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Zulässige Setzung bei einer Deponie?

  • Veröffentlicht von Caroline (inaktiv) am 25. Juni 2021 14:45
  • Neueste Antwort:vor 3 Jahren
Ich habe einmal eine Frage, zur richtigen Interpretation eines Standsicherheitsnachweises zu einem Deponiekörper. Die Parameter, welche der Berechnung zugrunde gelegt wurden, habe ich weiter unten aufgelistet. Mir geht es um folgenden Sachverhalt:

Die FEM-Berechnung nach dem Steifezahlverfahren ergab eine maximale Setzung von 1,36 m im ungünstigsten Bereich.Ich habe mir mal die Deponieverordnung angesehen, da gibt es immer nur die Aussage, dass die Standsicherheit nachgewiesen werden muss. Wie sieht es aber mit der sogenannten Gebrauchstauglichkeit aus?

Der Deponiekörper wird über Jahre und Jahrzehnte errichtet und hat eine 50 cm dicke Tonschicht als Dichtschicht. Selbst wenn man die am Anfang geringer ansetzt, funktioniert selbst bei 0,3 m Setzung (=Durchbiegung) die Drainage nicht mehr.
Weiß jemand, was Stand der Technik = üblich ist? Wieviel darf die Setzung bei einer 0,5 m Tonschicht betragen, ohne dass diese vollständig unbrauchbar wird?

Berechnungsparameter in Kurzform
Nur Innere Standsicherheit / Baugrund (im Rechenmodell ist die Schichtung bis 50 m Tiefe berücksichtigt):
Glimmersande bestehend aus homogenen und überwiegend dicht gelagerten und enggestuften Fein- bis Mittelsanden mit wechselnden Glimmer-, Braunkohlegehalten sowie eingeschalteten geringmächtigen Schluffschichten.

Berechnungsverfahren
Die Setzungsberechnungen wurden nach DIN 4019 (Baugrund - Setzungsberechnungen,
01/2014) mittels der Software "WinSetz Version 1.36d" der IDAT GmbH im Steifemodulverfahren ausgeführt.

Je nach Geometrie des Deponiekörpers (unregelmäßig) beträgt die Flächenlast zwischen 0 kN/m² (Randbereiche) und 555 kN/m² (Zentrum). Insofern stellen alle errechneten Setzungen die maximalen Setzungsbeträge nach Erreichen des maximalen Deponievolumens dar.

Auszug aus der Deponieverordnung
1.2 Untergrund einer Deponie: Der Untergrund einer Deponie muss folgende Anforderungen erfüllen:
  • Der Untergrund muss sämtliche bodenmechanischen Belastungen aus der Deponie aufnehmen können, auftretende Setzungen dürfen keine Schäden am Basisabdichtungs- und Sickerwassersammelsystem verursachen.

1 Kommentar

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    • Veröffentlicht von: HansWurst (inaktiv)
    • 2. Juli 2021 12:08
    @Caroline:
    Ich habe zwei Hinweise, die Dir vielleicht weiterhelfen:
    • bei der Gesamtsetzung musst du berücksichtigen, dass der Müll wohl Lagenweise über viele Jahre eingebracht wird. Das sollte dazu führen, dass die Setzungen an der OK der Deponie geringer ausfallen, als wenn du die Setzung "auf einmal" berechnest
    • bei der Setzung an der UK der Deponie sollte die Aushubentlastung berücksichtigt werden. Diese ist ja mit 10 m Höhe sehr groß und wird die Setzungen wohl reduzieren.

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