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Mittwoch, 03. März 2021
Ausgabe 7135 | Nr. 62 | 20. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 15

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Magnus | 16. März 2013 - 08:40

@TWP65:
Das für den einstellenden Vorgesetzten der anspruchslose, immer fleißige und kluge Mitarbeiter deutlich angenehmer ist, glaube ich gerne. Trotzdem ist es im Sinne einer individuellen Gehaltsoptimierung sinnvoller, immer das obere Ende der Latte zu fordern. Das hier für den 1,0 FH Absolventen - der nebenbei an Feierabend promoviert - ein anderer Betrag in Frage kommt als für den 4,0 Uniabsolventen der sich nach 12 Jahren ins Ziel geschleppt hat, sollte klar sein. Aber wenn man nicht fragt und nicht bereit ist, von Zeit zu Zeit mal zu wechseln, kommt man nicht richtig weiter. Wenn sie mit wenigen Fragen die Guten von den Schlechten trennen können, spricht das für ihre große Menschenkenntnis und Fachkenntnis. Die meisten Vorgesetzen die ich hatte, verfügten nicht über diese Fähigkeiten.

Die Gefahr, das große Teile der Ingenieurtätigkeit ins Ausland verlegt werden, sehe ich nicht so. Ich wüßte sogar keinen Fall, wo das im Bereich der Konstruktion geklappt hat. Wenn Sie hier andere Erfahrungen besitzten, wäre das mal interessant zu hören. Gibt es eigentliche das NAD für den EC 2 auf Englisch ?

In andere Bereiche zu schauen ist in der Tat nicht schlecht. Hier wird man feststellen, das die große Welle des Outsourcing vorbei ist. Besonders erfolgreich sind Unternehmen,die es geschaft haben, eine Teil der Arbeit auzulagern und internationale Wertschöpfungketten aufzubauen ( VW vs. Peugeot).

@kluge:
Was würden Sie den jungen Menschen empfehlen? Soziologie oder Germanistik?

Weiser Riese | 15. März 2013 - 09:04

@PM:
Ein Wechsel ist kurzfristig nicht geplant, eher mittelfristig in ca. 24 Monaten. Ich bin stets an neuen Geschäftsbeziehungen interessiert: [email protected]

kluge | 14. März 2013 - 20:57

Hallo,
die Hoffnung, dass sich die Situation durch den Grundsatz - "Angebot und Nachfrage regeln den Preis" - verbessert, dürfte sich durch die explodierenden Studienanfängerzahlen (in 2011 ca. 17.500) bei einem von der Bauindustrie definierte Bedarf von ca. 4500 Nachwuchsingenieuren pro Jahr endgültig sterben.

Der Tsunami der Absolventenzahlen erreicht ab 2015 in "voller Härte" den Arbeitsmarkt einer Industrie, deren Perspektiven durch belastbare Fakten wie die demografische Entwicklung nur eine Richtung besitzt. Welche bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.

Hornisse | 14. März 2013 - 15:13

Wer nicht weiss wie er den Märchenerzähler (Franz) einschätzen soll, hier mal eine Meldung zur Schweizer Baukonjunktur, die Franz' "Erfolgsgeschichte" in noch viel strahlenderem Licht erscheinen lässt:

"Die Umsätze im Schweizer Bauhauptgewerbe sind im vierten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent gesunken. Für das gesamte Jahr beliefen sich die Umsätze auf rund 18,9 Milliarden Franken, das sind 3,9 Prozent weniger als 2011."

In solch einer Situation erhöht man natürlich einem blutigen Anfänger mit Bachelor Abschluss (FH), der naturgemäss in den ersten 2-3 Jahren nichts selbständig bearbeiten kann sondern ständiges Mentoring benötigt und damit nicht gewinnbringend ist, erstmal das Gehalt nach 5 Monaten um 5%.

Solche Ausnahmen befinden sich naturgemäss alle als Gäste hier im Forum. So wie Franz, der nach 5 Monaten schon solch ein gewinnbringendes Asset für die Firma darstellt, dass man ihm aus Angst vor den vielen Headhuntern (die sicherlich schon auf ihn aufmerksam geworden sind) erstmal das Gehalt auf das Niveau der Kollegen mit 5 Jahren Berufserfahrung erhöht.

PM | 14. März 2013 - 14:41

@Ole:
Das mit dem Flippen hat Herr FlipB höchstpersönlich übernommen. Ich frage mich allerdings ob er das wirklich ernst meint was er da schreibt, einfach provozieren möchte, die Beiträge der letzten Woche nicht gelesen oder einfach nicht verstanden hat.

FlipB | 14. März 2013 - 00:13

Dass man schon Schweizer Stats auspacken muss um zu zeigen "wie gut es der Branche" geht und dass man auf Busfahrer zurückgreifen muss, zeigt schon die Hilflosigkeit jener, die versuchen die Branche schön zu reden. Typisches Lobbyistensprech eben, wie z.B.: "Wenn man gut ist, kann man...", "wenn man mobil ist, kann man...", immer der gleiche Schwachsinn. Interessant, dass vergleichbare Techniker anderer Fachrichtungen diese Probleme nicht haben. "Wenn man gut ist, kann man..." bedeutet in anderen technischen Fachrichtungen 80 k € mit 5 Jahren Erfahrung, in der Opferbranche sind es wohl 50 k €... "wenn man eben gut ist" *Augenroll*

> da der Busfahrer den Bus ganz alleine lenkt

Aja, na zum Glück hat sich der Bus von alleine konstruiert und gebaut, da wurde ganz bestimmt kein Maschinenbauer benötigt, wozu auch. Zurück zur Realität: Der Maschinenbauer, der den Bus entworfen hat, wurde angemessen entlohnt. Unter anderem dafür, dass er Verantwortung übernommen hat. Nicht nur über Menschenleben sondern auch über eine wirtschaftliche Bauweise. Erhobenen Hauptes darf er sich für angemessene Entlohnung täglich im Spiegel bewundern.

Der Grund, warum Busfahrer weniger verdienen ist der, dass es viel zu viele davon gibt. Von den Bauingenieuren kennt man das schon, auch hier gibt es deutlich viel zu viele. Busfahrer und Bauingenieure haben aber etwas gemeinsam: Die selbe Perspektivlosigkeit im Leben.

> Den (öffentlichen) Auftraggebern muss klar sein, dass sie sich oft strafbar machen und eventuell dadurch auch bei Klagen in Bezug auf Planungsfehlern dann oft sehr schlechte Karte haben.

Dann verklage als Planungsbüro einen Kunden von dir. Ich gehe stark davon aus, dass dein Kunde vor Begeisterung nur noch zu dir mit Aufträgen kommen wird. Ja genau. Er und dein Gehalt sind schneller weg, als du HOAI aussprechen kann.

Ole | 13. März 2013 - 06:42

@PM:
Jetzt kannst Du Dich warm anziehen, sobald Hornisse das liest flippt er wieder aus. Eigentlich habe ich auch nur eine Anmerkung zu Deinem Text. Ich arbeite seit Jahren bei nicht Deutschen Firmen und es ist viel besser als man glaubt. Ansonsten denke ich, hast Du in weiten Teilen die Situation gut beschrieben.

Hornisse | 12. März 2013 - 11:09

Jaja. Die guten alten Salärbroschüren und Gehaltserhebungen. Wenn es um die Einschätzungen der realen Situation in der realen Bauwelt geht, sollte man doch eher den Gehaltsangaben der Stellenanzeigen vertrauen. Die geben einen recht guten Eindruck der Lage. Ich hatte mir ja die Mühe gemacht mal ein paar davon hier zu posten. Zwei davon bezogen sich sogar explizit auf den Bereich Hochbautragwerksplanung in der Schweiz. Die dortigen Gehaltsangaben sind eindeutig. Alles andere ist heisse Luft.

TWP65 | 12. März 2013 - 11:02

@Hornisse:
Die Stadt ist FFM. Dazu muss man wissen, dass dieses Angebot 40 Überstunden / Monat beinhaltet, welche nicht vergütet werden. Weiterhin, dass diese Stelle seit August 2012! ausgeschrieben ist!! Das lässt auf die Qualität der meisten Bewerber schließen.

@PM:
Ganz dunkle Zeiten in der Baubranche haben wir wohl jetzt. Wie kommen sonst Stundenlöhne auf den Baustellen von 1 Euro / Stunde (siehe Bericht FR) zustande. Dunkler kann es wohl kaum werden. Die letzten 5 Jahre hat die Baubranche in Deutschland überwiegend von Konjunkturpaketen gelebt, die 2008 realisiert wurden. Nur diese Pakte laufen jetzt aus. HOAI ist ein Papiertiger solange keine zentrale Abrechnungsstelle analog der BVS oder ärztlichen Verrrechnungsstelle geschaffen werden. Bis dahin kann man reinschreiben was man will, der Markt reagiert auf die Nachfrage.

Im Übrigen wurde bereits diskutiert, die HOAI abzuschaffen, da diese wohl nicht EU-konform ist. Wo gibt es im EU-Ausland eine HOAI? Kann also noch kommen. Um ein halbwegs vernünftiges Bild über den Beruf des Bauingenieurs zu bekommen, ist es nicht von Vorteil die eigene Situation auf die Allgemeinheit zu extrapolieren. Vielmehr sollte man sich an dem Durchschnitt orientieren und da sieht es dann etwas anders aus.

PM | 12. März 2013 - 08:59

@Weiser Riese:
Bist du an Berlin gebunden? Interessiert an einem Wechsel?
Grüße PM

Franz | 11. März 2013 - 20:13

@Hornisse:
Das Inserat ist alles andere als repräsentativ. Schau dich mal in Zürich um. Bern geht es wirtschaftlich sehr schlecht und es liegt auf der Grenze zur französisch sprechenden Schweiz, da werden die Löhne schon fast auf französischem Niveau entrichtet.

Franz | 11. März 2013 - 20:09

Der Chef wird seine Gründe haben. Er hat gemeint, dass ich so produktiv arbeiten würde, wie zwei durchschnittliche Berufsanfänger (was ich ja auch bin). Also kommt der Chef unter dem Strich noch immer bedeutend günstiger mit mir, als wenn er sich auf dem Arbeitsmarkt umsehen würde. Der Arbeitsmarkt ist ziemlich ausgetrocknet. Es beklagen sich fast alle, dass man auf dem Markt kaum mehr gute Bauingenieure erhält, ausser man macht Ihnen mit dem Salär einen Anreiz, dass Sie bereit sind die Stelle zu wechseln, so läuft das.

Und ich rate jedem einfach nicht klein beizugeben. Wenn man halbwegs etwas kann, dann findet man innerhalb von zwei Tagen eine neue Stelle. Also lohnt sich durchaus dem Chef klar zu machen, entweder Salär rauf oder man ist schneller weg als er denkt. Spätestens in einem halben Jahr werde ich beim Chef wieder antraben.

PM | 11. März 2013 - 15:20

@Charly:
Danke für deine Zustimmung. Hier im Forum wird man ja sofort von einer Heerschaft als Lügner und Lobbyist abgestraft, wenn man etwas "Gutes" über den Beruf als Bauingenieur schreibt. Da tut es gut auch mal jemanden auf "seiner Seite" zu wissen. Es liegt in der Natur des Menschen, dass sich immer eher diejenigen zu Wort melden, die unzufrieden sind.

Zum Thema HOAI habe ich letzte Woche in München einen Architekten getroffen, der an der Novellierung zur HOAI 2013 mitarbeitet. Er hat versichert, dass spätestens im Juni/Juli die HOAI 2013 herausgeben wird. Seiner Meinung nach mit deutlichen Verbesserungen.

Er hatte auch seine ganz spezielle Meinung über Kollegen, welche sich auf Sätze deutlich unter den HOAI-Sätzen einlassen und hat auf unterschiedliche BGH-Urteile hingewiesen. Den (öffentlichen) Auftraggebern muss klar sein, dass sie sich oft strafbar machen und eventuell dadurch auch bei Klagen in Bezug auf Planungsfehlern dann oft sehr schlechte Karte haben. Kann jeder mal "googlen"!

PM | 11. März 2013 - 14:59

Zitat TWP65: "...sondern in der Realität mit 20 Ingenieuren sprechen, die mindestens 15-20 Jahre im Beruf sind. Das ist eine zutreffendere Quelle."

Genau davon würde ich abraten. Eher mit Jungingenieuren sprechen, die 5-10 Jahre Erfahrung haben. Inzwischen ist es oft so, dass Jungingenieure mit 5-10 Jahren Erfahrung mehr verdienen als Kollegen mit 20 Jahren oder mehr an Erfahrung. Traurig ab wahr. Das liegt eben daran, dass ältere Kollegen, die wirklich ganz dunklen Zeiten in der Baubranche mitgemacht haben und teilweise einfach "verlernt" haben zu fordern und still "leiden".

Ich kann jedem nur raten sich mal zu bewerben und einfach zu fordern. Man muss ja nicht wechseln, aber es ist interessant was der Markt im Moment hergibt. Aber TWP65 sagt ja richtig: "Bewerber gibt es viele, die in der heutigen Zeit brauchbar sind ganz wenige. Was heute gesucht wird, sind Ingenieure mit einem großen Erfahrungsschatz und entsprechenden Projekten." Hier stimme ich dir voll und ganz zu. Genau davon hatten wir es schon Monate vorher, dass man sich eben von der Allgemeinheit abheben muss um was zu verlangen. Und das dies eben auch besondere Leistungen und Anstrengungen mit sich bringt. Beispiel Auslandseinsatz.

Allerdings verstehe ich unter Auslandseinsatz, nicht im Ausland bei ausländischen Unternehmen zu arbeiten, sondern für ein Deutsches Unternehmen Projekte im Ausland abzuwickeln. Das ist aber nicht nur bei den Bauingenieuren so, sondern auch bei den Maschinenbauern. Das sehe ich ja bei uns im Anlagenbau ganz genau. Ausnahmen sind im Moment die Elektroingenieure. Die sind hart umworben.

Die ewige Litanei mit der Verantwortung lasse ich nicht gelten. Ein Schulbusfahrer hat in meinen Augen mehr Verantwortung als ein Tragwerksplaner, da der Busfahrer den Bus ganz alleine lenkt und keinen "Prüf"fahrer im Falle eines Falles mit im Boot sitzt. Interessant finde ich allerdings auch wie gut sich Hornisse auf dem deutschen Arbeitsmarkt auskennt, obwohl er seit 2005 (seit 8 Jahren) nicht mehr in Deutschland lebt und arbeitet, sondern in der Schweiz. Dann kommen auch noch solche Aussagen von ihm: "Bei einem 80k (Anm. CHF) Bruttogehalt (welches es für Fachhochschul-Bachelor defakto nicht gibt, selbst in Zürich nicht!)...."

Diese Aussage ist schlichtweg falsch. Ich hatte im Jahr 2005 bereits 80.000 CHF/anno in Zürich, als Dipl-Ing. (FH). Vermutlich war der Beitrag von „Schweizer“ am 31. Januar 2013 - 13:10 an Hornisse gerichtet: "Jedem deutschen Auswanderer in der Schweiz kann ich die Salärbroschüre der Swiss Engineering empfehlen (allenfalls kostengünstiger eine letztjährige Version). Denn ich stelle immer wieder fest, dass Deutsche oftmals keine Ahnung vom Lohn- bzw. Preisniveau der Schweiz haben und so durch ungewolltes Lohndumping auffallen. Ein Ergebnis der Salärbroschüre gibts auch online abzurufen.

http://www.staufenbiel.ch/bewerbung-karriere/gehalt/einstiegsgehalt-ingenieure-und-architekten.html

Ansonsten lassen sich auch Auszüge der Salärbroschüre per google finden. Tabelle: Einstiegsgehälter nach Region. Aufgefallen ist mir sofort der eklatante Unterschied zwischen Fachhochschule und Uni ;-) Wie gesagt habe ich ebenfalls ab 2005 bis 2011 in der Schweiz gearbeitet. Erst als Bauführer und später im internationalen Anlagenbau. Allerdings ab 2007 als Grenzgänger. Bei meinem Wechsel zu einem deutschen Anlagenbauer musste ich keine Gehaltseinbußen einfahren und das bei besseren Arbeitsbedingungen (weniger Wochenarbeitszeit und mehr Urlaub/Feiertage). Also sogar eine Verbesserung.

Auch ich schlage Hornisse ein Treffen vor indem ich alle meine hier getroffenen Aussagen beweisen kann, da ich eben auch im Grenzgebiet zur Schweiz wohne. Nur eben auf Deutscher Seite.

Hornisse | 11. März 2013 - 12:27

Zitat TWP65:
"Ein Bekannter mit fast 23 Jahren Berufserfahrung hat sich zur Zeit bei einem der größten Ingenieurbüros in Europa auf die Stelle eines Abteilungsleiters beworben. Er kann die Stelle
haben, Gehalt ca. 63000 Euro brutto."

Wenn die Stelle in einer Stadt wie HH, München oder FFM ist, dann ist dieses Gehalt aber anders zu bewerten als in z.B. Dortmund. Trotzdem ist es, egal welche Stadt, natürlich viel zu gering für die enorme Verantwortung und den Stress. Allerdings sind diese Gehälter nunmal die Realitäten, mit denen wirkliche Ingenieure in der wirklichen Welt ausserhalb dieses Forums konfrontiert werden.

Darf man fragen um welche Stadt es sich handelt - oder falls Du das nicht sagen möchtest, um welche Region (hohe/mittlere oder billige Lebenshaltungskosten)?

Hornisse | 11. März 2013 - 12:08

Komisch, dass ein @Franz schon nach weniger als 6 Monaten eine 5% Gehaltserhöhung bekommt. Das ist, genau wie die Höhe seines geposteten Gehaltes, äusserst ungewöhnlich. Normalerweise wird nach 1 Jahr gemeinsam mit dem Chef geschaut wie es gelaufen ist.

Und der Bereich Tragwerksplanung ist auch in CH ein äusserst hart umkämpfter Markt mit Mikro-Margen (sehr oft zahlen die Büros drauf). Das nur mal so nebenbei bemerkt. Die realen Gehälter sind gemäss folgenden Stellenanzeigen für jeden denkenden Menschen zu erahnen. Franz ist scheinbar, wie auch andere "Spezialisten" hier im Forum, eine absolute Ausnahme.

http://www.bauingenieur24.de/stellenmarkt/stellenangebot/...

Gehaltsbenchmark: 60T Euro = 73-75k CHF für einen Absolventen. Gehaltsbenchmark: ca. CHF 85-90k für einen Tragwerksplaner mit 5 Jahren Berufserfahrung

http://www.careerstructure.com/JobSearch/JobDetails...

Defakto bezahlt man einem @Franz mit seinen 5 Monaten im Job das gleiche Gehalt wie einem erfahreneren Kollegen mit 5 Jahren auf dem Buckel. Ganz grosses Tennis wird hier im Forum gespielt!

TWP65 | 11. März 2013 - 11:23

@Magnus:
Das sind einseitige Sichtweisen ohne Berücksichtigung der betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Fordern kann man viel, ob man auch die entsprechende Leistung bringt steht auf einem ganz anderen Blatt. Darüber hinaus wird hier wieder einmal das Wirtschaftsprinzip - die Nachfrage bestimmt das Angebot - vernachlässigt. Ich habe schon viele Tragwerksplaner in einem Vorstellungsgespräch erlebt, die entsprechend selbstbewußt mit bestimmten Gehaltsvorstellungen angetreten sind. Nach ein paar fachlichen Fragen, war das Selbstbewußtsein und der Gehaltwunsch ganz schnell dahin. Bewerber gibt es viele, die in der heutigen Zeit brauchbar sind ganz wenige.

Was heute gesucht wird, sind Ingenieure mit einem großen Erfahrungsschatz und entsprechenden Projekten. Der kann auch etwas verlangen. Bei den Anderen wird es bei der Wunschvorstellung bleiben. Was glauben Sie denn wird in der Zunkunft für eine Nachfrage da sein? In einem Land in dem viele Bundesländer, Städte und Kommunen faktisch insolvent sind? Da bin ich einmal gespannt. Warum werden denn im gewerblichen Baubereich ausschließlich Arbeitnnehmer aus dem nahen Osten zu Minilöhnen rekurtiert? Und diese Entwicklung soll vor den Planungsbüros halt machen? Wohl eher nicht. Es ist besser etwas globaler zu denken und die Entwicklungen außerhalb des Ingenieurwesens zu sehen, denn diese bestimmen in erster Linie.

Magnus | 10. März 2013 - 10:06

@TWP65:
Zitat: "Sei erst etwas bescheiden und zeig erst einmal deine Leistung, dann sehen wir weiter".

Das ist leider der falsche Ansatz! Wenn man erst mal irgendwo angefangen hat, ist es in der Regel schwieriger, Gehaltsforderungen durchzusetzten. Die Vorstellung, das es da den "gütigen und allwissenden" Vorgesetzten gibt, der das Gehalt an die Leistung anpasst, ist etwas naiv. Natürlich muss man mit der Gehaltsforderung in seinem Gehaltsspektrum bleiben, aber hier sollte man immer nach dem oberen Bereich oder sogar etwas höher zielen. Wenn der Arbeitgeber einen haben will, wird er das bezahlen oder zumindest ein Gegenangebot vorlegen.

Die Arbeitsmarksituation ist zur Zeit eigentlich ganz gut, so dass man keine schlechte Verhandlungsposition hat. Übertriebene Bescheidenheit ist eines der Hauptprobleme von Tragwerksplanern. Das gilt nicht nur für Gehaltsforderungen sondern auch für Honorarforderungen. Die Schere im Kopf - mit dem Bezug auf scheinbare Realitäten - ist bei vielen übermächtig.

Franz | 09. März 2013 - 16:24

Hallo,
ich habe nur gut 5 Monate Berufserfahrung. Als Abschluss habe ich nur einen viel belächelten Bachelor. Da mein Chef mit meiner Leistung (Tragwerksplanung) sehr zufrieden ist, hat er mein monatliches Bruttogehalt (Umrechnungskurs 1 Euro = 1.25 Fr) auf 5200 EUR (bei 13 maliger Auszahlung im Jahr) hochgeschraubt.

Mir ist schon klar, dass es Branchen gibt, die gehaltsmässig in einer anderen Liga sind. Aber meiner Meinung nach wird hier auf sehr hohem Niveau gejammert. Denkt mal an die Verkäufer, Coiffeure etc. die den Gürtel bedeutend enger schnallen müssen als wir.

Charly | 08. März 2013 - 15:32

@Bautiger Tom:
Bzgl. Deiner Anfrage vom 26. Feb. möchte ich Dich lediglich darauf hinweisen, dass sich "bau-insch" in diesem Thread hier Anfang Jan. 2013 (?) bereits zur Problematik der in der Regel sehr schlecht bezahlenden mittleren und kleinen Ingenieurbüros geäußert hat. Konkret dürfte das Problem wohl mit der oftmals nicht auskömmlichen Honorierung der zu erbringenden Leistungen zusammenhängen.

Auch hat er die Hoffnung geäußert, dass es wohl dieses Frühjahr bzw. ansonsten noch vor der Bundestagswahl eine Novelierung der HOAI geben soll. Dabei soll es auch wiederholt vorgebrachte Forderungen der an der Novellierung beteiligten Ingenieurbüroinhaber hinsichtlich einer deutlichen Erhöhung der Honorarsätze geben.

@PM:
Danke für Deine beiden Beiträge vom 4. März! Du hast mir sozusagen "aus dem Herzen" gesprochen!

TWP65 | 08. März 2013 - 13:57

Zur Ausgangsfrage: Ist ein Gehalt von 2700 Euro brutto mit 4 Jahren Berufserfahrung angemessen? Die durchschnittlichen Arbeitnehmerverdienste werden in vierteljährlichen Verdiensterhebungen durch das Bundesamt für Statistik festgestellt. In Abhängigkeiten von Leistungsgruppen werden hier die durchschnittlichen Bruttoverdienste angegeben. Für das letzte Quartal im Jahre 2012 wurden für den Wirtschaftszweig Architektur- und Ingenieurbüro folgende durchschnittliche Gehälter angegeben:

Leistungsgruppe 4: ca. 2500 Euro Brutto
Leistungsgruppe 3: ca. 3274 Euro Brutto
Leistungsgruppe 2: ca. 4215 Euro Brutto
Leistungsgruppe 1: ca. 6283 Euro Brutto

Dabei stellt die Leistungsgruppe 3 Fachkräfte mit schwierigen Fachtätigkeiten und Berufserfahrung dar. Die Leistungsgruppe 2 sind "herausgehobene Fachkräfte" mit sehr schwierigen bis komplexen Tätigkeiten. Die überwiegend selbstständig ausgeführt werden. Dazu gehört Dispostions- und Führungsaufgaben im begrenzten Maße gegenüber anderen Mitarbeitern. In der Leistungsgruppe 1 bewegen sich Arbeitnehmer in leitender Stellung mit Aufsichts- und Dispositionsbefugnis.Hierzu gehören z.B. angestellte Geschäftsführer.

Insofern wird man sich mit 4 Jahren Berufserfahrung wahrscheinlich am Rande zur Gruppe 3 bewegen. Daher könnte das Gehalt - je nach realer guter Berufserfahrung - etwas höher als 2700 Euro liegen. Der überwiegende Teil der Beschäftigten wird sich im Segment 3 bewegen. Das zeigt auch die Realität.

Was bei vielen Diskutanten hier festzustellen ist, ist der große Mangel an betriebswirtschaftlichem Denken. Wer glaubt, dass er aufgrund eines Abschlusses als Master, Bachelor oder der guten Performance im Bewerbungsgespräch eingestellt wird, irrt gewaltig.

Es zählen nur die harten Fakten, besteht die berechtigte Aussicht, dass dieser potentielle Mitarbeiter seine Kosten deckt und darüber hinaus einen Gewinn erwirtschaften kann?

Insofern bin auch ich etwas überrascht über die Gehaltsüberlegungen einiger Diskutanten hier, welche dazu noch nie oder wenig in diesem Beruf tätig waren. Wie und durch was wollen denn diese Protagonisten ihren Gehaltswunsch rechtfertigen? Ich mag bezweifen, ob sich diese Absolventen schon einmal darüber Gedanken gemacht haben, WAS SIE DAS UNTERNEHMEN KOSTEN:

Hier sei der Ratschlag erteilt: "Sei erst etwas bescheiden und zeig erst einmal deine Leistung, dann sehen wir weiter".

Da sich immer mehr Ingenieure und gewerbliche Arbeitnehmer aus dem Ausland hier zu "Dumpinglöhnen" verdingen wollen, erscheint die Frage gerechtfertigt, wie deutsche Ingenieure in der Mehrzahl im Ausland ihr Glück finden sollen (wollen)?

Die Einbahnstraße läuft doch genau in die andere Richtung. Aufgrund mangelnder Perspektiven (Überschuldung der Länder, der damit verbundenen Sparmaßnahmen) im Ausland suchen doch viel mehr Menschen aus dem Ausland hier ihr Glück.

In diesem Zuge sei auf eine Stellenausschreibung aus der Schweiz in diesem Forum hingewiesen. Hier wird ein erfahrener Ingenieur als Projektleiter gesucht, Gehalt 60.000 Euro brutto.

Ein Bekannter mit fast 23 Jahren Berufserfahrung hat sich zur Zeit bei einem der größten Ingenieurbüros in Europa auf die Stelle eines Abteilungsleiters beworben. Er kann die Stelle
haben, Gehalt ca. 63000 Euro brutto. Aus diesen Zusammenhängen ist es mir unverständlich wie hier besonders von Berufsanfängern solche Gehaltsvorstellungen postuliert werden können. Das ist eine Farce.

Wer wissen will was er von dem Beruf des Bauingenieurs erwarten kann, sollte sich nicht auf diese Beiträge hier im Forum verlassen, sondern in der Realität mit 20 Ingenieuren sprechen, die mindestens 15-20 Jahre im Beruf sind. Das ist eine zutreffendere Quelle. Dann kann man entscheiden, möchte man für diese Verdienstmöglichkeiten diese Verantwortung tragen?

JoMue | 07. März 2013 - 20:07

@Hornisse:
Da ich als Bauleiter in Deutschland viel unterwegs bin, schlage ich Dir ein Treffen vor. Ich bring Dir meinen Arbeitsvertrag, Zeugnisse und meine Promotionszusage mit. Ich würde aber sodann auch gern deine Qualifikationen und deine Bezahlung erfahren. Nebenbei eine Promotion zu machen, habe ich nie behauptet! Das Eine schließt das Andere nicht aus, heißt für mich was anderes! Zumal eine Nebenbeschäftigung bei einem Promotionsstipendium auf 450 € begrenzt ist. Um wieder auf das Thema zurück zu kommen.

Wieviel Berufserfahrung hast du? Wie sieht dein Gehalt aus? Wieviel Gehalt bekommen deine ehemaligen Studienkollegen? Da hier Studienanfängern mit Beiträgen von Ingenieuren - die in Arbeit sind - geholfen werden soll, schlage ich vor, unseren Schlagabtausch zu beenden.

Hornisse | 06. März 2013 - 21:06

@Ole:
Es geht doch letztendlich darum den angehenden Studenten eine faire Chance zu geben, sich über den Beruf und seine branchenspezifischen Eigenheiten, wie z.B. Bezahlung, Arbeitszeiten, hohe Verantwortung etc pp, zu informieren. Wer sich dann dafür entscheided, voila.

Wie du schon so richtig sagst "jeder trifft seine Entscheidung selber". ABER. Dann sollte man wenigstens so viel Sportsgeist besitzen die Karten auf den Tisch zu legen und nicht nach gutem alten deutschen Lobbygeist- und Interessen Lügengebilde ala "Bauingenieursmangel" und "hervorragende Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten für Bauingenieure" in die Welt setzten. Das ist alles andere als Fair Play. Aber wenn du sowas gut und richtig findest, bist Du ja auch nen tougher Typ.

Ich bin mit meiner Situation in CH übrigens gar nicht unzufrieden. Ich bin aber fair genug jetzt hier nicht damit rumzuprahlen - eben weil ich auch genau weiss, dass die Schweizer Gehälter nicht mit deutschen Einkommen vergleichbar sind. Nur weil ich selber, im Vergleich zu Deutschland, gut verdiene, heisst das ja nicht, dass mir die Situation der Kollegen in D am Allerwertesten vorbei gehen muss. Es gibt auch so etwas wie eine soziale Verantwortung, schau mal im (Fremdwörter) Lexikon nach.

Weiser Riese | 06. März 2013 - 13:12

Hallo,
nach langem Mitlesen in diesem Forum möchte ich nun auch meinen Beitrag leisten:
Arbeitsort: Berlin / Wochenarbeitszeit: 40 h (Überstunden werden abgebummelt oder auf Wunsch ausgezahlt f=1,0) / Jahresurlaub: 30 Tage / Anzahl Monatsgehälter: 13 / Jahresbrutto: 48.000 € (keine weiteren Benefits)
Tätigkeitsfeld: "Rechenknecht" im internationalen Anlagenbau
Berufserfahrung: 5 Jahre TWP Hochbau, 7 Jahre Anlagenbau
Höchster Bildungsabschluss: Dipl.-Ing. (FH)
MfG

Hornisse | 06. März 2013 - 12:50

Zum Thema Gehälter der Baubranche, hier mal eine Kostprobe der zu erzielenden Gehälter bei Auslandseinsätzen: Eckdaten: mindestens 10 Jahre Berufserfahrung wird erwartet und es werden $72k/annum Brutto (also ca. € 55k Brutto/Jahr) bei bezahlter Unterkunft geboten.

http://www.careerstructure.com/JobSearch/JobDetails...

Die Vorstellungen über die Höhe angemessener oder guter Gehälter sind ja offenkundig sehr unterschiedlich. Vor allem unter den Arbeitstieren (Ingenieursberufe). Ich persönlich empfinde das oben stehende Angebot als ein typisches Angebot für Ingenieure im Ausland (kann hier gerne noch mit ähnlich gearteten Beispielen aufwarten). Wer meint dass das attraktive Anstellungsbedingungen sind: Gratulation. Bauingenieur ist in diesem Fall die richtige Berufswahl.

Ole | 05. März 2013 - 05:17

@FlipB:
Ich war von 1995 bis 1999 in Polen. Damals gab es dort kaum besser qualifizierte Bauingenieure. Ich habe dort Fertigteile hergestellt. Eigentlich ganz spannend und zumindest damals eine brandneue Anlage. Die meisten Teile wurden dann nach Deutschland exportiert. Soviel ich weiss ist dort heute immer noch ein Deutscher Ingenieur beschaeftigt. Die Anlage steht in Stargard Szczeciński, das ist 20 km oestlich von Stettin. Nach Berlin braucht man von dort heute zirka 2 Stunden. Damals gab es dort noch die alte Reichsautobahn aus Beton und ich denke mein Rekord nach Berlin war fast 3 Stunden.

@Hornisse:
Da hast Du Dir doch Deine Antwort selbst gegeben. Du bewertest Freunde und Familie hoeher als Deine Arbeitsbedingungen. Wieso Du Dich allerdingst beschwerst, wenn Du in der Schweiz lebst, weiss ich nicht. So grausam bezahlen die Eidgenossen doch eigentlich nicht. Jeder trifft seine Entscheidungen. Ich habe mich erst mal fuer meinen Beruf entschieden - und hey es gibt Menschen ueberall und man kann sich sogar mit denen unterhalten und anfreunden. Du wirst dich wundern, das es sogar moeglich ist eine Partnerin zu finden die mitgeht.

Ich bleibe bei meinem Ansatz. Jeder trifft Entscheidungen und ich finde es echt unerwachsen, wenn man sich anschliessend darueber beschwert, das etwas nicht so klappt, wie man es sich vorgestellt hat. Niemand hat Dich gezwungen Bauingenieur zu werden, Niemand zwingt Dich in der Schweiz zu leben und niemand haelt Dich fest. Du bist ein freier Mensch und das koennen von den 7 Mrd Menschen auf dieser Welt bei weitem nicht alle von sich sagen.

PM | 04. März 2013 - 10:18

Zitat Hornisse: "Dann können sich auch angehende Interessenten ein entsprechendes Bild des Berufes und der Branche machen und ihre Entscheidung darauf basierend fällen." Hoffentlich erkennen die Interessenten dann auch den Frust, der in deinen Beiträgen steckt und nehmen diese nicht zu ernst. An dieser Stelle wiederhole ich mich gerne nochmals: Wenn man bei der Berufswahl die (momentane) Verdienstmöglichkeit zu weit oben auf die Prioritätenliste setzt, wird man sowieso unglücklich später. Auf der Liste sollte ausnahmslos Interesse und Neigungen oben angeordnet sein. By the way: Sind das so schlechte Aussichten?

http://www.bauingenieur24.de/url/700/2494

Noch was: Ich würde das Anfangsgehalt nicht überbewerten. Hier ist es wichtiger, den Einstieg in meine Traumfirma, Traumbranche, Traumfachrichtung etc. zu finden. Nach zwei Jahren sieht die Welt und Verhandlungsposition dann schon ganz anders aus.

PM | 04. März 2013 - 09:59

@Ole, GT und JoMue:
Zitat Hornisse: "Irgendwelche Haarspaltereien, wie von deinem Alter-Ego @PM hier desöfteren vorexerziert, darfst du dir schenken" was Hornisse/Sehbär mir hiermit sagen wollte ist mir nicht bekannt. Weiterführende Erklärungen und Erläuterungen sind bei Hornisse unerwünscht, da sonst die selbst zusammengereimte Wahrheit ja nicht mehr passt.

Wenn jemand erzählt, dass er gut verdient, zufrieden und glücklich als Bauingenieur arbeitet, passt das natürlich nicht in die leidende Opferrolle von Hornisse. Und natürlich sind ALLE Lügner, denen es nicht mindestens genauso schlecht geht wie ihm. Und die Arroganz und extreme Überheblichkeit gegenüber den "billigen" und "minderwertigen" FH-Ingenieuren ist kaum zu übertreffen. Das sagt eigentlich schon alles über den Charakter aus. Ich bin sicher, du arbeitest auch in der Schweiz total unterbezahlt (wenn überhaupt), deine Schweizer Kollegen lachen über dich und du fühlst dich wohl in deiner Opferrolle. Ich stehe nach wie vor zu meinen Beiträgen.

FlipB | 02. März 2013 - 03:23

> Ich war bereits in China, Polen, Suedliches Afrika und jetzt seit fast 3 Jahren in Indien.

Warum sollte man einen Bauingenieur aus Deutschland nach Polen zu Traumgehältern schicken? Komisch, als ich ebenfalls in diese Richtung wollte, hat man mir lokale Arbeitsverträge angeboten (zu lokalen Gehältern selbstverständlich). Einer hat sogar offen zugegeben, man würde in Polen über der gesetzlich erlaubten jährlichen 150 Überstunden arbeiten und das würde nicht entlohnt. Abgesehen davon, "produziert" Polen selbst auch Bauingenieure an ihren Unis, wozu "importieren"?

biene | 01. März 2013 - 19:37

Ich möchte mal etwas zur Anregung in den Raum werfen. Ein Grundschullehrer bekommt A12 (wenn verbeamtet), ein Bauingenieur TvöD 10-13. Normaler Lehrer A13 wenn verbeamtet. Ausrechnen könnt ihr euch das ja selber (Tvöd in google eingeben). Für mich heißt das, ein Grundschullehrer bekommt mehr als ein Bauingenieur FH / Bachelor im öff. Dienst i.d.R (zumindest die ersten Jahre).

Dabei kenne ich einige, denen das Ingenieurstudium zu schwer war und die nun erfolgreich Lehrer, BWler, Architekt oder ähnliches sind. Das kann es nicht sein! Fazit: Der öff. Dienst zahlt für gute Ingenieure deutlich zu wenig. (und nicht für Lehrer zu viel) Da kann doch keiner mehr mit Motivation dabei sein, wo ist da der Ansporn?

Hornisse | 01. März 2013 - 13:56

@Ole:
Was ich noch vergessen hatte: Der Thread hier und einige andere Internetplattformen sollten eigentlich einer EHRLICHEN Reflexion über die Baubranche dienen. Dann können sich auch angehende Interessenten ein entsprechendes Bild des Berufes und der Branche machen und ihre Entscheidung darauf basierend fällen.

Es reicht aber nicht, nur darauf hinzuweisen, dass jeder sein eignen Glückes Schmied sei, man selber heldenhaft ein Nomadenleben führt um der Lage in Deutschland zu entgehen und gleichzeitig ein ernsthaftes Infrage-Stellen der offensichtlichen Phantasiegebäude hier (ich sage nur Statiker mit 5 Jahren und 65k Jahresbrutto) kritisiert.

Nicht jeder kann und will so leben wie du. Nicht jedem sind regelmässige Kontakte zu Freunden / Familie und Bekannten egal. Und es gibt auch Menschen die haben, wie soll ich es sagen, ein natürliches Bedürfnis nach Nähe zum anderen (oder auch eigenen) Geschlecht, also Partner/Partnerin. Darüber solltest du mal nachdenken.

Hornisse | 01. März 2013 - 13:41

@Ole:
Wer sagt dir, dass ich in Deutschland lebe? Ich habe mich anno 2005 aus Deutschland verabschieded. Ebenso wie du wegen der miserablen Bedingungen in der Branche. Mittlerweile lebe ich wieder in "Schlagdistanz" zu Deutschland - in der Schweiz. Das Rumreisen, so wie du es machst, ist auch nicht unbedingt der Königsweg. Jedenfalls für die meisten Leute. Viele mögen einen festen Freundes- und Bekanntenkreis. Der lässt sich nur schwerlich aufbauen/halten, wenn man alle 3 Jahre den Kontinent wechselt.

Charly | 28. Februar 2013 - 17:45

@Bautiger Tom:
Was mich betrifft, so bin ich gezwungenermassen bereits seit Herbst 2008 in der IG BAU Mitglied geworden. Jedoch ist es m. E. bis jetzt noch absolut unüblich, dass Bauingenieure die dort angebotenen Leistungen in Anspruch nehmen.

Ole | 28. Februar 2013 - 07:42

@Bautiger Tom:
Ich werde den Gewerkschafts-Thread gerne mal erstellen. Ich weiss nicht, ob das hier bekannt ist aber ich lebe seit Jahren nicht mehr in Deutschland. Ich habe mich wegen besserer Perspektiven vor Jahren aus Deutschland verabschiedet und ich habe das bisher nie bereut. Ich weiss nicht, ob ich so der richtige Ansprechpartener fuer Arbeitnehmervertretung in Deutschland bin.

Meine Meinung zu den Gehaeltern ist auch klar. Die Gehaelter der Bauingenieure in Deutschland sind eigentlich nur verglichen mit den Gehaeltern anderer Ingenieurgruppen eher schlecht. Verglichen mit dem Durchschnittseinkommen sind Bauingenieure immer noch gut bezahlt. Zumindest im Durchschnitt.

@Hornisse:
Vielleicht waere Ausland auch was fuer Dich. Ich war bereits in China, Polen, Suedliches Afrika und jetzt seit fast 3 Jahren in Indien. Ich verdiene wirklich sehr gut und wenn Du es in Deutschland so unertraeglich findest, waere das doch mal eine Moeglichkeit. Mein Lebensmotto ist: "Verantwortung fuer das eigene Leben uebernehmen". Du kannst hier schreiben, was Du willst und Menschen als Luegner hinstellen, aber gewonnen hast Du damit nichts.

Dein Gehalt ist immer noch nicht besser und Deine Arbeitsbedingungen haben sich auch nicht veraendert. Wenn Dir Dein Leben so grausam erscheint warum machst Du nicht etwas anderes? Niemand zwingt Dich. Du lebst in einem freien Land und kannst Dein Leben frei gestalten. Niemand wird Deine Situation fuer Dich veraendern, egal wie laut Du schreist.

Ole

GT1951 | 26. Februar 2013 - 19:51

@JoMue:
Lass dich doch auf die Kommentare von Hornisse nicht mehr ein. Das ist zumindest für mich nicht mehr ernst zu nehmen. Ich finde deine Angaben sehr plausibel. Als Master mit vorangegangener Ausbildung sollten es allerdings schon mehr als die 43k sein.

Wie du bereits sagtest, es gibt Firmen, die keinen Unterschied bei den Abschlüssen machen. Allerdings ist jemand mit 6+4 Sem. (Master) und Spezialisierung besser qualifiziert als jemand mit 6 Sem Bachelor. Der Master ist für eine Spezialisierung gedacht und muss auch mehr verdienen. Sonst kann sich der Ingenieur-Bachelor das ja schenken.´Master: Auf Stellen bewerben, wo auch ein Master/TU Diplom gefordert ist.

Hornisse | 26. Februar 2013 - 13:43

Zitat JoeMue: "Wer hat von einer Promotion nebenbei gesprochen?"

@JoeMue:
Eigentlich wollte ich auf deine Phantasiegeschichten nicht mehr reagieren. Ich tue es dennoch, ein letztes mal.

Du selbst hast hier unter deinem Nick JoeMue geschrieben, dass du als 1.0 Absolvent vor kurzem als Bauleiter in einem hessischen Dorf für 51k + Auto (plus versprochener Gehaltserhöhung um 3 % wenn 6 Monate abgelaufen sind) angefangen hast. Etwas später dann kam die Wasserstandsmeldung von dir, dass du nun einen Doktor machen wirst. Auf Rückfragen woher denn nun auf einmal die Sprunghaftigkeit kommt, war deine Antwort, dass du deine aktuelle Stelle gar nicht aufgibst. Ergo bleibt wohl nur die Möglichkeit, dass du deine Promotion nebenbei machen wirst.

Irgendwelche Haarspaltereien, wie von deinem Alter-Ego @PM hier desöfteren vorexerziert, darfst du dir schenken. Geschichten ala "meine Firma stellt mich für die Jahre der Promotion frei" ebenso. Aber ich bin mir ziemlich sicher, du tischst hier irgendeine (eine haarsträubende) Story auf. Phantasiegeschichten des Bauleiters, der halbtags auf der Baustelle rumspringt und die andere Hälfte des Tages an der Uni über seiner Promotion brütet braucht ebenfalls kein Mensch.

Abgesehen davon, dass Promotionsstellen in Ingenieurwissenschaften vom Zeitaufwand einer 100 % Stelle gleich kommen und zu 99.99 % mit einer Tätigkeit am Lehrstuhl des Professors verbunden sind. Aber du bist natürlich wegen deiner herausragenden Leistungen als Maurer und FH-Student eine Ausnahme. Der erste Bauleiter mit Promotionsambitionen, der nochdazu als Fachhochschulabsolvent von der Uni so sehr als Doktorant begehrt ist, dass man ihm hier Sonderrechte einräumt.

Das alles lässt sich von dir aber sehr einfach klären: An welcher Uni machst du deinen Doktor und bei welchem Professor? Easy. Falls deine Geschichte stimmt. Falls nicht, darf man wohl die üblichen gestelzten Plattheiten (sehr ähnlich einem @PM hier) erwarten.

Bautiger Tom | 26. Februar 2013 - 11:24

Anscheinend muss ich meinen Beitrag vom 20. Februar 2013 - 14:00 noch modifizieren, da es noch eine kleinere Gruppe gibt als die kleinen Unternehmen. Alle Gehälter sind Brutto und ohne Sonderzahlungen (Urlaubsgeld/Weihnachtsgeld= 40 % vom Bruttogehalt nach dem 1. Beschäftigungsjahr,....13.Gehalt nach dem 10.Beschäftigungsjahr)

Selbstständige Architekten-/Ingenieur-/Planungsbüros (NRW, tarifregister.nrw.de)- >> tarifdaten aus Branchen.
2646 € - 3000 € Bruttomonatsgehalt
31752 € - 36000 € Bruttojahresgehalt
(1.Jahr Start im Betrieb - 4. Jahr im Betrieb)
Maximal sind in solchen Büros 4000 €/Monat (egal wieviel Berufsjahre) drin! Die Arbeitszeiten sind bei 40 h/Woche vertraglich festgelegt. Der Tarif wurde von ASIA und VERDI verhandelt. Im Gegensatz dazu steht die Grundvergütung von Bauingenieuren auf selbiger Seite bei 5368 €/Monat gültig ab Juni 2012 mit einer 40 h/Woche >> Grundvergütung nach Berufen/Bauingenieur.

Wenn ich so manche Beiträge lese kommt es mir vor als ob das Standard in Deutschland ist! Wenn dem so ist dann muss ja jeder Absolvent in den Öffentlichen Dienst gehen, wenn er in der Freien Wirtschaft nicht mehr bekommt! Kann mir jemand der erfahrenen Bauingenieure (auch Arbeitgeber) mal erklären ob das auch so bei mittleren Unternehmen zum Standard wird oder nicht?

Vielen Dank für jede Antwort, MfG Bautiger Tom

JoMue | 25. Februar 2013 - 18:52

Folgende Gehaltsbereiche sind für Bauingenieure als Einsteiger möglich:
Bachelor: 40.000 bis 43.000
Diplom: 40.000 bis 45.000
Master: 43.000 bis 50.000
Es gibt auch Firmen, die keinerlei Unterschiede zwischen den Abschlüssen machen. Diese Gehaltsbereiche basieren auf eigenen Erfahrungen sowie den Angaben meiner ehemaligen Studienkollegen (Insgesamt 16 Erfahrungen).

@Hornisse:
Wer hat von einer Promotion nebenbei gesprochen? Ingenieure glänzen mit Fakten, bist du wirklich Ingenieur? Leider scheinst du eine sehr negative Lebenseinstellung zu haben. Ich habe noch nie eine Aussage von dir gelesen, die Neulingen und/oder Interessierte weiterhelfen könnte. Erzähl doch mal von deinen eigenen Erfahrungen. Immer etwas schlecht zu machen oder doch besser zu wissen, ohne richtige Angaben zu machen, würde mir nicht weiterhelfen.

Bautiger Tom | 25. Februar 2013 - 13:52

> Was wir dringend brauchen ist ein branchenübergreifender Interessenverband, der ähnlich einer Gewerkschaft für Bauingenieure Gehälter/Urlaub und Arbeitszeiten aushandelt.

Dieser Satz von Ole aus dem Forum: Bauingenieure 40+ Ole 27. Juli 2007 - 12:03 zeigt mir persönlich, auf was wir uns hier in den Foren konzentrieren sollten. Wir sollten mal aktiv werden, dann ändert sich auch etwas in unserem Berufsstand. Klären wir doch mal ein paar grundsätzliche Fragen: Kann mal jemand vielleicht ein Forum aufmachen (Gewerkschaft Bauingenieure) für genau die Fragestellung? Vielleicht du Ole als erfahrener Bauingenieur.

1. Wie sollte unsere Gewerkschaft heißen? Vorschlag: Gewerkschaft deutscher Bauingenieure und Architekten, GDBA :). Die Architekten werden genauso gebeutelt wie wir als Ingenieure, wenn nicht noch schlimmer und die haben ja auch studiert. Nehmen wir diese dazu, so haben wir noch eine größere Gemeinschaft. Den vorgeschlagenen branchenübergreifenden Interessensverband von Ingenieuren sollte der VDI übernehmen, falls er dies überhaupt bewerkstelligen kann!

2. Hat jemand hier Erfahrungen in Gründungen von Gewerkschaften / Interessensverbänden? Gibt es vielleicht schon Interessensverbände, die sich für einen Zusammenschluss oder Hilfe zu Gründung gewinnen lassen? baumeister-online.de; verdi.de; VDI; VBI

3. Was sind unsere wichtigsten Forderungen? Mit einer politischen Begründung wenns geht, wie Horschti es schon sagte! Vorschlag: I. Schaffung einer Lohnuntergrenze (Einstiegsgehalt) für Ingenieur-/Architektenleistungen! Verhinderung von Dumpinglöhnen in der Wirtschaft. Das Studium muss sich lohnen und wie nach TVöD bei ca. 3000 €/Monat liegen. Da die HOAI nur Lohnobergrenzen schafft. / II. Eingrenzung von Überstunden! Die reguläre vertragliche Arbeitszeit muss 40/h betragen, alles was darüber hinausgeht sollte mit einem Stundenlohn von 18,75 €/h - 31,25 €/h abgegolten werden. Der Berufsstand Bauingenieur soll vereinbar mit einem Familienleben bleiben. Arbeitszeiten, die regelmäßig (mehr als 7 mal im Monat) 45 h/Woche überschreiten sind nicht hinnehmbar >> Vertrags-/Strafen für den Arbeitgeber! >> Neueinstellung von Jungingenieuren!?! / III. Festsetzung von Urlaubstagen! Da habe ich keine Ahnung, aber 30 Urlaubstage pro Jahr sind glaube ich üblich!

4. Mindestlöhne für Berufserfahrene! Verhinderung des Preisverfalls von Ingenieurleistungen im Baubereich! Berufserfahrene Bauingenieure, die 5 Jahre oder mehr gearbeitet haben sollen mindestens 4000 €/Monat verdienen um das Ansehen des Berufsstandes und der Ingenieurkunst zu sichern.

5. Bevorzugung von Ingenieurleistungen und Jung-/Ingenieuren aus Deutschland. Absolventen in Deutschland soll die Möglichkeit gegeben werden auch hier in Deutschland tätig zu werden und nicht ins Ausland abwandern zu müssen.

6. Regelmäßige Anpassung der Gehälter an die Lebenserhaltungkosten in Deutschland.

Vielleicht fällt ja den berufserfahrenen Bauingenieuren (Arbeitnehmern und gute Arbeitgeber) unter euch ja noch mehr oder besseres ein! Ihr könnt gerne bessere Vorschlage und Begründungen angeben!

MfG Bautiger Tom

Charly | 23. Februar 2013 - 09:17

@Bautiger Tom:
Dir ist sicher bewusst, dass die Eingruppierung der Bachelor- bzw. FH-Absolventen bereits bei E9 beginnt?

@Lui:
Bei Deinen Gehaltsangaben handelt es sich bestimmt um das Bruttogehalt, oder? Dann bist Du derzeit sicher in E10, Stufe 1 und ab Herbst dann - nach vorheriger Überprüfung Deiner seitherigen Leistungen - in Stufe 2 eingruppiert. Was jedoch die von Dir erwähnten 200 Euro betrifft, so kannst Du diese m. E. problemlos auf 400 Euro verdoppeln und erst dann Deinem Bruttogehalt dazurechnen.

biene | 22. Februar 2013 - 17:01

@Lui:
Als Master (und auch als Bachelor) eindeutig zu wenig. Wobei das im Öffentlichen Dienst nach TvöD 10 nunmal das Gehalt ist.

Lobby | 22. Februar 2013 - 17:00

Schon interessant: In 2011 haben 17.530 bzw. in 2012 haben 16.302 mit dem Bauingenieur-Studium angefangen und die Bauindustrie redet bei einem von ihr selbst definierten "Ersatz - Bedarf" von 4500 p.a. weiterhin von einem drohenden Bauingenieur-Mangel?!

Bautiger Tom | 22. Februar 2013 - 15:14

Hallo Horschti,
ich danke dir für deine Antwort. Aber versuchen wir sachlich zu bleiben und Dinge wie:

-> Mit deinem Beitrag zeigst du eindrucksvoll, dass es vielen an wirtschaftlichen und sozialen/politischen Grundkenntnissen mangelt.
-> Bei deinem Wünschgehalt gilt:

zu vermeiden. In diesem Forum sind schon einige Anfeindungen entstanden, weil man den anderen vielleicht mißverstanden hat?! Und ich glaube wir mißverstehen uns! Das ist eine falsche verallgemeinerte Behauptung. Ich habe sehr wohl wirtschaftliche und soziale/politsche Grundkenntnisse! Mit dem Dank an biene meinte ich nicht, das mein Wunscheinstiegsgehalt bei 4000-4500 € liegt, sondern dass ich ihre Meinung aus vorherigen Beiträgen schätze, sich nicht unter Wert zu verkaufen. Ich habe nie gesagt was mein Wunscheinstiegsgehalt ist!

Ich bin Absolvent und habe versucht mit meinem Beitrag die Frage nach der Einschätzung des Stundenlohns für einen Bauingenieur einzuschätzen und mal zu überschlagen und Stundenlöhne abzuschätzen. Das ich als Berufseinsteiger natürlich Fehler in den Abschätzungen mache ist doch klar, oder? Stundenlöhne oder sonstige Gehaltszahlen für Berufseinsteiger abzuschätzen hat hier noch keiner versucht. Warum eigentlich der Bachelor an der Uni und der Master an der FH? Damit habe ich kein Problem beim Vorstellungsgespräch.

Habe meinen Bachelor an einer Uni fertig gemacht und bin wegen einer neuen Ausbildung meiner Frau mit ihr umgezogen. Die dortige Uni wollte mich wegen zu wenig Credit Punkte meines Uni-Bachelors nicht zum Master zulassen. Diese vergibt ihren Studenten ca. 60 Credits mehr als beim üblichen 180 C Bachelor. Deshalb habe ich mich für die letzte Möglichkeit in dieser Region entschieden und bin an die (Fach)Hochschule for Applied Sciences gegangen. Ich habe es nicht bereut und bin nun fertig.

MfG Tom

Lui | 22. Februar 2013 - 11:23

Hallo zusammen,

ich möchte etwas zu dem Thema dazusteuern. Bezogen auf den Öffentlichen Dienst. Also ich kann nur sagen, dass ich mit meiner Stelle im Öffentlichen Dienst, zufrieden bin. Erster Job seit circa 5 Monaten. Habe meinen Master an einer FH gemacht und liege zurzeit bei etwas über 2700 €. Ab September liege ich bei knapp 3000 € im Monat. Bei einer 39 Stundenwoche finde ich das ganz ok. Wohne in der Nähe vom Emsland, wo die Löhne allgemein nicht so hoch sind, nur zu Info.

Ich weiss auch das viele mit dem Lohn beim Öffentlichen nicht einverstanden sind, aber wenn man die Altersvorsorge mit einrechnet, die man als Angestellter erhält, dann sieht die Sache schon anders aus. Es werden jeden Monat um die 250 € in die Vorsorge eingezahlt von denen ich nur 50 € bezahle. Da ich auch eine hätte, wenn ich wo anderes arbeiten würde, können diese 200 € vom Arbeitgeber meiner Meinung nach auf den Bruttolohn draufgerechnet werden. So gesehen müsste ich wo anders 2900 € verdienen um den gleichen netto Lohn wie jetzt zu haben. Und ab September dann um die 3200 €. Oder sehe ich das falsch und es ist bei anderen Firmen so viel mehr drin? Finanziell gesehen.

Ole | 22. Februar 2013 - 06:21

Das mit der Gewerkschaft fand ich schon vor Jahren gut, wird aber immer wieder ignoriert. Wundert mich heute auch nicht mehr, wenn man sieht wie Bauingenieure sich darueber streiten, wer denn nun den besseren Abschluss hat. Irgendwie will immer jeder besser sein und den laengsten Schwanz haben. Das scheint der Industrie ansich egal zu sein, denn absolut betrachtet kann man nicht feststellen, das mehr FH Absolventen arbeitslos sind oder eben umgekehrt. Gehaltsunterschiede treten zumeist auch nur bei Behoerden auf.

Ich kann nicht feststellen, dass es jetzt einen akuten Mangel an Bauingenieuren gibt. Das halte ich in der Tat fuer dummes Zeug. Allerdings gibt es auch keinen erheblichen Ueberschuss, wie noch vor 10 Jahren. Ich denke wir haben zur Zeit eher eine ziemlich ausgewogene Arbeitsmarktsituation. Das heisst aber nicht, das man jetzt unmittelbar oder in naher Zukunft Traumgehaelter erwarten kann. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da war man froh das man ueberhaupt als Bauingenieur arbeiten durfte. Damals war man schon gut davor, wenn man nicht nur einen Zeitvertrag bekam.

Wie auch immer - mich wuerde mal interessieren, was sich Bauingenieure denn so als Gehalt wuenschen? Gebt doch mal ne Zahl an, die Ihr fuer vertretbar haltet. Moeglichst nach FH und UNI getrennt.

Charly | 21. Februar 2013 - 12:48

@Hornisse:
Dein Beitrag vom 15. Feb. lässt erkennen, dass Du schon sehr lange keinen anderen Arbeitsplatz mehr gesucht hast. Ansonsten würdest Du ganz sicher nicht behaupten, dass der schwarz auf weiß belegbare Fachkräftemangel bei den Bauingenieuren ein Märchen sein soll.

@Magnus:
Danke für Deine entlarvenden sowie erfrischenden Gedanken in Deinem Beitrag vom 14. Feb. - einfach köstlich!

Bautiger Tom | 21. Februar 2013 - 09:27

Hier noch ein Beitrag,
wie es sich mit dem Einstiegsgehalt ungefähr meiner Ansicht nach verhält habe ich ja schon erläutert. Mir stellt sich aber auch die Frage: Wie entwickelt sich mein Gehalt während meines Berufslebens von 40 Jahren?

Hierzu bin ich dem Beitrag von Bau-insch vom 12.01.2012 16:09 teil b) dankbar. Die Entwicklung von Gehältern ist beim TVöD gut festgehalten.

Für die Berufseinsteiger: Im Gegensatz zur freien Wirtschaft zählt bei der Einstufung der Gehälter im öffentlichen Dienst allein der akademische Grad. D.h. meine Einstufung in E11, E12 oder E13 wird abhängig gemacht ob ich Bachelor-/Diplom-FH, Master-FH/-Uni oder Dr. bin! Jeder der dann mit der Arbeit im öffentlichen Dienst anfängt, startet bei Stufe1 und erhält alleine durch seine Berufsjahre mehr Geld. Auch macht es einen Unterschied ob man beim Bund oder bei den Kommunen arbeitet. Bei den Kommunen wird man tendenziell besser bezahlt als beim Bund. oeffentlicher-dienst.info

Grundgehälter ohne Sonderzahlungen TVöD-Rechner 2013a:
Bruttogehalt nach E11/Kommunen (Vielleicht Bachelor/DiplomFH):
- ab Arbeitsbeginn (Stufe 1) etwa 2.800 bzw. 33.800
- ab dem 1. Berufsjahr (Stufe 2) etwa 3.100 bzw. 37.500
- ab dem 3. Berufsjahr (Stufe 3) etwa 3.300 bzw. 40.300
- ab dem 6. Berufsjahr (Stufe 4) etwa 3.700 bzw. 44.400
- ab dem 10.Berufsjahr (Stufe 5) etwa 4.200 bzw. 50.300
- ab dem 15.Berufsjahr (Stufe 6) etwa 4.400 bzw. 53.000

Bruttogehalt nach E12/Kommunen (Vielleicht MasterFH/Uni und DiplomUni):
- ab Arbeitsbeginn (Stufe 1) etwa 2.900 bzw. 35.000
- ab dem 1. Berufsjahr (Stufe 2) etwa 3.200 bzw. 39.000
- ab dem 3. Berufsjahr (Stufe 3) etwa 3.700 bzw. 44.400
- ab dem 6. Berufsjahr (Stufe 4) etwa 4.000 bzw. 49.100
- ab dem 10. Berufsjahr (Stufe 5) etwa 4.600 bzw. 55.300
- ab dem 15. Berufsjahr (Stufe 6) etwa 4.800 bzw. 58.000

Bruttogehalt nach E13/Kommunen (Vielleicht Doktoren):
- ab Arbeitsbeginn (Stufe 1) etwa 3.200 bzw. 39.100
- ab dem 1. Berufsjahr (Stufe 2) etwa 3.600 bzw. 43.400
- ab dem 3. Berufsjahr (Stufe 3) etwa 3.800 bzw. 45.700
- ab dem 6. Berufsjahr (Stufe 4) etwa 4.200 bzw. 50.200
- ab dem 10. Berufsjahr (Stufe 5) etwa 4.700 bzw. 56.500
- ab dem 15. Berufsjahr (Stufe 6) etwa 4.900 bzw. 59.100

Man sieht hieran also gut, dass ich im Laufe des Arbeitslebens irgendetwas zwischen 3000 € - 5000 € pro Monat bzw. 36000 € - 60000 € pro Jahr als Bauingenieur verdienen kann. Vielleicht sind das ja auch gute Anhaltswerte für die Ingenieurbüros in der freien Wirtschaft. Der Stundenlohn würde sich dann auf 18,75 €/h - 31,25 €/h (bei 40 h/Woche) für den Beruf Bauingenieur begrenzen.

Beispielsweise schlug Bau-insch damals vor E12 zu nehmen. Hierbei würde ich keinen Unterschied zwischen Bachelor, Master oder Diplom machen!:

Berufsanfänger mind. 3000 bzw. 36.000
Ab dem 1. Berufsjahr 3200 bzw. 38.400
Ab dem 5. Berufsjahr 3900 bzw. 46.800
Ab dem 10. Berufsjahr 4600 bzw. 55.200
Ab dem 15.-40. Berufsjahr bis zur Rente:) 48000 € bzw. 57600 €

Vielleicht hilft das dem ein oder anderen. Wobei ich persönlich erst mal mit 4000 € nach den 5. Berufsjahr zufrieden sein werde (Die gute Mitte).

@biene:
Dem was du mal gesagt hast würde ich etwas anhängen: Verkauft euch nicht unter Wert, aber lauft dem Geld nicht hinterher! Wenn die Arbeitsstunden, die Kollegen, die Arbeit, die Weiterentwicklungsmöglichkeiten gut sind, kann man dann nicht ein glücklicher und zufriedener Bauingenieur sein?

MfG Bautiger Tom

Zukunft | 20. Februar 2013 - 23:43

Die relativ geringe Anzahl von Bauingenieur-Studenten um die Jahrtausendwende hat momentan einen relativ guten Arbeitsmarkt für diese Berufsgruppe zur Folge. Auf die Gehälter hat dieses aber wie in zig- Erhebungen nachgewiesen, nur marginale Auswirkungen. Sie sind weiterhin das Schlusslicht beim Ranking innerhalb der Ingenieur-Bereiche. In dem Zusammenhang garantieren die ab dem Jahr 2008 explosionsartig ansteigenden Studentenzahlen (siehe beigefügte Übersicht vom Statistischem Bundesamt) eine Stabilisierung dieser Situation.

Wobei viele der Absolventen froh sein werden, wenn sie überhaupt einen Job erhalten. Aber genau dieses Szenario ist für die Bauindustrie nichts Neues, sondern der seit Jahrzehnten zu bewältigende Megatrend. Es handelt sich eben um eine Low Tech - Branche mit negativen Wachstumsaussichten (Stichworte Demographie, kaum noch umsetzbare Grossprojekte wie S21 etc.). Unerklärlich ist mir, dass es die Bauindustrie aber immer noch versucht und schafft, tausende von offensichtlich naiven Abiturienten in diese Sackgasse zu führen.

P.S.: Vergessen werden sollten bei diesen Betrachtungen natürlich nicht die Architekten, denen die gleiche, negative Zukunft bevorsteht.

Jahr Studienanfänger
1993 13 373
1994 13 818
1995 13 485
1996 12 335
1997 11 520
1998 9 908
1999 8 759
2000 8 425
2001 7 908
2002 8 123
2003 9 491
2004 8 814
2005 8 290
2006 8 086
2007 8 936
2008 10 701
2009 12 612
2010 14 535
2011 17 530
2012 16 302

GT1709 | 20. Februar 2013 - 17:09

@Tom:
Versuchs mit 4000-4500, du siehst ja was dann bei rum kommt. 40000 sind eher als Bachelor-Einstiegsgehalt möglich. Ich denke schon, dass die 4000 mit deiner Vertiefung möglich sind. Aber letztendlich ist es eine Verhandlung, die du führen musst.

@bauinsch:
Danke für "einige" deiner Beiträge und schade, dass du dich zurückgezogen hast.

Equilibrium | 20. Februar 2013 - 15:44

@Tom:
Ich finde es lobenswert, dass Du dem Gehaltsverfall bei den Bauingenieuren entgegen wirken möchtest und drücke Dir die Daumen! Aber Du solltest bei Deiner kleinen Rechnung eines nicht vergessen: Wenn ein Ingenieurbüro vom Auftraggeber ein Stundenhonorar für eine Tätigkeit erhält, dann kann dieses Honorar nicht einfach in den Bruttolohn den Mitarbeiters umgesetzt werden. Aus den Honoraren, die ein Büro erzielt sind "nebenbei" sämtliche Kosten des Büros abzudecken:

- Da wäre zuerst der Arbeitgeberanteil zu den ganzen Lohnnebenkosten (Krankenversicherungen, Rentenversicherung etc.). In Deinem Bruttolohn steckt ja nur der Arbeitnehmeranteil!
- Dann hätten wir noch Deine Bürokosten für Deinen Arbeitsplatz (Miete, Strom, Heizung, Wasser, Reinigung, Büromöbel etc.)
- Dazu noch Softwarelizenzen und andere laufende Ausgaben (Versicherungen), die Deine Arbeit überhaupt ermöglichen
- Da die Sekretärin des Büros nicht nach außen abgerechnet werden kann, muss ihr Gehalt von den "produktiven" Mitarbeitern erwirtschaftet werden.
- Auch der Chef des Büros wird sein Einkommen in der Regel nicht durch eigene Planungsleistung vollständig erwirtschaften, sondern sitzt häufig "unproduktiv" in Meetings oder telefoniert. Auch "sein Geld" muss durch abrechenbare Leistungen verdient werden.

Als grobe(!) Hausnummer würde ich mal schätzen, dass Du mindestens mit dem Doppelten Deines persönlichen Bruttostundenlohns nach außen abgerechnet werden musst, damit die Rechnung für das Ingenieurbüro aufgeht.

Horschti | 20. Februar 2013 - 14:22

@Tom:
Mit deinem Beitrag zeigst du eindrucksvoll, dass es vielen an wirtschaftlichen und sozialen/politischen Grundkenntnissen mangelt.
"also mittlere maximale Bezahlung des Bauingenieurs 46 €/h:
46 €/h x 160 h/Monat = 7360 €/Monat -> x 12 = 88320 €/a"

a.) selten wird nach Stunden abgerechnet
b.) Du berechnest die Einnahmen für das Büro. Davon müssen aber neben dem Bruttolohn noch weitere Kosten bezahlt werden:
- SV-Beiträge Arbeitgeberanteil
- deine Kranken- und Urlaubstage
- Kosten für Miete des Büros
- Kosten für Büroinfrastruktur
- die Säkreterin
- ... usw.
Um wirtschaftlich zu arbeiten muss man also das Brutto des AN mit dem Faktor 2,5 bis 3 multiplizieren. Bei deinem Wünschgehalt gilt:
-> 4.500 € brutto * 3 = 13500 € bei 160 anrechenbaren Stunden macht das 84,4 €/h. Das entspricht dem Stundensatz des Büroinhabers.

"3000 € / 160 h/Monat = 18,75 €/h"

Ein Monat hat nicht 4 sondern 4,3 Wochen!
3000 / (4,3 * 40) = 17,44 €/h -> Das ist ein Fehler von ca. 7%

"40000 €/a / 12 Monate/a"
Das es Jahressonderzahlungen gibt wurde hier bereits erwähnt.

"Wäre das nicht mal ein guter gesetzlicher Mindestlohn für uns Ingenieure, 20 €/h bei genau einer 40 Stundenwoche?"

Womit willst du die Forderung politisch begründen wo selbst die LINKE nur einen Mindestlohn von 10 €/h fordert?

"Warum gibt es eigentlich noch keine Gewerkschaft deutscher Bauingenieure?"

Weil eine Gewerkschaft in der zersplitterten Baubranche mit ihrer "Sub-Kultur" nichts ausrichten kann. Wenn bei VW am Band die Arbeiter streiken bleibt das Band stehen und der Umsatz geht zurück. Wenn bei Ingenieurbüro Erwin Müller zwei von fünf Mitarbeiter in den Streik gehen, dann müssen die anderen drei das ausbaden oder Erwin Müller kommt in Verzug, muss Vertragsstrafe zahlen und wird nicht mehr mit Folgeaufträgen bedacht. Die Aufträge bekommt dann Ewald Maier bei dem nicht gestreikt wurde.

Wenn du gut bist kannst du realistisch mit 45.000 p.a. in deine Bewerbungen gehen und dich dann noch etwas runterhandeln lassen. Wenn du deine 4.500 €/Monat d.h. ca. 55.000 € p.a. in das Anschreiben schreibst, wirst du wahrscheinlich von den meisten Unternehmen gleich aussortiert, da es als Indiz für Selbstüberschätzung oder völliger wirtschaftlicher Unkenntnis gewertet wird.

Warum eigentlich der Bachelor an der Uni und der Master an der FH? Sicher auch eine Frage die potentiell in einem Vorstellungsgespräch auftauchen wird.

Bautiger Tom | 20. Februar 2013 - 14:00

Hier noch ein bisschen Diskussionsstoff: Im folgenden sind ein paar Hilfen für Berufseinsteiger und Thesen die diskutiert werden können! Nach etlichen Forenbeiträgen und Statistiken aus dem Netz, bin ich für mich zu folgenden Einstiegsgehältern für Absoventen des Bauingenieurswesen in Deutschland gekommen:
Für kleine bis sehr kleine Unternehmen
3000 € - 3333 € Bruttomonatsgehalt
36000 € - 40000 € Bruttojahresgehalt
Die durchschnittliche Arbeitszeit sollte dabei zwischen 36-40 h/Woche liegen.

Für mittlere bis mittelgroße Unternehmen
3333 € - 3500 € - 3800 € Bruttomonatsgehalt
40000 € - 42000 € - 45000 € Bruttojahresgehalt
Die durchschnittliche Arbeitszeit sollte dabei zwischen 40 - 45 h/Woche liegen.

Für große bis sehr große Unternehmen
3800 € - 4000 € - 4166 € Bruttomonatsgehalt
45000 € - 48000 € - 50000 € Bruttojahresgehalt
Die durchschnittliche Arbeitszeit wird dabei sicherlich schnell zwischen 45 - 50 h/Woche liegen.

1. Die Gehaltsuntergrenze von 3000 €/Monat sollten wir als Berufseinsteiger nicht unterschreiten, dass sind wir unserem Berufsstand aus Sicht von Lohndumping sicherlich schuldig.
2. Zu hohe Einstiegsgehälter bringen nichts, da wir als Absolventen ja eh erstmal nichts wirklich können. Denn wir müssen ja noch eingearbeitet und angelernt werden. Wir sollten doch denen die lange schon im Beruf stehen mehr Achtung bei den Gehältern entgegen bringen! Diese lernen uns ja auch meistens an.
3. Für jemanden mit Bachelorabschluss liegt das Durchschnittsgehalt (keine Einsteiger), wie schon gesagt bei 3500 € Bruttomonatsgehalt.
4. Für jemanden mit Masterabschluss schätze ich mal liegt das Durchschnittsgehalt (keine Einsteiger), wie schon gesagt bei vielleicht 3800 € Bruttomonatsgehalt.
5. Ein Masterabschluss wiegt nicht immer unbedingt mehr als ein Bachelorabschluss (egal ob Uni oder FH), wenn der Bachelor schon 2 Jahre gearbeitet hat. Der Master berechtigt in erster Linie zur Promotion (egal ob Uni oder FH). Was früher den Unterschied zwischen Diplom (FH) und Diplom (Uni) ausmachte ist heute zwischen Bachelor (FH/Uni) und Master (FH/Uni) angelegt.
6. Die Einstiegs-/Gehälter variieren zwischen den einzelnen Disziplinen im Bauingenieurswesen stark (Statiker, Tragwerksplaner, Grundbauer, Verkehrsingenieure, Wasserbauingenieure, Städteplaner, Bauleiter, Betriebsleiter, Projektmanager uvm. Ja das sind alles Bauingenieure!).
7. Als Verhandlungsbasis bei den Gehältern größer 40000 € Bruttojahresgehalt sollte man sicherlich immer auf der 40 h/Woche verhandeln. Denn wenn man bereits 50 h/Woche vertragsmäßig arbeitet, wie soll ich denn dann noch Gehaltserhöhungen fordern.
8.Jede Arbeitsstelle und sei sie noch so hoch bezahlt führt bei mehr als 50 h/Woche unweigerlich zu Unvereinbarkeit von Familie und Beruf und im schlimmsten fall sogar zu Burnout(ca. 2 Jahre Arbeitunfähigkeit)
9. Der Ausgangspunkt für eine Lohnerhöhung sollte nicht allein auf die Stundenanzahl/Woche eingeschränkt sein (Man arbeitet eh mehr als 40h/Woche), sondern eventuell so diskutiert werden, dass bei gleicher Arbeitszeit bessere qualitative Ingenieurleistung erbracht wird.
10. Jeder muss für sich selber herausfinden mit was er zufrieden sein kann und neben dem Beruf auch noch sein Leben leben kann!

Wenn ich dann mal einen Einstieg in unseren Berufsstand gefunden habe würde ich persönlich gerne nach 5 Jahren Berufserfahrung als Bauingenieur M.Eng und B.Sc.mit Vertiefungsrichtung Wasserbau bei einem Mittleren Unternehmen gerne bei 4000 €/Monat liegen mit einer geregelten 40-45 h/Woche, Das soll mir reichen denn ich habe Frau und bald auch ein Kind zu versorgen. Vielleicht kann das ja als ein guter Mittelwert für unsere Ingenieurbranche dienen!

Ich hoffe das hilft dem ein oder anderen,
MfG Tom --> Bautiger Tom

FlipB | 19. Februar 2013 - 23:33

> 4000-4500 Brutto mit dieser Vertiefung sind aus meiner Sicht angemessen. Ein Professor sagt das nicht umsonst.

Stimmt, er bekommt dafür von der Lobby Geld. Und selbst wenn nicht, was soll er sonst berichten? Die Wahrheit? Über die Perspektivlosigkeit in der Baubranche? Damit ihm die Studenten ausbleiben und er seinen Job verliert?

PRO 21 | 19. Februar 2013 - 15:10

@Tom:
Die 45.000 Euro sind wahrscheinlich das Maximum was Du im ersten Jahr raus holen kannst. Unter 40.000 würde ich nicht gehen. Kommt aber auch ein bisschen darauf an, was Du wirklich direkt für eine Verantwortung übernehmen sollst und ob dein Arbeitgeber Dir das auch zutraut.

Die 4.000 bis 4.500 im Monat, die dein Prof meinte, entsprechen eher seinem Gehalt. Anbei mal die Zahlen für einen Prof in Bayern, unabhängig vom Familienstand.

http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte...

Professoren werden nach W1 bis W3 bezahlt. In der Regel nach W2. Stelle Dir nun selbst die Frage, wieso ein Arbeitgeber einem Neuling gleich viel zahlen soll wie deinem Professor?

Tom | 19. Februar 2013 - 11:42

@Biene:
Danke für deine Antwort, werde mich beim Berufseinstieg dafür einsetzen, dem Gehaltsverfall der Bauingenieure entgegen zu wirken. Die HOAI ist ja gut für die Abrechnung von Ingenieurleistungen bei Projekten. Die Anhaltswerte für einen Bruttostundenlohn in der HOAI Teil1 § 6, die als Obergrenze (Fest-/Höchstbetrag) dienen, sind ja schon mal gut: Für den Auftragnehmer 38 bis 82 € die Stunde. Für techische Mitarbeiter 36 bis 59 € die Stunde, also mittlere maximale Bezahlung des Bauingenieurs 46 €/h:
46 €/h x 160 h/Monat = 7360 €/Monat -> x 12 = 88320 €/a

Aber wo ist denn ein tariflicher Mindestlohn (€/h) für Jung-/Ingenieure des Bauingenieurs festgelegt, die als Arbeitnehmer in einem Ingenieurbüro arbeiten? Anhaltswerte liegen nur bei dem TVöD vor. Ca. 3000 - 3300 €/Monat Einstiegsgehalt. Das bedeutet also 3000 € / 160h/Monat = 18,75 €/h. Also mehr als 12,50 €/h bei Lebensmitteldiscountern sollten ja als Bauingenieur drin sein: 12,50 €/h x 160 = 2000 €/Monat. Nach Statistiken im Internet verdienen Berufseinsteiger ca. 40000 bis 42000 €/a in den Ingenieurberufen. wir sind ja dort als Bauingenieure ganz unten angesiedelt, also: 40000 €/a / 12 Monate/a / 160h/Monat = 20,83 €/h.

Wäre das nicht mal ein guter gesetzlicher Mindestlohn für uns Ingenieure, 20 €/h bei genau einer 40 Stundenwoche? Das wäre doch mal eine Diskussion Wert! 20-46 €/h Lohn als Ingenieur! Warum gibt es eigentlich noch keine Gewerkschaft deutscher Bauingenieure?. Die sollte mal schleunigst gegründet werden um gerade das zu vermeiden. Weitere Versuche einen Überblick von Einstiegs-/Gehältern als Bauingenieur für Berufseinsteiger zu erzeugen werde ich dann mal im Forum posten.

MfG Tom

biene | 18. Februar 2013 - 17:03

@Tom:
Ich bin gerade auch einen ähnlichen Master am studieren. Dein Professor hat aus meiner Sicht recht. 4000-4500 Brutto mit dieser Vertiefung sind aus meiner Sicht angemessen. Ein Professor sagt das nicht umsonst.

bauinghel | 15. Februar 2013 - 20:21

@all, Danke Matthias,
mach doch mal einer von Euch einen eigenen Threat auf zum Thema "University of Science" vs. "University of applied Science" !
MfG Hel

Baudings | 15. Februar 2013 - 12:53

@Bauingenieur:
Ich arbeite in einem Planungsbüro im Raum Osnabrück. Habe vor fast 2 Jahren mein Diplom (1,3) gemacht. Mein Aufgabenfeld umfasst die gleichen Aufgaben wie bei dir im Bereich Hochbau (bis 3 Mio. €). Mein jetziges Monatseinkommen liegt bei 2.800,- Brutto/Monat. Jedoch habe ich direkt nach der Probezeit schon soviel verdient und zeitnah werde ich auch eine Gehaltserhöhung einfordern. Ich denke dass da mindestens 3.000,- Brutto/Monat bei rauskommen sollte.
MfG

Tom | 15. Februar 2013 - 12:50

Einstiegsgehalt für Master of Engineering FR Wasserbau

Hallo zusammen,
bin ein fertig studierter Bauingenieur mit Abschluss Bachelor of Science (Uni) und Master of Engineering (FH) FR Wasserbau. Für die Bewerbungen soll ich im Anschreiben mit angeben wie meine Gehaltsvorstellungen (Brutto/Monat) sind. Mein Prof. sagte 4500 € monatlich sollten drin sein, was ich ziemich abgehoben fand, nachdem ich mal bei

http://www.gehaltsvergleich.com/berufe-b.html
http://www.gehalts-check.de/berufe/b/bachelor...

nachgeschaut habe. Im Durchschnitt liegt das normale Einkommen eines Bachelor of Science bei 3500 €. Ich habe das Einstiegsgehalt bei 3500 (B.Sc.) + 300 (M.Eng.) = 3800 € zur Zeit angegeben. Kann mir jemand sagen, der Bewerbungsgespräche mit Berufeinsteigern mit FR Wasserbau durchgeführt hat, ob die Gehaltsvorstellung in Ordnung ist oder total abgehoben?
MfG Tom

Hornisse | 15. Februar 2013 - 12:46

Ja @Matthias, zum Thema Gehalt gehen die Meinungen eklatant auseinander. Die Fraktion der FH-Absolventen, die neben dem regulären Job als Bauleiter dann am Wochenende und nach Feierabend auch noch ne Promotion dazwischenschieben, sind mit ihren 50k plus Firmenwagen auf einem hessischen Dorf mehr als zufrieden.

Die Fraktion der berufserfahrenen Kollegen sieht die reale Situation etwas kritischer. Eine ähnliche Sprache sprechen einschlägige Gehaltserhebungen. Man wird hier wohl eher keinen Konsens finden. Was auffällt sind die Extreme in den Meinungen und den Gehaltsangaben.

Auf der einen Seite läuft hier die "www.werde-bauingenieur"-Propagandamaschinerie inklusive "Fachkräftemangel" Märchen und dem "wer gut ist, verdient immer gut" Gospel. Auf der anderen Seite posten Leute mit 10 Jahren und mehr im Job ihre Gehälter und Meinungen zur Situation und werden von der Jubelperserfraktion als lebensunfähige Trottel abgestempelt.

Wer Maurer oder Betonbauer ist oder sonstwie eine Affinität zum Bauwesen hat, der wird trotz allem ein FH-Studium aufnehmen. Wer ein technisches Hochschulstudium an einer Uni anstrebt, sollte sich seine Studienwahl zweimal überlegen. Bauingenieur ist alles andere als empfehlenswert.

GT1231 | 15. Februar 2013 - 12:31

@Hornisse:
"Nicht umsonst gibt es für FH-Absolventen nur in absoluten Ausnahmefällen und nach Ueberwindung einiger Hürden die Möglichkeit zu promovieren."

Stimmt, die gibt es nicht umsonst. Das hat meines Erachtens aber nichts mit den "unterbelichteten" FH´lern zu tun, sondern mit dem Monopol der Uni´s für Promotionen. Ist doch klar, dass die ihr eigenes Hochschulsystem stärken wollen und sich nicht die Konkurrenz ins Haus holen. Bei einer von vornherein angestrebten Promotion wird sich der Unentschlossene sicher für ein Universitätsstudium entscheiden, obwohl ihm die FH vlt. mehr gelegen hätte. Promotionsbefähigte gibt es bei beiden Hochschulsystemen. Genauso wie die Flachpfeiffen (halt wie überall...).

Matthias | 15. Februar 2013 - 10:57

Hallo Kollegen,
es wäre gut, wenn der Austausch wieder auf das Thema "Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen?" zurückkommt. Beiträge wie "Uni ist aber besser als FH..." usw. - finde ich, haben hier nichts zu suchen.

Magnus | 14. Februar 2013 - 22:28

@JoeMue:
Keine Ahnung was an deiner erlauchten FH so alles gelehrt wurde, aber die FH Absolventen mit denen ich zusammen angefangen habe, waren in allem Theoretischen und Hintergrundwissen schlechter, das waren damals so Sachen wie Wölbkrafttorsion, Federlagerugen beim Biegedrillknicken und Verzweigungsfaktoren, überkritisches Tragverhalten beim Blechbeulen u.ä.

Wenn du wirklich einen 1.0 Abschluss an der FH gemacht hast, warst du dort vielleicht einfach etwas unterfordert, aber Du kannst ja trotzdem noch was aus Deinem Leben machen :-) Der Überflieger bei mir im Semester hat nach seinem Fachstudium (nach 6 Semestern) ein Auslandssemester am MIT eingeschoben, ist dann mit einem Master zurückgekommen um seine Promotion abzuschließen, während wir armen Normalsterblichen ( also eher Typen die es nicht draufhatten :-( unser Diplom machten. Insofern sollte man als wirklich Begabter nicht zu tief zielen. Trotzdem Glückwunsch zu deiner Promotionsmöglichkeit, ich habe auf meine Promotionsbewerbungen immer nur Absagen bekommen.

Hornisse | 14. Februar 2013 - 12:18

@JoeMue:
Den Unterschied der Lehrinhalte FH und Uni zu erklären sprengt den Rahmen dieses Forums und führt zu nichts, da du die defakto vorhandenen Unterschiede sowieso bestreiten würdest.

Allgemein anerkannt ist der Fakt, dass eine FH-Ausbildung mehr auf die praktische Seite des Bauwesens abzielt. Es werden Kochrezepte vermittelt, mit allen dazugehörigen Nebeneffekten wie klassenweises, verschultes Unterrichtssystem. Eine Uni-Ausbildung dagegen ist fokusiert auf die Vermittlung von methodischem, theorielastigem Hintergrundwissen. Dazu gehört auch, dass den Studenten eine gewisse akademische Freiheit zugestanden wird. Es bestehen keine vorgefertigten Unterrichtspläne - man stellt sich seine Uniwochen und seine Vorlesungen (wann besuche ich welches Fach, besuche ich die Vorlesungen überhaupt, oder mache ich nur die Prüfung....) selber zusammen.

Nicht Umsonst gibt es für FH-Absolventen nur in absoluten Ausnahmefällen und nach Ueberwindung einiger Hürden die Möglichkeit zu promovieren.

Hornisse | 14. Februar 2013 - 12:01

Genau @JoeMue. Eine Promotion an einer deutschen Universität in einem technischen Fach wie Bauingenieurwesen macht man mal ebenso nebenbei nach Feierabend und am Wochenende. Jedenfalls wenn man ein @JoeMue ist und einen gestelzten Schreibstil hat, der sich verblüffend mit dem einiger anderer "Jungabsolventen FH" hier ähnelt.

JoMue | 13. Februar 2013 - 22:08

@Hornisse:
Ich hoffe noch auf eine Antwort bezüglich meiner Frage (was du mehr gelehrt bekommen hast, als FH Absolventen). Hier kannst du VIELLEICHT mit Fakten glänzen - dies tun Ingenieure normalerweise sehr gern. Zusammenfassen und Interpretieren ist ja eher was für Sozialwissenschaftler.

JoMue | 13. Februar 2013 - 21:56

@Hornisse:
Sehr schön nachgeschaut! Alles richig zusammengefasst - ähm abgeschrieben. Ein tolles Plagiat, nur das mit dem Zitieren solltest du noch üben. Eine Promotionszusage geht ja nicht mit einer Kündigung einher - außer bei leicht beschränktem Blick. Auf jeden Fall sind deine Tauglichkeitseinstufungen sehr belustigend. Hier noch mal ein netter Artikel, der deine Auffassung etwas relativieren wird:

http://www.sueddeutsche.de/bildung/entscheidung-uni-oder-fh...

Jemand der es drauf hat, hat es in der Regel nicht nötig, sich über die Herabstufung anderer zu profilieren und in den Vordergrund zu drängen. Um es einfach zu sagen: Wers drauf hat, hats drauf! So einfach kann es sein - alles andere ist unlogisch. Der Mensch macht seine Fähigkeiten, nicht der Abschluss.

Hornisse | 12. Februar 2013 - 13:25

@JoeMue:
Da sieht man es mal wieder. Wenn jemand strebsam ist und weiss was er im Leben will, dann kann er auch mit FH-Abschluss uneingeschränkt (also überall) einen Doktor machen. Obwohl die üblichen Regelungen über FH-Absolventen und Promotionstauglichkeit eine andere Sprache sprechen. Aber egal.

Aber halt. Bist du als 1.0 Prädikatsabsolvent nicht laut eigener Aussage seit knapp einem halben Jahr für 51k Einstiegsgehalt plus Firmanwagen (plus 3% Gehaltssteigerung nach Ablauf von 6 Monaten) in einer Festanstellung irgendwo in Hessen auf nem Dorf? Woher denn auf einmal diese Sprunghaftigkeit?

Equilibrium | 11. Februar 2013 - 20:44

@JoeMue:
Zitat: "Der Masterabschluss an einer FH berechtigt zur Durchführung einer Promotion - und dies uneingeschränkt. Ich habe vorletzte Woche von der TU Darmstadt Nachricht über die Annahme als Doktorand bekommen ..."

Da wäre ich vorsichtig. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass jede Universität eine eigene - also individuelle - Promotionsordnung besitzt. Die Regelungen zur Zulassung sind also noch nicht einmal einheitlich innerhalb eines Bundeslandes. An meiner Uni gab es die Möglichkeit(!) für FH-Absolventen, einen besonderen Antrag auf Zulassung zur Promotion zu stellen. Eine Zeit lang hatte ich tatsächlich einen FH-Absolventen als Kollegen (wissenschaftl. Mitarbeiter). Er hat dann aber nach mehreren Monaten entnervt aufgegeben, weil immer noch unklar war, ob er jemals auch zur Promotion zugelassen werden würde. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter ("Doktorand") konnte er dennoch ohne Probleme vom Lehrstuhl angestellt werden. Denn die Anstellung hängt nicht unmittelbar von der Zulassung zur Promotion ab.

Übrigens habe ich als Dr.-Ing. unter anderem einen FH-Absolventen unter meinen Vorgesetzten und kann damit gut leben. Am Ende zählt immer auch, was jeder aus seinem Abschluss macht. Allerdings sind die Startbedingungen nicht identisch.

Ole | 11. Februar 2013 - 06:38

1. Wieviel Geld Menschen verdienen, hat mit dem Hochschulabschluss nichts zu tun. Ich kenne Zimmerleute die regelmaessig 4000 Euro brutto bekommen, weil sie Akkord arbeiten... Ich kenne auch Oberbauleiter, die gar nicht studiert haben und trotzdem mehr verdienen, als die studierten Kollegen.

2. Ich kenne mehrere FH-Absolventen die promoviert haben. In anderen europaeischen Staaten, wie Niederlande, UK, Frankreich usw. kann man ohne Probleme mit einem FH-Abschluss promovieren. Vielleicht sollte man sein Leben nicht auf einen Landkreis beschraenken.

3. Ich kenne unglaublich viele Hirntote Uni Absolventen. Der Abschluss allein sagt gar nichts aus. Hatte vor Jahren das zweifelhafte Vergnuegen Jungingenieure einarbeiten zu duerfen. Die meisten konnten keinen Radlader vom Bagger unterscheiden. Ich gebe zu, dass es insbesondere in der Tragwerksplanung, Unterschiede gibt. Zumeist schneiden die Kollegen von der Uni etwas besser ab. Muss aber nicht unbedingt sein.

4. Wer behauptet eigentlich, das Bauingenieure schlecht verdienen? Ich habe vor Monaten schon mal dargestellt, das wir im Bundesdurchschnitt gar nicht so schlecht darstehen. Verglichen mit anderen Ingenieuren schneiden wir eher schlecht ab aber das ist schon seit 15 bis 20 Jahren so und vermutlich konnte das jeder bereits vor Antritt seines Studiums wissen. Bin ein grosser Fan davon, dass Menschen Verantwortung fuer Ihr Leben uebernehemen. Das scheitern an den eigenen Anspruechen scheint ja weit verbreitet zu sein.

5. Generell finde ich, das jeder, der sich an einem Forum beteiligt, mental in der Lage sein sollte Kritik und andere Meinungen zuzulassen. Wer das nicht kann, sollte ernsthaft ueber seine Aussenwirkung nachdenken. Menschen zu untersagen, bis zu einem bestimmten Datum auf Kommentare zu antworten, hat mich schon echt zum Lachen gebracht.

JoMue | 10. Februar 2013 - 19:26

@Hornisse:
Leider inhaltlich falsch! Der Masterabschluss an einer FH berechtigt zur Durchführung einer Promotion - und dies uneingeschränkt. Ich habe vorletzte Woche von der TU Darmstadt Nachricht über die Annahme als Doktorand bekommen und mich dadurch gegen viele andere nicht FH´ler durchgesetzt. Des weiteren werden vom BMBF viele FH-Vorhaben mit beabsichtigter Promotion unterstützt (Ingenieurnachwuchs - Forschung an Fachhochschulen). Interessieren würde mich, was du deiner Meinung nach mehr als FH Absolventen gelehrt bekommen hast.

Ich weiß auch nicht, ob Vorlesungsgrößen von über 200 Studenten was mit Klassenzimmer zu tun haben. Du gehörst meiner Meinung nach zu den Menschen, die sich nur von Vorurteilen ein Bild machen können und so sehr engstirnig durchs Leben gehen. Des Weiteren zeigen diverse Statistiken, dass mittlerweile gehaltstechnisch nur noch sehr selten ein Unterschied zwischen FH- und Uniabschluss gemacht wird. Ich lehne mich sogar so weit aus dem Fenster, dass ich denke, dass mein Einstiegsgehalt mit FH-Abschluss höher liegt, als dein Gehalt. Liegt wahrscheinlich daran, dass nach Leistung und nicht nach Art des Abschlusses gezahlt wird. Auch Sozialkompetenz stellt einen hohen Faktor dar. Mit deiner Auffassung wirst du in Zukunft wahrscheinlich nicht sehr erfolgreich sein.

bau-insch | 08. Februar 2013 - 07:27

@Hornisse:
Danke für Deine erklärenden Worte. Ist akzeptiert...

Ed1 | 07. Februar 2013 - 20:38

Hallo,
das ganze entwickelt sich so langsam zu einem bescheuerten - nichts zur Sache beisteuerndem - Psychoquatsch. Leute bleibt doch bei der Sache, oder habt Ihr nichts besseres zu tun als Euch gegenseitige Inkompetenz vorzuwerfen bzw. anzufeinden? Bitte, bitte hört auf...

Gruß Ed1

Heinz | 07. Februar 2013 - 20:13

Eigentlich wollte ich mich hier nicht mehr reinhängen, da wir weit vom Thema Gehalt weg sind bzw. es nur noch unsachliche Diskussionen sind, aber @Hornisse:

Zwei meiner ehemaligen Kommilitonen machen gerade ihren Doktor, obwohl nur FH, einer sogar in Brückenbau bei einem Professor, der von einer Uni kam auch als Prof. So wie du es darstellst können FH-Studenten nichts, nur Schema F nach Anleitung - arroganter geht es wirklich nicht.

bau-insch | 06. Februar 2013 - 22:57

@biene:
Aufgrund der unverschämten Anschuldigungen in Franz' Beitrag vom 5. Feb. sehe ich mich leider HSP-bedingt außer Stande, weitere Beiträge bzw. Tipps in diesem Thread zu schreiben. Sorry, aber das muss ich mir nun wirklich nicht antun...

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