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Samstag, 24. Oktober 2020
Ausgabe 7005 | Nr. 298 | 20. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 3

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BauINGSB | 05. August 2020 - 13:45

@DualerStudent:
Das Gehalt was du anstrebst finde ich gut. A6 kriegt man in einem Konzern automatisch mit einem Masterabschluss (UNI) oder mit der jeweiligen Berufserfahrung und ich finde die hast du erfüllt. Daher bleib bei deiner Vorstellung und verkauf dich nicht unterm Wert - vorallem bei der aktuellen Baulage.

Theo | 05. August 2020 - 13:37

Ich verdiene in einem Konzern mit Unimaster Schluss 62.300 EUR Gehalt. Während dem Studium habe ich schon nebenbei dort gearbeitet.

Vince | 25. Juli 2020 - 16:42

Ich habe mal eine Frage an euch: Ist jemand hier in der Fertighaus-Branche tätig? Zufällig auch im Osten der Republik? Wie erstrecken sich da die Gehälter als Bauleiter? Erfahrung als Bauleiter 10 Jahre und Projekte bis 6 Millionen. Ich brauche da mal ein Anhaltspunkt Spanne von - bis. Danke!

Reto | 24. Juli 2020 - 16:36

@Dualer Student:
Dein verlangtes Gehalt ist für mich völlig in Ordnung, da du überdurchschnittlich viel arbeiten wirst (43 Std.). Für 38-39 wäre es doch zu hoch gepokert. Ich würde mich für nichts unter 54.000 € Gehalt (auch als Einstiegsgehalt) für so eine Stelle verkaufen. Wer im Jahr 2020 mit Master Studium im Bauingenieurwesen mit weniger als 50.000 € einsteigt ist selber schuld!

FGSaar | 22. Juli 2020 - 09:40

Bauleitung ist ein diffuser Bereich. Als Orientierung fürs Gehalt ist, glaube ich, sowohl der TVÖD als auch der Bautarif ganz brauchbar. Wenn über diesen Tarif (höhere Stufen) bezahlt wird, wirst du dir die Frage anhören müssen: Warum sollen wir Ihnen mehr bezahlen, was bringen Sie uns mehr?

Üblicherweise werden Bauleiter an Ihren Baustellen gemessen (Abrechnung muss plus sein). Als Bauleiter hat man keinen Einfluss auf das Angebot, nur Einfluss auf die Abrechnung. Also, wer die Griffel am Besten spitzt, Nachträge und Sondervorschläge zur Ausführung (die dem AG Geld sparen) produziert und seine Baustellen mit positivem Ergebnis abrechnet, wird auch über der Tarifgruppe bezahlt, weil er sich bezahlt macht.

Gerd | 21. Juli 2020 - 13:36

@Dualer Student:
Ich habe leider die Befürchtung, dass 57.000 € Gehalt zu hoch angesetzt sind. Würde mich wirklich interessieren, was der Arbeitgeber sagt, wenn du mit solch einer Summe kommst. Kommt dann auch noch darauf an, in welchem Bereich. Im Planungsbüro denke ich ist die Summe utopisch. In der Bauleitung wohl eher. Dann aber sicherlich um die 50.000 € für dich mit solchen Vorkenntnissen. Dann kommst du aber schon sehr gut weg damit.

Dualer Student | 14. Juli 2020 - 18:46

Ich würde gern wissen, ob meine Gehaltsvorstellung realistisch ist: 27 Jahre, Duales Studium Bauingenieur, Ausbildung in der Ausführungsplanung vor Studium abgeschlossen. Durch Ausbildung und duales Studium schon viel Erfahrung in der Ausführungsplanung. Ich durchlaufe viele Abteilungen und war auch einige Wochen nahezu eigenständig als Bauleiter eingesetzt (Sondersituation).

Die Firma hat über 7.500 Mitarbeiter, Umsatz über 3,5 Milliarden EUR, Bundesland BaWü, 43 Std. Woche (+7,5 % Gehalt) und Gewinnbeteiligung (derzeit 6,5 %). Ich stelle mir 57.300 EUR als Einstiegsgehalt vor, orientiert an A6. Bauleitung erfolgt dort für alle Gewerke. Firmenwagen 1 % + Privatnutzung (27.000 EUR). Was sagt ihr?

Richard | 14. Juli 2020 - 08:57

Um das Thema Gehalt für Bauingenieure kurz und knapp zusammenzufassen, möge sich doch jeder mal den ASIA-Tarif für Ingenieure eines Planungsbüros anschauen: Für 2019 wird nach der Einstufung in Gruppe T5 ab dem 5. Jahr in einer teuren Ortsgruppe ca. 54.000 € angegeben. Um das jetzt kurz zu erläutern. Bis man in Gruppe T5 kommt (gemäss Tarifbeschreibung: Angestellte mit besonderen Fachkenntnissen und Erfahrungen) benötigt man sicherlich 1-5 Jahre, um diese Anforderungen zu erfüllen. Nach der Eingliederung in T5 benötigt man dann noch weitere 5 Jahre, um die sagenhafte Summe von 54.000 € zu verdienen. Das dann in teureren Gegenden. Ausserhalb von Städten sind es dann Ortsgruppe 1 mit noch schlechteren Bezügen.

Fazit: Wer also Bauingenieur werden will und nach 10 Jahren verantwortungsvoller Tätigkeit und anspruchsvollem Studium mit (wenn überhaupt) 54.000 € zufrieden ist, soll es doch werden, sich dann aber bitte nicht über das Gehalt beschweren. Was in Deutschland nach den Steuern davon übrig bleibt, ist bekannt. Derjenige soll sich damit dann mal in München, Berlin oder Frankfurt ein schönes finanzielles Leben aufbauen, eventuell noch mit Familie. Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? Antwort: NEIN

Egal | 10. Juli 2020 - 11:54

Im Moment sind die Aussichten für Bauingenieure ganz gut. Ich denke, dass bei den meisten nach ca. 5 Jahren auch ca. 60.000 EUR (+- 5.000 EUR) rausspringen sollten. Zumindest im Süden und Westen bzw. in Ballungsräumen. Trotzdem ist der Vergleich zu anderen Branchen immer noch gewaltig. Auch was das Arbeitspensum bzw. die Verantwortung betrifft. Ich persönlich kann von meinem Umfeld bestätigen, dass Gehälter über 70.000 EUR (auch nach 3 Jahren) möglich sind. Entsprechend muss man sich da aber auch reinhängen bzw. auch bisschen Glück haben.

Die 70.000 EUR auf der Baustelle entsprechen allerdings ca. 56.000 EUR im Büro - aufgrund des deutlich höheren Arbeitspensums. Das sollte auch beachtet werden.

Ich bin mittlerweile mit 6 Jahren Berufserfahrung bei 60.000 EUR als TWP + Opl. (ca. 41 h Woche im Schnitt). Hatte auch schon Angebote über 70.000 EUR in der Planung als PL mit Personalverantwortung. Also mit deutlich mehr Verantwortung und Stress (wahrscheinlich eher 50 h Woche). Daher lehne ich diese Angebote ab. Die Arbeitsbedingungen bei meiner aktuellen Firma sind außerdem so gut, dass ich nicht wechseln will.

Es sind also keine allzu schlechten Zeiten für Bauingenieure. Leute werden gesucht. Das schlägt sich leider nur geringfügig auf die Bezahlung nieder. Aber zumindest findet ein Umdenken statt. Und ja: jetzt kann man Forderungen stellen. Allerdings 85.000 EUR bei einer 35 h Woche und minimaler Verantwortung gibt es hier nicht und wird es niemals geben. Solange wir dieses Vergabesystem haben, wird sich da auch nichts dran ändern.

Hoher Stressfaktor, viel Verantwortung und dafür moderate Bezahlung. Ich würde es wahrscheinlich nicht nochmal studieren, obwohl es durchaus Spaß macht. Und: Ich will gar nicht wissen, wie es aussieht in schlechteren Zeiten (kein Monster BOOM).

BauBob | 09. Juli 2020 - 07:57

@Tom | 07. Juli 2020:
Das hat nichts mit "Überperformer" zu tun. Warum soll man Leuten, die hier den Thread lesen, nur die Negativ-Beispiele vorstellen? Genauso gut kann man ja auch darstellen, was in unserem Beruf hinsichtlich Gehalt für Möglichkeiten bestehen.

Tom | 07. Juli 2020 - 19:30

@BauBob:
In diesem Form geht es um das Thema: Gehalt für Bauingenieure. Nicht um einen tollen abwechslungsreichen Job. Einfach Geld. Und da ist es richtig dieses schlecht zu reden. Aus einem ganz einfachen Grund. Weil es im Verhältnis zur Ausbildung und Verantwortung schlicht und ergreifend schlecht ist. Es schreiben ja nicht umsonst überproportional viele über die Probleme bei der Vergütung. Wie du nach 3 Jahren 70.000 € verdienst, ist mir persönlich ein Rätsel. Wieviele Baustellen wickelt man in 3 Jahren ab, um so zu verdienen?! Du musst im Gegensatz zu allen anderen der absolute Überperformer sein. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel.

Aus meinem Jahrgang (Abschluss 2014) ist mir niemand bekannt, der nach 3 Jahren auch nur annähernd so verdient. Sei es drum. Soll sich jeder im Internet schlau machen und die Foren, Statistiken und Gehälter von Bauingenieuren bei Google suchen. Solche Angaben findet man leider nicht.

Zu mir: Bauleitung Konzern, 6 Jahre Erfahrung, 60.000 € Gehalt bei 50 h Arbeit. Viel Arbeit, viel Verantwortung, viel Stress, wenig Geld. Das ist leider der Alltag für die Allermeisten auf dem Bau, die studiert haben. Da helfen auch keine Überperformer, die darüber hinwegtäuschen.

BauBob | 02. Juli 2020 - 09:03

Ich finde es nicht richtig, dass der Beruf des Bauingenieurs hier so "schlecht" geredet wird. Ich glaube kaum ein Beruf ist so vielseitig wie der des Bauingenieurs! Natürlich muss man dafür geboren sein, es gibt keinen festen Tagesablauf, oftmals ist sehr viel Flexibilität gefragt.

Kurz zu mir: Ich bin 27 Jahre, Abschluss Master FH. Nach mittlerweile 3 Jahren Berufserfahrung in einem mittelständischen Bauunternehmen habe ich 70.000 Euro Jahresgehalt bei 13 vollen Monatsgehältern - zuzüglich Urlaubsgeld. Darüber hinaus Firmenwagen mit Privatnutzung, 30 Tage Urlaub und bei Auswärtstätigkeit gibt es noch Auslöse obendrauf. Angefangen habe ich vor drei Jahren etwas über Tarif und mich dann Jahr für Jahr verbessert. Es hat jeder selbst in der Hand!

Schotterigel | 01. Juli 2020 - 10:10

@Jan:
Falsches Gewerk? Im Bahnbau sind bei 7 Jahren Erfahrung 70.000€ + mit Firmenwagen mit Privatnutzung absolut üblich (BW). Allerdings sind diese Baustellen oft am Wochenende (wofür es wiederum Zuschläge gibt). Wobei ich von einer Rezession am Bau auch noch nichts gehört habe.

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