Forum & Erfahrungen
Freitag, 07. Mai 2021
Ausgabe 7200 | Nr. 127 | 20. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 6

1684 Kommentare | 743977 Aufrufe Kommentar hinzufügen
ejjj | 13. Januar 2018 - 11:16

Bauleiter im Straßenbau
Berufserfahrung
0 - 0,5 Jahre: 3200 € Gehalt ohne Abschluss (Praxissemester)
0,5 - 1,0 Jahre: 3482 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 6
1,0 - 1,5 Jahre: 3700 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7
1,5 - 2,0 Jahre: 3800 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7
2,0 - 2,5 Jahre: 4350 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7
2,5 - 3,5 Jahre: 4600 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7
3,5 - X,X Jahre: 4918 € (Tarif A8) M. Eng. Firmenwagen Golf 7

Gehalt + Firmenwagen + gewerteter Vorteil -> 67000 € Jahresgehalt

Manni | 10. Januar 2018 - 16:53

Ich, Master-Abschluss, 30 Jahre alt, seit ca. 3 Jahren im öffentlichen Dienst mit TVÖD11 und durch etwas Erfahrung im Studium nun in der Gehaltsstufe 3, verdiene inklusive Sonderzahlungen ca. 48000 Euro Gehalt im Jahr. Ich habe eine 39 Stunden Woche. Ich kann mich nicht beklagen und kann nebenbei meine Hobbies ausüben. Das Problem ist, dass mein Arzt einen Bore-Out bei mir festgestellt hat und er mir geraten hat, mehr zu "malochen" - wenn möglich.

Dan | 01. Januar 2018 - 16:20

Hallo (Berufseinstiegs-)Kollegen, für Berufseinsteiger in Planungsbüros gibt es unter unten angegebenen Link eine äußerst passende und aktuelle Umfrage, überwiegend aus dem Kreise der Arbeitgeber (Büroinhaber und Geschäftsführer von Planungsbüros). Die Umfrage spiegelt sowohl meine persönlichen Erfahrungen als Arbeitnehmer als auch mittlerweile als Arbeitgeber mit eigenem Büro wieder.

http://www.bayika.de/de/monatsfrage/ergebnisse.php
(Stand: November 2017)

Für Bauunternehmen kann ich nur noch soviel mitteilen. Die Gehälter sind - nach eigener Einschätzung und Erfahrungen von vorhergehenden Bewerbern von Bauunternehmen - ca. 5 bis 15% höher, allerdings meist bis zu 10 Überstunden pro Woche inklusive, aber auch im Gegenzug noch oft in Verbindung mit einem erforderlichen Firmenwagen (Kleinwagenklasse bis Mittelklasse).

In Planungsbüros ist die 40 bis max. 45 Std.-Woche immer noch üblich. Überstunden werden in Büros üblicherweise abgefeiert oder ausbezahlt. Ein eigener Firmenwagen im Planungsbüro ist eher die Ausnahme. Master oder Bachelor-Abschluss spielt nach wie vor eine - allerdings mit anhaltend guter Konjunktur zunehmend kleinere - gehaltstechnische Rolle. Wenn jemand tatsächlich eine Anstellung mit 60.000 € / Jahr Brutto - Einkommen im Jahr ergattert, kann man dazu nur "Glückwunsch" sagen, ist aber wohl eher eine Ausnahme. Die Realität spiegelt es aus meiner Sicht nicht.

Mann muss auch im Umkehrschluss an die Kalkulation der Arbeitgeber denken: Bei einem Jahresgehalt von 60.000,- € in einem beispielsweise kleinem Planungsbüro, muss man als AN einen "Umsatz" von ungefähr 110.000 bis 130.000,- € (Gemeinkostenfaktoren ohne Unternehmerbedarf von ca. 2,1 bis 2,9, je nach Unternehmensgröße (siehe AHO unter aho.de/hoai/weg1.php3) generieren, um für den AG sämtliche Kosten "ohne" Unternehmergewinn zu erwirtschaften. Man berücksichtige natürlich noch die Kosten (sog. Opportunitätskosten) die für die Einarbeitung entstehen. Ich möchte sehen, welcher Berufseinsteiger innerhalb seiner ersten Jahre, diesen Umsatz bei Ausgleich sämtlicher Opportunitätskosten und des Unternehmergewinns generiert?! Ich würde ihn oder sie "sofort" für dieses Gehalt anstellen.

Wenn ein AG nicht den Gewinn seines Unternehmens oder als Inhaber sein eigenes Einkommen einschränken will, oder wie in Bauunternehmen querfinanzieren kann, wird ohne eigenen Unternehmergewinn (min. 5 % zwingend erforderlich) den Deal mit einem Berufseinsteiger in der oben genannten Höhe nicht machen.

[Aus den Erfahrungen eines Bau- und Wirtschaftsingenieurs und Büroinhabers eines kleinen Statikbüros (bis 5 Personen) in Bayern]

intel-core-I7 | 21. Dezember 2017 - 16:48

Schließe mich meinen Vorrednern an. Mein Einstieg in die Bauleitung bei einem Mittelständler im Gewerbehallenbau begann auch mit 52.000 EUR Gehalt und Dienstwagen. Mit Zuschlägen sind es dann ca. 60.000 EUR Gehalt im Jahr. Anderen Kommilitonen erging es beim Berufseinstieg ähnlich. Ein Gehaltsunterschied zwischen Bachelor und Master ließ sich bei den Einstellungsgehältern nicht feststellen. Imho. kann man sich den Master für die Bauleitung eigentlich sparen. Nach oben sehe ich noch viel Potential. Leute mit 3-5 Jahren Berufserfahrung verdienen bei uns deutlich mehr, müssen aber auch dementsrechend mehr Verantwortung tragen.

Baumann | 07. Dezember 2017 - 19:48

@Ohweh:
Würdest du uns auch verraten, wie es bei dir gehaltstechnisch so aussieht? Würde mich interessieren!

Ohweh | 06. Dezember 2017 - 14:39

Wie man sieht, gehen die Gehälter massiv auseinander. Viele sind sicherlich unberechtigt niedrig, andere sehr gut bezahlt. Meiner Erfahrung nach (inzw. 11 Jahre) gibt es allerdings auch massive Unterschiede in den individuellen Leistungen und Entwicklungen trotz gleicher Berufsbezeichnung. Zum Beispiel Bauleitung: Ich habe inzw. einige Werdegänge in der Firma und auch die Aussagen der Geschäftsführung zu einzelnen Personen mitbekommen. Hier gibt es sehr große Unterschiede in der Leistungsfähigkeit und damit direkt verbunden in der Verantwortung, die übertragen wird.

Banales Beispiel:
Bauleiter, die frisch anfangen, entwickeln sich teilweise vollkommen unterschiedlich. Der eine hat nach einem Jahr bereits die erste eigene Baustelle und kommt gut zurecht, der andere läuft im vierten Jahr als 2. Bauleiter mit. Das setzt sich dann in den weiteren Jahren meist so fort und die Unterschiede werden ggf. sehr groß. Das ist vollkomen ok, manche wollen die Verantwortung auch gar nicht, allerdings schreibt dann jeder der beiden, berechtigterweise, hier als Job "Bauleitung" rein. Das Gehalt wird allerdings sehr unterschiedlich sein, entsprechend der Leistung/Verantwortung. Hinzu kommen natürlich noch Faktoren wie Baustellengröße/-komplexität, Aufgabengebiete, etc. Dies einfach noch zur Berücksichtigung bei Vergleichen.

Dies ist auf andere Bereiche/Berufsbzeichnungen übertragbar, ob Projektleiter oder Oberbauleiter etc., alles sehr dehnbare Begriffe bzw. werden sie sehr gerne weit gedehnt. Und wie bereits geschrieben gibt es sicherlich, insbesondere nach unten, gewisse Grenzen, die man nicht unterschreiten "sollte", das passt dann einfach nicht mehr zur Ausbildung und den (hoffentlich vorhandenen) Fähigkeiten. Diese Grenzen muss allerdings jeder für sich abstecken - je nach Arbeitsgebiet und vor allem Örtlichkeiten.

Samsung | 01. Dezember 2017 - 09:21

Master of Engineering mit 3,5 Jahren Berufserfahrung, technische Angebotsbearbeitung im großen Baukonzern, 58.000 EUR Gehalt im Jahr (inkl. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld) bei 40-50 Std./Wo

A.N. | 25. November 2017 - 15:31

Statik Berufseinstieg Sachsen 1996 mit 2.300 monatlich, Wechsel 2002 mit 2.650, weiterer Wechsel 2013 für monatlich 3.400 mit 13. Monatsgehalt. Einkommensanpassungen waren grundsätzlich nur durch Wechsel des Büros erzielbar. Gut, man wird inzwischen nicht noch mehr abgehängt von der allgemeinen Entwicklung, läuft aber hinterher und die schlechten Zeiten werden nicht kompensiert.

Maulwurf | 24. November 2017 - 20:21

30 Jahre alt, M.Sc. (TU) mit 2,5 Jahren Erfahrung, großes Bauunternehmen, Technisches Büro - Jahresgehalt 60.000 €/Jahr (inkl. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld) bei einer 40 h/Woche.

Hans | 20. November 2017 - 05:43

Auch ich möchte meinen Standpunkt darlegen:
Alter: 36, Erfahrung: 9 Jahre. FH Dipl.-Ing.
Zwischenzeitlich bei einem Auftraggeber im Rhein/Main Gebiet für Spezialimmobilien angekommen. Projektmanagement, auftraggeberseitig bei rd. 50 Std./Woche 7500 €/Monat (brutto). Ein 13. gibts i.d.Regel noch oben drauf. Perspektive gehaltstechnisch aus meiner Sicht gegeben. Work/Lifebalance eher durchwachsen, dafür ein ordentlicher Erlös und derzeit jedenfalls Spaß bei der tägl. Arbeit. 29 Tage Urlaub.

Malcolm | 01. November 2017 - 22:58

@Stefan | 27. Oktober 2017 - 02:31
Gute Entscheidung!

@Sepi | 25. Oktober 2017 - 22:02
5300 EUR nach 20 Jahren ist zu wenig!

Ole | 01. November 2017 - 16:24

Es gibt hier auf der Startseite wieder einen Artikel über fehlende Bauingenieure in Behörden und Ämtern. Sogar die FH Eckernförde soll wieder aufmachen. Anscheinend hat da jemand einen irrsinningen Bedarf ausgerechnet. Die Wahrheit ist, das diese Stellen allermeistens TVÖD 11 anbieten. Das sind in Stufe 1 noch nicht mal 40.000 € Jahresgehalt. Da frage ich mich nicht mehr, warum Leute mit Lohnsteuerklasse 1 noch ewig bei Mutti wohnen. Mehr ist bei 1900 € netto monatlich nicht drin.

Stefan | 27. Oktober 2017 - 02:31

Zu mir:
32 Jahre alt
Ausbildung: Tischler mit 3 Jahren Berufserfahrung
FH-Studium in Regelstudienzeit mit Abschluss B.Eng.
Region Hamburg

Insgesamt 3 Bewerbungen als Nachwuchsbauleiter (kein Trainee) im Hochbau an größere Bauunternehmen geschickt. Zwei Einladungen und eine Absage erhalten. Als Gehaltswunsch hatte ich in der Bewerbung Tarifstufe AVI mit 51400 € Jahresgehalt angegeben. Zähneknirschend sind mir dann bei einem großen Unternehmen aufgrund der vorangegangenen Ausbildung 50.000 € + Auto angeboten worden. Auf den ersten Blick viel Geld für einen Berufseinsteiger.

Aber was hilft das bei einer 60 h/Woche, bei der man sein Heim nur noch am Wochenende sieht. Wohnung eingestaubt, Blumen vertrocknet, Hobbys wegen Zeitmangel eingestampft, Freundin hat sich auch verf.... Was bleibt sind bei Steuerklasse 1 gerade mal 2400 € netto im Monat. Und das in Hamburg, wo für die arbeitende Bevölkerung schon eine Ghettowohnung kaum unter 1000 Euro/Monat zu bekommen ist. Von solchen Dingen wie Hauskauf braucht man hier gar nicht zu sprechen.

Kurzum, ich habe jetzt nach einem guten Jahr gekündigt und gehe in 3 Monaten wieder zurück in den Osten Deutschlands. Sigeko im öffentl. Dienst. Zugegeben, sehr wenig Geld, aber sehr viel Zeit zum Ausgeben. Den Leistungsträgern der Baubranche wünsche ich weiterhin viel Kraft und frohes schaffen, ich bin raus, endgültig.

Sepi | 25. Oktober 2017 - 22:02

Ich arbeite schon seit 20 Jahren in der Baubranche und habe als Vorarbeiter angefangen. Ich bin als Projektleiter tätig - bei einer großen Baufirma - ohne auch nur ein Studium abgeschlossen zu haben. Mein Gehalt beträgt 5300 Euro im Monat und mir geht es nicht schlecht. Also man kann sich in der jetzigen Zeit gut verkaufen, aber man muss halt auch was können. Ich sehe es immer wieder, dass es genug Leute gibt, die sich überschätzen und die fliegen bei mir schnell wieder raus.

Andi | 25. Oktober 2017 - 10:55

Da das Gehalt eines Bauingenieurs sehr verschieden hoch bzw. niedrig sein kann, wollte ich hierüber erfahren, ob mein Gehalt angemessen ist. Kurz zu mir:

* 28 Jahre (männlich)
* abgeschlossene Berufsausbildung
* 6 Monate Praktikumserfahrung als Bauleiter
* Bachelor of Engineering (Bauingenieurwesen (FH))

Ich bin im Straßenbau tätig und e eine 40 Stunden Woche. Überstunden werden "abgefeiert". 30 Urlaubstage. Mein Jahreseinstiegsgehalt liegt bei ca. 41.000 €. Nach einem Jahr bekomme ich ca. 46.000 €. Jetzt würde ich gern eure Meinung hören bzw. gerne erfahren, wie ihr eingestiegen seid oder mit Berufserfahrung verdient?!

Ingo Infrastruktur | 02. Oktober 2017 - 15:15

Meine Erfahrung:
* Einstieg 2014 in einem kleinen Ingenieurbüro in Süddeutschland: 45.000 EUR p.a. für fachliches Arbeiten, ich war dort nach Aussage der Geschäftsführung zu teuer
* ab 2016 über ein Ingenieurbüro zu einem Großprojekt in Süddeutschland verliehen: 50.000 EUR p.a. für Projektmanagement
* ab 2017 Direktanstellung bei dem großen Unternehmen (ehemals Kunden): 61.000 EUR p.a., ab 2018 dann 64.000 EUR p.a. für Projektmanagement, 40 St/Woche
Bei der letzten Gehaltsverhandlung wurden mir zunächst 10.000 EUR weniger geboten, die Verhandlung hat knapp einen Monat gedauert.

Ama | 29. September 2017 - 11:02

Kurz zu mir: Seit September 2017 bin ich BA of Engineering - Tiefbau. Ich habe mich bewusst gegen ein Masterstudium entschieden, weil ich zuerst in die Wirtschaft gehen möchte. Ich bin ehrgeizig und zielstrebig. Ich bin 28 Jahre alt, hatte bisher in einem Architekturbüro und über 8 Monate (inkl. Praktikum) in einem Bauunternehmen neben meinem Studium gearbeitet.

Als Bachelor Absolventin habe ich erstaunlich viele Zusagen erhalten. Meine Frage an euch: Wie verhandelt man richtig? Ich habe bisher 3 Zusagen von sehr großen Bauunternehmen aus Baden Württemberg erhalten (Mitarbeiterzahl mehr als 4500, ausgezeichnet, fair und zahlreich im Süden vertreten). Was kann ich mir als Neuling erlauben? 40.000 €/Brutto im Jahr (-40%Steuern)? Urlaubsgeld? Wie viel wäre das?

Michael | 28. September 2017 - 15:56

Es ist echt erschreckend hier zu lesen, dass einige unter 3300 € Brutto verdienen mit einigen Jahren Erfahrung. Lasst Euch nicht veräppeln, meine Güte. Ich habe mich nach meinem Studium (trotz sicherer Jobzusage) an weiteren 20 Stellen beworben und habe 3-4 Einladungen bekommen, die ich wahrgenommen habe. Überall habe ich hoch gepokert und langsam einen Riecher bekommen, was ich Wert bin.

Heute, nach 2 Jahren im öffentlichen Dienst bin ich bei 48.000 EUR Jahresgehalt (inkl. Jahressonderzahlung) angelangt. Habe bei 3.500 Brutto begonnen und bin jetzt bei 4.000 Brutto. Ich weiß bis heute nicht was ich hier wirklich geleistet habe, habe viel Freizeit (maximal 39 Stunde die Woche + Gleitzeit), fahre jedes Jahr in den Bildungsurlaub und mache Freitags kurz nach 12 Feierabend. Freie Wirtschaft würde ich mir nur antun, wenn ich +60.000 € bekommen würde und ein Firmenfahrzeug. Bis dahin bleibe ich im öffentlichen Dienst.

Baufuzzi | 20. September 2017 - 12:45

Wer sich heutzutage für 36.000 € Jahresgehalt verkauft, gehört vom Hof gejagt. Diese Summe konnte ich schon 1997 als blutigster Anfänger aushandeln - und die Zeiten damals waren für Bauingenieure eher durchwachsen bis schlecht. Unter der Annahme eines Kaufkraftverlustes von 1.5% / Jahr sollten daher heute (für Anfänger) mindestens 48.000 € Gehalt / Jahr drin sein. Alles darunter würde ich niemals annehmen.

Master | 19. September 2017 - 06:51

@Ingo:
Ich verstehe nicht, wieso man aktiv einen Job sucht und sich dann nur 200 € mehr Gehalt "wünscht"... Wenn ich den Job wechseln wollte, dann habe ich immer satt zugelangt (also je nach Position 500-1000 € mehr gefordert pro Monat). Für effektiv 100 € netto brauche ich doch gar nicht anfangen.

Zu Mir:
Ich bin als Projektleitung in der Bauherrenvertretung unterwegs und verdiene meine 80.000 € Jahresgehalt, bin Anfang 30. Wie schon gesagt wurde: Solange man sich ausnutzen lässt, braucht man sich nicht wundern, dass man es auch wird. Ich habe das Spiel von Anfang an nicht mitgemacht, habe hoch gepokert und gefordert. Natürlich schlucken die ein oder anderen, dann wird es halt nix. Aber es gibt auch Leute die das nicht abschreckt, die etwas weiter denken, also an 200-300 € monatlich mehr oder weniger. So kam ich zu meinem Einstiegsgehalt von 3800 € monatlich + Weihnachts- und Urlaubsgeld und Prämie.

Also mein klarer Hinweis: Hört auf euch für dumm verkaufen zu lassen, die Baubranche boomt massiv, davon sollten auch wir was abbekommen. Ich merke schon (auch bei frühreren Kollegen) dass diese irgendwo beim Gehalt steckenbleiben. Die bekommen den Wandel gar nicht so mit, so dass ich als Einstieg schon fast genauso hoch war wie die nach 20 Jahren. Spricht nicht unbedingt für das Unternehmen bzw. den Chef, aber so ist das Leben. Es wird einem nichts geschenkt.

Sandro | 13. September 2017 - 20:54

@Ingo:
Nach 12 Jahren 3300 € als Statiker in Berlin zu verdienen, ist mehr als lächerlich. Ich habe das schon nach einem Jahr in Berlin gehabt und empfand es als eindeutig zu wenig. Mittlerweile habe ich den Job gewechselt und vediene um einges mehr. Aber wie du meintest - sofern alle still in der Ecke rumsitzen, wird man wohl weiter für einen Hungerlohn abgespeist. Und in der Baubranche gibt's genung Hirnies, die das mit sich machen lassen.

Ingo | 12. September 2017 - 13:06

Nach meiner Erfahrung kommt der Verdienst ganz auf die Gegend und Bürogröße/-bekannheit an. Ich habe als Tragwerksplaner in einem kleinen Ingenieurbüro in Berlin trotz (auch) vieler größerer Projekte zum Schluss nach 12 Jahren Berufserfahrung 3100 € Gehalt im Monat brutto bekommen. Das war i.O. und unser Geschäftsführer hat immer von sich aus Gehaltserhöhungen ermöglicht, wenn es wirtschaftlich für das Büro vertretbar war.

Als ich mich jetzt bei einem größeren Büros beworben habe, ist man ohne zu zögern auf meine Wunschvorstellungen 3300 €/Monat eingegangen und hat sogar noch etwas drauf gepackt, was mir zeigte, dass ich wohl eher tief rangegangen bin. Meine Kollegin hat jetzt als techische Zeichnerin von dem gleichen Büro 3700 €/Monat verhandelt. Kommt also auch darauf an wie frech und hoch man pokert, schließlich ist auch hier in Berlin mittlerweile der Fachkräftemangel angekommen.

Jakub | 09. September 2017 - 22:57

Hat jemand von Euch bei Peri/Doka oder ähnlichen Schalungstechnikfirmen gearbeitet? Ich würde gerne erfahren aus welchen Tätigkaiten der Job besteht. Nur Planung oder ist es auch möglich, als Bauleiter/Bauüberwacher beschäftigt zu werden? Wie ist das eventuelle Einstiegsgehalt? (Ostdeutschland). Für jeden Tipp bin ich dankbar!

Baufrosch90 | 18. August 2017 - 05:50

Ich bin jetzt fast ein Jahr im Beruf und als Projektingenieur für Ingenieurbauwerke tätig. Bald steht ein Mitarbeitergespräch an und dann wird auch das Gehalt neu verhandelt. Ich wollte euch daher nach euren Verhandlungs Tipps fragen. Was sind eure wichtigsten Argumente? Wie geht ihr vor? Danke im Voraus!

Rebekka | 17. Juli 2017 - 16:05

Ich bin eine Bauingenieurin und habe 12 Jahre Erfahrung im Tiefbau. Jetzt habe ich ein Angebot als Projektleiterin in Baden-Württemberg bekommen. 63.000 EUR Jahresgehalt, wäre das zu wenig?

stone | 14. Juni 2017 - 06:04

Ich würde auch gern eine Lanze für den Beruf des Bauingenieurs brechen. Ich habe es eigentlich nie bereut, Bauingenieur geworden zu sein (seit 2000). Bin seit dem in Bauleitung und PM tätig, habe interessante Bauvorhaben und Leute kennen gelernt und immer wieder viel Abwechslung, aber auch gut Stress. Ich habe insgesamt 4 Jahre Auslandserfahrung, die in meinem Beruf definitiv eine Rolle spielt. Ich verdiene > 90.000 EUR Jahresgehalt für einen internationalen Bauherren als PM plus Boni. Ich glaube, die Situation ist momentan sehr gut in bestimmten Bereichen, es werden ja überall händeringend Abwickler, Projektmanager, Bauleiter, aber auch Poliere etc. gesucht.

AS | 02. Juni 2017 - 15:46

@Gypsi:
Es hängt von verschiedenen Faktoren ab. In einigen Ländern sind die Steuerabzüge viel geringer (z.B. Spanien/Lateinamerika ca. 20 %). Nur als Beispiel: IN Deutschland zahlst du bei 50000 brutto Jahresgehalt ca. 40 % an Steuern (ledig, ohne Kinder). Das bedeutet du hast netto um die 2500 EUR Monatsgehalt. Bei den von dir genannten 33000 EUR Gehalt pro Jahr im Ausland (z.B. bei 20 % Steuerabzüge) hättest du 2200 EUR/Monat zur Verfügung. Wenn die Miete schon drinnen ist (in München würdest du mind. 600 Euro/Monat für ein kleines Zimmer zahlen müssen) wäre dein effektiver Lohn fast 2800 EUR Gehalt monatlich. Das wäre ein äquivalentes Einstiegsgehalt von fast 57000 EUR Brutto/Jahr in Deutschland, gar nicht so schlecht oder? Plus die Verpflegung in manchen Ländern ist viel billiger.

In Lateinamerika wären 2800 EUR/Monat unglaublich viel Geld! Also Steuern und Unterhaltskosten vom Land genau anschauen. Wichtig ist nur, dass du das Projekt interessant findest!

Bauing | 01. Juni 2017 - 14:17

@Gipsy: Absolut untragbar! Auf keinen Fall unterschreiben, wer mit Master unter 45.000 € Jahresgehalt unterschreibt, ist selber Schuld! Wobei ein paar mehr Infos schon noch gut wären, z.B. Arbeitsland, Firma (deutsche Firma, oder ausländisch?) usw.

Gipsy | 31. Mai 2017 - 22:16

Ich bin 26, werde voraussichtlich Ende September mein Masterstudium beenden, Vertiefung: Konstruktiver Ingenieurbau, bisher keine Berufserfahrung und habe eine Stelle für € 33.000 Jahresgehalt für ein Projekt im Ausland (Wohnung, Flüge etc. außer eigene Verpflegung werden übernommen) gefunden. Unterbezahlt ja oder nein?

ProGerd | 30. Mai 2017 - 14:53

@Gerd:
Dem kann man kommentarlos zustimmen. Wer es aktuell nicht schafft einen vernünftigen Arbeitsplatz zu finden, der hat den Umbruch verschlafen. Beinahe jeder Einsteiger verdient (hier in Bayern) aktuell mind. 45000 EUR Einstiegsgehalt mit Master/Dipl.-Ing. Wer sich mit weniger abspeisen lässt, der ist selber Schuld. Nutzt doch den Mangel an Personal aus, bewerbt euch und sucht euer Glück.

Gerd | 28. Mai 2017 - 19:06

Hallo liebe Kollegen, ich bin seit 21 Jahren nun als Bauingenieur beschäftigt, zunächst ca. 10 Jahre bei div. Bauunternehmen, seit 2006 aber nun beim öffentlichen Dienst. Seit einigen Jahren ist nun der Tisch für uns Bauingenieure reichlich gedeckt, das wird auch die nächsten Jahre anhalten. Ein Gehalt unter 50.000 € für einen eingelernten BI geht gar nicht, auch nicht im öD. Nutzt die zahlreichen Angebote und verlangt ein anständiges Gehalt, dann macht auch die Arbeit mehr Spass!

Kalle357 | 25. Mai 2017 - 11:14

Dipl.-Ing. mit > 2 Jahre Berufserfahrung
56.000-60.000 EUR Jahresgehalt bei 40 Std.
Projektmanagement bei einem großen Unternehmen

Attacke | 17. Mai 2017 - 20:27

Ich verfolge diese Seite auch seit einer Ewigkeit, so bleibe ich immer am Ball, was sich am Arbeitsmarkt so tut. Erst mal zu meiner Person: Ich bin Dipl.-Ing, also alte Generation, meinen Abschluß habe ich schon 2008 erledigt. Direkt nach dem Studium habe ich bei einem mittelständischen Unternehmen als Tragwerksplaner angefangen. Einstiegsgehalt vor 10 Jahren 3300 € Gehalt mit 38 Stunden die Woche und insgesamt 12.75 Gehälter. ( bei 38,5 Std. / Woche ca. 45.000 €) Wenn man seine Arbeit gut und mit Gewissen macht, bekommt man immer, was man möchte.

Nach 6 Jahren musste ich den Job wegen meiner Familie wechseln, In diesen 6 Jahren habe ich mich weiter ausgebildet zu SFI und ZfP-Personal, d.h. ich war nicht nur im Büro und Theoretiker, sondern auch im Betrieb tätig. Also nach 6 Jahren wechselte ich zum weltweit führenden Anlagenbauer, die haben natürlich andere Konditionen als ein kleines mittelständisches Unternehmen - z.B. ERA Tarif / IG-Metall , 13,25 Gehälter. Und so kam ich nach 3 Jahren auf ein Jahresgehalt von ca. 89.000 € (regulär 35 Std. / Woche) tatsächlich 38-40 Stunden.

Ich meine, mit ein bisschen Glück und Ehrgeiz, kann man viel erreichen. Und somit erreiche ich nach 9 Jahren als Bauingenieur eine sechsstellige Arbeitsvergütung. Ich kenne groß Konzerne auch die kleinen Unternehmen, man kann überall Geld machen, aber nicht vergessen, Geld ist nicht alles, sondern die Familie und die Gesundheit.

Ole | 15. Mai 2017 - 07:40

@Magnus:
Ich bin bereits über 10 Jahre im Ausland. Ich war 5 Jahre in Afrika, 3 in Indien, 1 Jahr in Middle East, 1 Jahr in China und jetzt in Rumänien. Man verdient zwar deutlich mehr Geld, aber der Job bleibt im Prinzip der gleiche. Ausruhen kann man sich hier auch nicht. Das ist so ein Märchen. Eigentlich ist es sogar so, das 6 Tage Woche normal sind und 10 bis 12 Stunden am Tag mit Nachtschichten usw auch.

MasterBauing | 08. Mai 2017 - 10:39

Ich verfolge das Forum hier schon seit Beginn meines Studiums und es hat mir so manche emotionale Höhenflüge als auch Tiefschläge verpasst. Jetzt nach Beendigung meines Studiums und ersten Eindrücken aus dem Berufsleben kann ich endlich auch eigene Erfahrungen beitragen:

Ich, 27 Jahre, Master of Science Bauingenieurwesen in Bayern mit mittelmäßiger Note (2,3), eingestiegen nach dem Studium in ein Ingenieurbüro, Projekt- und Vertragsmanagement von Großprojekten (Projektgröße ca 500 Mio €). Monatliches Einstiegs-Bruttogehalt war 3.800 € plus eine jährliche Bonusauszahlung. Macht in der Summe etwa 48.000 € im ersten Jahr. Nach circa einem Jahr gabs die erste Gehaltserhöhung, bin jetzt bei ca. 52.000 € nach der nächsten planmäßigen Erhöhung dann ca. 55.000 €. 40-45h/Woche, kein Firmenwagen.

Hatte nach meinem Abschluß noch ein etwas besseres Angebot (knapp 50.000 €/Jahr), habe mich aber für mein jetziges Büro entschieden, weil ich dort vorher schon als Werkstudent tätig war. Mir war einfach wichtiger meinen Arbeitgeber zu kennen und zu wissen, auf was ich mich einlasse.

Hier noch ein paar Vergleichsdaten meiner Kommilitonen (Einstiegsgehälter, derzeitiges Einkommen ist mir nicht bekannt):
- Projektsteuerer in großem Ingenieurbüro, 40 h/Wo., 52.000 €
- Vertragsmanager in großem Ingenieurbüro, 45 h/Wo., 52.500 €
- Planer in mittelgroßem Ingenieurbüro, 45 h/Wo., 49.000 €
- Tragwerksplaner in kleinem Ingenieurbüro (3 Mann), 45 h/Wo., 39.000 €
Alle Master-Absolventen der gleichen Uni und alle mit "Berufserfahrung" als Werkstudenten.

Also ich denke wenn man es drauf anlegt, kann man auch im Ingenieurbüro schon mit etwa 50.000 € Einstiegsgehalt rechnen. Man muss sich halt auch verkaufen können. Habe auch bei mir im Büro Kollegen die schimpfen, aber seit mehreren Jahren die gleiche Arbeit machen und auch sonst nicht bereit sind sich zu verändern. Denen kann man halt dann auch nicht helfen.

ABG | 05. Mai 2017 - 09:42

Ort: Speckgürtel von Hamburg, eher ländlich
Abschluss: Master (TU)
Berufseinstieg Statikbüro: 3300 € Gehalt monatlich
nächster Job im anderen Statikbüro: 3500 € Gehalt monatlich
(nach 1/2 Jahr, also immer noch Berufseinstieg)

whong | 25. April 2017 - 10:41

Bei mir: Masterabschluss als Bauingenieur, Fachhochschule 2013, dann Direkteinstieg in einem Baukonzern Baden-Württemberg. Dort tätig im Innendienst: Angebotsbearbeitung und Kalkulation Rohbau, Vergabe Nachunternehmerleistungen (Projektgröße 5. - 40. Mio €). Tarifvertrag, 40 h Woche (fünf Uhr ist meißt Feierabend), 30 Tage Urlaub, kein Firmenwagen. Jedes Jahr 2 - 3 Schulungen Hard- und Softskills. Einstieg 2013 mit Tarifgruppe A6, jedes Jahr eine "kleine" Gehaltserhöhung. Jetzt nach vier Jahren Eingruppierung in A7, ca. 57.000 € brutto Jahresgehalt.

Dipl-Ing | 25. April 2017 - 10:37

Kurz und knapp: Wechselt den Job, bewerbt euch, schaut euch um! Ich verstehe viele Kommentare hier, die sowohl positiv als auch negativ sind. Ich kann sie sehr gut nachvollziehen, und kann nach 15 Jahren im Beruf als Bauingenieur sagen, dass beide Seiten recht haben!

Ich selber war jahrelang geknechtet im Job, wurde als Statiker mit 3000 € Gehalt abgefrühstückt, wurde als Bauleiter mit 4500 € Verdienst verheizt (60 h die Woche) und bin jetzt aber als Projektleiter bei einem Mittelständler angekommen und sehr zufrieden. Ich verdiene mit Boni ca. 70000 €, bei einer realen Woche von 40 h, wobei auch mal bei Bedarf mehr gemacht wird, aber dafür auch kulant damit umgegangen wird, wenn man mal einen halben Tag braucht für Arztbesuch o.ä.

In meinen Augen ist es immens wichtig sich umzusehen, ich selber habe viele Angebote bekommen über Headhunter, habe mir viele Angebote angehört und Vorstellungsgespräche geführt. Schon allein, um zu sehen wie mein Marktwert ist. Und dann, wenn mal das passende Angebot dabei ist, kann man wechseln. Ich verstehe nicht, wie jemand nur rumjammern kann und den Beruf schlecht macht. Der Verdienst ist nicht so gut wie bei anderen Ingenieuren, aber du bist was du aus dir machst. Und wer es nicht versucht, der darf sich dann auch nicht beschweren!

Also mein Rat an alle, die unzufrieden sind: Bewerbt euch, hört euch an was man zu bieten hat. Man kann doch nichts verlieren, wenn man schon einen Job hat. Irgendwann kommt die Möglichkeit, dass ein gutes Angebot dabei ist.

Magnus | 22. April 2017 - 17:12

@Ole:
Deine Kunden verlangen wahrscheinlich, dass das Gebäude in 20 Monaten fertig sein soll, weil sie es gewohnt sind, das ohne Aufpreis zu bekommen? Wenn man hierfür einen Preis verlangen würde, für den 2 oder 3 Oles tätig sein könnten, würde das vielleicht ganz anders bewertet.

Mit einem deutschen Paß, kannst du dir doch fast auf der ganzen Welt Stellen suchen. Wenn du auf das viele Arbeiten keinen Bock mehr hast, such dir doch einfach was anderes. Im Baubereich gibt es auch noch viele andere Möglichkeiten, als in der Bauleitung auf Seiten der Ausfühung. Mit deinem Wissen müßte da doch irgendwo was drin sein. Vielleicht einfach mal ein bisschen Zeit damit verbringen und darüber nachdenken, wo es besser passen würde, als permanent dem nächsten Termin auf der Baustelle hinterherjagen.

Flip | 22. April 2017 - 13:15

@Magnus:
Job wechseln bringt nix, die Angebotspreise der Baubranche sind bei Bauherren, Investoren, Architekten, Behörden etc bekannt. Da kann man nicht einfach die Angebotspreise um 50 % erhöhen, damit die Gehälter um 50 % wachsen (damit man mit anderen technischen Fachkräften mehr oder weniger gleichziehen könnte). Ich habe mich natürlich auch bei Kollegen umgehört, die in anderen Büros und großen Firmen arbeiten - überall der gleiche Sch.... Es wird bestenfalls eben so gebaut, dass Richtlinie, Normen und Gesetze gerade noch erfüllt sind. In der Elektrotechnikbranche zahlt hingegen der Kunde gerne Aufpreise für OLED Displays in Smartphones (obwohl LCD es auch tut), in der Automobilbranche wird gerne die Rückfahrkamera bezahlt, als ob Rückwärtseinparken bisher nicht möglich gewesen wäre etc.

Ich kenne wirklich niemanden, der eine positive Meinung über die Baubranche hat. Die naiven Absolventen sind mit dem Thema überfordert und haben mangels Erfahrung keine echte Meinung dazu oder teils wird sogar geleugnet und jene die schon länger dabei sind haben eine negative Meinung entwickelt.

Beim Kurs zum Ziviltechniker wird sogar beigebracht, was man als Büro so für Stundensätze verlangen soll, "bitte nicht auf die Idee kommen unter 80 EUR pro Stunde anzubieten, besser 100-120 EUR", wurde mir berichtet. Dachte Preisabsprachen sind verboten, aber ok, zeigt nur wie kaputt die Branche ist.

Mein Chef ist 75, da is nix mit "ich suche mir mal Arbeit"! Ich habe ihn gefragt, warum er sich das noch antut (er stellt immerhin von selbst fest, er wird von allen verarscht, Bauherren, Rechtsanwälte, Architekten, Ausführende etc...), er meint: Weil ihm der Job Spaß macht. Das glaube ich ihm sogar (sonst wäre er in Rente), aber es ist eben die völlig falsche Einstellung. Richtig ist: Er soll Spaß machen UND angemessen entlohnt werden.

Gsiberger | 21. April 2017 - 19:08

Statiker mit 1,5 Jahren Erfahrung in Österreich in einem kleinen Statikbüro mit 7 Mitarbeitern, 37000 € Jahresgehalt. Kommt mir relativ wenig vor, habe aber trotzdem andere Vorteile wie z.B. wenig Stress, Überstunden die zu mehr Freizeit führen (1 Monat Urlaub an Weihnachten). Das ist sicher sehr wichtig fürs persönliche Leben. Ich frage mich wie viel Urlaub in einem großen Konzern gegeben wird. (Von den gesetzlichen Urlaubstagen darüber hinaus)

Ole | 21. April 2017 - 08:27

Ich habe hier ja bereits gepostet, aber eigentlich ist es eher selten geworden. Was mir hier zu kurz kommt, ist die Diskussion über die Zeit und die Umstände in denen Bauingenieure arbeiten. Ich verdiene außergewöhnlich gut, der Teil fällt hier also aus.

Was mich allerdings mehr und mehr stört, sodass ich wirklich an Branchenwechsel denke, sind meine Arbeitszeiten. Außerdem hatte ich in 20 Jahren nur Arschlöcher als Kunden. Es wird immer vorausgesetzt, das wir pausenlos arbeiten. Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Nachts - alles kein Problem. Wozu eigentlich muss ein Bauwerk, das vermutlich so 100 Jahre steht und 20 Stockwerke plus hat in 20 Monaten fertig sein? Zinsen sind unglaublich günstig. Ich habe in 20 Jahren fast nie einen Bauzeitenplan gehabt, der machbar war, nicht mal mit außergewöhnlichem Aufwand.

Wir müssen permanent mit dem Bodensatz der Gesellschaft arbeiten. Mehr als die Hälfte der Typen in der Ausführung sind irgendwelche gescheiterten Vollidioten. Den Typischen Oberpolier, den viele Ältere noch kennen, gibt es kaum noch. Die Anforderungen werden immer höher, die Ausbildung immer schlechter. Oft können die Typen nicht mal untereinander reden, weil die alle möglichen Sprachen sprechen. Richtige Gesellen sind viele auch schon nicht mehr.

Magnus | 17. April 2017 - 00:03

@Flip:
Wieso hast du nicht einfach das Büro gewechselt? Die Erfahrungen die Du schilderst, entsprechen so überhaubpt nicht meinen. Scheint eher am Büro als an der Branche zu liegen. Vielleicht wäre auch dein Chef besser gefahren, wenn er sich eine Anstellung als Projektleiter gesucht hätte, wenn ihm das Finanzielle nicht so liegt.

Merkaba | 07. April 2017 - 21:18

Was verdient man in München als Tragwerksplaner (Statiker) mit 5 Jahre Erfahrung?

Koala1111 | 02. April 2017 - 10:35

Da ich hier auch immer wieder mal mitlese anbei meine aktuelle Situation: Angestellt im Statikbüro im ländlichen Raum in Bayern - seit 17 Jahren, Dipl.-Ing. FH. Erstellung von statischen Berechnungen, aber auch bauphysikalischen und brandschuztechnischen Nachweisen. Ursprünglich angefangen in 2000 mit 2750 Euro/Monat * 13 + Urlaubsgeld + Zuschuss. Gesamt ca. 37.000 Euro.

Ich bin jetzt bei 4900 Euro/Monat * 13 + Urlaubsgeld usw., also bei ca. 65.000 Euro Jahresgehalt. Das Ganze bei 40 h/Woche. Überstunden fallen an und werden mit 25% Zuschlag vergütet. Da kommen öfters mal noch ein paar Tausend Euro im Jahr dazu. Wichtig für mich dabei ist dass das Verhältnis Arbeitszeit zu Gehalt stimmt. Wenn hier einzelne von Gehältern von 80.000 Euro/Jahr bei 50 h/Woche berichten, denk ich mir immer das hab ich eigentlich auch fast. (Überstunden von 10 h/Woche * 40 Wochen/Jahr (Rest Urlaub, krank, Feiertag usw.) * 35 €/Überstunden = 14.000 Euro/Jahr für Überstunden + 65.000 Euro/Jahr regulär = 79.000 Euro/Jahr.

Bau.Master | 29. März 2017 - 23:08

Kurz vorne weg: Ja, ich bin zurzeit noch Master-Student, verfolge dieses Forum jedoch schon seit Jahren. Es mag, wie im Internet üblich, viel Schrott dabei sein, viele sind nur hier die "Macker" und Wahrheit und Lügen liegen wahrscheinlich teilweise auch nah beieinander. Nur wie hier auf die Ingenieurbüros geschimpft wird und das Berufsbild schlecht geredet wird, ist traurig.

Seit langem Hornisse und jetzt auch Flip. Würde Hornisse die hier verschwendete Energie und Zeit sinnvoll nutzen, wer weiß wo er heute wäre. Sicherlich nicht so frustriert wie jetzt. Flip ist übrigens der Selbe, der vor Jahren seine Hetze in Studienforen gestartet hat. Ich freue mich auf den Beruf und bekomme von Studienkollegen meist nur gutes zu hören.

Hornisse | 27. März 2017 - 08:30

@Tiefbauer:
Du hast recht. Ich werde in diesem Forum nichts mehr posten. Haut euch doch gegenseitig die Hucke voll mit euren plumpen Lügen. Nach 3-4 Jahren 72.000 EUR Gehalt plus Bonus (plus Auto?). Es ist hier wie im zivilen Leben. Ein paar besonders laute und dreiste Typen geben mit ihrem "Narrativ" den Ton an, die Masse ist feige und schweigt.

HolgerM | 25. März 2017 - 23:59

Ich bin erst vor Kurzem auf das Forum aufmerksam geworden, aber es geht ja teilweise heiß her. Wenn ich das alles so lese, kann ich nur sagen, dass man auch im Öffentlichen Dienst nicht schlecht verdienen und dabei recht entspannt arbeiten kann. Ich bin mit meinen 45 Jahren bereits seit Abschluss meines Studiums bei einer großen Kommune angestellt (18 Jahre mittlerweile) und in die E13 eingruppiert (Endstufe 6). Mit einer alten Zulage komme ich damit auf knapp 71.000 € brutto Jahresgehalt. Das Ganze allerdings bei regulären 39 h pro Woche, flexible Gleitzeit ohne Kernzeit und als Sachbearbeiter für komplexe Bauten auch ohne Führungsverantwortung. Zusätzlich kommt noch ein ordentlicher Zuschuss zum Jobticket. Kann mich also wirklich nicht beschweren.

Flip | 25. März 2017 - 18:27

Ich bin froh, dass es hier einen Augenöffner wie "Hornisse" gibt, der aufzeigt, wie erbärmlich Bauingenieure in der Branche entlohnt werden - bemessen an der Verantwortung - die sie übernehmen. Hier im Forum geht einem Vorposter mit "Ingenieurstunde 75 EUR" einer ab... einfach mal schauen was eine Kfz-Mechanikerstunde bringt.

Ich selbst war hier vor Jahren im Forum unterwegs, als ich mich darüber informierte, was man so als Absolvent verlangen kann. Da gurkte die naive "Biene" noch rum und auch Hornisse gab es hier schon. Nach Jahren der Praxis sieht es im Bauopferbüro bei uns so aus: Anfangs waren 10 Leute angestellt, vor wenigen Monaten flogen 3 raus und das Büro wurde räumlich verkleinert, schlechte Auftragslage und das 3 km neben einer 1,8 Millionen-Einwohner-Stadt. Liegt aber auch daran, dass der Chef eben Bauingenieur ist, also Techniker und kein Verkäufer, Hauptsache der Job macht Spaß, so ein Motto als ich ihn fragte, warum er sich die Sch... antut.

Meine Analyse nach den wenigen Jahren im Büro über Bauingenieure:

  • katastrophale Verkäufer
  • Mischung aus Galgenhumor und Selbstaufgabe
  • minderwertiges Selbstwertgefühl, denn wer tut sich den Schwachsinn freiwillig an
Ständig wird man verarscht von Rechtsanwälten, Kunden, Bauherren und Konkurrenzbüros. Neulich rief einer an, er wollte eine Leistung von uns abrufen: "es darf aber nichts kosten" lol, so einen Ruf haben Bauingenieure bereits, soweit ist es schon gekommen.

Zu den Gehältern bei uns im Büro (7 Personen Klitsche), die Dienstverträge liegen offen am Server, alle Gehälter x14, 40 h-Woche wenn nicht anders erwähnt:
  • 2 Statiker, jeweils ca 3500 EUR Gehalt, beide ca. 20 Jahre in der Branche
  • Schalltechniker (Gewerbelärm, Schallschutzwände, Schallpegelmessungen): 4600 EUR Gehalt, 25 Jahre
  • Teilzeit-Bauphysiker, bei uns eingestiegen, ca 1400 EUR Gehalt für 20 h, 9 Monate dabei
  • Tochter vom Chef: ca. 1700 EUR Gehalt für 20 h, seit ca. 10 Jahren dabei
  • technische Zeicherin, nicht relevant
  • Chef unbekannt
Zu mir: 3359 EUR Gehalt, 5 Jahre. Habe mich "gut" verkauft, eingestiegen mit 2800 EUR Gehalt, nach 1,5 Jahren - als der Laden noch gut lief - 3200 EUR ausverhandelt, kenne aber auch die mitleidigen Blicke branchenferner Techniker. Aktuelles Erlebnis aus dem Bekanntenkreis: Telekommunkation, Admin, nur Abitur, 67.000 EUR Jahresbruttogehalt, 43 h Woche, ca. 16 Jahre dabei.

Unser Chef hat bereits eine Lebensversicherung aufgelöst und sein Haus verpfändet, damit er unsere Gehälter bezahlen kann, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wie lange der Laden noch rennt, weiß niemand, nicht mal der Chef, weil ganz offensichtlich kann er nicht mit Bilanzen umgehen, teilweise mussten wir 6 Monate auf Urlaubsgelder warten, weil 5 vor 12 kommt er drauf, dass sein Konto fast leer ist. Ein Bilanzgenie ist er wohl nicht und dem Büro geht es sehr schlecht. Niemand von uns schafft einen Umsatz von ca. dem 2 bis 2,5-fachen des monatlichen Bruttogehalts, was finanziell gesund wäre für so ein Büro.

Was habe ich nun daraus gelernt: Ich werde aus der Baubranche aussteigen, ich kann es mit meinem Selbstwert nicht vereinbaren, weiter in dieser minderwertigen Drecksbranche zu verweilen. Dazu habe ich mich all die Jahre zusammengerissen, weitestgehend auf Konsum verzichtet (Keine Autos, keine Reisen etc.) und ordentlich an Kohle gespart bzw. Daytrading erlernt und als Daytrader vermehrt. Im Juni werde ich den Laden verlassen und mich weiter aufs Daytrading fokussieren. Ich habe jedenfalls die Schnauze voll von der Branche und will nichts mehr damit zu tun haben. Keine Ahnung wie man sich sein Leben damit so dermassen versauen kann, wie es 95 % der Bauingenieure tun.

Bei 2 Personen möchte ich mich speziell bedanken: Ich war seiner Zeit Zivildiener und hatte beim Roten Kreuz einen Patienten, der in der Örtlichen Bauaufsicht gearbeitet hat. Er fragte mich eingehend, als ich ihm sagte, was ich studiere (Bauwesen): "Wie kannst du dir diesen Sch... freiwillig antun?" Ich verstand diese Aussage damals nicht, aber google führte mich in dieses Forum und auf die zweite Person: Danke Hornisse.

Tiefbauer | 25. März 2017 - 08:30

Leute, lasst Hornisse doch weiterhin mit seiner unterhaltsamen Schreibweise hier den einen oder anderen Akzent setzen. Was jedoch klar ist: eine objektive Diskussion ist nicht möglich und sollte man auch nicht weiter verfolgen. Und lasst doch auch den Quatsch mit "es ist schade, dass Du in Deinem Beruf nicht glücklich bist..." usw. Mitleid hat er durch seine destruktive Sichtweise doch nun wirklich nicht verdient. Ich glaube, damit fahren wir hier alle insgesamt besser, wenn er konsequent ignoriert wird!

Und nun zu mir: Einstieg 2013 mit A6 + Leistungszulage und Firmenwagen. Nach 4 Jahren im Beruf steht es jetzt bei A8, höhere Leistungszulage und höherwertigem Firmenwagen. Jahreszieleeinkommen 2017 ca. 72.000 € Jahresgehalt, ohne Tantiemen. Tätigkeit: Bauleitung im Tief-, Kanal- und Straßenbau. Raum Ruhrgebiet. Mittelständisches, inhabergeführtes Bauunternehmen.

Hornisse | 24. März 2017 - 18:21

@MS:
Naklar. Deine Firmennummer hast Du hier gepostet. Du kannst vielleicht die Erstsemester hier mit so einer Geschichte beeindrucken, aber sicherlich nicht mich.

Hornisse | 24. März 2017 - 06:33

@Glücklicher:
Genau! Das muss es sein. Die Leute mit genügend Berufserfahrung stecken alle noch auf ihren miesen Kriesenzeitengehältern fest und haben gar nicht mitbekommen, wie Absolventen ständig von Recruitern abgeworben und mit hohen Gehältern nach 2 Jahren im Job zugeschüttet werden. Bist Du ganz alleine auf diese geniale Begründung gekommen, oder gab es da ein wenig Hilfe?

KurtWeill | 23. März 2017 - 22:52

@Glücklicher, Post 22. März 2017 - 18:33:
Da magst du vollkommen Recht haben. Nur trifft das die anderen Branchen doch genauso. Schlimmer noch, in den letzten Jahr(zehnten) ist die Produktivität in der Baubranche deutlich weniger gewachsen/gestiegen, als die der anderen Ingenieurbereiche. Das macht sich auch an den Gehälter fest. Ergo müsste dieser Umstand (unterbezahlte ältere Mitarbeiter) die anderen Branchen viel gewichtiger treffen, als die Baubranche. Aber trotzdessen bekommen Bauingenieure im Querschnitt weniger Gehalt als Maschinenbauer/Elektrotechniker... lasse ich nicht gelten.

MS | 23. März 2017 - 12:47

@Hornisse:
Es ist wirklich schade, dass du so negativ eingestellt bist. Ich hätte gerne mit dir telefoniert, du hast meine geschäftliche Telefonnummer - und wenn die Mailbox ran geht, hast du auch meinen Namen. Mittels einer Suchmaschine deiner Wahl lässt sich alles Übrige herausfinden. Auf deine Kommentare werde ich nicht mehr eingehen. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute für deinen beruflichen Erfolg, viel Gesundheit und ein glückliches Leben.

@An alle anderen:
Lasst euch nicht entmutigen, Bauingenieurwesen ist ein schöner Beruf!

KurtWeill | 22. März 2017 - 21:25

Bauunternehmen in Süddeutschland, Überstunden abgegolten - mein Gehalt nach 5 Jahren Erfahrung ca. 50.000 Euro/Jahr + Dienstwagen bei tatsächlich ca. 40-45 Wochenstunden.

Bauleiter bei zeitaufwendigen Projekten (= 50 h/Woche im Schnitt), je nach Erfahrung und Verhandlungsgeschick 60.-70.000 Euro incl. aller Boni. Berufsanfänger 40.000 Euro. Oberbauleiter ca. 70.-80.000 Euro Jahresgehalt. Das deckt sich mit den Größenordnungen, was ich von Kollegen anderer Firmen in Süddeutschland höre. Sofern man den Gesprächen glauben schenken mag, aber warum soll man da lügen?

Gehaltsniveau scheint in meinem Umfeld also nicht ganz so schlecht zu sein, wie Hornisse stets meint. Auf den Stundenlohn gerechnet, im Verhältnis zu den Tarifverträgen der Energie oder Autobranche - in der Tat scheisse! Und nicht zu vergessen, Süddeutschland soll angeblich besser zahlen, als andere Bundesländer.

Zu Abwerbungsversuche: Bauleiter werden gerade händeringend gesucht. Da rennen wirklich haufenweise Recruiter rum! Was allerdings nicht bedeutet, dass utopische Gehälter angeboten werden! Denn komischerweise wird in der Branche weiter kalkuliert wie bisher, im schlimmsten Fall bleibt die Stelle eben vorübergehend vakant und man bietet nicht oder nicht ernsthaft überall mit, sodass man temporär 2-3 Projekte weniger annimmt. Ein paar Firmen haben eben doch noch den einen Bauleiter, den es braucht und die kriegt den Auftrag für wenig Geld. Bei Abwanderung kommt die Firma eben bei den Projekten ins Wackeln, aber irgendwie klappts schon - wobei es ja nun auch kein Hungerlohn ist, den man als Bauingenieur in der Baubranche bekommt.

Reiner | 22. März 2017 - 20:41

Ich bin durch Zufall auf das Forum gestossen. Wenn man in einer Nische tätig ist, kann man ein gutes Gehalt erzielen. Aber man kann doch keinem empfehlen ein Studium zu beginnen weil man evt. in einer Nische gut verdient. Der Großteil der Bauingenieure wird später Bauleitung machen müssen, da hier der größte Bedarf vorherrscht. 2009 wollte man mir zum Einstieg ca. 3000 € Einstiegsgehalt bieten in der Bauleitung (natürlich inkl. Überstunden). Habe aber auch bei einem Unternehmen direkt nach dem Studium eine "freie Mitarbeit" als Bauleiter angeboten bekommen, also Scheinselbstständigkeit, war ein großes Unternehmen aus der Branche, k.A. was die gezahlt hätten, habe das Gespräch abgebrochen.

Wolf | 22. März 2017 - 19:11

Bei einem Anfangsgehalt von 2700,- € brutto sollte man vielleicht erwägen in den öffentlichen Dienst zu gehen und Beamter zu werden; lebenslanger sicherer Arbeitsplatz und stetige Steigerung wir mitgeliefert. Ein Einstieg mit A13 ist sicher machbar, wenn man mit gutem Masterabschluß antritt.

Glücklicher | 22. März 2017 - 18:33

@Hornisse:
Etwas überspitzt dargestellt, trifft den Nagel aber auf den Kopf. Die Frage ist, warum die Statistiken so schlechte Gehälter aufführen. Ich denke, dass viele ältere Kollegen zu alten schlechteren Konditionen angestellt sind und sich hier im Forum nicht äußern bzw. kennen oder besuchen das Forum nicht. Hatte vor einigen Jahren mal einen Zeitungsartikel über eine Studie gelesen, wonach Absolventen in Krisenzeiten zu deutlich schlechteren Konditionen angestellt werden und es ohne Jobwechsel nicht schaffen, ihre zu späteren guten Zeiten eingestellten Kollegen gehaltstechnisch einzuholen.

Hornisse | 21. März 2017 - 18:22

Man kann also mal festhalten: Alle einschlägigen und halbwegs seriösen Statistiken weisen unterirdische Bauingenieursgehälter auf. Das wird auch durch die durchschnittlichen Jahres-Umsätze je Mitarbeiter in Planungsbüros (gabs hier zu lesen!) von 90.000EUR bis 100.000 EUR bestätigt.

Aber, 99 % der User hier haben ein Gehalt von 60.000 EUR bis 70.000 EUR aufwärts bereits nach 2-3 Jahren im Job, erhalten zwei mal pro Woche Abwerbungsversuche von Recruitern (weil man ein Social Media Profile besitzt) und bekommen die wenigen Stellen ausserhalb der Baubranche in lukrativen Sparten, wie z.B. Automobilbau, Pharma, Chemie oder Energiebranche nachgeworfen. Einige der ganz strammen Lobeshymnenschreiber haben sich sogar eine SIM-Karte besorgt um hier die Handy Nummer anzugeben. Wofür? Was macht irgendeine Pay as you go SIM-Karte an den Postulaten hier glaubwürdiger? Ich lese also in einem Forum, in welchem sich zu 99 % die Elite des Bauingenieurnachwuchses austauscht. Ein echtes Privileg hier mitlesen zu dürfen.

Glücklicher | 20. März 2017 - 17:53

@Sandro:
1. Ich bin nun > 5,5 Jahre im Geschäft und keine 2.
2. Google einfach mal einen halbwegs aktuellen Tarifvertrag aus der Energiebranche. Da wirst du schnell feststellen, dass 70.000 € Gehalt im Jahr absolut nichts ungewöhnliches ist. Und da in den Tarifverträgen nicht nach Ingenieurberufen unterschieden wird, profitiert man auch als Bauingenieur davon.
3. Das mit dem Nonsens posten kann ich also nur zurück geben.

M.Eng. | 20. März 2017 - 06:57

@Hornisse:
Ich bitte dringend um deinen Kontakt, gib mir eine E-Mail oder sonst etwas, ich kann es dir beweisen. Noch dazu kennst du meine Vorgeschichte nicht und meine Tätigkeit vorher auch nicht. Und es war nicht nur Statik, sondern eher eine ganzheitliche Stelle in der Projektabwicklung (Statik, Planen, Überwachen vor Ort je nach Bedarf).

Es ist schon faszinierend, wie vehement du versuchst Sachen ungläubig zu reden, anstatt dass du einfach mal akzeptierst, dass es auch Leute gibt die Karriere machen. Sehr amüsant, v.a. da du es ja in mehreren Threats hier im Forum machst. Also wenn du wirklich willst, dann hab endlich mal den Mumm und lass deine Kontaktdaten da, oder traust du dich nicht aus Angst von der Wahrheit erschlagen zu werden?

Glücklicher | 16. März 2017 - 21:03

@Hornisse:
Quatsch. Wenn du bei einem der einschlägigen Business-Netzwerke ein halbwegs gepflegtes Profil hast, fallen die Headhunter quasi über dich her. Ich hatte im Schnitt 2 Stellenangebote pro Woche. Einige waren so dreist, sich über das Sekretariat verbinden zu lassen. Das ging auch meinen Kollegen so.

Im Übrigens haben es Arbeitgeber abseits der Baubranche schwer, gutes Bauingenieur-Personal zu bekommen, da diese Branchen einfach nicht im Fokus stehen und sich damit zu wenig bewerben. Ist bei uns im Unternehmen ein echtes Problem, trotz sehr guter Konditionen.

@M.Eng.:
Ich bin jetzt auch in einer Art Projektmanagement-Stelle, obwohl ich vorher Objekt- u. Tragwerksplanung im Bereich Spezialtiefbau/Geotechnik gemacht habe. Meine Erfahrung: Wichtig ist, dass man möglichst viele und interessante Projekte in den ersten Berufsjahren bearbeitet hat, offen ist und sich vor allem gut verkaufen kann. Wer nur TWP in den LP 1-5 bei Einfamilienhäusern macht und nicht gut rüber kommt, hat schlechte Karten.

Sandro | 16. März 2017 - 10:15

@Glücklicher:
Selbst Einsteiger bei den Top-Beratungsunternehmen wie McKinsey und Co. verdienen nicht so viel nach 2 Jahren. Aber Du als Bauingenieur bist gehaltstechnisch sicherlich ganz vorne. Wie geschrieben: Hauptsache man glaubt selber an seine eigenen Worte. P.S.: Relativ gute Gehälter sind momentan in der Baubranche möglich. Realistisch sollte man aber in diesem Forum schon bleiben und nicht nur Nonsens posten.

Stahler | 16. März 2017 - 08:16

Im Bauwesen gibt es - wie überall anders auch - verschiedene Klassen. Gehst du in die Bauleitung, verdienst du definitiv mehr, hast aber weniger vom Leben wegen den Überstunden. Gehst du in die Statik, hast du weniger Geld aber mehr vom Leben. Ich persönlich bin in die Statik gegangen nach den Studium, bin damals mit 3500 € Gehalt eingestiegen. Mittlerweile nach 5 Jahren bin ich bei 4800 € monatlich + Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Somit liegt mein Gehalt bei ca. 62000 €. Ich bin in einer mittelständischen Stahlbaufirma angestellt, habe 3 Zeichner unter mir die ich betreue.

Ich kann mit diesem Geld gut leben, arbeite i.d.R. 40 h, es kommt auch mal vor dass wir mal 2-3 h mehr machen, aber da ist selbst unser Chef sehr dahinter, dass wir auch unsere Freizeit haben. Das ist nicht selbstverständlich, aber sehr lobenswert. Dementsprechend haben wir in meinen Augen auch ein sehr tolles Betriebsklima. Selbst habe ich zwei sehr gute Studienfreunde, die auch in die Statik gegangen sind, die haben aber nicht mein Gehalt, liegen aber auch bei knapp um die 55.000 €.

Deshalb mein Resümee: Ich kann manche Gehälter durchaus nachvollziehen und glaube das auch. Ich denke mal jeder kann machen was er will, und es ist auch bedeutend mehr Geld zu holen in der Bauleitung/Projektleitung. Aber das geht auf Kosten der Gesundheit und Freizeit. Mir persönlich ist mein Leben sehr viel wert, denn wenn du im Ruhestand bist und dein ganzes Leben an dir vorbeigegangen ist, dann ist es zu spät. Und danken tut es dir sowieso keiner, dass man jede Woche 10-20 h mehr arbeitet wie vertraglich festgehalten. Da wird deine Stelle neu besetzt und schon bist du aus den Köpfen der Leute.

Also liebe Kollegen und Studenten/Studieninteressierten: Lasst euch nicht beirren, wer wirklich Interesse am Bauingenieurwesen hat, der soll es machen. Es ist nicht so schlimm wie manche Leute propagieren. Leider gibt es immer wieder solche "krassen" Fälle, wo Leute elendig bezahlt werden. Aber es liegt an einem selbst dies zu ändern (Bewerbungen schreiben, Job wechseln) und ich persönlich kenne niemand, der nach dem Studium unter 3400 € eingestiegen ist (mit Master/Dipl.-Ing). Und wer sich macht wird auch belohnt, und wenn das nicht so ist, dann Job wechseln!

Wer aber das Studium machen will um reich zu werden, der sollte es vielleicht besser sein lassen!

Hornisse | 15. März 2017 - 18:40

@M.Eng.:
Als Statiker mit nur 2 Jahren im Job wird man nicht vom Headhunter für eine Position recruited, bei welcher man als Allrounder im Projektmanagement tätig ist! Das wirst Du dann in der Praxis auch noch lernen. Solche Firmen wie die in der Energiebranche, oder Automobilbau oder Chemie suchen in den Bauabteilungen Projektmanager (gerne mit langjähriger praktischer Berufserfahrung). Als Statiker hast Du mit deren Anforderungsprofil an diese Positionen nullkommanull gemeinsam.

PM | 15. März 2017 - 14:20

Man muss sich nur mal anschauen, was für eine Zeit Hornisse hier im Forum investiert und was für Aussagen von ihm kommen. Da wundert es mich nicht, dass er nur für den Mindestlohn angestellt ist. Ich vermute fast, dass er überhaupt keinen Job hat, oder nur 50 % arbeitet. Ich kann auch gar nicht mehr glauben, dass er noch wirklich ernst genommen wird.

MS | 15. März 2017 - 13:32

@Hornissse:
Leider hatte ich immer noch keinen Anruf von Ihnen/Dir, mein Handy liegt hier neben mir. Wir können gerne mal sprechen, würde mich freuen, vielleicht kann man dann raus bekommen, warum du unzufrieden bist und was dagegen unternehmen.

Ein bisschen was kann man schon aus deinem Beitrag vom 12.03.2017 um 13.00 Uhr herauslesen. Die Stundensätze, die du nennst gibt es bei uns im Münchner Raum nicht. Selbst die Landeshauptstadt München hat inzwischen Ihre Sätze angepaßt und die Enden nicht bei 75 €. Auch bei kommunalen Auftraggebern kommt man (zumindest unser Büro) gut weg. Noch besser bei privaten Auftraggebern. Aber vermutlich läuft es im Bereich der Verkehrsanlagen halt momentan gut. Und seit 2009 haben wird doch auch keine festgesetzten Zeitsätze mehr in der HOAI, aber ich bin ja nur der Prakitkant, der seine Informationen nicht aus Fortbildungen bezieht, sondern nur im Internet recherchiert.

Wie auch immer, warum sind denn die Stundensätze entscheidend? Maßgeblich ist doch die Bausumme und der Aufwand den ich dafür habe. Bausumme von 10 Mio. €, Ortsumfahrung über Feld und Wiese, zwar nur Honararzone II - aber habe ich viel Arbeit damit? Wenn die Trasse mal in ProVi drin ist, liegt die Datenbank vor. Änderungen sind schnell eingearbeitet, Gradiente und Achse anpassen, Trasse neu zeichnen. Ende. Dann gibts noch eine Verschiebung der Achse, die vorher nicht zu erkennen war und der AG fordert. Oder die Kreuzung wird dann doch ein Kreisverkehr. Was machen wir dann? Richtig: Einen Nachtrag, wiederholte Grundleistung. Also ich habe hier kein Problem an mein Geld zu kommen. Achso, alles oben gesagte, habe ich natürlich aus meiner heutigen 10:30 Uhr Vorlesung "Straßenentwurf mit digitalen Zeichenprogrammen" und 13:00 Uhr "Bauwirtschaftslehre und Vertragsrecht II".

Wie schon gesagt, ich finde es schade, dass einige den Beruf schlecht machen. Und ich sehe auch ein, dass in Deutschland nicht alles gleicht läuft, aber schaut euch die Jobs an, momentan ist es in unserer Branche definitiv nicht schlecht!

Glücklicher | 14. März 2017 - 21:30

@Hornisse und @Sandro:
Wie könnt ihr euch anmaßen hier jeden als Lügner oder Lobbyisten zu bezeichnen, der ein höheres Gehalt bekommt, als ihr es euch vorstellen könnt? Warum macht ihr das mit einer solchen Vehemens? Ist es der verletzte Stolz selber nicht soweit aufgestiegen zu sein bzw. weniger zu verdienen als so mach deutlich jüngerer Kollege? Das wirkt auf jeden irgendwie peinlich bzw. löst Fremdschämen aus. Wenn ihr so viel Erfahrung habt bewerbt euch doch mal woanders. Vielleicht habt ihr Glück und verdient wie eure jüngeren Kollegen, oder sogar mehr. Genug Angebote gibt es ja derzeit.

Glücklicher | 13. März 2017 - 20:33

Chancen aus der typischen Baubranche gibt es auch ab und an hier. Zur Zeit läuft zum Beispiel eine Ausschreibung von Bayer und in der kürzeren Vergangenheit waren die Flughäfen Stuttgart und Düsseldorf dabei. Auch im Vertrieb kann man als Bauingenieur gut verdienen. Ich denke es gibt deutlich mehr als nur 0,5 % gut bezahlte Jobs für Bauingenieure.

Hornisse | 12. März 2017 - 13:00

@Zivilingenieur:
Keine Ahnung warum Du hier so tust, als wärest Du ein alter Hase. Du machst im Moment wahrscheinlich gerade irgendwo bei einem Bauträger ein Praktikum, oder bist vor ein paar Monaten in den Job eingestiegen. Eine Ingenieurstunde für sage und schreibe € 59 bis zu max € 75. Wow! Das ist für einen wie Dich bestimmt viel Geld. Das Jahr hat ca. 2.000 Arbeitsstunden. Multipliziert man diese mit dem Maximalsatz von 75 €, dann ergibt sich bei 100% Auslastung des Ingenieurs ein UMSATZ von € 150.000, den dieser erfahrene Ingenieur (Berufserfahrung: 10 Jahre+) dem Planungsbüro erwirtschaftet. Davon sind aber nicht nur das spärliche Gehalt des Ingenieurs ca. € 60-70k Bruttojahresgehalt zu bezahlen, sondern die Gehälter des/der Chefs, des Administrationspersonals, die Büromiete, die Abschreibungen auf Büroinventar, die Computersoftwarelizenzen, die Computerhardware (Computer, Bildschirme, Plotter), die Firmenautos, die Versicherungsprämien etc etc etc.

Entschuldigung, aber wenn man sich hier schon als etwas ausgibt, was man ganz klar nicht ist, dann bitte etwas besser vorbereiten. Zum Stundensatz Prüfingenieure: Prüfingenieur wird nicht jeder und die Auslastung eines Prüfers ist auch nicht 100 %, nicht mal annähernd 50 %!

Hornisse | 12. März 2017 - 10:17

@Zivilingenieur:
Na klar. Nach 12 Jahren ausserhalb der Baubranche zurückgekehrt und gleich als Freelancer wieder Fuss gefasst. Und natürlich auch für € 100.000 Jahresgehalt aufwärts. Logo. Man braucht in der Baubranche ja auch überhaupt keine Kontakte zu Firmen, Planungsbüros, Behörden, Baufirmen etc. Nein. Das ist nicht notwendig. Ebenfalls nicht notwendig sind fundierte Kenntnisse der VOB, Ausschreibungen und Baurecht. Das alles braucht man nicht, wenn man Bauleistungen als Freelancer für einen Bauträger einkauft. Deshalb, weil man alle obigen Dinge (üblicherweise Berufserfahrung genannt) nicht braucht, steigt man nach 12 Jahren wieder ein und übernimmt gleich mal als Freelancer eine verantwortungsvolle Position. Weil man ja auch keine Kontakte und kein Portfolio benötigt um als Freelancer zu arbeiten, ganz klar. Freelancer kann jeder. Keine Kontakte, kein eigenes Portfolio, keine Berufserfahrung notwendig. Die Stories hier werden immer unglaubwürdiger.

Hornisse | 12. März 2017 - 09:40

aus "baulinks.de":
"(27.2.2017) Auch 2016 erzielten die im VBI zusammengeschlossenen unabhängig beratenden und planenden Ingenieurbüros Umsatz- und Renditezuwächse, wie die aktuelle VBI-Konjunkturumfrage zeigt. Dabei seien die Renditen im Vergleich mit anderen hochqualifizierten Dienstleistern weiterhin unterdurchschnittlich und weder adäquat zu der Verantwortung noch den Haftungsrisiken, die Ingenieurunternehmen regelmäßig zu übernehmen hätten."

Umsatzrenditen (und damit natürlich Gehaltsspielräume) auf niedrigstem Niveau. So sieht es im Bauwesen aus. Gesucht werden hochqualifizierte Fachkräfte zu Niedrigstgehältern, denn sonst lässt sich das Kartenhaus nicht aufrecht erhalten. Dass dieses Forum seitens der Baulobby konstant "betreut" und mit geschönten Berichten geflutet wird ist die logische Konsequenz daraus. Sieht man sich die Entwicklung der Studentenzahlen an, muss man zugeben, dass dies mit grossem Erfolg geschieht. Extrem hohe Absolventenzahlen bei äusserst bescheidenen Gewinnen des Bausektors. Viel Arbeit, viel Verantwortung bei geringem Einkommen. Ich glaube hier vor nicht allzu langer Zeit einen Beitrag zu den erzielten Umsätzen in Planungsbüros gesehen zu haben. Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Person in Planungsbüros war irgendwo zwischen € 90.000-100.000, Umsatz wohlgemerkt, nicht Gewinn.

Wenn man beispielsweise einen Anzug kauft, wird man die Kaufentscheidung nicht nach dem Innenfutter fällen. Schlecht für die Hersteller des Innenfutters, aber Realität. In der Textilbranche wären Bauingenieure die Hersteller des Innenfutters.

Zivilingenieur | 10. März 2017 - 12:23

@Hornisse:
Keine Ahnung, warum Du hier den Beruf derart schlecht machst. Das sind doch alles Dinge von vor 10 Jahren, die Du hier verbreitest. TV-L West hat schon bei E10 ein Einstiegsgehalt von 2943.29 €. Ja, es gibt auch Stellen für Bauingenieure, die mit TV-L 9 ausgeschrieben werden. Aber wer bewirbt sich darauf?

Ich bin nach 12 Jahren in ganz anderen Bereichen gerne wieder zum Beruf zurückgekehrt und verdiene als Freelancer > 100.000 EUR p.a. vor Steuern. Eine Ingenieurstunde kaufe ich ja schon mit 59-75 EUR ein. Prüfingenieure kosten teilweise schon über 100 EUR. Alle Firmen, mit denen ich zusammen arbeite, zahlen Ihren Ingenieuren bei entsprechender Leistung auch anständige Gehälter. Gleiches gilt für Ingenieurbüros. Machst Du da vielleicht etwas falsch oder bist in einer besonders ungünstigen Situation gefangen? Nutze die Gunst der Stunde und bewirb Dich. Es sei denn...

Sandro | 09. März 2017 - 21:48

Muss @Hornisse recht geben. Bei Vielen hier hat sich das Wunschdenken eingestellt. Die Realität bleibt fernab oder wird einfach ignoriert und/oder umgestrickt. @Glücklicher realisiert zwar selber, dass die besten Jahre der "Kernkraftwerke" vorbei sind, ist aber trotzdem überzeugt, dass er demnächst die 70.000 € Gehalts-Grenze "reißt". Ist ja auch das Mindeste für eine wertvolle Fachkraft wie ihn. Außertarifliche Vereinbarungen und 100.000 € wären selbstverständlich für ihn auch drin, wenn er sich demnächst dazu entscheidet. Sein Unternehmen hat da keine Wahl! Anscheinend ist man nach 2 Jahren Berufserfahrung "unsterblich" in der Baubranche. Kein Wunder auch, bei dem "Fachkräftemangel" der da draußen herrscht. Da findet man sicherlich schwer einen, mit den 10-fachen an Erfahrung, der die gleiche Arbeit für 1/3 weniger machen würde, oder!?

Bei 2 Dingen bin ich aber mit @Hornisse nicht einverstanden:
1. Das ist nicht die Lobby, das sind Studenten, die noch keine Stunde in der Baubranche abgeleistet haben. Die haben sich im Internet ein paar Zahlen reingezogen und sich den Rest selber ausgedacht.
2. "Bauwesen ist ein Studiengang für die unteren sozialen Schichten". Mag sein, dass es teilweise stimmt. Da unterscheidet sich aber der Bauingenieur von den anderen Ingenieuren ganz bestimmt nicht.
Frohes posten an all die Wunschdenker :) Das wichtigste ist, dass man selber an das was man schreibt glaubt!

Glücklicher | 09. März 2017 - 19:00

@Hornisse:
Ganz ehrlich, ich glaub dass du der Troll hier bist. Es kommen keine sinnvollen Beiträge von dir. Du stellst alle als Lügner dar, die mehr verdienen, als du es dir vorstellen kannst und wirfst mit fragwürdigen Begriffen, wie postfaktisch etc. um dich. Auch deine Politikverdrossenheit lässt du unverhohlen raushängen, was dich nicht gerade glaubwürdiger macht. Vielleicht solltest du dich hier zurückziehen und den Erfahrungsaustausch hier nicht ständig torpedieren. Ich verfolge das Thema hier schon seit einigen Jahren und es hat mir bei der Orientierung in der Vergangenheit mehrfach geholfen.

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