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Sonntag, 07. Juni 2020
Ausgabe 6866 | Nr. 159 | 19. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 5

1537 Kommentare | 694093 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Manu | 22. Januar 2020 - 09:07

@Alonso:
Deine 90.000 € Gehalt sind sicherlich nicht unerreichbar und ich freue mich für dich, dass ein Bauingenieur sowas erreicht hat. Das wird es auch immer mal wieder geben. Allerdings sind solche Aussagen für die Masse leider nicht zutreffend. Die breite Masse der Bauingenieure wird leider das komplette Berufsleben auf die 60.000 € schielen und sie, wenn überhaupt, nur im hohen Berufsalter erreichen. Sämtliche Gehaltserhebungen belegen das ja.

Der Bauingenieur wird im Allgemeinen nur die Pfennige auf Arbeit "einsammeln". Die "fette Beute" werden andere Ingenieure holen. Maschinenbau oder Elektrotechnik.

Konstr.-Bauing. | 21. Januar 2020 - 20:57

Ich möchte auch mal meine Erfahrungen mitteilen. Ich bin 2016 mit meinem Studium fertig geworden und habe als Bauingenieur im Ingenieurbüro im Bereich Brückenbau angefangen (Leistungsphasen 1-7). Ganz entspannt 40 h im Büro. Überstunden wurden erfasst und ausgezahlt oder frei genommen. Das Einstiegsgehalt entsprach 45.000 Euro. (Seit dem Jahr 2019 werden die Absolventen > 50.000 Euro Gehalt angestellt). Im November 2019 habe ich den Arbeitgeber gewechselt. Gleiche Tätigkeit bei einem Gehalt von 60.000 Euro. Ich finde nicht, dass es ein schlecht bezahlter Beruf ist. Von meinen Kommilitonen bilde ich die Mitte. Einige verdienen noch deutlich mehr (bei einem Energieriesen oder Stahlhersteller, Gehalt mehr als 80.000 Euro), andere etwas weniger (Kommune oder Land so ca. 45.000 Euro).

Wir haben das unfassbare Glück, dass Bauingenieure gerade Mangelware sind, also empfehle ich jedem einfach mal in einem Bewerbungsgespräch seinen Marktwert zu testen und als Gehaltsvorstellung eine ordentliche Summe zu nennen. Ich meine ihr tauscht das wertvollste was ihr besitzt (Lebenszeit) gegen Geld. Ich habe das Gefühl das manche bei einem Autokauf mehr verhandeln als bei ihrem Gehalt und das sollte so nicht sein. Zu der Aussage, dass andere Ingenieure ja deutlich mehr verdienen, kann ich nur sagen:

  1. ist ein Maschinenbau-Studium schwieriger
  2. findet von denen nicht jeder direkt einen gut bezahlten Job. (Siemens, Bosch, Thyssen usw. haben auch nur begrenzte Stellen).
  3. studiert man nicht direkt des Geldes wegen, sonst sollte man versuchen Fluglotse oder Unternehmer zu werden.
Viel zu viel geschrieben. Der Kern der Aussage sollte sein, führt einfach mal Bewerbungsgespräche und traut euch mal eine große Summe zu nennen. Ihr werdet überrascht sein was möglich ist. Behaltet dabei im Hinterkopf, dass ihr eure Lebenszeit verkauft, das Wertvollste was ihr besitzt. Gutes Geld lässt sich auch als Bauingenieur verdienen.

ALE | 21. Januar 2020 - 20:32

@Alonso:
Ja ja, ganz genau 90.000 EUR Gehalt, sehr glaubhaft.

Alonso | 20. Januar 2020 - 21:21

Ich schließe mich der Meinung von "Noch1Bauing" an. Ich bereue es auch nicht Bauingenieurwesen studiert zu haben. Es ist ein klasse, vielfältigiger und sehr interessanter Beruf. Am Ende des Tages sieht man, was man geleistet hat. Da steht dann eine Talbrücke, ein Gebäude, ein Klärbecken, eine Straße, ein Wasserkraftwerk und und und. Und wenn man aus dem Tellerrand schaut, lässt sich gutes Geld verdienen.

Im Dez. 2019 habe ich die 90.000 Gehalt EUR brutto geknackt. Und das mit 30 Tagen Urlaub, Überstundenkonto, flexible Arbeitszeiten und Homeoffice. Ständige Fortbildung inbegriffen. Arbeitgeberseite, Süddeutschland, 18 Jahre Berufserfahrung, keine Personalverantwortung. Ich bin sehr zufrieden. Natürlich muss man was leisten! Es ist ein krisensicherer Job im Infrastrukturbereich! Schaut euch um nach Jobs. Jetzt oder nie! Derzeit ist ein Arbeitgeberwechsel genial! Oder einfach mal mit dem Chef sprechen.

Wolfgang | 20. Januar 2020 - 09:42

Thema: Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? Antwort: NEIN! Begründung: Diverse Gehaltsstatistiken!

Chemie/Pharma: 76.700
Fahrzeugbau: 72.000
Energieversorgung: 65.800
Maschinenbau: 65.700
Elektro: 64.800
Infromationstechnologie: 61.200
Baugewerbe: 55.000
Ingenieurbüro: 52.500

Bei einer weiteren Gehalststatistik, welche hier auf der Internetseite zu finden ist, kann man sich eigentlich nur noch gruseln!
Gehaltsreport 2015 TGA-Ingenieur:
Durchschnitt:
bis 5 Jahre: 39.530
6-10 Jahre: 40.300
11-20 Jahre: 48.540
20+ Jahre: 44.230

Noch Fragen?! Ist DAS ein angemessenes Gehalt für einen Ingenieur? Wohl ehr nicht. An alle Studenten des Bauingenieurwesens: Wenn Ihr Bauingenieur werden könnt, schafft Ihr auch Maschinenbau oder Elektrotechnik! Tipp von mir: Sattelt lieber um, oder beschwert euch bitte nicht im Nachhinein über die vergleichsweise lächerlichen Gehälter im Bauwesen. Ihr könnt gerne weitere Statistiken suchen. Ihr werdet keine "schönere" finden. Versprochen!

Noch1Bauing | 17. Januar 2020 - 13:50

Da ich hier bereits seit Jahren immer mitlese und mir die Diskussionen, obgleich des negativen Grundrauschens, doch geholfen haben, hier mal kurz meine Anmerkungen.

Wie die meisten wissen, gibt es den Beruf Bauingenieur als solchen gar nicht. Ein Absolvent des Bauingenieurwesens kann Tragwerksplaner/Statiker, Bauleiter, TGA-Planer, Sachverständiger etc. werden. All dies lässt sich nochmal um diverse Richtungen ergänzen wie bspw. Bauleiter im Straßenbau, Sachverständiger für Betontechnik und so weiter. Da es nicht den einen Beruf gibt, gibt es auch nicht das eine Gehalt. Die meisten gehen tatsächlich in den Bereich Tragwerksplanung oder Bauleistung, was man als "klassische Bauingenieurberufe" auffassen kann.

Aus dem Kreise meiner Kommilitonen/Absolventen (Bundesland NRW) weiss ich, dass im Bereich Tragwerksplanung das Eimstiegsgehalt bei ca. 40.000 EUR liegt. Bauleiter liegen so bei 50.000 EUR, meist mit Firmenwagen (Golfklasse). Die beiden Berufsfelder wurden hier bereits oft angeführt und grundsätzlich stimmt es auch, dass Tragwerksplaner weniger verdienen, dafür aber auch weniger und vor allem geregelter arbeiten als Bauleiter. Horrorstories a la 80 Stunden jede (!) Woche sind mir aber auch bei den Bauleitern nie zu Ohren gekommen. Das man im Projektgeschäft während der heißen Phasen auch mal länger knüppelt, ist natürlich wahr.

Ein paar Kommilitonen, so auch ich selbst, sind in der Immobilienwirtschaft gelandet. Von der Projektentwicklung über die Projektsteuerung/das Projektmanagement von laufenden Projekten, bis hin zu Management von Bestandsimmobilien, dem Verkauf oder der Vermittlung gibt es hier mannigfaltige Möglichkeiten. Grundlegendes betriebswirtschaftliches sowie juristisches Verständnis ist natürlich essentiell bzw. die Bereitschaft, sich dieses anzueignen. Das Gehalt variiert hier auch je nach Beruf. Im Facility Management ist weniger zu holen als in der Projektentwicklung.

Jetzt habe ich mehr geschrieben als geplant, die Message soll einfach sein: Schaut mal nach links und rechts, es gibt sehr viele Möglichkeiten abseits der klassischen Berufsfelder. Warum nicht mal ein Praktikum bei CBRE, Drees & Sommer oder der ECE machen? Warum nicht mal auf eine Karrieremesse der Immobilienwirtschaft gehen? Man hat hier sehr viele Möglichkeiten und kann auch wirklich gutes Geld verdienen ohne sich zu Tode zu arbeiten. Haben meine Kommilitonen und ich auch geschafft. Über 50.000 EUR Gehalt zum Einstieg sind drin, auch mit 40 Stunden pro Woche sowie zusätzlich Firmenwagen.

Die einzigen Leute, die gehaltstechnisch auf der Strecke bleiben, trauen sich entweder nicht, ihre Situation zu ändern bzw. sind gemütlich/ortsgebunden, mögen Ihren Job vielleicht sogar und wollen nur des Geldes wegen nicht wechseln oder haben es teilweise auch einfach nicht drauf (ja, sowas gibt es und ich möchte hiermit niemandem ans Bein pinkeln). Das gibt es aber immer und die haben es auch in anderen Branchen schwer, was das Erzielen von hohen Gehältern angeht.

Ich bereue mein Studium zum Bauingenieur nicht. Es ist kein Garant für Topverdienst, führt aber auch nicht in die Armut. Letzten Endes muss jeder zwischen seiner fachlichen Eignung, den eigenen Interessen sowie Fähigkeiten und dem Streben nach viel Geld abwägen. Dieser Spagat gelingt aber sicherlich auch als Absolvent des Bauingenieurwesens.

M.Eng. | 16. Januar 2020 - 20:47

Also wie gesagt, ich bin mit 50.000 EUR im Monat bei 40 h eingestiegen und habe 28 Urkaubstage in einem relativ kleinen Ingenieurbüro. Ich arbeite in der Geotechnik. Also 50.000 EUR als Einstiegsgehalt IST drin. Vieler meiner Kommilitonen sind vor 2 Jahren damit eingestiegen!

Laura | 16. Januar 2020 - 13:19

Wir hatten im Bauingenieurstudium einen echt coolen Professor. Er war Anwalt und hat zusätzlich noch Physik und Geschichte studiert. Hammer Typ! Warum auch immer hatten wir mit Ihm Baurecht. Auf die Frage wie er mit diesem Hintergrund zu den Bauingenieuren kommt, kam eine weniger motivierende Antwort: Er habe sich schon immer für den Bau und das Technische interessiert und wollte das auch studieren.

Allerdings musste er in jungen Jahren ein Haus abzahlen und er hat sich deswegen gegen den Ingenieur und für den Anwalt entschieden um dies schnell zu tun. Als das dann recht zügig geklappt hat, wollte er Ingenieur werden, ist dann aber irgendwie im Physikstudium gelandet (hat dort auch promoviert). Weil er aber immer Interesse am Bau hatte, hat er sich irgendwann dazu bereit erklärt die Baurechtvorlesung zu führen.

Ein extrem interessanter Lebenslauf mit einer (für mich) wichtigen subtilen Message: Er hat sich gegen das Bauingenieurwesen entschieden, weil er schnell Geld benötigt hat. Nicht grade motivierend im Studium.

Paul | 16. Januar 2020 - 12:36

Der Bauingenieur ist und bleibt schlecht bezahlt! Es soll keiner diesen Beruf wählen und sich dann wundern was nach einem anspruchsvollen Studium und viel Verantwortung übrig bleibt (finanziell). Nämlich nicht viel. 2700 € nach 4 Berufsjahren bei @Hans, muss noch mehr gesagt werden!? Und das ist wohl eher die Regel als die Ausnahme. Ich kenne ähnliche Beispiele aus meinem Umfeld. Das verdienen andere Ingenieure fast als Einstiegsgehalt, netto!

Die angestellten Ingenieure im Ingenieurbüro haben generell verloren. Ich hoffe es macht dann wenigstens Spass und man kann um 4 nach Hause! Der Bauingenieur wird auch nach 10 Berufsjahren noch irgendwo zwischen 50.000 bis 60.000 € rumdümpeln, wenn überhaupt! Andere ähnlich anspruchsvolle Studiengänge werden wesentlich besser bezahlt! Schaut in die Statistik! Wer noch auf die wahnwitzige Idee kommen sollte irgendwann mal finanziell unabhängig zu leben, früher in Rente zu gehen oder keinen popeligen Golf Jahrestagen zu fahren, sollte von diesem Beruf Abstand nehmen.

Lasst es sein, oder beschwert euch nicht im Nachhinein über die Bezahlung. Und falls ihr es doch studiert, kleiner Tipp, fragt bloß nicht was andere Ingenieure oder BWL-er verdienen! Das demotiviert nur! Schaut die Gehaltsstatistiken aller Ingenieure an bevor ihr diesen mies bezahlten Beruf erlernt und lasst euch nicht von den statistischen Ausreißern blenden! Das ist nicht die Regel sonder die Ausnahme! Mögen die Mieten nicht weiter steigen!

Ich für mein Teil habe leider zu spät realisiert, dass ich das Falsche studiert habe um meine gesetzten finanziellen Ziele im Berufsleben zu erreichen. Hatte zu meiner Zeit leider nicht das heutige Internet als Recherche zur Verfügung. Viel Glück allen künftigen Bauingenieuren!

Has | 16. Januar 2020 - 11:57

Ich arbeite seit Anfang 2019 in einem kleinen Ingenieurbüro als Tragwerksplaner und werde bald beginnen mich auf eine ähnliche Stelle zu bewerben. Zu meiner Person: Ich bin 29 Jahre alt, Bachelor im Ausland und Master an einer Deutschen Universität, Masterabschluss (Konstruktiver Ingenieurbau) mit Endnote 2,6 und während des Studiums als Werkstudent (1 Jahr) in einem Ingenieurbüro gearbeitet.

Ich würde mich gerne im Bereich Statik oder im BIM-Bereich bewerben, deutschlandsweit. Was glaubt Ihr wäre ein angemessenes Gehalt für mich ?

Ale | 15. Januar 2020 - 20:30

@Hans:
Viel viel zu wenig! Minimum 4000 Euro Gehalt, ansonsten was anderes suchen.

MM | 15. Januar 2020 - 15:55

@Hans:
2.700 EUR mit 4 Jahren Berufserfahrung sind viel zu wenig. Du solltest mindestens 3.500-4.000 EuroGehalt verdienen. In welcher Region arbeitest Du denn? Insbesondere im Verkehrswegebau werden derzeit viele Ingenieure gesucht.

Hans | 14. Januar 2020 - 16:50

Mich interessiert, ob ein Gehalt von 2.700 EUR monatlich fair ist. Zu mir: Ich bin 29 und habe vor fünf Jahren erfolgreich mein Diplom (Note 2,0) an der FH Bremen im Bereich Siedlungswasserwirtschaft / Verkehrswegebau abgeschlossen. Nun arbeite ich seit 4 Jahren in einem kleinen Ingenieurbüro.

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