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Montag, 30. März 2020
Ausgabe 6797 | Nr. 90 | 19. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 4

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M.Eng. | 16. Januar 2020 - 20:47

Also wie gesagt, ich bin mit 50.000 EUR im Monat bei 40 h eingestiegen und habe 28 Urkaubstage in einem relativ kleinen Ingenieurbüro. Ich arbeite in der Geotechnik. Also 50.000 EUR als Einstiegsgehalt IST drin. Vieler meiner Kommilitonen sind vor 2 Jahren damit eingestiegen!

Laura | 16. Januar 2020 - 13:19

Wir hatten im Bauingenieurstudium einen echt coolen Professor. Er war Anwalt und hat zusätzlich noch Physik und Geschichte studiert. Hammer Typ! Warum auch immer hatten wir mit Ihm Baurecht. Auf die Frage wie er mit diesem Hintergrund zu den Bauingenieuren kommt, kam eine weniger motivierende Antwort: Er habe sich schon immer für den Bau und das Technische interessiert und wollte das auch studieren.

Allerdings musste er in jungen Jahren ein Haus abzahlen und er hat sich deswegen gegen den Ingenieur und für den Anwalt entschieden um dies schnell zu tun. Als das dann recht zügig geklappt hat, wollte er Ingenieur werden, ist dann aber irgendwie im Physikstudium gelandet (hat dort auch promoviert). Weil er aber immer Interesse am Bau hatte, hat er sich irgendwann dazu bereit erklärt die Baurechtvorlesung zu führen.

Ein extrem interessanter Lebenslauf mit einer (für mich) wichtigen subtilen Message: Er hat sich gegen das Bauingenieurwesen entschieden, weil er schnell Geld benötigt hat. Nicht grade motivierend im Studium.

Paul | 16. Januar 2020 - 12:36

Der Bauingenieur ist und bleibt schlecht bezahlt! Es soll keiner diesen Beruf wählen und sich dann wundern was nach einem anspruchsvollen Studium und viel Verantwortung übrig bleibt (finanziell). Nämlich nicht viel. 2700 € nach 4 Berufsjahren bei @Hans, muss noch mehr gesagt werden!? Und das ist wohl eher die Regel als die Ausnahme. Ich kenne ähnliche Beispiele aus meinem Umfeld. Das verdienen andere Ingenieure fast als Einstiegsgehalt, netto!

Die angestellten Ingenieure im Ingenieurbüro haben generell verloren. Ich hoffe es macht dann wenigstens Spass und man kann um 4 nach Hause! Der Bauingenieur wird auch nach 10 Berufsjahren noch irgendwo zwischen 50.000 bis 60.000 € rumdümpeln, wenn überhaupt! Andere ähnlich anspruchsvolle Studiengänge werden wesentlich besser bezahlt! Schaut in die Statistik! Wer noch auf die wahnwitzige Idee kommen sollte irgendwann mal finanziell unabhängig zu leben, früher in Rente zu gehen oder keinen popeligen Golf Jahrestagen zu fahren, sollte von diesem Beruf Abstand nehmen.

Lasst es sein, oder beschwert euch nicht im Nachhinein über die Bezahlung. Und falls ihr es doch studiert, kleiner Tipp, fragt bloß nicht was andere Ingenieure oder BWL-er verdienen! Das demotiviert nur! Schaut die Gehaltsstatistiken aller Ingenieure an bevor ihr diesen mies bezahlten Beruf erlernt und lasst euch nicht von den statistischen Ausreißern blenden! Das ist nicht die Regel sonder die Ausnahme! Mögen die Mieten nicht weiter steigen!

Ich für mein Teil habe leider zu spät realisiert, dass ich das Falsche studiert habe um meine gesetzten finanziellen Ziele im Berufsleben zu erreichen. Hatte zu meiner Zeit leider nicht das heutige Internet als Recherche zur Verfügung. Viel Glück allen künftigen Bauingenieuren!

Has | 16. Januar 2020 - 11:57

Ich arbeite seit Anfang 2019 in einem kleinen Ingenieurbüro als Tragwerksplaner und werde bald beginnen mich auf eine ähnliche Stelle zu bewerben. Zu meiner Person: Ich bin 29 Jahre alt, Bachelor im Ausland und Master an einer Deutschen Universität, Masterabschluss (Konstruktiver Ingenieurbau) mit Endnote 2,6 und während des Studiums als Werkstudent (1 Jahr) in einem Ingenieurbüro gearbeitet.

Ich würde mich gerne im Bereich Statik oder im BIM-Bereich bewerben, deutschlandsweit. Was glaubt Ihr wäre ein angemessenes Gehalt für mich ?

Ale | 15. Januar 2020 - 20:30

@Hans:
Viel viel zu wenig! Minimum 4000 Euro Gehalt, ansonsten was anderes suchen.

MM | 15. Januar 2020 - 15:55

@Hans:
2.700 EUR mit 4 Jahren Berufserfahrung sind viel zu wenig. Du solltest mindestens 3.500-4.000 EuroGehalt verdienen. In welcher Region arbeitest Du denn? Insbesondere im Verkehrswegebau werden derzeit viele Ingenieure gesucht.

Hans | 14. Januar 2020 - 16:50

Mich interessiert, ob ein Gehalt von 2.700 EUR monatlich fair ist. Zu mir: Ich bin 29 und habe vor fünf Jahren erfolgreich mein Diplom (Note 2,0) an der FH Bremen im Bereich Siedlungswasserwirtschaft / Verkehrswegebau abgeschlossen. Nun arbeite ich seit 4 Jahren in einem kleinen Ingenieurbüro.

Leon | 25. November 2019 - 17:08

Ich hätte eine Frage was die Gehaltsvorstellungen angeht. Ich bin kurz vor Ende meines Masterstudiums und werde bald beginnen mich auf Stellen zu bewerben. Zu meiner Person: Ich bin 26 Jahre alt, Bachelor und Master an einer technischen Universität, Masterabschluss mit voraussichtlicher Endnote 2,3 und während des Studiums mehrere Hiwi-Anstellungen im Bereich Bauphysik und Statik. Praktische Erfahrung nur aus kurzen Praktika.

Ich würde mich gerne im Bereich Bauphysik oder Statik bewerben, kann mir aber auch eine Stelle im Bereich Bauleitung vorstellen. Für den Berufseinstieg werde ich mit meiner Freundin zurück in ihre Heimat in den Osten ziehen, wahrscheinlich nach Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb die Frage: was kann ich dort in den Verhandlungen als Einstiegsgehalt verlangen? Mir ist bewusst dass im Osten die Löhne und Lebenskosten allgemein geringer sind und habe damit auch kein Problem, möchte mich aber dennoch nicht unter Wert verkaufen. Mir ist auch bewusst dass es natürlich immer von der Stelle, Unternehmen etc. abhängt, wäre aber trotzdem sehr froh über zumindest ungefähre Anhaltswerte.

hans | 20. November 2019 - 15:53

@ms_133:
In welcher Position befindest du dich gerade? Möchtest du unbedingt in diesem Büro bleiben oder glaubst du eher, dass dein Chef dich auf keinen Fall verlieren will? Folgendes möchte ich dir empfehlen. Bleibe in dem Gespräch auf jeden Fall freundlich und loyal. Sage ihm aber deine Vorstellung vom Gehalt. Ich würde die o.g. 55.000 EUR ansetzen, das macht ca. 4600 pro Monat. Wenn du es nicht bekommst, dann ist das ok, nicht drohen oder sowas (wechseln kannst du ja immer noch). Dein Chef soll aber wissen, dass eure Vorstellungen weit auseinander liegen. Und wenn er dich behalten will, bekommst du das Geld in nächster Zukunft. Bei mir hat das funktioniert.

Klaus | 20. November 2019 - 15:06

Hier meine Daten:

  • Duales Studium bei mittelständischen Bauunternehmen in Bayern
  • deutschlandweit tätig - Tiefbau, Spezialtiefbau
  • Ausbildung erfolgreich abgeschlossen
  • Studium in der Regelstudienzeit - voraussichtlich 2,3 bis 2,4
  • zusätzlich: Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit, Ausbilderschein
Während der Ausbildung deutschlandweit tätig, kenne das gesamte gewerbliche Personal, Praktikum zur Fachkraft für Arbeitssicherheit wurde im Betrieb durchgeführt. Im Praxissemester als Polier für kleinere Baustellen zuständig, anschließend als Bauleiter eingearbeitet.

Firma möchte mich auf jeden Fall halten - soll so schnell wie möglich anfangen -> ich selbst möchte auch so schnell wie möglich anfangen und freue mich auf meinen Berufsstart!

Gehalt: Chef meinte zu mir, dass wir nach Leistung bezahlen, also zum Beginn nach Tarif und dadurch dass ich schon länger dabei bin und ich die Firma in allen Bereichen kenne kann ich mit mehr rechnen.

Wie viel ist der Tarif als Bachelor? Wie viel wäre der Tarif als Master? Wäre es in meiner Situation sinnvoll, das Einstiegsgehalt als Master zu fordern - Firma möchte mich auf jeden Fall halten, setzt und baut auch auf mich! Soll ich mich auch bei anderen Firmen bewerben, um meinen Marktwert zu kennen? Ich bin über jeden Ratschlag dankbar!

Bauing | 20. November 2019 - 12:15

@ms_133:
Ich kenne einige Statiker (Bayern), die deutlich mehr bekommen, z.B. Statikbüro mit ca. 3 Jahren Berufserfahrung: 5000 €. Prüfstatik 5 Jahre Berufserfahrung: 4700 € usw. Ich weiß, im Osten sind die Gehälter niedriger, aber 3700 € Gehalt als neue Bezahlung? Ein Witz. Du solltest locker 55.000 bis 60.000 € Jahresgehalt wert sein.

ms_133 | 19. November 2019 - 20:05

Da sich das Jahr dem Ende neigt, würde ich gern für das Nächste mein Gehalt steigern. Ich weiß allerdings, so wie scheinbar alle hier, nicht so recht was ich verlangen kann. Ein paar Infos zu meiner Person. Ich habe einen Diplomabschluss (Uni) und 6 Jahre Berufserfahrung. Das Planungsbüro, in dem ich als Tragwerksplaner angestellt bin, hat deutschlandweit so ca. 80 bis 100 MA (genau weiß ich es nicht). Ich selbst bin im Raum Leipzig im Ingenieurbau tätig. Vorgestellt hatte ich mir so 3700 €/Monat bei 12 Gehältern. Was meint ihr, ist das in Ordnung?

Flix | 13. November 2019 - 23:31

So, ich habe mir hier mal alles durchgelesen. Ich habe dieses Jahr mein Abitur absolviert und studiere jetzt Bauingenieurwesen. Ich bin im ersten Semester und lese häufig das Bauingenieure sehr schlecht verdienen. Sieht die Realität wirklich so aus? Höre immer wieder, dass der Beruf eine gute Zukunft hat durch den Bau-Boom. Für mich bedeutet jedoch eine gute Zukunft, dass man auch gut verdient.

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