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Freitag, 30. Juli 2021
Ausgabe 7284 | Nr. 211 | 20. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 3

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Schotterigel | 01. Juli 2020 - 10:10

@Jan:
Falsches Gewerk? Im Bahnbau sind bei 7 Jahren Erfahrung 70.000€ + mit Firmenwagen mit Privatnutzung absolut üblich (BW). Allerdings sind diese Baustellen oft am Wochenende (wofür es wiederum Zuschläge gibt). Wobei ich von einer Rezession am Bau auch noch nichts gehört habe.

Jan | 30. Juni 2020 - 10:25

Alle schreien nach Ingenieuren und dass man keine Fachkräfte mehr bekommt, der Bau boomt (bzw. boomte) und man bewirbt sich. Die Vorstellungsgespräche sind leicht zu ergattern. Bau GU, Ingenieurbüro, Bauunternehmer. Man hat das Gefühl gebraucht zu werden und dass man sich die Stelle eigentlich nur aussuchen muss. Gut und schön, dann kommen aber die ersten Angebote bzw. Gehaltsverhandlungen. Alle um die 42.000 EUR bis 50.000 EUR Gehalt für einen Bauingenieur mit Bauleitungserfahrung auf einer Großbaustelle von über 100 Mio. € und 7 Jahr Berufserfahrung.

Natürlich wird für solch ein fürstliches Gehalt zum Teil noch Flexibilität und unbezahlte Überstunden gefordert. Und Dienstwagen OHNE private Nutzung. Ich weiß nicht, für mich tönt die Stöhnerei nach dem "Fachkräftemangel" nach richtiger Propaganda. Oder wer erklärt mir das Phänomen, der stagnierenden und schlechten Ingenieurgehälter auf dem Bau, obwohl solch ein Mangel herrscht - den gibt es nicht! Andernfalls würden ja die Preise (in dem Fall die Gehälter) steigen, wie in jeder anderen Marktwirtschaft auch, nur nicht auf dem Bau, da dann irgendwie nicht.

Andere Ingenieurbranchen bekommen sowas zum Einstieg, nicht der Bauingenieur. Der lässt sich schön unter dem Tisch ziehen. Ich glaube, mit dem ganzen Gejammer versuchen alle noch mehr Leute ins Bauingenieur-Studium zu drücken. Das Ergebnis sieht man ja. Angebote wo andere Ingenieure nur lachen und sich fragen, wer dann sowas mit sich machen lässt. Bauingenieure gibt es anscheinend genug um sowas zu veranstalten. Und jetzt kommt Corona und die Rezession. Gute Nacht allen anderen Bauingenieuren.

BauIngNrw | 29. Juni 2020 - 01:12

Ich habe über mehrere Jahre sehr viele Beiträge hier in dem Forum gelesen und war anfangs ein bisschen verzweifelt, weil ich die Befürchtung hatte, die falsche Branche gewählt zu haben. Aber jetzt denke ich alles doch irgendwie richtig gemacht zu haben bzw. dass ich das Glück hatte, bei einem vernünftigen Arbeitgeber angefangen zu haben, der die Arbeit seiner Mitarbeiter schätzt und entsprechend vergütet. Anbei meine berufliche Entwicklung (Bauleitung, über 100 MA im Bauunternehmen inkl. Gewerbliche):

  • im Jahr 2015 mit 23 Jahren, Einstiegsgehalt als Bauleiter ohne Projektverantwortung 39.000 EUR - fix + VW Polo mit 1 %-Regelung und privater Nutzung, 60 bis 70 h die Woche, keine Sonderzahlung, in Summe ca. 42.600 EUR Jahresbrutto
  • Uni-Abschluss B.Sc. Bauingenieurwesen im Jahr 2016, Jahresgehalt 42.000 EUR - fix + VW Polo mit 1 %-Regelung und privater Nutzung, 60 bis 70 h die Woche, eine kleine Sonderzahlung, in Summe ca. 48.600 EUR Jahresbrutto
  • im Jahr 2017, Jahresgehalt 46.200 EUR - fix + VW Polo mit 1 %-Regelung und privater Nutzung, 50 bis 60 h die Woche, eine große Boni, in Summe ca. 62.800 EUR Jahresbrutto
  • im Jahr 2018, Jahresgehalt 54.000 EUR - fix + VW Golf mit 1 %-Regelung und privater Nutzung, 45 bis 55 h die Woche, eine sehr große Boni, in Summe ca. 82.800 EUR Jahresbrutto
  • im Jahr 2019, Jahresgehalt 66.000 EUR - fix + VW Golf mit 1 %-Regelung und privater Nutzung, 40 bis 50 h die Woche, eine sehr große Boni, in Summe ca. 98.400 EUR Jahresbrutto
  • im Jahr 2020, Jahresgehalt 75.000 EUR - fix + VW Golf mit 1 %-Regelung und privater Nutzung, 40 bis 50 h die Woche, in Summe ca. 81.600 EUR Jahresbrutto + Boni
Bitte lasst euch nicht weiter ausnutzen für vergleichsweise geringe Bezahlung, sprecht mit euren Kollegen offen über eure Gehälter und hört euch auch mal bei anderen rum!

Bauingenieure sind sehr knapp auf dem Markt, macht es euch zu eurem Vorteil, wenn die nächste Gehaltsverhandlung ansteht! Vor allem junge Bauingenieure können sehr viel rausholen, weil das Durchschnittsalter in vielen Betrieben in Richtung 50 Jahren geht. Ich wünsche allen viel Erfolg bei der Verhandlung bzw. Arbeitgeberwechsel.

Civileng | 27. Juni 2020 - 09:40

Nach dem ich im April 2020 hier im Forum nach einer entsprechenden Gehaltsvorstellung gefragt habe, bin ich im neuen Job sehr glücklich. Zu mir:

  • keine Erfahrung, frisch aus der Uni
  • Einstieg als Bauleiter
  • Dienstwagen
  • monatlich 3.800 EUR Brutto + 13. Gehalt + angeblich Prämienzahlung am Ende des Jahres
  • ich arbeite ca. 40 - 43 Std. pro Woche
Ich denke, es ist ein sehr gutes Einstiegsgehalt. Was denkt ihr?

Marco | 25. Juni 2020 - 14:01

@Frank:
Genau so. Ganz genau so war es bei mir. Gleiches Alter, fast gleiches Gehalt, gleiche Arbeit und genau das gleiche Gefühl. Ausnahme, mein Auto durfte ich uneingeschränkt privat nutzen und meine Bekannten in den Konzernen verdienten "nur" 70.000 bis 80.000 EUR bei realen 39-40 Stunden.

Mit einem etwas anderen Auftreten hätte ich zwar noch auf die 60.000 bis 65.000 EUR Gehalt kommen können. Ich habe auch viele Fehler gemacht. Aber sei es drum. Ich habe dann deine Idee in die Tat umgesetzt und schiebe derzeit eine ruhige Kugel bei einer Behörde. Nicht falsch verstehen, ich muss da auch arbeiten und Leistung bringen. Die Arbeitsweise ist aber gemütlich und nahezu stressfrei. Lustigerweise empfinden es nur jene Kollegen und ich, die von der Baustelle kommen als stressfrei. :D

Ich komme jetzt ausgeruht nach Hause und kann Zeit mit Freunden und Familie verbringen und sogar ehrenamtlich arbeiten. Gehalt war bei mir unwesentlich geringer, Stundenlohn und Lebensqualität ist erheblich gestiegen. Für mich hat es sich gelohnt.

Unbekannter | 24. Juni 2020 - 19:12

Nachdem ich hier viele Eindrücke gewinnen konnte, möchte ich hier auch mal meine Meinung und Situation teilen: Ich persönlich würde die Bauleitung nur einige Jahre nach dem Studium der Erfahrung wegen antreten und dann schnell wechseln. Ich habe kein Problem damit, in meinem jungen Alter viel zu arbeiten, aber nur als Investition. Ich werde als Trainee mit 49.ooo EUR Gehalt einsteigen, möglicherweise noch mehr durch die aktuelle Bautarifrunde - da ich keine Projektverantwortung haben werde, ist das in Ordnung.

Als Werkstudent der Bauleitung bekam ich mit der Zeit schon gut mit, wie es läuft und arbeite auch gerne länger, da ich die Stunden bezahlt kriegte, aber wenn ich die Angestellten sehe, verstehe ich nicht, warum man sich das auf Dauer antut. Und das meine ich nicht abfällig, mein Team war menschlich wirklich klasse und kompetent. Ich würde die Bauleitung nur jemanden empfehlen, dessen Leidenschaft es ist. Es sind mir vor allem vier Punkte aufgefallen:

  • Man fährt lange zur Baustelle
  • Man leistet auf dieser Baustelle viele Arbeitsstunden
  • Hat Verantwortung und Druck
  • Und kriegt im Vergleich wenig Gehalt.
Aber jedem das Seine, für mich wäre das nichts auf Dauer. Durch mein Studium bin ich etwas breiter aufgestellt und werde dann später kaufmännisch / rechtlich eingesetzt. Gehaltssteigerungen sind abzusehen oder es geht dann ins Ref. / Vorbereitungsdienst als Beamter.

Frank | 24. Juni 2020 - 13:54

Ich habe es aufgegeben und die komplette Motivation verloren. Ich bin Bauleiter, 32 Jahre, 50+ Stundenwoche. Man leitet eine 24 Mio. Baustelle bei einem Konzern und wird für eine 2. grade neu eingeteilt, hat Verantwortung für die Sicherheit, Kosten und Termin, hat Druck und nie Ruhe. Dafür dann 54.000 EUR Gehalt und einen Dienstwagen (Seat), welcher für private Kilometer auch noch abgerechnet werden muss.

Wenn man dann hört, dass einer seiner Freunde, die auch noch jünger sind, in die Inhouseberatung eines Konzerns wechseln und dort um die 100.000 EUR + Dienstwagen (Audi A6 - Klasse) verdienen, frage ich mich warum ich nicht auch BWL studiert habe, anstatt Bauingenieur zu werden.

Warum tue ich mir sowas eigentlich an?! Ich überlege gerade, ob ich mir nicht einfach irgendwo im Amt die Beine in den Bauch sitze und ähnlich verdiene wie jetzt. Leute, wir werden hier einfach nur ausgenutzt. Lasst den Bauingenieur sein, geht auf BWL, Recht oder sonst etwas. Ich für meinen Teil, habe die Lektion gelernt und was es heiẞt in der falschen Branche "aufgewacht" zu sein. Das ist schon frustrierend.

Pille | 19. Juni 2020 - 21:21

Ich möchte auch kurz meinen Senf dazu geben: Abschluss Bachelor an einer FH, ich bin direkt in den öffentlichen Dienst gegangen, Einstiegsgehalt ca. 3100 EUR brutto. Jetzt nach 3 Jahren ca. 4100 EUR Gehalt Brutto + eine jährliche Sonderzahlung von 80% eines Monatsgehalts (Weihnachtsgeld). Am Jahresende also ca. 53000 EUR brutto. Bin bei einem Großprojekt eingesetzt und sitze direkt auf der Baustelle. Kriege daher auch viel aus der Praxis mit.

Ich überlege aktuell aber doch zu einem Bauunternehmen in die Bauleitung zu wechseln, um noch etwas näher an die Praxis zu kommen und weil mich dieses Aufgabenfeld reizt. Nun bin ich mir unsicher, ob ich die Vorteile des öffentlichen Dienstes (z.B. Zeitausgleich von Überstunden --> dadurch letztes Jahr 15 zusätzliche freie Tage) aufgeben soll. Wenn ich die Beiträge richtig gelesen habe, habe ich als Bauleiter nicht übermäßig mehr in der Tasche am Monatsende!? Wie ist eure Meinung?

BauingAA | 19. Juni 2020 - 11:02

@Joe1108:
Von einem guten Freund weiß ich, dass die Schwarz-Gruppe Bauingenieuren mit Master und etwas Berufserfahrung 66.000 EUR als Einstiegsgehalt zahlt.

joe1108 | 16. Juni 2020 - 16:56

Ich überlege mir einen Wechsel von einem mittelständischen Bauunternehmen in die Bauabteilung eines großen Einzelhändlers. Jedoch ist mir nicht klar, welcher Tarifvertrag hier zählt, um mich einordnen zu können. Weiß hier jemand Bescheid? Die Arbeitsstelle ist in Baden-Württemberg und ich habe 20 Jahre Berufserfahrung.

Marco | 15. Juni 2020 - 16:53

Bei mir: Abschluss 2012, 25 Jahre alt, als Bachelor Bauingenieur und Einstieg im Projektmanagement / Projektsteuerung mit 42.000 EUR / Jahr (inkl. kleine Prämie + 13. Gehalt). Inzwischen verdiene ich bei der selben Firma knapp über 80.000 EUR (inkl. Prämie, kein 13. Gehalt mehr) + Firmenwagen. Arbeitszeit beträgt im Schnitt ca. 45 Stunden/Woche, Urlaub 30 Tage, Überstunden werden nicht vergütet und können nicht abgefeiert werden.

Nachdem ich hier nun schon viel mitgelesen habe, fällt doch auf, wie unterschiedlich die Gehälter sind. Ich würde hier erstmal niemanden als Lügner und Vertreter der Baulobby bezeichnen, gerade weil ich gemäß den Angaben hier auch eher zu den Besser-Verdienern gehöre. Ich glaube allerdings auch das man mein Gehalt in einem Ingenieurbüro nur sehr schwer erreichen wird.

Theodor | 15. Juni 2020 - 08:01

Auch ich möchte mal zu meiner Gehaltssituation berichten. Nachdem ich vor und im Studium schon Bedenken mit meiner Wahl hatte, sehe ich es mittlerweile etwas gelassener. Ich habe mein Studium "nur" mit dem Bachelor 2014 abgeschlossen und bin danach direkt in den öffentlichen Dienst gegangen. Durch diverse Entgeltgruppen- und Stufenaufstiege seitdem, sitze ich momentan auf einer sehr angenehmen Position in einer Behörde, habe meine fixe 40 Stunden / Woche mit Gleitzeit ohne Kernarbeitszeit sowie Home-Office.

Mein Gehalt beläuft sich auf relativ exakt 65.000 € p.a. (mit allem), was auch noch weiterhin, wenn auch jetzt langsamer, steigen wird. Firmenwagen und dergleichen gibt es natürlich nicht, aber dafür eine planbare Woche und einen sicheren Job mit einer doch recht hohen Betriebsrente (VBL). Da ich erst 30 Jahre alt bin, finde ich das ehrlich gesagt relativ okay, auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass ich mit einem anderen Studienabschluss mehr Geld hätte verdienen können.

Mantra | 11. Juni 2020 - 19:06

Ich finde Aussagen wie "man verdient richtig gutes Geld" immer nicht so sinnvoll. Was ist für jemanden auf dem Bau "richtig gutes Geld"? 60.000 € Gehalt? Das ist so subjektiv, dass man sich die Aussage gleich sparen kann. Ich wette dass jeder studierte Controller, Banker, Berater, IT Profi, alle anderen Ingenieure ausser vom Bau, Piloten, Einkäufer, Regionalverkaufsleiter und und und über ein richtig gutes Gehalt auf dem Bau nur lachen.

Wenn die dann hören, dass man dafür 50 h, 12-15 Jahre Berufserfahrung und lokale Flexibilität benötigt, kommen die aus den Lachen garnicht mehr raus, weil die meisten anderen Studiengängen die Kohle nach ein paar Jahren bereits erreicht haben. Mit 40 h und besserer Work-Life Balance. Ein Bauingenieurstudium ist sicherlich nicht so leicht, sodass man locker auf andere lukrativere Branchen gehen kann und dort mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit besser verdient.

Die restlichen Bauingenieure reden sich dann den Job schön, z.B. mit: "toller Job", "nette Kollegen", "abwechslungsreich", und "man sieht was man erreicht hat"

Bert | 11. Juni 2020 - 09:13

Ein Bauleiter mit 18 Jahren Erfahrung bekommt ein Angebot über 43.200 € Gehalt (Bauingenieur aus Iran). Die Rezession steht vor der Tür und im Bauboom ist der Bauingenieur der am schlechtesten bezahlte Ingenieur. Oh Oh Oh, da werden sich noch einige Absolventen umschauen, wenn die ersten Angebote einflattern. Der Erleuchtung kommt dann nach ein paar Jahren, wenn man mitbekommt, was andere Berufe so verdienen. Dann geht die Motivationskurve aber steil nach unten! Liebe Absolventen die sich hier eventuell über das Gehalt eines Bauingenieurs erkundigen: Macht euch bitte eines bewusst, ihr werdet schlecht verdienen!

Bautechniker | 10. Juni 2020 - 00:39

Ich bin Bautechniker und seit 12 Jahren in einem Konzern als Projektleiter tätig. Bei knapp 50 h in der Woche verdiene ich richtig gutes Geld und habe einen schönen Firmenwagen - was aber nicht ausschließlich mein Antrieb ist - ich finde den Job einfach geil und habe Spass. Ich freue mich jeden Tag auf die neuen Herausforderungen und das kein Tag wie der andere ist. Ich finde, dass auch eine etwas schlechter bezahlte Stelle attraktiv sein kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Der Focus liegt bei mir auf Zufriedenheit, nicht nur auf den monetären Reizen. Der Bau ist sicher im Vergleich zu anderen Branchen schlecht bezahlt - wir haben m. E. aber den abwechslungsreichsten Joballtag.

BauingNord | 09. Juni 2020 - 08:44

Auch ich möchte meine Daten einmal hier lassen (Hamburg und Umgebung): Meinen Bachelor-Abschluss Bauingenieurwesen habe ich 2015 an einer FH gemacht. Mein erster Job: Bauleitung beim Bauträger (10 MA) mit 34.000 EUR Gehalt. Nach eineinhalb Jahren Wechsel zu einem Baudienstleister, auch Bauleitung (500 MA) 46.000 EUR inklusive Firmenwagen (1% Regelung). Nach weiteren drei Jahren Wechsel zu einem Bauunternehmen (1.500) MA als Kalkulator 59.000 inklusive Firmenwagen (1% Regelung).

Bauing aus Iran | 06. Juni 2020 - 14:35

Ich bin ein 48 jähriger Bauleiter aus dem Iran mit 18 Jahren Erfahrung im Schlüsselfertigbau und suche nach einer Tätigkeit. Bisher hatte ich Angebote bis zu 43.200 EUR Brutto. Ist dass alles was ich als Neueinsteiger bekommen kann? Was meinen Sie?

HansWurst | 04. Juni 2020 - 13:48

Jetzt mal meine Geschichte: Statiker, FH Master. 2010 angefangen als Statiker mit 42.000 € Gehalt (A5), ging bis 2019 auf ca. 62.000 € (A7+x)
(wahrscheinlich nie gut verhandelt), bei 40 h/Woche, Konzern >10.000 MA. Seit 2019 bin ich bei einem Anlagenbauer mit 85.000 € Gehalt und einer 37 h/Woche, IG-Metall.

Pit | 03. Juni 2020 - 15:39

@DerNeueAlte:
Ein paar Punkte dazu:

  • Firmenwagen: wird gem. 1%-Regelung gehändelt? Dann berücksichtigen, dass das Netto entsprechend reduziert wird, dafür hast Du natürlich ein Auto, muss man aber in die Gesamtbetrachtung einrechnen. Abgesehen davon: Firmenwagen als Bauleiter inkl. priv. Nutzung ist meiner Erfahrung nach eher Standard und weniger als Bonus zu sehen.
  • Gehalt: Hängt etwas davon ab, welche Aufgaben Du genau übernimmst: Wenn Du direkt als 1. Bauleiter anfängst, d. h. Projekte alleine durchziehst, finde ich das Grundgehalt zu gering, trotz der Prämien. Ich ziehe schon ganz gerne den Tarif als Basis heran: Dein Gehalt läge unter A5 (nach der Aufstellung im Beitrag von Jan, habe das jetzt nicht auf Richtigkeit geprüft), dort sind ja eher "einfache" Tätigkeiten aufgeführt, die eher einem "Zuarbeiter" mit entsprechend wenig Verantwortung zuzuordnen sind (ohne das abzuwerten). Wenn Du zunächst mitläufst bei einem anderen Bauleiter kommt es auf den Umfang und die Verantwortung der Tätigkeiten an, ist halt schwer zu greifen, aber selbst da finde ich es zu gering, auch unter Berücksichtigung der aktuellen Lage, Bauleiter werden nach wie vor gesucht.
In Deinem Fall wäre in Verhandlungen, je nach ausgeführter Tätigkeit, der Bezug auf den Tarif evtl. ein guter Verhandlungsansatz ggü dem AG. Falls noch nicht geschehen würde ich Dir aber auf jeden Fall empfehlen, Dich noch bei anderen Firmen zu bewerben, alleine schon um den Markt(-wert) abzuchecken.

Der Einkäufer | 29. Mai 2020 - 21:08

@Wasserwirtschaftler:
Ich bin 30 und habe 11 Jahre Berufserfahrung (kein Studium, "nur" eine kaufmännische Ausbildung), Region ist BaWü, genauer gesagt Stuttgart. Ich habe ne lockere 40 Stunden Woche mit flexiblen Arbeitszeiten, bin immer um kurz nach 16 Uhr weg, freitags um 14 Uhr.

Makalan | 29. Mai 2020 - 11:51

Aktuell bin ich im letzten Teil des Studiums und soweit mit allen Klausuren durch, nur die Masterarbeit muss noch gedruckt und abgegeben werden. Ich habe mich auch schon für diverse Programme beworben und Rückmeldung bekommen. Zwei "Angebote" sind noch offen:

  • Öffentlicher Dienst (A13)
  • Drees & Sommer, Projektentwickler
Bei zweiterem habe ich noch ein ausstehendes Gespräch zur Gehaltsverhandlung. Dazu konkret zwei Fragen:
  • Welches Angebot würdet ihr nehmen?
  • Wie kann ich mich gut auf die Verhandlung vorbereiten?

1A_Planer | 28. Mai 2020 - 19:54

Ich hatte heute meine erste "Gehaltsverhandlung". Ich werde im nächsten Monat meinen Abschluss als M.Eng machen. Ich habe von meinem möglichen Arbeitgeber, bei dem ich nun auch seit 1 1/2 Jahren als Werkstudent tätig bin (und für den ich auch meine Masterarbeit schreibe) ein Gehalt von rund 50.000 € inkl. 13. Gehalt auf den Tisch gelegt bekommen.

Vertieft habe ich den konstruktiven Ingenieurbau und soll auch als Tragwerksplaner anfangen. Die Arbeitszeit beträgt 43 Std. die Woche. Das Unternehmen hat eine Größe von mehr als 5.000 Mitarbeitern. Haltet ihr das Gehalt für angemessen? Ich habe eigentlich mehr Erwartungen gehabt, wenn ich ehrlich bin. Vielen Dank schon mal für die Antworten.

Wasserwirtschaftler | 24. Mai 2020 - 19:05

@Der Einkäufer:
Wie viele Jahre Berufserfahrung hast du denn? Das ist ein stattliches Gehalt. Vielleicht verrätst du noch die Region, damit man das besser einordnen kann.

DerNeueAlte | 24. Mai 2020 - 08:03

Ich lese immer wieder gerne hier, mit was für Konditionen ihr angefangen habt bzw. mit welchen ihr momentan arbeitet. Ich hab nun auch ein Jobangebot bekommen und wollte euch mal fragen, was ihr davon haltet. Kurz zu mir. Master Abschluss an einer Technischen Uni mit einem 2,2 Schnitt. "Berufserfahrung" durch Werkstudententätigkeit seit 4 Jahren vorhanden. Jobangebot bei der Firma, wo ich als Werkstudent auch gearbeitet habe.

Konditionen: Bauleitung für Mehrfamilien- und Reihenhäuser. 46.000 € Im Jahr fix. Firmenwagen im Bereich 35.000 € auch zur privaten Nutzung. Gewinnbeteiligung die nach Fertigstellung der Einheiten ansteht. Hier ist der Standard bei ca. 8.000 Euro jährlich. Zu Beginn wohl 4.000-6.000 € realistisch. Nach einigen Jahren auch mehr als der Standard möglich. Meiner Meinung nach hat das mit dem Firmenwagen schon sehr viel ausgemacht. Was sagt ihr dazu?

Martin Mensinger | 21. Mai 2020 - 10:50

Ich habe mich in über 25 Jahren Tätigkeit - auch als Tragwerksplaner - nie über mein Gehalt beschweren können. Gehe ich meinen Bekanntenkreis so durch, sind meine Kollegen aus dem Maschinenbau oder der Elektrotechnik größtenteils von ihren
ehemals so tollen Arbeitgebern entsorgt worden, während meine Bauingenieurkollegen alle wirklich gut verdienen und erfolgreich sind.

Ich bin sehr froh über meinen Beruf, der ganz unterschiedlichen Menschen über das ganze Berufsleben hinweg viele Chancen und interessante Möglichkeiten bietet. Ihr müsst halt gut verhandeln! Vor allem: habt Spaß an eurem Beruf, dann habt ihr auch Erfolg!

Verkehrsplaner | 21. Mai 2020 - 09:30

Welche Gehaltsspanne ist für mich angemessen? Masterabschluss und 3 Jahre Erfahrung in Verkehrsplanung und Erschließungsplan in einem kleinen Ingenieurbüro. Gehalt aktuell 13 × 3.800 € Bruttogehalt in Köln. Ich möchte jetzt nach Hessen wechseln. Verkehrsplanung im Ingenieurbüro und möchte zwischen 55.000 € bis 60.000 € Jahresgehalt verdienen. Lächerlich oder realistisch?

Baumeister99 | 20. Mai 2020 - 11:43

Ich bin nach meinem dualen Studium vorzeitig übernommen worden, habe allerdings noch ein Gespräch zum finalen Vertrag, bei dem auch das Gehalt eine Rolle spielen wird. Mein Betrieb hat ca. 30 Mitarbeiter mit 2 Geschäftsführern, die trotz Corona ordentlich verdienen. Einen Auftragsmangel habe ich die letzten Jahre nicht gespürt. Sitz ist im Rhein-Main Gebiet. Habt ihr da Tipps für das Verhandlungsgespräch und eine Info wo, ich an zuverlässige Daten zu den Gehältern komme?

Der Einkäufer | 14. Mai 2020 - 17:21

Kurze Auffrischung zu mir, sehr interessanter Thread: Einkäufer in einem Bauunternehmen mit 500 MA: 80.000 EUR Gehalt p.a. Ich strebe dieses Jahr die 80.000 EUR Fixum an, Prämie in Höhe von 2 Monatsgehältern kommt immer extra. Summa summarum ca. 90.000 bis 95.000 EUR, mal schauen.

Bauing2020 | 14. Mai 2020 - 09:08

@Statiker01:
Also mit 55.000 € Gehalt einzusteigen ist schon schwer, vor allem in der Tragwerksplanung. Ich bin selbst Anfang 2019 mit einem M.Sc. im Projektmanagement eines mittelständischen Unternehmens eingestiegen und hab im ersten Jahr 50.000 EUR all in bekommen. Nach einem Jahr bin ich dann auf 52.000 EUR Gehalt hoch. Du solltest dich also eher mal auf 45.000 EUR bis 50.000 EUR einstellen. Darunter würde ich mich nicht verkaufen.

Hubert | 28. April 2020 - 12:30

@Statiker01:
Ich denke die 55.000 € sind ziemlich unrealistisch. Als Tragwerksplaner ist man schon der schlechtere bezahlte bei den sowieso schon schlecht bezahlten Bauingenieuren. Erst recht wenn du in kleineren Ingenieurbüros arbeiten wirst. Ich denke wenn du zwischen 40.000 - 45.000 € landest, kommst du schon sehr gut weg.

Dann wird es auch recht lange dauern bis du auf deine 55.000 € Gehalt kommst. Will da nur ehrlich zu dir sein, falls dir das Gehalt wichtig ist, überlege dir sehr gut als Bauingenieur zu arbeiten. Suche sonst lieber Alternativen bevor du - wie so viele anderen Bauingenieure - auch vor den "leeren Geldautomaten" stehst. Alle anderen Ingenieure verdienen wesentlich mehr. Mach dich lieber in den zu findenden Lohnerhebungen schlau, die sagen dir nichts anderes. Gruß und viel Glück im Ingenieurbüro!

Statiker01 | 27. April 2020 - 13:09

Ich bin kurz vor meinem Masterabschluss an einer TU. Ich habe mich entschieden Tragwerksplaner zu werden. Verdient man als Tragwerksplaner wirklich sooooo schlecht? Vor einigen Jahren waren die Gehälter erschreckend niedrig. Hat sich dies inzwischen gebessert? Ich will eigentlich schon mit mindestens 55.000 € im Jahr einsteigen. Ist das realistisch?

Jan | 27. April 2020 - 08:19

@Civileng:
Ich würde versuchen nach Tarif zu verhandeln. Einstiegslevel ist da A5-A7 (je nach Abschluss, Erfahrung und Verhandlungsgeschick). In den Bautarifen sind auch sehr gute Positionsbeschreibungen drin, nach welchen man sich richten kann. Folgende Tarifgruppen als Beispiele:

  • A5: Erstellen von Aufmassen und einfachen Bauabrechnungen
  • A6: Koordinieren und Überwachen von Bauausführungen unter Aufsicht eines verantwortlichen Bauleiters
  • A7: Koordinieren und Überwachen von Bauausführungen oder Abschnittsbauleitung, Veranlassen und Überwachen von Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes
  • A8: Selbstständiges Leiten von Bauausführungen, Selbstständiges und eigenverantwortliches Veranlassen und Überwachen der Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Jetzt kommt es natürlich noch darauf an ob Ost oder West. Ich habe grade nur allgemeine Angaben in einer Tabelle im Netz gefunden:
  • A5 - 3.852 € - Jahresgehalt inkl. 13. Gehalt und Urlaubsgeld = 48.912,60 €
  • A6 - 4.281 € - Jahresgehalt inkl. 13. Gehalt und Urlaubsgeld = 54.296,55 €
  • A7 - 4.732 € - Jahresgehalt inkl. 13. Gehalt und Urlaubsgeld = 59.956,60 €
  • A8 - 5.198 € - Jahresgehalt inkl. 13. Gehalt und Urlaubsgeld = 65.804,90 €
Somit würde ich fragen was deine Aufgaben sind, welche Verantwortung du tragen wirst und demzufolge eine Tarifgruppe auswählen.

Ein Dienstwagen gehört in der Bauleitung zur Standardausrüstung und wird benötigt um den Job auszuführen. Der gehört dazu und wäre für mich auch nicht verhandelbar (im Sinne von Gehaltsabzug). Ebenso die private Nutzung dieses Autos. Ich persönlich habe noch nie einen Bauleiter (egal welche Position - ob Einstieg oder Oberbauleiter) ohne Dienstwagen zur privaten Nutzung gesehen (bin selbst auch Bauleiter). Grüsse und viel Erfolg beim Verhandeln!

Bauing | 23. April 2020 - 20:40

@Civileng:
Angefangen habe ich in einem mittelständischen Unternehmen im Januar 2018 mit absolut null Erfahrung. Auch mit 23. Als Einsteiger habe ich 42.000 EUR mit Firmenwagen (gebraucht bis Ablauf der Probezeit) erhalten. Fand ich ok, für jemanden der nur theoretische Kenntnisse hat. Nach Ablauf der Probezeit neuen Firmenwagen erhalten. Nach 1,5 Jahren Anstieg auf 52.000 EUR. In einem halben Jahr steht die nächste Gehaltsverhandlung an. Ich denke, dass 42.000 EUR für einen Anfänger Ok sind. Meiner Erfahrung nach wird auch oft zwischen Bachelor und Master im Bereich Bauleitung nicht unterschieden. Anfänger erhalten das Gleiche.

Civileng. | 22. April 2020 - 18:37

Ich bin 23 Jahre alt und habe kaum Berufserfahrung - außer meine Praktika. Eingeladen wurde ich bei einem großen Unternehmen (3000 MA) als Bauleiterin. Wieviel darf ich als Einstiegsgehalt verlangen? Und soll ich mit dem Gehalt runterschrauben, falls ein Dienstwagen zur privater Nutzung (1%) angeboten wird? Danke im Voraus!

BauingMauing | 18. April 2020 - 06:05

Ich arbeite bei einem größeren Mittelständler (~ 2000 MA) als (Bereichs-) Bauleiter im Schlüsselfertigbau (Großprojekte bis 80 Millionen). Ich bin dort seit ca. 1 Jahr angestellt, bin 24 Jahre alt und habe einen B. Sc. (TU) (meinen Master habe ich bis dato nebenbei zur Hälfte abgeschlossen - gerade habe ich das aber pausiert, da das Projekt zur Zeit deutlich zu viel Zeit auffrisst, heiße Phase halt). Ich verdiene derzeit ca. 4000 Euro Brutto (A5), 13 Gehälter + Firmenwagen zur privaten Nutzung). Tätigkeitsbereich ist Niedersachsen.

Als Bereichsbauleiter wurde mir, wie der Titel schon sagt, nur ein Bereich der Baustelle zugeteilt. Jedoch hat sich das soweit geändert, dass ich nun, bis auf die Außenanlagen und Dach/Fassade, für den kompletten Innenbereich zuständig bin inkl. nahezu aller Nebendienstleister (Container etc.). Obwohl natürlich auch (mehrere) Poliere und Projektleiter für die Baustelle zuständig sind, hat sich das mit der Zeit so ergeben, dass ich tatsächlich alleine alle Aufgaben bewältige, sprich Projektleiter und Poliere obsolet werden.

Insgesamt ist mein Aufgaben- und Verantwortlichkeitsbereich seit meiner Anstellung also deutlich deutlich gestiegen. Denkt ihr ich könnte bzgl. meines Gehalts erfolgreich in Nachverhandlung treten? Wenn ja, welches Gehalt? Wäre A6 vllt. auch A7 gerecht, oder wirkt das schon zu "gierig"? Ich bedanke mich vorab für die Antworten.

Arev | 13. April 2020 - 00:25

Ich bin derzeit Tragwerkslaner (NRW), 27 Jahre alt (1 Jahr im Beruf) und verdiene 45.500 € brutto im Jahr. Dazu 24 Urlaubstage und 41 Stunden Woche. Meine Frage dazu kurz und knapp: In welchem Bereich des Bauingenieurwesens verdient man am meisten?

Ich möchte weg aus der Tragwerksplanung, da mir die Aufstiegs- und Gehaltschancen zu gering erscheinen. Mein Interessensbereich ist weit gefächtert und neben der Bauleitung kämen nahezu alle Bereiche in Frage. Und falls mir jetzt jemand unterstellt, es geht mir nur um das Geld: In gewisser Weise tut es das, und ich würde es ein Stück weit auch als Motivation sehen. Mein aktuelles Gehalt fühlt sich einfach nicht gerechtfertigt an für das aufwendige Studium und das spiegelt sich ein Stück weit auch in meiner Lust auf die Arbeit wieder. Wobei das auch eher daran liegt, dass mir die Tragwerksplanung an sich nicht mehr all zu viel Freude bereitet.

Manuel | 30. März 2020 - 09:06

@Peaceduke:
Also ein Bauingenieurstudium ist ja wohl überhaupt nicht geeignet, um gutes Geld zu verdienen, 50.000 € nach 6 Jahren Berufserfahrung, dass bekommt man in manch anderen Branchen beim Einstieg. Ich würde mir wirklich überlegen ob ich an diesem Job so viel Freude habe, um mit solch einem Gehalt umgehen zu können.

Ich hatte es nicht und bin am Ende durch viel Glück in der Energiebranche gelandet. Ergebnis: Gehaltssteigerung von 53.000 € auf knapp 70.000 € bei weniger Arbeit und weniger Verantwortung. Selber schuld wer Bauingenieur wird. Ich kann nur jedem empfehlen sich vor der Berufswahl die Gehaltsstruktur zu ermitteln. Andernfalls kommt irgendwann das böse Erwachen.

Maestro | 26. März 2020 - 08:56

Tatsächlich ist das momentan eine Gefahr. Jeder der es bis jetzt nicht geschafft hat zu wechseln, wird sich die kommenden Jahre in den Arsch beißen, da sicherlich für den Bau wieder schlechtere Jahre kommen. die Weltwirtschaft ist in der Krise, das wird in 1-2 Jahren auch wieder voll auf den Bau durchschlagen. Von daher ist es tatsächlich am sichersten, auf dem Job sitzen zu bleiben wo man ist, da man dort im Zweifel den besten Schutz vor Kündigung hat.

Peaceduke | 24. März 2020 - 17:22

Nachdem ich das Forum schon länger verfolge dachte ich, ich gebe auch mal meinen Senf dazu. Vor 6 Jahren habe ich bei einem mittelständischen Ingenieurbüro in Norddeutschland angefangen für 33.000 Euro im Bereich Planung Strassenbau/Tiefbau. Seitdem im Gehalt jährlich recht passable Sprünge gemacht und nun nach 6 Jahren bei knapp 50.000 Euro brutto im Jahr plus Weihnachtsgeld bei 40h Woche und 30 Tagen Urlaub. Auch wenn man niedrig anfängt wird gute Arbeit in Form von unbefristeten Verträgen und Gehaltssprüngen belohnt. Ich denke für ein Planungsbüro sind 50.000 Euro Gehalt in Ordnung und entsprechen im Mittel dem was hier auch andere verdienen.

Ing. Ding | 14. März 2020 - 07:52

@InsiderBAU:
Das ist eine wirklich super Idee! Wenn wir tatsächlich vor einer Rezession stehen, was möglich ist, noch schnell den Arbeitgeber wechseln? 10 Jahre Zeit waren nicht genug? In den Jahren um 2003 wurde gefühlt jeder 3. Bauingenieur entlassen. Wenn ich nun neu im Unternehmen bin und es zu Entlassungen kommt, wer darf denn als erster gehen? Vieleicht der zuletzt gekommen ist? Gehen Sie bitte nochmal in sich, ist meine Empfehlung.

InsiderBAU | 13. März 2020 - 08:39

Die Rezession steht vor der Tür. Ich rate jedem, wirklich jedem, bei Unzufriedenheit noch einen Wechsel anzustreben. Ich habe als Projektleiter viel Kontakt zu Investoren bzw. Bauherren. Ausnahmslos ALLE bestätigen Unsicherheiten aufgrund der einstürzenden Märkte. Kaufinteressenten springen ab und hoffen auf eine Rezession, um an billigere Immobilien zu gelangen. Dies ist die letzte Chance für einen besser bezahlten Wechsel, bevor der Bauboom stagniert. Bis es wieder Bergauf geht, werden Jahre vergehen. Lasst euch die Chance nicht vergehen.

Eren | 02. März 2020 - 23:36

@Steve:
Also ich habe einen relativ ähnlichen Werdegang. Ich habe erst eine drei Jährige Ausbildung zum Maurer gemacht und daraufhin direkt den Maurer- und Stahlbetonbau-Meister. Während dieser Zeit habe ich jedoch schon viel in der Leitungs- und Managementebene gearbeitet, da ich im Familienbetrieb war. Ich war demnach schon ab dem 3. Lehrjahr als Bauleiter tätig und habe mir viel Wissen angeeignet. Ich habe ein Semester Bauingenieurswesen an der FH studiert, bis ich gemerkt habe, dass es nicht meins ist. Ich wollte wieder raus in die richtige Bauwelt.

Ich habe mich bei einem Ingenieurbüro als Bauleiter beworben, da ich nicht mehr im Familienunternehmen bleiben wollte. Hierbei mache ich nach HAO die Leistungsphasen 8 und 9, Branche: Breitbandausbau.

Beim Gespräch habe ich folgendes Verhandelt: 30 Tage Urlaub, 40 h Woche (Mehrstunden werden abgefeiert), 1 % Regelung, Jährliche Gehaltsanpassung, 60.000 € / Jahr (12 Monate á 5.000 €). Das gilt für die ersten 6 Monate, danach wird erneut verhandelt. Dafür das ich 22 Jahre alt und am Anfang der Karriereleiter stehe, kann ich das schon als einen guten Einstieg betiteln.

Also ich denke Du könntest ganz locker > 55.000 € erwarten!

Chris | 01. März 2020 - 14:14

Da ich vor längerem schon einmal in meiner Studienzeit den Thread gerne gelesen habe und dankbar um die damaligen Angaben war, hier meine Angaben:

  1. 6 Jahre Berufserfahrung in der Bauleitung SF Bau in einem mittelständigen Bauunternehmen
  2. Firmenwagen (Fabrikat frei wählbar) + Handy + Laptop (alles auch zur privaten Nutzung)
  3. 6.200 €/Monat Gehalt + vertragliche Erfolgsbeteiligungen (Prozentual) bei Baustellen. Erfolgsbeteiligung ist eine faire Sache. Hier kann bei gut gehenden Baustellen das Gehalt deutlich gesteigert werden. (>120.000 € Gehalt im Jahr war bei mir bereits der Fall).
Das A und O für den jungen Berufsweg als Bauleiter ist, engagiert zu sein, selbstständig lernen zu wollen, Verantwortung übernehmen zu wollen, ein gewisses Maß an sozialer Kompetenz mitzubringen, Durchsetzungsvermögen und auch ein gewisses Maß an Überstunden zu akzeptieren. Als Bauleiter hat man keine 40 Stunden/Woche - wenn doch, verdient man dementsprechend weniger.

Sollten diese Vorraussetzungen mitgebracht werden und man arbeitet nach 5 Jahren (würde ich behaupten, gilt man als jung berufserfahren) immer noch für 3500 €/Monat (und hat bereits in Personalgesprächen vergeblich versucht mehr Geld rauszuschlagen), würde ich den Arbeitgeber wechseln.

Einstiegsgehalt für Bauleiter (aufgrund der Lebenserfahrung, nicht unbedingt aufgrund der Qualifikation: Master) in unserem Unternehmen beträgt: Lohngruppe A6 der Bauindustrie - 4.200 € + Firmenwagen. Gerne beantworte ich zum Berufseinstieg eure Fragen, falls gewünscht.

Steve | 24. Februar 2020 - 15:31

Bei mir ist es demnächst soweit. Kurz mal zu mir: 2010 eine Ausbildung begonnen und erfolgreich beendet. Anschließend 2 Jahre Berufserfahrung gesammelt und mich dann intern für eine Weiterbildung als Meister beworben. 2015 mit der Weiterbildung angefangen und Mitte 2016 erfolgreich abgeschlossen.

Im Anschluss daran mich dazu entschieden zu studieren (Bauingenieur), das Studium beende ich höchstwahrscheinlich in der Regelstudienzeit noch dieses Jahr. Angeboten wird mir ein Firmenfahrzeug auch zur privaten Nutzung (1% Regelung). Nun meine Frage was wäre in meinem Fall als Jahresbruttolohn realistisch? Ich bin seit meiner Ausbildung (2010) im Betrieb angestellt, bis heute keine Probleme gehabt und der Chef war immer zufrieden.

Adalbert | 19. Februar 2020 - 13:49

Alles unter 40.000 EUR Gehalt Brutto ist Ausbeute. Wer drunter arbeitet, ist selber Schuld. Überall werden zurzeit Bauingenieure gesucht. Der Boom ist real. Ich selber verdiene ca. 4500 € Netto nach 5 jahren Arbeit. Nicht, weil ich ein Überflieger bin, jedoch habe ich die Notlage vieler Firmen genutzt. Ich benutze das Office im öffentlichen Dienst als Büro und arbeite Nachmittags als Bauleiter. Im Öffentlichen Dienst bekomme ich über 2000 EUR netto bei 2/3 der Arbeitszeit und weitere 20-30 Stunden die Woche arbeite ich als Bauleiter.

Ich könnte sofort wechseln wenn ich wollen würde. Man muss sich nur mal umhören - auf den Baustellen mal mit den Bauherren quatschen. Vieles läuft über Vitamin C. Ich hatte bisher noch nie ein Bewerbungsgespräch bis auf das vom öffentlichen Dienst. Wer will, sollte seine Chancen jetzt nutzen und jeden Arbeitgeber, der unter 40.000 EUR bietet eiskalt die Schulter zeigen. Verkaufen darf man sich nicht unter Wert. Da lohnt sich ja schon eine Ausbildung als Handwerker mehr. Die verdienen durch den Boom mehr als manch Akademiker hier.

Bauigel | 19. Februar 2020 - 11:03

@Bauingenieurin_Berlin:
Ich muss dem vorherigen Kommentar Recht geben: Das ist Ausbeutung! Fachlich lernt man dazu natürlich. Aber vor allem mit Verantwortung und Erfahrung im Außendienst steigt das Gehalt! Und diesbezüglich kannst du dich auf der derzeitigen Position nicht weiterentwickeln. Im Innendienst macht man keine Karriere.

Entweder den aktuellen Stand ohne Aussichten akzeptieren oder andere Stelle suchen. Bei vielen Baufirmen werden Bauleiter händeringend gesucht, auch ohne Erfahrung. Mein Rat: Such dir was anderes. Bleibe nicht allzu lange auf der Position. Sonst wird es immer schwerer. Und verkaufe dich gehaltstechnisch nicht zu niedrig. Kenne mehrere Bachelorabsolventen. Auch Frauen. Keiner verdient weniger als 45.000 €/ Jahr.

Alex | 16. Februar 2020 - 09:20

@Bauingenieurin_Berlin:
Als Ingenieur sollten 40.000 € p.a. das Minimum darstellen. Du trägst Verantwortung und hast vermutlich auch keine 40 h Woche. Du musst unbedingt nachverhandeln oder etwas Erfahrung sammeln und wechseln. Viel Erfolg!

Marina | 14. Februar 2020 - 11:13

@Bauingenieurin_Berlin:
2.700 € sind zu wenig - such Dir einen Job in einem Büro, ich selber arbeite in einem Unternehmen mit einer Frau als Geschäftsführerin im Norden von Berlin. Öffentlich gut zu erreichen, Bezahlung gut, Homeoffice, nette Auftraggeber und mit Familie sehr unterstützend - und nach 2 Jahren bist Du fit.

Martin_DA | 12. Februar 2020 - 07:20

@Bauingenieurin_Berlin:
Das ist Ausbeutung! Ich bin auch Bauingenieur, 25 J, und habe im Januar 2019 das Studium abgeschlossen. Vorher ein Jahr als Werkstudent beim Bauträger, danach übernommen. Fest angefangen die ersten 6 Monate als Ass. für Bauleitung und Projektsteuerung für 43.000 € - 45.000 € + Wagen. Nach 6 Monaten aufgrund von Personalmangel selbst als Bauleiter bestellt worden, nach 2 Monaten in dieser Tätigkeit Gehalt auf 52.250 € + besagtem Firmenwagen nachverhandelt.

Bauingenieurin_Berlin | 08. Februar 2020 - 22:39

Ich habe dieses Forum interessiert verfolgt und würde nun gerne auch meine Daten teilen. Ich bin 25 Jahre alt, habe im April 2019 mein Bachelorstudium absolviert, leider ohne Berufserfahrung. Seit Juni 2019 arbeite ich bei einer Firma (Baufirma im Tiefbau, Rohrbau und Anlagenbau) mit über 100 Mitarbeitern, bei zwei Niederlassungen. Unsere Firma gehört zu einer Unternehmensgruppe. Ich werde hier zur Bauleiterin ausgebildet. Mein Gehalt liegt bei 32.400 €. Meine Aufgaben sind zurzeit eher im Bereich der Assistenz der Bauleitung (Backoffice), hauptsächlich in der Abrechnung, Koordinierung einiger Arbeiter, Mehrkostenerstellung, Nachträge, Vermesser bestellen usw. quasi die Zuarbeit. Findet ihr das im Rahmen, bei meiner geringen Erfahrung? Ich muss anmerken, dass ich einen befristeten 2 Jahres Vertrag habe und kein Auto.

Ich muss gestehen, dass ich momentan mit meinen Aufgaben unzufrieden bin. Ich habe das Gefühl, in meiner Firma wird mein Können nicht wirklich ausgenutzt, ich werde nicht gefördert, trage keine wirkliche Verantwortung. Ich mache nur Schreibtischarbeit, soll nicht auf die Baustelle, bevor ich mir nicht alles, was man dafür braucht, selber beigebracht habe, geschweige denn ein eigenes Bauvorhaben in irgend einer Weise leiten.

Was das Gehalt und den befristeten Vertrag angeht, weiß ich, dass meine Kollegen (auch junge Bauingenieure) zu den selben Konditionen arbeiten, weil das für diese Firma üblich ist und laut meinem Chef soll ich mir um meine Zukunft keine Sorgen machen, was ich ihm glaube. Ich bin aber verzweifelt, zum einen denke ich mir, dass ich wo anders besser aufgehoben wäre und vielleicht mehr dazu lerne, zum anderen denke ich, dass ich noch total unerfahren bin und die zwei Jahre (noch 1 Jahr und 2 Monate) sich gut in meinem Lebenslauf machen.

Fuschermvluschet | 07. Februar 2020 - 21:31

@Bernd:
Entscheide dich zwischen einem größeren Bauunternehmen oder dem Betrieb von nebenan. Hier gibt es gravierende Unterschiede, auch bzgl. der Arbeit an sich (eine Großbaustelle vs mehrerer Kleinbaustellenen). Ich würde dir ein größeres Bauunternehmen empfehlen (Hier wendet sich das Blatt zum Positiven - die Unternehmen wissen, dass unsere Generation ziemlich weichgespült ist und versuchen möglichst Baustellen in der Nähe vom Wohnort zum finden).

In der Regel wirst du hier nach Tarif abgefertigt. Als Jungbauleiter landest du bei A5 oder A6, eventuell, wenn du dich gut verkaufen kannst, A7. Aufpassen: Aus eigener Erfahrung gilt dies nur für Männer! Alle meine Kolleginnen werden mit A3 und A4 abgespeist!

Ansonsten: 30 Tage Urlaub, Auto zwischen 25.000 und 40.000 EUR zur eigenen, freien Verfügung auf 1-%-Basis, Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten, ergo dein Unternehmen geht davon aus, dass du Überstunden machst. Aber auch hier: Sehr vom Projektteam abhängig! Bei uns gilt eine 4-Tage-Woche oder man macht, so wie ich, täglich pünktlich Feierabend.

Bernd | 06. Februar 2020 - 15:40

Nach erfolgreich absolviertem Studium im Bauingenieurwesen möchte ich nun in die Berufswelt einsteigen. Meine Vorstellung ist Bauleitung im Bereich Gewerbebau oder Strassenbau. Leider kann ich mir hierfür keine konkreten Einstiegsgehälter vorstellen und frage euch deshalb um mögliche Erfahrungswerte. Worauf ist - neben dem Gehalt- womöglich noch zu achten bezüglich Urlaubstage, Firmenwagen, Überstunden etc.

Ice | 04. Februar 2020 - 21:12

Ich bin Bauleiter im Hoch- und Tiefbau, seit ungefähr 10 Jahren im Job. Zuerst eine Ausbildung und dann ein Studium in Osnabrück im Bereich Baumanagement. Tiefbau von der Pike auf gelernt, Hochbau erst in den letzten Jahren mit "abgefrühstückt". Ca. 50 Stunden / Woche bei Auto mit privater Nutzung für ca. 45.000 EUR, Gehalt 5.500 EUR im Monat, wenn es läuft auch ein 13. Gehalt. Und ich glaube bei dem Gehalt ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Seit 4 Jahren im jetzigen Unternehmen, ca. 1000 Mitarbeiter. Bin mehr als zufrieden!

Haywan | 04. Februar 2020 - 08:17

Ich habe Bauingenieurwesen studiert, den Master draufgesattelt (war eig. nicht nötig). Danach in den öffentlichen Dienst. Seit ca. 5 Jahren "ackere" ich dort. Habe meine Arbeitszeit reduziert, sodass ich nur bis Mittags da bin und arbeite seit einem halben Jahr nebenbei für 25 netto/Stunde für einen Immobilieninvestor (Projektentwicklung, Hausmeister, Bauleitung). Insgesamt komme ich auf 4.000 bis 5.000 EUR netto im Monat (davon ca. 2.300 EUR vom Öffentlichen Dienst). Ich wollte nie Bauingenieur werden, bereue es aber auch irgendwie nicht.

Kassandra | 03. Februar 2020 - 19:57

Immer das gleiche Muster in diesem Forum. Nach ein-zwei realistischen Angaben zu den Gehältern kommen die Lobbytrolle zum Einsatz und überbieten sich gegenseitig in ihren wahnwitzigen Postings. Statiker mit 4 Jahren im Job (wer schon mal im Tragwerksplanungsbüro reingeschnuppert hat, weiss was diese Experten mit ihren wertlosen Fachhochschulabschlüssen und 4 Jahren im Job so alles „können“) und dann 80.000 EUR bis 90.000 EUR Jahresgehalt. Was für ein Müll. Oder der Herr Polier, der mal neugierig in das Ingenieursforum vorbeischaut. Klar, ist halt die lowtech Branche schlechthin. Da geht nur was mit viel und dreistem Lügen. Beim Nachwuchs anlocken genauso wie im richtigen Bauleben (Nachtragsverhandlungen).

Alex | 30. Januar 2020 - 18:57

@Sven:
Mit deinen rund 4.000 EUR Brutto bist Du im normalen Rahmen hier im Osten. Mehr geht schon, aber das Abfeiern der Stunden ist natürlich auch viel wert. Das muss man mit betrachten.

Mller | 29. Januar 2020 - 08:22

Meine Situation ist ähnlich wie die von Statikpro (kann sein das viele hier das einfach nicht glauben wollen): Anfang nach Masterstudium (2016) als Tragwerksplaner im Ingenieurbüro --> 49.000 EUR/Jahr. Nach einem Jahr bin ich zum technischen Büro einer Baufirma (IG-Bau) gewechselt --> A8 in 2017 ca. 62.000 EUR/Jahr. Momentan bin ich in der Gehaltsgruppe A9 als Planungsleiter von Infrastrukturprojekten und habe ein Gehalt von ca. 74.000 EUR/Jahr (5798 * 12,55 + 24 * 30). Und das alles nach ca. 4 Jahren Berufserfahrung als "Statiker". Peace out.

Ludwig | 28. Januar 2020 - 11:24

@Ms_bauing:
Kommt natürlich stark auf die Region an. Ein Büro mit 5 MA kann natürlich nicht viel zahlen. Ich würde mit 42.000 EUR rangehen und mich nicht unter 40.000 EUR Gehalt handeln lassen.

Sebastian | 28. Januar 2020 - 11:22

Einstieg vor 5 Jahren, Beispiele von mir und Kommilitonen:

  • Ingenieurbüro Ostdeutschland: 39.000 Tragwerksplanung
  • Ich - Ingenieurbüro Süd-Westdeutschland: 42.000 Strassenbau - jetzt ca. 50.000
  • Bauleitung Ostdeutschland: 42.000 - Jetzt 50.000
  • Ingenieurbüro Hamburg: 45.000
Diese Zahlen spiegeln wohl eher die Wirklichkeit wieder (zeigen ja auch eindeutig alle Gehaltsstatistiken im Internet). Ich kenne aus meinem Abschlussjahrgang niemanden der auch nur annähernd an 70.000 € nach 5-6 Jahren Berufserfahrung herankommt. Selbst 60.000 hörte ich nirgends, da wir uns in Abständen untereinander austauschen.Zum Geld verdienen ist dieser Studiengang nicht unbedingt geeignet. Man bleibt in der Wirtschaft nur Mittelmass.

Ich | 28. Januar 2020 - 00:18

Ich bin Bauleiter in Berlin mit 27 Jahren Berufserfahrung. Kein Ingenieur, aber Baupolier. Jahresgehalt 85.000 EUR. Man muss nicht immer Ingenieur sein, um Geld zu verdienen.

ALE | 27. Januar 2020 - 15:20

@Statikpro:
Genau, nach 4 Jahren 72.000 € und nach 8 Jahren 72 x 2 = 144.000 €, sehr sehr realistisch!

Ms_bauing | 26. Januar 2020 - 15:17

Was kann man als Berufseinsteiger (BA an der FH) bei einem Ingenieurbüro mit 5 MA als Einstiegsgehalt verlangen? Aufgabenfelder sind Statik, Pläne, ENEV.

Björn | 26. Januar 2020 - 12:11

@Statikpro:
Nach 4 Jahren Berufserfahrung als Tragwerksplaner und 72.000 € Gehalt stehst Du über 99,99 % aller gleichaltrigen Bauingenieure. Die Zahl wirkt fast utopisch, trotzdem Glückwunsch! Wenigstens einer der sich anscheinend verkaufen kann oder es wirklich drauf hat! Der Rest von uns verkümmert finanziell bei weitaus schlechteren Bezügen, leider! Schade, dass der Beruf so ausgenutzt wird.

Bauing2020 | 26. Januar 2020 - 09:53

Ich kann hier manche Aussagen nicht nachvollziehen und möchte daher auch mal meine Erfahrungen mitteilen. Ich habe 2019 mein Studium als M. Sc. Bauingenieurwesen mit baubetrieblich/konstruktiver Vertiefung abgeschlossen. Habe danach bei dem Unternehmen - bei dem ich bereits seit 3 Jahren als Werkstudent gearbeitet habe - als Junior Projektmanager angefangen. Mein Gehalt sind 50.000 € auf 13 Gehälter, 30 Tage Urlaub und bezahlten Überstunden. Reale Arbeitszeit geht selten mal über die 42/43 Stunden.

Meine Kumpels aus der Uni haben relativ zeitgleich angefangen und verdienen zwischen 47.000 € und 50.000 €. Davon sind die meisten als Tragwerksplaner bei kleinen bis mittleren Ingenieurbüros angestellt. Einer hat übrigens bei der Bahn angeheuert und bekommt ca. 50.000 € zum Einstieg bei 34 Urlaubstagen und Überstunden sind ihm unbekannt. Ich habe mir im Studium immer riesen Sorgen gemacht, wenn ich in dieses Forum geschaut habe. Die Realität sieht aber im Moment anders aus.

Sven | 25. Januar 2020 - 10:08

Ich habe das Forum schon länger verfolgt und wollte nun auch mal meine Daten Preis geben: Bauingenieur - Master - Projektierung Strassenbau - 6 Jahre Berufserfahrung. Ingenieurbüro mit ca. 150 Mitarbeiter - Ostdeutschland, Gehalt 47.000 € (inkl. kleiner Jahresbonus), Überstunden können abgefeiert werden.

Statikpro | 24. Januar 2020 - 23:27

Gehälter sind regional sehr unterschiedlich. Ich bin Tragwerksplaner und verdiene 72.000 EUR Gehalt brutto jährlich bei 30 Urlaubstage (4 Jahre Berufserfahrung). Die größten Gehaltssprünge macht man bei Wechsel des AG's. So selbstverständlich es sich anhört: die Leistung am Anfang ist entscheidend. Man muss unentbehrlich für den Chef werden (auch wenn im Allgemeinen gilt: Jeder ist ersetzlich, heißt aber noch lange nicht zur selben Qualität).

M.Eng. | 23. Januar 2020 - 13:36

@Manu:
Ich denke das ist schon hilfreich. Hier geht es weniger darum, dass eine Illusion über das Gehalt aufgebaut werden soll, sondern das soll eher Mut machen, dass man auch mal über den Tellerrand hinausschaut und sich bewirbt. Mir selbst geht es genauso wie Alonso, ich bin aber auch eher in einer Nische gelandet, was nicht dem Durchschnitt eines Bauingenieurgehaltes entspricht.

Nach meiner Erfahrung wird gesucht wie noch nie, ich habe fast wöchentlich 1-2 Angebote, wo wirklich super Positionen besetzt werden sollen über Headhunter, da geht es oft um Projektsteuerung, Projektleitung usw. - mit durchaus guten Gehältern in der Richtung 70.000 bis 100.000 EUR Gehalt. Auch das ist natürlich nicht der Durchschnitt, aber gefühlt gibt es momentan in ganz Deutschland einen Haufen guter Stellen!

Olaf | 23. Januar 2020 - 13:17

@Konstr.-Bauing.:
Wie viele Bauingenieure arbeiten schon bei Stahlherstellern und Energieriesen?! Das ist ein so verschwindend geringer Anteil, das dieser sicherlich im Promillebereich angegeben werden muss. Das sind doch keine aussagekräftigen Angaben, was ein durchschnittlicher Bauingenieur verdient. 80 % werden in irgendeinem Ingenieurbüro arbeiten. Wer da 80.000 bis 90.000 EUR verdient, ist ein absoluter Exot.

@Manu hat das recht treffend gesagt: Sämtliche Gehaltserhebungen zeigen eine ganz andere Welt, die echte Bauingenieur-Bezahlung. Die DURCHSCHNITTLICHEN lächerlichen 50.000 EUR nach 10 Berufsjahren. Der Bauingenieur ist der mit Abstand am schlechtesten bezahlte Ingenieur überhaupt! Und das ist leider nun mal ein Fakt. Da helfen die 80.000 EUR für den "Aussteiger" in die Energie- und Stahlbranche wenig, um darüber hinwegzutäuschen.

ejjjj | 22. Januar 2020 - 22:19

Also ich verstehe die ganze schlechte Stimmung hier nicht. Ich bin jetzt 26 Jahre und seit 4 Jahren als Bauleiter im Tiefbau und Straßenbau angestellt. Zwischenzeitlich berufsbegleitend einen Master gemacht (Firma hat finanziert). Ich habe jetzt 5.698 EUR Gehalt brutto im Monat zzgl. Firmenwagen, Weihnachtsgeld und Gewinnbeteiligung (5.000 bis 10.000 EUR). Da komm ich i. M. bei jährlich 76.000 EUR Jahresgehalt raus. Ich finde die aktuelle Situation könnte nicht besser sein. Gute Leute werden überall gesucht. Man bekommt nicht das was man verdient, sondern das was man verhandelt!

Manu | 22. Januar 2020 - 09:07

@Alonso:
Deine 90.000 € Gehalt sind sicherlich nicht unerreichbar und ich freue mich für dich, dass ein Bauingenieur sowas erreicht hat. Das wird es auch immer mal wieder geben. Allerdings sind solche Aussagen für die Masse leider nicht zutreffend. Die breite Masse der Bauingenieure wird leider das komplette Berufsleben auf die 60.000 € schielen und sie, wenn überhaupt, nur im hohen Berufsalter erreichen. Sämtliche Gehaltserhebungen belegen das ja.

Der Bauingenieur wird im Allgemeinen nur die Pfennige auf Arbeit "einsammeln". Die "fette Beute" werden andere Ingenieure holen. Maschinenbau oder Elektrotechnik.

Konstr.-Bauing. | 21. Januar 2020 - 20:57

Ich möchte auch mal meine Erfahrungen mitteilen. Ich bin 2016 mit meinem Studium fertig geworden und habe als Bauingenieur im Ingenieurbüro im Bereich Brückenbau angefangen (Leistungsphasen 1-7). Ganz entspannt 40 h im Büro. Überstunden wurden erfasst und ausgezahlt oder frei genommen. Das Einstiegsgehalt entsprach 45.000 Euro. (Seit dem Jahr 2019 werden die Absolventen > 50.000 Euro Gehalt angestellt). Im November 2019 habe ich den Arbeitgeber gewechselt. Gleiche Tätigkeit bei einem Gehalt von 60.000 Euro. Ich finde nicht, dass es ein schlecht bezahlter Beruf ist. Von meinen Kommilitonen bilde ich die Mitte. Einige verdienen noch deutlich mehr (bei einem Energieriesen oder Stahlhersteller, Gehalt mehr als 80.000 Euro), andere etwas weniger (Kommune oder Land so ca. 45.000 Euro).

Wir haben das unfassbare Glück, dass Bauingenieure gerade Mangelware sind, also empfehle ich jedem einfach mal in einem Bewerbungsgespräch seinen Marktwert zu testen und als Gehaltsvorstellung eine ordentliche Summe zu nennen. Ich meine ihr tauscht das wertvollste was ihr besitzt (Lebenszeit) gegen Geld. Ich habe das Gefühl das manche bei einem Autokauf mehr verhandeln als bei ihrem Gehalt und das sollte so nicht sein. Zu der Aussage, dass andere Ingenieure ja deutlich mehr verdienen, kann ich nur sagen:

  1. ist ein Maschinenbau-Studium schwieriger
  2. findet von denen nicht jeder direkt einen gut bezahlten Job. (Siemens, Bosch, Thyssen usw. haben auch nur begrenzte Stellen).
  3. studiert man nicht direkt des Geldes wegen, sonst sollte man versuchen Fluglotse oder Unternehmer zu werden.
Viel zu viel geschrieben. Der Kern der Aussage sollte sein, führt einfach mal Bewerbungsgespräche und traut euch mal eine große Summe zu nennen. Ihr werdet überrascht sein was möglich ist. Behaltet dabei im Hinterkopf, dass ihr eure Lebenszeit verkauft, das Wertvollste was ihr besitzt. Gutes Geld lässt sich auch als Bauingenieur verdienen.

ALE | 21. Januar 2020 - 20:32

@Alonso:
Ja ja, ganz genau 90.000 EUR Gehalt, sehr glaubhaft.

Alonso | 20. Januar 2020 - 21:21

Ich schließe mich der Meinung von "Noch1Bauing" an. Ich bereue es auch nicht Bauingenieurwesen studiert zu haben. Es ist ein klasse, vielfältigiger und sehr interessanter Beruf. Am Ende des Tages sieht man, was man geleistet hat. Da steht dann eine Talbrücke, ein Gebäude, ein Klärbecken, eine Straße, ein Wasserkraftwerk und und und. Und wenn man aus dem Tellerrand schaut, lässt sich gutes Geld verdienen.

Im Dez. 2019 habe ich die 90.000 Gehalt EUR brutto geknackt. Und das mit 30 Tagen Urlaub, Überstundenkonto, flexible Arbeitszeiten und Homeoffice. Ständige Fortbildung inbegriffen. Arbeitgeberseite, Süddeutschland, 18 Jahre Berufserfahrung, keine Personalverantwortung. Ich bin sehr zufrieden. Natürlich muss man was leisten! Es ist ein krisensicherer Job im Infrastrukturbereich! Schaut euch um nach Jobs. Jetzt oder nie! Derzeit ist ein Arbeitgeberwechsel genial! Oder einfach mal mit dem Chef sprechen.

Wolfgang | 20. Januar 2020 - 09:42

Thema: Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? Antwort: NEIN! Begründung: Diverse Gehaltsstatistiken!

Chemie/Pharma: 76.700
Fahrzeugbau: 72.000
Energieversorgung: 65.800
Maschinenbau: 65.700
Elektro: 64.800
Infromationstechnologie: 61.200
Baugewerbe: 55.000
Ingenieurbüro: 52.500

Bei einer weiteren Gehalststatistik, welche hier auf der Internetseite zu finden ist, kann man sich eigentlich nur noch gruseln!
Gehaltsreport 2015 TGA-Ingenieur:
Durchschnitt:
bis 5 Jahre: 39.530
6-10 Jahre: 40.300
11-20 Jahre: 48.540
20+ Jahre: 44.230

Noch Fragen?! Ist DAS ein angemessenes Gehalt für einen Ingenieur? Wohl ehr nicht. An alle Studenten des Bauingenieurwesens: Wenn Ihr Bauingenieur werden könnt, schafft Ihr auch Maschinenbau oder Elektrotechnik! Tipp von mir: Sattelt lieber um, oder beschwert euch bitte nicht im Nachhinein über die vergleichsweise lächerlichen Gehälter im Bauwesen. Ihr könnt gerne weitere Statistiken suchen. Ihr werdet keine "schönere" finden. Versprochen!

Noch1Bauing | 17. Januar 2020 - 13:50

Da ich hier bereits seit Jahren immer mitlese und mir die Diskussionen, obgleich des negativen Grundrauschens, doch geholfen haben, hier mal kurz meine Anmerkungen.

Wie die meisten wissen, gibt es den Beruf Bauingenieur als solchen gar nicht. Ein Absolvent des Bauingenieurwesens kann Tragwerksplaner/Statiker, Bauleiter, TGA-Planer, Sachverständiger etc. werden. All dies lässt sich nochmal um diverse Richtungen ergänzen wie bspw. Bauleiter im Straßenbau, Sachverständiger für Betontechnik und so weiter. Da es nicht den einen Beruf gibt, gibt es auch nicht das eine Gehalt. Die meisten gehen tatsächlich in den Bereich Tragwerksplanung oder Bauleistung, was man als "klassische Bauingenieurberufe" auffassen kann.

Aus dem Kreise meiner Kommilitonen/Absolventen (Bundesland NRW) weiss ich, dass im Bereich Tragwerksplanung das Eimstiegsgehalt bei ca. 40.000 EUR liegt. Bauleiter liegen so bei 50.000 EUR, meist mit Firmenwagen (Golfklasse). Die beiden Berufsfelder wurden hier bereits oft angeführt und grundsätzlich stimmt es auch, dass Tragwerksplaner weniger verdienen, dafür aber auch weniger und vor allem geregelter arbeiten als Bauleiter. Horrorstories a la 80 Stunden jede (!) Woche sind mir aber auch bei den Bauleitern nie zu Ohren gekommen. Das man im Projektgeschäft während der heißen Phasen auch mal länger knüppelt, ist natürlich wahr.

Ein paar Kommilitonen, so auch ich selbst, sind in der Immobilienwirtschaft gelandet. Von der Projektentwicklung über die Projektsteuerung/das Projektmanagement von laufenden Projekten, bis hin zu Management von Bestandsimmobilien, dem Verkauf oder der Vermittlung gibt es hier mannigfaltige Möglichkeiten. Grundlegendes betriebswirtschaftliches sowie juristisches Verständnis ist natürlich essentiell bzw. die Bereitschaft, sich dieses anzueignen. Das Gehalt variiert hier auch je nach Beruf. Im Facility Management ist weniger zu holen als in der Projektentwicklung.

Jetzt habe ich mehr geschrieben als geplant, die Message soll einfach sein: Schaut mal nach links und rechts, es gibt sehr viele Möglichkeiten abseits der klassischen Berufsfelder. Warum nicht mal ein Praktikum bei CBRE, Drees & Sommer oder der ECE machen? Warum nicht mal auf eine Karrieremesse der Immobilienwirtschaft gehen? Man hat hier sehr viele Möglichkeiten und kann auch wirklich gutes Geld verdienen ohne sich zu Tode zu arbeiten. Haben meine Kommilitonen und ich auch geschafft. Über 50.000 EUR Gehalt zum Einstieg sind drin, auch mit 40 Stunden pro Woche sowie zusätzlich Firmenwagen.

Die einzigen Leute, die gehaltstechnisch auf der Strecke bleiben, trauen sich entweder nicht, ihre Situation zu ändern bzw. sind gemütlich/ortsgebunden, mögen Ihren Job vielleicht sogar und wollen nur des Geldes wegen nicht wechseln oder haben es teilweise auch einfach nicht drauf (ja, sowas gibt es und ich möchte hiermit niemandem ans Bein pinkeln). Das gibt es aber immer und die haben es auch in anderen Branchen schwer, was das Erzielen von hohen Gehältern angeht.

Ich bereue mein Studium zum Bauingenieur nicht. Es ist kein Garant für Topverdienst, führt aber auch nicht in die Armut. Letzten Endes muss jeder zwischen seiner fachlichen Eignung, den eigenen Interessen sowie Fähigkeiten und dem Streben nach viel Geld abwägen. Dieser Spagat gelingt aber sicherlich auch als Absolvent des Bauingenieurwesens.

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