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Montag, 18. Oktober 2021
Ausgabe 7364 | Nr. 291 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 2

1723 Kommentare | 761230 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Bautommy | 14. Februar 2021 - 09:50

Bauleiter im PPP Bereich, über 70.000 EUR fest, zzgl. Dienstwagen zur privaten Nutzung und guter Bonusregelung, 33 Tage Urlaub, ca. 45 Std. Woche, sehr gute Förderung und Weiterbildung.

Unter 30 Jahre, TU Master mit Note sehr gut, viele Studentenjobs in der Bauleitung von Großprojekten, Trainee im namenhaften Baukonzern, im Anschluss 2 Jahre Bauleiter auf einem Großprojekt (250 Mio. €). Wechsel vor ca. einem Jahr zur obigen Position in einem anderen Konzern. Damit verbundener Gehaltssprung im Fixbereich von ca. 10.000 EUR plus Dienstwagen.

Ich kann mich nicht beschweren, liebe meinen Job und würde mit keinem Maschinenbauer oder anderem Ingenieur tauschen wollen. Mehr Gestaltungsspielraum und Verantwortung kann man in frühen Jahren einer Karriere in kaum einem anderen Beruf finden. Dafür habe ich viel getan und zum Teil auch geopfert, aber das war es wert! Mein Gehalt finde ich angemessen, für dass, was ich leiste. Und es geht ja weiter.

Schnitzeljannes | 13. Februar 2021 - 20:13

Also ich kann folgendes berichten: nach dem Master (Bauingenieur) leider nur 50.000 EUR bei 40 Stundenwoche, aber die Überstunden werden voll ausbezahlt als Statiker. Nach 2 Jahren in die Bauleitung bei Züblin. Sofort nach Tarif, 65.000 EUR, Firmenauto und Baustellen waren ca. 30 km entfernt. Überstunden jedoch abgegolten. Ca. 45-50 h pro Woche Arbeit war das definitiv schon.

Nach 3 weiteren Jahren in die immobilienabteilung bei REWE, deutschlandweite Projekte, 95.000 EUR und Firmenauto. Also jeder hat es doch selbst in der Hand. Die Baustellen oder Projekte sind halt nicht immer in der eigenen Stadt oder Region. Ich glaube finanziell ist es okay, die Verantwortung ist definitiv da. Ich bin sehr glücklich und wollte in einer anderen Branche nicht arbeiten.

Gruppenleiter | 03. Februar 2021 - 16:19

Dieses Forum scheint so gut wie jeder zu verfolgen, der auf dieser Seite surft. Es ist eigentlich Wurst, ob man nun die Gehaltsprognosen auf dieser Seite oder auf den anderen üblichen Verdächtigen verfolgt. Es ist schon durchaus erschreckend und frustrierend wie, gefühlt im Vergleich zu anderen Berufen, schlecht der Bauigel bei den Gehältern abschneidet.

Es scheint tatsächlich so zu sein, dass heutzutage Gehaltssprünge ausschließlich möglich sind, wenn man den Betrieb wechselt und "immer wieder" pokert. Lange Betriebsverbundenheit und die damit verbundene Identifikation mit einem Unternehmen, wie man es teilweise von früher kennt, scheint es nur noch sehr vereinzelt zu geben. Einerseits durch das hier viel diskutierte Thema Gehalt oder aber andererseits, dass die ein oder andere Firma - trotz der derzeit weiterhin recht guten Auftragslage - von der Bildfläche verschwunden sind.

Persönlich hatte ich das Glück bereits seit Jahren in einem Unternehmen tätig zu sein und aufgrund des Vertrauens in meine Person ausschließlich auf Auslandsbaustellen eingesetzt werde, sodass mein Jahresgehalt deutlich > 100.000 EUR ist. Hört sich erstmal toll an. Stellt man die Work-Life-Balance gegenüber, steht diese in keinem Vergleich. Man muss sich schon genau überlegen was man will - viel verdienen, dafür aber ein "bescheidenes" Privatleben haben, oder ordentlich bis gut verdienen und dafür aber auch noch Zeit für seine Familie/Freunde/Freizeit zu haben. Die richtige Balance zu finden ist nicht einfach.

Man stellt sich tatsächlich oft die Frage, ob der gesamte Stress die Mühe wert ist. Stünde ich erneut vor der Wahl, welcher Studiengang zu wählen ist, wählte ich heutzutage einen anderen, auch wenn ich bisher durchweg auf interessanten Großbaustellen gearbeitet habe. Was an Privatleben verloren gegangen ist, lässt sich nicht durch ein besseres Gehalt aufwiegen.

Jedem Berufsanfänger kann ich nur raten, sich nicht unter Wert zu verkaufen, obwohl die Möglichkeiten ein entsprechendes Gehalt herauszukitzeln, nicht nur vom eigenen Verhandlungsgeschick abhängt, sondern auch davon wie "geografisch" flexibel man ist; gerade m.E. in der ausführenden Baubranche.

Projektleiter | 02. Februar 2021 - 12:09

Ich verfolge dieses Forum jetzt auch schon sehr lange und bin immer wieder erschüttert mit welchem Gehalt sich die Kolleginnen und Kollegen teilweise mit Jahrzehnten an Berufserfahrung zufrieden geben. Zu dem Vergleich mit anderen Ingenieuren muss man ganz klar sagen, dass die Betriebe – welche nach IG Metall Verträgen bezahlen - die Gehälter unverhältnismäßig verzerren. Da werden schon ungelernte Kräfte unverhältnismäßig überzahlt.

Aber kurz zu meinem Werdegang: Einstieg vor ca. 11 Jahren nach dem Masterstudium als Trainee-Bauleiter in einem Baukonzern mit ca. 43.000 € pro Jahr plus Firmenwagen zur privaten Nutzung, einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld, 30 Tage Urlaub und einer Arbeitszeit von ca. 50 bis 55 h pro Woche.

Nach ca. 3 Jahren Wechsel in die Erneuerbaren Energien als Projektingenieur bei einem Gehalt von ca. 56.000 € pro Jahr einschließlich Dienstwagen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, 28 Tage Urlaub und eine Arbeitszeit von 42 h pro Woche mit Arbeitszeitkonto, Überstunden konnten immer abgefeiert werden.

Nach 5 Jahren Wechsel zu einem Ingenieurbüro als Projektleiter bei ca. 82.000 € Jahresgehalt zu 16 Gehälter (12 Regulär, 2 Firmenabhängig, 2 auf Grund persönlicher Zielvereinbarungen) einschließlich Dienstwagen zur privaten Nutzung, 30 Tage Urlaub und eine Arbeitszeit von ca. 42 h pro Woche.

Nach 2 Jahren Wechsel zu einen Energieversorger als Projektleiter mit ca. 90.000 € Jahresgehalt, einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld, ohne Dienstwagen, 30 Tage Urlaub, bei einer 36 h Woche. Überstunden werden auf einem Flexkonto gesammelt und können entweder abgefeiert oder ausgezahlt werden.

Was ich damit deutlich machen möchte ist, dass nur durch Wechsel ein wirklicher Gehaltssprung erfolgen kann. Traut euch zu wechseln, aktuell werden gute Bauingenieure mit Berufserfahrung händeringend gesucht und verkauft euch nicht unter Wert. Macht euch euren eigenen Marktwert bewusst und fordert diesen auch ein.

SERB | 26. Januar 2021 - 14:25

@Chris:
Vielen Dank für die Antwort. Ich bin der Projektleiter hier. Wenn ich versuchen würde, meine Aktivitäten im Rahmen der deutschen Gesetzgebung darzustellen, würde ich sagen, dass ich nach HOAI hauptsächlich in den Phasen LP1 bis LP5, manchmal auch LP8 und selten LP9 beschäftigt bin. Die Stelle, die ich sowohl in Thüringen als auch in Baden-Württemberg haben würde, ist im Grunde auch ein Projektleiter im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft, natürlich, wären die ersten Monate bis zu einem Jahr eine Anpassung.

Energetiker | 24. Januar 2021 - 23:20

Ich bin seit 10 Jahren im Beruf und seit einigen Jahren als Bauingenieur im Energiesektor tätig. 88.000 EUR / Jahr (all inklusive) bei 37 h/Woche. Alles nach Tarif. Geht also.

Maestro | 24. Januar 2021 - 21:32

@DerWechsler:
Die OEMs suchen fast nie Absolventen für die Projektleiter/Bauherrenvertreter Jobs - ist doch auch klar, hier ist Erfahrung gefragt. Ich bin selbst bei einem OEM, Master als Bauingenieur, und nun seit etwas mehr als 5 Jahren dabei, vorher 3 Jahre im Hochbau als Projektleiter.

Viel Verantwortung, 70 Mio. € Projekt, aber mir macht das Spaß und Work-Life-Balance passt auch. Ich bin mit 34 Jahren recht zufrieden, habe 2020 mit 104.000 € abgeschlossen bei 38 h/Woche. Wobei man sagen muss, selten sind es 38 h, i.d.R. arbeite ich ca. 45 h, aber es gibt ja das Gleitzeitkonto und dann hat man halt mal 2-4 Wochen mehr Urlaub im Jahr.

Ich hab damals auch Horrorszenarien gehört, 40.000 € mit Master usw., zum Glück habe ich mich davon nicht beeinflussen lassen. Fakt ist, was ich mache ist ein Nischenjob, und Glück gehört dazu. ABER wenn ich sehe was mich wöchentlich kontaktiert an Headhuntern und was die doch bieten, dann verstehe ich manche niedrigen Gehälter nicht. Meine persönliche Erfahrung war, nur mit Wechseln kannst du auch im Gehalt richtig wachsen.

Grad in Zeiten von Ingenieurmangel, einfach mal bewerben und unverschämt fordern. Mehr als schiefgehen kann es nicht. Ich mache das nicht anders, wobei ich merke dass ich mit meinem Gehalt und meinem AG relativ weit oben bin, da bieten wenige mehr, also scheint am Bau nach meinem Gefühl bei 100.000 € eine Grenze zu sein, die man schwer überschreiten kann.

Flansch | 24. Januar 2021 - 07:57

Ich lese hier auch seit Jahren mit und während des Studiums hat mir das teilweise auch echt Sorgen bereitet. Seit ich selbst im Berufsleben bin, kann ich so mache Gehaltsangabe hier echt nicht nachvollziehen.

Zu mir: Master (TU), Baubetrieb vertieft und die konstruktiven Fächer immer mitgenommen, 2x Abschluss. Eingestiegen bin ich vor 2 Jahren als Junior-Projektleiter mit 50.000 EUR all in, 30 Tage Urlaub und 40 h Woche. Überstunden werden immer zeitnah abgebaut. Reisetätigkeit 1-2 Mal im Monat deutschlandweit.

Nun wechsele ich zu einem großen Infrastrukturkonzern als Projektingenieur. 39 h Woche, 34 Tage Urlaub und 54.000 EUR all in, HomeOffice-Möglichkeit und Stundenkonto.

Es sollte allen Studenten bewusst sein, dass sie mit einem Bauingenieur-Studium tendenziell weniger verdienen als in anderen Ingenieurbereichen. Man darf sich aber auch nicht so abspeisen lassen wie man das hier teilweise liest.

Als Bauleiter gibt es mehr Geld, dafür auch mehr Stunden und in vielen Fällen ist man unter der Woche nur unterwegs. In kleinen Büros gibt es weniger Kohle, bei auch nicht gerade wenig Stress. Dazwischen gibt es aber auch noch jede Menge Jobs mit guten Gehältern und geregelten Arbeitszeiten. Schaut in Unternehmen mit über 300 Mitarbeitern und verhandelt ordentlich.

Chris | 23. Januar 2021 - 23:19

@SERB:
Kommt auch etwas auf die Arbeit und Verantwortung an, die du dort machst oder hast. Thüringen und 5 Personen. Da kannst du dich wahrscheinlich glücklich schätzen, wenn du überhaupt 40.000 EUR bekommst. Ein Büro der Größe 80 Mitarbeiter (auf vier Niederlassungen) und in Baden-Württemberg sollte dir dagegen schon 50.000 EUR aufwärts zahlen. Ja, alles nicht so toll.

Chris | 23. Januar 2021 - 23:10

@BauIng mit Stolz:
Du sagst es, wer gut ist und sich reinhängt, der verdient auch als Bauingenier mehr. Und ich finde das ist dann auch das Problem deiner Argumentation. Die Ingenieure in anderer Branchen, die gut sind und sich reinhängen und gut verkaufen können, die verdienen da dann noch mehr!

Du musst den durchschnittlichen Bauingenieur mit dem durchschnittlichen E-Techniker (oder was auch immer) vergleichen. Und den Super-Bauingenieur mit dem Super-E-Techniker. Und da schneidet der Bauingenieur eben wiederum schlechter ab.

Zu Bauingenieuren über 100.000 EUR im Jahr: das kenne ich nur von ganz wenigen Oberbauleitern (die eine mordsmäßige Expertise vorweisen) und von Niederlassungsleitern. Oh, und im Claim-Management habe ich das schon erlebt. Ganz schlimmer Job, meiner Meinung nach.

Niedersachsen | 23. Januar 2021 - 22:25

@keeper83:
Ich weiß das es ein zu hohes Gehalt ist für das, was ich mache. Ich habe Industriekaufmann gelernt und bin direkt nach der Ausbildung auch im Betrieb geblieben. Bis jetzt. Unser damaliger Chef war immer sehr großzügig. Das sind also Altverträge. Ich arbeite in der Chemiebranche (IG Chemie und Entgeldgruppe 11) im Vertrieb und bearbeite nur Aufträge und Reklamationen. Montags bis Freitags und momentan nur HomeOffice. Ein sehr sehr lockerer Job ohne Verantwortung. Die Jüngeren und Neuen die das Gleiche machen liegen bei realistischen 3.500 - 4.000 € brutto im Monat. Das ist einfach Glück gewesen bei mir.

Aufgeber | 22. Januar 2021 - 21:30

@Niedersachsen:
100.000 € Jahresgehalt für einen Bauingenieur sind so lächerlich hoch und für 99 % nicht mal ansatzweise zu erreichen. Es mag sich mal jemand als Tragwerksplaner mit 10-15 Jahren Berufserfahrung bei einem Ingenieurbüro bewerben und das Gehalt fordern. Ich glaub die Chefs dort kommen aus dem Lachen nicht mehr raus.

SERB | 22. Januar 2021 - 15:22

Ich hatte zwei Vorstellungsgespräche mit Firmen im Feld der Wasserwirtschaft. Ein Unternehmen aus Baden-Württemberg (Standort 15 Mitarbeiter/insgesamt in den vier Standorten etwa 80 Mitarbeiter) und ein kleines Ingenieurbüro aus Thüringen (weniger als 5 Angestellte). Meine Frage ist, was könnte ich als Gehalt erwarten? Ich bin aus Serbien und habe etwa 5 Jahre die Erfahrung im Feld der Wasserwirtschaft, aber nicht in Deutschland. Das Bachelor- und Masterstudium des Bauwesens (die Abteilung für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft) habe ich in Serbien beendet. Vielen Dank für Antworten!

keeper83 | 22. Januar 2021 - 13:49

@Niedersachsen:
Und ich bin sehr überrascht wie mann ohne Ausbildung und/oder Studium auf ein solches Gehalt kommt.

Philipp | 22. Januar 2021 - 10:41

Leider muss ich immer wieder feststellen, wie schlecht die Baubranche zahlt. Ich habe mein Bauingenieurstudium nach einem Semester abgebrochen und mache nun eine Ausbildung zum Zimmermann. Da ich diesen Beruf auf Grund der körperlichen Belastung nicht mehr lange ausüben möchte, informiere ich mich über Weiterbildungsmöglichkeiten und bin auf einen BIM-Basis Kurs gestoßen:

Wie sehen die Gehälter für BIM-Manager aus und wäre es nicht sinnvoller erst ein Studium abzuschließen?

Dazu muss ich sagen, dass mein Interesse an der Baubranche groß ist, ich aber auch ein angemessenes Gehalt und ein Familienleben haben möchte. Andererseits soll sich meine Ausbildung natürlich lohnen und da ist ein Branchenwechsel vielleicht auch nicht die beste Wahl. Habt ihr ein paar Tipps?

BauIng mit Stolz | 21. Januar 2021 - 16:03

Ich habe grade dieses Forum hier gefunden. SENSATIONELL! In Kurzform, die meisten hier können einfach nicht verhandeln. Ingenieure sind meist eher Menschen, die für sich arbeiten wollen. Auf den Baustellen bringt dir das nichts, da muss man Leute zusammenbringen. Diejenigen, die es können sind auch in der Lage sich besser zu verkaufen und dementsprechend richtig in die Gespräche zu gehen.

Vielleicht sind für die andere Art von Personen wirklich auch andere Branchen geschaffen, in der sie grundlegend nach Tarif einfach höher einsteigen und ohne eigenes Zutun das Gehalt wächst. Und an alle die hier konsequent abgeschreckt werden. In diesen Foren sind meistens nur die, die es nicht geschafft haben und unzufrieden sind. Lasst euch davon nicht abschrecken, es geht!

Auch branchenübergreifend ist es absolut möglich viel zu verdienen. An alle die hier durchgehend sagen 20.000 EUR mehr im Jahr, mag es bestimmt geben, in den richtigen Firmen. Mit der richtigen Strategie könnt ihr in die gleichen Bereiche kommen >> informiert euch. Vielleicht muss man grade am Anfang dafür mehr arbeiten, aber naja, dafür ist es halt auch (wenn man dafür geeignet ist) ein klasse Job in dem es nie langweilig wird. Dadurch entstehen Geschichten, die man sein Leben lang erzählen kann und die auf jeder Feier ein Stimmungsmacher sind ;)

Ich habe mit 28 (nach dem TU Master) angefangen und bin jetzt knapp 19 Jahre im Beruf. Ich würde es immer wieder studieren. Die anderen Studiengänge wären zu langweilig für mich gewesen bzw. ich hätte kein Talent drin gehabt. Haus, Kind und Frau die halbtags arbeitet. Urlaube sind drin von Ski bis Australien. Glaubt an euch und verkauft euch einfach gut. ES GEHT.

An jeden ABI-Absolventen geht raus: Informiert euch, was ist wirklich eure Passion. Worin habt ihr Fähigkeiten? Und dann entscheidet. Dann werdet ihr auch glücklich, egal in welcher Branche! Nur der der gut ist und sich identifiziert wird auch erfolgreich sein, meiner Meinung nach.

baulöwe | 21. Januar 2021 - 14:07

@Nidersachsen:
Ihr Beitrag übersteigt alles was ich bisher hier gelesen habe.

Niedersachsen | 21. Januar 2021 - 09:28

Ich bin sehr überrascht über das geringe Gehaltsniveau für einen Bauingenieur. Meiner Meinung muss das zumindest nach 10 Jahren Berufserfahrung bei über 100.000 liegen. Ich selber hab ein Abitur und bin Sachbearbeiter in der Auftragsabwicklung. Ich bekomme Inclusive Weihnachts- und Urlaubsgeld 70.000 brutto jährlich bei einer 38 St./Woche. Gleitzeit, 35 Tage Urlaub.

DERP | 19. Januar 2021 - 14:04

Das Thema Bauingenieure und Gehalt scheint ungebrochen. Zu mir: Mittlerweile 20 Jahre Berufserfahrung, Abschluss Bauingenieur (FH), gegenwärtig 40 Std./Woche bei jährlich 80.000+ (EURO brutto). 30 Tage Urlaub und diverse Sonderleistungen kommen noch dazu.

Aktuell bin ich ausschließlich im Stahlbau tätig, dabei Erstellung von statischen Berechnungen im Rahmen des Bauantrags und zur Vorlage bei Prüfingenieuren (unsere Geschäftsleitung nennt das "prüffähige Statik"), auch mein Fachwissen für Betonbau kann ich gut einbringen, keine Baustellenbesuche - reiner Schreibtischtäter. Tätigkeit zu 70 % Deutschland, 25 % Europa und 5 % Rest der Welt. Im Wesentlichen handelt es um einen Maschinenbaukonzern für Flurförderzeuge und Intralogistik. Mit Fahrzeugen habe ich glücklicherweise nichts zu tun. Kein Facility Management, wir machen Projektgeschäft bzw. Kundenaufträge.

Mit Sicherheit habe ich einen Glücksgriff mit meinem Arbeitgeber gemacht. Übrigens wir suchen aktuell dringend Verstärkung. Leider bewerben sich keine Kollegen aus Deutschland bei uns, was sehr schade ist.

Grundsätzlich ist der Druck nicht mit einem Ingenieurbüro vergleichbar. Es gibt zwar Termindruck, aber alles hat seine Grenzen. Von früher kenne ich es, dass auch zu Stoßzeiten (wann gab / gibt es jemals was anderes in einem Ingenieurbüro) man mal am Freitag noch 20.00 Uhr im Büro saß. Das habe ich in den 7 Jahren, die ich nun hier bin, nie erlebt.

Es ist spannend zu lesen, wie stark die Schere bei den Gehältern noch immer auseinander klafft. Meine Erfahrung aus vorhergehenden Anstellungen ist, dass eine Gehaltssteigerung nur durch Kündigung möglich ist. Erschütternd ist leider auch wie stark noch trotz langer Berufserfahrung zwischen Abschlüssen (Uni / FH) differenziert wird. Die "Dreistigkeit" gipfelt meiner Meinung nach immer bei dem Thema Überstunden. Wenn dort 10 % der Wochenarbeitszeit als Überstunden inklusive betrachtet werden, entspricht dies einer Gehaltsminderung von 10 %, sollte man bei Gehaltsverhandlungen beachten.

Das absolute NoGo bilden aktuell für mich die Maschinenbauer. Aus Erfahrung kann ich versichern, dass diese Berufsgruppe überbezahlt ist im Vergleich zu einem Bauingenieur. Ein Bauingenieur leistet deutlich mehr für sein Gehalt. Mein letzter Jobwechsel brachte eine Gehaltssteigerung von 50 %. Wie gesagt, wir suchen dringend Tragwerksplaner (alte Hasen wie auch Berufseinsteiger) und das trotz Corona.

Anonymus | 18. Januar 2021 - 12:55

Ich habe mich jetzt in dem Forum ein bisschen eingelesen und gemerkt, dass die Realität mit den Vorstellung teilweise sehr weit auseinander geht. Ich habe demnächst ein Vorstellungsgespräch für einen Job als Bauleiter und wollte mal eure Meinung wissen, was wohl bei der Gehaltsvorstellung angemessen ist bzw. worauf ich achten soll?

Ich bin Anfang 20 mit B.Eng. Abschluss und dies wäre mein erster Job nach dem Studium. Habe allerdings schon mehrere Werkstudententätigkeiten hinter mir.

Job wäre eine Bauleiterstelle im klassischen Hochbau in NRW. Unternehmensgröße < 10 Mitarbeiter. Die Aufträge die ich bearbeiten werde gehen bis 5 Mio.

Da ich von einer 50+ Woche ausgehe, wären meine Vorstellungen mind. 4.100 EUR brutto. Was meint ihr? Ist das realistisch?

Wenn ich so die IG Metall Tarife sehe, was ein Zerspahnungsmechaniker nach der Ausbildung mit 2 Jahren Berufserfahrung verdient (ca. 3.800) bei einer 35 Stundenwoche, muss ich sagen, dass ich gerne 4.800 EUR verlangen würde.

Ömer | 17. Januar 2021 - 19:22

@DerWechsler:
Du hast es schon richtig erkannt. Warum tut man sich das als Bauingenieur überhaupt an. Eins ist in Stein gemeißelt und nur sehr schwer zu überwinden. Mit einer vergleichbaren Verantwortung, Arbeitszeit und Leistung wirst du als Bauingenieur immer schlechter verdienen als vergleichbare Stellen in anderen Branchen.

Dein Zielgehalt wird meiner Meinung nach nur in der Bauleitung / Projektsteuerung realistisch. Das dann aber, wie du schon bemerkt hast, mit vielen Stunden und Verantwortung. Im Ingenieurbüro kaum zu erreichen (in kleineren schon gar nicht). Mein Tipp (als Bauleiter bei einem Konzern), geh auf die Elektromobilität. Was sind 2 Jahre mehr Studium, gemessen an einem ganzen Berufsleben.

Bezüglich Master: Wenn du beim Gehalt mal ordentlich verdienen willst, kommst du zwangsläufig auch mal an Konkurrenten, die eventuell einen Master oder Doktor haben und dich dann eventuell deswegen ausstechen werden. Im Lebenslauf sieht ein Master immer besser aus. Auch auf jeder Visitenkarte. Jetzt mag es welche geben und Firmen sagen, dass ist denen nicht wichtig, aber einigen anderen schon. In der heutigen Zeit zählt auch oftmals was du auf dem Zettel stehen hast. Ich zumindest habe den Master nie bereut und würde diesen auch immer wieder machen. Im Nachhinein nur leider im falschen Fach, würde ich nochmal studieren dann eher BWL oder Elektrotechnik und sicherlich nicht Bauingenieurwesen.

Ich glaube auf das Lebenseinkommen gesehen wirst du im Fahrzeugbau wesentlich besser fahren. 35 h Woche und ein Gehalt, wofür ein Bauingenieur 50 h ackern muss. Nicht zu vergessen die beim Bauingenieur auch nicht unwesentliche notwendige Reisetätigkeiten, die damit einhergehen.

Ich sag es ganz deutlich und es ist hier im Forum ja auch zuhauf zu lesen: Wem Gehalt wichtig ist, sollte auf keinen Fall Bauingenieur werden. Das ist quasi ein Naturgesetz in Deutschland und wird einem am Anfang des Studiums leider nicht vermittelt.

DerWechsler | 15. Januar 2021 - 13:45

Nachdem ich in diesem Forum auch schon seit mehreren Monaten mitgelesen habe und mich einige Kommentare an meiner Studienwahl haben zweifeln lassen, möchte ich auch mal meine Situation hier darstellen und einen guten Rat von euch einholen.

Zu mir: Ich habe 2020 meinen Bachelor als Bauingenieur (konstruktiver Ingenieurbau) an einer TU in BaWü abgeschlossen und nebenbei knapp 2 Jahre Berufserfahrung als Werkstudent in der Projektsteuerung und Bauleitung von größeren Projekten gesammelt (ab 100 Mio). Durch viele Kommentare in diesem Forum über das schlechte Gehalt der Bauingenieure im Vergleich zu anderen Ingenieuren, die hohen Arbeitszeiten in der Projektleitung / Bauleitung (40+) und durch meine Erfahrung als Werkstudent auf der letzten Baustelle, sind mir Zweifel gekommen, ob ich nicht umsatteln soll und einen anderen Master anschließen soll.

Was ich meine: Meine ehemaligen Arbeitskollegen mit 2 Jahren Berufserfahrung als Bauleiter und B.Eng. arbeiteten bei ca. 3.800 € eine 45-50 h Woche und hohem Stress und Verantwortung. Da frag ich mich echt, wieso man sich da ein Studium antut?!

Meine aktuelle Situation: Ich bin im 1. Master Semester, jedoch als Fahrzeugingenieur an einer Uni in BaWü und könnte diesen frühestens in 2 Jahren abschließen. Ich habe mich interessehalber mal mit meinem Bachelor als Bauingenieur beworben, um meinen Marktwert zu sehen und habe nun folgendes Angebot:

Projektsteuerer / Projektleiter (BaWü) bei 50.000 € jährlich + Laptop + Handy + freiwilliger Erfolgsprämie am Ende des Jahres zwischen 4.000 – 6.000 € (die i.d.R. auch jedes Jahr bezahlt wurde): macht 54.000 – 56.000€ bei vertraglichen 40 h, jedoch realistischen 42-45 h, wobei die Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind. Ich denke das Einstiegsgehalt ist für einen "nur" Bachelor-Absolventen gut. Jedoch ist mir auch eine Work-Life-Balance wichtig, die ich bei 42 – 45 h schon kritisch hinterfrage.

Nun meine Frage: Was würdet ihr mir raten? Wäre sehr dankbar über eure Meinungen:

  1. Das Angebot annehmen und als Bauingenieur in die Berufswelt einsteigen
  2. Den Master als Fahrzeug-Ingenieur (Schwerpunkt Elektromobilität) weitermachen, frühestens Ende 2022/Anfang 2023 auf den Arbeitsmarkt kommen?
Ich bin knapp unter 30 und möchte eigentlich auch mal gut Geld verdienen. Habe mir mal das kummulierte Gehalt der beiden Optionen unter Berücksichtigungen von Gehaltserhöhungen und weiterer Faktoren verglichen und würde als Fahrzeug-Ingenieur wohl erst nach ca. 15 Jahren ein höheres Lebenseinkommen (Gehälter aufsummiert seit Berufseinstieg) haben als als Bauingenieur, da ich wegen des Masters mind. 2 Jahre später erst einsteige. Wobei ich als Fahrzeug-Ingenieur eine 35 h Woche habe und als Projektsteuerer eher 42 – 45 h.

Für mich ist ein Gehalt zwischen 75.000 und 85.000 € im Laufe meiner Karriere schon wichtig, jedoch auch eine gute Work-Life-Balance! Interesse habe ich an beiden Karrieren, jedoch wohl mehr am Bau.

Habe zudem festgestellt, dass bei den OEMs im Fahrzeugbau gar nicht mal so viele Stellen für Berufseinsteiger ausgeschrieben sind und bin mir unsicher, ob das Coronabedingt ist oder wegen dem Umbruch in der Autoindustrie auch.

Gibt es hier vielleicht jemanden, der einen ähnlichen Weg gegangen ist und nach dem Bachelor umgesattelt ist, oder auch jemanden der als FEM-Ingenieur / Berechnungsingenieur in der Auto-Industrie arbeitet? Über eure Ratschläge würde ich mich sehr freuen!

tragwerksplaner | 14. Januar 2021 - 17:05

Leider verdienen wir Bauingenieure in Planungsbüros erschreckend wenig. Ich werde meinen Masterabschluss im Sommer absolvieren und erwarte kein gutes Gehalt. Was mir dennoch Hoffnung macht, ist die Frage, wie viel ich nach 10 Jahren Berufserfahrung als Tragwerksplaner verdienen kann. Wenn jemand diesbezüglich Infos, hat wäre ich sehr dankbar.

Paul_83 | 13. Januar 2021 - 10:13

In welchem Bereich bewegt sich das Gehalt eines Geschäftsführers für ein kleines Planungsbüro mit 10 Mitarbeitern und 1 Mio. EUR Umsatz/Jahr?

Kwo | 11. Januar 2021 - 10:38

@Tom:
Ich arbeite seit 2017 im öffentlichen Dienst in Schleswig Holstein (TVöD VKA). Masterabschluss an der TUHH im konstruktiven Ingenieurbau im Jahr 2013. Zuvor bin ich vier Jahre in einem Ingenieurbüro tätig gewesen. Mittlerweile sind wir insgesamt drei Kollegen hier im Rathaus, die zuvor gemeinsam in der freien Wirtschaft bzw. im Ingenieurbüro gearbeitet haben und wir sind allesamt sehr zufrieden hier. Für uns hat es sich gelohnt.

Ich verdiene mtl. 5.163,37 EUR + Jahressonderzahlung ("Weihnachtsgeld") i.H.v. 45,56 % des Monatsgehalts im November eines Jahres + Leistungsorientierter Bonus in Höhe von ca. 800 Euro im Dezember eines Jahres + 30 Tage Urlaub bei 39 Std. Arbeitszeit pro Woche und Gleitzeitregelung sowie eigenes Bürozimmer im Rathaus + unbefristetes Arbeitsverhältnis + wöchentlicher gemeinsamer Bürosport während der Arbeitszeit (Rücken- und Nackentraining) als Gesundheitsvorsorge durch einen Trainer (wird natürlich ausgesetzt während der Pandemie).

Ich persönlich sehe als Nachteil die fehlende Flexibilität des AG gegenüber Homeoffice und Nutzung bzw. Verbot der Nutzung von privaten Endgeräten und des privaten PKW zu dienstlichen Zwecken (insbesondere jetzt während der Pandemie). Ein weiterer Minuspunkt ist das sehr hohe Durchschnittsalter der Kollegen. Das liegt aber vielmehr daran, dass sich einfach nicht genug junge qualifizierte Bewerber melden :( Ich bin 35 und war mit meinen 32 Jahren bei der Einstellung der jüngste jemals eingestellte Mitarbeiter in der Abteilung mit sehr großem Altersabstand zum nächstjüngeren Kollegen. Aber das ist aus meiner Sicht auch Jammern auf sehr hohem Niveau. Ich gehe sehr gerne zur Arbeit und das ist das Wichtigste.

Andreas | 01. Januar 2021 - 19:46

Zusammenfassend kann man festhalten: Der überwiegende Anteil an Bauingenieuren wird in kleinen Ingenieurbüros arbeiten, welche selten nach Tarif zahlen und demzufolge sehr schlecht verdienen. Ein Teil wird nach Tarif bei Bauunternehmen arbeiten, welche auf den Stundenlohn bezogen, nicht besser oder sogar noch schlechter bezahlt werden. Ein kleiner Teil wird irgendwo und mit Glück angemessen vergütet werden.

Wenn man immer von den guten Ingenieurgehältern liest oder redet, muss der Bauingenieur eindeutig ausgeklammertem werden. Nachzulesen in allen zu findenden Gehaltsstatistiken. Ist Gehalt ein wichtiges Thema bei der Berufswahl, sollte man sich auf etwas Anderes konzentrieren.

Wer nicht im Büro arbeiten will, sondern auf Baustellen unterwegs sein möchte, sollte keinen Wert auf Work-Life-Balance legen. Dummerweise hat der Bauingenieur eine blöde Kombination. Die, die rechnen werden nicht ausreichend bezahlt und die, die managen werden ausgebrannt. Keine tollen Zukunftsaussichten.

Bauing-Tiefbau | 30. Dezember 2020 - 20:37

Ich mit einem Masterabschluss (Universität) bin seit 2019 als Projekingenieur in einem mittelständigen Büro: Einstieggehalt 3.300 € brutto mtl. + Weihnachtsgeld 70 % des mtl. Gehalts + Urlaubsgeld 28 €/Tag + 30 Urlaub (39,5 h in der Woche). Nach einem Jahr noch keine Gehaltserhöhung.

Tom | 30. Dezember 2020 - 20:24

Ich überlege mir einen Wechsel vom Ingenieurbüro in den Öffentlichen Dienst. Kurz über mich: Masterabschluss Uni, Siedlungswasserwirtschaft. Lohnt es sich vom Ingenieurbüro in den Öffentlichen Dienst zu wechseln?

Jetzt verdiene ich mtl. 3.300 € brutto + 13. Gehalt und eine jährliche Sonderzahlung von 80 % eines Monatsgehalts (Weihnachtsgeld) + 30 Tage Urlaub. Die neue Stelle beim Öffentlichen Dienst würde mit 3.500 € brutto mtl. + Weihnachtsgeld vergütet + 30 Tage Urlaub. Welche Nachteile hat der Öffentliche Dienst?

Nordlicht | 30. Dezember 2020 - 11:18

@Frische Bauleiterin:
200,- Euro Prämie? Die hätte ich ausbezahlt und dem Chef auf den Tisch gelegt. Bei uns sind Prämien von 2.000 bis 5.000 EUR im Jahr drin (netto).

HansWurst | 29. Dezember 2020 - 17:56

@FrischeBauleiterin:
Boni können natürlich von nix bis unendlich alles sein. Aber ein Bonus, welcher den Nahmen verdient, sollte wohl mindestens vierstellig sein. 200 € sind Verar***ung

@Berufseinsteigerin:
43.000 € sind zu wenig. Damit habe ich vor 10! Jahren angefangen.
Einstieg sollte nach Bautarif
A5=49.000 € aber eher
A6=55.000 € sein.
Also nochmal Druck machen.

Frische Bauleiterin | 29. Dezember 2020 - 01:05

Ich arbeite seit über einem halben Jahr als Bauleiterin. Habe über 300.000 € Umsatz gemacht und mir wurde auch eine Prämie Ende des Jahres versprochen. Wir sind damals beim Vorstellungsgespräch nicht weiter ins Detail gegangen. Und jetzt sehe ich, dass mir nur 200 € Prämie überwiesen wurden? Ist das normal? Wieviel beträgt bei euch solch eine Prämie ungefähr?

Ich habe das Gefühl, dass ich ausgenutzt werde, nur weil ich eine Anfängerin bin. Übrigens habe ich auch eine andere Baustelle übernommen und betreue die, aber offiziell bin ich in der Firma nicht die Bauleiterin, sondern mein Chef. (Und diese Baustelle hat sogar einen hohen Umsatz?) Nutzt er das für sich aus? Damit er dafür die Prämie bekommt?

Berufseinsteigerin | 27. Dezember 2020 - 17:50

Meine Daten: Master frisch abgeschlossen, sehr guter Abschluss, Bereich Wasserwirtschaft, während dem Studium habe ich als Werkstudentin gearbeitet und jetzt folgendes Angebot als Einstiegsgehalt in einem Ingenieurbüro bekommen (Großstadt in NRW, also kein billiges Pflaster): Einstiegsgehalt: 43.000 EUR + zzgl. 13. Gehalt ("normalerweise"?), bei 40 h, evtl. Gehaltserhöhung nach Probezeit.

Was ist Eure Einschätzung? Ich finde es eigentlich zu wenig.

Bauingenieurin_Berlin | 26. Dezember 2020 - 11:12

Ich bin 26, habe den Bachelor im Bauingenieurwesen und arbeite zurzeit in der Bauleitung. Ich habe vom Juni 2019 bis Oktober 2020 2700 € Brutto bekommen, 30 Urlaubstage, +Sonderzahlungen im Sommer und zu Weihnachten, kein Firmenauto.

Seit Oktober 2020 bekomme ich 3000 € brutto, mein Vertrag läuft aber nur noch bis Juni 2021 und ich soll danach unbefristet übernommen werden. Nun meine Frage, was könnte ich in Berlin - mit zwei Jahren Berufserfahrung in der Bauleitung - als Gehalt verlangen?

Torsten | 25. Dezember 2020 - 23:11

Ich verfolge das Forum seit meinem Studium jetzt schon sehr lange und muss langsam feststellen, dass ich mich leider mit den überwiegenden schlechten bzw. negativen Einträgen hier identifiziere - als mit den wenigen positiven. Schade, dass die Branche so schlecht bezahlt ist.

Ich jedenfalls bin glücklicherweise bald raus. Habe mich mit einem Bekannten im Softwarebereich selbstständig gemacht. Als ich gemerkt habe, dass man mit dem Bauingenieur finanziell nicht weit kommt, habe ich rechtzeitig gehandelt und mir in meiner Freizeit ein 2. Standbein aufgebaut. Wie ich jetzt sagen muss, zum Glück! Das ist schon Wahnsinn, was teilweise auf dem Bau verlangt wird und wie miserabel dabei die Bezahlung ist. Ich war Bauleiter und bin nach 5 Jahren und 60.000 € gegangen. 55+ Stunden und Baustellen jenseits der Haustür - Überstunden und Reisezeit natürlich inkl. Auf 40 Stunden gerechnet um die 40.000 €. Mehr muss man nicht hinzufügen.

Benny | 25. Dezember 2020 - 00:37

Ich bin 28 Jahre alt, Maurer und Betonbauermeister und als Bauleiter in NRW tätig, habe ein Jahresgehalt von 58.500 € Brutto + Firmenwagen bei 40 Std. und kann mir die Woche komplett frei planen und einiges auch im Homeoffice erledigen.

Kenner | 17. Dezember 2020 - 11:13

@Frank:
Nichts für ungut Frank, aber mit den Gehältern die du jetzt hast, steigst du heute als Master ein. Also im Norden/Süden/Westen, ich weiß nicht wo du jetzt arbeitest, aber es klingt meiner Meinung nach mit 7 Jahren Arbeitserfahrung einfach nach schlecht verhandelt. Ich hoffe du bringst bei deiner nächsten Arbeit deine Erfahrung besser ein und kannst damit dann punkten. 55.000 EUR Gehalt nach 7 Jahren ist definitiv zu wenig.

Frank | 15. Dezember 2020 - 17:24

Ich habe mit meinen jetzt 7 Jahren im Beruf als Bauingenieur (erst Ingenieurbüro und später Bauleiter im Konzern) die Erfahrung gemacht, dass man auf dem Bau oft ausgenutzt wird. Will man mehr Geld ist man zu jung, aber nie zu jung um Verantwortung zu tragen und dass nicht grade wenig (z.B. als Bauleiter).

Wenn man die Gehälter unter ehemaligen Kommilitonen so vergleicht, sind alle in der selben Reichweite. Angefangen zwischen 38.000 – 42.000 EUR Gehalt und jetzt nach ca. 7 Jahren bei 47.000 – 55.000 EUR Gehalt. Ich bin da schon am oberen Ende. Viel ist das nicht und im Verhältnis zur Verantwortung und notwendigen Voraussetzung um diesen anspruchsvollen Job auszuführen geradezu lächerlich - über alle Bereiche hinweg auf dem Bau!

Erwartet nicht zu viel als Bauingenieur. Die Branche ist dreckig und schlecht bezahlt. Was hätte ich dafür gegeben, wenn mir das jemand im Studium gesagt hätte! Nicht so toll es später im Beruf zu spüren :(. An alle Absolventen, die sich hier erkundigen: Sagt später nicht, man hätte euch nicht gewarnt!

Der Einkäufer | 07. Dezember 2020 - 19:16

@Piotrowski:
Gibt es einen Bonus, Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld bei dir?

Piotrowski | 04. Dezember 2020 - 10:49

Ich habe den Gesellenbrief als Maurer, Fachabitur und bin staatlich geprüfter Bautechniker. In der Firma mit 70 eigenen Mitarbeitern und 100 Mitarbeitern der SUB bin ich Teamleiter seit über einem Jahr. Die Weiterbildung zum Gutachter WDVS (EU zertifiziert) habe ich auch.

In dem Unternehmen bin ich seit 6,5 Jahren, als Bauleiter bringe ich insgesamt 9,5 Jahre Erfahrung mit. Unserer Kerngeschäft ist WDVS und IP. Ein Firmenfahrzeug habe ich auch und 50-60 Stunden die Woche. Ich möchte eine Lohnerhöhung, um 6.500 € Brutto zu verdienen. Ich habe viel gelesen und verglichen, ist denke, es ist realistisch!? Hole mir aber gerne immer wieder Feedback zu meinen Ansichten, wie seht ihr das?

Durchstanzen | 29. November 2020 - 10:41

@Sven:
Nein, das ist keinesfalls fair! Ich kenne mich zwar bei euch im hohen Norden nicht so aus, was da das Durchschnittsgehalt für Bauingenieure betrifft. Aber im RheinMain Gebiet liegt dieses bei deiner Berufserfahrung zwischen 60.000 und 70.000 € Gehalt. Meine Erfahrungen nehme ich aus dem Hochbau / Ingenieurbau im Bereich Projektmanagement / Planung / Bauleitung.

M.Eng. | 29. November 2020 - 09:54

Also manche Kommentare hier kann ich nachvollziehen, manche nicht. Meiner Meinung nach, sind hier einfach viele unzufriedene Bauingenieure unterwegs. Ich habe einen Master und 2 Jahre Berufserfahrung. Verdiene bei einer 40 h Woche und entspannten Arbeitsbedingungen 55.000 Euro brutto. Meine Kommilitonen sind auch nicht unter 45.000 Euro Gehalt eingestiegen. Ich verfolge dieses Forum, seitdem ich damals mit dem Studium angefangen habe und hatte wirklich Bammel. "Schlechte Bezahlung / Überstunden / sei schlau, finger weg vom Bau!" kann ich so einfach nicht unterschreiben!

Jan | 28. November 2020 - 09:13

Ich bin Bauleiter im Osten und verdiene 50.000 EUR + Dienstwagen bei 5 Jahren Berufserfahrung. Stresslevel ist ok und ich habe ein angenehmes Arbeitsklima. Bin vom Gehalt her eigentlich total unzufrieden. Hab aber grade ein Haus gebaut und Kind bekommen und deswegen habe ich keine andere Wahl.

Meine Mutter ist auch Bauingenieur und als Bauüberwacher bei einem öffentlichen Auftraggeber. Sie ist 58 und in der höchsten Lohnstufe auf ihrer Position. Gehalt: ca. 62.000 EUR (auch im Osten). Erwartet nicht zu viel als Bauingenieur. Es sieht schlecht aus für viele Absolventen, die Geld verdienen wollen. Das findet ihr leider nur in Nischen, anderen Branchen oder im Ausland.

Achja, die Steuern hier im gelobten Land nicht vergessen! Dann steht da netto nicht viel mehr als bei einem guten Facharbeiter, welcher Spesen, Zulagen und Überstunden vergütet bekommt. Der kann dann noch Feierabend machen, ohne Arbeit mit nach Hause zu nehmen oder gross nachdenken zu müssen. Die ganze Baubranche ist ein einziger Niedriglohnsektor. Von ausländischen Fachkräften bis zum Ingenieur.

Wasserwirtschaftler | 27. November 2020 - 12:14

@Melanie:
Das ist ohne Branche und Region überhaupt nicht seriös einzuschätzen.

HansWurst | 26. November 2020 - 10:16

Hier findet Ihr die aktuelle Gehaltstabelle der IG Bau:

http://www.budau.com/unternehmen/downloads/lohntabelle.pdf


Einstieg sollte m.E. nicht unter A6 = ca. 56.000 EUR Jahresgehalt = 4.500 EUR Monatsgehalt liegen.

Melanie | 22. November 2020 - 23:48

Ich möchte mich als Projektleiterin bewerben. Welches Gehalt ist angemessen? (3 Jahre Berufserfahrung)

Peter_Th | 21. November 2020 - 10:19

Was soll derzeit ein Bauingenieur (Master Diplom Wasserwirtschaft) als Berufseinstiegsgehalt in Thüringen erwarten?

Wissenshungrig | 19. November 2020 - 11:24

@Stuttgart:
Ich würde wirklich gerne wissen wo du arbeitest. Meine nächste Bewerbung wäre in deiner Firma. Der Grund ist nicht nur dein aktuelles Gehalt, sondern es scheint eine Firma zu sein, die einen schätzt. Ich würde auch gerne nur in einer Firma alles geben.

Frank | 18. November 2020 - 17:37

@Bauingenieur008:
Herzlich willkommen im Bauingenieur-Berufsleben. Zu aller erst hast du schon mal Glück gehabt, dass du es schon jetzt merkst. Bei vielen kommt das böse Erwachen erst nach einigen Jahren, wenn es zu spät ist. Willst du ähnlich wie andere Ingenieure verdienen, bleibt dir nur eins übrig: 50-60 h ackern und stressresistent sein, ggf. noch örtlich flexibel. Dann hast vielleicht Glück und ergatterst einen Job, der dir vielleicht ein halbwegs ordentliches Gehalt zahlt.

Du bist vom Gehalt her leider am unteren bzw. letzten Ende der finanziellen Nahrungskette bei den Ingenieuren. Sei froh, wenn du in paar Jahren 50.000 € Gehalt bekommst. Oder geh in die Bauleitung und mach dich für 60.000 € Gehalt kaputt. Oder du tust das einzig richtige: versuch umzusatteln. Berater, Aufbaustudium, Branchenwechsel, irgendwas! Wenn du bleibst, wirst du immer nur auf der "Verdienstresterampe" liegen.

Viel Glück! Und lass dich nicht von einigen Kommentaren hier im Forum "blenden". Du bist schlecht bezahlt und wirst es als Bauingenieur auch bleiben. Mach nicht den Fehler wie ich und glaub an gute Gehälter! Ich bin in die Bauleitung gegangen, um gut zu verdienen. Nach 6 Jahren habe ich die Schnauze voll gehabt und ein ordentliches Gehalt abgeschrieben. Bekomme ca. 60.000 € bei 50+h und nur Stress.

Ich will jetzt einfach nur noch zum Bauherren, da rumsitzen, kein Stress haben und versuchen es zu akzeptieren, dass meine IT-, Berater-, Bank- oder Maschinenbaufreunde 10.000-30.000 € mehr verdienen als ich. Und immer wenn wir uns austauschen gucken die komisch, wenn ich denen erzähle welche Verantwortung man hat und was ich verdiene. Ich höre immer "Oh ... so wenig" oder "Das machst du für so ein Gehalt?!"

Was für eine Verliererbranche! Ich hoffe meine Aktien holen mich aus diesen Sumpf raus! Viel Glück!

Bauingenieur008 | 18. November 2020 - 15:00

@Stuttgart:
Wow, ich hoffe dass ich nach 8 Jahren einigermaßen dahin komme wo du jetzt bist! Mir gefällt die Arbeit als Bauingenieur sehr! Deshalb kämpfe ich! Schön zu wissen, dass die Arbeit auch dementsprechend nach einigen Jahren entlohnt wird. Vielen Dank! :)

Franke | 18. November 2020 - 14:35

Ich bin gerade auf das Forum gestoßen und habe ein bisschen in den Kommentaren geblättert. Es ist erschreckend, wie viele Ingenieurbüros und die öffentliche Hand uns Bauingenieure mit mittelmäßigen bis schlechten Gehältern versucht zu ködern. Mit 2-3 Jahren Berufserfahrung sind in der freien Wirtschaft 4.500 € bis 6.000 € brutto drin. Darunter sollte man sich nicht abspeisen lassen. Trotz Corona wird noch extrem viel nach Fachleuten gesucht, weil viele in Rente gehen. Ich habe das Gefühl, viel zu hoch kann man sein Einstiegsgehalt gar nicht ansetzen, wenn man realistisch unter 6.000 € bleibt.

Stuttgart | 17. November 2020 - 15:02

@Bauingenieur008:
Die 3.700 € / Monat finde ich auch in Stuttgart wenig mit Masterabschluss. Was dir bleibt ist wechseln oder jedes Jahr ein neues Gehalt verhandeln. Ich habe vor 8 Jahren in Stuttgart mit einem Bachelorabschluss angefangen und 3.500 €/Monat verdient. Inzwischen verdiene ich bei der selben Firma inklusive Prämie 6.800 € / Monat + Firmenwagen.

TragwerksplanerHH | 16. November 2020 - 17:42

@Bauingenieur008:
Nichts für ungut, aber wenn du dich erst mit dem Berufsanfang damit befasst hast ist das halt auch wenig clever. Als Bauingenieur ist auch ein gutes Gehalt möglich, allerdings schwerer zu erreichen als in den anderen Ingenieursbranchen. Falls das jetzt nach der Probezeit nichts wird, nicht den Kopf hängen lassen.

Wer es wirklich will schafft es auch höher zu kommen. Notfalls halt der Jobwechsel. Als Tragwerksplaner ist der Schritt nochmal einen Schritt schwieriger, aber auch hier ist alles möglich, man muss halt auch gut malochen können, von nichts kommt im Bauingenieurwesen leider nichts (Jedenfalls in der Regel). Viel Erfolg bei der Verhandlung, es ist mehr drin, aber übertreiben würde ich es zu Anfang nicht, der Lernfaktor in den ersten beiden Jahren ist wichtiger, danach kannst du anfangen in größeren Sprüngen zu denken. LG

Bauingenieur008 | 15. November 2020 - 11:43

Ich habe meinen Master abgeschlossen und arbeite jetzt in einem Ingenieurbüro in Stuttgart und verdiene 3.700 € Gehalt brutto. Ich bin noch in der Probezeit. Ich hoffe, dass ich nach der Probezeit eine Gehaltserhöhung kriege. Ich hätte gedacht als Bauingenieur bekommt man wirklich ein besseres Gehalt!?

Markus | 13. November 2020 - 21:56

Mich interessiert, was ein Bauingenieur mit 4 Jahren Berufserfahrung in Berlin mit Master (Uni) als Tragwerksplaner so ca. verdienen kann bzw. ob eine Gehaltsvorstellung von 4.500 Euro pro Monat (also ca. 58.000 Euro pro Jahr bei 13 Monatsgehältern) realistisch ist?

Tragwerksplaner NRW | 02. November 2020 - 21:54

Hier mal meine Eckdaten:

  • Masterabschluss Ende 2012
  • Tragwerksplaner im Industriebau
  • Standort NRW
  • 40h/Woche mit Überstundenvergütung
  • Jahresgehalt = 13 x 5.500 = 71.500 €

Hans-Joachim | 31. Oktober 2020 - 15:39

Berufseinstieg Bauleitung (Bachelor): Ich habe in naher Zukunft ein Bewerbungsgespräch (in Niedersachsen) und würde mir daher gerne die Meinungen von diversen Bauleitern anhören. Das Gespräch ist mit einem mittelständischem Unternehmen, ca. 1000 MA. Folgende Fragen habe ich:

  • Wie hoch sollte ich das jährliche Bruttoeinkommen ansetzen?
  • Auf welche Dinge sollte ich achten?
  • Was sollte auf jeden Fall erwähnt werden?
Ich bedanke mich im voraus für die (hoffentlich) vielen Beiträge!

Vermesser | 20. Oktober 2020 - 09:52

Ich arbeite als Vermessungsingenieur in einem kleinem Büro (25 Mitarbeiter), 36 St./Woche und habe 7 Jahre Berufserfahrung. Mich interresiert, wie viel verdient ihr als Vermessungsingenieur?

Reto | 18. September 2020 - 17:04

@StatikerMünchen:
Nach 3 Jahren Erfahrung in München wären für mich 56.000 € Gehalt drinnen. Es gibt Bauingenieure, die mit so einem Gehalt ihren Einstieg (mit Master) machen.

StatikerMünchen | 18. September 2020 - 08:29

Ich komme aus der Slowakei, wo ich den Bachelor (Uni) studiert habe. Dann bin ich nach München gekommen und habe den Master (Uni) studiert. Seit 3,5 Jahren arbeite ich in einem Ingenieurbüro (ca. 40 MA) als Statiker/Tragwerksplaner. Einstiegsgehalt war 3.300 € monatlich (39.600 € Gehalt jährlich) und jetzt bekomme ich 4.150 € monatlich (49.800 € Gehalt jährlich). Ich weiß nicht, wie viel meine Kollegen verdienen, aber ich habe das Gefühl, dass sie mehr als ich verdienen. Glaubt ihr 4.150 € in München mit 3 Jahren Erfahrung ist angemessen? Danke!

Mathegenie? | 08. September 2020 - 20:17

@bauingenieurin:
Was genau möchtest Du uns damit sagen? E12 bedeutet aktuell (TV-L, Entgelttabelle 2020) ca. 70.780 Euro/ Jahr in der Stufe 6, die man nach 21 Jahren längst erreicht hat. Und dieses Gehalt bezieht sich auf 39 Wochenstunden, keine unbezahlten Überstunden?

Wenn Du das mal umrechnest auf 50 h/Woche, hätten es schon gut 90.000 Euro pro Jahr sein müssen (und nicht 75.000), um besser da zu stehen als im öffentlichen Dienst.

bauingenieurin | 08. September 2020 - 06:26

Ich habe jetzt einige beitraege gelesen, nachdem ich zufaellig auf dieses forum gestoßen bin. zu mir: bauingenieurin fh, diplom 1993, seit 1985 in der baubranche, 54 jahre alt, ein jahr (!!!!) elternzeit. mein einstiegsgehalt ist denke ich uninteressant, dafuer umso mehr, was ich zuletzt verdiente: E12 2014 nach 21 jahren berufserfahrung als bauingenieurin im grundbau, deichbau, straßenbau und projektsteuerung, danach bei der DB ebenfalls aehnlich E12 als bezirksleiterin infrastruktur.

Ich bin dann in ein architekturbuero in die bauüberwachung gewechselt und habe 80.000 € Gehalt vereinbart (72.000 € fest plus 8000 € praemie, die mit 3000 € dann auch gezahlt wurde) ueberstunden bis 50 h/ woche, die weder ausgezahlt wurden noch abgefeiert werden konnten. im fruehjahr dieses jahres habe ich mich selbststaendig gemacht, mit 54. mal sehen, was passiert.

Baumaster | 05. September 2020 - 15:01

Ich würde mich über eure Meinung zu meiner Gehaltsvorstellung freuen.

Zu mir:

  • 26 Jahre alt, stehe kurz vor dem Master Abschluss an einer TU
  • seit 1 Jahr als Werkstudent in der Firma in der Bauleitung tätig (BVH hat ca. 10.000 qm Fläche)
  • Projekt- und Bauleitung sind von meinen Fähigkeiten überzeugt und haben das auch so an die Geschäftsführung weitergegeben
  • zum Unternehmen: SF-Bau, Hallenbau, ca. 7.500 MA, 3,5 Mrd. Euro Jahresumsatz
Firmenwagen (BLP ca. 30.000 €) inkl. Privatnutzung (1 %-Regelung), Jahresprämie, Bonuszahlungen werden gezahlt. Überstunden werden nicht bezahlt; Baustelleneinsätze sind meist weiter weg vom Wohnsitz, das wird gesondert vergütet.

Ich stelle mir ein Jahresgrundgehalt von 58.000 € inkl. 13. Gehalt und Urlaubsgeld vor; Prämien, Sondervergütungen wie Spesen etc. nicht einberechnet. Ist das realistisch? Vielen Dank!

ejjjj | 05. September 2020 - 07:47

Ich konnte nun noch einmal einen Gehaltssprung erreichen. Verdiene nun mit 27 Jahren und 5 Jahren Berufserfahrung als Bauleiter im Tief- und Straßenbau ein monatliches Fixum von 6000 €. Was mich aber viel mehr freut, ist meine hohe Variable, welche an den Baustellenergebnissen gemessen wird. Hier steht die aktuelle Prognose bei 23.000 €. Zusammen sind das 6 x 12 = 72.000 EUR Gehalt fix und 23.000 EUR variabel = 100.000 EUR. Ich denke für mein Alter ist das ein sehr sehr ordentlicher Lohnzettel.

Grundler | 04. September 2020 - 18:33

@Student:
Zitat: "Ich denke mit harter Arbeit und Menschenkenntnis ist mehr möglich als die durchschnittlichen 50.000-60.000 EUR Gehalt."

>> Absolut richtig. Ich bin mit mittelmäßiger Arbeit und Menschenkenntniss bei knapp 60.000 Euro. Also klar, da ist Luft nach oben ABER: Mit harter Arbeit und Menschenkenntnis steht man in anderen Branchen eben nicht bei 70.000 EUR Gehalt, sondern bei 90.000 EUR.

Peter | 04. September 2020 - 10:54

@Bauer123:
Ich würde das grundsätzlich im Bereich Kalkulator / Bauleiter einordnen. Aber sehr wichtig dabei sind die Details, wie bei allen anderen Tätigkeitsbereichen auch: arbeitet man selbständig und trägt Verantwortung, dem gegenüber würde z. B. stehen, dass man eher zuarbeitet und letztendlich eine andere Person verantwortet usw.

Letzteres kann gerade zu Beginn der Fall sein, da man meiner Meinung speziell im Bereich Nachtragsbearbeitung eine gewisse Erfahrung benötigt, sowohl aus den Tätigkeitsfeldern der Bauleitung (z. B. um Ursachen/Begründungen der NT erkennen/darlegen können) und Kalkulation (um die Ursachen >> Folgen kostenmäßig schlüssig darzustellen und vor allem "gut" verkaufen zu können). Interessant ist es sicherlich, wenn Du berichtest wie es gelaufen ist.

bauing45 | 04. September 2020 - 09:29

Mich interessiert, wie die allgemeine Einschätzung zu den Tariflohngruppen 5 bis 7 für Bauingenieure ist?

Kalkulator89 | 01. September 2020 - 16:45

@Alle:
Ich würde mich auf eure Schätzungen auch freuen! Im September 2014 bin ich als Bauingenieur nach Deutschland gekommen, um mein Master-Studium fortzusetzen. Im Dezember 2017 habe ich mein Studium mit Vertiefung Wasserbau (Programm war auf Englisch) abgeschlossen. Während meines Studiums habe ich zwei Praktika (im Bereich Hochbau) bei zwei sehr renommierten Firmen in den Bereichen Energieversorgung und Automobilindustrie gemacht.

Danach bin ich direkt bei einer großen Firma (mehr als 10.000 Mitarbeiter) in Baden-Württemberg eingestiegen. Seit 2018 bin ich als Kalkulator (Rohbau) beschäftigt und verdiene ich ca. 50.000 € Gehalt inkl. Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld sowie Einmalzahlung. D.h. Basis sind 3.852 € Gehalt monatlich. Wie findet ihr das?

Student | 27. August 2020 - 12:19

Ich bin im Master angelangt und habe mich leider erst viel zu spät mit dem Thema Gehalt auseinandergesetzt, da mir ca. jeder in der Schule erzählt hat, wie gut das Gehalt als Bauingenieur doch ist. Das Studium an der TU war für mich hart, allerdings habe ich einen guten Bezug dazu gefunden und freue mich auf die Praxis. Mir ist bewusst, dass ich die ersten Jahre sicher 60 h ackern werde.

Ich weiß es ist viel Stress, aber für jemanden der eine geringe Mathe-Begabung hat, war das Studium mit 7-Tage Lernwochen auch nicht grade ein Zuckerschlecken. Ich bin halt eher eine Arbeitsbiene als ein "Seher". Durch die - aus meiner Sicht - hohe Sozialkompetenz, die sich in meinem Lebenslauf auch widerspiegelt, erhoffe ich mir dennoch eines Tages, nach dem Erlernen der Basics in der Bauleitung in höheren Aufgaben (Abteilungsleiter etc., mit Personalverantwortung) tätig zu sein.

Als Einstiegsgehalt für die Bauleitung werde ich denke ich mal 50.000 EUR Gehalt nennen. Gut? Oder sollte ich lieber mit TU Abschluss im konstruktiven Ingenieurbau (wird ca bei 2.0 liegen) höher angreifen? Werde es bei Konzernen versuchen, daher denke ich, dass die Einschätzung realistisch ist.

Bitte gerne darauf antworten! Übrigens freut es mich anders als andere hier auch mal Kommentare zu sehen, in denen Menschen "viel" verdienen (Ich denke der Großteil von denen schaut aber auch nicht in dieses Forum ;). Das gibt mir persönlich Motivation, meinen Traumberuf auch voll ausschöpfen zu können. Ich denke mit harter Arbeit und Menschenkenntnis ist mehr möglich als die durchschnittlichen 50.000-60.000 EUR Gehalt.

Zerstört gerne meine Ansicht, ich werde es trotzdem versuchen. Wenn nicht habe ich halt nur einen Job, der mir gefällt und das Gehalt reicht zum Überleben. Eine Familie wird man ernähren können, meine Mutter hat das mit ihrem schlechtem Physio-Gehalt für zwei Söhne auch gewuppt. Peace Out, ein trotz aller negativer Kritik immer hoffnungsvoller Bauingenieur!

Bau-Manager007 | 26. August 2020 - 17:04

10 Länder mit den höchsten Gehältern für Bauingenieure: Nr. 8 Deutschland (u. hinter China) Durchschnittsgehalt - 68.000 US-Dollar. Bauingenieure in Deutschland verdienen zwischen 3.700 und 6.000 Euro pro Monat. Einsteiger verdienen 3.000 €, Absolventen mit einem Master-Abschluss 4.000 €. Nr. 1 Schweiz, aber bewertet - die weit höheren Landes-Kosten.

https://naibuzz.com/10-countries-with-the...

PS: Claim Management im IPA-, Lean-; Scrum-,... bis Digitalen-KI-4.0 -Planen und Bauen-Zeitalter? ist und war: Freunde zahlen aber Feinde nicht.

Bauer123 | 24. August 2020 - 11:51

Hat niemand eine Einschätzung zu meiner unten stehenden Frage? (Bauer123 | 19. August 2020 - 10:25) Ich werde mitteilen, was sich ergibt, in 10 Tagen ist das Gespräch.

Bauleiter991 | 21. August 2020 - 20:41

@ALE:
In diesem Beitrag geht es doch darum, wie viel ein Bauingenieur verdient. Mein Tätigkeitsbereich liegt immer noch in der Bauleitung und ein Teil Vertrieb, deswegen ist es mir schleierhaft, warum mein Kommentar so daneben ist. In diesem Forum wird so oft negativ über das Gehalt geschrieben, jedoch ist dies einfach falsch. Bei uns ist ein Einstiegsgehalt von 50.000 EUR mit Master-Abschluss normal und bei vielen anderen Betrieben auch.

@Reis:
Ja ich sehe mich fleißiger und einsatzbereiter als andere Bauingenieure, aber es gibt auch wesentlich kompetentere Leute als mich. Es ist doch wie in jedem anderen Beruf auch, wer Leistung zeigt wird besser bezahlt als der Arbeitskollege, der weniger Leistung zeigt. Der Gehaltsunterschied zu anderen Ingenieuren ist auch nicht mehr so groß wie früher.

ALE | 21. August 2020 - 17:42

@Bauleiter991:
Dein Kommentar ist total daneben, sorry! Wir reden hier vom Bauingenieurgehalt und nicht über das Gehalt der Geschäftsführung (Prokurist)! Könntest du uns bitte verraten, was die "normalen" Bauingenieure in ihrem Unternehmen verdienen? Ich bin mal gespannt.

Reis | 21. August 2020 - 15:25

@Bauleiter991:
Siehst du dich als deutlich fleißiger und einsatzbereiter als die anderen Bauingenieure? Wenn ja, dann Glückwunsch, dass du es bist. Wieso setzt man aber denn so oft voraus, dass man fleißiger und einsatzbereiter sein muss(!), um gutes Geld zu verdienen? Reicht es nicht aus, einfach nur gut zu sein? Ich rede nicht mal von schlecht. Im Vergleich zu den High-Potentials anderer Ingenieure ist das Gehalt dann nämlich wieder unterdurchschnittlich.

Und wenn du nicht fleißiger und einsatzfreudiger bist als die anderen, warum erwähnst du es dann. Nichtdestotrotz, dein Gehalt ist gut und als Bauingenieur sehr gut. Liegt es am Stahlbau, an deinen außerordentlichen Leistungen? Da kenne ich mich nicht so aus? Aber okay.

Bauleiter991 | 21. August 2020 - 11:09

Hallo liebe Kollegen, die negative Einstellung gegenüber unserem Beruf kann ich nicht nachvollziehen. Mit genug Einsatzbereitschaft und Fleiß kommt man auch als Bauingenieur zu einem guten Gehalt. Ich arbeite seit 25 Jahren als Bauingenieur und bin mittlerweile bei einem Gehalt von 135.000 Euro angekommen, was sich alle 2 Jahre erhöht - inklusive Firmenwagen. Natürlich auch mit viel Personal und Projektverantwortung.

Ich bin mittlerweile als Prokurist bei einem Unternehmen mit 200 Mitarbeitern (Richtung Stahlbau) angestellt. Mein jetziges Gehalt liegt bei 103.000 Euro plus Firmenwagen und einem Bonus gegen Ende des Jahres. Mit Bonus komme ich auf dann auf die ca. 135.000 Euro Gehalt. Tendenz steigend.

Bauer123 | 19. August 2020 - 10:25

Meine Frage bezieht sich auf das Gehalt im Bereich Claim Management, Nachtragsbearbeitung, Nachtragsabwehr etc. Ich habe die Möglichkeit auf 40 h Basis in eine Firma mit ca. 40 Angestellten einzusteigen. Sitz in der Mitte Deutschlands. Ich bringe ca 2 Jahre Erfahrung in diesem Bereich mit, allerdings als Werkstudent. Sucht man nach Gehältern, gestaltet sich dies recht schwierig, von / bis. Ehemalige Kollegen möchte ich ungern auf Ihr Gehalt ansprechen.

Daher die Bitte / Frage an EUCH - in welchem Bereich könnte sich das Gehalt bewegen bzw. mit welcher (häufiger zu findenden) Stellenbeschreibung lässt sich das Gehalt in etwa vergleichen?

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