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Ausgabe 6240 | Nr. 263 | 18. Jahrgang
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Nach Bauingenieurwesen dann Maschinenbau studieren?

22 Kommentare | 13379 Aufrufe Kommentar hinzufügen
| 24. August 2012 - 18:41

Ich studiere gerade Bauingenieurwesen. Das Studium macht mir sehr viel Spaß, allerdings weiß ich nicht genau, wie ich die aktuelle Arbeitslage einschätzen soll. Die Zukunft ist ja angeblich der Straßenbau und die Sanierung, diese Gebiete reizen mich allerdings weniger. Die letzten Tage überlege ich mir immer mehr, ob ich nach Abschluss des Studiums nicht Maschinenbau hinterherschieben soll. Allerdings finde ich zu diesem Thema im Internet so gut wie gar nichts. Gibt es vielleicht jemand der sich darüber auch schon Gedanken gemcht hat, oder den Schritt gemacht hat?

Mich würde vor allem interessieren, wie das Maschinenbaustudium aufgebaut ist. Die Hälfte der Kurse hat man ja schon als Bauingenieur hinter sich gebracht. Sind die übrigen Kurse dann einfach kompakter für mich zugeschnitten? Oder muss ich alles von vorne machen? Und welche Berufsaussichten hat man mit solch einer Kombination?

forum-thread-1705
Ingsoc | 27. Juni 2018 - 21:12 2018-06-27

@Ampel:
Man kann auch so in den Automobilsektor einsteigen. Dafür braucht man vor allem zwei Dinge. Erstens Glück und zweitens zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Leichter ist es aber auf alle Fälle mit einem passenden Abschluss. Dein Wunsch zum Wechsel weg vom Bau wird gleich wieder von den üblichen Verdächtigen mit dem traditionellen Tsunami an "Erfahrungsberichten von astronomischen Gehältern" im Bauwesen honoriert. Ich hol schon mal mein Popkorn.

Ampel | 27. Juni 2018 - 12:11 2018-06-27

Ich bin aktuell im 3. Semester M.Sc. im Bauingenieurwesen und wollte einmal fragen, ob und wie es möglich ist mit diesem außerhalb der Baubranche Fuß zu fassen!? Ich habe im Master bis auf Baudynamik und nichtlineare Berechnung in der Baustatik generell nur Theorie bezüglich Numerik und Strukturmechanik vertieft, da ich schon davor wusste, dass es mich überhaupt nicht reizt in einem Ingenieurbüro etc. zu arbeiten, d.h. vor allem nicht im Baugewerbe.

Die Masterarbeit steht aktuell noch aus, wird aber auf jeden Fall in die Richtung meiner Vertiefung gehen. Allerdings bekomme ich so langsam ein ungutes Gefühl, ob es die beste Idee war meinen Master im Bauingenieurwesen zu machen oder ob es nicht besser gewesen wäre, ein paar Module nachzuholen und direkt zu Maschinenbau etc. zu wechseln. Ich werde den Master Bauingenieurwesen definitiv beenden, da es jetzt meiner Meinung nach zu spät ist, dass ganze noch abzubrechen, aber trotzdem würde mich interessieren, wie man am besten an diese Jobs kommt (z.B. in der Berechnung) oder ob es dafür nötig ist doch, nochmal ein neues Studium anzufangen.

Melanie | 22. August 2013 - 16:46 2013-08-22

Ich war in einer ähnlichen Situation, allerdings habe ich entschieden Maschinenbau in Deutschland zu studieren, nachdem ich Bauingenieurwesen in Portugal studiert habe. Ich kann dir leider nicht sagen was für dich besser währe, allerdings kann ich dir sagen dass ich mit meinem Maschinenbaustudium nur ein richtig gutes Praktika habe. Mein Arbeitgeber hat mir leztens diesen Blog zugeschickt, vielleicht kann das von Nutzen sein:
http://www.mawista.com/blog/warum-studieren-in-deutschland...

Viel Glück noch
Melanie

Franz | 22. Januar 2013 - 20:36 2013-01-22

Ergänzung zu meinem Beitrag:
Abschluss: Herbst 2012, 3 Jahre FH (Bachelor)
Arbeitsort Schweiz
Bruttolohn 13 x 4800 EUR = 62.400 Jahresgehalt
Nach drei Jahren Berufserfahrung sollten dann schon gegen 80.000 Euro drin liegen

Lau | 22. Januar 2013 - 08:50 2013-01-22

Also Küsteningenieur halte ich in Deutschland, sofern du wirklich hier bleiben willst, als nicht so schlaue Entscheidung. Baustofftechnologie ist ein fast reiner Forschungszweig, ob das dass ist, was du willst, ist dann die Frage. Energietechnik ist sicher die bessere Wahl, aber nicht die einfachere. Wenn du ohne weiteres in den Master E-Technik wechseln kannst, musst du sicher trotzdem einiges nacharbeiten.

Alfredo-Bomba | 18. Januar 2013 - 14:12 2013-01-18

Naja, halbwegs. Eine solche Wahl habe ich eher nicht. Denn "Energie" fällt in den Bereich Elektrotechnik und nicht Bauingenieurwesen.

Ich möchte mich entscheiden zwischen:
- Wirtschaftsingenieurwesen + Küsteningenieurswesen: Ich habe aber keine Ahnung, ob in diesem Bereich überhaupt Nachfrage nach Wirtschaftsingenieuren vorhanden ist. Wenn ich da Sicherheit hätte, würde ich es wohl machen.

- Wirtschaftingenieurwesen + Baustofftechnologie: Als Alternative zum Küsteningenieurswesen. Ich denke Baustofftechnologien ist ein guter Bereich um mehr oder weniger überall als Wirtschaftsingenieur tätig zu werden.

- Wirtschaftsingenieur + Energietechnik: Dafür müsste ich aber meinen Studiengang wechseln und von Wirtschaftingenieurwesen - Bauingenieurwesen Bachelor in einen Wirtschaftsingenieurwesen - Elektrotechnikingenieur Master wechseln. Ich weiß aber nicht wie sich das auf dem Markt macht?

biene | 16. Januar 2013 - 14:33 2013-01-16

@Alfredo:
Mir gehts genauso wie dir. Ich vertiefe Wasser/Energie/Umwelttechnik im Master, da man dort doch sehr weit aufgestellt und interdisziplinär ausgebildet ist. Ich hoffe ich konnte helfen.

Alfredo-Bomba | 16. Januar 2013 - 09:59 2013-01-16

Ich werde demnächst meinen Bachelor als Wirtschaftsingenieur, Studienrichtung Bauingenieurwesen abschließen. Im Moment zerbreche ich mir den Kopf über die aktuelle Lage in der Baubranche (Gehälter, Aufwand, Chancen, etc.) und verfolge die Posts in diversen Foren. Ich frage mich, in welcher Vertiefung des Bauwesens die Gehälter und Arbeitsbedingungen wie in den anderen Ingenieurdisziplinen stimmen (Ich interessiere mich für den Bereich Wasser)? Und ob es nicht Sinn macht nicht einen Master in Wirtschaftsingenieurwesen Elektrotechnik/Energietechnik zu machen?

Nur weiß ich nicht, ob ein Bauingenieur-Bachelor und ein Energie-Master Wirtschaftsingenieurwesen sinnvoll sind oder ob ich dann einfach nur von jeden etwas habe ohne etwas richtig zu können und mich keiner einstellen möchte?

biene | 21. September 2012 - 09:49 2012-09-21

@pro
Ich stimme dir im Allgemeinen zu. Ich versuche eben mit dieser Vertiefung das klassische Baufeld zu verlassen.Nichtsdestotrotz denke ich, nützt mir mein Siedlungswasserwirtschaftswissen sehr viel dabei (habe in diesem Bereich auch meine Bachelorarbeit geschrieben).

Pro 21 | 20. September 2012 - 12:41 2012-09-20

@Biene
Hier fragt jemand, ob er aufgrund der Arbeitsmarktsituation den Studiengang wechseln soll?
Dann kommen von Dir die folgenden Antworten: „Im Anlagenbau oder der Verfahrenstechnik oder Regenerative Energien (diese Branchen zahlen auch gut). Oder man gewinnt das ganz große Los und kommt als Statiker zu BASF o.ä.“ „Es werden schon öfter Maschinenbauingenieure gesucht.. na und? Dann bewirbt man sich eben als Bauingenieur mit dieser Vertiefung auf die Stelle. Jeder Chef, der auch nur einen Funken Ahnung hat, weiß das.“

Wie Du schon richtig erkannt hast, zahlen die Branchen sehr gut. Ich kann es auch nur gut heißen, wenn jemand versucht hier einzusteigen. Jetzt frage ich mich aber, wenn ich deine Antworten so lesen, wieso jemand das RISIKO eingehen soll Bauingenieurwesen weiter zu studieren, um dann später zu hoffen, dass irgend ein Chef ihn einstellt, obwohl er doch eigentlich einen Maschinenbauer sucht? Wegen dem Spaß?

Weiterhin finde ich es herrlich, dass Du Wörter wie, „ganz großes Los“ und „optimistisch“ verwendest. Ist da vielleicht doch schon eine Selbsterkenntnis eingetroffen?
Dann schreibst Du: „Du darfst nicht nur Bauingenieur immer als Suchwort eingeben.“
Ich habe hier geschrieben: "Sollte sich vielleicht einfach mal jeder selbst ein Bild davon machen und mal in den gängigen Jobbörsen nach Schlagwörtern wie Siedlungswasserwirtschaft, Verfahrenstechnik, Anlagenbau etc. suchen und vergleichen“
Den Filter auf Bauingenieur habe ich nie erwähnt. Es geht hier um die Branchensuche. Was sucht die Branche wirklich? Wollte damit mitteilen, dass die Branchen in die Du willst, nicht wirklich viele Bauingenieure suchen. Und wenn doch, dann ist es der klassische Baubetriebler oder konstruktive Ingenieurbauer. Aber das hast Du ja auch schon in deinen Antworten richtig erkannt!

biene | 20. September 2012 - 09:59 2012-09-20

@pro
Ich habe genau wie du sehr lange recherchiert. Es werden schon öfter Maschinenbauingenieure gesucht.. na und? Dann bewirbt man sich eben als Bauingenieur mit dieser Vertiefung auf die Stelle. Jeder Chef, der auch nur einen Funken Ahnung hat, weiß das. Du darfst nicht nur Bauingenieur immer als Suchwort eingeben. Und später zählt eh nur noch das, was du kannst und wo du vorher gearbeitet hast. Ich sehe das sehr optimistisch. Und für Kläranlagen, Umwelttechnik etc. ist (je nach Fachrichtung) ein Bauingenieur sehr gut ausgebildet. Das die Jobs in der Siedlungswasserwirtschaft weniger sind als in der Bauleitung oder Statik dürfte allerdings auch jedem klar sein. Das ist eben ein Spezialgebiet.

PRO 21 | 19. September 2012 - 20:31 2012-09-19

@biene
Sollte sich vielleicht einfach mal jeder selbst ein Bild davon machen und mal in den gängigen Jobbörsen nach Schlagwörtern wie Siedlungswasserwirtschaft, Verfahrenstechnik, Anlagenbau etc. suchen und vergleichen, wie viele dann wirklich einen Bauingenieur suchen.
Hier mal ein Beispiel:
Ihre Suche für Siedlungswasserwirtschaft ergab 14 Treffer.

Dann viel Spaß beim bewerben. Die Stellen die aus dem öffentlichen Dienst waren, wollte ich nicht zählen.

biene | 19. September 2012 - 17:22 2012-09-19

@pro

Das stimmt so nicht.:-)
Einer der Siedlungswasserwirtschaft und Verfahrenstechnik vertieft hat ist besser dran, als ein Maschinenbauer. Ich wüsste nicht, wo ein Maschinenbauer davon Ahnung haben sollte, außer Thermodynamik.

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