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Dienstag, 01. Dezember 2020
Ausgabe 7043 | Nr. 336 | 20. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 8

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Schlau am Bau | 01. Oktober 2015 - 10:38

@bauigel:
Geld ist echt ein Thema. Wer rechnet denn sein Kindergeld mit ins Netto ein? Und vergisst noch die private Krankenkasse abzuziehen, Elterngeld auch noch mit eingerechnet? Geht gar nicht. Lasst Euch nicht unterkriegen: Ein guter Bauleiter als Dipl.-Ing. mit 10 Jahren Berufserfahrung kann ohne weiteres 80 T€ + Firmenwagen im Jahr verdienen.

Kevin | 29. September 2015 - 13:34

@Bob:
Prinzipiell ist zu erwähnen, dass die Gehälter in Österreich etwas höher ausfallen als in Deutschland (z.B. 14 Monatsgehälter aber nur 25 Tage Urlaub). Weiter ist zu sagen das ich 5 Jahre nicht geschlafen habe. Arbeitsbeginn 7:00 Uhr - 17:00 Uhr und danach 17:30 - 21:30 Studium.

Eine Ausbildung in dieser Art gibt es glaube ich in Deutschland nicht. Vergleichbar mit einem Dualen-Studium. Hinzukommt der Vorteil das man in Österreich mit dem Schulabschluss (in meinem Fall HTL) direkt ins Berufsleben einsteigen kann. Bei diesem Schulsystem (dauert 1 Jahr länger als ein normales Gymnasium in GER) ist man direkt markttauglich - ich habe nach der Schule direkt als Junior-Bauleiter begonnen (man könnte es auch als Bautechniker bezeichnen). Nach 3 Jahren Berufserfahrung bekommt man den Titel des Ing. verliehen.

Dadurch reduziert sich die Studienzeit auf 4 statt 5 Jahre Mindeststudiendauer. Nur weil man selber nicht das hat was andere haben, sind andere keine Lügner. Mit freundlichsten Grüßen!

BOB | 25. September 2015 - 08:00

Ich hab ja hier schon viel Schwachsinn gelesen, aber das was Kevin am 23. September 2015 - 10:52 von sich gegeben hat, ist kaum noch zu toppen! Wahrscheinlich hat er im Alter von 15 Jahren angefangen zu studieren oder einfach mal drei Jahre lang nicht geschlafen. Anscheinend ist es in solchen Foren zunehmend so wie im richtigen Leben: nur noch Lügen und Heuchelei.

Kevin | 23. September 2015 - 10:52

Alter: 27 / Berufserfahrung: 6 Jahre / Studienabschluss: Dipl. Ing. (Bauingenieur) Habe während dem Studium Vollzeit gearbeitet und Abends studiert / Beruf: Bauleiter / Berufsort: Wien / Gehalt: inkl. 24 Überstunden Pauschale 14 Monatsgehälter (Standard in Österreich) ca. 3000 € Netto - Entspricht Brutto ca. 70.000 € im Jahr.

Peter | 09. September 2015 - 21:01

M.Eng Bauingenieur (1,5 Jahre Berufserfahrung), Süddeutscher Raum, Projektleitung im Hochbau, Jahresgehalt 45.000 €. Urlaub 30 Tage, 40 h/Woche, Überstunden unbezahlt.

Oldie | 01. September 2015 - 23:52

Dipl.-Ing. (FH), über 20 Jahre Berufserfahrung, Konzern, Dienstwagen, 4800 €, 30 Tage Urlaub

Paulchen | 29. August 2015 - 00:12

Dipl.-Ing. Univ., Alter 45, Jahreseinkommen brutto 60.000 EUR, Bauleitung, Projekte ab 5 Mio.

bauigel2003 | 16. August 2015 - 12:01

Ich habe vor 12 Jahren mein Studium abgeschlossen und bin nach einjähriger Tätigkeit als freier Mitarbeiter wieder zurück zur Bundeswehr. 39 Jahre, A14, rund 5.250 Euro Brutto, was einem monatlichen Netto von rund 4.000 Euro entspricht. Darin enthalten ist aber auch schon das Kindergeld. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gibt es nicht, dafür Fahrtzuschuss. A15 liegt nahe, A16 mit etwas Glück. In der freien Wirtschaft würde das Brutto bei über 80.000 Euro liegen. Ach ja...zurzeit 40h Woche.

John | 06. August 2015 - 15:11

Ich habe hier erst vor kurzem in einem Bericht gelesen, was Bauingenieure statistisch in Deutschland verdienen. Die Spitzenverdiener liegen bei 90.000 € oder mehr. Jetzt ist die Frage, in welchem Bereich arbeiten díese Leute, welche Nische wäre da interessant? Ich könnte mir vorstellen, dass es sich um Management handelt. Ich persönlich hätte Interesse mich auf die Wirtschaft und den Immobilien-Sektor zu spezialisieren.

Kann mir einer dazu gute Tipps geben und hat Anregungen und/oder evtl. Buchempfehlungen?

max | 21. Juli 2015 - 14:18

@Miami-Vice, Bau-Ingo:
Ich bin auch Beamter, Bereich Straßenbau. Seit Jahren bekomme ich leider nicht mehr Geld. Es gibt nur sehr selten A12 oder A13er Stellen. Das gute ist am Fr um 13 Uhr zuhause. Die Private- Krankenversicherung ist leider sehr teuer. Umsetzung, Versetzung, Abordnung, Zuweisung usw. ist auch sehr leicht. Mich haben sie schon umgesetzt, dabei wollte ich in meiner Heimat bleiben, deswegen habe ich überhaupt die Laufbahn eingeschlagen.

Bau-Ingo | 19. Juli 2015 - 13:02

@Miami-Vice:
Ich schätze mal, dass du die Laufbahn im gehobenen technischen Dienst bei einer Bundesbehörde beginnst. Ich kann dir davon nur abraten. Ich selbst habe diese Laufbahn gewählt, versuche aber wieder in die freie Wirtschaft zu wechseln. Vorteile ÖD: keine. Nachteile ÖD: überwiegend lethargische und phlegmatische Kollegen, 41 h Woche, schlechte Bezahlung, mittlerweile schlechte Beförderungs- bzw. Aufstiegschancen. Immer mehr A12 und A13 Stellen werden dank Herrn Schäuble einfach einkassiert. Die Arbeit bleibt aber die gleiche. Ich denke, dass dir dein jetziges Gehalt (deine Stelle) eine wesentlich bessere Basis für Gehaltssteigerungen bietet als der ÖD.

Miami-Vice | 17. Juli 2015 - 10:00

Ich bin 32, Dipl.-Ing. (FH), arbeite seit knapp 5 Jahren und verdiene momentan 4100 €/Monat. Kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld. Aber 39 h Woche. Werde jetzt allerdings eine Beamtenlaufbahn beginnen und dort mit A10 einsteigen. (Aufstieg bis A13 möglich). Ich kenne auch Leute, die knapp über 5000 € verdienen, aber jeden Tag von 7-19 Uhr arbeiten und auch noch am Wochenende. Man muss halt wissen was man will. Mir persönlich sind die paar Euro dann doch nicht so wichtig. Lieber sehe ich meine Family und meinen Kleinen aufwachsen.

Tim | 23. Juni 2015 - 10:40

Abschluss: Dipl.-Ing (FH), Tätigkeit: Tragwerksplanung (Mobilfunk), Berufserfahrung: 3,5 Jahre, Ort: NRW, Jahresgehalt: 48.600 Euro, Urlaub: 30 Tage, Arbeitszeit: 40 h/Woche (Gleitzeit), Überstunden bezahlt oder abfeiern.

Eugenius | 16. Juni 2015 - 15:32

Ich bin vor 6 Jahren in die Schweiz gezogen, weil ich die in Deutschland gezahlten Gehälter als unwürdig empfand und damit verbunden der Berufsstolz gelitten hat. Vorher waren es ca. 45 TEuro/a. In CH stieg ich dann direkt bei umgerechnet (damaliger Wechselkurs) 90 TEuro/a ein. Beim heutigen Wechselkurs erreiche ich dank stetiger Gehaltsteigerung umgerechnet ein 5-stelliges Monatsnettogehalt (bei 42h/Woche). Damit läge ich in D auf Geschäftsführerniveau.

Ich bin hier aber nur Projektleiter, wenn auch für Grossprojekte (2-3-stelliger Millionenbetrag). In der Schweiz laufen die Uhren aber langsamer - sie liegen bezüglich Lohnentwicklung um Jahrzehnte zurück. Auch hier wird der Lohndruck immer stärker steigen und die Anzeichen sind unübersehbar. Wenn es Euch interessiert, warum Ihr in diesem Wirtschaftssystem so wenig verdienen müsst, dann empfehle ich folgenden Link:
http://www.swupload.com/data/Die-Finanzkrise-und...
oder http://www.deweles.de

WAvE | 13. Juni 2015 - 11:29

B.Eng Bauingenieur mit 3 Jahren Berufserfahrung. Süddeutscher Raum, tätig im Projektmanagement. Jahresgehalt (inkl. variabler Zulagen) 52.150 €

Peter | 08. Juni 2015 - 12:24

Bauingenieur (FH), 12 Jahre dabei, Projektleitung, Unternehmen ca. 80 Angestellte, Region Nord Ost, 57.000,00 € / Jahr, + Bonus + ein/zwei Monatsgehälter bei Gewinn.

Master | 27. Mai 2015 - 16:39

Ich würde euch gerne einmal um eine Einschätzung bitten: Ich bin 23 (1 Jahr Auslandserfahrung + diverse Praktika) und habe seit Anfang des Jahres meinen Bachelor (Konstruktiver Ingenieurbau/Baumanagement) und bin nun im aufbauenden Master. Parallel dazu bin ich in einem mittelständischem Unternehmen in NDS als Mitarbeiter der Bauleitung angestellt. In den Semesterferien ist üblicherweise geplant als Vollzeitkraft mit in die Bauleitung einzusteigen. Natürlich stellt sich nun die Frage welche Gehaltsforderung ich dem Chef vorschlagen kann. Habt Ihr evtl. Vorschläge, Tipps oder Ratschläge?

kriss | 14. Mai 2015 - 13:29

Ich war gestern bei einem der Top 5 Deutschen Bauunternehmen zum Bewerbungsgespräch. Bei der Frage nach dem Gehalt habe ich Ihnen gesagt das ich mich nach dem Tarif richte was meine Qualifikation widerspiegelt. Von der Seite gegenüber kam nur ein "Ja, das ist auch das was wir hier zahlen..."

Lena | 01. Mai 2015 - 15:39

@Sven und @Lilli:
Sven mit Diplom und vier Jahren Berufserfahrung verdient 2700 brutto. Lilli mit Master, ohne Berufserfahrung, kriegt 2850 brutto geboten. Ohne dass ich das Lohnniveau der beiden Bundesländer kenne: Sven verdient nach 4 Jahren immer noch weniger als Lilli nach ihrem Studium. Auch wenn ihr in Unternehmen arbeitet, die nicht an den Tarif gebunden sind, finde ich, dass man bei Jobsuche und Gehaltsverhandlung die Tarif ruhig zur Orientierung heranziehen kann.

Laut Tarifvertrag müssten es, glaub ich zumindest, bei beiden mehr sein, bei Sven auf jeden Fall. Bsp. Bayern: Ein Absolvent mit Bachelor kriegt fast 3500 (A5), einer mit Master kriegt irgendwas zwischen 3800 und 3900 (A6). Wenn Berufserfahrung vorhanden ist und die Tätigkeiten entsprechend anspruchsvoller sind, kann man sogar in A7 eingruppiert werden. Also ehrlich finde ich, ihr solltet mehr verdienen. Niedersachsen und NRW sind ja nicht gerade Niedriglohn-Regionen, oder? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die über 1000 Euro brutto Gehaltsunterschied zwischen euren Bundesländern und Bayern allein regional begründet werden können.

Lena | 29. April 2015 - 23:44

Ich war ebenfalls bis vor kurzem auf Jobsuche, bin nun in diesem Forum gelandet. Habe mir einige Beiträge hier durchgelesen. Ich habe das Gefühl, dass sich einige völlig unwissend ins Berufsleben stürzen. Oder aber eine solche Persönlichkeit haben, die einen Chef (bzw. Personaler) einfach dazu auffordert, das Maximum für das Minimum aus euch herauszupressen. Die Gehälter, die euch vorgeschlagen werden, sind i.d.R. das minimale Gehalt, was das Unternehmen euch bereit ist zu zahlen. Wer da so blind und naiv ist, sich darauf einzulassen, ist selbst schuld.

Das Argument "Tarifgehalt" muss nicht gelten! Es geht auch außer-/übertariflich. Das Argument "Absolventen werden so bezahlt" muss auch nicht gelten! Wenn ihr gut seid, arbeiten wollt und könnt, etwas bieten könnt, was andere nicht haben, dann solltet ihr auch als Absolvent entsprechend argumentieren und mehr fordern. Ihr könnt doch nicht erwarten, dass das Unternehmen euch von sich aus mehr anbietet. Das macht ihr an der Kasse auch nicht, wenn ihr einkauft. Und nun versetzt euch mal in die Lage des Personalers oder des Chefs: Er sieht, ihr habt keine Ahnung, wollt möglichst bald einfach nur einen Job, seid noch unsicher und ohne Erfahrung/berufliche Erfolge. Wie würdet ihr an seiner Stelle verhandeln?

Ich habe ebenfalls gerade erst mein Studium abgeschlossen und kann mich als Berufsanfänger bezeichnen. Trotzdem habe ich es mir erlaubt, mehr zu fordern als tariflich geboten wird - und bekommen. Natürlich hätte es auch anders ausgehen können, da sollte man die eigenen Chancen und Risiken selbst abwägen.

Ich kann euch nur folgende Tipps geben: + Arbeitet bereits während des Studiums in eurem Bereich und verkauft diese Zeit ruhig als Berufserfahrung + Lernt Fremdsprachen, geht zu großen Konzernen und verkauft euch als mobil und international einsätzfähig + Seid selbstbewusst und traut euch ruhig zu verhandeln, denn immerhin erwartet man solches von euch auch später im Berufsleben + Schaut über den Tellerrand hinaus und fokussiert euch nicht ausschließlich auf Bauunternehmen, es gibt zahlreiche Konzerne aus anderen Branchen, die ebenso Bauingenieure suchen, einige von ihnen zahlen einfach besser + erwartet nicht, dass euch ein Unternehmen für einen Master oder eine Ausbildung von sich aus mehr Gehalt hinterherschmeißt! Ihr müsst überzeugend darlegen, warum euer Abschluss oder eure Zusatzkenntnisse / Erfahrungen für das Unternehmen ein Gewinn sind und warum sie das zusätzliche Entgelt wert sind (also auch hier, verkauft euch gut, traut euch, seid selbstbewusst).

Lilli | 29. April 2015 - 01:04

Ich fange jetzt an zu arbeiten und habe keine Berufserfahrung, weder durch Nebenjobs oder ähnliches. Ich werde M.Eng und schreibe gerade meine Abschlussarbeit. Mir wurden 2850 EUR Brutto in NRW angeboten, ist das gut?

3Ocram8 | 22. April 2015 - 10:42

Alter: 29 / Abschluss: M.Sc. / Tätigkeit: Tragwerksplanung, Ausschreibung und Vergabe (Mittelständisches Unternehmer ~ 30 Mitarbeiter / Berufserfahrung: 2 Jahre / Ort: Region Nord / Jahresgehalt: 12,0 x 3250 = 39.000 Euro + Sonderzahlungen ca. 800 €/Jahr netto / Urlaub: 28 Tage, 40 h/Woche ohne Gleitzeit, Überstunden werden ausgezahlt.

Dipl.-Ing. (TH) | 22. April 2015 - 09:29

Huiii, ich habe studiert, bin Bauingenieur und bin so geil... So ist es aber meines Erachtens leider nicht, da sich in unserem Berufsstand leider so viele (pieps) tummeln. Es ist nicht zum Aushalten. Wie ich schon mal zur massiven Unterschreitung der HOAI bis auf 30% bis 50% geschrieben habe, hier noch weitere Zahlen: Ich habe für ein mittelgroßes und wirklich kompliziertes Wohnhaus doch immerhin 80% der HOAI bekommen (Glück gehabt) und konnte sogar noch einige Nachträge in Rechnung stellen. Angegeben waren die Kosten nach KG 300 und KG 400 mit € 700.000,- Es stellt sich dann aber natürlich heraus, dass die Baukosten wesentlich höher ausfallen. Jetzt könnte ich sicher auf mehr Honorar klagen, aber letztendlich gewinnt dabei nur der Rechtsanwalt bei seinem Stundensatz von € 200,- aufwärts. Die Arbeit und den Ärger habe aber ich.

Die LEDs für das o. g. Bauvorhaben werden € 35.000,- kosten. Das Einfahrtstor ebenfalls etwa € 30.000,- Die Gartengestaltung € 130.000,- Für all diese Gewerke besteht im Grunde keine Haftung oder nur eine sehr geringe. Und wir tollen, studierten Statiker müssen für jeden Riss Rechenschaft ablegen und uns erklären und und und… Wir haben ein sehr hohes Haftungsrisiko und eine hohe Verantwortung und verlangen für unsere Arbeit (fast) nichts. Bei all den Gehaltsangaben, rechnet doch mal eure Jahresgehälter auf die Stunden um, besser noch, rechnet bei 40% HOAI die Stundensätze um und rechnet noch die Verantwortung für ein Bauvorhaben mit ein! Weiter so!

Kilian | 17. April 2015 - 20:50

Alter: 24 / Abschluss: B.Eng. / Tätigkeit: Öffentlicher Dienst (Projektsteuerung) / Berufserfahrung: 1 Jahr / Ort: Rhein-Main-Gebiet / Jahresgehalt: 12,6 x 3280 = 41.300 Euro / Urlaub: 30 Tage, feste 40 h/Woche

Jan H. | 14. April 2015 - 15:21

Abschluss: M.Sc / Tätigkeit: Objekt-Tragwerksplanung / Berufserfahrung: keine-Einstieg / Ort: Leipzig / Jahresgehalt: 12,5 x 2800 + ~1 Jahresgehalt je nach Umsatz (35.500-38.000) / Urlaub: 29 Tage, 43,5 h/Woche. Verglichen mit anderen Branchen und den Kollegen bei der ansässigen Automobilindustrie leider recht lachhaft, aber man kann hier auch deutlich weniger verdienen.

Bauer | 14. April 2015 - 13:20

ich bin seit 2006 Baiuingenieur/Tragwerksplaner, erster Job: 3 monate 1800 euro, dann weitere 3 monate 2000 euro, danach dann 2200 euro. weil ich mich schlecht behandelt gefühlt habe, habe ich dann nach 19 monaten den job gewechselt. 2900 euro, nach einem halben jahr wollte ich wechseln, hab dann innerhalb der Unternehmensgruppe gewechselt für 3100 Euro. nach zwei jahren und einer selbstfinanzierten Fortbildung wurde ich von der Jahresgratifikation ausgeschlossen, worauf ich erneut einen anderen job gesucht und gefunden habe für 3700 + Prämie. Alten Job wollte mich aber unbedingt behalten, ausgehandelt 4300 euro ohne Prämie. Nun, wo das von mir hauptsächlich bearbeitete Projekt beendet ist wurde ich gekündigt. Aussagen vom Chef wie, einen "jungen Ingenieur kriegen wir für fast die Hälfte" habe ich oft gehört.

Anderer Kollege mit 11 Jahren Zugehörigleit hat gekündigt, bekam zuletzt 3500 was er sich in den letzten 4 monaten auf 3800 erpresst hat. Habe mich wegen der guten Bezahlung wieder eingeklagt. Meine Erfahrung ist, dass Tragwerksplaner zumindest in Berlin nicht viel Wert sind. Anfänglich ist man Idealist weil mein sich berufen fühlt, wenn das Gehalt aber nicht passt und das erste Kind da ist, fragt man sich warum man sich so für unter Wert verkauft. 55000 verdient ein Arzt im ersten Jahr, 60000 eine Informatiker im ersten Jahr.

Josef NRW | 13. April 2015 - 21:50

Abschluss: M.Sc / Tätigkeit: Tragwerksplanung / Berufserfahrung: 2,5 Jahre / Ort: NRW / Jahresgehalt: 13 x 4000 = 52.000 Euro / Urlaub: 30 Tage, 40h/Woche. Man kann also auch "gutes" Geld verdienen!

biene | 11. April 2015 - 00:40

@Dile:
Vergleiche zu ziehen bringt rein gar nichts. Dir steht es frei, Banker zu werden. Ich wollte keiner sein, meine persönliche Meinung. Soweit ich weiß, haben die enormen Verkaufsdruck. Und das Klima, naja. Als Bauingenieur kannst du auch Erfolg haben, wie in jedem anderen Beruf, den du mit Leidenschaft, Ehrgeiz und Freude ausübst. Ich denke dafür benötigt man wie überall eine gewisse Risikobereitschaft. Das können dir sicher Leute sagen, die sich z.B. erfolgreich selbstständig gemacht haben. Ist auch alles eine Charaktersache.

Dile | 08. April 2015 - 12:41

Wäre noch interessant, ob es bei der Krankenkasse große Unterschiede gibt, somit:
I) wieviel denn (abzügl. auch der anderen Sozialbeiträge) zu versteuernde Einkünfte bleiben, und nun, nach Abzug der Est, letztlich bleibt.
II) Bitte um Beispiele.
a) Brutto 60.000/a | Krankenkasse ........ ...| am Ende netto .....|
b) brutto 40.000/ a | " | " " " ....|
III) Worauf ich hinaus will:
a) bei 13 x 3700 (=48100 brutto), und dann wesentlich erhöhter Krankenkassenbeiträge und
der Progression der Est, kann es sein, dass
b) 13 x 2700 = 35100), also 1000.- brutto weniger, den vorigen (sicher Mehraufwand an Arbeitsstunden) nicht die Bohne lohnt.
IV) Also: Lieber was suchen, wo weniger Stunden erlaubt sind- oder ? (Was aber auch selten geboten wird).
V) Bin gespannt auf Eure Beispiele:
Also, ob es sich überhaupt noch lohnt, als Ingenieur zu werkeln, denn bei den Bankern siehts viel besser aus; und ferner würd ich mal sagen, die intellektuellen Strapazen eines Bauingenieurstudiums sind wohl um einiges mehr, als bei Bankern.
VI) Auch die Kfz-Mechatroniker (haben zwar nicht studiert), sind völlig unterbezahlt, wenn man bedenkt, wie sündteuer Kfz- Reparaturen sind (Arbeitsstunde für den Kunden zu zahlen 60- 130.-€ / h. Der Mechaniker kriegt dann 1800 -1900.- netto/ Mon..
Jeder Bandarbeiter erhält mehr - netto!

MartinN | 31. März 2015 - 08:16

Sicherlich ist der Beruf sehr verantwortungsvoll und muss aufgrund der aufwendigen Ausbildung auch später vergütet werden. Doch wie in allen Bereichen des Berufslebens, verdienen die meisten zum Anfang nicht sehr viel und müssen mit verhältnismäßig wenig Geld auskommen. Doch wie alle Wissen müssen die Kosten der Berufshaftpflicht immer berücksichtigt werden (Quelle: berufshaftpflicht-fp.de/architekten/ ) Das Paradoxe ist, dass die Prämien als Jungingenieur deutlich höher kalkuliert, als bei einem "alten" Hasen.

hel | 28. März 2015 - 10:48

@Berliner:
Passt. Berlin ist meine Heimat und ich bin gerad dabei mich bei einer Münchner Firma für ein Projekt in Karlsruhe zu Bewerben: da ist locker 1.000 EUR mehr drin. Und das wird sich auch lange nicht ändern, denn wo strömen die arbeitslosen Spanier, Portugiesen, Griechen u.a. hin ? Wohin zieht es flüchtende Syrer und Iraker?

Bauingenieure gibt es überall reichlich. In Berlin sollte man einfach mal die Studiengänge wegfallen lassen und mit dem gesparten Geld die S-Bahn ausbauen.

Gruß - hel

Lyor | 27. März 2015 - 14:52

Zitat Hornisse:
"Über € 50'000: 0.6% (also offensichtlich nur Biene und die Erstsemester-Spassfraktion hier)"

Soviel mal zum Thema "50k zum Einstieg sind locker drin". Und die Zahlen oben kommen aus Bayern, einem Bundesland mit den höchsten Einkommen in Deutschland."

Dazu muss ich sagen, dass 50k+ wirklich möglich sind, natürlich nicht locker flockig. Ich habe meinen Bachelor als Semesterbester abgeschlossen und nebenbei als Werkstudent Erfahrung gesammelt. Ein Angebot zum Einstieg erhielt ich, welches bei knapp 55.000 €/Jahr inkl. Firmenwagen lag. Abgelehnt habe ich es dennoch, da ich nach dem Gespräch das Gefühl hatte, man wäre ab Vertragsunterschrift Leibeigener und jegliches Privatleben sei Geschichte.

Hornisse | 25. März 2015 - 20:23

Hier mal Zahlen der Bayerischen Ingenieurkammer aus dem Jahr 2014. (sicherlich wohlwollend bearbeitet, da ja "Ingenieurmangel" herrscht) Die Bayerische Ingenieurkammer hat ihre Mitglieder befragt, unter anderem zu folgender interessanten Thematik:

"Sie sind Angestellter oder beschäftigen Angestellte. Bitte geben Sie Ihr Bruttojahresgehalt bzw. das durchschnittliche Bruttojahresgehalt Ihrer Angestellten an (40 Stunden Woche, inkl. 13. Monatsgehalt/Urlaubsgeld)."

Hier das Ergebnis:
Unter € 30'000 : 9.4%
Zwischen € 30'000-€ 40'000: 17.1%
Zwischen € 40'000-€ 50'000: 26.5%
Zwischen € 50'000-€ 60'000: 22.2%
Zwischen € 60'000-€ 70'000: 16.2%
Über € 70'000: 8.5%

Also verdienen 3/4 der Bauingenieure im gut bezahlten Bayern unter € 60k/Jahr und damit deutlich weniger als ein Bandarbeiter bei BMW. Soviel zum Ingenieursmangel.

Und hier noch ein kleines Bonbon für unsere ganzen kecken Erstsemster:
"Bitte geben Sie das durchschnittliche Bruttoeinstiegsgehalt für Studienabsolventen an (40 Stunden Woche, inkl. 13. Monatsgehalt/Urlaubsgeld":
Unter € 20'000: 3.2%
Zwischen € 20'000-€ 30'000: 13.5%
Zwischen € 30'000-€ 40'000: 50.3%
Zwischen € 40'000-€ 50'000: 32.3%
Über € 50'000: 0.6% (also offensichtlich nur Biene und die Erstsemester-Spassfraktion hier)

Soviel mal zum Thema "50k zum Einstieg sind locker drin". Und die Zahlen oben kommen aus Bayern, einem Bundesland mit den höchsten Einkommen in Deutschland.

Quelle: http://www.bayika.de/de/konjunkturumfrage/bayika...

Berliner | 25. März 2015 - 13:48

Hallo liebe Kollegen aus Berlin, schaut mal hier rein, dann wisst Ihr wie viel man in Berlin als Bauingenieur verdient (Seite 2):
http://www.lohnspiegel.de/main/dateien...
Wie jeder sehen kann sind wir die Schlussleuchten. Leider. 25% der Berliner und Brandenburger Ingenieure verdienen unter 2.500 EUR. 25% verdienen mehr als 3.742 EUR. Median 3.000 EUR. Und im Schnitt 3.284 EUR. Meiner Erfahrung nach ist das eine realistische Erhebung für Berlin und Brandenburg.

Hornisse | 24. März 2015 - 16:17

@BH:
Es geht hier ja eben nicht um die theoretischen Gehaltstabellen, sondern um die real erzielbaren Einkommen. Und in Berlin-Brandenburg ist das von Dir gepostete Gehalt unüblich (um es diplomatisch auszudrücken).

In die Gehaltstabellen der Gewerkschaften kann jeder reingucken. Darum geht es hier aber nicht. Hier sollten Gehälter aus der Realität ausgetauscht werden - siehe Post zu den Honoraren Tragwerksplanung von 30-50% der HOAI (Tendenz immer noch fallend). Es ist traurig, aber in Deutschland gibt es leider bei Stellenanzeigen keine Gehaltsangaben so wie in anderen Ländern üblich. Damit wird es für Leute sehr schwer zwischen Lobbyschönrederei und Realität zu unterscheiden, was man sich seitens bestimmter Interessensvertreter natürlich zu Nutzen macht.

Würde man fair dem Markt freien Lauf lassen, dann würde man in Stellenausschreibungen auch nicht nur seitenlang die Anforderungen an den Bewerber auflisten, sondern natürlich auch das was man im Gegenzug bietet - abgesehen von dem schon sprichwörtlichen "angenehmen Betriebsklima und interessanten Projekten".

Beim Einkaufen fändest Du es sicherlich auch befremdlich, wenn bei den schön rausgeputzten Produkten kein Preisschild dabeisteht und Du erst an der Kasse mit dem "freien verhandeln" anfängst. Aber wir leben ja in Deutschland, da sind Geheimniskrämerei ("frei verhandelbare" Gehälter) und Billiglöhnerei alternativlos.

King Kong | 23. März 2015 - 18:29

Bauleiter (Probezeit) in Sachsen-Anhalt im KMU Tiefbau / Mitarbeiter: 150 / 2 Jahre Berufserfahrung / Bachelor of Engineering / 13 x 2.800 / 30 Tage Urlaub / 40-45 h/Woche

Dipl.-Ing. TH | 23. März 2015 - 11:54

Prima Klima bei den Bauingenieuren! Prostitution ist gar nichts gegen diesen Berufsstand - Freiberufliche Angebotshonorare zwischen 30% bis 50% der HOAI 2013 (Tragwerksplanung). Weiter so, dann erübrigt sich auch die Diskussion um die Gehälter... Dann kann man bald keine mehr zahlen oder wir arbeiten alle, bis wir tot umfallen, da bei diesen Honoraren sicher kein Geld für Renteneinzahlungen übrig bleiben kann.

B.H. | 22. März 2015 - 22:06

@Hornisse:
Schau dir mal die aktuellen Gehaltstabellen des Baugewerbes an. Da wirst du erkennen das es auch ohne singen möglich ist das genannte Gehalt zu erhalten. Erst nachschauen dann dummes Zeug schreiben.

Dipl.-Ing. (m) | 15. März 2015 - 21:04

Mittelständisches Unternehmen für Projektsteuerung / Projektmanagement Bau im Ruhrgebiet, Mitarbeiter: 120 / 3 Jahre Berufserfahrung, Diplom-Bauingenieur / 13 x 3.300 + Prämie, Jahresgehalt 45.000 EUR / 30 Tage Urlaub, 40-45 h/Woche

Berliner Bauing | 12. März 2015 - 18:16

Abschluss: Dipl.-Ing. TU / Tätigkeit: Statiker / Berufserfahrung: 15 Jahre durchgängig in der Tragwerksplanung / Firma: Hersteller von Bauprodukten / Ort: Berliner Umland / Jahresgehalt: 48.000 Euro / Urlaub: 30 Tage, 40h/Woche, Überstunden durch Freizeit abgegolten

Auch Bauing | 06. März 2015 - 10:19

Mich wundern die ganzen hohen Gehaltsangaben hier. Ich selber verdiene als Statiker gerademal 2800 € brutto pro Monat (12 Monatsgehälter) in Berlin. Bei gut 3 Jahren Berufserfahrung. Bei meinen Studienkollegen sieht es nicht besser aus. Und dann liest man hier was von Einstiegsgehältern von 50000 € und Gehältern nach 2 Jahren von 65000 €. Schade für die Diskussion hier.

Eigentlich sollte das ja dem Erfahrungsaustausch dienen. Aber wahrscheinlich kann man sowas im Internet in Deutschland voll vergessen. Vielleicht sollte man hier seitens der Betreiber nur noch Angaben veröffentlichen, wenn der Autor eine Kopie der Gehaltsabrechnung mit beilegt. Deutschland und seine Verlogenheit sind einfach nur zum Kotzen. Nur Billiglöhne und Lobbypropaganda (bla bla bla.....brauchen dringend mehr Fachkräfte .... bla bla bla).

Aussteiger | 26. Februar 2015 - 16:05

Im Bauhauptgewerbe ist die Wertschöpfung einfach zu gering. Das schlägt sich zwangsläufig auf die Gehälter durch. Ich habe einen Abschluss als Bauingenieur Dipl.-Ing. Universität (Note: gut) und vor 9 Jahren in einem Ingenieurbüro für 35.000 €/Jahr angefangen. Nach einiger Zeit habe ich zu einem größeren Bauunternehmen gewechselt und habe A VIII bekommen. Vor drei Jahren habe ich mich jedoch entschlossen mich vom Bau zu verabschieden. Ich arbeite heute in einem Energietechnik Konzern für 90.000 €/Jahr. Wenn ich mir die Beiträge in diesem Forum so ansehe weiss ich auch warum.

M.Eng. | 26. Februar 2015 - 11:07

Also ich habe den Master an einer TH gemacht in Regelstudienzeit, habe nebenbei einige Praktika und Werkstudent gemacht. Habe mich viel beworben und schlussendlich war das schlechteste Angebot bei ca. 45000 € jährlich. Die meisten Angebote lagen bei über 50000 €, in großen Konzernen, aber auch bei kleinen Bauunternehmen, wurde mir durchgehend eigentlich A7 als Einstieg angeboten, eventuell wurde es noch gestaffelt, heißt in der Probezeit 500 € weniger, danach aber dann voll.

Während meiner Studienzeit wurde uns gesagt 40000 € ist realistisch, da war damals auch eine von der Ingenieurkammer bei uns. Ich war dann doch sehr überrascht, als ich mit Bachelor einen Werkstudentenjob angenommen habe und dort schon 15,5 € die Stunde verdient habe. Dieser Trend hat sich dann auch später bei der Jobsuche gezeigt.

Leute, es herrscht absoluter Fachkräftemangel! Verkauft euch mal richtig, dann ist auch mehr drin! Klar, in Deutschland gibt es ein großes Gefälle, je nach Bundesland, aber ich spreche mal für Bayern. Wer hier mit Master in Vollanstellung keine 3500 € verdient, der ist selber schuld! Wenn so ein Angebot kommt, dann würde ich aufstehen. Ich hatte wirklich viele Angebote, von 10 Bewerbungen nur 2 Absagen, der Rest wollte mich haben. Das beste Angebot war als Bauleiter 4300 € + Urlaubsgeld + Prämien + Firmenwagen der Mittelklasse + Handy, Laptop usw. Und das als Einsteiger. Ich habe sicherlich mehr Erfahrungen gesammelt wie manch anderer, aber dennoch. Unter 3500 €in Bayern, dann habt ihr was falsch gemacht.

Wi-Ing | 20. Februar 2015 - 17:04

Berufseinstieg vor 10 Jahren in der Bauleitung bei mittelständigen Bauunternehmen, Bezahlung nach Tarif Tarifgruppe A7 - entspricht heute 53.000 € Jahresgehalt - Tätigkeit deutschlandweit. Heute tätig im Einkauf eines Bauträgers 64.000 € Jahresgehalt zzgl. Dienstwagen, Norddeutscher Raum. Es gibt auch Baufirmen die vernünftig zahlen. Man muss sicherlich ein bisschen suchen.

John | 19. Februar 2015 - 23:25

Abschluss: Dipl.-Ing. (2 Jahre Berufserfahrung)
Art der Tätigkeit: Projektleitung
Arbeitszeit: 42 h/Wo., 30 Urlaubstage
Österreich
Gehalt: 65000 €/Jahr

Hornisse | 18. Februar 2015 - 11:36

Zitat Baron M.:

"Mittelständisches Bauunternehmen: Region Berlin/Brandenburg
Berufseinsteiger, Bachelor of Eng.
Jahresgehalt 47.000 EUR
30 Tage Urlaub, 40-45 h/Woche"

Ist das Gehalt mit oder ohne die Zusatzeinnahmen aus dem bezahlten Singen von Lobeshymnen auf den Beruf des Bauesels gemeint? Komisch, dass ein vergleichbarer Job in Berlin (Bauleiter/Projektleiter) bei einem Mitforisten satte 14.600 Euro weniger einbringt (ca. 1/3 weniger Gehalt).

Zitat:
"Abschluss: Dipl.-Ing. (keine Berufserfahrung)
Art der Tätigkeit: Bau- und Projektleitung
Umsatz pro Jahr: bis 3,5 Mio. €/Jahr
Arbeitszeit:+- 42 h/Wo., 30 Urlaubstage
Bundesland: Berlin/Brandenburg
Gehalt: 32.400 €/Jahr+ Firmenfahrzeug"

Komisch auch, dass Dein Gehalt in Berlin höher ist als das eines vergleichbaren Stelleninhabers im gut bezahlten Süden Deutschlands.

Zitat:
"Berufseinsteiger
Anstellung im Bereich Bauleitung Hochbau
Süddeutschland
Jahresverdienst > 45.000 €
+ Firmenwagen (mit Privatnutzung + freies Tanken)
30 Tage Urlaub
keine festen Arbeitszeiten"

Aber weiss ja jeder, dass man in Berlin mehr verdient als in Süddeutschland....

Okto | 18. Februar 2015 - 09:59

@Olica P:
Grundproblem ist doch folgendes: Eigentlich sollte es für einen Hochschulabsolventen indiskutabel sein, dass man sein Gehalt mit Hilfsarbeiterjobs wie Kellnern verlgeichen sollte. Das verstehe ich nicht. Als Beispiel möchte ich noch anbringen ein Freund von mir (Elektromeister) verrechnet die Gesellenstunde mit 49 Euro und kriegt das auch bezahlt.

Und jetzt mal Hand aufs Herz, viele Planer tun sich hart einen solchen Stundenlohn
vor Ihren Bauherrn durchzusetzen, bzw. wenn man mal 65 Euro kriegt ist man schon heilfroh. Bzw. wenn man Pauschal etwas anbietet und seinen realen Zeitaufwand ausrechnet merkt man auch öfters mal, dass die 65 Euro eher nach unten gehen, weil man doch wieder mehr Zeit dafür braucht. Noch hinzu kommen bei unserem Berufsstand nicht allzu geringe laufende Kosten für EDV- Ausrüstung, Lizenzen etc. Schaut mal auf Seite 5 was sonstige Dienstleister ansetzen.

http://www.ingbw.de/fileadmin/pdf/Merkblatt/M075_Stundensaetze.pdf

Dipl.-Ing. (w) | 17. Februar 2015 - 21:22

Ist ganz interessant das hier zu lesen.Meine männlichen Kollegen haben 500 Euro / Monat mehr bekommen, als ich, als ihre damalige Chefin. Zur Info: Ich bin stellvertretende Leiterin einer anerkannten Überwachungsstelle (Fremdüberwacher) und bekomme im Moment 3.400 (bei 40 h) x 12 Monate, Berufserfahrung 10 Jahre. Das positive: Ich bin im Moment in elternzeit und arbeite 30 h, mein Arbeitgeber hat der Übertragung von Elternzeit zugestimmt und mein Vertrag ist daher bis 2018 unkündbar.

B.H. | 16. Februar 2015 - 22:09

Mittelständisches Bauunternehmen: Region Berlin/Brandenburg
Berufseinsteiger, Bachelor of Eng.
Jahresgehalt 47.000 EUR
30 Tage Urlaub, 40-45 h/Woche

Olica P. | 11. Februar 2015 - 11:11

Sicherlich sind die Aufgaben und die Verantwortung eines Bauingenieurs anders, als die eines Kellners oder einer Frisöse. Doch ich denke trotzdem das man auch auf dem "Teppich" bleiben sollte. Denn wenn man liest, dass keine feste Arbeitszeit vereinbart ist, dass ein Firmenwagen gestellt wird und das ein Urlaubsanspruch von über 30 Tagen besteht - ist doch gut für die Branche.

Nur mal zu Gegenüberstellung: Ein Kellern arbeitet in der Regel 60 Stunden die Woche (vertraglich natürlich nur 40) bekommt eine Bezahlung von 1100 Euro Netto und muss eigentlich sein Trinkgeld versteuern. Er hat einen Anspruch auf maximal 25 Tage Urlaub, welche er nicht auf einmal nehmen darf.

M.Eng. | 03. Februar 2015 - 14:12

Abschluß: M.Eng. (Konstruktiver Ingenieurbau)
Großraum Hamburg, Alter: 30 Jahre, Anstellung als Statiker
Berufserfahrung: 4 Jahre, Jahresgehalt: 49.000 €
Fa. Mitarbeiter: 35, 30 Urlaubstage
2% Lohnerhöhung jedes Jahr seitens der Fa. wegen Inflationsausgleich.

Berufseinsteiger | 30. Januar 2015 - 14:42

Für die ganzen Schwarzmaler, Pessimisten und Berufseinsteiger! Vorweg für alle Zweifler und Absolventen: Lasst euch nicht entmutigen! Viele von uns haben sich für Bauingenieurwesen entschieden, weil in diesem Bereich das größte Interesse liegt und nicht weil man in diesem Bereich das meiste Geld verdienen kann. Das ist auch gut so! Dennoch gibt es Möglichkeiten gutes Geld zu verdienen.

Aus eigener Erfahrung:
Berufseinsteiger
Anstellung im Bereich Bauleitung Hochbau
Süddeutschland
Jahresverdienst > 45.000 €
+ Firmenwagen (mit Privatnutzung + freies Tanken)
30 Tage Urlaub
keine festen Arbeitszeiten

Es ist ein Einstiegsgehalt, dementsprechend Luft nach oben.

Liam | 27. Januar 2015 - 21:37

Ich habe momentan ein Angebot als Bauingenieur für eine deutsche Firma in Doha zu arbeiten. Hat jemand Erfahrung mit Gehältern in Qatar? Ich habe 9 Jahre Berufserfahrung in der Ausführungsplanung. Wohnung, Krankenversicherung und Heimflüge werden von der Firma übernommen.

Bauing | 23. Januar 2015 - 20:44

Also mein Einstiegsgehalt in meiner ersten 100% Stelle als Bachelor, mit etwas über 2 Jahren Berufserfahrung von teilweiser Beschäftigung neben dem Bachelorstudium und 2 Semeser Masterstudium, beträgt 3900 € Brutto im Monat. Meine Masterthesis schreibe ich auch in dieser Firma und danach werden wir neu über das Gehalt verhandeln.

Ich peile als Minimum 4500 € an. Ich habe von einigen gehört dass das sehr gut sei, kann ich nicht beurteilen, aber schlecht ist es auch nicht, das weiß ich. Ich denke mir aber mal dass man ohne Probleme noch schnell weiter hochkommt ohne sich selber zu verkaufen. Sprich bezahlte Überstunden, Überstundenabbau oder aber einfach keine machen. Habt ihr da andere Erfahrungen gemacht?

BadaBing | 22. Januar 2015 - 10:33

Abschluss: Dipl.-Ing. (keine Berufserfahrung)
Art der Tätigkeit: Bau- und Projektleitung
Umsatz pro Jahr: bis 3,5 Mio. €/Jahr
Arbeitszeit:+- 42 h/Wo., 30 Urlaubstage
Bundesland: Berlin/Brandenburg
Gehalt: 32.400 €/Jahr+ Firmenfahrzeug

Baule | 21. Januar 2015 - 14:04

Hier mal eine weitere Größenordnung:

Ort: Nordbayern, Berufserfahrung: ca.15 Jahre
Bauindustrie: Zweigniederlassung
Umsatzverantwortung: ca. 2-3 Mio. €/Jahr
Arbeitszeit: 40 h/Woche, tatsächlich i.M.45 h/Woche
30 Urlaubstage
Gehalt: 68000,- €/Jahr zzgl. Firmenfahrzeug: 26000,- €

biene | 17. Januar 2015 - 16:29

@B2theING:
Ich nehme mir ein Beispiel an den Leuten, welche hier positive Erfahrungen gemacht haben. Hier sind genug Beispiele von Leuten, die sehr gut verdienen. Ich denke es kommt in erster Linie auch auf den Menschen an.

Marcus | 16. Januar 2015 - 09:54

Um mal wieder ein Beispiel zur Orientierung reinzubringen:
Abschluß: Diplom-Bauingenieur Uni mit "gut"
Ort Uni+Jobs: Rhein-Main-Gebiet
Berufserfahrung: ca. 8 Jahre
Unternehmen: mittelständisches Bauunternehmen
Gehalt: 62.000 €
Arbeitszeit: reale 40h-Woche, 30 Tage UR

B2theING | 06. Januar 2015 - 07:29

@biene:
Nach gefühlten 2-jährigem Mitlesen deiner #Ironie_on# von Praxiserfahrung geprägten #Ironie_off# Beiträge frage ich mich wirklich, wann denn nun mal der Zeitpunkt erreicht ist, an dem Dir der Teppich unter dem Boden weggezogen wird und du den Horizont der Realität erblickst...?!? Falls dies doch noch nicht in naher Zukunft der Fall sein sollte, nimm dir doch bitte ein Beispiel an @Berliner und frage mal deine Professoren, welches Einstiegsgehalt derer Meinung nach angebracht ist. Falls dies in Diskrepanz zu deinen Vorstellungen steht, würde ich mich freuen, wenn Du mit gleichem Elan, den du hier von Dir gibst, diese Diskussion mit deinen Prof's weiterführst und uns ggfs. aufklärst, wie der Verlauf der Diskussion aussieht.

Hornisse | 05. Januar 2015 - 13:11

Zitat Berliner:
"2) Tragwerksplanung etwas größeres Büro 15 Mitarbeiter: Meinem Statik Professor gehört das Büro und der hat selbst gesagt das bei Ihm das Einstiegsgehalt 2500 € Brutto für die ersten 6 Monate beträgt, danach kann eventuell neu verhandelt werden falls beide Seiten zufrieden sind."

Lass das bloss nicht unsere leichtgläubige Biene, aka "aber ich dachte wir haben doch einen Fachkräftemangel", hören. Dann gibt es wieder Belehrungen über das 50k Minimumeinstiegsgehalt!

Jenny | 02. Januar 2015 - 17:38

Bremen, TVÖD 10 (also um die ca.36000 € Brutto im Jahr, bleiben ca. 20000 Netto/Jahr), Arbeitszeit leider auch zur Zeit um die 50 Stunden. Das habe ich mir im öffentlicher Dienst anders vorgestellt. 4 Jahre Berufserfahrung. Ja 3000 Brutto/Monat ist für ein Anfänger genau richtig.

biene | 29. Dezember 2014 - 21:12

@Flummi:
Das kann ja deine Meinung sein. Meine Meinung ist eine andere. Guck dir die Einträge über deinem Eintrag mal an. Da werden einem Dipl.-Ing. ca. 3500 brutto bezahlt - als Master sollten es schon ca. 4000 brutto sein. Das ist MEINE Meinung. Mit Berufserfahrung dann natürlich mehr.

Berliner | 29. Dezember 2014 - 15:42

Gehälter aus dem Raum Berlin:
1) Tragwerksbüro 5 Mitarbeiter: Mein Kumpel hat in dem Büro 2 Jahre als Werkstudent gearbeitet, anschließend wurde er übernommen, das monatliche Bruttogehalt beträgt 2400 €. Seine Aufgaben Statische Berechnung und Anfertigung von Schal- und Bewehrungsplänen.
--> meiner Meinung nach ist das Gehalt miserabel da ich weiß dass er sehr gut ist und Verantwortung hat. Aber er sagt selbst: das es für ihn wichtig ist geregelte Arbeitszeiten zu haben immer 40 h die Woche, jede Überstunde kann als Urlaubstag abgebaut werden.

2) Tragwerksplanung etwas größeres Büro 15 Mitarbeiter: Meinem Statik Professor gehört das Büro und der hat selbst gesagt das bei Ihm das Einstiegsgehalt 2500 € Brutto für die ersten 6 Monate beträgt, danach kann eventuell neu verhandelt werden falls beide Seiten zufrieden sind.

3) Bauleitung große Firma in Berlin: Zwei Freunde arbeiten dort, beide Einsteiger der eine kriegt 2800 € brutto + Firmenwagen und der andere 3200 € + Firmenwaagen.

4) Bauleitung eins der größten Bauunternehmen in Deutschland, Standort Berlin: Nach einem halben Jahr Probezeit beträgt das Gehalt 3800 € Brutto pro Monat.

Es ist ersichtlich das in der Bauleitung die Gehälter deutlich höher sind als in der Planung, jedoch sind es dort auch wirklich immer 50 h Wochen.

Berufsanf2014 | 22. Dezember 2014 - 13:38

Einstiegsgehälter 2014 aus meinem Umfeld:
# Dipl.-Ing., guter Abschluss, Tragwerksplanung,

Statiker | 22. Dezember 2014 - 02:12

@GT2610:
Soweit ich verstanden habe, bist du ETH Zürich Absolvent. Ich wollte gerne wissen, was für eine durchschnittliche Note braucht man, um Master (Bauingenieur) an der ETH Zürich zu studieren? Ich studiere gerade Bauingenieurwesen BSc an einer TU.

baui | 18. Dezember 2014 - 10:10

@NonProf:
Wie kommen Sie zu so einer Aussage? Ich hoffe Ihr Post war ironisch gemeint. 2500 € brutto Einstiegsgehalt als Statiker ist eine Frechheit, egal in welchem Bundesland, egal ob Ballungsraum oder ländliche Umgebung. 2500 € brutto liegt sogar weit unter den Gehaltstarifempfehlungen der Architektenkammern (T4 min. 2785.-).

Bzgl. den von Ihnen angesprochenen Referenzen: Was sind schon Referenzen von einem Büro wert, welches seine Mitarbeiter so ausbeutet? Bzw. wie erfolgreich und renommiert kann ein Unternehmen schon sein, dass sich keine angebrachten Gehälter leisten kann? Meiner Meinung nach ist in diesem Fall der Chef einfach geizig oder hat es verpasst in diesen Zeiten die Auftragsbücher vollzubekommen, was nicht gerade für seine Qualitäten spricht!

Cheffe | 17. Dezember 2014 - 22:35

Hallo zusammen,
um die Gehälter mal wieder zu aktualisieren: Büro ca 35 Mitarbeiter, Raum Stuttgart, Tragwerksplanung, vier Jahre Berufserfahrung, Master FH, 8,5 Std, Jahresgehalt 53000 Brutto Tendenz steigend. Bei meinen Studienkollegen teilweise noch besser!

Flummi | 17. Dezember 2014 - 14:18

Entschuldigung ich hatte vergessen anzugeben, dass ich im Saarland angestellt bin. Bevor ich die erste Bewerbung rausgeschickt habe, bin ich auch noch davon ausgegangen, dass man als Absolvent einer Universität doch mindestens 3000 Euro Brutto bekommt. Dann hatte ich mein erstes Bewerbungsgespräch bei einer großen, renommierten Firma mit schätzungsweise mehr als 200 Mitarbeitern. Als es im Gespräch dann zum Thema Gehalt kam, erklärte mir der Abteilungsleiter, dass bei Ihnen Berufseinsteiger 3000 Euro Brutto im Monat verdienen.

Das Angebot das ich nun angenommen habe liegt zwar weit darunter, aber nach der Probezeit gibt es die erste Erhöhung und dann nach 6 Monaten die nächste. Außerdem gibt es danach jährlich Personalgespräche in denen das Gehalt neu verhandelt wird. Da ich ohnehin im ersten Jahr in einer Zweigstelle untergebracht bin um danach in der Zentrale eine leitende Position zu übernehmen, mache ich mir keine Gedanken, dass nicht spätestens dann ein größeres Stück vom Kuchen abfällt.

Der Chef des Unternehmens hat mich auch im Bewerbungsgespräch darauf angesprochen, ob ich mir denn schon einmal überlegt hätte wo ich lieber hin möchte, in ein Bauunternehmen oder in ein Ingenieurbüro, denn es sollte mir von vornherein klar sein, dass in der Industrie die Gehälter deutlich höher sind. Dem fügte er hinzu, dass man dort aber auch eine ganz andere Arbeitszeit hat, während man bei ihm im Büro eher die geregelte 40 h Woche hat, sieht es bei den Großen schon ganz anders aus, selbiges kann ich auch von meinem Praktikum bei einer der größten deutschen Baufirmen bestätigen. Mein vorgesetzter Ingenieur kam morgens zwischen 7 und 8 ins Büro und ist abends zwischen 20 und 22 Uhr wieder in seine Wohnung, seine Familie hat er nur an den Wochenenden gesehen - mehrere Stunden Autofahrt entfernt.

Daher muss bei dem Thema Gehalt einiges relativiert werden:

* Berufserfahrung Einsteiger
Viele Studenten haben noch den Irrglauben sie können und wissen alles sobald sie die Uni verlassen. Das was man an der Hochschule lernt ist Grundwissen nicht mehr und nicht weniger.

* In welcher Region ist man angestellt
Die klassische Diskrepanz zwischen Ost/West besteht noch immer. In einem Wald und Wiesen Büro im 5000 Seelendorf verdient man mit Sicherheit nicht so viel wie in Frankfurt am Main.

* Wo wird man eingesetzt
Ist man in einem großen Unternehmen oder in einem Büro angestellt? Im Büro arbeitet man seine 40 Stunden in der Woche ab. Manchmal kommt eine Stunde dazu. In einer großen Firma kann es passieren, dass man mal gerade eben für ein Jahr ins Ausland muss und das man halt auch mal 50 Stunden die Woche arbeitet sollte auch kein Hindernis sein.

All das muss jeder natürlich für sich selbst abschätzen. Jedenfalls finde ich nicht, dass Aussagen wie: "Wo ist dein STOLZ?" und "Wo ist dein Selbstbewusstsein?" hier angebracht sind. Ich bin Berufseinsteiger und kann mich lediglich auf ein paar Praktika und auf das, was ich an der Uni gelernt habe stützen. Wenn jemand der Meinung ist, das wäre eine Grundlage um noch großartig eine Gehaltsverhandlung zu führen, dann bin ich wohl zu bescheiden. Ich will erst einmal Erfahrung im Beruf sammeln, wenn ich in zwei oder 3 Jahren vom Einkommen nicht da bin, wo ich mich eigentlich sehe, kann man sich immer noch nach einem anderen Arbeitgeber umschauen und hat dann eine solide Basis für eine Gehaltsverhandlung.

Das meiner Meinung nach ein Bauingenieur gemessen an anderen Ingenieursberufen zu wenig verdient steht auf einem anderen Blatt, dem stimme ich voll und ganz zu! Wer allerdings nur aufs Geld schaut, hat in dem Beruf dann nichts verloren.

biene | 16. Dezember 2014 - 23:50

@Nonprof:
Die Verdienstangaben sind absolut 0 realitätsnah. Bzw in manchen Firmen schon. :-) Aber da muss man ja nicht arbeiten. 2500 Brutto? Geht's noch? Ich stelle ja nicht gerne Vergleiche an. Aber guck dich mal bei anderen Akademikern um, z. B. bei Lehrern. Das ist deren Anfangs-Nettogehalt in etwa bei Verbeamtung. Und ich habe einige gesehen, die gnadenlos im Ingenieurstudium gescheitert sind und heute Lehrer sind mit Top Noten! Wo ist eure Würde?

okto | 16. Dezember 2014 - 14:14

@NonProf:
Also mein Schlosser-Freund fühlt sich bei seinem Unternehmen auch wohl. Geht nach 8,5 Stunden heim. Macht keine Überstunden. Und wenn, dann werden die durch arbeitsfreie Zeit abgefeiert. Beispielsweise hat seine Abteilung seit gut 1 Woche jetzt dreieinhalb Wochen frei. Verdient dort als Geselle auch 2800 Euro Brutto, und das nicht erst mit ewig Berufserfahrung, sondern auch schon seit dem er ausgelernt hat.

Sicher wir fangen da an, und bei Ihm wirds das stagnieren. Kommt auf die Tarifverhandlungen der IG Metall an. Allerdings wenn man so quer durch die Reihe der Beiträge liest, stellt man fest, das es bei vielen Bauingenieuren auch stagniert. Und um das geht es doch bei der ganzen Diskussion meines Erachtens. Klar kann man intern zwischen Bauingenieuren vergleichen und sich ganz doll freuen wenn man 250 Euro mehr im Monat verdient als der andere. Aber verglichen mit anderen Berufen in gleichwertigen Ausbildungswegen bzw. anderen Branchen und niedrigerer Qualifikationen ist es für viele (nicht für alle) ein Trauerspiel.

Und das ist doch die Kernfrage. Warum entscheidet man sich für ein Studium statt für ne Ausbildung? Doch nicht einfach darum, weil man einfach nur höher qualifiziert sein will, sondern auch um damit einhergehend einen höheren Lebensstandard zu erreichen. Diese Aussage geht natürlich an den Idealisten vorbei. Die machen Ihren Job eh einfach nur gerne. Aber ich denke das trifft auf die breite Masse nicht zu. Die machen Ihren Job evtl. vielleicht auch ganz gern, aber die wollen auch was ernten. Und zwar nicht nur Lorbeeren, weil man mal wieder unter großem Druck irgend ein kniffliges Projekt äußerst souverän gelöst hat.

NonProf | 15. Dezember 2014 - 11:21

Die Verdienst-Angaben von @Flummi sind äußerst realitätsnah und ICH meine, für einen Starter auch angebracht. Er fühlt sich wohl im Unternehmen! Er kann Referenzen aufbauen! Wie viel € ist das wert?

KreisHefRof | 12. Dezember 2014 - 09:40

@Flummi:
Wo ist dein Selbstbewusstsein? Wo ist dein Stolz? Wir (Bauingenieure) müssen uns GEMEINSAM zur Aufgabe machen, solche Büros "ausbluten" zu lassen. So wie die Biene schreibt: "einfach aufstehen und gehen". Man muss dann aber auch bereit sein wegzuziehen: in eine andere Stadt, in ein anderes Bundesland. Warum hocken die Ingenieure in Berlin, wenn man da so schlecht bezahlt wird?

Es gibt noch München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf - wo bessere Gehälter bezahlt werden. Es gibt aber auch zahlreiche Ingenieurbüros im ländlichen Raum, die bereit sind eigene Mitarbeiter entsprechend zu entlohnen. Bei einem Drittel der Mietkosten (Immobilienkosten) bleibt dann auch noch was zum Leben übrig :-) Selbstbewusstsein kann man durch ein Praktikum im In- oder Ausland, Auslandssemester, durch eine Ausbildung im Baugewerbe, Sprach- oder besondere Programmkenntnisse oder durch einen Nebenjob im Ingenieurbüro parallel zum Studium erlangen. Jemand, der nur gute Diplom-Noten vorzuweisen hat, hat beim Vorstellungsgespräch wenige Argumente bei der Gehaltsverhandlung.

BauIng | 11. Dezember 2014 - 13:37

@Biene:
anscheinend ist es immer noch nicht rübergekommen, aber es gibt in Deutschland ein sehr großes regionales Gehaltsgefälle. Daher plädiere ich hier nochmals bei euren Angaben darauf zu achten zumindest eine Region anzugeben, um die Gehälter besser einordnen zu können.

biene | 10. Dezember 2014 - 23:25

@Flummi:
Das ist nicht dein Ernst oder? 2500 Brutto mit TU Diplom? Hatte damals als Bachelor wesentlich mehr (FH). Anscheinend verheizen manche Ingenieurbüros immer noch? Ich dachte wir haben Fachkräftemangel? Regeln da nicht Angebot und Nachfrage den Preis? Sorry, aber ich kann so Leute wie dich nicht verstehen und konnte es nie. Statikbüro? Wenn mir das angeboten würde, ich würde lachen und aufstehen und sagen was es für eine Frechheit wäre, einem ein geringeres Gehalt eines manchen ungelernten Fabrikarbeiters mit deutlich geringerer Verantwortung zu bieten. Kann niocht verstehen, warum du das Angebot annimmst.

Flummi | 09. Dezember 2014 - 20:31

Ich verdiene als Einsteiger TU Diplom bei einem Ingenieurbüro < 50 Mitarbeiter 2500 Euro Brutto. Nach der Probezeit sind es 2750 Euro Brutto. Personalgespräche finden einmal im Jahr statt. Bei einem anderen Unternehmen, bei dem ich ein Vorstellungsgespräch hatte, haben Sie 3000 Euro Brutto geboten. Ich weiß dass das Gehalt im ersten Jahr nicht sehr hoch ist, ich habe mich aber auf Anhieb in dem Unternehmen wohl gefühlt. Was denkt ihr kann ich nach meinem ersten Jahr an Gehalt fordern?

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