Forum & Erfahrungen
Donnerstag, 29. Juli 2021
Ausgabe 7283 | Nr. 210 | 20. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 5

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Bauigel123 | 02. Mai 2019 - 22:29

Ich verfolge das Forum schon ewig und gerade die Gehaltsdiskussion + Randbedingungen haben mich mein ganzes Studium begleitet und des Öfteren Zweifel aufkommen lassen. Bin nun seit ein paar Monaten fertig (B.Eng. Bauingenieurwesen) und bin beim größten öffentlichen Auftraggeber untergekommen (2 Jahre Werkstudent + Praxissemester zuvor). Mein Einstiegsgehalt liegt bei 50.000 EUR mit einer 39 h Woche. Außerdem hab ich zuvor eine Ausbildung als Vermessungstechniker absolviert. Klingt alles ganz passabel, könnte man meinen.

Allerdings bin ich trotzdem nicht zufrieden, da mich die Branche ein Stück weit nervt. Es ist einfach ein sehr volatiles Umfeld bei dem man seinen Tag nie richtig planen kann und ständig „unvorhergesehene“ Änderungen eintreten. Weiterhin muss man ständig Schnellschüsse abliefern, die meistens eh wieder für die Katz sind, weil es vielfach „quick and Dirty“ abgearbeitet werden muss. Wenn ich sehe wie es in anderen Branchen abläuft (Paradebeispiel IG Metall, Chemie etc.), dann bereue ich mein Studium extrem (einfache Ausbildung zum Kaufmann o.ä. 48.000 EUR Gehalt + Prämie+ 35h Woche).

Von dem anderen Image der Branche bzw. der Firmen und den Arbeitsbedingungen mal ganz zu schweigen. Ich kann also nur jedem, der überlegt Bauingenieurwesen zu studieren oder gerade noch dabei ist, nur davon abraten und würde einen Wechsel dringend empfehlen. Und das von jemanden, der es eigentlich noch ganz "gut" - hat (Stichwort Bauhauptgewerbe / Ausführung / Planungsbüros aka Klitschen).

Holger4711 | 02. Mai 2019 - 21:00

M 28, Master TU; NRW; Berufseinstieg als Bauleiter SF in 2018 (parallel zum Studium im Ingenieurbüro tätig, keine Erfahrung in der Bauleitung); Einstiegsgehalt 4.000 Brutto, Firmenwagen Golfklasse, nach einem Jahr 4.500 Brutto; Arbeitszeit > 50 h, Vertrag 40 h, Überstunden unbezahlt; Projektgröße in der Regel 5-20 Mio.

Wellblech | 01. Mai 2019 - 00:12

@MM:
Darum ging es in meinem Beitrag doch in keinster Weise. Bitte mal genau durchlesen. Es ging um die Aussage von Horst zu der Freizeit von Lehrern.

MM | 27. April 2019 - 21:12

@Wellblech:
Ich finde den Vergleich lehrer mit bauingenieur tvöd 11 unpassend. Der Lehrer hat i. D. R 5 Jahre Universitäts-Studium plus 1,5 Jahre referendariat hinter sich. Der tvöd 11 Ingenieur gerade mal 3 Jahre fh Studium. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Da brauch keiner meckern! Und im öffentlichen Dienst macht sich auch keiner Tod.

Wellblech | 24. April 2019 - 10:38

Zitat Horst | 13. April 2019 - 21:41: "Mit deinem Gehalt hast du deutlich weniger als ein in A13 besoldeter Realschullehrer, sogar noch mehrere Tausend Euro jährlich weniger als ein in A12 eingestufter Grundschullehrer (bitte nicht die Bruttogehälter sondern das netto vergleichen, der Beamte hat kaum Abzüge!) - und der hat trotzdem noch ein Vielfaches mehr an Freizeit wie du. Zudem hat der verbeamtete Lehrer eine Pensionszusage, die dir als Angestellter im öffentlichen Dienst auch abgeht. Es bleibt dabei: als Bauingenieur hast du in der Regel halt kaum Kohle UND kaum Freizeit."

@Horst: Sorry, aber das mit mehr Freizeit ist völliger Quatsch. Ich bin in einer ähnlichen Situation wie Theo. Öffentlicher Dienst, E11 Stufe 3, kurz vor 4. Meine Frau ist Lehrerin in A13. Von so viel Freizeit wie ich kann sie nur träumen und beneidet mich darum, dass ich im Büro den Stift fallen lassen kann und danach zu Hause meine Freizeit beginnt. Was bei ihr alles zu Hause anfällt ist Unterrichtsvorbereitung, Klausuren korrigieren, Vorbereitungen auf Elterngespräche, Abstimmungen mit anderen Lehrern aus ihrem Fachbereich (oft bis 22:00 Uhr abends). Zudem kommen wöchentlich nachmittags etwaige Konferenzen, schulische Veranstaltungen, Klassenfahrten, Konferenzen in den Schulferien und so weiter und so fort. Wenn sie könnte, sie würde sofort mit mir tauschen und auf die paar Euro verzichten. Wenn sie mal einen einzigen Tag in der Woche (Sonntag) komplett frei hat, dann ist das die Ausnahme.

Deine Äußerungen lassen leider nur darauf schließen, dass du keinen direkten Kontakt mit Lehrern hast, sondern sich nur die Vorurteile manifestiert haben, dass Lehrer ja soooo viel Freizeit hätten und massig Ferien. Ist leider ein Trugschluss und erst wenn man das mal live miterlebt, lernt man die Arbeit von Lehrern zu schätzen. Leider, auch bei mir war es so, geschieht dies in der Regel weit nach der eigenen Schulzeit.

TUler | 15. April 2019 - 11:52

Nun auch mal einen ersten Ausblick aus meiner Sichtweise: Ich schließe dieses Jahr meinen Master an einer TU ab, bin 25 Jahre alt und habe meinen Bachelor an einer FH gemacht. Ich habe bereits durch Praktika und Werkstudententätigkeit in unterschiedlichen Bereichen (Tragwerksplanung, Bauleitung und BIM) Erfahrungen sammeln können. Zudem konnte ich bereits Erfahrungen in der strategischen Unternehmensoptimierung sammeln. Ich habe für Ende des Jahres bei einem großen Unternehmen unterschrieben. Einstiegsgehalt liegt bei 61.000 EUR (brutto). Mehr ist, glaube ich, nicht hinzuzufügen.

Horst | 13. April 2019 - 21:41

@theo:
Mit deinem Gehalt hast du deutlich weniger als ein in A13 besoldeter Realschullehrer, sogar noch mehrere Tausend Euro jährlich weniger als ein in A12 eingestufter Grundschullehrer (bitte nicht die Bruttogehälter sondern das netto vergleichen, der Beamte hat kaum Abzüge!) - und der hat trotzdem noch ein Vielfaches mehr an Freizeit wie du. Zudem hat der verbeamtete Lehrer eine Pensionszusage, die dir als Angestellter im öffentlichen Dienst auch abgeht. Es bleibt dabei: als Bauingenieur hast du in der Regel halt kaum Kohle UND kaum Freizeit.

Theo | 11. April 2019 - 10:57

Ich bin schon seit 6 Jahren ein stiller Teilnehmer und möchte jetzt auch mal meinen Kommentar abgeben. Insbesondere, weil der öffentliche Dienst oft schlecht geredet wird:

  • Wohnort: Niedersachsen
  • Qualifikation: Master (Ja, für diese Stelle würde auch der Bachelor reichen)
  • Seit wie vielen Jahren am Arbeiten: 6 Jahre im öffentlichen Dienst
  • Bezahlung: E11, Stufe 4, Jahres-Brutto: circa 56.900 € (Stand am 11.04.2019)
  • Urlaubstage: 31
  • Arbeitszeiten: 39 Std. Woche. Gleitzeit ohne feste Kernzeit
  • Verantwortung: Überschaubar
Ich finde, dass das ganz i.O. ist. Klar, mehr geht immer, aber meistens geht das einher mit wesentlich mehr Verantwortung und auch mehr Arbeitszeit! Und gerade die Zeit sollte wichtiger sein als Geld!

MK | 09. April 2019 - 12:45

Was kann ein ausländischer Bauingenieur in Dresden oder generell in Sachsen verdienen? Zumindest sehr gute Deutsch- und Englischkentnisse, ich glaube darf schon als fließend genannt werden, habe keine relevante Kommunikationsschwierigkeiten. Bisher ein halbes Jahr als Bauführer (2.800 €) auf einer Baustelle, dann anderthalb Jahr als Projektingenieur in kleinem Planungsbüro (2.600 €). Meines Erachtens trozt Mangel der Muttersprache kann ich wesentlich mehr verdienen. Ich habe Master Studium an der Uni im Ausland absolviert, in EU, so Eurocodes sind völlig bekannt. Wie ist eure Meinung?

Spatenpauli | 08. April 2019 - 22:30

Ich habe einen Abschluss als Dipl.-Ing. und bin als Bauleiter im Tiefbau und Industriebau tätig. Ich bin zwischen 35 und 40 Jahre alt, Einsatzgebiet NRW. Mein aktuelles Gehalt liegt bei 66.000 Euro zzgl. Auto (45T Euro), Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld gem. Tarif und Prämien. Die Arbeitszeit beträgt inkl. Fahrten meist zwischen 50 und 60 Stunden. Mein Rat: Für Gehaltsverhandlungen oder Jobwechsel ist jetzt die richtige Zeit!

Karl | 04. April 2019 - 21:37

Ich bin als Bachelor direkt nach dem Studium im Öffentlichen Dienst nach TVÖD (Schleswig-Holstein) eingestiegen. Überlege in die private Wirtschaft zu wechseln, genauer in ein großes Planungsbüro in Hamburg. Welche Gehaltsvorstellung wäre realistisch als Einstiegsgehalt? Lohnt sich der Wechsel? Empfehlt ihr im allgemeinen im öffentlichen Dienst zu bleiben oder eher in die private Wirtschaft zugehen?

BauRichter | 21. März 2019 - 14:12

Ich bin jetzt schon fast 2 Jahre Bauleiter in einem Mittelständischen Unternehmen (ca. 500 Mitarbeiter). Wir sind hauptsächlich im Tief- und Straßenbau tätig. Das Unternehmen bezahlt nach Tarif. Ich habe bisher 3 Baustellen abgewickelt. Davon die erste in Betreuung und die weiteren 2 relativ unabhängig. Klar immer wieder mal Rücksprache mit dem Oberbauleiter bei kritischen Punkten etc.

Langsam überlege ich es mir mal eine Gehaltsanpassung anzusprechen. Das Problem ist nur, dass ich dabei überhaupt keinen Anhaltspunkt habe. Wie sah bei euch im Beruf die Gehaltssteigerung aus? Ich denke nach 2 Jahren sollte man schonmal das Fenster für die Gehaltserhöhung öffnen. Bitte teilt eure Erfahrung in dieser Hinsicht.

Allroundtalent | 14. März 2019 - 09:16

Ein herrliches Servus aus dem wunderschönen Nürnberg verehrte Kolleginnen und Kollegen. Ich gebe gerne auch mal meine Infos weiter, vor allem auch wichtig für die jungen High-Performer Kollegen unter uns. Mein aktuelles Alter ist Anfang 30 und ich bin seit 2,5 Jahren fertig mit dem Studium und seit dem als Bauingenieur in der Projekt- und Bauleitung SF-Bau Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Ingenieurbau tätig.

  • Gelernter Handwerker im Bereich Innenausbau
  • Zusätzlich duales Studium Bauingenieurwesen mit Berufsausbildung zum Maurer, B.Eng.
  • SiGeKo
  • Dipl. Wirtsch. Ing.
Aktuell befinde ich mich mit meinem Jahresgehalt bei 72.000,- zu je 12 Monatsgehältern, + Firmenwagen + Urlaubsgeld + Prämienzahlungen. Wenn ich die Zahlen so sehe, finde ich es schon extrem wie weit die Gehälter auseinander gehen, vor allem bei so gut ausgebildeten Fachleuten mit Erfahrung. Wenn man zufrieden ist und das Arbeitsklima passt ist alles gut. Aber lasst Euch doch bitte nicht mit ein paar Kröten abservieren. Die Branche läuft super und wir sollten uns auch was von dem Kuchen gönnen Freunde und Kollegen!

Meister | 10. März 2019 - 14:23

Ich zwar kein Dipl.-Ing., aber aus der Baubranche: 35 Jahre und Stuckateurmeister. Ich bin seit 4,5 Jahren in der Bauleitung bei einem Handwerksbetrieb mit ca. 40 MA. 3700 € Grundgehalt + 665 Euro Urlaubsgeld und nochmal 55 % des Brutto als Weihnachtsgeld. In der Summe also 47100 € p.a. zzgl. einem Firmenwagen mit Privatnutzung sowie ein Firmenhandy mit Privatnutzung. 35 Tage Urlaub bei einer 44 Std./Woche. Überstunden nur wenn es absolut notwendig ist. Habe aber bald den LL.B und will dann auf 4200 € Grundgehalt hoch.

Wasserwirtschaftler | 08. März 2019 - 22:19

Ich bin 30, Master Siedlungswasserwirtschaft und seit 3,5 Jahren als Baubeauftragter eines Wasserversorgers im Osten tätig. Tvöd e11 Stufe 3, macht 4.100 € brutto bei Null Überstunden. Ich möchte aber wechseln, vermutlich in eine Rohrleitungsbaufirma mit Minimum 4.500 € plus Auto.

Jürgen | 07. Februar 2019 - 13:23

Ich habe hier zu diesem Thema unzählige Beiträge gelesen und bin zu der Entscheidung gekommen, mich zu bewerben und einfach mal auszuloten was meine Arbeitsleistung wert sein kann. Ich habe fast 20 Jahre Erfahrung als Bauleiter im Schlüsselfertigbau und betreue meine Baustellen von der ersten Planung bis zum Ablauf der Gewährleistung. Also habe ich mich nach vielen Jahren mal wieder mit dem Erstellen einer Bewerbung beschäftigt und es hat sich gelohnt. Ich habe pauschal 10.000 € auf mein aktuelles Jahresgehalt als Gehaltsvorstellung aufgerechnet. Donnerstag per E-Mail beworben, am Dienstag die Woche darauf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen. Lief super und ich hätte sofort anfangen können. Die Höhe meines Gehalts war absolut ok (65.000.- / Jahr inkl. PKW zur Privatnutzung) und es gab keine Diskussionen diesbezüglich. Fakt ist: gute Bauleiter gibt es auf dem Markt keine mehr.

Ich habe dann mit meinem langjährigen Arbeitgeber verhandelt und dem war auch sofort klar: wenn ich weg bin dann findet er so schnell niemanden. Außerdem arbeiten wir super zusammen. Jetzt ist die beste Zeit sich zu bewerben / zu verhandeln. Und je nachdem welchen Aufgabenbereich man abdecken kann, brauch man mit seinen Gehaltsvorstellungen nicht kleinlich sein. Also ich wünsche viel Spaß dabei!

Flansch | 07. Februar 2019 - 11:34

Zu mir: 25 Jahre alt, M.Sc. (TU), Vertiefung im Bereich Baumanagement und konstruktiver Ingenieurbau. Ich arbeite jetzt bei einem Mittelständler im Bereich Ausbau im Projektmanagement. Einstiegsgehalt liegt bei 3850 € + Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie 30 Urlaubstage. Arbeitszeit sind 40 h/Woche und Überstunden werden ausbezahlt oder abgefeiert. Das Gehalt entspricht ca. der Tarifstufe A5 und wird nach der Probezeit noch einmal nachverhandelt.

KlausIng | 19. Januar 2019 - 11:09

Ich habe in diesem Forum auch ab und an wertvolle Tipps erhalten, daher will ich kurz meine Erfahrungen schildern. Ich habe Ende 2010 meinen Abschluss gemacht und im Anschluss 4 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter und im Anschluss im Ingenieurbüro gearbeitet. Einstieg im Ingenieurbüro war 3.800 € (*12,5), also sogar etwas weniger als an der Uni. Nach knapp 2 Jahren lag ich bei 4.400 € (54.000€) und hätte auch sicher nochmal nachverhandeln können, allerdings hatte ich mich bereits dazu entschieden zu kündigen.

Mittlerweile bin ich als Projektleiter auf der Bauherrenseite tätig, Gehalt nach insgesamt ca. 7 Jahren bei ca. 74.000 €. Allerdings vermute ich, dass ich auch noch etwas mehr hätte raushandeln können. Naja, ich wollte den Job gerne haben und bin zunächst zufrieden. Ich hatte übrigens kein gutes Diplom, kann mich nicht gut verkaufen und kloppe familiär bedingt auch nicht ewig viele Überstunden, habe auch kaum mal längere Dienstreisen.

Hier alle Zahlen die ich kenne:

  • 4 Jahre Berufserfahrung (Ingenieurbüro): 3.800 € / 47.500 €
  • 6 Jahre Berufserfahrung (Ingenieurbüro): 4.400 € / 55.000 €
  • Projektleiter auf Bauherrenseite (7 Jahre): 5.700 € / 74.000 €
  • Projektleiter Bau (Lidl/Aldi/Rossmann/...): 5.500 € / 66.000 € + Firmenwagen (nach 4 Jahren 7.000 €, bei einem ähnlichen Unternehmen war ich im Bewerbungsverfahren, daher kenne ich das Gehalt dort)
Im Ingenieurbüro haben wir im Übrigen einen Stundenlohn von 80 - 90 € abgerechnet.

Meiner Meinung nach kann man Argumente dafür finden, dass Bauingenieure zu niedrig bezahlt werden, aber auch, dass Bauingenieure zu hoch bezahlt werden. Klar, neben dem Controller der 90.000 € verdient, sehen wir schlecht aus, gerade auch im Hinblick auf die Verantwortung. Ich konnte aber in meinem (noch relativ kurzen) Berufsleben auch genügend Ingenieure erleben, die nur Dienst nach Vorschrift gemacht haben und sich zum Teil auch gegen jegliches Nachdenken gewehrt haben (Alles was nicht eindeutig in einer Richtlinie steht muss dann der Chef entscheiden, es werden auch keine eigenen Lösungsansätze vorgestellt) - dafür brauche ich aber keinen Ingenieur.

Fazit: Ja, im Vergleich zu einigen BWLern oder Juristen werden wir Bauingenieure ausgebeutet. Wenn man jedoch nach unten guckt (Krankenschwester, aber auch der ein oder andere Techniker oder Polier), dann kann es auch ganz schnell anders herum aussehen. Wer den Ingenieur-Titel als Lizenz zum Gelddrucken betrachtet, der macht etwas verkehrt. Wenn Ihr mal mehr verdienen wollt als eure Kollegen, die seit 20 Jahren im Ingenieurbüro hocken, dann bildet euch weiter - insbesondere auch abseits der Baubranche. Für ein bisschen Statiksoftware und AutoCad gibt es halt keine Monstergehälter, weil das auch jeder Nicht-Ingenieur lernen kann.

Plausibulus | 17. Januar 2019 - 14:29

@MasterIng:
Ich wurde 2013 mit meinem Master an der TU in Hamburg fertig. Mein Einstiegsgehalt als Projektleiter in der Tragwerksplanung lag dann bei einem Ingenieurbüro in Kiel bei 37.700 Euro im Jahr bei 40 Std./Wo. Überstunden wurden auf einem Stundenkonto festgehalten und konnten ausbezahlt oder abgefeiert werden. 28 Urlaubstage im Jahr. Das Gehalt wurde automatisch jährlich angepasst, ohne verhandeln zu müssen.

2017 verließ ich das Büro mit zu dieser Zeit dann 44.850 Euro Jahresgehalt bei 40 Std./Wo und nunmehr 30 Tagen Urlaub im Jahr. Ich arbeite heute im öffentlichen Dienst mit 58.650 Euro im Jahr, 39 Std./Woche und 30 Tagen Urlaub.

MasterIng | 16. Januar 2019 - 12:04

Was kann man als frischer Master-Absolvent einer TU gehaltsmäßig in einem kleineren Ingenieurbüro als Tragwerksplaner bzw. in der Bauleitung in einem größeren Unternehmen (bis zu 2000 Mann) erwarten (in Niedersachsen)?

Macht es Sinn nebenbei noch ein Maschinenbaustudium zu absolvieren, um, falls es in der Zukunft mit der Bauwirtschaft wieder bergab gehen sollte, bezüglich eines Branchenwechsels besser aufgestellt zu sein?

Jens | 09. Januar 2019 - 11:03

Ich verfolge diesen Beitrag schon seit Jahren und möchte mit meinem Berufseinstieg selber meinen Senf dazugeben: M/34, Berufsausbildung, "normaler" Angestelter (nicht Baugewerbe), dann Fachhochschulreife mit anschließendem Studium Bauingenieurwesen (Bachelor). Berufserfahrung nur als "Werkstudent" (seit zwei Jahren) und Semesterpraktikum im selben Unternehmen.

Projektleitung (LP 5-9), Mittelständler, ca: 100 Mitarbeiter, 48:000 € Brutto Grundgehalt p.a., jährliche prozentuale Gewinnbeteiligung gemessen an eigenen Projekten (ca. 6-15 Projekte je nach Volumen), Firmanwagen (1 %-Regelung, Mittelklasse, keine Einschränkungen bei privater Nutzung), zu 85-90 % im Büro tätig bei 40 h Gleitzeit (6-20Uhr) + wenigen, saisonabhängigen unbezahlten Überstunden und 27 Tagen Urlaub. Unbefristet.

Ich wohne in Sachsen-Anhalt. Das Grundgehalt ist nicht das Schlechteste, allerdings sicher auch nicht das Beste. Ich würde behaupten, dass ich mich im guten Mittelfeld befinde. Viele Kommilitonen bekommen weniger, einige wenige aber mehr.

Das Gehalt ist mir sicher nicht unwichtig, mit ins Gewicht fallen mir aber vor allem die freie Zeiteinteilung, das sehr kollegiale Umfeld sowie die unbegrenzte private Nutzung des Firmenwagens. Und Spaß macht mir die Arbeit obendrein auch noch.

MasterStatik | 04. Januar 2019 - 22:41

Ich bin 24, habe einen Master (TH/FH) im Konstruktiven Ingenieurbau und keinerlei Berufserfahrung.

Ich werde im Februar als Tragwerksplaner in einem Ingenieurbüro (100 MA) anfangen. Mein Gehalt wurde auf 41.000 € angesetzt, verteilt auf 13 Monatsgehälter. Zusätzlich habe ich 28 Tage Urlaub, Gewinnbeteiligung und einen monatlichen Fahrtkostenzuschuss. Nach der Probezeit/Einarbeitungszeit soll/kann das Gehalt neu verhandelt werden.

Wenn ich mir hier diverse Kommentare durchlese, habe ich das Gefühl, mich teilweise unter Wert verkauft zu haben. Was meint ihr dazu? Anmerkungen sind gerne gelesen.
Eventuell kann mir ja schon jemand Tipps geben, welchen Wert ich bei der "richtigen" Verhandlung (in ca. 6 Monaten) anpeilen kann, ohne mich lächerlich zu machen.

AL | 23. Dezember 2018 - 09:00

Gleich wer wieviel verdient, es kommt auf das Verhältnis an: Was muss geleistet werden und was bekomme ich dafür. Für null Leistung sind auch mtl. brutto 1.000 Euro Gehalt viel zu viel. Daher nicht posaunern, sondern sich selbst darüber im Klaren sein was muss ich verantworten, wie viel meiner Lebenszeit opfere ich und wie viel Stress und Arbeit nehme ich mit nach Hause? Es ist keinem geholfen mit 35 Jahren Magengeschwüre zu haben, aber dafür top Bezahlung. Auf das individuelle Verhältnis kommt es an.

Ein letzter Tipp, den Mut haben auch einmal den Job zu wechseln. Wer 10 Jahre immer noch im Erstbetrieb ist und als Akademiker um und bei 50.000 Euro Jahresgehalt liegt, sollte sich hinterfragen ob nicht ein Tapetenwechsel angebracht ist. Wenn nicht, dann die Scheuklappen nachjustieren und den Karren für andere brav und fleißig weiterziehen.

SR | 20. Dezember 2018 - 12:34

Meine Verdienstsituation: Bachelor, 31 Jahre, 5 Jahre Berufserfahrung, Öffentlicher Dienst, Ver- und Entsorgung, 4.000 € Gehalt brutto zzgl. jährliche tarifliche Erhöhungen und Leistungsentgelt sowie nach den Jahren die üblichen Steigerungen in der Entgeltgruppe sowie mögliche Höhergruppierung, 39 h Woche, Überstunden werden abgefeiert.

BauIng | 10. Dezember 2018 - 18:09

Hier auch mal meine Daten: 26 Jahre alt, Master (FH). Seit knapp 6 Monaten bei einem Konzern, Einstieg nach Tarif A7 (ca. 60.000 Brutto), da zuvor im selben Unternehmen als Werkstudent tätig (knapp 18 Monate). Viele meiner Freunde aus der Uni verdienen deutlich weniger, da Sie bei kleinen Unternhemen angefangen haben. Also würde ich behaupten, dass die Größe eines Unternehmens, dein Einstieggehalt definiert. Gruß aus Hamburg

Bachelor Bauingenieur | 19. November 2018 - 16:56

Zu mir: Bachelor, Bauleitung auf Auftraggeberseite (Automobilindustrie) unbefristet 35 h -> befristet 40 h/Woche -> jede Überstunde kann abgefeiert werden. 1,5 Jahre im Job, davon 6 Monate in Amerika gearbeitet. 5600 €/Monat Gehalt Brutto + Urlaubsgeld/Weihnachtsgeld + Gewinnbeteiligung (lag im letzten Jahr bei 5.700 €). Also unterm Strich kann ich die Auftraggeberseite in der Automobilindustrie empfehlen (IG Metall sorgt für gute Bedingungen).

NeinKarl | 10. November 2018 - 06:26

Kurz zu mir: Frisch aus der Uni mit einem Master und Einstieg als Tragwerksplaner mit 48.000 EUR Gehalt jährlich (neben der Uni 3 Jahre als Werkstudent gearbeitet).

SchotterSchwelleSchiene | 30. Oktober 2018 - 21:43

Da ich hier bisher nur gelesen habe mal mein Beitrag: Diplom (FH), Mitte 30, Bauleitung im Bahnbereich, derzeit (seit 2 Jahren) Gleisbau in mittelständischem Unternehmen in Baden-Württemberg. Ich bekomme 70.000 € Gehalt bei 30 Tagen Urlaub, 40-50 h in der Woche (selten mal bis 60 h), PKW.

Projektleiter | 28. Oktober 2018 - 23:38

Dipl.-Ing. (FH) und 10 Jahre Berufserfahrung, Projektleitung bei einem Global Player, Gehaltsgruppe A X mit 6484 € Gehalt, Weihnachts- u. Urlaubsgeld nach Tarif, überschaubare, einmalige Präme pro Jahr, Firmenfahrzeug VW Golf o.ä., 50 Stunden Woche, unterm Strich also und mit dem Sachbezug fürs Auto etwa 93.000 € brutto.

Alias-o-V | 25. Oktober 2018 - 09:58

Ich lese hier seit einiger Zeit mit und möchte meine Daten auch mal in den Raum werfen. Mich hat das Thema Einstiegsgehalt immer sehr aufgewühlt - nach dem Motto: hoffentlich ist es genug und hoffentlich bekomme ich überhaupt eine Festanstellung.

Nach meiner Erfahrung laufen euch die Firmen heute die Türen ein. Man bekommt sehr viele Angebote die das blaue vom Himmel versprechen, teilweise von Konkurrenzfirmen meines jetzigen Arbeitgebers (noch Werkstudent). Lasst euch davon nicht beeindrucken und sucht das für euch am besten passende Unternehmen aus. Ihr sitzt sozusagen am längeren Hebel. Nutzt das ohne dabei eine Überheblichkeit an den Tag zu legen!

Meine Daten:
Zurzeit noch Studium M.Eng. im vorletzten Semester, Arbeitserfahrung durch durchgehende Beschäftigung bei diversen großen und kleinen Firmen als Werkstudent seit zwei Jahren, hier habe ich teilweise auch eigene Bauleitungen etc. übernommen, jetzt noch im Studium Festvertrag als Bauleiter ab Mitte nächsten Jahres, 4400,- Gehalt brutto + Firmenfahrzeug (Golfklasse), 30 Tage Urlaub, relativ kleine Firma mit unter 30 Angestellten.

MM | 22. Oktober 2018 - 16:27

32 Jahre / 5 Jahre Berufserfahrung (TU-Master) / Ingenieurbüro mit deutschlandweit 500 MA im Bereich Verkehrsanlagenplanung, Schwerpunkt Bahn (Niedersachsen) / 40 h und keine Stunde mehr bei 54.000 € Gehalt im Jahr.

Chris | 11. Oktober 2018 - 17:54

Ich werfe dann auch einfach mal meine Daten in den Raum: Abschluss Dipl.-Ing. 2007 an der TU-Braunschweig (Büro für Tragwerksplanung mit ca. 50 Mitarbeitern)

Gehalt 4510,- brutto bei 13,5 Gehältern, macht 60.885,- EUR Jahresgehalt
28 Tage Urlaub, jährliche Überstunden < 50 Stunden.

Ich denke das geht soweit in Ordnung, zumal es bisher jedes Jahr eine automatische Gehaltsanpassung von 3 % gab ohne beim Chef betteln gehen zu müssen.

Ingsoc | 10. Oktober 2018 - 22:15

@erdna:
Wieso spielst du im falschen Film eine Nebenrolle? Du hast doch die Hauptrolle ergattert. Im passenden Horrorfilm, oder je nach Blickwinkel auch Komödie. Und nimm die "Erfahrungsberichte" hier nicht so ernst. Vieles kommt gesteuert aus entsprechenden Interessensverbänden. Du siehst ja an den ab und zu hier geposteten realen Gehältern, dass du nicht alleine bist. Nur trauen sich viele reale Ingenieure nicht ihre Gehälter zu posten, da sie hier mit den Jubelmeldungen der Bezahlschreiber aus den Lobbyverbänden konfrontiert werden. Hier, wo jeder mindestens 60.000 EUR Einstiegsgehalt mit Bachelor hat und nach 2-3 Jahren entweder mit 90.000 EUR als Bauleiter eine ruhige Kugel schiebt, oder im Chemiesektor / Energiebranche / Automobilbausektor / Projektentwickler das Doppelte hat.

Bauanfänger | 10. Oktober 2018 - 12:52

Ich habe einige Zeit während meines Studiums das Forum verfolgt und bin nun ebenfalls auf Jobsuche. Ich habe nun ein Jobangebot in einem Ziviltechnikerbüro (in Österreich) als Tragwerksplaner bekommen und hierbei wurden mir 2.235 Euro Gehalt Brutto/Monat für 40 Std./Woche (14x/Jahr wie es in Österreich üblich ist) als Einstiegsgehalt genannt .

Zu mir:

  • ich bin 30 Jahre alt,
  • Studium als Bauingenieur - konstruktiver Ingenieurbau an einer technischen Universität,
  • 3 Jahre Mitarbeiter an der technischen Universität,
  • 2 Praktika (je 1 Monat) bei einem großen Stahlkonzern (allerdings im Bereich Produktionslogistik),
  • 1 Praktikum (1 Monat) in der Assistenz der ÖBA bei einem Generalplaner
Das Gehalt erscheint mir relativ gering für einen TU Absolventen. Gibt es diesbezüglich eventuell Erfahrungswerte aus Österreich? Da ich keine nennenswerte Erfahrung in der Tragwerksplanung habe, habe ich mir gedacht erst einmal Berufserfahrung zu sammeln und später eventuell ein höheres Gehalt bei einer Gehaltsverhandlung anzustreben.

Baui-M | 10. Oktober 2018 - 09:56

@Bauhias:
Sag mal, stehst du zufällig bei einem AG-Interessenverband unter Vetrag oder bist Du sonst irgendwie Lobbyist für die Arbeitgebervertretung? Was du hier in deinen letzten beiden Nachrichten ("Das ist doch ein tolles Angebot..." und "2800 € bis 3000 €") zum Gehalt empfohlen hast, kann man nicht guten Gewissens weitergeben. Möchtest du damit über dein eigenes Schicksal (Gehaltssteigerung von 2700 € auf 3400 € in 8 Jahren) hinwegtrösten?

maulwurf | 09. Oktober 2018 - 16:05

@WQBau:
Meine Meinung: Ich denke "Bauhias" liegt zu tief. Einstiegsgehalt so 3600 € bis 4000 € brutto, nach 3 Jahren sicher > 4000 €.

Bauhias | 03. Oktober 2018 - 10:40

@WQBau:
Ausgehend von meiner Erfahrung im benachbarten BaWü denke ich das ein Gehalt von ca 2.800 €, vielleicht sogar 3.000 € erzielbar wäre.

WQBau | 01. Oktober 2018 - 15:13

Also ich habe dieses Gehaltsthema bis 2018 durchgelesen und keine passende Antwort für mich gefunden, deswegen stelle ich diese Frage: Wie viel kann ein Wasserbauingenieur mit 3 jährigen Berufserfahrung im Planungsbereich (1-5) verdienen, wenn er irgendwo in Bayern und auch in Fremdsprachen arbeiten muss?

Masti | 30. September 2018 - 19:33

@Doka:
Lass dich nicht für zu wenig abspeisen, viele Arbeitgeber versuchen den Preis zu drücken. Geh gestärkt in die Verhandlungsposition. Als Vergleich: Bei den Öffentlichen in NRW bekommst du meistens als Sachbearbeiter Tvöd 11 Stufe 1, d.h. 3500 EUR Gehalt brutto bei einer 39 Stunden-Woche und du überarbeitest dich nicht. Bei einem Privaten musst du gut verhandeln, laut Tarifvertrag bekommst du als Bachelor zwischen 3800-4200 brutto bzw. als Master zwischen 4200-4800 brutto.

Du kannst jetzt abwägen wo du als Statikerin bist, wie aufwändig deine Projekte sind usw. Aber mit deinem Angebot würde ich mich auf jeden Fall umgucken und wo anders nochmal bewerben. Auch ist es natürlich eine persönliche Entscheidung, die auch nicht vergessen darf, passt das Team etc. Was nützt es 6000 EUR monatlich brutto zu verdienen und die Kollegen bzw. das Arbeitsumfeld stimmt nicht. Viel Glück und Erfolg bei der Suche!

Bauhias | 29. September 2018 - 11:44

@Doka:
Das ist doch ein sehr gutes Angebot. Ich bin 2010 mit 2.700 € Bruttogehalt eingestiegen, und bin jetzt bei 3.400 € (Tragwerksplanung) und arbeite ca 45 Stunden in der Woche. Denke um reich zu werden sollte man lieber BWL, Lehramt oder Medizin als Bauingenieurwesen studieren, aber das wichtigste ist doch dass der Job Spaß macht.

Doka | 28. September 2018 - 09:16

Ich brauche auch mal eine Einschätzung. Ich arbeite seit knapp einem Jahr in einem Ingenieurbüro für Tragwerksplanung mit ca. 30 Mitarbeitern als Werkstudent. Da ich in Kürze meinen Master erlange, wurde mir ein Festvertrag vorgelegt. Die Randbedingungen sehen folgendermaßen aus:

- 3300 € Gehalt brutto im Monat
- 24 Urlaubstage
- 42 Stunden/Woche
- Job-Ticket inklusive
- 1,50 € Essenszuschuss pro Tag
- 13 oder 13,5 Monatsgehälter
- Überstunden können "abgefrühstückt" oder bezahlt werden

Ich weiß absolut nicht, ob ich mit falschen Vorstellungen in das Vertragsgespräch gegangen bin, aber ich hatte mir schon 3500 € oder 3600 € pro Monat gewünscht, gerade wegen des einen Jahres, das ich bisher schon da bin. Wo liegt mein Einstiegsgehalt im Vergleich zu anderen? Gäbe es im Bereich Köln/Düsseldorf Alternativen? Ich schätze, ich vergleiche viel zu sehr mit Kommilitonen, die im Bereich BIM deutlich mehr verdienen werden. Ich arbeite übrigens in NRW und bin 26 Jahre alt.

BauBEng | 26. September 2018 - 12:33

Mein Gehalt / Verdienst derzeit:
Ort: Bayern, Berufserfahrung: ca. 3 Jahre, Tätigkeit: Planungsbüro LPH 1-5, bei Bedarf 6-9, Gehalt: 4.500 EUR Brutto/Monat bei 12 Gehältern + freiwillige Sonderzahlung. Zur Zeit bin ich mit dem Gehalt zufrieden, aber langfristig möchte ich doch über 6.000 EUR Gehalt verdienen.

M.Eng | 25. September 2018 - 12:21

@erdna:
Also für dieses Gehalt würde ich nicht aufstehen. Tut mir leid, aber man darf sich auch nicht unter dem Wert verkaufen. Okay, in Ostdeutschland geht das Gehalt vielleicht klar. Aber wo soll denn ein Umdenken in der Führungsetage, stattfinden wenn es immer noch Bauingenieure gibt, die für einen "Hungerlohn" arbeiten gehen!?

erdna | 23. September 2018 - 13:36

Ich glaube ich spiele im falschen Film eine Nebenrolle, vielleicht gar keine. 52 Jahre und seit 83 auf dem Bau als Maurer, Polier nun Bautechniker. Tätig als Bauleiter eher Bauüberwachung und Ausschreibung. 40-45 Std, in einen kleinen Ingenieurbüro im Osten Deutschlands. Brutto 3200 € ohne Firmenwagen, Handy und Steuerklasse 1. Für die Region schon gut, wo ich mich befinde.

Youngster | 04. September 2018 - 13:00

Nachdem ich hier bereits seit einiger Zeit mitlese, wollte ich auch mal meine Daten in den Topf werfen:

  • Einstieg als Jungbauleiter in Familienunternehmen im Süden Deutschlands
  • 4000 € Gehalt + 13. Monatsgehalt + Firmenwagen (auch zur privaten Nutzung)
  • zu mir: kurz vor Ende des Masterstudiums (Bauingenieur, Universität), zuletzt Werkstudent in der Bauleitung

Baumensch | 27. August 2018 - 07:10

@Wolfgang:
Ich bin kein großer Freund von "Stundenlohn" Rechnungen, aber das solltest du dir schon auch mal überlegen. Ich persönlich denke schon so, dass am Ende auch zählt was auf dem Konto ist. Dass du evtl. mehr hast, dafür aber die Wochen 10-15 h mehr arbeitest, ist also durchaus wertbar, sofern man es mag. Ich persönlich habe ein kleines Kind und da ist mir jede Minute wertvoll, die ich zuhause sein kann.

Für die Zukunft würde ich dir empfehlen, bei einer 60 h Woche runterzufahren. Aller Verdienst in Ehren, aber am Ende dankt es dir keiner. Es ist und bleibt Projektgeschäft, und wenn du hopps gehst, dann wirst du ersetzt und keiner denkt mehr an dich (außer als Ausrede für Probleme "Was hat er da wieder gemacht ..."). Hab das schon mehrfach mitbekommen und erlebt, mit genug Erfahrung kommt man da schon mal ins Grübeln, wofür man sich hier verkauft und was man sich antut. Am Ende ist das Leben endlich, und ich persönlich habe lieber 500 € netto weniger und dafür mein Leben gelebt.

Benjamin M.Eng | 26. August 2018 - 13:16

Bei mir (34, ledig) schaut es wie folgt aus: Werdegang: Realschule, Maurerlehre, Abendgymnasium, Wehrdienst, Studium Bauingenieurwesen mit Masterabschluss. 2 Jahre im Ausland während des Studiums. Ich arbeite seit 4 Jahren in einem größeren, familiengeführtem Bauunternehmen (ca. 80 MA) als Bauleiter (Bayern). Arbeitsweg gerade mal 20 min. mit dem Auto bzw. 30 mit dem E-Bike. Baustellen alle im Umkreis von max. 35 km.

Zu meinem Tätigkeitsfeld gehört Kalkulation, AV und Bauleitung sowie Aufmaß und Abrechnung meiner Projekte. Projekte sind EFH, MFH, kleinere Ingenieurbauten. Aber auch Kleinkram (Keller, Garagen, ...) mit einem Projektvolumen bis zu 1,5 Mio. Arbeitszeit sind im Schnitt 42,5 h/Woche (Sommer mehr, Winter weniger). Arbeitszeit ist in der Regel von 6:00 bis 17:00/18:00. Überstunden werden gesammelt und ausgezahlt bzw. Freizeitausgleich. Es ist aber kein Problem, gerade im Sommer einfach mal schon um 13:00 nach Hause zu gehen.

Einstiegsgehalt waren nach dem Studium 25 €/h. Aktuell bin ich bei 31 €/h. Abgerechnet werden immer 180 h/Monat, der Rest wandert in das Freizeitkonto. Urlaubsgeld nach Tarifvertrag Bau. 30 Urlaubstage. Geschäftswagen habe ich für die Arbeit, aber nicht zur privaten Nutzung. Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß, auch der Umgang im Unternehmen ist super. Deshalb habe ich auch Stellenangebote ausgeschlagen, welche deutlich besser bezahlt sind. Hier ist die Fahrzeugindustrie oder Chemiebranche zu erwähnen, welche mit Jahresgehältern über 80.000 gelockt haben.

Ingsoc | 24. August 2018 - 08:43

@Wolfgang:
Kleine Rechnung zu deinem "super Verdienst". Ein Freiberufler sollte über den Daumen gepeilt ca. das Doppelte eines Angestelltenbruttogehaltes einspielen, damit beide (Angestellter und Freiberufler) vergleichbar sind. Hat also Kollege angestellt (der, der immer alles versemmelt) ein branchenübliches Gehalt als Bauleiter von 60.000 bis 70.000 EUR plus Auto, so muss der Freiberufler 120.000 bis 140.000 EUR (plus Auto) reinspielen. Er trägt das Risiko (Krankheitsausfälle) und muss alle Versicherungen und Sozialbeiträge selber entrichten. Das kann man ohne grossen Aufwand im Internet abrufen. Also dein Verdienst von ca. 150.000 bis 180.000 EUR brutto wären in Tat und Wahrheit ein 75.000 bis 90.000 EUR Angestelltengehalt, wovon du auch noch dein Auto zahlen musst. Wenn wir nun noch mit dem Faktor 40/60 multiplizieren, fängt es an böse, um nicht zu sagen lächerlich, auszusehen. Dein oberstes Einkommen ist dann nur noch 90 x 40 / 60 = 60.000 auf eine 40 h Basis gerechnet. Wirklich fürstlich. Typisch Bau.

@Maulwurf:
60 h die Woche hält auf Dauer niemand lange durch. Stress und Arbeitsbelastung wachsen exponentiell. Eine 60 h Woche ist nicht einfach die doppelte Belastung einer 30 h Woche, sondern um ein vielfaches höher. Bei solch einer Belastung brauchst du ein angemessenes hohes Einkommen, damit dir einige profane Dinge abgenommen werden. Z.B. eine Putzhilfe, oder genügend Geld um nicht selber kochen zu müssen, sondern Essen zu gehen (und zwar kein Junkfood), dann möchtest du nicht in einem billigen, ständig überfüllten Fitnessstudio sein. Die Reihe lässt sich fortsetzen.

Glücklicher | 21. August 2018 - 22:35

@Wolfgang:
60 h die Woche bedeutet 12 h am Tag. Geht nur wenn man keine Familie hat oder nichts von der eigenen Familie mitbekommt. Kommt aber am Ende aufs das gleiche hinaus. Muss jeder selbst wissen. Aber es ist durchaus gesund, sich immer mal wieder die Frage zu stellen warum und wozu man das alles macht. Ich selbst bin als Bauingenieur mit 7 Jahren Berufserfahrung in der Energiebranche mit 80.000 EUR Jahresgehalt bei 40 h im Tarif. Überstunden werden gesammelt. Ohne Dienstwagen.

ImmoTom | 21. August 2018 - 14:38

Ich habe gerade innerhalb der Wohnungswirtschaft (eigener Bestand) gewechselt. Tarifvertrag mit 14 Gehältern, 30 Tage Urlaub, keine Überstunden und 39 h/Woche. Fixgehalt 72.000 EUR und dann noch der Bonus.

Maulwurf | 21. August 2018 - 11:43

@Wolfgang:
Wenn die Firmen ihre Angestellten gleich besser bezahlen würden, würden die auch weniger anstellen. Dein Geschäftsmodell funktioniert nur so lange, wie du gesund bist. Sobald solchen Einzelkämpfern dann spätestens mit Mitte fünfzig die Luft ausgeht, hat sich's nämlich. Und engangiertes Arbeiten wurde in den letzten zwanzig Jahren in der Branche nicht belohnt, sondern abgesahnt. Es waren ja immer Zwanzig andere da, die es noch billiger gemacht hätten.

Bauwechsler | 20. August 2018 - 23:21

@Bauing | 15. August 2018: Ich bin im Bereich Automotive, da als nicht leitender Angestellter (aber mit 40 h/Woche). Mit einem 35 Stunden-Vertrag würde ich ca. 10.000 € pro Jahr weniger verdienen - würde aber dann auch jeden Tag um 15.30 Uhr gehen können.

@Wolfgang: Mit deinem Posting verkörperst du all das, was mich (gottseidank) veranlasst hat, die Baubranche zu verlassen. Markige Sprüche (“kein Platz für Freizeitmaximierer und Laumanner” etc.) und diese bauernschlaue Art (wer macht was alle machen, der "Kollege angestellt" hat’s wieder mal versammelt etc.) wirken auf die meisten Menschen die ich kenne doch eher befremdlich als cool. Und, auf die Gefahr hin hier ein Weltbild zu zerstören: deine 120.000 € sind im Konzern ein Teamleitergehalt. Bei absoluter Jobsicherheit, einer Arbeitsbelastung die deutlich unter 60 Stunden liegt, guten zusätzlichen Sozialleistungen, Kinderbetreuung, Fortbildungsmöglichkeiten, überschaubarer Reisetätigkeit, 30 Tagen Urlaub im Jahr und vor allem: einem respektvollen Miteinander.

Wolfgang | 17. August 2018 - 15:32

Jetzt habe ich das erstmals hier gelesen, und musste schmunzeln. Wer macht was alle machen, der bekommt auch was alle bekommen.

Wie zum Teufel kann man denn als Bauleiter mit 35 bis 40 Stunden hinkommen? Ich habe ja schon 50 Stunden zu tun, um die uns fehlenden Poliere zu kompensieren. Dazu kommt noch die darüber angesiedelte Arbeit als Bauleiter. Somit habe ich eigentlich immer ca. 60 Stunden die Woche. Und jetzt kommts: Als freiberuflicher Bauleiter streiche ich ca. 150.000 bis 180.000 € / Jahr ein. Natürlich habe ich für alle Abgaben, Steuern und Versicherungen selbst zu sorgen. Es entspricht aber immer noch einem Angestellten-Gehalt von ca. 120.000 € Brutto im Jahr. Leute, ihr müsst engagiert arbeiten, dann wird das auch was. Für Freizeitmaximierer und Laumänner ist auf dem Bau kein Platz. Wenn die Leistung top ist, dann ist Geld kein Thema; das kommt von alleine.

Ich für meinen Teil werde nur noch gerufen, wenn es der "Kollege Angestellt" versemmelt und verbaselt hat. Wenn die Termine kaputt sind und die Qualität suboptimal ist. Ab einem bestimmten Level ist man Troubleshooter, und das lassen sich die Firmen einiges kosten. Es wird nicht mehr nach dem Honorar gefragt, es wird auf das Potential für Verlustminimierung geschaut. Wenn ich einem GU 1 Miollion sparen kann, dann ist mein Honorar 5x erwirtschaftet. Ich koste kein Geld, ich erspare Ausgaben. Und genau dafür nehme ich mein Honorar und verteidige es auch.

Wer macht, was alle machen...

Bauing | 15. August 2018 - 19:57

@Bauwechsler:
In welcher Branche bist Du denn da jetzt? Was hast du dann studiert?

Bauwechsler | 15. August 2018 - 09:50

Wenn ich sehe, wie hier die kleinen Gehälter gefeiert werden ("48.000 - 55.000 € p. a. mit 5 Jahren Berufserfahrung") bin ich gottfroh nach meinem Bachelor im Bauwesen die Reissleine gezogen und mich noch einmal umorientiert zu haben. Habe mit 5 Jahren Berufserfahrung nun rd. 85.000 € Jahresgehalt mit der Option auf weitere (deutliche) Gehaltszuwächse in naher Zukunft, damit bin ich in meiner Branche aber nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Projekting | 10. August 2018 - 07:24

Im zweiten Jahr im Ingenieurbüro, direkt nach der Uni ohne Berufserfahrung. Master Abschluss an der Uni: 48.000 Euro Jahresgehalt bei 13 Gehältern. 40 h die Woche und 28 Urlaubstage. Überstunden können ausgezahlt oder abgefeiert werden.

Civil-Engineer | 09. August 2018 - 09:08

Die Situation ist doch ganz einfach: Wer bereit ist, Einsatz zu zeigen, räumlich flexibel und reisebereit ist, kann auch viel verdienen. Wer eher auf "work-life-Balance" bedacht ist eben nicht (vor 20 Jahren bei meinem Berufseinstig gab es diesen Ausdruck noch nicht). Führungskräfte wie ich (ich leite ein Ingenieurteam mit 30 Mitarbeitern) haben deshalb mit dieser Art der Schonhaltung ihre Probleme. Zur Zeit stelle ich verstärkt räumlich flexibele Mitarbeiter aus dem (europäischen) Ausland ein, bezahle aber ortsüblich. Und das liegt im größeren Ingenieurbüro bei Mitarbeitern mit etwa fünf Jahren Berufserfahrung bei etwa 48.000 bis 55.000 Euro p.a. Dazu kommt (bei Reisebereitschaft) ggf. ein Dienstwagen oder eine Bahncard 100.

Bei überregionalen Einsätzen übernehmen wir die Kosten für eine Dienstwohnung in angemessenem Umfang. Der "Verdienst" (da steckt das Wort "dienen" drin) steigt mit zunehmender Erfahrung, Einsatzbereitschaft, etc. Oder es bewegt sich halt nicht analog zum Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin.

derBachelor | 09. August 2018 - 07:53

M 29, Bachelor Bauingenieurwesen, 0,5 Jahre Fachbauleitung mit 2.500 € Brutto Gehalt, danach Branchenwechsel mit IG Metall-Tarif. Nach 3 Jahren mit ca. dem Doppelten als Bruttogehalt monatlich + Sonderzahlungen und 35 Std./Woche, Überstunden als Freizeit.

Bauingo | 07. August 2018 - 14:58

29 m, Masterabschluss Bauingenieurwesen, seit 2 1/2 Jahren in der Bauleitung im Tiefbau, 4102 EUR Bruttogehalt monatlich, Dienstwagen, offiziell 40 Std./Woche, keine Überstundenvergütung.

BauleiterFHMaster | 24. Juli 2018 - 17:43

Nachdem ich bisher stiller Mitleser war, darf auch ich meine gehaltliche Situation präsentieren: Bauleiter im Rheinland, Master mit Note 1,9 an der FH Ende 2013 abgeschlossen, Werkstudent ab Anfang 2012 bei meinem späteren Arbeitgeber, einem Projektentwickler mit bundesweiten Projekten. Als Bauleiter bin ich nach dem Abschluss mit 3500 € brutto / Monat (42.000 € Jahresgehalt) eingestiegen. Zeitliche Belastung immens, 60 h/Woche Regel, teils Samstagsarbeit zusätzlich, Einstellung auf 2 Jahre befristet. Nach dem ersten erfolgreich abgewickelten Projekt mit viel Stress, aber auch Hingabe und Engagement, Gespräch mit Geschäftsführern über weiteren Verbleib nur unter der Voraussetzung mehr Personal einzustellen und Gehalt anzupassen.

Mehr Personal wurde angestellt, dieses wurde mir fachlich sogar mit 2 Jahren Berufserfahrung unterstellt, Anpassung Gehalt auf 4500 € / Monat (54.000 € Jahresgehalt). Zeitlich immer noch stressig, aber realistisch um 50 h/Woche, für mich persönlich im Rahmen. Nach weiteren 2 Jahren Projekt erfolgreich beendet, Umstieg in Projektleitung kaufmännisch. Gehalt geblieben, aber deutlich weniger Stress. Über die gesamte Zeit keine Boni oder Weihnachtsgeld / Urlaubsgeld, auch kein Dienstwagen. Dennoch bzw. vielleicht auch deswegen zog es mich zurück ins Kerngeschäft, die Bauleitung.

Daher Mitte 2017 umorientiert und nun bei einem großen Mittelständler angestellt als Bauleiter: Projekte stets per Auto am gleichen Tag erreichbar. Stundenbelastung regulär 42,5 h/Woche, Überstunden überschaubar, max. 5 h/Woche, wenn sie anfallen werden sie kulant innerhalb des Baustellenteams "abgefeiert" (nach Rücksprache Freitags mal frei, halber Tag für Behörden- oder Arztbesuche frei). Angestellt bin ich bei einem großen Mittelständler mit mehreren Niederlassungen, Projekte zwischen 8 und 35 Millionen werden derzeit realisiert. Zuständig bin ich für zwei Projekte, hier auch fachlich meinen Bauleiterkollegen vor Ort vorgesetzt, die Projekte werden von einem Oberbauleiter buchhalterisch gemanaged und die Vergaben werden vorbereitet vom Innendienst.

Das Geschäft vor Ort betreue ich mit Bauleiterkollegen und Polieren. Nun zum aktuellen Gehalt: Einstieg Mitte 2017 mit 4650 €/Monat tarifgebunden, Dienstwagen Mittelklasse users-choice VW-Konzern (bis ca. 42.000 € Brutto-Listenpreis, also etwa Passat wenig Ausstattung oder Octavia voll etc.), 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld gem. Tarif 720 €/Jahr, Sonderzahlung prozentual von Projektgewinnen. Nach Anpassung Gehalt mit der Tariferhöhung um 5,7 % im Mai 2018 komme ich nunmehr auf 4.917 € / MOnat + o.g. Zulagen und geldwerten Vorteil aus Dienstfahrzeug mit Privatnutzung und Zulagen aus Tarifabschluss, mithin auf ein Jahresbrutto von fix ca. 70.000 €. Zuzurechnen ist die variable Gewinnbeteiligung in Höhe von ca. 3500-7500 €/Jahr. Darüber hinaus ist eine weitere, außertarifliche Gehaltserhöhung wegen guter Leistungen nach Abschluss des ersten Projekts bereits zugesagt.

Ergo: Sucht neue Herausforderungen und wechselt den Job, es gab noch nie so gute Aussichten für uns Bauingenieure wie derzeit. Selbst im Vergleich mit Freunden, die Maschinenbau im gleichen Zeitraum studiert und abgeschlossen haben, wie ich, stehe ich nicht schlecht da. Grüße aus dem Rheinland.

Quereinsteigerin | 11. Juli 2018 - 14:57

Ich bin Bauleiterin seit 2 Jahren in einem großen Gerüstbauunternehmen, habe eine Ausbildung als Industriekauffrau in einem Geothermie Unternehmen absolviert. Habe danach gleich den Wirtschaftsfachwirt absolviert. Im Herbst beginne ich den Bautechniker in Teilzeit. Ich habe mich bislang bei 3400 Euro (39 Stunden Woche) bewegt (jede Überstunde bezahlt), wobei der Geschäftswagen (Mercedes C-Klasse) dabei ist ohne 1 % Regel, Weihnachts- und Urlaubsgeld. In den nächsten Tagen habe ich ein Vorstellungsgespräch bei einem sehr großen Bauunternehmen im Oberallgäu als Bauleiter im Kanalbau. Hier strebe ich 4500 Brutto + Geschäftswagen + Urlaubgeld + Weihnachtsgeld an. Meine Meinung ist, die Baubranche ist heute so schnelllebig, man muss auf Zack sein, wissen was man will und was nicht. So ist es auch bei der Gehaltsverhandlung, man sollte sich nicht zu schade sein auch mal "Nein" zu sagen. Die Arbeitnehmer im Bausektor haben gerade gute Zeiten und sollten sich auch so verkaufen.

Absolvent Y | 03. Juli 2018 - 23:05

Ich kann mich den seit kurzem hier aufgerufenen Gehältern anschließen: 50.000 EUR zum Einstieg, zzgl. Sonderzahlung und Firmenwagen. Freie Wirtschaft in weltweit agierendem Unternehmen, nicht die klassische Bauwirtschaft, sondern in Richtung Immobilienmanagement.

Bauing | 17. Juni 2018 - 17:56

@Projektleiter:
Ja nicht schlecht! In welcher sparte des bauwesens bist du unterwegs, wenn man fragen darf? Wasser, konstruktiver ingenieurbau...? Ich arbeite seit 3 Jahren in einem Ingenieurbüro für konstruktiven ingenieurbau und die sind sehr knauserig mit dem Gehalt. Boni, Weihnachtsgeld und urlaubsgeld sucht man auch vergebens.

Projektleiter | 12. Juni 2018 - 16:22

Position: Projektleiter/Entwickler; Studium: Bauingenieurwesen (Fachhochschule); 9 Berufsjahre; 40 h Woche + 2-5 Überstunden/Woche; 14 Gehälter; Jahresgehalt 75.000 € zzgl. Projektprämie pro Projekt 3-5 Monatsgehälter (Projektlaufzeit 3-5 Jahre / ich betreue 3-5 Projekte); Dienstwagen Klasse Audi A4

Immobilienmensch | 20. April 2018 - 22:52

Jahrelang habe ich nun in diesem Thread mitgelesen. Habe neben den Pessimisten, die mich an meiner Studiengangwahl haben zweifeln lassen, auch den doch eher positiven Trend in der letzten Zeit verfolgt. Nun kann ich auch selbst etwas zu diesem Thema beitragen.

Zunächst einmal höre ich bei uns im Unternehmen sehr oft die klagenden Worte aus den (anderen) Abteilungen, keine qualifizierten Leute zu finden. Der Markt sei einfach leergefegt. Selbiges wurde mir auch bereits von Personalberatern mitgeteilt. Ferner spricht die Tatsache, dass selbst ich als Frischling auf Xing bereits mehrfach von eben solchen Personalern angeschrieben wurde, teilweise bereits mit konkreten Jobs und Vorstellungen, für den hohen Bedarf. Man kann das nun alles werten, abstreiten oder was auch immer, so wie es in der Vergangenheit in diesem Forum bereits zur Genüge zu lesen war. Dies ist jedoch meine Erfahrung und da der Informationsgewinn hier trotz der bereits erwähnten negativen Beiträge eine positive Sache für mich war, nun zu meinem eigenen Werdegang. Vielleicht helfe ich damit ja auch jemandem.

Ich habe im Bachelor klassisch Bauingenieurwesen studiert, mit all den dazu gehörigen technischen Grundlagen. Der Master hingegen war ganz klar auf die wirtschaftlichen Bereiche fokussiert. Rückblickend kann ich für mich sagen, dass das eine sehr gute Wahl war, sofern man sich nicht als reinen Techniker sieht. Neben dem Studium habe ich immer gearbeitet, auch mehrere Jahre als Werkstudent sowie Hilfskraft am Lehrstuhl. Eine Ausbildung habe ich vorher nicht absolviert.

Eingestiegen bin ich nun in einem internationalen Immobilienkonzern als Trainee. Mein Grundgehalt beträgt 4400 € je Monat, zuzüglich Bonuszahlung sowie Firmenwagen. 40 h Woche mit eher wenig bis gar keinen Überstunden. Von den Konditionen her aus meiner Sicht also sehr gut. Fairerweise muss man sagen, dass ich sicherlich nicht den klassischen Beruf des Bauingenieurs ausübe (Bauleiter oder Tragwerksplaner). Dies zeigt aber auch, dass es durchaus andere Möglichkeiten gib als eben diese Berufsbilder auszuüben, was ich auch bei meinen Kommilitonen beobachten kann.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, blickt nach links und rechts, probiert während des Studiums Sachen aus und versteift euch bei der Berufswahl nicht nur auf die grossen Baufirmen oder lokalen Planungsbüros. Wobei Erstere ja auch durchaus gute Gehälter zählen - nicht jedoch unbedingt guten Lohn als Werkstudent, wie ich aus erster Hand berichten kann. Wie schon oft hier erwähnt wurde, liegen die besser bezahlten Jobs auch bzw. gerade dort, wo die meisten nicht suchen oder auch nicht hinwollen: In Nischen und/oder Unternehmen anderer Branchen.

Auch wenn es gemütlich ist, bei Müller und Mayer um die Ecke im Statikbüro anzuheuern. Na ja ihr wisst worauf ich hinaus will. Selbstverständlich landen die meisten Absolventen des Bauingenieurwesens am Ende in den klassischen Bereichen. Denkt nur daran, dass es immer Alternativen gibt, wenn es euch dort nicht passt. Prioritäten muss jeder selber setzen. Bis dahin!

M.Sc | 16. April 2018 - 22:00

Einstiegsgehalt 50.000 EUR im Bereich Geotechnik, 40 h/Woche, Master-Abschluss. Das ist sicherlich das Maximum was geht und meines Erachtens nach ein gutes Angebot. Vielleicht bzw. wahrscheinlich sind Nischen-Fachgebiete besser bezahlt.

Dene | 16. April 2018 - 21:10

Was soll denn bitte ein schlechtes Gehalt sein, wenn es 3.000 € nicht sind? (Wir reden ja offensichtlich von einem Bruttogehalt) Aber genau wegen dieser Einstellung ("also 3.000 € sind ja nicht sooo schlecht, reicht ja für ne zwei Zimmer Wohnung, Lebensmittel von Aldi und Kleidung von H&M“) bekommen Bauingenieure eben auch das, was sie verdienen, ein deutlich unterdurchschnittliches Gehalt, viele Überstunden und "Spaß am Job" inklusive.

EST | 15. April 2018 - 12:31

@einsteigerin:
3000 € Gehalt für einen Bachelor-Einsteiger ist nicht schlecht. Grundsätzlich krankt die ganze Brache an mangelhafter Lobbyarbeit. Es fehlt ein "Marburger Bund" oder eine "Vereinigung Cockpit". Solange die Büros und zugehörigen Berufsverbände nur auskömmliche und keine sehr guten Honorare anstreben, werden sie auch nur auskömmliche aber keine guten Gehälter anbieten können.

GST | 15. April 2018 - 09:19

@Einsteigerin:
3500 € x 12 macht 42000 € Jahresgehalt nach der Probezeit in Bayern. Das ist sicherlich angemessen und du liegst damit auch in der Statistik. Die 500 € kann man ruhig einfordern, wie ich finde.

Einsteigerin | 10. April 2018 - 16:41

Ich würde mich auch gerne mal zu diesem Thema äußern: Ich 24 w, habe einen Bachelor (TH) und habe ein Einstiegsgehalt von 3000 € im Monat Brutto. Ich arbeite in Bayern, bin in der Tragwerksplanung tätig und habe eine 40 h Woche. Vertraglich wurde eine Neuverhandlung des Bruttolohns nach der Beendigung der Probezeit festgehalten, da ich auch im Vorstellungsgespräch schon ein höhere Gehaltsvorstellung geäußert habe. Diese wurde mit der Begründung Einsteiger und man weiß ja nicht ob die Person im Betrieb bleibt abgelehnt. Nun steht bald die Verhandlung an und ich persönlich finde eine Gehaltserhöhung von 500 € im Monat angemessen. Mein Einstiegsgehalt war mir gefühlt zu gering. Nun würde ich gern eure Meinungen / Ratschläge dazu hören. Danke!

Aussteiger | 10. April 2018 - 08:34

@Nocheinaussteiger:
Natürlich sollte man das nicht mit dem Ziel studieren, aus der Baubranche rauszukommen. Ich habe es studiert, weil mir der Bau Spaß macht. Und ich bin nach wie vor darin tätig, nur eben in einer anderen "Branche". D.h. für mich aber nicht, dass ich das Studium bereue. Mir hat der Job in der Baufirma genauso auch Spaß gemacht, trotz höherer Stundenbelastung. Ich hatte eben das Glück, dass mir diese Chance ermöglicht wurde und da habe ich zugepackt. Das würde jeder so machen. Und natürlich bin ich jetzt noch viel zufriedener. Aber grundsätzlich sollte man das studieren, was einen interessiert. Und das Gehalt auch in der Baubranche ist momentan nicht schlecht. Auch wenn man mehr Stunden dafür leisten muss, so stehen doch am Ende ganz gute Ergebnisse (Gehalt) da.

Ich sehe das wie @Man.Bauing., man sollte hier nicht anfangen, den Stundenlohn auszurechnen. Mehr Stunden ist Teil des Bauwesens (v.a. Bauleitung/Projektleitung). Dafür kann man aber auch hier relativ schnell in Richtung 70.000-80.000 € Jahresgehalt aufsteigen. Natürlich muss man weiterhin viele Stunden dafür leisten, aber wenn man gut verdienen will, dann geht das auch in der Baubranche. Und ein Söldnerleben ist das nicht zwingend. Ich war immer in meiner Region unterwegs. Es kam so gut wie nie vor, dass ich nicht zu hause geschlafen habe, mein Privatleben war also weiterhin existent.

Aber grundsätzlich denke ich, dass man Bauingenieur studieren kann und auch soll, wenn einen der Bau fasziniert. Wer es etwas "fairer" haben will, sollte eher in Richtung Maschinenbau, Elektroingenieur etc. gehen. Aber das sind ja komplett unterschiedliche Berufswege. Einen "Bauverrrückten" wirst du nicht glücklich sehen als Elektroningenieur.

Ich denke zusammenfassend kann man es so sehen: Bauingenieure sind gesucht und gefragt. Der Einstieg momentan nicht schwer, und man kann gut was verdienen. Bewusst muss einem halt sein, dass man dafür auch mal eher 50 h arbeiten muss, während es in anderen Branchen das selbe Gehalt für 35-40 h gibt. Aber das sind Stundenlohnrechnungen, die ich persönlich nicht für sinnvoll halte. Jeder muss das für sich selber entscheiden.

BauDde | 25. März 2018 - 18:33

Ich würde gern wissen, ob sich mein Gehalt bzw. meine Gehaltsentwicklung eurer Meinung nach im Durchschnitt befindet, oder ob ich doch langsam einen Wechsel in Betracht ziehen sollte. 2014 habe ich bei einem kleinem bis mittelgroßen Planungsbüro im Westen als Projektingenieur im Straßenbau für 2650 Euro/Monat angefangen (als Bachelor.) Seitdem jährliche Erhöhungen bis zum jetzigen Gehalt von 3300 Euro/Monat + Weihnachtsgeld mit fast 4 Jahren Berufserfahrung. Die meiste Zeit habe ich Ausführungsplanungen und Leistungsverzeichnisse erstellt und seit einem halben Jahr bin ich zusätzlich in der Bauüberwachung tätig. Meistens arbeite ich 40-45 h die Woche, wobei Überstunden abgefeiert oder ausbezahlt werden können.

Petersens | 24. März 2018 - 12:47

Ich bereue meine Entscheidung - vor fast einem Jahrzehnt das Studium begonnen zu haben - auch kein bisschen. Ich bin nach dem Abschluss des Studiums direkt in den öffentlichen Dienst gegangen und bin im TV-L in der E12/4 mit Zulagen eingestuft (allerdings keine Bereitschaft oder Wochenendarbeit, sondern dafür, dass ich einen technischen Hintergrund habe). Alles in allem sind das gute 60.000 EUR Jahresgehalt bei wirklich festen 40 h pro Woche. Montag bis Donnerstag je eine halbe Stunde länger, dafür wird freitags bereits nach 6 Stunden ausgestochen. Vollkommen frei in der Gestaltung meiner Arbeitszeit, keine Kernzeit, keine bösen Vorgesetzten, alles sehr freundschaftlich. Ich kann wirklich sagen, dass ich vollkommen zufrieden bin. Klar ist die Arbeit oft sehr viel Verwaltung, allerdings betreue ich doch regelmäßig selbst Baustellen. Für mich persönlich ein zufriedenstellender Mix.

BauBob | 23. März 2018 - 11:33

Meiner Meinung nach ist die Sache ganz einfach! Hier gibt es Leute, die rechnen das Gehalt in Stundenlohn um und stellen fest: Oh, der Stundenlohn ist geringer als bei einem Maschinenbauer oder was auch immer. Ich sehe das so: Ich verdiene für eine Arbeit, die mir sehr sehr viel Freude bereitet, monatlich gutes Geld! Alternativ kann ich auch einen Job ausüben, der mir Zeit und Geld bringt, aber keinen Spaß macht. Es geht doch nicht immer nur ums Geld. Man verbringt schließlich 50 % seiner Lebenszeit im Beruf! Dann sollte die Sache Spaß machen.

Man. Bauing. | 22. März 2018 - 12:31

@nocheinaussteiger:
Keine der hier genannten Personen in der Bauleitung haben eine 60 h Woche. Und als Einstiegsgehalt ist das meines Erachtens gut. Ein Kumpel im Personalbüro (ebenfalls mit Uni Abschluss) verdient, in einer anderen Branche bei gleicher Arbeitszeit, deutlich weniger. Auch das unten genannte Gehalt als Tragwerksplaner mit einem unterdurchschnittlichen BA-Abschluss und viel mehr Semester, ist doch OK als Einstieg. Also man muss nicht alles schwarzmalen. Natürlich gibt es Branchen, die besser bezahlen, aber life isn't fair. Ich werde mich nicht kaputt machen und bin meines eigenen Glückes Schmied.

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