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Montag, 25. Oktober 2021
Ausgabe 7371 | Nr. 298 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 6

1727 Kommentare | 762059 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Wolfgang | 17. August 2018 - 15:32

Jetzt habe ich das erstmals hier gelesen, und musste schmunzeln. Wer macht was alle machen, der bekommt auch was alle bekommen.

Wie zum Teufel kann man denn als Bauleiter mit 35 bis 40 Stunden hinkommen? Ich habe ja schon 50 Stunden zu tun, um die uns fehlenden Poliere zu kompensieren. Dazu kommt noch die darüber angesiedelte Arbeit als Bauleiter. Somit habe ich eigentlich immer ca. 60 Stunden die Woche. Und jetzt kommts: Als freiberuflicher Bauleiter streiche ich ca. 150.000 bis 180.000 € / Jahr ein. Natürlich habe ich für alle Abgaben, Steuern und Versicherungen selbst zu sorgen. Es entspricht aber immer noch einem Angestellten-Gehalt von ca. 120.000 € Brutto im Jahr. Leute, ihr müsst engagiert arbeiten, dann wird das auch was. Für Freizeitmaximierer und Laumänner ist auf dem Bau kein Platz. Wenn die Leistung top ist, dann ist Geld kein Thema; das kommt von alleine.

Ich für meinen Teil werde nur noch gerufen, wenn es der "Kollege Angestellt" versemmelt und verbaselt hat. Wenn die Termine kaputt sind und die Qualität suboptimal ist. Ab einem bestimmten Level ist man Troubleshooter, und das lassen sich die Firmen einiges kosten. Es wird nicht mehr nach dem Honorar gefragt, es wird auf das Potential für Verlustminimierung geschaut. Wenn ich einem GU 1 Miollion sparen kann, dann ist mein Honorar 5x erwirtschaftet. Ich koste kein Geld, ich erspare Ausgaben. Und genau dafür nehme ich mein Honorar und verteidige es auch.

Wer macht, was alle machen...

Bauing | 15. August 2018 - 19:57

@Bauwechsler:
In welcher Branche bist Du denn da jetzt? Was hast du dann studiert?

Bauwechsler | 15. August 2018 - 09:50

Wenn ich sehe, wie hier die kleinen Gehälter gefeiert werden ("48.000 - 55.000 € p. a. mit 5 Jahren Berufserfahrung") bin ich gottfroh nach meinem Bachelor im Bauwesen die Reissleine gezogen und mich noch einmal umorientiert zu haben. Habe mit 5 Jahren Berufserfahrung nun rd. 85.000 € Jahresgehalt mit der Option auf weitere (deutliche) Gehaltszuwächse in naher Zukunft, damit bin ich in meiner Branche aber nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Projekting | 10. August 2018 - 07:24

Im zweiten Jahr im Ingenieurbüro, direkt nach der Uni ohne Berufserfahrung. Master Abschluss an der Uni: 48.000 Euro Jahresgehalt bei 13 Gehältern. 40 h die Woche und 28 Urlaubstage. Überstunden können ausgezahlt oder abgefeiert werden.

Civil-Engineer | 09. August 2018 - 09:08

Die Situation ist doch ganz einfach: Wer bereit ist, Einsatz zu zeigen, räumlich flexibel und reisebereit ist, kann auch viel verdienen. Wer eher auf "work-life-Balance" bedacht ist eben nicht (vor 20 Jahren bei meinem Berufseinstig gab es diesen Ausdruck noch nicht). Führungskräfte wie ich (ich leite ein Ingenieurteam mit 30 Mitarbeitern) haben deshalb mit dieser Art der Schonhaltung ihre Probleme. Zur Zeit stelle ich verstärkt räumlich flexibele Mitarbeiter aus dem (europäischen) Ausland ein, bezahle aber ortsüblich. Und das liegt im größeren Ingenieurbüro bei Mitarbeitern mit etwa fünf Jahren Berufserfahrung bei etwa 48.000 bis 55.000 Euro p.a. Dazu kommt (bei Reisebereitschaft) ggf. ein Dienstwagen oder eine Bahncard 100.

Bei überregionalen Einsätzen übernehmen wir die Kosten für eine Dienstwohnung in angemessenem Umfang. Der "Verdienst" (da steckt das Wort "dienen" drin) steigt mit zunehmender Erfahrung, Einsatzbereitschaft, etc. Oder es bewegt sich halt nicht analog zum Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin.

derBachelor | 09. August 2018 - 07:53

M 29, Bachelor Bauingenieurwesen, 0,5 Jahre Fachbauleitung mit 2.500 € Brutto Gehalt, danach Branchenwechsel mit IG Metall-Tarif. Nach 3 Jahren mit ca. dem Doppelten als Bruttogehalt monatlich + Sonderzahlungen und 35 Std./Woche, Überstunden als Freizeit.

Bauingo | 07. August 2018 - 14:58

29 m, Masterabschluss Bauingenieurwesen, seit 2 1/2 Jahren in der Bauleitung im Tiefbau, 4102 EUR Bruttogehalt monatlich, Dienstwagen, offiziell 40 Std./Woche, keine Überstundenvergütung.

BauleiterFHMaster | 24. Juli 2018 - 17:43

Nachdem ich bisher stiller Mitleser war, darf auch ich meine gehaltliche Situation präsentieren: Bauleiter im Rheinland, Master mit Note 1,9 an der FH Ende 2013 abgeschlossen, Werkstudent ab Anfang 2012 bei meinem späteren Arbeitgeber, einem Projektentwickler mit bundesweiten Projekten. Als Bauleiter bin ich nach dem Abschluss mit 3500 € brutto / Monat (42.000 € Jahresgehalt) eingestiegen. Zeitliche Belastung immens, 60 h/Woche Regel, teils Samstagsarbeit zusätzlich, Einstellung auf 2 Jahre befristet. Nach dem ersten erfolgreich abgewickelten Projekt mit viel Stress, aber auch Hingabe und Engagement, Gespräch mit Geschäftsführern über weiteren Verbleib nur unter der Voraussetzung mehr Personal einzustellen und Gehalt anzupassen.

Mehr Personal wurde angestellt, dieses wurde mir fachlich sogar mit 2 Jahren Berufserfahrung unterstellt, Anpassung Gehalt auf 4500 € / Monat (54.000 € Jahresgehalt). Zeitlich immer noch stressig, aber realistisch um 50 h/Woche, für mich persönlich im Rahmen. Nach weiteren 2 Jahren Projekt erfolgreich beendet, Umstieg in Projektleitung kaufmännisch. Gehalt geblieben, aber deutlich weniger Stress. Über die gesamte Zeit keine Boni oder Weihnachtsgeld / Urlaubsgeld, auch kein Dienstwagen. Dennoch bzw. vielleicht auch deswegen zog es mich zurück ins Kerngeschäft, die Bauleitung.

Daher Mitte 2017 umorientiert und nun bei einem großen Mittelständler angestellt als Bauleiter: Projekte stets per Auto am gleichen Tag erreichbar. Stundenbelastung regulär 42,5 h/Woche, Überstunden überschaubar, max. 5 h/Woche, wenn sie anfallen werden sie kulant innerhalb des Baustellenteams "abgefeiert" (nach Rücksprache Freitags mal frei, halber Tag für Behörden- oder Arztbesuche frei). Angestellt bin ich bei einem großen Mittelständler mit mehreren Niederlassungen, Projekte zwischen 8 und 35 Millionen werden derzeit realisiert. Zuständig bin ich für zwei Projekte, hier auch fachlich meinen Bauleiterkollegen vor Ort vorgesetzt, die Projekte werden von einem Oberbauleiter buchhalterisch gemanaged und die Vergaben werden vorbereitet vom Innendienst.

Das Geschäft vor Ort betreue ich mit Bauleiterkollegen und Polieren. Nun zum aktuellen Gehalt: Einstieg Mitte 2017 mit 4650 €/Monat tarifgebunden, Dienstwagen Mittelklasse users-choice VW-Konzern (bis ca. 42.000 € Brutto-Listenpreis, also etwa Passat wenig Ausstattung oder Octavia voll etc.), 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld gem. Tarif 720 €/Jahr, Sonderzahlung prozentual von Projektgewinnen. Nach Anpassung Gehalt mit der Tariferhöhung um 5,7 % im Mai 2018 komme ich nunmehr auf 4.917 € / MOnat + o.g. Zulagen und geldwerten Vorteil aus Dienstfahrzeug mit Privatnutzung und Zulagen aus Tarifabschluss, mithin auf ein Jahresbrutto von fix ca. 70.000 €. Zuzurechnen ist die variable Gewinnbeteiligung in Höhe von ca. 3500-7500 €/Jahr. Darüber hinaus ist eine weitere, außertarifliche Gehaltserhöhung wegen guter Leistungen nach Abschluss des ersten Projekts bereits zugesagt.

Ergo: Sucht neue Herausforderungen und wechselt den Job, es gab noch nie so gute Aussichten für uns Bauingenieure wie derzeit. Selbst im Vergleich mit Freunden, die Maschinenbau im gleichen Zeitraum studiert und abgeschlossen haben, wie ich, stehe ich nicht schlecht da. Grüße aus dem Rheinland.

Quereinsteigerin | 11. Juli 2018 - 14:57

Ich bin Bauleiterin seit 2 Jahren in einem großen Gerüstbauunternehmen, habe eine Ausbildung als Industriekauffrau in einem Geothermie Unternehmen absolviert. Habe danach gleich den Wirtschaftsfachwirt absolviert. Im Herbst beginne ich den Bautechniker in Teilzeit. Ich habe mich bislang bei 3400 Euro (39 Stunden Woche) bewegt (jede Überstunde bezahlt), wobei der Geschäftswagen (Mercedes C-Klasse) dabei ist ohne 1 % Regel, Weihnachts- und Urlaubsgeld. In den nächsten Tagen habe ich ein Vorstellungsgespräch bei einem sehr großen Bauunternehmen im Oberallgäu als Bauleiter im Kanalbau. Hier strebe ich 4500 Brutto + Geschäftswagen + Urlaubgeld + Weihnachtsgeld an. Meine Meinung ist, die Baubranche ist heute so schnelllebig, man muss auf Zack sein, wissen was man will und was nicht. So ist es auch bei der Gehaltsverhandlung, man sollte sich nicht zu schade sein auch mal "Nein" zu sagen. Die Arbeitnehmer im Bausektor haben gerade gute Zeiten und sollten sich auch so verkaufen.

Absolvent Y | 03. Juli 2018 - 23:05

Ich kann mich den seit kurzem hier aufgerufenen Gehältern anschließen: 50.000 EUR zum Einstieg, zzgl. Sonderzahlung und Firmenwagen. Freie Wirtschaft in weltweit agierendem Unternehmen, nicht die klassische Bauwirtschaft, sondern in Richtung Immobilienmanagement.

Bauing | 17. Juni 2018 - 17:56

@Projektleiter:
Ja nicht schlecht! In welcher sparte des bauwesens bist du unterwegs, wenn man fragen darf? Wasser, konstruktiver ingenieurbau...? Ich arbeite seit 3 Jahren in einem Ingenieurbüro für konstruktiven ingenieurbau und die sind sehr knauserig mit dem Gehalt. Boni, Weihnachtsgeld und urlaubsgeld sucht man auch vergebens.

Projektleiter | 12. Juni 2018 - 16:22

Position: Projektleiter/Entwickler; Studium: Bauingenieurwesen (Fachhochschule); 9 Berufsjahre; 40 h Woche + 2-5 Überstunden/Woche; 14 Gehälter; Jahresgehalt 75.000 € zzgl. Projektprämie pro Projekt 3-5 Monatsgehälter (Projektlaufzeit 3-5 Jahre / ich betreue 3-5 Projekte); Dienstwagen Klasse Audi A4

Immobilienmensch | 20. April 2018 - 22:52

Jahrelang habe ich nun in diesem Thread mitgelesen. Habe neben den Pessimisten, die mich an meiner Studiengangwahl haben zweifeln lassen, auch den doch eher positiven Trend in der letzten Zeit verfolgt. Nun kann ich auch selbst etwas zu diesem Thema beitragen.

Zunächst einmal höre ich bei uns im Unternehmen sehr oft die klagenden Worte aus den (anderen) Abteilungen, keine qualifizierten Leute zu finden. Der Markt sei einfach leergefegt. Selbiges wurde mir auch bereits von Personalberatern mitgeteilt. Ferner spricht die Tatsache, dass selbst ich als Frischling auf Xing bereits mehrfach von eben solchen Personalern angeschrieben wurde, teilweise bereits mit konkreten Jobs und Vorstellungen, für den hohen Bedarf. Man kann das nun alles werten, abstreiten oder was auch immer, so wie es in der Vergangenheit in diesem Forum bereits zur Genüge zu lesen war. Dies ist jedoch meine Erfahrung und da der Informationsgewinn hier trotz der bereits erwähnten negativen Beiträge eine positive Sache für mich war, nun zu meinem eigenen Werdegang. Vielleicht helfe ich damit ja auch jemandem.

Ich habe im Bachelor klassisch Bauingenieurwesen studiert, mit all den dazu gehörigen technischen Grundlagen. Der Master hingegen war ganz klar auf die wirtschaftlichen Bereiche fokussiert. Rückblickend kann ich für mich sagen, dass das eine sehr gute Wahl war, sofern man sich nicht als reinen Techniker sieht. Neben dem Studium habe ich immer gearbeitet, auch mehrere Jahre als Werkstudent sowie Hilfskraft am Lehrstuhl. Eine Ausbildung habe ich vorher nicht absolviert.

Eingestiegen bin ich nun in einem internationalen Immobilienkonzern als Trainee. Mein Grundgehalt beträgt 4400 € je Monat, zuzüglich Bonuszahlung sowie Firmenwagen. 40 h Woche mit eher wenig bis gar keinen Überstunden. Von den Konditionen her aus meiner Sicht also sehr gut. Fairerweise muss man sagen, dass ich sicherlich nicht den klassischen Beruf des Bauingenieurs ausübe (Bauleiter oder Tragwerksplaner). Dies zeigt aber auch, dass es durchaus andere Möglichkeiten gib als eben diese Berufsbilder auszuüben, was ich auch bei meinen Kommilitonen beobachten kann.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, blickt nach links und rechts, probiert während des Studiums Sachen aus und versteift euch bei der Berufswahl nicht nur auf die grossen Baufirmen oder lokalen Planungsbüros. Wobei Erstere ja auch durchaus gute Gehälter zählen - nicht jedoch unbedingt guten Lohn als Werkstudent, wie ich aus erster Hand berichten kann. Wie schon oft hier erwähnt wurde, liegen die besser bezahlten Jobs auch bzw. gerade dort, wo die meisten nicht suchen oder auch nicht hinwollen: In Nischen und/oder Unternehmen anderer Branchen.

Auch wenn es gemütlich ist, bei Müller und Mayer um die Ecke im Statikbüro anzuheuern. Na ja ihr wisst worauf ich hinaus will. Selbstverständlich landen die meisten Absolventen des Bauingenieurwesens am Ende in den klassischen Bereichen. Denkt nur daran, dass es immer Alternativen gibt, wenn es euch dort nicht passt. Prioritäten muss jeder selber setzen. Bis dahin!

M.Sc | 16. April 2018 - 22:00

Einstiegsgehalt 50.000 EUR im Bereich Geotechnik, 40 h/Woche, Master-Abschluss. Das ist sicherlich das Maximum was geht und meines Erachtens nach ein gutes Angebot. Vielleicht bzw. wahrscheinlich sind Nischen-Fachgebiete besser bezahlt.

Dene | 16. April 2018 - 21:10

Was soll denn bitte ein schlechtes Gehalt sein, wenn es 3.000 € nicht sind? (Wir reden ja offensichtlich von einem Bruttogehalt) Aber genau wegen dieser Einstellung ("also 3.000 € sind ja nicht sooo schlecht, reicht ja für ne zwei Zimmer Wohnung, Lebensmittel von Aldi und Kleidung von H&M“) bekommen Bauingenieure eben auch das, was sie verdienen, ein deutlich unterdurchschnittliches Gehalt, viele Überstunden und "Spaß am Job" inklusive.

EST | 15. April 2018 - 12:31

@einsteigerin:
3000 € Gehalt für einen Bachelor-Einsteiger ist nicht schlecht. Grundsätzlich krankt die ganze Brache an mangelhafter Lobbyarbeit. Es fehlt ein "Marburger Bund" oder eine "Vereinigung Cockpit". Solange die Büros und zugehörigen Berufsverbände nur auskömmliche und keine sehr guten Honorare anstreben, werden sie auch nur auskömmliche aber keine guten Gehälter anbieten können.

GST | 15. April 2018 - 09:19

@Einsteigerin:
3500 € x 12 macht 42000 € Jahresgehalt nach der Probezeit in Bayern. Das ist sicherlich angemessen und du liegst damit auch in der Statistik. Die 500 € kann man ruhig einfordern, wie ich finde.

Einsteigerin | 10. April 2018 - 16:41

Ich würde mich auch gerne mal zu diesem Thema äußern: Ich 24 w, habe einen Bachelor (TH) und habe ein Einstiegsgehalt von 3000 € im Monat Brutto. Ich arbeite in Bayern, bin in der Tragwerksplanung tätig und habe eine 40 h Woche. Vertraglich wurde eine Neuverhandlung des Bruttolohns nach der Beendigung der Probezeit festgehalten, da ich auch im Vorstellungsgespräch schon ein höhere Gehaltsvorstellung geäußert habe. Diese wurde mit der Begründung Einsteiger und man weiß ja nicht ob die Person im Betrieb bleibt abgelehnt. Nun steht bald die Verhandlung an und ich persönlich finde eine Gehaltserhöhung von 500 € im Monat angemessen. Mein Einstiegsgehalt war mir gefühlt zu gering. Nun würde ich gern eure Meinungen / Ratschläge dazu hören. Danke!

Aussteiger | 10. April 2018 - 08:34

@Nocheinaussteiger:
Natürlich sollte man das nicht mit dem Ziel studieren, aus der Baubranche rauszukommen. Ich habe es studiert, weil mir der Bau Spaß macht. Und ich bin nach wie vor darin tätig, nur eben in einer anderen "Branche". D.h. für mich aber nicht, dass ich das Studium bereue. Mir hat der Job in der Baufirma genauso auch Spaß gemacht, trotz höherer Stundenbelastung. Ich hatte eben das Glück, dass mir diese Chance ermöglicht wurde und da habe ich zugepackt. Das würde jeder so machen. Und natürlich bin ich jetzt noch viel zufriedener. Aber grundsätzlich sollte man das studieren, was einen interessiert. Und das Gehalt auch in der Baubranche ist momentan nicht schlecht. Auch wenn man mehr Stunden dafür leisten muss, so stehen doch am Ende ganz gute Ergebnisse (Gehalt) da.

Ich sehe das wie @Man.Bauing., man sollte hier nicht anfangen, den Stundenlohn auszurechnen. Mehr Stunden ist Teil des Bauwesens (v.a. Bauleitung/Projektleitung). Dafür kann man aber auch hier relativ schnell in Richtung 70.000-80.000 € Jahresgehalt aufsteigen. Natürlich muss man weiterhin viele Stunden dafür leisten, aber wenn man gut verdienen will, dann geht das auch in der Baubranche. Und ein Söldnerleben ist das nicht zwingend. Ich war immer in meiner Region unterwegs. Es kam so gut wie nie vor, dass ich nicht zu hause geschlafen habe, mein Privatleben war also weiterhin existent.

Aber grundsätzlich denke ich, dass man Bauingenieur studieren kann und auch soll, wenn einen der Bau fasziniert. Wer es etwas "fairer" haben will, sollte eher in Richtung Maschinenbau, Elektroingenieur etc. gehen. Aber das sind ja komplett unterschiedliche Berufswege. Einen "Bauverrrückten" wirst du nicht glücklich sehen als Elektroningenieur.

Ich denke zusammenfassend kann man es so sehen: Bauingenieure sind gesucht und gefragt. Der Einstieg momentan nicht schwer, und man kann gut was verdienen. Bewusst muss einem halt sein, dass man dafür auch mal eher 50 h arbeiten muss, während es in anderen Branchen das selbe Gehalt für 35-40 h gibt. Aber das sind Stundenlohnrechnungen, die ich persönlich nicht für sinnvoll halte. Jeder muss das für sich selber entscheiden.

BauDde | 25. März 2018 - 18:33

Ich würde gern wissen, ob sich mein Gehalt bzw. meine Gehaltsentwicklung eurer Meinung nach im Durchschnitt befindet, oder ob ich doch langsam einen Wechsel in Betracht ziehen sollte. 2014 habe ich bei einem kleinem bis mittelgroßen Planungsbüro im Westen als Projektingenieur im Straßenbau für 2650 Euro/Monat angefangen (als Bachelor.) Seitdem jährliche Erhöhungen bis zum jetzigen Gehalt von 3300 Euro/Monat + Weihnachtsgeld mit fast 4 Jahren Berufserfahrung. Die meiste Zeit habe ich Ausführungsplanungen und Leistungsverzeichnisse erstellt und seit einem halben Jahr bin ich zusätzlich in der Bauüberwachung tätig. Meistens arbeite ich 40-45 h die Woche, wobei Überstunden abgefeiert oder ausbezahlt werden können.

Petersens | 24. März 2018 - 12:47

Ich bereue meine Entscheidung - vor fast einem Jahrzehnt das Studium begonnen zu haben - auch kein bisschen. Ich bin nach dem Abschluss des Studiums direkt in den öffentlichen Dienst gegangen und bin im TV-L in der E12/4 mit Zulagen eingestuft (allerdings keine Bereitschaft oder Wochenendarbeit, sondern dafür, dass ich einen technischen Hintergrund habe). Alles in allem sind das gute 60.000 EUR Jahresgehalt bei wirklich festen 40 h pro Woche. Montag bis Donnerstag je eine halbe Stunde länger, dafür wird freitags bereits nach 6 Stunden ausgestochen. Vollkommen frei in der Gestaltung meiner Arbeitszeit, keine Kernzeit, keine bösen Vorgesetzten, alles sehr freundschaftlich. Ich kann wirklich sagen, dass ich vollkommen zufrieden bin. Klar ist die Arbeit oft sehr viel Verwaltung, allerdings betreue ich doch regelmäßig selbst Baustellen. Für mich persönlich ein zufriedenstellender Mix.

BauBob | 23. März 2018 - 11:33

Meiner Meinung nach ist die Sache ganz einfach! Hier gibt es Leute, die rechnen das Gehalt in Stundenlohn um und stellen fest: Oh, der Stundenlohn ist geringer als bei einem Maschinenbauer oder was auch immer. Ich sehe das so: Ich verdiene für eine Arbeit, die mir sehr sehr viel Freude bereitet, monatlich gutes Geld! Alternativ kann ich auch einen Job ausüben, der mir Zeit und Geld bringt, aber keinen Spaß macht. Es geht doch nicht immer nur ums Geld. Man verbringt schließlich 50 % seiner Lebenszeit im Beruf! Dann sollte die Sache Spaß machen.

Man. Bauing. | 22. März 2018 - 12:31

@nocheinaussteiger:
Keine der hier genannten Personen in der Bauleitung haben eine 60 h Woche. Und als Einstiegsgehalt ist das meines Erachtens gut. Ein Kumpel im Personalbüro (ebenfalls mit Uni Abschluss) verdient, in einer anderen Branche bei gleicher Arbeitszeit, deutlich weniger. Auch das unten genannte Gehalt als Tragwerksplaner mit einem unterdurchschnittlichen BA-Abschluss und viel mehr Semester, ist doch OK als Einstieg. Also man muss nicht alles schwarzmalen. Natürlich gibt es Branchen, die besser bezahlen, aber life isn't fair. Ich werde mich nicht kaputt machen und bin meines eigenen Glückes Schmied.

Lolo | 20. März 2018 - 07:40

Meine Erfahrungen mit dem Gehalt: Ingenieurbüro, Bauoberleitung mit 53.000 EUR Jahresgehalt und mit 6 Jahren Berufserfahrung. Fahrzeit zur Arbeit 40 min und mehr. Dann gewechselt zum öffentlichem Dienst: TVÖD 12 mit Zulagen (Rufbereitschaft und Überstunden) ca. 65.000 EUR (Grundgehalt 59.000 EUR) Fahrzeit zur Arbeit 18 min. Trotz Überstunden und Rufbereitschaft habe ich deutlich mehr Zeit für meine Familie. Ich sehe kein Anlass wieder in die Wirtschaft zu wechseln.

Nocheinaussteiger | 19. März 2018 - 23:35

@Ma.Bauing.:
Die genannten Gehälter sind doch nicht gut, die angeführten 52.000 EUR entsprechen bei der in der Bauleitung üblichen 60 Stundenwoche einem Stundenlohn von lächerlichen 16 EUR. Bei der im Maschinenbau üblichen 35 Stundenwoche entsprechen die 52.000 EUR dann schon ca. 28 EUR, hieraus resultiert eine Gehaltsdifferenz von 75 %. Um angemessen (= vergleichbar mit einem Durchschnittsmaschinenbauer) bezahlt zu sein, müsste ein Bauleiter demnach ca. 91.000 EUR Jahresgehalt verdienen - tut er aber nicht. Die Baubranche -und hier insbesondere die Bauleitung - ist das richtige für Charaktere die sich gerne für klein(st)es Geld kaputtarbeiten.

Ma.Bauing. | 18. März 2018 - 12:53

Also da sich mein Masterstudium dem Ende zuneigt, und einige Kommilitonen schon einen Job haben, weiß ich was so ca. gezahlt wird:

  1. Jobs, gerade in der Bauleitung, gibt es wirklich wie Sand am Meer. Wenn man jetzt noch örtlich flexibel ist, ist das mal 0 Problem.
  2. Zwei Kumpels von mir fangen in 2 größeren Baufirmen an (360-500 Mitarbeiter) und verdienen als Berufsanfänger mit einem Masterabschluss ca. 52.000 EUR Brutto + Firmenwagen im Jahr. Natürlich in der Bauleitung mit einigen Überstunden, aber das ist safe drin.
  3. Ein weiterer verdient als Tragwerksplaner (Hessen) mit einem Bachelorabschluss (keine Regelstudienzeit) ca. 42.000 EUR Einstiegsgehalt.
Der Markt gibt diese Gehälter einfach momentan her und wer sich gerade jetzt unterm Wert verkauft, ist meines Erachtens selbst Schuld.

ThyEngi | 17. März 2018 - 17:01

Ich arbeite in Österreich und habe etwas länger als Durchschnittsstudiendauer studiert und nicht all zu gut verhandelt - Wollte schnell einen Job, auf der Baustelle sein und keine Überstundenpauschale haben. (Habe kaum Berufserfahrung, aber einen Abschluss mit Auszeichnung) Verdiene montatlich 2762,- Euro Brutto. Da es hier ein 13 und 14 Gehalt gibt, verdiene ich somit jährlich 38.668,00 brutto. Ich bekomme je Arbeitstag 15,10 € Essensgeld und ca. 24 € KM-Geld (netto). Dazu mache ich ca. 35 bezahlte Überstunden im Monat. Somit verdiene ich Netto zwischen 3200 - 3300 Netto monatlich und wenn ich das 13 und 14 Gehalt umlege, verdiene ich ca 3550 bis 3650 Netto monatlich. Ehrlich gesagt, finde ich das ganz ok. Bin jetzt seit ca 1,2 Jahren bei der Firma und werde nach Projektende eine Gehaltserhöhung (Grundgehalt) fordern.

AlHu | 16. März 2018 - 22:04

@Oida Hund:
Ein Weg, der natürlich mit Leichen gepflastert ist. Nicht wenige endeten als Einzelkämpfer, die nach den Zahlen in den Bürokostenvergleichen weniger verdienen als Angestellte. Auch die Zukunft der HOAI ist noch nicht in trockenen Tüchern. Das wird weiter zu beobachten sein. Planungsbüros haben keine Lobby, zukünftig wird man sich dort auch mit den personellen Brosamen abfinden müssen, die vom Tisch des Öffentlichen Dienstes und der Baukonzerne herabfallen. Klar, auch in den Baukonzernen wird besser verdient als in Planungsbüros, aber gerade die Älteren werden noch in Erinnerung haben, wie schnell vor anderthalb Jahrzehnten bei Holzmann, Dywidag, Walter Bau et. al. das Licht aus war und der Schlüssel zum Firmenwagen beim Pförtner abzugeben war. Diejenigen, die das durchgehalten haben, haben teils einen hohen Preis dafür gezahlt.

Oida Hund | 16. März 2018 - 13:11

Hier mein Rat nach 25 Jahren Tätigkeit als Bauingenieur: Wenn ihr Geld verdienen wollt, dann müsst ihr euch auf alle Fälle selbständig machen. Kombinationen in der Übergangszeit (Teilzeit Angestellter / Selbstständige Tätigkeit) machen kaum Sinn und zeugen eher von nicht brauchbarer Unsicherheit. Entweder ihr habt den notwendigen Zug und den Mut zur Selbstständigkeit oder ihr bleibt angestellte Arbeitssklaven mit magerer Entlohnung. Viel Glück und habt den Mut!

nocheinaussteiger | 13. März 2018 - 18:19

@Aussteiger:
Sie skizzieren hier eine heile Bauwelt, die Sie anhand Ihres eigenen, vermeintlich sehr guten Einstiegsgehaltes von "knapp über 50.000 € Region Bayern" belegen (zum Vergleich: das sind netto rd. 2.300 € monatlich und damit 500 € weniger als ein Grundschullehrer in seinem ersten Jahr verdient!) , nur um dann ein paar Absätze weiter unten auszuführen, dass sie die Baubranche aufgrund der "unglaublichen Arbeitszeiten" die Sie nach eigenem bekunden "nicht ausstehen konnten" verlassen haben.

Zunächst einmal: Glückwunsch zum gelungenen Exit! Allerdings verstehe ich Ihre Schlussfolgerung, es sei in der Branche nicht alles so schlimm wie es aussieht oder es einem die Statisiken glauben machen wollen, nicht. Denn Sie sind doch selbst der Beweis dafür, dass das Bauingenieursstudium auch im aktuell wirtschaftlich starken Umfeld der Garant für ein finanziell unbefriedengendes Berufleben ist - so lange man sich eben nicht fernab der Heimat 60 h die Woche als Bauleiter verheizen lassen möchte (wobei angemerkt sei, dass in anderen Berufen in denen vergleichbar viel gearbeitet wird - als Beispiel sei hier die Unternehmensberatung genannt - Gehälter > 100.000 € bereits nach wenigen Jahren Berufserfahrung eher die Regel als die Ausnahme darstellen) oder aber mit sehr viel Glück eine der extrem raren Stellen bei einem branchenfremdem Unternehmen findet.

Mit dem Ziel, nach dem Studium bei einem Chemie-, Automobil-, Energie- oder Whatever-Konzern für 80.000 €+ bei 35 h/Woche unterzukommen, würde ich daher jedem Studieninteressenten DRINGEND von einem Bauingenieursstudium abraten, ganz einfach da die Chancen, als solcher in einem branchenfremden Unternehmen unterzukommen, lächerlich gering sind, da diese kaum (für was denn auch ??) Bauingenieure benötigen. Sprich: Wer als Ingenieur gut verdienen möchte, sollte sich auf die Fächer konzentrieren, in denen gutes Geld verdient wird (z.B. Maschinenbau, Elektrotechnik).

Malcolm | 07. März 2018 - 20:36

@Aussteiger:
(Und der Chef wird von sich aus einen Teufel tun und jemand freiwillig mehr Geld geben). Der Satz fasst alles zusammen. Das kapieren aber die meisten Kollegen nicht und jammern weiter.

Aussteiger | 28. Februar 2018 - 07:10

Da ich das Forum hier schon lange verfolge und die diversen Positionen durchaus nachvollziehen kann, wollte auch ich mal meine Gedanken dazu abgeben. Leider, so ist es überall, gibt es auch im Baugewerbe extreme Beispiele für gute und schlechte Bezahlung. Ich bin nach dem Studium mit Master damals bei einem Mittelständler mit 4.000 € monatliches Gehalt plus Weihnachts- und Urlaubsgeld in der PL eingestiegen. In Summe knapp über 50.000 € (Region Bayern). Gesagt sei, ich war dort 2 Jahre Werkstudent während meines Masters und hatte dadurch sicherlich auch einen Vorteil beim Verhandeln.

Das war für mich als Frischling schon ein tolles Gehalt und ich lag damit auch etwas über meinen Kommilitonen, welche alle im Schnitt eher bei ca. 45.000 € jährlich lagen. Aus meiner Erfahrung heraus gibt es sehr viele Kollegen, die schon seit Jahren/Jahrzenten in der Branche sind, und (berechtigt) aufschreien und solche Einstiegsgehälter nicht glauben wollen/können, da sie selbst kaum mehr verdienen nach 10/20/25 Jahren. Das Problem: In den letzten Jahren gab es enorme Bewegungen bei den Bedarfen an Ingenieuren und das spürt man (in meiner Region) auch am Gehalt.

Nicht nachvollziehen kann ich die Statistiken, die immer wieder hier reingeworfen werden, wo wir unglaublich schlechte Gehälter bekommen. Das gibt mir immer das Gefühl, dass wir künstlich unten gehalten werden sollen. Leider verschlafen das die älteren Kollegen oft und fordern nicht ihren gerechten Anteil. (Und der Chef wird von sich aus einen Teufel tun und jemand freiwillig mehr Geld geben). Deshalb mein Apell (an alle Ungläubigen): Fordert was euch zusteht, bewerbt euch woanders um euren Marktwert zu checken und holt so das Beste für euch heraus. Anders habe ich es selber auch nicht gemacht!

Was ist aus mir geworden? Ich konnte diese unglaublichen Arbeitszeiten in der Baubranche nicht ausstehen. Leider gibt es hier noch zu oft Ausbeuter, wo man (zwar ein gutes Gehalt bekommt), dafür aber auch 50-60 h arbeiten muss. Dies vor allem in der Bauleitung und Projektleitung. Ich persönlich habe damit gehadert und wollte auch Zeit haben, mein Geld auszugeben. Nach einigen Bewerbungen habe ich eine Zusage in der Automobilbranche bekommen. Und wer diese Branche (oder aber auch Chemie, Pharma usw.) kennt, der weiß dass hier das schönere Leben beginnt. Ich arbeite jetzt bei realen 35 h die Woche mit einem Jahresgehalt von über 80.000 €. Ganz normale Randbedingungen für einen Ingenieur bei der IG Metall.

Es gibt unglaublich viele Firmen und Branchen, die Baufachleute benötigen. Es gibt noch mehr wie Baukonzerne und Baufirmen, wo man sein Geld (deutlich besser) verdienen kann. Klar, diese Stellen sind begrenzt, aber es gibt sie ausreichend, wenn man ein bisschen nachbohrt und sich gut verkaufen kann. Wie heißt es so schön: Du bist, was du isst. Jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich. Wer also lieber jammert und ungläubig sitzen bleibt, braucht sich nicht wundern, wenn andere (jüngere) Kollegen einen auf der linken Spur überholen.

Sergej | 26. Februar 2018 - 17:57

Ich bin nun seit 4 Jahren im öffentlichen Dienst. TVÖD 11, Stufe 3. Verdiene ca. 48.000 EUR Jahresgehalt Brutto für eine 39h/Woche. Kaum Verantwortung und gehe einmal im Jahr zum Bildungsurlaub. Ich werde bald auf 28 Stunden reduzieren und zwei Homeoffice Tage beantragen. Dann hab ich meinen Traum erfüllt.

Mainz_ole | 23. Februar 2018 - 09:10

Da ich schon länger dieses Forum verfolge, möchte ich nun auch mal mein Gehalt offenlegen. Ich habe vor einem halben Jahr mit einem leicht überdurchschnittlichen Uniabschluss mit 3.650 € Bruttogehalt im Monat als Tragwerksplaner in einem Büro mit knapp 20 Mitarbeitern angefangen (Raum Westdeutschland).

whong | 12. Februar 2018 - 11:54

@Texi Rexi:
Die Tätigkeit entspricht mindestens Tarifgruppe A5, ggf. sogar bis A6

A V Angestellte, die schwierige Tätigkeiten teilweise selbständig und teilweise eigenverantwortlich ausführen, für die

  • ein Abschlusss als Bachelor an einer Technischen Hochschule, Universität oder Fachhochschule,
  • eine abgeschlossene Ausbildung an einer staatlich anerkannten Technikerschule oder an einer vergleichbaren Einrichtung (z.B. Berufsakademie, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie) und
  • die entsprechende Berufserfahrung oder eine durch umfassende Berufserfahrung erworbene gleichwertige Qualifikation erforderlich ist.

Richtbeispiele:
4. Erstellen von Aufmaßen und einfachen Bauabrechnungen;

A VI Angestellte, die schwierige Tätigkeiten weitgehend selbständig und teilweise eigenverantwortlich ausführen, für die
  • ein Abschluss als Master an einer Fachhochschule oder
  • ein Abschluss als Bachelor an einer Technischen Hochschule, Universität oder Fachhochschule und die entsprechende Berufserfahrung oder
  • eine abgeschlossene Ausbildung an einer Fachhochschule oder an einer vergleichbaren Einrichtung (z.B. Berufsakademie, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie jeweils mit Diplomabschluss) oder
  • eine abgeschlossene Berufsausbildung und zusätzliche durch berufliche Fortbildung erworbene Fachkenntnisse oder
  • eine durch umfassende Berufserfahrung erworbene gleichwertige Qualifikation erforderlich ist.

Richtbeispiele:
6. Erstellen von schwierigen Aufmaßen und Bauabrechnungen;

Lass dich nicht über den Tisch ziehen!

Maestro | 12. Februar 2018 - 07:03

@Texi Rexi:
Prinzipiell würde ich mal sagen, unter Wert. Mit Bachelor sollten zumindest 40.000 € Jahresgehalt drin sein. Kritisch hinterfragen muss man natürlich:

  • Warum hast du noch kaum Erfahrungen gesammelt (Praktika, Werkstudent)?
  • Was hast du bisher gemacht? (33 Jahre)
  • Wie lange hast du studiert?
Ich denke, dass sind drei Punkte, die jeder Firma sofort ins Auge springen und erstmal abschreckend wirken. Ich war mit 26 fertig mit meinem Master und hatte bis dahin schon 6 Praktika und 2 Jahre als Werkstudent. So oder so ähnlich, sollte es halt idR aussehen. Und dann hast du natürlich sehr gute Karten am Markt, da eigentlich händeringend gesucht wird. Ich bin dann mit 4000 € Monatsgehalt brutto eingestiegen.

Vom Vorgehen her hast du Recht, sobald man mal 1-2 Jahre Erfahrung hat, dann spielt das Zeugnis auch nicht mehr so die Rolle und man hat es leichter, woanders unterzukommen. Ich hoffe ich bin dir nicht auf die Füße gestiegen mit meinen Fragen. Vermutlich gibt es gute Gründe für deine Vita.

Malcolm | 11. Februar 2018 - 14:54

@Texi Rexi:
Finger weg, sehr schlecht bezahlt.

Texi Rexi | 09. Februar 2018 - 15:52

Ich bin 33 Jahre alt (m), keine Berufserfahrung (außer zwei Praktika während des Studiums) und habe mein Studium bzw. Bachelorzeugnis im Oktober 2017 erhalten und bewerbe mich seit dem in der Bauleitung. Leider hatte ich bis jetzt nach zahlreichen Vorstellungsgesprächen noch keine Zusage erhalten, auch oft mit der Begründung, keine Berufserfahrung zu haben. Mittlerweile habe ich eine Zusage erhalten.

Dort soll ich nun erst einmal als Abrechner für 3-4 Jahre arbeiten, mit der Aussicht, dann eigenständiger Bauleiter zu sein. Mein Einstiegsgehalt soll bei 3254 EUR brutto/Monat (A4) liegen. Verkaufe ich mich da unter Wert? Ich bin jetzt ja froh überhaupt mal einen Einstieg zu machen. Mein Gedanke ist auch, wenn ich Berufserfahrung habe, dass mir dann mehr Türen offen stehen, als es wohl jetzt der Fall ist und ich mich dann immer noch woanders bewerben kann.

Bauhannes | 24. Januar 2018 - 10:42

Ich mache aktuell nach meinem Bachelor ein Art Traineeprogramm und bin mit A5 eingestiegen, was einem Jahresgehalt von 46.300 EUR brutto entspricht.

intel-core-I7 | 23. Januar 2018 - 22:57

@LU_W:
Du bist als Teilzeitkraft nicht voll einsetzbar. Für den Arbeitgeber eher ein "Student, der nebenher arbeitet" als ein "Bauingenieur beim Berufseinstieg". Das dürfte dein Problem sein. Wie weiter unten beschrieben, ist bei den größeren Baufirmen momentan Gehaltsstufe A6 als Einstiegsgehalt die Regel. Dazu oft noch Auto, Handy und Zuschläge wie Trennungsgeld, Essenspauschalen, usw. Manche meiner Kommilitonen hatten sogar deutlich mehr, andere etwas weniger. Alles Bauleitung in NRW mit Abschluss B.Eng. Bauingenieurwesen. Möglicherweise ist das Gehaltsgefüge andernorts ein völlig anderes.

Selbst bei der Bahn, die praktisch momentan jeden einstellt und trotzdem niemanden findet, soll es dem Hörensagen nach mit knapp 45.000 EUR Jahresgehalt bei einer 39 Stunden/Woche losgehen. Im öffentlichen Sektor landest du mit deinem jetzigen Abschluss/Berufserfahrung bei E11 Stufe 2 mit 44900 EUR im Jahr. Die dir angebotenen Gehälter sind nicht nachvollziehbar und so würde ich es im Vorstellungsgespräch auch kommunizieren ;-). Bei der momentanen Arbeitsmarktsituation kann man selbst als Berufseinsteiger ganz tiefenentspannt ins Vorstellungsgespräch gehen. Viel Glück!

LU_W | 22. Januar 2018 - 15:13

Ich starte gerade meinen berufsbegleitenden Master (FH) mit Abendkursen von 17:30-21:30 und habe momentan verschiedene Bewerbungsgespräche für eine Teilzeitarbeit von 28 Std./Woche. Alle in Bauträger- / Baubetreuungsunternehmen und durchschnittlich werden mir 35.000,- für 40 Std. angeboten, dementsprechend bei 28 Stunden 24.500,- Gehalt im Jahr. Besitze 15 Monate einschlägige Praktikumserfahrung (nicht am Stück) und meinen abgeschlossenen Bachelor im Bereich Baumanagement (Vollzeit).

Ich kann das Gehalt relativ schlecht einschätzen, da es sich um eine Teilzeitarbeit handelt. Jedoch entspricht sie nicht den Bezügen von mehr als 40.000 EUR welche hier teilweise als Berufseinstieg angepriesen werden. Wie ist Eure Meinung dazu?

keeper83 | 19. Januar 2018 - 09:41

@ejjj:
Absolut Nachvollziehbar. Wenn die Entwicklung so weitergeht, steht bei ejjj kurz vor der Rente dann ein Kanzlergehalt auf dem Lohnzettel. Für einen Bauleiter im Straßenbau ganz ordentlich!

Bau-Bob | 14. Januar 2018 - 11:54

Die Angaben von ejjj kann ich nur bestätigen. Sie sind auch für jeden nachvollziehbar. Viele größere Unternehmen orientieren sich an den aktuellen Tarifgehältern. Das ist der Einstieg. Die weitere Entwicklung hat jeder selbst in der Hand.

http://www.vhk-ev.de/dokumente/bau-tarifgehalt.pdf

ejjj | 13. Januar 2018 - 11:16

Bauleiter im Straßenbau
Berufserfahrung
0 - 0,5 Jahre: 3200 € Gehalt ohne Abschluss (Praxissemester)
0,5 - 1,0 Jahre: 3482 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 6
1,0 - 1,5 Jahre: 3700 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7
1,5 - 2,0 Jahre: 3800 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7
2,0 - 2,5 Jahre: 4350 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7
2,5 - 3,5 Jahre: 4600 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7
3,5 - X,X Jahre: 4918 € (Tarif A8) M. Eng. Firmenwagen Golf 7

Gehalt + Firmenwagen + gewerteter Vorteil -> 67000 € Jahresgehalt

Manni | 10. Januar 2018 - 16:53

Ich, Master-Abschluss, 30 Jahre alt, seit ca. 3 Jahren im öffentlichen Dienst mit TVÖD11 und durch etwas Erfahrung im Studium nun in der Gehaltsstufe 3, verdiene inklusive Sonderzahlungen ca. 48000 Euro Gehalt im Jahr. Ich habe eine 39 Stunden Woche. Ich kann mich nicht beklagen und kann nebenbei meine Hobbies ausüben. Das Problem ist, dass mein Arzt einen Bore-Out bei mir festgestellt hat und er mir geraten hat, mehr zu "malochen" - wenn möglich.

Dan | 01. Januar 2018 - 16:20

Hallo (Berufseinstiegs-)Kollegen, für Berufseinsteiger in Planungsbüros gibt es unter unten angegebenen Link eine äußerst passende und aktuelle Umfrage, überwiegend aus dem Kreise der Arbeitgeber (Büroinhaber und Geschäftsführer von Planungsbüros). Die Umfrage spiegelt sowohl meine persönlichen Erfahrungen als Arbeitnehmer als auch mittlerweile als Arbeitgeber mit eigenem Büro wieder.

http://www.bayika.de/de/monatsfrage/ergebnisse.php
(Stand: November 2017)

Für Bauunternehmen kann ich nur noch soviel mitteilen. Die Gehälter sind - nach eigener Einschätzung und Erfahrungen von vorhergehenden Bewerbern von Bauunternehmen - ca. 5 bis 15% höher, allerdings meist bis zu 10 Überstunden pro Woche inklusive, aber auch im Gegenzug noch oft in Verbindung mit einem erforderlichen Firmenwagen (Kleinwagenklasse bis Mittelklasse).

In Planungsbüros ist die 40 bis max. 45 Std.-Woche immer noch üblich. Überstunden werden in Büros üblicherweise abgefeiert oder ausbezahlt. Ein eigener Firmenwagen im Planungsbüro ist eher die Ausnahme. Master oder Bachelor-Abschluss spielt nach wie vor eine - allerdings mit anhaltend guter Konjunktur zunehmend kleinere - gehaltstechnische Rolle. Wenn jemand tatsächlich eine Anstellung mit 60.000 € / Jahr Brutto - Einkommen im Jahr ergattert, kann man dazu nur "Glückwunsch" sagen, ist aber wohl eher eine Ausnahme. Die Realität spiegelt es aus meiner Sicht nicht.

Mann muss auch im Umkehrschluss an die Kalkulation der Arbeitgeber denken: Bei einem Jahresgehalt von 60.000,- € in einem beispielsweise kleinem Planungsbüro, muss man als AN einen "Umsatz" von ungefähr 110.000 bis 130.000,- € (Gemeinkostenfaktoren ohne Unternehmerbedarf von ca. 2,1 bis 2,9, je nach Unternehmensgröße (siehe AHO unter aho.de/hoai/weg1.php3) generieren, um für den AG sämtliche Kosten "ohne" Unternehmergewinn zu erwirtschaften. Man berücksichtige natürlich noch die Kosten (sog. Opportunitätskosten) die für die Einarbeitung entstehen. Ich möchte sehen, welcher Berufseinsteiger innerhalb seiner ersten Jahre, diesen Umsatz bei Ausgleich sämtlicher Opportunitätskosten und des Unternehmergewinns generiert?! Ich würde ihn oder sie "sofort" für dieses Gehalt anstellen.

Wenn ein AG nicht den Gewinn seines Unternehmens oder als Inhaber sein eigenes Einkommen einschränken will, oder wie in Bauunternehmen querfinanzieren kann, wird ohne eigenen Unternehmergewinn (min. 5 % zwingend erforderlich) den Deal mit einem Berufseinsteiger in der oben genannten Höhe nicht machen.

[Aus den Erfahrungen eines Bau- und Wirtschaftsingenieurs und Büroinhabers eines kleinen Statikbüros (bis 5 Personen) in Bayern]

intel-core-I7 | 21. Dezember 2017 - 16:48

Schließe mich meinen Vorrednern an. Mein Einstieg in die Bauleitung bei einem Mittelständler im Gewerbehallenbau begann auch mit 52.000 EUR Gehalt und Dienstwagen. Mit Zuschlägen sind es dann ca. 60.000 EUR Gehalt im Jahr. Anderen Kommilitonen erging es beim Berufseinstieg ähnlich. Ein Gehaltsunterschied zwischen Bachelor und Master ließ sich bei den Einstellungsgehältern nicht feststellen. Imho. kann man sich den Master für die Bauleitung eigentlich sparen. Nach oben sehe ich noch viel Potential. Leute mit 3-5 Jahren Berufserfahrung verdienen bei uns deutlich mehr, müssen aber auch dementsrechend mehr Verantwortung tragen.

Baumann | 07. Dezember 2017 - 19:48

@Ohweh:
Würdest du uns auch verraten, wie es bei dir gehaltstechnisch so aussieht? Würde mich interessieren!

Ohweh | 06. Dezember 2017 - 14:39

Wie man sieht, gehen die Gehälter massiv auseinander. Viele sind sicherlich unberechtigt niedrig, andere sehr gut bezahlt. Meiner Erfahrung nach (inzw. 11 Jahre) gibt es allerdings auch massive Unterschiede in den individuellen Leistungen und Entwicklungen trotz gleicher Berufsbezeichnung. Zum Beispiel Bauleitung: Ich habe inzw. einige Werdegänge in der Firma und auch die Aussagen der Geschäftsführung zu einzelnen Personen mitbekommen. Hier gibt es sehr große Unterschiede in der Leistungsfähigkeit und damit direkt verbunden in der Verantwortung, die übertragen wird.

Banales Beispiel:
Bauleiter, die frisch anfangen, entwickeln sich teilweise vollkommen unterschiedlich. Der eine hat nach einem Jahr bereits die erste eigene Baustelle und kommt gut zurecht, der andere läuft im vierten Jahr als 2. Bauleiter mit. Das setzt sich dann in den weiteren Jahren meist so fort und die Unterschiede werden ggf. sehr groß. Das ist vollkomen ok, manche wollen die Verantwortung auch gar nicht, allerdings schreibt dann jeder der beiden, berechtigterweise, hier als Job "Bauleitung" rein. Das Gehalt wird allerdings sehr unterschiedlich sein, entsprechend der Leistung/Verantwortung. Hinzu kommen natürlich noch Faktoren wie Baustellengröße/-komplexität, Aufgabengebiete, etc. Dies einfach noch zur Berücksichtigung bei Vergleichen.

Dies ist auf andere Bereiche/Berufsbzeichnungen übertragbar, ob Projektleiter oder Oberbauleiter etc., alles sehr dehnbare Begriffe bzw. werden sie sehr gerne weit gedehnt. Und wie bereits geschrieben gibt es sicherlich, insbesondere nach unten, gewisse Grenzen, die man nicht unterschreiten "sollte", das passt dann einfach nicht mehr zur Ausbildung und den (hoffentlich vorhandenen) Fähigkeiten. Diese Grenzen muss allerdings jeder für sich abstecken - je nach Arbeitsgebiet und vor allem Örtlichkeiten.

Samsung | 01. Dezember 2017 - 09:21

Master of Engineering mit 3,5 Jahren Berufserfahrung, technische Angebotsbearbeitung im großen Baukonzern, 58.000 EUR Gehalt im Jahr (inkl. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld) bei 40-50 Std./Wo

A.N. | 25. November 2017 - 15:31

Statik Berufseinstieg Sachsen 1996 mit 2.300 monatlich, Wechsel 2002 mit 2.650, weiterer Wechsel 2013 für monatlich 3.400 mit 13. Monatsgehalt. Einkommensanpassungen waren grundsätzlich nur durch Wechsel des Büros erzielbar. Gut, man wird inzwischen nicht noch mehr abgehängt von der allgemeinen Entwicklung, läuft aber hinterher und die schlechten Zeiten werden nicht kompensiert.

Maulwurf | 24. November 2017 - 20:21

30 Jahre alt, M.Sc. (TU) mit 2,5 Jahren Erfahrung, großes Bauunternehmen, Technisches Büro - Jahresgehalt 60.000 €/Jahr (inkl. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld) bei einer 40 h/Woche.

Hans | 20. November 2017 - 05:43

Auch ich möchte meinen Standpunkt darlegen:
Alter: 36, Erfahrung: 9 Jahre. FH Dipl.-Ing.
Zwischenzeitlich bei einem Auftraggeber im Rhein/Main Gebiet für Spezialimmobilien angekommen. Projektmanagement, auftraggeberseitig bei rd. 50 Std./Woche 7500 €/Monat (brutto). Ein 13. gibts i.d.Regel noch oben drauf. Perspektive gehaltstechnisch aus meiner Sicht gegeben. Work/Lifebalance eher durchwachsen, dafür ein ordentlicher Erlös und derzeit jedenfalls Spaß bei der tägl. Arbeit. 29 Tage Urlaub.

Malcolm | 01. November 2017 - 22:58

@Stefan | 27. Oktober 2017 - 02:31
Gute Entscheidung!

@Sepi | 25. Oktober 2017 - 22:02
5300 EUR nach 20 Jahren ist zu wenig!

Ole | 01. November 2017 - 16:24

Es gibt hier auf der Startseite wieder einen Artikel über fehlende Bauingenieure in Behörden und Ämtern. Sogar die FH Eckernförde soll wieder aufmachen. Anscheinend hat da jemand einen irrsinningen Bedarf ausgerechnet. Die Wahrheit ist, das diese Stellen allermeistens TVÖD 11 anbieten. Das sind in Stufe 1 noch nicht mal 40.000 € Jahresgehalt. Da frage ich mich nicht mehr, warum Leute mit Lohnsteuerklasse 1 noch ewig bei Mutti wohnen. Mehr ist bei 1900 € netto monatlich nicht drin.

Stefan | 27. Oktober 2017 - 02:31

Zu mir:
32 Jahre alt
Ausbildung: Tischler mit 3 Jahren Berufserfahrung
FH-Studium in Regelstudienzeit mit Abschluss B.Eng.
Region Hamburg

Insgesamt 3 Bewerbungen als Nachwuchsbauleiter (kein Trainee) im Hochbau an größere Bauunternehmen geschickt. Zwei Einladungen und eine Absage erhalten. Als Gehaltswunsch hatte ich in der Bewerbung Tarifstufe AVI mit 51400 € Jahresgehalt angegeben. Zähneknirschend sind mir dann bei einem großen Unternehmen aufgrund der vorangegangenen Ausbildung 50.000 € + Auto angeboten worden. Auf den ersten Blick viel Geld für einen Berufseinsteiger.

Aber was hilft das bei einer 60 h/Woche, bei der man sein Heim nur noch am Wochenende sieht. Wohnung eingestaubt, Blumen vertrocknet, Hobbys wegen Zeitmangel eingestampft, Freundin hat sich auch verf.... Was bleibt sind bei Steuerklasse 1 gerade mal 2400 € netto im Monat. Und das in Hamburg, wo für die arbeitende Bevölkerung schon eine Ghettowohnung kaum unter 1000 Euro/Monat zu bekommen ist. Von solchen Dingen wie Hauskauf braucht man hier gar nicht zu sprechen.

Kurzum, ich habe jetzt nach einem guten Jahr gekündigt und gehe in 3 Monaten wieder zurück in den Osten Deutschlands. Sigeko im öffentl. Dienst. Zugegeben, sehr wenig Geld, aber sehr viel Zeit zum Ausgeben. Den Leistungsträgern der Baubranche wünsche ich weiterhin viel Kraft und frohes schaffen, ich bin raus, endgültig.

Sepi | 25. Oktober 2017 - 22:02

Ich arbeite schon seit 20 Jahren in der Baubranche und habe als Vorarbeiter angefangen. Ich bin als Projektleiter tätig - bei einer großen Baufirma - ohne auch nur ein Studium abgeschlossen zu haben. Mein Gehalt beträgt 5300 Euro im Monat und mir geht es nicht schlecht. Also man kann sich in der jetzigen Zeit gut verkaufen, aber man muss halt auch was können. Ich sehe es immer wieder, dass es genug Leute gibt, die sich überschätzen und die fliegen bei mir schnell wieder raus.

Andi | 25. Oktober 2017 - 10:55

Da das Gehalt eines Bauingenieurs sehr verschieden hoch bzw. niedrig sein kann, wollte ich hierüber erfahren, ob mein Gehalt angemessen ist. Kurz zu mir:

* 28 Jahre (männlich)
* abgeschlossene Berufsausbildung
* 6 Monate Praktikumserfahrung als Bauleiter
* Bachelor of Engineering (Bauingenieurwesen (FH))

Ich bin im Straßenbau tätig und e eine 40 Stunden Woche. Überstunden werden "abgefeiert". 30 Urlaubstage. Mein Jahreseinstiegsgehalt liegt bei ca. 41.000 €. Nach einem Jahr bekomme ich ca. 46.000 €. Jetzt würde ich gern eure Meinung hören bzw. gerne erfahren, wie ihr eingestiegen seid oder mit Berufserfahrung verdient?!

Ingo Infrastruktur | 02. Oktober 2017 - 15:15

Meine Erfahrung:
* Einstieg 2014 in einem kleinen Ingenieurbüro in Süddeutschland: 45.000 EUR p.a. für fachliches Arbeiten, ich war dort nach Aussage der Geschäftsführung zu teuer
* ab 2016 über ein Ingenieurbüro zu einem Großprojekt in Süddeutschland verliehen: 50.000 EUR p.a. für Projektmanagement
* ab 2017 Direktanstellung bei dem großen Unternehmen (ehemals Kunden): 61.000 EUR p.a., ab 2018 dann 64.000 EUR p.a. für Projektmanagement, 40 St/Woche
Bei der letzten Gehaltsverhandlung wurden mir zunächst 10.000 EUR weniger geboten, die Verhandlung hat knapp einen Monat gedauert.

Ama | 29. September 2017 - 11:02

Kurz zu mir: Seit September 2017 bin ich BA of Engineering - Tiefbau. Ich habe mich bewusst gegen ein Masterstudium entschieden, weil ich zuerst in die Wirtschaft gehen möchte. Ich bin ehrgeizig und zielstrebig. Ich bin 28 Jahre alt, hatte bisher in einem Architekturbüro und über 8 Monate (inkl. Praktikum) in einem Bauunternehmen neben meinem Studium gearbeitet.

Als Bachelor Absolventin habe ich erstaunlich viele Zusagen erhalten. Meine Frage an euch: Wie verhandelt man richtig? Ich habe bisher 3 Zusagen von sehr großen Bauunternehmen aus Baden Württemberg erhalten (Mitarbeiterzahl mehr als 4500, ausgezeichnet, fair und zahlreich im Süden vertreten). Was kann ich mir als Neuling erlauben? 40.000 €/Brutto im Jahr (-40%Steuern)? Urlaubsgeld? Wie viel wäre das?

Michael | 28. September 2017 - 15:56

Es ist echt erschreckend hier zu lesen, dass einige unter 3300 € Brutto verdienen mit einigen Jahren Erfahrung. Lasst Euch nicht veräppeln, meine Güte. Ich habe mich nach meinem Studium (trotz sicherer Jobzusage) an weiteren 20 Stellen beworben und habe 3-4 Einladungen bekommen, die ich wahrgenommen habe. Überall habe ich hoch gepokert und langsam einen Riecher bekommen, was ich Wert bin.

Heute, nach 2 Jahren im öffentlichen Dienst bin ich bei 48.000 EUR Jahresgehalt (inkl. Jahressonderzahlung) angelangt. Habe bei 3.500 Brutto begonnen und bin jetzt bei 4.000 Brutto. Ich weiß bis heute nicht was ich hier wirklich geleistet habe, habe viel Freizeit (maximal 39 Stunde die Woche + Gleitzeit), fahre jedes Jahr in den Bildungsurlaub und mache Freitags kurz nach 12 Feierabend. Freie Wirtschaft würde ich mir nur antun, wenn ich +60.000 € bekommen würde und ein Firmenfahrzeug. Bis dahin bleibe ich im öffentlichen Dienst.

Baufuzzi | 20. September 2017 - 12:45

Wer sich heutzutage für 36.000 € Jahresgehalt verkauft, gehört vom Hof gejagt. Diese Summe konnte ich schon 1997 als blutigster Anfänger aushandeln - und die Zeiten damals waren für Bauingenieure eher durchwachsen bis schlecht. Unter der Annahme eines Kaufkraftverlustes von 1.5% / Jahr sollten daher heute (für Anfänger) mindestens 48.000 € Gehalt / Jahr drin sein. Alles darunter würde ich niemals annehmen.

Master | 19. September 2017 - 06:51

@Ingo:
Ich verstehe nicht, wieso man aktiv einen Job sucht und sich dann nur 200 € mehr Gehalt "wünscht"... Wenn ich den Job wechseln wollte, dann habe ich immer satt zugelangt (also je nach Position 500-1000 € mehr gefordert pro Monat). Für effektiv 100 € netto brauche ich doch gar nicht anfangen.

Zu Mir:
Ich bin als Projektleitung in der Bauherrenvertretung unterwegs und verdiene meine 80.000 € Jahresgehalt, bin Anfang 30. Wie schon gesagt wurde: Solange man sich ausnutzen lässt, braucht man sich nicht wundern, dass man es auch wird. Ich habe das Spiel von Anfang an nicht mitgemacht, habe hoch gepokert und gefordert. Natürlich schlucken die ein oder anderen, dann wird es halt nix. Aber es gibt auch Leute die das nicht abschreckt, die etwas weiter denken, also an 200-300 € monatlich mehr oder weniger. So kam ich zu meinem Einstiegsgehalt von 3800 € monatlich + Weihnachts- und Urlaubsgeld und Prämie.

Also mein klarer Hinweis: Hört auf euch für dumm verkaufen zu lassen, die Baubranche boomt massiv, davon sollten auch wir was abbekommen. Ich merke schon (auch bei frühreren Kollegen) dass diese irgendwo beim Gehalt steckenbleiben. Die bekommen den Wandel gar nicht so mit, so dass ich als Einstieg schon fast genauso hoch war wie die nach 20 Jahren. Spricht nicht unbedingt für das Unternehmen bzw. den Chef, aber so ist das Leben. Es wird einem nichts geschenkt.

Sandro | 13. September 2017 - 20:54

@Ingo:
Nach 12 Jahren 3300 € als Statiker in Berlin zu verdienen, ist mehr als lächerlich. Ich habe das schon nach einem Jahr in Berlin gehabt und empfand es als eindeutig zu wenig. Mittlerweile habe ich den Job gewechselt und vediene um einges mehr. Aber wie du meintest - sofern alle still in der Ecke rumsitzen, wird man wohl weiter für einen Hungerlohn abgespeist. Und in der Baubranche gibt's genung Hirnies, die das mit sich machen lassen.

Ingo | 12. September 2017 - 13:06

Nach meiner Erfahrung kommt der Verdienst ganz auf die Gegend und Bürogröße/-bekannheit an. Ich habe als Tragwerksplaner in einem kleinen Ingenieurbüro in Berlin trotz (auch) vieler größerer Projekte zum Schluss nach 12 Jahren Berufserfahrung 3100 € Gehalt im Monat brutto bekommen. Das war i.O. und unser Geschäftsführer hat immer von sich aus Gehaltserhöhungen ermöglicht, wenn es wirtschaftlich für das Büro vertretbar war.

Als ich mich jetzt bei einem größeren Büros beworben habe, ist man ohne zu zögern auf meine Wunschvorstellungen 3300 €/Monat eingegangen und hat sogar noch etwas drauf gepackt, was mir zeigte, dass ich wohl eher tief rangegangen bin. Meine Kollegin hat jetzt als techische Zeichnerin von dem gleichen Büro 3700 €/Monat verhandelt. Kommt also auch darauf an wie frech und hoch man pokert, schließlich ist auch hier in Berlin mittlerweile der Fachkräftemangel angekommen.

Jakub | 09. September 2017 - 22:57

Hat jemand von Euch bei Peri/Doka oder ähnlichen Schalungstechnikfirmen gearbeitet? Ich würde gerne erfahren aus welchen Tätigkaiten der Job besteht. Nur Planung oder ist es auch möglich, als Bauleiter/Bauüberwacher beschäftigt zu werden? Wie ist das eventuelle Einstiegsgehalt? (Ostdeutschland). Für jeden Tipp bin ich dankbar!

Baufrosch90 | 18. August 2017 - 05:50

Ich bin jetzt fast ein Jahr im Beruf und als Projektingenieur für Ingenieurbauwerke tätig. Bald steht ein Mitarbeitergespräch an und dann wird auch das Gehalt neu verhandelt. Ich wollte euch daher nach euren Verhandlungs Tipps fragen. Was sind eure wichtigsten Argumente? Wie geht ihr vor? Danke im Voraus!

Rebekka | 17. Juli 2017 - 16:05

Ich bin eine Bauingenieurin und habe 12 Jahre Erfahrung im Tiefbau. Jetzt habe ich ein Angebot als Projektleiterin in Baden-Württemberg bekommen. 63.000 EUR Jahresgehalt, wäre das zu wenig?

stone | 14. Juni 2017 - 06:04

Ich würde auch gern eine Lanze für den Beruf des Bauingenieurs brechen. Ich habe es eigentlich nie bereut, Bauingenieur geworden zu sein (seit 2000). Bin seit dem in Bauleitung und PM tätig, habe interessante Bauvorhaben und Leute kennen gelernt und immer wieder viel Abwechslung, aber auch gut Stress. Ich habe insgesamt 4 Jahre Auslandserfahrung, die in meinem Beruf definitiv eine Rolle spielt. Ich verdiene > 90.000 EUR Jahresgehalt für einen internationalen Bauherren als PM plus Boni. Ich glaube, die Situation ist momentan sehr gut in bestimmten Bereichen, es werden ja überall händeringend Abwickler, Projektmanager, Bauleiter, aber auch Poliere etc. gesucht.

AS | 02. Juni 2017 - 15:46

@Gypsi:
Es hängt von verschiedenen Faktoren ab. In einigen Ländern sind die Steuerabzüge viel geringer (z.B. Spanien/Lateinamerika ca. 20 %). Nur als Beispiel: IN Deutschland zahlst du bei 50000 brutto Jahresgehalt ca. 40 % an Steuern (ledig, ohne Kinder). Das bedeutet du hast netto um die 2500 EUR Monatsgehalt. Bei den von dir genannten 33000 EUR Gehalt pro Jahr im Ausland (z.B. bei 20 % Steuerabzüge) hättest du 2200 EUR/Monat zur Verfügung. Wenn die Miete schon drinnen ist (in München würdest du mind. 600 Euro/Monat für ein kleines Zimmer zahlen müssen) wäre dein effektiver Lohn fast 2800 EUR Gehalt monatlich. Das wäre ein äquivalentes Einstiegsgehalt von fast 57000 EUR Brutto/Jahr in Deutschland, gar nicht so schlecht oder? Plus die Verpflegung in manchen Ländern ist viel billiger.

In Lateinamerika wären 2800 EUR/Monat unglaublich viel Geld! Also Steuern und Unterhaltskosten vom Land genau anschauen. Wichtig ist nur, dass du das Projekt interessant findest!

Bauing | 01. Juni 2017 - 14:17

@Gipsy: Absolut untragbar! Auf keinen Fall unterschreiben, wer mit Master unter 45.000 € Jahresgehalt unterschreibt, ist selber Schuld! Wobei ein paar mehr Infos schon noch gut wären, z.B. Arbeitsland, Firma (deutsche Firma, oder ausländisch?) usw.

Gipsy | 31. Mai 2017 - 22:16

Ich bin 26, werde voraussichtlich Ende September mein Masterstudium beenden, Vertiefung: Konstruktiver Ingenieurbau, bisher keine Berufserfahrung und habe eine Stelle für € 33.000 Jahresgehalt für ein Projekt im Ausland (Wohnung, Flüge etc. außer eigene Verpflegung werden übernommen) gefunden. Unterbezahlt ja oder nein?

ProGerd | 30. Mai 2017 - 14:53

@Gerd:
Dem kann man kommentarlos zustimmen. Wer es aktuell nicht schafft einen vernünftigen Arbeitsplatz zu finden, der hat den Umbruch verschlafen. Beinahe jeder Einsteiger verdient (hier in Bayern) aktuell mind. 45000 EUR Einstiegsgehalt mit Master/Dipl.-Ing. Wer sich mit weniger abspeisen lässt, der ist selber Schuld. Nutzt doch den Mangel an Personal aus, bewerbt euch und sucht euer Glück.

Gerd | 28. Mai 2017 - 19:06

Hallo liebe Kollegen, ich bin seit 21 Jahren nun als Bauingenieur beschäftigt, zunächst ca. 10 Jahre bei div. Bauunternehmen, seit 2006 aber nun beim öffentlichen Dienst. Seit einigen Jahren ist nun der Tisch für uns Bauingenieure reichlich gedeckt, das wird auch die nächsten Jahre anhalten. Ein Gehalt unter 50.000 € für einen eingelernten BI geht gar nicht, auch nicht im öD. Nutzt die zahlreichen Angebote und verlangt ein anständiges Gehalt, dann macht auch die Arbeit mehr Spass!

Kalle357 | 25. Mai 2017 - 11:14

Dipl.-Ing. mit > 2 Jahre Berufserfahrung
56.000-60.000 EUR Jahresgehalt bei 40 Std.
Projektmanagement bei einem großen Unternehmen

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