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Freitag, 10. Juli 2020
Ausgabe 6899 | Nr. 192 | 19. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser

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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 9

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Irgendjemand | 04. Oktober 2019 - 09:20

Im Durchschnitt ist der Bauingenieur immer der am schlechtesten bezahlte Ingenieur. Ja, es gibt Leute die auch mit dem Baustudium gut bezahlte Stellen finden. Aber die Masse ist und bleibt - im Vergleich für viel Verantwortung und viel Arbeit - schlecht bezahlt. Das zeigen ja eindeutig die Statistiken.

  • Bauleiter mit 50 h Woche 60.000 € = 48.000 € auf 40 h
  • Ingenieur Fahrzeugbau mit 35 h Woche 60.000 € = 68.500 € auf 40 h

Das macht ein Lohnunterschied von ca. 43 %! Jetzt kann man sich ja über den Dienstwagen als Bauleiter noch freuen, ganz toll. Dazu noch Druck, Stress und enorme Verantwortung (Sicherheit, Kosten). Und der Bauleiter ist schon der bessere bezahlte Bauingenieur!

Wer studieren will und ein gutes Gehalt verdienen möchte, lasst die Finger vom Bauingenieurwesen! Ihr werdet vom Berater, Controller, Maschinenbauingenieur, Elektroingenieur, Einkäufer, Wirtschaftsjurist und und und nur ausgelacht! Oder ihr seid mutig und von euch überzeugt, dass ihr einer derjenigen statistischen Ausreisser seid, die auch als Bauingenieur mit all den anderen gehaltstechnisch mithalten könnt. Oder ihr legt einfach keinen wert auf Gehalt und habt ganz viel Spass bei der Arbeit. Damit kann man sich dann vielleicht den schlechteren finanziellen Lebensstandard wenigstens versüssen.

Ich bin Bauleiter - 45-50 h Woche - 31 Jahre - 2 Jahre Projektierung - 3 Jahre Bauleitung - 55.000 € Gehalt + Auto

Viel Spass in der irgendwann kommenden Baurezession! Ein paar Beispiele aus meinem Freundeskreis:

  • Berater Deloitte (BWL Studium): 62.000 € - 29 Jahre alt
  • Elektroingenieur Würth: 58.000 € - 27 Jahre alt
  • Projektleiter ausländische Bank (BWL Studium): 80.000 € - 34 Jahre alt
  • Berater Bain (Medizin Studium): 110.000 € - 33 Jahre alt
  • Assistenzarzt: 59.000 € - 30 Jahre alt

leonoel | 30. September 2019 - 23:06

  • Chemie- und Pharmaindustrie 83.060 Euro
  • Fahrzeugbau 67.500 Euro
  • Energieversorgung 64.850 Euro
  • Informationstechnologie 63.680 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau 62.700 Euro
  • Elektronik / Elektrotechnik 61.100 Euro
  • Baugewerbe 50.400 Euro


Also dass der Unterschied so groß ist, ist schon bitter! Mir war schon klar, dass wir Bauingenieure von allen Ingenieuren am schlechtesten verdienen, aber so arg.

Leider bin ich unter meinen Freunden, die Elektrotechnik, Informatik, Mechatronik, Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen studiert haben, der absolute Geringverdiener. Ich bin letztes Jahr mit knapp 42.000 EUR eingestiegen. Meine Freunde alle mindestens mit 48.000 EUR. Zwei sind bei Unternehmen mit IGM-Tarifbindung, verdienen zum Einstieg sofort über 60.000 EUR, bei einer 35 h Woche. Dabei haben wird doch aktuell den Boom und die Krise!

Alex | 30. September 2019 - 07:30

Leider kann man Beiträge nicht ändern. Meine Zahlen sind bezogen auf den Osten. Für die West-Ingenieure müsste man sicher einige Prozent draufpacken. Aber ich kenne ja die HOAI, die ist nun wirklich nicht üppig teilweise, da kann gar nicht so sehr viel gezahlt werden. Das ist zumindest mein Bild.

Alex | 26. September 2019 - 19:03

Mich würden die Gehälter der Ingenieure in einem Ingenieurbüro interessieren. Ich habe ein Angebot über 4.500 € plus Auto, mit 4 Jahren Erfahrung. Ist das bereits das obere Ende?

baobabau | 07. September 2019 - 11:57

Da ich von diesem Forum sehr profitiert habe bei der Einschätzung meines Gehalts als Berufseinsteiger, möchte ich meine Gehalts-Infos gerne für die Nächsten weitergeben. Seit Ende 2018 fertig mit Master Bauingenieurwesen an einer TU im Bereich Wasserbau. Im Februar eine Arbeit gefunden mit:

  • Einstiegsgehalt 50.000 € als Projektingenieur
  • Planungsbüro mit 200-500 Mitarbeitern in Großstadt
  • 40 h / 30 Urlaubstage

LT | 22. August 2019 - 11:02

Ich möchte mal meinen Werdegang und Gehaltsverlauf zum Besten geben.

  • Abitur
  • Lehre Beton- und Stahlbetonbauer (Unternehmen 250 MA)
  • Duales Studium Bauingenieurwesen (Unternehmen zahlt Gebühren, Gehalt lag gemittelt die 3,5 Jahre bei 800 €)
  • Einstiegsgehalt (bin nun 24) liegt mit Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld bei 43.500 €. (Firmenwagen zur privaten Nutzung)
  • Ab Mitte 2020 laut Vertrag 48.500 €
  • ab nächsten Monat ein berufsbegleitendes Masterstudium im Baurecht für 4 Semester.
  • Ab Mitte 2021 kann ich dann voraussichtlich mit 53.500 € rechnen.

Keeper83 | 21. August 2019 - 09:04

@Ale:
Diese Zahlen sind mir durchaus bekannt und die habe ich auch nie angezweifelt. Was möchtest du mir damit sagen? Ich selber liege über dem Durchschnitt der Bauingenieure bei super Arbeitsbedingungen und kenne die Arbeitsbedingungen außerhalb von Nischenjobs bei entsprechend mehr Gehalt. Für mich ist ein Gesamtpaket entscheidend.

Die Pharmaindustrie lasse ich mal außen vor. Bei den Fahrzeugbauern habe ich darauf hingewiesen, dass die hohen Gehälter bald zum Problem werden. Wir steuern auf eine Rezension zu und Fahrzeug- und Maschinenbauer merken das nun mal erfahrungsgemäß als erstes.

Robert | 17. August 2019 - 07:30

Ich verfolge das Thema schon einige Zeit und muss sagen, dass die Gehälter sehr stark variieren und sehr davon abhängen, wo man landet. Kurz zu meiner Person:
- gelernter Maurer
- Dipl.-Ing. (FH)
- 6 Jahre Ingenieurbüro (75 Angestellte) als Planer für Industrieanlagen (MVA, Biogas, HGÜ)
- 54.000 €/a + Auto (GTD Variant)
- ca. 45h/Wo

Seit Mai bin ich nun bei einem öffentlichen Versorger:

- Tarifvertrag TVV E12 / Stufe 3
- 70.000 €/a
- 39 h/Wo

Wer in den öffentlichen Dienst wechseln will, sollte in naher Zukunft wechseln. Die Entgeltgruppen sind zurzeit deutlich höher angesetzt als vor 6 Jahren. Z. T. bieten hier die Kollegen des TVöD sogar die E14 an. Z.Z. sucht die Privatwirtschaft und der öffentliche Dienst. Daher herrscht eine gewisse Konkurrenz. Wenn es in der Privatwirtschaft nicht mehr läuft, kann sich der ÖD wieder zurück lehnen.

Es wird auch kaum noch zwischen FH und Uni unterschieden. M. E. auch zu Recht, da das Ergebnis zählt! Daher bitte alle FH-ler mit Berufserfahrung, auch auf "Uni-Stellen" bewerben. Meine Frau ist im Personal und dort sind in diesem Fall beide Bewerber gleichwertig.

@Lucs:
Finger weg von Massivhäusern aus der Schublade. In 5-6 Jahren ist der Hype vorbei und es haben sich viele überschuldet. Schau bei den Versorgern und Netzbetreibern nach. Das hat m. E. Zukunft. Strom, Wasser und Abwasser wird es weltweit immer geben bzw. benötigt.

@Alonso:
Ich kann dir nur zustimmen. Mich belächelte mal ein Maschinenbauer. Dann war sein Sockel am Haus feucht und ich lächelte.

Hobbymaurer | 16. August 2019 - 19:57

Hier mal meine Zahlen:
- Praktikant mit 14 Jahren auf der Baustelle
- Ausbildung Stahlbetonbauer, Familienbetrieb 80 Mitarbeiter
- Studium im klassischen Bauingenieurwesen (FH), Abschluss M.Eng
- 3 Jahre Ausland beim Konzern (während und nach dem Studium)

Gehalt im Ausland beim Konzern war natürlich sehr lukrativ, 75.000 € als Einstiegsgehalt.

Inzwischen bin ich wieder in meinem Ausbildungsbetrieb als Bauleiter für Hochbau, Sanierung und Denkmalschutz. Gehalt wird hier nach Stunden bezahlt. Einstieg vor 4 Jahren mit 24 €/h, jetzt bin ich bei 30 €/h. Arbeitsumfang ist von Kalkulation, AV, Bauleitung und Abrechnung alles dabei. Das Unternehmen liegt 5 km zum Wohnort, Baustellen im Umkreis bis 25 km. Regelarbeitszeit 8-9 h/Tag, Überstunden werden abgefeiert. Baustellen bis 1,5 Mio. €. Ich bin sehr zufrieden, kann mir momentan keinen Wechsel vorstellen.

Alonso | 16. August 2019 - 07:04

Mal ehrlich, wollen wir als Bauingenieure nicht auch in der Baubranche arbeiten? Wir wollen Häuser, Brücken, Tunnel usw. planen und bauen und nicht in der Chemie- oder der Automobilindustrie stranden. So sehe ich es zumindest. Und in der Baubranche lässt sich bei klasse Bedingungen auch gut verdienen, siehe meine alten Beiträge.

Im Übrigen, in meinem Freundeskreis arbeiten einige in der Automobilbranche. Manche Banken haben wohl den Status bei Kreditvergaben einiger Angestellter von Automobilzulieferern und eines Automobilherstellers derzeit auf rot gesetzt. Bleibt dem Bau erhalten und schaut euch nach gut bezahlten Jobs um! Die gibt es, bei tollen Konditionen!

Bauwechsler | 14. August 2019 - 20:57

@ALE
Guter Beitrag! Anzumerken wäre noch dass in den Branchen, die bei den Gehälter führend sind (Chemie und Pharma, Automobil) in der Regel 35 h/Woche gearbeitet wird, während der Bauingenieur für im Schnitt 60 % weniger Gehalt 45 - 60 Stunden (30 - 70 % mehr!) arbeiten muss. Der Bauingenieur verdient - auf die Stunde herunter gebrochen - mit Glück die Hälfte eines in der Pharma-, Chemie- oder Automobilbranche beschäftigten Ingenieurs.

@Keeper93:
Schön dass du mir mein Gehalt gönnst! Vergleichbare Gehälter sind bei uns branchenüblich (mit einem 40 Stundenvertrag), Teamleiter und die Führungsebenen darüber verdienen selbstverständlich noch einmal (deutlich) mehr, arbeiten dann aber auch mehr als 40 Stunden.

ALE | 12. August 2019 - 23:39

@ keeper83:
Bitte lesen. Jahresgehalt (Durchschnitt) Ingenieure:

  • Chemie- und Pharmaindustrie 83.060 Euro
  • Fahrzeugbau 67.500 Euro
  • Energieversorgung 64.850 Euro
  • Informationstechnologie 63.680 Euro
  • Maschinen- und Anlagenbau 62.700 Euro
  • Elektronik / Elektrotechnik 61.100 Euro
  • Baugewerbe 50.400 Euro
(Quelle: merkur.de)

@an alle Kollegen:
Bitte verkauft euch nicht zu billig. Viel Erfolg und Mut!

Lucs | 12. August 2019 - 15:28

Ich bin derzeit noch 18 und mache nächstes Jahr mein allgemeinbildendes Abitur. Ich habe mich in den letzten Monaten für den dualen Studiengang Bauingenieurwesen bei verschiedenen Betrieben beworben. Ein Betrieb zeigt besonderes Interesse. Dort habe ich schon 3 Tage lang eine sogenanntes "Probearbeit" absolviert, um zu schauen ob die Aufgaben des Betriebs meinen Vorstellungen entsprechen. Der Betrieb kümmert sich um das Planen von Massivhäusern.

Nun habe ich also in naher Zukunft vor mein duales Studium bei diesem Betrieb mit ca. 50 Mitarbeitern zu beginnen. Mein Ziel für die ferne Zukunft ist es diesen Studiengang mit einem Master abzuschließen und danach als Bauleiter tätig zu werden, um möglichst viel praktische Erfahrung sammeln zu können.

Die Frage ist nun was kann man sich bei so einem "kleineren" Betrieb als Einstiegsgehalt vorstellen? Mir wurde berichtet das der Betrieb letztes Jahr einen Umsatz von 40 Millionen Euro erreicht hat. Leider weiß ich nicht ob das gut oder schlecht ist. Als Bauleiter mit einem abgeschlossenen Master Studium hätte ich dem Betrieb 47.000 € - 50.000 € als Einstiegsgehalt vorgeschlagen. Was haltet ihr davon? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Einstiegsgehalt? Ich würde mich über ein paar Berichte freuen!

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