bauingenieur24 - Online-Magazin für Bauingenieure mit Stellenmarkt
16 Jahre [2001-2017] - Online-Magazin mit Stellenmarkt für Bauingenieure
16. Jahrgang | Ausgabe 5820 | Nr. 208
Forum für Bauingenieure » Berufswelt-Karriere
Seite « 1 2 3 [4] 5 6 7 8 9 10 »

Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 4

1285 Kommentare | 488411 Aufrufe
Stahler | 16. März 2017 - 08:16

Im Bauwesen gibt es - wie überall anders auch - verschiedene Klassen. Gehst du in die Bauleitung, verdienst du definitiv mehr, hast aber weniger vom Leben wegen den Überstunden. Gehst du in die Statik, hast du weniger Geld aber mehr vom Leben. Ich persönlich bin in die Statik gegangen nach den Studium, bin damals mit 3500 € Gehalt eingestiegen. Mittlerweile nach 5 Jahren bin ich bei 4800 € monatlich + Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Somit liegt mein Gehalt bei ca. 62000 €. Ich bin in einer mittelständischen Stahlbaufirma angestellt, habe 3 Zeichner unter mir die ich betreue.

Ich kann mit diesem Geld gut leben, arbeite i.d.R. 40 h, es kommt auch mal vor dass wir mal 2-3 h mehr machen, aber da ist selbst unser Chef sehr dahinter, dass wir auch unsere Freizeit haben. Das ist nicht selbstverständlich, aber sehr lobenswert. Dementsprechend haben wir in meinen Augen auch ein sehr tolles Betriebsklima. Selbst habe ich zwei sehr gute Studienfreunde, die auch in die Statik gegangen sind, die haben aber nicht mein Gehalt, liegen aber auch bei knapp um die 55.000 €.

Deshalb mein Resümee: Ich kann manche Gehälter durchaus nachvollziehen und glaube das auch. Ich denke mal jeder kann machen was er will, und es ist auch bedeutend mehr Geld zu holen in der Bauleitung/Projektleitung. Aber das geht auf Kosten der Gesundheit und Freizeit. Mir persönlich ist mein Leben sehr viel wert, denn wenn du im Ruhestand bist und dein ganzes Leben an dir vorbeigegangen ist, dann ist es zu spät. Und danken tut es dir sowieso keiner, dass man jede Woche 10-20 h mehr arbeitet wie vertraglich festgehalten. Da wird deine Stelle neu besetzt und schon bist du aus den Köpfen der Leute.

Also liebe Kollegen und Studenten/Studieninteressierten: Lasst euch nicht beirren, wer wirklich Interesse am Bauingenieurwesen hat, der soll es machen. Es ist nicht so schlimm wie manche Leute propagieren. Leider gibt es immer wieder solche "krassen" Fälle, wo Leute elendig bezahlt werden. Aber es liegt an einem selbst dies zu ändern (Bewerbungen schreiben, Job wechseln) und ich persönlich kenne niemand, der nach dem Studium unter 3400 € eingestiegen ist (mit Master/Dipl.-Ing). Und wer sich macht wird auch belohnt, und wenn das nicht so ist, dann Job wechseln!

Wer aber das Studium machen will um reich zu werden, der sollte es vielleicht besser sein lassen!

Hornisse | 15. März 2017 - 18:40

@M.Eng.:
Als Statiker mit nur 2 Jahren im Job wird man nicht vom Headhunter für eine Position recruited, bei welcher man als Allrounder im Projektmanagement tätig ist! Das wirst Du dann in der Praxis auch noch lernen. Solche Firmen wie die in der Energiebranche, oder Automobilbau oder Chemie suchen in den Bauabteilungen Projektmanager (gerne mit langjähriger praktischer Berufserfahrung). Als Statiker hast Du mit deren Anforderungsprofil an diese Positionen nullkommanull gemeinsam.

PM | 15. März 2017 - 14:20

Man muss sich nur mal anschauen, was für eine Zeit Hornisse hier im Forum investiert und was für Aussagen von ihm kommen. Da wundert es mich nicht, dass er nur für den Mindestlohn angestellt ist. Ich vermute fast, dass er überhaupt keinen Job hat, oder nur 50 % arbeitet. Ich kann auch gar nicht mehr glauben, dass er noch wirklich ernst genommen wird.

MS | 15. März 2017 - 13:32

@Hornissse:
Leider hatte ich immer noch keinen Anruf von Ihnen/Dir, mein Handy liegt hier neben mir. Wir können gerne mal sprechen, würde mich freuen, vielleicht kann man dann raus bekommen, warum du unzufrieden bist und was dagegen unternehmen.

Ein bisschen was kann man schon aus deinem Beitrag vom 12.03.2017 um 13.00 Uhr herauslesen. Die Stundensätze, die du nennst gibt es bei uns im Münchner Raum nicht. Selbst die Landeshauptstadt München hat inzwischen Ihre Sätze angepaßt und die Enden nicht bei 75 €. Auch bei kommunalen Auftraggebern kommt man (zumindest unser Büro) gut weg. Noch besser bei privaten Auftraggebern. Aber vermutlich läuft es im Bereich der Verkehrsanlagen halt momentan gut. Und seit 2009 haben wird doch auch keine festgesetzten Zeitsätze mehr in der HOAI, aber ich bin ja nur der Prakitkant, der seine Informationen nicht aus Fortbildungen bezieht, sondern nur im Internet recherchiert.

Wie auch immer, warum sind denn die Stundensätze entscheidend? Maßgeblich ist doch die Bausumme und der Aufwand den ich dafür habe. Bausumme von 10 Mio. €, Ortsumfahrung über Feld und Wiese, zwar nur Honararzone II - aber habe ich viel Arbeit damit? Wenn die Trasse mal in ProVi drin ist, liegt die Datenbank vor. Änderungen sind schnell eingearbeitet, Gradiente und Achse anpassen, Trasse neu zeichnen. Ende. Dann gibts noch eine Verschiebung der Achse, die vorher nicht zu erkennen war und der AG fordert. Oder die Kreuzung wird dann doch ein Kreisverkehr. Was machen wir dann? Richtig: Einen Nachtrag, wiederholte Grundleistung. Also ich habe hier kein Problem an mein Geld zu kommen. Achso, alles oben gesagte, habe ich natürlich aus meiner heutigen 10:30 Uhr Vorlesung "Straßenentwurf mit digitalen Zeichenprogrammen" und 13:00 Uhr "Bauwirtschaftslehre und Vertragsrecht II".

Wie schon gesagt, ich finde es schade, dass einige den Beruf schlecht machen. Und ich sehe auch ein, dass in Deutschland nicht alles gleicht läuft, aber schaut euch die Jobs an, momentan ist es in unserer Branche definitiv nicht schlecht!

Glücklicher | 14. März 2017 - 21:30

@Hornisse und @Sandro:
Wie könnt ihr euch anmaßen hier jeden als Lügner oder Lobbyisten zu bezeichnen, der ein höheres Gehalt bekommt, als ihr es euch vorstellen könnt? Warum macht ihr das mit einer solchen Vehemens? Ist es der verletzte Stolz selber nicht soweit aufgestiegen zu sein bzw. weniger zu verdienen als so mach deutlich jüngerer Kollege? Das wirkt auf jeden irgendwie peinlich bzw. löst Fremdschämen aus. Wenn ihr so viel Erfahrung habt bewerbt euch doch mal woanders. Vielleicht habt ihr Glück und verdient wie eure jüngeren Kollegen, oder sogar mehr. Genug Angebote gibt es ja derzeit.

Glücklicher | 13. März 2017 - 20:33

Chancen aus der typischen Baubranche gibt es auch ab und an hier. Zur Zeit läuft zum Beispiel eine Ausschreibung von Bayer und in der kürzeren Vergangenheit waren die Flughäfen Stuttgart und Düsseldorf dabei. Auch im Vertrieb kann man als Bauingenieur gut verdienen. Ich denke es gibt deutlich mehr als nur 0,5 % gut bezahlte Jobs für Bauingenieure.

Hornisse | 12. März 2017 - 13:00

@Zivilingenieur:
Keine Ahnung warum Du hier so tust, als wärest Du ein alter Hase. Du machst im Moment wahrscheinlich gerade irgendwo bei einem Bauträger ein Praktikum, oder bist vor ein paar Monaten in den Job eingestiegen. Eine Ingenieurstunde für sage und schreibe € 59 bis zu max € 75. Wow! Das ist für einen wie Dich bestimmt viel Geld. Das Jahr hat ca. 2.000 Arbeitsstunden. Multipliziert man diese mit dem Maximalsatz von 75 €, dann ergibt sich bei 100% Auslastung des Ingenieurs ein UMSATZ von € 150.000, den dieser erfahrene Ingenieur (Berufserfahrung: 10 Jahre+) dem Planungsbüro erwirtschaftet. Davon sind aber nicht nur das spärliche Gehalt des Ingenieurs ca. € 60-70k Bruttojahresgehalt zu bezahlen, sondern die Gehälter des/der Chefs, des Administrationspersonals, die Büromiete, die Abschreibungen auf Büroinventar, die Computersoftwarelizenzen, die Computerhardware (Computer, Bildschirme, Plotter), die Firmenautos, die Versicherungsprämien etc etc etc.

Entschuldigung, aber wenn man sich hier schon als etwas ausgibt, was man ganz klar nicht ist, dann bitte etwas besser vorbereiten. Zum Stundensatz Prüfingenieure: Prüfingenieur wird nicht jeder und die Auslastung eines Prüfers ist auch nicht 100 %, nicht mal annähernd 50 %!

Hornisse | 12. März 2017 - 10:17

@Zivilingenieur:
Na klar. Nach 12 Jahren ausserhalb der Baubranche zurückgekehrt und gleich als Freelancer wieder Fuss gefasst. Und natürlich auch für € 100.000 Jahresgehalt aufwärts. Logo. Man braucht in der Baubranche ja auch überhaupt keine Kontakte zu Firmen, Planungsbüros, Behörden, Baufirmen etc. Nein. Das ist nicht notwendig. Ebenfalls nicht notwendig sind fundierte Kenntnisse der VOB, Ausschreibungen und Baurecht. Das alles braucht man nicht, wenn man Bauleistungen als Freelancer für einen Bauträger einkauft. Deshalb, weil man alle obigen Dinge (üblicherweise Berufserfahrung genannt) nicht braucht, steigt man nach 12 Jahren wieder ein und übernimmt gleich mal als Freelancer eine verantwortungsvolle Position. Weil man ja auch keine Kontakte und kein Portfolio benötigt um als Freelancer zu arbeiten, ganz klar. Freelancer kann jeder. Keine Kontakte, kein eigenes Portfolio, keine Berufserfahrung notwendig. Die Stories hier werden immer unglaubwürdiger.

Hornisse | 12. März 2017 - 09:40

aus "baulinks.de":
"(27.2.2017) Auch 2016 erzielten die im VBI zusammengeschlossenen unabhängig beratenden und planenden Ingenieurbüros Umsatz- und Renditezuwächse, wie die aktuelle VBI-Konjunkturumfrage zeigt. Dabei seien die Renditen im Vergleich mit anderen hochqualifizierten Dienstleistern weiterhin unterdurchschnittlich und weder adäquat zu der Verantwortung noch den Haftungsrisiken, die Ingenieurunternehmen regelmäßig zu übernehmen hätten."

Umsatzrenditen (und damit natürlich Gehaltsspielräume) auf niedrigstem Niveau. So sieht es im Bauwesen aus. Gesucht werden hochqualifizierte Fachkräfte zu Niedrigstgehältern, denn sonst lässt sich das Kartenhaus nicht aufrecht erhalten. Dass dieses Forum seitens der Baulobby konstant "betreut" und mit geschönten Berichten geflutet wird ist die logische Konsequenz daraus. Sieht man sich die Entwicklung der Studentenzahlen an, muss man zugeben, dass dies mit grossem Erfolg geschieht. Extrem hohe Absolventenzahlen bei äusserst bescheidenen Gewinnen des Bausektors. Viel Arbeit, viel Verantwortung bei geringem Einkommen. Ich glaube hier vor nicht allzu langer Zeit einen Beitrag zu den erzielten Umsätzen in Planungsbüros gesehen zu haben. Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Person in Planungsbüros war irgendwo zwischen € 90.000-100.000, Umsatz wohlgemerkt, nicht Gewinn.

Wenn man beispielsweise einen Anzug kauft, wird man die Kaufentscheidung nicht nach dem Innenfutter fällen. Schlecht für die Hersteller des Innenfutters, aber Realität. In der Textilbranche wären Bauingenieure die Hersteller des Innenfutters.

Zivilingenieur | 10. März 2017 - 12:23

@Hornisse:
Keine Ahnung, warum Du hier den Beruf derart schlecht machst. Das sind doch alles Dinge von vor 10 Jahren, die Du hier verbreitest. TV-L West hat schon bei E10 ein Einstiegsgehalt von 2943.29 €. Ja, es gibt auch Stellen für Bauingenieure, die mit TV-L 9 ausgeschrieben werden. Aber wer bewirbt sich darauf?

Ich bin nach 12 Jahren in ganz anderen Bereichen gerne wieder zum Beruf zurückgekehrt und verdiene als Freelancer > 100.000 EUR p.a. vor Steuern. Eine Ingenieurstunde kaufe ich ja schon mit 59-75 EUR ein. Prüfingenieure kosten teilweise schon über 100 EUR. Alle Firmen, mit denen ich zusammen arbeite, zahlen Ihren Ingenieuren bei entsprechender Leistung auch anständige Gehälter. Gleiches gilt für Ingenieurbüros. Machst Du da vielleicht etwas falsch oder bist in einer besonders ungünstigen Situation gefangen? Nutze die Gunst der Stunde und bewirb Dich. Es sei denn...

Sandro | 09. März 2017 - 21:48

Muss @Hornisse recht geben. Bei Vielen hier hat sich das Wunschdenken eingestellt. Die Realität bleibt fernab oder wird einfach ignoriert und/oder umgestrickt. @Glücklicher realisiert zwar selber, dass die besten Jahre der "Kernkraftwerke" vorbei sind, ist aber trotzdem überzeugt, dass er demnächst die 70.000 € Gehalts-Grenze "reißt". Ist ja auch das Mindeste für eine wertvolle Fachkraft wie ihn. Außertarifliche Vereinbarungen und 100.000 € wären selbstverständlich für ihn auch drin, wenn er sich demnächst dazu entscheidet. Sein Unternehmen hat da keine Wahl! Anscheinend ist man nach 2 Jahren Berufserfahrung "unsterblich" in der Baubranche. Kein Wunder auch, bei dem "Fachkräftemangel" der da draußen herrscht. Da findet man sicherlich schwer einen, mit den 10-fachen an Erfahrung, der die gleiche Arbeit für 1/3 weniger machen würde, oder!?

Bei 2 Dingen bin ich aber mit @Hornisse nicht einverstanden:
1. Das ist nicht die Lobby, das sind Studenten, die noch keine Stunde in der Baubranche abgeleistet haben. Die haben sich im Internet ein paar Zahlen reingezogen und sich den Rest selber ausgedacht.
2. "Bauwesen ist ein Studiengang für die unteren sozialen Schichten". Mag sein, dass es teilweise stimmt. Da unterscheidet sich aber der Bauingenieur von den anderen Ingenieuren ganz bestimmt nicht.
Frohes posten an all die Wunschdenker :) Das wichtigste ist, dass man selber an das was man schreibt glaubt!

Glücklicher | 09. März 2017 - 19:00

@Hornisse:
Ganz ehrlich, ich glaub dass du der Troll hier bist. Es kommen keine sinnvollen Beiträge von dir. Du stellst alle als Lügner dar, die mehr verdienen, als du es dir vorstellen kannst und wirfst mit fragwürdigen Begriffen, wie postfaktisch etc. um dich. Auch deine Politikverdrossenheit lässt du unverhohlen raushängen, was dich nicht gerade glaubwürdiger macht. Vielleicht solltest du dich hier zurückziehen und den Erfahrungsaustausch hier nicht ständig torpedieren. Ich verfolge das Thema hier schon seit einigen Jahren und es hat mir bei der Orientierung in der Vergangenheit mehrfach geholfen.

M.Eng. | 09. März 2017 - 13:42

@Hornisse:
Ich habe niemals gesagt, dass es der Baubranche gut geht bzw. man hier das beste Geld verdient. Ich will lediglich relativieren, dass der Bauingenieur von vornherein unterbezahlt ist, weil dem nicht so ist. Gerade wir Bauingenieure haben ein extremes Defizit an Nachwuchs, und so schlecht wie so manch einer hier darüber redet, brauchen wir uns nicht wundern, wenn die Situation nicht besser wird!

Nun zu deinen Fragen/Thesen:

zu Frage 1:
Ja, ich habe mich abgekoppelt. Dies habe ich gemacht, weil ich außerhalb der Baubranche über einen Headhunter ein extrem attraktives Angebot bekommen habe. Ich denke da würde jeder sofort wechseln. Schlussendlich muss jeder schauen, dass er zu seinem Geld kommt. Und ich habe mich ja nicht vom Bauwesen abgekoppelt, ich bin ja weiterhin als Projektleiter für Bauprojekte tätig. Nur eben in einer anderen Branche.

zu Frage 2:
Ich denke zuerst startet man ein Studium mal, weil es einen interessiert! So war es bei mir auch, ich fand den Bau schon immer interessant, also habe ich damit begonnen. Ich habe mich ehrlicherweise vorher nicht darüber informiert, was man so verdienen könnte (war vielleicht auch besser so!). Die Ernüchterung kam dann im 3. oder 4. Semester als wir mal eine Infoveranstaltung von der Bayerischen Ingenieurkammer hatten. Hier hat uns dann so eine Tante erzählt, dass man nach dem Studium mit ca. 40.000 € Einstiegsgehalt rechnen kann. Das war damals schon etwas ernüchternd, aber kein Grund aufzuhören. Schlussendlich sind das eben Zahlen im Durchschnitt, es gibt dann eben die eine Seite und die andere Seite.

Als ich meinen Bachelor fertig hatte, habe ich mich beworben, da ich zwecks Master noch unschlüssig war. Mir wurde dann von einem Baukonzern (ich sag mal den Namen: Züblin) nach Tarif ca. 45.000 € geboten (ich glaube das war Stufe A6?). Soweit so gut, ich war sehr glücklich damit und habe mich gefreut, dass es schon mal nicht ganz so schlecht steht wie alle einem einreden wollen. Ich habe schlussendlich meinen Master gemacht und parallel 20 h als Werkstudent bei Züblin gearbeitet (Konditionen vergleichbar Bachelorgehalt auf 20 h gerechnet, also auch super). Ich war dort in der Bauleitung und habe so manches mitgemacht und erlebt. Während dieser Zeit habe ich auch gesehen, dass der Bauleiter eine Knochenjob ist (gut bezahlt, aber elendige Arbeitsbedingungen, 50-6 0h pro Woche). Dafür bekommt man aber auch gutes Geld (also muss das jeder für sich selber entscheiden). Ich habe mich aber für mein Leben entschieden, ich bin nach dem Master weg von der Bauleitung in Richtung Statik/Projektabwicklung/Planung. Dort bin ich dann mit 48.000 € eingestiegen (inkl. Bonus), war aber dann auch nach 2 Jahren dank guter Arbeit und Vertrauen vom Chef bei 4700 € Gehalt monatlich, bevor ich gewechselt habe in meine derzeitige Position.

zu Frage 3:
Das kann ich dir nicht beantworten. Dieses Forum dient hier auch nur als Basis des Austauschs von Erfahrungen. Ich kann meine Erfahrung nur weitergeben, mir ist durchaus bewusst, dass ich auch Glück habe/hatte. Und mir ist es auch bestens bekannt, dass es auch die negativen Fälle mit 3000 € Gehalt brutto gibt, wie schon mehrfach beschrieben. Und das kann ich ebenfalls nicht für gut heißen. Nur was mich wirklich stört ist, wenn hier anscheinend von manchen Leuten wie dir nur eine Richtung akzeptiert wird. Ich kenne deine persönliche Situation nicht, aber anscheinend ist diese sehr frustrierend, ansonsten würdest du hier nicht so vehement gegen gutes Gehalt argumentieren.

Also zusammenfassend möchte ich nur mal eins klarstellen:
Ich habe es nicht nötig hier Lügen zu verbreiten, mir persönlich ist es auch egal, was gewisse Leute mir glauben. Nur geht es mir massiv gegen den Strich, dass hier der Bau bzw. die Gehälter durch den Dreck gezogen werden. Klar ist, von den Ingenieuren verdienen wir vermutlich am schlechtesten, aber nach meiner Erfahrung, und das ist mein persönlicher Eindruck den ich durch Austausch mit Kommilitonen erlangt habe, ist es (zumindest in meinem Einzugsgebiet Südbayern/Ostbayern) nicht so wild wie hier propagiert wird.

Ich bin gerne zu einem Erfahrungsaustausch bereit @Hornisse, bitte lass mir deine Kontaktdaten da und wir können uns gerne mal austauschen, wenn du mir nicht glauben magst. Es liegt doch auch an uns, was wir aus unserem Leben und Job zu machen. Wer engagiert arbeitet kann es mit etwas Glück auch weit schaffen! Man muss nicht als Statiker oder Bauleiter versauern, man kann in die Qualitätssicherung, Projektsteuerung, Arbeitssicherheit und und und... Es gibt so viele Möglichkeiten, die möglich sind mit einem Absclhuss im Bauingenieurwesen! Viele sind mit ihrem Job verheiratet, aber ich denke es ist durchaus auch wichtig sich alle paar Jahre umzuorientieren oder zumindest mal den Arbeitgeber zu wechseln.

Und gerade jetzt seit Einführung des Bachelor/Master ist man doch derart flexibel, dass man nicht nur auf den Bau festgefahren ist. Man kann sich in fast alle Bereiche weiterentwickeln/weiterbilden. Es ist so viel möglich, also lasst euch nicht entmutigen. Es gibt einfachere Arbeitsplätze als den Bau, aber wer es wirklich will, der kommt damit klar.

Achja, hier noch eine Link zum Tarifvertrag IG Metall zu eurer Info, für die Ungläubigen: EG 10 A bekommt man i.d.R. mit Master/Dipl.-Ing. mit 1-2 Jahren Erfahrung. (Nach 1,5 Jahren im Betrieb wird man automatisch in die Gruppe B befördert). Zu dem Gehalt gibt es laut Tarifvertrag dann noch eine Zulage, die sich bis max. 28 % vom Bruttogehalt beläuft (anfangs wenig, dann immer mehr logischerweise). On Top kommt dann noch Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Gewinnbeteiligung und schwupps bist du bei ca. 70.000 € Jahresgehalt (wie in meinem Fall).

https://www.igmetall.de/docs_25...

Und nochmal, das ist nicht die Regel. Aber jeder kann diesen Weg oder auch einen anderen gehen. In anderen Branchen wird noch mehr gezahlt wie nach IG Metall!

Seite « 1 2 3 [4] 5 6 7 8 9 10 »
Kommentar hinzufügen
Alias oder Vorname
Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
Kurz-Link zu diesem Beitrag
40 - 52 von 1285 Kommentaren im Forenthema Nr. 1372 
 
     


Teilen Sie die Inhalte mit
anderen Bauingenieuren