Forum & Erfahrungen
Montag, 20. Januar 2020
Ausgabe 6727 | Nr. 20 | 19. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

Forum für Bauingenieure »
email-weiterempfehlendruckansicht
Seite  « 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 »

Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 4

1480 Kommentare | 670951 Aufrufe Kommentar hinzufügen
ALE | 12. August 2019 - 23:39

@ keeper83:
Bitte lesen. Jahresgehalt (Durchschnitt) Ingenieure:

  • Chemie- und Pharmaindustrie 83.060 Euro
  • Fahrzeugbau 67.500 Euro
  • Energieversorgung 64.850 Euro
  • Informationstechnologie 63.680 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau 62.700 Euro
  • Elektronik / Elektrotechnik 61.100 Euro
  • Baugewerbe 50.400 Euro
(Quelle: merkur.de)

@an alle Kollegen:
Bitte verkauft euch nicht zu billig. Viel Erfolg und Mut!

Lucs | 12. August 2019 - 15:28

Ich bin derzeit noch 18 und mache nächstes Jahr mein allgemeinbildendes Abitur. Ich habe mich in den letzten Monaten für den dualen Studiengang Bauingenieurwesen bei verschiedenen Betrieben beworben. Ein Betrieb zeigt besonderes Interesse. Dort habe ich schon 3 Tage lang eine sogenanntes "Probearbeit" absolviert, um zu schauen ob die Aufgaben des Betriebs meinen Vorstellungen entsprechen. Der Betrieb kümmert sich um das Planen von Massivhäusern.

Nun habe ich also in naher Zukunft vor mein duales Studium bei diesem Betrieb mit ca. 50 Mitarbeitern zu beginnen. Mein Ziel für die ferne Zukunft ist es diesen Studiengang mit einem Master abzuschließen und danach als Bauleiter tätig zu werden, um möglichst viel praktische Erfahrung sammeln zu können.

Die Frage ist nun was kann man sich bei so einem "kleineren" Betrieb als Einstiegsgehalt vorstellen? Mir wurde berichtet das der Betrieb letztes Jahr einen Umsatz von 40 Millionen Euro erreicht hat. Leider weiß ich nicht ob das gut oder schlecht ist. Als Bauleiter mit einem abgeschlossenen Master Studium hätte ich dem Betrieb 47.000 € - 50.000 € als Einstiegsgehalt vorgeschlagen. Was haltet ihr davon? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Einstiegsgehalt? Ich würde mich über ein paar Berichte freuen!

Kurt | 12. August 2019 - 08:05

Da ich hier dieses Forum seit einiger Zeit ebenso verfolge und einige nützliche Beiträge daraus ziehen konnte, werfe ich nun auch mal meine Fakten in die Runde:

  • Abschluss M.Eng (Konstruktiver Ingenieurbau)
  • Handwerkliche Lehre im Bauhauptgewerbe, darin knapp 5 Jahre Berufserfahrung
  • Während dem Studium immer wieder Werkstudententätigkeit in der Tragwerksplanung
  • Einstieg in der Bauleitung bei einem großen Konzern mit A7 (Auto etc. ist inklusive)
  • Baustellen sind Deutschlandweit, dafür gibts aber eine Zulage pro Tag
  • Nachverhandeln des Gehalts nach spätestens einem Jahr
  • Überstunden sind im Gehalt mit drin, wie so üblich bei der Bauleitung
Insgesamt bin ich für den Anfang zufrieden. Da ich jedoch schon fast alles selbst draußen ausgeführt habe, was ich später anleiten/organisieren soll, sehe ich die Erhöhung nach einem Jahr mehr als gerechtfertigt an. Insbesondere wenn man tendenziell von eher 50 Std/Woche ausgeht. Wie seht ihr das? Was sind die Erfahrungen von Kollegen, die ebenso schon praktisch am Bau gearbeitet haben?

Martin | 08. August 2019 - 10:05

Ich habe das Thema nun verfolgt und bitte um eine Einschätzung. Kurz zu mir: 25 J, B.Eng. Abschluss Dezember 2018, ab Januar 2019 bei einem Bauträger angestellt (davor dort 1 Jahr als Werkstudent) und dort mache ich seit April die Bauleitung eines 14 Mio. Projektes. Übernahme der Baustelle bei Hälfte Rohbau, da eigentliche Bauleitung aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden ist. Mache momentan im Schnitt 45 - 50 Std.
Gehalt: 42.000 € + Firmenwagen (BMW X1). Passt das? Ende des Jahres wollte ich eine Gehaltssteigerung ansprechen, was kann man da fordern?

keeper83 | 07. August 2019 - 11:26

Ich bin vor 2 Jahren in den Öffentlichen Dienst gewechselt. Die Vorzüge und Freiheiten bei gleichzeitig interessanter Tätigkeit (Planung und Bauleitung im Tiefbau meist ohne Ingenieurbüros dazwischen), die ich hier genieße, würde ich niemals gegen 15.000 EUR im Jahr mehr wieder eintauschen. Die Rechnung geht in jeglicher Hinsicht nach hinten los. Meine feste Überzeugung, nachdem ich auf beiden Seiten meine Erfahrung gemacht habe.

@Bauwechsler:
Ich weiß ja nicht was du wo für deine 98.000 Euro genau machen musst, aber nach 5 Jahren im Beruf solch eine Summe hier als Standard festzulegen, bei gleichzeitig vollem Ausleben eines Privatlebens (ohne zwangsweisen Umzug, berufliche Verwirklichung des Partners möglich bei gleichzeitiger Gründung einer Familie, etc.))., halte ich für etwas gewagt. Es sei dir aber gegönnt.

@ALE:
Frag mal bei den Automobilzulieferern nach aktuell. Die Ingenieure freuen sich gerade mega über ihre üppigen Gehälter.

Alonso | 02. August 2019 - 07:10

Wer sich bei diesem Bauboom schlecht bezahlen lässt, ist selbst Schuld. Ich hatte letztes Jahr drei Interviews. 20 bis 30 % Gehaltserhöhung sind locker drin.

@Constantin:
Und die weichen Faktoren kommen auch nicht zu kurz. Und dürfen heutzutage auch nicht zu kurz kommen. Ich bin nun in einem Büro in der Innenstadt einer Großstadt. Perfekte Lage, Bahnhofsnähe, 40 h Woche, Zeitkonto, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice Möglichkeit, flache Hierarchien und top eingerichtetes Büro. Klar, Leistung ist zu bringen und Verantwortung ist zu übernehmen!

Bauwechsler | 01. August 2019 - 21:49

@Constantin:
All die von dir genannten Punkte haben wir in einem Großkonzern (kostenlose Getränke, schönes Büro, Weiterbildungsangebote, geförderte Kantine, geförderte Mitgliedschaft im Fitness, Fahrkostenzuschuss etc.), darüber hinaus Anspruch auf eine (nicht zu verachtende) Betriebsrente. Trotzdem haben wir ein Top-Gehaltsniveau. Du siehst, dass eine schließt das andere nicht aus, ganz im Gegenteil, die Bauingenieure die ich kenne arbeiten überwiegend in kleinen Firmen/Büros und da gibts in der Regel weder ein gutes Gehalt, noch sonstige Benefits. So schaut’s halt aus!

ALE | 31. Juli 2019 - 18:09

@Constantin:
Totaler Schwachsinn, sorry! Bauingenieure sind sehr schlecht bezahlt im Vergleich zu anderen Ingenieuren. Und das muss sich schnell ändern, Punkt Ende.

Constantin | 31. Juli 2019 - 09:15

Kommt bei der Betrachtung der reinen Gehälter nicht ein Aspekt viel zu kurz? In die meisten Bewertungen in diesem Forum wird das Gehalt seitens des Arbeitgebers gegen die Wochenstunden (ja, wichtig), Mitarbeiteranzahl, Anzahl der Urlaubstage etc. gebenchmarkt. Aber die weichen Faktoren werden kaum erwähnt. Muss nicht viel mehr gleichzeitig ein ganzheitliches Augenmerk auf den Arbeitgeber gerichtet werden?

Lage des Büros, Ausstattung der Arbeitsplätze (auch das Design des Büros kann eine Rolle spielen), Weiterbildungsangebote, Kollegenzusammenhalt (und was tut der Arbeitgeber hierfür), Mitarbeiterzufriedenheit, flexible Arbeitszeiten, Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Büros, Verantwortung der Mitarbeiter, Führung und Förderung - und vieles vieles mehr.

Bis zu den Kleinigkeiten, wie Getränke, Kaffeemaschine, Sportangebote und Gadgets wie höhenverstellbare Schreibtische etc. Das alles muss doch auch betrachtet werden. Natürlich will ich ein faires Gehalt, aber alle die o.a. Themen kosten dem Arbeitgeber auch Geld und wenn er mir ein Arbeitsumfeld schafft, in dem ich mich richtig wohl fühle, dann muss ich auch dies bei meinen Gehaltswünschen betrachten und mit einfließen lassen.

Bauwechsler | 30. Juli 2019 - 23:34

@Ronny:
Mal im Ernst, bist du mit den paar € zufrieden?! Dafür ein schweres Studium absolviert?

Ronny | 30. Juli 2019 - 13:04

Ich habe meinen Master gemacht (FH) und bin danach in den öffentlichen Dienst als technischer Sachbearbeiter (Verkehrsplanung) - wegen Work-Life-Balanace. Nun bin ich seit 5 jahren hier im Büro (Stadt mit über 200.000 Einwohner) und verdiene E11/Stufe 3 ca. 52.000 EUR Brutto Jahresgehalt.

Meine Arbeitszeit liegt bei 39/h die Woche. Davon bin ich zwei Tage im Homeoffice (da ich Vater geworden bin) - und kann da nebenbei auf meinen Sohnemann aufpassen. Also ich bereue es nicht in die freie Wirtschaft gegangen zu sein.

Bauwechsler | 29. Juli 2019 - 20:39

Ganz knapp meine Daten: Einstieg nach Master (Mitte 2014): 50.000 €, Stand jetzt (Mitte 2019): 98.000 €, 40 h/Woche im Bereich Konzernumfeld, wenig Reisezeit, nette Kollegen, gute Work-Life-Balance!

Wenn ich mir die Gehaltsstrukturen hier anschaue und mich mit ehemaligen Komillitonen vergleiche, mit Sicherheit eine der besten Entscheidungen meines Lebens. An alle, die hier immer den Wechsel in die (nicht Bau-) Industrie empfehlen: vergesst das. Die Chancen als Bauingenieur in der Industrie unterzukommen sind verschwindend gering, wenn ihr in die Industrie gehen wollt macht besser gleich was Passendes!

Bauhans | 24. Juli 2019 - 19:30

Kurz und knapp meine Daten:

  • Abschluss als Master an TU (Vertiefung Baubetrieb)
  • Während des Studiums über 2 Jahre als Werkstudent / Praktikant in der Bauleitung (Ingenieur- und Tunnelbau) gearbeitet
  • Einstieg als Jungbauleiter im Ingenieur- und Brückenbau bei Baukonzern
  • Einstiegsgehalt A7 nach Tarifvertrag (ca. 60.000 €/Jahr) mit Firmenwagen
  • ca. 50 h/Woche
  • Baustellen im Radius von ca. 200 km um Niederlassung und bis 40 Mio. €
  • Peile Tarifstufe A8 (= ca. 65.000 €/Jahr) nach dem aktuellen Projekt an

Seite  « 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 »
Kommentar hinzufügen
Alias oder Vorname
Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
Kurz-Link  Kurz-Link zu diesem Forumthema:
https://www.bauingenieur24.de/url/900/1372
Jobangebot als Bauingenieur / Tragwerksplaner (m/w/d) von KKK Aachen PartG mbB Stellenangebot - KKK Aachen PartG mbB sucht für Aachen, Nordrhein-Westfalen mit der Job Nr. 25307 im Stellenmarkt für Bauingenieure
Jobangebot als Bauingenieur / Architekt / Bauzeichner / Bautechniker oder Vermessungstechniker als Kundenbetreuer (w/m/d) von FingerHaus GmbH Stellenangebot - FingerHaus GmbH sucht für Frankenberg/Eder, Kreis Waldeck-Frankenberg, Hessen mit der Job Nr. 25125 im Stellenmarkt für Bauingenieure