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Ausgabe 7174 | Nr. 101 | 20. Jahrgang
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Sinnvolle Weiterbildung für Bauingenieure

32 Kommentare | 51789 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Thema eröffnet von Gast0820 | letzter Kommentar vom 28. März 2014 - 14:45

Hallo,



nach meinem Studium und jetzt 4 Jahren in meinem Beruf als Bauingenieur, stellt sich für mich die Frage, welche Weiterbildung man anstreben kann und sollte. Vielfach hört man von einem Aufbaustudium zum Dipl.-Wirtschaftsingenieur. Wenn man sich danach erkundigt, stellt man schnell fest, dass diese Weiterbildung im Fernstudium zw. 4.500 € und 7.500 € kostet (ohne Fahrtkosten zu den Präsenztagen).



Alternativ findet man z. B. die Möglichkeit, sich zum technischen Betriebswirt ausbilden zu lassen, was einem "Techniker" gleich kommt. Diese Weiterbildung, in Abendschule, ist kostenfrei.

Für mich stellt sich nun die Frage, welche Weiterbildung sinnvoller ist und aus welcher dieser Weiterbildungen man mehr nutzen ziehen kann. Sind zwei Ingenieurtitel sinnvoll oder wird man eher als Zahlendreher und Theoretiker angesehen?



Oder ist die Kombination Bau-Ing. und techn. Betriebswirt der Praxis näher und in der freihen Wirtschaft gewollter? Wer hat hierzu schon Erfahrungen gesammelt oder als Führungsperson Vorstellungen, die die Praxiserwartungen widerspiegeln?



Welche Weiterbildungserfahrungen habt ihr gemacht?



Gruß Torsten

Carsten | 28. März 2014 - 14:45

Aus einer Fachkräftestudie des Vdbum:
* 24,5 Prozent wenden ein durchschnittliches jährliches Weiterbildungsbudget von bis zu 300 Euro pro Fachkraft auf,
* 27,0 Prozent der Unternehmen investieren 301 bis 900 Euro,
* weitere 30 Prozent investieren in die Weiterbildung ihrer Fachkräfte 601 bis 1.500 Euro.

Harald | 07. März 2014 - 10:31

Hallo,
ich habe seit diesem Jahr die Funktion des Weiterbildungsverantwortlichen in unserem Ingenieurbüro inne (30 Mitarbeiter, klass. Tragwerksplanung). Bin ein bissl ins kalte Wasser gestoßen - das Budget ist noch nicht festgelegt und ich weiß noch nicht so recht, welche konkreten Seminare für die Kollegen Sinn machen würden?! Lohnt sich in-house in allen Bereichen eher als individuelle Außenveranstaltungen?

Wie wird das bei Euch gehandhabt, welches Budget muss man für einzelne Mitarbeiter oder das Unternehmen veranschlagen? Wie ist die grundsätzliche Kosten-Nutzen-Rechnung für ein Unternehmen aufzustellen?

Hoffe auf hilfreiche Reaktionen.
Gruß, Harald

Tom | 11. Januar 2013 - 16:52

Ich konnte vor ein paar Jahren im Rahmen einer universitären Ausbildung meine Lehrbefähigung erwerben und unterrichte nun technische Erziehung in der Unterstufe. Dies war allerdings eine Ausnahmeregelung, weil damals viele Lehrer fehlten, mittlerweile hat sich die Lage entspannt (hauptsächlich aufgrund vieler Bauingenieure und noch mehr Architekten, die vom Bau flüchteten und sich nun in der Schule sehr wohl fühlen). Aber frag doch einfach mal im Schulamt nach, falls es dich interessiert.

biene | 11. Januar 2013 - 14:40

Möglichkeiten: MBA / Master Umwelttechnik / Master Energie / Master Umwelt / Master Wasser etc.

Bauing | 11. Januar 2013 - 09:08

Hallo,
ich bin seit 4 Monaten im Bereich Tragwerksplanung/Statik in einem mittelgrossen Bauingenieurbüro tätig. Doch was hier über den Beruf des Bauingenieurs erzählt wird, was ich auch teilweise bereits erlebt habe, macht mich schon nachdenklich. Dies hat dazu geführt, dass ich nach einer Möglichkeit suche, wie ich dem entfliehen kann. Doch es wird auch hier erzählt, dass es fast unmöglich ist, als Bauingenieur in einem anderen Arbeitsfeld tätig zu sein.

Ich würde gerne eine berufsbegleitende Weiterbildung absolvieren, damit ich einen Plan B habe, wenn mir das mit dem momentanen Beruf zu bunt wird, resp. ich mit den Anstellungsbedingungen auf Zeit nicht klar komme. Gibt es denn keine Bauingenieure, die einen Umstieg gemacht haben? Würde mich sehr interessieren, was es da für Möglichkeiten gibt. Denn mich einfach ziellos weiterzubilden, z.B. im Bereich Wirtschaft macht ja auch wenig Sinn, wenn ich keine Perspektiven vor den Augen habe.
Vielen Dank für eure Unterstützung!

Bernd | 04. August 2011 - 11:21

Hallo Torsten,
also ich habe vor einigen Jahren auch mein Studium als Bauingenieur beendet. Während meines Studiums habe ich ein Praxissemester in der Türkei gemacht. Es ging dabei um den Bau eines neues Staudamms. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich meine Diplomarbeit geschrieben. Da es mir in der Türkei so gut gefallen hat, bin ich sogar in die Türkei gezogen und lebe/arbeite nun hier - und ich spreche jetzt sogar schon ganz gut türkisch. Hier gibt es an einigen Universtitäten (z.B. Istanbul) sehr interessante Weiterbildungstudiengänge.

Diese bieten auch interessante nebenberufliche Studiengänge an und ich überlege auch schon, mich dort für einen Master einzuschreiben. Wäre das ggf. auch was für dich? Habe noch ein paar interessante Tipps im Internet gefunden (http://www.tuerkei.cc/wissenswertes/studieren-in-der-tuerkei/) zum Thema Studieren in der Türkei gefunden, viell. hilft dir das ja weiter. Viele Grüße aus Istanbul, Bernd

neuer Gast | 24. Mai 2011 - 14:55

Moin!
Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Lehrgang "Projektingenieur VDI"? Wie ist es mit der Reputation (--> allg. anderkannt?)?

Cheers!

gast | 24. Februar 2011 - 13:37

@ polle: ...that´s what I said.....!!! Wer lesen kann ist stark im Vorteil!

Polle | 22. Februar 2011 - 16:12

@gast
Naja, sicher ist eine Promotion genauso wenig unnütz wie ein MBA. Das hat ja hier denke ich keiner bestritten. Das einzige was festgehalten werden muss ist, dass egal welche Zusatzqualifikation - dies nicht automatisch ein Freifahrtsschein für beruflichen Aufstieg ist. Wie Equilibrium schon sagt zählt hierfür vor allem Persönlichkeit und Eignung für Führungsaufgaben.

Außerdem muss man die erworbene Zusatzqualifikation immmer im eigenen beruflichen Kontext betrachten. Ein MBA ist dann absurd, wenn man den Rest seiner Tage als Tragwerksplaner arbeiten oder meinetwegen auch Oberbauleiter werden möchte. Auf der anderen Seite ist eine Promotion für das Berufsziel "Vertriebsleiter" überflüssig.

Grüße Polle

gast | 22. Februar 2011 - 13:47

@Equilibrium: Naja, so pauschal kann man das nun auch nicht sagen. Dann wäre eine Promotion ja auch vollkommen absurd (Spezialisten Know-how das man in den meisten Fällen nicht mehr braucht, sich aber dennoch oft bezahlt macht, oder???) und zusätzliches Know-how in Form eines betriebswirtschaftlichen Abschlusses unnütz. So kann man das nicht stehen lassen, finde ich.

Ein Doppelabschluß ist kein Garant für Karriere oder bessere Bezahlung, da gebe ich Dir recht, aber Ingenieure haben keinen Plan von wirtschaftlichen Zusammenhängen, das wird Dir jeder bestätigen der BWL im Aufbau studiert hat (mit kritischen Blick auf die eigenen Fähigkeiten vorher und nachher). Halbwissen fördert grobe Fehleinschätzungen...

Für Führungspositionen spielt personality die tragende Rolle, stimmt, und MBA´s etc. gibt es nun schon fast wie Sand am Meer, stimmt auch. Dennoch Weiterbildung ist ja nichts Schlechtes und dümmer wird man davon auch nicht.

Die Erwartungshaltung sollte aber nicht zu hoch sein, gebe ich Dir auch recht. Kenne auch viele bei denen sich danach kaum was geändert hat, liegt aber nicht am Abschluß sondern am Mut wirklich was zu riskieren. Weiter geht´s eben nur mit Risiko und Erfolg ist eben nicht wie ein Aufzug. Man muß die Assets eben auch knallhart ausschlachten wollen und dabei kann man nachher auch mal schlechter aussehen als vorher.

Es wird auch keiner ein Autorennen gewinnen, der schön langsam um die Kurven fährt...

Equilibrium | 21. Februar 2011 - 21:56

Ich kann Polle nur zustimmen: Aus einer Art Aktionismus heraus irgendeine Weiterbildung zu machen in der Hoffnung, es möge irgendwie helfen, bringt überhaupt nichts. Ich kenne viele Akademiker, die schon einen Job hatten und sich dann parallel durch Fernstudium etc. weitergebildet haben. Aber ich kenne keinen konkreten Fall, wo es sichtbaren Erfolg hatte. Oft sind es Leute, deren Karriere ins Stocken geraten ist, weil der aktuelle Arbeitgeber nicht hundertprozentig von ihren Fähigkeiten überzeugt ist. Der neue Abschluss bringt dann erstmal überhaupt nichts, wenn man nicht im Anschluss daran auch gleich den Arbeitgeber wechselt. Und selbst dann muss der neue Abschluss nicht unbedingt der Riesenknaller sein. Man wird beim neuen Arbeitgeber daran gemessen, was man zuletzt beim alten gemacht hat. Und nur wegen eines MBA wird man einen bislang mit rein technischen Aufgaben betreuten Ingenieur keinesfalls als unternehmerisch tätige Führungskraft betrachten.

Man sollte auch immer beachten:
- Jede Stunde, die man nicht in die Zusatzqualifikation gesteckt hat, kann man entweder direkt in die Karriere oder in die Lebensqualität (= Freizeit / Familienleben) stecken.
- Jeden Euro, den man (nach steuerlichem Absatz) in die Zusatzqualifikation steckt, muss man später vom Nettogehalt wieder hereinholen und zusätzlich noch ein spürbares Plus, um den Aufwand zu rechtfertigen.
- Wer mit einer Zusatzqualifikation später Karriere macht, hätte dies oft auch ohne geschafft. Nach meinen Erfahrungen zählt nach dem Studienabschluss vor allem eines: Persönliche Kompetenzen.

P.michael | 21. Februar 2011 - 12:03

Wenn man sich die Anfängerzahlen in dem Fach Wirtschaftsingenieurwesen anschaut, dann halte ich dieses Fach bereits in den nächsten Jahren für völlig überlaufen. Wieso sich nicht im technischen Bereich weiterbilden, wenn es was sein muss? Es gibt verschiedene Master in Computional Engineering und Vergleichbares, die sich anbieten würden.

Polle | 19. Februar 2011 - 00:53

Also um hier mal grundsätzliche Denkfehler klarzustellen:

Ein Wirtsch.-Ing., IHK-Zertifikat, MBA...whatever... direkt NACH abgeschlossenem Bauingenieur-Studium bringt wohl erstmal gar nix. Und wer glaubt damit einen Garant für berufliche Karriere oder besseres Gehalt in der Tasche zu haben, ist auf dem Holzweg!

Schaut Euch mal die Stellenanzeigen an. WO und wie oft bitte wird ein Bauingenieur gesucht der gleichzeitig einen Wirtschaftsingenieurabschluss oder MBA hat? Ingenieurbüros? Ich kann an dieser Stelle nur davor warnen, zu glauben die teuer bezahlte Zusatzqualifikation zahle sich in irgendeiner Form unmittelbar nach Abschluss finanziell aus!!!

Später ist das eine andere Sache - da kann sich z. B. ein MBA lohnen, da man betriebswirtschaftliche Zusammenhänge besser versteht und man diesbezüglich in seiner Wissensgrundlage einen kleinen "Turbo" eingebaut hat. Dann kann! es sein, eines Tages schneller befördert zu werden als der Kollege der "nur" Technik im Kopf hat, da man Probleme im nichttechn. Bereich besser lösen kann. Nur a) muss in der eigenen Tätigkeit/Laufbahn diese Zusatzqualifikation irgendwie verwertet werden können und b.) muss das Unternehmen groß genug sein um auch Aufstiegsmöglichkeiten zu bieten. Nur wegen eines MBA oder zus. Wirtsch-Ing. vom AG mehr Kohle oder von vornherein bessere Karrierechancen zu erwarten wird bitter enttäuscht werden!

@m.fri.
als Bauing. im Zusatzstudium auch Schwerpunkte auf Maschinenbau, Elektrotechnik zu legen ist ja mal völliger Schwachsinn. Was soll das bringen? Vielleicht noch Kulturwirtschaft, Psychologie und Germanistik (wobei das viele Ing's manchmal bitter nötig haben) im Nebenfach?

| 15. Dezember 2010 - 09:58

Ein MBA "taugt" nur etwas von einer renommierten Schule, also min. 25.000 Euro Gebühren ++ Alle anderen sind aufgrund der fehlenden (meist nur marketingtechnischen) Platzierung der Schule nicht empfehlenswert. Weiterhin hat man damit wirklich nur größeren Erfolg, wenn man in einem Großunternehmen ist, "welches"/ im dem den/ der Mehrwert eines MBA kennt/ erkannt wird und ebenso honoriert, viele können damit immer noch nichts anfangen.

Desweiteren gibt es so viele von uns, dass es wirklich nicht mehr ein super Vorteil ist, mal abgesehen vom Know-how, das ist hilfreich. Wie Guenne schreibt, lieber auf einen M.Sc., M.A. oder Diplom-Kaufmann (gibt es auch noch) schwenken, ist von der Vermarktung auch besser als ein Wirtschafts.-Ing., da der auch irgendwie nach Ing. aussieht, obwohl im Aufbaustudium nur BWL beinhaltet ist und Ingenieure sind wir ja schon. Eine Akkreditierung sollte der Studiengang und die Hochschule auch haben.

guenne47 | 13. Dezember 2010 - 23:32

Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin - als normaler Student nebenberuflich zu meinem Dipl.-Ing., das geht und kostet nur Studiengebüren, soviel wie die normalen Studierenden auch zahlen. Ich such mir die Fächer aus für jedes Semester und auch wann ich wieviel Zeit investiere und schreibe einfach die Prüfungen mit. Das klappt nun schon das 2. Semester, also: MBA teuer, mit meiner Methode jedoch nicht.

Ati | 02. Dezember 2010 - 21:19

Hallo, ich bin ein Diplom-Student in Stuttgart und bin voraussichtlich im September fertig. Ich möchte als Vertriebsingenieur arbeiten und würde gerne wissen, ob ein MBA-Studium nach Diplom-Abschluss sinnvoll ist. Mir ist schon klar, dass man erst ein paar Jahre Berufserfahrung mitbringen soll, um zu einem MBA-Studium zugelassen zu werden. Oder kann jemand eine andere Möglichkeit für eine Weiterbildung empfehlen, für jemanden der spaeter in den Bereichen Sales Engineering and Product Management im Ausland arbeiten möchte. Würde mich auf eure Empfehlungen freuen!

MfG Ati

Rolf | 24. April 2007 - 13:09

Bezüglich der Weiterbildung MBA rate ich Euch unbedingt einmal im Internet seriöse Beiträge über die inflationäre Entwicklung dieses Titels zu lesen.



Es werden dann sicher manchem Gutgläubigen die Augen au gehen.



Bei den Anbietern hört man immer nur, wie sich die Absolventen entwickeln werden mit diesem schmucken Titel. Dabei schließen diese aber jedwedte eigenständige Entwicklung der Individuen aus.



Eine sehr einseitige Darstellung.



Ich würde sagen, einfach zu teuer für das, was später raus kommen wird.

BL | 16. April 2007 - 17:35

Hallo Kollegen,



ich möchte mich gern im Bereich Brandschutz fortbilden. Bis auf Grundkenntnisse aus dem Studium, habe ich keine weiteren Kenntnisse in dem Bereich, werde aber zunehmend im beruflichen Alltag damit konfrontiert (Planung, Bauüberwachung). Somit sehe ich konkreten Handlungsbedarf. Sollte man sofort auf eine kostspielige und länger andauernde Fortbildung zurückgreifen, oder genügen auch die rel. günstigen (Tages-)Seminare, wie sie z.B. die Ingenieurkammern anbieten?



Welcher Abschluss wird nachgefragt bzw. ist zertifiziert? Und welche Maßnahmen sind geeignet in der Hinsicht, dass man später evtl. auch als Sachverständiger in dem Bereich arbeiten möchte?



Das Angebot an Fortbildungen ist ja immens, aber das Thema auch sehr interessant und ich denke die Chancen sind noch recht gut! Vielen Dank für die Antworten!

Ingo | 02. April 2007 - 14:57

Hallo Andreas,



welche MBA-Anbieter in Bochum bzw. Hagen führen den MBA durch? Kannst Du mir die Hochschule bzw. eine Website benennen.



Danke Ingo

Andreas Bolte | 29. März 2007 - 10:58

Hallo,



ich mache gerade meinen MBA als berufsbegleitenden Studiengang in Hagen/Bochum. Der Aufwand ist relativ hoch, ich würde ihn mit 10-15 Stunden/Woche zusätzlich zu den Präsenzen (2 Samstage/Monat) ansetzen. Allerdings macht es viel Spaß und man lernt doch noch einiges.



In Hagen ist der MBA mit 120 Credits akkreditiert worden, was eine anschließende Promotion, oder die Berechtigung zum höheren Dienst ermöglicht (Es gibt auch MBA´s mit weniger Credits!).



MfG

Andreas

Stefan Rockel | 21. März 2007 - 11:19

Hallo,



vielleicht kann man die Diskussion auch mal dahin bewegen, ob es auch andere Dinge betr. Weiterbildung gibt. Es gibt so viele Dinge, die man als Bauing. dazubekommen kann. Brandschutz, SiGeKo, TGA, EnEV, Sachverständiger für div. Bereiche, etc.



Ich bin in ähnlicher Situation und suche auch nach Möglichkeiten. Möchte aber nicht studieren, sondern IHK- oder VDI-Kurse belegen. Dort bekommt man Qualifikationen, die m. E. sehr sinnvoll sind und spätere Selbständigkeit ermöglichen, wenn man es will. Haken ist hier leider, dass manche Kurse immens kostspielig sind.



Wie sind Eure Meinungen dazu?



Gruß

Stefan

Christian | 14. Februar 2007 - 14:20

An der TU-Dresden besteht die Möglichkeit, einen Bauingenieur TU Abschluss im Teilzeit-/Fernstudium zu machen; bisher ohne Studiengebühren.



Wer im Baubereich bleiben will, ist mit einem Aufbaustudium zum TU gut beraten. Mein ehemaliger Chef hatte die Erfahrung gemacht, dass ein Wirtschaftsing. auf den Gebieten der HOAI und VOB keinen entscheidenden Vorteil hat und ihm daher ein Dipl.-Ing. (Univ.) lieber ist.

Steff | 14. Februar 2007 - 13:07

Also ich mache den Dipl.-Wirt.-Ing. Immobilie, der ist eigentlich in vielen Dingen ähnlich zum Bauingenieur. Wer mit dem Bauen richtig lag, der wird auch mit der Immobilie nicht so falsch liegen, denke ich. Man kann das ganze als Erweiterung sehen, das vorgelagerte Planen wird ebenso betrachtet wie das spätere Betreiben einer Immobilie. Und das Bauen kennt man ja schon.

mi.fri | 14. Februar 2007 - 10:40

Hallo,



schau Dir mal den Master Grundbau/Tunnelbau an der HFT Stuttgart an, ToP Prof´s und super Betreuung, ich bin im 3. Semester berufsbegl. und es macht sehr viel Spaß. Zudem werden Ingenieure, die Spezialisten in Geotechnik und Tunnelbau sind, international gesucht.



Gruß

Daniel | 14. Februar 2007 - 09:40

Hallo Bauingenieur-Kollegen,



ich bin gerade dabei, mein Bauingenieurstudium (FH) zu beenden und überlege mir eine Weiterbildungsmöglichkeit. Da ihr hier sehr auf den Wirtschaftsingenieur eingegangen seid, wollte ich mal fragen, ob einer einen Studiengang in eine andere Richtung kennt?



Also wo mehr die Technik/Ingenieurwesen im Vordergrund steht. Mir schwebt da so was wie "Computational Engineering" oder in der Art vor. Kennt das jemand oder hat jemand Erfahrungen damit? Ich habe es nur kurz auf den Seiten der TU Braunschweig und Uni Bochum gesehen.



Bevor ich mein Praxissemester im Projektmanagement/Bauleitung gemacht habe, wollte ich mich eigentlich auch in die Richtung Wirtschaft weiterbilden.



Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass man mit Wirtschaftsingenieur mehr Geld verdienen kann und bessere Aufstiegschancen hat. Aber wenn ich mir so die Fächer angeschaut habe, die man im Studium zum Wirtschaftsingenieur macht, dann vergeht mir jetzt schon die Lust. Na ja und man soll ja nach Neigung studieren.



Vielleicht kennt jemand solche Studiengänge oder kann mir noch andere Weiterbildungsmöglichkeit nennen, oder mich davon überzeugen, dass Wirtschaft doch die beste Weiterbildung ist?!



Danke

Daniel

IK | 14. Februar 2007 - 08:28

Hallo,



in diesem Zusammenhang wollte ich gerne von Euch wissen, ob jemand Erfahrungen mit einem Master of Business Administration berufsbegleitend (MBA) gemacht hat? Welcher MBA bietet die Steigerung der Karrieremöglichkeiten?



Danke IK

Stefan | 13. Februar 2007 - 16:40

Ich bin auch seit knapp 1,5 Jahren Bauingenieur, habe mich aber direkt nach dem Studienabschluss entschlossen, noch den Wirt.-Ing. ranzuhängen. Bin nun schon mittendrin, allerdings bin ich 3 Tage die Woche in einem Baugeschäft/Ingenieurbüro tätig und muss sagen: es ist wirklich um einiges härter als erwartet und auch das Denken und Vorgehen im Studium unterscheidet sich grundlegend von dem Studium zum Bauingenieur.



Trotzdem erhoffe ich mir später mal bessere Berufschancen und Verdienstmöglichkeiten. Und mal ganz ehrlich, es kann ja auch nicht schaden, wenn man betriebswirtschaftliche Zusammenhänge versteht. Egal was man macht..

m.fri | 08. Februar 2007 - 18:31

Hallo werter Kollege,



ich stimme den Vorrednern zu, das eine nicht akademische Weiterbildung im Lebenslauf nur ein Rückschritt ist.



Noch dazu macht gerade jeder Bauingenieur und Architekt in irgendeinerform eine BWL-Weiterbildung. Daher, wenn schon Weiterbildung, dann wie zuvor gesagt den Wirtsch.-Ing. und die Schwerpunkte nicht nur auf BWL etc. legen, sondern auch auf Maschinenbau, Elektrotechnik usw.



Rainer | 08. Februar 2007 - 10:42

Hallo Torsten,



auch ich habe nach einigen Jahren als Bauingenieur neben dem Job, ein Aufbaustudium zum Wirtschafts-Ing. an der FH "draufgesetzt" (2002). Ich kann dazu nur sagen, dass ich es jederzeit wieder tun würde.



Totz aller Mühen und Schweiss. Die zusätzliche Ausbildung hat mir sehr geholfen, betriebswirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen. Nicht jeder Controller oder Buchhalter kann Dir im Projektgeschaft ein X für ein U vormachen.



Den technischen Betriebswirt IHK hatte ich ebenfalls zu Beginn in Erwägung gezogen. Dies habe ich allerdings nach einem Semester aufgegeben. Die Unterrichtsmethoden der IHK erinnerten mich eher an Realschule, als an Uni, d.h.: Vorne stand ein Dozent, schrieb die Tafel voll oder diktierte aus seinem Skript - der Rest schrieb hektisch alles ab und schwieg.



In den Prüfungen musste dann exakt das wiedergegeben werden, was im Untericht doziert wurde - das hatte mit selbstständigem studieren nichts zu tun und mir persönlich absolut keinen Spass gemacht. Das Studium an der FH war da ganz anders.



Zu den Kosten: Wenn du neben deinem Job studierst, kannst du die Gebühren, Fahrtkosten und Fachliteratur komplett von der Steuer absetzen. Die Kosten halten sich somit letztendlich im Rahmen.



Zum Nutzen : Wie du schon sagst, eine mittelständige Baufirma wird sicher nicht zwingend einen Wirtschafts-Ing. benötigen, sofern nicht eine Stelle als Geschäftführer neu besetzt werden soll. Dann bist du mit dieser Ausbildung auch hier klar im Vorteil. In grösseren Unternehmen hast du auf jeden Fall immer die besseren Karten, weil du vielseitig einsetzbar bist.



Gruss Rainer

Torsten | 07. Februar 2007 - 08:38

Hallo Bernd, hallo Michael,



die Weiterbildung zum Betriebswirtschafts-Techniker kann man bei uns Saarland/Rheinland-Pfalz an einer staatl. Technikerschule machen.



Michael, meine Frage an dich ist, warum du diese Weiterbildung Wirtschafts-Ing. machst. So wie ich dich verstehe, willst du dir die Möglichkeit offen halten, vom Bau-Ing. komplett auf die Sparte Wirtschafts-Ing. zu wechseln?



Die Weiterbildung im Bereich "Wirtschaftstechniker" seh ich nicht als Rückschritt sondern eher als weiteres Wissen um z. B. eine Stelle als techn. Leiter besser besetzen zu können oder dieser besser gewachsen zu sein.

Ob es in einem mittelständigen Bauunternehmen wichtig ist einen Wirtschaft- und einen Bau-Ing. zu haben, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Natürlich wird es auch nicht von Nachteil sein.



Momentan würde ich die Verbindung Bau-Ing. und Betriebswirtschafts-Techniker als die sinnvollste sehen, wenn man Zeit, Aufwand und Kosten betrachtet. Anders könnte es in einem Baukonzern aussehen, wenn auch dann einer der beiden Titel, arbeitstechnisch gesehen, auf der Strecke bleibt.

Michael | 05. Februar 2007 - 17:16

Hallo zusammen,



meiner Meinung nach ist ein Zweitstudium sehr gut. Bin Bauigel und studiere zusätzlich Dipl. Wirt. Ing. Man hat dann auch die Chance, komplett den Beruf zu wechseln und man qualifiziert sich auf dem theoretischen Weg für Führungsaufgaben. Den "Techniker" würde ich lassen, nicht, dass es kein guter Titel ist, sondern wegen der Vorbildung.



Beispiel: Super Stereoanlage kaufen und dann Einsteigerboxen? Man sollte im Bildungsweg immer nach oben oder zur Seite.



Also: Geselle, Techniker, Ing., Dr.

oder: FH/Uni, Zweitstudium, Dr.



Zu den Kosten: Der Spass kostet Geld, aber es gibt eine Steuererklärung. Ich würde es versuchen, mir macht es richtig Freude.



Grüße aus Baden

Michael

Bernd | 05. Februar 2007 - 11:41

Hallo Torsten,



keine Antwort, aber eine neue Frage. Wo gibt es den Technischen Betriebswirt zum Nulltarif ?



Grüße aus dem Sauerland

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