Pressespiegel & Presseberichte
Samstag, 24. Juli 2021
Ausgabe 7278 | Nr. 205 | 20. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Presse & News »
Herausgeber: Verband Beratender Ingenieure VBI email-weiterempfehlendruckansicht

Interview in »Beratende Ingenieure - Das Fachmagazin für Planen und Bauen« - Ausgabe 7/8 2019: »bauingenieur24 - Austausch im Internet«

# 01.08.2019

Interview mit Dipl.-Ing. Christian Wieg, Geschäftsinhaber bauingenieur24 Informationsdienst

Interview mit Dipl.-Ing. Christian Wieg: »bauingenieur24 - Austausch im Internet« Interview mit Dipl.-Ing. Christian Wieg: »bauingenieur24 - Austausch im Internet«

Beratende Ingenieure: Herr Wieg, seit 2001 betreiben Sie mit bauingenieur24 eine Online-Plattform für Bauingenieure. Was bietet Ihr Unternehmen heute alles an?

Christian Wieg: Wir verstehen uns als Berufsportal für Bauingenieure. Als solches veröffentlichen wir Inhalte mit fachlicher und berufsgruppenspezifischer Relevanz, darunter Fachartikel, Literatur- und Terminhinweise, Stellenangebote und Forenbeiträge.

Somit bieten wir eine jederzeit offene und breite Plattform, welche dem Austausch, der Vernetzung sowie der Orientierung innerhalb der Berufswelt der Bauingenieure dient.

Parallel zum Berufsportal unterstützen wir zudem regelmäßig wichtige Veranstaltungen der Branche, so z.B. auch wieder die Verleihung des Deutschen Brückenbaupreises 2020, welcher vom VBI und der Bundesingenieurkammer ausgelobt wird.

BI: Wer nutzt Ihr Portal aktuell?

CW: Unsere Nutzer und Leser sind Bauingenieure aus diversen Altersgruppen und mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten, welche in ganz Deutschland und darüber hinaus verteilt die unterschiedlichsten Projekte bearbeiten. Das schließt sowohl den angehenden Jungingenieur an der Hochschule als auch den Seniorprojektleiter im Großunternehmen ein.

Die erwähnte berufliche (Um-)Orientierung, welche in jeder Phase der individuellen Laufbahn nötig werden kann, spielt bei der Nutzung unserer Dienste eine zentrale Rolle. Bewerber können ein eigenes Profil hinterlegen und sich zusätzlich im Forum mit Kollegen austauschen. Somit werden sie und ihre Anliegen gezielt für relevante Adressaten sichtbar.

Wir initiieren erfolgreich den Dialog zwischen Anbietern von Fachinformationen, Seminaren und Arbeitsstellen mit ihrer jeweiligen Zielgruppe. Für diesen Dialog nutzen wir auch verschiedene Social Media-Kanäle, über die wir seit mehreren Jahren neue Nutzergruppen erreichen.

Um den Nachwuchs bereits im Studium auf unsere Inhalte aufmerksam zu machen, präsentieren wir uns u. a. auf den halbjährlich stattfindenden Konferenzen der Baufachschaften, welche an wechselnden Standorten viele angehende Bauingenieure versammeln.

Cover des VBI-Magazins (Ausgabe 7/8 2019) Cover des VBI-Magazins (Ausgabe 7/8 2019)

BI: Aus Ihrer Erfahrung zum Recruiting von Bauingenieuren: Wie müssen Ingenieurbüros als Arbeitgeber heute potenzielle Mitarbeiter ansprechen? Was hat sich seit 2001 verändert?

CW: Arbeitgeber müssen sich heute offener, dabei aber auch stets plausibel und authentisch präsentieren und damit ggf. den Wettbewerb mit berufsständischen Kollegen annehmen.

Wer sich weiterhin versteckt, ist dennoch Gesprächsthema unter den Bewerbern, die sich heute im Internet über ihre Arbeitgeber austauschen. Hier gilt es, die eigene Marke zu stärken und das gelingt nur durch das offene Mitreden.

Schließlich gilt es mehr als früher attraktive Angebote für Bewerber zu formulieren und am Ende auch einzulösen.

BI: Die Betätigungsmöglichkeiten für Bauingenieure bei der öffentlichen Hand haben zuletzt stark zugenommen. Wie beurteilen Sie diesen Trend?

CW: Tatsächlich ist die Gruppe der öffentlichen Auftraggeber in unserem Stellenmarkt in den letzten fünf Jahren um 200 Prozent gewachsen. Ich halte diesen Trend für positiv. Die öffentlichen Verwaltungen holen sich so das fachliche Know-how wieder zurück, was den Stellenwert und die Perspektiven der Bauingenieure verstärkt.

Die Tätigkeit auf der Auftraggeberseite bietet dem einzelnen Bauingenieur noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten für die gebaute Infrastruktur und den öffentlichen Raum.

Das gesamte Leistungspaket für Beschäftigte im öffentlichen Dienst ist in den letzten Jahren attraktiver geworden und damit für Bewerber eine echte Option.

BI: Was erwarten Sie von der weiteren Entwicklung der Branche und wie wollen Sie als Berufsportal für Bauingenieure die Berufsgruppe in Zukunft weiter überzeugen?

CW: Unser Anspruch, Mittler und Begleiter für die Bauingenieure zu sein, gilt weiterhin. Besonders im Zusammenhang mit thematischen, technischen und methodischen Neuentwicklungen wollen wir ausführlich informieren, Hemmnisse abbauen und das Positive am Bauen betonen.

Ich möchte in diesem Zusammenhang die Personalverantwortlichen und Büroinhaber einladen, sich als Arbeitgeber noch attraktiver darzustellen. Dazu gehört es unter anderem, aussagekräftige und zugleich eindrucksvolle Bildern in Ausschreibungen und Anzeigen sprechen zu lassen und damit zu zeigen, was man kann.

Unsere Nutzer sollen neben den Meldungen darüber, dass sich die Berufswelt beispielsweise durch BIM oder ein gänzlich neues Berufsfeld mal wieder grundlegend wandelt, auch gleich Lösungsansätze durch passende Informationen an die Hand bekommen. Weiterbildungen, Veranstaltungs- und Lektürehinweise oder eine klärende Antwort von einem Kollegen aus dem Fachforum können hier dienlich sein.

Nicht zuletzt bleiben wir für unsere Nutzer und Kunden auch in Zukunft direkt ansprechbar. Unsere Mitarbeiter und das Telefon werden niemals durch Chatbots, WhatsApp oder Sonstiges ersetzt.

Kurz-Link  Kurz-Link zu diesem Beitrag:
https://www.bauingenieur24.de/url/780/13