlt. Bei den größeren Büros (20 Angestellte) ist der Verdienst etwas höher. Für mich lässt sich's damit leben, da die Arbeitsstelle nur 10 km vom Wohnort entfernt ist und sämtliche Freizeitaktivitäten/Vereinsaktivitäten damit möglich sind.

bauinghel | 9. November 2013 - 20:54

Liebe Kollegen,
viele Beiträge hier sind von Leuten, die man zu den Alphatieren zählen kann (der eine erfolgreich, der andere frustriert, die Dritte noch vor den Realisierungsversuchen), aber es gibt auch die hochqualifizierten, Verantwortung tragenden, sachbearbeitenden Ingenieure. Ich denke diese sind hier stark unterrepräsentiert. Folgender Link zu einem Beitrag der deutlich macht, das wesentliche Arbeitsgebiete unseres Berufstandes hierzulande nicht angemessen bezahlt werden.

http://www.bauinghel.de/bauingenieur24/...

Hornisse | 7. November 2013 - 13:49

Falls jemand denkt "ui, 60-70k Brutto/annum als Abteilungsleiter/Büroleiter mit 15 Jahren Berufserfahrung sind doch gut...", hier mal Lebenshaltungskosten in einer deutschen Großstadt:

Miete ca. 60-75 m² untere-mittlere Kategorie (was sonst?): € 750-900
Telefon, Internet, Handy: € 100
Monatskarte öff. Verkehr: € 100
Essen+Trinken: € 600
Kultur, Fitness: € 100-200
Urlaub: € 250-350
Kleidung € 200-300
Rücklagen Altersvorsorge: € 500
SUMME: € 2.600-3.050

Bei Abzahlung eines Wohneigentums erhöht sich die Position Miete entsprechend um mind. € 300-500 und wird dann zur Ratenzahlung. Private Altersvorsorge mit € 500/Monat braucht ihr trotzdem, da die 68er Generation eine Politik der verbrannten Erde durchzieht. Ihr werdet im Alter eine Minimalstrente beziehen. Wer brav 40 Jahre und mehr eingezahlt hat kriegt dann 5 Euro Fuffzig im Monat oben drauf. Wer es nicht glaubt, fragt euch mal wer euch mit 70 Lenzen noch beschäftigt, denn Renteneintrittsalter geht ständig nach oben, aber ab 50 Jahren stellt euch kein Schwein mehr ein. Und wer nicht die vollen Beitragsjahre aufweisen kann - tja Pech gehabt, da gibt es wohl Abzüge in der spärlichen Rente. Aber Kopf hoch. Hauptsache ist doch ihr habt Freude am Bauen gehabt und für andere Leute Werte erschaffen.

Berater | 7. November 2013 - 12:06

@TWP65:
Diese Rechnung musst du uns einmal erklären: Den Urlaub von 20 Tagen (Schweiz) zu 30 Tagen (Deutschland) umgerechnet: 63.333 Euro * 20 Tage / 30 Tage = 42.222 Euro. (Ich muss ja 10 Tage mehr arbeiten).

10 Tage Urlaub = 20.000 Euro? 10 Tage sind 2 Wochen, also 1/26 des Jahreslohns den du abziehen solltest. Macht nur noch realistische 2435.- Euro Abzug. Ich bin selber in der Schweiz, je nach Region sind die Lebenshaltungskosten nicht 50 % höher. Die Faustformel Eurolohn x 2 funktioniert aber. Gemäss einer neuesten Studie liegt der Durchschnittslohn bei 117.000 CHF. Wären also 58.500 Euro, so rosig ist das in der Schweiz also auch nicht. Aber meines erachtens einiges besser als in Deutschland.

Ich bin 10 Jahre nach dem Bauingenieur-Studium und diversen Weiterbildungen über diesem Durchschnittslohn. Ein Urlaub von 20 Tagen ist auch in der Schweiz immer seltener, die Regel sind 23-27 Tage. Ich kann das Gejammer hier langsam echt nicht mehr ertragen. Jeder ist seines Glückes Schmied.

Oliver | 6. November 2013 - 20:15

Ich hatte mir lange überlegt an dieser Diskussion teilzunehmen. => Hätte ich es mal lieber nicht getan, es gibt einfach Leute die nur das Schlechte sehen wollen und jedem dies so verkaufen wollen. Ich will jetzt nur noch zwei Dinge klar stellen, dann verabschiede ich mich auch wieder aus diesem Forum.

1. Ich bin Grenzgänger, d.h. ich arbeite in der Schweiz, wohne und lebe aber in Deutschland und zahle auch hier fast meine ganzen Steuern (bis auf 4.5%).
2. Der Wechselkursvorteil ist in der Angabe von 95.000€ NICHT eingerechnet, denn die ganze Finanzierung meines Hauses und mein Lebensunterhalt wurde auf den Wechselkurs von vor 5 Jahren ausgelegt. Lege ich den aktuellen Vorteil zugrunde beträgt das Jahresgehalt ca. 115.000 €.

Wie oben geschrieben wird, kann man die Schweiz nicht mit Deutschland vergleichen, aber darum geht es bei dieser Diskussion ja auch nicht. Die Überschrift lautet doch "Mein Gehalt als Bauingenieur..." Und genau dies habe ich anhand meines Werdegangs beschrieben. Ich wollte keinem zu nahe treten. Iich sehe ja auch wie die Honorare in Deutschland sind, immerhin habe ich noch eine kleines Ingenieurbüro hier und mache "zum Spass" ein, maximal zwei EFH im Monat. Für mich ist es mein Traumberuf und ich würde jedem dazu raten. Aber schlussendlich ist es jedem seine eigene Entscheidung.

Raul | 6. November 2013 - 18:58

Nachdem ich diesen Post seit etlicher Zeit mitverfolge, möchte ich auch mal meinen Senf dazu geben.

@TWP65: Deine Gehaltsumrechnung mit den Ferientagen stimmt wohl nicht ganz. Wenn ich eine Million Euro verdiene mit nur einem Urlaubstag (gesetzlich natürlich nicht erlaubt), so würde ich umgerechnen: 1.000.0000 Euro x 1 Tage / 30 Tage = 33.333 Euro. Verdiene ich schlecht. Offenbar gibt es Bauingenieure die nichtmal eine Milchbüchleinrechnung beherrschen, da verwundere ich mich über die geringen Gehälter nicht. Ich bin nun seit 15 Jahren als Bauingenieur im CH-Raum tätig und kann folgendes sagen:

@Oliver: 95.000 Euro ist eindeutig ein schlechter Lohn. Das liegt daran, dass man es auch in der Schweiz im Bereich Tragwerksplanung schwer hat, da die Preise am Boden sind. Auf diesem Gebiet zu arbeiten lohnt sich nicht, ausser man hat daran einen riesen Spass und ist bereit grosse Abstriche beim Lohn zu machen. Jedoch sollte man wissen, dass es noch andere Disziplinen gibt.

Ich bin auf dem Gebiet Wasserbau tätig (auch internationale Aufträge) und hier verdient man beileibe nicht schlecht. Ein Bauingenieur mit 10 Jahren Erfahrung und guten Fachkenntnissen schafft es hier schnell einmal auf 150.000 Euro pro Jahr. Und das ohne Geschäftsleitungsmandate etc.

Hornisse | 6. November 2013 - 13:48

@Meinhard:
Nur ein Aston Martin? Warum so bescheiden?

Wie hier schon mehrfach beschrieben und mit belastbaren Fakten hinterlegt, bewegen sich Gehälter (realistisch erzielbar ausserhalb des lala-Landes hier) in der Tragwerksplanung auf einem Niveau, bei dem Facharbeiter locker mehr in der Tasche haben bei viel weniger Verantwortung. Auch wenn "Experten" des Bauwesens in diesem Forum der Meinung sind ein Busfahrer hätte einen anspruchsvolleren Job als ein Tragwerksplaner. Das realistische Gehaltsniveau in der wirklichen Welt ist den realistisch erzielbaren Honoraren in der Tragwerksplanung geschuldet und diese sind seit gut 10 Jahren auf Sweatshop Niveau. Und das wird aus mehreren Gründen so bleiben.

Erstens wird die niedrige Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand auf Dauer niedrig bleiben (Verschuldungsniveau).

Zweitens investiert kaum ein Unternehmen in D mit Summen, die die Bauwesenkarre aus dem Dreck ziehen könnten.

Drittens stehen Heerscharen von Bauingenieuren in den osteuropäischen und südeuropäischen Ländern bereit hier in die Bresche zu springen, falls es mal einen entsprechenden Engpass in der Versorgung mit Bauingenieuren in D geben sollte.

Viertens ist kein Bauherr bereit mehr für die Leistungen eines Bauingenieurs zu zahlen, da man im letzten Jahrzehnt konstant zu Niedrigstpreisen Leistungen der Tragwerksplanung eingekauft hat. Dieses Preisniveau ist mittlerweile in den Köpfen in Stein gemeisselt. Bei drohenden anziehenden Preisen in D vergibt man die Leistung einfach an ein ost- oder südeuropäisches Büro. Die können das nämlich genauso gut.

Und ehe hier wieder ganz stramme und schlaue Baufans etwas relativierendes sagen wollen, dass noch kein Bauingenieur verhungert ist und es die Textilarbeiter in Bangladesch noch erheblich schlechter erwischt haben, sollte man bitte erst denken und dann posten. Wir leben in D und nicht in Bangladesch.

Gehalt Abteilungsleiter Tragwerke mit 25-35 Angestellten: ca. 65-70k pro Jahr all inclusive (alle Mehrstunden sind im Gehalt abgegolten). Das wird man aber erst mit mindestens 15 Jahren relevanter Berufserfahrung in der man deutlich weniger als diese Benchmarkzahl verdient hat.

Und wer meint 500 Euro Netto pro Monat Minderverdienst sind nichts. Das sind 6000 Euro Netto pro Jahr, oder ca. eine Viertelmillion im Laufe des Berufslebens (obwohl die Schere mit zunehmenden Berufsjahren aufgeht, es also eher in Richtung 1000-2000 Euro NETTO pro Monat Gehaltsunterschied geht). Für eine Viertelmillion bekomme ich eine Eigentumswohnung in der ich im Alter residieren kann, aus der mich keiner mit Mieterhöhungen rausdrückt....

Und bei solchen Postings hier im Forum ("500 Euro sind doch nichts", "ich fahr nen Aston Martin", "ein Busfahrer hat einen anspruchsvolleren Job als ein Bauingenieur", "wer einen guten Charakter hat, der verdient auch gut", "hier in Südwestdeutschland im Anlagenbau verdiene ich gut".....) regt man sich auf, wenn den Leuten ihr sozialer Hintergrund aufgezeigt wird? Da fällt einem nichts mehr ein....

Magnus | 5. November 2013 - 22:06

@Meinhard u. Olliver:
Ich denke es ist etwas problematisch die Schweizer Gehälter in Euro umzurechnen. Habe auch 2 Jahre in der Schweiz gearbeitet und in der Zeit eine Lohnsteigerung von 30 bis 40 % in Euro hingelegt, was nicht zuletzt der Wechselkursentwicklung geschuldet war. Außerdem sind die Lebenshaltungskosten doch etwas höher, Haus mit Garten zum Beispiel wäre in Zürich selbst bei zwei Ingenieur-Gehältern nicht drin gewesen.

Außerdem jammert nicht jeder, der die Situation so beschreibt wie sie ist und das ist im Vergleich zu anderen Ingenieuren doch etwas bescheiden. Aus individuellen Lebensläufen kann man auch nicht zwangsläufig auf die Masse schließen, diese können nur zeigen, dass es doch Möglichkeiten gibt aufzusteigen. Wenn man Bauingenieurwesen studieren will, muss man sich halt eben überlegen wieso man dies tun will; aus rein monetären Aspekten kann man dies keinem empfehlen.

TWP65 | 5. November 2013 - 16:30

Ja ja, die liebe Schweiz! Viele vergessen, dass in der Schweiz (je nach Standort) die Lebenshaltungskosten ca. 50 % bis 60 % über den deutschen Lebenshaltungskosten liegen. Da relativiert sich das "oberflächlich" gute Gehalt sehr schnell. 95.000 Euro / 1.50 = 63.333 Euro im Verhältnis Lebenshaltung umgerechnet. Den Urlaub von 20 Tagen (Schweiz) zu 30 Tagen (Deutschland) umgerechnet: 63.333 Euro * 20 Tage / 30 Tage = 42.222 Euro. (Ich muss ja 10 Tage mehr arbeiten) . Umrechnung der Stunden lasse ich jetzt weg, da in D auch Überstunden geleistet werden müssen.

Hui, das sieht ja bei genauem Hinsehen überhaupt nicht mehr so gut aus. Im übrigen wer clever ist, kann Berichte über das "relativ" gute Gehalt in der Schweiz im Bezug auf die Lebenshaltung usw. in sehr großer Anzahl finden. Da gibt es doch wirklich Erfahrungsberichte. Jetzt haben wir nur noch den Aston Martin vergessen, ei,ei,ei. Darüber nachzudenken lohnt aber nicht weiter. Weil hier kein Aston Martin - Fahrer postet. Der hat andere "Spielwiesen".

4813 | 5. November 2013 - 16:30

Das hat mit Jammern nix zu tun. Realistische Beschreibung für das, was ist. Da sollte man den Jüngeren, die sich hinsichtlich Beruf und Studium orientieren schon ehrlich sagen, es ist fachlich anspruchsvoll, stressig und mit ständigem Termindruck verbunden und am Ende kommt weniger rüber als bei anderen Ingenieuren. Es gibt kaum vernünftige Weiterbildung und kaum Aufstiegsmöglichkeiten, nicht mal durch einen Tarif. Der Baukonzern oder Planungskonzern mit Abteilungen und so etwas ist für die Wenigsten die Regel. Die meisten haben zu wählen zwischen einem Angestelltendasein oder Selbständigkeit in kleinen, teils in Einzelstrukturen.

Nach der Bewältigung der Projekte kann man sich als Selbständiger noch mit dem Eintreiben der Honoraransprüche und der Abwehr von Regressforderungen beschäftigen. Jüngere sollten sich wirklich zweimal überlegen, ob sie sich diesem Gewerbe als Frischfleisch zur Verfügung stellen. Ein Leben lang gehaltsmäßig zwanzig Prozent dem Maschinenbau und 30 bis 40 Prozent der EDV, dem Finanzsektor und den Elektroingenieuren hinterherzulaufen summiert sich erheblich.

Meinhard | 5. November 2013 - 14:17

Ich arbeite auch in der Schweiz (Bin kein Einwanderer sondern bin ein Schweizer). Das Gehalt von Oliver kann ich als glaubwürdig einordnen. Bin mit 5000 Euro monatlich nach dem Studium eingestiegen, da ich dachte, wer keine Erfahrung vorweisen kann, soll sich bezüglich Gehalt im ersten Schritt etwas zurückhalten.

Mittlerweile bin ich Abteilungsleiter einer der führenden Bauingenieurbüros der Deutschschweiz. Kürzlich konnte ich mir dank meines vorteilhaften Gehaltes einen Traum verwirklichen und mir einen neuen Aston Martin anschaffen. Also hört endlich auf zu jammern und macht die Branche nicht schlechter als sie ist. Mit Jammern bringt man es auch in anderen Branchen auf keinem grünen Zweig!

Oliver | 4. November 2013 - 20:14

@Gulliver:
Fachrichtung an der FH war Konstruktiver Ingenieurbau und da bin ich dann auch geblieben. Bin also Tragwerksplaner, wobei Du die Arbeit in der Schweiz nicht zu 100% mit der in Deutschland vergleichen kannst. Hier machst Du z.B. auch Ausschreibungen für den Massiv-/ Holz- und Stahlbau sowie für die Baugrube, sprich für alles was Du auch berechnest oder im Bauablauf betreust. Ich arbeite in Zürich bei einem mittelgroßen Ingenieurbüro mit knapp 180 Leuten. Mein Vorteil ist auch, dass ich aus der Gegend komme und die Mentalität ähnlich ist. Die "hochdeutschen" haben es da schwerer.

@biene:
Man muss nicht, aber man kann. Ein NEIN hast Du schon wenn Du es nicht probierst, ein JA kannst Du aber bekommen... Trotzdem "Danke"

biene | 4. November 2013 - 13:04

@Oliver:
Kann man ja, muss man heutzutage aber aus meiner Sicht nicht mehr. Wieso soll jemand mit 2200 €/mtl. anfangen, wenn er 3600 €/mtl. (zu ähnlichen Bedingungen) bekommen kann? Verstehe ich nicht ganz. Aber Glückwunsch zu deinem Werdegang!

Gulliver | 4. November 2013 - 10:49

@Oliver:
Dein Werdegang klingt interessant und deckt sich irgendwie auch mit meinen Ambitionen. Kannst du vielleicht zu deiner fachlichen Ausrichtung was sagen? Wo in der Schweiz bist du untergekommen und bei welcher Firma?

Oliver | 3. November 2013 - 19:26

Also ich habe meinen Abschluss 2005 an der Fachhochschule in Kaiserslautern mit einer Note von 2,2 gemacht. Habe damals nach 50 (!!) Bewerbungen eine Stelle für 2.200 €/Monat angenommen. Für mich damals immer noch besser als nichts zu haben. Nach einem halben Jahr habe ich gewechselt und dann waren es 2.800 €/Monat (*13 immerhin noch 36'400). Bin dann zwei Jahren später in die Schweiz gewechselt.

Jetzt, nach 5,5 Jahren bin ich in unserer Abteilung von knapp 60 Leuten für ein Team von 10 Leuten verantwortlich, arbeite als Gesamtprojektleiter, bekomme von meinem Arbeitgeber ein MBA Studium zu 100% bezahlt und habe eine Jahresgehalt von 95.000 €. Gut, dafür arbeite ich 50 Stunden in der Woche bei 20 Tagen Urlaub, aber was soll's, es ist genau DAS was ich immer wollte.

(Was will ich damit sagen, es zahlt sich aus, wenn man einen langen Atem hat und weiss was man will. Alle die sagen für so wenig Geld fange ich nicht an zu arbeiten, selbst Schuld. Man kann auch für 2.200 € im Monat Erfahrung sammeln.)

PM | 3. November 2013 - 14:50

Mein Beitrag vom PM - 11. März 2013 - 14:59 im Moment auf Seite 18 zu finden. Kann jeder gerne selber nachlesen in welchem Zusammenhang das war. Magnus beschreibt hier auch meine Meinung dazu. Nur nochmal kurz zusammengefasst.

biene | 2. November 2013 - 14:39

@Flip:
Ich bin noch im Masterstudium. Ich versuche außerhalb der Baubranche Fuß zu fassen und richte danach mein Studium aus. Wenn es 46-47 k zum Einstieg werden reicht mir persönlich das auch. Das bin ich mir wert!

Magnus | 1. November 2013 - 23:16

@Hornisse:
Wieso bist du eigentlich so unglaublich emotional bei der Sache ? Ich finde deine Postings teilweise diffamierend und niveaulos. Das Bauingenieure schlechter verdienen als andere Ingenieure ist klar, das wird auch durch unzählige Statistiken belegt und eigentlich auch von niemanden ernsthaft bestritten.

Trotzdem kann man auch als Bauingenieur gutes Geld verdienen bei erträglichen Arbeitsbedingungen und die Arbeit kann sogar Spaß machen. Wenn man deine Kommentare hier so ließt, meint man, alle Bauingenieure würden für Hungerlöhne bei unmeschlichen Arbeitsbedingungen ihr Leben fristen, in etwa auf dem Niveau eines Sweatshops in Bangladesh.

FlipB | 1. November 2013 - 20:32

Ich finde es toll, dass Hornisse derart dafür kämpft, die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen. Immer wieder aufs Neue. Daumen hoch. Hat Biene denn nun einen Job gefunden für 50k in der Baubranche? lol

Ich finde es lustig, wie ich schon vor 1 Jahr die Pleite der Alpine in Österreich erahnt (Alpine hatte Probleme mit der Zahlungsfähigkeit und musste mit Banken um mehr Kohle verhandeln) habe und dafür im anderen Forum gekickt und gebannt wurde. Dann ging der Laden tatächlich 6 Monate später drauf, 15.000 Mitarbeiter weg vom Fenster. Keine Ahnung wie da einem in der Baubranche noch einer abgehen kann.

Hornisse | 30. Oktober 2013 - 20:43

Zitat: "...Ein Schulbusfahrer hat in meinen Augen mehr Verantwortung als ein Tragwerksplaner..."

Hand hoch wer obigem Zitat, welches die Löhne für Bauingenieure rechtfertigen soll, zustimmt. Wer nochdazu weiss von welcher Person dieses entlarvende Zitat stammt, der bekommt von mir eine virtuelle Zigarre ;-)

Hornisse | 30. Oktober 2013 - 20:26

Ach @PM:
Von Dir kommt einfach nie etwas von belastbarer Substanz. Oder soll ich hier nochmal Deine Lobeshymnen auf die Bauwirtschaft raussuchen und posten? Sich nur im Glanze des eigenen Glücksfalls (Anlagenbau im Süddeutschen) zu sonnen ist nicht nur ziemlich eitel, es ist vor allem recht beschränkt. Erstens besteht die Baubranche nur zu einem winzigen Teil aus dem Anlagenbau, zum zweiten kann und will nicht jeder Bauingenieur in der süddeutschen Provinz leben.

Poste doch zur Abwechslung mal beastbare Statistiken über die Umsatzentwicklungen in der Bauindustrie, über die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen, über die Investitionsvolumina und dann bring eine messerscharfe Analyse bezüglich des Zustandes und der Gehaltsstruktur im Bauwesen. Vielleicht sogar gekrönt von einem Ausblick auf die nächsten 5 Jahre.

Das wär doch mal etwas anderes als nur Leuten wie @Franz Beifall zu klatschen, die nachweislich Hochstapler sind. Und wenn du schon dabei bist mal einen belastbaren Post zu verfassen. Wie wäre es mit Fakten zu meinen angeblichen Doppelnickpostings. Die Mods hier kennen meine und die ID der anderen Beiträge hier und können dir bestimmt auf die Sprünge helfen. Zum Abschluss lass mich mal raten. Du bist noch unter 30 Jahren und noch nicht lange im Beruf?!

Thalior | 29. Oktober 2013 - 13:19

Was man meiner Meinung nach auch nicht außer Acht lassen sollte, ist die Zufriedenheit mit seinem Job. Unabhängig davon, ob die Bauingenieure - mit denen ich bis jetzt zu tun hatte - mehr oder weniger als andere Ingenieure verdienen. Sie waren zufrieden mit ihrem Leben, beruflich wie auch privat. Ich finde nicht, dass man, wie es hier so oft dargestellt wird, nur weil man 500 €/Monat weniger als jemand anderes verdient automatisch unglücklich sein muss. Wenn man mit solchen Argumenten anfängt müssten Millionen von Friseuren, Verkäufern und was nicht noch alles kreuzunglücklich sein. Sind die meisten aber nicht.

PM | 29. Oktober 2013 - 08:32

@Hornisse:
Danke für die Blumen. Endlich hast du es erkannt. Auch wenn du nun unter verschiedenen Namen hier Beiträge einstellst ändert das nichts. Ich möchte dir abschließend mitteilen, dass ich nun letztendlich jede ernsthafte Diskussion mit dir für sinnlos erachte. Mit deinen nun immer mehr abgedrehten, wirren und zusammenhanglosen Argumenten (z.B. Bauingenieure kommen aus der Unterschicht, ständig erzählst du was von Lobbyarbeit, gehst auf keine einzige Gegenfrage ein, und bist immer ein armes Opfer, jeder Bauingenieur der gut verdient und zufrieden ist, ist sofort dein Feind und muss angegriffen werden) habe ich jede Diskussionsgrundlage mit dir verloren. Abschließend ein gut gemeinter, ernsthafter Ratschlag an dich: du solltest dir echt Hilfe holen!

Bauing | 28. Oktober 2013 - 22:15

@Illusion:
Helfen sie mir bitte, bei Ihrer Argumentation. Ich habe niemals horrende Gehälter versprochen, noch von Fachkräftemangel oder ähnlichem geschrieben. Ich bezweifel nur, dass man an einem öffentlichen Tarifsystem eine reale Marktsituation ableiten kann (schon gar nicht in Deutschland). Und ich spreche hier für mich, dass ich für unter 40k nicht anfangen würde zu arbeiten und das dies auch möglich ist (bei mir war). Natürlich benötigt man einen entsprechenden Studienabschluss und ausreichend Ausdauer bei der Jobsuche, aber es gibt noch die Büros, die sich die Mühe machen in ihre Mitarbeiter zu investieren. Leider werden diese anscheinend immer weniger.

Hornisse | 28. Oktober 2013 - 19:47

Zitat "36 T€ p.a als Einstieg und 57 T€ am Ende nach 15 Jahren. Und das als Verantwortlicher für ein Team von 20 Leuten. Die Konditionen soll jeder für sich selbst bewerten. Es wird sicher Bewerber für die Stelle geben."

Wenn es nicht genügend (mindestens 200) Bewerber gibt, dann wendet man sich an die "freie" Presse und jammert was von Ingenieurslücke und Fachkräftemangel...

Hornisse | 28. Oktober 2013 - 19:35

Für die ganzen "Experten", "Branchenkenner" und "High Potentials" hier mit den Phantasiegehältern und den guten Charaktereigenschaften:

HochTief mit Problemen:
http://www.stern.de/wirtschaft/news...

Da werden die Gehälter bestimmt nochmal ordentlich anziehen in der üppig zahlenden deutschen Wachstumslokomotive Numero Uno - dem Bauwesen. Aber hey, nicht traurig sein. Hauptsache einem @PM geht es in der Nische Anlagenbau mit Nebentätigkeit für die Baulobby gut und Biene kann ein bischen von 50k Einstiegsgehalt träumen. @Franz läuft mit 110k nach nem halben Jahr wahrscheinlich schon auf internationalen Managementmotivationskongressen rum und hält dort Vorträge über das Geheimnis seiner raketenhaften Karriere. In diesem Sinne, Chakka.

Illusion | 28. Oktober 2013 - 16:47

@Bauing.
Sicher zahlen Firmen wie Hochtief, (Bilfinger&) Berger, Alpine etc. jetzt richtig gut, damit sie genügend Bauingenieure bekommen. Oder entspricht das eventuell nicht der Logik von Personalabbau bzw. Konkursen? Aber wie heisst es so treffend : "Die Hoffnung (auf gute Gehälter) stirbt zuletzt" und deswegen Herr Bauing. => "Dream on"

Vergleich | 28. Oktober 2013 - 16:12

@GT2810:
Und der nächste Schock dürfte sein, dass ein Lehrer an Grund- und Hauptschulen in die gleiche Besoldungsstufe fällt. Dieses zum Thema Bauingenieure werden dringend gesucht und dementsprechend bezahlt. Aber Bewerber wird es sicherlich genügend geben, z.B von Hochtief-Mitarbeitern, die momentan um ihren Job zittern.

Bauing | 28. Oktober 2013 - 14:30

Wer in den Öffentlichen Dienst geht, hat bestimmt seine Gründe, jedoch ist dies wohl kaum ein geeignetes Beispiel, um die aktuelle Marktsituation wiederzuspiegeln.

GT2810 | 28. Oktober 2013 - 11:14

Als Beitrag zur Realität hier noch eine aktuelle Stellenausschreibung der Stadt München:

http://www.bauingenieur24.de/stellenmarkt/stellenangebot/ingenieur-in...

Ich zitiere mal 2 Sätze:
"Leiten eines Teams von ca. 20 Mitarbeiter/innen (Meister/innen, gewerbliche technische Mitarbeiter/innen) und Vertreten der Leiterin/des Leiters des Straßenunterhaltsbezirks"

"Eine unbefristete Einstellung als Tarifbeschäftigte/r in EGr. 12 TVöD."

EG 12 sind ca. 36 T€ p.a als Einstieg und 57 T€ am Ende nach 15 Jahren. Und das als Verantwortlicher für ein Team von 20 Leuten. Die Konditionen soll jeder für sich selbst bewerten. Es wird sicher Bewerber für die Stelle geben.

Hornisse | 23. Oktober 2013 - 13:31

Zitat TWP65:
"Diesen Fantasten sei empfohlen, sich einmal den Artikel auf dieser Seite bezüglich Baubranche des Hauptgeschäftsführers Herrn Knipper anzusehen. Dazu die Veröffentlichungen hinsichtlich der Gehälter aus destatis (Bundesamt für Statistik). Da kann man sehr gut den Unterschied zwischen der Realität und Wunschdenken feststellen."

Die Realität interessiert hier aber keinen. Hier ist das Lala-Land von Leuten aus der Süd- und Südwestdeutschen Provinz wie @Biene (die hier in letzter Zeit immer anonym etwas von gutem Charakter schreibt, welcher für ein auskömmliches Gehalt Voraussetzung ist), @Franz (der nach einem halben Jahr im Job die 3-te Gehaltserhöhung auf 110k bekommen hat) und @PM (der der tollste Hecht aus seinem Dorf ist und irgendwie berufsbedingt sowieso immer den Durchblick hat).

Realität ist hier fehl am Platz. Man möchte sich hier gern in einer virtuellen Wohlfühloase verwöhnen lassen. Mit allem pi-pa-po. Deshalb: Harte Fakten müssen vor der Tür bleiben. Das die Netto-Investitionsquote in Deutschland von über 10% in den frühen 90ern auf mittlerweile etwas über 2% gesunken ist, will keiner hören und ist sowieso nur ein zeitlich vorrübergehendes Phänomen.

Dass die Staatsverschuldung aufgrund mathematischer Gesetzmässigkeiten des Schuldgeldsystems nicht sinken kann, sondern exponentiell steigt, sind Verschwörungstheorien. Dass es mit dieser zunehmenden Verschuldung auch in Zukunft keinen Spielraum für üppige Investitionen gibt, ist nur wieder so ein Gerücht der Miesepeter.

TWP65 | 22. Oktober 2013 - 10:35

Es ist immer wieder schön, diese unsinnigen Beiträge über die exorbitanten Gehälter im Bauingenieurwesen zu lesen. Da wird von "sechstelligen Gehältern" geschrieben. Ich dachte die Lire wäre abgeschafft.

Diesen Fantasten sei empfohlen, sich einmal den Artikel auf dieser Seite bezüglich Baubranche des Hauptgeschäftsführers Herrn Knipper anzusehen.

Dazu die Veröffentlichungen hinsichtlich der Gehälter aus destatis (Bundesamt für Statistik).
Da kann man sehr gut den Unterschied zwischen der Realität und Wunschdenken feststellen.
Über die Beiträge, die einen pathologischen Hintergrund vermuten lassen braucht man nicht weiter nachzudenken.

Peter | 21. Oktober 2013 - 17:11

Hallo zusammen,
Sorry das ich mich einmische, aber bei 40.000 pro Jahr würde ich als gut ausgebildeter Bauingenieur am Morgen gar nicht aufstehen. Schraubt eure Gehaltsvorstellung etwas höher, vorallem die Akademiker. Ich arbeite als Bauingenieur, verdiene nicht so gut wie in der Finanzwirtschaft, dafür ist mein Job sicher, aber sechsstellig ist mein Lohn schon.

Magnus | 19. Oktober 2013 - 09:38

@Hornisse
"Der Unterschicht wird beigebracht zu arbeiten, die Ober- und Mittelschicht lernt wie man Geld macht. Und, machen wir uns nichts vor, Bauingenieurwesen studieren zu 99% Leute, die nicht aus der Mittel- oder Oberschicht stammen."
Deine Argumentation wird immer wirrer. Als nächstes willst du uns wahrscheinlich erzählen, dass 73% aller Bauingenieure einen unterdruchschnittlichen IQ haben und 56% in ihrer Kindheit vernachlässigt wurden.
Zugegebernermaßen sind die meisten anderen Ingenieurberufe gehaltstechnisch etwas besser dran als Bauingenieure. Wenn du in der Spiegelstatistik die Gehälter nach Funktion für Berufserfahrene vergeleichst, sieht es aber nicht so dramatisch aus.

Im Übrigen lag der Durchschnittverdienst aller gesetzlich rentenversicherten Personen im letzten Jahr bei 34.000 Euro. Hierüber liegen sogar noch 75 % aller Bauingenieureinsteiger.

Medmet | 18. Oktober 2013 - 23:55

Ich bin seit 3 Jahren als Bauingenieur Tragwerksplaner tätig. Mich befriedigt diese Tätigkeit total und ich bin wunschlos glücklich.
Mein einziges Problem ist höchstens wie ich mein Bruttojahresgehalt von 150'000 Euro loswerde.

Thalio | 17. Oktober 2013 - 18:14

@Hornisse:
"Und, machen wir uns nichts vor, Bauingenieurwesen studieren zu 99 % Leute, die nicht aus der Mittel- oder Oberschicht stammen." >> Ich glaube wirklich diese Aussage ist eine der dümmsten Sachen, die ich in meinem ganzen Leben gehört habe.

Igor | 17. Oktober 2013 - 17:45

Die Bauingenieure scheinen mehr als rar zu sein. Anders kann ich es mir nicht erklären wieso die Firmen so heiss auf Abgänger sind. Vorgestern habe ich bei einem Ingenieurbüro angerufen, einen Tag später das Vorstellungsgespräch und heute schon den Vertrag unterschrieben.
Salär: 6.900 Fr x 13.

Flopp | 17. Oktober 2013 - 15:28

Jop, so ists nunmal im Moment. Freund von mir Arbeitet im Tragwerksplanungsbüro mit 150 Leuten über Deutschland verteilt. 6 Gesellschafter, macht 30 Ingenieure, die pro Gesellschafter arbeiten. Davon haben zwar alle ein Haus und ein Auto, aber weder eine Villa, noch ein Ferarri. Sucht euch mal einen mittelständischen Maschinenbauunternehmer heraus. Da gibts halt größere Gewinnmargen. Der Markt ist halt ziemlich reguliert. Als Chemiekonzern kann man eher die Preise diktieren, als das kleine Tragwerksplanungsbüro. Da nehm ich das, was am billigsten ist.

Genau was ich auch als Kunde beim Benzin oder bei meinem Handytarif mache. Wenn das Benzin eben 10 Cent mehr kostet und ich dafür 2 Vögel auf einer Südseeinsel retten kann, nehm ich die 10 Cent pro Liter. Anders sieht es da allerdings im Ausland oder in anderen Bereichen, außerhalb des klassischen Bauingenieurwesens aus. Als Bauingenieur lernt man unglaublich viel Zeug, was man vor allem nicht braucht, aber auf der anderen Hand auch in anderen Bereichen einsetzen kann. Da steckt eher mehr Know-how dahinter, weniger die tatsächliche Handarbeit, welche nunmal von einem beliebigen Tragwerksplaner oder Bauleiter erledigt werden kann.

Hornisse | 16. Oktober 2013 - 20:14

@Perspek:
Das sehe ich auch so. Die Lobbyarbeit der Bauindustrie über die verschiedenen Kanäle wie VDI ("Ingenieurslücke"), Systemmedien-Propaganda ("Fachkräftemangel") und Professoren sowie Foren-Trolle ("...bin Bachelor, verdiene CHF 110 k nach einem halben Jahr im Job...") finden halt bei den leichtgläubigen Zeitgenossen Anklang. Meist gehören die Studenten des Bauingenieurwesens auch nicht zur etablierten und aufgeklärten Mittelschicht, da fällt die Propaganda vom Bauingenieursmangel auf fruchtbaren Boden. Wer von den Bauingenieursstudenten hat ein Elternhaus mit Ärzten oder Chemie- und Pharmaindustriemanagern oder Bankern oder Juristen oder Selbständigen (Bauingenieursbüroinhaber sind natürlich ein Sonderfall) oder höheren Beamten?

Die Studenten hier können ja mal heimlich, still und leise in der nächsten Vorlesung durchzählen. Der Unterschicht wird beigebracht zu arbeiten, die Ober- und Mittelschicht lernt wie man Geld macht. Und, machen wir uns nichts vor, Bauingenieurwesen studieren zu 99% Leute, die nicht aus der Mittel- oder Oberschicht stammen.

GT1610 | 16. Oktober 2013 - 15:50

Also als Master kann man seine 3500-4000 Brutto Einstiegsgehalt mit richtiger Vertiefung locker aushanden! Wenn man noch dazu einen guten Charakter hat. Wer was anderes behauptet, der sollte mal darüber nachdenken. Lasst euch doch nicht über den Tich ziehen und jammert hier nicht andauernd rum.

Wolfgang | 16. Oktober 2013 - 09:09

@AngNa:
Das Problem, welches Ingenieurbüros und Baufirmen haben, ist, dass die Erlösseite gleichbleibend schlecht ist und die Auftraggeber sich oft nicht an die HOAI halten. Der Geschäftsführer hat somit oft gar nicht die Möglichkeit, die Gehälter merklich zu erhöhen, wenn sein Unternehmen Bestand haben soll.

AngNa | 15. Oktober 2013 - 23:15

Schon interessant. Laut der Bauindustrie - Lobby, der Stern Job Ampel, den Uni-Beamten (Professoren) usw. sind Bauingenieure im Arbeitsmarkt jetzt und auch zukünftig extrem begehrt. Nur scheinbar ist hier der den Preis ( Gehalt ) bestimmende Marktmechanismus - "Angebot und Nachfrage" - nicht gültig. Kann es eventuell sein, dass hier nur eine "gute" Lobbyarbeit geleistet wird, um weiterhin billigen Ingenieur-Nachwuchs zu erhalten?

Perspek | 15. Oktober 2013 - 22:31

@Hornisse:
Und die Realität der Gehälter im Bauwesen wird in absehbarer Zukunft noch trauriger aussehen. Denn 1. rollt eine Sintflut von Bauingenieur-Absolventen an und 2. dürfte der momentan nur in den Metropolregionen zu verzeichnende "Bauboom" wie von anerkannten Instituten prognostiziert ab ca. 2016 wieder vorbei sein. Und dann beginnt wirklich die Tristesse (Stichworte hierzu sind Themen wie Demografie, leere staatliche Kassen für Investments. Low tech Sparte, kein Wachstumspotenzial durch Hard Ware Export. etc.). Aber diese negative Perspektive ist in diversen Foren ja schon in den letzten Jahren hundertfach mit dem Erfolg dargestellt worden, dass die schon erwähnte Sintflut von Bauingenieuren anrollt.

Für mich ist das im Zeitalter von noch nie dagewesenen Informationsbeschaffungsmöglichkeiten nicht nachvollziehbar. Denn fest steht doch, dass mit den sicherlich vorhandenen Fähigkeiten im MINT-Bereich zig Alternativen bei der Berufswahl möglich waren (sind).

Hornisse | 15. Oktober 2013 - 11:41

Hier noch eine schöne und realistische Studie über die Gehälter in der wirklichen Ingenieurswelt:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/gehalt...

Mehr gibt es zu den Jubelarien der Schönwetterfraktion hier nicht mehr zu sagen. Die reale Welt sieht etwas anders aus als die eines @PM, warum nur?

Thalio | 15. Oktober 2013 - 06:21

Hallo zusammen,
um mal wieder back 2 topic zu kommen: Ich schließe jetzt mit meinem Bachelor an einer FH ab und werde nach meiner Werkstudententätigkeit in dem Ingenieurbüro übernommen. (Rhein-Main-Gebiet). Das Gehalt liegt bei 40.000 p.a. und die Wochenstunden, nach Eindrücken meiner Studententätigkeit, bei 42-43 h. Alles zusammen genommen finde ich das recht akzeptabel.

GT1410 | 14. Oktober 2013 - 14:37

@Hornisse:
Können Sie uns bitte alle einen Gefallen tun und aufhören, hier jeden der anderer Meinung ist als Sie, so anzugeifen. Das ist nämlich mehr als lächerlich. Wenn Sie ein Problem haben, ist das Ihre Sache. Und jetzt hoffe ich, die Diskussion wird wieder vernünftiger werden. Danke.

PM | 14. Oktober 2013 - 12:59

Zitat Hornisse: "Es wird mir immer klarer warum ich draussen in der freien Wildbahn nie Leute mit auch nur annähernd den hier geposteten Gehältern antreffe."
Steht den Leuten das Gehalt auf die Stirn geschrieben oder muss dir das vorher genannt werden, damit du mit Ihnen sprichst? Weiteres Zitat Hornisse: "Nichts ala "...bin Student, Abschlussnoten sind völlig egal und bekomme 100k plus A4."
Also ich habe das so noch nirgends hier im Forum gelesen. Kannst du mir bitte sagen wo ich diesen Post hier finde. In unterschiedlichen Posts habe ich zu den Themen wohl was gelesen, aber es von dir so zusammenzusetzen zeigt deine Argumentationsweise.

Zum Thema @Franz gebe ich zu nicht zu wissen ob es sich um den gleichen "Franz" handelt. Da es diesen Namen wohl recht häufig gibt, erlaube ich mir nicht zu urteilen, ob es der gleiche "Franz" ist. Hornisse scheint sich hier ganz sicher zu sein.

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