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Montag, 08. März 2021
Ausgabe 7140 | Nr. 67 | 20. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 20

1662 Kommentare | 737025 Aufrufe Kommentar hinzufügen
bau-insch | 04. Oktober 2012 - 20:27

Hinsichtlich dem Honorar der Ärzte kann ich Equilibrium nur zustimmen! Weitere Ausführungen finden sich z.B. in
http://www.fr-online.de/wirtschaft...

5.500 Euro netto, das sind bei Steuerklasse 1 nahezu 10.000 Euro brutto bzw. bei Steuerklasse 3 nahezu 9.000 Euro brutto!

Schmeißfliege | 04. Oktober 2012 - 16:45

Das mit dem Streik hört sich ja richtig süß an. Wenn in Frankreich Piloten, Saftschubsen, Sicherheitsleute, Gepäckschlepper, Lotsen oder Gott weiß wer streiken, dann ist der ganze Flughafen und die halbe Lufthansa stillgelegt. Wenn z.B. bei Bosch die Wischerblatt-Kolonne streikt, dann steht 10 Tage später die gesamte Produktion bei VW, Daimler, BMW, Opel, etc., weil die aufgrund Just-In-Time Lieferungen ihre Autos nicht fertig bauen können.

Laut statistischem Bundesamt gab es im Jahr 2009 60.144 Ingenieurbüros. Wenn jemand die Belegschaften von 10 Büros unter einen Hut bekäme (man beachte den Konjunktiv), also ca. 35 angestellte Ingenieure streiken würden, ständen 60.134 andere Ingenieurbüros bereit um kleinere Unpässlichkeiten auf der einen oder anderen Einfamilienhaus-Baustelle abzufedern und es würde nicht mal die Lokalpresse berichten. Vielleicht etwas überspitzt, aber ich glaube der Unterschied ist erkennbar...

biene | 04. Oktober 2012 - 11:32

@Heinz:
Genau da liegt das Problem. Ich kenne auch ein paar solcher Granaten, kenne aber auch welche, die fast für das Doppelte eingestiegen sind bzw. das 1,5 fache (ich will nicht übertreiben). Diese Leute haben null Mitleid verdient.
Aber Equilibrium, das ist so wahr was du da schreibst. Bauingenieure stellen teilweise Bauingenieure ein und haben wenig Interesse an sie sehr hohe Gehälter zu zahlen.

Ich werde mich als Bauingenieur selbstständig machen (habe ich zumindest vor), weil ich das genauso sehe wie du.Ob das gelingt, weiß keiner vorher. Und ja, ich habe auch ein wenig Angst vor so etwas, wer hat die nicht? Gerade was ich hier von dem ein oder anderen meiner früheren Studienkollegen gehört habe oder von so manchem Ingenieurbüro. Ich finde das teilweise eine Frechheit, was da gezahlt wird und was da verlangt wird (steht bei manchen in absolut keinem Verhältnis). Deswegen sollte man auch mal NEIN sagen zu einer Stelle. So wird niemand glücklich, eher das Gegenteil ist der Fall. Bei mir an der Hochschule haben übrigens mehr Bauingenieure den Bachelor angefangen als Betriebswirtschaftler. Allerdings macht kaum jemand den Master. entweder die fliegen alle raus, haben keinen Bock oder finden eine gute Stelle. Anders kann ich mir das nicht erklären.

MB | 04. Oktober 2012 - 04:09

Bei meiner Berufswahl war die Frage, wo geht die Reise hin, sprich wie viel kann ich als Geschäftsführer oder bester Mann erreichen, wichtiger als das Anfangsgehalt. Als Orientierung finde ich dies nicht abwegig: Was verdienen die GmbH Chefs:
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/buero...
Die Aussage: Im Kerngeschäft gibt es am Bau nichts zu verdienen - ist falsch und gleichzusetzen mit: Haben wir schon immer so gemacht. Durch schlanke Bauprozesse sind locker 20 % zum Verteilen erreichbar.

Heinz | 03. Oktober 2012 - 19:00

Ich kenne 2 Kommilitonen die nach ihrem Diplomabschluss mit 24000€/a angefangen haben (Planung Straßenbau, Osten) und solange es noch solche gibt, wird sich auch nicht viel tun...
Vielleicht wäre es für die ganze Bauwirtschaft von Vorteil, wenn die öffentliche Hand bei öffentlichen Ausschreibungen gezwungen wird niemals den billigsten zu nehmen, sondern den 2ten. Dann würde jeder Baubetrieb und Planungsbüro etc. nicht so knall hart kalkulieren, sondern normal....

biene | 03. Oktober 2012 - 10:24

@bronzki:
Ich bin voll deiner Meinung. Es müsste einen Interessenverband/eine Gewerkschaft (ähnlich IG Metall nur eben kleiner geben), wo Bauingenieure organisiert sind. Aber wie willst du es umsetzen? Aber du hast recht, Fluglotsen, Piloten, Metallarbeiter/Maschinenbauings, Ärzte, Apotherker ja sogar Lehrer gehen streiken und bekommen das organisiert. Nur wieso nicht die Bauingenieure? Ich fand ja schon immer, die Bauingenieure waren ein komisches Volk (zumindest in meinem Semester).
Vielleicht liegt es daran, dass die sich ausbeuten lassen und den Mund halten. Es muss etwas passieren und wie ich das sehe, passiert bei Manchen gar nix. Die fangen mit 2000-2800 Brutto im Statikbüro an und nehmen das einfach so hin. Ich verstehe es nicht.

Equilibrium | 02. Oktober 2012 - 22:30

@hornisse & pro21:
Nach meinen Informationen haben niedergelassene Ärzte nach Abzug der Praxiskosten im Durchschnitt noch ein Einkommen von 160.000 Euro/Jahr, wobei es große Unterschiede gibt vom eher schlecht bezahlten Hausarzt bis hin zum fürstlich bezahlten Radiologen. Dass viele Leute denken, es würde den Ärzten auch irgendwie schlecht gehen ist hauptsächlich gut organisierte Lobbyarbeit und trifft in der Realität eher nicht zu. Ich kenne persönlich mehrere Ärzte. Einer davon erzählt seinen Arzthelferinnen ständig, dass es immer schlechter wird mit den Honoraren und er keine Lohnerhöhung geben könne. Am Wochenende fährt er mit seinem neuen Audi Cabrio durch die Gegend, mit dem er aber nie zur Praxis fährt. Vor seinen Mitarbeitern jammert er stattdessen lieber.

Ein angestellter Arzt hat mir mal erläutert, wie viel er an Zulagen für Schichtdienst, Überstunden etc. bekommt. Da hat dann das tatsächliche Gehalt des Arztes mit dem öffentlich kommunizierten Grundgehalt laut Tarif nicht mehr viel zu tun.
Generell gibt es bei den Bauingenieuren ein großes Problem, das hier noch nicht angesprochen wurde: Viele Bauingenieure sind als Büroinhaber selbst Arbeitgeber für andere Bauingenieure. Gerade diese unternehmerisch tätigen Bauingenieure haben überhaupt kein Interesse an hohen Ingenieurgehältern, da diese ja das eigene Unternehmen in erster Linie belasten.

Diese Konstellation ist bei Ärzten nur äußerst selten und bei Piloten überhaupt nicht gegeben. Dort ziehen alle an einem Strang, während im Bauwesen ja gerade von den in der Öffentlichkeit stehenden Bauingenieuren höchstselbst immer so getan wird, als wäre im Bauwesen alles super. Hierin liegt sicher auch ein großes Problem, weil durch falsche Hoffnungen eine größere Menge von Abiturienten in das Bauingenieurstudium gelockt wird, als sich im natürlichen Gleichgewicht zwischen tatsächlicher Nachfrage und Angebot ergeben würde.

biene | 02. Oktober 2012 - 21:01

@Hummel
Unterbezahlt für einen Master. Das ist das Einstiegsgehalt eines Bachelors, aber nicht eines Masters. Ich versteh nicht, wieso manche sich so "unter Wert" verkaufen. Aber gut, in der Bauleitung ist es oft egal ob Master oder Bachelor (oft sogar Bautechniker; also ohne Studium).
Aber nun gut, das ist deine Sache. Dein Chef lacht sich wahrscheinlich einen ins Höschen für so wenig Geld einen Master zu bekommen.:-)

Trotzdem:
Bachelor: 40 000 Einstiegsgehalt
Master: 45 000 + Einstiegsgehalt

Das sind die Hausnummern, woran man sich halten sollte.

@Bronzki
Du redest nur von Statikern. Nicht jeder Bauingenieur ist Statiker. :-)

biene | 02. Oktober 2012 - 20:53

Als Master werde ich 45.000-50.000 EUR Einstiegsgehalt verlangen. Darunter gibts nicht!! :-) Und jeder, der noch ganz normal ist, sollte das auch verlangen und bekommen.

Hornisse | 02. Oktober 2012 - 20:34

@Bronski:
Eine Art Dachverband, der die Interessen, der Ingenieure schützt, wird nichts nützen, denn in der EU kann auch jemand in Malta oder Portugal deine Arbeit / Projekte machen. Und im Bauwesen entscheidet immer der Eingabepreis der Leistung. Da die zu erbringende Leistung vorher fest definiert ist und der Anbieter der Leistung haftbar gemacht werden kann, gibt es auf der Seite keinerlei Unterschiede zwischen den einzelnen Angeboten. Allein der Preis ist unterschiedlich.

Statiker A bietet das Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage zu 75.000 EUR an, Statiker B will aber nur 70.000 EUR haben. Hui, denkt sich der Bauherr / Architekt. Ich nehm natürlich Statiker B und investiere die gesparten 5.000 EUR in eine schöne Küche / Bad / Fenster....

Machst du doch auch so. Elektronik-Markt A verkauft das neue I-Pad für 650 Euronen und Elektronik-Markt B hat gerade Spezial-Sensations-Aktionswochen und will nur 545 Euronen. Beide Läden liegen direkt nebeneinander in der Einkaufsmeile. Frage: Wo kaufst du dein neues I-Pad?

Und am Ende des Tages denkt ein Bauherr doch "Ich will doch nur ein stinknormales Haus. So eines wie es in unserer Stadt schon tausende gibt. Nix besonderes. Was kann das also schon kosten? Wurde ja seit mehreren tausend Jahren schon so gebaut - ein paar Wände und Decken darauf gelegt. Fertig. Warum soll ich da dem Ingenieur noch soviel Geld zahlen? Die verdienen sich doch sowieso schon dumm und dämlich. Steht ja schliesslich auch so in der Zeitung, dass Ingenieure massiv gesucht werden und mit Geld zugeschüttet werden."

Hummel | 02. Oktober 2012 - 17:43

Master (Bauingenieurwesen), Berufsanfänger-Bauleitung, Einstiegsgehalt 40.000 EUR/a.

Bronzki | 02. Oktober 2012 - 16:00

@Hornisse:
Es gibt noch 2 weitere Gründe, warum Ärzte mehr Geld verdienen:
1) Sie haben ihre Praxen stets vor Ort, damit der Patient nicht extra ins Ausland fahren muss. Billig-Konkurrenz aus dem Ausland hält man sich so vom Leib. Wer fährt schon im Falle von akuten Zahnschmerzen vom Ruhrgebiet bis nach Polen?
2) Außer den 10 € Praxisgebühren und geringfügiger Medikamentenzuzahlungen braucht sich der Versicherte keine Gedanken über die Rechnung zu machen, die ihm der Arzt ausstellen wird. Ausnahme sind natürlich Privatversicherte, die sich aber das Geld dann später von ihrer Krankenkasse zurückholen.

Es sind aber nicht nur die Ärzte. Gleiches könnte man auch über Anwälte sagen: Dort geht man im Allgemeinen auch nur hin, wenn man akuten Bedarf hat, z.B. Ehescheidung, Erbschaftsstreitigkeiten, Verkehrsdelikte, etc. Man ist quasi froh, dass einem in einer "Notsituation" geholfen wird. Einem ausländischen Rechtsanwalt würde man vielleicht nicht so ohne weiteres zutrauen, dass er sich mit den deutschen Gesetzen so gut auskennt. Bei Ärzten oder Rechtsanwälten läuft auch viel mehr über Mund-zu-Mund-Propaganda.

Wann braucht der Ottonormalverbraucher schon mal einen Statiker? Vielleicht einmal in seinem Leben, wenn er sich ein Reihenhaus in einer schicken Neubausiedlung am Stadtrand kauft? Zum Zeitpunkt des Immobilienkaufs ist die Statik aber schon lange fertig und liegt dem Bauamt vor. Persönlichen Kontakt hat der "Bauherr" höchstens mit seiner Hausbank, mit der Baufirma oder in Ausnahmefällen noch mit dem Architekten. Was interessiert es den Bauherrn schon, ob die Statik von einem "guten" oder "schlechten" Statiker gemacht wurde. Den Unterschied wird er niemals merken. Es sei denn, es käme zum Totalversagen eines Bauteils oder des Gebäudes. Das passiert aber äußerst selten. Ausnahmen: Eislaufhalle Bad Reichenhall, Kölner U-Bahn, Fassade am neuen Berliner Hbf.

Kurzum: Der "Endkunde" sieht keinen Zusammenhang zwischen persönlichem Nutzen und der Einhaltung der HOAI. Es gibt nur einen Weg: Die Bildung einer Art "Gewerkschaft deutscher Tragwerksplaner" (GDT). Alle Statiker in Deutschland müssten dort Mitglied sein und sich verpflichten, ausschließlich zu 100% der HOAI-Sätze zu arbeiten. Dann gäbe es kein Lohndumping und keine "Krähen". Genauso wenig wie bei der Pilotenvereinigung Cockpit, beim Marburger Bund, usw. Eigentlich wäre das alles Sache der Politik, bzw. der Ingenieurkammern. Dort hat man aber wenig Interesse an evtl. steigenden Planungskosten. Die öffentliche Hand ist ja selbst Auftraggeber und nicht Planer. Also müssen wir Statiker es selbst in die Hand nehmen. Genauso wie es die Piloten, die Flugbegleiter, die Lokführer, die Fluglotsen, die Ärzte, die Apotheker, die Metallarbeiter uvm. gemacht haben. Wer schließt sich mir an?

PM | 02. Oktober 2012 - 09:39

@karabaja und Hornisse:
35.000 EUR ist weder mit null noch mit vier Jahren Berufserfahrung als Ingenieur ok. Weder in Süd-, Nord, Ost- oder sonst wo in Deutschland. Das ist lächerlich. So langsam glaube ich, dass es hier eine Lobby von Arbeitgebern gibt, die hier die Gehälter schlecht reden, damit es als normal angesehen wird.

kalkulator | 01. Oktober 2012 - 21:27

biene: " Und zwar jedes Ingenieurbüro, nur so gehen die Preise hoch"

Das würde ich als Kalkulator eines Bauunternehmens ja manchmal auch gerne so machen. Nur müssten sich die Firmen dazu absprechen - und das ist VÖLLIG ZU RECHT nicht erlaubt!

Es ist einfach freier Markt: Kann ein Unternehmen keine Kostendeckung erreichen, geht es zugrunde. Das Kräftespiel sieht so aus: Kann ich für einen möglichst geringen Lohn jemanden finden, der die Arbeit gerade noch so gut macht, dass es nicht fehlerbedingt teurer ist, als wenn die Arbeit von jemandem gemacht wird, der sie besser macht, dafür aber auch mehr Lohn möchte.

Kurz: Wer gut ist kann mehr verlangen, wer weniger gut ist, weniger.

Ich ziehe bei jeder firmeninternen Lohnerhöhungsrunde den Kopf ein, weil ich weiss, dass ich wieder ein halbes Jahr lang entweder keinen Auftrag ergattere oder nur, wenn ich von vorneherein mit Minus kalkuliere. Umgekehrt: Wenn "meine" Leute zu viel verlangen, steigen die Chancen, dass sie sich auf absehbare Zeit einen neuen Job suchen müssen, weil es das Unternehmen nicht mehr gibt - oder, weniger dramatisch, das Einkommen wieder sinkt, weil Stunden geringer werden bis hin zur Kurzarbeit. Wir haben gute, motivierte Leute - die wären alle mehr Wert, keine Frage.

Ich wüsste nicht, welche gesetzlichen Regelungen besser oder gerechter wären, als dieses freie Kräftespiel. Die einzige Idee, die mir kommt, ist ein gesetzlich vorgeschriebener extra-Bonus nach mängelfreier Abnahme, um Qualität etwas zu fördern. Allerdings werden dann die Auftraggeber mit dem Mikroskop nach Härchen in der Suppe fahnden. Auch dann wird das vor allen den Rechtsanwälten das Einkommen sichern.

Mit einem Arzt werde ich auf gar keinen Fall tauschen. Die Verantwortung ist irre, die Arbeitszeiten auch. Dazu kommt: Das was den Reiz des Medizinerdaseins ausmacht, kann gar nicht mehr ausgelebt werden: Geduldig mit viel Menschenkenntnis zu helfen. Stattdessen behandeln im Minutentakt. Ein mir gut bekannter Anästhesist steht öfters 24h am Stück im OP, gelegentlich nach vorherigem "Bereitschaftsdienst". Ein LKW-Fahrer wird viel früher aus dem Verkehr gezogen...

biene | 01. Oktober 2012 - 17:35

35.00 nach 4 Jahren sind absolut unterbezahlt!! Ich hatte als Bachelor schon 40.000 (als Einsteiger) und war kein Überflieger. 1 Vorstellungsgespräch gehabt.
Nach 4 Jahren sollten es eher 45.000-50.000 sein (als Bachelor). Alles andere ist irgendwie unterbezahlt. Allerdings ist das im Osten was anderes.

@Hornisse:
Deine Texte tun mir beim Lesen weh. Du tust echt so, als bräuchte kein Mensch einen guten Bauingenieur und dieselbe Arbeit kann von jedem x-beliebigem Ingenieur aus dem Ausland gemacht werden. Ein guter Ingenieur wird genauso sein Geld verdienen wie ein guter Arzt.
Trotzdem hast du damit recht, dass sich manche dem Wert ihrer Arbeit nicht bewusst sind und einige auch Berufsanfänger ausbeuten lassen.

Hornisse | 30. September 2012 - 16:48

@karabaja
35.000 nach 4 Jahren im Job sind durchaus im Rahmen der Bauingenieursnormalität.
Je nach Region und Sparte gibt es auch mal mehr oder etwas weniger. Aber im Grossen und Ganzen bewegt sich das auf dem Meridian.

Versetz dich mal in die Lage deines Gegenübers. Wie soll er dir mehr zahlen, wenn er trotz der vorhandenen Gehaltsstruktur bei jedem Auftrag um eine rote Null kämpfen muss?
Eine Kuh, die nicht gefüttert wird, kann auch keine Milch geben.

Hornisse | 30. September 2012 - 16:42

@Equilibrium
Ärzte sind aber "Halb"götter in weiss. Wir Bauingenieure sind dagegen nur ein notwendiges, kostenverursachendes Übel, auf welches man gerne verzichten würde, es aber auf Grund rechtlicher Dinge nicht kann/will. Man braucht ausserdem einen nützlichen Deppen, auf den man im Zweifelsfall die Schuld abwälzen kann.
Vor 100 Jahren, als der Ingenieur noch ein angesehener und respektabler Berufsstand war, sah aber auch die Gesellschaft anders aus. Man war im technologischen Aufbruch, im Rausch der technischen Neuerungen. Man war wahrscheinlich offener für alles Neue. Heute dagegen gibt es hauptsächlich Berufsbedenkenträger und Berufsbetroffene (besonderer Dank an die 68er Generation).
Wenn du mal richtig krank wirst und dir alles weh tut, sodass dich die Schmerzen in den Wahnsinn treiben (harmlosestes Beispiel: Zahnschmerzen), dann weisst du, warum Ärzte zu den angesehenen Berufen mit entsprechendem Gehalt gehören. Du würdest buchstäblich alles geben, damit du wieder gesund und fit wirst. Je besser der Arzt, je namhafter seine Praxis/Klinik/Reputation, desto mehr sind die Leute bereit zu zahlen. Nicht umsonst bekommen auch Schönheitschirurgen, die quasi die (eingebildeten) Seelenschmerzen der gutbetuchten Klientel lindern, die höchsten Honorare.
Mit Ärzten und dem Gesundheitswesen ist es wahrscheinlich ein wenig so wie mit der Religion. Wenn die Leute am verzweifeln sind, todkrank oder sonstwie am Ende, fangen sie mit dem Beten an....oder greifen sonstwie nach jedem Strohhalm, egal was es kostet.
Ärzte werden gebraucht und die Gesellschaft hat sich an den gehobenen Status der Ärzte seit Jahrhunderten gewöhnt. Die Lobby ist entsprechend einflussreich. Welcher Politiker, der wiedegewählt werden will (und das wollen alle um schön weiter aus den steuergefüllten Trögen zu fressen), wird es mit einer geballten Gesundheitslobby, bestehend aus Krankenkassenbonzen, Pharmalobby und Ärztevertretern aufnehmen, wenn diese androhen die Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung nicht mehr gewährleisten zu können?
Auf der anderen Seite: Was passier,t wenn es eine Bauingenieursvertretung gäbe, die ähnlich drastische Massnahmen wie die Gesundheitslobby androht?
Richtig. Nichts. Denn dann kauft man diese Ingenieurdienstleistungen halt im Ausland ein. Deshalb und wegen der Werdhaftigkeit von Ingenieuren gibt es keine Interessensvertretung. Der Ingenieur in seinem Studierkämmerlein interessiert sich nicht für seine eigenen Belange. Solange er für andere Leute technische und logistische Probleme lösen kann, ist er zufrieden und glücklich. Und wenn er dann noch vor potentiellen Auftraggebern die Lösungen seiner Kollegen runterputzen kann, dann fühlt er sich sogar als richtiger King. Er bleibt aber trotzdem nur das beste Pferd in der Klebstoff-Fabrik.
Und mal ganz ehrlich, Ingenieure versuchen ständig einander die Augen auszuhacken (mit unterbotenen Honoraren; ausgefalleneren und arbeitsintensiveren Lösungen für das gleiche Honorar wie eine 08/15 Lösung; mit Extras, die nicht im Honorar inkludiert werden....).

Bei den Ärzten dagegen trifft die Analogie mit den Krähen zu....

Pro 21 | 29. September 2012 - 14:12

@Equilibrium
Also das Beispiel mit dem Arzt finde ich mal absolut nicht zutreffend. Selbständige Ärzte bekommen nur einen gewissen Anteil von Kassenpatienten bezahlt. Den Rest bezahlen Sie aus eigener Tasche. Was glaubst Du, warum ich als privat Versicherter sofort immer dran komme? Die Kohle bekommt er auf alle Fälle.
Mit einem Assistentsarzt, der in der Notaufnahme die 24h Dienste oder mehr schiebt, möchte ich nicht tauschen, bei dem geringen Gehalt.
Wenn Du einem Taxifahrer sagst, dass Du Bauingenieur bist, denkt der auch sofort immer das Du 100.000 Jahreseinkommen hast. Ich denke nicht, dass Du so einfach denkst wie der Fahrer, oder doch? Ich glaube, die Ärzte die Du mit dem Porsche fahren siehst, sind die Schönheitschirurgen.
Wäre ich damals im Büro mit Sandalen und Shirt in das Büro rein gekommen, ich glaube ich hätte die erste Abmahnung in der Hand gehalten.

biene | 28. September 2012 - 15:49

@bau-insch
Guter Artikel, das ist das Hauptproblem. Manchmal hat man den Eindruck, Ingenieure unterbieten sich gegenseitig und wissen gar nicht was ihre Arbeit wert ist. Problem ist da auch wie einige schon schrieben, die öffentliche Hand, welche am besten den Billigesten nimmt. Da muss ein Umdenken stattfinden und zwar als Erstes bei den Ingenieurbüros!!!! Es muss wieder heißen: Qualität hat Vorrang.

Guckt euch das mal an:
http://www.ernst-und-sohn.de/baurecht-praxistipps?tab=11

Diese Honorare MUSS man verlangen, wenn einem seine Arbeit etwas wert ist. Und zwar jedes Ingenieurbüro, nur so gehen die Preise hoch. Oder sehe ich da etwas falsch, ich lasse mich gerne von euch eines Besseren belehren.

biene | 28. September 2012 - 15:42

So rosig wie du das hier formulierst ist es für Ärzte doch auch nicht. Guck dir mal Arzt-Foren an.
Die haben total unmenschliche Arbeitszeiten, riesen Verantwortung und ultra Stress. Es gibt mit Sicherheit auch Bauingenieure mit Porsche. ;-)

Equilibrium | 27. September 2012 - 23:11

@Hornisse:
Ich stimme Dir in den meisten Punkten Deines Beitrages zu. Auch Maschinenbau- und Elektrotechnik-Ingenieure würden heute weniger verdienen, wenn es ihrer Branche so schlecht gehen würde wie der Baubranche. Aber in einem Punkt wundere ich mich über die Ärzte: Vor 100 Jahren waren sowohl der (Bau-)Ingenieur als auch der Arzt als Ikonen des Akademikertums hoch angesehen und bezahlt. Doch während es viele Bauingenieure heutzutage völlig normal finden, im T-Shirt und mit ausgetretenen Sandalen durch's Büro zu schlurfen und im Bekanntenkreis für ihren Job nur noch desinteressiertes Achselzucken ernten, haben es Mediziner in einer Branche, in der es eigentlich auch nichts zu verteilen gäbe, geschafft, weiterhin ihr Einkommen jenseits der 100k zu manifestieren.

Da sehe ich durchaus Unterschiede im Selbstverständnis beider Berufsgruppen. Ein selbstständiger Arzt fährt auch noch mit seinem Porsche zu einer von der Lobby inszenierten Veranstaltung, um sich im Beisein der Medien über sinkende Honorare zu beschweren.

biene | 27. September 2012 - 20:02

@Hornisse:
Sorry, aber ich kann dem überhaupt nicht zustimmen. Das mag ja teils stimmen, aber die Regel ist das deshalb noch lange nicht. Absolventen werden (mit Mumm in den Knochen) einen gut bezahlten Job finden. Und nach 10 Jahren wird man deutlich mehr verdienen. Rede es nicht immer alles mies. Was hält dich davon ab in den Anlagenbau als Bauingenieur zu gehen oder in die FEM-Abteilung von einem Flugzeughersteller oder oder oder? Auch wenn ich naiv bin, es sieht derzeit ganz gut aus.

bau-insch | 27. September 2012 - 18:41

Die Notwendigkeit höherer Honorare wird auch bei
http://www.hoai-2013.info
aufgezeigt. Dort findet sich etwa in der Mitte der Seite Folgendes:

"Dringenden Handlungsbedarf hat auch der AHO-Bürokostenvergleich 2010 aufgezeigt. Die Honorarsituation der Architektur- und Ingenieurbüros hat sich im Vergleich zum Jahr 2009 trotz guter Auftragslage nicht signifikant verbessert. Die Bürostundensätze sind weiterhin auf niedrigem Niveau. Dagegen öffnet sich die Schere zwischen Kosten und Ertrag immer weiter, die Umsatzrendite der Büros sank im Durchschnitt noch einmal von 3,4 Prozent im Jahr 2009 auf aktuell nur noch 2,2 Prozent. Etwa 40 Prozent der Büros, darunter vorwiegend kleinere, schreiben rote Zahlen. Damit haben Ingenieure trotz stets steigender Anforderungen mit Abstand die rote Laterne im Gehaltsvergleich der Ingenieurberufe, konstatierte Ebert und bekräftigte die Notwendigkeit einer deutlichen Anhebung der Tafelwerte im Zuge der HOAI-Novellierung. Andernfalls werde sich der Exodus von am Bau tätigen Ingenieuren in die Industrie weiter verstärken."

Aber auch der bemerkenswerte Absatz ganz unten in der Seite soll nicht unerwähnt bleiben:

"Mit Blick auf die Zukunft der Ingenieure und Architekten warnte Ebert besonders vor einem weiteren Anwachsen der Ingenieurlücke in Deutschland. Im März 2011 waren 66.000 Ingenieurstellen nicht besetzt. Diese Entwicklung macht vielen Büros zu schaffen. "Nur mit einem attraktiven und auskömmlichen Gehalt kann der dringend erforderliche Nachwuchs in den Ingenieur- und Architekturbüros gewonnen werden" mahnte der AHO-Vorsitzende und appellierte an die Politik, die Honorarsätze der HOAI nun endlich marktgerecht anzupassen. Die Honorarsätze der HOAI wurden seit 1996 einmalig pauschal um 10 Prozent angehoben."

karabaja | 27. September 2012 - 17:42

hallo,
ich verfolge seit langen alles auf bauingenieur24 und jetzt brauche ich Eure meinung, liebe Kollegen, zum folgendem: also ich bin Bauingenieur (allgemeines Bauwesen) mit 4 Jahren Berufserfahrung als Projektleiter, Bauleiter, Baustellenorganisator im Strassen- und Tiefbau und Organisierung von Strassenerhaltung, Sanierungen und Winterdienst. Vor ein paar Tagen war ich auf einem Vorstellungsgespräch bei einem Unternehmen in der Nähe von Nürnberg und es war alles Ok bis wir zu meiner Gechaltsvorstellung kamen, welche genau 35.000,00 euro/Jahr brutto beträgt. Und es war Ihnen einfach zuviel als Einstiegsgehalt fur die Stelle als Bauleiter oder Projektleiter bei Ihnen. Was sagt ihr dazu? Ist das normal so oder?
Danke! Mit Freundlichen Grüssen an alle!

Hornisse | 27. September 2012 - 13:38

@Equilibrium:
Es gibt im Kerngeschäft des Bauwesens nichts zu verteilen! Das und nur das ist der Grund warum die Gehälter der Bauingenieure denen der anderen Ingenieurdisziplinen hinterherhinken. Denn die Mentalität eines "Numbercrunchers" im Bauwesen ist ähnlich gestrickt der eines Berechnungsingenieurs im Maschinenbau / Anlagenbau / Verfahrenstechnik / Elektrotechnik. Es kann also nicht am devoten Hündchenblick eines Bauingenieurs liegen. Der Grund warum Absolventen heute mehr verdienen als vor 5 Jahren dürfte wohl auch andere Gründe als gute Kommunikation untereinander haben.

Kollegen mit um die 10 Jahren oder mehr Berufserfahrung gibt es wie Sand am Meer. Es nutzt also nichts zu versuchen mit einem Kündigungskarussel eine Anhebung der Gehälter zu bewirken. Das Angebot in diesem Alterssegment ist gigantisch, die Nachfrage moderat. Man sollte übrigens seine Umwelt auch nicht für total beschränkt halten. Auch Kollegen mit 10 Jahren oder mehr im Beruf wissen, dass sie schlecht verdienen und sie merken auch, wenn es woanders mehr gibt. Für einen 2k brutto/Jahr Gehaltssprung wird allerdings niemand kündigen und da liegt der Hase im Pfeffer. Es gibt nichts zu verteilen. Und wo nichts zu verteilen ist, wird auch nichts verdient. Und in Branchen wo nichts verdient wird, gibt es auch eher selten die Gelegenheit von einem 50k Jahresbruttogehalt auf 60k+ zu springen.

Warum verdienen dann Absolventen heute besser als vor 5 Jahren? Weil die Alterspyramide im Bauwesen einen dicken Bauch bei den 10-15 Jährigen hat und bei den 0-2 Jährigen auf wackeligen Beinen steht. Es ist also eher ein Tannenbaum als eine Pyramide. Abteilungen brauchen aber nunmal auch den Absolventen (selbst wenn der halt im Moment nicht mehr nur 30-35k sondern 38-42k Brutto/Jahr kostet) und nicht nur die zahlreichen Angestellten um die 35-45 mit ihren 48-55k Jahresbruttogehältern.

Die jetzigen Absolventen solten aber nicht zu cocky werden. Die Lobby wird dafür sorgen, dass dieser Zustand nicht ewig anhält (siehe Anzahl der Studienanfänger im Bauwesen und Anwerbungen ausländischer Ingenieure, z.B. aus Spanien) und wenn ihr erstmal 10 Jahre dabei seid, gibt es auch wieder genug Material bei den Bauingenieuren mit um die 5 Jahre Berufserfahrung (und die können dann zum grossen Teil auch eure Aufgaben übernehmen und das wird bei euren Gehältern Berücksichtigung finden).

biene | 27. September 2012 - 11:33

Ingenieure sind doch auch derzeit dabei, höhere Honorare zu fordern. Zumindest im Anlagenbau klappt es.Viele bieten auch gute Stundenpreise an (was absolut ok ist). Wenn jeder seine Arbeit wertschätzt und hohe Stundensätze verlangt, dann ist der Markt wieder gesünder. Für gute Arbeit muss ein guter Preis gezahlt werden. Wenn ein Elektromeister schon ca. 50-60 Euro pro Stunde verlangen kann muss der Ingenieur deutlich mehr verlangen. Alles andere lohnt doch nicht.

Equilibrium | 26. September 2012 - 21:41

@Hornisse:
Das ist nur ein Widerspruch, wenn man es statisch betrachtet. Wechselt nur einer der 100 Ingenieure die Stelle, dann ist bis dahin nicht viel passiert. Der wechselnde und ehemals schlecht bezahlte Ingenieur hinterlässt aber eine Lücke beim alten Arbeitgeber, die von jemandem gefüllt werden muss, der dann anderswo wieder eine Lücke entstehen lässt. Inwieweit das Karussel Fahrt aufnimmt hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Ich habe derzeit den Eindruck, dass sich Berufsanfänger viel mehr darüber im Klaren sind, dass sich die Zeiten in den letzten 5 bis 6 Jahren gebessert haben, als diejenigen, die schon 10 bis 20 Jahre Berufserfahrung haben.

Die Absolventen stehen untereinander in Kontakt und wissen, wie schwer oder leicht es der Kommilitone hatte, einen gut bezahlten Job zu finden. Die kennen die Marktpreise sehr gut. Aber die Ingenieure, die seit 10 Jahren im gleichen Büro hocken und die Jobkrise in den 90er Jahren noch im Kopf haben, wissen zum Teil gar nicht, dass es woanders mehr Geld geben könnte. Manche wechseln aus Bequemlichkeit dann auch lieber nicht mehr den Job.

Aber trotz meines vorherigen Aufrufs zu mehr Bewerbungen bin ich nicht so naiv zu glauben, dass demnächst ein Ruck durch die Berufsgruppe der Bauingenieure geht und plötzlich alle beim Chef wegen der Gehaltserhöhung nachfragen. Nach nunmehr über 10 Jahren in der Branche erkennt man auch berufsspezifische Verhaltensunterschiede: Während Ärzte ständig über das Honorar jammern und sich dann zu Demos und Streiks verabreden, sind Bauingenieure viel zu sehr mit ihrem Job beschäftigt.

Hornisse | 25. September 2012 - 11:54

@Equilibrium:

Zitat: "Ich kann daher nur jedem Ingenieur raten, sich permanent auf besser bezahlte Stellen zu bewerben. Leider gibt es davon insgesamt zu wenige, weshalb der Durchschnittsverdienst der Bauingenieure viel zu gering ist. .... Wenn sich jedoch mehr Ingenieure um einen Jobwechsel kümmern würden, müssten sich die Arbeitgeber mit den zu geringen Löhnen langsam aber sicher nach oben orientieren. Aber leider kümmern sich zu wenige um einen neuen Job."

Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Es gibt zu wenig gut bezahlte Stellen und deshalb sollen sich möglichst viele Bauingenieure auf diese wenigen Stellen stürzen um die Gehälter nach oben zu ziehen? Wie soll das gehen?

Angenommen es bewerben sich wirklich 100 schlecht bezahlte Ingenieure auf eine gut bezahlte Stelle. Ein Ingenieur wird danach mehr verdienen, 99 bleiben bei ihrem mickrigen Gehalt (weil es eben nicht genug profitable Unternehmen im Bausektor gibt). Was hat sich jetzt für die Masse der Bauingenieure geändert?

Pro 21 | 24. September 2012 - 23:40

Zum Vergleich!
TV-V 9 + Jahressonderzahlung = 39089.96 Jahres brutto
TVöD 11 + Jahressonderzahlung = 35628.54 Jahres brutto
TV-L 10 + Jahressonderzahlung = 34026.75 Jahres brutto

Wenn Ihr vergleichen wollt, dann rechnet beide wenigsten mit oder beide ohne Jahressonderzahlung. Aber nicht der Eine hot und der Andere hüh.

Equilibrium | 24. September 2012 - 21:21

Ich verdiene als "alter Hase" ca. 62 TE/a (als Projektleiter im Bereich Statik/Tragwerksplanung; allerdings in einer der teuersten Großstädte Deutschlands; mit > 10 Jahren Berufserfahrung). Nach meiner Erfahrung spielt beim Gehalt der Arbeitgeber eine sehr große Rolle. Wer für eine große Aktiengesellschaft oder ein hoch profitables Ingenieurbüro arbeitet, kann selbst als Statiker über 60 TE/a verdienen (allerdings oftmals in sündhaft teuren Ballungszentren, wo dann auch 1000-1500 Euro Miete im Monat fällig werden). Wer dagegen in einem kleinen und wenig profitablen 08/15-Büro anfängt, wird - ohne einen Jobwechsel - Zeit seines Lebens immer ein Geringverdiener bleiben.

Ich kann daher nur jedem Ingenieur raten, sich permanent auf besser bezahlte Stellen zu bewerben. Leider gibt es davon insgesamt zu wenige, weshalb der Durchschnittsverdienst der Bauingenieure viel zu gering ist. Daher rühren auch die vielen negativen Beiträge hier im Forum. Wenn sich jedoch mehr Ingenieure um einen Jobwechsel kümmern würden, müssten sich die Arbeitgeber mit den zu geringen Löhnen langsam aber sicher nach oben orientieren. Aber leider kümmern sich zu wenige um einen neuen Job.

GT2409 | 24. September 2012 - 16:43

@Pro:
Nach TTVÖD 11 sind es auch knappe 2900 Brutto. Das ist als Bachelor/FH-Ingenieur auch die Eingruppierung. Oder eben TVÖD 10, aber das ist zu wenig. Ich fand die Bezahlung nach TV-V 9 übrigens auch viel zu wenig für den Aufgabenbereich damals. Mindestens TV-V 11 wären angemessen gewesen.

Pro 21 | 24. September 2012 - 13:27

@biene
Wenn Du nächstes Mal dein früheres Gehalt mit anderen Vergleichen willst, dann teile den Leuten hier doch auch mit das du nach TV-V „Tarifvertrag Versorgungsbetriebe“ bezahlt worden bist und nicht nach TV-L oder TVöD, die eigentlich handelsüblich als öffentlicher Dienst bezeichnet werden. Hier sind die tariflichen Gehälter deutlich geringer als bei TV-V. Danke!

Hornisse | 24. September 2012 - 13:07

@GT (Gast)
Den Bereich Offshore-Anlagen würde ich persönlich schon gar nicht mehr richtig im Bauwesen einordnen - eher im Bereich Energie/Anlagenbau. Daher auch die relativ hohe Bezahlung. Es wird im Energiesektor halt gut Gewinn gemacht, es gibt folglich einen grossen Kuchen der verteilt werde kann und daher sind die Gehälter nicht so mickrig wie im Bauwesen (Kerngeschäft), wo aber nunmal die absolute Mehrheit der Bauingenieure arbeiten wird und wo es nichts zu verteilen gibt.
Übrigens gibts für Tragwerksplanungen Offshore im Bereich Bohrinseln noch um einiges mehr zu verdienen (hängt wiederum mit der höheren Profitabilität des Öl- und Gassektors zusammen). Dort kommt man selbst als Einsteiger auf ca. 100k/annum. Doch ich würde deshalb hier niemals posten, dass ich Ingenieur in der Tragwerksplanung mit €100k/annum bin....

biene | 22. September 2012 - 12:34

@Martin
Ich weiß nicht wie die Gehälter im Osten im Bereich Tragwerksplanung sind. Aber hier in der Gegend Rheinland-Pfalz/Nordrhein-Westfalen kann man zu dem Gehalt als Bachelor einsteigen. In Bayern geht noch mehr. Ich verstehe nicht, wie du damit zufrieden sein kannst. Aber gut, das musst du selber wissen. Ich würde mich ausgebeutet fühlen mit Prokura 3100/Monat zu verdienen. Dafür hättest du dir das Studium sparen können - monetär betrachet. Mit 14 jahren Berufserfahrung 3100 brutto, das hatte ich hier als Einsteiger-Bachelor im öffentlichen Dienst. Aber wie gesagt, keine Ahnung wie es im Osten zugeht. Man muss schon, wie du sagtest, nach Region unterscheiden.

Hornisse | 22. September 2012 - 11:56

Was mir in der letzten Zeit auffällt ist, dass die ganzen "alten Hasen" hier Gehälter beziehen, die sich mit meinen Erfahrungswerten decken. Die Berufseinsteiger auf der anderen Seite posten Einstiegsgehälter, die teilweise sogar über den Gehältern von Leuten mit 10 Jahren Berufserfahrung liegen. Was läuft hier schief?
Sind die ganzen berufserfahrenen Kollegen einfach nur "betriebsblind" und die Absolventen mit Null Berufserfahrung haben alle das entscheidende Quäntchen Verhandlungsgeschick? Was macht also einen Absolventen, der erstmal jahrelang eingearbeitet werden muss, für eine Firma wertvoller/attraktiver als einen Bauingenieur mit 10 Jahren Berufserfahrung?
Was denkt ihr warum ein blutiger Anfänger ein höheres Gehalt erzielt als ein eingefuchster, gestandener Kollege? Ist dies auch in anderen Branchen zu beobachten, oder ist dies eine spezielle Bauwesenspezialität?

| 22. September 2012 - 11:08

@ Hornisse:
Ich habe während meines Studiums bereits längere Zeit in der Firma gearbeitet (aber nur als Praktikant); in die jetzige Abteilung hatte ich vorher keinerlei Kontakte; Bezahlung läuft nach aktuellem Bautarif; Tragwerksplanung für Offshore (also schon recht speziell, wenn man so will); was die Region betrifft, belasse ich es mal bei Norddeutschland ;-)

Mfg

Martin | 21. September 2012 - 14:30

Ein wenig differenzieren muss man hier schon noch, nach gegend, nach unternehmensform, nach aufgabengebiet. ich bin aktuell seit 05/98 in der gleichen firma tätig, familiär geführter mittelstand in der bauausführung (stahlbetonbau) in einer eher randgegend im osten. angefangen habe ich damals als tu-absolvent mit 2.150 plus dienstwagen, inzwischen habe ich eine prokura und bekomme 3.100 plus dienstwagen plus kindergarten plus individualvereinbarungen in allen möglichen bereichen. das ist alles nicht übermäßig, aber ich bin zufrieden, und das, denke ich, ist die hauptsache!

Hornisse | 21. September 2012 - 12:38

@GT
47k als blutiger Anfänger. Gratuliere!
Da bist du ja nur 18k unter dem Gehalt von @Schweisser, der 18 Jahre auf dem Buckel hat, Projektleiter ist, etliche Spezialisierungen vorzuweisen hat und für einen Tragwerksplaner schon im oberen Quantil verdient!

Bitte erlaube mir die Frage, ob du im Büro ein einfacher Angestellter bist, oder der Sohn vom Geschäftsführer? Tragwerksplanung für was? Hoch- und Ingenieurbau (Brücken)? Norddeutschland = Hamburg?

Bitte verstehe mich nicht falsch. Aber in Berlin z.B. bekommen Tragwerksplaner Hochbau mit mehrjähriger (8 Jahre +) Berufserfahrung ein Gehalt von 47k, wenn sie Projektleiterverantwortung inklusive Kostenverantwortung für grössere Projekte übernehmen. Ingenieurdienstleistungen sind nicht ortsgebunden. Also können Büros aus Berlin, Leipzig, Rostock... auch in Hamburg Projekte bearbeiten.
Was ist das Geheimnis deines Büros, dass es einem Absolventen Tragwerksplanung ohne jegliche Berufserfahrung soviel zahlen kann, wenn der Job auch von einem Büro in Berlin, Leipzig, Rostock... erledigt werden kann, die um einiges geringere Personalkosten haben und damit preislich viel attraktiver anbieten können? Bietet ihr irgendwelche ausgefallenen Spezialplanungen an, für die es kaum Konkurenz auf dem Markt gibt?
Wie hoch ist denn dann dein projektiertes Gehalt nach 5 Jahren? Oder gar nach 18 Jahren (so wie @Schweisser)?
Die Krux in Deutschland ist, dass bei den Jobinseraten keine Gehaltsangaben stehen, so wie es im anglikanischen Raum üblich ist. Daher sind die ganzen Gehaltsangaben im Internet irgendwie sehr schwer einzuordnen.

Horschti | 21. September 2012 - 10:04

Schweißer zeigt selbst schön die Gehaltsentwicklung im Bauwesen. Er ist nach eigenen Angaben vor 18 Jahren mit 30.000 € p.a. eingestiegen. Das entspricht 2500 pro Monat. Also genau dem Gehalt, mit dem heutige Absolventen bei Ihm im Büro einsteigen. Setzt man eine über die Jahre Inflation von 2% an, dann hat ein heutiger Absolvent 40% weniger reales Einkommen. Er selbst verdient heute 65.000. Inflationsbereinigt würde das Einstiegsgehalt heute bei 42.600 Euro liegen. Mit seinem jetzigen Gehalt hat er sich also real um ca. 50% verbessert. Das ist eine reale Steigung von ca. 2% pro Jahr.

biene | 21. September 2012 - 09:58

@all
Das was GT schreibt ist doch genau das was ich sage. 3800 Brutto 12,5 Gehälter = 47 500 Euro Brutto/a.
Wer für 2500 Brutto arbeiten geht, sollte sich einen neuen Job suchen. Das ist ein Hungerlohn für einen Akademiker. Ich habe mittlerweile das Gefühl, manche hier sind richtig missgünstig. Also ich gönne das Gehalt GT und werde haargenau dasselbe verlangen (keinen Cent weniger).
Alles andere macht doch die Preise kaputt. Vielleicht mal weniger meckern (@Hornisse) und sich weniger in Selbstmitleid baden und es selbst in die Hand nehmen.

biene | 21. September 2012 - 09:53

@Earl Grey
Das Gesicht werde ich sehen. Ganz normales Einstiegsgehalt als Master mit 3800 Brutto.
Nach 2 Jahren Berlin als Bachelor verdient man hier in Rheinland-Pfalz/Nordrhein-Westfalen ca. 3500-4000 Brutto (wenn man sich gut verkauft).
Dass du nach 5 Jahren 3000 Brutto verdienst kann ich einfach nicht begreifen (ich muss aber dazu sagen, dass ich mich im Bereich Tragwerksplanung nicht gut auskenne; deshalb denke ich mal, deine Zahlen stimmen). Für 2500 Brutto würde ich nicht anfangen (auch nicht als Bachelor). Nenne es Arroganz ist mir schnuppe. Ich nenne das Ausbeutung von der Arbeitgeberseite.

GT | 21. September 2012 - 01:04

@ Hornisse:
Da Du so viel gemeckert hast, hier mal etwas detaillierter.
Jahreseinkommen: ~ 47.000 €/anno (brutto)
Sparte: Tragwerskplanung
Berufserfahrung: 0 Jahre
Region: Norddeutschland

PS: und nicht so patzig und von obern herab bitte. Andere posten Ihre Gehälter und Du beurteilst das? Ich lach mich schlapp... Nimm es so hin, was man schreibt und versuche nicht noch irgendwem zu erzählen, ob das stimmen kann oder nicht!

Earl_Grey | 20. September 2012 - 21:28

2500€ pro Monat ist ein ganz normales Einstiegsgehalt für einen Tragwerksplaner im Raum Leipzig (Büro mit ca. 50 Mitarbeitern). Auch die Gehaltssteigerung auf 3000€ nach 5 Jahren kann ich so bestätigen. Ich weiß nicht in welcher Welt Biene lebt, aber das Gesicht des Personalleiters beim Äußern Ihrer Gehaltsvorstellung (3800 für einen Master ohne Berufserfahrung), möchte ich gern mal sehen...wobei ich wie gesagt nur Ingenieurbüros dieser Größe kenne. Vielleicht verdient man bei beispielsweise Hochtief als Statiker ja so viel mehr... ich gehe jedoch von max. 3000€ Brutto als Einstiegsgehalt aus.

Hornisse | 20. September 2012 - 21:17

@Schweisser
Danke für die Infos. Deckt sich mit meinen Erfahrungen zu Gehältern in der Hoch-und Ingenieurbautragwerksplanung.

@Biene
Die Realität ist, dass das schon die Gehälter vor 20 Jahren waren. Das Bauwesen ist eben kein Wirtschaftszweig, der mit Wachstum und gesunden Gewinnmargen aufwarten kann. Also kann, bis auf wenige Ausnahmen, nichts verteilt werden. Du wirst dich wohl mit der Bauingenieursrealität anfreunden müssen.

@ Baulobby
Weils im Bauwesen angeblich so gut läuft, hast du dich auch in die Chemiebranche abgesetzt?
Ich finde man sollte hier etwas ehrlicher sein. Die harten Fakten (Einkommenssituation) für die grosse Mehrzahl der Bauingenieure ist einfach seit 15 Jahren mehr als bescheiden. Gravierende Verbesserungen kann ich nicht am Horizont erkennen. Dafür würde es eines massiven und jahrzehntelangen Baubooms bedürfen. Den wird es nicht geben. Und die kleinen Aufschwünge in der Baukonjunktur sind nicht stark und lang genug um etwas Grundlegendes zu ändern.
Das heisst nicht, dass Leute mit unsterblichem Drang Bauingenieur zu werden dieses Fach nicht studieren sollten. Man sollte aber schon ein wenig Ehrlichkeit im Bezug auf die Gehälter/Dauerkrisenzustand des Bausektors walten lassen.
Leute, die für die von @Schweisser angegebenen realistisch erzielbaren Gehälter arbeiten, sind keine Dorftrottel, die nicht wissen wieviel der Markt hergibt!

Baulobby | 20. September 2012 - 11:25

@Schweißer:
Wer als Anfänger für 2500 € Brutto einsteigt ist selbst schuld! Die Arbeitsmarktsituation für Bauingenieure ist derzeit nicht so schlecht, dass man sich unter Wert verkaufen müsste. Ich kann nur hoffen, dass diese Ausbeutung von Jungingenieuren bald ein Riegel vorgeschoben wird..

biene | 20. September 2012 - 10:05

Absolventen steigen mit 2500 brutto ein? Viel zu wenig finde ich. Das war das Gehalt vor 10 Jahren.

Schweißer | 19. September 2012 - 21:49

@Hornisse
Bin Projektleiter, Raum Mannheim, Ludwigshafen ... einfach nur Projektleiter, werde aber vermutlich mittelfristig in die Geschäftsleitung einsteigen. Ich habe mich über 18 Jahren auf mehreren Gebieten der Tragwerksplanung spezialisiert.
Absolventen steigen bei uns mit ca. 2500€ im Monat ein, nach 5 Jahren schätzungsweise 3000€.

Gruß

biene | 19. September 2012 - 17:25

@Hornisse:
Wer das will, kommt auch da unter mit Spezialwissen.

Hornisse | 18. September 2012 - 20:00

@Baulobby:
Ein Projektmanager für Pharma-Produkte verdient ca. das Doppelte von Dir! Du verdienst dafür, dass du nur Bauingenieur bist ist trotzdem sehr gut. Gratulation!

Allerdings bist du aber auch nicht mehr im Bauhauptgewerbe oder Ingenieurbüros tätig, sondern hast sicherlich aus guten Gründen einen Karrierepfad ausserhalb der eigentlichen Baubranche gesucht. Daher finde ich deinen leicht irritierenden Schlussatz etwas deplaziert!

Wieviel Prozent der Bauingenieure kommen in der profitablen und daher gut zahlenden Chemie- oder Energiebranche unter?

Projektmanager | 18. September 2012 - 10:43

@ Hornisse:
Südamerika, China, Russland, Mittlerer Osten.... Weltweit

Grüße
Projektmanager

Baulobby | 18. September 2012 - 08:37

Projektmanager Bauprojekte; 45 Jahre; Chemieindustrie; 65000 Mitarbeiter; Gehalt: 75000 €/per Anno. Und die konspirative " Baulobby" hat wieder zugeschlagen!

Hornisse | 17. September 2012 - 22:01

@schweisser:
Du bist denke ich Partner (Teilhaber) in dem Büro. Als Tragwerksplaner im Angestelltenverhältnis und dann noch in einem so kleinen Büro sind die von dir genannten 65k doch eher unrealistisch. Jedenfalls in den allermeisten Regionen.

Was ist also deine Position im Büro? Und von welcher Region reden wir (München oder Magdeburg)? Was würdest du als realistisch erzielbares Startgehalt in der Tragwerksplanung Hochbau ansehen (in deiner Region) und wieviel nach 5 Jahren als Projektleiter?


@Projektmanager:
Da du in einer wirtschaftlich starken Region ausserhalb des Bauhauptgewerbes arbeitest und obendrein noch in einem Bereich in dem es etwas zu verteilen gibt, kann dein Gehalt schon so hoch sein. Gut möglich, kann den internationalen Anlagenbau nicht einschätzen. Mal aus Neugierde, wo baut ihr eigentlich eure Anlagen?

Projektmanager | 17. September 2012 - 14:46

@Hornisse:
Betriebsgröße: 3000-5000 MA, Hauptstandort: Friedrichshafen (Bodensee), hier ist auch mein Büro. Arbeitszeit: Tariflich 35 Std./Woche (Mehrarbeit kommt auf ein Stundenkonto). Mein Alter: 35 Jahre. Tätigkeit: Projektmanagement für Bauprojekte, internationaler Anlagenbau (weltweit). Immer noch ein nichtssagender Post?

Grüße PM

Projektmanager | 16. September 2012 - 22:59

Diplom im Jahr 2005 (Bau und Projektmanagement), 4-5 Jahre internationale Projekterfahrung (Anlagenbau), Gehalt: 69.000€/anno

Malcolm-X | 16. September 2012 - 22:54

Hallo Schweißer,
ich hab ab November eine 3-Monatige Probezeit als Tragwerksplaner. (Erste Stelle nach Studium)
Arbeitgeber: Ingenieurbüro für Tragwerksplanung mit 50 Mitarbeiter. Meine Hauptätigkeiten: Entwurf, Tragwerksplanung, Prüfung. Kannst du mir bitte paar Tipps geben, damit ich die Probezeit reibungslos und erfolgreich durchziehen kann.

Danke im voraus
Gruß Malcom_x

Equilibrium | 16. September 2012 - 22:51

Danke für die Info Schweißer,
aber ich glaube es würde den Lesern des Forums eher weiterhelfen, wenn man zu den Gehaltsdaten auch die Funktion im Büro (Projektleiter, Teamleiter, Abteilungsleiter ...), die Größe des Büros (eher 5 oder eher 50 Angestellte) und die Region (strukturschwach, strukturstark) kennen würde. Dass irgendein Bauingenieur in irgendeinem Büro, irgendwo und in irgendeiner Funktion 65.000 Euro verdient, ist ja irgendwie nichts Außergewöhnliches.

Alex | 16. September 2012 - 22:43

Hallo liebe Forumsgemeinschaft!

Ich studiere zurzeit im 4. Semester Bauingenieur und finde es wirklich interessant. Nicht zuletzt hat mich an diesem Studiengang das schöne Gehalt gefreut. Vor wenigen Tagen habe ich mich mit einem befreundetem Arzt unterhalten, der mir sagte, dass das Gehalt von Ärzten zwar durchaus hoch sei, aber im Vergleich zu Banker etc. hat mein keine Möglichkeit, an der Gehaltsskala, ganz nach oben zu kommen.

Ich wollte euch fragen, wie es bei den Bauingenieuren ist. Kann man da als selbständiger bzw. Unternehmer in dieser Branche in den Millionenbereich vorstoßen?

Freue mich auf Antworten
Alex

biene | 16. September 2012 - 22:38

Die 2 Gehaltsangaben spiegeln nur genau das wieder, was unter meinem geposteten Link steht.

4700 Euro nach 5 Jahren BE. Macht bei 13 Gehältern: 61100 Euro / Jahr. Also sind nach 10 Jahren 70000 locker drin, wenn man dieser Quelle glauben schenken will. Und da der Projektmanager 4-5 Jahre BE hat (international und auch noch im Anlagenbau) sind die 69000 doch vollkommen realistisch.

Pro 21 | 16. September 2012 - 22:33

• Diplom - Bauingenieur (FH), 2005
• MBA per Fernstudium, 2009
• Riskmanager bei einem Rückversicherer (Raum München).
• gelegentlicher Auslandseinsatz.
• Je nach Größe des Projekts 3 bis 5 Mitarbeiter
• Vertrauensarbeitszeit (35 bis 60 h in der Woche)
• Dienstwagen
• Bruttogehalt 78.000 + Prämien

Intoxx | 16. September 2012 - 22:28

Es wäre für das Thema förderlich eine allgemeine Form einzuhalten und auf Diskussionen zu verzichten. Mein vorschlag für die Form (eventuelle Klammerausdrücke sind natürlich zu entfernen):

Alter:
Ort: (Arbeitsort/Firmenzentrale mit Angabe von Bundesland und Ort)
Abschluss: (Mit Angabe ob Uni oder FH, Master oder Bachelor, Studiengang)
Abschlussjahr:
Vertiefungsrichtung: (Falls vorhanden)
Zusatzqualifikationen: (SiGeKo, usw.)
Gehalt: (Jahreseinkommen, Brutto)
Sonderzulagen: (Firmenwagen (Marke, Modell), BAV, VL, usw.)
Wochenstundenzahl:
Firmengröße: (Anzahl der Mitarbeiter)
Länge der Firmenzugehörigkeit:
Position in der Firma: (Leitung/Sachbearbeiter, usw.)
Tätigkeitsbeschreibung:

Schweißer | 16. September 2012 - 22:05

Jeder darf glauben was er will.

@Equilbirium:
Ich gebe Dir völlig recht. Die Angaben reichen keineswegs für eine Beurteilung aus. Hier nähere Angaben zu meiner Anstellung: Büro für Tragwerksplanung, Bauwerkserhaltung, Prüfstatik, AVA, Bauleitung, 10 Angestellte (davon 6 Ingenieure), Ca. 3-5x im Jahr auf Weiterbildungen und Seminaren. Sehr viele -lukrative- mehr als auskömmliche Projekte.

@Malkom-X:
Zeige stehts Interresse und verkaufe Dich nicht unterm Wert, aber pokere am anfang gehaltsmäßig nicht zu hoch. Z.Z. hast Du die allerbeste Chancen einen lukrativen Job zu finden und ggf. auch mal zu einem anderen Büro zu wechseln. Entgegen vieler Meinungen in diesem Forum, haben wir einen interessanten und sehr schönen Beruf gewählt. Wenn Du Leistung bringst und Interesse zeigst bekommst Du automatisch eine Chance um weiter zu kommen. Höre bitte nicht auf die vielen Negativdenker hier in diesem Forum.

Gruß Schweißer

Hornisse | 16. September 2012 - 21:21

Um im Bauwesen, wie auch in anderen Berufen, Spitzengehälter zu erzielen, muss man sehr gute analytische Fähigkeiten gepaart mit den sogenannten Softskills mitbringen und im richtigen Bereich des Bauwesens tätig sein. Desweiteren sind klare und prägnante Kommunikation ein absolutes Muss!

Wenn Ich hier allerdings Postings mit utopischen Gehaltsangaben lese und das ganze Posting weder Funktion, Bereich (Projektmanagement, Tragwerksplanung....) noch die Region erwähnt, dann weiss ich was von solchen Gehaltsangaben in absolut nichtssagenden Posts zu halten ist - nämlich nichts.

Es ist bemerkenswerter Weise immer das gleiche Muster bei den Jubelposts. Diese gehen ausnahmslos in die Richtung "hier bei uns bekommen Absolventen 47k Jahresbrutto zum Einstieg". Ohne die genannten Angaben zur Region, Bausparte etc sind diese Aussagen genauso wertvoll wie das: "Banker verdienen alle Millionenboni".

Dass die Baulobby auch hier unter diversen Nicks ihren Senf dazu gibt, ist nicht zu übersehen. Aber bitte etwas mehr Qualität bei den tall stories, die man hier unters Volk bringen möchte wäre nicht schlecht.

Schweißer | 16. September 2012 - 21:09

Hallo,
ich habe mein Diplom im Jahr 1994 gemacht (Konstruktiver Ingenieurbau, FH), verdiene heute bei einer 43-Stundenwoche 65000 € im gleichen Büro, wo ich vor 18 Jahren (30000 €) anfing.
Gruss Schweißer

biene | 14. September 2012 - 19:37

@Willy:
Den Link, den ich schon mehrmals gepostet habe, er besagt genau das, was du schreibst. 3300 für ein Ingenieurbüro sind als Master of Engineering (aus meiner Sicht) zu wenig. Aber wenn es sich nach kurzer zeit erheblich steigert, ok. Aber klar, Ingenieurbüros versuchen oft zu drücken. An die Hausnummer 3800 kann man sich (als Master) richten.

Weit drunter darf man auf keinen Fall gehen bei so einem anspruchsvollen Studium. Leute ihr seid Ingenieur (ich muss es nochmals sagen:-)).

biene | 14. September 2012 - 19:32

Was ich bis heute nicht verstehen kann, ist die tatsache, dass ein Uni master besser bezahlt wird wie ein FH Master? Warum ist das so? Aus meiner Sicht müsste es andersrum sein.

Begründung: Der FH Stoff wurde vom alten Diplom in den 6-7 semestrigen bachelor sogut wie komplett übernommen. An Unis sieht es laut meiner Info so aus, dass master = altem Uni-Diplom entspricht. Ich habe mich im Master bewusst für die FH entschieden. ich hoffe, dass sich das bald ändert. Im übrigen bin ich auch jemand, der für das Promotionsrecht an FH's ist (je nach Ausrichtung des Masters). Aber das ist eine ganz andere Sache.

Willy | 14. September 2012 - 12:36

Moin moin!

So, nun möchte ich nochmal etwas beitragen. Vor knapp 2 Wochen hat bei uns eine neue Kollegin begonnen. Sie kam mit einem Diplom frisch von der Uni (also ohne Berufserfahrung). Ihre Ersteinstellung erfolgte bei uns nach aktuellem Bautarif in die Gruppe A7. Das beudetet rund 3900 € brutto pro Monat (also etwa 47.000 € pro Jahr). Wir haben uns in der Mittagspause mal ein wenig unterhalten und ich kann somit sagen, dass dieses Gehalt für einen Uni-Absolventen (wenn nach Tarif gezahlt wird) absolut realistisch ist.

Im Gegensatz dazu begann ein FH-Absolvent (Masterabschluss) mit A6 (~3500 € pro Monat).

In den Ingenieurbüros werden für den Einstig etwa 3300 € (für einen Uniabschluss) gezahlt. Diese Info stammt ebenfalls aus dem Gespräch mit der neuen Kollegin.
Ich denke, dass dies eine ganz gute Info für die hier mitlesenden Absolventen ist!

Mfg

biene | 13. September 2012 - 20:17

danke und grüße aus der pfalz zurück :-)

Schweißer | 12. September 2012 - 22:08

Hallo biene,
dein Beitrag kann ich zu 100% unterstreichen.


Grüsse aus der pfalz

biene | 11. September 2012 - 16:50

Hallo Magnus,
ja, z.B. bei Abwasserverbänden, Stadtwerken, betriebseigener Kläranlagen o.ä. Aber wie kommst du auf die 56000?

Magnus | 09. September 2012 - 22:22

@equilibrium:
Bist du bei deinem Freund sicher das es am Studium liegt? Kenne auch eine ganze Reihe an Leuten die Kunst in der einen oder anderen Form studiert haben und alle sind irgendwo untergekommen. (z.B. Computerspiele, Dozentin für Trickfilm in Süd-Ost-Asien, Zeitungen). Vielleicht etwas schwieriger als bei uns Ingenieuren, da das klare Berufsbild fehlt, aber dennoch möglich. Hatte mal einen Kollegen (Ingenieur), der nach fünf Jahren Arbeit immer noch für seine 25 Tausende Einstiegsgehalt arbeitete und bei Mama und Papa wohnte, weil es zu mehr nicht langte. Letztendlich lag es daran, dass er den Mund nicht aufkriegte und notwendige Veränderungen nicht anging, wenn es Zeit dafür war.

Für mich sieht ein erfülltes Leben, dann doch anders aus. Ich werde bei meinem Kleinen, wenn es soweit ist, nicht zuviel Druck aufbauen. Als ich 2000 fertig wurde, gab es Statistiken, die aussagten, das Webdesigner der Beruf der Zukunft sei. Wenn mich jemand gezwungen hätte, Webdesign zu studieren, wäre ich totunglücklich geworden. Letzendlich sollte jeder Mensch die Gelegenheit haben, sein eigenes Leben zu versauen oder eben auch nicht. Leben verläuft nicht immer geradlinig, insofern weiss man nie, wohin ein Studium der Agyptologie führt.

@biene:
Wasser ist knapp und Wirtschaft ist wichtig. Bei der Kombination wirst du deine 56 Tausend Einstiegsgehalt bestimmt bekommen. Gehaltsrechnern im Internet würde ich aus Prinzip nicht glauben. Was und wo arbeitet man als Wasserwirt? Bei der GTZ, bei Kommunen oder mit viel Glück bei einer Chemiefirma in der Kläranlage?

GT0409 | 04. September 2012 - 16:00

@Pro21:
Also gerade beim Gehalt ist es bei Wasserwirtschaftsingenieuren sehr unterschiedlich, wenn man manchen Gehaltsrechnern im Internet glauben schenken darf. Ich denke gerade in diesem Bereich sollte sich auch Spezialwissen in angrenzenden Gebieten / erfahrenstechnik o.ä. angeeignet werden.

GT0409 | 04. September 2012 - 15:45

@equilibrum:
Der Beitrag gefällt mir sehr gut. Es geht hier aber um ein Ingenieurstudium und nicht um Kunst o.ä..:-) es sollte ein Studium gewählt werden, wo die Arbeit später Spaß macht und wo Aussichten auf einen Arbeitsplatz bestehen. Vielleicht ist es so ja besser ausgedrückt.

@Pro 21:
Genau Wasserwirtschaft, Hatte dir die Arbeit in der Wasserwirtschaft kein Spaß gemacht? Jetzt bin ich neugierig. hast du einen Master oder Bachelor? Wo hast du dich beworben und was wurde dir geboten?

Equilibrium | 04. September 2012 - 12:29

@biene:
Selbstverständlich macht es einen Unterschied, ob jemand nur ein Bachelorstudium oder ein Masterstudium und ein Bacherlorstudium absolviert hat. Du hattest in Deinem früheren Beitrag aber die Bedeutung der zweifachen Abschlussarbeit hervorgehoben (Zitat: "3500 EUR für deine 2 Abschlüsse (du hast 2 akademische Abschlussarbeiten geschrieben) wäre zu wenig"). Die Anzahl der Abschlussarbeiten ist jedoch unbedeutend.

Die These, dass jeder machen soll, was ihn glücklich macht, vertreten hauptsächlich zwei Personengruppen:
1. Studenten, die entweder noch keine Bewerbungen geschrieben haben oder die eben doch das studiert haben, was gerade gebraucht wird und sich über die Jobangebote freuen.
2. Berufstätige Akademiker, die erfolgreich sind in ihrem Job.
Ich kenne aber auch Leute, die nicht zu den zwei Personengruppen gehören. Einer hat z. B. Kunst studiert und ist seit unzähligen Jahren entweder arbeitslos oder mit Gelegenheitsaufträgen beschäftigt, die ihn kaum über Hartz IV bringen. Aber ich bin sicher, dass ihm das Studium Spaß gemacht hat. Aus der späteren Sicht eines über vierzigjährigen Mannes überwiegt dann aber leider der Frust darüber, dass das ganze Leben irgendwie total verpfuscht ist. Wenn mir also eines meiner Kinder später sagt, es möchte gerne aus Spaß Ägyptologie studieren, dann kann es sein Studium gleich selbst finanzieren.

P.S.: Der Vollständigkeit halber möchte ich anmerken, dass Absolventen des Bauingenieurwesens seit vielen Jahren in der Regel auch wirklich als Bauingenieure arbeiten können. Das war Ende der 90er Jahre leider nicht so.

Pro 21 | 30. August 2012 - 17:59

@biene:
"Ich jedenfalls weiß für mich schon lange, dass Bauleitung für mich nichts ist und vertiefe deswegen einen ganz anderen Bereich."

Jetzt bin ich aber neugierig wo Du hin willst? Handelt es sich da um deinen Master im Bereich von Wasser- oder Siedlungswasserwirtschaft? Wenn ja, an welcher Stelle dort willst Du so viel verdienen, besonders als Neuling? Nenne doch mal ein konkretes Beispiel.

Ich selbst frage das nun nicht ganz unnütz, da ich in meinem Erststudium Wasser- und Abfallwirtschaft studiert habe und einige Bewerbungen geschrieben habe, aber mir häufig die Angebote und Perspektiven in dem genannten Bereichen auf lange Sicht nicht gefallen haben. Vielleicht hätte ich mir mein Zweitstudium sparen können, wenn ich deinen "Stein der Weisen" damals gehabt hätte.

biene | 30. August 2012 - 11:38

@Equilibrium:
Sehr guter objetiver Beitrag. Die 40 000 € Einstiegsgehalt sind als Bachelor "derzeit" locker drin. Natürlich sollte das Arbeitsumfeld und der Job passen. In einem muss ich dir jedoch widersprechen: es macht sehr wohl einen Unterschied, ob sich ein Bachelor mit 6-7 Semestern bewirbt, der nichts vertieft hat oder ein Fachmaster mit einer spezialisierten Richtung. Da hängt einfach viel mehr Hintergrundwissen und Theorie dahinter.

Das ist doch insbesondere für Forschung, Planung, Geschäftsführung o.ä. zumindest aus meiner Sicht sinnvoll. Natürlich nicht in allen Bereichen. Ein guter Bautechniker kann mit Sicherheit besser/produktiver in der Bauleitung sein als ein Bachelor of Engineering/Science. Ich denke jeder sollte das tun, was ihm liegt. Ich jedenfalls weiß für mich schon lange, dass Bauleitung für mich nichts ist und vertiefe deswegen einen ganz anderen Bereich. Was sich letztendlich ergibt bleibt abzuwarten. Aber derzeit ist aus meiner Sicht der Arbeitsmarkt gut. Guck dir doch mal an, wieviele derzeit Maschinenbau studieren. Da kommt bald auch noch das große Erwachen.

Ich leb nach dem Motto: Mach das was dich interessiert und du kannst gut, glücklich und erfolgreich werden. Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Und nicht: Mach das, was derzeit gefragt ist, dich aber wenig interessiert, wo du aber sehr viel Kohle verdienen kannst, aber unglücklich bist.

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