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Donnerstag, 29. Juli 2021
Ausgabe 7283 | Nr. 210 | 20. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 23

1704 Kommentare | 752555 Aufrufe Kommentar hinzufügen
a2005 | 25. Februar 2011 - 15:35

Nehmen wir das Angebot mal auseinander:

40.300 brutto p.a.
40.300/12 = 3.358 monatlich brutto
45 Stunden +-5 d. h. 50 Stunden sind abgegolten
entspricht:
Umrechnung auf 39-Stunden-Woche
3.358/50*39 = 2.619 € / Monat ohne Sonderzahlung, im Rhein-Main-Gebiet.
Den Firmenwagen braucht man als Bauleiter und muss den geldwerten Vorteil bei privater Nutzung versteuern. Viel Spaß!

Support² | 24. Februar 2011 - 20:12

Hallo zusammen!

hier wird ja wild über die Einstiegsgehälter eines Bauingenieuren diskutiert. Vielleicht habt ihr auch für mich einen Tipp parat. Ich habe mein FH Diplom im August 2010 erhalten und direkt ein Master-Studium begonnen. Voraussichtlich beende ich dieses im Oktober 2011. Auf ein interessantes Stellenangebot zum "Unternehmensnachfolger" (nach ca. 5-10 Jahren) bei einem mittelständischen Generalunternehmen (Rhein-Main-Gebiet) habe ich mich beworben und nun den Vertrag vor mir liegen.

Eingestellt werde ich als Bauleiter mit folgenden vertraglichen Details: 40.300 € Brutto, Firmenwagen (ca. 40.000 €), 30 Tage Urlaub, Arbeitszeit Mo-Fr. - 45Std. plus/minus 5 Std. je nach Notwendigkeit. Eigentlich habe ich mich schon für diese Stelle entschieden, allerdings bereitet es mir Kopfschmerzen das ich nur eine Bewerbung verschickt habe und somit keinen Vergleich habe. Vielleicht kann mir ja jemand seine Meinung sagen.

Vielen Dank!

Ole | 22. Februar 2011 - 09:51

Hallo FlipB,

160 Stunden habe ich nur angenommen um die Rechnung etwas realistischer zu machen. NRW hat 11 Feiertage. Zwischen Weihnachten und Neujahr arbeitet das Bauhauptgewerbe nicht. Im Zweifel sind das 5 Tage. Die gewerblichen Mitarbeiter werden nach geleisteten Stunden vergütet.
52w x 40h = 2080h 16d x 8h = 128h 2080h-128h = 1952h
1952h / 12monate = 162,66h/monat
das habe ich dann einfach mal als 160h angesetzt.

MFG Ole

Equilibrium | 21. Februar 2011 - 21:38

@bauinghel
Da kann ich nur zustimmen, dass der regionale Faktor eine wichtige Rolle spielt. Dies gilt für das Gehaltsniveau aber auch für die Lebenshaltungskosten(!). Wer in München 45.000 Euro pro Jahr verdient, ist echt arm dran. Wer in Berlin hingegen 40.000 Euro verdient, hat es da schon besser, auch wenn es auf den ersten Blick weniger aussieht.

@alle Berufsanfänger:
Beim erstbesten Angebot eines potenziellen Arbeitgebers mag schnell die Idee da sein:“Hauptsache schnell den ersten Job – zur Not auch für geringes Gehalt. Nach ein bisschen Berufserfahrung kann man ja nachverhandeln.“

Diese Idee ist von Grund auf absolut falsch!
1. Wenn eine Firma bereits am Anfang mies bezahlt, gehört das zur Unternehmenskultur und die wird sich auch nicht ändern, wenn man ein bisschen Erfahrung gesammelt hat. Seriöse Firmen wissen, dass sich eine Neueinstellung zwar in den ersten Monaten bei fairem Gehalt noch nicht rechnet, aber eben nach einer Einarbeitungszeit. Trotzdem zahlen seriöse Firmen von Beginn an das richtige Gehalt und keine aufgebesserte Praktikantenvergütung.
2. Wer einmal irgendwo voreilig unterschrieben hat, der hat oft zumindest eines der beiden folgenden Probleme:
2a. Man tut sich schwer, den Absprung zu schaffen, da Berufswechsel nun einmal grundsätzlich nicht in der Natur des Menschen liegen. Man gibt eine unbefristete Stelle auf und hat plötzlich wieder Probezeit. Vielleicht ist auch noch die Frau/Freundin schwanger etc. Man hofft, dass man doch noch irgendwann mehr Geld bekommt,.....
2b. Man hat bei einer echten „Klitsche“ unterschrieben, wo man keinerlei Referenzen aufbauen konnte. Beispiel: Wer für Müller&Söhne in DorfXY Abwasserkanäle repariert hat, wird anschließend nicht mehr bei Hochtief einen Wolkenkratzer hochziehen können. Der erste Arbeitgeber ist immer auch die erste Referenz im Lebenslauf. Das darf man nie vergessen!

Also mein Rat an alle Neulinge: Suchen, suchen und suchen. Dann mit Bedacht auswählen, aber niemals aus einer vermeintlichen Not heraus. Wer nicht gerade in einer strukturschwachen Gegend lebt, sollte sich bei der Gehaltsvorstellung immer an die Tariflöhne halten.

FlipB | 19. Februar 2011 - 23:22

Ähm, euch sollte als Bauingenieure (Abrechnung von der Baustelle) klar sein, dass 1 Monat 172 h Normalarbeitszeit hat. Ein Monat hat 4,333333 (!) Wochen und nicht 4. Das ergibt sich aus 52 Wochen durch 12 Monate.

bauinghel | 18. Februar 2011 - 15:03

Ingenieure! In den meisten Beiträgen lasst Ihr den regionalen Faktor weg! Bitte um Besserung!

Es gibt innerhalb Deutschlands erhebliche Unterschiede im Lohn/Kostenniveau und in der Arbeitslosenquote! In Berlin wird flächendeckend (über alle Berufe) der Tariflohn mit Tricks nach unten umgangen. Zugleich sind die Mieten hier preiswert wie nirgends. In Berlin bekommen langjährig Erfahrene oft nur 2.700,- mtl. In Frankfurt wird Gleiches ohne Diskussion mehr als 1.000,- höher vergütet. Dabei ist Berlin Spitze bei Arbeitslosen. Auch Bauingenieuren. Die einzige Möglichkeit in einer Markwirtschaft das auszugleichen ist, das wir alle voll mobile Wanderarbeiter werden. (Die Firmen expandieren nicht dorthin wo die billigen, Willigen sitzen).

Also bitte vor allem bei geringen Einkommen immer angeben, ob man im Familienanwesen in Krakow am See sitzen bleiben möchte, oder ob man dafür soeben nach Frankfurt/M umgesiedelt ist.

mfg hel

hiob | 18. Februar 2011 - 02:11

@BauingenieurBachelor
>> Ich bin seit einem halben Jahr mit meinem Studium (Bachelor / FH) fertig. Arbeite seitdem in einem mittelgroßen Ingenieurbüro für Tragwerksplanung mit ca. 15 MA. Bekomme 12 x 2500 EUR Brutto, ich denke das ist ganz Ok. Werde in der nächsten Zeit mit dem Chef mal über eine Gehaltserhöhung reden! Noch ein paar Daten: Arbeitsort: Bayern / Vertiefung: Konstruktiver Ingenieurbau / Studiendauer: 7 Semester + 1 Semester Bachelorthese / Abschlussnote: nicht Gut!

Betonkopp | 16. Februar 2011 - 11:41

Leute ich bin sprachlos,
wer sich als studierter Ingenieur für 2000 Euro anbietet, gehört in die Verbannung nach Sibirien. Nur zur Info: Der durchschnittliche Gesellenlohn eines Malers liegt derzeit bei 13,95 EUR/Std. Das ergibt bei 160 Std pro Monat, ein Bruttolohn von 2232 €. Derjenige der die Tapete anklebt, verdient also 10 % mehr, als Derjenige der die statische Berechnung erstellt hat und womöglich noch den Kopf dafür hinhält. Wenn es immer wieder Leute gibt die so etwas als normal ansehen und akzeptieren, wird sich die Gehaltssituation in den Planungsbüros niemals ändern.

Ole | 16. Februar 2011 - 08:30

@sticky007 = LOL, 2000 Euro sind doch wohl eher ein totaler Witz. Das sind netto 1400 Euro bis 1700 Euro. Nur mal so zum Nachdenken 2000 Euro / 160 h = 12.50 Euro/h oder 2500 Euro / 160 h = 15.62 Euro. Der Mindestlohn 2 lag in Westdeutschland im Sep 2010 bei 12,95 und wird im Juli auf 13 Euro erhoeht. Jeder Geruestbauer ohne irgendeinen Schulabschluss verdient mehr als das. Der Ecklohn fuer Maurer im Westen lag 2007 bei 14,10 im Schnitt, Tariflohn habe ich nicht mehr im Kopf.

160 Stunden habe ich nur mal so angenommen, weil die gewerblichen Arbeitnehmer nach Stunden bezahlt werden und nicht pauschal. Wenn Du bei dem angegebenen Gehalt auch nur eine Ueberstunde machst, verdienst Du mit Studium und bei vollem Risko, weniger als der Kerl mit dem Besen, der die Baustelle fegt. Wer zu solchen Gehaeltern anfaengt, hat auch nicht mehr verdient.

| 16. Februar 2011 - 07:54

@BauingenieurBachelor
Ich bin seit einem halben Jahr mit meinem Studium (Bachelor / FH) fertig. Arbeite seitdem in einem mittelgroßen Ingenieurbüro für Tragwerksplanung mit ca. 15 MA. Bekomme 12 x 2500 EUR Brutto, ich denke das ist ganz Ok. Werde in der nächsten Zeit mit dem Chef mal über eine Gehaltserhöhung reden!

Noch ein paar Daten: Arbeitsort: Bayern / Vertiefung: Konstruktiver Ingenieurbau / Studiendauer: 7 Semester + 1 Semester Bachelorthese / Abschlussnote: nicht Gut!

Polle | 15. Februar 2011 - 21:27

@sticky007
Papperlapapp! 3000 EUR in einer Baufirma sind Ok. Darunter würde ich nicht gehen. Wer in ein Ingenieurbüro geht sollte auch mal 3000 EUR verlangen.

Wenn die nicht zahlen, sollte man sich nach was anderem umsehen. Und damit meine ich kein anderes Ingenieurbüro. Wer dennoch dort anfängt und bleibt sollte sich im klaren darüber sein gehaltlich auf der untersten Stufe zu sein und auch zu bleiben. In Büros als Planer, Statiker Prüfer, Bauleiter...whatever verdient man kein Geld!

sticky007 | 15. Februar 2011 - 10:09

@hiob
Die 2800 bis 3000 Euro finde ich sehr hoch gegriffen. Gerade in den Ingenieurbüros bekommst Du deutlich weniger. Da sind die Einstiegsgehälter bei 2000 bis 2500 Euro.

hiob | 13. Februar 2011 - 12:20

@BauingenieurBachelor
Als Bachelor kannst du schon so zwischen 2800-3000 Brutto am Anfang bekommen. Darunter würde ich nicht gehen wenn möglich. Lass dich nicht von einigen negativen Berichten hier im Forum zu sehr beeinflussen. 2700 € ist meiner Meinung nach unterste - aber wirklich unterste - Grenze als Bachelor am Anfang. Für eine 40 h Woche wohlgemerkt.

Ole | 11. Februar 2011 - 09:28

@Neuling: Irgendwie halte ich Deine Strategie fuer ziemlich merkwuerdig. Wie Du den Wechsel von vielen Ueberstunden zu einem sorgenfreien Leben schaffen willst, ist mir nicht klar. Sicher braucht man am Anfang mehr Zeit um eine Aufgabe zu erfuellen, doch jeder Arbeitgeber weiss das. Wenn Du spaeter immer noch die gleiche Menge an Arbeit bewaeltigst und dafuer weniger arbeiten musst wirkt das eher ungeschickt, weil es offensichtlich nicht zu einer Verbesserung Deiner Leistungsfaehigkeit kommt. Je groesser der Betrieb ist, desto weniger merkt der Chef, das Du ueberhaupt Ueberstunden machst.

Ich habe auch schon in Firmen gearbeitet, wo der Chef und Eigentuemer der Meinung war, das jemand der mehr als 9 Stunden fuer seine Arbeit braucht, schlicht und ergreifend nicht der beste Ingenieur ist. Damals liess der den Strom fuer die Rechner puenklich um 17.30 abstellen. Begrenzte Arbeitszeiten erzwingen eine bessere Einteilung und das ziemlich erfolgreich. Davon abgesehen gibt es zig Studien, die aussagen das 80 % aller Fehler auf Muedigkeit durch zuviel Arbeit verursacht werden. Wie willst Du Deinem Chef denn erklaeren, das Du leider etwas ueberarbeitet warst?

Du musst Dich hier nicht rechtfertigen, kannst schliesslich machen was Du willst. Das Tolle an Bauingenieuren ist, das wenn Du meinst, das Du Deine Ueberstunden zurueckfahren willst, jemand Neues, frisch von der Uni, vor der Tuer steht, der genau Dein Prinzip verfolgt und freiwillig 60 Stunden arbeitet und Dir Dein "sorgenfreies Leben" versaut.

Fazit: Freiwillig viel Arbeiten, wenig Geld verdienen und hoffen das es irgendwann mal besser wird ist ziemlich naiv und wird es auch immer bleiben. Achso: Nur nebenbei bemerkt ueber Deine 47 k lacht sicher jeder Bauingenieur ausserhalb Deutschlands, in einem vergleichbaren Land, tot. Maschinenbauer, Elektroingenieure usw. im Uebrigen auch, das bekommt schon der Industriemeister der bei Bosch die Halle aufschliesst.

Ole

| 10. Februar 2011 - 11:15

@Neuling: Träumer! Speicher mal den "Kram" den Du hier schreibst und lies es in zehn Jahren. Entweder Du wirst lachen bzw. schmunzeln oder Dich wegen Deiner jugendlichen Naivität schämen.

Einer unserer Professoren sagte mal: "Betont sicheres Auftreten bei gleichzeitig völliger Ahnungslosigkeit!"

Neuling | 09. Februar 2011 - 20:33

Zu meinem Beitrag: An Pausenzeiten halte ich mich vielleicht 2 mal die Woche und mein Arbeitsplatz ist quasi direkt auf der anderen Straßenseite. Nachdem sich mehrfach über die 65 h/Woche gewundert wurde, habe ich noch mal nachgerechnet. 5 x 11,5 h + 3 h =60,5 h/Woche. Sorry für die falsche Angabe. Mit meinem Verdienst, im übrigen sind das laut Finanzamt knapp 47 k Brutto, liege ich deutlich über dem meiner ehemaligen Kommilitonen. Diese bekommen alle, bis auf eine Ausnahme, 400-900 € weniger. Ich frage mich in welchem Bereich die Ersteller mit dem höheren Einstiegsgehalt angefangen haben zu arbeiten.

Ich musste monatelang suchen, mehrere Angebote ablehnen und am Ende war ich mit den geschriebenen Konditionen sehr zufrieden. Für mich ist mein Verhalten eine Investition in eine bessere Zukunft, in der ich mit meinem erlangten Wissen und meiner erarbeiteten Stellung innerhalb der Firma, ein sorgenfreies Berufsleben habe. Erst zeige ich Leistung, dann möchte ich die entsprechende Anerkennung. Leider ist es eine schlechte Zeit im Straßenbau / Tiefbau, denn die letzten 3 Monate waren primär mit schlechtem Wetter gesegnet. Bedeutet, dass man in so einer Phase besser nicht nach mehr Gehalt fragt. In einem Monat, wenn die Gehaltserhöhung gekommen ist werde ich mein erwartetes Jahresbrutto posten und man wird sehen ob die Strategie aufgeht.

Aber da ich die Gehälter meiner Ingenieurskollegen kenne, mache ich mir da absolut keine Sorgen. Diese werde ich hier aber nicht kund tun, da ich mit meiner Kommaverschiebung bei den Stunden eh schon jede Glaubwürdigkeit verspielt habe. Ich frag mich grade warum ich mich überhaupt rechtfertige, denn mein Beitrag sollte als Anhaltspunkt für Berufseinsteiger gesehen werden. Bis dahin, ein glücklicher und zufriedener Bauingenieur. Zumindest bis jetzt!

Magnus | 07. Februar 2011 - 22:05

@neuling: Ob die letzten 15 Stunden gefordert sind oder nicht, kannst du meiner Meinung nach nur herausfinden, wenn Du sie einfach mal nicht machst. Ich glaube niemand macht Überstunden aus purer Lust am Arbeiten, sondern eher weil man den Eindruck hat, in seiner regulären Arbeitszeit nicht soviel wegzuschaffen, wie man meint zu müssen. Von mir hat in den letzten 9 Jahren noch nie jemand Überstunden verlangt.

In der Regel bekommt man ein Projekt und dann noch ein Projekt und dann noch eines. Wenn man dann meint, jetzt ist es einfach viel zu viel um das überhaupt auf die Reihe zu kriegen, dann kommt der Chef vorbei mit einer Aufgabe die unglaublich wichtig und wahnsinnig dringend ist und die man ja bestimmt noch irgendwo einschieben kann.

kakadou | 04. Februar 2011 - 20:01

Hallo Tragwerkplaner,

brauchst Dich nicht zu entschuldigen. Klare Worte sind immer gut. Dein Tipp, den Arbeitgeber zu wechseln weil mir meine Arbeit Spaß macht (ok, etwas verzerrt zitiert;-)), ist nicht so das gelbe vom Ei! Lieber 60 h Spaß als 45 h Ärger - oder?

>> ...denen die Arbeit soviel Spaß macht dass sie bereit sind ihr Privatleben aufzugeben, solange haben wir in unserer Branche ein Honorarproblem. Die Arbeit kann nicht so erfüllend sein, dass man bereit sein kann am WE und nachts zu arbeiten

Ole | 03. Februar 2011 - 12:32

Kann den Worten von Tragwerksplaner nichts hinzufuegen und schreibe hier lediglich um meine Sympathie auszudruecken.

Tragwerksplaner | 01. Februar 2011 - 16:45

@kakadou

Hallo, sorry Kakadou, aber solange es solche Kollegen wie dich gibt, denen die Arbeit soviel Spaß macht dass sie bereit sind ihr Privatleben aufzugeben, solange haben wir in unserer Branche ein Honorarproblem. Die Arbeit kann nicht so erfüllend sein, dass man bereit sein kann am WE und nachts zu arbeiten.

Wenn Du mehr Rückgrat hättest, dann würdest Du dich entweder durchsetzen, oder den Arbeitgeber wechseln. In beiden fällen müsste dein Arbeitgeber um dich ersetzten zu können, mindestens zwei neue Arbeitsplätze schaffen. Aber solange die Mehrarbeit kostenlos von solchen Leuten wie dich erledigt wird, solange passiert gar nichts. Ich endschuldige mich für die klaren Worte.

kakadou | 31. Januar 2011 - 22:00

"Wie erklärst Du Deinem Arbeitgeber dann in ca. 2 bis 5 Jahren, dass Du erstens eine Gehaltserhöhung möchtest, weil Du kein Anfänger mehr bist und Du andererseits aber "nur noch" 50 Stunden pro Woche arbeiten möchtest?"

1. Ich kann Neuling voll und ganz verstehen. Denn bis heute arbeite ich ganz genau so - angefangen mit 50 h, langsam gesteigert mit zunehmenden, interessanten und spannenden Aufgaben auf öfters eher 70 als nur 60 h.

2. Hab ich jetzt genau das oben beschriebene Problem - ich will mehr Geld (nicht wirklich - aber pro Stunde) und muss weniger arbeiten (halte ich nicht durch bis 67). Da ich einigermaßen verzweifelt versuche, Arbeiten, die zwar gemacht werden müssen, aber nicht unbedingt von mir, abzugeben, und das nicht funktioniert, weil es sich so eingespielt hat, dass Kollegen (die alle auch nicht faul sind!) "nein" sagen, weil sie keine Zeit hätten und um 18:30 (also auch nicht um 17:00) gehen, und ich dann das liegengebliebene nachts und am Sonntag aufschaffe. Ohne dass das irgendjemand überhaupt bemerkt (remote-Arbeitsplatz daheim - schützt nicht vor Arbeit aber rettet die Ehe).

Die "strittigen" Arbeiten sind immer die, die fachlich nicht nur von mir bewältigt werden können - wenn ich mich wehre, gibt es Krach und ich stehe da wie wenn mir die Motivation fehle (was absolut nicht der Fall ist, ich liebe meine Arbeit und stehe voll hinter der Firma). Meine eigentlichen Projekte bleiben auch liegen, die kann ich aber gar nicht delegieren und es ist alles langfristiger angelegt, d.h. es fällt nicht sofort auf (hat aber größere Folgen, z.B. liegengebliebene Abrechnungen größeren Umfangs). Die Arbeit ist inhaltlich, bezüglich der Umgebungsbedingungen und von der Zusammenarbeit mit meinen Kollegen ansonsten perfekt.

Hätte ich nur mal langsamer losgelegt....dann wäre die Meßlatte niedriger. Meine eigene und die des Chefs. Und ich hätte ja jedes Jahr ein bisschen steigern können. Mich tröstet, dass nur die das Problem haben, denen die Arbeit Spaß macht ;-)

Übrigens glaube ich auch dass derzeit die Chancen auf einen neuen, besseren oder besser bezahlten Arbeitsplatz nicht schlecht sind. Im lokalen Stellenmarkt (BaWü) tauchen seit einem halben Jahr immer wieder die gleichen Stellenanzeigen auf - die finden niemand.

Pro 21 | 31. Januar 2011 - 14:50

Mit 2.700 Euro Brutto anfangen ist wohl ein Traum für einen Bachelor.
Ich bin damals vor 4 Jahren mit einem Diplom und 2.400 Euro angefangen.

Bauingenieur Bachelor | 27. Januar 2011 - 16:31

Habe eine Frage: Bin 23 Jahre alt und werde demnächst mein Bachelor machen. Wieviel kann ich als Einstiegsgehalt in einem Ingenieurbüro für Tragwerksplanung verlangen? Hab so gut wie keine Praxiserfahrung. Sind 2700 EUR in Ordnung oder ist das zuviel?

Horschti | 25. Januar 2011 - 13:32

@Neuling: 3250 Euro für 65 Stunden, da lacht dich jeder Maurer aus. Der Mindestlohn West liegt bei 12,95 Euro plus 25% Überstundenzuschlag. Das macht dann 12,95*40*4,3+12,95*25*1,25*4,3 = 3967 Euro. 65 Stunden zu arbeiten für nichts ist einfach bescheuert. Hör auf damit solange du noch kannst.

Civil-Eng. | 25. Januar 2011 - 11:50

Ich kann den "Neuling" gut verstehen. Ich hätte mich nach meinem (Uni-)Diplom im Jahr 2004 um einen solchen Job geradezu gerissen. Die 65-Stunden-Woche hätte mir zu diesem Zeitpunkt nicht das Geringste ausgemacht. Aus heutiger Sicht sind diese Konditionen jedoch für mich ein gutes Beispiel dafür, wie es eigentlich NICHT laufen sollte, was nicht zuletzt einfach daran liegt, dass ich jetzt Familie habe. Ganz ehrlich: Mit einer ständigen 65-Stunden-Woche könnte ich die Scheidungspapiere meinem Arbeitsvertrag als Anhang beifügen.

Zugegeben: Mein aktueller Job (eher im Bereich Software für das Bauwesen anzusiedeln) erfüllt mich nicht mehr so ganz. Die Bezahlung ist mit knapp 37 k/a gemessen an meiner Berufserfahrung auch eher mau. Auf der anderen Seite habe ich eine vertragliche 40-Stunden-Woche und kann alle (angeordneten) Überstunden zum Freizeitausgleich oder zur Vergütung geltend machen. Das Arbeitsklima stimmt auch, so dass der Arbeitsalltag weitestgehend stressfrei ist. Stünde ich also vor der Wahl zwischen Variante "Neuling" und meiner eigenen, bliebe ich eindeutig bei dem, was ich jetzt habe. Trotzdem schaue ich mich - wenn auch sehr verhalten - nach etwas Neuem um.

| 24. Januar 2011 - 21:25

@Neuling: Bei den ersten drei Sätzen Deines Beitrages habe ich noch gedacht: "Endlich mal ein selbstbewußter Absolvent, der dem Lohndumping den Kampf ansagt." Nach den nächsten Sätzen war ich dann leider sprachlos. Wie kann man freiwillig und ohne Not 65 Stunden die Woche arbeiten und damit sein eigenes Gehalt auf weniger als 2/3 reduzieren? Es mag Dir am Anfang alles spannend und neu vorkommen und deswegen verbringst Du Deine theoretische Freizeit lieber auf der Arbeit. Aber es kommen auch andere Zeiten (vielleicht mit Familie und Kindern oder zumindest mit Freundin). Wie erklärst Du Deinem Arbeitgeber dann in ca. 2 bis 5 Jahren, dass Du erstens eine Gehaltserhöhung möchtest, weil Du kein Anfänger mehr bist und Du andererseits aber "nur noch" 50 Stunden pro Woche arbeiten möchtest?

Und ist Dir auch bewußt, dass Du mit Deiner übertriebenen freiwilligen Mehrarbeit andere Kollegen (darunter vielleicht auch Familienväter, die ein Privatleben haben) massiv unter Druck setzt, indem Du die Maßstäbe unnötig verschiebst? Warum gestaltest Du nicht lieber Deine Freizeit sinnvoll?

Tragwerksplaner | 24. Januar 2011 - 10:42

@Neuling: An diesem Kommentar kann ich nichts Spannendes erkennen. 3250 Euro (ich denke brutto) / 65 Arbeitsstunden-Woche

ergibt: 3250 Euro (4*65 Stunden) = 12,50 Euro pro Stunde. Der Stundensatz dürfte im Bereich eine Kassiererin bei Aldi oder Rewe sein. Anmerkung: Ca. 9 Euro pro Stunde bekommt man als ungelernte Kraft bei der Zeitarbeit.

Ich frage mich welche unbefriedigenden Stellen vorher abgelehnt wurden?

Stefan | 23. Januar 2011 - 23:54

Das Thema hier ist super. Ich habe gerade das 3. Fachsemester an einer FH beendet und versuche mich nun mal gehaltstechnisch ein wenig zu orientieren. Erschwert wird das Ganze dadurch, dass ich den Bachelor-Abschluss mache. Ich denke es ist schwer das mit dem "alten" Abschluss zu vergleichen oder wie seht ihr das? Hat da evtl. schon jemand mal Erfahrungen gemacht?

Neuling | 20. Januar 2011 - 19:12

Hallo, ich habe nach meinem Abschluss 3 Monate gesucht und unbefriedigende Stellen abgewiesen. Immerhin bin ich Ingenieur und gute Arbeit kostet. Wie will man für seinen Arbeitgeber ein Maximum an Gewinn rausholen, wenn man sich selbst zum Spottpreis verkauft?

Hier die Fakten:
Alter: 28 / Geschlecht m / Bundesland: NRW (ländliche Umgebung)
Sparte: Tief-/Straßenbau / Firmenumsatz 45 Mio/a
Arbeitszeit 65 Stunden/Woche wovon 15 Stunden nicht gefordert, aber von mir erbracht werden

Ausbildung: Beton und Stahlbetonbauer Note 4
Fachhochschulstudium Note 1,9 (Wobei diese,bei den Vorstellungsgesprächen, sehr nebensächlich war) / Berufserfahrung 0

Einstiegsgehalt: Monat 3250 € / Weihnachtsgeld 1787,50 € / Urlaubsgeld 720 € / Firmenwagen Wert 35.000 € incl. Benzin ect. / Firmenhandy

Jedem sinnvollen Wunsch, wie Notebook oder ähnlich, wird ebenfalls nachgekommen. Gruß

Tiefbauer | 17. Januar 2011 - 17:25

@Joe: Ich wohne in Bayern, Grenzgebiet nach Hessen. Habe bisher auch in Bayern gearbeitet und bin nun Grenzgänger nach Hessen. Berufserfahrung sind nun etwas über 5 Jahre.

Joe | 17. Januar 2011 - 09:43

@Tiefbauer: Darf ich fragen welches Bundesland, bzw. Wohnort du arbeitest? Und welche Berufserfahrung du hast?

Tiefbauer | 13. Januar 2011 - 18:14

Hallo Zusammen!

Ich wollte mal kurz meine Erfahrungen der letzten zwei Monate mitteilen bezüglich Arbeitsmarkt und Gehältern. Nachdem ich bei einen kleineren Ing.-Büro als Planer für öffentl. Tiefbaumaßnahmen tätig und mit meinem Gehalt (ca. 41.000 € p.a.) auch nur mittelmäßig zufrieden war, hab ich mir mal ein Herz gefasst und vier Bewerbungen auf Stellenausschreibungen losgelassen, die im nähren Umkreis (ca. 60 km) zu meinem Wohnort in Frage kommen. Das Ergebnis hat mich dann doch schon ein wenig überrasscht und vor allem wie kurzfristig die Anrworten auf die Bewerbungen kamen.

Innerhalb von zwei Wochen hatte ich drei Vorstellungsgespräche und weitere zwei Wochen später zwei Arbeitsvertäge vor mir liegen, so dass ich mir sogar die Stellen aussuchen konnte. Bei beiden Stellen waren ohne große Verhandlungen um 50.000 € p.a. als Einstiegsgehalt drin. So dass ich als Bauingenieur für einen Standortdienstleister in der chemischen Industrie tätig bin. Die andere Stelle wäre übrigens bei einen großen Deutschen Schienenverkehrsunternehmen gewesen. Offensichtlich so meine persönlichen Erfahrung, sind die Zeiten für einen Umstieg momentan durchaus gut, wenn man erstmal den den Mut und die Initiative gefasst hat.

level26 | 10. Januar 2011 - 11:12

Hallo Infra-Planer, was machst genau? War auch schon vor Ort und hab mich umgesehen in AD und auch Gespräche geführt. Wäre aber mal nett aus erster Hand Infos zu bekommen, gerne auch per Mail. Danke, S.

Infra-Planer | 06. Januar 2011 - 09:14

Ausland! Für alle die sich für ein paar Jahre losreißen können: Kommt nach Middle East! Hier in Abu Dhabi und Katar verdiene ich mit ca. 5 Jahren Berufserfahrung ca. 6.000 € Netto/monatlich, wobei die Wohnungspreise recht teuer sind. Aber um in Deutschland auf dieses Netto zu kommen, kann sich jeder ausrechnen, was das Brutto bedeutet bzw. welche Position dahinter steht. Wer länger hier bleiben will, muss auf Dauer aber auch mit so einigen Eigenheiten im arabischen Raum und internationalen Kollegen klar kommen. Auch wenn Dubai nicht mehr der Renner ist, middle east is still the place for civil engineers!

TWPlaner | 20. Dezember 2010 - 00:45

Tragwerksplanung, München, 5 Berufsjahre, 45 k/a. Denke, dass es leicht überdurchschnittlich ist. Hab mit 32 k/a angefangen. Insgesamt ist alles der größte Sch.... den es gibt - wenn sich ein mündiger Mensch in Deutschland mit anspruchsvoller akademischer Ausbildung in irgendeiner Form wirtschaftlich, professionell und konzeptionell weiterentwickeln will, darf er/sie im Normalfall auf gar keinen Fall Bauingenieur bzw. Tragwerksplaner werden.

gast | 17. Dezember 2010 - 10:46

Schön wäre es, wenn zu den genannten Einkommen auch dazugesagt wird, in welcher Region das stattfindet. Denn ich denke es gibt erhebliche regionale Unterschiede.

texas-bauing | 15. Dezember 2010 - 22:55

Alles viel zu wenig! Hab 2000 an der TU Darmstadt mein Bauingenieur-Studium abgeschlossen. Hab 2001 als Software-Entwickler bei der Deutschen Bahn angefangen fuer 3.000 Euro brutto. Obwohl ich null Ahnung vom Software-Entwickeln hatte. Lebe und arbeite jetzt in den USA. Die Bauingenieure hier in den USA sind im Vergleich zu Deutschland sehr schwach ausgebildet und verdienen trotzdem als Absolventen fast 3.000 Euro netto. Und finden ohne grosse Probleme nen Job (falls es keine Rezession gibt). Die Gehaelter in Deutschland sind ne Frechheit! Da lohnt es sich ja gar nicht mehr zu studieren!

Gast4 | 08. Dezember 2010 - 12:22

Wie sieht es denn nun aus mit Einstiegsgehältern für Dipl.-Ing.?

Nick | 03. Dezember 2010 - 13:16

In einer Niesche wie dem Claim management ist man aber auch sehr davon abhängig, ob dieser bereich läuft. Bei einer Flaute ist man komplett weg vom Markt und kann sich seine 5T€ in die Haare schmieren. Ist leider so und man spricht aus der erfahrung raus. Ein breit gefächertes Wissen ist in dieser Branche m.A. von Vorteil.

Tragwerksplaner | 02. Dezember 2010 - 21:14

Man sollte sich daran orientieren, in welcher Art Büro man arbeitet. Hier steht es handelt sich um ein kleines Ingenieurbüro. Somit dürfte das Gehalt in Ordnung sein. Ich selbst habe vor 5 Jahren noch bei einem Branchenführer (ca. 150 Mitarbeiter) in der Tragwerksplanung gearbeitet. Mit damals 15 Jahren Berufserfahrung und als Projektleiter bei Prestigeobjekten habe ich ca. 4000 EUR Brutto verdient. Damalige Kollegen haben nicht mehr, eher weniger verdient.

Heute habe ich selbst ein eigenes Büro mit recht guter Auftragslage im In- und Ausland, jedoch könnte ich keine 3500 EUR Brutto zahlen. Dafür sind einfach die Bürokosten und Lohnnebenkosten viel zu hoch. Bauingenieurwesen ist eben kein Beruf in dem man sich eine goldene Nase verdienen kann. Zumal sich Deutschland immer mehr zu einem Niedriglohnland entwickelt.

Ole | 01. Dezember 2010 - 05:37

@Denise: Das schlaegt dem Fass den Boden aus. Was sollst Du denn da machen? Egal wo man in Deutschland wohnt oder wie viel Erfahrung man hat, dieses Angebot ist eine absolute Frechheit.

a2005 | 29. November 2010 - 10:31

Immer wieder das Problem, dass Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger nicht wissen, was sie verdienen können. Das verdirbt mit der Zeit auch den alten Hasen die Preise. Das tarifliche Gehalt liegt aktuell gem. Tarifvertrag zwischen Asia und ver.di bei ca. 2.500 €/Monat. Wenn man noch ein Zugeständnis machen muss, dann kann man von 2.200 €/Monat ausgehen, für die reduzierte Arbeitszeit 30 Stunden 3/4 * 2.200 wären 1.650 €/Monat absolut das Ende der Fahnenstange.

Was das leidige Argument der "fehlenden Berufserfahrung" abelangt: immerhin hat man als Dipl.-Ing. schon mal ein Studium absolviert, welches im Bauwesen nicht so ganz einfach ist. Vielleicht auch noch mal nachfragen: da die Wochenarbeitszeit genannt war: 1.000, später 1.200 brutto pro Woche wären wiederum sehr fair und durchaus übertariflich.

Hami | 28. November 2010 - 23:34

Ich habe mal das Dir angebotene Gehalt mit dem TV-L Ost verglichen. Als Anfänger müsstest Du im ersten halben Jahr in der Gruppe E9, Altersstufe 1 liegen. Das wären dann für ca. 40 h rund 2.111 EUR, bei Deinen 30 h würdest Du bei einer Landesbehörde also rund 1.583 EUR brutto verdienen. Nach einem halben Jahr erhöht sich das dann auf E10/Stufe 1, in Deinem Fall dann rund 1.915 EUR brutto. Den TV-L habe ich nur herangezogen, weil der sehr einfach öffentlich zugänglich ist. Inwieweit das Gehaltsniveau bei Büros in Brandenburg davon abweicht, weiß ich leider nicht.

Ich sehe Deine Situation aber eher so, dass Du keine große Wahl hast, wenn Du endlich in Deinen erlernten Beruf einsteigen und außerdem in Brandenburg wohnen bleiben willst. Und die kurze Kündigungsfrist in der Probezeit gilt ja für beide Parteien und ich würde sie (und habe sie auch schon selbst) im Zweifelsfall nutzen. Gewonnen hättest Du jedenfalls ein halbes Jahr Erfahrung und vielleicht auch ein paar lohnenswerte Kontakte. Und ob das Angebot fair ist, würde ich auch unter dem Aspekt Deiner Alternativen bewerten wollen.

| 28. November 2010 - 19:32

Liebe Denise,

natürlich ist das nicht fair! Das nennt man Ausbeutung! 1.000 EUR/m / (4*30h) = 8,33 EUR/h brutto. Bei Maischberger die Woche war eine "Putzfrau" (interessantes Thema dort, siehe ARD Mediathek) die kriegt 8,40 EUR/h und findet das auch zu wenig (man kann davon eben nicht leben). Ich finde das auch für die Putzfrau zu wenig zum Leben, sie hat recht, für eine Ingenieurin ist das "wider die guten Verkehrssitten". Postet doch alle mal die Namen dieser Ausbeuterfirmen, einfach anonym, Firmenname und mieses Angebot, wie wärs?

Denise | 26. November 2010 - 17:00

Hi, habe einen Job in einem Planungsbüro angeboten bekommen (in Brandenburg), für 30 h/ Woche >> 1000,- Brutto (3 Monate Einarbeitung/Probe), danach 1200,- Brutto. Das ist doch nicht fair oder? Ich habe 2004 mein Studium an der FH abgeschlossen, aber bisher noch keine Berufserfahrungen sammeln können (Kind ect...), aber trotzdem...

Vermessungstechniker | 31. August 2010 - 14:12

Hallo zusammen,

ich bin 20 Jahre alt und als Vermessungstechniker im 2. Jahr tätig. Ich verdiene monatlich 2350 Brutto bei einer 39,5 Stunden Woche. Zum Wintersemester fange ich jetzt mein Studium zum Bauingenieur an und ich bin jetzt nach euren Aussagen etwas verwirrt über das Gehalt. Ich habe mir da schon etwas mehr vorgestellt. Aber ich nehme an, dass die Gehälter doch ganzschön schwanken!! ODER?

wisi-baui | 17. August 2010 - 12:44

Also ich fahre jeden Tag 200 km, um im Anlagenbau als Bauingenieur zu arbeiten:
35 h / Woche Arbeitszeit + 15 h / Woche Fahrtzeit = 50 h / Woche
Dafür aber ein Jahresbrutto von 55.000,- (Jahr 2009)
Stahlbauabschlußnoten 1.3
Jahrgang 1976
Berufserfahrung im Anlagenbau: 4 Jahre
Gesamtauftragsvolumen von 25 Mio. € bis 700 Mio. €.
30 Tage Urlaub
Gleitzeiten von 7:00 bis 10:00 Uhr und von 14:00 bis 20:00 Uhr

fish claim manager | 04. März 2010 - 11:32

In Spezialbereichen kann man wesentlich besser verdienen. Ich habe mich auf Claim management spezialisiert und verdiene nach ca. 8 Berufsjahren oberhalb €5000.
Man sollte sich wirklich eine schmale Spezialangelegenheit aussuchen und sich waehrend des Berufes darauf gezielt spezialisieren- Spezialisten werden immer gesucht.

Nds | 02. März 2010 - 10:02

@Jay
Ich würde mal sagen, Du hast ganz schön Glück mit Deinem Gehalt ;o)
Ich (FH´ler) bin auch in einem großen Baukonzern beschäftigt und bekomme eine ganze Schippe weniger (Tarif West). Der Uni-Absolvent aus der Nachbarabteilung bekommt übrigens genauso viel wie ich ;o) Mit ein wenig Verhandlungsgeschick wäre für ihn wohl auch eine Stufe höher drin gewesen. Gut 100 Euronen mehr. 4k Brutto als Absolvent? Hast Du da Weihnachts- und Urlaubsgeld schon eingerechnet?

Jay | 01. März 2010 - 08:19

Ich würde sagen, was ihr soschreibt ist für einen FH-Absolventen angemessen.
Ich habe gerade mit meinem Uni-Diplom in einer Stabsabteilung eines großen Baukonzerns angefangen und verdiene Brutto 4000,00 bei 40 h/ Woche.

Bauingenieurin Hochbau | 25. Februar 2010 - 17:36

Ich bin jetzt seit ca. 20 Jahren als Frau in diesem Beruf tätig und stelle mir auch die Frage ob mein Bruttogehalt angemessen ist. Bei einer Wochenarbeitszeit von 31,5h verdiene ich im Monat 2.270 € Brutto. Ist das gerechtfertigt?

Bauingenieur | 24. Februar 2010 - 13:28

Hallo Tiefbauer, danke für die Antwort,
hatte das letzte Gehaltsgespräch vor knapp 2 Jahren.
Damals wurde mein Einstiegsgehalt (2.200 € brutto) auf die
besagten 2.700 € brutto angehoben.
Sollte vielleicht in naher Zukunft nochmal das Gespräch mit
meinem Vorgesetzten suchen.

Paul | 23. Februar 2010 - 23:23

Nach dem Studium habe ich 2004 in einer ähnlichen Position wie Tiefbauer angefangen. Für 2750 brutto bei 13 Gehältern. Nach knapp zweieinhalb Jahren waren es 3250. Danach habe ich in eine Stelle gewechselt wo sich die Randbedingungen nicht mehr vergleichen lassen.

Tiefbauer | 23. Februar 2010 - 10:48

Ich bin in einer ählichen wenn nicht sogar vergleichbaren Position. Man könnte das alles bis auf den Arbeitsraum und das Gehalt 1:1 kopieren. Ich bin im nordbayerischen Raum tätig. Mein Monatsbrutto ist 3.300. Hast du schon mal versucht über das Gehalt zu reden bzw. zu verhandeln?

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