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17. Jahrgang | Ausgabe 5903 | Nr. 291
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Seminar zum Zert. Bausachverständigen?

8 Kommentare | 6174 Aufrufe
| 03. April 2014 - 19:21

Ich wollte ein 5-tägiges Seminar zum Dekra Zert. Bausachverständigen bei der QM-Akademie machen. Hat jemand schon Erfahrung mit der Akademie gemacht oder kennt jemanden der da mal schon da war? Das Seminar ist leider sehr teuer, da ich selber von vielen Seminaren enttäuscht wurde, bin ich sehr vorsichtig. Es wär spitzenmäßig wenn mir jemand was sagen könnte. Danke!

H. Hensen (QM-Akademie GmbH) | 29. September 2017 - 11:06

@Phillip:
Ihre Bewertung unserer Ausbildung können wir leider nicht nachvollziehen. Dies liegt vor allem daran, dass wir unter den Kunden, die über uns die Ausbildung zum DEKRA zertifizierten Immobilienbewerter absolviert haben, niemanden mit Vor- oder Nachnamen "Phillip" haben. Daher würde mich die Grundlage Ihrer Bewertung sehr interessieren. Für mich als Mitarbeiter der QM - Akademie GmbH klingt Ihre Bewertung leider nach gezielter Steuerung über einen Wettbewerber, zumal Sie Formulierungen und angebliche Versprechen zitieren, die in unserem Hause keine Verwendung finden.

Von unseren Kundenberatern wird nicht suggeriert, dass man sich anschließend "vor Aufträgen kaum retten" kann. Jeder Absolvent hat nach erfolgreicher Prüfung über die DEKRA die Möglichkeit, mit dem von uns vermittelten Wissen Aufträge zu generieren. In welchem Maße hängt jedoch - wie in allen Wirtschaftsbereichen - von diversen Faktoren ab.

Zu Ihrer These "Der Immobilienbewerter ist kein Sachverständigentitel. Auch das wird einem bei QM gerne so verkauft.": dem ist sicherlich nicht so! Jeder Interessent wird über unsere Berater und unseren Internetauftritt transparent informiert und nicht mit leeren Versprechungen gelockt. Nach erfolgreicher Prüfung regelt ein Zertifikat zudem klar die später zu verwendende Formulierung für die Außendarstellung - Muster dieser Zertifikate sind in jedem Ausbildungsbereich auf unserer Internetseite aufgeführt, so dass hier niemand im Unklaren über den erlangten Abschluss bleibt.

Der Immobilienbewerter ist eine Einstiegsqualifikation in die Immobilienbewertung für Absolventen, die die Voraussetzungen für den Abschluss als Sachverständiger nicht erfüllen. Hierbei werden die Grundlagen der Immobilienbewertung für die Erstellung von Marktwertermittlungen und Kurzgutachten nach DEKRA Standard vermittelt. Sobald die Qualifikation für einen Sachverständigen-Abschluss vorliegt, raten wir von der reinen (Immobilien-/Bauschaden-)Bewerterausbildung ab, um sich nicht unnötig einzuschränken.

Um sich als DEKRA zertifizierter Sachverständiger bezeichnen zu dürfen, ist mindestens die Qualifikation als DEKRA zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung D1 (5-tägiges Seminar mit anschließender Zertifizierungsprüfung über die DEKRA) erforderlich. Hiermit sind Verkehrswertermittlungen an Standardobjekten OHNE Rechte und Belastungen möglich. Für die Bewertung komplexerer Immobilien oder Rechten und Belastungen sind weiterführende Seminare (D1 Plus / D2 / etc.) erforderlich. Den möglichen Ablauf der Zertifizierung und die Umfänge der einzelnen Zertifizierungsstufen findet man anschaulich auf unseren Internetseiten.

Dies gilt selbstverständlich auch für die Ausbildung im Bereich DEKRA zertifizierter Sachverständiger für Bauschadenbewertung (Bausachverständiger). Die DEKRA ist inzwischen auch über den Bereich KFZ hinaus für eine qualifizierte Prüfung von Sachverständigen bekannt und bietet ein umfangreiches Spektrum an Zertifizierungsprüfungen.

Phillip | 17. Oktober 2016 - 15:11

@Christian:
Entweder Sprengnetter (Wertbereich) oder für Schäden an Gebäuden die Sachverständigen Akademie Aachen!

Christian | 26. September 2016 - 14:18

Bei wem würdet ihr denn lieber die Ausbildung zum Sachverständigen machen, wenn ihr die zweite Chance hättet? Über eine schnelle Antwort würde ich mich freuen!

Phillip | 14. April 2016 - 11:03

Lasst die Finger von der QM Akademie! Selten so Geld aus dem Fenster geworfen! "Werden Sie Immobilienbewerter in nur 3 Tagen", hieß es. Kostet wenig und anschließend kann man sich vor Aufträgen kaum retten, lachhaft!

Naja, ich hatte nicht nachgedacht, aber eigentlich logisch, dass eine Ausbildung zum Sachverständigen kaum in 3 Tagen möglich sein soll. Wer sich weiter erkundigt, der stellt fest, dass alle anderen Anbieter (Eipos, TÜV-Akademie, usw.) wenigstens ein halbes Jahr ansetzen, um das man sich wirklich als Sachverständiger bezeichnen kann. Kleiner Hinweis: Der Immobilienbewerter ist kein Sachverständigentitel. Auch das wird einem bei QM gerne so verkauft.

Matze1980 | 10. Dezember 2015 - 07:27

Ich bin grad zufällig auf diesen Beitrag aus dem letzten Jahr gestoßen und möchte mal meinen "Senf" dazu geben: Das immer noch viel angepriesene Ziel "öbuv" ist für mich lange überholt. Jeder sollte sich gut überlegen, ob er diesen elendig langen Weg auf sich nimmt und dann bereit ist, mit "Handschellen" zu arbeiten.

Ich selber bin seit 5 Jahren Bauingenieur und habe Anfang diesen Jahres meine Weiterbildung zum Sachkundigen bei der SV-Akademie absolviert und bin mit der Qualität der Seminare dort mehr als zufrieden. Ich werde meinen Weg zum Sachverständigen nach ISO 17024 dort weiter bestreiten, da ich eine EU-Zertifizierung erstrebenswerter finde als den öbuv.

Jens70 | 11. April 2014 - 08:54

Ich habe gute Erfahrung bei EIPOS gemacht. Das Ziel ö.b.u.v. Sachchverständiger zu werden hatte ich mit meiner Ausbildung auch gehabt. Um das zu realisieren braucht man gute Kontakte zu Baustofflaboren. Ich habe meine erste Sachverständigenweiterbildung vor 11 Jahren gemacht und seit letztem Jahr nehme ich an einer weiteren teil. Ich habe keine öffentliche Bestellung bisher angestrebt. Wichtiger war mir kompaktes Wissen und Kontakte zu den Referenten. Für den Fall, dass man mal etwas ganz ungewöhnliches hat kann man diese Kontakte ruhig nutzen und die können viel Wert sein. Manchmal läuft man mit seiner Meinung in die falsche Richtung und da ist es gut Kollegen fragen zu können, die in der Materie stehen.

Noah | 09. April 2014 - 18:58

@Jens:
Danke für deine Antwort, zu meiner Person: Ich bin Dipl.-Bauingenieur und arbeite seit 3 Jahren als Tragwerksplaner. Mein Ziel ist mich langsam zum ö.b.u.v Bausachverständiger heranzutasten. Deswegen dachte ich mir zunächst als Privat-Bausachverständiger tätig zu werden um später nach ein paar Gutachten für Gerichte zu arbeiten. Kannst du mir vielleicht sagen, wo Du die Seminare gemacht hast. Natürlich bin ich auch für weitere Infos sehr dankbar.

Jens1970 | 09. April 2014 - 09:06

Hallo Noah,
die DEKRA ist einer von vielen Anbietern. Ich verbinde die DEKRA eher mit Wissen im Kfz-Bereich. Ich weiß nicht wie es dir dabei geht. Grundsätzlich ist der Begriff Sachverständiger nicht geschützt. Wenn ich also genügend Vorwissen habe, kann ich sagen ich bin ein Bausachverständiger. Nun ist eine Zertifizierung augenscheinlich etwas mehr. Es wird nach bestimmten Kriterien geprüft, welche allgemein anerkannt sind. Aber, wenn du dir das ganze richtig durchliest gibt es die Zertifizierung nur auf bestimmte Zeit und dann ist eine sogenannte Rezertifizierung erforderlich. Bei wem, na bei der DEKRA. Das kann man so auslegen, dass sich ein Sachverständiger ja immer weiterbilden muß. Warum aber beim gleichen Anbieter? Ich kenne nun deine bisherige Ausbildung nicht, aber wenn du ein paar Jahre als Ingenieur gearbeitet hast solltest du meiner Meinung nach einen anderen Anbieter wählen. Schau dich mal unter Seminare um. Da stehen einige Anbieter drin die auch etwas mit dem Bau zu tun haben.

Meiner Meinung nach ist die Zertifizierung durch die DEKRA vielleicht etwas für das Handwerk aber nicht für Planende Ingenieure. Offensichtlich macht das die Gestalltung der Prüfung durch Ankreuzen und die Vermittlung von Wissen an 5 Tagen. Ich habe selber 2 Weiterbildungen als Sachverständiger . Die haben etwas länger gedauert und brauchen keine Rezertifizierung. Diese waren allerdings fast doppelt so teuer. Die Ausbildung bei der DEKRA dient nur für Privat-Gutachten und nicht wie in Flyer angegeben als Gerichtsgutachter. Man bleibt ein Privatgutachter. Um eine Zulassung für das Gericht zu bekommen ist eine öffentliche Bestellung erforderlich. Versuch dir klar zu machen was du mit der Weiterbildung gewinnst! Sinn macht die Weiterbildung erst, wenn du ein paar Jahre Berufserfahrung hast. Außerdem kommt man dann glaubwürdug rüber. Ich hoffe ich konnte dir helfen.

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