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Uni-Wahl / Studienstandort für Bauingenieurwesen

9 Kommentare | 3735 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Thema eröffnet von Lukas | letzter Kommentar vom 02. August 2022 - 16:06

Ich bin fest entschlossen, ab WS 06/07 Bauingenieurwesen zu studieren und habe ein paar Universitäten ausgewählt, zwischen denen ich mich jetzt entscheiden muss: Aachen, Braunschweig, München, Stuttgart und Karlsruhe. Leider fällt es mir schwer, Entscheidungskriterien zu finden, da mir z.B Wohnort und die Größe der Universität gleich sind. Sind bestimmte Universitäten in den verschiedenen Vertiefungsrichtungen besser oder schlechter (Welche Vertiefung ich anstrebe, weiß ich noch nicht)? Oder gibt es schon größere Unterschiede im Grundstudium?

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir mit Eurem Wissen oder mit persönlichen Erfahrungen weiterhelfen könntet! Danke! MfG Lukas

Ali Saberi | 02. August 2022 - 16:06

Ich komme aus dem Iran und bin für den Masterstudiengang Bauingenieurwesen Konstruktiver Ingenieurbau an der TU Hamburg und Leibniz Uni Hannover zugelassen worden. Die Universität Leibniz gehört zu TU9 Universitäten und ist besser im Ranking als die technische Universität Hamburg.

Ich möchte so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt einsteigen. Ich würde gerne wissen, ob mir Ranking der Universität hilft dabei, leichter einen Job zu finden und darin voranzukommen?

Können Sie mir dabei helfen, welche Stadt und Uni ich auswählen soll. Vielen Dank!

Max | 15. October 2016 - 21:14

@Conny:
Ich befinde mich jetzt im fünften Semester des Bachelors an der TU München. Die Lehre an und für sich finde ich wirklich sehr gut, ein paar Ausnahmen gibt es natürlich immer. Wenn man etwas nicht verstanden hat, sind die Sprechstunden immer hilfreich gewesen; z.T. blieben die Dozenten oft noch lange im Hörsaal, wenn sich mehrere Fragen ergeben haben.

Dafür wird natürlich auch einiges vom Studenten verlangt. Nach dem zweiten Semester war nur noch etwa die Hälfte "meines Jahrgangs" da. In den Klausurvorbereitungen werden dir Aufgaben begegnen, die dich den ganzen Nachmittag beschäftigen, in der Klausur aber in 15 min. gelöst werden sollten. Das Bachelorstudium ist noch sehr streng vorgegeben. Wirklich Wahlmöglichkeiten hat man erst ab dem fünften Semester, dafür so ziemlich alle möglichen Richtungen, die ich mir diesbezüglich vorstellen könnte.

Wie bereits ein Vorredner sagte, nimmt sich die Ingenieurgrundausbildung an allen TU9 sicherlich nichts. Du solltest dir nur folgende Fragen beantworten: Universität oder FH, heimatnah oder -fern, Groß- oder Kleinstadt. Ich hoffe, dir ein wenig geholfen zu haben!

Conny | 14. October 2016 - 13:36

Momentan befinde ich mich in Neuseeland und absolviere dort ein FSJ. Ich möchte im WS 2017/2018 Bauingenieurwesen studieren. Somit wollte ich fragen, ob Sie mir ihre Empfehlungen sagen könnten hinsichtlich einer Universität? Ich habe mich belesen und einen guten Eindruck machen für mich die Universitäten München, Braunschweig, Berlin und Aachen. Es wäre gut, wenn ich einige Antworten von Ihnen bekommen könnte und Sie mir mit Ihrer Erfahrung weiterhelfen könnten. Vielen Dank im Voraus!

Felix | 17. March 2014 - 20:57

Danke für deine Antwort, Bauing! Hast du denn Erfahrungen bzw. eine Meinung zu Hochschulrankings? Ich habe die Zeit-Hochschulrankings mal durchgeguckt und bin unsicher, wie stark ich diese gewichten soll. Einerseits habe ich keine weiteren Anhaltspunkte, um festzustellen wie renommiert eine Uni nun sein mag, allerdings hört man ja auch öfters, dass man auf die Hochschulrankings nicht allzu viel geben sollte. Was mich z.B. verwunderte ist, dass die ETH Zürich schlechter abschneidet als ihr Ruf es vermuten ließe, da ich diese immer für das nonplusultra schlechthin für Bauingenieure und Architekten hielt. Ist nur so ein Beispiel welches mir aufgefallen ist. Für mich persönlich kommen höchstwahrscheinlich nur Unis in Deutschland in Frage.

Ich bin ja nun in der eigentlich wunderbaren Lage, dass ich mir quasi jede Universität "aussuchen" kann, da ich bisher bei keiner auf Zulassungsbeschränkungen für höhere Semester gestoßen bin, und entsprechend überwältigend ist die Auswahl. Es gibt natürlich ein paar weiche Faktoren, die einige Kandidaten eher in den Hintergrund rücken lassen, z.B. bin ich mir etwas unsicher, ob ich mein Leistungsniveau halten kann, wenn ich nebenbei viel arbeiten muss um hohe Lebenshaltungskosten oder Studiengebühren wie an der TU Braunschweig, (die laut Zeit-Ranking ja außerordentlich gut zu sein scheint) zu bezahlen. Wobei ich mich damit sicherlich auch arrangieren könnte, allzu viel darf ich ja mit Bafög sowieso nicht nebenbei arbeiten.

Gibt es sonst noch irgendwelche Ansprechpartner, bei denen ich mich über dieses Thema zuverlässig informieren könnte? Ich weiß ja nicht so recht, ob ich einfach zu einem Dozent an der TU Berlin gehen kann, um ihn nach so etwas zu fragen?!

Bauing | 17. March 2014 - 12:09

Hallo Felix, schön dass dir dein Studium Spaß macht. Das ist eigentlich die wichtigste Voraussetzung die du erfüllen musst. Wer Spaß an der Materie hat und Einsatz zeigt, der kann im Grunde mit jedem Abschluss erfolgreich werden. Für die Wahl der Uni ist denke ich auch die Außenwirkung wichtig. Dabei spielen Rankings natürlich eine große Rolle. Es mag sein, dass die Qualität der Lehre objektiv gleichwertig ist, aber eine renommierte Uni wird trotzdem als höherwertig eingestuft. Über die Lehre an den verschiedenen Unis kann ich leider keine aussagekräftigen Vergleiche anstellen, aber dass was ich von anderen mitbekommen habe, die gewechselt haben, gibt es durchaus Unterschiede im Anspruch (Referenz RWTH Aachen).

Zwar sollte der Bologna-Prozess das ja eigentlich ausbügeln, aber bis sich das wirklich durchgesetzt hat (falls das jemals passieren wird) werden wohl noch etliche Semester ins Land ziehen. Also stell dich darauf ein, dass die Prüfungen an einer renommierteren Uni anspruchsvoller sein werden.

Praktika sind zwar wichtig, aber vergiss nicht, dass du auch konkrete Erfahrungen zum Beispiel als Studentische Hilfskraft erlangen kannst. Da bieten die renommierten Universitäten auch oft genug Arbeitgeber im näheren Umfeld, bzw. eigene Institute mit namhaften Kunden. Viele meiner Kommilitonen haben so ihren Direkteinstieg gemacht.

Bei den Praktikas würde ich dir auch empfehlen dich gegen Ende des Studiums um ein Auslandspraktikum zu kümmern. Zum einen hast du dann ausreichend Grundlagenwissen und zum anderen lernst du noch mehr über das internationale Geschäft und du bekommst häufig mehr Verantwortung anvertraut. Was ganz wichtig ist: Wechsel so früh wie möglich an die Uni, an der du deinen Master machen möchtest. Damit kannst du dich früh genug auf das Niveau und die Struktur der Uni einstellen. Außerdem vermeidest du so die Möglichkeit doch keinen Masterplatz zu bekommen.

Generell kann ich dir guten Gewissens empfehlen deine gewohnte Umgebung zu verlassen. Nutze diese Chance Erfahrungen zu sammeln. Die Studienzeit ist weit mehr, als eine Vorbereitung auf den zukünftigen Beruf.

Felix | 17. March 2014 - 08:52

Ich bin momentan im 1. Semester (kurz vor Beginn des 2.) an der TU Berlin. Nun wo das erste Semester so langsam ausklingt, habe ich erfreulicherweise in allen Klausuren sehr gute Noten geschrieben und habe außerdem enorm viel Spaß am Studium und bin mir sicher, das richtige gewählt zu haben. Da ich aus Berlin komme und zugeben muss, mich vor dem Studium zwar über den Studiengang, jedoch nicht besonders über Hochschulen informiert zu haben, war die TU Berlin meine erste Wahl und ich habe mich einfach dort eingeschrieben/beworben. Bestärkt in meiner Studienwahl und hoch motiviert habe ich erkannt, dass ich eigentlich mehr Eigeninitiative zeigen könnte und ich ja eigentlich nicht nur aus Bequemlichkeit an meinem Standort festhalten sollte. Ich bin nicht sehr vertraut mit der Zuverlässigkeit von Hochschulrankings, aber bei diesen zumindest schneidet die TU Berlin ja nur recht mittelmäßig ab. Sind solche Rankings überhaupt verlässlich?

Ich frage mich nun als allererstes, wie groß der Einfluss des Studienstandorts auf den Bachelor ist. Es könnte ja z.B. sein, dass man an allen TU9 Unis eine Grundausbildung erfährt, welche sich alles in allem nichts nimmt und der Qualitätsunterschied erst beim Master zum Tragen kommt. Vielleicht aber auch genau anders herum? Oder beides gleich wichtig?

Würde es sich lohnen bzw. einen Einfluss auf meinen weiteren Werdegang haben, den Standort jetzt zu wechseln um an eine "bessere" bzw. "angesehenere" Universität zu wechseln? Natürlich müsste ich in dem Fall noch einmal gründlich recherchieren, bisher scheinen RWTH Aachen, TU Darmstadt und TU Dresden sehr gut zu sein. Im 2. Fachsemester scheint alles zulassungsfrei zu sein und dies klingt für mich nach einer tollen Chance.

Ist dies alles vielleicht sogar total zweitrangig und stattdessen sollte ich mich nur drauf konzentrieren, jede Semesterferien ein Top-Praktikum zu absolvieren, wenn möglich auch im Ausland? Für bauliche Praktika bietet der Standort Berlin ja sicherlich wieder viel Spannendes, was anderen Standorten fehlen mag.

Vielleicht wirkt das alles auf das Publikum dieses Forums auch nur wie naives Geschwafel eines Erstsemesters, würde mich nicht überraschen. Im Grunde habe ich einfach entschieden, dass ich mich von nun an so sehr wie möglich reinhängen möchte, bin aber etwas verloren und weiß nicht wo ich als erstes ansetzen soll. Bin auf jeden Fall für jeden Rat und jeden Kommentar äußerst dankbar! Gruß, Felix

Lukas | 22. February 2006 - 13:00

Ja, ich bin mir sicher. Ich möchte mir die Option offen halten, direkt in die Forschung zu gehen.

Dirk H. | 22. February 2006 - 11:48

Hallo Lukas,



also in Aachen sind die konstruktiven auf jeden Fall sehr gut ausgebildet (z.B. Umgang mit FE-Programmen, Baudynamik). Das ist nicht ganz unwichtig, falls Du es Dir bei entsprechender konjunktureller Lage auch vorstellen kannst, eine Stelle anzutreten, die eigentlich für "Maschis" ist. Kenne mittlerweile einige, die da mehr oder weniger für Airbus oder andere namhafte Unternehmen arbeiten.



Ich würde mich auf jeden Fall bei den Fachschaften der einzelnen Unis einmal informieren, wie das momentan aussieht, ob zum Beispiel neue DPO´s (Diplomprüfungsordnungen) anstehen, oder ob sich die bestehenden schon eingependelt haben. Habe da sehr schlechte Erfahrungen gemacht, als die unsere DPO umgestellt haben. Die Klausuren waren nur sehr bedingt vergleichbar, um das mal so auszudrücken. Daher kam es teilweise zu immensen Durchfallquoten, die so nicht notwendig sind.

Ich denke, sich mit den Fachschaften auseinanderzusetzen, ist das beste, auch wenn Du dann nicht vergessen darfst, dass die natürlich auch bemüht sind, die Leute an die eigene Uni zu holen.



Vielleicht kannst Du auch mal die einzelnen Unis im Netz besuchen. Teilweise "hängen" die ja Ihre Ergebnisse im Netz aus, dann kannst Du mal nachschauen ob Du Dir die entsprechende Uni antun willst.



RWTH Aachen:

http://www.rwth-aachen.de/fb3

Daniel | 21. February 2006 - 13:00

Hallo Lukas,



bist du dir denn sicher, an einer Uni und nicht an einer FH zu studieren?

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