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Freitag, 14. Mai 2021
Ausgabe 7207 | Nr. 134 | 20. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 23

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Ole | 03. Februar 2011 - 12:32

Kann den Worten von Tragwerksplaner nichts hinzufuegen und schreibe hier lediglich um meine Sympathie auszudruecken.

Tragwerksplaner | 01. Februar 2011 - 16:45

@kakadou

Hallo, sorry Kakadou, aber solange es solche Kollegen wie dich gibt, denen die Arbeit soviel Spaß macht dass sie bereit sind ihr Privatleben aufzugeben, solange haben wir in unserer Branche ein Honorarproblem. Die Arbeit kann nicht so erfüllend sein, dass man bereit sein kann am WE und nachts zu arbeiten.

Wenn Du mehr Rückgrat hättest, dann würdest Du dich entweder durchsetzen, oder den Arbeitgeber wechseln. In beiden fällen müsste dein Arbeitgeber um dich ersetzten zu können, mindestens zwei neue Arbeitsplätze schaffen. Aber solange die Mehrarbeit kostenlos von solchen Leuten wie dich erledigt wird, solange passiert gar nichts. Ich endschuldige mich für die klaren Worte.

kakadou | 31. Januar 2011 - 22:00

"Wie erklärst Du Deinem Arbeitgeber dann in ca. 2 bis 5 Jahren, dass Du erstens eine Gehaltserhöhung möchtest, weil Du kein Anfänger mehr bist und Du andererseits aber "nur noch" 50 Stunden pro Woche arbeiten möchtest?"

1. Ich kann Neuling voll und ganz verstehen. Denn bis heute arbeite ich ganz genau so - angefangen mit 50 h, langsam gesteigert mit zunehmenden, interessanten und spannenden Aufgaben auf öfters eher 70 als nur 60 h.

2. Hab ich jetzt genau das oben beschriebene Problem - ich will mehr Geld (nicht wirklich - aber pro Stunde) und muss weniger arbeiten (halte ich nicht durch bis 67). Da ich einigermaßen verzweifelt versuche, Arbeiten, die zwar gemacht werden müssen, aber nicht unbedingt von mir, abzugeben, und das nicht funktioniert, weil es sich so eingespielt hat, dass Kollegen (die alle auch nicht faul sind!) "nein" sagen, weil sie keine Zeit hätten und um 18:30 (also auch nicht um 17:00) gehen, und ich dann das liegengebliebene nachts und am Sonntag aufschaffe. Ohne dass das irgendjemand überhaupt bemerkt (remote-Arbeitsplatz daheim - schützt nicht vor Arbeit aber rettet die Ehe).

Die "strittigen" Arbeiten sind immer die, die fachlich nicht nur von mir bewältigt werden können - wenn ich mich wehre, gibt es Krach und ich stehe da wie wenn mir die Motivation fehle (was absolut nicht der Fall ist, ich liebe meine Arbeit und stehe voll hinter der Firma). Meine eigentlichen Projekte bleiben auch liegen, die kann ich aber gar nicht delegieren und es ist alles langfristiger angelegt, d.h. es fällt nicht sofort auf (hat aber größere Folgen, z.B. liegengebliebene Abrechnungen größeren Umfangs). Die Arbeit ist inhaltlich, bezüglich der Umgebungsbedingungen und von der Zusammenarbeit mit meinen Kollegen ansonsten perfekt.

Hätte ich nur mal langsamer losgelegt....dann wäre die Meßlatte niedriger. Meine eigene und die des Chefs. Und ich hätte ja jedes Jahr ein bisschen steigern können. Mich tröstet, dass nur die das Problem haben, denen die Arbeit Spaß macht ;-)

Übrigens glaube ich auch dass derzeit die Chancen auf einen neuen, besseren oder besser bezahlten Arbeitsplatz nicht schlecht sind. Im lokalen Stellenmarkt (BaWü) tauchen seit einem halben Jahr immer wieder die gleichen Stellenanzeigen auf - die finden niemand.

Pro 21 | 31. Januar 2011 - 14:50

Mit 2.700 Euro Brutto anfangen ist wohl ein Traum für einen Bachelor.
Ich bin damals vor 4 Jahren mit einem Diplom und 2.400 Euro angefangen.

Bauingenieur Bachelor | 27. Januar 2011 - 16:31

Habe eine Frage: Bin 23 Jahre alt und werde demnächst mein Bachelor machen. Wieviel kann ich als Einstiegsgehalt in einem Ingenieurbüro für Tragwerksplanung verlangen? Hab so gut wie keine Praxiserfahrung. Sind 2700 EUR in Ordnung oder ist das zuviel?

Horschti | 25. Januar 2011 - 13:32

@Neuling: 3250 Euro für 65 Stunden, da lacht dich jeder Maurer aus. Der Mindestlohn West liegt bei 12,95 Euro plus 25% Überstundenzuschlag. Das macht dann 12,95*40*4,3+12,95*25*1,25*4,3 = 3967 Euro. 65 Stunden zu arbeiten für nichts ist einfach bescheuert. Hör auf damit solange du noch kannst.

Civil-Eng. | 25. Januar 2011 - 11:50

Ich kann den "Neuling" gut verstehen. Ich hätte mich nach meinem (Uni-)Diplom im Jahr 2004 um einen solchen Job geradezu gerissen. Die 65-Stunden-Woche hätte mir zu diesem Zeitpunkt nicht das Geringste ausgemacht. Aus heutiger Sicht sind diese Konditionen jedoch für mich ein gutes Beispiel dafür, wie es eigentlich NICHT laufen sollte, was nicht zuletzt einfach daran liegt, dass ich jetzt Familie habe. Ganz ehrlich: Mit einer ständigen 65-Stunden-Woche könnte ich die Scheidungspapiere meinem Arbeitsvertrag als Anhang beifügen.

Zugegeben: Mein aktueller Job (eher im Bereich Software für das Bauwesen anzusiedeln) erfüllt mich nicht mehr so ganz. Die Bezahlung ist mit knapp 37 k/a gemessen an meiner Berufserfahrung auch eher mau. Auf der anderen Seite habe ich eine vertragliche 40-Stunden-Woche und kann alle (angeordneten) Überstunden zum Freizeitausgleich oder zur Vergütung geltend machen. Das Arbeitsklima stimmt auch, so dass der Arbeitsalltag weitestgehend stressfrei ist. Stünde ich also vor der Wahl zwischen Variante "Neuling" und meiner eigenen, bliebe ich eindeutig bei dem, was ich jetzt habe. Trotzdem schaue ich mich - wenn auch sehr verhalten - nach etwas Neuem um.

| 24. Januar 2011 - 21:25

@Neuling: Bei den ersten drei Sätzen Deines Beitrages habe ich noch gedacht: "Endlich mal ein selbstbewußter Absolvent, der dem Lohndumping den Kampf ansagt." Nach den nächsten Sätzen war ich dann leider sprachlos. Wie kann man freiwillig und ohne Not 65 Stunden die Woche arbeiten und damit sein eigenes Gehalt auf weniger als 2/3 reduzieren? Es mag Dir am Anfang alles spannend und neu vorkommen und deswegen verbringst Du Deine theoretische Freizeit lieber auf der Arbeit. Aber es kommen auch andere Zeiten (vielleicht mit Familie und Kindern oder zumindest mit Freundin). Wie erklärst Du Deinem Arbeitgeber dann in ca. 2 bis 5 Jahren, dass Du erstens eine Gehaltserhöhung möchtest, weil Du kein Anfänger mehr bist und Du andererseits aber "nur noch" 50 Stunden pro Woche arbeiten möchtest?

Und ist Dir auch bewußt, dass Du mit Deiner übertriebenen freiwilligen Mehrarbeit andere Kollegen (darunter vielleicht auch Familienväter, die ein Privatleben haben) massiv unter Druck setzt, indem Du die Maßstäbe unnötig verschiebst? Warum gestaltest Du nicht lieber Deine Freizeit sinnvoll?

Tragwerksplaner | 24. Januar 2011 - 10:42

@Neuling: An diesem Kommentar kann ich nichts Spannendes erkennen. 3250 Euro (ich denke brutto) / 65 Arbeitsstunden-Woche

ergibt: 3250 Euro (4*65 Stunden) = 12,50 Euro pro Stunde. Der Stundensatz dürfte im Bereich eine Kassiererin bei Aldi oder Rewe sein. Anmerkung: Ca. 9 Euro pro Stunde bekommt man als ungelernte Kraft bei der Zeitarbeit.

Ich frage mich welche unbefriedigenden Stellen vorher abgelehnt wurden?

Stefan | 23. Januar 2011 - 23:54

Das Thema hier ist super. Ich habe gerade das 3. Fachsemester an einer FH beendet und versuche mich nun mal gehaltstechnisch ein wenig zu orientieren. Erschwert wird das Ganze dadurch, dass ich den Bachelor-Abschluss mache. Ich denke es ist schwer das mit dem "alten" Abschluss zu vergleichen oder wie seht ihr das? Hat da evtl. schon jemand mal Erfahrungen gemacht?

Neuling | 20. Januar 2011 - 19:12

Hallo, ich habe nach meinem Abschluss 3 Monate gesucht und unbefriedigende Stellen abgewiesen. Immerhin bin ich Ingenieur und gute Arbeit kostet. Wie will man für seinen Arbeitgeber ein Maximum an Gewinn rausholen, wenn man sich selbst zum Spottpreis verkauft?

Hier die Fakten:
Alter: 28 / Geschlecht m / Bundesland: NRW (ländliche Umgebung)
Sparte: Tief-/Straßenbau / Firmenumsatz 45 Mio/a
Arbeitszeit 65 Stunden/Woche wovon 15 Stunden nicht gefordert, aber von mir erbracht werden

Ausbildung: Beton und Stahlbetonbauer Note 4
Fachhochschulstudium Note 1,9 (Wobei diese,bei den Vorstellungsgesprächen, sehr nebensächlich war) / Berufserfahrung 0

Einstiegsgehalt: Monat 3250 € / Weihnachtsgeld 1787,50 € / Urlaubsgeld 720 € / Firmenwagen Wert 35.000 € incl. Benzin ect. / Firmenhandy

Jedem sinnvollen Wunsch, wie Notebook oder ähnlich, wird ebenfalls nachgekommen. Gruß

Tiefbauer | 17. Januar 2011 - 17:25

@Joe: Ich wohne in Bayern, Grenzgebiet nach Hessen. Habe bisher auch in Bayern gearbeitet und bin nun Grenzgänger nach Hessen. Berufserfahrung sind nun etwas über 5 Jahre.

Joe | 17. Januar 2011 - 09:43

@Tiefbauer: Darf ich fragen welches Bundesland, bzw. Wohnort du arbeitest? Und welche Berufserfahrung du hast?

Tiefbauer | 13. Januar 2011 - 18:14

Hallo Zusammen!

Ich wollte mal kurz meine Erfahrungen der letzten zwei Monate mitteilen bezüglich Arbeitsmarkt und Gehältern. Nachdem ich bei einen kleineren Ing.-Büro als Planer für öffentl. Tiefbaumaßnahmen tätig und mit meinem Gehalt (ca. 41.000 € p.a.) auch nur mittelmäßig zufrieden war, hab ich mir mal ein Herz gefasst und vier Bewerbungen auf Stellenausschreibungen losgelassen, die im nähren Umkreis (ca. 60 km) zu meinem Wohnort in Frage kommen. Das Ergebnis hat mich dann doch schon ein wenig überrasscht und vor allem wie kurzfristig die Anrworten auf die Bewerbungen kamen.

Innerhalb von zwei Wochen hatte ich drei Vorstellungsgespräche und weitere zwei Wochen später zwei Arbeitsvertäge vor mir liegen, so dass ich mir sogar die Stellen aussuchen konnte. Bei beiden Stellen waren ohne große Verhandlungen um 50.000 € p.a. als Einstiegsgehalt drin. So dass ich als Bauingenieur für einen Standortdienstleister in der chemischen Industrie tätig bin. Die andere Stelle wäre übrigens bei einen großen Deutschen Schienenverkehrsunternehmen gewesen. Offensichtlich so meine persönlichen Erfahrung, sind die Zeiten für einen Umstieg momentan durchaus gut, wenn man erstmal den den Mut und die Initiative gefasst hat.

level26 | 10. Januar 2011 - 11:12

Hallo Infra-Planer, was machst genau? War auch schon vor Ort und hab mich umgesehen in AD und auch Gespräche geführt. Wäre aber mal nett aus erster Hand Infos zu bekommen, gerne auch per Mail. Danke, S.

Infra-Planer | 06. Januar 2011 - 09:14

Ausland! Für alle die sich für ein paar Jahre losreißen können: Kommt nach Middle East! Hier in Abu Dhabi und Katar verdiene ich mit ca. 5 Jahren Berufserfahrung ca. 6.000 € Netto/monatlich, wobei die Wohnungspreise recht teuer sind. Aber um in Deutschland auf dieses Netto zu kommen, kann sich jeder ausrechnen, was das Brutto bedeutet bzw. welche Position dahinter steht. Wer länger hier bleiben will, muss auf Dauer aber auch mit so einigen Eigenheiten im arabischen Raum und internationalen Kollegen klar kommen. Auch wenn Dubai nicht mehr der Renner ist, middle east is still the place for civil engineers!

TWPlaner | 20. Dezember 2010 - 00:45

Tragwerksplanung, München, 5 Berufsjahre, 45 k/a. Denke, dass es leicht überdurchschnittlich ist. Hab mit 32 k/a angefangen. Insgesamt ist alles der größte Sch.... den es gibt - wenn sich ein mündiger Mensch in Deutschland mit anspruchsvoller akademischer Ausbildung in irgendeiner Form wirtschaftlich, professionell und konzeptionell weiterentwickeln will, darf er/sie im Normalfall auf gar keinen Fall Bauingenieur bzw. Tragwerksplaner werden.

gast | 17. Dezember 2010 - 10:46

Schön wäre es, wenn zu den genannten Einkommen auch dazugesagt wird, in welcher Region das stattfindet. Denn ich denke es gibt erhebliche regionale Unterschiede.

texas-bauing | 15. Dezember 2010 - 22:55

Alles viel zu wenig! Hab 2000 an der TU Darmstadt mein Bauingenieur-Studium abgeschlossen. Hab 2001 als Software-Entwickler bei der Deutschen Bahn angefangen fuer 3.000 Euro brutto. Obwohl ich null Ahnung vom Software-Entwickeln hatte. Lebe und arbeite jetzt in den USA. Die Bauingenieure hier in den USA sind im Vergleich zu Deutschland sehr schwach ausgebildet und verdienen trotzdem als Absolventen fast 3.000 Euro netto. Und finden ohne grosse Probleme nen Job (falls es keine Rezession gibt). Die Gehaelter in Deutschland sind ne Frechheit! Da lohnt es sich ja gar nicht mehr zu studieren!

Gast4 | 08. Dezember 2010 - 12:22

Wie sieht es denn nun aus mit Einstiegsgehältern für Dipl.-Ing.?

Nick | 03. Dezember 2010 - 13:16

In einer Niesche wie dem Claim management ist man aber auch sehr davon abhängig, ob dieser bereich läuft. Bei einer Flaute ist man komplett weg vom Markt und kann sich seine 5T€ in die Haare schmieren. Ist leider so und man spricht aus der erfahrung raus. Ein breit gefächertes Wissen ist in dieser Branche m.A. von Vorteil.

Tragwerksplaner | 02. Dezember 2010 - 21:14

Man sollte sich daran orientieren, in welcher Art Büro man arbeitet. Hier steht es handelt sich um ein kleines Ingenieurbüro. Somit dürfte das Gehalt in Ordnung sein. Ich selbst habe vor 5 Jahren noch bei einem Branchenführer (ca. 150 Mitarbeiter) in der Tragwerksplanung gearbeitet. Mit damals 15 Jahren Berufserfahrung und als Projektleiter bei Prestigeobjekten habe ich ca. 4000 EUR Brutto verdient. Damalige Kollegen haben nicht mehr, eher weniger verdient.

Heute habe ich selbst ein eigenes Büro mit recht guter Auftragslage im In- und Ausland, jedoch könnte ich keine 3500 EUR Brutto zahlen. Dafür sind einfach die Bürokosten und Lohnnebenkosten viel zu hoch. Bauingenieurwesen ist eben kein Beruf in dem man sich eine goldene Nase verdienen kann. Zumal sich Deutschland immer mehr zu einem Niedriglohnland entwickelt.

Ole | 01. Dezember 2010 - 05:37

@Denise: Das schlaegt dem Fass den Boden aus. Was sollst Du denn da machen? Egal wo man in Deutschland wohnt oder wie viel Erfahrung man hat, dieses Angebot ist eine absolute Frechheit.

a2005 | 29. November 2010 - 10:31

Immer wieder das Problem, dass Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger nicht wissen, was sie verdienen können. Das verdirbt mit der Zeit auch den alten Hasen die Preise. Das tarifliche Gehalt liegt aktuell gem. Tarifvertrag zwischen Asia und ver.di bei ca. 2.500 €/Monat. Wenn man noch ein Zugeständnis machen muss, dann kann man von 2.200 €/Monat ausgehen, für die reduzierte Arbeitszeit 30 Stunden 3/4 * 2.200 wären 1.650 €/Monat absolut das Ende der Fahnenstange.

Was das leidige Argument der "fehlenden Berufserfahrung" abelangt: immerhin hat man als Dipl.-Ing. schon mal ein Studium absolviert, welches im Bauwesen nicht so ganz einfach ist. Vielleicht auch noch mal nachfragen: da die Wochenarbeitszeit genannt war: 1.000, später 1.200 brutto pro Woche wären wiederum sehr fair und durchaus übertariflich.

Hami | 28. November 2010 - 23:34

Ich habe mal das Dir angebotene Gehalt mit dem TV-L Ost verglichen. Als Anfänger müsstest Du im ersten halben Jahr in der Gruppe E9, Altersstufe 1 liegen. Das wären dann für ca. 40 h rund 2.111 EUR, bei Deinen 30 h würdest Du bei einer Landesbehörde also rund 1.583 EUR brutto verdienen. Nach einem halben Jahr erhöht sich das dann auf E10/Stufe 1, in Deinem Fall dann rund 1.915 EUR brutto. Den TV-L habe ich nur herangezogen, weil der sehr einfach öffentlich zugänglich ist. Inwieweit das Gehaltsniveau bei Büros in Brandenburg davon abweicht, weiß ich leider nicht.

Ich sehe Deine Situation aber eher so, dass Du keine große Wahl hast, wenn Du endlich in Deinen erlernten Beruf einsteigen und außerdem in Brandenburg wohnen bleiben willst. Und die kurze Kündigungsfrist in der Probezeit gilt ja für beide Parteien und ich würde sie (und habe sie auch schon selbst) im Zweifelsfall nutzen. Gewonnen hättest Du jedenfalls ein halbes Jahr Erfahrung und vielleicht auch ein paar lohnenswerte Kontakte. Und ob das Angebot fair ist, würde ich auch unter dem Aspekt Deiner Alternativen bewerten wollen.

| 28. November 2010 - 19:32

Liebe Denise,

natürlich ist das nicht fair! Das nennt man Ausbeutung! 1.000 EUR/m / (4*30h) = 8,33 EUR/h brutto. Bei Maischberger die Woche war eine "Putzfrau" (interessantes Thema dort, siehe ARD Mediathek) die kriegt 8,40 EUR/h und findet das auch zu wenig (man kann davon eben nicht leben). Ich finde das auch für die Putzfrau zu wenig zum Leben, sie hat recht, für eine Ingenieurin ist das "wider die guten Verkehrssitten". Postet doch alle mal die Namen dieser Ausbeuterfirmen, einfach anonym, Firmenname und mieses Angebot, wie wärs?

Denise | 26. November 2010 - 17:00

Hi, habe einen Job in einem Planungsbüro angeboten bekommen (in Brandenburg), für 30 h/ Woche >> 1000,- Brutto (3 Monate Einarbeitung/Probe), danach 1200,- Brutto. Das ist doch nicht fair oder? Ich habe 2004 mein Studium an der FH abgeschlossen, aber bisher noch keine Berufserfahrungen sammeln können (Kind ect...), aber trotzdem...

Vermessungstechniker | 31. August 2010 - 14:12

Hallo zusammen,

ich bin 20 Jahre alt und als Vermessungstechniker im 2. Jahr tätig. Ich verdiene monatlich 2350 Brutto bei einer 39,5 Stunden Woche. Zum Wintersemester fange ich jetzt mein Studium zum Bauingenieur an und ich bin jetzt nach euren Aussagen etwas verwirrt über das Gehalt. Ich habe mir da schon etwas mehr vorgestellt. Aber ich nehme an, dass die Gehälter doch ganzschön schwanken!! ODER?

wisi-baui | 17. August 2010 - 12:44

Also ich fahre jeden Tag 200 km, um im Anlagenbau als Bauingenieur zu arbeiten:
35 h / Woche Arbeitszeit + 15 h / Woche Fahrtzeit = 50 h / Woche
Dafür aber ein Jahresbrutto von 55.000,- (Jahr 2009)
Stahlbauabschlußnoten 1.3
Jahrgang 1976
Berufserfahrung im Anlagenbau: 4 Jahre
Gesamtauftragsvolumen von 25 Mio. € bis 700 Mio. €.
30 Tage Urlaub
Gleitzeiten von 7:00 bis 10:00 Uhr und von 14:00 bis 20:00 Uhr

fish claim manager | 04. März 2010 - 11:32

In Spezialbereichen kann man wesentlich besser verdienen. Ich habe mich auf Claim management spezialisiert und verdiene nach ca. 8 Berufsjahren oberhalb €5000.
Man sollte sich wirklich eine schmale Spezialangelegenheit aussuchen und sich waehrend des Berufes darauf gezielt spezialisieren- Spezialisten werden immer gesucht.

Nds | 02. März 2010 - 10:02

@Jay
Ich würde mal sagen, Du hast ganz schön Glück mit Deinem Gehalt ;o)
Ich (FH´ler) bin auch in einem großen Baukonzern beschäftigt und bekomme eine ganze Schippe weniger (Tarif West). Der Uni-Absolvent aus der Nachbarabteilung bekommt übrigens genauso viel wie ich ;o) Mit ein wenig Verhandlungsgeschick wäre für ihn wohl auch eine Stufe höher drin gewesen. Gut 100 Euronen mehr. 4k Brutto als Absolvent? Hast Du da Weihnachts- und Urlaubsgeld schon eingerechnet?

Jay | 01. März 2010 - 08:19

Ich würde sagen, was ihr soschreibt ist für einen FH-Absolventen angemessen.
Ich habe gerade mit meinem Uni-Diplom in einer Stabsabteilung eines großen Baukonzerns angefangen und verdiene Brutto 4000,00 bei 40 h/ Woche.

Bauingenieurin Hochbau | 25. Februar 2010 - 17:36

Ich bin jetzt seit ca. 20 Jahren als Frau in diesem Beruf tätig und stelle mir auch die Frage ob mein Bruttogehalt angemessen ist. Bei einer Wochenarbeitszeit von 31,5h verdiene ich im Monat 2.270 € Brutto. Ist das gerechtfertigt?

Bauingenieur | 24. Februar 2010 - 13:28

Hallo Tiefbauer, danke für die Antwort,
hatte das letzte Gehaltsgespräch vor knapp 2 Jahren.
Damals wurde mein Einstiegsgehalt (2.200 € brutto) auf die
besagten 2.700 € brutto angehoben.
Sollte vielleicht in naher Zukunft nochmal das Gespräch mit
meinem Vorgesetzten suchen.

Paul | 23. Februar 2010 - 23:23

Nach dem Studium habe ich 2004 in einer ähnlichen Position wie Tiefbauer angefangen. Für 2750 brutto bei 13 Gehältern. Nach knapp zweieinhalb Jahren waren es 3250. Danach habe ich in eine Stelle gewechselt wo sich die Randbedingungen nicht mehr vergleichen lassen.

Tiefbauer | 23. Februar 2010 - 10:48

Ich bin in einer ählichen wenn nicht sogar vergleichbaren Position. Man könnte das alles bis auf den Arbeitsraum und das Gehalt 1:1 kopieren. Ich bin im nordbayerischen Raum tätig. Mein Monatsbrutto ist 3.300. Hast du schon mal versucht über das Gehalt zu reden bzw. zu verhandeln?

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