Forum & Erfahrungen
Freitag, 26. Februar 2021
Ausgabe 7130 | Nr. 57 | 20. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

Forum für Bauingenieure »
email-weiterempfehlendruckansicht
Seite  « 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 »

Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 6

1657 Kommentare | 735964 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Bauing | 01. Juni 2017 - 14:17

@Gipsy: Absolut untragbar! Auf keinen Fall unterschreiben, wer mit Master unter 45.000 € Jahresgehalt unterschreibt, ist selber Schuld! Wobei ein paar mehr Infos schon noch gut wären, z.B. Arbeitsland, Firma (deutsche Firma, oder ausländisch?) usw.

Gipsy | 31. Mai 2017 - 22:16

Ich bin 26, werde voraussichtlich Ende September mein Masterstudium beenden, Vertiefung: Konstruktiver Ingenieurbau, bisher keine Berufserfahrung und habe eine Stelle für € 33.000 Jahresgehalt für ein Projekt im Ausland (Wohnung, Flüge etc. außer eigene Verpflegung werden übernommen) gefunden. Unterbezahlt ja oder nein?

ProGerd | 30. Mai 2017 - 14:53

@Gerd:
Dem kann man kommentarlos zustimmen. Wer es aktuell nicht schafft einen vernünftigen Arbeitsplatz zu finden, der hat den Umbruch verschlafen. Beinahe jeder Einsteiger verdient (hier in Bayern) aktuell mind. 45000 EUR Einstiegsgehalt mit Master/Dipl.-Ing. Wer sich mit weniger abspeisen lässt, der ist selber Schuld. Nutzt doch den Mangel an Personal aus, bewerbt euch und sucht euer Glück.

Gerd | 28. Mai 2017 - 19:06

Hallo liebe Kollegen, ich bin seit 21 Jahren nun als Bauingenieur beschäftigt, zunächst ca. 10 Jahre bei div. Bauunternehmen, seit 2006 aber nun beim öffentlichen Dienst. Seit einigen Jahren ist nun der Tisch für uns Bauingenieure reichlich gedeckt, das wird auch die nächsten Jahre anhalten. Ein Gehalt unter 50.000 € für einen eingelernten BI geht gar nicht, auch nicht im öD. Nutzt die zahlreichen Angebote und verlangt ein anständiges Gehalt, dann macht auch die Arbeit mehr Spass!

Kalle357 | 25. Mai 2017 - 11:14

Dipl.-Ing. mit > 2 Jahre Berufserfahrung
56.000-60.000 EUR Jahresgehalt bei 40 Std.
Projektmanagement bei einem großen Unternehmen

Attacke | 17. Mai 2017 - 20:27

Ich verfolge diese Seite auch seit einer Ewigkeit, so bleibe ich immer am Ball, was sich am Arbeitsmarkt so tut. Erst mal zu meiner Person: Ich bin Dipl.-Ing, also alte Generation, meinen Abschluß habe ich schon 2008 erledigt. Direkt nach dem Studium habe ich bei einem mittelständischen Unternehmen als Tragwerksplaner angefangen. Einstiegsgehalt vor 10 Jahren 3300 € Gehalt mit 38 Stunden die Woche und insgesamt 12.75 Gehälter. ( bei 38,5 Std. / Woche ca. 45.000 €) Wenn man seine Arbeit gut und mit Gewissen macht, bekommt man immer, was man möchte.

Nach 6 Jahren musste ich den Job wegen meiner Familie wechseln, In diesen 6 Jahren habe ich mich weiter ausgebildet zu SFI und ZfP-Personal, d.h. ich war nicht nur im Büro und Theoretiker, sondern auch im Betrieb tätig. Also nach 6 Jahren wechselte ich zum weltweit führenden Anlagenbauer, die haben natürlich andere Konditionen als ein kleines mittelständisches Unternehmen - z.B. ERA Tarif / IG-Metall , 13,25 Gehälter. Und so kam ich nach 3 Jahren auf ein Jahresgehalt von ca. 89.000 € (regulär 35 Std. / Woche) tatsächlich 38-40 Stunden.

Ich meine, mit ein bisschen Glück und Ehrgeiz, kann man viel erreichen. Und somit erreiche ich nach 9 Jahren als Bauingenieur eine sechsstellige Arbeitsvergütung. Ich kenne groß Konzerne auch die kleinen Unternehmen, man kann überall Geld machen, aber nicht vergessen, Geld ist nicht alles, sondern die Familie und die Gesundheit.

Ole | 15. Mai 2017 - 07:40

@Magnus:
Ich bin bereits über 10 Jahre im Ausland. Ich war 5 Jahre in Afrika, 3 in Indien, 1 Jahr in Middle East, 1 Jahr in China und jetzt in Rumänien. Man verdient zwar deutlich mehr Geld, aber der Job bleibt im Prinzip der gleiche. Ausruhen kann man sich hier auch nicht. Das ist so ein Märchen. Eigentlich ist es sogar so, das 6 Tage Woche normal sind und 10 bis 12 Stunden am Tag mit Nachtschichten usw auch.

MasterBauing | 08. Mai 2017 - 10:39

Ich verfolge das Forum hier schon seit Beginn meines Studiums und es hat mir so manche emotionale Höhenflüge als auch Tiefschläge verpasst. Jetzt nach Beendigung meines Studiums und ersten Eindrücken aus dem Berufsleben kann ich endlich auch eigene Erfahrungen beitragen:

Ich, 27 Jahre, Master of Science Bauingenieurwesen in Bayern mit mittelmäßiger Note (2,3), eingestiegen nach dem Studium in ein Ingenieurbüro, Projekt- und Vertragsmanagement von Großprojekten (Projektgröße ca 500 Mio €). Monatliches Einstiegs-Bruttogehalt war 3.800 € plus eine jährliche Bonusauszahlung. Macht in der Summe etwa 48.000 € im ersten Jahr. Nach circa einem Jahr gabs die erste Gehaltserhöhung, bin jetzt bei ca. 52.000 € nach der nächsten planmäßigen Erhöhung dann ca. 55.000 €. 40-45h/Woche, kein Firmenwagen.

Hatte nach meinem Abschluß noch ein etwas besseres Angebot (knapp 50.000 €/Jahr), habe mich aber für mein jetziges Büro entschieden, weil ich dort vorher schon als Werkstudent tätig war. Mir war einfach wichtiger meinen Arbeitgeber zu kennen und zu wissen, auf was ich mich einlasse.

Hier noch ein paar Vergleichsdaten meiner Kommilitonen (Einstiegsgehälter, derzeitiges Einkommen ist mir nicht bekannt):
- Projektsteuerer in großem Ingenieurbüro, 40 h/Wo., 52.000 €
- Vertragsmanager in großem Ingenieurbüro, 45 h/Wo., 52.500 €
- Planer in mittelgroßem Ingenieurbüro, 45 h/Wo., 49.000 €
- Tragwerksplaner in kleinem Ingenieurbüro (3 Mann), 45 h/Wo., 39.000 €
Alle Master-Absolventen der gleichen Uni und alle mit "Berufserfahrung" als Werkstudenten.

Also ich denke wenn man es drauf anlegt, kann man auch im Ingenieurbüro schon mit etwa 50.000 € Einstiegsgehalt rechnen. Man muss sich halt auch verkaufen können. Habe auch bei mir im Büro Kollegen die schimpfen, aber seit mehreren Jahren die gleiche Arbeit machen und auch sonst nicht bereit sind sich zu verändern. Denen kann man halt dann auch nicht helfen.

ABG | 05. Mai 2017 - 09:42

Ort: Speckgürtel von Hamburg, eher ländlich
Abschluss: Master (TU)
Berufseinstieg Statikbüro: 3300 € Gehalt monatlich
nächster Job im anderen Statikbüro: 3500 € Gehalt monatlich
(nach 1/2 Jahr, also immer noch Berufseinstieg)

whong | 25. April 2017 - 10:41

Bei mir: Masterabschluss als Bauingenieur, Fachhochschule 2013, dann Direkteinstieg in einem Baukonzern Baden-Württemberg. Dort tätig im Innendienst: Angebotsbearbeitung und Kalkulation Rohbau, Vergabe Nachunternehmerleistungen (Projektgröße 5. - 40. Mio €). Tarifvertrag, 40 h Woche (fünf Uhr ist meißt Feierabend), 30 Tage Urlaub, kein Firmenwagen. Jedes Jahr 2 - 3 Schulungen Hard- und Softskills. Einstieg 2013 mit Tarifgruppe A6, jedes Jahr eine "kleine" Gehaltserhöhung. Jetzt nach vier Jahren Eingruppierung in A7, ca. 57.000 € brutto Jahresgehalt.

Dipl-Ing | 25. April 2017 - 10:37

Kurz und knapp: Wechselt den Job, bewerbt euch, schaut euch um! Ich verstehe viele Kommentare hier, die sowohl positiv als auch negativ sind. Ich kann sie sehr gut nachvollziehen, und kann nach 15 Jahren im Beruf als Bauingenieur sagen, dass beide Seiten recht haben!

Ich selber war jahrelang geknechtet im Job, wurde als Statiker mit 3000 € Gehalt abgefrühstückt, wurde als Bauleiter mit 4500 € Verdienst verheizt (60 h die Woche) und bin jetzt aber als Projektleiter bei einem Mittelständler angekommen und sehr zufrieden. Ich verdiene mit Boni ca. 70000 €, bei einer realen Woche von 40 h, wobei auch mal bei Bedarf mehr gemacht wird, aber dafür auch kulant damit umgegangen wird, wenn man mal einen halben Tag braucht für Arztbesuch o.ä.

In meinen Augen ist es immens wichtig sich umzusehen, ich selber habe viele Angebote bekommen über Headhunter, habe mir viele Angebote angehört und Vorstellungsgespräche geführt. Schon allein, um zu sehen wie mein Marktwert ist. Und dann, wenn mal das passende Angebot dabei ist, kann man wechseln. Ich verstehe nicht, wie jemand nur rumjammern kann und den Beruf schlecht macht. Der Verdienst ist nicht so gut wie bei anderen Ingenieuren, aber du bist was du aus dir machst. Und wer es nicht versucht, der darf sich dann auch nicht beschweren!

Also mein Rat an alle, die unzufrieden sind: Bewerbt euch, hört euch an was man zu bieten hat. Man kann doch nichts verlieren, wenn man schon einen Job hat. Irgendwann kommt die Möglichkeit, dass ein gutes Angebot dabei ist.

Magnus | 22. April 2017 - 17:12

@Ole:
Deine Kunden verlangen wahrscheinlich, dass das Gebäude in 20 Monaten fertig sein soll, weil sie es gewohnt sind, das ohne Aufpreis zu bekommen? Wenn man hierfür einen Preis verlangen würde, für den 2 oder 3 Oles tätig sein könnten, würde das vielleicht ganz anders bewertet.

Mit einem deutschen Paß, kannst du dir doch fast auf der ganzen Welt Stellen suchen. Wenn du auf das viele Arbeiten keinen Bock mehr hast, such dir doch einfach was anderes. Im Baubereich gibt es auch noch viele andere Möglichkeiten, als in der Bauleitung auf Seiten der Ausfühung. Mit deinem Wissen müßte da doch irgendwo was drin sein. Vielleicht einfach mal ein bisschen Zeit damit verbringen und darüber nachdenken, wo es besser passen würde, als permanent dem nächsten Termin auf der Baustelle hinterherjagen.

Flip | 22. April 2017 - 13:15

@Magnus:
Job wechseln bringt nix, die Angebotspreise der Baubranche sind bei Bauherren, Investoren, Architekten, Behörden etc bekannt. Da kann man nicht einfach die Angebotspreise um 50 % erhöhen, damit die Gehälter um 50 % wachsen (damit man mit anderen technischen Fachkräften mehr oder weniger gleichziehen könnte). Ich habe mich natürlich auch bei Kollegen umgehört, die in anderen Büros und großen Firmen arbeiten - überall der gleiche Sch.... Es wird bestenfalls eben so gebaut, dass Richtlinie, Normen und Gesetze gerade noch erfüllt sind. In der Elektrotechnikbranche zahlt hingegen der Kunde gerne Aufpreise für OLED Displays in Smartphones (obwohl LCD es auch tut), in der Automobilbranche wird gerne die Rückfahrkamera bezahlt, als ob Rückwärtseinparken bisher nicht möglich gewesen wäre etc.

Ich kenne wirklich niemanden, der eine positive Meinung über die Baubranche hat. Die naiven Absolventen sind mit dem Thema überfordert und haben mangels Erfahrung keine echte Meinung dazu oder teils wird sogar geleugnet und jene die schon länger dabei sind haben eine negative Meinung entwickelt.

Beim Kurs zum Ziviltechniker wird sogar beigebracht, was man als Büro so für Stundensätze verlangen soll, "bitte nicht auf die Idee kommen unter 80 EUR pro Stunde anzubieten, besser 100-120 EUR", wurde mir berichtet. Dachte Preisabsprachen sind verboten, aber ok, zeigt nur wie kaputt die Branche ist.

Mein Chef ist 75, da is nix mit "ich suche mir mal Arbeit"! Ich habe ihn gefragt, warum er sich das noch antut (er stellt immerhin von selbst fest, er wird von allen verarscht, Bauherren, Rechtsanwälte, Architekten, Ausführende etc...), er meint: Weil ihm der Job Spaß macht. Das glaube ich ihm sogar (sonst wäre er in Rente), aber es ist eben die völlig falsche Einstellung. Richtig ist: Er soll Spaß machen UND angemessen entlohnt werden.

Gsiberger | 21. April 2017 - 19:08

Statiker mit 1,5 Jahren Erfahrung in Österreich in einem kleinen Statikbüro mit 7 Mitarbeitern, 37000 € Jahresgehalt. Kommt mir relativ wenig vor, habe aber trotzdem andere Vorteile wie z.B. wenig Stress, Überstunden die zu mehr Freizeit führen (1 Monat Urlaub an Weihnachten). Das ist sicher sehr wichtig fürs persönliche Leben. Ich frage mich wie viel Urlaub in einem großen Konzern gegeben wird. (Von den gesetzlichen Urlaubstagen darüber hinaus)

Ole | 21. April 2017 - 08:27

Ich habe hier ja bereits gepostet, aber eigentlich ist es eher selten geworden. Was mir hier zu kurz kommt, ist die Diskussion über die Zeit und die Umstände in denen Bauingenieure arbeiten. Ich verdiene außergewöhnlich gut, der Teil fällt hier also aus.

Was mich allerdings mehr und mehr stört, sodass ich wirklich an Branchenwechsel denke, sind meine Arbeitszeiten. Außerdem hatte ich in 20 Jahren nur Arschlöcher als Kunden. Es wird immer vorausgesetzt, das wir pausenlos arbeiten. Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Nachts - alles kein Problem. Wozu eigentlich muss ein Bauwerk, das vermutlich so 100 Jahre steht und 20 Stockwerke plus hat in 20 Monaten fertig sein? Zinsen sind unglaublich günstig. Ich habe in 20 Jahren fast nie einen Bauzeitenplan gehabt, der machbar war, nicht mal mit außergewöhnlichem Aufwand.

Wir müssen permanent mit dem Bodensatz der Gesellschaft arbeiten. Mehr als die Hälfte der Typen in der Ausführung sind irgendwelche gescheiterten Vollidioten. Den Typischen Oberpolier, den viele Ältere noch kennen, gibt es kaum noch. Die Anforderungen werden immer höher, die Ausbildung immer schlechter. Oft können die Typen nicht mal untereinander reden, weil die alle möglichen Sprachen sprechen. Richtige Gesellen sind viele auch schon nicht mehr.

Magnus | 17. April 2017 - 00:03

@Flip:
Wieso hast du nicht einfach das Büro gewechselt? Die Erfahrungen die Du schilderst, entsprechen so überhaubpt nicht meinen. Scheint eher am Büro als an der Branche zu liegen. Vielleicht wäre auch dein Chef besser gefahren, wenn er sich eine Anstellung als Projektleiter gesucht hätte, wenn ihm das Finanzielle nicht so liegt.

Merkaba | 07. April 2017 - 21:18

Was verdient man in München als Tragwerksplaner (Statiker) mit 5 Jahre Erfahrung?

Koala1111 | 02. April 2017 - 10:35

Da ich hier auch immer wieder mal mitlese anbei meine aktuelle Situation: Angestellt im Statikbüro im ländlichen Raum in Bayern - seit 17 Jahren, Dipl.-Ing. FH. Erstellung von statischen Berechnungen, aber auch bauphysikalischen und brandschuztechnischen Nachweisen. Ursprünglich angefangen in 2000 mit 2750 Euro/Monat * 13 + Urlaubsgeld + Zuschuss. Gesamt ca. 37.000 Euro.

Ich bin jetzt bei 4900 Euro/Monat * 13 + Urlaubsgeld usw., also bei ca. 65.000 Euro Jahresgehalt. Das Ganze bei 40 h/Woche. Überstunden fallen an und werden mit 25% Zuschlag vergütet. Da kommen öfters mal noch ein paar Tausend Euro im Jahr dazu. Wichtig für mich dabei ist dass das Verhältnis Arbeitszeit zu Gehalt stimmt. Wenn hier einzelne von Gehältern von 80.000 Euro/Jahr bei 50 h/Woche berichten, denk ich mir immer das hab ich eigentlich auch fast. (Überstunden von 10 h/Woche * 40 Wochen/Jahr (Rest Urlaub, krank, Feiertag usw.) * 35 €/Überstunden = 14.000 Euro/Jahr für Überstunden + 65.000 Euro/Jahr regulär = 79.000 Euro/Jahr.

Bau.Master | 29. März 2017 - 23:08

Kurz vorne weg: Ja, ich bin zurzeit noch Master-Student, verfolge dieses Forum jedoch schon seit Jahren. Es mag, wie im Internet üblich, viel Schrott dabei sein, viele sind nur hier die "Macker" und Wahrheit und Lügen liegen wahrscheinlich teilweise auch nah beieinander. Nur wie hier auf die Ingenieurbüros geschimpft wird und das Berufsbild schlecht geredet wird, ist traurig.

Seit langem Hornisse und jetzt auch Flip. Würde Hornisse die hier verschwendete Energie und Zeit sinnvoll nutzen, wer weiß wo er heute wäre. Sicherlich nicht so frustriert wie jetzt. Flip ist übrigens der Selbe, der vor Jahren seine Hetze in Studienforen gestartet hat. Ich freue mich auf den Beruf und bekomme von Studienkollegen meist nur gutes zu hören.

Hornisse | 27. März 2017 - 08:30

@Tiefbauer:
Du hast recht. Ich werde in diesem Forum nichts mehr posten. Haut euch doch gegenseitig die Hucke voll mit euren plumpen Lügen. Nach 3-4 Jahren 72.000 EUR Gehalt plus Bonus (plus Auto?). Es ist hier wie im zivilen Leben. Ein paar besonders laute und dreiste Typen geben mit ihrem "Narrativ" den Ton an, die Masse ist feige und schweigt.

HolgerM | 25. März 2017 - 23:59

Ich bin erst vor Kurzem auf das Forum aufmerksam geworden, aber es geht ja teilweise heiß her. Wenn ich das alles so lese, kann ich nur sagen, dass man auch im Öffentlichen Dienst nicht schlecht verdienen und dabei recht entspannt arbeiten kann. Ich bin mit meinen 45 Jahren bereits seit Abschluss meines Studiums bei einer großen Kommune angestellt (18 Jahre mittlerweile) und in die E13 eingruppiert (Endstufe 6). Mit einer alten Zulage komme ich damit auf knapp 71.000 € brutto Jahresgehalt. Das Ganze allerdings bei regulären 39 h pro Woche, flexible Gleitzeit ohne Kernzeit und als Sachbearbeiter für komplexe Bauten auch ohne Führungsverantwortung. Zusätzlich kommt noch ein ordentlicher Zuschuss zum Jobticket. Kann mich also wirklich nicht beschweren.

Flip | 25. März 2017 - 18:27

Ich bin froh, dass es hier einen Augenöffner wie "Hornisse" gibt, der aufzeigt, wie erbärmlich Bauingenieure in der Branche entlohnt werden - bemessen an der Verantwortung - die sie übernehmen. Hier im Forum geht einem Vorposter mit "Ingenieurstunde 75 EUR" einer ab... einfach mal schauen was eine Kfz-Mechanikerstunde bringt.

Ich selbst war hier vor Jahren im Forum unterwegs, als ich mich darüber informierte, was man so als Absolvent verlangen kann. Da gurkte die naive "Biene" noch rum und auch Hornisse gab es hier schon. Nach Jahren der Praxis sieht es im Bauopferbüro bei uns so aus: Anfangs waren 10 Leute angestellt, vor wenigen Monaten flogen 3 raus und das Büro wurde räumlich verkleinert, schlechte Auftragslage und das 3 km neben einer 1,8 Millionen-Einwohner-Stadt. Liegt aber auch daran, dass der Chef eben Bauingenieur ist, also Techniker und kein Verkäufer, Hauptsache der Job macht Spaß, so ein Motto als ich ihn fragte, warum er sich die Sch... antut.

Meine Analyse nach den wenigen Jahren im Büro über Bauingenieure:

  • katastrophale Verkäufer
  • Mischung aus Galgenhumor und Selbstaufgabe
  • minderwertiges Selbstwertgefühl, denn wer tut sich den Schwachsinn freiwillig an
Ständig wird man verarscht von Rechtsanwälten, Kunden, Bauherren und Konkurrenzbüros. Neulich rief einer an, er wollte eine Leistung von uns abrufen: "es darf aber nichts kosten" lol, so einen Ruf haben Bauingenieure bereits, soweit ist es schon gekommen.

Zu den Gehältern bei uns im Büro (7 Personen Klitsche), die Dienstverträge liegen offen am Server, alle Gehälter x14, 40 h-Woche wenn nicht anders erwähnt:
  • 2 Statiker, jeweils ca 3500 EUR Gehalt, beide ca. 20 Jahre in der Branche
  • Schalltechniker (Gewerbelärm, Schallschutzwände, Schallpegelmessungen): 4600 EUR Gehalt, 25 Jahre
  • Teilzeit-Bauphysiker, bei uns eingestiegen, ca 1400 EUR Gehalt für 20 h, 9 Monate dabei
  • Tochter vom Chef: ca. 1700 EUR Gehalt für 20 h, seit ca. 10 Jahren dabei
  • technische Zeicherin, nicht relevant
  • Chef unbekannt
Zu mir: 3359 EUR Gehalt, 5 Jahre. Habe mich "gut" verkauft, eingestiegen mit 2800 EUR Gehalt, nach 1,5 Jahren - als der Laden noch gut lief - 3200 EUR ausverhandelt, kenne aber auch die mitleidigen Blicke branchenferner Techniker. Aktuelles Erlebnis aus dem Bekanntenkreis: Telekommunkation, Admin, nur Abitur, 67.000 EUR Jahresbruttogehalt, 43 h Woche, ca. 16 Jahre dabei.

Unser Chef hat bereits eine Lebensversicherung aufgelöst und sein Haus verpfändet, damit er unsere Gehälter bezahlen kann, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wie lange der Laden noch rennt, weiß niemand, nicht mal der Chef, weil ganz offensichtlich kann er nicht mit Bilanzen umgehen, teilweise mussten wir 6 Monate auf Urlaubsgelder warten, weil 5 vor 12 kommt er drauf, dass sein Konto fast leer ist. Ein Bilanzgenie ist er wohl nicht und dem Büro geht es sehr schlecht. Niemand von uns schafft einen Umsatz von ca. dem 2 bis 2,5-fachen des monatlichen Bruttogehalts, was finanziell gesund wäre für so ein Büro.

Was habe ich nun daraus gelernt: Ich werde aus der Baubranche aussteigen, ich kann es mit meinem Selbstwert nicht vereinbaren, weiter in dieser minderwertigen Drecksbranche zu verweilen. Dazu habe ich mich all die Jahre zusammengerissen, weitestgehend auf Konsum verzichtet (Keine Autos, keine Reisen etc.) und ordentlich an Kohle gespart bzw. Daytrading erlernt und als Daytrader vermehrt. Im Juni werde ich den Laden verlassen und mich weiter aufs Daytrading fokussieren. Ich habe jedenfalls die Schnauze voll von der Branche und will nichts mehr damit zu tun haben. Keine Ahnung wie man sich sein Leben damit so dermassen versauen kann, wie es 95 % der Bauingenieure tun.

Bei 2 Personen möchte ich mich speziell bedanken: Ich war seiner Zeit Zivildiener und hatte beim Roten Kreuz einen Patienten, der in der Örtlichen Bauaufsicht gearbeitet hat. Er fragte mich eingehend, als ich ihm sagte, was ich studiere (Bauwesen): "Wie kannst du dir diesen Sch... freiwillig antun?" Ich verstand diese Aussage damals nicht, aber google führte mich in dieses Forum und auf die zweite Person: Danke Hornisse.

Tiefbauer | 25. März 2017 - 08:30

Leute, lasst Hornisse doch weiterhin mit seiner unterhaltsamen Schreibweise hier den einen oder anderen Akzent setzen. Was jedoch klar ist: eine objektive Diskussion ist nicht möglich und sollte man auch nicht weiter verfolgen. Und lasst doch auch den Quatsch mit "es ist schade, dass Du in Deinem Beruf nicht glücklich bist..." usw. Mitleid hat er durch seine destruktive Sichtweise doch nun wirklich nicht verdient. Ich glaube, damit fahren wir hier alle insgesamt besser, wenn er konsequent ignoriert wird!

Und nun zu mir: Einstieg 2013 mit A6 + Leistungszulage und Firmenwagen. Nach 4 Jahren im Beruf steht es jetzt bei A8, höhere Leistungszulage und höherwertigem Firmenwagen. Jahreszieleeinkommen 2017 ca. 72.000 € Jahresgehalt, ohne Tantiemen. Tätigkeit: Bauleitung im Tief-, Kanal- und Straßenbau. Raum Ruhrgebiet. Mittelständisches, inhabergeführtes Bauunternehmen.

Hornisse | 24. März 2017 - 18:21

@MS:
Naklar. Deine Firmennummer hast Du hier gepostet. Du kannst vielleicht die Erstsemester hier mit so einer Geschichte beeindrucken, aber sicherlich nicht mich.

Hornisse | 24. März 2017 - 06:33

@Glücklicher:
Genau! Das muss es sein. Die Leute mit genügend Berufserfahrung stecken alle noch auf ihren miesen Kriesenzeitengehältern fest und haben gar nicht mitbekommen, wie Absolventen ständig von Recruitern abgeworben und mit hohen Gehältern nach 2 Jahren im Job zugeschüttet werden. Bist Du ganz alleine auf diese geniale Begründung gekommen, oder gab es da ein wenig Hilfe?

KurtWeill | 23. März 2017 - 22:52

@Glücklicher, Post 22. März 2017 - 18:33:
Da magst du vollkommen Recht haben. Nur trifft das die anderen Branchen doch genauso. Schlimmer noch, in den letzten Jahr(zehnten) ist die Produktivität in der Baubranche deutlich weniger gewachsen/gestiegen, als die der anderen Ingenieurbereiche. Das macht sich auch an den Gehälter fest. Ergo müsste dieser Umstand (unterbezahlte ältere Mitarbeiter) die anderen Branchen viel gewichtiger treffen, als die Baubranche. Aber trotzdessen bekommen Bauingenieure im Querschnitt weniger Gehalt als Maschinenbauer/Elektrotechniker... lasse ich nicht gelten.

MS | 23. März 2017 - 12:47

@Hornisse:
Es ist wirklich schade, dass du so negativ eingestellt bist. Ich hätte gerne mit dir telefoniert, du hast meine geschäftliche Telefonnummer - und wenn die Mailbox ran geht, hast du auch meinen Namen. Mittels einer Suchmaschine deiner Wahl lässt sich alles Übrige herausfinden. Auf deine Kommentare werde ich nicht mehr eingehen. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute für deinen beruflichen Erfolg, viel Gesundheit und ein glückliches Leben.

@An alle anderen:
Lasst euch nicht entmutigen, Bauingenieurwesen ist ein schöner Beruf!

KurtWeill | 22. März 2017 - 21:25

Bauunternehmen in Süddeutschland, Überstunden abgegolten - mein Gehalt nach 5 Jahren Erfahrung ca. 50.000 Euro/Jahr + Dienstwagen bei tatsächlich ca. 40-45 Wochenstunden.

Bauleiter bei zeitaufwendigen Projekten (= 50 h/Woche im Schnitt), je nach Erfahrung und Verhandlungsgeschick 60.-70.000 Euro incl. aller Boni. Berufsanfänger 40.000 Euro. Oberbauleiter ca. 70.-80.000 Euro Jahresgehalt. Das deckt sich mit den Größenordnungen, was ich von Kollegen anderer Firmen in Süddeutschland höre. Sofern man den Gesprächen glauben schenken mag, aber warum soll man da lügen?

Gehaltsniveau scheint in meinem Umfeld also nicht ganz so schlecht zu sein, wie Hornisse stets meint. Auf den Stundenlohn gerechnet, im Verhältnis zu den Tarifverträgen der Energie oder Autobranche - in der Tat scheisse! Und nicht zu vergessen, Süddeutschland soll angeblich besser zahlen, als andere Bundesländer.

Zu Abwerbungsversuche: Bauleiter werden gerade händeringend gesucht. Da rennen wirklich haufenweise Recruiter rum! Was allerdings nicht bedeutet, dass utopische Gehälter angeboten werden! Denn komischerweise wird in der Branche weiter kalkuliert wie bisher, im schlimmsten Fall bleibt die Stelle eben vorübergehend vakant und man bietet nicht oder nicht ernsthaft überall mit, sodass man temporär 2-3 Projekte weniger annimmt. Ein paar Firmen haben eben doch noch den einen Bauleiter, den es braucht und die kriegt den Auftrag für wenig Geld. Bei Abwanderung kommt die Firma eben bei den Projekten ins Wackeln, aber irgendwie klappts schon - wobei es ja nun auch kein Hungerlohn ist, den man als Bauingenieur in der Baubranche bekommt.

Reiner | 22. März 2017 - 20:41

Ich bin durch Zufall auf das Forum gestossen. Wenn man in einer Nische tätig ist, kann man ein gutes Gehalt erzielen. Aber man kann doch keinem empfehlen ein Studium zu beginnen weil man evt. in einer Nische gut verdient. Der Großteil der Bauingenieure wird später Bauleitung machen müssen, da hier der größte Bedarf vorherrscht. 2009 wollte man mir zum Einstieg ca. 3000 € Einstiegsgehalt bieten in der Bauleitung (natürlich inkl. Überstunden). Habe aber auch bei einem Unternehmen direkt nach dem Studium eine "freie Mitarbeit" als Bauleiter angeboten bekommen, also Scheinselbstständigkeit, war ein großes Unternehmen aus der Branche, k.A. was die gezahlt hätten, habe das Gespräch abgebrochen.

Wolf | 22. März 2017 - 19:11

Bei einem Anfangsgehalt von 2700,- € brutto sollte man vielleicht erwägen in den öffentlichen Dienst zu gehen und Beamter zu werden; lebenslanger sicherer Arbeitsplatz und stetige Steigerung wir mitgeliefert. Ein Einstieg mit A13 ist sicher machbar, wenn man mit gutem Masterabschluß antritt.

Glücklicher | 22. März 2017 - 18:33

@Hornisse:
Etwas überspitzt dargestellt, trifft den Nagel aber auf den Kopf. Die Frage ist, warum die Statistiken so schlechte Gehälter aufführen. Ich denke, dass viele ältere Kollegen zu alten schlechteren Konditionen angestellt sind und sich hier im Forum nicht äußern bzw. kennen oder besuchen das Forum nicht. Hatte vor einigen Jahren mal einen Zeitungsartikel über eine Studie gelesen, wonach Absolventen in Krisenzeiten zu deutlich schlechteren Konditionen angestellt werden und es ohne Jobwechsel nicht schaffen, ihre zu späteren guten Zeiten eingestellten Kollegen gehaltstechnisch einzuholen.

Hornisse | 21. März 2017 - 18:22

Man kann also mal festhalten: Alle einschlägigen und halbwegs seriösen Statistiken weisen unterirdische Bauingenieursgehälter auf. Das wird auch durch die durchschnittlichen Jahres-Umsätze je Mitarbeiter in Planungsbüros (gabs hier zu lesen!) von 90.000EUR bis 100.000 EUR bestätigt.

Aber, 99 % der User hier haben ein Gehalt von 60.000 EUR bis 70.000 EUR aufwärts bereits nach 2-3 Jahren im Job, erhalten zwei mal pro Woche Abwerbungsversuche von Recruitern (weil man ein Social Media Profile besitzt) und bekommen die wenigen Stellen ausserhalb der Baubranche in lukrativen Sparten, wie z.B. Automobilbau, Pharma, Chemie oder Energiebranche nachgeworfen. Einige der ganz strammen Lobeshymnenschreiber haben sich sogar eine SIM-Karte besorgt um hier die Handy Nummer anzugeben. Wofür? Was macht irgendeine Pay as you go SIM-Karte an den Postulaten hier glaubwürdiger? Ich lese also in einem Forum, in welchem sich zu 99 % die Elite des Bauingenieurnachwuchses austauscht. Ein echtes Privileg hier mitlesen zu dürfen.

Glücklicher | 20. März 2017 - 17:53

@Sandro:
1. Ich bin nun > 5,5 Jahre im Geschäft und keine 2.
2. Google einfach mal einen halbwegs aktuellen Tarifvertrag aus der Energiebranche. Da wirst du schnell feststellen, dass 70.000 € Gehalt im Jahr absolut nichts ungewöhnliches ist. Und da in den Tarifverträgen nicht nach Ingenieurberufen unterschieden wird, profitiert man auch als Bauingenieur davon.
3. Das mit dem Nonsens posten kann ich also nur zurück geben.

M.Eng. | 20. März 2017 - 06:57

@Hornisse:
Ich bitte dringend um deinen Kontakt, gib mir eine E-Mail oder sonst etwas, ich kann es dir beweisen. Noch dazu kennst du meine Vorgeschichte nicht und meine Tätigkeit vorher auch nicht. Und es war nicht nur Statik, sondern eher eine ganzheitliche Stelle in der Projektabwicklung (Statik, Planen, Überwachen vor Ort je nach Bedarf).

Es ist schon faszinierend, wie vehement du versuchst Sachen ungläubig zu reden, anstatt dass du einfach mal akzeptierst, dass es auch Leute gibt die Karriere machen. Sehr amüsant, v.a. da du es ja in mehreren Threats hier im Forum machst. Also wenn du wirklich willst, dann hab endlich mal den Mumm und lass deine Kontaktdaten da, oder traust du dich nicht aus Angst von der Wahrheit erschlagen zu werden?

Glücklicher | 16. März 2017 - 21:03

@Hornisse:
Quatsch. Wenn du bei einem der einschlägigen Business-Netzwerke ein halbwegs gepflegtes Profil hast, fallen die Headhunter quasi über dich her. Ich hatte im Schnitt 2 Stellenangebote pro Woche. Einige waren so dreist, sich über das Sekretariat verbinden zu lassen. Das ging auch meinen Kollegen so.

Im Übrigens haben es Arbeitgeber abseits der Baubranche schwer, gutes Bauingenieur-Personal zu bekommen, da diese Branchen einfach nicht im Fokus stehen und sich damit zu wenig bewerben. Ist bei uns im Unternehmen ein echtes Problem, trotz sehr guter Konditionen.

@M.Eng.:
Ich bin jetzt auch in einer Art Projektmanagement-Stelle, obwohl ich vorher Objekt- u. Tragwerksplanung im Bereich Spezialtiefbau/Geotechnik gemacht habe. Meine Erfahrung: Wichtig ist, dass man möglichst viele und interessante Projekte in den ersten Berufsjahren bearbeitet hat, offen ist und sich vor allem gut verkaufen kann. Wer nur TWP in den LP 1-5 bei Einfamilienhäusern macht und nicht gut rüber kommt, hat schlechte Karten.

Sandro | 16. März 2017 - 10:15

@Glücklicher:
Selbst Einsteiger bei den Top-Beratungsunternehmen wie McKinsey und Co. verdienen nicht so viel nach 2 Jahren. Aber Du als Bauingenieur bist gehaltstechnisch sicherlich ganz vorne. Wie geschrieben: Hauptsache man glaubt selber an seine eigenen Worte. P.S.: Relativ gute Gehälter sind momentan in der Baubranche möglich. Realistisch sollte man aber in diesem Forum schon bleiben und nicht nur Nonsens posten.

Stahler | 16. März 2017 - 08:16

Im Bauwesen gibt es - wie überall anders auch - verschiedene Klassen. Gehst du in die Bauleitung, verdienst du definitiv mehr, hast aber weniger vom Leben wegen den Überstunden. Gehst du in die Statik, hast du weniger Geld aber mehr vom Leben. Ich persönlich bin in die Statik gegangen nach den Studium, bin damals mit 3500 € Gehalt eingestiegen. Mittlerweile nach 5 Jahren bin ich bei 4800 € monatlich + Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Somit liegt mein Gehalt bei ca. 62000 €. Ich bin in einer mittelständischen Stahlbaufirma angestellt, habe 3 Zeichner unter mir die ich betreue.

Ich kann mit diesem Geld gut leben, arbeite i.d.R. 40 h, es kommt auch mal vor dass wir mal 2-3 h mehr machen, aber da ist selbst unser Chef sehr dahinter, dass wir auch unsere Freizeit haben. Das ist nicht selbstverständlich, aber sehr lobenswert. Dementsprechend haben wir in meinen Augen auch ein sehr tolles Betriebsklima. Selbst habe ich zwei sehr gute Studienfreunde, die auch in die Statik gegangen sind, die haben aber nicht mein Gehalt, liegen aber auch bei knapp um die 55.000 €.

Deshalb mein Resümee: Ich kann manche Gehälter durchaus nachvollziehen und glaube das auch. Ich denke mal jeder kann machen was er will, und es ist auch bedeutend mehr Geld zu holen in der Bauleitung/Projektleitung. Aber das geht auf Kosten der Gesundheit und Freizeit. Mir persönlich ist mein Leben sehr viel wert, denn wenn du im Ruhestand bist und dein ganzes Leben an dir vorbeigegangen ist, dann ist es zu spät. Und danken tut es dir sowieso keiner, dass man jede Woche 10-20 h mehr arbeitet wie vertraglich festgehalten. Da wird deine Stelle neu besetzt und schon bist du aus den Köpfen der Leute.

Also liebe Kollegen und Studenten/Studieninteressierten: Lasst euch nicht beirren, wer wirklich Interesse am Bauingenieurwesen hat, der soll es machen. Es ist nicht so schlimm wie manche Leute propagieren. Leider gibt es immer wieder solche "krassen" Fälle, wo Leute elendig bezahlt werden. Aber es liegt an einem selbst dies zu ändern (Bewerbungen schreiben, Job wechseln) und ich persönlich kenne niemand, der nach dem Studium unter 3400 € eingestiegen ist (mit Master/Dipl.-Ing). Und wer sich macht wird auch belohnt, und wenn das nicht so ist, dann Job wechseln!

Wer aber das Studium machen will um reich zu werden, der sollte es vielleicht besser sein lassen!

Hornisse | 15. März 2017 - 18:40

@M.Eng.:
Als Statiker mit nur 2 Jahren im Job wird man nicht vom Headhunter für eine Position recruited, bei welcher man als Allrounder im Projektmanagement tätig ist! Das wirst Du dann in der Praxis auch noch lernen. Solche Firmen wie die in der Energiebranche, oder Automobilbau oder Chemie suchen in den Bauabteilungen Projektmanager (gerne mit langjähriger praktischer Berufserfahrung). Als Statiker hast Du mit deren Anforderungsprofil an diese Positionen nullkommanull gemeinsam.

PM | 15. März 2017 - 14:20

Man muss sich nur mal anschauen, was für eine Zeit Hornisse hier im Forum investiert und was für Aussagen von ihm kommen. Da wundert es mich nicht, dass er nur für den Mindestlohn angestellt ist. Ich vermute fast, dass er überhaupt keinen Job hat, oder nur 50 % arbeitet. Ich kann auch gar nicht mehr glauben, dass er noch wirklich ernst genommen wird.

MS | 15. März 2017 - 13:32

@Hornissse:
Leider hatte ich immer noch keinen Anruf von Ihnen/Dir, mein Handy liegt hier neben mir. Wir können gerne mal sprechen, würde mich freuen, vielleicht kann man dann raus bekommen, warum du unzufrieden bist und was dagegen unternehmen.

Ein bisschen was kann man schon aus deinem Beitrag vom 12.03.2017 um 13.00 Uhr herauslesen. Die Stundensätze, die du nennst gibt es bei uns im Münchner Raum nicht. Selbst die Landeshauptstadt München hat inzwischen Ihre Sätze angepaßt und die Enden nicht bei 75 €. Auch bei kommunalen Auftraggebern kommt man (zumindest unser Büro) gut weg. Noch besser bei privaten Auftraggebern. Aber vermutlich läuft es im Bereich der Verkehrsanlagen halt momentan gut. Und seit 2009 haben wird doch auch keine festgesetzten Zeitsätze mehr in der HOAI, aber ich bin ja nur der Prakitkant, der seine Informationen nicht aus Fortbildungen bezieht, sondern nur im Internet recherchiert.

Wie auch immer, warum sind denn die Stundensätze entscheidend? Maßgeblich ist doch die Bausumme und der Aufwand den ich dafür habe. Bausumme von 10 Mio. €, Ortsumfahrung über Feld und Wiese, zwar nur Honararzone II - aber habe ich viel Arbeit damit? Wenn die Trasse mal in ProVi drin ist, liegt die Datenbank vor. Änderungen sind schnell eingearbeitet, Gradiente und Achse anpassen, Trasse neu zeichnen. Ende. Dann gibts noch eine Verschiebung der Achse, die vorher nicht zu erkennen war und der AG fordert. Oder die Kreuzung wird dann doch ein Kreisverkehr. Was machen wir dann? Richtig: Einen Nachtrag, wiederholte Grundleistung. Also ich habe hier kein Problem an mein Geld zu kommen. Achso, alles oben gesagte, habe ich natürlich aus meiner heutigen 10:30 Uhr Vorlesung "Straßenentwurf mit digitalen Zeichenprogrammen" und 13:00 Uhr "Bauwirtschaftslehre und Vertragsrecht II".

Wie schon gesagt, ich finde es schade, dass einige den Beruf schlecht machen. Und ich sehe auch ein, dass in Deutschland nicht alles gleicht läuft, aber schaut euch die Jobs an, momentan ist es in unserer Branche definitiv nicht schlecht!

Glücklicher | 14. März 2017 - 21:30

@Hornisse und @Sandro:
Wie könnt ihr euch anmaßen hier jeden als Lügner oder Lobbyisten zu bezeichnen, der ein höheres Gehalt bekommt, als ihr es euch vorstellen könnt? Warum macht ihr das mit einer solchen Vehemens? Ist es der verletzte Stolz selber nicht soweit aufgestiegen zu sein bzw. weniger zu verdienen als so mach deutlich jüngerer Kollege? Das wirkt auf jeden irgendwie peinlich bzw. löst Fremdschämen aus. Wenn ihr so viel Erfahrung habt bewerbt euch doch mal woanders. Vielleicht habt ihr Glück und verdient wie eure jüngeren Kollegen, oder sogar mehr. Genug Angebote gibt es ja derzeit.

Glücklicher | 13. März 2017 - 20:33

Chancen aus der typischen Baubranche gibt es auch ab und an hier. Zur Zeit läuft zum Beispiel eine Ausschreibung von Bayer und in der kürzeren Vergangenheit waren die Flughäfen Stuttgart und Düsseldorf dabei. Auch im Vertrieb kann man als Bauingenieur gut verdienen. Ich denke es gibt deutlich mehr als nur 0,5 % gut bezahlte Jobs für Bauingenieure.

Hornisse | 12. März 2017 - 13:00

@Zivilingenieur:
Keine Ahnung warum Du hier so tust, als wärest Du ein alter Hase. Du machst im Moment wahrscheinlich gerade irgendwo bei einem Bauträger ein Praktikum, oder bist vor ein paar Monaten in den Job eingestiegen. Eine Ingenieurstunde für sage und schreibe € 59 bis zu max € 75. Wow! Das ist für einen wie Dich bestimmt viel Geld. Das Jahr hat ca. 2.000 Arbeitsstunden. Multipliziert man diese mit dem Maximalsatz von 75 €, dann ergibt sich bei 100% Auslastung des Ingenieurs ein UMSATZ von € 150.000, den dieser erfahrene Ingenieur (Berufserfahrung: 10 Jahre+) dem Planungsbüro erwirtschaftet. Davon sind aber nicht nur das spärliche Gehalt des Ingenieurs ca. € 60-70k Bruttojahresgehalt zu bezahlen, sondern die Gehälter des/der Chefs, des Administrationspersonals, die Büromiete, die Abschreibungen auf Büroinventar, die Computersoftwarelizenzen, die Computerhardware (Computer, Bildschirme, Plotter), die Firmenautos, die Versicherungsprämien etc etc etc.

Entschuldigung, aber wenn man sich hier schon als etwas ausgibt, was man ganz klar nicht ist, dann bitte etwas besser vorbereiten. Zum Stundensatz Prüfingenieure: Prüfingenieur wird nicht jeder und die Auslastung eines Prüfers ist auch nicht 100 %, nicht mal annähernd 50 %!

Hornisse | 12. März 2017 - 10:17

@Zivilingenieur:
Na klar. Nach 12 Jahren ausserhalb der Baubranche zurückgekehrt und gleich als Freelancer wieder Fuss gefasst. Und natürlich auch für € 100.000 Jahresgehalt aufwärts. Logo. Man braucht in der Baubranche ja auch überhaupt keine Kontakte zu Firmen, Planungsbüros, Behörden, Baufirmen etc. Nein. Das ist nicht notwendig. Ebenfalls nicht notwendig sind fundierte Kenntnisse der VOB, Ausschreibungen und Baurecht. Das alles braucht man nicht, wenn man Bauleistungen als Freelancer für einen Bauträger einkauft. Deshalb, weil man alle obigen Dinge (üblicherweise Berufserfahrung genannt) nicht braucht, steigt man nach 12 Jahren wieder ein und übernimmt gleich mal als Freelancer eine verantwortungsvolle Position. Weil man ja auch keine Kontakte und kein Portfolio benötigt um als Freelancer zu arbeiten, ganz klar. Freelancer kann jeder. Keine Kontakte, kein eigenes Portfolio, keine Berufserfahrung notwendig. Die Stories hier werden immer unglaubwürdiger.

Hornisse | 12. März 2017 - 09:40

aus "baulinks.de":
"(27.2.2017) Auch 2016 erzielten die im VBI zusammengeschlossenen unabhängig beratenden und planenden Ingenieurbüros Umsatz- und Renditezuwächse, wie die aktuelle VBI-Konjunkturumfrage zeigt. Dabei seien die Renditen im Vergleich mit anderen hochqualifizierten Dienstleistern weiterhin unterdurchschnittlich und weder adäquat zu der Verantwortung noch den Haftungsrisiken, die Ingenieurunternehmen regelmäßig zu übernehmen hätten."

Umsatzrenditen (und damit natürlich Gehaltsspielräume) auf niedrigstem Niveau. So sieht es im Bauwesen aus. Gesucht werden hochqualifizierte Fachkräfte zu Niedrigstgehältern, denn sonst lässt sich das Kartenhaus nicht aufrecht erhalten. Dass dieses Forum seitens der Baulobby konstant "betreut" und mit geschönten Berichten geflutet wird ist die logische Konsequenz daraus. Sieht man sich die Entwicklung der Studentenzahlen an, muss man zugeben, dass dies mit grossem Erfolg geschieht. Extrem hohe Absolventenzahlen bei äusserst bescheidenen Gewinnen des Bausektors. Viel Arbeit, viel Verantwortung bei geringem Einkommen. Ich glaube hier vor nicht allzu langer Zeit einen Beitrag zu den erzielten Umsätzen in Planungsbüros gesehen zu haben. Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Person in Planungsbüros war irgendwo zwischen € 90.000-100.000, Umsatz wohlgemerkt, nicht Gewinn.

Wenn man beispielsweise einen Anzug kauft, wird man die Kaufentscheidung nicht nach dem Innenfutter fällen. Schlecht für die Hersteller des Innenfutters, aber Realität. In der Textilbranche wären Bauingenieure die Hersteller des Innenfutters.

Zivilingenieur | 10. März 2017 - 12:23

@Hornisse:
Keine Ahnung, warum Du hier den Beruf derart schlecht machst. Das sind doch alles Dinge von vor 10 Jahren, die Du hier verbreitest. TV-L West hat schon bei E10 ein Einstiegsgehalt von 2943.29 €. Ja, es gibt auch Stellen für Bauingenieure, die mit TV-L 9 ausgeschrieben werden. Aber wer bewirbt sich darauf?

Ich bin nach 12 Jahren in ganz anderen Bereichen gerne wieder zum Beruf zurückgekehrt und verdiene als Freelancer > 100.000 EUR p.a. vor Steuern. Eine Ingenieurstunde kaufe ich ja schon mit 59-75 EUR ein. Prüfingenieure kosten teilweise schon über 100 EUR. Alle Firmen, mit denen ich zusammen arbeite, zahlen Ihren Ingenieuren bei entsprechender Leistung auch anständige Gehälter. Gleiches gilt für Ingenieurbüros. Machst Du da vielleicht etwas falsch oder bist in einer besonders ungünstigen Situation gefangen? Nutze die Gunst der Stunde und bewirb Dich. Es sei denn...

Sandro | 09. März 2017 - 21:48

Muss @Hornisse recht geben. Bei Vielen hier hat sich das Wunschdenken eingestellt. Die Realität bleibt fernab oder wird einfach ignoriert und/oder umgestrickt. @Glücklicher realisiert zwar selber, dass die besten Jahre der "Kernkraftwerke" vorbei sind, ist aber trotzdem überzeugt, dass er demnächst die 70.000 € Gehalts-Grenze "reißt". Ist ja auch das Mindeste für eine wertvolle Fachkraft wie ihn. Außertarifliche Vereinbarungen und 100.000 € wären selbstverständlich für ihn auch drin, wenn er sich demnächst dazu entscheidet. Sein Unternehmen hat da keine Wahl! Anscheinend ist man nach 2 Jahren Berufserfahrung "unsterblich" in der Baubranche. Kein Wunder auch, bei dem "Fachkräftemangel" der da draußen herrscht. Da findet man sicherlich schwer einen, mit den 10-fachen an Erfahrung, der die gleiche Arbeit für 1/3 weniger machen würde, oder!?

Bei 2 Dingen bin ich aber mit @Hornisse nicht einverstanden:
1. Das ist nicht die Lobby, das sind Studenten, die noch keine Stunde in der Baubranche abgeleistet haben. Die haben sich im Internet ein paar Zahlen reingezogen und sich den Rest selber ausgedacht.
2. "Bauwesen ist ein Studiengang für die unteren sozialen Schichten". Mag sein, dass es teilweise stimmt. Da unterscheidet sich aber der Bauingenieur von den anderen Ingenieuren ganz bestimmt nicht.
Frohes posten an all die Wunschdenker :) Das wichtigste ist, dass man selber an das was man schreibt glaubt!

Glücklicher | 09. März 2017 - 19:00

@Hornisse:
Ganz ehrlich, ich glaub dass du der Troll hier bist. Es kommen keine sinnvollen Beiträge von dir. Du stellst alle als Lügner dar, die mehr verdienen, als du es dir vorstellen kannst und wirfst mit fragwürdigen Begriffen, wie postfaktisch etc. um dich. Auch deine Politikverdrossenheit lässt du unverhohlen raushängen, was dich nicht gerade glaubwürdiger macht. Vielleicht solltest du dich hier zurückziehen und den Erfahrungsaustausch hier nicht ständig torpedieren. Ich verfolge das Thema hier schon seit einigen Jahren und es hat mir bei der Orientierung in der Vergangenheit mehrfach geholfen.

M.Eng. | 09. März 2017 - 13:42

@Hornisse:
Ich habe niemals gesagt, dass es der Baubranche gut geht bzw. man hier das beste Geld verdient. Ich will lediglich relativieren, dass der Bauingenieur von vornherein unterbezahlt ist, weil dem nicht so ist. Gerade wir Bauingenieure haben ein extremes Defizit an Nachwuchs, und so schlecht wie so manch einer hier darüber redet, brauchen wir uns nicht wundern, wenn die Situation nicht besser wird!

Nun zu deinen Fragen/Thesen:

zu Frage 1:
Ja, ich habe mich abgekoppelt. Dies habe ich gemacht, weil ich außerhalb der Baubranche über einen Headhunter ein extrem attraktives Angebot bekommen habe. Ich denke da würde jeder sofort wechseln. Schlussendlich muss jeder schauen, dass er zu seinem Geld kommt. Und ich habe mich ja nicht vom Bauwesen abgekoppelt, ich bin ja weiterhin als Projektleiter für Bauprojekte tätig. Nur eben in einer anderen Branche.

zu Frage 2:
Ich denke zuerst startet man ein Studium mal, weil es einen interessiert! So war es bei mir auch, ich fand den Bau schon immer interessant, also habe ich damit begonnen. Ich habe mich ehrlicherweise vorher nicht darüber informiert, was man so verdienen könnte (war vielleicht auch besser so!). Die Ernüchterung kam dann im 3. oder 4. Semester als wir mal eine Infoveranstaltung von der Bayerischen Ingenieurkammer hatten. Hier hat uns dann so eine Tante erzählt, dass man nach dem Studium mit ca. 40.000 € Einstiegsgehalt rechnen kann. Das war damals schon etwas ernüchternd, aber kein Grund aufzuhören. Schlussendlich sind das eben Zahlen im Durchschnitt, es gibt dann eben die eine Seite und die andere Seite.

Als ich meinen Bachelor fertig hatte, habe ich mich beworben, da ich zwecks Master noch unschlüssig war. Mir wurde dann von einem Baukonzern (ich sag mal den Namen: Züblin) nach Tarif ca. 45.000 € geboten (ich glaube das war Stufe A6?). Soweit so gut, ich war sehr glücklich damit und habe mich gefreut, dass es schon mal nicht ganz so schlecht steht wie alle einem einreden wollen. Ich habe schlussendlich meinen Master gemacht und parallel 20 h als Werkstudent bei Züblin gearbeitet (Konditionen vergleichbar Bachelorgehalt auf 20 h gerechnet, also auch super). Ich war dort in der Bauleitung und habe so manches mitgemacht und erlebt. Während dieser Zeit habe ich auch gesehen, dass der Bauleiter eine Knochenjob ist (gut bezahlt, aber elendige Arbeitsbedingungen, 50-6 0h pro Woche). Dafür bekommt man aber auch gutes Geld (also muss das jeder für sich selber entscheiden). Ich habe mich aber für mein Leben entschieden, ich bin nach dem Master weg von der Bauleitung in Richtung Statik/Projektabwicklung/Planung. Dort bin ich dann mit 48.000 € eingestiegen (inkl. Bonus), war aber dann auch nach 2 Jahren dank guter Arbeit und Vertrauen vom Chef bei 4700 € Gehalt monatlich, bevor ich gewechselt habe in meine derzeitige Position.

zu Frage 3:
Das kann ich dir nicht beantworten. Dieses Forum dient hier auch nur als Basis des Austauschs von Erfahrungen. Ich kann meine Erfahrung nur weitergeben, mir ist durchaus bewusst, dass ich auch Glück habe/hatte. Und mir ist es auch bestens bekannt, dass es auch die negativen Fälle mit 3000 € Gehalt brutto gibt, wie schon mehrfach beschrieben. Und das kann ich ebenfalls nicht für gut heißen. Nur was mich wirklich stört ist, wenn hier anscheinend von manchen Leuten wie dir nur eine Richtung akzeptiert wird. Ich kenne deine persönliche Situation nicht, aber anscheinend ist diese sehr frustrierend, ansonsten würdest du hier nicht so vehement gegen gutes Gehalt argumentieren.

Also zusammenfassend möchte ich nur mal eins klarstellen:
Ich habe es nicht nötig hier Lügen zu verbreiten, mir persönlich ist es auch egal, was gewisse Leute mir glauben. Nur geht es mir massiv gegen den Strich, dass hier der Bau bzw. die Gehälter durch den Dreck gezogen werden. Klar ist, von den Ingenieuren verdienen wir vermutlich am schlechtesten, aber nach meiner Erfahrung, und das ist mein persönlicher Eindruck den ich durch Austausch mit Kommilitonen erlangt habe, ist es (zumindest in meinem Einzugsgebiet Südbayern/Ostbayern) nicht so wild wie hier propagiert wird.

Ich bin gerne zu einem Erfahrungsaustausch bereit @Hornisse, bitte lass mir deine Kontaktdaten da und wir können uns gerne mal austauschen, wenn du mir nicht glauben magst. Es liegt doch auch an uns, was wir aus unserem Leben und Job zu machen. Wer engagiert arbeitet kann es mit etwas Glück auch weit schaffen! Man muss nicht als Statiker oder Bauleiter versauern, man kann in die Qualitätssicherung, Projektsteuerung, Arbeitssicherheit und und und... Es gibt so viele Möglichkeiten, die möglich sind mit einem Absclhuss im Bauingenieurwesen! Viele sind mit ihrem Job verheiratet, aber ich denke es ist durchaus auch wichtig sich alle paar Jahre umzuorientieren oder zumindest mal den Arbeitgeber zu wechseln.

Und gerade jetzt seit Einführung des Bachelor/Master ist man doch derart flexibel, dass man nicht nur auf den Bau festgefahren ist. Man kann sich in fast alle Bereiche weiterentwickeln/weiterbilden. Es ist so viel möglich, also lasst euch nicht entmutigen. Es gibt einfachere Arbeitsplätze als den Bau, aber wer es wirklich will, der kommt damit klar.

Achja, hier noch eine Link zum Tarifvertrag IG Metall zu eurer Info, für die Ungläubigen: EG 10 A bekommt man i.d.R. mit Master/Dipl.-Ing. mit 1-2 Jahren Erfahrung. (Nach 1,5 Jahren im Betrieb wird man automatisch in die Gruppe B befördert). Zu dem Gehalt gibt es laut Tarifvertrag dann noch eine Zulage, die sich bis max. 28 % vom Bruttogehalt beläuft (anfangs wenig, dann immer mehr logischerweise). On Top kommt dann noch Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Gewinnbeteiligung und schwupps bist du bei ca. 70.000 € Jahresgehalt (wie in meinem Fall).

https://www.igmetall.de/docs_25...

Und nochmal, das ist nicht die Regel. Aber jeder kann diesen Weg oder auch einen anderen gehen. In anderen Branchen wird noch mehr gezahlt wie nach IG Metall!

MS | 08. März 2017 - 14:09

@M.Eng.:
Danke für deinen Beitrag. Hornisse hat auch in einem anderem Thema schon mein Gehalt angezweifelt. Naja, ich hab ihm mal meine Handynummer gegeben, dann kann man das auch gerne persönlich klären. Scheinbar sind hier in Bayern wohl andere Gehälter möglich. Aus meinen Abschlussjahrgang (wie treffen uns so 2-3 Mal im Jahr zum Stammtisch) kenne ich auch keinen der unter 50.000 €/a verdient. Vor allem die Bauleiter mit Firmenwagen 60+ Stundenwoche verdienen echt ordentlich. Natürlich gibt es auch ein paar die sind an der Uni, aber auch die haben ja mit E13 Stufe 3 bzw. 4 sogar schon über 50.000 €/a und deutlich weniger Stress. Ich finde es halt nur schade, dass man die jungen Bauingenieure mit den hier teilweise negativen Äußerungen über unseren Beruf abschreckt. Aber vielleicht wollen manche auch keinen Nachwuchs im Beruf haben!?

Hornisse | 08. März 2017 - 08:07

@M.Eng.:
Nette und wohlfeile Phrasen, die Du da drischst. Du selbst hast Dich von der Baubranche entkoppelt und verdienst nach (2 Jahren?) ausserhalb der Baubrache demnächst 70.000 EUR Gehalt.

Frage 1: Wenn es in der Baubranche so gut läuft, wie Du hier postulierst (ich kenne jemand, der jemanden kennt, der verdient 50.000), warum arbeitest Du dann ausserhalb des Bauwesens?

Frage 2: Warum sollte man Bauwesen studieren um dann doch nur verzweifelt zu versuchen zu den 0.1 % der Leute zu gehören, die es mit viel Glück / Beziehungen und/oder per Zufall herausgeschafft haben?

Frage 3: Wieviele Bauingenieure arbeiten ausserhalb der Baubranche? Wieviele innerhalb der Baubranche in tarifgebundenen Firmen und wieviele Stunden werden dort von ihnen pro Woche abgeleistet?

Komischerweise posten hier nur noch Trolle oder Lobbyschreiber. Alle irgendwie ausserhalb des Bauwesens bei 2-5 Jahren Berufserfahrung für 70.000 EUR aufwärts tätig oder im Bauwesen bei 35 Stunden die Woche und Dienstwagen bei 65.000 EUR. So dreist, wie in diesem "Fachforum" gelogen wird, so dreist lügt man ja nicht mal in der deutschen Politik. Die Realität ist leider eine andere. Bauwesen ist ein Studiengang für die unteren sozialen Schichten. Denen wird beigebracht wie man zu schuften hat, nicht wie man Geld macht. Wer Bauingenieur wird, entscheidet sich für einen Job, der wenig Geld bei viel Arbeit mit sich bringt. Was in einer Lowtech-Branche auch normal ist.

Jan | 07. März 2017 - 22:40

Es ist total verschieden. Kleine Büros zahlen gerade am Anfang nicht mehr als 38.000 Euro Gehalt im Jahr. Mittelständige 40.000 Euro Gehalt im Jahr. Das ist so die Regel für einen angehenden Statiker. Es gibt aber auch Ausnahmen. Ein Freund von mir fängt bei einem bekannten Bauunternehmen an, welches von Spaniern übernommen wurde, und er verdient ohne Erfahrung ca. 54.000 Euro im Jahr. Dafür muss er aber auch mehr als 40 h Arbeiten und auch für eine längere Zeit ins Ausland. Ein anderer Kommilitone arbeitet als Bauingenieur für einen Stahlrohrhersteller im Ruhrgebiet. Bei ihm lag das Einstiegsgehalt bei knapp 56.000 Euro. Er arbeitet allerdings auch mehr als 40 h und ist in ganz Europa unterwegs.

Ich denke schon, dass viele Gehälter nicht gelogen sind und man sollte immer im Hinterkopf behalten, wie viel man dafür arbeiten muss. Mein Einstiegsgehalt als Statiker lag bei 3.600 Euro Brutto im Monat, was einen Stundenlohn von 22,50 Euro entspricht, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 h. Würde ich 50 h die Woche arbeiten, hätte ich die gleiche Arbeitszeit wie ein Bauleiter (wenn nicht sogar weniger) und ein Monatsgehalt von 4.500 Euro. Also macht euch nicht verrückt und denkt immer daran, dass mit steigendem Gehalt, die Freizeit sinkt.

Glücklicher | 07. März 2017 - 22:19

@Hornisse:
Das könnte tatsächlich passieren. Ich werde mich nächstes Jahr auf 40 h/Woche hochstufen lassen und außerdem ist nächstes Jahr wieder Tarifverhandlung. Die 70.000 € werde ich dann wohl reißen. Um bei uns über 100.000 € Gehalt zu kommen braucht man allerdings eine Stelle mit Mitarbeiterführung/Disziplinarverantwortung. Wäre dann außertariflich. Maximale Tarifstufe ist 5.650 € / Monat x 14,6 + 850 €. Das wäre derzeit auch die geplante Endstufe für meine Stelle.

@Wolf:
1x Weihnachtsgeld (Novembergehalt)
1,6x Unternehmenserfolg + Leistungsprämie für 100 % Leistung (Aprilgehalt)

@DA71:
In der Energiebranche arbeiten (Netzbetreiber). Ist Konzerntarifvertrag (IGBCE). Leider geht es den Kraftwerkern grad nicht sonderlich gut. Deshalb gab es bei der letzten Runde nur 2,5 % für 2 Jahre.

Als Bauingenieur ist man doch Generalist und kann in vielen Branchen arbeiten. Und in allen Branchen gibt es Bauwerke, die geplant, gebaut und unterhalten werden müssen.

Max.1 | 07. März 2017 - 14:34

Bremen, Öffentlicher Dienst, Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst, Bruttogehalt gesamt: 3380,51 EUR, Master 3 Jahre Berufserfahrung.

Absolvent14 | 07. März 2017 - 10:13

@Glücklicher:
Dem entgegen stehen aber auch genug, die für weit weniger arbeiten. Ich habe ehemalige Kommilitonen, die jetzt in "Wald-und-Wiesen-Büros" Statik machen und deren Bezahlungsgrundlage die "Unverbindliche Gehaltstarifempfehlung" der Architektenkammer BaWü ist, obwohl sie keine Architekten sind. Kein Bonus, kein 13. geschweige denn 14. Gehalt. Daran ändert sich bei denen auch nach 5 Jahren nichts und schlimm genug, dass es noch ausreichend "Dumme" gibt, die sich für solche Stellen finden.

M.Eng. | 07. März 2017 - 08:30

@Hornisse:
Da muss ich meinem Vorredner rechtgeben, ich bin seit 3 Jahren im Geschäft (nicht in der Baubranche, aber als Bauingenieur tätig) und habe 4950 € (brutto) + Weihnachtsgeld + Urlaubsgeld + Erfolgsprämie... (ca. 70000 € jährlich, Tendenz steigend, da bald wieder Gehaltsverhandlung ansteht) Mir ist aber bewusst, dass viele Bauingenieure nicht das Geld sehen, von daher hast du auch recht. Jedoch ist es nach meiner Erfahrung und den Infos, die ich von vielen Freunden und Kommilitonen, habe bei weitem nicht so schlecht wie überall propagiert wird. Nach 2 Jahren ist jeder über 50000 € jährlich, alles in Bayern.

Also anstatt immer die "Lobbyarbeit" zu propagieren, sollte man sich auch mal eingestehen, dass durchaus auch mehr mögich ist. Es ist als Bauingenieur wie überall auch, was man aus sich macht, hat man immer noch (größtenteils) selbst in der Hand. Und wie bereits erwähnt ist die Situation mittlerweile für Bauingenieure durchaus ganz gut im Vergleich zu früher, deshalb kann ich persönlich die Statistiken nicht nachvollziehen. In meinen Augen sollte man darauf achten, dass der Betrieb tarifgebunden ist (egal ob Bau, Auto, Chemie, Pharma ...), denn nach Tarif wird i.d.R. mehr gezahlt. In kleine Ingenieurbüros ist dies oftmals nicht möglich, mit diesen Gehältern mitzuhalten.

DA71 | 06. März 2017 - 23:21

@Glücklicher:
4.555 Euro Brutto * 14,6 Monatsgehälter + 850 Euro steuerfrei (Horr, Horr, Horr) nach 5,5 (!!) Jahren - welcher Tarifvertrag soll das denn sein? - Und was muss man dafür als Bauingenieur tun?

Wolf | 06. März 2017 - 19:51

Mich würde mal interressieren wie man überhaupt auf 14,6 Gehälter im Jahr kommt!?

Hornisse | 06. März 2017 - 17:51

@Glücklicher:
Logo hast Du nach 5 Jahren 67.000 EUR Gehalt. Nächstes Jahr knackst Du dann die 70.000 EUR Grenze, nach 10 Jahren im Job sind es dann 100.000 EUR. Wie gesagt, postfaktisch und phantasievoll ist dieses Forum. Es hat kaum Informationsgehalt, ist aber dafür recht kurzweilige Unterhaltung.

Glücklicher | 04. März 2017 - 14:18

@Hornisse:
Ich denke du musst dir wohl oder übel eingestehen, dass du abgehangen worden bist. Kannst es anscheinend nicht glauben, dass andere, jüngere "Kollegen" mehr Einkommen haben als du. Ich bin z.B. 5,5 Jahre im Geschäft und habe 4555 € (Brutto) x 14,6 Gehälter + 850 € Steuerfrei im Jahr (Tarifvertrag). Kannste glauben oder auch nicht. Aber so ist es nun einmal.

Hornisse | 02. März 2017 - 18:38

@VB:
Wer nichtmal sieht, dass das Openposting von 2010 ist, der verdient in einem Ingenieurbüro nach 1 Jahr garantiert keine 3.800 Gehalt brutto pro Monat. Wahrscheinlich auch noch a 14 Monatsgehälter und mit PKW und Bonus.... ist ja logisch. So kennt man dieses Forum, so liebt man dieses Forum. Immer postfaktisch und fantasievoll. The sky is the limit. Warum lügt man sich unter den Leuten der eher im unteren Bereich angesiedelten sozialen Schichten (Bauingenieursstudenten und willige Lohnschreiber der Baulobby) eigentlich so gerne die Hucke voll bei Gehaltsangaben? Weiss das hier jemand?

VB | 02. März 2017 - 07:52

@Sven:
Also nach 4 Jahren mit einer solchen Tätigkeit wie Du sie beschreibst, bist du massiv unterbezahlt. Du bist ja quasi ein Ingenieurbüro im Ingenieurbüro. Ein Gehalt von mindestens 3800 brutto wäre angemessen. Ich habe in ähnlicher Position nach 1 Jahr bereits 3750 brutto Gehalt in einem mittelständischen Ingenieurbüro verdient.

ejjjj | 20. Februar 2017 - 19:31

Bauleiter Straßenbau, ca. 300 Mitarbeiter
Berufserfahrung
0 - 0,5 Jahre: 3200 € Gehalt ohne Abschluss (Praxissemester)
0,5 - 1,0 Jahre: 3482 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 6
1,0 - heute: 3700 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7

DD5 | 18. Februar 2017 - 20:38

@Jakub:
Nach meinen Erfahrungen kannst Du als Berufseinsteiger in Dresden zwischen 2500 bis 3000 EUR verdienen. Ich bin nach 5 Jahren Berufserfahreung bei 3700 EUR.

Statiker | 14. Februar 2017 - 11:16

@Baui-m, @BIM:
Entschuldigung der späten Rückmeldung, ich war schon ein paar Wochen nicht mehr im Forum. Ich bin einer der Glücklichen, die in der Automobilindustrie untergekommen sind, auch hier gibt es Bauabteilungen. Unsere Abteilung beinhaltet ca. 130 Baufachleute, weltweit. Also dementsprechend rar sind die Jobs und jeder möchte sie haben, von daher sehr hoher Konkurrenzdruck. Ich bin von der Statik in die Projektleitung gegangen, hier ist definitiv (auch außerhalb der Autoindustrie) mehr Geld zu machen. Von daher mein Tipp: Immer auch mal außerhalb der klassischen "Bauindustrie" nach Jobs suchen, z. B. Pharma, Chemie, Auto usw. Hier gibt es immer wieder sehr gute Jobs zu besetzen, allerdings wie bereits erwähnt, sind diese sehr schwer zu bekommen. Aber mit guten Referenzen und etwas Glück gehört man dazu.

Jakub | 14. Februar 2017 - 09:06

Ich bin 27, ein Jahr nach dem Abschluss (Technische Universität Breslau, Polen), Vertiefung Wasserbau und Tiefbau. Ich komme aus Polen und wohne seit 2 Jahren in Deutschland. Ich habe ein Semester Erasmusaustausch an der TU Dresden gemacht. Ich besitze sehr gute Deutschkenntisse und fließend Englischkenntnisse. Nach dem Abschluss habe ich ein 4-monatiges Praktikum gemacht (Bereich Baumanagement) und dann 5 Monaten als Bauführer in der Abteilung Abrechnung und Vermessung gearbeitet (Bereich Tiefbau). Monatsgehalt war 2500 €. Jetzt bin ich auf der Suche nach einer neuen Arbeit (Dresden und in der Nähe). Wie viel könnte ich in dieser Region verdienen? Sind 2500 € Gehalt im Monat ein Maximum für Dresden?

DA73 | 02. Februar 2017 - 22:00

Das Institut der Freien Berufe IFB hat seinen neuen Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Architektur- und Ingenieurbüros herausgegeben. Für vollzeitbeschäftigte Ingenieure ist dabei besonders interessant das Diagramm 2.3.12. Demnach sind zwischen 2013 und 2015 bei den Ingenieuren die Brutto-Jahresgehälter in allen Berufserfahrungsgruppen gesunken. Bei ein und zwei Jahren Berufserfahrung 2014 -0,6 Prozent und 2015 noch einmal -1,7 Prozent, bei drei bis zehn Jahren -1,2 Prozent und dann -1,7 Prozent und bei mehr als zehn Jahren Berufserfahrung -0,5 Prozent und dann sage und schreibe -8,0 Prozent.

Die Babyboomer gehen in Rente und die Nachrücker holen gehaltsmäßig nicht auf, im Gegenteil. Bedenkt man, dass dies in einer Zeit allgemeiner Lohnsteigerungen passiert und einer Zeit reger Bautätigkeit, in der die Baukosten und damit die Honrare gestiegen sind und dass die nominalen Bruttogehälter noch nicht mal inflationsbereinigt sind, liegt der Schluss nahe, um Ingenieurbüros im Bauwesen einen großen Bogen zu machen. Augen auf bei der Berufswahl. Gerade im Vergleich zum öffentlichen Dienst ist noch zu beachten, dass es da ja nicht nur die allfälligen Tariferhöhungen gibt, sondern auch noch die Höherstufungen innerhalb der jeweiligen Entgeltgruppe nach Dienstjahren. Dabei ist das Ende der Fahnenstange (nach unten) für die allergrößtenteils nicht tarifgebundenen Ingenieure in den Planungsbüros noch nicht erreicht, gibt es doch seitens der EU zunehmend Bestrebungen, die HOAI auszuhebeln. Hier noch ein Link zur Studie: http://bingk.de/wp-con...

Schorch | 31. Januar 2017 - 10:58

Danke für das Feedback @Farang und @PM:
Ich konnte mich jetzt nach wochenlangem verhandeln auf folgende Konditionen einigen: Spezialtiefbau eines Großkonzerns und Platzierung in Nord-Deutschland. Einstiegsgehalt Brutto 75.000 Euro inkl. Weihnachts- und Urlaubsgeld exkl. Erfolgsprämie. Wohnung wird temporär gestellt, danach gemäß Einsatzort verhandelbar. Firmenwagen wird gestellt (Größe Oberbauleiter, inkl. Tankkarte und Privatnutzung).

Möchte anmerken, dass ich noch weitere attraktive Angebote hatte (Max. Brutto 85.000 Euro), aber mir sowohl Position, Perspektive und Unternehmen des ersteren Angebotes deutlich besser gefallen haben. Für mich soll das obige Einstiegsgehalt nicht das Ende der Fahnenstange sein, weshalb ich andere Faktoren höher in Ihrer Priorität angesetzt habe. Kann wirklich nur jedem ans Herz legen, solange man es sich zeitlich und finanziell leisten kann, sollte man sich genau anschauen, mit wem man die nächsten Jahren zusammenarbeiten möchte. Gruß, Schorch

BD | 31. Januar 2017 - 00:43

Da ich hier während meines Studiums insgesamt über Jahre mitgelesen habe, möchte ich auch meine eigenen Erfahrungen (+ Studienkollegen) preisgeben. Ich möchte dazu sagen, dass ich alle Verträge gesehen habe und es sich dabei nicht um Gerede handelt. Die angegebenen Stunden spiegeln die reale Arbeitszeit wieder.

Einstiegsgehälter:
-Projektsteuerer Stuttgart 48.000 EUR bei 55-60 Stunden
-Business Development Bauzulieferer 52.000 EUR - 38 Stunden
-Bauabteilung eines großen Maschinenbauers 61.000 EUR bei 35 Std. Tarif (real Schnitt 38-es wird z.T. ausgestempelt und weitergearbeitet)
-Bauleiter Bereich Abbruch 51.000 + Firmenwagen 60 Stunden
-Bauleiter Bauunternehmen 39.000 + Firmenwagen - 55 Stunden

Alle haben wir ein Masterstudiengang absolviert und sind vor einem halben bis dreiviertel Jahr eingestiegen. Alle Unternehmen sind in Baden-Württemberg oder Bayern.

Das Forum hier hat mich oftmals an meiner Studienwahl zweifeln lassen. Ich habe mich (auch aufgrund des Forums) frühzeitig breit aufgestellt und schon während des Bachelors Projektmanagement vertieft. Den Master habe ich ebefalls in diesem Bereich gemacht. Aufgrund dieser Entscheidung war ich nicht nur für Bauunternehmen, -Zulieferer und Projektsteuerer attraktiv, sondern auch für Unternehmen außerhalb der Branche. Letztlich habe ich bei einem Bauzulieferer einen sehr guten Job gefunden. Das bringt mir zahlreiche Vorteile aus den hier oftmals zitierten anderen Industrien (insb. Sozialleistungen und Work-life-Balance), aber lässt mich immer noch an meiner Leidenschaft - dem Bauen - teilhaben.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass es wirklich kein Problem war einen Job zu finden. Lediglich einer von uns 5 war 2 Monate lang nach dem Studium ohne Anstellung. Ich kann nur jedem raten, der sich zu schlecht bezahlt fühlt, die aktuelle Situation auf dem Markt zu nutzen! Hier (ich spreche für Süddeutschland) suchen nahezu alle Bauunternehmen bzw. Unternehmen aus der Branche händeringend nach Mitarbeitern (insb. Bauleitern). Ich selbst konnte das bereits für die erste Gehaltsverhandlung nach der Probezeit nutzen. Keiner weiß wie lange das anhält - deshalb jetzt oder nie!

Ich möchte mich hier an dieser Stelle noch bei allen bedanken, die ihre Gehälter, Sorgen, Probleme und Wünsche geteilt haben! Auch wenn man hier nicht jeden Beitrag für Voll nehmen sollte, gibt es einem eine gute Orientierung. Dankeschön hierfür!

Baui-m | 26. Januar 2017 - 20:31

@Statiker:
In welche Branche hast du gewechselt und was machst du jetzt, wo du die Statik an den Nagel gehängt hast?

BIM | 26. Januar 2017 - 17:03

@Statiker:
Würdest du uns auch verraten, in welcher Branche du untergekommen bist?

M25 | 17. Januar 2017 - 15:30

Ich bin 25 Jahre alt, habe einen Masterabschluss im Baubetrieb. Angestellt als Bauleiter in einem Unternehmen >1000 Mitarbeiter. Brutto-Jahresgehalt von 50.000 Euro + Firmenwagen, obendrauf als Einstieg.

Statiker | 16. Januar 2017 - 11:22

@Jens:
Ich halte es für realistisch. Hängt auch ein wenig von dem Standort usw. ab. Ich bin nach dem Studium, ebenfalls Master, als Statiker mit 4000 € EUR eingestiegen, wobei ich aus Erfahrung sagen kann, dass das schon eher hoch ist. Die meisten meiner Kommilitonen sind in vergleichbarer Anstellung eher mit 3500 € Gehalt eingestiegen. Also ich denke es ist ein vernünftiger Lohn für den Einstieg. Ich selber bin mittlerweile nach 4 Jahren bei knapp 70000 € Gehalt angekommen, habe aber die Branche und den Job als Statiker gewechselt, da dort auf lange Sicht keine großen Sprünge zu sehen sind, außer man geht in die Selbstständigkeit.

GHT | 16. Januar 2017 - 01:06

Ich bin 25 Jahre alt, Studium vor kurzem abgeschlossen, Vertiefung: Baubetrieb und Wirtschaftswissenschaften, Notendurchschnitt 1,7, Einstiegsgehalt 52000 EUR, Mitarbeiter >1000.

Jens | 13. Januar 2017 - 16:50

Ich habe letztes Jahr mein Studium im konstruktiven Ingenieurbau (Master) mit einem Schnitt von 1.1 abgeschlossen. Würde gerne wissen ob ein Jahresgehalt von 44000 als Einsteiger ohne Berufserfahrung in der Tragwerksplanung/Projektingenieur angemessen ist?

Seite  « 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 »
Kommentar hinzufügen
Alias oder Vorname
Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
Kurz-Link  Kurz-Link zu diesem Forumthema:
https://www.bauingenieur24.de/url/900/1372
376 - 450 von 1657 Kommentaren im Forenthema Nr. 1372
 
Jobangebot als Sachbearbeiter/in Tief- und Straßenbaumaßnahmen (Bauleiter/in) (m/w/d) von Hanse- und Universitätsstadt Rostock Stellenangebot - Hanse- und Universitätsstadt Rostock sucht für Rostock, Mecklenburg-Vorpommern mit der Job Nr. 28356 im Stellenmarkt für Bauingenieure
Jobangebot als Kalkulator*in (m/w/d) für komplexe Abbruch-, Erd- und Tiefbauprojekte von KAFRIL Unternehmensgruppe Stellenangebot - KAFRIL Unternehmensgruppe sucht für Landkreis Leipzig mit der Job Nr. 27911 im Stellenmarkt für Bauingenieure
Jobangebot als Projektleiter Tiefbau / Straßenbau (m/w/d) 80 – 100% von BG Ingenieure und Berater AG Stellenangebot - BG Ingenieure und Berater AG sucht für Bern, Schweiz mit der Job Nr. 28043 im Stellenmarkt für Bauingenieure
Jobangebot als Architekt (m/w/d) von Wegener Massivhaus GmbH Stellenangebot - Wegener Massivhaus GmbH sucht für Paderborn, Nordrhein-Westfalen mit der Job Nr. 27993 im Stellenmarkt für Bauingenieure
Jobangebot als Bauingenieur (m/w/d) Vertiefungsrichtung Grundbau und Bodenmechanik von O + P Geotechnik GmbH Stellenangebot - O + P Geotechnik GmbH sucht für Hamburg mit der Job Nr. 28059 im Stellenmarkt für Bauingenieure
Jobangebot als Bauingenieur / Bautechniker (m/w/d) Kalkulation / AVA von SCHWEVERS & RAAB Stahl - Hochbau GmbH Stellenangebot - SCHWEVERS & RAAB Stahl - Hochbau GmbH sucht für Kalkar, Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen mit der Job Nr. 27972 im Stellenmarkt für Bauingenieure