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Samstag, 05. Dezember 2020
Ausgabe 7047 | Nr. 340 | 20. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 15

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Horschti | 20. Februar 2013 - 14:22

@Tom:
Mit deinem Beitrag zeigst du eindrucksvoll, dass es vielen an wirtschaftlichen und sozialen/politischen Grundkenntnissen mangelt.
"also mittlere maximale Bezahlung des Bauingenieurs 46 €/h:
46 €/h x 160 h/Monat = 7360 €/Monat -> x 12 = 88320 €/a"

a.) selten wird nach Stunden abgerechnet
b.) Du berechnest die Einnahmen für das Büro. Davon müssen aber neben dem Bruttolohn noch weitere Kosten bezahlt werden:
- SV-Beiträge Arbeitgeberanteil
- deine Kranken- und Urlaubstage
- Kosten für Miete des Büros
- Kosten für Büroinfrastruktur
- die Säkreterin
- ... usw.
Um wirtschaftlich zu arbeiten muss man also das Brutto des AN mit dem Faktor 2,5 bis 3 multiplizieren. Bei deinem Wünschgehalt gilt:
-> 4.500 € brutto * 3 = 13500 € bei 160 anrechenbaren Stunden macht das 84,4 €/h. Das entspricht dem Stundensatz des Büroinhabers.

"3000 € / 160 h/Monat = 18,75 €/h"

Ein Monat hat nicht 4 sondern 4,3 Wochen!
3000 / (4,3 * 40) = 17,44 €/h -> Das ist ein Fehler von ca. 7%

"40000 €/a / 12 Monate/a"
Das es Jahressonderzahlungen gibt wurde hier bereits erwähnt.

"Wäre das nicht mal ein guter gesetzlicher Mindestlohn für uns Ingenieure, 20 €/h bei genau einer 40 Stundenwoche?"

Womit willst du die Forderung politisch begründen wo selbst die LINKE nur einen Mindestlohn von 10 €/h fordert?

"Warum gibt es eigentlich noch keine Gewerkschaft deutscher Bauingenieure?"

Weil eine Gewerkschaft in der zersplitterten Baubranche mit ihrer "Sub-Kultur" nichts ausrichten kann. Wenn bei VW am Band die Arbeiter streiken bleibt das Band stehen und der Umsatz geht zurück. Wenn bei Ingenieurbüro Erwin Müller zwei von fünf Mitarbeiter in den Streik gehen, dann müssen die anderen drei das ausbaden oder Erwin Müller kommt in Verzug, muss Vertragsstrafe zahlen und wird nicht mehr mit Folgeaufträgen bedacht. Die Aufträge bekommt dann Ewald Maier bei dem nicht gestreikt wurde.

Wenn du gut bist kannst du realistisch mit 45.000 p.a. in deine Bewerbungen gehen und dich dann noch etwas runterhandeln lassen. Wenn du deine 4.500 €/Monat d.h. ca. 55.000 € p.a. in das Anschreiben schreibst, wirst du wahrscheinlich von den meisten Unternehmen gleich aussortiert, da es als Indiz für Selbstüberschätzung oder völliger wirtschaftlicher Unkenntnis gewertet wird.

Warum eigentlich der Bachelor an der Uni und der Master an der FH? Sicher auch eine Frage die potentiell in einem Vorstellungsgespräch auftauchen wird.

Bautiger Tom | 20. Februar 2013 - 14:00

Hier noch ein bisschen Diskussionsstoff: Im folgenden sind ein paar Hilfen für Berufseinsteiger und Thesen die diskutiert werden können! Nach etlichen Forenbeiträgen und Statistiken aus dem Netz, bin ich für mich zu folgenden Einstiegsgehältern für Absoventen des Bauingenieurswesen in Deutschland gekommen:
Für kleine bis sehr kleine Unternehmen
3000 € - 3333 € Bruttomonatsgehalt
36000 € - 40000 € Bruttojahresgehalt
Die durchschnittliche Arbeitszeit sollte dabei zwischen 36-40 h/Woche liegen.

Für mittlere bis mittelgroße Unternehmen
3333 € - 3500 € - 3800 € Bruttomonatsgehalt
40000 € - 42000 € - 45000 € Bruttojahresgehalt
Die durchschnittliche Arbeitszeit sollte dabei zwischen 40 - 45 h/Woche liegen.

Für große bis sehr große Unternehmen
3800 € - 4000 € - 4166 € Bruttomonatsgehalt
45000 € - 48000 € - 50000 € Bruttojahresgehalt
Die durchschnittliche Arbeitszeit wird dabei sicherlich schnell zwischen 45 - 50 h/Woche liegen.

1. Die Gehaltsuntergrenze von 3000 €/Monat sollten wir als Berufseinsteiger nicht unterschreiten, dass sind wir unserem Berufsstand aus Sicht von Lohndumping sicherlich schuldig.
2. Zu hohe Einstiegsgehälter bringen nichts, da wir als Absolventen ja eh erstmal nichts wirklich können. Denn wir müssen ja noch eingearbeitet und angelernt werden. Wir sollten doch denen die lange schon im Beruf stehen mehr Achtung bei den Gehältern entgegen bringen! Diese lernen uns ja auch meistens an.
3. Für jemanden mit Bachelorabschluss liegt das Durchschnittsgehalt (keine Einsteiger), wie schon gesagt bei 3500 € Bruttomonatsgehalt.
4. Für jemanden mit Masterabschluss schätze ich mal liegt das Durchschnittsgehalt (keine Einsteiger), wie schon gesagt bei vielleicht 3800 € Bruttomonatsgehalt.
5. Ein Masterabschluss wiegt nicht immer unbedingt mehr als ein Bachelorabschluss (egal ob Uni oder FH), wenn der Bachelor schon 2 Jahre gearbeitet hat. Der Master berechtigt in erster Linie zur Promotion (egal ob Uni oder FH). Was früher den Unterschied zwischen Diplom (FH) und Diplom (Uni) ausmachte ist heute zwischen Bachelor (FH/Uni) und Master (FH/Uni) angelegt.
6. Die Einstiegs-/Gehälter variieren zwischen den einzelnen Disziplinen im Bauingenieurswesen stark (Statiker, Tragwerksplaner, Grundbauer, Verkehrsingenieure, Wasserbauingenieure, Städteplaner, Bauleiter, Betriebsleiter, Projektmanager uvm. Ja das sind alles Bauingenieure!).
7. Als Verhandlungsbasis bei den Gehältern größer 40000 € Bruttojahresgehalt sollte man sicherlich immer auf der 40 h/Woche verhandeln. Denn wenn man bereits 50 h/Woche vertragsmäßig arbeitet, wie soll ich denn dann noch Gehaltserhöhungen fordern.
8.Jede Arbeitsstelle und sei sie noch so hoch bezahlt führt bei mehr als 50 h/Woche unweigerlich zu Unvereinbarkeit von Familie und Beruf und im schlimmsten fall sogar zu Burnout(ca. 2 Jahre Arbeitunfähigkeit)
9. Der Ausgangspunkt für eine Lohnerhöhung sollte nicht allein auf die Stundenanzahl/Woche eingeschränkt sein (Man arbeitet eh mehr als 40h/Woche), sondern eventuell so diskutiert werden, dass bei gleicher Arbeitszeit bessere qualitative Ingenieurleistung erbracht wird.
10. Jeder muss für sich selber herausfinden mit was er zufrieden sein kann und neben dem Beruf auch noch sein Leben leben kann!

Wenn ich dann mal einen Einstieg in unseren Berufsstand gefunden habe würde ich persönlich gerne nach 5 Jahren Berufserfahrung als Bauingenieur M.Eng und B.Sc.mit Vertiefungsrichtung Wasserbau bei einem Mittleren Unternehmen gerne bei 4000 €/Monat liegen mit einer geregelten 40-45 h/Woche, Das soll mir reichen denn ich habe Frau und bald auch ein Kind zu versorgen. Vielleicht kann das ja als ein guter Mittelwert für unsere Ingenieurbranche dienen!

Ich hoffe das hilft dem ein oder anderen,
MfG Tom --> Bautiger Tom

FlipB | 19. Februar 2013 - 23:33

> 4000-4500 Brutto mit dieser Vertiefung sind aus meiner Sicht angemessen. Ein Professor sagt das nicht umsonst.

Stimmt, er bekommt dafür von der Lobby Geld. Und selbst wenn nicht, was soll er sonst berichten? Die Wahrheit? Über die Perspektivlosigkeit in der Baubranche? Damit ihm die Studenten ausbleiben und er seinen Job verliert?

PRO 21 | 19. Februar 2013 - 15:10

@Tom:
Die 45.000 Euro sind wahrscheinlich das Maximum was Du im ersten Jahr raus holen kannst. Unter 40.000 würde ich nicht gehen. Kommt aber auch ein bisschen darauf an, was Du wirklich direkt für eine Verantwortung übernehmen sollst und ob dein Arbeitgeber Dir das auch zutraut.

Die 4.000 bis 4.500 im Monat, die dein Prof meinte, entsprechen eher seinem Gehalt. Anbei mal die Zahlen für einen Prof in Bayern, unabhängig vom Familienstand.

http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte...

Professoren werden nach W1 bis W3 bezahlt. In der Regel nach W2. Stelle Dir nun selbst die Frage, wieso ein Arbeitgeber einem Neuling gleich viel zahlen soll wie deinem Professor?

Tom | 19. Februar 2013 - 11:42

@Biene:
Danke für deine Antwort, werde mich beim Berufseinstieg dafür einsetzen, dem Gehaltsverfall der Bauingenieure entgegen zu wirken. Die HOAI ist ja gut für die Abrechnung von Ingenieurleistungen bei Projekten. Die Anhaltswerte für einen Bruttostundenlohn in der HOAI Teil1 § 6, die als Obergrenze (Fest-/Höchstbetrag) dienen, sind ja schon mal gut: Für den Auftragnehmer 38 bis 82 € die Stunde. Für techische Mitarbeiter 36 bis 59 € die Stunde, also mittlere maximale Bezahlung des Bauingenieurs 46 €/h:
46 €/h x 160 h/Monat = 7360 €/Monat -> x 12 = 88320 €/a

Aber wo ist denn ein tariflicher Mindestlohn (€/h) für Jung-/Ingenieure des Bauingenieurs festgelegt, die als Arbeitnehmer in einem Ingenieurbüro arbeiten? Anhaltswerte liegen nur bei dem TVöD vor. Ca. 3000 - 3300 €/Monat Einstiegsgehalt. Das bedeutet also 3000 € / 160h/Monat = 18,75 €/h. Also mehr als 12,50 €/h bei Lebensmitteldiscountern sollten ja als Bauingenieur drin sein: 12,50 €/h x 160 = 2000 €/Monat. Nach Statistiken im Internet verdienen Berufseinsteiger ca. 40000 bis 42000 €/a in den Ingenieurberufen. wir sind ja dort als Bauingenieure ganz unten angesiedelt, also: 40000 €/a / 12 Monate/a / 160h/Monat = 20,83 €/h.

Wäre das nicht mal ein guter gesetzlicher Mindestlohn für uns Ingenieure, 20 €/h bei genau einer 40 Stundenwoche? Das wäre doch mal eine Diskussion Wert! 20-46 €/h Lohn als Ingenieur! Warum gibt es eigentlich noch keine Gewerkschaft deutscher Bauingenieure?. Die sollte mal schleunigst gegründet werden um gerade das zu vermeiden. Weitere Versuche einen Überblick von Einstiegs-/Gehältern als Bauingenieur für Berufseinsteiger zu erzeugen werde ich dann mal im Forum posten.

MfG Tom

biene | 18. Februar 2013 - 17:03

@Tom:
Ich bin gerade auch einen ähnlichen Master am studieren. Dein Professor hat aus meiner Sicht recht. 4000-4500 Brutto mit dieser Vertiefung sind aus meiner Sicht angemessen. Ein Professor sagt das nicht umsonst.

bauinghel | 15. Februar 2013 - 20:21

@all, Danke Matthias,
mach doch mal einer von Euch einen eigenen Threat auf zum Thema "University of Science" vs. "University of applied Science" !
MfG Hel

Baudings | 15. Februar 2013 - 12:53

@Bauingenieur:
Ich arbeite in einem Planungsbüro im Raum Osnabrück. Habe vor fast 2 Jahren mein Diplom (1,3) gemacht. Mein Aufgabenfeld umfasst die gleichen Aufgaben wie bei dir im Bereich Hochbau (bis 3 Mio. €). Mein jetziges Monatseinkommen liegt bei 2.800,- Brutto/Monat. Jedoch habe ich direkt nach der Probezeit schon soviel verdient und zeitnah werde ich auch eine Gehaltserhöhung einfordern. Ich denke dass da mindestens 3.000,- Brutto/Monat bei rauskommen sollte.
MfG

Tom | 15. Februar 2013 - 12:50

Einstiegsgehalt für Master of Engineering FR Wasserbau

Hallo zusammen,
bin ein fertig studierter Bauingenieur mit Abschluss Bachelor of Science (Uni) und Master of Engineering (FH) FR Wasserbau. Für die Bewerbungen soll ich im Anschreiben mit angeben wie meine Gehaltsvorstellungen (Brutto/Monat) sind. Mein Prof. sagte 4500 € monatlich sollten drin sein, was ich ziemich abgehoben fand, nachdem ich mal bei

http://www.gehaltsvergleich.com/berufe-b.html
http://www.gehalts-check.de/berufe/b/bachelor...

nachgeschaut habe. Im Durchschnitt liegt das normale Einkommen eines Bachelor of Science bei 3500 €. Ich habe das Einstiegsgehalt bei 3500 (B.Sc.) + 300 (M.Eng.) = 3800 € zur Zeit angegeben. Kann mir jemand sagen, der Bewerbungsgespräche mit Berufeinsteigern mit FR Wasserbau durchgeführt hat, ob die Gehaltsvorstellung in Ordnung ist oder total abgehoben?
MfG Tom

Hornisse | 15. Februar 2013 - 12:46

Ja @Matthias, zum Thema Gehalt gehen die Meinungen eklatant auseinander. Die Fraktion der FH-Absolventen, die neben dem regulären Job als Bauleiter dann am Wochenende und nach Feierabend auch noch ne Promotion dazwischenschieben, sind mit ihren 50k plus Firmenwagen auf einem hessischen Dorf mehr als zufrieden.

Die Fraktion der berufserfahrenen Kollegen sieht die reale Situation etwas kritischer. Eine ähnliche Sprache sprechen einschlägige Gehaltserhebungen. Man wird hier wohl eher keinen Konsens finden. Was auffällt sind die Extreme in den Meinungen und den Gehaltsangaben.

Auf der einen Seite läuft hier die "www.werde-bauingenieur"-Propagandamaschinerie inklusive "Fachkräftemangel" Märchen und dem "wer gut ist, verdient immer gut" Gospel. Auf der anderen Seite posten Leute mit 10 Jahren und mehr im Job ihre Gehälter und Meinungen zur Situation und werden von der Jubelperserfraktion als lebensunfähige Trottel abgestempelt.

Wer Maurer oder Betonbauer ist oder sonstwie eine Affinität zum Bauwesen hat, der wird trotz allem ein FH-Studium aufnehmen. Wer ein technisches Hochschulstudium an einer Uni anstrebt, sollte sich seine Studienwahl zweimal überlegen. Bauingenieur ist alles andere als empfehlenswert.

GT1231 | 15. Februar 2013 - 12:31

@Hornisse:
"Nicht umsonst gibt es für FH-Absolventen nur in absoluten Ausnahmefällen und nach Ueberwindung einiger Hürden die Möglichkeit zu promovieren."

Stimmt, die gibt es nicht umsonst. Das hat meines Erachtens aber nichts mit den "unterbelichteten" FH´lern zu tun, sondern mit dem Monopol der Uni´s für Promotionen. Ist doch klar, dass die ihr eigenes Hochschulsystem stärken wollen und sich nicht die Konkurrenz ins Haus holen. Bei einer von vornherein angestrebten Promotion wird sich der Unentschlossene sicher für ein Universitätsstudium entscheiden, obwohl ihm die FH vlt. mehr gelegen hätte. Promotionsbefähigte gibt es bei beiden Hochschulsystemen. Genauso wie die Flachpfeiffen (halt wie überall...).

Matthias | 15. Februar 2013 - 10:57

Hallo Kollegen,
es wäre gut, wenn der Austausch wieder auf das Thema "Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen?" zurückkommt. Beiträge wie "Uni ist aber besser als FH..." usw. - finde ich, haben hier nichts zu suchen.

Magnus | 14. Februar 2013 - 22:28

@JoeMue:
Keine Ahnung was an deiner erlauchten FH so alles gelehrt wurde, aber die FH Absolventen mit denen ich zusammen angefangen habe, waren in allem Theoretischen und Hintergrundwissen schlechter, das waren damals so Sachen wie Wölbkrafttorsion, Federlagerugen beim Biegedrillknicken und Verzweigungsfaktoren, überkritisches Tragverhalten beim Blechbeulen u.ä.

Wenn du wirklich einen 1.0 Abschluss an der FH gemacht hast, warst du dort vielleicht einfach etwas unterfordert, aber Du kannst ja trotzdem noch was aus Deinem Leben machen :-) Der Überflieger bei mir im Semester hat nach seinem Fachstudium (nach 6 Semestern) ein Auslandssemester am MIT eingeschoben, ist dann mit einem Master zurückgekommen um seine Promotion abzuschließen, während wir armen Normalsterblichen ( also eher Typen die es nicht draufhatten :-( unser Diplom machten. Insofern sollte man als wirklich Begabter nicht zu tief zielen. Trotzdem Glückwunsch zu deiner Promotionsmöglichkeit, ich habe auf meine Promotionsbewerbungen immer nur Absagen bekommen.

Hornisse | 14. Februar 2013 - 12:18

@JoeMue:
Den Unterschied der Lehrinhalte FH und Uni zu erklären sprengt den Rahmen dieses Forums und führt zu nichts, da du die defakto vorhandenen Unterschiede sowieso bestreiten würdest.

Allgemein anerkannt ist der Fakt, dass eine FH-Ausbildung mehr auf die praktische Seite des Bauwesens abzielt. Es werden Kochrezepte vermittelt, mit allen dazugehörigen Nebeneffekten wie klassenweises, verschultes Unterrichtssystem. Eine Uni-Ausbildung dagegen ist fokusiert auf die Vermittlung von methodischem, theorielastigem Hintergrundwissen. Dazu gehört auch, dass den Studenten eine gewisse akademische Freiheit zugestanden wird. Es bestehen keine vorgefertigten Unterrichtspläne - man stellt sich seine Uniwochen und seine Vorlesungen (wann besuche ich welches Fach, besuche ich die Vorlesungen überhaupt, oder mache ich nur die Prüfung....) selber zusammen.

Nicht Umsonst gibt es für FH-Absolventen nur in absoluten Ausnahmefällen und nach Ueberwindung einiger Hürden die Möglichkeit zu promovieren.

Hornisse | 14. Februar 2013 - 12:01

Genau @JoeMue. Eine Promotion an einer deutschen Universität in einem technischen Fach wie Bauingenieurwesen macht man mal ebenso nebenbei nach Feierabend und am Wochenende. Jedenfalls wenn man ein @JoeMue ist und einen gestelzten Schreibstil hat, der sich verblüffend mit dem einiger anderer "Jungabsolventen FH" hier ähnelt.

JoMue | 13. Februar 2013 - 22:08

@Hornisse:
Ich hoffe noch auf eine Antwort bezüglich meiner Frage (was du mehr gelehrt bekommen hast, als FH Absolventen). Hier kannst du VIELLEICHT mit Fakten glänzen - dies tun Ingenieure normalerweise sehr gern. Zusammenfassen und Interpretieren ist ja eher was für Sozialwissenschaftler.

JoMue | 13. Februar 2013 - 21:56

@Hornisse:
Sehr schön nachgeschaut! Alles richig zusammengefasst - ähm abgeschrieben. Ein tolles Plagiat, nur das mit dem Zitieren solltest du noch üben. Eine Promotionszusage geht ja nicht mit einer Kündigung einher - außer bei leicht beschränktem Blick. Auf jeden Fall sind deine Tauglichkeitseinstufungen sehr belustigend. Hier noch mal ein netter Artikel, der deine Auffassung etwas relativieren wird:

http://www.sueddeutsche.de/bildung/entscheidung-uni-oder-fh...

Jemand der es drauf hat, hat es in der Regel nicht nötig, sich über die Herabstufung anderer zu profilieren und in den Vordergrund zu drängen. Um es einfach zu sagen: Wers drauf hat, hats drauf! So einfach kann es sein - alles andere ist unlogisch. Der Mensch macht seine Fähigkeiten, nicht der Abschluss.

Hornisse | 12. Februar 2013 - 13:25

@JoeMue:
Da sieht man es mal wieder. Wenn jemand strebsam ist und weiss was er im Leben will, dann kann er auch mit FH-Abschluss uneingeschränkt (also überall) einen Doktor machen. Obwohl die üblichen Regelungen über FH-Absolventen und Promotionstauglichkeit eine andere Sprache sprechen. Aber egal.

Aber halt. Bist du als 1.0 Prädikatsabsolvent nicht laut eigener Aussage seit knapp einem halben Jahr für 51k Einstiegsgehalt plus Firmanwagen (plus 3% Gehaltssteigerung nach Ablauf von 6 Monaten) in einer Festanstellung irgendwo in Hessen auf nem Dorf? Woher denn auf einmal diese Sprunghaftigkeit?

Equilibrium | 11. Februar 2013 - 20:44

@JoeMue:
Zitat: "Der Masterabschluss an einer FH berechtigt zur Durchführung einer Promotion - und dies uneingeschränkt. Ich habe vorletzte Woche von der TU Darmstadt Nachricht über die Annahme als Doktorand bekommen ..."

Da wäre ich vorsichtig. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass jede Universität eine eigene - also individuelle - Promotionsordnung besitzt. Die Regelungen zur Zulassung sind also noch nicht einmal einheitlich innerhalb eines Bundeslandes. An meiner Uni gab es die Möglichkeit(!) für FH-Absolventen, einen besonderen Antrag auf Zulassung zur Promotion zu stellen. Eine Zeit lang hatte ich tatsächlich einen FH-Absolventen als Kollegen (wissenschaftl. Mitarbeiter). Er hat dann aber nach mehreren Monaten entnervt aufgegeben, weil immer noch unklar war, ob er jemals auch zur Promotion zugelassen werden würde. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter ("Doktorand") konnte er dennoch ohne Probleme vom Lehrstuhl angestellt werden. Denn die Anstellung hängt nicht unmittelbar von der Zulassung zur Promotion ab.

Übrigens habe ich als Dr.-Ing. unter anderem einen FH-Absolventen unter meinen Vorgesetzten und kann damit gut leben. Am Ende zählt immer auch, was jeder aus seinem Abschluss macht. Allerdings sind die Startbedingungen nicht identisch.

Ole | 11. Februar 2013 - 06:38

1. Wieviel Geld Menschen verdienen, hat mit dem Hochschulabschluss nichts zu tun. Ich kenne Zimmerleute die regelmaessig 4000 Euro brutto bekommen, weil sie Akkord arbeiten... Ich kenne auch Oberbauleiter, die gar nicht studiert haben und trotzdem mehr verdienen, als die studierten Kollegen.

2. Ich kenne mehrere FH-Absolventen die promoviert haben. In anderen europaeischen Staaten, wie Niederlande, UK, Frankreich usw. kann man ohne Probleme mit einem FH-Abschluss promovieren. Vielleicht sollte man sein Leben nicht auf einen Landkreis beschraenken.

3. Ich kenne unglaublich viele Hirntote Uni Absolventen. Der Abschluss allein sagt gar nichts aus. Hatte vor Jahren das zweifelhafte Vergnuegen Jungingenieure einarbeiten zu duerfen. Die meisten konnten keinen Radlader vom Bagger unterscheiden. Ich gebe zu, dass es insbesondere in der Tragwerksplanung, Unterschiede gibt. Zumeist schneiden die Kollegen von der Uni etwas besser ab. Muss aber nicht unbedingt sein.

4. Wer behauptet eigentlich, das Bauingenieure schlecht verdienen? Ich habe vor Monaten schon mal dargestellt, das wir im Bundesdurchschnitt gar nicht so schlecht darstehen. Verglichen mit anderen Ingenieuren schneiden wir eher schlecht ab aber das ist schon seit 15 bis 20 Jahren so und vermutlich konnte das jeder bereits vor Antritt seines Studiums wissen. Bin ein grosser Fan davon, dass Menschen Verantwortung fuer Ihr Leben uebernehemen. Das scheitern an den eigenen Anspruechen scheint ja weit verbreitet zu sein.

5. Generell finde ich, das jeder, der sich an einem Forum beteiligt, mental in der Lage sein sollte Kritik und andere Meinungen zuzulassen. Wer das nicht kann, sollte ernsthaft ueber seine Aussenwirkung nachdenken. Menschen zu untersagen, bis zu einem bestimmten Datum auf Kommentare zu antworten, hat mich schon echt zum Lachen gebracht.

JoMue | 10. Februar 2013 - 19:26

@Hornisse:
Leider inhaltlich falsch! Der Masterabschluss an einer FH berechtigt zur Durchführung einer Promotion - und dies uneingeschränkt. Ich habe vorletzte Woche von der TU Darmstadt Nachricht über die Annahme als Doktorand bekommen und mich dadurch gegen viele andere nicht FH´ler durchgesetzt. Des weiteren werden vom BMBF viele FH-Vorhaben mit beabsichtigter Promotion unterstützt (Ingenieurnachwuchs - Forschung an Fachhochschulen). Interessieren würde mich, was du deiner Meinung nach mehr als FH Absolventen gelehrt bekommen hast.

Ich weiß auch nicht, ob Vorlesungsgrößen von über 200 Studenten was mit Klassenzimmer zu tun haben. Du gehörst meiner Meinung nach zu den Menschen, die sich nur von Vorurteilen ein Bild machen können und so sehr engstirnig durchs Leben gehen. Des Weiteren zeigen diverse Statistiken, dass mittlerweile gehaltstechnisch nur noch sehr selten ein Unterschied zwischen FH- und Uniabschluss gemacht wird. Ich lehne mich sogar so weit aus dem Fenster, dass ich denke, dass mein Einstiegsgehalt mit FH-Abschluss höher liegt, als dein Gehalt. Liegt wahrscheinlich daran, dass nach Leistung und nicht nach Art des Abschlusses gezahlt wird. Auch Sozialkompetenz stellt einen hohen Faktor dar. Mit deiner Auffassung wirst du in Zukunft wahrscheinlich nicht sehr erfolgreich sein.

bau-insch | 08. Februar 2013 - 07:27

@Hornisse:
Danke für Deine erklärenden Worte. Ist akzeptiert...

Ed1 | 07. Februar 2013 - 20:38

Hallo,
das ganze entwickelt sich so langsam zu einem bescheuerten - nichts zur Sache beisteuerndem - Psychoquatsch. Leute bleibt doch bei der Sache, oder habt Ihr nichts besseres zu tun als Euch gegenseitige Inkompetenz vorzuwerfen bzw. anzufeinden? Bitte, bitte hört auf...

Gruß Ed1

Heinz | 07. Februar 2013 - 20:13

Eigentlich wollte ich mich hier nicht mehr reinhängen, da wir weit vom Thema Gehalt weg sind bzw. es nur noch unsachliche Diskussionen sind, aber @Hornisse:

Zwei meiner ehemaligen Kommilitonen machen gerade ihren Doktor, obwohl nur FH, einer sogar in Brückenbau bei einem Professor, der von einer Uni kam auch als Prof. So wie du es darstellst können FH-Studenten nichts, nur Schema F nach Anleitung - arroganter geht es wirklich nicht.

bau-insch | 06. Februar 2013 - 22:57

@biene:
Aufgrund der unverschämten Anschuldigungen in Franz' Beitrag vom 5. Feb. sehe ich mich leider HSP-bedingt außer Stande, weitere Beiträge bzw. Tipps in diesem Thread zu schreiben. Sorry, aber das muss ich mir nun wirklich nicht antun...

bau-insch | 06. Februar 2013 - 21:38

@Karl:
Du hast mir ohne plausible Begründung vorgeworfen, "Shitstorm" zu betreiben! Das ist hochgradig unseriös! Daraufhin habe ich Dich am 2. Feb. Folgendes gefragt: "Meinst Du, dass meine Beiträge unsachlich sind sowie beleidigende Äußerungen beinhalten?" Bitte beantworte meine Frage!

bau-insch | 06. Februar 2013 - 13:20

@Karl:
Dein mich und die leider unglaublich vielen gestohlenen Jahre meines Lebens beleidigendes Posting vom 5. Feb. will ich Dir jetzt mal großzügigerweise nicht ankreiden, sofern Du Dich ab sofort mit Deinen Provokationen mir gegenüber zurücknehmen willst. Ansonsten gilt meine eindringliche Bitte selbstverständlich auch an Dich, auf meine Postings frühestens ab dem 18. Feb. zu antworten! Danke für Dein Verständnis und Bemühen.

Hornisse | 06. Februar 2013 - 13:10

@bau-insch:
In keinster Weise werde ich irgendetwas zurücknehmen. Eine Fachhochschule bietet keine akademische Ausbildung an. Wäre es anders, hätten Fachhochschüler die Befähigung und Berechtigung einen Doktortitel zu erlangen. Dazu sind sie allerdings nicht berechtigt. Und das aus gutem Grund wie ich finde, denn ein Fachhochschul"studium" ist eine bessere Technikerschule. Es werden, wie in der Schule, Unterrichtseinheiten im Klassenzimmerformat gehalten. Noch dazu ist der Unterrichtsinhalt vom Schwierigkeitsgrad und Umfang in keinster Weise mit einem Hochschulstudium zu vergleichen.

Ich sehe es immer wieder bei Absolventen, die in der Tragwerksplanung anfangen. Der Uni-Kandidat ist in der Lage sich Sachverhalte und Zusammenhänge selbständig zu erarbeiten, der Fachhochschüler kann dies nicht. Er braucht jemanden, der ihm sagt welche Dinge er wann, wie und in welchem Umfang machen muss um ans Ziel zu gelangen.

bau-insch | 05. Februar 2013 - 17:24

@Equilibrium:
Mit Deinem am 23. Jan. an @biene gerichteten Beitrag hattest Du sicher nicht beabsichtigt, dass sie sich zwingend dazu äußern sollte, oder? Falls doch, dann habe ich jetzt die Bitte an Dich, ihr dies erst ab dem übernächsten Montag (18. Feb.) zu signalisieren. Begründung: Bis allerspätestens 17. Feb. möchte ich meine – mutmaßlich mehrere Postings umfassenden – Tipps an @biene über die Bühne gebracht haben. Ansonsten möchte ich Dich schon jetzt bitten, mir dann ebenfalls mein Posting vom 1. Feb. bzw. eine eigene, griffige sowie möglichst knappe Formulierung vorzuhalten. Schließlich bemühe ich mich, ab diesem Stichtag möglichst keine Beiträge mehr für diesen Thread schreiben zu wollen.

@biene:
Bevor ich Dir die ersten weiteren Tipps gebe, möchte ich Dich noch bitten, aus den oben genannten Gründen möglichst bis zum übernächsten Montag mit eigenen Beiträgen zu warten. Falls Du das jedoch nicht schaffen solltest, werde ich meine Tipps trotzdem bringen. Noch etwas: Falls Du bzgl. HSP zu irgendeiner Erkenntnis gekommen sein solltet, dann behalte das bitte für Dich bzw. bemühe Dich anstelle eines entsprechenden Beitrags um einen kompetenten Psychotherapeuten. Wenn Du jedoch meinst, Dich unbedingt bei mir bedanken zu müssen: Ab dem 18. Feb. ist noch genügend Zeit dafür, gell ;-)

Jetzt aber endlich zu den weiteren Tipps: Du machst doch gerade Deinen Master an einer Hochschule bzw. an einer ehemaligen Fachhochschule, oder? Wie sieht es dort bzgl. Praktika in Ingenieurbüros (als Planer bzw. Bauüberwacher) bzw. in Firmen (als Bauleiter) und dergleichen aus? Wäre es denkbar, ein "Parksemester" einzulegen analog dem früheren Praxissemester bei den Fachhochschulen? Jedoch mit dem entscheidenden Vorteil, dass Du beispielsweise lediglich während zwei Monaten bei einem Ingenieurbüro oder einer Baufirma bist und somit gleich drei unterschiedliche potentielle künftige Arbeitgeber kennenlernen kannst. Zudem kannst Du vom Outfit her gesehen oft viel lockerer auftreten und bekommst auch diesbzgl. schon mal einen ersten Eindruck, welche Kultur dort gepflegt wird sowie, ob diese überhaupt zu Deinen eigenen Vorstellungen und Erwartungen passt.

In Deinem Fall könnte ich mir beispielsweise ein Praktikum in einem breit aufgestellten, klassischen Ingenieurbüro (also Siedlungswasserwirtschaft und Straßenbau) mit etwa 10 bis 20 Mitarbeitern vorstellen. Das zweite Praktikum könnte dann in einem vergleichbaren Ingenieurbüro stattfinden. Jedoch sollte es sich diesmal um ein größeres Ingenieurbüro mit deutschlandweiten Niederlassungen sowie zusätzlich nach Möglichkeit einer Auslandstätigkeit wie beispielsweise in Saudi Arabien handeln. Jedoch solltest Du nicht den Fehler machen, gleich im Praktikum ins Ausland gehen zu wollen. Auch eine der Niederlassungen solltest Du wohl besser meiden, schließlich willst Du doch herausfinden, welche Art von Arbeitgeber optimal zu Deinen Wünschen und Erwartungen passt, oder?

Als drittes Praktikum würde ich Dir dann noch ein Ingenieurbüro empfehlen, welches sich auf den Kläranlagenbau bzw. -erweiterung sowie -sanierung und dergleichen spezialisiert hat. Das Ingenieurbüro braucht von der Größe her m. E. nicht unbedingt demjenigen des zweiten Praktikums zu entsprechen. Sondern wichtig ist vor allem, dass sich dieses Ingenieurbüro fast ausschließlich mit allen Fragestellungen rund um die Kläranlage beschäftigt und der Bereich Kanal/Straße - falls überhaupt - eine absolut untergeordnete Rolle spielt.

Da Du Dich offensichtlich in Richtung "Mitarbeit in einem Ingenieurbüro" orientierst, möchte ich mich des weiteren damit beschäftigen: Siehe nächstes Posting in 1 bis 3 Tagen...

Karl | 05. Februar 2013 - 10:40

Sorry Bau-Insch,
entweder Sie veräppeln hier das ganze Forum um zu provozieren oder Sie benötigen wirklich Hilfe.

Hornisse | 04. Februar 2013 - 13:35

@Karl:
Es wäre in erster Linie angeraten auf INHALTLICH sachliche Postings abzuzielen, statt sich über den manchmal rauen Umgangston im Bauwesen zu echauffieren. Wer inhaltlich keine präzisen und schlüssigen Postings verfassen möchte (so wie anscheinend @Franz und @PM), der darf sich über eine entsprechende Reaktion nicht wundern. Es geht nicht an, dass in einem Thread, in dem man sich unter Berufskollegen über REALISTISCH erzielbare Gehälter austauschen möchte, Phantatsieangaben von Leuten ohne jeglichen Bezug zum realen Berufsalltag gemacht werden und dass das hier mittlerweile zum Dauerzustand mutiert ist.

Ich habe meine "Behauptungen" bisher immer versucht mit Fakten zu untermauern - siehe mein Post vom 03.Feb mit dem Link zum Inserat mit zugehöriger Gehaltsangabe (so wie Jobinserate fair sind und glücklicherweise wenigstens im anglikanischen Kulturraum üblich sind). Das ist ein Inserat mit Inhalten aus der wirklichen Welt. Darf jeder selber entscheiden was schwerer wiegt. Das Wort eines @Franz oder ein reales Inserat.

Postings ala "ich bin Bachelor (FH) und habe ein 100k Einstiegsgehalt und wer das anzweifelt, kann mir mal im Mondschein begegnen...." kann jeder Spassvogel verfassen. Aber hilft es den Leuten, die sich informieren wollen weiter?

Hornisse | 04. Februar 2013 - 13:08

Bei den Gehältern in CH darf neben den exorbitanten Lebenshaltungskosten hier auch die höhere wöchentliche Arbeitszeit (42h pro Woche sind üblich) und der geringere Urlaubsanspruch (20 Tage sind hier die Regel) nicht ausser Acht gelassen werden. Das macht schonmal knapp 10% mehr Arbeitszeit aufs Jahr gerechnet und relativiert somit die Gehälter schonmal um knapp 10% nach unten.

Bei der Krankenversicherung sollte man fairerweise auch einen Tarif posten, der in etwa die gleichen Leistungen wie in Deutschland abdeckt. Franz hat hier eine der untersten Beitragsschwellen gepostet. Das ist alles andere als fair, denn bei solchen Beiträgen sind hohe Selbstbehalte von mehreren Tausend Franken (bzw. Euro) pro Jahr beinhaltet. Dieser Selbstbehalt ist vor Eintreten der ersten Versicherungsleistung selber zu bezahlen. Also drei mal pro Jahr beim Arzt wegen Zipperlein - voila die Arztrechnungen sind von Franz selber zu löhnen. Der Versicherungsschutz tritt erst in Kraft, NACHDEM Franz seinen kompletten jährlichen Selbstbehalt aufgebraucht hat.

Zahnarztversicherung kostet in CH auch extra und ist nicht im "Normaltarif" inkludiert. Wer das nicht abschliesst, darf jeden Zahnarztbesuch aus eigener Tasche zahlen.

bau-insch | 04. Februar 2013 - 11:53

@Hornisse:
Meine Empfehlung an @Equilibrium, sich durch diesen Thread künftig möglichst nicht mehr seine wertvolle Zeit stehlen zu lassen, betrifft selbstverständlich auch Dich. Was dagegen Deine auch mich betreffenden, voll provozierenden Äußerungen wie beispielsweise "Herren Halbakademikern (FH)" am 3. Feb. betrifft: Hoffe sehr, dass Du Dich im übertragenen Sinn zumindest bemühst, das leider von Dir dadurch entfachte Feuer wieder löschen zu wollen.

Ole | 04. Februar 2013 - 04:26

100% Unterstuetzung fuer Karl...

Equilibrium | 03. Februar 2013 - 21:45

@PM:
Es wäre schön gewesen, wenn Du vor Deiner Kritik erst einmal die Beiträge korrekt gelesen und dann auch richtig zitiert hättest. Originaltext von Franz: "Mein Einstiegsgehalt war umgerechnet 4800 Euro". Dein falsches Zitat: "umgerechnet in €"

Wir hatten hier Anfang Januar ständig Diskussionen über das Umrechnen von Jahresgehältern in Monatsgehälter und umgekehrt. Gerade Berufseinsteiger rechnen lieber in Monatsgehältern, obwohl letztlich das Jahresgehalt die einzig vergleichbare Größe ist. Demnach konnte man Franz sehr wohl dahingehend verstehen, dass er ein deutsches Jahresgehalt in Monatsgehälter umgerechnet hat.

Was hat es denn für einen Sinn, in einem deutschen Bauingenieurforum eine vermeintlich hohe Gehaltsangabe in die Diskussion zu werfen, wenn man nicht dazu sagt, dass sich diese Gehaltsangabe auf die Schweiz bezieht? Aber das findest Du völlig in Ordnung.

Und wenn jetzt ein Bauingenieur mit Arbeitsplatz in Polen einen Beitrag verfasst hätte, um sich über sein niedriges Gehalt zu beschweren und er hätte nicht dazu geschrieben, dass er in Polen lebt und arbeitet. Dann hättest Du das auch in Ordnung gefunden, wenn er das Land verschwiegen hätte? Wohl kaum.

Im Übrigen habe ich Franz seine 4.800 Euro sofort geglaubt, nachdem er seinen Arbeitsort dann doch angegeben hat. Dass Franz mit "Und wenn man zu Hause lebt, entfallen schon mal die Mietkosten" das Wohnen in Deutschland als Grenzgänger meint und nicht etwa das tatsächlich mietfreie Wohnen bei Verwandten ist wohl eine sehr persönliche Interpretation deinerseits. Wo steht das denn? Aber ist ja egal, Hauptsache es passt in Dein Bild, oder?

@Franz:
Wohnst Du wirklich mietfrei oder entfällt nur das Thema der höheren Miete in der Schweiz, weil Du in Deutschland lebst? Im letzteren Fall ist natürlich noch die Entfernung zwischen Arbeitsplatz und Wohnort interessant.

Hornisse | 03. Februar 2013 - 20:35

Gehälter in CH mit 5 Jahren + Berufserfahrung:

http://www.careerstructure.com/JobSearch/JobDetails...

Das sind realistische Angaben. Per Google kann sich jeder über den Umrechnungskurs von Pfund Sterlin in Euro oder CHF informieren. Die von den Herren Halbakademikern (FH) hier postulierten CHF 100k nach 3 Jahren im Job sind defakto völliger Unsinn.

Den Gegenbeweis wird die Fraktion "wer gut ist, verdient eben entsprechend mehr blah blah blah" wohl schuldig bleiben. Ein gescannter Lohnausweis (wer in CH arbeitet weiss was ich meine) würde reichen.

bau-insch | 03. Februar 2013 - 12:01

@PM:
In Deinem Beitrag vom 1. Feb. hast Du im letzten Satz m. E. vergessen, einen wichtigen Sachverhalt zu erwähnen. Anstelle lediglich "Was auch wieder zu seiner Aussage passt." müsste dort zwingend "Was auch wieder zu seiner Aussage passt und somit bewiesen hat, dass sein Beitrag in diesem Thread - sicher ungeplant - völlig daneben war bzw. eigentlich zwingend in einem eigenen Thread sowie ohne zynische Bemerkungen hätte behandelt werden müssen."

bau-insch | 03. Februar 2013 - 11:34

@Equilibrium:
Meine Empfehlung vom 2. Feb., Dir durch diesen Thread künftig möglichst nicht mehr Deine wertvolle Zeit stehlen zu lassen, betrifft selbstverständlich auch den Beitrag von @PM vom 1. Februar.

@Alle:
Entgegen meinem gestrigen Beitrag komme ich - auch aufgrund der Art meiner Postings in diesem Thread - immer mehr zur Erkenntnis, möglicherweise doch eine HSP zu sein bzw. demnach wohl das ganze Leben mehr oder weniger die entsprechenden Symptome zu haben.

Wenn ihr euch mal bei den Tieren ansehen wollt, wie HSP im täglichen Umgang einer harmonischen Gruppe optimal funktioniert, dann solltet ihr bei eurem nächsten Zoobesuch unbedingt bei den Erdmännchen vorbeischauen. Allerdings ist es Gott sei Dank nicht so, dass lediglich die HSP-Erdmännchen während der Futteraufnahme auf die Gruppe aufpassen. Sondern es wird selbstverständlich schön der Reihe nach abgewechselt.

bau-insch | 02. Februar 2013 - 07:01

@Karl:
Verstehe ich Deinen Beitrag vom 1. Feb. richtig, dass Du "Hornisse", "Biene" und mir vorwirfst, "Shitstorm" zu betreiben? Habe mal in Wikipedia recherchiert (Auszug):

"Shitstorm („chaotische, ungute Situation“) bezeichnet im Deutschen das Auftreten des als Flamewar bekannten Phänomens bei Diskussionen im Rahmen von sozialen Netzwerken, Blogs oder Kommentarfunktionen von Internetseiten. Massenhafte öffentliche Entrüstung führt dazu, dass sachliche Kritik mit zahlreichen unsachlichen Beiträgen vermischt und eine sinnvolle Diskussion dadurch verhindert wird. Der Duden definiert einen Shitstorm als "Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht"."

Meinst Du, dass meine Beiträge unsachlich sind sowie beleidigende Äußerungen beinhalten?

Du hast sicher auch meine anderen Beiträge gelesen, oder? Meinen ersten Beitrag habe ich ja am 12. Januar 2012 geschrieben. Diesen findest Du derzeit auf Seite 44 von 52. Vielleicht machen mich solch zynische Aussagen wie diejenige von Franz in seinem ersten Posting am 20. Jan. ("Ich finde schon, dass hier teilweise auf etwas hohem Niveau gejammert wird") deshalb wütend, weil ich das zweite Beispiel in meinem ersten Beitrag vor Augen habe: Die genannte Person mit dem früher erhaltenen sittenwidrig niedrigen Gehalt ist aufgrund tragischer Umstände zwischenzeitlich leider völlig mittellos und kämpft verzweifelt dagegen an, dass sie nicht doch noch wie von ihr befürchtet demnächst buchstäblich auf der Straße landen könnte.

Was mich betrifft, so habe ich in meinem Beitrag vom 22. Jan. mitgeteilt, aufgrund tragischer Umstände im Grundschulalter HSP-Symptome entwickelt zu haben. Ohne auf die einzelnen auf mich zutreffenden Symptome - wie beispielsweise ein ausgeprägtes (Un)Gerechtigkeitsempfinden eingehen zu wollen - möchte ich lediglich sagen, dass es sich bei HSP nicht um eine Krankheit handelt (siehe Vortrag von Frau Rittmeyer bzw. Link in meinem Posting vom 18. Jan.). Zudem ist es zum Teil sogar von Vorteil, etwas sensibler als der Durchschnitt zu sein, beispielsweise gegenüber meiner Partnerin.

Zum Nachdenken:
Gemäß der WayBackMachine unter archive.org gab es zum Zeitpunkt meines ersten Beitrags vor etwa einem Jahr linear interpoliert in diesem Thread etwa 52.000 Leserzugriffe. Und das in einem Zeitraum von etwas weniger als zwei Jahren. Aktuell bzw. ein Jahr später sind es "lediglich" 60.952 Leserzugriffe bzw. es sind seither gerade einmal etwa 9.000 Leserzugriffe dazugekommen.

@PM:
Interessant, dass Du am 1. Feb. Folgendes geschrieben hast:
"Das ist vor allem an jene gerichtet, welche immer mit Aussagen kommen wie z.B. "Da unser 4800-Euro-Kandidat..." oder "Hör endlich auf, uns anderen hier die kostbare Zeit - die wir leider benötigen, um Deine Kommentare zu entkräften - zu stehlen!"

Unter uns beiden gesagt wollte ich in der Tat demnächst @Equilibrium bitten, sich künftig nicht mehr seine wertvolle Zeit von @biene, @Franz und anderen stehlen zu lassen, sondern stattdessen beispielsweise mein Posting vom 1. Feb. zu kopieren und als Beitrag an das Forum zu senden.

Deine Meinung, dass ich immer mit diesem Kommentar kommen würde, kann ich nicht bestätigen. Sondern ich habe das Posting vom 1. Feb. aus meinem an @biene gerichteten Beitrag vom 18. Jan. kopiert und lediglich das Wort "unerfahrenen" weggelassen.

@biene:
Die versprochenen Tipps kommen erst am Mo oder Di, wofür ich um Dein Verständnis bitte.

Franz | 02. Februar 2013 - 00:07

Und solche abschätzigen Bemerkungen wie "für einen einfachen Fachhochschul-Bachelor" sind mehr als unangebracht. Was zählt der beste akademische Abschluss, wenn einem das Flair für das Arbeiten fehlt, oder gar der Titel gekauft wurde? (Was ja in Deutschland offenbar zum täglichen Geschäft gehört).

Ich kenne einige Beispiele, wo "einfache FH Bauingenieure" an der Spitze von grossen Bauingenieurbetrieben stehen. Ein Papier alleine nützt einem sonderlich wenig, schlussendlich zählt die Leistung, und welchen akademischen Abschluss man hat, hilft einem höchstens beim Berufseinstieg, oder wenn man wirklich eine Forschungsstelle antreten möchte.

Franz | 01. Februar 2013 - 23:51

Ich finde es schon etwas lächerlich wie die deutsche Arroganz sich bemerkbar macht. Sie haben offenbar den Anspruch es besser zu wissen, was für Löhne man in der Schweiz als Einsteiger verdient und welche Abzüge anfallen - ohne je mit Berufskollegen, die in der Schweiz arbeiten - gesprochen zu haben. Abgaben wie Pensionskasse, EO, ALV, AHV, Pensionskasse sind im Nettolohn bereits abgezogen. Und ich habe nicht geschrieben, dass der aktuelle Umwechselkurs 1:1.16 ist, sondern dass er sich in den letzten Jahren in der Spannweite zwischen 1.16 und 1:1.7 aufgehalten hat. (Wer lesen kann ist im Vorteil).

Und noch eine Anmerkung: Die Pensionskassenabzüge, welcher der grösste Abzugsfaktor ausmacht, ist Altersabhängig:
Mitarbeitende mit Alter 25-34 3.5 % des versicherten Lohnes
Mitarbeitende mit Alter 35-44 5 % des versicherten Lohnes
Mitarbeitende mit Alter 45-54 7.5 % des versicherten Lohnes
Mitarbeitende ab Alter 55 9 % des versicherten Lohnes
Ich wiederhole mich gerne

Karl | 01. Februar 2013 - 14:39

Der Umgangston und die Polemik in diesem Forum werden langsam unerträglich. Ein neutraler Beobachter kann da nur den Kopf schütteln wie sich Einige hier präsentieren und Ihre Unzufriedenheit zur Schau tragen. Jeder der anderer Meinung ist wie " Hornisse", "Biene" und " Bau-insch" findet sich sofort in einem "Shitstorm" der Genannten wieder. Ich würde mir wirklich etwas mehr Sachlichkeit und Gelassenheit in der weiteren Diskussion wünschen.

PM | 01. Februar 2013 - 12:41

Eigentlich wollte ich mich nun raushalten, aber an dieser Stelle muss ich Franz einfach zur Seite stehen. Ich selbst hab in den Jahren 2005 bis 2007 in der Schweiz als Bauführer gearbeitet. Zuerst als Aufenthalter in Zürich und später als Grenzgänger in St. Gallen. Mein Anfangsgehalt - 9 Monate nach dem Studium in Zürich - war damals schon 6500 CHF x 13 Monate. Später in St. Gallen waren es dann noch 6200 CHF x 13 + Firmenauto.

Mit Netto meint Franz vermutlich, das "Schweizer"-Netto das er letztendlich auf das Konto in der Schweiz überwiesen bekommt. Von diesem Geld ist bereits ein geringer Anteil an Quellensteuer in der Schweiz abgezogen, genauso wie wie Arbeitslosen und Unfallversicherung (AHV u. ALV)

Zitat Franz: "Bruttolohn: 13x6200 Fr = 80'600 Fr/Jahr, Nettolohn: 13x5600 Fr = 72'8000 Fr./Jahr"

5600 CHF sind nach aktuellem Wechselkurs ca. 4500 €. Von diesen 4500 € muss Franz dann "nur" noch Lohnsteuer in Deutschland und Krankenversicherung selber zahlen. Aber keine Sozialabzüge in Deutschland mehr. Also war die Aussage, dass er ca. 4800 € Brutto verdient NICHT falsch. Dazu kommt noch, dass die Rentenversicherung in der Schweiz deutlich besser als in Deutschland ist. Was Franz mit Daheim wohnen gemeint hat, ist auch herauszulesen. Nämlich in Deutschland und nicht bei Mutti!

Er hat gesagt, wem der Lebensunterhalt in der Schweiz zu teuer ist, kann eben im Grenzgebiet als Grenzgänger wohnen. Und da Franz sein Gehalt von Anfang an mit "umgerechnet in €" angegeben hatte, konnte jeder erkennen, dass er nicht im €-Raum angestellt ist. Also an alle: Bitte erstmal selber erkundigen, bevor hier beleidigende und falsche Aussagen getroffen werden. Das ist vor allem an jene gerichtet, welche immer mit Aussagen kommen wie z.B. "Da unser 4800-Euro-Kandidat..." oder "Hör endlich auf, uns anderen hier die kostbare Zeit - die wir leider benötigen, um Deine Kommentare zu entkräften - zu stehlen!"

PS: Der Link von Hornisse gilt für Personen die Ihren Erstwohnsitz in der Schweiz haben, und voll in der Schweiz steuerpflichtig sind. Da Franz Grenzgänger ist, muss er aber nur einen geringen Teil Quellensteuer zahlen und nur die Sozialversicherung in der Schweiz. Demnach wären die Schweizer Abzüge bei Franz ca. 13 %. Was auch wieder zu seiner Aussage passt.

bau-insch | 01. Februar 2013 - 04:12

@Franz:
Eine einzige Bitte habe ich an Dich: Hör endlich auf, uns anderen hier die kostbare Zeit - die wir leider benötigen, um Deine Kommentare zu entkräften - zu stehlen!

Bingo | 31. Januar 2013 - 22:21

Tarif ASIA 2012, Stelle T4 / A1 für Ingenieure, 1. Jahr 2775 € Brutto/Monat, 5. Jahr 3258 € Brutto/Monat bei 40h/Woche.

Im kleinen Büro (5-6 MA) werden 2000€ Brutto gezahlt. Mit Zwanzigjährige Zugehörigkeit werden daraus 2500€.

Hornisse | 31. Januar 2013 - 14:19

Bei einem (angeblichen) Bruttogehalt für einen einfachen Fachhochschul-Bachelor von CHF 80k gehen in der Schweiz mindestens die folgenden Abgaben weg:

- Lohnsteuer
- AHV
- ALV
- Pensionskasse

"Im Durchschnitt wird Ihnen in der Schweiz zwischen 20 und 35 % des Nettolohns durch die Behörden weggenommen." (Quelle: http://www.webbuero.ch/umfragen/abzug.htm)

Bei einem 80k Bruttogehalt (welches es für Fachhochschul-Bachelor defakto nicht gibt, selbst in Zürich nicht!) verbleiben keine 73k Netto. Das wären dann nämlich noch 90 % vom Brutto. Das Traurigste an dieser Diskussion ist das "Niveau" der ganzen Fachhochschulabsolventen hier. Nicht wissen was ein Nettogehalt ist. Nicht wissen, dass ein Startgehalt für einen Absolventen eine Investition des Unternehmens bedeutet.

Ergo man nach 1-2 Jahren (circa) erst sein Einstiegsgehalt wert ist und man deshalb nicht mit 3 Jahren im Job und einem Fachhochschul-Bachelor CHF 100k verdient. Was bitte würden dann Leute mit 10 Jahren+ verdienen? CHF 250k? Das ist nur noch unterirdisch hier. Dann noch behaupten, dass der Umrechnungskurs CHF-EUR aufgrund der "sehr erfolgreichen" Eurozone nach unten gegangen ist - also der Euro an Wert verloren hat weil die Eurozone so "erfolgreich" ist! Und zu guter Letzt nichtmal den aktuellen Umrechnungskurs von 1:1.25 googeln können, sondern etwas von 1:1.16 schreiben.

Schweizer | 31. Januar 2013 - 13:10

Jedem deutschen Auswanderer in der Schweiz kann ich die Salärbroschüre der Swiss Engineering empfehlen (allenfalls kostengünstiger eine letztjährige Version). Denn ich stelle immer wieder fest, dass Deutsche oftmals keine Ahnung vom Lohn- bzw. Preisniveau der Schweiz haben und so durch ungewolltes Lohndumping auffallen. Ein Ergebnis der Salärbroschüre gibts auch online abzurufen.

http://www.staufenbiel.ch/bewerbung-karriere/gehalt...

Ansonsten lassen sich auch Auszüge der Salärbroschüre per google finden.

Horschti | 31. Januar 2013 - 10:51

Lieber Franz,
ließ doch bitte noch mal dein Eingangspost. Da hast du einfach behauptet, dass du 4800 € Einstiegsgehalt hast, ohne zu sagen, dass du aus der Schweiz kommst. Das ist schon mal äußerst unseriös und hat entsprechende Reaktionen hervorgerufen. Das die Arbeitsbedingungen in der Schweiz allgemein und am Bau im besonderen besser sind als in Deutschland zweifelt hier niemand ernsthaft an. Deine weiteren Brutto/Netto- Berechnungen haben auch keinen Wert, da der einzelne nur Einfluss auf das Brutto hat.

Ob er noch bei Mutti wohnt oder nicht ist auch nicht Bestandteil der Diskussion. Ein Deutscher, der in der Schweiz arbeiten möchte, hat jedoch auch meist nicht die Möglichkeit bei Mutti zu wohnen, deshalb spielen die Mietpreise für deine deutschen Kollegen eine Rolle. Hier nochmal ein kleiner Vergleich für dich, damit du weist, wo du stehst:

http://www.lohncomputer.ch/de/loehne.html

In wie weit die Zahlen aussagekräftig sind, kann ich nicht beurteilen. Vergleiche bitte den Bauingenieur mit dem Ingenieur, dann siehst du einen Trent, der so auch in Deutschland existiert.

P.S.: Wenn alle Deutschen in die Schweiz zum arbeiten kommen, werden sich die Arbeitsbedingungen schnell ändern und es ist nichts mehr mit Überstunden abfeiern oder mit dem Faktor 1,5 aus bezahlen.

Franz | 31. Januar 2013 - 10:03

Ich kann euch gerne mal vorrechnen und ihr könnt gerne vergleichen ob euch am Ende des Monats mehr oder weniger bliebt, als ihr eure erste Stelle angetreten habt. Ich schreibe es mal in CH Franken um Missverständnisse auszuschliessen.

Bruttolohn: 13x6200 Fr = 80'600 Fr/Jahr
Nettolohn: 13x5600 Fr = 72'8000 Fr./Jahr
Hier kommt noch die Krankenversicherung von 170 Franken pro Monat. Dieser Lohn lässt sich dann mit DE vergleichen: 13x5'430 Fr. = 70'590 Fr./Jahr

Franz | 31. Januar 2013 - 09:56

Wenn ihr schon so pauschale Aussagen bringt wie: Zitat "Laut gehaltsreporter.de kann man den €-Betrag für eine vergleichbare Stelle in Deutschland verdoppeln und das €-Symbol durch CHF ersetzen." wäre das Artikeldatum nicht unrelevant. Vor ein paar Jahren betrug nicht Umrechnung 1 Euro = 1.70 Franken. Jedoch ist der Kurs in den letzten Jahren aufgrund der sehr erfolgreichen Eurozone bachab auf den Umrechnungskurs von 1 Euro = 1.16 Franken gesegelt.

Fragt sich jetzt nur auf welchen Kurs sich deine Aussagen beziehen. Und Strom ist in Deutschland auch teurer. Und wenn man zu Hause lebt, entfallen schonmal die Mietkosten, so dass mir ohne Zweifel Ende des Monats bedeutend mehr Geld übrigt bleibt, als wenn ich mich in Deutschland für einen Hungerslohn abackern würde. Auch sind die Arbeitsbedingungen in der Schweiz sicherlich bedeutend besser.

Wenn ich da höre, dass einem Überstunden nicht in gleicher Freizeit abgegolten oder ausbezahlt werden (Auszahlung * 1.5) frage ich mich schon, was der Antrieb gewisser Leute ist. Und von wegen es hat zuviele Ingenieure habe ich auch nicht viel mitbekommen. Jeder unserer Klasse, der passable Noten hatte, musste kurz den Telefonhörer in die Hand nehmen und schon hatte man eine Arbeit.

jd | 30. Januar 2013 - 13:28

@equilibrium:
Mal wieder vollkommen richtig was du schreibst. Mit dem "warenkorb" wäre ich jedoch vorsichtig. diesen würde ich möglichst nicht als referenz heranziehen, denn der ist eine der großen statisitk-mogelpackungen. hier wird oft durch warensubstitute (rindfleisch gegen schweinefleisch etc.) und andere tricks versucht die inflation nicht zu hoch erscheinen zu lassen.

gerade bei starker geldmengenmehrung, wie in den letzten jahren durch die zentralbanken ist das ein punkt. für die darstellung der kaufkraft-unterschiede ist der bic-mac-index ein einfaches und plausibles tool.

http://de.wikipedia.org/wiki/Big-Mac-Index

http://www.economist.com/blogs/graphicdetail/2012/07/daily-chart-17

Hinweis zur inflation: geldmenge m3 + inflation

bau-insch | 29. Januar 2013 - 20:44

@Equilibrium:
Dein Beitrag vom 24. Jan. "Da unser 4800-Euro-Kandidat..." erscheint mir absolut plausibel. Auch ich habe mich vor einiger Zeit schon mal mit dem in der Schweiz zu erzielenden Gehalt beschäftigt und bin - mutmaßlich jedoch in einer anderen Quelle als Du - auf die gleiche Umrechnung zwischen Euro und CHF gestossen. Danke für Deine diesbzgl. Recherchen.

bau-insch | 29. Januar 2013 - 20:37

@biene:
Was den Beitrag von Equilibrium vom 23. Jan. betrifft, so ist seine Kritik an Deinen Postings m. E. sicher berechtigt. Trotzdem möchte ich Dich motivieren, Dich um Gottes Willen nicht von ihm provozieren zu lassen. Du hast Dich bzgl. meiner am 18. Jan. Dir ggü. gemachten Vorgabe "...bis mindestens einschließlich 11. Feb. keinen einzigen Beitrag mehr..." bis jetzt super geschlagen. Falls Du es noch bis zum kommenden Samstag durchhalten solltest, keine Beiträge in diesem Thread zu schreiben, dann werde ich die versprochenen Tipps bereits am kommenden Wochenende bringen.

Tipp: Am besten, Du beschäftigst Dich bis dahin intensiv mit dem am 18. Jan. von mir veröffentlichten HSP-Link.

@Alle:
Der vorgenannte Tipp wird selbstverständlich allen Lesern dieses Threads sehr empfohlen, selbst wenn mutmaßlich gerade mal jeder 6. Mensch eine HSP sein soll. Weitere Links zu HSP:
http://content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1851331...
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.psychologie...

Hornisse | 29. Januar 2013 - 13:29

Zitat:"Laut gehaltsreporter.de kann man den €-Betrag für eine vergleichbare Stelle in Deutschland verdoppeln und das €-Symbol durch CHF ersetzen. Würde jemand also in Deutschland 40.000 Euro/a verdienen, müsste er in der Schweiz 80.000 CFH/a verdienen. Das sind dann umgerechnet ca. 64.500 Euro. Das passt tatsächlich zum Jahresgehalt von Franz."

Ich selber arbeite in CH. Die Angaben von @Franz sind unrealistisch. Mit Bachelor und 3 Jahren im Job dann CHF 100k? Das ist mittlerweile hier nur noch ein Krampf mit diesen ganzen "schlauen" Fachhochschul-Bachelor Absolventen, die schon alles wissen und noch viel mehr gesehen haben.

Hornisse | 29. Januar 2013 - 13:22

@Franz:
Vielleicht sollte sich hier jeder mal daran halten nur über Dinge zu schreiben, von denen man auch wirklich etwas versteht. Die Lebenshaltungskosten in Städten wie Zürich, Luzern, Genf, St. Gallen, Basel etc. sind deutlich höher als in vergleichbaren deutschen Metropolregionen. Faktor zwei ist absolut realistisch. Vom Nettogehalt in der Schweiz gehen z.B. auch noch die Ausgaben für die Krankenversicherung ab. Das ist in Deutschland wohl eher nicht der Fall, oder?

Mieten in Zürich darf jeder mal selber googlen. Wer mal in ein Restaurant in CH gegangen ist, der weiss ebenfalls etwas über das Preisniveau zu berichten. Lebensmittel in CH sind ebenfalls deutlich teurer als in D. Vielleicht einfach mal beim nächten Schweizbesuch in einen Lebensmitteldiscounter (Denner, Migros) gehen und selber beäugen.

Und Dinge wie Miete und Lebensmittel sowie Krankenkassenbeiträge werden jeden Monat fällig. Autos sind in CH auch nicht günstiger als in D. Wie kann man nur immer solch einen Mist erzählen?

Equilibrium | 29. Januar 2013 - 11:47

Mein lieber Franz! Ich bin echt fassungslos!

Wenn etwas 51% oder 60% teurer ist, dann ist es doch nicht doppelt so teuer! Wie kann man denn als Bauingenieur Prozentrechnung derartig falsch verstehen? Wie geht das? Und wenn man einen Zahlenbetrag (40000) nur als Zwischenschritt einer Umrechnung verdoppelt, ihn dann aber mit CHF statt Euro verwendet, dann hat man den Geldbetrag doch auch nicht verdoppelt! Bist Du wirklich sicher, dass Du ein Hochschulstudium abgeschlossen hast?

Die erhöhten Lebenskosten (übrigens als repräsentativer Querschnitt durch alle Ausgaben eines Haushaltes ermittelt; Stichwort "Warenkorb") sind von Fachleuten ermittelt worden, die davon mehr verstehen als wir beide zusammen. Dass Du anhand von Autos und Mobiltelefonen mal eben eine eigene Statistik aufstellen möchtest, finde ich absolut lächerlich. Da gehört schon ein bisschen mehr Aufwand dazu, als sich mal eben ein einzelnes Produkt herauszupicken. Und wenn es dann noch an der Prozentrechnung scheitert, dann können wir uns die Zahlen ja gleich würfeln.

Franz | 28. Januar 2013 - 21:57

Das der Lebensunterhalt in der Schweiz doppelt so teuer ist, bezweifle ich mal. Hier mal ein paar Beispiele:
- Ein Auto kostet in Deutschland nicht die Hälfte
- Ein Mobiltelefon kostet in Deutschland nicht die Hälfte
- Lebensmittel kosten in Deutschland nicht die Hälfte

Und by the way gibt es sogar Sachen, die in Deutschland teurer sind, Ein klassisches Beispiel wäre der Sprit. Und wenn euch der Lebensunterhalt zu teuer ist, dann werdet doch Grenzgänger - in Deutschland wohnen und in der Schweiz arbeiten. Dann bleibt sicherlich Ende des Monats einiges auf der Kante.

Lau | 28. Januar 2013 - 15:54

@JoMue:
97%. HAHA! Danach würde es tatsächlich einen Ingenieurmangel geben, da ja fast niemand durchkommt. Ich bin noch so frisch drinnen, das ich weiß, das bei uns rund 60 Prozent durchgefallen sind. Selbst das ist noch zu viel, aber das ist ein anderes Thema. Und das ich immer irgendwen kenne: tut mir sehr leid. Aber 1. habe ich nur einen Abschluss gemacht und war nicht noch, wie du ja scheinbar, an der FH und am besten noch BA und hab einen Doktor gemacht.

Ich kann nur schreiben, was ich erlebt habe und was ich von Freunden aus Schule, Studium und Freundeskreis höre.

"FH und Uni sind im Ganzen mittlerweile sehr ähnlich."

Das ist ein Zitat von dir. Du bist sicher zur Zeit an Uni und FH eingeschrieben, um solche Aussagen zu treffen, oder?! Komm mal ein wenig runter von deinem viel zu hohen Ross!

Ole | 28. Januar 2013 - 06:08

@bauinghel:
Projektarbeit ist eigentlich nicht schlecht. Insbesondere, wenn man mehr Geld verdienen will. Ich habe das in Deutschland fuer 5 Jahre gemacht. Damals, also von 2002 bis 2007, wurde das auch sehr nachgefragt, weil viele Unternehmen einfach nicht die Auftraege fuer Festangestellte hatten. Das Problem kommt dann spaeter. Ich hatte diverse Gespraeche mit Personalabteilungen, in denen man mir vorwarf, das mein Lebenslauf zu "unruhig" ist.

Was damals als besonders erstrebenswert galt und in einigen Artikeln die "Generation der Projektarbeiter" genannt wurde hat heute jeder Personalchef vergessen. Normalerweise bekommt man fuer Projektvertraege zwischen 20 und 30 % mehr als der Festangestellte mit vergleichbarer Arbeit.

Jörg | 26. Januar 2013 - 14:02

Sorry, 97 % Durchfallquote sind einfach nur lächerlich - nicht mehr ernst zu nehmen. Da hat der Prof. / Dozent einfach nur versagt - entweder beim Schreiben der Prüfung, oder bei der Lehre. Beides spricht nicht für eine gute Hochschule.

bauinghel | 26. Januar 2013 - 13:32

Liebe Kollegen,
in den Beiträgen hier geht es wohl meist um langfristige Arbeitsverträge. Bauen ist aber Projektgeschäft, sodass ständig Projekt-Teams auf- bzw abgebaut werden. Häufig werden sehr kurzfristig Leute gesucht. Was meint Ihr: Verdienen Leute die so jobben eher mehr oder weniger pro Monat? Und welche Vergütung passt wohl zu der unten einkopierten Anfrage? Bitte nur seriöse Antworten von Berufserfahrenen. Danke.

Sehr geehrter Herr (aus Berlin),

für ein Projekt in Düsseldorf suche ich einen Bauingenieur für 10 -12 Monate. Es geht um die Erstellung eines Industriekomplexes.
Aufgaben:
- Koordination und Überwachung des Baufortschritts
- Dokumentation der Bauausführung
- Kontrolle der Lieferanten
- Behördenkontakt

Kenntnisse:
- HOAI 1-9
- Leistungsverzeichnisse
- Ausschreibeverfahren

Bei Interesse und Verfügbarkeit bitte um Rückmeldung.
Mit freundlichen Grüßen / Kind Regards
Consultant

JoMue | 25. Januar 2013 - 18:03

Leider wirkt dieses Forum mittlerweile sehr unseriös! Die Aussagen von Lau sind äußerst lächerlich- tut mir leid... Lau kennt immer irgendwen von irgendwo her der irgendetwas schlechter macht als andere... An einer großen FH in Hessen würde man sich in TM und Mathe etc. über 60 % freuen. Vorletztes Semester TM 92 % Durchfallquote.

Anstatt zu versuchen, die FH-Abschlüsse nieder zu machen, sollte man sich eher Gedanken machen, ob nicht das duale Studiensystem oder noch besser, das Fernstudiensystem Sgd, Its etc. den Berufsständen schaden. FH und Uni sind im Ganzen mittlerweile sehr ähnlich. Ausnahmen gibt bei Unis genau so wie bei FH´s. Zu diesem Themen in diesem Forum werde ich mich demnächst enthalten.

Equilibrium | 24. Januar 2013 - 12:58

Da unser 4800-Euro-Kandidat den letzten Beitrag ja leider im falschen Thread geschrieben hat, zitiere ich ihn mal kurz:
Zitat Franz: "Ergänzung zu meinem Beitrag:
Abschluss: Herbst 2012, 3 Jahre FH (Bachelor), Arbeitsort Schweiz
Bruttolohn 13 x 4800 EUR = 62.400 Jahresgehalt
Nach drei Jahren Berufserfahrung sollten dann schon gegen 80.000 Euro drin liegen."

Dazu kann ich nur sagen: Wenn jemand in einem deutschen Bauingenieurforum bei der Gehaltsangabe verschweigt, dass er in der Schweiz arbeitet, dann ist die Gehaltsangabe ohne Wert. Selbstverständlich verdient man in der Schweiz mehr. Aber dort reden wir über drastisch höhere Lebenskosten.

Laut gehaltsreporter.de kann man den €-Betrag für eine vergleichbare Stelle in Deutschland verdoppeln und das €-Symbol durch CHF ersetzen. Würde jemand also in Deutschland 40.000 Euro/a verdienen, müsste er in der Schweiz 80.000 CFH/a verdienen. Das sind dann umgerechnet ca. 64.500 Euro. Das passt tatsächlich zum Jahresgehalt von Franz.

Das Preisniveau (inkl. Miete) in Zürich liegt übrigens 60 % über dem von Berlin. In Genf sind es +51%. (Quelle: ubs.com). Also Franz: Willkommen im Club und viel Spaß beim Einkaufen!

Equilibrium | 23. Januar 2013 - 17:36

@biene:
Zitat Biene: "Wieso soll ich meinem Vorgesetzten erklären was er falsch macht? Verstehe nicht was Du damit meinst"

Nachfolgend habe ich Dir mal ein paar Auszüge aus Deinen Beiträgen zusammen gestellt:

"... Jeder Chef, der auch nur einen Funken Ahnung hat, weiß das. ..."
"... dürfte allerdings auch jedem klar sein."
"... Das stimmt so nicht. ..."
"... es ist aber nicht so, ..."
"... Da wird auch noch ein Umdenken stattfinden müssen ..."
"... Denkt mal darüber nach. ..."

Du neigst dazu, Deine persönliche Meinung als unantastbare und allgemeingültige Wahrheit zu definieren und versuchst dann mit missionarischem Eifer andere Menschen davon zu überzeugen. Was dabei oft zu kurz kommt, sind belegbare Fakten bzw. belastbare Angaben aus seriösen Quellen. Stattdessen extrapolierst Du gerne aus wenigen Einzelfällen (hauptsächlich aus Deinem eigenen Studentendasein) auf die Allgemeinheit (und zwar hauptsächlich auf die gesamte Gruppe berufstätiger Bauingenieure). Und dabei machst Du Dir auch gar nicht erst die Mühe, zwischen Bauleitern, Statikern, Prüfingenieuren etc. zu differenzieren. Und schon wird mal eben der Uni-Absolvent zum einsamen Forscher abgestempelt, weil ja nur FH-Absolventen mit real existierenden Praxisproblemen konfrontiert werden. Die Welt kann ganz schön schlicht und einfach sein, wenn man sie sich selbst zusammen bastelt.

Ich habe schon viele Leute erleben dürfen, die sich gerade am Anfang des Berufslebens für zu wichtig genommen haben und bei denen dann eine Lücke zwischen ihrem Auftreten und der vorhanden Kompetenz klaffte. Wenn ich bei Deinen Beiträgen zwischen den Zeilen lese, dann habe ich das Gefühl, dass Du tatsächlich in Deinem nächsten Job Gefahr läufst, Dich selbst und Dein erlerntes Wissen zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Und dann passiert es plötzlich von ganz allein, dass Du als neue Kollegin den erfahrenen Kollegen (inkl. der Vorgesetzten) die Welt des Bauwesens ganz neu erklären möchtest. Die werden begeistert sein! (Achtung Ironie)

Hornisse | 23. Januar 2013 - 13:31

Interessant ist folgender Fall:
Alter des Delinquenten: 23 Jahre
Beruf: Industriekaufmann
Anstellung: Kaufmännischer Leiter eins Finanzdienstleisters in Hamburg
Gehalt: 4.350 EUR NETTO!!! pro Monat

In der unteren Hälfte des Artikels steht etwas zum Gehalt: http://www.welt.de/regionales/hamburg/article...

Jetzt darf sich jeder denkende Zeitgenosse ausmalen, wie "leitend" der oben beschriebene Angestellte mit seinem stolzen Erfahrungsschatz wohl real war und wie Gehaltsstrukuren in anderen Branchen aussehen. Die Gehälter (reale Gehälter, nicht die der Spass- und Lobbyfraktion hier) der Ingenieure, insbesondere der Bauingenieure, sind ca. 100% zu niedrig.

Equilibrium | 22. Januar 2013 - 15:37

Zitat "Franz": "Wer mir nicht glaubt, dem kann ich gerne den Arbeitsvertrag zeigen."
Ich glaube Dir noch nicht einmal Deinen Vornamen. Seit wann gibt es an Hochschulen eigentlich Abgänger"klassen"? Bist Du vielleicht doch eher noch Schüler? Aber Humor hast Du ja!

Hornisse | 22. Januar 2013 - 12:13

Zitat Franz: "Übrigens die Anfangslöhne in unserer Abgängerklasse gingen bis 5.300 Euro hoch"
In welchem Land? Der Schweiz? Auch dort gehen Fachhochschüler in Zürich!! mit maximal ca. CHF 70k in den Beruf (wenn sie ein grosszügig zahlendes Unternehmen finden, was auch in der Schweiz zunehmend ein grosses Problem wird).

Deine Angaben wären bei 12 Monatsgehältern ohne jeglichen Extras ja gerademal lumpige 63.600 Euronen Brutto pro Jahr als Anfängereinstiegsgehalt? Für einen händeringendst gesuchten Bachelor FH in einer der stabilsten Boombranchen überhaupt? Das ist doch wohl nicht dein Ernst sich so dermassen unter Wert zu verkaufen?

Das Forum hier ist mittlerweile nicht mehr nur unseriös, das ganze hier entwickelt sich zu einer Sammelstelle für Baulobbyisten und Leuten der Spassfraktion. Schade eigentlich. Mit Leuten ala Franz und der Fraktion "Statiker mit 5 Jahren im Job als Sachbearbeiter und 65k Jahresgehalt" sind seriöse Diskussionen nicht möglich. Warum schaltet man dieses Forum nicht einfach ab und verlinkt direkt zu "werdebauingenieur.de"? Das spart dem Admins hier Arbeit und dort gibt es Lobbyistenpropaganda in flotter Aufmachung.

Lau | 22. Januar 2013 - 08:42

Also zum Thema FH: Ich kenne einige Leute, die an einer (ich sage mal bewusst nicht welcher) FH studieren, die ziemlich renomiert ist. Und die kriegen grade in den Abbrecher-Fächern alles geschenkt. TM, Statik, Mathe...alles Klausuren, die seit Jahren genau gleich gestellt werden. Wer da ohne 1 Komma rausgeht, muss schon mehr als hohl sein. Im Gegensatz zur Uni, wo weiterhin Durchfallquoten von rund 60 % in diesen Fächern normal sind. Das man versucht FH und Uni mit dem Master gleichzustellen, sieht man schon daran, dass es FH's mit Abschluss M.Sc. gibt. Die Frage ist, was die Unternehmen damit am Ende anfangen.

bau-insch | 22. Januar 2013 - 07:28

@Equilibrium:
Deinem Wunsch bzgl. dem Posting von Franz kann ich leider nicht nachkommen! Sondern ich bin der Meinung, dass die Leser wissen sollten, welch unseriösen Beitrag Franz m.E. da abgeliefert hat:

- "Ich habe ein FH Sudium Bachelor": Was jetzt, FH-Ing. oder Bachelor oder etwa beides?
- "Mein Einstiegsgehalt war umgerechnet 4800 Euro": Hoppla, schon wieder jemand außerhalb des Euroraums! Jedoch was vor allem von Interesse wäre, ist doch die Angabe, ob es sich dabei um den Monats- oder - vermutlich - den Jahresverdienst handelt. Falls Monatsverdienst, dann bitte zwingend zusätzlich das Jahresgehalt inkl. Gratifikationen angeben! Könnte ja sein, dass das Weihnachstgeld - wie in meinem Fall - bereits im Monatsverdienst enthalten ist. Des weiteren sollte bei einem seriösen Beitrag dieser Art IMMER angegeben werden, in welchem Jahr der Einstieg stattgefunden hat. Vermutlich definitiv erst nach 1990, gell ;-)

- "nach der Probezeit gab es bereits 160 Euro mehr": Ätsch Gäbele, bei mir waren es nach der Probezeit sogar 200 Euro mehr!
- "Ich finde schon, dass hier teilweise auf etwas hohem Niveau gejammert wird": Das darf jetzt aber nicht wahr sein bzw. meine Vermutung "4800 Euro = Jahresgehalt" ist also doch nicht so daneben? Franz, unter uns beiden: Wenn Du in der Haut von karabaja stecken würdest, der als bosnischer Bauingenieur gerade mal etwas über 500 Euro pro Monat verdient (vgl. sein Beitrag weiter unten vom 20. Juni 2012), dann könnte ich Deinen unter keinen Umständen akzeptablen Schlußsatz noch verstehen...

In eigener Sache:
Bzgl. meinem am 18. Jan. geposteten Beitrag möchte ich mich nach Möglichkeit selbst an die Vorgabe für biene halten, d.h. bis zum 11. Feb. keine Beiträge mehr schreiben zu wollen. Grund ist, dass ich zwar selbst Gott sei Dank keine extravertierte HSP (also von Geburt aus) bin. Jedoch habe ich aufgrund tragischer Umstände im Grundschulalter HSP-Symptome entwickelt, die selbstverständlich genauso wie HSP zu behandeln sind.

Franz | 21. Januar 2013 - 21:08

Wer mir nicht glaubt, dem kann ich gerne den Arbeitsvertrag zeigen. Übrigens die Anfangslöhne in unserer Abgängerklasse gingen bis 5'300 Euro hoch. Und ich mache wirklich keinen Witz. Klar gibt es Branchen wo man mehr verdient, aber es ist ja auch nicht so dass wir für einen Hungerlohn arbeiten.

Hans | 21. Januar 2013 - 10:19

@Franz: In München Zentrum vielleicht.
@Willy: Ich bin mir nicht sicher, ob das Wort "Tolerantheit" gibt...

Equilibrium | 21. Januar 2013 - 09:56

@all:
Ich würde vorschlagen, dass wir den Beitrag von "Franz" nicht weiter vertiefen. Da macht sich offenbar jemand einen Spaß und freut sich schon auf die ein oder andere hitzköpfige Antwort.

Franz | 20. Januar 2013 - 12:02

Ich habe ein FH Sudium Bachelor. Mein Einstiegsgehalt war umgerechnet 4800 Euro und nach der Probezeit gab es bereits 160 Euro mehr. Ich finde schon, dass hier teilweise auf etwas hohem Niveau gejammert wird.

FlipB | 18. Januar 2013 - 23:33

> Sicherlich gibt es auch, wie in dieser Diskussion bereits öfter dargelegt, genügend Ausnahmen.

Nö, die gibt es nicht. Auch für dich eine kleine Nachhilfe (wir Bauingenieure machen ohnehin vieles gratis, unser Job ist ja nicht viel wert, er ist einfach nur notwendig weil Gesetze das so definieren): Ausnahme-Chemiker vs Ausnahme-Bauingnieur. Na wer hat die 1000 EUR brutto mehr in der Tasche? ;)

> Seine Mitteilungen (1000 EUR weniger usw.) wiederholen sich einfach immer wieder

Was, kommt es echt so oft vor, dass man trotz einer soliden Uniausbildung grundlegende Dinge nicht verstanden hat? Oo Schade, dass sich Bauingenieure so oft belügen müssen um zum Schein zufrieden zu sein. Ach übrigens, hier eine Geschichte aus der Praxis: Ein Kollege soll 2 Projekte bauphysikalisch bearbeiten, nichts großartiges. Angebot gelegt, Anruf erhalten, Anruf an den Chef weitergeleitet und runterhandeln lassen (Der Chef hat ja keine andere Wahl sonst Kunde weg). Mein Kollege überlegt sich nun wo er den Preisnachlass wieder reinholen kann.

Seine Ideen sind: Fenster "irgendwie" dimensionieren, wozu nen wirtschaftlichen Schallschutz? Kurz in der Norm nachgeblättert, passt, das nimmt er, egal wieviel Schallschutz schon die dicke Wand hergibt. Die unwirtschaftlichen Fenster zahlt sowieso der Bauherr. Der Glasvorbau überhitzt garantiert im Sommer, da probiert er doch gleich mal einen extrem niedrigen Gesamtenergiedurchlassgrad, wozu sich in Sinne der Wirtschaftlichkeit runtertasten? Hm und wie macht sich so ne "schicke" Außenjalousie? Egal, niedrigster z-Wert und gut ist. Zahlt auch der Bauherr. Hm, gleich daneben ist noch son Glasvorbau, aber der ist weiter weg von der Straße, eigentlich wären das niedrigere Anforderungen an den Schallschutz. Egal, kopiert einfach den Text vom näher liegenden Glasvorbau zum weiter von der Straße entfernt liegenden und hat damit den gleichen Schallschutz definiert.

Nächste Idee: Gutachten binden, siegeln und ab damit zur Post, nur bloß keine Diskussionen mit dem Architekten anfangen und darauf aufmerksam machen, dass die Gläser sauteuer ausfallen werden und ja keine Diskussion darüber anfangen, ob man bei der Wärmedämmung nicht noch 2 cm abnehmen kann. Und wenn es doch auffällt? Egal, das Gutachten ist schon gebunden und gesiegelt, also prompt ein Nachtragsangebot legen. Problem? Lösung.

bau-insch | 18. Januar 2013 - 22:30

@biene:
Schade, dass Du offensichtlich nicht in der Lage bist, zwischen den Zeilen zu lesen. Was ich damit meine? Meine Tipps habe ich Dir vor allem deshalb gegeben, damit Du endlich aufhörst, uns anderen hier die kostbare Zeit - die wir leider benötigen, um Deine unerfahrenen Kommentare zu entkräften - zu stehlen. Sorry, ich will Dir ganz sicher nicht zu nahe treten. Aber ich frage mich, warum Du ständig ins gleiche Horn blasen musst. Kann es sein, dass Du eine HSP bist? Noch nie gehört? Dann schaue Dir doch mal den sehr interessanten Vortrag an:

http://www.evelynrittmeyer.de/ERC_Vortrag_Hochsensibilitaet.pdf

Demnach ist jeder 6. Mensch auf dieser Erde eine HSP. Jedoch sind die meisten davon introvertiert, was ich mir bei Dir aufgrund Deiner Beiträge nicht so richtig vorstellen kann. Aber es gibt auch wenige extravertierte HSP, welche es gemäß diesem Vortrag ganz besonders schwer haben. Kann es sein, dass Du zu dieser Gruppe gehörst und nur deswegen ständig immer weiter machst, weil Du möglicherweise ein ausgeprägtes (Un)Gerechtigkeitsempfinden hast? Vielleicht muss Dir aber auch einfach mal jemand Deine Grenzen bzgl. diesem Thread aufzeigen, oder?

Vorschlag: Ich könnte Dir noch einige weitere Tipps geben. Jedoch mache ich zur Bedingung, dass Du hier in diesem Thread ab sofort bzw. nach Veröffentlichung dieses Beitrags sowie bis mindestens einschließlich 11. Feb. keinen einzigen Beitrag mehr schreibst. Selbstverständlich auch kein rühriges Dankesschreiben und dergleichen. Meinst Du, das ab sofort angehen zu wollen? Bist Du bereit? Falls ja, dann schreibe ich spätestens am 14. März diese Tipps. Falls nein, dann eben nicht. Bin echt gespannt auf Deine Reaktion bzw. ob Du überhaupt gewillt bist, auch auf diesen Beitrag hier nicht ein einziges Wort zu entgegnen. Du musst halt immer das letzte Wort haben, gell ;-)

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