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Ausgabe 6487 | Nr. 145 | 18. Jahrgang
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Studium Bauingenieurwesen beginnen? » Seite 2

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Hind | 07. Februar 2017 - 15:47 2017-02-07

Ich mache gerade mein Abitur und habe mich für Bauingenieurwesen entschieden, aber da "alle" mir gesagt haben, dass Maschinenbau vom Gehalt und Berufschancen besser wäre, bin ich jetzt ein bisschen verwirrt. Stimmt das, dass Bauingenieure nach dem Abschluss kein Arbeitsplatz finden oder wenn nichts gebaut wird, werden sie arbeitslos? Ist Maschinenbau viel besser? Mich interessieren beide Studiengänge, deswegen bin ich jetzt ratlos. Danke im voraus!

Max | 19. August 2014 - 15:50 2014-08-19

Mein Nachbar (Niederlassungsleiter einer Baufirma in München) ist seit 1994 Bauingenieur und stets erfolgreich gewesen. Ihm scheint der Job sehr gut zu gefallen und hat mich, 20-jährigen Jungspund, natürlich ein wenig damit angesteckt, was dazu führte, dass ich zum kommenden WS an der TU München ebenfalls das Studium zum Bauingenieur beginnen werde. Ich weiß in etwa, was Absolventen bei ihm verdienen und muss sagen, dass sie sich gehaltstechnisch keines Falls vor Maschbau- oder E-Technik-Absolventen verstecken müssen. Da in diesem Forum aber überwiegend negative Stimmung bzgl. des Berufsbildes anzutreffen war (siehe Beiträge bis 2011 und früher) wollte ich mal fragen, ob sich seither im Allgemeinen etwas verbessert hat oder die Situation in München eine Ausnahme darstellt. Vielen Dank im Voraus!

abc | 18. August 2014 - 22:43 2014-08-18

@Sven:
Als Angestellter sind auch 5000-6000 Brutto drin mit BE und Führungsverantwortung. Es gibt Bauingenieure die verdienen 3000, es gibt welche, die verdienen 10 000, wie in vielen anderen berufen auch. Als Selbstständiger GmbH Geschäftsführer einer Ingenieurgesellschaft auch deutlich mehr. Vor allem soll der Beruf aber Spaß machen, das Geld kommt dann schon wenn man auch bereit ist Risiko einzugehen und Verantwortung zu übernehmen.

Tobias | 15. August 2014 - 12:50 2014-08-15

@BauIng25:
Die Kombination aus BWL und Bauingenieurwesen ist aber auch abseits von der Bauleitung eine ungewöhnliche und vor allem gesuchte Kombination. Ich merke das zum Beispiel direkt bei uns im Konzern im Einkauf. Dort wird seit langer Zeit händeringend ein junger Bauingenieur gesucht, der aber eben neben dem technischen Wissen noch vertiefte Kenntnisse in BWL,etc. hat. Ziel soll langfristig die Abteilungsleitung Einkauf sein.

Auch dein Alter ist kein Problem. Gerade im Bauingenieurwesen - so habe ich es selbst im Studium erlebt - gibt es einige, die nach Ausbildung und nachgeholtem Abitur erst mit 30 oder 32 Jahren ihren Abschlus haben. Die angepeilten 10 Semester sind zwar eine sehr optimistische Ansage, aber durchaus zu schaffen. Ich selber habe 12 Semester bis zu meinem Master gebraucht und das mit einem Auszeitsemester im Bachelor und dann noch mit Kind im Master.

Grüße, Tobias

abc | 14. August 2014 - 13:57 2014-08-14

BauIng25:
Aus meiner Sicht vollkommen ok. Ich bin 29 1/2 nach Studienabschluss, habe eine 3-jährige Ausbildung allerdings vorher gemacht, aber du ja ein BWL-Studium. Ich finde nur deine Rechnung geht nicht ganz auf. Du gehst von 10 Semestern aus bis zum Master? Also ich brauche regulär ca. 16-17, habe aber auch intensivst vertieft und Jahr 1/2 gearbeitet und 1/2 Jahr Pause gemacht nach dem Bachelor wegen Burnout Symptomen. Um etwas Schwieriges im Bauingenieurwesen zu vertiefen braucht man aus meiner Sicht deutlich länger als 10 Semester. Kommt aber auch drauf an was du machen willst. Für Bauleitung mit deinem BWL-Studium reicht ein Bachelor denke ich.

Sven | 13. August 2014 - 15:35 2014-08-13

@BauIng25:
Mein Werdegang ist ähnlich zu Deinem. Zuerst BWL-Studium und anschließend noch den Bachelor im Bauingenieurwesen nachgeschoben. Der Berufseinstieg in die Bauleitung war dann auch erst mit 33 Jahren. Einen Job als Bauingenieur zu finden stellte kein Problem dar. Ich würde dir nur zum nachgeschobenen Bauingenieurstudium raten, wenn du ernsthaft Interesse an der Materie hast. Das Studium ist knüppelhart und nicht mit BWL zu vergleichen. Da sind vom Anspruch wirklich Welten zwischen. Die Regelstudienzeit ist auch kaum einzuhalten.

Gehaltstechnisch bringt es dich vermutlich auch nicht besonders nach vorne. Einstiegsgehalt im Bauhauptgewerbe ca. 3300 - 3500 EUR. Nach ein paar Jahren Berufserfahrung bleibt man dann als Angestellter zwischen 4000 - 4500 EUR stecken. Da sollte man als BWL`er wohl auch hinkommen. Man muss schon wirklich Freude am Bau haben, ansonsten lohnt ein Zweitstudium in diesem Bereich nicht.

Tom | 13. August 2014 - 15:29 2014-08-13

@BauIng25:
Mach dir mal beim Alter keine Gedanken! Bei mir damals an der FH waren auch Jungs die um die 30-35 waren und jeder von denen hat einen Job bekommen. Praktika kannst du waehrend des Studiums machen oder sogar als Werkstudent arbeiten. Also meiner Meinung nach kein Problem.

BauIng25 | 13. August 2014 - 14:24 2014-08-13

Ich stehe momentan vor einer schwierigen Entscheidung. Ich habe gerade mit Erststudium (BWL) abgeschlossen, kann mir jedoch schwer vorstellen, in dem Bereich zu arbeiten. Während meines Studiums reifte der Entschluss, nach dem Studium was Technisches zu machen, was sich aber mit einem BWL Studium relativ schwierig gestaltet. Daher hatte ich den Entschluss gefasst, Bauingenieurwesen zu studieren. Das Problem ist nur, dass ich bei Beginn des Studiums 25 bin und im Optimalfall (10 Semester für BA und Master) mindestens 30 bin. Zusätzlich wäre für Praktika natürlich nicht wirklich Zeit. Zusätzlich müsste ich mir einen Studienkredit aufnehmen (ca. 500 Euro) im Monat, um das Zweitstudium überhaupt stemmen zu können.

Vor kurzem hatte ich mit einem Bekannten gesprochen, der selbst Bauingenieur ist. Dieser hatte mir davon abgeraten mit der Begründung, dass es sehr wenige Absolventen gibt, die über 30 sind und mir zusätzlich die Berufserfahrung fehlen würde, wenn ich mit 30/31 in den Job einsteigen würde. Daraufhin habe ich bei den großen deutschen Baufirmen angerufen und dieses sagten mir eigentlich das Gegenteil. Oft auch mit der Begründung, dass Diplomstudenten in der Regel auch erst mit 28/29 ihr Studium abgeschlossen haben. Zusätzlich wäre auch ein kaufmännisches Studium eher von Vorteil als von Nachteil im Baugewerbe. Hat jemand dazu Erfahrungen mit einem Einstieg mit 30-32 im Baugewerbe?

Giovanotto | 06. August 2013 - 16:15 2013-08-06

Hallo, meine Studienortwahl steht demnächst an und ich habe mich sozusagen schon auf das Fach Bauingnieurwesen festgelegt. Nur der Studienort ist mir noch unklar? Ich habe gehört das die ETH in Zürich sehr gut sein soll. Hat eventuell jemand dort studiert, der mir Tipps geben kann bezüglich Kosten und Vertiefungsrichtungen bzw. Möglichkeiten, die dort geboten werden. Danke im voraus!

Melisse | 30. Dezember 2012 - 15:05 2012-12-30

Hallo Anna,
ich studiere an der Fachhochschule in Köln Bauingenieurwesen im 1. Semester. Könntest du mir ein paar Tipps geben.

Andreas | 08. August 2005 - 14:09 2005-08-08

Hallo,

ich würde Dir schon dazu raten, dass Studium zu beginnen. Es spricht vieles dafür.

Zum einen steigt der Bedarf an Ingenieuren wieder da viele in Rente gehen. (Guck hierzu vielleicht einfach mal beim VDI etc.) zum anderen scheint es dein Berufswunsch zu sein. Du mußt deinen Beruf schließlich ein Leben lang ausüben, da sollte man schon etwas wählen, was einem Spaß macht.

Da infolge der schlechten Konjunktur die Studentenzahlen sinken, zumindest in Bezug auf den Bau, wird die Zahl der Abgänger bald den Bedarf unterschreiten. Frag mal bei deinem Arbeitsamt oder bei der Studienberatung deiner Wahlhochschule. Richtig ist, dass viele Ingenieure nicht mehr in den klassischen Positionen wie Bauleiter etc. arbeiten. Dafür werden aber auch Ingenieure in der Industrie, Banken, Versicherungen, Verwaltungen gesucht. Man ist als Bauingenieur doch recht vielseitig einsetzbar.



Ich selber habe trotz schlechter Wirtschaftlage einen Job gefunden, der auch anständig bezahlt wird. Du solltest nur schauen, dass du auch sog. softskills wie Sprachen etc. schon während des Studiums erlernst. Viele Unis bieten entsprechende Kurse mit an. Dies ist zumindest meine Erfahrung. Englisch wird in vielen Stellen mittlerweile einfach vorausgesetzt. Da liegt es Dir sich einen Vorsprung auf zukünftige Mitbewerber um einen Job zu verschaffen.



In diesem Sinne.



Gruss

Andreas

Marijo | 11. August 2005 - 17:27 2005-08-11

Hallo Andre,



sei schlau und geh nicht zum Bau ! Ich sehe keinen einzigen grund bauingenieurwesen zu studieren. Die bezahlung ist im vergleich zur verantwortung die man trägt sehr schlecht (als Uni-Absolvent in einem 10-köpfigen Ingenieurbüro für tragwerksplanung erhälst du ca., wenn du glück hast, 2600 Euro. Ein Maschinenbauabsolvent wird mit ca. 3400 Euro (Bosch/DB) entlohnt. Außerdem wirst du dein ganzes leben mit hirnies (architekten) zu tun haben. Ich kenne ne menge leute die voll abkotzen.

Ich habe es selber studiert und fühle mich jetzt voll verarscht. Studiere lieber Luft- und Raumfahrt, ist sicher viel interessanter als Bauingenieur.

Und das Argument, welches ich immer zu hören kriege, daß es in ein paar jahren auf dem bau besser aussehen wird ist kompletter humbug.



Ein erstgemeinter Rat: Machst nicht, wenn du dir dein leben nicht verpfuschen willst.



Gruß! M



andi | 12. August 2005 - 16:05 2005-08-12

Hallo Andre,



verpfuschen wirst Du Dir Dein Leben vermutlich nicht so einfach, aber Dir sollte schon viel daran liegen, wenn Du diese Fachrichtung einschlagen willst. Die Argumente von wegen Rentner und sinkende Absolventenzahlen kenn ich noch vom Anfang meiner eigenen Studienzeit (1998). Den Schmarrn hat der VDI schon damals verzapft. Meiner Meinung nach werden solche Infos ganz gezielt von der Industrie gestreut, damit es Bauingenieure im Überfluß gibt und man Sie dann entsprechend schlecht bezahlen kann.

Ich selbst hab ne verdammt gute Stelle bekommen, aber ich weiß, daß ich da ziemlich viel Glück hatte.



Gruß

Andi

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