Ingenieure/-innen als technische Referenten-/innen (m/w/d) in Leipzig (Sachsen) und Bonn (Nordrhein-Westfalen)

   

Das Fernstraßen-Bundesamt (FBA) ist die für die Bundesfernstraßenverwaltung zuständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Das FBA sucht für die Referate B1 "Innovationen und Internationale Zusammenarbeit", B2 "Straßenbautechnik und Straßenerhaltung", B3 "Brücken, Tunnel- und Ingenieurbauwerke" und B4 "Straßenverkehrstelematik, Straßenverkehrstechnik, Betriebsdienst" regelmäßig, unbefristet, mehrere

Ingenieurinnen / Ingenieure (m/w/d) als technische Referentinnen / Referenten (m/w/d)

Der Dienstort ist Leipzig und Bonn.
Referenzcode der Ausschreibung 20210268_9311

Mit der Reform der Auftragsverwaltung werden die Bundesautobahnen seit dem 01.01.2021 nicht mehr in der Auftragsverwaltung, sondern in der Bundesverwaltung geführt. Mit dem Fernstraßen-Bundesamt (FBA) ist eine neue Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des BMVI zum 01.10.2018 errichtet worden, welche im hoheitlichen Bereich der Bundesfernstraßenverwaltung eng mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), der ebenfalls neu gegründeten Autobahn GmbH und mit den Ländern zusammenarbeitet. Das FBA hat seinen Hauptsitz in Leipzig sowie drei Standorte in Bonn, Gießen und Hannover.

Ihre Aufgaben:

Sie erwartet ein vielfältiges und anspruchsvolles Betätigungsfeld in einer neu gegründeten, modernen Verwaltung, das Ihnen gute Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Für die Tätigkeiten der Referate sind unter anderem prägend:


Referat B1: Innovationen und Internationale Zusammenarbeit

  1. Mitwirkung bei grundsätzlichen Fragen zu Straßenbau- und Verkehrstechnik
  2. Initiieren und Begleitung von innovativen Projekten im Straßenverkehr und Straßenbau
  3. Koordinierung des Building Information Modelling (BIM) im Bereich der Bundesfernstraßen, u.a. Entwicklung der BIM Strategie des FBA, Umsetzung des "Stufenplan Digitales Planen und Bauen" im Auftrag des BMVI, Vorbereitung Regelwerksanpassung
  4. Geschäftsstelle Bund-/Länder-Dienstbesprechung IT-Koordinierung und Koordinierung der Aufgaben des Bund-Länder-Arbeitskreises der Straßenbauverwaltungen
  5. Unterstützung des BMVI bei der Erarbeitung von Rechts- und Verwaltungsvorschriften sowie bei der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit
  6. Mitwirkung bei der europäischen Normung und Zusammenarbeit mit (inter-)nationalen Forschungseinrichtungen
  7. Koordinierung der Zusammenarbeit mit (inter-)nationaler einschlägiger Industrie und derer Organisationen und Verbänden (z.B. PIARC)
  8. Unterstützung des BMVI beim Einwerben von Fördermitteln und Aufsetzen von Förderprogrammen in Abstimmung mit der Bundesanstalt für Straßenwesen und den Ländern
  9. Koordinierung der Berichtspflichten zur EU-Infrastrukturrichtline 2008/114/EG
  10. Mitwirkung an der Erarbeitung von Berichten zum Stand und der Erhöhung der Verkehrssicherheit

Referat B2: Straßenbautechnik und Straßenerhaltung

  1. Begleitung der Entwicklung innovativer, umweltverträglicher und wirtschaftlicher Bauweisen im Straßenbau einschließlich nachhaltiger Bauweisen und Baustoffe
  2. Beurteilung der Erhaltungsprogramme sowie Analyse und konzeptionelle Weiterentwicklung der Datenbereitstellung im Hinblick auf das Managementsystem zur Erhaltung bei der Autobahn GmbH und der Auftragsverwaltung der Länder (PMS)
  3. Beiträge zur Analyse bestehender Verfahren und Erhaltungsstrategien zur Vermeidung eines Werteverzehrs der Verkehrsinfrastruktur
  4. Mitwirken bei der Weiterentwicklung des Bauzeitenkataloges
  5. Fachtechnische Stellungnahmen im Bereich der Bauproduktenverordnung, der Marktüberwachung sowie ressortübergreifenden Rechtssetzung in den Bereichen Boden, Wasser, Baustoff-Recycling, Baustoffanforderungen
  6. Erarbeiten und Mitwirken bei der Erstellung technischer, umweltfachlicher und bauvertraglicher Regelwerke, Mitwirkung bei der europäischen Normung
  7. Unterstützung bei der Aufsicht über die Autobahn GmbH
  8. Teilnahme und aktives Mitwirken in Bund-Länder-Arbeitskreisen (z.B. Straßenbautechnik)

Referat B3: Brücken, Tunnel- und Ingenieurbauwerke

  1. Mitarbeit in nationalen und internationalen Arbeitskreisen zur Weiterentwicklung des technischen und bauvertraglichen Regelwerks und Normen
  2. Entwicklung und Umsetzung des Anerkennungswesens im Bereich der bautechnischen Prüfung an Bundesautobahnen (Prüfingenieure)
  3. Bearbeitung technischer Fragestellung an Brücken, Tunneln- und Ingenieurbauwerken, z.B. Stellungnahmen zu neuen Bauweisen/Baustoffen/Rechnungsverfahren oder Entwürfen
  4. Mitwirkung bei der bauaufsichtsrechtlichen Zustimmung zu Bauwerken
  5. Mitarbeit an Fragen der Resilienz, Nachhaltigkeit und zivilen Notfallplanung
  6. Zustimmungen zu Einrichtungen für den Betrieb des Mauterhebungssystems auf Bundesautobahnen nach § 6 BFStrMG
  7. Wahrnehmung der Aufgaben zur Tunnelsicherheit (Verwaltungsbehörde) gem. EU/2004/54 für Tunnel im Zuge des Zuständigkeitsbereichs der Autobahn GmbH
  8. Koordinierung der Angelegenheiten und Wahrung der Interessen des Bundes gegenüber den Marktüberwachungsbehörden der Länder
  9. Unterstützung bei der Aufsicht über die Autobahn GmbH
  10. Teilnahme und aktives Mitwirken in Bund-Länder-Arbeitskreisen (z.B. Brückenbau)

Referat B4: Straßenverkehrstelematik, Straßenverkehrstechnik, Betriebsdienst

  1. Stellungnahmen zu Entwürfen von Maßnahmen der Verkehrstelematik und intelligenter Verkehrssysteme
  2. Mitarbeit bei Regelwerken und Standards der Straßenverkehrstelematik, Fernmelde- und Datenübertragungsnetze sowie Informationssicherheit
  3. Mitwirkung beim Aufbau der Verkehrszentrale Deutschland bei der Autobahn GmbH und Koordinierung der Abstimmungen mit den Ländern
  4. Unterstützung der Bundesanstalt für Straßenwesen bei der weiteren Entwicklung des Mobilitätsdaten-Marktplatzes
  5. Bearbeitung von verkehrstechnischen Fragestellungen in Bezug auf Rastanlagen (telematisches Lkw-Parken, Kompakt-Parken)
  6. Unterstützung bei der Aufsicht über die Autobahn GmbH
  7. Mitwirkung bei der (Weiter-)Entwicklung der Grundlagen, Regelwerke und Normen für verkehrstechnische Anlagen auf Bundesfernstraßen
  8. Mitwirkung bei der Erstellung des Regelwerkes zu Arbeitsstellen (RSA, Teil A-D) und Auswirkungen auf den Arbeitsschutz (ASR 5.2)
  9. Einführung eines verkehrsabhängigen digitalen Baustellenmanagements (Verkehrsanalysesystem VAS)
  10. Bearbeitung von technischen Fragestellungen des Straßenbetriebsdienstes, Weiterentwicklung des Regelwerks
  11. Einführung neuer wirtschaftlicher und umweltfreundlicher Technologien im Winterdienst
  12. Mitwirkung in Bund-Länder-Ausschüssen (z.B. Straßenverkehrstechnik, Straßenverkehrstelematik, Betriebsdienst)

Ihr Profil:

Zwingende Anforderungskriterien:

Sie verfügen über eine abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulausbildung (Master/Uni-Diplom)

  • einer der Fachrichtungen Ingenieurbau, Bauingenieurwesen, Wirtschafts-Ingenieur, Straßenbau, Verkehrsingenieurwesen, Telematik, Verkehrssystemtechnik, (Bau-)Informatik, Informations-technik, Nachrichtentechnik, Baustoffingenieurwissenschaft, Geographie, Ingenieurgeologie oder vergleichbar
  • oder Sie sind Beamtin/ Beamter (m/w/d) mit der Befähigung für den höheren technischen Verwaltungsdienst in vergleichbarer Fachrichtung

Wichtige Anforderungskriterien:

Sie verfügen über

  • Hohe Flexibilität, die komplexe Situation und die besonderen organisatorischen Rahmenbedingungen beim Aufbau einer neuen Behörde differenziert zu erfassen, sowie eine positive Bereitschaft zur Aufgabenumsetzung auch bei (unvorhergesehen) geänderten Vorgaben und zur Verantwortungsübernahme für kurz- und mittelfristig erreichbare Lösungen
  • Fähigkeit, die Kenntnisse wesentlicher technischer Vorschriften aus den o.a. Aufgabengebieten mit verwaltungsrechtlichen, verwaltungstechnischen sowie organisatorischen und management-bezogenen Fähigkeiten zu verknüpfen
  • Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten sowie zur Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team
  • Verhandlungs- und Überzeugungsfähigkeit
  • Darstellungsvermögen
  • Präsentationskompetenz
  • Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsorientierung

Beamtinnen und Beamte, welche noch nicht die Befähigung für den höheren Verwaltungsdienst besitzen, können bei Erfüllung der Voraussetzungen des § 24 Abs. 1 Bundeslaufbahnverordnung auf diesem Dienstposten für eine Laufbahn des höheren technischen Dienstes zugelassen werden.

Unser Angebot:

Die Dienstposten sind nach Entgeltgruppe E 14, Teil I der Anlage 1 des Tarifvertrags über die Entgeltordnung des Bundes bewertet. In Abhängigkeit von der Bewerberlage kann ggf. eine zusätzliche befristete Fachkräftezulage in Höhe von bis zu 1.000 Euro monatlich in Betracht kommen. Bei Vorliegen der persönlichen und haushaltsrechtlichen Voraussetzungen ist eine Verbeamtung möglich.

Beamtinnen und Beamte werden in ihrem bisherigen Amt (max. Besoldungsgruppe A 14) nach einer vorübergehenden Abordnung versetzt.

Besondere Hinweise:

Die Ausschreibung ist auf Dauer angelegt, es werden laufend Bewerbungen entgegengenommen und nach vorher festgelegten Zeitintervallen Auswahlverfahren durchgeführt. Die Auswahl für konkrete Dienstposten erfolgt nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung anhand Ihrer nachgewiesenen Qualifikationen und Erfahrungen.

Die Ausschreibung richtet sich sowohl an Bewerberinnen/Bewerber (m/w/d), die über entsprechende berufliche Erfahrung -idealerweise in der öffentlichen Verwaltung- verfügen, aber auch an Berufseinsteiger/ Berufseinsteigerinnen (m/w/d).

Das Fernstraßen-Bundesamt unterstützt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wir bieten unseren Beschäftigten individuelle Arbeitszeitmodelle im Rahmen der geltenden Dienstvereinbarung sowie Teil- und Gleitzeit, um die Vereinbarkeit von Berufs- und Familieninteressen zu berücksichtigen. Sie können mit dem FBA alternierende Telearbeit oder mobile Arbeit vereinbaren. Je nach individuell festgestelltem Bedarf erfolgt eine zielgerichtete Fortbildung.

Die Dienstposten sind grundsätzlich zur Besetzung mit Teilzeitkräften geeignet.

Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Bei gleicher Qualifikation werden Frauen nach Maßgabe des § 8 des Bundesgleichstellungsgesetzes bevorzugt berücksichtigt.

Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher fachlicher Eignung bevorzugt eingestellt. Es wird nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt.

Wir begrüßen die Bewerbung von Menschen aller Nationalitäten.

Die Auswahl erfolgt durch eine Kommission.

Für Tarifbeschäftigte des BMVI und seines Geschäftsbereichs werden zur Durchführung eines Leistungsvergleichs vom Personalreferat des FBA Leistungseinschätzungen eingeholt, die sich verfahrensmäßig an den jeweils im Geschäftsbereich geltenden Richtlinien für die beamtenrechtliche Beurteilung orientieren. Die betreffenden Tarifbeschäftigten des BMVI bzw. seines Geschäftsbereichs erklären mit ihrer Bewerbung ihr Einverständnis zur Durchführung dieser Maßnahme.

Fühlen Sie sich angesprochen?

Dann bewerben Sie sich bitte bis zum 31.05.2021 über das Elektronische Bewerbungs­verfahren (EBV) auf der Einstiegsseite: http://www.bav.bund.de/Einstieg-EBV

Hier geben Sie bitte den oben genannten Referenzcode ein.

Bitte laden Sie im weiteren Verlauf Ihre aussagekräftigen und vollständigen Bewerbungs­unter­lagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Diplom-/Bachelorurkunde und ‑zeugnis, aktuelle qualifizierte Arbeitszeugnisse zum Nachweis über Ihren beruflichen Werdegang bzw. dienstliche Beurteilungen) als Anlage in Ihr Kandidatenprofil hoch.

Zusätzlich pflegen Sie bitte in Ihrem Kandidatenprofil unter "Ausbildung/Abschlüsse” Ihren entsprechenden Studienabschluss mit Ausprägung der Abschlussnote und unter "Berufserfahrung” die Arbeitgeber der letzten 3 Jahre inklusive des aktuellen Arbeitgebers.

Bitte geben Sie in Ihrer Bewerbung an, für welches der Referate (B1, B2, B3, B4) Sie tätig werden möchten (Mehrfachnennung möglich).

Bei ausländischen Bildungsabschlüssen bitten wir um Übersendung entsprechender Nach­weise über die Gleichwertigkeit mit einem deutschen Abschluss. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Internetseite der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) unter http://www.kmk.org/zab

Bitte geben Sie in Ihrer Bewerbung an, welchen der möglichen Dienstorte Leipzig, Bonn, Gießen oder Hannover Sie präferieren (Mehrfachnennung möglich).

Für Fragen im Zusammenhang mit dem Elektronischen Bewerbungsverfahren steht Ihnen die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen, Tel.: 04941 602-240, zur Verfügung.

Ansprechpartner/in:

Als Ansprechperson steht Ihnen im Fernstraßen-Bundesamt für fachliche Fragen Herr Wenk unter der Telefonnummer 0341 49611-610 und für tarif- bzw. beamtenrechtliche Fragen Herr Neudeck unter der Telefonnummer 0341 49611-351 zur Verfügung.

Weitere Informationen unter http://www.fba.bund.de/jobs