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Freitag, 10. Juli 2020
Ausgabe 6899 | Nr. 192 | 19. Jahrgang
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Praktikum als Bauingenieur

17 Kommentare | 12106 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Hauger | Thema eröffnet vor 6 Jahren

Ich stehe jetzt kurz davor mein Studium als Bauingenieur (Diplom) erfolgreich zu beenden. Vertiefung in Massivbau, Baubetrieb und Integrierte Hochbautechnik. Nun würde ich doch gerne noch ein Praktikum machen. Habe aber ehrlich gesagt etwas Muffe.wo anzufangen. Man liest und hört ja ganz oft dass das was man an der Uni lernt, man später zu max. 15% braucht.

Jetzt stelle ich mir vor dass ich an meinem ersten Tag als Praktikant, ausser Kaffee zu kochen und Löcher ins Papier zu machen, etwas wirklich sinnvolles machen muss und ich es nicht gebacken bekomme. Wird man da einfach ins kalte Wasser geworfen oder stimmt es wirklich dass man nach der Uni nochmal wirklich 2-3 Jahre im Büro lernt?

Klar kann man die Antwort auf meine Frage nicht pauschalisieren, aber vllt. könnt Ihr mir von euch berichten, wie es bei euch so war. Last but not least, habt Ihr eine gewisse Vergütung als Praktikant/Werksstudent bekommen?

Danke, Grüße

Kriss | 17. Juni 2020 - 08:26

@limudim:
Du hast Dir deine Frage schon teilweise selbst beantwortet: "Ich möchte das Praktikum machen, um einen Überblick in die Arbeitswelt zu bekommen und ich hoffe, dass ich nach dem Praktikum besser wissen werde, was ein Tragwerksplaner macht. "

Genau das wirst du dort sehen. Grundsätzlich haben Unternehmen bei Praktikanten keine Erwartungen und jeder der produktiv und interessiert mitarbeitet, hinterlässt einen positiven Eindruck. Sei freundlich, wissbegierig und zeige Einsatz, auch wenn die Aufgabe noch so einfach ist. Das Praktikum soll Dir die Möglichkeit geben, mal "reinzuschauen". Also mach Dir keinen Stress und hab Spaß am Praktikum.

limudim | 16. Juni 2020 - 17:05

Ich werde im Sommer ein Praktikum bei einem Büro, welches Statik macht, absolvieren und ich mache mir ein bisschen Sorge, dass ich dort überfordert sein werde, da ich eigentlich nichts kann. Dass was ich an der Uni lerne ist sehr theoretisch und ich fühle mich gar nicht vorbereitet. Deutsch ist auch nicht meine Muttersprache, aber im Studium war es bis jetzt kein großes Problem.

Ich weiß nicht, was die klassischen Tätigkeiten für ein Praktikant in so einem Büro sind und wollte euch mal fragen, was ihr in eurem Praktikum gemacht habt? Ich möchte das Praktikum machen um einen Überblick in die Arbeitswelt zu bekommen und ich hoffe, dass ich nach dem Praktikum besser wissen werde, was ein Tragwerksplaner macht. Ich habe auch mal gehört, dass der Praktikant die Dokumentation der Statik macht. Was macht man da genau? Wie kann ich mich sonst auf das Praktikum vorbereiten, damit ich nicht komplett unter Schock bin wenn ich dort anfange? Es ist für mich auch wichtig einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Sahi | 27. Mai 2020 - 12:50

Vorraussetzung für Arbeiten im Bauingenieurwesen als Praktikant: Ich studiere Master im Bauingenieurwesen an der UDE Universität. Und ich würde gerne in einem Baubüro als Praktikant arbeiten, daher möchte ich wissen welche Vorraussetzungen muss ich haben? Welche Programme muss ich wissen?

Praktikant | 21. Februar 2020 - 14:32

@Widmax: @Kriss:
Danke euch beide für die Antworten! Ich habe mich doch entschieden, mich an meine Zusage zu halten und der 2. Firma abzusagen. Sie haben dann gemeint, dass ich mich bei ihnen auf jeden Fall noch mal bewerben kann, wenn ich wieder ein Praktikum suche. Also happy ending für mich. Fand aber eure Antworten sehr nützlich. Vielen dank nochmal!

Widmax | 10. Februar 2020 - 20:57

@Kriss:
Wenn ich einem jungen Menschen, der nach einem Rat fragt, den aus meiner Sicht (und Erfahrung) richtigen Rat gebe, hat das nichts mit "den Dicken machen" zu tun. Selbstverständlich kann sich jeder Mensch (nicht nur die Jungen) jederzeit umentscheiden. Der Punkt ist, dass jede Entscheidung Verantwortung und Konsequenz nach sich zieht. Durch falsche oder ungeschickte Entscheidungen können die offenen Türen auch mal ganz schnell zu gehen. Den Stempel der Unzuverlässlichkeit kann man sehr leicht bekommen, aber nur ganz schlecht wieder loswerden.

@Praktikant:
Frage doch jemanden Erfahrenen, dem Du vertraust. Und zwar persönlich. In einem Forum wie diesem bekommst Du sicher gut gemeinte Ratschläge. Aber wie Du schon an den vollkommen unterschiedlichen Meinungen von Kriss und mir siehst, gibt es für dein Problem kein einheitliches Patentrezept.

Kriss | 03. Februar 2020 - 16:25

@Widmax: Es handelt sich hier immer noch "nur" um ein Praktikum. Da kann immer mal was dazwischen kommen oder sich das Interesse verschieben. Mit so Aussagen wie "Die Firmen haben Kontakt untereinander. Glaub ja nicht, dass die nicht miteinander reden." solltest Du sehr vorsichtig sein. Ein junger Mensch kann sich immer, IMMER umentscheiden!

@ Praktikant: Nehme die Stelle an, die deiner Meinung am besten zu Dir passt und hör nicht auf so Leute die hier im Forum den dicken machen! Du bist jung, am Anfang deines Berufslebens und hast alle Türen offen.

Widmax | 31. Januar 2020 - 15:01

@Praktikant:
Tja, das Leben ist kein Ponyhof. Wenn Du seriös sein willst, halte dich an deine Zusage und sage der 2. Firma ab. Wenn Du ehrlich bist, wird dir bei der 2. Firma kein Strick gedreht. Wenn du trotz Zusage wieder absagst, hast Du deine Glaubwürdigkeit verloren. Die Firmen haben Kontakt untereinander. Glaub ja nicht, dass die nicht miteinander reden.

Praktikant | 24. Januar 2020 - 15:03

Wie Praktikum im Sommer 2020 absagen?

Ich hatte im Dezember 2019 zwei Bewerbungsgespräche für ein Praktikum im Sommer 2020. Von der ersten Firma haben sie mich schon im Dezember angerufen und gesagt, dass sie was für mich haben und ich habe auch eine Zusage gegeben und jetzt denken sie, dass ich bei ihnen im Sommer arbeite (war auch mein Plan, habe nicht gewusst, dass die andere Firma mich dann auch will).

Gestern haben sie sich von der anderen Firma auch gemeldet, wo ich das Gespräch auch schon im Dezember hatte, und meinten, dass ich bei ihnen im Sommer 2020 auch eine Stelle hätte. Im Prinzip will ich bei der zweiten Firma arbeiten, habe aber nicht gedacht, dass Sie mir eine Zusage geben, weil sie sich so lange nicht gemeldet hatten und das Bewerbungsgespräche auch nicht so gut gelaufen ist. Was kann ich jetzt machen? Darf ich der anderen Firma absagen? Es gibt zwar noch keinen Arbeitsvertrag, ich habe aber schon gesagt, dass ich bei ihnen im Sommer 2020 arbeiten werde.

PM | 25. September 2019 - 15:49

@Manuel:
Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 9,19 Euro pro Stunde. Wenn das Büro dich schlechter bezahlt, macht sich dein Chef strafbar.

Manuel | 24. September 2019 - 16:55

Ich habe bald ein Bewerbungsgespräch bei einem Ingenieurbüro, welches Statik macht. Ich bin mir sicher, dass irgendwann die Frage nach dem Verdienst kommt. Ich werde bei der Firma im Sommer 2-3 Monate arbeiten, wenn ich die Stelle bekomme und habe noch keine Erfahrung in der Statik, studiere aber seit 2 Jahre Bauingenieurwesen.

Und deswegen glaube ich, dass ich nicht wirklich viel Geld verlangen kann, aber ich weiß auch nicht was ich sagen soll, wenn sie mich das fragen. Sind 6 € pro stunde realistisch?

DasDing | 18. Februar 2015 - 16:57

"Muss ich wirklich alle Rechnungen aus der Statik direkt auf Anhieb nachvollziehen können?"

Das Themengebiet der Baustatik ist so umfangreich, dass man immer was neues dazu lernt und nie alles Wissen kann... außerdem machen die Aufsteller teilweise so abstrakte Sachen... also NEIN. Direkt auf Anhieb nachvollziehen geht selten!

Praktikant123 | 18. Februar 2015 - 12:41

Ich arbeite derzeit in einem Ingenieurbüro, wo ich auch alleine Statik "prüfen" darf. Meine Frage ist wie viel darf man einem Praktikanten zumuten? Ich weiss nicht ob ich mich teilweise dumm anstelle oder es normal ist in der Anfangsphase. Ich muss gestehen meine Kollegen sind super nett und beantworten auch wirklich jede Frage.

Muss ich wirklich alle Rechnungen aus der Statik direkt auf Anhieb nachvollziehen können? (Ich stehe kurz vor meinem Bachelor).

BauIng | 26. Januar 2015 - 08:39

@Praktikant:
Es kommt dabei auf viele Faktoren an. Ich gehe davon aus, dass es sich bei dem genannten vierwöchigen Praktikum um ein Pflichtpraktikum handelt? Maßgeblich wird die aktuelle Projektlage im Büro sein. Wenn du Glück hast wirst du ein eigenes Projekt, bzw. einen Teil aus einem Projekt eigenverantwortlich bearbeiten dürfen. Es muss natürlich in der Zeit bearbeitbar sein inklusive Einarbeitung in EDV, Dokumentation und Materie.

Auch die vorhandenen Systeme spielen eine Rolle, da bei solchen Arbeiten auch entsprechende Lizenzen vorgehalten werden müssen. Wenn die Auftragslage das nicht hergibt wirst du wohl hauptsächlich zuarbeiten. In jedem Fall wirst du aber auch Handlangerarbeiten machen müssen, wie Pläne falten, Dienstfahrten, Archiv, Unterlagen digitalisieren etc. Wenn du vernünftige Kollegen hast, nehme sie dich mit Sicherheit auch mit auf die Baustellen.

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