Forum & Erfahrungen
Mittwoch, 03. März 2021
Ausgabe 7135 | Nr. 62 | 20. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 7

1660 Kommentare | 736487 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Statiker | 16. Januar 2017 - 11:22

@Jens:
Ich halte es für realistisch. Hängt auch ein wenig von dem Standort usw. ab. Ich bin nach dem Studium, ebenfalls Master, als Statiker mit 4000 € EUR eingestiegen, wobei ich aus Erfahrung sagen kann, dass das schon eher hoch ist. Die meisten meiner Kommilitonen sind in vergleichbarer Anstellung eher mit 3500 € Gehalt eingestiegen. Also ich denke es ist ein vernünftiger Lohn für den Einstieg. Ich selber bin mittlerweile nach 4 Jahren bei knapp 70000 € Gehalt angekommen, habe aber die Branche und den Job als Statiker gewechselt, da dort auf lange Sicht keine großen Sprünge zu sehen sind, außer man geht in die Selbstständigkeit.

GHT | 16. Januar 2017 - 01:06

Ich bin 25 Jahre alt, Studium vor kurzem abgeschlossen, Vertiefung: Baubetrieb und Wirtschaftswissenschaften, Notendurchschnitt 1,7, Einstiegsgehalt 52000 EUR, Mitarbeiter >1000.

Jens | 13. Januar 2017 - 16:50

Ich habe letztes Jahr mein Studium im konstruktiven Ingenieurbau (Master) mit einem Schnitt von 1.1 abgeschlossen. Würde gerne wissen ob ein Jahresgehalt von 44000 als Einsteiger ohne Berufserfahrung in der Tragwerksplanung/Projektingenieur angemessen ist?

Postfaktiker | 04. Januar 2017 - 17:07

Die Gehälter richten sich nach dem Umsatz, den ein Ingenieur erwirtschaften kann. Davon müssen natürlich erstmal die Fixkosten für Bürounterhalt, Firmenwagen, Computerhardware, Softwarelizenzen, Versicherungen etc. abgezogen werden. Danach hat man ein Gefühl für die real existierenden Bauingenieursgehälter jenseits von Schönrederei und Propaganda.

Zitat: "... Wer seine planerischen Leistungen als Einzelkämpfer anbietet, erwirtschaftet damit im Schnitt etwa 89.000 Euro Umsatz. Bei Büros mit zwei bis zu fünf Personen beträgt der durchschnittliche Umsatz je tätiger Person knapp 94.000 Euro und bei Büros mit sechs bis zu zehn tätigen Personen knapp 90.000 Euro. Auch in den Kategorien mit über 10 Personen zeigen sich Büroumsätze je tätiger Person in ähnlichen Größenordnungen. Die höchsten durchschnittlichen Umsätze sind laut Umfrage im Bereich des Sachverständigenwesens vorzufinden...."

Quelle:
http://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/konjunktur/jedes...

Daniel | 29. Dezember 2016 - 14:54

Nach dem Studium wäre ein Gehalt von unter 3000 Euro brutto Monatsverdienst aber bescheiden. Natürlich will man am Anfang Praxiserfahrung sammeln und auch die Größe des Unternehmens spielt eine Rolle. Aber 2700 Euro Verdienst sind eindeutig zu wenig.

Heinz | 22. Dezember 2016 - 19:00

Meine Gehalts-Erfahrungen zur kürzlich abgeschlossenen Stellensuche: Gebiet Sachsen, Aufgabe Bauleitung, 5 Jahre Berufserfahrung, 3 Angebote habe ich erhalten:
1. kleinere Baufirma (100 MA): 40.000 EUR + Dienstwagen
2. Bauträger: 45.000 EUR + Dienstwagen
3. großes Bauunternehmen (>3000 MA): 52.500 EUR + Dienstwagen

Bauigel07 | 11. Dezember 2016 - 23:18

Bauingenieur 43 Jahre, Vertiefung Konstruktiver Ingenieurbau mit 16 Jahren Berufserfahrung, Statikabteilung bei größerem Unternehmen, 65.000 EUR Jahresgehalt mit 40 Std. Vertrag, aber meistens mehr ohne Ausgleich.

PM | 07. Dezember 2016 - 11:12

@Schorch:
Ich würde dir vorschlagen, ein Unternehmen in Deutschland zu suchen, welches von deinen Erfahrungen in Middle East profitieren kann, z.B. bei Anlagenbauern und Unternehmen, welche auch Projekte in diesen Gebieten abwickeln. Dann kannst du durch deine spezielle Erfahrung mind. 75.000 EUR Jahresgehalt fordern.

Farang | 06. Dezember 2016 - 06:13

@Schorch:
Sprich du hast 3 Jahre Erfahrung als Bauleiter/Projektleiter im Nahen Osten. Dann würde ich jetzt pauschal sagen das Du bei 4.500 EUR/Monat Gehalt (+/- 500 EUR) liegst. Kommt natürlich drauf an wo Du Dich bewerben möchtest (Norden/Süden).

Schorch | 05. Dezember 2016 - 12:49

Ich wollte mal nach der Meinung des Forums fragen bezüglich folgender Situation: Ich (30) war die letzten drei Jahre im Mittleren Osten (Qatar, Oman, Saudi Arabien und UAE) als Bauleiter/Projektleiter im Spezialtiefbau für ein marktführendes Bauunternehmen tätig (mittlere Projektgröße 200 Tsd. USD bis Großprojekte 7 Mio. USD). Nicht uninteressant vielleicht zu erwähnen, dass ich beim Ausbau (Neugründung einer weiteren Niederlassung, Projektakquise, Fortentwicklung und Erstanwendung von Spezialtiefbaulösungen etc.) in einem der o.g. Länder stark involviert war.

Ich habe einen Bachelor und aufbauend einen Master im Bauingenieurwesen (Deutsche Universität) und vor wenigen Wochen freiwillig gekündigt. Ich habe mir u.a. ein paar Bewerbungsgespräche in Deutschland vorgenommen und bin mir nicht ganz sicher, in welcher Höhe ich mein Gehalt/Verdienst ansetzen kann, da es wahrscheinlich wenig bis gar nicht vergleichbar mit den Konditionen im Ausland ist (Brutto = Netto-Gehalt, Auto, Handy, Wohnung, Flüge, Versicherung, etc.).

Ich würde gerne wissen, inwiefern sich diese einschlägige Erfahrung auf ein Gehalt in Deutschland auswirkt. Bin mir noch nicht so recht sicher, was ich in Gesprächen fordern kann. Möchte hier einfach mal meinen Marktwert erfahren. Das ich nicht nur des Geldes wegen hier bin, sollte glaube klar sein. Ich möchte einfach eine neue Herausforderung und mich gleichzeitig auch nicht völlig unter Wert verkaufen, sofern ich in Deutschland arbeite. Vielen Dank schon mal im Voraus!

Konrad | 23. November 2016 - 23:32

@Horschti:
Es war genau so wie du das geschrieben hast. Es wurden mir 3200 euro brutto gehalt während der Probezeit angeboten. Und nach der Probezeit vielleicht 3400 euro brutto. Ich habe mich aber dagegen entschieden. Ich gehe davon aus, dass man mit 8 Jahren Berufserfahrung besser verdienen sollte. Na ja.. ich habe zwar keine Erfahrung in Deutschland und ich weiss, dass ich auch nicht zu viel am Anfang in Deutschland verdienen werde, aber 3500 brutto verdienst mindestens denke ich OK. Die technischen Regeln sind universal, aber mit Vorschriften in Deutschland muss ich von Null anfangen.

M31 | 23. November 2016 - 21:31

Mit 9 Jahren Berufserfahrung bei ca 70.000 EUR Gehalt + Auto in der Bauleitung tätig (Rhein-Main). Alles nach Tarif ohne Prämien.

KHL | 17. Oktober 2016 - 21:34

Ich bin 32 Jahre alt, seit 7 Jahren Bauleiter im Raum Süddeutschland. Gehalt 41.000 EUR, kein Geschäftswagen. Im Sommer wechselte ich in die Bauabteilung eines Chemie-Konzernes. Hier 55.000 EUR bei 40 h. Bei Bauunternehmen macht man sich als Bauleiter nur kaputt. Stress, Zeitdruck, wenig Gehalt und kaum Freizeit. Großer Konzern = mehr Gehalt/mehr Flexibilität = weniger Stress!

GoGoNew | 13. Oktober 2016 - 12:01

Meine langjährige Erfahrung (1000 Bewerbungsgespräche in 20 Jahren) sagt zur Zeit
1. Große Unternehmen außerhalb des Baubereiches 5 Jahre Berufserfahrung > 65.000 -90.000 € Gehalt +
2. Boom Regionen gegenüber "Flachland" + 20 %
3. Baufirmen siehe 1. minus 10-15 % 50.000 - 70.000 €
4. Große Anlagenbauer & Automobilbauer / Spezialbauer > 75.000 €+++
5. Kleine Ingenieurklitsche auf dem Land 30.000 - 45.000 €
6. Großes Ingenieurbüro D,EU-weit agierend 60.000 - 80.000 €
7. Spezialwissen mit Zertifikat (SFI, PMI etc.) + 10 %
8. Totale Mobilität, früh kommuniziert, über Jahre +15 %

Statiker HB | 07. Oktober 2016 - 10:45

Also ich habe jetzt 20 Jahre Berufserfahrung als Statiker. Ausbildung Dipl.-Ing. (FH). Jahreseinkommen: 70.000 Euro Gehalt, 45 h/Woche, 30 Tage Urlaub. Firma ist ein Planungsbüro mit 10 Mitarbeitern in Bremen.

Horschti | 20. September 2016 - 14:49

@Konrad:
Du kannst mit der Forderung ja mal in das Vorstellungsgespräch gehen. Sei aber nicht verwundert, wenn man Dir nur etwa 3000 € Gehalt pro Monat anbietet, bei kleinen Unternehmen auch weniger. Ein Bekannter arbeitet bei einem Konzern in Ostthüringen für ca. 4000 € pro Monat und einem halbem Monatsgehalt Weihnachtsgeld, das ist aber eher das obere Ende in Thüringen.

Konrad | 14. September 2016 - 11:24

Ich bin Bauingenieur aus Polen, ich bewerbe mich um eine Stelle in Deutschland (Thüringen). Seit ein paar Jahren beschäftige ich mich mit Bauwesen. Ich habe mehr als 5 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauleitung/Baumanagement. In Deutschland habe ich noch nicht gearbeitet. Was denken Sie, wie viel kann ich am Amfang bekommen? Denken Sie dass ich 4000 bis 4500 EUR brutto erreichen kann?

Farang | 07. September 2016 - 05:35

Jetzt nochmal meine Erfahrung, die ich aus den letzten Jahren ziehen konnte. Als Berufsanfaenger kommt es in erster Linie darauf an, was fuer einen Abschluss du hast (Dipl., Bachelor, Master). Als nächstes dann in welchem Bereich du taetig sein wirst (Planungsbuero, Bauunternehmen, Projektsteuerer). Als letztes spielt dann deine Erfahrung eine Rolle. Hast du z.B. schon 5 Jahre als Stahlbetonbauer oder Tischler gearbeitet und wirst dann Bauleiter, ist dein Gehalt natuerlich hoeher als das vom 22 jaehrigen Studenten ohne Berufserfahrung.

Grundsaetzlich richtet sich dein erstes richtiges Gehalt stark nach dem Tarif (A5-A6-A7) - wobei die Urlaubstage, Weihnachtsgeld und Arbeitszeiten variieren. Eine ganz andere Geschichte wird es dann natuerlich wenn du ins Ausland gehst. Dort kannst du dir immer gerne die Basic Salary Reports von Hays z.B. anschauen. Danach kann man sich in der Regel richten. Extrem Sachen (Pakistan, Afghanistan, Irak usw.) werden dann natuerlich besser bezahlt als wenn du z.B. nach Belgien gehen wuerdest. Als Beispiel Bauleiter in Irak liegt bei 8000 bis 10000 EUR Gehalt netto + Wohnung + Transport und zwei Leibwaechtern. Das dann aber natuerlich nur fuer Global Player und nicht nem Local. Macht euch keine Sorge. Arbeit gibt es genug und wird es auch noch geben. Millionär wird keiner von uns, aber schlecht leben die meisten Bauleute auch nicht.

Michael | 30. August 2016 - 12:27

Bauingenieur Master-Absolvent; Berufserfahrung 2,5 Jahre; Firma > 3000 Mitarbeiter; Süddeutschland; Bauleitung Hochbau; Fixgehalt: 49.000 € Brutto + Firmenwagen + Erfolgsprämie; Gehaltssteigerung 2017 auf Verdienst 52.000 € Brutto.

Spezi | 23. August 2016 - 07:07

Ich möchte auch gerne mal meine Meinung bzw. Info kundtun. Habe das Forum mit viel Freude verfolgt, da es doch immer noch die Nachzügler gibt, die nicht wahrhaben wollen, dass Sie viel weniger verdienen wie Berufseinsteiger. Aber egal. Ich war 3 Jahre Bauleiter (Einstiegsgehalt ca. 50000 € Gehalt) und habe dann vor 2 Jahren in ein Beratungsbüro für Bauleistungen gewechselt (u.a. Projektsteuerung/Projektleitung). Ich verdiene hier jetzt knapp 70000 € + Firmenwagen (Großraum München) und kann mich nicht beklagen. Viele werden es sowieso wieder nicht glauben, aber so ist das Leben. Ist mir auch egal, solange mein Konto jeden Monat stimmt. Von daher halte ich es für durchaus schlüssig, was manche meiner Vorredner bezüglich Gehalt erzählen. Wir reden hier nicht vom Durchschnitt, aber es gibt diese "Besserverdiener", das weiß ich rein zufällig sehr genau, da wir viel mit z.B. Chemieindustrie, Automobile usw. zu tun haben.

Logo | 28. Juli 2016 - 13:21

Nun meine Erfahrungen zum Gehalt. Ich verdiene 54000 EUR im Jahr und bin in der Abteilung Baumanagement eines Ingenieurbüros tätig. Habe zur Zeit 5 Jahre Berufserfahrung. Letztens habe ich ein sehr gutes Angebot im Raum Stuttgart bekommen. Habe es abgelehnt, da ich aus persönlichen Gründen nicht mehr flexibel bin/sein will. Auch im Unternehmen, wo ich mich gerade befinde, wird besser bezahlt, wenn man bereit ist Wochenendvater zu sein. Ich kenne Personen, die ca. 40.000 € in unserem Job verdienen, wiederum sind mir Gehälter (Projektleiter bei Großprojekten) bekannt die jenseits der 200.000 Marke liegen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass in meinem Umfeld je nach Aufgabe die Bauingenieure (mit mehrjähriger Berufserfahrung) ca. 55.000-75.000 EUR Gehalt vedienen.

Projektleiter | 27. Juli 2016 - 08:22

@Hornisse:
Wie mein Vorredner schon geschrieben hat: Welchen Zweck sollte ich damit verfolgen? Haben sie überhaupt überrissen, dass ich zwar als Bauingenieur arbeite, aber in einer ganz anderen Branche bin? (hier Automobilbranche, Tarifvertrag Metall+Elektro, Tarif ERA 10 A, bald ERA 10B, dann sind es noch mehr). Wollen Sie das nicht kapieren, oder wo ist das Problem? In diesen Branchen (z.B. Auto, Chemie ...) ist noch deutlich mehr Geld zu holen, wie früher in der Baubranche eben auch. Diese Jobs sind halt deutlich begrenzt, so bin ich einer von weltweit 75 Bauingenieuren in diesem Konzern.

@Hans im Glück:
Es ist schön zu sehen, dass es auch noch andere gibt. Ob diese Aussage jetzt stimmt oder nicht kann und will ich nicht beurteilen, aber ich kann sie sehr gut nachvollziehen und glaube das auch, da es eben möglich ist bzw. JEDER der in Branchen wie Auto, Chemie usw. arbeitet, automatisch Tarifvertrag bekommt. Aber das wollen die Leute der Baubranche nicht wahrhaben.

Leute, auch ich war vorher in einem Bautarif, und auch ich habe da nicht das Geld von heute gesehen. Ich bin damals auch mit "nur" 50.000 € Jahresgehalt mit Master eingestiegen. Aber ich habe diesen (durchaus glücklichen) Sprung in eine andere Branche eben geschafft, und es obliegt jedem selbst sich neu zu orientieren und sein Glück zu suchen. Natürlich ist der Wettkampf auf solche Posten sehr stark! Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

TH123 | 26. Juli 2016 - 12:52

Alter: 27, Abschluss: M.Sc. Wirt.-Ing. (TH), Tätigkeit: Einkauf/Beschaffung, Unternehmen: Tochterunternehmen eines Konzerns, Ort: Region Süd, Jahresgehalt: Mit Weihnachtsgeld etc. ca. 54.000 € Verdienst, Arbeitszeit: ca. 40-42 Std/Woche.

GSP | 22. Juli 2016 - 09:24

Folgende Einstiegsgehälter kenne ich aus meinem Bekanntenkreis:
Alter Kommilitone: Kleines Büro in NDS, Fertigteilwerk, 40000 Gehalt €/Jahr
Alter Kommilitone: Statikbüro Bremen, 40000 Gehalt €/Jahr
Ich: Entwicklungsbüro in NDS, 49000 Gehalt €/Jahr.

Hans im Glück | 21. Juli 2016 - 07:18

Hornisse liegt wie immer richtig: ich habe auch die 70.000 € Gehalt im Jahr nicht nach 4 Jahren geknackt - das hat schon 5 Jahre gedauert. Und das bei einer echten 39,5 Std. Woche. Und jetzt Feuer frei... Wenn ihr so engagiert arbeiten würdet, wie ihr hier alle Schreiberlinge Lügen straft, wäre ggf. auch für Euch ein Zacken mehr drin.

BauingStudent | 20. Juli 2016 - 00:16

@Steve:
Das kannst du grundsätzlich als Schwachsinn gerne ansehen, ist aber in diesem Fall so. Entsprechende Überstunden werden abgefeiert oder bezahlt.

Steve | 17. Juli 2016 - 21:39

@BauingStudent:
40 Wochenstunden als Bauleiter sind grundsätzlich schon mal Schwachsinn!

BauingStudent | 11. Juli 2016 - 10:59

Ich möchte einmal aus meiner Sicht die Gehaltslage erläutern: 3 Studienkollegen haben folgende Angebote bekommen:
Bachelor-Absolvent (Firma >2000 Mitarbeiter, NRW, Statikabteilung Hochbau, 43 Std./Woch.) 38000,-€ brutto/Jahr + 5 % Umsatzgewinn
Bachelor-Absolvent (Firma >3000 Mitarbeiter, NRW, Bauleiter Hochbau, 40 Std./Woch.) 43000,-€ brutto + Firmenwagen
Master-Absolvent (Firmengrösse ist mir nicht bekannt, Bauleiter, 40 Std./Woch.) 50000,-€ brutto + Firmenwagen

Ich selbst bin Student, noch nicht fertig mit dem Bachelor-Abschluss, bekomme zwischen 12-16 € brutto/Std. als Werkstudent. (Arbeitgeber Bau, aber Tätigkeitsfelder immer unterschiedlich, kleinere Firmen). Hoffe ich konnte Euch weiterhelfen.

Neo | 11. Juli 2016 - 01:07

@Hornisse:
45000 tausend EUR ist doch nicht schlecht als Einstiegsgehalt. Nur 30000-35000 EUR finde ich teilweise schon wenig. Aber ja, anscheinend ging es den Bauingenieuren wirklich mal besser.

Schmeißfliege | 09. Juli 2016 - 14:21

@Hornisse:
Unabhängig davon was man hier glauben kann oder nicht: Welches Ziel sollte denn ein "Bezahlschreiber" der "Baulobby" verfolgen, wenn er über die traumhafte Bezahlung in anderen Branchen schwärmt? Widerspricht das nicht den Verschwörungstheorien deiner kleinen Welt?

Hornisse | 06. Juli 2016 - 20:10

Der User, der hier unter Projektleiter postet, ist offensichtlich ein Bezahlschreiber der Baulobby. Was in diesem Forum an dreisten Unwahrheiten über die Branche gepostet wird, hat nichts mehr mit Angeberei von ein paar Erstsemestern zu tun. Es hat System und wird von entsprechender Stelle gesteuert. Schade für die Glaubwürdigkeit des Forums.

Die Gehälter im Bauwesen haben sich nach dem Totaleinbruch anno 2002-2005 wieder etwas erholt. Sie liegen jedoch kaufkraftbereinigt sogar noch deutlich hinter den anno 1995 erzielten Gehältern zurück. Damals hatte ein Berufseinsteiger im Baukonzern in einer Stadt wie Hanover ca. 5.500 DM a 13 Monatsgehältern brutto. Jeder hier kann ja mal seine Eltern fragen, was man 1995 oder auch im Jahr 2000 für 5.500 DM brutto / Monat Verdienst kaufen konnte. Die Kaufkraft von DM 5.500 brutto im Jahr 2000 entspricht in heutiger Zeit ca. 5.000 EUR brutto (je nach Region)!!! Mein damaliger Bereichsleiter in einem Münchner Statikbüro hatte anno 2001 ein Bruttojahresgehalt von DM 120.000, also DM 10.000 pro Monat, was kaufkraftbereinigt ca. 9.000-10.000 EUR in heutigem Geld entspräche. In dieser Position verdient man heute ca. 70.000 - 75.000 EUR brutto pro Jahr!

Einstiegsgehalt heute ca. 45.000 EUR brutto pro Jahr. Gehalt Projektleiter Statikbüro (10 Jahre Berufserfahrung, keine Personalverantwortung): ca. 60.000 EUR brutto pro Jahr. Gehalt Projektleiter Projektmanagement (10 Jahre Berufserfahrung, keine Personalverantwortung): ca. 70.000 EUR brutto.

P.S.: Der Bullshit mit "wer fleissig ist und etwas Glück hat, kann auch 70.000 EUR nach 4 Jahren verdienen" ist naiv (um es höflich auszudrücken). In anderen Bereichen kann man mit Fleiss und Glück locker das 2-3 fache verdienen.

Projektleiter | 05. Juli 2016 - 07:34

@bauing:
Schade, dass Sie das so sehen. Ich weiß sehr wohl um das Glück das ich hatte, Tatsache ist aber, dass ich es hatte. Schauen Sie sich doch mal den Tarif der IG Metall an (Metall und Elektro). ERA 10 ist die Einstiegsstufe mit Studienabschluss, und das sind Grundgehalt schon 4300 €. Zusätzlich erhält man Zulagen zwischne 10-28 % des Monatsgehalts. Plus Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Prämie. Da kommen dann schnell nochmal ein paar Tausend € Verdienst oben drauf.

Und wer sagt, dass ich keine Berufserfahrung habe? Wer sein Studium ernst nimmt, und dass habe ich, der macht seinen Bachelor und Master in 10 Semestern. Ich habe mit 24 zu arbeiten angefangen und bin mit über 4 Jahren Berufserfahrung zum Autokonzern. Und glauben Sie mir, hier gibt es ganz andere Kaliber. Z.B. ist ein Kollege hier, der keine 2 Jahre auf dem Buckel hat.

Das Problem ist doch, dass der Deutsche ein Neider ist und so etwas nicht glauben mag. Ich für meinen Teil kenne das Gehaltsgefüge bei den Ingenieuren sehr gut, auch mein Gehalt war vorher deutlich geringer. Aber ich will den Kollegen nur Mut machen, dass es auch anders laufen kann. Leider ist das nicht die Regel. Aber mit viel Fleiß, etwas Mut und auch Glück, kann man es auch zu was bringen.

Also entscheidet selbst was ihr daraus macht, es ist euer Leben. Mir persönlich ist es egal was man über diesen Beitrag denkt, ich sehe jeden Monat meinen Gehaltszettel und weiß was Sache ist. Ungläubige wird es immer geben. In diesem Sinne, viel Erfolg!

bauing | 28. Juni 2016 - 22:10

@Projektleiter:
Bitte hör auf den jungen Leuten hier so einen Unfug zu erzählen. Dein erster Absatz findet Zustimmung bei mir. Durch den Inhalt deines zweiten Absatzes hast du dich aber selbst einfach ins Lächerliche gezogen. Zum einen wird kein fähiges IGM Unternehmen dich als U30iger zum Projektleiter auserwählen und dich in die höchste Stufe eingruppieren, wenn Sie die freie Wahl unter vielen erfahrenen Bauingenieuren haben. Zum anderen werden selbst in IGM Unternehmen Positionen wie Projektleiter auf keinen Fall auf 35 h ausgeschrieben, sondern auf Vertrauensarbeitszeit (dh. alle Überstunden abgegolten).

Desweiteren bilden baufremde Unternehmen ihre Bauabteilungsbelegschaft oft nicht selber aus (wie der Name es vermuten lässt), sondern holen sich fertige ausgebildete Leute mit Erfahrung und Know-How, was ich bei dir bezweifeln muss. Sorry, aber troll hier bitte nicht das Forum und verfälsche die realistischen Angaben, die hier mitunter gemacht werden.

Firmen mit Bautarif: Bachelor A5 /// Master A6 - innerhalb der Probezeit evtl. reduziert. IGM Betriebe stellen frische Absolventen in einem ähnlich Gehaltsniveau ein. Mit Sicherheit steigt das Gehalt innerhalb weniger Jahre, aber nicht auf 70.000 € Gehalt an bei einer 35 h Woche. Nein ich trolle nicht herum, ja das ist mein Ernst.

Projektleiter | 28. Juni 2016 - 15:13

Das Problem ist doch, wie man an den monatelangen Debatten sieht, dass es oft regional gravierende Unterschiede gibt, und es ebenfalls ein Unterschied ist, ob man im Ingenieurbüro arbeitet, oder in einer Baufirma mit Tarif. Das ist Fakt, und das kann niemand wegreden. Deshalb gibt es traurigerweise solch wahnsinnige Gehaltsunterschiede! Tarif ist definitiv die beste Lösung im Baugewerbe.

Ich persönlich bin in der Automobilbranche untergekommen und verdiene dort, als Bauingenieur, zuständig für Bauprojekte, knapp unter 70000 € bei einer 35h Woche, bin selber noch keine 30 Jahre alt. Also auch mein Tipp, schaut auch mal bei Konzernen, Verischerungen, Banken usw. außerhalb des Baugewerbes. Auch diese brauchen öfters mal Leute, die Bauprojekte intern betreuen. Und nein, ich trolle nicht herum, das o.g. Gehalt ist mein Ernst.

max | 23. Juni 2016 - 09:22

@Mitmischer:
Bei uns im Öffentlichem Dienst tv-l 10 oft immer mit Stufe 1/2 3000 Brutto Verdienst Netto so 1750 EUR Gehalt als Anfänger, Ingenieurbüro ist etwas mehr 3200 Brutto. 8 Jahre Berufserfahrung ist schon ganz gut. Kommt aber auch immer drauf an wie gut du wirklich bist.

Mitmischer | 21. Juni 2016 - 23:23

Könnte mir jemand sagen, in welcher realistischen Größenordnung sich die Gehälter in Ostdeutschland (Brandenburg, Sachsen, Thüringen) für Bauingenieure bewegen? Und zwar in den Ingenieurbüros und im Öffentlichen Dienst. Ich verfüge über 8 Jahre Berufserfahrung in der Planung und Berechnung komplexer Strukturen. Danke für eure Hilfe!

bauing5678 | 19. Juni 2016 - 11:19

Dipl.-Ing. mit 1,5 Jahren Berufserfahrung im Mittelstand. Ich habe jetzt für 50.000 EUR Verdienst p.a. bei einem Großprojekt der DB angefangen, Projektmanagement. Ich bin als Externer über ein Ingenieurbüro dort, d.h. man kann mich jederzeit loswerden. Wie ist das Gehalt unter o.g. Umständen einzuschätzen?

Tobias | 17. Juni 2016 - 11:01

@Hornisse:
Von Jack wurde die Frage nach "realistischen Einstiegsgehälter für einen Bauingenieur in verschiedenen Bereichen, Bachelor oder Master?" gestellt. Diese habe ich ihm für tarifgebundene Baufirmen (wie z.B. für meinen Arbeitgeber) aufgeschlüsselt. GSP hat die Informationen um Tätigkeiten in Planungsbüros erweitert. Das gibt Jack schon einmal eine schöne Orientierung wohin die Reise gehen kann (im positiven wie negativen Sinn).

Mich interessiert es, was du beruflich so treibst. Bekommen wir hier eine kurze Info von dir? Du kannst die Informationen für Jack noch erweitert.

Leider gehen die vielen Informationen, die in diesem Thema gesammelt sind in den immer wieder aufflammenden Diskussionen unter. Daher gilt für den Rest deines Kommentars: "Not shure if troffling, or just stupid"

Bauigel | 15. Juni 2016 - 21:49

Ich möchte auch einige Meilensteine meiner Laufbahn hier preisgeben:
Bauleiter seit 2006.
Einstiegsgehalt Mittelständische Bau GmbH im Allgäu: 2600 EUR/Monat + Firmenwagen, gesteigert bis 3400 EUR/Monat
2. Arbeitgeber (Wechsel 2010) Mittelständische Bau GmbH in München: 3500 EUR/Monat + Firmenwagen, gesteigert bis 4000 EUR/Monat
3. Arbeitgeber (Wechsel 2014) Baukonzern: 5241 EUR/Monat (A9) + Firmenwagen
momentan Projektzulage 400 EUR/Monat = 5641 EUR/Monat

Hornisse | 14. Juni 2016 - 12:51

@Tobias:
Es ist schön und erwärmt mein Herz zu sehen, dass Nutzer dieses Forums im Internet nach Tarifverträgen googeln können. Das macht die geposteten Gehaltsangaben aber noch nicht realistisch für die Mehrheit der Bauingenieure. Schade, dass dieser Studiengang in den letzten 10-15 Jahren zu einem reinen Unterschichtenstudiengang verkommen ist. Der beste Beweis dafür ist dieses ständige Geposte von Tarifverträgen, welche nur für einen Bruchteil der Ingenieure anwendbar ist. Tarifverträge gelten vielleicht bei der Automobilindustrie für Bandarbeiter, aber sicherlich nicht für eine signifikante Anzahl von Ingenieuren.

Ein realistisches Gehalt ist das was der Markt hergibt. Und da man in Deutschland gerne Leute bis aufs Blut ausnutzt und sich noch viel lieber als überlegen fühlt, gibt es hier sehr wenig brauchbares Material. Das nutzt wiederum nur der Arbeitgeberpartei, welche hier am längeren (Informations)Hebel sitzt. Denn eine "freie Verhandlung" von Gehältern ist nur dummes Lobbygerede. Eine Verhandlung bedingt die ungefähre Augenhöhe beider Parteien, welche aber wegen der Informationsdefizite nicht gegeben ist.

GSP | 14. Juni 2016 - 08:17

@Jack:
Also ich würde mal sagen, dass kommt ganz stark auf das Gewerbe an. Ich kann jetzt nur von meinen ehemaligen Kommilitonen und mir sprechen und ein paar Zahlen nennen, aber das ist schon sehr unterschiedlich.

Kommilitone: Statikbüro in Bremen 40000 €/a
Kommilitone: Fertigteilproduktion in Hude (mittlerweile gekündigt) 38000 €/a
Kommilitone: Statikbüro in Rheine 36000 €/a
Ich: Statiker im Energiesektor 48000 €/a

Also wie man sieht, sind da schon große Unterschiede drin und es kommt stark auf die Branche an. Aber gebe dich nicht mit wenig zufrieden. Da sage lieber den Job ab, wobei auch die Firma und die Kollegen stimmen sollten. Geld ist definitiv nicht alles. Ich meine gelesen zu haben, dass das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei ca. 38000 €/a liegt. Somit würde ich versuchen die 40000 bis 45000 €/a anzupeilen. Sonst noch kurz zur Info, ich bin selber erst angefangen und seit gut 6 Monaten dabei. Einer von den drei Kommilitonen ist gut 10 Monate dabei und die anderen beiden seit gut 2 Jahren. Da hat sich das Gehalt auch mittlerweile etwas gesteigert.

Tobias | 13. Juni 2016 - 14:04

Ein realistisches Gehalt ergibt sich z.B. mit Blick in den Rahmentarifvertrag für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes.

Grobe Abschätzung:
Gehaltsgruppe für Bachelorabsolventen A5: 3.482,00
für Master Absolventen A6: 3.870,00

In der Probezeit ggf. um 200 bis 400 € weniger pro Monat.

Zzgl. 55% des Tarifgehalts als 13. Monatsgehalt
zzgl. 30 Tage Urlaubsgeld á 19 €/Tag

Zudem gibt es nach dem aktuellen Ergebnis der Tarifverhandlungen rückwirkend ab 01.05.2016 +2,4 % mehr Gehalt (ist in den Zahlen noch nicht eingerechnet) und nächstes Jahr ab 01.05.2017 nochmals 2,0 %.

Ergibt also:
Bachelor: 3482 * 12,55 * 1,024 + 19*30 = 45.300 € brutto
Master: 3870 * 12,55 * 1,024 + 19*30 =50.300 € brutto

Mein Tipp: Schaut euch die unterschiedlichen Abteilungen großen Baufrimen an und etwas über den üblichen q*l^2/8 Tellerrand hinaus. Die Stichwörter für motivierte Absolventen lauten BIM, 5D und LEAN.

Jack | 10. Juni 2016 - 21:44

Was sind denn jetzt eigentlich konkrete realistische Einstiegsgehälter für einen Bauingenieur in verschiedenen Bereichen, Bachelor oder Master? Ich lese manchmal von 2500 EUR brutto? Sind wirklich noch nicht mal 3000 EUR drin? Also von mir aus kann ich auch 2000 EUR verdienen, wenn dass dann aber nach ein paar Monaten stark ansteigt. Aber wenn ich noch 1-2 Jahre für unter 3000 EUR arbeiten muss, finde ich das schon enttäuschend. Leute verdienen mit einer Ausbildung mehr, jeder Handwerker steigt doch mit mehr oder gleich viel ein.

Pole | 07. Juni 2016 - 12:27

@Marx:
Die Baubranche in Polen hatte einen Aufschwung in 2008, jetzt ist schon alles vorbei, es wird jetzt dort viel gebaut, aber man kriegt nicht viel für seine Arbeit oder wartet monatelang auf das Geld. Die Gehälter sind 2-3 Mal niedriger als die in Deutschland, die Unterhaltungskosten leider nicht. Glaub mir, in Deutschland stehst du besser da!

marx | 05. Juni 2016 - 15:26

@okto:
Das hört sich doch gut an. Also meinst du man kann auch gut in anderen Branchen unterkommen? Was würdet ihr eigentlich davon halten wenn man Bachelor in Bauingenieurwesen UND Maschinenbau hinterher machen würde, würde dass dann nicht bei bestimmen Arbeitgebern gut ankommen, weil man auch noch zusätzlich etwas mehr vertiefte Statik-Kenntnisse im Gegensatz zu einem normalen Bachelor und Master-Absolventen im Maschinenbau hat?

Ich lerne übrigens auch Polnisch und besitze auch polnische Staatsbürgerschaft. Ich weiß dass die Baubranche in Polen einen richtigen Aufschwung hat und dort richtig viel gebaut wird. Aber die Gehälter sind dort natürlich niedriger, dafür sind auch die Unterhaltskosten viel niedriger (Wohnung, Lebenshaltung etc., diese Dinge steigen jetzt aber auch etwas an. Ob sich dass dann in Relation wieder ausgleicht oder man vielleicht am Ende doch besser dasteht als hier weiß ich nicht.

okto | 25. Mai 2016 - 16:00

@Marx
Lies dir das mal durch...
http://www.bauingenieur24.de/stellenmarkt...
Insbesondere "Wir bieten..."

Fachlich schwerer. Ja teilweise. Mit den Jahren kriegt man aber da eine gewisse Routine. In erster Linie halt einfach anders. Die Abstimmungen verschiedener Fachplaner, aktuelle Normenlage usw., das sind alles so Punkte die es kompliziert machen.

marx | 24. Mai 2016 - 22:45

@okto:
Also das man im Bauingenieurwesen tiefere Kenntnisse in Mechanik erwirbt, hab ich bis jetzt noch nicht gehört. Ich hab nur öfters gehört dass Maschinenbau schwieriger sei. Ich tue mich nur im Bauingenieurwesen schon recht schwer, aber ich mach es trotzdem gerne. Ich weiß dass Fächer wie Statik und Elastostatik gleich sind. Ich saß auch mal letztens bei denen in einer Vorlesung drin. Der Rest soll aber schon anders sein. Ich bekomme auch nur 3 Kurse von 24 oder so anerkannt wenn man wechselt. Du sagtest dass man im echten Leben flexibler sein müsste. Das heißt also dass du schon sagen würdest dass es fachlich im Berufsalltag schwerer ist? Und das stimmt, die Tarifgehälter sehen im Bauwesen doch wirklich nicht so schlecht aus.

AII2 | 13. Mai 2016 - 21:46

B. (FH) Eng., (Note 2.3, B.-Arb. 1.7) , 3 Jahre Erfahrung, Planungsbüro in Süddeutschland, Brückenbau. Mein Profil: Statik, LV, Entwurf- und Ausführungsplanung. Schwerpunkt: Stahl- und Spannbeton

50% - 3. Honorarzone III
50% - 4. Honorarzone IV:
0% - 5. Honorarzone V: (fehlen auch Kenntnisse)

95% - Statik
5% - sonstiges

99% - Brücken
1% - Sonstiges

Gehalt: brutto 3100 Euro, netto 2000- Euro / Wohnmiete, GEZ, Strom, sonstige "Existenzleistungen", es bleiben nur 900 Euro / Monat. Ist es ok?

WAvE | 06. Mai 2016 - 21:45

Ich glaube auch, dass man hier zwischen Konzern, Planungsbüro und auch Örtlichkeit unterscheiden sollte. Ein Freund von mir ist nach seinem Bachelor Abschluss in ein Ingenieurbüro und verdient nur den Bruchteil von mir.

Zu mir:
Abschluss: B.Eng
Berufserfahrung: bald 4 Jahre
Ort: Süddeutschland
Gehalt: 57.000€/a Verdienst inkl. variabler Zulagen

Junior | 04. Mai 2016 - 10:33

Mich würde mal interessieren, wie es mit Tarifgehältern aussieht. Welche Unternehmen müssen sich danach richten? Die Bezahlung laut Tariftabellen sehen ja nicht so schlecht aus.

okto | 30. April 2016 - 08:33

@Marx:
...als Bauingenieur sollte man sich aber schon dessen bewusst sein, das die von Ihm geplanten Bauwerke halt da stehen wo sie gerade stehen und nicht zu einem hinkommen.

Vorige Woche hatte ich einen Abnahmetermin mit einem Holzbauer. Die Firma ist in Friesland. Wir im tiefsten Bayern. Die haben auch keine Drohne geschickt und ein Netmeeting eingerichtet, sondern den Herrn schön brav in sein Golf Kombi gesetzt und herfahren lassen.

Der Bauingenieur bietet als Berechnungsingenieur eben folgenden Vorteil für den Arbeitgeber. In der Regel gibt er sich mit weniger zufrieden, und er verfügt vom Studium her schon über erweiterte FEM Kenntnisse im Gegensatz zu den Absolventen des Maschinenbaus. Außerdem wird im Bauingenieurstudium in der Regel tiefgreifender auf Mechanik eingegangen als im Maschinenbau. Im Maschinenbau kommen halt noch viele andere Sachen hinzu, z.B. Fluiddynamik oder so. Das kennt der Bauingenieur halt nicht. Allerdings bist du irgendwo im Fahrzeugbau, sollte das alles händelbar sein.

Schau dir die Stellenanzeigen an, da steht oft "ingenieurwissenschaftliche Ausbildung" dabei. Wenn du gerade das Grundstudium beendet hast, dauert es also noch ein paar Jahre bis du anfängst. Vor knapp 10 Jahren hat man in Planungsbüros auch mit etwas Glück knapp 40.000 Euro als Absolvent bekommen. Jetzt rechne aber mal bis zu deinem Start ins Berufsleben die jährlichen Inflationsraten auf dieses Gehalt. Dann weißt Du was Du eigentlich verlangen solltest. Aber gerade in den Planungsbüros bleibt die Zeit stehen, die zahlen jahrelang die gleichen Einstiegsgehälter. Kenne junge Absolventen, die kriegen das gleiche wie ich damals, als ich angefangen habe. Immer noch! Was aber auch schon wieder ein paar Jahre her ist.

Noch ein weiterer Punkt in den Planungsbüros. Die Entwicklungsstufen sind trotz fachlichem Aufstieg nicht besonders steil. War trotz AG-Wechsel immer ähnlich. Ein Freund von mir arbeitet in der Planungsabteilung bei einem großen Baukonzern. Unsere Gehaltsdifferenz liegt mittlerweile bei gut 12.000 Euro Verdienst, die er Brutto im Jahr mehr verdient. Wohlgemerkt bei ähnlicher Tätigkeit und ähnlicher Führungsposition. Dies ist mir zumindest aufgefallen, dass dieser Abstand die letzten Jahre immer größer geworden ist.

Der eigentliche Sinn dieses Forenthemas ist ja der eigentliche Vergleich der Bauingenieurgehälter. Also ein direkter Vergleich in der eigenen Berufsgruppe. Ich jedoch bin der Ansicht man sollte über den Tellerrand schauen, und seine Leistungen mit anderen Berufsgruppen vergleichen. Dabei stellt man leider fest, das sich für die Masse der Bauingenieure deren Gehalt bei einem eher durchschnittlichen Jahresgehalt eingependelt hat. Und im Vergleich zu den Ingenieurwissenschaften halt eher Schlusslicht.

Traurig aber wahr. Und Vergleich zwischen Studium und Berufsleben ist wie Äpfel und Birnen. Meine Erfahrung im Studium gibts zu jeder Aufgabe genau ein Ergebnis. Im Berufsleben muss man flexibel sein und umschwenken können.

marx | 29. April 2016 - 19:01

@Hornisse:
Ich hab ja deine Einträge öfters verfolgt. Du bist ja nicht gerade jemand der die Baubranche in höchsten Tönen lobt. Als was arbeitest du denn und wie sieht dein Verdienst aus, bei wie vielen Arbeitsstunden? Es müssen ja keine 50Tausend Gehalt sein, aber 38-40 würde ich mir schon wünschen. Oder ich mach einfach 2 Bachelor, einen im Maschinenbau und einen im Bauwesen.

Hornisse | 27. April 2016 - 13:22

Wo ist denn meine geliebte Biene mit dem € 50.000 Startgehalt geblieben? Hat jemand diesbezügliche Erfolgsmeldungen gehört? Die Deutsche Bahn ist übrigens gerade dabei die Ingenieurleistungen nach Indien zu verlagern. Es werden dort "Projektleiter im konstruktiven Ingenieurbau zur Ausbildung indischer Fachkräfte (w/m)" gesucht. Die traurigen Gehälter der Ingenieure im konstruktiven Ingenieurbau sind dem 1 % immer noch zu hoch. Es muss gespart werden, die Sozialbetreuungsindustrie und die Millionen Neubürger müssen schliesslich gefüttert werden. Die Ausführungen eines Thomas Barnett dazu sind übrigens sehr aufschlussreich.

Marx | 20. April 2016 - 20:16

@okto:
Das mit dem Berechnungsingenieur fand ich interessant. In der Tat habe ich Stellenausschreibungen gefunden die Bauingenieure ansprechen. Aber würden die wirklich einen Bauingenieur nehmen, wenn die Maschinenbauer zur Auswahl haben? Der Bauingenieur hat doch gar nicht so viel Ahnung vom Fahrzeugbau, Stahlverarbeitung , Karrosserie etc. Ich glaub nicht, dass die einen direkt nach dem Studium nehmen.

Ich habe im Bauingenieurstudium gerade mal das Grundstudium hinter mir, habe dafür aber ein bisschen länger gebraucht als man sollte, weil ich noch einiges an Mathematik zu lernen hatte und es wegen den Terminen nicht so gepasst hat. Dann könnte ich ja auch noch zu Maschinenbau wechseln, anstatt zu hoffen, dass ich vielleicht irgendwann in einer anderen Branche unterkomme. Ich muss auch nicht direkt mit über 40.000 EUR Verdienst einsteigen, aber nach 1-3 Jahren Berufserfahrung will ich schon ganz gerne über 40.000 EUR verdienen. Mir geht es bei dem Geld gar nicht um mich, mehr um Familie.

Zu den Drohnen: Genau dieses Pendeln... das muss ja nicht sein in der heutigen Zeit, zumindest nicht so oft. Ich finde man muss da mit der Zeit gehen. Ich weiß nicht ob Maschinenbau wirklich so viel schwieriger ist, bei uns haben auch viele aufgehört weil sie meinten es sei zu schwierig, dabei empfinde ich es zwar als schwierig aber nicht als unschaffbar, wie das andere sagten. Ich hatte noch nie etwas, was ich noch nie verstanden hab im Studium. Ich bin halt eher so jemand der einfach lange lernt, um auf Nummer sicher zu gehen, und vielleicht sind die, die sich beklagen wie schwierig es ist, einfach eben nicht bereit so viel zu lernen. War für euch eigentlich das Studium fachlich anstrengender oder die Arbeit als Bauingenieur? Grüße Marx

Furbelly | 16. April 2016 - 18:19

Der Bau wird immer verrufener. Hauptsache billig. Nachfrage und Angebot. Ich kenne viele Bauingenieure, die in Hartz IV abgerutscht sind oder was ganz Artfremdes machen. Geht man heute mit sehr guten Zeugnissen in ein Bewerbungsgespräch (von etwa 10 Bewerbungen), kommt man sich vor wie bei einem Banküberfall. Selbst 4 Wochen Urlaub nach Bundesurlaubsgesetz sind bei vielen Bauunternehmern nicht mehr drin. Mein bestes Gehalt als Projektmanager bei einem internationalen Bauunternehmen inkl. Dienstwagen waren etwa 100.000 Euro Gehalt pro Jahr, aber Privatleben null. Heute ist nicht mal mehr die Hälfte drin. Man sehe sich das Schicksal ehemaliger großer deutscher Baukonzerne an, da weiß man alles. Früher riefen die Headhunter im Büro an und wollten zu ähnlichen Konditionen abwerben. Sobald man heute eine Unterbrechung in seinem CV hat, fassen die einen nicht mal mehr mit der Kneifzange an.

okto | 15. April 2016 - 23:06

@Marx:
Was sagt schon der Begriff Durchschnittsgehalt. 50 % verdienen mehr. 50 % verdienen weniger. Und nochmal zurück auf deinen dir bekannten Schlosser mit 40000 Jahresgehalt. Man kann jetzt zwar argumentieren, der Ingenieur steht rangmäßig höher. Sollte deshalb auch deutlich mehr verdienen, Er verdient auch mehr. Allerdings nicht so die Welt, wie man sich das mal ausgemalt hat. Und nochmal zurück. Die Menge an Studienabsolventen ist einfach viel größer als früher. Was bedeutet, immer weniger Menschen ergreifen einen Handwerksberuf. Sprich wenn man sich hart tut einen handwerklich begabten Schlosser aufzutreiben, kann man ja nicht einfach einen höher ausgebildeten Ingenieur hinstellen, der dann den Job macht.

Womöglich hat dieser 2 linke Hände. Macht also keinen Sinn. Dem mit der Ausbildung nützt das bei seinem Gehalt. Es gibt eine Nachfrage, aber wenig Angebot. Bei einigen Studienfächern ist es halt so, sehr großes Angebot an Absolventen, wenig Nachfrage. Wobei im Bauingenieurwesen es nicht unbedingt an der Nachfrage liegt. Es werden viele gebraucht. Da gibt es noch durchaus schlimmere Fächer als das unsere. Was im Bauingenieurwesen auch noch eine Bremse ist, ist folgende Tatsache. Ich spreche jetzt nur vom Planungsbereich. Es gibt sehr viele selbstständige kleine Büros. Um das diese sich über Wasser halten können, gibt es dort immer welche, die mit lächerlichen Stundensätzen anbieten. Ich selbst kenne kleine 1- Mann Büros die kommen auf einen Stundensatz von 35 Euro in Bayern!

Die kriegen halt sonst keine Aufträge, wenn Sie teurer sind. HOAI interessiert keinen privaten Hausbauer. Und dieser Wettbewerb wirtschaftet das Planungsgewerbe ziemlich runter. Wir selbst schauen, dass wir einen Stundensatz von 80 Euro für den Ingenieur kriegen. Ist aber schwierig. Und einige Aufträge gehen so auch flöten. Schau das nächste Mal, wenn Du in einer KFZ Werkstätte bist auf deine Rechnung für den Stundensatz eines KFZ- Mechanikers (neudeutsch
KFZ- Mechatroniker), die sind auch in etwa in der Größenordnung. Interessanterweise zahlt das der Kunde auch. Vielleicht mit etwas murren. Aber er erhält ja dafür auch wieder eine für Ihn sichtbare Leistung in Form eines PKWs, der anständig fährt.

Das schaut bei Planungen (besonders im privaten Bereich) ganz anders aus. Ich habe hier schon öfters den Satz gehört: Jetzt wollen die vom Amt noch eine Statik. Die Leistung dahinter wird nicht gesehen. Einige denken, hier werden nur Kosten unnötig in die Höhe getrieben. Die Tragfähigkeit wird quasi so einfach vorausgesetzt. Ich achte deshalb darauf überwiegend mit öffentlichen Auftraggebern zu arbeiten. Da kann man noch nach HOAI arbeiten und dann geht es schon besser.

Ich weiß nicht wo deine Interessen liegen. Du schreibst, du hängst nicht so am Bau. Also von dem her denke ich bist du auch nicht der Bauleitertyp. Maschinenbau ist auch nicht so die Welt anders. Ich selbst hatte mal ein Vorstellungsgespräch als Berechnungsingenieur im Fahrzeugbau. Hab die Stelle aus privaten Gründen nicht angenommen. Das ich Bauingenieur bin war hier kein Nachteil. Im Gegenteil, mir wurde gesagt, Sie haben die Erfahrung das Bauingenieure in der FEM oft fitter sind als Maschinenbauer.

Zuletzt noch kurz zu deinem Vorschlag mit den Überwachungskameras und den Drohnen. Schöne Vorstellung. Realität komplett anders. Bei meinem ersten Arbeitgeber war es so, dass ich viele Projekte im europäischen Ausland hatte. Diese Bauwerke habe ich noch nie live gesehen. Ich habe für diese die Statik gemacht. Bauleitung wurde hier an andere Büros vergeben. Macht ja auch keinen Sinn mich wegen einer Bewehrungsabnahme nach Spanien zu schicken. Also sprich dort gab es Bauleiter von den Firmen und noch Bauleiter oder eher externe Bauüberwacher von anderen Büros. Das waren allerdings große Projekte.

Bei kleinen Hochbauten und dergleichen ist der Bauleiter natürlich nicht permanent vor Ort. Allerdings haben die Bauleiter dann oft mehrere Baustellen und tingeln von einer zur anderen, bis Sie mal wieder 1 Monat Ihren Schein abgeben müssen, weil Sie zu viele Punkte in Flensburg haben (kein Witz kenn ein paar von der Sorte Bauleiter). Die müssen halt da sein wo das Bauwerk ist und nicht umgekehrt. Das wird auch so bleiben. Stell ich mir aber lustig vor mit einer Drohne eine Bewehrungsabnahme zu machen!

Glückspilz | 15. April 2016 - 22:37

Ich kann den Unzufriedenen empfehlen, auch mal über den Tellerrand zu schauen. Ich habe knapp 5 Jahre Berufserfahrung in einem renommierten Ingenieurbüro gesammelt und durch den Wechsel in die Energiebranche nun 67.000 € Verdienst im Jahr mit diversen weiteren kleinen Annehmlichkeiten (iPhone, Laptop, Altersvorsorge, Arbeitszeitkonto, etc.) bei einer 37 h Woche (Tarifvertrag). Vorher habe ich etwa 47.000 € verdient. Beides in Berlin. Es gibt zum Teil auch bei Banken und Versicherungen sehr gut bezahlte Stellen für Bauingenieure abseits des klassischen Berufsbildes.

Marx | 15. April 2016 - 11:12

Das Durchschnitts-Einstiegsgehalt liegt doch schon bei 39.000 € von Akademikern, soll man jetzt mit weniger einsteigen als die anderen und sich noch paar Jahre hocharbeiten? Man macht schon Abitur + Studium (sagen wir man braucht mal mind. 1 Jahr länger) dann sind das schon 8 - 9 jahre in denen man nix verdient hat während die anderen eine Ausbildung gemacht haben und seit fast einem Jahrzehnt berufstätig sind.

Ich hänge nicht besonders am Bau, würde auch Maschinenbau studieren, aber dann würde ja mein Studium noch länger dauern, und da sagen manche dass das noch schwieriger ist, ob das wahr ist kann ich nicht beurteilen. Ich versteh aber auch nicht warum ein Bauleiter in der heutigen Welt ein Nomadenleben führen muss. Wir haben so viel Technik und Kommunikationmittel, Computer, Drohnen, Kameras, da muss der Leiter doch theoretisch nicht ständig vor Ort sein.

Realist | 14. April 2016 - 15:30

Interessiert habe ich die letzten Beiträge in diesem Forum gelesen. Nach einer vom VDI veröffentlichten Gehaltsstudie verdienen Bauingenieure im Vergleich zu anderen Ingenieursparten schlecht. Was immer schon so war und immer so sein wird. Zu stark ist der Preiskampf innerhalb der Branche und die hohen Konjunkturschwankungen. Dessen sollte man sich schon vor Beginn des Studiums bewusst sein. Trotzdem sollte auch ein Bauingenieur angemessen entlohnt werden. Wer auf geregelte Arbeitszeit wert legt und jeden Tag seine Familie sehen will, sollte in einem Ingenieurbüro oder im Öffentlichen Dienst tätig werden. Ich denke da sollten mit 5 Jahren Berufserfahrung auch 60.000 Euro brutto drin sein. Wer Geld machen will und kein Familienleben braucht, muss eben Bauleiter und dann Oberbauleiter werden.

Bau-Sepp | 13. April 2016 - 07:52

@Marx:
Lass dich nicht täuschen. Es gibt hier zu viel Gerede um das Gehalt, es künstlich niedrig zu halten. Wenn du in eine Baufirma gehst, in die Bauleitung, wirst du nie unter 40.000 € als Ingenieur starten. Es ist leider regional schon gravierend unterschiedlich, aber ich spreche jetzt mal für Bayern. Und ich kenne keinen meiner Kommilitonen, die nach dem Studium unter 42000 € (Bachelor) bzw. 45000 € (Master) Verdienst eingestiegen sind. Und bedenke, das ist nur der Anfang. Ich persönlich bin mittlerweile nach über 3 Jahre im Beruf als Bauleiter bei über 60000 € Gehalt jährlich bei gemittelt 40 h. Klar, im Sommer sind es mehr wie 40 h, dafür darf ich die Stunden im Winter wieder ausgleichen. Also ich kann mich nicht beklagen. Und vergiss nicht andere Vorzüge wie z.B. das Firmenauto. Also lass dich nicht täuschen, wer fleißig ist, und sich gut verkaufen kann, der kommt auch als Bauingenieur zu seinem Geld!

Okto | 12. April 2016 - 23:18

@Marx:
Ich mutmaße mal: Deine Eltern sind schätzungsweise keine Akademiker. Sie haben dir wahrscheinlich auch immer gesagt, sei fleißig in der Schule, dann kannst du was Ordentliches studieren, und dann verdienst du gut und hast einmal ein stressfreieres Leben. Von der Sorte gab es viele Eltern. Bei meinen war das nämlich auch so. Man kann es Ihnen auch nicht übel nehmen, allerdings hätte man einfach die Weitsicht benötigt, das Sie das nicht beurteilen können.

Diejenigen von meinen Schulfreunden, deren Eltern bereits eine akademische Bildung hatten, (so zumindest meine Erfahrung) haben Ihren Kindern dann schon ordentlichere Studienfächer schmackhaft gemacht, also das wurden dann Zahnärzte, promovierte Chemiker, zur Not Lehrer...

Jedenfalls war man ein fleißiger Schüler, hat was handfestes Ingenieurwissenschaftliches studiert, und stellt fest, das sein bester Freund mit Hauptschulabschluss (arbeitet ebenfalls als Schlossergeselle) eine stressfreie 35 Stundenwoche hat und dieser ebenfalls um die 40.000 Euro verdient.

Jetzt kann man sich zurecht Fragen ob sich das relativ anspruchsvolle Studium gelohnt hat. Man verdient zwar etwas mehr. Aber bei weitem nicht das doppelte (vielleicht so gute 25%). Von einer 35 Stunden Woche kann man träumen. Falls man als Bauleiter unterwegs ist, lebt man ein Nomadendasein, falls man in nem Planungsbüro ist, kann man von nem Tarifvertrag träumen usw.

Ich selbst arbeite in einem Planungsbüro, deshalb erwähne ich diesen Punkt mit dem Tarifvertrag. Ein paar ältere Kollegen so um die 60 verdienen das Gleiche wie ich mit Anfang 30! Das liegt einfach daran, dass die hier irgendwann mal den Anschluss bzw. den Blick auf die Gehaltsentwicklungen verloren haben. Das ist traurig aber wahr! Mit einem anständigen Tarifvertrag passiert dir das nicht so leicht.

Ansonsten wie gesagt, Lehrberuf im Handwerk ist mittlerweile keine allzu schlechte Option, denke ich. Es gibt mittlerweile vielmehr Studierende als zur Zeit unserer Eltern. Das spiegelt sich natürlich in den Gehältern der Studierten. Das darf man nicht vergessen. Früher war man beispielsweise als Tragwerksplaner noch eher angesehen. Heute is man halt eher der Hans-Wurst der es dem Architekten, den HSL und Elektro-Planern, und der Baufirma rechtmachen soll. Soviel noch zur Wertschätzung der planerischen Leistung.

Und deine Idee mit dem Zollamt ist auch nicht so schlecht. Habe noch einen Freund, dieser ist verbeamtet im Staatsdienst (ohne Studium). Ist gruppiert in Besoldungsgruppe A9. Und jetzt schau einfach mal in den Tabellen vom Bund, wieviel einem Beamten mit 2 Kindern da Netto übrig bleibt:
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte...

Ich bin verheiratet, habe Steuerklasse 3 und mir bleiben Netto auch nur 2800 Euro im Monat. Das haut als Beamter mit Stufe 9 (ohne Studium) auch noch hin. Weiterhin darf er jedes Monat 4 Stunden Dienstsport machen, die er an seine Arbeitszeit anrechnen kann und solche Dinge wie Elternzeit wurde auch ohne Murren genehmigt. Im Baugewerbe wünsche ich dir viel Glück bei der Suche nach solchen Bonies!

Marx | 12. April 2016 - 17:58

Ich finde die ganzen Debatten über die Gehälter völlig demotivierend! Ich bin mittem im Studium und werde es auch auf jedene Fall abschließen. Aber was bringt mir ein Job bei dem ich weniger verdienen sollte als so mancher mit ihrer Ausbildung und dabei noch nicht mal bei meiner Familie zuhause bleiben kann und dabei noch so ein schwieriges Studienfach bewältigen muss?! Da kann ich mich auch jetzt einfach direkt beim Zollamt oder so bewerben, da direkt anfangen und nachher stressfrei das Geld verdienen, indem ich die meiste Zeit rumstehe.... alle heulen rum. Zeigt doch mal eure Gehaltszettel... Ich kenne einen Schlosser der ist immer zuhause und arbeitet in einem Baubetrieb, er ist etwas über 30, verdient knapp über 40.000. Wie könnten die Ingenieure - die in dem selben Betrieb arbeiten - weniger oder gleich viel verdienen wie Er?

Magnus | 24. März 2016 - 18:08

@Ole:
Mega = eine Million von was auch immer, ansonsten würde ich sagen, dass was man dafür hält, für den einen ist es Stuttgart 21, für den anderen vielleicht einfach ein Projekt was im Verlgleich zu den anderen Projekten besonders groß ist.

Ole | 23. März 2016 - 09:24

@Stefan:
Was sind denn in Deutschland "Mega Projekte"? Ich dachte immer das geht erst so ab 1 Milliarde los. Mir fallen da nur der BER, Elbphil und Stu 21 ein.

@Oberbauleiter:
Stimme Dir da zu. Oberbauleiter, Projektmanager auf Grossprojekten, Niederlassungsleiter usw. verdienen bei meinem Arbeitgeber aussergewoehnlich gut.

Bauleiter | 14. März 2016 - 09:16

@Oberbauleiter:
Sehr richtig. Als Statiker sieht man (leider) dieses Gehalt nicht. Wer aber den Schritt in Richtung Bauleitung/Projektleitung geht, der kann auch als Bauingenieur ein gutes Geld verdienen. Ich selber bin nach dem Studium (Master) mit A7 eingestiegen. Von diesen Gehältern träumen natürlich die Statiker. Dafür sind diese zumeist nach 40 h daheim und jeden Tag bei der Familie. Ich selber schlafe je nach Projekt auch mal die ganze Woche auswärts. Es ist also immer an einem selbst, was man für sich und seine Familie will. Wer Karriere machen will und Geld verdienen will, der muss auch zu Einbußen im Privatleben bereit sein. Nur habe ich heutzutage immer mehr das Gefühl, dass die Leute alle 100.000 € bei 40h verdienen wollen, Überstunden natürlich ausbezahlt oder abfeiern + Firmenwagen und und und.

Tatsache ist aber, dass leider viele Bauingenieure unterbezahlt sind und in ihren Ingenieurbüros bei 50.000 € mit 20 Jahren + Berufserfahrung versauern. UND was ich so mitbekomme, viele Leute, zumeist ältere bzw. schon länger tätige, verschlafen den Wandel im Gehalt. Wo diese Leute heute noch mit 50.000 € rumeiern, und das mit 20 Jahren Erfahrung, bekommen mittlerweile Leute mit Master, selbst als Statiker, gerne schon mal 45.000 €. Dass das im Vergleich zu dem Gehalt der anderen Angestellten in keiner Relation steht, darüber brauchen wir nicht reden. Jedoch muss ich da sagen, dass es dann die anderen verschlafen haben, was Sie vielleicht fordern könnten.

Stefan | 11. März 2016 - 13:36

Ich arbeite momentan seit einem Jahr fast als Projektleiter. Kurze Infos: Es arbeiten hier eigentlich nur Meister oder evtl. Techniker als Projektleiter. Hier bin ich der einzige Bauingenieur. Ich habe einen 1-Jahresvertrag, der nun mit Ablauf des Vertrages in einem Festvertrag geändert werden soll. (was normalerweise erst nach dem 2. 1-Jahresvertrag geschieht. Wurde mir vorzeitig angeboten.)

Gehalt: Hier im Betrieb gibt es einen Tarifvertrag. Von Spalte zu Spalte gibt es etwa 70-120 Euro mehr. (Automatisch jedes Jahr eine Spalte mehr, bis zum Ende der Spalte) Jetzt bin ich in Zeile 4, Spalte 2. (inkl. Weihnachts- und Urlaubsgeld 3129 Euro/Monat) Angeboten wurde mir 4/4. (3380 Euro/Monat) Ich wollte aber gerne 5/1 (3461,70 Euro/Monat, nach 4/4 kommt 5/1). Gibt es zwar keinen großen Unterschied, aber: Wollen sie mir nicht geben, da sie meinen, dass das bei keinem so ist/war. (also damit meinen sie wohl, dass man am Anfang nicht so schnell in Zeile 5 kommt.

Kann ich hier mit dem Argument kommen, dass ich eine ganz andere Ausbildung (Bauingenieur) habe? Oder bin ich da selber schuld, da ich eben diese Tätigkeit ausübe und keine bei der nur Bauingenieure tätig sind?

Weitere Argumente wären:

  • mir wurde der Festvertrag von alleine angeboten
  • habe Mega-Projekte übertragen bekommen, die sie nicht jedem geben wollten (weiß ich)
  • alle sehr erfahrenen Mitarbeiter loben mich und meinen, dass ich wirklich gut bin und schnell in die Sache rein gekommen bin.


Weiteres überlege ich mir noch und bereite mich noch auf das Gespräch mit dem nächst-höheren Chef vor. Bisher war das Gespräch nur mit meinem direkten Vorgesetzen. Vielen Dank für eure Hilfe!

Max | 11. März 2016 - 10:22

Der Vergleich der einzelnen Einkommen ist nicht realistisch, da jedes Projekt anders dotiert ist, jede Baufirma, jedes Ingenieurbüro andere Verhältnisse hat, andere Bereiche abdeckt oder ein anderes Niveau besitzt. Und so sind auch die Einkommen der Firmen und deren Gehaltspolitik.

Ich habe in rund 30 Jahren mit Gehältern zwischen 26.400 Eur/a und 84.000 Eur/a gearbeitet, aktuell bin ich bei 58.500 Eur/a. Aber auf dem Arbeitsamt stehen viele Ingenieure an und drücken den Preis. Es gibt leider immer einen, der für weniger Geld arbeiten geht und das macht es dem Rest schwer, eine ordentliche Anstellung zu bekommen. Es nutzt nichts, ob du was kannst oder nicht, bei einer Einstellung wirst du vorrangig nach den Gehaltsansprüchen bewertet. Leider traurige Realität. Vor 100 Jahren war der Bauingenieur eine Respektsperson - heute ist der Ingenieurberuf mehr und mehr unattraktiv.

Wayne90 | 11. März 2016 - 07:50

Ich bin derzeit noch Student im 5. Bachelor-Semester, sicherlich folgt jedoch noch der Master im Anschluss. Um aber gut auf meine eigtl. bevorstehende Gehaltsverhandlung als B.Eng (oder später als M.Eng) vorbereitet zu sein, muss ich einfach mal fragen, was hier als realistisch empfunden wird.

Kenndaten:
26 Jahre, FH, B.Eng. / M.Eng., Sachsen-Anhalt (Magdeburg). Ich arbeite seit Beginn des Studiums (2013) als Werkstudent im Bereich Projekt- und Facilitymanagement eines Immobilienunternehmens (knapp 30 Mitarbeiter), in dem ich durch eine bereits zuvor erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Immobilienkaufmann (IHK) schon seit 2010 tätig bin. Mein Aufgabenbereich bezieht sich später quasi weiterhin auf die Instandhaltung/Sanierung des Bestandes, die Steuerung (teilweise LPH 1-9) von Modernisierungs- und Investitionsvorhaben (bis ca. 1 Mio.).

Vorweg: unternehmensweit kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld, ca. 40 Std./ Woche. Da ich bereits seit 2010 im Unternehmen bin, kenne ich sowohl das Personal und die Geschäftsleitung sehr gut als auch den Wohnungsbestand, alle Arbeitsprozesse, spezifische EDV, usw. Weiterhin bewerte ich eher positiv, dass ich im Zeitraum meiner Betriebszugehörigkeit bisher nur 2 Tage krank war. Ich weiß, dass das Unternehmen starkes Interesse hat, mich zu binden bzw. mich nach dem Studium zu verpflichten. Im Grunde ist die Stelle (ob nach Bachelor oder nach dem Master) schon eingeplant. Ich weiß jedoch auch, dass die Unternehmensleitung sehr bemüht ist, die Personalkosten so gering wie möglich zu halten.

Was wäre für mich eine solide Verhandlungsgrundlage? Leider habe ich branchen- und regionalbedingt keinerlei Orientierung. Ich möchte mich einfach nicht unter Wert verkaufen.

Oberbauleiter | 05. März 2016 - 14:59

Gehälter im grossen Baukonzern: Wir zahlen als Einstiegsgehalt mit Master-Abschluss im Normalfall A7. Ein erfahrener Bauleiter und Projektleiter mit 10 Jahren Berufserfahrung ist in A10 eingestuft. Als Oberbauleiter verdiene ich mit 15 Jahren Berufserfahrung 90.000 Euro zzgl. KfZ, mit etwas Luft nach oben. Der nächste Karriereschritt wäre eine Managerposition in der 1. Stufe (Niederlassungsleiter, Bereichsleiter) mit erheblichem Potential nach oben (ab 100.000 Euro zzgl. Tantiemen ). So schlecht geht es Bauingenieuren nicht.

Dipl. Ing. | 02. März 2016 - 08:59

Dipl.-Ing., Statikerbüro Raum Frankfurt, 12 Jahre Berufserfahrung. Jahresgehalt 56.000 EUR Verdienst, dazu evtl. Prämie, Überstunden werden abbezahlt. Finde die Entwicklung der Einstiegsgehälter interessant. Was ich sicher weiß, Anfänger mit Master bekommt im Statikerbüro ab 45.000 EUR. Da muss schon aufgepasst werden, dass man nicht überholt wird, bei vielen ist das schon der Fall - wie ich lese.

Markus | 26. Februar 2016 - 20:19

An alle (oder die eine Person, welche unter gleichen Namen immer das selbe postet) die immer gerne ihren Gehaltszettel posten möchten, aber ja "leider" keine Möglichkeit hier im Forum sehen. Einmal zu directupload.net und Link posten. Geht ganz einfach.

Lüfter | 26. Februar 2016 - 15:18

Meine Kenndaten: Dipl.-Ing. Uni, Berufseinstieg 2004, Tätigkeiten im Wasserbau, tlw. Bauleitung, in der Forschung, Gutachter, jetzt öffentlicher Dienst. Jahresgehalt derzeit 42.000 bis 44.000 EUR. In meinen ersten 8 Berufsjahren hatte ich ein Jahreseinkommen von ca. 35.000 EUR (Ostdeutschland), unabhängig von Firma und Verantwortung. Aus den vorherigen, sehr kontroversen Darstellungen kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen:

- Bauingenieure verdienen - verglichen mit allen anderen Ingenieursdisziplinen - mit am Wenigsten. Architekten noch weniger.
- Einkommen als Bauingenieur ist je nach Arbeitgebergröße, Region und Fachnische extrem unterschiedlich.
- Gerade in kleinen Ingenieurbüros muss der Berufseinsteiger von geringen Gehaltszuwächsen in den ersten Berufsjahren ausgehen.
- Überstunden sind in der Privatwirtschaft sehr oft "inklusive".
- Die Mär vom Fachkräftemangel wurde und wird im Studium gern erzählt. Allerdings scheint sich hier langsam die Lage zu wenden.
- Bauingenieur sein erfordert einen guten Teil Leidenschaft (die manchmal Leiden schafft), um dem Beruf motiviert nachzugehen. Wir haben den Vorteil, dass wir i.d.R. direkt anfassen können, an was wir mitwirken. Wir schaffen Infrastruktur, die Grundlage aller anderen Wirtschaftszweige!
- Es lohnt sich langfristig, als Bauingenieur konsequent eine breite Tätigkeitspalette anzustreben, d.h. verschiedene Aufgabengebiete in ggf. verschiedenen Firmen auszufüllen.
- Das Leben als Bauleiter ist mit einem gesunden Familienleben, vor allem bei kleinen Kindern, schwer vereinbar.

Generell halte ich die Arbeit von Bauingenieuren für chronisch unterbezahlt, verglichen mit dem geforderten Zeiteinsatz und der Verantwortung. Cheers!

Wirklich | 25. Februar 2016 - 07:23

Also manche hier reden einfach nur Käse. Ich bin seit knapp über 2 Jahren berufstätig im Grenzgebiet Bayern/Baden-Würtemberg und verdiene 54000 € Grundgehalt + 4000-6000€ variabler Anteil. Also die 60.000€ die manche hier ansprechen, sehe ich als durchaus möglich. Natürlich ist es nicht die Regel, aber Leute die hier immer so pauschal labern, dass das nicht möglich ist, die kotzen mich an. Ich verstehe nicht wieso das so ist, ist es der Neid? Müsste man sich selbst eingestehen, dass einem andere davonziehen? Seid mir nicht böse, aber diese Verdienste sind möglich derzeit!

Und jetzt 3..2..1..los. Wer will zuerst wieder ankommen mit der "Studier erst mal fertig"-Keule. Ich sehe hier nur viele Schwätzer, die sich ihren anscheinend schlechten Verdienst schlecht reden, aber ich sehe niemand, der mal die Eier in der Hand hat und seine E-Mail oder sonstiges nennt, damit man Beweise liefern kann. Dann wäre endlich mal Schluss mit dieser endlosen Diskussion. Also wer traut sich? Ich habe kein Problem meinen Gehaltszettel zu posten.

Sandro | 22. Februar 2016 - 22:14

@Markus:
Kein Chef würde so viel Verantwortung auf einen Berufsanfänger übertragen. Dies ist natürlich mehr als einleuchtend. Aber hier im Forum, lebt jeder in seiner eigenen Welt. Entweder weil man ein Tagträumer in der Uni ist oder weil man ein Lobbyist ist. Hilft allerdings denjenigen die nach realen Informationen hier suchen wenig...

SelbstistderMann | 22. Februar 2016 - 09:44

@Alter Hase:
Diese Gedanken kenne ich selber und weiß ich auch selber. Ich wollte mich hier auch nicht profilieren. Wer selbstständig ist, hat aber auch eine größere Verantwortung für sich und seine Mitarbeiter, als ein normaler Angestellter. Und dass ich auch mal am Wochenende arbeiten muss, liegt eben auch an der vielen Arbeit die wir derzeit haben und anders nicht bewältigen können. Und diese Arbeit mache ich ja auch für meine Mitarbeiter. Dass mein Stundenlohn dann natürlich nicht so hoch ist bei 50-60 h weiß ich selber auch, aber ganz ehrlich. Das ist mir egal! Ich persönlich arbeite gerne und kann auch leben, wenn ich abends erst um 18-19 Uhr heimkomme und nicht um 17 Uhr wie meine Angestellten. Jeder macht das wie er selber meint, da ist jeder Mensch verschieden.

Der eine will 40 h, der andere mehr Geld. Nur muss man sich davon verabschieden, dass man für 40 h ein "hohes" Einkommen bekommt. Gehälter für Angestellte Bauingenieure zwischen 40.000-80.000 € jährlich (je nach Erfahrung usw.) sind für jeden theoretisch möglich, mehr verdienen dann nicht mehr viele. Und ich persönlich arbeite lieber mal 10 h mehr die Woche, als dass ich 10 h mehr daheim auf der Couch liege. So kann ich mir, und meiner Familie auch mehr bieten (finanziell). Andere legen ihr Hauptaugenmerk da eher auf die Familie, beschweren sich aber dann, dass nicht genug Geld da ist. Wie so manche Vorredner schon richtig bemerkt haben, ist jeder seines eigenen Glückes Schmied. Wer mit seiner Arbeit und dem Ort verheiratet ist, wird nie sonderlich weit aufsteigen können im Verdienst als Angestellter. Die Selbstständigkeit ist immer auch ein Risiko, ich persönlich bereue diesen Schritt aber auf gar keinen Fall und kann das nur empfehlen, wenn man bereit ist, anderswo Abstriche zu machen.

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