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Montag, 30. März 2020
Ausgabe 6797 | Nr. 90 | 19. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 8

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Tox | 23. Juli 2019 - 18:05

Jetzt lese ich hier auch schon seit einigen Monaten mit. Ich, 33 J, Master-Abschluss als Bauingenieur in 2014 an einer Uni. Ab 2009 Studentischer Mitarbeiter bei einem Prüfingenieur, danach Übernahme in diesem Büro. 2015 hat es mich dann in ein kleines Büro (Chef, 4 Tragwerksplaner, 2 Konstrukteure - ja das Verhältnis passt mal gar nicht) verschlagen. Wohnort und Arbeitsort: NRW, Ruhrgebiet, Großstadt
Tätigkeit: Aufstellen statischer Berechnungen, Positionspläne, Gutachten, ggf. Schall- und Wärmeschutz, Betreuung Schal- und Bewehrungspläne.

BV: Mehrfamilienhäuser, Kindergarten, Schule, Umbauten, was man so halt macht.
Jahresbrutto: 46.200 Euro bei 40 Std./Woche (28 Urlaubstage)

So, jetzt plane ich die nächste Verhandlungsrunde. Meine derzeitige Verdienstsituation finde ich sehr bescheiden. Wenn ich hier richtig lese - und das deckt sich mit meiner eigenen Einschätzung - sollte ich aus der Runde mit 52.000 Euro rausgehen (auch wenn man nicht glaubt, dass so ein Sprung möglich ist). Oder woanders hin bewerben?

Masti | 22. Juli 2019 - 23:27

Ich verfolge diesen Thread nun schon eine Weile und würde nun von meinen Eckdaten erzählen: Alles in Umgebungen von Städten mit rund 300.000 - 500.000 Einwohnern.

Master-Absolvent, Werkstudent neben Masterstudium:

  1. Angebot Einstiegsgehalt 52.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche, Büro ca. 150 MA
  2. Angebot Einstiegsgehalt 51.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche, ca. 50 MA
  3. Angebot Einstiegsgehalt 56.000 Euro brutto bei 40-50 Std/Woche, ca. 100 MA Bauleitung
Ich habe mich letztendlich für das 1. Angebot entschieden, da mir Worklife Balance im Job wichtig ist.

Ein Kollege von mir als Bachelorabsolvent in der Bauleitung: Einstiegsgehalt lag bei 48.000 Euro brutto bei 40-50 Std/Woche nach dem Abschluss. Ein weiterer Kollege, ebenfalls Werkstudent nebenher im Master: Einstiegsgehalt lag bei 43.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche nach dem Abschluss. Der dritte Kollege, Bachelor, 2 Jahre Berufserfahrung, hat ein aktuelles Gehalt von 49.000 Euro brutto bei 40 Std/Woche.

Also wenn man gut verhandeln kann und schon ein wenig Berufserfahrung vorweist und sich nicht total blöde anstellt, kann auch beim Einstieg schon gut was herausgeholt werden. Auch im klassischen Bauwesen etc. - man muss bei der aktuellen Lage keine Nische besetzen um ein vernünftiges Einstiegsgehalt zu bekommen.

Mich interessiert nun, wie entwickelt sich danach das Gehalt? Wie ist prozentual gesehen die Steigerung pro Jahr? Gibt's dazu von jemandem Angaben? Bitte ebenfalls berufliche Entwicklung mit angeben. Mir ist klar das mit Personalverantwortung und größeren Projekten auch das Gehalt steigt.

ALE | 18. Juli 2019 - 22:16

@Sonnenschein:
Sofort wechseln. Ich habe vor 10 Jahren als blutiger Anfänger mit B. Eng 2900 EUR Gehalt verdient und nach einem Jahr 3300 EUR. Noch was, Finger weg von kleinen Büros. Dort versuchen die Chefs immer die Mitarbeiter auszubeuten. Viel Erfolg!

Sonnenschein | 17. Juli 2019 - 17:52

Ich fühle mich echt betrogen. Ich habe meinen Bachelor erfolgreich abolviert und zwei Jahre als Werkstudent für ein kleines Ingenieurbüro (MA ca. 60) gearbeitet. Dannach wurde ich für 2500 € Gehalt übernommen. Arbeite nun seit über 5 Jahren dort und bin immer noch bei 2900 € Verdienst. Sollte ich den Betrieb vielleicht wechseln?

Östarrichi | 15. Juli 2019 - 23:08

Kurz zu mir zusammengefasst: Einstieg in 2015 als Statiker mit Abschluss M. Eng. im kleinen Ingenieurbüro in Westösterreich mit 30800 EUR. Bei uns ist oft der Kollektivvertrag die Regel für Berufeinsteiger ohne Erfahrung. Nach 1,5 Jahr Erhöhung auf 39200 EUR Gehalt. Beide Beträge sind meiner Meinung nach mit der jetzigen Situation in der Baubranche lächerlich. Niemand muss jetzt mit etwas unter 48000 EUR Gehalt als Master-Absolvent unterschreiben. Wechsel zu internationalem Bauunternehmen in 2018 mit 63000 EUR brutto als Projektleiter Tragwerksplanung und nach einem Jahr Erhöhung auf 69000 EUR Gehalt.

Hochbautechniker | 13. Juli 2019 - 09:57

Im Vergleich bin ich "nur" hochbautechniker mit 10 jahren berufserfahrung als Zimmermann. Bei uns in Niedersachen ist es wie überall anders auch, Fachkräftemangel. Bin jetzt seit dem 01.07 als Bauleiter eingestellt. Kleines Büro, Wohnungsbau mit 40.000 EUR Gehalt zum Einstieg. Nach der probezeit wird ein firmenwagen verhandelt und mit Abschluss meines ersten Projektes das Gehalt. Mit Abschluss habe ich in etwa 1 Jahr berufserfahrung und peile 48.000 EUR Jahresgehslt an.

Man muss aber fairerweise dazu sagen, dass ich 40 Stunden habe und keine Stunde mehr. Ich habe über mein BV komplett die Vollmacht und muss niemandem meine Stunden nachweisen. Andere Kollegen, die in der bauleitung tätig sind, bewegen sich bei 45.000 EUR bis 75.000 EUR Gehalt im Jahr + firmenwagen. Man muss realistisch sein und hoch pokern. Mein Abschlussjahrgang an hochbautechnikern hatte zu 100 % vor Abschluss einen Job. Teilweise sogar 4-5 zusagen. Sollte der Chef den Kurs nach unten drücken und man fühlt sich unterbezahlt, fällt man zumindest weich, denn Jobs gibt es zur Zeit ohne Ende.

derFreund | 05. Juli 2019 - 13:55

Also ich muss MasterBau Recht geben. Wenn Leute meinen, dass so etwas nicht stimmt, dann sollten sie sich mal gründlich umschauen. Ich habe derzeit auch eine Stelle in der Industrie (IG Metall Tarif). Master Bauing (KIB) U 30. Hatte auch das Glück, dass eine Stelle in diesem Konzern frei geworden ist. Wie schon erwähnt sind diese Stellen sehr rar. Wie MasterBau schon gesagt hat so ist es auch bei mir: 35 Stunden (Stempeln, natürlich sind es mehr Stunden aber keine Minute geht verloren), mit EG Einstufung usw. ist das Gehalt nicht vergleichbar mit der Baubranche.

Dr. Concrete | 05. Juli 2019 - 12:00

Als Berufseinsteiger hatte ich ein paar Stellen zur Auswahl. Die eine war eine Stelle als Produktionsleiter in einer Feldfabrik für Betonfertigteile eines großen Schweizer Bauunternehmens. Auf das Bewerbungsgespräch war ich natürlich vorbereitet, indem ich mich über geltende Tarifverträge und hier im Forum schlau gemacht hatte. Nach selbstbewusstem Auftreten wurden mir als Einstiegsgehalt ca. 64.000 EUR geboten. Schlussendlich entschied ich mich aus persönlichen Gründen für eine Projektingenieur-Stelle in einem Planungsbüro mit einem Einstiegsgehalt von ca. 48.000 EUR + Firmenwagen. Nach einem Jahr wurde auf ca. 51.000 EUR erhöht.

Dieses im Vergleich zu Anderen hier im Forum relativ hohe Einstiegsgehalt ist meiner Meinung nach der Tatsache geschuldet, dass ich wusste was ich aufgrund der Konjunktur und Marktsituation "verlangen" kann. Andere Kollegen, die weniger selbstbewusst aufgetreten sind und auch uninformiert waren, wurden im Bewerbungsgespräch eiskalt mit ca. 41.000 EUR als Einstiegsgehalt abgespeist. Also mein Tip an alle: Informiert euch und tretet bei Gehaltsverhandlungen selbstbewusst (dabei nicht unverschämt) auf. Lieber zu hoch (~55.000EUR) einsteigen und ein paar EUR runtergehandelt werden, als ewig auf einem niedrigen Niveau rumzutingeln.

Bau-Ing. | 03. Juli 2019 - 17:00

Für Berufseinsteiger sollte bei aktueller Konjunktur das Tarifgehalt, je nach Abschluss und Qualifikation, schon drinnen sein. Das wäre Tarifgruppe A5-A7, je nach Abschluss. Alle anderen, mit jahrelanger Berufserfahrung, sollten bei naher Zukunft eintretender Gehaltsverhandlung ruhig etwas nach oben pokern. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Hannes | 27. Juni 2019 - 14:03

Nach dem Studium (Master an der Uni) Einstieg als Bauführer mit 2.800 €. Nach einem halben Jahr gewechselt und seit 2 Jahren bei einem kleinen Planungsbüro mit 2.700 € tätig. Jetzt bin ich auf der Suche und überlege, ob 40.000 € Jährlich in Sachsen in Ordnung wäre.

Der Projekteinkäufer | 24. Juni 2019 - 22:01

Hier mal ein beitrag von einem nicht studierten. Kfm lehre von 2006 bis 2009, mit 1600 brutto eingestiegen als kaufmann im einkauf und pm bis 2015 zum technischen Leiter in ner kleinen klitsche hochgearbeitet, bei lächerlichen 36.000 EUR zzgl firmenwagen dann wechsel als projekteinkäufer zu ner baufirma mit 46.000 EUR Gehalt eingestiegen. Nun mach 3,5 jahren bei knappen 80.000 EUR Gehalt und 40 std woche +- 2 stunden. Verhandelt, markt sondiert und co. Die branche boomt! Nutzt es!

Peterchen | 20. Juni 2019 - 17:05

Was kann ich als Projektleiter im Hochbau verlangen bei einem Firmenwechsel? Gerade bin ich als Vertragsmanager bei einem größeren Bauunternehmen bei A9 + kleiner Jahresbonus ohne Auto. M 34, Master Uni, 6 Jahre Berufserfahrung, ca. 50 Wochenstunden. Ich denke mal die A10 + Auto ist kein Problem. Aber wie hoch ist da dann der Bonus noch?

MasterBau | 28. Mai 2019 - 08:10

@Keeper83:
Da hast du Recht! Jeder hängt sich an meiner Situation auf. Diese ist real, spiegelt aber nicht das Bauwesen wieder mit seiner Bezahlung. Das habe ich ja gesagt.

Fakt ist: Der Bau ist und bleibt im Vergleich unterbezahlt (auf den Stundenlohn gesehen), aber auch hier wäre momentan sehr gute Bezahlung möglich. Habe auch aus dem Bausektor das ein oder andere Angebot bekommen über Headhunter, was aber nicht an meine jetzigen Bedingungen rankommt. Hatte interessehalber auch ein paar Vorstellungsgespräche, um den Marktwert zu checken. Sehr wohl aber sind ähnliche Gehälter möglich, aber das halt dann bei einer 50-60 h / Woche und Großprojekte in ganz Deutschland oder dem Ausland. Das muss man halt mögen.

Der Durchschnittsingenieur mit festem Wohnsitz und wenig Flexibilität bekommt aber eben vielleicht eher die "niedrigen" Gehälter. Wobei ich auch hier von Kommilitonen und alten Kollegen weiß, dass ein Einstieg nach dem Studium in der Bauleitung im Gesamtpaket unter 50.000 € + Auto (in Bayern) fast nicht mehr zu finden ist. Mir wurde im Studium auch von Ingenieurkammern usw. (die Vorträge gehalten haben), propagiert, dass ein Gehalt von 40.000 € bei Ingenieuren die Regel ist. Als ich aber mit dem Bachelor fertig war, war ich schon bei 45000 € in 2010! Tendenz steigend.

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