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Sonntag, 25. August 2019
Ausgabe 6579 | Nr. 237 | 19. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 2

1446 Kommentare | 643439 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Constantin | 31. Juli 2019 - 09:15

Kommt bei der Betrachtung der reinen Gehälter nicht ein Aspekt viel zu kurz? In die meisten Bewertungen in diesem Forum wird das Gehalt seitens des Arbeitgebers gegen die Wochenstunden (ja, wichtig), Mitarbeiteranzahl, Anzahl der Urlaubstage etc. gebenchmarkt. Aber die weichen Faktoren werden kaum erwähnt. Muss nicht viel mehr gleichzeitig ein ganzheitliches Augenmerk auf den Arbeitgeber gerichtet werden?

Lage des Büros, Ausstattung der Arbeitsplätze (auch das Design des Büros kann eine Rolle spielen), Weiterbildungsangebote, Kollegenzusammenhalt (und was tut der Arbeitgeber hierfür), Mitarbeiterzufriedenheit, flexible Arbeitszeiten, Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Büros, Verantwortung der Mitarbeiter, Führung und Förderung - und vieles vieles mehr.

Bis zu den Kleinigkeiten, wie Getränke, Kaffeemaschine, Sportangebote und Gadgets wie höhenverstellbare Schreibtische etc. Das alles muss doch auch betrachtet werden. Natürlich will ich ein faires Gehalt, aber alle die o.a. Themen kosten dem Arbeitgeber auch Geld und wenn er mir ein Arbeitsumfeld schafft, in dem ich mich richtig wohl fühle, dann muss ich auch dies bei meinen Gehaltswünschen betrachten und mit einfließen lassen.

Bauwechsler | 30. Juli 2019 - 23:34

@Ronny:
Mal im Ernst, bist du mit den paar € zufrieden?! Dafür ein schweres Studium absolviert?

Ronny | 30. Juli 2019 - 13:04

Ich habe meinen Master gemacht (FH) und bin danach in den öffentlichen Dienst als technischer Sachbearbeiter (Verkehrsplanung) - wegen Work-Life-Balanace. Nun bin ich seit 5 jahren hier im Büro (Stadt mit über 200.000 Einwohner) und verdiene E11/Stufe 3 ca. 52.000 EUR Brutto Jahresgehalt.

Meine Arbeitszeit liegt bei 39/h die Woche. Davon bin ich zwei Tage im Homeoffice (da ich Vater geworden bin) - und kann da nebenbei auf meinen Sohnemann aufpassen. Also ich bereue es nicht in die freie Wirtschaft gegangen zu sein.

Bauwechsler | 29. Juli 2019 - 20:39

Ganz knapp meine Daten: Einstieg nach Master (Mitte 2014): 50.000 €, Stand jetzt (Mitte 2019): 98.000 €, 40 h/Woche im Bereich Konzernumfeld, wenig Reisezeit, nette Kollegen, gute Work-Life-Balance!

Wenn ich mir die Gehaltsstrukturen hier anschaue und mich mit ehemaligen Komillitonen vergleiche, mit Sicherheit eine der besten Entscheidungen meines Lebens. An alle, die hier immer den Wechsel in die (nicht Bau-) Industrie empfehlen: vergesst das. Die Chancen als Bauingenieur in der Industrie unterzukommen sind verschwindend gering, wenn ihr in die Industrie gehen wollt macht besser gleich was Passendes!

Bauhans | 24. Juli 2019 - 19:30

Kurz und knapp meine Daten:

  • Abschluss als Master an TU (Vertiefung Baubetrieb)
  • Während des Studiums über 2 Jahre als Werkstudent / Praktikant in der Bauleitung (Ingenieur- und Tunnelbau) gearbeitet
  • Einstieg als Jungbauleiter im Ingenieur- und Brückenbau bei Baukonzern
  • Einstiegsgehalt A7 nach Tarifvertrag (ca. 60.000 €/Jahr) mit Firmenwagen
  • ca. 50 h/Woche
  • Baustellen im Radius von ca. 200 km um Niederlassung und bis 40 Mio. €
  • Peile Tarifstufe A8 (= ca. 65.000 €/Jahr) nach dem aktuellen Projekt an

Sami | 24. Juli 2019 - 13:31

Ich bin vor 4 Jahren nach Deutschland gekommen, seit Mai 2018 in einem Architektenbüro als Bauleiter erwerbstätig. Berufserfahrung habe ich ca. 5 Jahre in meinem Heimatland gesammelt. Mein Gehalt als Einstieg ist 2800 € Brutto im Monat und bis jetzt wurde es nicht erhöht. Ist das Gehalt so plausibel?

Tox | 23. Juli 2019 - 18:05

Jetzt lese ich hier auch schon seit einigen Monaten mit. Ich, 33 J, Master-Abschluss als Bauingenieur in 2014 an einer Uni. Ab 2009 Studentischer Mitarbeiter bei einem Prüfingenieur, danach Übernahme in diesem Büro. 2015 hat es mich dann in ein kleines Büro (Chef, 4 Tragwerksplaner, 2 Konstrukteure - ja das Verhältnis passt mal gar nicht) verschlagen. Wohnort und Arbeitsort: NRW, Ruhrgebiet, Großstadt
Tätigkeit: Aufstellen statischer Berechnungen, Positionspläne, Gutachten, ggf. Schall- und Wärmeschutz, Betreuung Schal- und Bewehrungspläne.

BV: Mehrfamilienhäuser, Kindergarten, Schule, Umbauten, was man so halt macht.
Jahresbrutto: 46.200 Euro bei 40 Std./Woche (28 Urlaubstage)

So, jetzt plane ich die nächste Verhandlungsrunde. Meine derzeitige Verdienstsituation finde ich sehr bescheiden. Wenn ich hier richtig lese - und das deckt sich mit meiner eigenen Einschätzung - sollte ich aus der Runde mit 52.000 Euro rausgehen (auch wenn man nicht glaubt, dass so ein Sprung möglich ist). Oder woanders hin bewerben?

Masti | 22. Juli 2019 - 23:27

Ich verfolge diesen Thread nun schon eine Weile und würde nun von meinen Eckdaten erzählen: Alles in Umgebungen von Städten mit rund 300.000 - 500.000 Einwohnern.

Master-Absolvent, Werkstudent neben Masterstudium:

  1. Angebot Einstiegsgehalt 52.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche, Büro ca. 150 MA
  2. Angebot Einstiegsgehalt 51.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche, ca. 50 MA
  3. Angebot Einstiegsgehalt 56.000 Euro brutto bei 40-50 Std/Woche, ca. 100 MA Bauleitung
Ich habe mich letztendlich für das 1. Angebot entschieden, da mir Worklife Balance im Job wichtig ist.

Ein Kollege von mir als Bachelorabsolvent in der Bauleitung: Einstiegsgehalt lag bei 48.000 Euro brutto bei 40-50 Std/Woche nach dem Abschluss. Ein weiterer Kollege, ebenfalls Werkstudent nebenher im Master: Einstiegsgehalt lag bei 43.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche nach dem Abschluss. Der dritte Kollege, Bachelor, 2 Jahre Berufserfahrung, hat ein aktuelles Gehalt von 49.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche.

Also wenn man gut verhandeln kann und schon ein wenig Berufserfahrung vorweist und sich nicht total blöde anstellt, kann auch beim Einstieg schon gut was herausgeholt werden. Auch im klassischen Bauwesen etc. - man muss bei der aktuellen Lage keine Nische besetzen um ein vernünftiges Einstiegsgehalt zu bekommen.

Mich interessiert nun, wie entwickelt sich danach das Gehalt? Wie ist prozentual gesehen die Steigerung pro Jahr? Gibt's dazu von jemandem Angaben? Bitte ebenfalls berufliche Entwicklung mit angeben. Mir ist klar das mit Personalverantwortung und größeren Projekten auch das Gehalt steigt.

ALE | 18. Juli 2019 - 22:16

@Sonnenschein:
Sofort wechseln. Ich habe vor 10 Jahren als blutiger Anfänger mit B. Eng 2900 EUR Gehalt verdient und nach einem Jahr 3300 EUR. Noch was, Finger weg von kleinen Büros. Dort versuchen die Chefs immer die Mitarbeiter auszubeuten. Viel Erfolg!

Sonnenschein | 17. Juli 2019 - 17:52

Ich fühle mich echt betrogen. Ich habe meinen Bachelor erfolgreich abolviert und zwei Jahre als Werkstudent für ein kleines Ingenieurbüro (MA ca. 60) gearbeitet. Dannach wurde ich für 2500 € Gehalt übernommen. Arbeite nun seit über 5 Jahren dort und bin immer noch bei 2900 € Verdienst. Sollte ich den Betrieb vielleicht wechseln?

Östarrichi | 15. Juli 2019 - 23:08

Kurz zu mir zusammengefasst: Einstieg in 2015 als Statiker mit Abschluss M. Eng. im kleinen Ingenieurbüro in Westösterreich mit 30800 EUR. Bei uns ist oft der Kollektivvertrag die Regel für Berufeinsteiger ohne Erfahrung. Nach 1,5 Jahr Erhöhung auf 39200 EUR Gehalt. Beide Beträge sind meiner Meinung nach mit der jetzigen Situation in der Baubranche lächerlich. Niemand muss jetzt mit etwas unter 48000 EUR Gehalt als Master-Absolvent unterschreiben. Wechsel zu internationalem Bauunternehmen in 2018 mit 63000 EUR brutto als Projektleiter Tragwerksplanung und nach einem Jahr Erhöhung auf 69000 EUR Gehalt.

Hochbautechniker | 13. Juli 2019 - 09:57

Im Vergleich bin ich "nur" hochbautechniker mit 10 jahren berufserfahrung als Zimmermann. Bei uns in Niedersachen ist es wie überall anders auch, Fachkräftemangel. Bin jetzt seit dem 01.07 als Bauleiter eingestellt. Kleines Büro, Wohnungsbau mit 40.000 EUR Gehalt zum Einstieg. Nach der probezeit wird ein firmenwagen verhandelt und mit Abschluss meines ersten Projektes das Gehalt. Mit Abschluss habe ich in etwa 1 Jahr berufserfahrung und peile 48.000 EUR Jahresgehslt an.

Man muss aber fairerweise dazu sagen, dass ich 40 Stunden habe und keine Stunde mehr. Ich habe über mein BV komplett die Vollmacht und muss niemandem meine Stunden nachweisen. Andere Kollegen, die in der bauleitung tätig sind, bewegen sich bei 45.000 EUR bis 75.000 EUR Gehalt im Jahr + firmenwagen. Man muss realistisch sein und hoch pokern. Mein Abschlussjahrgang an hochbautechnikern hatte zu 100 % vor Abschluss einen Job. Teilweise sogar 4-5 zusagen. Sollte der Chef den Kurs nach unten drücken und man fühlt sich unterbezahlt, fällt man zumindest weich, denn Jobs gibt es zur Zeit ohne Ende.

derFreund | 05. Juli 2019 - 13:55

Also ich muss MasterBau Recht geben. Wenn Leute meinen, dass so etwas nicht stimmt, dann sollten sie sich mal gründlich umschauen. Ich habe derzeit auch eine Stelle in der Industrie (IG Metall Tarif). Master Bauing (KIB) U 30. Hatte auch das Glück, dass eine Stelle in diesem Konzern frei geworden ist. Wie schon erwähnt sind diese Stellen sehr rar. Wie MasterBau schon gesagt hat so ist es auch bei mir: 35 Stunden (Stempeln, natürlich sind es mehr Stunden aber keine Minute geht verloren), mit EG Einstufung usw. ist das Gehalt nicht vergleichbar mit der Baubranche.

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