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Mittwoch, 24. April 2019
Ausgabe 6456 | Nr. 114 | 18. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 7

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Malcolm | 07. März 2018 - 20:36 2018-03-07

@Aussteiger:
(Und der Chef wird von sich aus einen Teufel tun und jemand freiwillig mehr Geld geben). Der Satz fasst alles zusammen. Das kapieren aber die meisten Kollegen nicht und jammern weiter.

Aussteiger | 28. Februar 2018 - 07:10 2018-02-28

Da ich das Forum hier schon lange verfolge und die diversen Positionen durchaus nachvollziehen kann, wollte auch ich mal meine Gedanken dazu abgeben. Leider, so ist es überall, gibt es auch im Baugewerbe extreme Beispiele für gute und schlechte Bezahlung. Ich bin nach dem Studium mit Master damals bei einem Mittelständler mit 4.000 € monatliches Gehalt plus Weihnachts- und Urlaubsgeld in der PL eingestiegen. In Summe knapp über 50.000 € (Region Bayern). Gesagt sei, ich war dort 2 Jahre Werkstudent während meines Masters und hatte dadurch sicherlich auch einen Vorteil beim Verhandeln.

Das war für mich als Frischling schon ein tolles Gehalt und ich lag damit auch etwas über meinen Kommilitonen, welche alle im Schnitt eher bei ca. 45.000 € jährlich lagen. Aus meiner Erfahrung heraus gibt es sehr viele Kollegen, die schon seit Jahren/Jahrzenten in der Branche sind, und (berechtigt) aufschreien und solche Einstiegsgehälter nicht glauben wollen/können, da sie selbst kaum mehr verdienen nach 10/20/25 Jahren. Das Problem: In den letzten Jahren gab es enorme Bewegungen bei den Bedarfen an Ingenieuren und das spürt man (in meiner Region) auch am Gehalt.

Nicht nachvollziehen kann ich die Statistiken, die immer wieder hier reingeworfen werden, wo wir unglaublich schlechte Gehälter bekommen. Das gibt mir immer das Gefühl, dass wir künstlich unten gehalten werden sollen. Leider verschlafen das die älteren Kollegen oft und fordern nicht ihren gerechten Anteil. (Und der Chef wird von sich aus einen Teufel tun und jemand freiwillig mehr Geld geben). Deshalb mein Apell (an alle Ungläubigen): Fordert was euch zusteht, bewerbt euch woanders um euren Marktwert zu checken und holt so das Beste für euch heraus. Anders habe ich es selber auch nicht gemacht!

Was ist aus mir geworden? Ich konnte diese unglaublichen Arbeitszeiten in der Baubranche nicht ausstehen. Leider gibt es hier noch zu oft Ausbeuter, wo man (zwar ein gutes Gehalt bekommt), dafür aber auch 50-60 h arbeiten muss. Dies vor allem in der Bauleitung und Projektleitung. Ich persönlich habe damit gehadert und wollte auch Zeit haben, mein Geld auszugeben. Nach einigen Bewerbungen habe ich eine Zusage in der Automobilbranche bekommen. Und wer diese Branche (oder aber auch Chemie, Pharma usw.) kennt, der weiß dass hier das schönere Leben beginnt. Ich arbeite jetzt bei realen 35 h die Woche mit einem Jahresgehalt von über 80.000 €. Ganz normale Randbedingungen für einen Ingenieur bei der IG Metall.

Es gibt unglaublich viele Firmen und Branchen, die Baufachleute benötigen. Es gibt noch mehr wie Baukonzerne und Baufirmen, wo man sein Geld (deutlich besser) verdienen kann. Klar, diese Stellen sind begrenzt, aber es gibt sie ausreichend, wenn man ein bisschen nachbohrt und sich gut verkaufen kann. Wie heißt es so schön: Du bist, was du isst. Jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich. Wer also lieber jammert und ungläubig sitzen bleibt, braucht sich nicht wundern, wenn andere (jüngere) Kollegen einen auf der linken Spur überholen.

Sergej | 26. Februar 2018 - 17:57 2018-02-26

Ich bin nun seit 4 Jahren im öffentlichen Dienst. TVÖD 11, Stufe 3. Verdiene ca. 48.000 EUR Jahresgehalt Brutto für eine 39h/Woche. Kaum Verantwortung und gehe einmal im Jahr zum Bildungsurlaub. Ich werde bald auf 28 Stunden reduzieren und zwei Homeoffice Tage beantragen. Dann hab ich meinen Traum erfüllt.

Mainz_ole | 23. Februar 2018 - 09:10 2018-02-23

Da ich schon länger dieses Forum verfolge, möchte ich nun auch mal mein Gehalt offenlegen. Ich habe vor einem halben Jahr mit einem leicht überdurchschnittlichen Uniabschluss mit 3.650 € Bruttogehalt im Monat als Tragwerksplaner in einem Büro mit knapp 20 Mitarbeitern angefangen (Raum Westdeutschland).

whong | 12. Februar 2018 - 11:54 2018-02-12

@Texi Rexi:
Die Tätigkeit entspricht mindestens Tarifgruppe A5, ggf. sogar bis A6

A V Angestellte, die schwierige Tätigkeiten teilweise selbständig und teilweise eigenverantwortlich ausführen, für die

  • ein Abschlusss als Bachelor an einer Technischen Hochschule, Universität oder Fachhochschule,
  • eine abgeschlossene Ausbildung an einer staatlich anerkannten Technikerschule oder an einer vergleichbaren Einrichtung (z.B. Berufsakademie, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie) und
  • die entsprechende Berufserfahrung oder eine durch umfassende Berufserfahrung erworbene gleichwertige Qualifikation erforderlich ist.

Richtbeispiele:
4. Erstellen von Aufmaßen und einfachen Bauabrechnungen;

A VI Angestellte, die schwierige Tätigkeiten weitgehend selbständig und teilweise eigenverantwortlich ausführen, für die
  • ein Abschluss als Master an einer Fachhochschule oder
  • ein Abschluss als Bachelor an einer Technischen Hochschule, Universität oder Fachhochschule und die entsprechende Berufserfahrung oder
  • eine abgeschlossene Ausbildung an einer Fachhochschule oder an einer vergleichbaren Einrichtung (z.B. Berufsakademie, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie jeweils mit Diplomabschluss) oder
  • eine abgeschlossene Berufsausbildung und zusätzliche durch berufliche Fortbildung erworbene Fachkenntnisse oder
  • eine durch umfassende Berufserfahrung erworbene gleichwertige Qualifikation erforderlich ist.

Richtbeispiele:
6. Erstellen von schwierigen Aufmaßen und Bauabrechnungen;

Lass dich nicht über den Tisch ziehen!

Maestro | 12. Februar 2018 - 07:03 2018-02-12

@Texi Rexi:
Prinzipiell würde ich mal sagen, unter Wert. Mit Bachelor sollten zumindest 40.000 € Jahresgehalt drin sein. Kritisch hinterfragen muss man natürlich:

  • Warum hast du noch kaum Erfahrungen gesammelt (Praktika, Werkstudent)?
  • Was hast du bisher gemacht? (33 Jahre)
  • Wie lange hast du studiert?
Ich denke, dass sind drei Punkte, die jeder Firma sofort ins Auge springen und erstmal abschreckend wirken. Ich war mit 26 fertig mit meinem Master und hatte bis dahin schon 6 Praktika und 2 Jahre als Werkstudent. So oder so ähnlich, sollte es halt idR aussehen. Und dann hast du natürlich sehr gute Karten am Markt, da eigentlich händeringend gesucht wird. Ich bin dann mit 4000 € Monatsgehalt brutto eingestiegen.

Vom Vorgehen her hast du Recht, sobald man mal 1-2 Jahre Erfahrung hat, dann spielt das Zeugnis auch nicht mehr so die Rolle und man hat es leichter, woanders unterzukommen. Ich hoffe ich bin dir nicht auf die Füße gestiegen mit meinen Fragen. Vermutlich gibt es gute Gründe für deine Vita.

Malcolm | 11. Februar 2018 - 14:54 2018-02-11

@Texi Rexi:
Finger weg, sehr schlecht bezahlt.

Texi Rexi | 09. Februar 2018 - 15:52 2018-02-09

Ich bin 33 Jahre alt (m), keine Berufserfahrung (außer zwei Praktika während des Studiums) und habe mein Studium bzw. Bachelorzeugnis im Oktober 2017 erhalten und bewerbe mich seit dem in der Bauleitung. Leider hatte ich bis jetzt nach zahlreichen Vorstellungsgesprächen noch keine Zusage erhalten, auch oft mit der Begründung, keine Berufserfahrung zu haben. Mittlerweile habe ich eine Zusage erhalten.

Dort soll ich nun erst einmal als Abrechner für 3-4 Jahre arbeiten, mit der Aussicht, dann eigenständiger Bauleiter zu sein. Mein Einstiegsgehalt soll bei 3254 EUR brutto/Monat (A4) liegen. Verkaufe ich mich da unter Wert? Ich bin jetzt ja froh überhaupt mal einen Einstieg zu machen. Mein Gedanke ist auch, wenn ich Berufserfahrung habe, dass mir dann mehr Türen offen stehen, als es wohl jetzt der Fall ist und ich mich dann immer noch woanders bewerben kann.

Bauhannes | 24. Januar 2018 - 10:42 2018-01-24

Ich mache aktuell nach meinem Bachelor ein Art Traineeprogramm und bin mit A5 eingestiegen, was einem Jahresgehalt von 46.300 EUR brutto entspricht.

intel-core-I7 | 23. Januar 2018 - 22:57 2018-01-23

@LU_W:
Du bist als Teilzeitkraft nicht voll einsetzbar. Für den Arbeitgeber eher ein "Student, der nebenher arbeitet" als ein "Bauingenieur beim Berufseinstieg". Das dürfte dein Problem sein. Wie weiter unten beschrieben, ist bei den größeren Baufirmen momentan Gehaltsstufe A6 als Einstiegsgehalt die Regel. Dazu oft noch Auto, Handy und Zuschläge wie Trennungsgeld, Essenspauschalen, usw. Manche meiner Kommilitonen hatten sogar deutlich mehr, andere etwas weniger. Alles Bauleitung in NRW mit Abschluss B.Eng. Bauingenieurwesen. Möglicherweise ist das Gehaltsgefüge andernorts ein völlig anderes.

Selbst bei der Bahn, die praktisch momentan jeden einstellt und trotzdem niemanden findet, soll es dem Hörensagen nach mit knapp 45.000 EUR Jahresgehalt bei einer 39 Stunden/Woche losgehen. Im öffentlichen Sektor landest du mit deinem jetzigen Abschluss/Berufserfahrung bei E11 Stufe 2 mit 44900 EUR im Jahr. Die dir angebotenen Gehälter sind nicht nachvollziehbar und so würde ich es im Vorstellungsgespräch auch kommunizieren ;-). Bei der momentanen Arbeitsmarktsituation kann man selbst als Berufseinsteiger ganz tiefenentspannt ins Vorstellungsgespräch gehen. Viel Glück!

LU_W | 22. Januar 2018 - 15:13 2018-01-22

Ich starte gerade meinen berufsbegleitenden Master (FH) mit Abendkursen von 17:30-21:30 und habe momentan verschiedene Bewerbungsgespräche für eine Teilzeitarbeit von 28 Std./Woche. Alle in Bauträger- / Baubetreuungsunternehmen und durchschnittlich werden mir 35.000,- für 40 Std. angeboten, dementsprechend bei 28 Stunden 24.500,- Gehalt im Jahr. Besitze 15 Monate einschlägige Praktikumserfahrung (nicht am Stück) und meinen abgeschlossenen Bachelor im Bereich Baumanagement (Vollzeit).

Ich kann das Gehalt relativ schlecht einschätzen, da es sich um eine Teilzeitarbeit handelt. Jedoch entspricht sie nicht den Bezügen von mehr als 40.000 EUR welche hier teilweise als Berufseinstieg angepriesen werden. Wie ist Eure Meinung dazu?

keeper83 | 19. Januar 2018 - 09:41 2018-01-19

@ejjj:
Absolut Nachvollziehbar. Wenn die Entwicklung so weitergeht, steht bei ejjj kurz vor der Rente dann ein Kanzlergehalt auf dem Lohnzettel. Für einen Bauleiter im Straßenbau ganz ordentlich!

Bau-Bob | 14. Januar 2018 - 11:54 2018-01-14

Die Angaben von ejjj kann ich nur bestätigen. Sie sind auch für jeden nachvollziehbar. Viele größere Unternehmen orientieren sich an den aktuellen Tarifgehältern. Das ist der Einstieg. Die weitere Entwicklung hat jeder selbst in der Hand.

http://www.vhk-ev.de/dokumente/bau-tarifgehalt.pdf

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