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Samstag, 11. Juli 2020
Ausgabe 6900 | Nr. 193 | 19. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 4

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Maestro | 26. März 2020 - 08:56

Tatsächlich ist das momentan eine Gefahr. Jeder der es bis jetzt nicht geschafft hat zu wechseln, wird sich die kommenden Jahre in den Arsch beißen, da sicherlich für den Bau wieder schlechtere Jahre kommen. die Weltwirtschaft ist in der Krise, das wird in 1-2 Jahren auch wieder voll auf den Bau durchschlagen. Von daher ist es tatsächlich am sichersten, auf dem Job sitzen zu bleiben wo man ist, da man dort im Zweifel den besten Schutz vor Kündigung hat.

Peaceduke | 24. März 2020 - 17:22

Nachdem ich das Forum schon länger verfolge dachte ich, ich gebe auch mal meinen Senf dazu. Vor 6 Jahren habe ich bei einem mittelständischen Ingenieurbüro in Norddeutschland angefangen für 33.000 Euro im Bereich Planung Strassenbau/Tiefbau. Seitdem im Gehalt jährlich recht passable Sprünge gemacht und nun nach 6 Jahren bei knapp 50.000 Euro brutto im Jahr plus Weihnachtsgeld bei 40h Woche und 30 Tagen Urlaub. Auch wenn man niedrig anfängt wird gute Arbeit in Form von unbefristeten Verträgen und Gehaltssprüngen belohnt. Ich denke für ein Planungsbüro sind 50.000 Euro Gehalt in Ordnung und entsprechen im Mittel dem was hier auch andere verdienen.

Ing. Ding | 14. März 2020 - 07:52

@InsiderBAU:
Das ist eine wirklich super Idee! Wenn wir tatsächlich vor einer Rezession stehen, was möglich ist, noch schnell den Arbeitgeber wechseln? 10 Jahre Zeit waren nicht genug? In den Jahren um 2003 wurde gefühlt jeder 3. Bauingenieur entlassen. Wenn ich nun neu im Unternehmen bin und es zu Entlassungen kommt, wer darf denn als erster gehen? Vieleicht der zuletzt gekommen ist? Gehen Sie bitte nochmal in sich, ist meine Empfehlung.

InsiderBAU | 13. März 2020 - 08:39

Die Rezession steht vor der Tür. Ich rate jedem, wirklich jedem, bei Unzufriedenheit noch einen Wechsel anzustreben. Ich habe als Projektleiter viel Kontakt zu Investoren bzw. Bauherren. Ausnahmslos ALLE bestätigen Unsicherheiten aufgrund der einstürzenden Märkte. Kaufinteressenten springen ab und hoffen auf eine Rezession, um an billigere Immobilien zu gelangen. Dies ist die letzte Chance für einen besser bezahlten Wechsel, bevor der Bauboom stagniert. Bis es wieder Bergauf geht, werden Jahre vergehen. Lasst euch die Chance nicht vergehen.

Eren | 02. März 2020 - 23:36

@Steve:
Also ich habe einen relativ ähnlichen Werdegang. Ich habe erst eine drei Jährige Ausbildung zum Maurer gemacht und daraufhin direkt den Maurer- und Stahlbetonbau-Meister. Während dieser Zeit habe ich jedoch schon viel in der Leitungs- und Managementebene gearbeitet, da ich im Familienbetrieb war. Ich war demnach schon ab dem 3. Lehrjahr als Bauleiter tätig und habe mir viel Wissen angeeignet. Ich habe ein Semester Bauingenieurswesen an der FH studiert, bis ich gemerkt habe, dass es nicht meins ist. Ich wollte wieder raus in die richtige Bauwelt.

Ich habe mich bei einem Ingenieurbüro als Bauleiter beworben, da ich nicht mehr im Familienunternehmen bleiben wollte. Hierbei mache ich nach HAO die Leistungsphasen 8 und 9, Branche: Breitbandausbau.

Beim Gespräch habe ich folgendes Verhandelt: 30 Tage Urlaub, 40 h Woche (Mehrstunden werden abgefeiert), 1 % Regelung, Jährliche Gehaltsanpassung, 60.000 € / Jahr (12 Monate á 5.000 €). Das gilt für die ersten 6 Monate, danach wird erneut verhandelt. Dafür das ich 22 Jahre alt und am Anfang der Karriereleiter stehe, kann ich das schon als einen guten Einstieg betiteln.

Also ich denke Du könntest ganz locker > 55.000 € erwarten!

Chris | 01. März 2020 - 14:14

Da ich vor längerem schon einmal in meiner Studienzeit den Thread gerne gelesen habe und dankbar um die damaligen Angaben war, hier meine Angaben:

  1. 6 Jahre Berufserfahrung in der Bauleitung SF Bau in einem mittelständigen Bauunternehmen
  2. Firmenwagen (Fabrikat frei wählbar) + Handy + Laptop (alles auch zur privaten Nutzung)
  3. 6.200 €/Monat Gehalt + vertragliche Erfolgsbeteiligungen (Prozentual) bei Baustellen. Erfolgsbeteiligung ist eine faire Sache. Hier kann bei gut gehenden Baustellen das Gehalt deutlich gesteigert werden. (>120.000 € Gehalt im Jahr war bei mir bereits der Fall).
Das A und O für den jungen Berufsweg als Bauleiter ist, engagiert zu sein, selbstständig lernen zu wollen, Verantwortung übernehmen zu wollen, ein gewisses Maß an sozialer Kompetenz mitzubringen, Durchsetzungsvermögen und auch ein gewisses Maß an Überstunden zu akzeptieren. Als Bauleiter hat man keine 40 Stunden/Woche - wenn doch, verdient man dementsprechend weniger.

Sollten diese Vorraussetzungen mitgebracht werden und man arbeitet nach 5 Jahren (würde ich behaupten, gilt man als jung berufserfahren) immer noch für 3500 €/Monat (und hat bereits in Personalgesprächen vergeblich versucht mehr Geld rauszuschlagen), würde ich den Arbeitgeber wechseln.

Einstiegsgehalt für Bauleiter (aufgrund der Lebenserfahrung, nicht unbedingt aufgrund der Qualifikation: Master) in unserem Unternehmen beträgt: Lohngruppe A6 der Bauindustrie - 4.200 € + Firmenwagen. Gerne beantworte ich zum Berufseinstieg eure Fragen, falls gewünscht.

Steve | 24. Februar 2020 - 15:31

Bei mir ist es demnächst soweit. Kurz mal zu mir: 2010 eine Ausbildung begonnen und erfolgreich beendet. Anschließend 2 Jahre Berufserfahrung gesammelt und mich dann intern für eine Weiterbildung als Meister beworben. 2015 mit der Weiterbildung angefangen und Mitte 2016 erfolgreich abgeschlossen.

Im Anschluss daran mich dazu entschieden zu studieren (Bauingenieur), das Studium beende ich höchstwahrscheinlich in der Regelstudienzeit noch dieses Jahr. Angeboten wird mir ein Firmenfahrzeug auch zur privaten Nutzung (1% Regelung). Nun meine Frage was wäre in meinem Fall als Jahresbruttolohn realistisch? Ich bin seit meiner Ausbildung (2010) im Betrieb angestellt, bis heute keine Probleme gehabt und der Chef war immer zufrieden.

Adalbert | 19. Februar 2020 - 13:49

Alles unter 40.000 EUR Gehalt Brutto ist Ausbeute. Wer drunter arbeitet, ist selber Schuld. Überall werden zurzeit Bauingenieure gesucht. Der Boom ist real. Ich selber verdiene ca. 4500 € Netto nach 5 jahren Arbeit. Nicht, weil ich ein Überflieger bin, jedoch habe ich die Notlage vieler Firmen genutzt. Ich benutze das Office im öffentlichen Dienst als Büro und arbeite Nachmittags als Bauleiter. Im Öffentlichen Dienst bekomme ich über 2000 EUR netto bei 2/3 der Arbeitszeit und weitere 20-30 Stunden die Woche arbeite ich als Bauleiter.

Ich könnte sofort wechseln wenn ich wollen würde. Man muss sich nur mal umhören - auf den Baustellen mal mit den Bauherren quatschen. Vieles läuft über Vitamin C. Ich hatte bisher noch nie ein Bewerbungsgespräch bis auf das vom öffentlichen Dienst. Wer will, sollte seine Chancen jetzt nutzen und jeden Arbeitgeber, der unter 40.000 EUR bietet eiskalt die Schulter zeigen. Verkaufen darf man sich nicht unter Wert. Da lohnt sich ja schon eine Ausbildung als Handwerker mehr. Die verdienen durch den Boom mehr als manch Akademiker hier.

Bauigel | 19. Februar 2020 - 11:03

@Bauingenieurin_Berlin:
Ich muss dem vorherigen Kommentar Recht geben: Das ist Ausbeutung! Fachlich lernt man dazu natürlich. Aber vor allem mit Verantwortung und Erfahrung im Außendienst steigt das Gehalt! Und diesbezüglich kannst du dich auf der derzeitigen Position nicht weiterentwickeln. Im Innendienst macht man keine Karriere.

Entweder den aktuellen Stand ohne Aussichten akzeptieren oder andere Stelle suchen. Bei vielen Baufirmen werden Bauleiter händeringend gesucht, auch ohne Erfahrung. Mein Rat: Such dir was anderes. Bleibe nicht allzu lange auf der Position. Sonst wird es immer schwerer. Und verkaufe dich gehaltstechnisch nicht zu niedrig. Kenne mehrere Bachelorabsolventen. Auch Frauen. Keiner verdient weniger als 45.000 €/ Jahr.

Alex | 16. Februar 2020 - 09:20

@Bauingenieurin_Berlin:
Als Ingenieur sollten 40.000 € p.a. das Minimum darstellen. Du trägst Verantwortung und hast vermutlich auch keine 40 h Woche. Du musst unbedingt nachverhandeln oder etwas Erfahrung sammeln und wechseln. Viel Erfolg!

Marina | 14. Februar 2020 - 11:13

@Bauingenieurin_Berlin:
2.700 € sind zu wenig - such Dir einen Job in einem Büro, ich selber arbeite in einem Unternehmen mit einer Frau als Geschäftsführerin im Norden von Berlin. Öffentlich gut zu erreichen, Bezahlung gut, Homeoffice, nette Auftraggeber und mit Familie sehr unterstützend - und nach 2 Jahren bist Du fit.

Martin_DA | 12. Februar 2020 - 07:20

@Bauingenieurin_Berlin:
Das ist Ausbeutung! Ich bin auch Bauingenieur, 25 J, und habe im Januar 2019 das Studium abgeschlossen. Vorher ein Jahr als Werkstudent beim Bauträger, danach übernommen. Fest angefangen die ersten 6 Monate als Ass. für Bauleitung und Projektsteuerung für 43.000 € - 45.000 € + Wagen. Nach 6 Monaten aufgrund von Personalmangel selbst als Bauleiter bestellt worden, nach 2 Monaten in dieser Tätigkeit Gehalt auf 52.250 € + besagtem Firmenwagen nachverhandelt.

Bauingenieurin_Berlin | 08. Februar 2020 - 22:39

Ich habe dieses Forum interessiert verfolgt und würde nun gerne auch meine Daten teilen. Ich bin 25 Jahre alt, habe im April 2019 mein Bachelorstudium absolviert, leider ohne Berufserfahrung. Seit Juni 2019 arbeite ich bei einer Firma (Baufirma im Tiefbau, Rohrbau und Anlagenbau) mit über 100 Mitarbeitern, bei zwei Niederlassungen. Unsere Firma gehört zu einer Unternehmensgruppe. Ich werde hier zur Bauleiterin ausgebildet. Mein Gehalt liegt bei 32.400 €. Meine Aufgaben sind zurzeit eher im Bereich der Assistenz der Bauleitung (Backoffice), hauptsächlich in der Abrechnung, Koordinierung einiger Arbeiter, Mehrkostenerstellung, Nachträge, Vermesser bestellen usw. quasi die Zuarbeit. Findet ihr das im Rahmen, bei meiner geringen Erfahrung? Ich muss anmerken, dass ich einen befristeten 2 Jahres Vertrag habe und kein Auto.

Ich muss gestehen, dass ich momentan mit meinen Aufgaben unzufrieden bin. Ich habe das Gefühl, in meiner Firma wird mein Können nicht wirklich ausgenutzt, ich werde nicht gefördert, trage keine wirkliche Verantwortung. Ich mache nur Schreibtischarbeit, soll nicht auf die Baustelle, bevor ich mir nicht alles, was man dafür braucht, selber beigebracht habe, geschweige denn ein eigenes Bauvorhaben in irgend einer Weise leiten.

Was das Gehalt und den befristeten Vertrag angeht, weiß ich, dass meine Kollegen (auch junge Bauingenieure) zu den selben Konditionen arbeiten, weil das für diese Firma üblich ist und laut meinem Chef soll ich mir um meine Zukunft keine Sorgen machen, was ich ihm glaube. Ich bin aber verzweifelt, zum einen denke ich mir, dass ich wo anders besser aufgehoben wäre und vielleicht mehr dazu lerne, zum anderen denke ich, dass ich noch total unerfahren bin und die zwei Jahre (noch 1 Jahr und 2 Monate) sich gut in meinem Lebenslauf machen.

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